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Full text of "Serapeum : Zeitschrift für Bibliothekwissenschaft, Handschriftenkunde und ältere Litteratur"

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e x a p e n m. 



Zweiundzwanzigster Jahrgang. 



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Serapeum. 



fflr 

Bibliothekwissenscliaft, Uaodschrifteokunde 
and ftltere Litteratnr. 

Im Vereine mil Bibliolhekaren und Litteraturfreunden 
herausgegeben 

Ton 

Dr. Robert RTa umann. 



Zwelandzwanzigster Jahrgang. 



Leipzig: 
T. O. W e i g e 1. 
1861. 

Druck von C P. Melier in Leipzig. 




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Serapenm. 



fftr 

Bibliothekwissenschaft, Handschriftenkunde 
ond aitere Litteratur. 

lm Vereine mil Bibliolhekaren und Litteraturfreunden 
heransgegeben 

TOD 

Dr. Robert N aunt an n. 



Zwelnndzwanzigster Jahrgang. 



Leipzig: 

T. 0. W e i g e 1. 
1861. 

Pruck Ton C P. Melier in Leipzig. 




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"2 



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Inhaltsverzeichniss. 



Seite 

1. Drei verschiedene Ausgaben der lateinischen Uebersetzung des 
italienischen Reiseberichtes Amerigo Vespucci's und eine Aus- 
gabe der deatschen, nach den Exemplaren der Commerzbiblio- 
thek in Hamburg beschrieben von Dr. F. L. Hoffmann in Ham- 
burg 1 

2. Anzeige von: Histoire de la Bibliotheque Mazarine depuis sa 
fondation jusqu'a nos jours, par Alfred Franklin. Paris 1860. Von 
G. Brunet, Secretair der Akademie der Wissenschaften und 
sch6nen Kunste in Bordeaux 4 

3. Der alte Godex des Neuen Testamentes im Domschatze zu Fulda 
und Ranke's Specimen desselben. Von Dr. A. Ru land, k. Ober- 
bibliothekar in Wurzburg 8 

4. Lateiniscbe Lebr- und Wfirterbucher des secbzehnten Jahrhun- 
derts mit deutschen Interpretationen. Zusatze. Von Emil Wel- 
le r in Zurich 13 

5. Hans Sachsens Gedichte. Eine Bibliographic Von Ebendem- 
selben 14 

6. Nachricht von den LebensumstSnden Heinrich Fried rich Otto's, 
Herausgebers der Thuringia Sacra, und der von ibm hinterias- 
senen Druck- und Handschriften. Von Hofrath Dr. L. F. Hesse 

in Rudolstadt 17 

7. Anzeige von : Bulletin du bibliophile Beige, publie par F. Heuss- 
ner, sous la direction de M. A. Scheler. Tome XVI. (2e serie, 
Tome VII.) 2e Cahier. Von Dr. F. L. Hoffmann in Hamburg 29 

8. Hans Sachsens Gedichte u. s. w. (Fortsetzung von Num. 5.) . 31 
9* Nachricht von den Lebensumstanden Heinricn Friedrich Otto's 

u. s. w. (Schluss von Num. 6.) 33 

10. Mittheilungen zur Typographic des XV., XVI. u. (T. Jahrhunderte. 
Von P. Gottfried Reichhart in Jetzelsdorf bei Znaim ... 38 

11. Hans Sachsens Gedichte u. s. w. (Fortsetzung von Num. 8.) . 45 

12. Mittheilungen zur Typographic u. s. w. (Fortsetzung von Num. 10.) 49 

13. Hans Roseoplut. Von Jos. Maria Wagner in VVien .... 62 

14. Hans Sachsens Gedichte u. s. w. (Fortsetzung von Num. 11.) . 63 

15. Mittheilungen zur Typographic u s. w. (Schluss von Num. 12.) 65 

16. Hans Sachsens Gedichte u. s. w. (Fortsetzung von Num. 14.) . 79 

17. Anzeige von: Bulletin du Bouquiniste. 4e Anoee (2e Semestre.) 
Chez Aug. Aubry. Von Dr. F. L. Hoffmann in Hamburg . 81 



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IV 

Seito 

18- Ehrenretlung und Vertheidigung des Kaspar Sagittarius gegen 
den Vorwurf eines von ihm mit absichtlicher Verschweigung 
der benutzten Quelle begangenen Plagiats. Nebst einigen die 
Gleichische Geschichte desselben und des Paul Jovius betreffen- 
den Beilagen. Von Hofrath Dr. L. F. Hesse in Rudolstadt . 84 

19. Hans Sachsens Gedichte u. s. w. (Fortsetzung von Num. 16.) • 95 

20. Khrenreltung und Vertheidigung des Kaspar Sagittarius u. s. w. 
(Schluss von Num. 18.) 97 

21. Anzeige von: Bibliographic des principaux ouvrages relatifs a 
ramour, aux fe mines, au manage, indiquant les auteurs de ces 
ouvrages, leur editions etc., par M. le C. d'J***. Paris 1860. 
Von G. Brunet, Secretair der Akademie der Wissenschaften 

und schonen Kunste in Bordeaux 107 

22. Hans Sachsens Gedichte u. s. w. (Fortsetzung von Num. 19.) Ill 

23. Die ersle deulsche Synonymik. Von Jos. Maria Wagner in Wien 1 13 

24. Thomas Anshelm von Baden. Von Ebendemselben. . . 115 

25. Hans Sachsens Gedichte u. s. w. (Fortsetzung von Num. 22.) 124 

26. Thomas Anshelm von Baden u. s w. (Schluss von Num. 24.) 129 

27. Notice sur un poeme italien d'une extreme rarete Von G. 
Brunet, Secretair der Akademie der Wissenschaften und 
schonen Kunste in Bordeaux 136 

28. Hans Sachsens Gedichte u. s. w. (Fortsetzung von Nam. 25.) 139 

29. Bibliothekchronik und Miscellaneen. Aus der Presse Num. 127 143 

30. Urkundliche Mittheilungen. Von Anton Ritter von Spaun in 
Feldbach 145 

31. Anzeige von : Bilderhefte zur Geschichte des Buchhandels u.s. w. 
von Heinrich Lempertz. Jahrg. 1861. Von Dr. F. L. Hoff- 
mann in Hamburg 150 

32. Anzeige von: Bulletin du bibliophile Beige etc. Tom. XVI. 

(2e serie, torn. VII ) 4. et 5 cahiers. Von Ebendemselben 152 

33. Hans Sachsens Gedichte u. s. w. (Fortsetzung von Num. 28.) 154 

34. Nachweis von Urkunden, welche ehemalige Bibliotheken 
von Orden, Klostern, Kirchen und geistlichen Corporationen 
betreflen und in gedruckten Schriften mitgetheilt sich finden. 
Von Bibliotheksecretair E. G. Vogel in Dresden 161 

35. Anzeige von: Bulletin du bibliophile Beige etc. Tom. XVI. 
(2e serie, torn. VII.) 6e cahier. Von Dr. F. L. Hoffmann in 
Hamburg 173 

36. Nachweis von Urkunden u. s. w. (Schluss von Num. 34.) . . 177 

37. Hans Sachsens Gedichte u. s. w. (Fortsetzung vou Num. 33.) 188 

38. Pamphilus Gengenbach. Dritter Zusatz. Von Emil We Her in 
Zurich 192 

39. Anzeige von: J. G. Th. Grasse, der TaunhSuser und Ewige 
Jude. 2. Aufl. Dresd. 1861. Von Dr. F. L. Hoffmann in 
Hamburg 193 

40. Anzeige von: Bulletin du bibliophile Beige etc. Tom. XVII. 

(2e serie, torn. VIII.) ler cahier. Von Ebendemselben . 196 

41. Ueber den Sltesten Kdnigsberger Druck und zvvei in Wacker- 
nagel's Bibliographic des deutschen Kirchenliedes nicht ver- 
zeichnete Liederdrucke. Von Dr. Rudolph Reicke, Custos 

an der Konigl. und Universitatsbibliolhek in Kdnigsberg ... 199 

42. Hans Sachsens Gedichte u. s. w. (Schluss von Num. 37.) . . 204 

43. Notiz. (Ueber das Supplement zu: Ch. Pieters, Annales de 
rimprimerie des Elsevier.) Von Dr. F. L. Hoffmann in Ham- 
burg 208 

44. Bibliothekchronik und Miscellaneen 208 



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V 

Seite 



45. Anzeige von : Catalogue de la portion mathematique, historiqne 
et bibliographiqoe de la celebre bibliotheque de Mr. Libri. 
Londres, 1861. Von G. Br u net, Secretair der Akademie der 
Wissenschaften und schonen Kunste in Bordeaux 209 

46. Anzeige von: 0. Struve, Librorum in bibliotheca Speculae 
Pulcovensis anno 1858 exeunte conteutorum Catalogus syste- 
maticus. Petropoli 1860. Von Dr. F. L. Hoffmann in Ham- 
burg 214 

47. Einige Berichtigungen zu Herrn P. G. Reich harts Mitthei- 
lungen uber Erstlingsdrucke. Von Emil We Der in Zurich . 223 

48. Bibliothekchronik und Miscellaneen 224 

49. Verzeichniss der Incunabeln der Grossherzoglichen Bibliolhek 

zu Oldenburg. Von Bibliothekar Dr. Merzdorf in Oldenburg 225 

50. Anzeige von: Notice relative a une collection de manuscrits, 

Eossedee a Dordrecht par David Flud van Giffen. Par F. 
. Hoffmann. Bruxelles 1660. Von Dr. F. L. Hoffmann in 
Hamburg 237 

51. Notiz. (Aus Publisher's Circular.) 240 

52. Die offentlichen Unterrichts-Bibliotheken Oesterreichs im letz- 

ten Dezennium 241 

53. Die Keppler'schen Manuscripte. Mitgetheilt von Dr. F. L. H o f f- 
mann in Hamburg 247 

54. Verzeichniss der Incunabeln u. s. w. (Fortsetzung von Num. 49.) 251 

55. Anzeige von: Bibliographic Gantoise. Par Ferd. Vander- 
haeghen. Gand, 1860. Von Dr. F. L. Hoffmann in Ham- 
burg 257 

56. Anzeige von: Catalogue de la portion mathematique, biblio- 
graphique et historique de la celebre bibliotheque de Mr. Libri. 
Londres, 1861. Von G Brunet, Secretair der Akademie der 
Wissenschaften und schonen Kunste in Bordeaux 262 

57. Seltene Drucke geistlicher Dichtungen des 17. Jahrhunderts. 

Von Emil We Her in Zurich 266 

58. Verzeichniss der Incunabeln u. s. w. (Fortsetzung von Num. 54.) 269 

59. Bibliothekchronik und Miscellaneen. Vom Herausgeber . 272 

60. Anfrage. Von Ebendemselben 272 

61. Der Streit uber den Verfasser des Buchleins „De Imitatione 
Christi," wie solcher im XVIII. Jahrhundert in Deutschland ge- 
fuhrt wurde. Von Dr. Anton Ruland, k. Oberbibliothekar in 
Wurzburg 273 

62. Anzeige von : Katalog der Aargauischen Kantonsbibliothek. 
Aarau 1860. Von Dr. F. L. Hoffmann in Hamburg .... 283 

63. Verzeichniss der Incunabeln u. s. w. (Fortsetzung von Num.58) 285 

64. Bibliothekchronik und Miscellaneen 288 

65. Der Streit fiber den Verfasser des Buchleins „De Imitatione 
Christi** u. s. w. (Fortsetzung von Num. 61.) 289 

66. Verzeichniss der Incunabeln u. s. w. (Fortsetzung von Num.63.) 300 

67. Bibliothekchronik und Miscellaneen 304 

68. Der Streit uber den Verfasser des Buchleins „De Imitatione 
Christi" u. s. w. (Fortsetzung von Num. 65.) 305 

69. Verzeichniss der Incunabeln u. s. w. (Fortsetzung von Num.66.) 316 

70. Bibliothekchronik und Miscellaneen 320 

71. Der Streit uber den Verfasser des Buchleins „De Imitatione 
Christi" u. s. w. (Fortsetzung von Num 63.) 321 

72. Verzeichniss der Incunabeln u. s. w. (Fortsetzung von Num.69.) 331 

73. Der Streit uber den Verfasser des Buchleins „De Imitatione 
Christi" u. s. w. (Schluss von Num. 71.) 337 



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VI 

Seta 

74. Anzeige von: Stanislas B or mans, Tables des roanuscrits 
gtaealogiques de Le Fort, conserves aux archives de l'Etat a 
Liege. Liege 1860. Von Dr. F. L. Hoffmann in Hamburg 348 

75. Verzeichniss der Incunabeln u. s. w. (Fortsetzung von Nam. 72.) 350 

76. Die altdeutschen Haodschriften der k. k. dffentlichen und Uni- 
versitatsbibliothek zu Prag, verzeichnet von Prof. Dr. Johann 
Kelle in Prag 353 

77. Verzeichniss der Incunabeln u. s.w. (Fortsetzung von Num.75.) 360 

78. Die altdeutschen Handschriften u. s. w. (Schluss von Num. 76.) 369 

79. Zu den fireslauer Drucken des Elias Succentor. Von Prof. Dr. 
Johann Kelle in Prag 376 

80. Verzeichniss der Incunabeln u. s.w. (Fortsetzung von Num.77.) 380 

81. Bibliothekchronik. Vom Herausgeber 384 



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SERAPEU9X. 

••• •• •• • * 

fttr 

Bibliothekwissenschaft, Handschriftenkunde trod 
fcltere Litteratur. 

lm Vereine uiit Bibiiothekaren mid LitteraCurfreuiiden 
h era osgege ben 

TOI 

Dr. Robert Nau mann. 



M 1. Leipzig, den 15. Januar 1861. 



Drei verschiedcne Ausgaben der laleinischen Ueberse- 
Izung des italienischen Reiseberichtes Amerigo Vespuc- 
ci's und cine Ausgabe der deutschen, nach den Exem- 
plaren der Commerz-Bibliothek in Hamburg beschrieben 

YOD 

Dr. F. 1a. HoffmABn in Hamburg. 

Jede dieser drei Ausgaben besteht aus vier unbezeichne- 
len Blattern ohne Signaturen, in Qoarto. Eine Angabe des 
Druckortes, des Buchdruckers und der Jahreszahl isl nicht 
vorhanden. Gothische Lettern mil den angedeuteten Ausnah- 
men in der Ausgabe Nr. I. 

I. 

Bi. i a : SKunbuS Ubuu6. | ALBEKICVS VESPV- 

TIVS LAVRENTIO | PETRI DE MEDICIS SALVTEM PLV- 
RljMAM DICIT. | SSpenoribue — inflerim9 Bl. l b : pn - 
fue = Bl. 2»: re — nonnutle Bl. 2 b : funt — con Bl. 3 a : 
fulto — orna Bl. 3 b : turn — licuit. Bl. 4»: g)®itur — in* 
icUigee. Bl. 4 b : @s — eo. (Sic) | = LAVS DEO. Darunter: 
MIL Jahrgug. 1 

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a 



ft 




42 Zeilen auf der vollen Seite. 

n. 

bl i»: 90tombu8 SRouuS bi. i» : 2Clbertcu§ 

DCfpUCtuS 8ttUrenttO | $etri be mebicia falutem plutimam 
Dtctt. | ©93Pf"o«&u* — pfamga: Bl. 2»: fcie$ — recipieba = 
Bl. 2": nut: — SBretetea Bl. 3«: utlu — fon Bl. 3 h : tibud 
— Figur: 

5 5 
5 5 5 5 
5 5 5 5 5 5 (SanopuS 
5 5 5 5 

Bl. 4« : $oft — fufficiar. Bl. 4 b : Die bei No. I. dargestellte 
Figar — ea. | 8au* Deo. 

40 Zeilen auf der vollen Seite. 

IH 

bi. aJftmbuS 9touu& bi. i. : 

aefyuctu* Jaurentio ^Jetri be me | Wei* falutem ptutimam 
bfcit. | ©93pettoribu$ — in Bl. 2 a : ipfa* — fyabente* Bl. 2b: 
in — inu Bl. 3»: merabtttum — Figur, wie bei Nr. II. an- 
gegeben. Bl. 3 b : tyvft — fufficiant. BI. 4»: Figur, wie bei 
Nr. I. und II. — ea. | gau* £)eo. Bl. 4 b weiss. 
45 Zeilen auf der vollen Seite. 

Schlussworle aller drei Ausgaben (ohne Abkurzungen und 
abweichende Interpunction : 



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a 

Ex Italica in Latinam linguam jocundus interpres hanc 
epistolara vertit, ut Latini omnes intelligant , quam mulla mi- 
randa indies reperianlar et eorum comprimatur audacia, qui 
coelam et majestatem scrutari el plus sapere quam liceat 
sapere volunt: quando a tanto tempore quo mundus coepit 
ignota sit vaslitas terrae et quae contineantur in ea. 

IV. 

Sechs unbezeichnete Blatter mit den Signaturen A ij und 
A iij, in Quarto. 37 Zeilen auf der vollen Seile: 

bl l*. SBon bee new gefimbe Region bte 

XOO\ I «in welt genennt mag roerben, 2)urc$ ben grifhnlidjen 
jfiijmg von tyoxtUQaU, tounbetbaxlid) erfunben. (Grosser, den 
Obrigen Raum der Seile einnehmender Holzschnitt, welcher 
den Konig von Portugall, das portugiesiche Wappen haltend, 

darsteiu.) bl ib: 2CK>ertcu8 SSefpuctiuS gaitrentto 
$)etrt Srancifct I u mebid* »u fl rAef. i 3n |jo = 

BL 2«: an — gu BL 2 b : ftunban — erb BL 3*: ti<$d — e$n 
BL 3 b : £ert — leben. BL 4a: tool — meifter BL 4b: tyoli* 
detud — umnB Bl. 5*: barlicty — t>be BL 5 b : rig — ge 
BL 6a: nanten — % ©ebrutft tyn 9?urnberg | burcfc 9Bofffgaiig| 
Quebec. Darunler in der Hitte der Reichsadler mit der Krone, 
rechts das Wappen der Stadt Nurnberg mit dem halben 
schwarzen Adler, links ein anderes Wappen derselben Stadt: 
eine gekronte Harpye oder ein Adler mit gekrdntem Jung- 
frauenkopfe. 

Der ubersetzlen Schlussschrifl ist hinzugefugt: 8lup latem 
ift bift (sic) mifftue Xeutfdj gejoge aujj bem exemplar bad von 
5J}ati$ fam 9m maien monet nadj S^ripi geburt, gunfoenfyun* 
bert *>nnb funff jar. 



In demselben Bande, welcher die beschriebenen Ausga- 
ben des Mundus novus und der deutschen Uebersetzung ent- 
halt, befinden sich, voranstehend, zwei Exemplare (das erste 
mit gleichzeitigem Handschriftlichen unter dem Epigramm) 
der Stephan Plannck zugeschriebenen Ausgabe Nr. 1. der 
Epistola Cristofori Colom, etc. (Hain, Repertorium biblio- 
graphicum. V. I. p. 2. S. 174. Nr. 5489 j Brunei, Manuel, 1. 1., 
S. 734, Graesse, Tresor, t. II., S. 228. Die Schlussworte des 
Briefes sind in den Exemplaren der Commerz-Bibliolhek so 
gestellt: 3Siifbone pribte 3bu$ SWartii. | SfyriftofotuS (Solom 
Dceane clafftS ^refectu^.) Der deutschen Uebersetzung des 
Mundus novus folgt: Gesta proxime per Portugalenses in 
India. Ethiopia, et alijs orientalibns terris, die beiden von 

1* 



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4 

Brunei (Manuel, t. II., S. 395, angefuhrlen Ausgaben, Colo- 
niae 1507, per Joannem Landen , und Nurenbergae per Jo- 
hannem Weyssenburger, gleichfalts 1507, beide vier Blatter, 
Quarto. Das letzte Stuck des kleinen Colleclivbandes gros- 
ser bibliographischer Sellenheiten ist: Serenissimi Emanuelis 
Portugalliae regis ad Julium II. Pont. max. Epistola, etc. 
(Brunet, Manuel, I. II., S. 157.) 



A n z e i g e. 

Histoire de la Bibliotheque Mazarine depuis sa fonda- 
tion jusqu'a a nos jours, par Alfred Franklin, attache 
a la Bibliothfeque Mazarine. Paris, A. Aubry, 
1860. 8". 

Le nom de cette bibliotheque fait suffisamment connattre 
quel en fut le fondaleur; le c^lebre cardinal qui joua un si 
grand r61e sous la r6gence d'Anne d'Autriche avait le gotit 
des collections; il reuoit un grand nombre d'objets de prix 
en tout genre, de tableaux, de livres. Lorsqu'il fut oblige de 
quitter la France au plus fort des troubles de la Fronde, 
ses ennemis livraient a une vente publique la majeure par- 
lie des volumes qu'il avait r6unis k grands frais. Ce qui 
resta, joint aux richesses nouvelles qui lui procura l'activit6 
de son bibliothecaire, le savant Naude, formait encore lors- 
que survint la mort du cardinal , une reunion importante. 
II la legua au college des Quatre-nations qu'il avait fonde; 
des accroissements assez lents mais continues pendant plus 
d'un Steele l'eleverent a plus de 60,000 volumes. La revolu- 
tion survint; elle conflsqua tous les livres des couvents suppri- 
mes et des Emigres; elle les repartit entre les bibliothfcques 
publiques. La Mazarine obtinl ainsi 50,000 volumes environ. 
Aujour'dhui ce qu'elle repoit chaque annee est peu de chose. 
On ne dispose pour les achats que de la faible somme de 
1500 Francs; on repoit des ministeres quelques ouvrages pro- 
venant des souscriptions. Tout cela ne fait entrer qu'une 
bien faible quantite d'ouvrages contemporains, et la Maza- 
rine, trfes riche en volumes imprimis de 1500 a 1650, est 
fort pauvre en fait des livres mis au jour au dix-neuvifeme 
siecle. 

Mr. Franklin est tente de se feliciter de cet etat des 
choses; la Mazarine ne possedant guferes que de serieux 
ouvrages d'erudilion est protegee par sa pauvret6 meme 
contre Tinvahissement des habitues de cabinets de lecture. 
Les desoeuvres qui regardent les bibliolh&ques publiques 



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9 



comme des chauffoirs ouverts a lous ne s'y hasardent gla- 
res, et les lecteurs qui s f y rendent sont des travailleurs 
s6rieux. 

Nous laisserons de c6t6 une description detaill6e do 
local, et nous indiquerons ce que poss&de de plus inces- 
sant cette bibliothfeque regardee a bon droit comme un mo- 
dele de tenue. II y rfegne un ordre, une proprele parfaite; 
les parquets sont cir6s avec soin ; les tables des lecteurs sont 
couvertes de tapis. 

Le nombre des Editions du quinzifeme sifecle s'61feve a 
1300 environ; parmi les plus precieuses on distingue la 
Bible dite Mazarine (par ce que c'est cet exemplaire qui a 
le premier attirS 1'atlention des savanls), qu'on croit impri- 
mee a Mayence vers 1454 par Gutenberg; 2°., la Bible impri- 
mee par Fust et Schoyffer avec la date de 1462, exemplaire 
sur velin ; 3°., Cicero, De Officiis, Moguntiae, 1466, 4°., 
la Bible imprimee par Eggesteyn, 1468, exempl. sur velin; 
5°., les editions origi nales de Pline, de Cesar et de Aulu- 
Gelle, 1469; de Justin, de Sn£tone, de Tite-Live et de Mar- 
tiale, 1470; de Silius Ilalieus, 1471; de Macrobe, de Varron, 
de Plaute, de la Divinia Comedia de Dante, 1472; d'Ammien- 
Marcellin, 1474; des Opera omnia de Seneque, 1475; de 
l'Anthologie, 1494; d'Aristophane, 1498. 

On peut signaler encore: Fichet: Rhetoricorum libri III, 
volume imprime a Paris, vers 1470 et qu'il est presque im- 
possible de rencontrer aujourd'hui, la Bible en 2 vol. in fol. 
publiee dans la meme ville en 1476; le Missale Carnotense, 
1482, exempl. sur velin ; la traduction fran^aise de la CiU de 
Dieu de Saint Augustin, mise au jour a Abbeville en 1486, 
les Peregrinaciones de Breydenbach, Mayence, 1486 ; le ro- 
man de Lancelot du Lac, 1488, 2 vol in fol.; l'Euripide de 
Florence, 1496. 

Les impressions d'Antoine Verard, si vivement recher- 
chees en France et en Angleterre, sont dignement represen- 
tees par le Litre de Matheolus, 1492; le Miroir historial 
de Vincent de Beauvais, 1494, le Pelerinage de vie humaine, 
par G. de Guilleville, 1499 ; le Stjour d'honneur d'Octavien 
de Saint Gelais etc. 

Les ouvrages imprimes sur velin, posterieures k l'annee 
1500 et que possede la Mazarine sont au nombre des 40 en- 
viron; les plus dignes d'attention sont VArbre des batailles 
par H. Bonner; Thucydide, traduit par Claude de Seyssel, 
Paris, 1527, in fol, le Portrait de la Reyne, par de La Serre, 
Paris, 1644. 4°. ; exempl. offert a Anne d'Autriche et somp- 
tueusement decore. 

Des Heures, des livres de liturgie se trouvent aussi en 
assez grand nombre. 

Parmi les ouvrages de tout genre conserves dans le 



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9 



depdt en question, on peut mentionner bien des raretis d'an 
prix veritable. La th6ologie est fort riohe ainsi que dansles 
anciennes collections qui remontent a quelques siecles. On 
doit indiquer plusieurs Bibles polyglottes, nottament celles 
de Ximenez et de Walton; 29 bibles hebraiques; 80 bibles 
latines (celle de 1542 publiee par Servetja Vulgate de 1590). 
La liturgie, la patrologie sont des sections trfcs riches. On 
doit regarder comme fort precieux un exemplair sur velin 
d'un ouvrage de Philippe de Mornay: Advertisement aux 
Juifs sur la venue duMessie x Saumur 1607. 4°.; les marges 
portent de nombreuses corrections. 

La jurisprudence el la medecine offrent une fort grande 

Suantite de livres anciens et precieux, mais en fait de pro- 
uclions modernes, il y a bien peu de chose. 

La linguistique est bien representee; nous mentionnerons 
rEsclaircissement de la langue franQoise par Palsgrave 
(Paris, 1530. in fol. ; livre d'une excessive rarete, mais qui a 
6le reimprime en 1852 avec une introduction par Mr. G6rin, 
dans la collection des documents mis au jour sous les au- 
spices du minist&re de Pinstruction publique. 

La literature ancienne est noblement representee a la 
Mazarine; nous nous bornerons k signaler 1'Homere de 
Rome, 1550, l'Anacreon, publie en 1639 par l'abbe de Ranee, 
alors fort jeune et qu'il supprima plus lard autant qu'il le 
put; redition princeps d'Eschyle, 1518. 

Mentionnons comme des raretgs bien remarquables la 
Galeomyomachia, petit en 4°. Sans dale, opuscule imprime 
avec les corrections grecs dont Aide l'ancien faisait usage vers 
1494 (un exemplaire de ce precieux livre s'est paye jusqu'a 
1105 fr. vente Uelasize k Rouen en 1846), et 1' Becatelegium 
de Maximus Pacificus, imprime a Camerino en 1523, recueil 
de vers fort libres qui loulefois choquait si peu les id6es de 
bienseaoce de Tepoque que Umprimeur de celle edition y 
mellait son nom en toules letlres, circonslance que presenle 
6galemenl Tedition anterieure et plus precieuse de Florence, 
1489 (un exemplaire de celle-ci s'est successivement adjuge 
466 el 570 fr. aux ventes Nodier et Libri). N'oublions pas le 
Scenophilax de L. Scaranus (Venetiis, 1601) ouvrage peu 
connu et que le Manuel du Libraire menlionne comme digne 
de 1'attention des savants. La collection ilalienne a une tres 
haute valeur; indiquons seulement cinq editions precieuses 
de I Orlando de l'Ariosle, 1524, 1537, 1543, 1542 et 1555, 
et un exempl. sur velin des po6sies de Paolo Giordano II. 
due de Bracciano. 

II y a peu d'ouvrages reellemenl rares dans la classe des 
pontes fran^ais; les anciens romans de chevalerie sont assez 
nombreux. 

Dans la classe des faceties et des livres relalifs aux 



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7 



femmes, est distinguie VInvectiva coetus foeminei de J. Mo- 
tis, le singulier ouvrage de G. de Minut: De la beauts, dis- 
cours dicers aveclaPaulegraphie, ou description des beau- 
Ms tune Dame Tholosaine Paula, 1587 *) et le Puttanismo 
romano de Baltassaro Sultanini. 

La classe de Phistoire prtsente le recueil des hisloriens 
des Gaules commence par les Benedictins, continue par Paca- 
d6mie des inscriptions et parvenu aajour'dhui a son 22 vo- 
lume; d'importantes collections de Memoir es, les recneils 
publics par Muratori; ('edition princeps de Pausanias, Aide, 
1516 (exemplaire de Diana de Poitiers), les grands et petits 
voyages publies par de Bry. 

Les manuscrits sont dignes d'une mention sp6ciale; its 
sont au nombre de 4000 environ; presque tons proviennent 
des depots litteraires 6lablis pendant la revolution. II est a 
regret I er qu'il n'en ait pas encore M publie un inventaire 
raisonne; Haenel dans son catalogue imprime en 1830, n'en 
a signale que 17; le Dictionnaire des manuscrits public par 
Pabbe Migne en 2 vol. in 8°. a donne une liste fort exacte 
dress6e par Mr. Cocheris des codices que poss&de la Maza- 
rine et qui se rapportent a la thiologie, mais c'est une enu- 
meration circonscrite dans les bornes d'une specialile. 

On compte 46 manuscrits du tente entier de la Bible en 
latin, et 10 en fran^ais; 53 manuscrits latins renferment des 
portions de PAncien Testament et 49 du Nouveau. Parmi 
ces derniers il en est un du neuvieme siicle contenant les 
Acles des Apotres, PApocalypse et les Epitres de Saint Paul. 

• Les riluels, oraisons, heures, missals sont fort nombreux, 
et il en est qui sont decores de trfes jolies miniatures. Les 
Merits des Pfcres et des auteurs ecclesiastiques se comptent par 
centaines; la Legenda aurea est representee par quatorze 
copies. Un Plutarque du quatorzifeme sifecle a fourni des 
variantes nombreuses pour Sedition publiee par Messieurs 
Didot. Une copie du Livre de chasse faict par Gaston, diet 
Febus comte de Voix (14. siicle, sur velin) est orne de 91 mi- 
niatures Ires remarquables. Un manuscrit de Phisloire de Cas- 
siodore, du douzieme sitcle, estnon moins artistement d£core 
ainsi qu'une traduction latine de Josfephe qui paratt avoir ele 
transcrite en Italie et un Val&re- Maxime translate pour Char- 
les V, roy de France. 

Une foule de Mimoires et de recueils de Lettres sont 
d'une grande importance pour Phistoire de France, au dix- 
septieme siecle surtout. 



1) On peut consnlter a I'egard de ce livre etrange one longue no- 
tice de Mr. Leroux de Lincy dans le Bulletin du bibliophile (Paris, Te- 
chener) 1849, p. 83 - 96. En 1»55 un exemplaire a ete paye 260 fr. 
a la vente Renonard. 



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8 



Cette analyse n6cessairement succincte donne, noos l'es- 
p^rons, une id6e sufOsante de rinl6ret qu'offlre le travail de 
Mr. Franklin. Ajoutons que ce volume est imprime avec 
beaucoup de soin, sur bon papier fort, et qu'il n'a 6te tir6 
qu'a un nombre assez reslreint d'exemplaires. II reunit done 
toutes les qualitSs requises pour que les bibliophiles lui fas- 
sent le meilleur accueil. 

Bordeaux. & BruneL 



Der alte Codex des Neuen Testament's im Domschatze 
zu Fulda und Ranke's Specimen desselben. 

Mitgetheilt 
von 

Dr. Anton Ruland, 

K. Oberbibliothekar in Wurzburg. 

Bekanntlich besitzt Fulda drei uralte Codices, welche 
als Reliquien des teutschen Apostels S. Bonifacius gelten 
und bereits 1723 von Schannat in einem eigenen Anhange 
zu seiner „Vindemiae literariae a unter der Aufschrift: „Con- 
spectus trium vetustissimorum Codicum, ex illis, quos in ipso 
martyrii Campo, ubi 8. Bonifacius Archi-Episcopus cum so- 
ciis gloriose occubuit, manus fldelium reoollegerunt , ac in 
sacrarium Fuldense deportarunt u eine Beschreibung unter Bei- 
gabe von in Kupfer gestochenen Schriflproben gefunden ha- 
ben. 1 ) Dort beginnt er die Beschreibung des I. Codex mit 
den Worten : „Codex est, mille ducentorum circiter Annorum, 
argenteis Fibulis ac Lamellis hinc et inde rudi Opere, prout 
ilia ferebant tempora, satis et ad Venustatem excultus, habens 
in altum Pollices XIV. in latum VI. Folia vero ex levi eaque 
tenuissima membrana prope CCCCC. prolixam enim Argumen- 
torum seriem in se compleclilur u 

Er theiil hierauf den Inhalt mit, der in folgenden Stiicken 
besteht: 

I. Harmonia IV Evangelistarum 

also die gewohnlich in den alten Evangeliarien vor- 
kommende nach „Canones getheilte kurze Harmonie 
mit der Vorrede des Bischofs Victor von Capua. 3 ) 

II. Tabula lectionurn 

oder das kirchliche Directorium fur die Lesestucke 



1) Vergl. Serapeum 1859: Die Bibliothek des alteo Benedictinerstifts 
zu Fulda. S. 308. 309. 

2) Ob sich auch die 4 Rvangelieo selbst vorfinden, sagt Schannat 
nicht. 



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9 



(Pericopen), weil beknnntlich diese sehr haufig nicht 
aus den Lectionarien, sondern uranfftnglich aas dem 
gerade vorhandenen Bibelcodex selbst genommen 
oder gelesen wurden 

III. Epistolae Vault Apostoli 

mit der apocryphen Epistola ad Laodicenses. Diese 
Briefe sind uach Maassgabe obiger Tabula abgelheilt. 

IV. Notatum: Quibus locis Apostoli jaceant. 

Eine karze Benennung jener Stadte, wo die Aposlel, 
dann S. Stephan, Johann der Taufer, Barnabas und 
Silas ruhen. 

V. Actus Apostolorum. 

Diese sind in 74 Abschnitte getheilt. 

VI. Epistolae canonicae 

beginnend mil der Epistola S. Jacobi ad dispersos. 
VII. Apocalypsis 

welcher die Verse des Papstes Damasos in B. Pau- 

lum beigeschrieben sind. 
Dieser Codex ist in einem ausgezeichnet schonen Uncial- 
charakter geschrieben, der leichl verfOhren kdnnie demselben 
noch ein weil hdheres Alter zuzuschreiben, lande sich nicht 
eben die Vorrede des Bischofs Victor and was noch be- 
merkenswerther ist, am Schlusse der Acta Apostoloram die 
eigenhindige fast den Tironischen Noten ahnelnde Cursiv- 
Unterschrift desselben 

-n. 

>t* Victor famulus XPI et ejus gratia Episc. 

Capuae Leg. VI Non. Mai. d. Ind. Nona qu'q. p. 6 

basilii u~~c cq. 

welche Schannat gelesen hat: 

VICTOR. FAMULUS. CHRISTI. ET. EJUS GRATIA. EPI- 

SCOPUS. Ck?VM. LEGI. VI.NONAS. MAI. DIE. INDICTIONE. 

NONA. QUINQ. POST. CONSULATUM. BASILII. V. C. 
Das fOnfte Jahr des Consulats des Basilius, zusammen 
fallend mit der Indictio nona ist nun das Jahr 546 der Christ- 
lichen Zeitrechnung. 

Schannat filgt bei: „Extat et alia hujusmodi Inscriptio 
Autographa in fine Apocalypsis, sed magna sui parte ita 
obliterata ac deformata ut praeter haec quae sequuntur, aliud 
quidquam inde eruere haud licuerit: 

VICTOR. FAMULUS. CHRISTI. ET. EJUS. GRATIA EPISCO- 

PUS. CAPUE. LEGI. ET. APUD 

IND. NON 

, LEGI. IND. X. DIE 

PRID. IDUUM. APRIL. 
Ex quo nihilominus colligimus Victorem, non nisi Anno 

f^roxime sequenti nempe D XL VII hujus codicis absolvisse re- 
ectionem, quam ad exemplar alterius libri, ea qua par erat 



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10 



allentione instituil, multa enim lam in ipsa sua praefatione, 
quam in contextu erasa vocabula, multa alia substituta, menda 
etiam quamplurima sublala, et quae oscilanter per scriptorem 
omissa erant, sedulo adschpta: ne autem frequenti hac ad- 
jectione aat immutatione, Codicem temere interpolatum crede- 
ret Posterilas, id suum esse faclum lestatus est. dum nbique 
praeserlim initio cujusque Epislolae Canonicae, haec symbola 
X F id est Christi Famulus et sub finem Legi propria appo- 
suit manu . . . Ho. iLc. 

Dieser Codex ist es nun, welchen Herr Consistorialrath 
Professor Dr. Ranke, dessen voilreffliche Bearbeilung ante- 
hieronymianischer Version-Fragmeute f ) sattsam bekannt ist, 
sich zum Gegenstande seiner Forschungen gemacht hat, da 
er eine Ausgabe des ganzen Codex beabsichtigt. Das funf- 
zigjabrige Besteben der University Berlin, welches vielfache 
BeglQckwunschungen hervorgerufen, gab auch der University 
Marburg Anlass zu einer Festschrift des Tilels: 

Inclytae 
Universitati Literarum 
Berolinensi 
Idibus Octobribus A. MDCCCLX 
Semisaecularia 
celebranli 
gratulatur 
Universitatis Literarum Marburgensis 
Prorector cum Senatu. 

Inest Ernesti Ranke Specimen 
Codicis Novi Testamenti Fuldensis. 

DATUM MARBURGI 
MDCCCLX. 

yorzuglich schon und zwar Berolini typis Academicis — auf 
31 Quartseiten gedruckt, der drei vortrefflich facsimilirte 
Schriftproben beigeffigt sind. 

S. 8. beginnt nun Ranke's Abhandlung : „Extat inter reli- 
quias sancti Bonifacii, quae ad thesaurum ecclesiae cathe- 
dralis Fuldensis pertinent, venerandae antiquitatis codex mem- 
braneus, Novum Testamentum ex versione Hieronymiana con- 
tinens, anno p. Chr. n. DXLVI iteratisque curis DXLV1I a 
Victore Capuae episcopo propria manu correctus et complu- 
ribus eiusdem subscriptionibus signis atque adnotalionibus 
instructus. Cuius pretium quum multiplex est, turn in ea 
maxime re cernitur, quod inter antiquissima est versionis 



1) Fragments versionis latinae antehieronymianae propheUram Ho- 
seae, Ainosi, Michae , aliorum. K codicibus mscr. emit, atque adnotat. 
crit. instruxit K. Ranke. Acced. tabul. lapid. inc. Marburgi. 1857—58. 
Fasc. I. II. 4°- 



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11 



5$. Scripturarum Hieronymianae documental Iodem Raoke 
nunmehr in gedrfingten Won en die wirkliche Bedeutung and 
Wichtigkeit dieser Version hervor hebt, fugt er die Worle 
bei: „Hancigitur versionem, theologorum quidem summo studio 
et historico et critico dignam, si quis codex vetustus authen- 
ticam continet, is optimorum numero monumentorum recte 
videtur accenseri." 

Was Raoke nuo wollle. bezeichnel er mil den weiteren 
Worten: „Hac vero data solemni occasione aliquod codicis 
specimen edendaro atque ea adornandum ratione curavi, qua 
illius, quantum per artem typographicam liceret, quasi ima- 
ginem oculis lectorum proponerem." Er giebt nun als solches 
Specimen den Brief des h. Jacobus, und zwar hauptsach- 
lich gerade diesen Brief — „quia adnotationibus saeculo uti 
videtur Mil charactere Anglosaxonico ad marginem scriptis 
instructs est, quae a nemine adhuc, quod sciam, lectae nedum 
editae, sicuti lectorem archaeologiae peritum ipsa scrip turae 
difficultate ad legendi conatum provocant, ita Novi Test, in- 
terpretem sacraeque exegeseos aestimatorem historicum argu- 
mento suo alliciunt et deleolant. u 

Ranke's Meinung, dass noch Niemand diese Annotationes 
ffelesen babe, ist ubrigens irrig, falls man Schannat's Worten 
Glauben schenken darf, wenn er in seiner obigen Beschrei- 
bung sagt: .Eandem epistolam, postmodum manus recentior 
(noo ilia S. Bonifacii, ut perperam putanQ caractere Saxonico 
cursorio , ad marginem brevibus commentariis illustravit, quos 
postquam exscripsimus , non tanti nobis visi sunt, ut hie 
adjiceremus ... Uebrigens war Schannat zu wenig Theo- 
loge, urn fiber den Werth dieser Annotationes oder dieses 
kurzen Commentars richtig geurtheilt zu haben. Diese Anno- 
tationes, welche Ranke als „Scholia incertae originis u in hochst 
dankenswerther Weise S. 19—29 herausgab, tragen so ganz 
das Geprage dcr Aulorschafl eines Missionars aus Schottland 
oder England, der diesen Codex im 8. Jahrhundert benutzte 
und hier die Resultate seines Wissens und Nachdenkens bei 
der Lecture dieses wunderschdnen so recht zum Herzen spre- 
chenden Briefes niederlegte. Man vergleiche z. B. nur die 

Glosse zur Grussungsformel n salutem u . „Salus vera est 

credere et episcopum audire qui salutem ministrat audienti- 
bus. u Lasst sich eine bessere Accommodation dieser Worte 
fur einen Missionar ausdenken, als sie hier gegeben ist? 

Die*Noten selbst, wenn auch in demselben Charakter, sind 
jedenfalls zu verschiedenen Malen , vielleicht selbst yon zwei 
verschiedenen Handen, wie Ranke ganz wohl bemerkl, ge- 
schrieben, obschon fiber letzteren Punkt ein sicheres Urtheil 
sehr schwierig, bei einem aber noch so trefflichen Facsimile 
unmdglich ist, weil man selbst den Codex vor sich liegea 
haben muss, urn hierfiber einen Totaleindruck zu gewinnen. 



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19 



Die drei Schriftproben, gefertigt von dem Gasseler Pho- 
tographen Kegel „adjuvante artifices Amando Keitz, biblio- 
thecae Fuldensis praefecto observantissimo atque de ipsa co- 
dicis edilione optime merente" sind vortrefflich. Die ersie 
enlhait Actorum XXVIH. 26—31., die zweile: Jacob. I. 1 — 
11., die drilte Jacob. I. 11—18. 

Anlangend nun den antiquarischen Werth dieser Hand- 
schrifl, so ist sie offenbar eine der ftltesten existirenden, und 
wir wussten nur zwei ihr vollkommen ebenbBrtige Evange- 
lienhandschriflen in Deutschland ihr zur Seite zu stellen, 
nfimlich den Codex Evangeliorum S. Kyliani des alten Dom- 
stifts zu Wurzburg, welchen der Frankenapostel S. Kylian ira 
Jahre 685 aus seinem Vaterlande — Schottland — mitge- 
bracht, und den Codex S. Burcardi, des ersten von S. Boni- 
facius geweihten Wurzburger Bischofs, welcher Codex dem 
Fuldaer sehr ahnlich und sicherlich Rdmischen Ursprungs ist, 
indessen ersterer auf Kylian's Heimatland hindeutet. Von die- 
sem Codex S. Kyliani schreibt Joh. Georg v. Eckhart in sei- 
nen ^Commentariis de rebus Franciae Orientalis" dort wo er 
eine Abbildung der kostbaren Elfenbeinsculplur dieses Codex 
giebl 1 ): „Asservatur in thesauro Ecclesiae cathedral is sacro 
liber Evangeliorum S. Kiliani ejus aetate si non superior sal- 
tern compar M indessen er nochmals auf den Codex zuruck- 
kommend sagte: „Pandectis Florentines aetate par si non 
superior. 11 An diesem Codex haflete tausendjahrige Tradition, 
dass er das Handbuch des h. Kylians gewesen sei, wesshalb 
er auch immer abgesondert bei dem „Heiligthume u als Theil 
desselben aufbewahrt und mil demselben jahrlich am S. Ki- 
lianstage dem Volke zur Verehrung ausgesetzt ward. 3 ) 

Die merkwflrdige Sculptur selbsl ist bekanntlich in neue- 
rer Zeit ofters Gegenstand der Besprechung geworden. Auf 
den wissenschaftlichen Werth des Codex kann naturlich hier 
keine Rucksicht genommen werden. 

Anlangend den Codex S. Burcardi, so ist derselbe in 
diplomalischer Beziehung ein vorzugliches Denkmal des Al- 
terthums, dessen Vorderdecke) durch eine eingelassene Elfen- 
bein-Sculptur — die Mutter Gottes und S Nicolaus — nooh 
uberdies einen vorzuglichen Kunstwerth erhalt. 

Im Uebrigen kann man sich nur freuen, wenn man solche 
Arbeiten Ranke f s pruft. Gewissenhafte Genauigkeit giebt sich 
in jeder Zeile kund. 



1) Vergl.: ,,Commentarii de rebus Franciae Orientalis et Episco- 
patus Wirceburgensis. Tomus I. Wirceburgi 1729. fol. p 281 und 452. 

2) Oegg, Versuch einer Korographie der En- und Grossherzogl. 
Haupt- und Residenzstadt Wurzburg. 1807. S. 348. 



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13 

Lateinische Lehr- und Wdrterbucher des sechzehnten 
Jahrhunderts mit deutschen Intrepretationen. 

Z q s a t z e, 

Von 

Emil Weller in Zurich. 

MSmtalc (Suratoru | prebicanbi prebend mobu: lam (atino| 
qj imlgari fermone practice illumi|natu: cum certtd aUjd ab cura| 
animaru ptinentibud : | omnibus curatig | ta cobucibile qg falubre. 
Am Ende: fteliciter ac faufto finit liber animo: | laboriofa bilU 
aentia 93afilee im|pref[u$: 3lnno fructifere I incarnationid 2Ril| 
leftmo quingen|teftmo octavo | SJlefid jt>o | UJtarcij. 8B1. Vorst., 
127 gez. Bl., 1 Bl. leer. 4. Auf dem Titel Mich. Furter's 
Druckerzeichen. — In Basel (wo auch die Baseler A. von 
1503 and 1514 sich befinden). 



SJocabuta pro juuenibud. Am Ende: 9?urnberg, 3ol). 
SBe^jfenburger o. 3. (a 1512). 18 Bl. 4. — Janfermannsches 
Verzeichniss. 1860. Nr. 360. 



5Bocabulari*|ud rerum. Am Ende: Smpreffum fpir. Slnno 
bfu\ 3K. b. ir. | 8aud beo. 2 Bl. Vorsl. u. 46 gez. Bl. 4. mit 
Titelwappen. — In Frauenfeld (Kantonsbibl.). Ganz unbe- 
kannte Ausgabe. 

45ocabula*|riuS: primo poneS bt^jcttoned tl)eutonica$. in 
lingua Becnacuia. | tyoftta latinaft: er quo incipieS bifcere: po-| 
terit fcire: quomobo tfyeutonica verba. latt*|ne loquatur aut feci* 
bat. j Sin orbenlic&e anje^lgung: roie man ein tyegflidjd teutfet? 
roort | ju latyn rebe mag. (Sinem tyeben letyen bed | *>erftanb$ 
bed latynd begirig: t>aft nufrlid). Am Ende: Smpreffum 2lr* 
gentine per Ijoneftu | Dirum 3Jlatf)iam £upfuff | Stnno falutift 
noftre. 2Jtil ( leftmo. quingentejtmo. | becimo quinto. 188 Bl. 4. 
m. Tiieleinf., worin unten das Druckerzeichen. — In Basel. 



3oanni$ ^iniriant ^rompiuaruim ttocabulorum. Am Ende: 
Argentine, 3- Jtnobloucty 1520. 4. — Junfermannsches Verz. 
1860. No. 604. 



Nomenclatura rerum domeslicarum. Norimberge apud 
Fr. Peypum. 1530. 12. — Diefenbach, Glossarium XX. Dem 
Auszuge aus Pinicianus von 1521 enlsprechend. 



Gemma gemmarum de nouo iterum emendata cum multis 
addilionibus. Impr. Colonie per Marlinam de werdena prope 



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14 

domum consulatus id vico burgensi vel die borgerslraes com- 
morantem anno domini 1507 feria 4 post. f. assumpt. Marie. 
4. — In Liibeck u. Budingen (Gymoasialbibl.) Diefenbach XX. 
Niederrheinischer Dialekt. 

4JocabulariuS op | ttmg ©emma bictq. qui fere t Duo | bud 
milibq t>ocabuli$. ptiuS negle|cti$. Ijaub mobico labore abauct9| 
t emebatior effect9 e Srptifftmoru | t>iro4 tejitonia lucibe fuptn* 
buceS | t)ulgariq3 eloqofuccincti t>ta pfingeS. cuilibet legeti multu 
pfutur9. | 2lb lector? (Sarmen | (4 Sifii^en) | ©emma gemmatu 
Am Ende: 3mpffa Sipfcf | © SWelctyiot Setter. Slnno tori! 9Ril* 
leftmo. qnge | teftmooctauo. $)te 2une mcejtmaefnta SRarcij. 34 
Bog. Oder 202 Bl. 4. m. Titeleinf. — In Frauenfeld. Panzer 
unbekannt. 

SMctionartum quob | ®emma gemma^ t)o|cant: nuper cajii* 
gatu. 3)i quo ntyil eorum: | que in ptioribuS ercu | fa funt: 
bejtberantur. Am Ende: 93ocabulatiu$ @emage|maru biltgenter 
reutfu* et caftigatuS : ac abbittoibg, augme | tatud. impreffufq$ x 
imperiali opptbo ^augenam p in^|buftriu £enricu ©ran inibi 
incola impejte ac fumptibj circiifpecti t>iri ardjibibliopole | 3oamti* 
Sfynman be Dringan) fi nit fcliciter. Stnno Birginei | partus WliU 
leftmo en* | geteftmo. jciiij, me* | fe SKouem | bri. 156 Bl. 4. 
(letztes leer) m. Tileleinf., worin unten das Druckerzeichen. — 
In Basel. Daselbst auch die Strassburger Ausg. von 1520. 

2}ocobuIa* | riud 8atini$ ®al«|liri0 et Iljento-inicid t>erbid| 
fcriptum. Am Ende: ©etrudt ju Strafcburg | burd) 2Watt)i* 
#upfuff | 9lnno bni. 3K. 2). rt>. 30 Bl. 4. (letztes leer) m. Ti- 
teleinf., worin unten das Druckerzeichen — In Zurich (Stadl- 
bibl.) und Wien (Ambras). Ein sellener, bisher nur im An- 
zeige-Blatt des 99. Bandes der (Wiener) Jahrbucher f. Lit. 
erwahnter Nachdruck des Lyoner Buchleins von 1514. 



Hans Sachsens Gedichte. 

Eine Bibliographic 
von 

Emil Weller in Zurich. 

Hans Sachsens Reimgedichte und Spiele sind von ihm 
selbst gesammelt als: 

Sehr Herrliche Schdne vnd warhaffte Gedicht. Geistlich 
vnnd Weltlich, allerley art, als ernstliche Tragedien, liebliche 
Comedien, seltzame Spil, kurzweilige Gesprech, sehnliche 
Klagreden, wunderbarliche Fabel, sampt andern lecherlichen 



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15 



schwencken vnd bossen pp. Welcher stuck seiod dreyhun- 
hundert vnnd sechs vnnd sibentzig. Darundter Hundert vnd 
sibentzig stfick, die vormals nie im truck aussgangen sind, 
yetzond aber alter welt zu nutz vnnd frummen inn Truck 
verfertigt. Durch den sinnreichen vnd weyt berumbten Hans 
Sachsen, ein liebhaber teudscher Poelerey, vom M. D. XVI. 
Jar. biss anf diss M. D. LYIII. Jar, zusammen getragen vnnd 
vollendet Getruckt zu Nurnberg bey Christoff Heussler. 
155a Fol. 

In zweiter Ausgabe ebd. 1560. Fol. 

Der II. Band, 1560, enthalt 310 bis auf eines ungedruckte 
Stucke, der III. Band, 1561, enthalt 102 Stucke. 

Dritte Ausgabe: I. und II. Band. Nfirnberg, bey Joachim 
Lochnern. 1570. Fol. III. Band, ebd. 1577, IV. Band, 1578, 
V. Band, 1579. 

Vierte Ausgabe: Sehr Herrliche SchOne vnd Warhaffle 
mancherley Art gebunden Gedicht etc. Kempten, C. Krause. 
1612—16. 5 Theile. 4. 

Von Hans Sachs berichten eingehend Sal. Ranisch 
(Hist, kritische Lebensbeschreibung Hans Sachsens. Alten- 
burg. 1765) und J. L. Hoffmann (Hans Sachs. Sein Leben 
und Wirken. Nurnberg. 1847). Von neueren Anthologien u. s. w. 
sind zu nennen: 

Proben aus Hans Sachs Werken, von Berluch. Weimar. 
1778. 8. 

Gedicht, Fabeln und Schwenck. In einem Auszug aus 
dem ersten Buch mit Worlerklarungen von J. H. H. (Hfislein). 
Nurnberg. 1781. 8. 

Hans Sachs' Werke, herausg. von J. G. G. BQsching. 
1—3. Buch. NQrnberg. 1816—24. 8. 

Historien und gute Schwanke. Herausg. von Konrad Spat (W. 
A. Gerle). Pesth. 1818. 8. 

Hans Sachs im Gewande seiner Zeit oder Gedichte dieses 
Heistersangers in derselben Gestalt, wie sie zuerst auf 
einzelne, mit Holzschnitten verzierte Bogen gedruckt, vom 
Burger und Landmann urn etliche Kreulzer gekauft, an 
die Wande und Thuren der Wohnstuben geklebt, und auf 
diese Weise uberall unter dem deutschen Volke verbreitet 
worden sind. (Von R. Z. Becker, mil 24 Foliodrucken 
nach Ex. der Gothaer Bibl.) Gotha 1821. Fol. 

Hans Sachs. Eine Auswahl von J. A. Goz. Nurnberg. 1824 — 
1830. 8. 4 Bdchn. 

Schwanke. Herausg. von J. A. Nasser. Kiel. 1827. 8. 

Hans Sachs. Auswahl von G. W. Hopf. Nurnberg. 185(J. 8. 
2 Bdchn. 

Von den vielen einzelnen poetischen, nicht dramatischen 
Slacken, welche Hans Sachs wahrend seiner langen Lebens- 



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16 



zeit, 1494—1578, drucken liess, warden mir folgende be- 
kannt: 

1. — Yier fchoner fluck: Acteon zu eim Hirfchen wur. Lu- 
cius gewann Efels natur Athalanta wardt eine Ldwine 
Aragnes eine gifftige Spine. Nurnberg, Georg Merckel 
o. J. (c. 1553). 8 Bl. 4. mil Titelholzsch. — In Berlin 
und Nurnberg. 

1. Ovidius befcbreibet fchon | Von einem junglich 

Acteone etc. 

2. Als Lucius Apuleus etc. 

3. Ein Jungfraw hiefs Athalantha etc. 

4. Ovidius befchriben hat etc. 

2. — Die fiben anftdfs eines Menfchen der von dera Berg 
Sinay des Gefetz, zu dera Berg Zton des Evangelj gehn 
will. o. 0. (Nurnberg). 1553. 6 Bl. 4. rait 2 Holzsch. — 
In Berlin und Nurnberg. 

Schaw menfch du fchone creatur etc. 

3. — Baldanderft fo bin ich genant, 

Der gantzen Welte wol bekant, 
Hayntz widerporft. Hans Unfleyfs. Sturm des vollen 
Bergs. Das Schlauraffenlandt. Nflrnberg, Herman Ham- 
ling o. J. (c. 1550). 12 Bl. 4. mit Titelholzsch. - In 
Berlin und Nfimberg. 

Eins abends gieng ich aufs nach fifchen 
Ein gutes nachtmal zuerwifchen etc. 

4. — Urfprung des Behemifchen Landes vnd Konigreychs. 
Contrafaclion Thefeus des Tflrckilchen Kayfers. Ein tyran- 
nifch that des Turcken. Nuremberg, G. Merckel. 1553. 
8 Bl. 4. mit Titelholzsch. — In Berlin, Nurnberg (Stadt- 
bibl.) und im Germ. Museum. 

Eins tag bat ich ein Ehrnholdt 
Das er mich vnterrichten folt etc. 

Urfprung des Bomifchen Lands vnd Kdnigreichs. 

Augfpurg o. J. (1621). Folioblatt mit Kupfer. — 

In Ulm. 

5. — Die belohnung der Tugent. Nurnberg, Nic. Knorr o. J. 
(c. 1540). 4 Bl. 4. 

Zweyerley belonung, bayde der Tugend vnd Latter. 
NQrnberg. H. Hamling o. J. (c. 1550). 4 Bl. 4. 

Als ich was bey achzehen jaren etc. 
Nfirnberg. 1554. 4. — In Berlin und Nurnberg. 
(Fortsetzung folgt.) 



Verantwortlicher Redacteur: Dr. Robert Naumann. 
Verlecer: T. O. Weigel. Druck von C. P. Melzn in Leipzig. 



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SERAPEUM. 

titfQrifi 

fiir 

Bibliothekwissenschaft, Handschrifteiikunde und 
iltere Litteratur. 

Im Vereine mit Bibliothekaren* und Litteraturfreunden 
hera usgegeben 

won 

Dr. Hobert Naumann. 



Leipzig, den 31. Januar 1861. 

Nachricht von den Lebensumstanden 
Heinrich Friedrich Otto's, 

Herausgebers der Thuringia Sacra, 
und den von ihm hinterlassenen Druck- und Hand- 
schriflen. 

Von 

Hofratli Dr. Ii. F. Hesse in Rudolstadi. 
I. 

Heinrich Friedrich Otto war der Sohn Philipp Jacob 
Otto's (vonBuchsweiler,welcher als Hohenloh-Laagenbergischer 
Hofrath 1715 slarb). wurde in Ohrdruf den 18. April 1692 
geboren, besuchte das dasige Lyceum bis 1709 und hierauf 
ein Jahr das Gymnasium zu Ohringen; studirte in Jena, 1712 
in Halle, wurde 1715 Liceoliat der Rechte in Erfurt, dann 
Herzoglich Sachsischer Advokat. Den Rathstitel empfing er 
von den Grafen von Hoheulohe (wahrscheinlich aber nicht 
von der Bartensteinischen Linie, wie J. Fabricius und JOcher 
behaupten, weil diese keinen Antheil an der Grafschaft Glei- 
chen hatte). Am 9. Januar 1717 verheirathete er sicb mit 
Johanne Friederike, Tochler des Amtmanns Johann Theodor 
Schultess zu Reinhardsbrunn. Die Stelle als Burgermeister 
XX1L Jahrgaig. 2 




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18 



(consul perpetuus) in Meissen trat er 1721 an uod schrieb 
hier im folgenden Jahre seine Epist. de Ottone praeposito 
Halberstadiensi etc. Die Bemuhungen, von seiner dortigen 
Wirksamkeit etwas in Erfahrung zu bringen, blieben bis jetzt 
fruchtlos, doch verbreiten die vor dem damaligen dortigen 
Kreisamle ergangenen Acten wegen Otto's Nachlassenschaft 
wenigstens einiges, aber sehr trauriges Licht uber dessen 
letzte Lebensumstande und zerruttete Vermogensverh&ltnisse. 

Von seiner Ehefrau war er seit dem 22. August 1729 
geschieden. sein Tod erfolgte am 1. August 1730 nach lang- 
wieriger Krankheit an der Wassersucht im vollendetem 38. 
Jahre des Alters. Zu seiner feierlichen Beerdigung am 3. d. 
M. waren aus der stadtischen Kasse 30 Thaler vorgeschossen 
und eine Grabstatte in der Gottesackerkirche unentgeltlich 
angewiesen worden. Sofort meldete sich eine grosse Anzahl 
von Glaubigern, aus deren Forderungen sich ergiebt, dass 
Otto bei alien mdglichen Handwerkern, in der Apotheke, bei 
seinen Aerzten u. s. w. nicht unbetrachtliche Rechnungen hatte 
auflaufen lassen. Auch seine eigenen Papiere bezeugen, dass 
er mehrfach gemahnt wurde, Wechsel ausstellte, sich Abzuge 
von seiner „ordent!ichen B&rgermeisterbesoldung," welche 
jfthrlich 200 Gulden betragen zu haben scheint, gefalleti Hess, 
Mobilien und Kleidungsstucke verpfandete. Auch sah er sich 
oft genothigt, Burger und andere Personen urn kleine Dar- 
lehn anzugehen. — Nach wenigen Monaten brach der Con- 
curs aus. Er hinterliess zwei Kinder: Henrielte Wilhelmine. 
welche zu ihren Verwandlen nach Reinhardsbrunn zog und 
sich 1741 verheirathete, und Friedrich Wilhelm. Die hinter- 
lassene Wittwe siedelte noch im J. 1730 nach Dresden uber 
und schrill den 10. April 1731 zur andern Ehe mit Gottlieb 
Samuel Richter daselbst. — S. von ihm Ioa Fabricii historia 
bibliothecae Fabricianae. P. VI. (Wolfenb. 1724. 4.) p. 110 — 
112. — (wo auch von seinen beifallig anerkannlen Leistun- 
gen als Rechtsanwalt die Rede ist). — J6cher und Rotermund 
— Friedrich Krugelstein, F. Honenloh. Kirchen- undSchul- 
rath, Director des Lyceums zu Ohrdruf, Ueber Heinr. Fr. Otto, 
Verfasser der Thuringia sacra und dessen Schrift de antiquis- 
simo statu Ordruffii. 1843. 8. 12 Seiten. 

II. 

Von ihm erschienen folgende Schriften im Druck: 
1. Oratio de mutua et felici literarum cum armis con- 
junctione in republica, primum quidem in Gymnasio, quod 
Oringae est, Hoenloico publico recitata; nunc vero inAcade- 
mia Jenensi, Parente suo jubente recognita, aucla inque aliam 
redacta forma m et ad statum Romanorum Germanicum maxime 
directa. Jenae 1711. 4. (7V 4 Bogen.) 



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2. Epist. grat. ad D. Burchard. Gothelf. Slruvium de digni- 
tate academiae Rectoris 1712. 

3. Epist. de linguae Germanicae origine et usu ad D. 
Cbr. Frid. Hunoldum alias Menanles dictum 1714. 

4. Numismatis Lysimachi Macedooiae regis exposilio. 
Epistola ad Joh. Fridemann Schneiderum professorem Hallen- 
sera. Halae 1714. 4. 

5. Disp. inauguralis de ratificatione nullilatum extraiudi- 
cialium in causis matrimonialibus. Erfurt. 1715. (Promotions- 
schrifl.) 

6. Epist. dedicat. ad Dr. Fr. Reinh. Ottonem, consiliarium 
darmstadlinum , patruum et Dr. Job. Alex. Schegkium, con- 
siliar. Nobilit. imperial, francicae, avunculum. 1715. 

7. Epist. dedic. ad Illustr. Comites Hohenloicos 1715. 

8. Brevis commentatio de ingeniis, moribus et studiis 
praecipuarum gentium Europae. Francofurti 1718. 

9. Corpus pacificationum imperialium religionis maxiroe 
negotium concernentium. Die Reichsfriedensschlusse, die Re- 
ligionssache betreffend vom Passauischen Vertrag an bis zum 
Badenischen Frieden. 1721. 

10. Epist. ad Jo. Georg Leuckfeldium de Ottone praepo- 
sito, post episcopo Halberstadiensi , monasterii Heusdorfiensis 
fundatore. Misn. 1722. 4. (s. Leipz. Gelehrte Zeilung v. J. 
1720. (?) N. XLI. J. Fabricii hist, bibliolh. Fabrician. P. VI. 
(Wolfenb. 1724. 4.) p. 110 sq (kurze Inhaltsanzeige). 

11. De testimonio fraterno testamentario dispulatio. Lips. 
1724. 

12. Thuringia sacra s. hisloria monasteriorum, quae olim 
in Thuringia floruerunt, in qua eorum fundalio, hisloria abba- 
tum, fata, antiquilales, mutatio et interims et res notabiles 
hactenus ignotae ex codd. manuscript's, membranis authenlicis, 
diploraalibus, monumenlis, lapidibus el sigillis et nummis 
historico et chronologico ordine exhibentur. Accedunt Samuelis 
Reyheri Monumenta Landgraviorum Thuringiae et Marchionum 
Misniae, aucta et emendata, innumerisque figuris aeneis et 
sigillis adornata. Francofurti ex ofBcina Weidmanniana 1737. 
in fol. Praefat. ad lector. 5 Blatter Sect. I. p. 1—604. Sect. II. 
605 — 956. Index rerum et nominum propriorum praecipuo- 
rum 9 Bl. — Dieses erst nach Olio's Tode erschienene, von 
einem dazu nicht gehorig befahigten Gelehrten herausgegebene 
Buch ist schon vorher angekundigt in den Leipziger neuen 
gelehrten Zeitungen 1722. N. LXXIV. Spater hat einer der 
grundlichsten Kenner dieses Fachs, Christian Schottgen, 
dasselbe einer slrengen, aber unparteiischen Beurtheilung un- 
terworfen und seine Fehler und Mangel, (welche gewiss zum 
Theil vermieden worden waren, wenn es der Verfasser, des- 
sen unermudetem Sammelfleisse es den Ursprung und die 
meisten Beilrage verdankt, wieder hatle durchsehen and 

2* 



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*0 

uberarbeiten kdnnen,) ohne Nachsicht aufgedeckt. Sie lau- 
let also: 

„Opus illad Thuringiae sacrae, quod obiter monere liceat, 
ab editore negligenter admodum babilum est, qui bene fecit, 
quod nomen suum nos celauit. Vltra dimidiam partem diplo- 
matum iam alibi impressam nobis denuo recoxit, et quidem 
habitu longe quam ante impressa fuerant, deteriore. Et cui 
bono ilia Exempla diplomatum toties repetita, quae tamen 
integra iam adfuerant? Hoc est volumen constipare et emto- 
res pecunia emungere. De imaginibus nihil dicam. Repetitae 
sunt Reyherianae, satis commendabiles , quae vero tanquam 
nouae addunlur, vix aspectu dignae habendae. Jo. Georgium I. 
Electorem quern vel ex numis eius orones nouimus, vix agno- 
scas, nisi scriptura addita illud significel. Quis credat in 
Thuringia quondam maldras pecuniae obtinuisse? El tamen 
diploma Heusdorffense insigni quodam stupore illas nobis 
exhibet. In multis documentis vix sensum sanum exsculpas, 
quum tamen manus Ononis lectu admodum facilis fuerit. Mo- 
nasteria Schameliana ab inlerprete negligenter admodum sunt 
habita, sphalmalibus quoque typographies, quae absentia 
Aucloris euitare non potuit, fldeliter relenlis. Hue pertinet 
illud, quod in diplomate Salfeldensi p. 697. Anno Archiepi- 
scopus Coloniensis monasterio bannum (h. e. iurisdiclionem) 
super quaelibet fulmina concessit. Flutnina debebal ponere, 
Yno verbo, opus tale est, cni Vannutn Criticam non imme- 
rito quis adhibeat, si liber lectoribus non debet esse prorsus 
inutilis: de qua re fortassis alio tempore. Et quantillo pretio 
virum aliquem doctum et in historia patriae versatum biblio- 
pola nactus fuisset, qui haec omnia emendasset, et Germa- 
niam nostram a tarn turpi neglegentia vindicasset? u 

vid. Christiani Schoettgenii opuscula minora historiam 
Saxonicam illustrautia. Edidit G. J. Grundig. Lipsiae 1767. 
8. p. 233. not. c. 

An dieses Werk schliesst sich folgendes Manuscript un- 
mittelbar an: 

Henrici Friderici Oltonis Monumenta Monasteriorum Thu- 
ringiae ex scriptoribus cum editis, turn maxime Msstis con- 
gesla multisque diplomalibus ab inleritu vindicatis illustrata. 

Diese von Otto's Hand herrfihrendenCollectaneen zu dem 
zweiten Bande der Thuringia sacra (s. vornehrolich Praefat. 
p. VII.) sind hin und wieder von M. G. Chr. Kreysig, aus 
dessen Nachlasse sie in die Leipziger Rathsbibliothek kamen. 
(Rep VI. 4. 18. s. Naumann catalog, p. 159 sq. N. DLXXV.) 
vermehrt und schon von Grundmann (s. dessen Samra- 
lung fiber Thfiringische Klosler in der Kdnigl. Bibliothek zu 
Dresden (Schrank K. N. 75.) benutzt worden. Sie bestehen 
aus 312 meist beschriebenen Quartblattern und liefern theils 
kiirzere, theils weillaufigere Beilrage zur Geschichte von 130 



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ai 

solchen geistlrehen Stiftungen, namentlich Inhnltsanzeigen von 
Urkunden, von denen Otto enlweder vollstandige Copien be- 
sass oder die er aus Archivregislranden entlehnte, Auszuge 
aus grosseren und kleineren Schriften, Beschreibungen von 
Grab- und andern Denkmalern, Inschriflen, Siegeln u. s. w., 
die er selbst zu sehen uod zu untersuchen Gelegenbeit halte, 
Verzeichnisse der Aebte, Aebtissinneo , Propste uod Qbrigen 
Klosterbeamten. Bei manchen ist der Anfang zu der fur den 
erwahnten Zweck bestimmlen Ausarbeitung gemachl, z. B. bei 
Kapellendorf (§. I— IV.), dem Kloster zum heiligen Kreuz in 
Gotha u. s. w. Ausserdem hat er auch etliche Thuringen be- 
nachbarte Kloster berQcksichtigt. 

Die hierin nicht enthaltenen Aufzeichnungen fiber Paulin- 
zelle (19 Bl. in 4. 35 Num.) , Leulenberg (1 Bl. 2 Num.) und 
Frankenhausen (6 Bl. 17 Num.) im Schwarzburgischen halte 
Kreysig dem mil ihm befreundelen Conrector zu Rudolstadt und 
nachherigen Adjunct zu Kftnigsee J. Heinr. Rudolph Scheibe, 
der auch als historischer Schriltsteller bekannt ist, mitge- 
theill, so wie auch die aus 12 Quarlblaltern und GO Numern 
bestehenden uber Jechaburg, von jenem dem Frankauser 
Syndikus Johann Friedrich Muldener zum Gebrauche uber- 
lassen worden waren. Beide liegen jetzt in dem Rudolstad- 
tischen geheimen Archive. — Hierher gehoren auch: H. F. 
Ottonis monum. monasterii Ilmensis iu comitatu Schwarzburg. 
88 Bl. 4. in der von Ponikauischen Bibliothek, eingeruckt in 
Thuringia sacra p. 561—590. (verschieden von der weit un- 
vollstfindigeren Arbeit des Schamelius). Auch in dem 
Catalog, blbliothecae V. E. Loescheri P. III. (Dresdae et Lips. 
1751. 8.) kommt N. 12737. p. 707. ein Manuscript in 4. unler 
dem Titel vor: 

Monuments monasterii Ilmensis monialium ordinis Cister- 
tiensis Dioecesis Moguntinae, vor, welches von jenem vielleicht 
nicht verschieden ist. — Rndlich: Monumenta Ecclesiae s. 
Cruris collegiatae imperialis et diversi ordinis Monasteriorum 
tarn viris quam feminabus destinatorum Nordhusae quondam 
conditorum. Manuscript in fol. von 96 zum Theil von Otto 
eigenhandig beschriebenen Blattern, welche sich in der Biblio- 
thek des M. Mehnert in Leipzig befand, die im Jahre 1838 
versteigert wurde. Es enthielt Urkunden, die sich auf fol- 
gende geistliche Stiftungen beziehen. 

1. Ecclesia libera et Imperialis Praepositura S. Crucis. Ac- 
cedit S. Martini Ecclesia. 

2. Monasterium Minorum Fratrum. 

3. „ Dominicanorum. 

4. „ Augustinianorum. 

5. „ B. Mariae Virginis ordinis Cisterciensis am 
Frauenberge. 



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92 



6. Monasterium B. Mariae Virginis ordinis Cistercieosis in 
Altendorf oder Neuwerk. 

7. Den aus 5 Paragraphen bestehenden, von Otto verfasslen 
Anfang einer Geschichle der Kreuzkirche. Vermothlich 
halte Friedr. Christian Lesser, mit welchem Otto in ge- 
nauer Yerbindung und hdufigem Briefwechsel stand, za 
dieser Sammiung Mehreres beigesleuert. 

Yon den Quellen, woraus diese verschiedenen Collecta- 
neen geschdpft sind, werden namhaft gemacht: 
Diplomata Schwarzburgica Msta. 
Miscella collecta Msta. 
Diplomata archivi Mogunt. msta. 
Anliquilates Gleichenses. 
Documenta Gleichensia msta. 

(Diplomata III. Gleichensia de anno 1292. et 1563. et H. 
F. Ottonis Collectanea autographa ad historiam et genealo- 
giam comitom Gleichens. 27 Quartblalter sind jetzt in der 
Ponikauischen Bibliothek ) 

Monumenta monasterii Ichtershus. msta. 

Cod. monast. Thuring. diplomat, msta. n. s. w. 

ffl. 

Ein Yerzeichniss der yon Otto selbst ausgearbeiteten oder 
besessenen, meist historischen Handsohri f ten ist in der 
Briefsammlung des gelehrten Zacharias Konrad von Uf fen- 
bach enthalten, welche ans Joh. Christoph Wolfs Nachlasse 
fQr die Stadlbibliolhek zu Hamburg erworben wurde. Ich 
yerdanke die Mittheilnng desselben der schon oft erproblen 
Gule eines vieljahrigen Freundes, des Herrn Dr. jar. Friedrich 
Lorenz Hoffmann. 

IV. 

Catalogus Manuscriptorum nonnullornm, quae possidet Dn. 
Henricus Fridericus Otto, Hohenloicus. (in Yol. XXYI. 
epistolarum MSS. ab Uffenbachio collectarum — in folio. 
Yid. Conspectus supelleclilis epistolicae et literariae manu 
exaratae, quae extat apud Joa. Chph. Wolfium. Hamburgi 
1730. 8. p. 98.) 

1. Fragmentum scriptoris anonymi pervetusti res gestas 
tempore Caroli M., Francorum Regis, complectens e 
membranis descriptum. 4. 

2. Chronicon Seligenstadense de Einhardo et Imma ex libro 
velusto Coenobii Seligenstadensis membranaceo descripsit 
Peter Hag, Erpachischer Amtmann zu Breyberg. 1622. 
foL 



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93 



3. Andreae Berselii Epitome Genealogiae el Historiae Se- 
renissimorum Ducum Brunsvicensium et LiineburgeAsium 
circa annum CI3DXXXVI. confecta. fol. 

4. Anonymi sacerdotis cuiusdam Merseburgensis Annales 
ab an. MDXCIX. 4. 

5. Johann Feuerberg's Chronologie und Slammbaum derer 
wohlgeborenen Grafen zu Gleichen, Herren zu Tonna, 
colligirt vnd aus bewShrten Historicis zusammen gefasst 
und beschrieben anno Chrisli 1597. (im Monat Majo.) 
Jobann Feuerberg war ein Pyrmonter (Johannes Pyr- 

monlanus alias Feuerberg, wie er ubersetzte), sein wirklicher 
Name ist unbekannl. Ein aus 21 Blattern beslehendes Exem- 
plar dieses Manuscriptes , welches in der spaleren Zeit man- 
che brauchbare Noliz, aber in der alleren vieles Unrichlige 
enthfilt, befindet sich in dem furstlichen Archive zu Ohrdruf, 
auch Struv und Schdttgen besassen dasselbe. Der Abschrift 
aus der ersten Halfte des 17. Jahrhunderts von 8 Folioblat- 
lern in meiner eigenen Sammlung fehll nur zu Anfange das 
Verzeichniss der benutzten Quellen und zu Ende die Ahnen- 
tafel des Grafen Georg und seiner Gemahlin. — Vergl. Hell- 
bach's Gleichisches Archiv II. 86—88. 

6. Anonymi Hislorie von Belagerung der Stadl Braunschweig 
an. 1601 und 1615. 

7. Copialbuch alter Privilegien des Ralhs der alien und 
neuen Stadl Quedlinburg. 4. 

8. Johannis Debelii 1 ) Chronicon minutum latinum Ordor- 
fiense conscriptum. 1587. 4. 

9. Johannis JUosis 2 ) Chronicon parvum latinum Ordorfiense 
confectum an. 1661. 4 

10. Anonymi Erfurtische Chronica, worinnen alles aufge- 
zeichnet worden, was sich in gantz Thuringen zu- 
getragen von Chrisli geburth an bis hieher, nehmlich 
1582. 4. 

11. Johann Christian Schroters kurtze Beschreibung von 
der loblichen alien Herrschaft vnd Sladt Querfurth, 
ihrem Alterthum und souverainen Regenten, aus unter- 



1) Johann Debel, geboren zu Remda d. 11. April 1540, wurde im 
J. 1579 Pfarrer zu Obrdruf und d. 14. Marz 1605 Professor der Theologie 
zu Jena. S. Thuring. sacra p. 16. not. a. (Bruckner's Kirchen- und 
Schulenstaat des Herzogthums Gotha. 3. Thl. 10. St. S. 56 f. — Kru- 
gel stein's Gesch. von Ohrdruf. S. 426. — J. Gunther's Lebensskiz- 
zen der Professoren der Universitat Jena. S 166. 

2) Johann Mose aus Ohrdruf, anfangs Adjunct der philosophise hen 
Facnltat zu Erfurt, erhielt 1635 den Kuf zum Diakonate in seiner Ya- 
terstadtt 1637 zum grSflich Hohenlohischen Hofprediger, 1644 zum Sub- 
stituten des Superintendenten Job. Weber, wurde 1647 als wirklicher 
Superintendent bestatigt und eingefubrt und starb den 23. Januar 1626, 
72 Jabr alt, nacb dem er diese geistlicben Aemter uber 40 Jahre be- 
kleidet hatte. — S. Bruckner a. a. 0. S. 58—61. 



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24 



schiedenen Acten zusammen getragen anno 1709. 4. — 
S. auch J. Fabricii historia bibliothecae Fabricianae. P. VI. 
p. 112. — K. F. Otto's strenges Urtheil daruber in (les- 
sen Supplementum historiae comitum Querfurtensium 
Praefat. 

12. Anonymi Beschreibung der Stadt Magdeburg. 4. 

13. Gensura eines fuhrnehmen Icti fiber die Magdeburger 
Conjunctnr mit dem Administratoren Marggraf Christian 
Wilhelm zu Brandenburg etc. an. 1630 gestellt. 4. 

14. Jacobi Montani spirensis vita S. Elisabeth Regis Hun- 

Sarorum filiae. 4. 
oh. Reinhard's kurtze und wahrhafte Anzeige des 
Hochgefursteten Loblichen Stiffts Wurtz burgs Uhr- 
sprung, wie es zu christlichem Glauben kommen und yon 
einem Bischoff auf den anderen regieret wirdt. fol. 

16. Gegenwartiger Zustandt von Sachs en, das ist kurtze 
doch grfindliche Beschreibung des Churfurstenthums Sach- 
sen und incorporirten Landten. 4. 

17. Burchardi Gotthelf Struvii Notitia Rei literariae plenior. 
1709. 4. 

18. Registrum Coenobii Sanclimonialium in Hugistorff, auscul- 
tatum (revisum) per Johannem Friderici Praepositum, 
continens evidenter orones tenores Bullarum et Priviie- 
giorum. Mdnchsschrift, Original. S. J. Fabric. I. c. fol. 

Diese Originalhandschrift scheint sich jetzt in dem Her- 
zoglichen Golhaischen Archiv zu beflnden. — Das Manuscript 
der Leipziger Stadtbibliofhek: (Anonymi) Monumenta Mona- 
sterii Heusdorf etc. s. Naumann 1. c. p. 156. No. DLXII. 
isl die von Otto mit Benutzung jenes Registrum ausgearbei- 
tete Geschichte des genannten Klosters in seiner vermulhlich 
genommenen Abschrift vor deren Erscheinen in der Thuringia 
sacra (p. 320—431), wenn nicht Otto's eigene Schriftzfige 
dasselbe ffir das Original zu erklfiren berechtigen, was der 
Augenschein lehren musste. 

19. J. B. Fleiners Hohenloische Chronik. Original, fol. 

20. Iter Dili Wilhelmi Ducis Saxoniae Landgravii Thurin- 
giae et Marchionis Misniae etc. ad terram sanctam susce- 
ptum an. MCCCCLXI. 4. 

21. Prions Wilhelmi Registrum Reinersbornense. Inventa- 
rium bonorum ablatorum ad Wymar ex monasterio Rei- 
nersborn et Gotha. Item omnia acta per Rusticos anno 
Dni. MD XXV. fol. 

S. J. Fabric. 1. c. 



1) Dieses Registrum, welches noch folgende neoere Aafschrift hatte : 
Historia, wie das am Thuringer Walde gelegene Kloster, mit Nahmen 
Reinhardsborn vor hundert and mehr Jahreo von den auffruhrischen 
Bauern ist geplandert and die Mdnch verjagt werdeo, and wie solches 



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98 



22. Fragmentom appendicis Chroniei Martini Poloni. 4. 

23. Henrici Friderici Ottonis de antiquissimo Ordorffii, civi- 
tatis Thuringiae, statu commentatio e monumentis vel 
scriptoribus fide conspicuis, editis et Mstis quibusdam 
documents siogulari studio eruta ad Historian) Thurin- 
giae probe conducens. 4. 

S. J. Fabric. 1. c. enter den edendis. 

24. Tobias Pfanners Bericht von furstl. Sachsischen Ehe- 
sachen, aus denen Aclis des gemeinsamen und particular 
Archivs erstattet. fol. 

25. Burchb. Gotthelf. Struvens Sachsische Historic 4. 

26. Phiiipp. Jac. Ottonis, Icti, annotationes ad capitulationem 
Imperat. Leopoidi. 4. 

27. Eiusdem annotationes ad Boecleri notitiam Imperii. 4. 

28. Job. Henrici Boecleri annotationes ad suam notitiam Im- 
perii. 4. 

29. Anonymus de praecipuis orbis Imperiis, regnis rebusque 
publicis. 4. 

30. Anonymus de praecipuis Italiae Ducibus 1) Magno duce 
Hetruriae. 2) Duce Sabaudiae, 3) de Ducibus Parmen- 
sibus. 4) de Estensibus seu Mutinensibus. 5) de Duci- 
bus Mantuanis. 

31. Georgii Schubartii animadversiones in Joh. Schilteri In- 
stitutiones juris publici. 

32. Anonymi chronicon breve templi Neoforensis Halae Saxon. 
ex annalibus mstis. 4. 

33. Henr. Frid. Ottonis monumenta Illustrissimorum Comitum 
de Hoenloe maximo antiquitalis pariter atque autoritalis 
splendore erainentium, cum in suis locis, turn in exteris, 
quondam posita. fol. 

S. J. Fabric. I. c. unter den Edendis. 

34. Graffin Anna vndt Hires Sohns Graff Philippsen von Ho- 
henlohe abgefasste und eingeffthrte Cantzelordnung 
(Cantzeleiordnung?). 1591. fol. 

35. La Nouveaute de la Religion de l'Eglise Romaine et Fan- 
tiquite de celie des Protestants. 4. 

36* Dr. Joh. Tobias Brodttorfs (Brodkorbs) Landschaft- 
liche Verfassung oder Notiz der bei ldbl. Landtschafft 
des Furstenthums Got ha angewandter, wohlhergebrach- 
ter Ordtnung, Gerechtsame und Gebrauchen. 1706. fol. 

37. Volumen Responsionum atque Consiliorum criminalium 
oollectum a Phil. Henr. Ottone. fol. 



alles in Wahrheit ergangen von Anfang bits zu Ende aufgeschrieben mit 
eigener Hand von desselben Closters damahligen Prior, VVilhelra Li- 
sterna n, der mit darbey gewesen. 1630. ist abgedruckt in Thiiringia 
sacra p. 292 295. 



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to 



38. Volumen Responsionum et Decisionum in causis matri- 
monialibus. fol. 

39. Volumen Consiliorum et actorum in materia testamenta- 
ria collectum a Phil. Hear. Ottone. fol. 

Der von Uffenbach selbst geschriebene Catalogus ist jetzt 
in der Hamburger Stadlbibliolhek und fulll in der no oh mil 
N. 26 bezeichneten Briefsamrolung, diefruher: XVIII LXIX, 
jetzt 343- 347, paginirten Seilen. 

V. 

Beschreibung der Handschriften H. F. Otto's, welche fruher 
in dem Koniglicheu Staatsarchive zu Dresden aufbewahrt und 
vor Kurzem an die dasige offenlliche Bibliothek abgegeben 
wurden, Angabe der Einrichtung und des Hauptinhaltes. 

1. Henrici Friderici Ottonis 

Supplementum 
de 
PAGIS 
anliquae Uermaniae 
praesertim Terrae Thuringicae et Saxonicae 
ex Imperatorum Kegumque 

Teutonicorum 
diplomatibus ac privileges 
suppeditatum 
1713. 4. 

Zugeeignel: 

Philippo Jacobo Ottoni — Ducis Saxonici Gothani et 
Comitum Hohenloicorum Consiliario — parenti omnis 
observantiae cultu prosequendo. 

Brevis introductio in notitiam de pagis antiquae 6 Blatter. 

Germaniae in 8 §§., worin die Schriften fruherer 

Gelehrten uber diesen Gegenstand angefuhrt und beurtheilt 

werden: 

§. 1. Henricus Bebelius Justingensis Suevus, qui Sue- 
viae pagos politissimo libello inclusos Miscellaneis an: 1510 
in fol. editis adiunxit. Cuius opera obventu tam rara sunt, 
ut ne Paullini quidem licet multum quesita, ad ocutos manus- 
que pervenerint, ipso in praef. ad Geograph. curios, fatente 
ac dolente. Ea semel tantum aliquot horas perlustranda Chri- 
stian© Knauthio commodata esse, ex ipsius ore mihi constat. 
Meibomius tamen senior iis crebro usus est Bebeliumque 
saepius in libro suo allegat. — Extat etiam ap. Schard. T. I. 

§. 2. Deinde Thuringiam in pagos divisam vir diligen- 
tissimus Marcus Wagner Frimariensis libro: ThQringen K6- 
nigreichs — Auszug aus Antiquitatibus. Jena 1593. 4. de- 
scripsit, sed instituto suo, prout promisit, ac debuit, non 



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97 



ubiqoe safisfecit et multa sibi nondum cognita, ex defectu 
fortasse antiquissimarum chartarum intacta reliquit. 

§. 3. Marquardus Freherus in originibus Palatinis (Hei- 
delb. 1686 Ed. III. 4.) egit de LXXXI pagis superioris Ger- 
maniae. 

§. 4. Henricos Meibomius CIII. pagos utriusque Saxo- 
niae vicinarumqae regionutn in Opuscalis hist. Helmstadii in 
4. editis traclavil, quern librum nepos eius Henricus Meibo- 
mius inter scriplores de reb. Germ. T. III. a. 1688 excus. 
retulit. 

$. 5. Hadrianus Valesius in notitia Galliarum non Gal- 
liae solum, sed Germaniae quoque pagos concinna expositione 
indicavit. 

$. 6. Chr. Fr. Paullini XCVI pagos in syntagm. rer. et 
antiquitat. German. (Fcf. 1698. 4.) descripsit. Quo libro in 
lucem emisso auctor ille a quibusdam viris doctis excitatus, 
Freheri, Meibomii senioris cum junioris adhibitis animadver- 
sionibus, Valesii suumque libellum conjunctim snb titulo: 
Geographiae curiosae seu commentarii de pagis antiquae Ger- 
maniae seguenti anno typis subjecit eidemque Christ. Knau- 
thii Antiquitates pagorum et Comitatuum Principals Anhal- 
tini ex antiquis rerum monumentis erutas multisque diplo- 
matics ac sigillis auctas e MSto separatim annexuil. 

Hujus viri, cvjus favorem multis tnodis cumulate erga 
me declaratum grato animo publice praedicandum censeo, 
opera in eo maxime laudanda est, quod non solum in pago- 
rum naturam, quoad principatum Anhaltinum viciniamque ejus 
solide inquisiverit, sed Comitum quoque Marchionumque, qui 
pagis istis praefuerunt, generationes ac successiones enarra- 
tione historica discusserit. Sed Anhaltinas solum provincias 
opusculum hoc valde erudilum complectilur, ac dolendum 
est, totius Germaniae partes eadem solertia non esse pera- 
gratas. 

Knauthius, (vir saluberrimae corporis tuendi artis peritus) 
quum Principum Anhaltinorum rami Coethani salutis custos 
esset, sibique tempus aliquando otiosum esse videretur, sin- 
gula ri dementia impetravit, ut tabulis publicis utendi sibi fa- 
cultas concrederetur, quo facto tantum praestitil, ut et reli- 
qua tanti viri scripta nulla temporis vetustas, nulla unquam 
oblivio sit obscuratura. 

§. 7. Joh. Henr. Hoffmann, archivarius feudaliumque 
Secretarius, deinde redituum cameralium praefectus Cellensis, 
Auctarium et animadversiones ad Henr. Meibomii Commenta- 
rium de veteribus Saxoniae pagis reliquit. of. Leuckfetdt antiq. 
Ilfeld. p. 212. — Nun folgt ein etwas veranderter Titel: 
H. F. Ononis SVPPLEMENTUM de PAGIS ANTIQYAE GER- 
MANIAE in primis Saxoniae, Thuringiae, Franciae, Sueuiae 
terraeque Rhenensis ac aliarum partium ex Imperatorum Re- 



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98 



gumque Romanoram Diplomatibus chartisque pariter ac aua- 
libus vetastis compilatum, in quo ea, quae a Paullino in com- 
mentario sunt omissa, in lucem proferuntur. 

Hier endigt sich das Supplement, de pagis; das, 
was ausserdem in diesem Fascikel vorkommt, sind un- 
geordnete und unvollst. d. sachs. u. s. w. Geschichte 
bet re fiend e Collectaneen yon keinem sonderlichen Belang. 

2. Henr. Friderici Ottonis 

Gommentatio de Banneresiis Imperii iiiustribns. Von des 
H. R. Reichs Bannerherren , ex probatissimis historiarum ju- 
risque publici documentis ac scriptoribus mullo studio per- 
quisita, atque ordine perspicao deciarata. 

Cap. I. De explicatione vocum Bannerii et Banneresiorum. 

Summaria. 

§. 1. Veternm Germanorum virtus militaris. 
§. 2. inde veniens nobilitas. 
$. 3. Panier etymon ex Graecis. 
§. 4. ex Latinis. 
§. 5. ex Gallis. 

§. 6. ex Germanis, ubi diversae doctorum opiniones. 
§. 7. Vera senlentia. 
Cap. 2. De origine Banneresiorum. 
„ 3. De diversitale Banneresiorum. 
„ 4. De definitione Banneresiorum. 
„ 5. De modo creandi Banneresios. 
v 6. De juribus, privileges ac dignitate Banneresiorum. 
„ 7. De amissione dignitatis Baneresiis competentis. 
Nor das erste Kapitel ist im Concept und einer verbes- 
serten Abschrift vorhanden, die letzte enthfilt 24 Seiten. Das 
iibrige Manuscript besteht aus diese Materie betreffenden, noch 
zu verarbeitenden Excerpten aus vielen historischen und an- 
dern Schriften. Das Ganze umfasst uberhanpt 114 meist be- 
schriebene Blatter. 

(Schluss folgt.) 



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99 



A n z e i g e. 



Bulletin du bibliophile Beige, publie par F. 
Heussner, sous la direction de M. Aug. Scheie r, 
bibliolhecaire du Roi. Tome XVI (2 C serie, Tome 
VII). — 2* Cahier. Bruxelles, F. Heussner, librairie 
ancienne et moderne. 25. Mai 1860. S. 97—100. 
Ann. Plant- S. 233—236. Gr. 8°. 

Einen ansehnlichen Raum dieser Lieferung 1 ) (S. 97—139) 
nimmt die Fortsetzung des Essai sur rhistoire de rimprimerie 
en Belgique, depuis le XV e jusqu'a la fin du XVIII e siecle 
(m. s. Bulletin I XV, S. 153—193) des Herrn J. B. Vincent 
ein; sie besteht aus mehreren beachtungswerthen Erorterun- 
gen und interessanten Mittheilungen fiber die Ursachen des 
Gedeihens der Buchdruckerkunsl in Belgien, die sie betref- 
fende Geselzgebung im 16. Jahrhundert, und den Beginn ihres 
Verfalles. Als Belege sind beigefugt : Placart, en forme d'or- 
donnance, staiut el edict, etc., BrQssel 14. October 1529, 
Karl's V; dessen Ordonnance, statuut ende ewich edict, etc., 
BrQssel 29. April 1550, im Auszuge, mit franzdsischer Ueber- 
setzung, Ordonnance, statut et edict provincionel, etc., BrQs- 
sel 19. Mai 1562, Philipp's II.; dessen Ernennung Chrisloph 
Plantin's zum Prototypographen der Niederlande, BrQssel, 10. 
Junius 1570. Herr Dr. A. Namur fahrt fort luxemburgische 
Handschriflen literargeschichtlich-bibliographisch-palaeogra- 
phisch ausfiihrlich zu beschreiben (vgl. Bulletin, t. XV, S. 379 
—384, t. XVI. S. 46—72), und zwar 1) die Originalhandschrifl 
der „Gesta pontificum tungrensium, trajectensium et leodien- 
siurn" des Gilles d'Orval (Aegidius Aureae Yallis), die, ein 
Geschenk des Herrn Bischofs Laurent, in der Bibliothek des 
Seminars zu Luxemburg aufbewahrt wird, nebst biographi- 
schen Nachrichten uber den Verfasser, der, wahrscheinlich 
ein Lutticher, gegen Ende des 12. Jahrhunderts geboren, zwi- 
schen 1230-1251 schrieb, und in der Ablei Orval urn 1257 
starb ; 2) eine lateinische Bibel (A. und N. Testament) aus 
dem 13. Jahrhundert, fruher in der Bibliothek von Orval, jetzt 
in der luxemburger Seminarbibliothek , gleichfalls von dem 
erwahnten Herrn Bischof geschenkt. — Yon Herrn P. V. 
(Ph. Vanderhaeghen) sind unter der Ueberschrifl Simples 
notes einige auf Vorsatzblatter von Buchern geschriebene lit- 
terarisch-bibliographische Nachweise geliefert. — Der Buch- 

1) Durch ein Versehen kommt dieselbe spfiter als ihre unmittelbare 
Nachfolgerin, welche schon im vorigen Jahrgange S. 326 fgd. ihre Be- 
sprechung gefunden bat, zur Anzeige. 



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30 



handler der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften zu 
Reims, Herr Brissart-Binet, erneuerl das Andenken an 
den durch seine eleganten Ausgaben in 18°. und 24". bekann- 
ten Buchhandler in Reims Hubert Martin Cazin, geboren da- 
selbst am 22. Mai 1724, gestorben (von einem Kanonenschuss 
getroffen) in Paris am 13. Vend6miaire III. (1795). — Herr 
Dr. Scheler veroffentlicht einen ungedruckten laleinischen 
Brief Rabelais' an Guillaume Bade (Badaeus), datirl : Fonte- 
niaci (Kloster Fontenay-le-Comte), quarto nonas Martii, ohne 
Jahr, aber vermuthlich den Jahren 1515—1521 angehorend. Der 
Verleger des Bulletin hatte diesen Brief von einem Norddeut- 
schen erworben ; er ist jetzt im Besitze des londoner Buch- 
handler Herrn Boone. 

Aus der Abtheilung Melanges heben wir nur heraus 
eine dem „Guide de la bibliothfcque imperiale et publique de 
St. Pelersbourg" entnommene Notiz uber die Bibliothek der 
Bruder Zaluski, u. s. w., die Anzeige zweier neuer Bande der 
Publicaliouen der Societe de l'hisloire de Belgique, „Memoires 
de Frederic de Perrenot, sieur de Champagney, 1573— 159u u 
und „Memoires anonymes sur !es troubles des Pays-Bas de 
1565 a 1585, t. II , u ferner ein Schreiben des Herrn Brunet 
iu Paris vom 27. April d. J., welches durch eine Aeusserung 
des Herrn Dr. Scheler in der ersten diesjahrigen Lieferung 
des Bulletin veranlassf wurde ; wir ersehen daraus u. A., dass 
der Druck des ersten Halbbandes der neuen Auflage des 
„Manuel u (450 SS.) so weit fortgeschritten ist, dass er im 
Julius d. J. wird erscheinen konnen; die andern B&nde wer- 
den von drei zu drei Monaten folgen und das Ganze (6 Bande 
gr. 8°., jeder etwa von 900 SS. in 2 Col.) wird zu Anfang 
des Jahres 1863 vollendet sein. 

In der Revue bibliogr aphique bespricht Herr G. 
Brunet des Herrn Lacroix (P. L. Jacob, bibliophile) neue 
Ausgabe von „Paris ridicule el burlesque au dix-septieme 
sifecle, par Claude Le Petit, Berlhod, Scarron, Colletet, etc. u 

Herr Ch. Ruelens. ^Bibliographic gantoise. Recherches 
sur la vie el les travaux des imprimeurs de Gand, par Ferd. 
Vanderhaeghen. 2 P p., XVII* sifccle", Herr Dr. Scheler: 
-Bilderhefle zur Geschichle des Bucherhandels und der mit 
demselben verwandten Kiinste und Gewerbe. Herausgegeben 
von Heinrich Lempertz" ! ), und „Guide de la bibliolhfeque 
imperiale et publique de Saint-P6tersbourg u ,u.s. w. Die Revue 
des Periodiques beschafligt sich mit Pelzholdt's „Anzei- 
ger fur Bibliographic und Bibliothekwissenschaft", „Revue 
d'histoire e! arch6ologie w , „Messager des sciences historiques", 
^Bulletin de l'Academie royale de Belgique u , ^Bulletins de la 
Soci6t6 bistorique et litteraire de Tournai u , „Annuaire de la 

1) Serapeutn, I860, Nr. 6. S. 125 u. 126. 



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31 



Social e libre d'emolalion de Liege u , und ^Bulletin de la So- 
c\M ltegeoise de literature wal!onne. u 

Die Ablheilung Catalogues. Ventes de livres bringt 
AuszGge ans dem ^Catalogue des livres rares et precieux 
composanl la bibliothfeque de M. Auguste Veinant und eine 
Noliz fiber diesen Bibliophilen von Herrn G. Bruoet. 

Der beigegebene Viertelbogen der Annal. Plantio. nmfasst 
Nr. 37 — 49 Plantinscher Drucke von 1581 und Nr. 1—4 von 
1582. 

Harobur * Dr. F. L. Hoffmann. 



Hans Sachsens Gedichte. 

Eine Bibliographie 
voo 

Emil Weller in Zurich. 
(Fortsetzung.) 

6. — Befchreibung alter turckifchen Kaifer. o. 0. (NDrnberg). 
1532. 4. mil Holzsch. 

7. Eygentliche Befchreibung Alter Stfinde auff Erden, 
Hoher vnd Nidriger, Geiftlicher vud Weltlicher, Aller KQn- 
ften, Handwerken vnd Handlen etc. Durch den weitbe- 
rftmpten Hans Sachfen Gantz fleiflig beichrieben vnd in 
Teutfche Reimen gefaffet etc. Am Ende : Frankfurt a. M., 
bey Georg Raben, in verlegung Sigm. Feyerabents. 156b. 
31 Bogen 4. (letztes Blatt leer) mit 114 Text-Holzschnit- 
ten von Jost Amman. — In Zurich (Sladtbibl.), Nurnberg 
und im Germ. Museum. Vergl. Becker, J. Amman. S. 62, 
und Sinceri Nachrichten I. 63. 

Eygentliche Befchreibung aller Stande auff Erden, Hoher 
vnd Niedriger, Geiftlicher vnd Weltlicher, Aller Kun- 
ften, Handwercken vnd Handeln etc. vom grdfsten 
bifs zum Kleinften, Auch von jrem Urfprung, Erfin- 
dung vnd Gebrauchen, durch den weitberuhmlen Hans 
Sachfen gantz fleifl'ig beichrieben, vnnd in Teutfche 
Reimen gefaffet, Sehr nutzbarlich vnd luftig zu le- 
fen, vnd auch mit Kunftreichen Figuren, deren glei- 
chen zuvor niemandt gefehen, alien Standen fo in 
diefem Buch begriffen, zu ehren vnd wolgefallen, 
alien Kunftlern aber, als Malern, Goldfchmieden etc. 
zu fonderlichem dienfl in Druck verfertigt Mil Rd- 
mifcher Kayferlicher Mayeftat Freyheit Gedruckt zu 
Franckfurt am Mayn 1574 4. 8 Seiten Vorrede, 230 
S. Text, 114 Holzsch. Am Schlusse steht als Druk- 



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39 



ker Paulus Reffeler , in verlegung . Sigmund Feyer- 
abends. — In Bern und Celle. 
Draudius (Bibl. class.) erwahnt noch zweier Nachdrucke 
von 1580 und 1588, bei Yoigt in Leipzig, welche ganz 
verschollen zu sein scheinen. 

Die ^Beschreibung" ist eigentlich eine deutsche Aus- 
gabe von Hartmanu Schoppers llavojtfaa, omnium artium 
genera continens. Francof. 1564 und 1568, mit Holzsch. 
von J. Amman. — Vergl. Meinecke's Diet. I. 218. 

8. — Die Brflderliche Lieb hat keyn Fufs mehr. Nflrnberg, 
J. Merckel o. J. (c. 1553). 4. — In Niirnberg. 

9. — Der Buler Artzney. Mehr die Neun Gefchmeck inn 
dem Ehelichen ftandl. Nuremberg, G. Merckel o. J. (c. 1553). 
10 BI. 4. mil 2 Holzsch. — In Berlin. 

Eins abends gieng ich aufsfpatziern etc. 
Der Buler Arzney. Nurnberg, G. Merckel. 1553. 4. — 
In Nurnberg. 

10. — Die gefangene Goltin Ceres. Nurnberg, H. Hamfiug 
o. J. (c. 1550). 4 Bl. 4. mit Titelholzsch. — In Berlin 
und Niirnberg. 

Als funffzehen hundert Jar 
Vnd drey vnd vierlzig war etc. 

11. — Die zwen vnd Sibentzig namen ChriAi. Nflrnberg, F. 
Gutknecht. 1554. 6 Bl. 4. mit Titelholzsch. — In Berlin 
und Nflrnberg. 

Keyfer aller Keyferthumb etc. 

12. — Comparacion, oder vergleichung, eines Kargen Reichen 
Mans, mit einer Saw, in vierzig flflcken. Nflrnberg, F. 
Gutknecht. 1554. 4. — In Nflrnberg. 

13. — Daniel in der Lowengrube mit dem groffen Drachen. 
o. 0. u. J. (Guldenmund in Nflrnberg, c. 1530). Folioblatt 
mit Holzsch. — In Gotha bei Becker. 

Nachdem der fromme Daniel 
Die keufch Sufanna hel aufs quel 
Errelt aufs aller Angft vnd Noth etc. 

14. — Kduig David im Ehebruch mit Bathfeba vnd Morderey 
mit Vria. o. 0. u. J. (Goldenmund in Nflrnberg, c. 1530). 
Folioblatt mit Holzsch. Monogramm: A. T. — In Gotha. 
Bei Becker. 

Das ander Buch Samuelis 
Sagt an dem Eilfflen vns gewifs etc. 
(Fortsetzung folgt.) 



Verantwortlicher Redacteur: Dr. Robert Nautnann. 
Verleger : T. 0. Weigel. Druck von C. P. Melzer in Leipzig. 



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SERAPEUM. 

ei tftfrift 

fttr 

Bibliothekwissenschaft, Handschriftenkunde und 
ftltere Litteratur. 

lm Vereine wit Bibliothekaren und Litteraturfreundeo 
herausgegeben 

Tea 

Dr. Hobert N aumann. 



JVi 3. Leipzig, den 15. Februar 1861# 

Nachricht von den Lebensumstanden 
Heinrich Friedrich Otto's, 

Herausgebers der Thuringia Sacra, 
and den von ihm hinterlassenen Druck- und Hand- 
schriflen. 
Von 

Hofrath Dr. 1a. F. Heate in Rudolstadt. 
(Schluss.) 

3. a) H. Fr. Ottonis 

Supplementum historiae Comitum Querfurtensium e genui- 
nis rernm veterum monumentis scriptoribusque fide dignis 
compositum. Viro plurimum reverendo, amplissimo atque 
clarissimo, M. David Sigismundo Buttnero sacerdoti mentis- 
simo Civitatis Querfurtensis. 

S. P. D. 

Hear. Fr. Otto. 

Qaam naper quae ad historian* Querfurtensera supplen- 
dam pertinent, horis a labore academico aliquando vacuis me 
accingerem atque quae suppetebant argumenta in ordinem 
redigerem e Uteris Tnis — aroantissimis commotns, ea omnia 
MIL Jahrgaag. 3 




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34 



ad finem perducta perlustrationi Tuae, si qua digna iudica- 
veris, benevolae subjicio. 

Praemissa de pago Hassegau, cui dominium quondam 
Querfurtense includebatur , qualicunque descriptione, ei ad- 
juncta tabula excellentium virorum generations , quam bre- 
vissime narratas praesentante, ipsas eorum res gestas recen- 
sere incepi, quas et scriptorum et diplomatum potissimum 
robore munitas reddidi plurimas, ab aliis praeteritas restitui 
atque ab interitu vindicavi. 

Scribebam Halae Saxonum ipsis Calendis Marlii ann. 
MDCCXIV. 

Lectori benevolo salutem. 

Non injucunduro fore puto (si cui provinciae pristinis 
temporibus Dynastia Querfurtensis adscripta fuerit, brevibus 
declaratum praemitterem). Tota quondam Thuringia, quae 
certe ampla fait, pariter atque Germania pagis ceu minutis 
regionibus circumscribebatur : illiusdemque pars dimidia, 
septentrionalis vocata earn omnem terram, quae Albim, Ocram 
et Onestrum interjacet sub se comprehendebat: Cui civitatem 
Querfurtensem procul dubio annumerandam esse censeo: 
enimvero cum e finibus id facile dijudicari, turn e tot vesli- 
giis eximiis demonstrari potest, ut nulla amplius illuslratione 
indigeat. Quam ob causam earn eli. Laurentius Origin. Do- 
ring, c. 13. p. 104. expresse eo refert. Pines suos Thurin- 
gia septentrionalis longe lateque extendentes in multas mino- 
res distribuebat ditiones, veluti Hartingau, Suevon, Helmingau, 
Zurregau, Hassegau ceteraeque deprehenduntur. 

3. b) Supplementum historiae Comitum Querfurtensium. 

Comitum Querfurtensium prosapia memoriam ohginis at- 
que aetatis suae ex lot tamque sterilibus antiquitatum tenebris 
vix recordari ac ne vindicare quidem potest. Quamquam Cy- 
riacus Spangenbergius cum in Saxoniae, Mansfeldiae, Thu- 
ringiae, Hennebergiae turn denique in Querfurti historia, quae 
Erfordiae an. 1590. 4. typis excusa est, pro industriae aeque 
ac solerliae ratione judiciique acumine strenuum et eruditum 
se maxime praestiterit , multa tamen, quibus Querfurtensium 
splendor cumulari potest, sibi ignota omisit. Quern ut qui- 
busdam in partibus emendaret, ex eodemque rerum prae- 
clarissimarum summam brevibus depr omeret, Casparus Schnei- 
derus 1 ) in concinna eximiqe Dynastiae ac Civilatis Querfur- 



1) In Naumanni Catalogue librorum njanuscriptonim. qui in biblio- 
theca senatoria civitatis Lipsiensis asservantur p. 172. N. DGXL.. wird 
ein aus Kreyssig's Nachlasse stammendes Manuscript erwSbnt, das fol- 
genden Titel hat: Kurtze Beschreibung der LSbl. alten Herrschaffl and 
Stadt Querfurt, dabei nicht allein die Kegenten hiesiges orths von lan- 
ger Zeit her ordentlich verzeichnet, sondern a^cl) allerley denckwurdige 



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9$ 

tensis pervetustae satis descriptione, quae an. 1654. 12. Halae 
Sax. prodiit, cogitationem suam operamque adhibuit, plurima 
amen rerum velerum monumenta, quae in scriniis bibliothe- 
cisque principum adhuc asservari consueverunt, a multis viris 
Joclrinarum studio maxime couspiouis in libris suis publicae 
luci traduntur, ut ex iis cupidi excelleiitioris artis videlicet 
studiosi amoenitales atque fruclus quam amplissimos con- 
sequantur, ac inde, quae in Querfurtensi histoha notiliae 
praeelusae desiderataeque fuerunt, faciii negolio tanquam ex 
f oiiuijus aperlis hauriri possint, quae ad earn pleniorem et 
curatiorem restituendam valde conducunt. Idem institutum 
suscipiendum putavi et quae mihi in pervolvendis historioorum 
codicibus forte ad oculos dispersa venerunt, sub uno adspeclu 
posita iis, qui cum omnem banc scientiam politiorem, turn in 
primis, qua Querfurlum consecratam veneratur sibi semper 
commendalam habent, benevola aptaque eorum mente fretus, 
impertire constitui. In eo quidem Joh. Christ. Schrdteri pro- 
positum, qui an. 1709 ad hanc historiam conficiendam ali- 
quantum curae conferre conatus est, animum meum noa de- 
lerret, quum ex manuscripta Querfurtensium antiquitatum com- 
memoratione e Spangenbergio et Schneidero omnia sua tran- 
^ripsisse ac protulisse probe perspexerim. 

Quaoto minus primum generalionis caput, a quo alii pri- 
uiordia capiunt, ex infima vetustate multis repetere, sed quae 
polius in scriptoribus ante jam adductis e documentorum pe- 
ouria silentio praetermissa esse sentio, sine ullo verborum 
anfractu supplere in animo mihi est. 

4. Patriae Civitatis Thuringicae 

ORDRVFII 
Historiam 

ab originibus ad nostra usque tempora 
deductam 
praebet 
Henricus Friedericus Otto, 
Jurisprud. stud. 
Inc. Halae d. XXIV. Octobr. 
MDCCXIL 

(Ex praefat. p. 2. b.) Jacobus Weberus 7 ) in civitate pa- 
tria natus, antistes ecclesiae, quatuordecim de Thuringorum 



Falle ond Geschichte, welche sich , sooderlich in vergangener Kriegsun- 
rake, bierinnen begebhen, kurtzliche nut angefuhret und erzehlet wer- 
den. Sowohl aus dem Querfnrtischen Chronico, ais andern Buchern, von 
aller (alter?) glaubwurdiger Leuthe Berichte mit Fleifs Erortert una Zu- 
sammengetragen von Casparo Schneidern. ~ Da Otto Drnckjahr 
und Ort genau angiebt, so mas es wohl nur eine von dem ehemaligen 
Besitzer Kreyssig veranstaltete Kopie des sehr seltenen Baches sein. 
2) cf. de Webero Kragelsteurs Nachrichten von Ohrdruf S. 425. 

3* 



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36 



conversione condones historicas confecit, quae post mortem 

eius ann. 1606 in lucem pobiicam demam emissae sunt. Pa- 
anum is aliquando cultum descripsit aeque ac propagatae 
octrinae christianae modum edocuit, plurima tamen, ot nullo 

fere antiqoitatis fulcimento oti potait, e conjectoris de- 

sumsit. 

Non ita multo post Jeremias Witti chins Ordorfiensis, 
Juris candidatus, Poeta Laurealus, et Not. Publ. Caes. in pa- 
tria quondam practicus, historiam tarn ecclesiasticam , quam 
poiiticam ligato sermone latino scriptam reliquit, quam, ut 
vulgo solet, raro judicii acumine adhibito brevissimis recenset 
ac in perquirendis fontibus curam exiguam declarat. 

Deinde Andreas Top pi us soluto dicendi genere brevem, 
ut reliquarum urbium, descriptionem Germanice suppedilavil, 
plurimasque res notatu dignas attulit, quam J. Chph. 01 ea- 
rius Syntagmatis rer. Thuring. Tomo L adjunxit. 

Ejus tamen viri industria magis in congerendis rebus 
gestis, quam soiida rerum demonstralione est laudanda. 

Quare mihi est constitutum, ne oblivione posteritalis om- 
nia penitus exslinguantur, quantum adhuc superest, brevibus 
illustratum ac in ordinem redactum in lucem proferre. Ex quo 
hoc opusculum conditum est, quod, licet paucis constet pa- 
ginis, persuasus tamen sis velim, in eo conficiendo multum 
me desudasse, dissentientium scriplorum aliquando assertiones 
diu mente agitatas confutasse ac veritatem ubique vindicasse. 
Habebitis, dilectissimi cives, statum patriae antiquissimum de- 
lineatum, accipite historiam, quae vobis grata sit atque ac- 
cepta, annales etiam ab eo, quo haesi. tempore ad nostram 
usque aetatem exspeclate in posterum, divino numine annuente 
ac connivente, contexendos. 

Diese aus 54 beschriebenen Blattern bestehende Hand- 
schrifl enthall nur Materialien, d. i. zusammengetragene aber 
ungeordnete deutsche und lateinische Excerpte, welche dem 
spater auszuarbeitenden Werke zu Grunde gelegt werden soli- 
ten. Sie diente also zum erslen Entwurfe und ist von Otto, 
als er noch auf der Universilat war, begonnen und nach und 
nach fortgeselzt worden, bis er endlich hinlanglichen Stoff zu 
haben glaubte, urn die vollslandige Geschichte dieser Stadt, 
welche zu den allesten und merkwurdigsten Thuringens ge- 
hort, zu unternehmen. Dass dieses wirklich geschehen sei, 
beweisst ausser dem oben mitgetheilten Verzeichniss N. 23. 
das in dem Katalog (unter Ms. hist. Quart. 132.) der ehema- 
ligen von Ponikauiscnen Bibliothek zu Halle *) aufgefQhrte Ma- 



1) Weber's hist. Predigten von der Tharinger Bekehronf. Coocio 1. 
p. 2. Cone. 4. p. 40. 41. 42. 44. cone. 6. p. 63. Gone. 8. p. 97. praefat. 
p. ult. cone. 5. p. 46. 

2) Diese Bibliothek hat aber seit ibrec schnellen Versetzung von 



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37 



nuscript H. F. Ottonis de antiquissima Ordorfii statu com- 
mentatio (85 Blatter.) E i u s d. Antiquitates Ordorfienses oder 
historische Beschreibung der Stadt Ordorf (126 Blatter). Au- 
tographum auctoris." Gleichmann, Heller in den thu- 
ringischen Merkwurdigkeiten S. 65. 66. 467. und Bruckner 
scheinen das Werk in dieser Fassung gekannt und benutzt 
zu haben. Aus Vergleichung der Dresdener Handschrift mil 
den Mittheiluogen der genannten Gelehrten fiber Ohrdruf 
schliesst Krugeistein in seiner Abhandlung mit Recht, dass 
ihnen noch eine andere, von Otto herzuleitende Quelle zu- 
ganglich gewesen sei, wenn sie sich auf diesen berufen und 
Aeusserungen von ihm wortlich wiederholeo, die man in dem 
Dresdner Exemplare vergebens sucht. Dabei konute es aber 
auch nicht fehlen, dass in der neuen vermehrten und verbes- 
serten Ausgabe manches aus der fruheren beibeballen wurde, 
und dass sie in einzelnen Stellen mil ihr gleichlautend war; 
jene isl wenigstens zum Theil und insofern es dem Zwecke 
und Umfange dieses Buchs angemessen war, mit den nothi- 
gen Aenderungen und Weglassungen den Monument. Mona- 
sterii S. Hichaelis Archangeli Ordorfii einverleibl, welche in 
der Thuringia sacra p. 16—40. die lange Reihe der darin be- 
scbriebenen Kirchen und Kloster eroffnen, und wo es unter 
andern in dieser Rucksicht heisst: „De cultu Thori, populis 
septentrionalibus communi, in commentatione mea de anti- 
qnissimo Ordorfii oppidi Tburingiae statu „Msta. cap. I §. 3. 
et cap. VII. §. 1. seqq. fusius egi. VergL Krugeistein 
a. a. 0. S. 6. ff. 

Henr. Frid. Ottonis 

Collectanea historica de primariis veterum Landgravio- 
rum Tburingiae officialibus. Mspt. in 4°, von 32 
grdsstentheils bescbriebenen Blattern. 

Dispositio : 

1. Ludovicus primus Landgravius cum principal! dig- 
nitate effectus eique multi comites et nobiles untergeben. 
§. 2. Differentia inter vasallos el ministeriales. 
§. 3. Ministeriales vel hereditarii vel minus. Ulrique 
recensentur. 

4. Pincernarum officiura, catalogus et familia. 
§. 5. Marscballorum officium, catalogus et familia. 
$. 6. Garoerariorum officium, catalogus et familia. 
§. 7. Dapiferorum officium, catalogus et familia. 



Wittenberg so grosse Verluste erlitten, dass dieses Manuscript nebst 
vielen andern, lant einer Aensserung des daraaligen Bibliothekars , noch 
vor einigen Jahren vermisst wurde und sich bis jetzt nicht wieder ge- 
funden zu haben scheint 



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as 

$. 8. Burggraviofum officium, catalogus et fatnilia. 
§. 9. Notarioram officium. Catalogus. 
|. 10. De ceteris quibusdam oflicialibus. 



Mittheilungen zur Typographic des XV., XVI. u. ff. 
Jahrhunderte. 

Von 

P. Gottfried Reichhart. 

Von der Stiftsbibliothek zu Gottweig aus hatte ich in 
meinen lelzteren Beitragen zum Serapeum, betreffend die be- 
kannt filleslen Erzeugnisse von Druckorten des XVI. and ff. 
Jahrhunderte, nur solcbe zur Kennlniss gebfacbl, von deren 
Existenz und Inhait icb durch Aatopsie mich iiberzeagen konnte, 
ohne auf die zuweilen schwankende Auclorilfit so mancher 
bibliograph. HilfsbQcher, Buchhandler-Verzeichnisse and Bi- 
bliotbek-Kataloge mich berufen zu mQssen. Nunmehr jedocb 
itm Bereiche der zavor erwahnten reicbhaitigen BQchersamm- 
lung vie! zu weit entrfickt and einer ganz anderen Wirkungs- 
sphfire zugetheilt, finde ich mich beliufs der Fortsetzung mei- 
ner oben bezeichnelen Mittheilungen eben auch nur auf grds- 
sere bibliographische Werke, Buchhdndler-Kataloge a. dgl. 
als metne Bezagsquellen angewiesen, denen ubrigens die Lieb- 
haber dieses speziellen Faches alien Glauben zu schenketi 
nieht anstehen durften, da deren Verlasslichkeit in Betreff der 
Angaben genugend erwiesen und allgemein anerkannt ist Die 
reicbste Ausbeule bezuglich der in deri nacbsten Nummern 
dieser Zeitschrifl folgenden Mittheilungen hat sich aus Brunet's 
Manuel du Iibraire etc. Paris. 1842—44. in 5 Bd., ergeben; 
sodann waren mir zu Nutzen die Wiener Jahrbb. d. Litleratur, 
Ebert's bibliographisches Lexikon, Serapeum, Bulletin du biblio- 
phile Beige, d'EIvert's Histor. Literal -Geschichte von Mahren 
und Oest. Schlesien. 1854 ff. u. A.; ferner zahlreiche Auc- 
tions- und Lager-Kataloge von Antiquaren besten Klanges, 
wie Asher, Bulscb, Kobler, Schratt, Stargard, Tross, Weigel, 
urn nor einige zu erwahnen; endlich Correspondenz mit be- 
freundeten Fachmannern. 

Bevor ich nun die Beschreibung meiner Aehrenlese auf 
dem bezeichnelen bibliographischen Felde nfiher beschreibe, 
scheint es mir der Tendenz des Serapeums entsprechend zu 
sein, wenn icb hier zunachst einige mehr oder minder wesentliche 
Berichtigungen folgen lasse, zu unterschiedlichen NN. fruherer 
Jahrgange dieser Zeitschrifl, in welchen mit Rucksicht auf die 
von mir selbst und anderen Mitarbeitern mitgetheilten typo- 
grapbisch- bibliographischen Arlikel einige irrthumliche An- 
gaben und stdrende Satzfehler (letztere wohl meist nur Folge 



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3ft 

schwer leserlicher Manuscripte) eine nachtraglifche Verbesse- 
rung ndthig erscheinen lassen. 

Zu Serap. XIII, S. 287. 

Den Yon mir namhaft gemachten siebeo Exemplaren des 
ChronicoD Budense ist noch ein achtes im Besitze von Se- 
nator Cuiemann zn Hannover anzureihen. 

Zu Serap. XIV, 331. 

In dem Verzeichnisse der Druckorte des XV. Jahrh., von 
denen nor ein Wiegendruck bis jetzt bekannt geworden ist, 
sind die 3 Artikel Madrid 1499. — Salazzo 1481. — und 
Troyga 1497. zu streichen. Madrid ist nach der von mir im 
Jahrg. 1854. S. 193. gegebenen Berichtigung nicht Orl der 
Drucklegung, sondern der scbriftlichen Absagung der konigl. 
Gesetze ; — von Saluzzo kennen wir nicht bioss ein, sondern 
mindestens zwei Incunabel-Druckwerke von 1481. und 1498. 
(Siehe die weiter unten folgende Bemerkung zu Serap. XVII, 
S. 163.). Eben so sind uns von Troyga noch mehrere Druck- 
Erzeugnisse des XV. Jahrh. bekannt geworden. (vgl. Ser. XV, 
19a u. XVI, 40.) 

Zu Serap. XV. 

S. 196. Z. 27. ist zu lesen: MLcccclxxvui. 

S. 300. Gorlitz 1567. — ist zu lesen: 1566. 

S. 301. Linz. 1616. — Siehe zur Berichtigung die Mit- 
theilang von Ant. Bitter v. Spaun, Jahrg. XVI, 257. 355. 

S. 302. Mergentheim. 1693. Siehe ein alteres Druckwerk 
v. J. 1491. (Jahrg. XX, 146.) 

Zu Serap. XVII. 

S. 19. Bruggtaoven 1623. Ist nach der von Welter gege- 
benen Berichtigung (Serap. XX, 126.) Pseudonym fur Munchen, 
so wie der Name des Verfassers Fabius Hercynianus Pseu- 
donym ffir Jacob Keller. (S. J.) 

S. 163. unten. — Das Erstlingsdruckwerk von Saluzzo 
ist nicht das von Neigebaur bezeichnete aus d. J. 1498, son- 
dern ein urn 17 Jahre alteres, namlich das schon von Ebert 
und Brunet aufgefuhrte Auli Persii Flacci satyrarum liber, 
aus der Druckerstfilte des Marlinus de la Valle 1481. lOFebr. 

S. 165. (Mitte.) Altro Marte u. s. w. ist von Lorenzo da 
Spirto wohl handschriftlich abgefasst im J. 1470., aber 
zu Vicenza erst im J. 1489. gedruckt worden. (Deutlich 
zu ersehen aus Hain's No. 14960. Beschreibung des Munch- 
ner Exemplares.) 

Weiter unten ist anstatt Garrazaro zu lesen Gornazzano. 
— und anstatt Eustachius Silber zu lesen Eucharius Silber. 



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AO 

S. 244. Z. 12. zu lesen: an (antiphonae) 

„ Z. 13. „ „ et ps (psalmi) cum ceteris. Ca- 

pirn. (Capitulum). 
„ Z. 27. „ „ Domine qd (quid) u. s w. 
r Z. 10. (von lint.) zu lesen : Incipit cce (commune) 
sanctorum u. s. w. 

Zu Serap. XVIII. 

S. 165. (untere HalfleO „Brunschweig liber pesti- 
lentialis 1500. u Es mag wobl nur durch etwas ubereilte 
Lecture geschehen sein, dass mein Citat aus dem Kataloge 
des Fid. Butsch missverslanden wurde. Abgesehen von der 
Analogie aller ubrigen Citate in der angezogenen Stelie. wel- 
che dem Leser die Bezeichnung Brunschwig (sic!) nicnt als 
den Namen des Druckortes, sondern des Verfassers deut- 
licb kund giebt, ist auch aus den bibliogr. Hilfsbuchern Pan- 
zer, Ebert, Hain, Brunet, so wie aus Serap. IV, 301. 303. — 
V, 32. 157. 206. u. A. genugend zu ersehen, dass des Hiero- 
nym. Brunschwig Liber pestilentialis in der Ausgabe vom J. 
1500. zu Strassburg bei Job. Gruninger erschienen ist. 

Uebrigens ist aas im Serap. XIX, 170. aufgefdhrte Druck- 
werck vom Jahre 1506. auch zu lesen in Fid. Butsch's Kata- 
log Num. XXXIII. 1857. S. 37. 

S. 258. Steyer 1728.— Von diesem Druckorte ist mir 
aus den Antiquar. Monatsblatt. von Fid. Bulsch ein alteres 
Werk bekannt geworden , u. d. T. : General-Sturm der Herr- 
licben Haupl-Statt In Engelland | Mit alien Kriegs-GeschQtz 
und Praparatorien versehen j | . . . Anderter od Sommer-Theil. 
Durch Joan. Andr. Graff . . . Gedruckt zu Steyr | bei Frantz 
Zachaus Auinger | 1697. — 2 Theile in 4°. 

(Note.) Der 1. Theil bat d. Titel: „Belagerung der Herr- 
lichen Haupt-Stalt In Engelland u. s. w. Gedruckt zu Graz ... 
Anno 1697. 

S. 259. Enchuysen flndet sich allerdings bei Falken- 
stein S. 396. aufgeffQhrt, und zwar mit dem Druckjahre 1609. 

S. 261. Zu Schmalkalden ist nach meiner Mitlheilung 
im Serap. XV, 203. bereits i. J. 1564. ein Werk aus der 
Presse von Michel Schmuck erschienen. 

261. Rorschach am Bodensee kommt als Druckort 
wenigstens schon im J. 1588. vor mit dem Drucker Leonhart 
Straub, der daselbst „Joa. Rasch's Prognostikon von Antichrist 
und Ende der Welt" in 4°. erscheinen liess. Uebrigens hat 
L. Straub (der erste (S.) Galler Typograph) wegen mehrfacher 
Censur - Ueber tretung aus (S.) Gallen verwiesen, schon im 
J. 1584. seine Offizin nach Aich (eine halbe Stunde von Ror- 
schach entfernt) verlegl, da er hier eine Papierfabrik besass, 
und als Druckort Rorschach gebraucht, wo auch seine Bucher- 



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41 

mid Papierladen beflndlich warea. (Nach briefl. Mittheill. von 
Pet. Wegelin aus St. Gallen, der ein Verzeichniss von zahl- 
reichen Druckwsrken Leooh. Straub's and dessen Nachkommen 
bearbeilet hat.) 

S. 262. Zu Wisingsburg (Wisingsoe) in Schweden, am 
Wettern-See im Gebiete von Jonkoping, hat Graf Peter Brahe 
im J. 1667. in der von ihm aufgerichteten Drackerei unler 
der Leitung des gelehrten Joh. Kankel das „Itinerarium Ni- 
colai Matthiae herausgegeben, und seine typographische Tha- 
tigkeit fortgesetzt bis znm J. 1681. Zuletzt wurde die Presse 
1688. in das Stadtchen Jonkoping verlegt. 

(Siehe Brunei: Manuel I, p. 668b, wo auch eine spezielie 
Abhandl. fiber die Druckerstatte zu Wisingsoe angezogen wird 
unt. d. T.: -De libris in typographia Wisingsburgensi impressis. 
Upsali© 1733. in 4°. worin die Verfasser Gestrin und Axner 
das Verzeichniss und die Beschreibung von 28 daseibsl er- 
schienenen Druckwerken geben.) 

S. 356. Thierhaupten, das vom bainschen Herzoge 
Tbassiio im 8. Jahrh. gestiftele Benedictiner-Kloster, hat gieich 
vielen andern Ordenshausern seine eigene Klosterdruckerei 
besessen, von welcher aus dem letzten Decennium des XVI. 
Jahrh. mehrere Producte bekannt sind. Bis jetzt gilt mir als 
das alteste Erzeugniss das in meinem Besitze befindliche 
Werkchen: -Der Layen Kirch enfpiegel . . . aufsgelegt: Durch 
Bartholo: Wagner Augustanum Ludimoderatorem, bei S. Mar- 
tin fl Gedruckt im Gottshaufs zu Thierhaupten | im Jar 
1593." 4°. 

Auf dem Titelblatte b. ein Hoizschn. (derseibe wieder- 
holt auf Bl. 10b. aber zuverlassig nicht von Hans Scheuffeiin.) 
Dann 82 bez. Blatter, deren erste zehn die Dedication enthal- 
ten mil dem Dat. 24. Mai 1593. 

Hat es mit der Angabe des Jahres 1594. (in oben be- 
zeichn. Stelle) seine Richtigkeit, so zeugt dies wohl nur fur 
eine erneuerte Ausgabe. 

S.359. R. Jacob Ben Asher Even-a-ezer, und von detn- 
selben Coscben-amischpalh , sind wohl nicht zwei selbststan- 
dige Drackwerke, deren jedes apart im J. 1475. zu Pieve di 
Sacco erschienen ist, wie man nach jener Aufzahlung von 
Neigebaur zu glauben versucht sein kOnnte; sondern das 
Erstgenannte ist der Tertius Ordo, das Andere ist der Quar- 
tus Ordo von Rabbi Asher's vollslandigem Werke Arba Turim, 
i. e. Quatuor Ordines, gedruckt zu Pieve di Sacco 1475. von 
R. Mescullam. zubenannt Kotzi. Das einzig bekannte Druck- 
werk dieses Ortes im XV. Jahrh. 

Orach Ghajim (nicht: Osach Ohaim) zu Mantua 1476. ist 
der Primus Ordo, — und Jore (nicht: Jose) Deha zu Ferrara 
1479. ist der Secundus Ordo des eben erwahnten Werkes 
Arba Turim, — beide Theile fur sich getrennt erschienen. 



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«* 

Das Psalterium mil dem Comment, von R. Kimchi ist 
wohl 1477. erschienen, aber o. 0. (Bononiae?) 

Z. 4. v. unt. zu lesen: Soraschim, anst. Sciarascim. 

In den letzten zweiZeilen besser zn lesen: Eine gleiche 
von dem Talmudischen Wdrterbuche Aruch von R. Nathan 
B. Jechiel. 

S. 360. (Z. 8.) zu lesen : R. Joseph Aibo. Sepher Ikkarim. 
Daselbst 1486. (De Rossi.) 

S. 360. (Z. 6.) Pirke-Aboth erschien ohne Angabe des 
Ortes und Jahres, aber wahrscheinlich zn Soncino 1484. oder 
1485. 

S. 360. (Z. 9.) Die grosser) Propheten u. s. w. erschienen 
ohne Angabe des Ortes und Jahres, aber wahrscheinlich zu 
Soncino 1486. 

8. 360. (Z. 10.) Anstatt: „erster Druck u zu lesen: Erste 
Ausgabe. 

S. 360. (Z. 110 Zu lesen: Die Editio princ. der Hagio- 
graphen, das Hohelied und der Prediger Salomons, die Klage- 
lieder, die Psalmen, Hiob u. s. w. 

S. 360. (Z. 21.) Zu lesen: Josue, Buch der Richter, die 
BQcher der Konige u. s. w. 

Zu Serap. XIX. 

S. 122. (Z. 3.) Was wohl mit der so bezeichneten Poly- 
glotte von Jenson 1471. fur ein Druckwerk gemeint sein mag? 

S. 123- (Z. 20.) 1 2,000,000 (nicht elwa bloss 1,200.000? 
sondern so einige zwolf Millionchen) Bande! 

S. 125. Du is burg halte bereits 1585. eine Drucker- 
stattte, aus welch er: „Gerardi Mercatoris Atlas sive cosmo- 
grapbiae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura" in 
fol. mit 100 Karten erschien. 

(In C. H. Beck's zu Ndrdlingen Katalog XXXI. S. 29. 
angezeigt.) 

S. 127. (S. Victor bei Mainz. Aus dem J. 1541. ken- 
nen wir: „Propheticus sermo. 2 Petr. 1. Hundert vnd mehr 
heiliger Lection | aus alien Propheten | zur Befferung der 
Chriften gelamlet. Durch Georg. Wicelium. Anno M.D.XL1. — 
Gedruckt zu S. Victor bei Mentz | Durch Francifcum Bohem. 

(Aus Fid. Bulsch's Antiq. Mon. Bll. 1856. Septemb.) 

S. 172. Bruntrut's Erstlingsdrucke datiren schon vom 
XVI. Jahrh. her. Nach Sinner's Bibliographic (S. 241.) sind 
iin Katalog der Colleg. Bibliothek zu Bruntrul (s. Trouillol 
Rapport sur la bibliotheque de Porrentruy 1849.) die Local- 
drucke bereits vom J. 1592. an aufgezahlt. Uebrigens, wenn 
in einem Anliq. Katalog von F. Schneider zu Basel (Mftrz 
1854.) aufgefuhrt wird: „Basilea sacra . . . Bruntrutti 1558, u 
^o ist letzteres Jahr eben nur ein Satzfehler fur 1658. 



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Aft 

Das alteste mir bekannte Druckwerk dieses Ones fuhrt 
den Titel: „Le livre de la Congregation, c'est-a-dire, les cinq 
livres des institutions chrestieones . . . trad, par Coster. Por- 
rentruy. Jean Faibvre. 1594. w in 8°. 

S. 233. (Z. 28.) „Der 1465. zu Fabiano gedruokte Kata- 
log, u — ist mir und wohl Anderen nicht minder ein biblio- 
graphisches Rdthsel. Sollte etwa gar zu iesen sein: „Der 
1465. zu Subiaco gedruckte Lactanz u (?) 

S.235. (Gege Ende) zu lesen: „Das vierte (nicht zweite) 
hier erschienene Bucb. u — Als zweites ndmlich ist den Biblio- 
graphen bekannt: ? Pauli Bagellardi a Fiumine Libellus de 
infantium aegritudimbus . . . 1472. die 21. Aprilis. in 4°. (In 
der Munch ner — Bibliothek.) — und als Drittes gilt uns: 
„Antonii Turcheti pro Nicolas Trono Principe reipublicae 
gratalatoria oratio. u die V. mens. Maji. (Univers.-Bibl. zu 
Prag.) 

Ueberdiess ist an der bezeichneten Stelle zu verbessern: 
23. Juli 1472, - so wie weiter unten zu lesen: Florenz, 
Yon Francesco Bonaccursio 1491. in 4°. 

S. 236. (Mitte.) Zu lesen: Liber servitoris Bulchasis, in- 
terprete Abraam Judaeo tortuosiensi. 

S. 258. (Mitte.) Z. 19— 24. sind zu verbessern: lateinische 
Bibel 1475. s. d. folgende Bibliothek ; dagegen ein Sallust auf 
Pergament vom J. 1470. ! ) — - ein Dante zu Venedig gedruckt 
1477. mit der Schlussschrift : de Spira Vendelin fu il stam- 
patore delle mille quatro-cento e settante sette; ein fheolo- 
gisches Worterbuch zu Piaceoza 1483. gedruckt von Jacobus 
de Tyela Alleman ; ferner ein Missale auf Pergament u. s. w. 

S. 260. (Z. 12.) zu lesen: ein Plinius von Jenson 1476. 
und 1481. 

S. 260. (Z. 21.) zu lesen: Darunter Georgius Valla. 1501. 

„ „ (Z. 13. v. unt.) zu lesen: Die lateinische in Pia- 
cenza 1475. gedruckte Bibel durch Pet. de Ferratis. 

S. 357. wird berichtet, dass Angelo Pezzano eioen sehr 
vollstandigen Katalog uber die zahlreichen Incunabeln 
der konigl. Bibliothek zu Parma herausgegeben hat; und 
einige Zeilen weiter heisst es: „dieser Katalog, obwohl nur 
die von 1472 — 1499 in Parma selbst gedruckten 
Bflcher enthaltend, umfasst dennoch 155 Werke. w — Abge- 
sehen von dem obwalte&den Widerspmche mag nur bemerkt 
werden, dass die Zahl 155 (in Parma selbst gedr. Werk) wohl 
sehr in Zweifel gezogen werden durfte (vielleicht statl 155 
zu lesen 55), da uns aus den bibliographischen Handbuchern 
uber Typographie des XV. Jahrh. wenig mehr als 60 Incu- 
nabeldrucke von Parma bis jetzt bekannt geworden sind. Ein 



1) Lateinische Ausg., nicbt italienische. 



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44 

gefalliger Aufschluss fiber den fraglichen Artikel wfirde somit 
einem billigen Wunsche sehr entsprechen. 

Das Erstlingsdruckwerk vod Parma ist: Plularchus de 
liberis educandis (Guarino Veron. interprete) , Hieronymus de 
officiis liberorum erga parentes, et Basilii M. de legendis Gen- 
tilium libris. Impress. Andreas Portiglia. 1472. — Daruber 
hat Angelo Pozzano eine besondere Abhandlong verdffent- 
licht. 1808. 

Weiter ist zo lesen: Incomincia el iibro chiamato triompbi 
d'amore facto per Messer Francesco Petrarca da Firenza per 
amor di Madonna Laura: von demselben 1473. 
S. 358. (Z. 4.) zu lesen: Thomas de Aquino. *) 
S. 363. (Z, 15. v. unt.) anstatt Yen. 1474. ist zu lesen: 
Yen. 1476. 

S, 363. Turan de Castello tractatus u. s. w. ist, gleich 
dem nachst erwabnten Scotus: super libro III. sententiarum, 
eines von den Erstlingsdruckwerken zu s. Urso , wo Joh. de 
Rheno in den Jahren 1473—75. lhatig war. 

Fazio degli Uberti da Firenza 1474. durcb Leonhard v. 
Basel gedruckt zu Yicenza. 

S. 368. Oudenarde 1480. Im Texte zu lesen: Ahrend 
von Keyzer .... Hermanni de Petra de Santdorpe . . . per 
me Arnoldum Cssaris meosque sodales u. s. w. 

S. 371. (Hitte) wird Pomponius Mela als Ersllingsdruck 
der Mailander Presse erklart. Angenommen auch, dass das 
Druckjahr LXYIIII. in den sonsl ffir Mailands filtesten Wiegen- 
druck gehaltenen „Miracoli de la gloriosa Yerzine Maria" 
feblerhafl sei anstatt LXXYIIII, was aber noch bei Weilem nicht 
zur Evidenz dargethan ist: so gebubrt doch dem Pompejus 
Festus de significalione verborum vom J. 1471. 3. Non. Aug. 
die Priori tat vor oben erwahntem Pomponius Mela mit dem 
Datum 7. Kal. Octobr. 

S. 372. (Milte) soil wohl zu lesen sein: von dort auch 
das Calholicon von 1460. 

Zu Serap. XX. 

S. 23. (Z. 15.) Conrad Baumgarlhen hat nicht erst 1502. 
sondern schon 1500. des Augustini Moravi Tractat. contra 
h&resin Waldensium zu Olmutz gedruckt. (Siehe Jabrg. XVII. 
S. 44.) 

Aus derselben Offizin kennen wir auch: Stigmifere vir- 
ginis Lucie de Masnia . . . facta admiratione digna. 1501. 
in 4°. (Stadtbibl. zu Hamburg.) 

S. 126. (Mitte) ist zu lesen: Herr A. Hitter v. Spaun, 
und auch G. Keichhart irren sich in mehreren von ihnen 



1) Weil nicht ital. sondern latein. Ansgabe. 



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48 



citirten u. s. w. und weiter unten zu lesen : wiewohl Reich- 
hart in einem frfiheren Jahrgange n. s. w. 

S. 146. Mergentheim. 1691. In demselben Jahre isl 
(nach Fid. Butsch's Theolog. Anzeiger 1858. No. 11.) daselbst 
auch gedruckt worden: „Predigten auf alle Sonn- nod Feyertag 
d. g. J. Nebst Lobpredigten auf die Feste d. h. Joseph, Au- 
gustinus, Bernard, Franciscus etc. 3 Thie. in 1 Bande. 

S. 147. Kloster Hem in Holland 1497. — In meiner Schrifl: 
Die Druckorte des XV. Jahrh. (4°. Angsb. Fid. Butsch.) fiodet 
sich auf S. 16. vgl. 30. als Erstlingsdruck zu Schoonhoven 
(eigentl. zu Hem, Kloster der regul. Cborherrn ausserhalb der 
Stadt Schoonhoven) aufgefuhrt: -Breviarium secundum ordi- 
nem Trajectens. Ecclesis. 1495. rol. 

S. 384. (unt. Halfte) ist zu lesen: Ovid de arte amandi 
et de remediis amoris. Augsburg, von Gfinther Zainer v. 
Reutlingen. 1471. 

(Fortsetzung folgt.) 



Hans Sachsens Gedichte. 
Eine Bibliographic 

VOD 

Emil Weller in Zurich. 

(Fortsetzung.) 

15. — Neun gfchmeck ehlichen Hands, o. 0. u. J. 4. — In 
Nfirnberg. 

16. — Die Neun verwandlung im Ehelichen Standt. Nfirnberg, 
G. Merckel. 1559. 4. — In Nfirnberg. 

17. — Eblich bitterfufs. o. 0. u. J. 4. — In Nfirnberg. 

Das bitter furs Eheliche Leben vnd wie es im ehelichen 
Stande pfleget zuzugehen. o. 0. 1645. 4. 

18. — Epitaphium oder klagred ob der Leych Marth. Luthers. 
Nfirnberg, F. Gutknecbt. 1546. 4 BL 4. — Abgedr. in 
Forstemanns Mittheilungen VIII. 1. Heft. S. 95. 

Als man zelt funffzehen hundert jar 
Vnd fechs vnd viertzig, gleich als war 
Der fibenzehend im Hornung, 
Schwermutigkeit mein Hertz durch drung etc. 
o. 0. u. J. (1546). 4 BL 4. — Stuttgart. 1846. 

19. — Erklerung der Tafel des Gerichts, fo der kdftlich 
Maler Apelles dem Konig Antiocho entwarff. o. 0. u. J. 
(Guldenmund in Nfirnberg, c. 1530). Querfolioblatt mit 
Holzsch. von Erhard Schdn. — In Gotha. Bei Becker. 

Als Apelles der Maler war etc. 

20. — Ein erklerung difer Figur (St. Chriftoph) vnd was fie 



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46 



bedeut. Kyn ermanung der blindtheyt Menfchlichs ge- 
fchlechts. Nurnberg, H. Hamfing o. J. (1553). 4. — In 
Berlin and Nfirnberg. 

Schaw menfch fo da erkennen will etc. 

21. — Ein ernflliche ermanung an die Weltkinder. Nurn- 
berg. 1555. 4. 

lieber menfch betracht allzeil etc. 

22. — Euangelium. Die Hochzeit zu Cana in Galilea. o. 0. 
a. J. (Gaidenmand in Nurnberg, c. 1530). Folioblatt rait 
Holzsch. von Hans Schaufelein. — In Gotha. Bei Becker. 

Johannes fchreibt am vierten das etc. 

23. — Der Eygen nntz, das grealich Thier, mil fein zwolff 
Eygenfchafflen. NOremberg, G. Merckel o. J. (c. 1553). 
4 Bl. 4. — In Nurnberg. 

Eins nachts ich vngefchlaffen lag etc. 

Der Eygen nuz, das greulich Thier. Nurnberg, G. Mer- 
ckel. 1555. 4 BL 4. — In Nurnberg. 

Das fchedlich Thier der Eygennutz etc. Nurnberg, Pan- 
gratz Kempff o. J. 4 Bl. 4. — In Berlin. 

24. — Der zwolff reinen vdgel eygenfchaft zu den ein Chrift 
vergleicbt wird. Auch die zwolff ynreinen vogel darin 
die art der Gottlofen gebildet in. Nurnberg. 1553. 4 Bl. 4. 

Der Zwelff reinen vdgel eygenfchaft zu den ein Chrift 
vergleicht wird. Auch die Zwelff vnreinen vdgel 
darinn die art der Gotlofen gebildet ift. o. 0. (Nurn- 
berg). 1555. 4 Bl. 4. — In Berlin, Nurnberg und 
WolfenbutteL Wackernagel, Bibl. d. Kirch. S. 270. 
Der Adler in die fonnen ficht etc. 

25. — Die vier wunderberlichen Eygenfchaft vnd Wurckung 
des Weins. o. 0. a. J. (Nurnberg, Guldenmund, c. 1530). 
Folioblatt mit Holzsch. — In Gotha. Bei Becker. 

Einsmals ich einen Doctor fract etc. 
Die vier wunderberlichen Eygenfchafft vnd wurckung 
des Weins. Mehr ein Newer fpruch von der Infel 
Bachi vnd jrer Eygenfchafft 

Nuremberg, G. Merckel. 1552. 8 BL 4. - In Nfirn- 
berg. 

Nuremberg, G. Merckel. 1553. 8 BL 4. — In Nurn- 
berg. 

Nurnberg. 1554. 8 BL 4. — In Berlin. 
Nurnberg o J. 8 BL 4. mit 2 Holzschn. 

26. — Die Zwolff Eygenfchafft eines bofshafftigen weybs. 
Nuremberg, G. Merckel. 1553. 4. — In Berlin und Nttrn- 
berg. 

Eins abends fpat ich aufs fpacierel etc. 

27. Zwo Fabel. Nurnberg, F. Gulknecht. 1556. 4. — In 
Nurnberg. 

28. — Fama, das weitfliegend Gerucht mit feiner wunder- 



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♦7 

lichen Eygenfchafft nacb Befchreibung Virgilii des Poelen. 

o. 0. u. J. (Nurnberg, Guldenmund, c. 1530). Folioblatt 

mil Holzsch — In Goiha. Bei Becker. 
Virgiiius der Hoch Poet 
Vor langfl alio befchreiben Ihet etc. 

29. — Frau Keufcheyt ich genenet bin 

Ein vertribene Konigin 

Defs filz ich hie in der wuften 

Mit trawring herlz, gemot vnd linn 

Troftlofs, eilent fur hin vnnd hin. 
o. 0. a. J. (Nurnberg 1524). 8 Bl. 4. mit Titelholzsch. — 
Panzer No. 2578 

Eins mals da jjieng ich in dem Heyen etc. 

30. — Fraw Traurigkeit mit jhrer Eygentohafft. Mehr die 
Vnulz Frew Sorg. Mehr die Starck gewonheyt. Nurnberg, 
G. Merckel. 1554. 4. — In Berlin und Nurnberg. 

Nachdem die kooigin 

Arfinoes vorhin 

Grofs vngluck hett erlitten etc. 

31. — Die Neunerley heudt einer bofen Frawen, fambt jren 
Neun Eygenfcbafften. Mehr das Bitter Sui's Ehlich Leben. 
Nuremberg, G. Merckel. 1553. 4. — In Nurnberg. 

Als ich eins abends gieng fpalziern etc. 
Nurnberg o. J. 4. — In Berlin und Nurnberg. 

Die neun bofen haul eines bofen weibs. 
o. 0. 1710. Fol. 

32. — Die Chriftliche Gedult. o. 0. u. J. (Nurnberg, Gulden- 
round, c. 1530). Folioblatt mit Holzschn. — In Gotha. 
Bei Becker. 

Menfch hie haftu lauter vnd pur 

Ein gantz klare Contrefactur etc. 
Die Chriftliche Gedult. Ein Kladred der Tugendreychen 
Fraw Zuchl t vber die vngezembten Welt. Eyn Epita- 
phium oder Klagred, ob der Leych M. Luthers. o. 0. 
u. J. (Nfirnberg, Hamsing, c. 1550.) 4 Bl. 4. — In 
Berlin und Nurnberg. 

33. — Ein newer fpruch von dem Geldt, Wafs nutz vnd 
fcbadens daraus entfteet. Am Ende: Nurnberg, H. Wan- 
dereifen. 1539. 4 Bl. 4. — In Zurich (Stadtbibl.), Berlin 
und Nurnberg. 

Eins tags an einer abent zech 
Vnter gar mancherley gefprech 
Fragt einer vnfs etc. 
Die wunderbarlich gut vnd bofs eygenfchafft des gelts 
etc. Nurnberg, G. Merckel. 1354. 4. — In Nurnberg. 

34. — Ein Gefprech einer Bulerin vnd eines liegenden Narren 
vnter ihren Fuffen. Der Bauern Aderlafs, fampl einem 
Zanbrecher. Nurnberg. 1554. 4 Bl. 4. — In Berlin. 



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48 

Ein Gefprech eyner Bulerin vnd eines liegenden Narren 
ynter jhren Fuffen. Der Bawern Aderlafs. Nurnberg, 
H. Hamfing o. J. (1554). — 4 Bl. 4. In Nurnberg. 

35. — Gefprech mit funff Perfonen, heifs die Ewlen Pails, 
o. 0. a. J. (Nfirnberg, Guldenmund, c. 1530). Folioblatt 
mit Holzsch. — In Gotha. Bei Becker. 

Fliecht, fliecht, fliecht, fliecht, jr lieben gfelln etc. 

36. — Ein Gefprech mit der Fafsnacht yon jrer Eigenichafft. 
o. 0. u. J. (Nurnberg, c. 1540.) 4. mit Holzsch. — In 
Nornberg. 

Als ich am freytag nach fafsnacht 
Mit meinem beutel rechnung macht etc. 

37. — Ein Gefprech vnd klagred Fraw Arbeit, vber den grof- 
fen mufdgen Hauffen. Ein Klagred der Tagentreichen 
Fraw zucht, vber die yngezembten Welt. Epitaphinm oder 
klagred ob der Leich H. Luthers. Nurnberg, F. Gutknecht. 
1556. 8 Bl. 4. — In Berlin und Nurnberg. 

38. Ein gefprech mit dem Faulen Lentzeu, welcher ein Haupt- 
man des groffen Faulen hauffen ift. Dabei: Die bofs 
Gefellfchafft mit jren neuen Eigenfchafften. Nurnberg, G. 
Merckel. 1554. 8 Bl. 4. In Berlin. Das Erste abgedruckt 
in Hubs Bibl. I. 95. 

1. Eins tags im meyen hewer 
Gieng ich durch abenthewer etc. 

2. Eins Nachts gedacht ich hin vnd her etc. 
Nfirnberg, G. Merckel. 1555. 8 Bl. 4. — In Berlin und 
Nurnberg. 

39. — Ein gefprech der Gdtter ob der Krankheit des Poda- 
gram oder Zipperlein. Nurnberg, G. Merckel. 1554. 4. — 
In Nurnberg. 

Ein Gefprech der Gdtter ob der Kranckheyt des Pota- 
gram eder Zipperlein. Nurnberg, G. Merckel. 1555. 4. — 
In Nurnberg. 

40. — Ein ardlich gfprech der Gdtter, die zwitracht des R6- 
mifchen Reychs betreffende. Nuremberg, G. Merckel. 1553. 
10 Bl. 4. mit Titelholzsch. — In Berlin und NQrnberg. 

Als ich meins alters war 
Tretten ins funfftzig jar etc. 
Ein redlich Gefprech der Gdtter, die zwitracht des Ro- 
mifchen Reychs betreffende. o. 0. u. J. (Nurnberg). 
4. mit Titelholzsch. — In Berlin. 

(Fortsetzung folgt.) 



Verantwortlicher Redactear: Dr. Robert Naumann. 
Verleger: 7*. 0. Weigel. Druck von C. P. Melzer in Leipzig. 



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SERAPEURI. 

1 1 i f r t f f 

fttr 

Bibliothekwissenschaft, Handschriftenkunde und 
Mtere Litteratur, 

Im Vereine mit Bibliothekaren und Litteraturfreunden 
aerausgegeben 

Ton 

Dr. Hoberi Xaumann. 



A| 4# t Ui^zif , den 28. Februar 186L 



Mittheihragen ziir Typographic des XV., XVI. u. ff. 
Jahrhunderte. 

Von 

P. Gottfried Reichhart. 

(Fortsetzung.) 

Im Jahrg. 1854. 190. des Serapeums babe ich in Betreff des 
fruher iq diesen Blattern oft citirten Werkes von Ternaux-Com- 
pans: Notice sut leis imprimeries qui exislent ou ont ete exisle 
en Earope Paris 1813. outer Anderem auch die Bemerkung 
gemacht, dass in demselben viele immerbin bemerkenswerthe 
Druckorte, namentlich von Deutscbiand — und selbst von 
Frankreicb — enlweder gar nicht verzeichnel sind, oder 
aber mil irrthumlicben Augaben in Jahren und Druckwerken 
aufgefuhrt werden. Die Beweise fur die Wahrheit dieser 
Aeusseruog werden die Leser dieser Zeitschrift aus meinen 
darauf erfolgten Miltheilungen, J ) so wie aus des Herrn Bitter 
v. Spaun bezfiglichen Beilragen ) sattsam ersehen baben. In 



1) Serap. XV. No. 13. 14. - XVII, No. 2. 3. 

2) Serap. XVIII, No. 11. 17. 23. - XIX, No. 8. It. - XX, No. 9. 
Aus den hier bezeichneten Beitrdgen habe ich mit besonderer Freude 
und wahrer Befriedigang den Beleg dafor entnebmen konnen, dass meine 

MIL Jahrg tag. 4 




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50 

dem weiter Folgenden nan beabsiohtige ieh, jene meine Be- 
hauptung in noch weiterem Masse zu erharteo, indem ich 
namiich vorerst bloss franzosische Druckorte bebandle, 
und hierbei theils die von Ternaux-Compans rait Stillschwei- 
gen ubergangenen ') nebst ihren bekannt altesten Druckerzeug- 
nissen namhafl roaohe, theils andere auch von ihm erwahnte 
Druckorte aushebe und seinen Angaben das Resultat meiner 
bezuglichen Aehrenlese auf dem typogr.-bibliogr. Felde, so 
weit dieses mir zuganglich geweseu, gegenuber halte. 

In gleicher Weise werde ich dann spater bei der Be- 
sprechung von ausserfranzdsischen Druckorten (in Eu- 
ropa 2 ) verfahren. 

L 

Franzdsische Drnokorte. 

A. In Ternaux-Compans : Notice sur les imprimeries ... en 
Europe nicht aufgefflhrt. 

FArrivour. 1547. 

(Gul. Budmus). De l'instition du prince, livre contenanl 
plusieurs histoires, enseignements, et saiges dits des aneiens; 



bezugliche Aufforderung (Sertp. XV, S. 197.1 derartigeii Mittfceilun- 
gen, wenn jpeich bis jetzt nur nach dieser Kinen Seite hio, eine freund- 
fiche Rucksichtnahme gefunden hat Welch eine ergiebige Ausbeute an 
Berichtigungen und Zus&tzen far dieses spezielle Fach wurde erst einem 
Litteraturfreunde ermdglicht sein, dem gegdnnt wire, an reichhaltigen 
Quellen placirt zu sein. Wie ich uberzeugt bin, steht zu erwarten, dass 
Herr Bitter v. Spaun seine strebsamen Forschungen und Vergleichungen 
auf diesem Gebiete mil beharrlichem Interesse fortsetzen und dies Er- 
gebniss derselben zur FOrderung typogr.-bibliogr. Wissens auch ferner- 
hin zu verdffentlichen geneigt sein werde. Sei es immerhin, dass wir 
uns hier und da irrthumliche Angaben zu Schulden kommen lessen — 
ohne alien und jeden Verstoss gegen die histor. Wahrheit wird es, wie 
kaum irgendwo, eben so wenig bei dieser Art Studien abgehen k&nnen; 
hier heisst es recht eigentlich dies diem docet; difficile est ut qui homo 
stt, non in multis peccet. quaedam videlicet penitus ignorando, quaedam 
vero male judicando , el quaedam tandem negligeaUus scriptis tractando. 
(Galen, de compos, medic.) — Darum, wo immerhin eine geffillige Auf- 
klfirung, Berichtigung Oder Erganzung mit Rucksicht auf die oben be- 
zeichneten typogr. Mittheilungen erfolgen mag, werden wir uns zu auf- 
richtigem Danke dafur verpflichtet fuhlen. 

1) Uebriflens hat T. C. die HSlfte derselben in einem zehn Jahre 
spSter mitgetheilten Verzeichnisse (siehe Bulletin du bibliophile Beige 
1849. Tome VI. p. 308—310), aber ohne Angabe der Druckwerke auf- 
gefuhrt. 

2) Anbelangend die aussereuropjiischen Druckorte und die Erstlings- 
erzeugnisse ihrer typographischen Ouicinen halte ich meine, wenn gleich 
schon ziemlich zahlreichen Aufzeichnungeo oieruber doch zur Mitthei- 
Iung noch nicht geeignet, da mir zu den unerlasslichen Vergleichungen 
sowohl das Werk von Ternaux-Compans: Notice sur les imprimeries... 



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»1 

— revu, enrichi d'arguments et augments de scholies (par 
Jean de Luxembourg). Impriml a I'Arrivour, par Nic. Paris. 
1517. fol. 

(Brunei: Manuel du Libraire ... 1842—4. Tom. I, p. 486 b .) 

Avignon. 1497. 

Luciani: Palinurus. Scipio Bomanus, Carmina heroica in 
Amorem. Asinus aureus. Bruti et Diogenis Cvnioi Episfolae. 
(Omnia latine). Avenione. Typ. Nicol. Tepe. id. Octobr. 1497. 4°. 

(Ebert 12418. — Bei Brunet nicht aufgef.) 

Bar-le-Duc. 1739. 

In Falkensteins Gesch. der Buchdruckerkunst S. 398. bioss 
mit Angabe des Jahres aufgeffthrt 

Beaugency. 1799. 

Jac. Nic. Pillieux: Essai historique sur la vide de Beau- 
gency et ses environs. — 2 Voll. 18°. Beaugency. an VII — 
IX. (1799—1801.) 

(Brunet: Manuel. Tom. V, n°. 24285. 

Beth-Aram. 1648. 

P. de Marca: Trait6 des merveilles oper6es dans la 
chapelle de N. D. du Calvaire de Beth-Aram, (en Beam.) 
8°. Beth-Aram. 1648. 
(Brunet: T. V, n*. 22362.) 

Bonnefontaine 1662. 

(Nic. Bergeron.) Le Valois royal, extrait des m6moires 
de Nic. Bergeron. Ampitti et enrictoe des piusieurs piices 
curieuses ... par F. A. Mauldrac. — 8°. 

(Brunet Tom. V, n*. 24202.) 

Bordeaux. 1520. 

Summa diversarum questionum medicinalium per ordinem 
alpbabeti collectarum Per magistrum Gabr. de Taregua docto- 
rem regentem Burdegale. — Aggregatio eiusde$ de curis 
qoarfida egritudinft per modum summe. Textus Auicelie etc. 

Impressu$ est hoc opus i cspletn Burdegale decima octaua 
die mesis decembris anno cristi millesimo quingetesimo vice- 
simo. Per Gaspardn philippum calcographum prope sanctam 
columbam morantem. — fol. 3 Partes in 1 Vol. 

(Brunet: IV, 395. — und nach Mittheilung von G. Brunet 
im Serap. XIV, 73.) 



hors de I'Europe als aach andere hierauf bezagliche bibliographische 
Behelfe (von Allibone. Rich. Thomas. Truber) noch nicht zagSngUch ge- 
worden sind. 

4* 



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Boulogne. 1714. 

Sardaigne paranymphe de la paix aux souvenir de 
l'Europe. 

(Serap. XVIII, 259.) 

Calais. 1599. — Caseres. 1703. 

In Falkenstein's Gesch. der Buchdruckerkunst S. 396. and 
396. bloss mit Angabe des Jahres aufgeAhrt. 

Castres. 1609. 

hotel: les antiquites. raretfe etc. de Castres. — 8°. 
(Brunei: T. V, n°. 24745.) 

Coulognes. 1591. 

Nic. Clement, de Treille. Les roys et dues d'Austrasie, 
depuis Th6odoric premier, traduit en fran^ois par Fr. Gui- 
baudet. 4°. 8 Btl. Vorstucke. 142 SS. mit Holzschn. 

(Brunet: T. I, 710.) 

Estival. 1725. 

C. L. Hugo. Sacra antiquitatis monumenta historica, dog- 
matioa, diplomatica, notis illustrata. Tom. I. Stivagii in Lo- 
tharingia. 1725. foL mio. — Der zweite Theil erschjen zu 
S. Di6 1731. 

(Brunei: II, 658.) 

Grenoble. 1490. 

Guido-Papa. Decisiones. — Zu Ende: Hoc opus deci- 
sions excellentissimi parlamsti dalph. fuil gracionopoli per 
stephanfi foreti deo fauente ante ecclesiam saucte_ clare 
impressum et finitfi die penuitima mens' aprilis Ano dni 
MM°(sic)CCCCLXXX. 

Fol. min. goth. 400 unbez. Bil. 34 Z. 

(Brunet: T. II, 488. vgl. V, n°. 2659. wo bemerkt wird, 
dass obige Jahrzahi fehlerhaft ist, anstatt MCCCCLXXXX.) 

La Mole. 1517. 

Joannis Mauri Constantiani in commentaries composi- 
tionum ac derivationum iingue latine. — Zu Endej^ Reole im- 
press, in aedib. Johannis Mauri Conslantini anno dui millesimo 
quingentesimo XVII. xv. junii. — 4°. goth. bij ff. 

(Brunet: T. Ill, 327. — und nachBericht von Gust. Bru- 
nei im Serap. XIV. S. 73.) 

(SJ Pon$-d$~Tmiers. 1516. 
Barthol. de Soliiolis. (Vivariens. medici et bonar. artium 



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S3 

magistri.) Problem at a super sexagenarium astronomic admo- 
dum utile et profecto admirabile instrumentum ... Zu Ende: 
Impressum fuit opus psens ... in ciuitate diui Pdtii thome- 
ria^- : p magtm Joans de guerlins impssorie artis mirificti arti- 
fice. Anno christi. 500 et. 16. sun: 1000 a no am mundi.6860. 
dte VO. 28. aprilis. etc. — 4°. 32 Bll. 47 Z. 
(Branet: IV, 304.) 

Rodez. 1682. 

Abrege historique geneaiogique des comtes et vicomtes 
de Rouergue et de Rodez, oil se Yoit 1'origine de Gilbert, 
comte de Provence. — 4°. 

(Branet: T. V, n*. 24716.) 

Rouen. 1483. 

Le coustumier du pays de Normandie, en latin et en 
francais, avec des observations ou commentaires. 1483. fol. 
338 Bll. 

(Van Praet: Catalogue de livr. impr. sur v61in. Tom. VI. 
p. 61. Brunet: T. I, 796.) 

Saint-Quentin. 1629. 

Histoire de Saint-Quentin, patron du Vermandois, de 
plusieurs raretSs de sa ville, avec diverses autres observa- 
tions d'antiquites ecclesiastiques et profanes, per CI. de La 
Fons. — 8". 

(Brunet: T. V, n*. 22256. und r. 24224.) 

Satins. 1485. 

Missale secundum usum ecclesiae Bisuntinae. — Typ. 
Jean Desprels. Benoit Bigot. Claude Baudrand. — fol. 

Die Schlussschriftlautet; „Divinis exactum auspiciis claro 
Salinensi oppido, secundum Bisuntins metropolitans ecclesi© 
missarum annalium usum; opus clarissimum caracteribus im- 
pensa Joan, de Pratis diligenter correctis. Olympiadibus Do- 
mini millesimo CCCCLXXXV. 

(Brunei: T. in, 4100 

Von Heine wird ein Exemplar auf Pergam. (Unicum) in 
der Metropolitan-Kirche zu Tarragona erwahnt. 

Trevoux. 1604. 
Siehe Serap. 1859. S. 259. 

. n 



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54 

B. Franzdsische Drucke, welche von Ternaux- 
Compans mit spaterem Druckjahre, odcr ohoe 
Angabe des Druckortes aufgefiihrt worden. 

Angers. 1476. Cnicht 1477.) 

Marci Tolli Ciceronis Rhetoric* nova. Mit der Schluss- 
schrift : „Anno incarnacionis domini M.CCCC.LXX.VI. die qulta 
mensis februarii fuit hoc opus completum andegavi per Jo. 
de turre atqs morelli impressores. — 4°. 

CBranet: T. I, 685.) 

Ueberdiess wird von Brunet (T. I, 793.) die Vermuthung 
ausgesprochen, dass die Coatumes d'Anjou et do Maine (o. 0. 
u. J. 8°. r. 155 Bli. 19 Z.) sehr wahrscheinlich zu Angers, 
weil mit denselben Typen der oben erwfihnten Rhetorica nova 
und zwar noch vor Cicero's Werk gedruckt worden seien. 

Autun. 1651. 

Histoire sainte de la ville de Chas till on -sur- Seine an 
duche de Bourgogne, par le P. Legrand. — 2 Tom. en 1 Vol. 8°. 
(Brunet: T. V, n°. 24539.) 

Auxerre. 1607. 
CIm Bulletin du bibl. Beige am o. a. 0. erst mit d. J. 1650.) 

Discours ioyeux en facon de sermon faict avec notable 
industrie par deffunt maistre Jean Pinard . . . Plus y est ad- 
jousts de nouveau le monologue dn bon vigneron sortant de 
sa vigne et retournant le soir a sa opaison (par Louis de 
Charmoy.) 

Reveu, corrig* et augmente. Aucerre, Pierre Vatard. 
1607. 8°. 

(Brunet: T. m, 745.) 

Bazas. 1530. 

Joa. Dibarrola Opns quod Baptista Salvatoris nuncu- 
patur. Impr. Vasati per Claudium Gamier. — 48 BU. 4°. 
(Brunet: T. II, 76. — und Gust. Brunet im Serap. XIV, 74.) 

Beziers. 1617. 

Pan6gyrique, ou discours sur Pantiquite et excellence da 
Languedoc, par Jacq. Cassan. — Beziers. J. Pech. 1617. 8°. 
(Brunet: T. V f n°. 24722.) 

Cahors. 1586. 

Discours des choses memorables advenues a Cahors, en 
1428, des annales consulaires du dit Cahors; avec annotations 
de Francois de Roualdez. — Cahors, Rousseau. 1586. 8°. 

(Brunet: T. IV, 131.) 



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S5 

Cambrai. 1518. 

Rudimenta grammatices ad instituendos iuveues non pa- 
rum conducentia. — TeXog. Irapressura Cameraci. Anoo Do- 
mini. M.CCCCCXVIU. —4°. Goth. 6 unbez. Bli. Drucker nicht 
geoannt. 

HGohst seltenes Bruchstfick, fiber welches Voisin (zu 
font) eiae spezielle Abhandlung geschrieben hat (Bulletin de 
Techener 3 e s*rie, p. 599.) 

(Brunet: Tom. IV, 143.) 

Castelnaudary. 1682. (nicht 1721.) 

(Fr. Andreossy, bgenieur.) Les regies du Jen du canal 
royal avec Implication de tous les travaux qui composent 
ce grand onvfage. — 12 41 . 

CSerap. XIV, 168.) 

Ckanteloup. 1778. 

Mimoires du (Etienne Francois) due de Choiseul-Stain- 
viUe. 4°. 

(Brunet: T. I, 651. wo noch weiter bemerkt wird:) Re- 
cueil de divers morceaux composes par ce c^lebre ministre 
d'6tat, et imprimis sous ses yeux, k Chanteloap. en 1778. par 
un prote d'imprimerie , nomme Le Brun. — Les sept pieces 
dont est compost le volume, n'6taient pas destines an public, 
et il n'en a et6 tiri qu'un tres petit nombre d'exemplaires. 

Charenton. 1649. (nicht 1683.) 

Des Sibylles cel£bres, tant par l'antiquite payenne que 
par les Ss. pferes. Par D. Blondel. — 4°. 

In Fid. Butsch's Antiq. Mon. Blfitt. 1857. No. 8. 
(Brunet: T. V, n*. 22611.) 

Chatillon-sur-Seine. 1675. (nicht 1812.) 

Soopirs de Sifroi. ou l'inocence reconnue, tragedie, par 
Pierre Corneille de Blessebois. — Chatillon-s-S. Pierre Lay- 
mer6. 1675. 8°. 

(Brunet: T. I, 363.) 

Correrie. 1687. (nicht 1689.) 

Annates ordinis Carthusiensis. (Auctore F. Innocent. Le 
Masson). Correri® Fremon. 1687. fol. Tom. I. 

Das Werk sollte eigentlich 3 Bande baben, von denen 
aber nur der ersto erschienen ist ; der 2. Band (in 2 Theilen) 
ist wohl gedruckt, aber nicht verdffentlicht worden, und so 
selten, dass P. de Tracy, (Verfasser der Vie de s. Bruno. 
Paris. 1785. in 12°.) nur das einzige Exemplar in der Car- 
thause zu Val Dieu kannte. 



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86 



Der erste Baad ist in zweiter Aaflage zu Paris erschienen 

1703. u. d. T.: De disciplina ordinis Carthusiensis. 
(Brunei: T. II, 684. u. V, n°. 21776.) 

Coutances. 1604. (nicht 1608.) 

Histoire de la fondation de feglise et de l'abbaye da 
Mont S.- Michel au peril de la mer, el des miracles, reliques 
et indulgences donnees en icelle, — par Fr&re Francois Feu- 
Ardent, de Fordre de S. Francois. *— Constance (Satzfehler 
anslalt: Coutance) 1604. 12°. 

Brunei: T. II, 272.) 

(St.) DM, c. 1494. 

Als Erstlingsdruck dieser Stadl isl sonst bezeiohnet 
worden : 

Cosmographiae introductio, cum quibusdam geometric 
ac astronomi© principiis ad earn rem necessariis. Insuper 
qualour Americi Vespucii navigationes (auctore Mart. Hyla- 
comylo — pseudon. pro: Waldsee-Muller , simul el lypogra- 
pho.) Deodal©, 1507. 4°. 

Allein, neueren bibliographiscben Forscbungen zufolge 
ist schon im XV. Jahrh. zu (S.) Di6 eine Druokerpresse thatig 
gewesen, wie Brunei in seinem Manuel Tom. II, p. 785. hier- 
fiber bemerkt: „On regarde generalement cetle cosmographie 
comme le premier livre imprime a St. Die: il paratt cepen- 
dant, qu'il en est autrement, car voici ce que rapporle M. 
N.-J.-Gravier dans son Histoire de la ville et de Farrondis- 
sement de St. Di4. u (Epinal. 1836. in-8°. p. 202. et 203.) 
.Le chanoine Gautbier Lud, assopj6 par la suite a Matthias 
Ringmann, connu sous le nom de Philesius des Vosges, £ig^- 
nala la On du 13 c sifecle par Introduction rimprimerie a 
St. Di6. u Plus loin , apres avoir dit que G&ulhier Lud fut 
cilfebrer, en 1494, la fSle de la Presentation au temple, le 
mime historien ajoule: „I1 consacra lespremices desapresse 
k la publication des bulles de l'instilution et de Foffice de 
cede file, sur trois ff. in 4. impr. a 2 col., letttes rondes, 
sans chiffres ni reclames." — Ces renseignemeftts se sont 
peul-etre pas aussi circonstanci£s fp'on pourrait le dtsirer, 
neenmoins ils doivent 6tre pris en consideration, ainsi que 
les observations qu'a faites a leur sujet M. Beaupr6, de Nancy, 
dans ses curieuses Recherckes sur le commencement et les 
progres de Nmprimerie dans le duchi de Lorraine.. (Nancy. 
1841—42. in 8".)" 

Gaillon. 1643. 

Le Mercure de Gaillon, on recneil de pieces curieuses, 
tant hierarchiques que politiques. — Gaillon, de l'impr. du 
Chateau arcbiepiscopal, 1643—44. 4°. — (Brunei: HI, 362. 



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87 



wobei die Note wohl za beachten ist : Recueil de 24 pieces 
relatives k l'histoire da diocfcse de Rouen, lesqaclles ont ete 
imprimees separtment au chateau de Gaillon, par les soins 
de Franc, de Harlay, archfiveque da Rouen, et ensuile rtunies 
sous an titre collectif.) 

La Fleche. 1610. (nicht 1650.) 

Le convoy da coeur trfes aagaste de Henri-le-GraBt, roy 
de France, depuis Paris jusqu'a au college de la Fteche. 

8°. La Fleche. Jaques Rez*. 1610. — (Brunet: T. V, 
n*. 23638.) 

Ein filteres Druckwerk als v. J. 1650. ist auch: LA PER- 
SPECTIVE positive de Jean Pelegrin dit Viator, latine et 
fran^oise, revue et augmentto, et reduite de grand en petit. La 
Fleche. 1635. in-8. 

(Branet: T. IV, 604.) 

Langres. 1582. (nicht 1590.) 

Thainot Arbeau, (pseudon. pour Jean Tabourot). COM- 
POST et raanuel Kalendrier par lequel toutes personnes pea- 
vent facileraent apredre et savoir les cours da soleil et de 
la lone ... en suivant la correction ordonnee par nostre 
sainct pere Gregoire XIII. compost par T.... Imprime a Lan- 
gres par Jehan des Preiz le 19 iour de decembre lan de la 
correction da Kalendrier. 1582. in 4. 32 BI1. Die Aufschrif- 
ten mit rom., der Text mit goth. Typen. — Wiederholt ge- 
druckt im J. 1588. 

Ein drittes Erzeagniss der vorgenannten Offizin zu Lan- 
gres ist: 

Orchesographie et traicte en forme de dialogue, par le- 
quel toutes personnes peuvent facilement apprendre et pra- 
tiquer l'honeste exercice des dances par Thoinot Arbeau 
(pseud, pour Jean Tabourot.) 

Langres. Jean des Preys. 1589. in 4. — 104 Bll. mit 
Holzschn. 

Vielleicht ist eine undatirte Ausgabe dieses Werkes schon 
aus dem J. 1588, weil namlich das darin befindliche Druck- 
Privilegium datirt ist vom November 1588, so dass also be- 
reits vier typograph. Producte von Langres vor d. J. 1590. 
bekannt sind. 

(Brunet: T. IV, 383.) 

Lille. 1595. (nicht 1612.) 

Joannis Capetis: de indulgentiis tractatus. — Insulis ex- 
cudebat Antonius Tack. 1595. 

(Milgetheilt von H. Helbig im Bulletin du bibl. Beige. 
Tom. XIL 6 e cahier.) 



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98 

Lons-le-Saulnier. 1767. (aioht 1828.) 

Memoires historiqoes sur la rille de Poligny, par Pr.- 
Fel. Chevalier. 1767—69. 2 Voll. in 4. 
(Bruuet: Vom. V, h°. 24579.) 

Macon. 1493. (nicht 1593.) 

Diurnale JUatisconense. — Schlussschrifl: ^Explicit com- 
pendia diurni fcd'm ordi || nera ©cclefie fancti Uincstij Ma- 
tifcone- || fis. magna cfi diligstia reuiltam. fideliq3 |l Audio 
emedatum t imprefTum. In ciuitate || Matifconsfi. per Michae- 
lem Henfler || de Basilea. Impgfis honefti vir . . . (| . . . met- 
cator malifcon. Anno l| dni. M.cccc.lxxxxiy. Sexto idus marcy. 
18 w . 375 bez. Bll. 27 Z. 

(Van Praet: Catalogue de lines impr. snr vAlin etc. I, 
p. 148.) 

Metz. 1482. 

Admonitiones ad spiritualem vitam utiles. . . . 

Schlussschrifl: impresse in cltate Metensi per fratrem 
Johanna Colini. Ordinis fratrum Carmelitarum. Et gerhardum 
de noua cltate. Anno domini Mille"CCCC"lxxxij. 4°. goth. 24 
Bll. 29 Z. (Ebert 10484. — Hain 9136. — Brunet II, 675.) 

Von demselben Jahre und der n&mlichen Offlzin ist das: 
Opusculum quod speculum aureum anims peccatricis in- 
scribitur. 1482. 19. Aug. 4°. goth. 36 Bll. 28 Z. 

Sonst haben uns Panzer und Brunet noch zwei andere 
Druckwerke von Hetz in deutscher Sprache aus der Presse 
des Caspar Hochfeder v. J. 1499. u. 1500. bekannt gegebeu. 

JUontauban. 1518. (nicht 1620.) 

Joan. Dolz: Cunabula omnium scientiarum et pnecipue 
Physicalium difflcultatum, in proportionibus et proportiona- 
libus. 

(Nic. Antonii Bibliotheca hispana. 1672. I, p. 520.) 

Montbeillard. 1587. 
(Siehe meine Hittheilung im Serap. XVII, 47.) 

Montpellier. 1597. (nicht 1624.) 

La cabale des reformis, tirte nouvellement dn pails de 
D6mocrite, par J.-D.-C. (Reboul.) 8°. Montpellier 1597. oa 
1599. — (Brunet: Tom. V, n°. 1840.) 

Nantes, 1493. 

Les Lunettes des Princes. (Un recaeil des po6sies) par 
Jean Meschinot. 2 Theile jeder mit Schlussschrifl am Ende. 
4°. gofb. 66 u. 44 Bll. Das Colophon des 2. Theiles lautet: Im- 



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prime a Nantes oeXViour dapuril || en lan Mil ccoc. iiiixx et xiii, 
par || Estienne Larcher imprimeur et libraire a || present de- 
moarant a Nates en la rue des || Carmes pres les changes. — 
Erste der vor 1501. zahlreich erschienenen Aosgaben. 

Eine Ausgabe vom J. 1588. die yon mehreren Bibliogra- 

Khen citirt wird, ist ein Undina; man hat nur im obigen 
atom die Ziffer xiii fehlerhafl ais viii gelesen. 
(Brunet: T. ffl, 369.) 

(St) Nicolos-du-Port. 1503. 

Uorae B. Virginis Maris ad usom Tnllensis ecclesie. — 
Schlusschrift: faictes et imprimees a St. Nicolas du Port le 
xviij jour de juing lan de grace mil cincq cent et trois: pour 

le roy de Sioile due de Lorrayne et de Bar par Pierre 

Jacobi. — 8 W . goth. Sign, a— s. 

(Denselben Drucker finden wir auch zn Toul 1505. 1509. 
ond 1521.) 

(Brunet: T. I, 361.) 

Puy-en-Velay. 1652. (nicht 1666.) 

La vie des saincts et sainctes d'Auvergne et dn Velay, 
par J. Branche. — Au Puy 1652. in-12 w . 
(Brunet: T. V, n°. 22066.) 

Quimper-Corentin. 1642. (nicht 1650.) 

Le P. Julien Maunoir. Canticou spirituel . . . e'est-a 
dire: Cantiques spirituels et instructions profltables pour ap- 

Srendre le chemin qui conduit en Paradis: en bas-breton. — 
luimper-Corentin, par Michel Machuel. 1642. in-8°. 
(Brunet: T. in, 325.) 

Reims. 1557. (nicht 1582.) 

La legende de Charles, cardinal du Lorraine, et de sea 
frferes de la maison de Guise, descrite en trois livres par 
Francois de VIsle (wahrscheinlich ist L. Regnier de la Planche 
der Yerfasser). Reims, de rimprimerie de Jacques Martin. 
1576, in-8". 6 Bll. Vorstflcke und Text von Bl. 1—119. 

Es giebt auch eine andere Ausgabe: Reims, de rimpri- 
merie de Pierre Martin. 1576. in-8°. mit 6 Bll. Vorstflcke, 
und 74 Bll. Text. In dieser so wie in jener liest man zu 
Ende: fin du premier liure. 

(Brunet: T. m, 140.) 

Mom. 1733. (nicht 1784.) 

Jos. Postural. Poesies auvergnates. — Riom, S. Thomas. 
1733. in-8°. 

(Brunet: Tom. Ill, 651.) 



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60 



Saintes. 1598. 

De Santonum regione et illustribus familiis, traclatus 
Nic. AUuU, opera Joannis Alani filii editus. — Santooibus. 
1598. in-4°. 

(Brunei: T. V. n°. 24625.) 

Sedan. 1589. 

Tres regis Navarr© declarations quas paulo ante obitum 
regis ad tres gall, regni ordines habuerat. — Latioe per Tus- 
satum Burchetum Lingonensem. Sedani 1589. 8°. 

(Aqs Edwin Tross' XII. Catalog. Paris. 1853. No. 1187.) 

Tarascon. 1732. 

Crebe-Coeur (Lon) d'un paisant sur la moeurt de son 
ay; erne la soufflranso et la miseri dei forpas que son en 
galero e eis paures jardeni6s. — Tarascon ou Aix, Laur. 
Elzeas, 1732. in-12 ( \ 

(Brunei: T. I, 804. y ajoute: Opuscule en vers proven- 
paux, dont il existe une edition de 1709. in-12°., et une autre 
de 1750. pet. in-12°*) 

Tout. 1505. 

Jean Pelegrin dit Viator. De artificial! perspectiva. — 
Impressam Tulli 1509. ad nonum calendas Julias. Typis Petri 
Jacobi presbyteri incol© pagi Sancti Nicolai. 1 ) fol. goth. 46 
unbez. BU., aber dessenungeachtet minder vollst&ndig als die 
zweite Ausgabe vom J. 1509. in 29 BU., und als die dritte 
vom J. 1521. in 30 Bl). 

Toulouse. 1476. (nicht 1479.) 

Andre© Barbatiae Siculi de 'fide instrumentorum so- 
lennis repetitio .... Impressa Tolos© XII calendas Julii 
M.CCCC.LXXVI. 

4°. goth. 108 BU. ohne Sign., Cust., Blattz. Initialen 
fehlen. 

1st von Panzer, Hain und Ebert nicht aufgefGhrt. 

Aller Wahrscheinlichkeit nach ist dieses Werk von dem- 
selben Joannes Teutonicus gedruckt, aus dessen Presse im 
Jahre 1479. zu Toulouse der Tractatus de jure emphiteulico 
juxta verbum Ulpiani etc. von Jason de Hay no gekommen ist, 
welches Product sonst fur den ersten Wiegendruck aus Tou- 
louse gegolten hat, wie denn auch im Bulletin du Bibliophile 
Beige, Tom. V, p. 297. die EinfQhrung der Typographie za 
Toulouse noch in's J. 1479. durch Henri Meyer gesetzt wird. 



1) S. oben S. Nicolas-du-Port. 



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•A 

Tournon. 1596. (nicht 1Q04.) 
(Siehe meine Mittheilung im Serap. XV, 221.) 

Treguier. 1485. 

In dera Verzeichnisse der Druckorte Frankreichs im Se- 
rap. XI. 27 ff. giebt Ternaux-Compans bei Lantreguet (= Tre- 
guier) das Jahr 1485. an, and f&hri dann weiter unten aber- 
raals Tregoier auf, aber mit dem J. 1479. Da uns aber mil 
letzterem Datum von Treguier (= Lantreguet) was dem latei- 
aischen Trecorium (= Lantriguerium) entspricht, kein Druck- 
werk bekannt gewordeo ist, so dQrfen wir wohl bis auf Wei- 
teres our das erstbezeichnete Jahr 1485. festhalten, in wel- 
chem aus einer ungenannten Presse erschienen ist: Establis- 
seroens du due de Brgtaigne sur les plaidoieurs et leurs sa- 
laires. lmprime eo la cit6 de Lantreguet. 1485. 8°. goth. 

(Brunet: I, 795. und II, 206.) 

Valence. 1508. 

Missale secundum usum venerabilis abbatiae canonicorum 
regnlarinm S. Rufi Valentia. — Impr. Valenli® per Job. 
Belon Petrumque de Mole, 1508. (Die Juhrzahl ist in der 
Schlussschrifl so bezeichnet: M. D. V. qs ter I.) fol. goth. 
2 col. mit Holzschnitten. 

(Brunet: T. HI, 401). ) 

Venues. 1597. (nicht 1072.) 

Les observations de diverses choses remarqutes sur l'6stat, 
couronne et peuple de France, tant ancien que moderne, par 
Regnault d'Orleans, sieur de Sinc6. — Vennes. 1597. in 4°. 

(Brunet: T. V, n°. 23310.) 

Vienne. 1478. (nicht 1481.) 

(Lotharii diaconi — posiea Innocent. III. Pap»). De 
spurcissimi Sathans litigatione contra genus humanum. 

Schlussschrifl: Scelestissimi Sathane litigacionis || Contra 

Jenus humanum. liber feliciter || explicit. Vienne. per magistrum 
ohan || nem solidi huius artis impressorie exper || turn. Anno 
iocarnacionis. M. CCCC. !i LXXVIII. 

Von Panzer und Hain nicht aufgefuhrt. — Ebert 10519. 
nota. — Brunet. T. Ill, 177. — Dibdin: Decamerone II, 115. 
(Schluss folgt.) 



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01 

Hans Rosenplut. 

H Ein lieplich history, von groffer fchone. gedult vnd 
kefifcheyt einer edleln (sol) keyferyn. 

8 Blfttter in 4°., Signalor A— A«J (bis). Der Text be- 

Slnit gieich unter der Ueberschrift and erstreckl sich bis 
i. 8a. Diese Aasgabe ist verschiedeB yob der in Kellers 
Fastnacbtsspielen, S. 1139 fg. abgedrnckten. Sie beflndet sich 
in einem Sammelbande der Bibliothek des reg. lat. Chorherrn- 
stiftes zu Klosterneuborg, der laoter alle StQcke aus den bei- 
den letzten Jahrzehndeo des XV Jabrhnnderts enthalt. Nach 
dem Schlussverse, der hier tantet: 

Alio fpricht fchepper hanfs rofen plul 

hat sie noch folgenden, bei Keller fehlenden theologisch-pole- 

mischen Zusalz: 

Die got dort ewig an fchawen mit frendeo 

do von vnfs got nymer lofs gefcheyden 

Welch menfch Rcb den teuffel liefs betaabefi 

das er wolt zweiffeln an chriftenlichem glauben 

Das lebendiger got vnd menfch nit fey 

gantz vnd gefeget in der ofty 

Die vnfs der priefler hie zeigen that 

wor got wor menfch wor fleifch wor plat 

Als in fein kefifche mater trag 

vnd alfs man in an das heylig cre&tz fchlug 

Do man im wundt macht (Sfs vndt hendt 

wer das nit glaobt pifs an fein endt 

Der wirt am iangften tag in die hel getriebefi 

vnd wirt aufs dem lebendigen puch gefchrieban 

(Bl. 8a.) Welch mench (so I) den glauben nit in im treib 
das gotes mater fey ein reyne meit 
Vnd nie gewat (so I) keiner funden fart 
noch yres wirdigen fanfs gepart 
Vnd noch ein reine meyd fey 
die vnfs geporn hat die drey 
Got menfch vnd fleifch in drey perfon 
die fie entpfangen bat aufs dem hochften thron 
Vnd aufs ir reinen keufcheit gebar 
wer des nit glanbet gantz vnd gar 
Als lang er hie fein leben hat 
der (let am iangften tag fcham rot 
So man nan fpricht das left vrteil 
wer do felt der wirt nymer heil 
Amen. 

Wien - Jos. Maria Wagner. 



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63 

Hans Sachsens Gedichte. 
Eine Bibliographic 

VOD 

Imil Waller in zouch. 

(Fortsetzung.) 

41. — Zwey ichane Gefprech, Das erA zwifche zweyen kle- 
gern mil einem man, ob feinem verAorbne bdfen weyb 
Das ander zwifchen Hans Sachfen vnd einem jungen 
Ehman darinnen neunerley heut einer bdfen Frawen be- 
griffen feindt o. 0. u. J. 4. — In Berlin. 

Eins tages Aarb eim man fein weyb etc. 

42. — Ein Gefprech mil dem fchndden Mflffiggang vnd feynen 
aoht fchendtlichen Eygenfchafflea. Ein Gefprech mit dem 
Hederlein. Ein Gefprech mit dem Hans Vnfleyfs vnd 
feioer EygenfchaffL Nfiremberg, G. Merckel o. J. (c 1553) 
4. — In Berlin and Nurnberg. 

43. — Ein Gefprech zwifchen Sanct Peter vnd dem Herrn 
o. 0. n. J. 4. mit Tilelholzsch. — Die erste Aosirabe 
datirt von 1521. ^ 

Ein gefprech zwifchen Sanct Peter vnd dem Herrn von 
der jetzigen Weldtjauff. Mehr ein gefprech zwifchen 
eim Waldtbruder vu eim Engel, von d§ heimlichen 
gencht Goltes. Am Ende: Zu Nflremberg truckts 
Georg Merckel, bey der Kalckhflten o. J. (c. 1553)' 
8 Bl. 4. mit Titelholzschnift, worauf 1521 H fd \ 
H. S. Beham). — In Zflrich. v " 

Die alten haben vns ein Fabel 
Befchrieben zu einer parabel etc. 

Ein fchon Gefprech ChriAi vnd Sanct Petri von der 
welt laufft, kurtz weilig zu lefen. o. 0. 1559. 16 
Bl. 4. 

Colloquium. Ein Gefprfich von Chrifto Jhefu vnd Sanct 
Peter. Darinn alle Stend der Welt begriffen find 
fehr nutzlich vnd gantz kurtz weilig zu lefen. o. o! 
u. J. 12 Bl. 8. 

Ein Gefprech des Herren mit Sanct Pelro. Von der 
jetzigen Welt lauff, vnd Jren verkerten bdfen wefen 
Auffs new vberfehen, vnd mit einem hfibfchen Spruch 
von etlichen Aenden der welt, gebeffert, Durch Con- 
rad Hafen. Nutzlich vnd zu gleich mit kurlzweilig 
zu lefen. o. 0. 1560. 24 Bl. 4 * 

Ein Gefprech des Herren mit Sanct Pelro. Von der 
jlzigen Welt lauff, vnd jren verkerten bdfen wefen. 
Widerumb auffs newe vberfehen etc. Durch Conrad 
Hafen. o. 0. 1561. 24 BL 4. - In Berlin. 



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•a 

Aufsfchreibung Vnfers lieben Herrn Ma Chrifli, Das 
vil klag vnd jamerhertz in der Welt fey, Das nie- 
mand weils, was man zu glauben hat etc. in Kunfl- 
liche Reimen geftell etc. o. 0. 1568. 16 Bl. 4. 
o. 0. u. J. 16 Bl. 4. 

Ein Gefprech defs Herren Chrifli mit Sanct Petro von 
der welt Lauff vnd jrem verkehrten bofen Wefen etc. 
durch C. Hafen. Nurnberg. 1584. 8. 

Ein Gefprech des Herrn mit Sanct Petro. Von der jetzi- 
gen Welt lauff vnd jrem verkerten bdfem wefen etc. 
o. 0. 1587. 16 Bl. 8. mit Titelholzsch. — Abgedr. 
in Schade's Satiren and Pasqnille 1856. S. 154. 

S. Peter. Ach mein lieber Herr vnd Got, 
Lars mein bit fein kein fpot etc. 

44. — Drey fchdne Gefprech zwifchen Sanct Peter vnnd dero 
Herren, dreyerlei art betreffendt o. 0. u. J. (Nurnberg). 
4. mit Titelholzsch. 

45. — Vier fchdner Gefprech zwifchen Sanct Peter vnd dem 
Herren. Nurnberg, VaL Neuber. o. J. (c. 1555). 4. mit 
Titelholzsch. 

46. — Eyn Gefprech zwifchen dem Sommer vnd dem Win- 
ter. Nurnberg, H. Hamflng. 1553. 6 Bl. 4. — In Berlin 
und Nurnberg. 

Eins mals an S. Matheus tag etc. 

47. — Ein gefprech zwifchen dem Todt vnd zweyen Lieb- 
habenden. Da zu : Der Todt ruckt das StiUlein, Die drey 
Todten. fo Chriftus aufferwecket hat. Nflrnberg, G. Herckel. 
1555. 4 — In Berlin und Nurnberg. 

48. — Ein Gefprech mit einem Waldbruder, wie Frau Treu 
geAorben fey. Mer, die vnlertrflckt Fraw Warheyt Die 
gefangen gdttin Ceres. Nurnberg, G. Merckel. 1554. 14 
Bl. 4. — In Berlin und Nurnberg. 

Eins tages mich anfacht 

Der welt lauff vnd gedacht etc. 

49. — Gefprach zwifchen einem frommen vnd zornigen Weib. 
NQrnberg. 1533. 4. 

50. — Ein Kampffgefprech zwifchen eynerFrawen vnd jhrer 
Haufsmaydt Mehr ein Kampffgefprech zwifchen einer 
Haufsmaydl vnd einem Gefellen. NQremberg, G. Merckel 
1553. 4. — In Berlin und Nurnberg. 

Eins nachtes gieng ich aus fpatzieren, 
Mein lieben bulen zubofieren etc. 

(Fortsetzung folgt.) 



Verantwortlicher Redacteur: Dr. Robert Naumann. 
Verleger: T. 0. Weigel. Druck von C. P. MeUer in Leipzig. 



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SERAPEUM. 

etffdjrt ft 

fttr 

Bibliothekwissenschaft, Handschriftenkunde uod 
JUtere Litteratur. 

mit Bibliothekaren und Litteraturfreunden 
heraosgegebeo 

TOO 

Hobert Naumann. 

M 5. Leipzig, den 15. Marz 1861. 

Mittheilungen zur Typographic des XV., XVI. u. ff. 
Jahrhunderte. 

Von 

P. Gottfried ReicMtart. 

(Schlass.) 

n. 

Ausser-Franzdsische Druckorte (in Europa). 
A. Hit Wiegendrucken des XV. Jahrhanderts. . 
1. 

Druckorte, derer in Ternaux- Com pans' Werke keine Erwah- 
nung geschieht. 

Der Kflrze halber, urn viel Bekannles nicht za wieder- 
taolen. glaube ich in dieser und in der nachslfolgenden Un- 
terablheilung bloss auf mein Verzeichniss der „Druckorte des 
XV. Jahrhunderts u (4°. Augsburg, in Comm. bei Fid. Butsch 
1853) mit Rucksicht auf die bezfiglichen Berichtigungen und 
Zusatze im Serapeum XV. S. 193 ff. und XVI. S. 40. ver- 
weisen zu dQrfen, da dort die belreffenden Druckerstlinge 
XX1L Jahrgaag. 5 




Im Vereine 



Dr. 



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66 

mil Benutzuog der beaten bibliographischen HHfsquellen sich 
aufgefuhrt finden. 1 ) 

Amsterdam. c. 1500. Lostcaslro. 1483. 

Anjoum. c. 1480. Lttneburg. 1493. 

Ascoli. 1477. (S.) Maertensdyk 1478. 

Barco. 1496. Magdeburg. 1481. 

Beromttnster. 1472. Mailand. 1469. 

Bommel. c. 1491. Marienberg. 1492. 

Herzogenbusch. 1496. Regensburg. 1485. 

JaSn. (1500.) Reggio (Hodena) 1480. 

Krakau. 1491. Trier. 1481. 

Leiden. 1483. Trovga. 1491. 

tin 



Lissabon. 1489. S. Urso. 1472. 



Druckorte, welche bei Ternaux-Compans mil unrichtigera 
Datum aofgefQhrt sind. 



Aalst. 


1473. 


nicht 


1472. 


Antwerpen. 


1476. 


n 


1472. 


Basel, gewiss schon 1472. 


n 


1474. 


Bologna. 


1471. 


n 


1477. 


Breslan. 


1475. 


t> 


1489. 


Bnnzlao. 


1500. 


i) 


1531. 


Casale. 


1481. 


» 


1491. 


Copenhagen. 


1490. 


n 


1493. 




1477. 


Tl 


1479. 


Erfurt 


1479. 


Tl 


1482. 


Gradiska. sec. XVI. 


T» 


148a 


Guadalaxara. 


1482. 


T) 


1564. 


Hem. 


1484. 


T) 


1495. 


Jesi. 


1472. 


T) 


1482. 


Leipzig. 


1481. 


Tl 


1480. 


Monreale. 


1472. 


T) 


1476. 


Munchen. 


1482. 


T) 


1500. 


Odensee. 


1482. 


T) 


1688. 


Olmutz. 


1499. 


T) 


1500. 



1) Zagleich ergreife ich hier die GeleaenheiU raeine im VorworU 
zu dem oben erwShnten Verzeichnisse (S. III. u. IV. vgl. VII.) umstaud- 
lich formulirte Bitte den Freunden der Incunabeln- Litteratur, Bibliothe- 
karen, Antiqoar-Buchhfindlern a. A. gegenuber, neuerdings zu wieder- 
holen, und dieselbe ihrer freundlichen Berucksichtigung aufs dringlichste 
anzueropfehlen, da, bei meiner Absicht, mtiglichste Genauigkeit and Voll- 
standigkeit za erzielen, eben in dem Aasfalle der erbetenen bibliogra- 
phiscben Mittheilangen eines der Haupthindernisse mit gelegen ist, wo- 
dorch ich der angeregten Erwartung in Hinsicht auf die Herausgabe 
meines grfcseren bibliographischen Hand baches bis jetzt noch nicht 
gerecbt werden konote. 



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67 



Oxford. 


1478. 


nichl 


i46a 


Pamplona. 


1480. 


n 


1495. 


Pisa. 


1482. 


n 


1483. 


Siena. 


1484. 


n 


1478. 


Sonoino. 


1484. 


n 


1488, 


Stendal. 


1488. 


T» 


1670. 


Strassburg gewiss schon vor 1466. „ 


1471. 


Toledo. 


1486. 


n 


1487. 


Tolosa. 


1489. 


n 


1488. 


Trient. 


1475. 


n 


1476. 


Treviso. 


1471. 


» 


1477. 


Tzenna. 


1493. 




1492. 


Ulm, gewiss schon c. 1470. 




1473. 



Urbino. 1493. (viell. schon 1484.) gewiss nicht 1481. 

B. Ausser-Franzdsische Druckorte des XVI. und 
der fi. Jahrhunderte mil ihren bekannt altesten 
lypographischen Erzengnissen. 

1. 

Solche, welche in Ternaux-Compans' Werke nicht ver- 
zeichnet sind. 

Altdorf. (Baiern.) 1586. — Siehe Serap. XVH, 17. 

Ansburg. (Braunschw.) 1768. — Brandenburg, histor. 
Munzbelusligung (von J. J. Spiess, P. D. Longolius etc.) 5 
Theile. 4°. Ansburg. 176&-74. 

(Brunei: Manuel du libraire T. V. n". 26667.) 

Arboga. (Schwed.) 1579. — Universalis Arbogiensium 
peractionum conclusio ab omni regni Sveciae ordinibus vnani- 
miter affirmata. Mil lat. u. schwed. Texle. 4'. 

(Aus Stargardt's XXIII. Katalog. Berlin 1855. n°.1249.) 

Asti. (Piemont.) 1519. — Benv. Sangeorgii Series Montis- 
ferrati marchionum et principum. — 4°. Asts: Fr. de Silva 
1519. 

(Brunei: T. V. n°. 25320.) 
Astorga. (Span.) 1624. — Alphons. Messia de Tovar: 
De gloria et perfectione concionatoria. 

(Nic. Antonii Bibl. hisp. 1672. I, 29.) 
Baden. (Baden.) 1511. — 1) Joan, de Motis: Apologia 
mulierum in viros probosos. — Schlussschrifl: Excussum in 
Thermis Anthoninis oppidi Badensis per Renatum Beck ciuem 
Argentineo. Anno M. D. XI. Nono Kal. Januarij, quando 
pestis preter solilam crudelitatem Argentorati incrudescebat. 
4°. rom. 18 BU. 

(Serap. I, 212.) 
2) (Udalr. Zasius.) Der Marggrafffchafft Baden Statuten 
und Orduungen in Teltaroen Erbfellen und Vormundfchafften. — 

5* 



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68 



Zu Ende: Gedruckt und vollendet in der lobichen Baden durch 
Reinharten Becken Burger zu Slrafsburg vff vnfer lieben frawn 
abent Prefentattois. Anno Dui M.cccccxj. — fol. 18 BII. 
(Brunei: T. in, 468.) 

Barby. (Sachsen.) 1757. — Siehe Serap. XVIII, 163. 

Belloviso. 1507. — n „ XVII, 18. 

Bengodi. 1584. — „ „ XIX. 128. 

Bernburg. 1736. — „ „ XVIII. 260. 

Biella. (Piemont.) 1778. — G T. Mullatera: Memorie 
cronologiche (L corografiche della citta di Biella. — 4°. 
(Brunei: T. V, n°. 25323.) 

Braunschweig. 1506. — Siehe Serap. XVIII, 165. und 
meine darauf beziigl. Bemerkungen Serap. XXII, 40. 

Briel. (Holland.) 1652. — S. Serap. XVUI, 354. 

Bukarest. (Wallachei.) 1688. — Biblia Wallachica. foL 
(Ebert: Bibliogr. Lex. n°. 2357.) 

No la. Der Curiosilat halber mag ein Druckwerk aus 
dem J. 1690. erwahnt werden: „Tov MaxoQixov Meketiov 
2?vql6ov . . . xat JoOiftsov naxQiaQ%ov . . . xcacc xcov xcclfk- 
vixcw x8<paXsuov . . . ccvuQQr]6tg. u 

(Melelii et Dosithei . . . refutationes haresum Calvinicar.) 
y Ev rij ittQuprjiup uoXbl unovxovQBGtt] trjg Ovy7CQO$ka%iaq. 
9 Ev hu 0(Qit]QUp: a%rj : Ttceta ^trjva £zjtzm$Qiov. — Fol. rain. 
(In biblioth. monast. Gottvic.) 

Campen. (Belg.) c. 1510. — Jesusaleemsche Reyse, dorch 
H. Kuynretorff; Priefler binnen Kampen; Peter van Inhoyt, 
Prior in Walzende; ende Edo Romken, Burghermefler in Sneck. 
Geprent in Campen by my Peter Waraersin. (c. 1510.) 12°. 
goth. — (Aus Edwin Tross's XII. Catal. Paris. 1853. No. 1187.) 

Carlstadt. 1665. — Benjam. PrioH ab excessu Ludovici 
XIII. de rebus gallicis historiarum libri XII. ad ann. 1644. 4°. 
Garolopoli 1665. 

(Brunei: T. V, n°. 23762.) 

Carouge (bei Genf). 1789. — Oaselbst ist in dem be- 
zeichneten Jahre ein kleines von Karschawin verfasstes Cu- 
riosum erschienen, in franzosischer und russischer Sprache, 
unter dem Titel: Beschreibung der Laus. (Vergl. Serapeum 
XVIIL179.) 

Carpi. (Modena.) c. 1506. — Joa. Gazoldi Gaidani poets 
facundissimi epigrammaton libellus ; Appendices; Eligidia una; 
Eclogae du© ornatissim®. — Carpi. Bened. Dulcibellis. (druckte 
1506 zu Carpi, 1508 zu Novi.) o. J. 8°. 
(Brunei: T. II, 374.) 

Castrum Cortesium. (Corsika?) 1510. — Siehe Serap. 
XVII, 19. 

Chamogasko. 1557. — Apologia di M. Michel Agnolo, 
ne la quale si tratta de la vera e falsa chiesa, de l'essere et 
quality de la messa etc. scritta conlro a un heretico. 



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69 



Stamp, in Chamogasko, per Stefano de Georgio Catani 
d'Agnedia. 1557. 8°. - 87 BI. 
(Brunet: Tom. I, 41.) 

Charkow. (Rossi.) 1808. - L. B. F. Marschall a Bieber- 
stein. Flora taurico-caucasica, exhibens stirpes phsnogamas 
in Chersoneso taurico et regionibus caucasicis sponte cres- 
centes. 

Charcovi», typis academicis. 1808—19. 8°. 3 Vo!l. 

(Brunet: T. HI, 296.) 
Chiavenna. (Venetiae.) 1550. — Franc. Nigri: de Fanni 
Faventini, ac Dom. Bassanensis morte, qui nuper ob Christum 
in Italia Rom. Ponlificis jussu impie occisi sunt, brevis histo- 
ria. H. D. L. — Clavennae. pridie Kalend. nouebr. 1550. 8. 
(Brunei: T. II, 504 j 
Coesfeld. (Westf.) 1694. — S. Serap. XIX, 171. 
Collio. (Lomb.) 1502. — Doctrinale cum commento no- 
yiter impressum. 4°. Collibus (Vallistrumpi©) per Mapheum 
de Fracazini, MDII. 

(L. Lecchi delta Tipogr. Bresciana. 1854. P. 110.) 
Coin a. d. Spree. 1620. — S. Serap. XIX, 124. 
Constantinopel. 1505. — S. Serap. XV, 93 ff. 
Constanz. (Schweiz.) 1505. — Schwetschke in seiner 
vorakadem. Buchdrucker-Geschichte von Halle 1840. erwahnt 
anlasslich des Druckortes Meersburg in einer Note, dass Con. 
stanz i. J. 1505. die erste Druckerei erhalten habe. — Nach 
P. Wegelin's briefl. Mittheilungen erschien hier 1533: Penla- 
teuohus et libri historici veteris testamenti; als der altest 
bekannte Drucker erscheint Balthasar Rumetsch 1545. 
Corbach. CWaldeck.) 1674. — S. Serap. XVII, 22. 
Corte = Castrum Cortesium. Siehe oben. 
Dillenburg. (Nassan.) 1569. 
(Nach Schaffarik in d. Wiener Jahrb. d. Liter. 1829. Bd. 
XLVIU. Anz. Bl. S. 29.) 
Duisburg. (Rheibpreuss.) 1585. — Ger. Mercatoris Atlas 
si?e cosmographies meditationes de fabrica mundi et fabricati 
figura. — Duisburgi Clivorum, fol. Mit 100 Karten. 

(Aus C. H. Beck's in Ndrdlingen Katalog No. XXXI. 
S. 29.) 

Dvtenstein (im Fugger'schen, od. Grfifl. Hohengeroldseck- 
schen Gebiele.) 1506. — ^Evangelia vnd Epistel mit der glofs, 
auch anfang der mefs, dar by psalm vnd Collect. (Plenarium, 
deutsch.) — (lurch Wilhelmum Schaffner. Getrnckt vnd vol- 
endet zu Dutenstein. 1506. u fol. 

(Panzer: Annalen der alt. deutsch. Liter. I, 272.) 

Ebernburg. (Sachs.) — Ulrici ab Hutten: Dialogi novi, 
bulla, monitor primus, monitor secundus. Praedooes. (o. 0. u. 
J. aber: Ebernburg 1521] 4°. 37 Bll. 
(Branet: T. n, 666.) 



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70 



Ebersdorf. (Ffirst. Reuss.) 1721. — S. Serap. XX, 146. 

Eisenberg. (Sachs. Altenb.) 1758. — S. Serap. XIX, 127. 

Emmerich. (Rh. Preuss.) 1593. — S. Serap. XIX, 367. 

Enchuysen. (Holland.) 1609. — S. Serap. XIX, 126. 

Eylemburg. (Preussen.) 1524. — 1) (Joh. Eberlin.) Mich 
wuodert das kein gelt ihm land ift. — Ein fchimpflich doch 
unfchedlich gefprech dreyer Landfarer etc. 1524. Eylemburg. 
Jakob Stockel. 4°. (4 7, Bogen.) 

2) Hans Sachs. Disputalio zwifchen eynem Chorherren 
and Schuhmacher, Darinn das wort gotlis, vnd ein recht chrift- 
lich wefen verfochten wirt. — Gedr. zu Eylenburgk dorch 
Niool. Widemar. (1524.) 4°. 

(Aus Asher's in Berlin Auct.-Katal. v. 7. Dec. 1854 
No. 267. u. 1292.) 

Fiesole. (Toscana.) 1820. — Franc. Inghirami: Alcune 
figuline di Arezzo esposte. — Badia flesolana. 1820. 4°. Nor 
11 Exemplare gedruckl. 

(Brunet: Tom. II, 683.) 

Franckenau. (Kurhess.) 1667. — S. Serap. XVIII, 261. 

(S.) Gallen. (Stadt.) 1579. — Die erste Presse errichtete 
hier Leonh. Straub, der im J. 1579. eineu sogen. langen Wand- 
kaiender herausgab, welcher wegen des Appenzeller Wappens 
eine hist, diplomat. Celebrital erhalten hat — Aus demselben 
and dem folgenden Jahre (es giebt Exemplare von beiden 
Jahren) erschien daselbst auch: D. Weteri: Testimonia etc. 
(Aus P. Wegelin's briefl. Mittheilungen.) 

(S.) Gallen. (Stifl.) 1641.— Als das fruheste Erzeugniss 
der fur sich bestandenen Sliftsdruckerei ist mir bis jetzl be- 
kannt geworden: n Gerardi Belgae: Opusculorum piorum P. I. 
II. III. IV. in 12°. MDCXLI. 

(In der Sliftsbibiioth. zu Gdttweig.) 

Gera. (Reuss-Schleiz.) 1607. nach Falkenstein's Gesch. 
d. Buchdr. S. 396. — uach Grasse's Allgem. Literargesch. 
(IIL Bd. 1. Abth. S. 196.) schon 1591. * 

Giessen. (Hess.-Darmst.) 1606. nach Falkenstein a. a. 0. 
— nach Grasse a. a. 0. aber erst 1608. 

Goes. (Holland.) 1656. — S. Serap. XIX, 367. 

Gottingen. (Hannov.) 1690. — S. Serap. XVIII, 356. 

Grebenstein. (Kurhess.) 1637. — S. Serap. XVIII, 261. 

Greiz. (Reuss. alt. Lin.) 1712. — S. Serap. XIX, 171. 

Gross-Meseritsch. (Mfihren.) 1588. — Sfebeftyana Kafto- 
liona Rozmlouwanj fpolecnrho z Pifem Swatych Stareho y z 
noweho zakona (ebranych knihy IV. Latiny prelozene od Kneze 
Nikulafle Perthamera Ledeckyho etc. 8°. 

(Aus d'Elvert's Beitrr. z Gesch. a. Statist. M&hrens. 
I. Bd. BrQnn 1854. S. 18.) 

Grosswardein. (Ungarn.) 1557. — S. Serap. XVni, 355. 

Guastalla. (Parma.) 1784.— Gius. Man: L'ldraulica pratica 



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71 

ragtoaata e le teorie idraoliche concordale colle sperienze. — 
Goastaila. 1784—1818. 6 Vol), in 4°. 
(Bronet: T. Ill, 278.) 
Hall am Kocher. (Baiern.) 1536.— Nach Falkenstein and 
Grdsse 8 s 

Heilbronn. (Wfirtemb.) 1599. — S. Serap. XVIII, 260. 
Jaschkowitz. ( — Gesskowitz in Mihren.) 1592.— Mart. 
Philadelfa Zamrfkeho postilla cefka na ewangelia, w Jezdko- 
wicich 1592. 2 dily. fol. 

(Aus d'Elvert's Beitrr. z. Gesch. etc. S. 33.) 
(S.) Jean de Maurienne. (Piemont.) 1704. — (Abbe 
Richard.) Le veritable p&re Joseph, contenant 1'histoire anec- 
dote do cardinal de Richelieu, in 12°. 
(Brunei: T. V, No. 23710.) 
Imola. (Kirch. St.) 1810. — Gins. Benacci : Compendio 
della storia civile, ecclesiast. e letterar. della citta d'Imola. 
4 VolL 8°. Mil KK. 

(Brunet: T. V. No. 25647.) 
Isola. (Neap.) 1651. — Raph. de Turri: Dissidentis de- 
sciscentis, receptaeque Neapolis libri VI. — Insulis. 1651. 4°. 
(Brunet: T. V. No. 25750.) 
Mich. (Rh. Preuss.) 1659. — Missive kan d. HeerKeur- 
korst van Brandenb. aen delTelfs Minifters i. d. Hage klagend 
over Joh. de Milh. — Guliok. 1659. 4°. 

(Aus Stargardl's in Berlin Catal. No. XXIII. 1855. 
S. 37.) 

Kaisershaim. (Baiern.) 1610. — S. Serap. XVIII, 356. 
Kufstein. (Tirol.) 1745. — J. J. Schwabe: Volleinge r 
fchanktes Tintenfafzl eines allezeit parat feyenden Brieff Se- 
cretary, gefOllt mit kohlrufzrabezpechfchwarzer Tinten wider 
unfre feind etc. von R. D. Vilo Blauroeckelio. 8 U . — Satyre 
gegen die Schweizer Bodmer, Breitinger n. A. 

(Aus Asher's in Berlin Auct.-Kat. v. 7. Dez. 1854. 
No. 1402.) 

Landsberg. (Baiern.) 1677. — S. Serap. XX, 146. 

Lare. 1515. — Elucidarius carminum et historiarum , vel 
vocabularius poeticus continens fabulas. historias. prouincias, 
orbes, insulas fluvios et monies; item vocabula et interpret. 

Kecor. et hebraic. unacum vocabul. comun. Sarracenor. in 
Lin. translatis; acced. terminor. latinor. botanicor. et iuri- 
starum translatio german. — Lare. W. Schaffner. 1515. 4°. 
(Aus Schratt's in Wien Antiq. Kat. 1855. No. IV. S. 32.) 
Der Drucker W. Schaffner erscheint auch zu Dutenstein 
1506. — Siehe d. 0. 

Lauenburg. (Danem.) 1720. — S. Serap. XX, 146. 
Lione. (Toscana.) 1582* — Jac. Nardi: Le istorie della 



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79 



citta di Firenze. (1494—1531.) — Lione. Teobaldo Aneelia. 
1582. 4°. — Mit 4, 232 u. 36 B1L 
(Brunet: T. Ill, 494.) 
Lochan. (?) 1520. — Erasm. Roterod. Das Sprichwort: 
man muss enlwer ein konig od. aber ein narr geboren wer- 
den mit sei. aufslegung. v. den tugendten ei. chrii'll. furften zu- 
ft&ndig. — Mit Titelholzsch. Lochan. 1520. 4°. 

(Aus Schratf s in Wien Antiq. Kat. 1855. No. IV. S. 33.) 
Lommatzsch. (Sachs.) 1524. - S. Serap. XVIII, 161. 
(Auch im Ratal, der F. H. v. d. Hagen'schen Buch. Auct. 
zu Berlin. 1857. No. 1180.) 
Luce-Nouvelle. 1566. — S. Serap. XV. 242. 
Lultsch. (- Mons liliorum in Mahren.) 1530. — Pijfnicky 
krzeftanfke. (Chrislliche Lieder.) 8°. 

(Aus d'EIvert's Beitrr. z. Gesch.... Mfihrens. I. Bd. 
Brunn. 1854. S. 22. 
Lumbitsch = Lommatsch. 

MarchthalL (Wurlemb.) 1771. — S. Sailer: Das jubilirende 
Marchtall, od. Lebensgesch. Konr. Kneers. 13. Abt des be- 
sagten Reichsslifts. (Ord. Praemonstr.) 4°. 
(In der Stifsbibl. zu Gottweig.) 

Meidelburg. (= Middelburg in Holland?) 1578. — M6moi- 
res de l'estat de la France sous Charles neufiesme, contenant 
les choses plus notables , faites el publiees lant par les ca- 
tholiques que par ceux de la religion depuis la troisieme 
edit de pacification d'Henry troisieme. U e edition. A. Meidel- 
bourg, par Henrich Wolf. 1578. 3 Voll. 8°. 
(Brunet: Tom. Ill, 346.) 

Meran. (Tirol) 1679. — S Serap. XX, 145. 

JMillenau. (Mahren.) 1675. — S. Serap. XVIII, 357. 

Miltenberg. (Baiern.) 1523. — Bernhart Jochim. War- 
haftig Bericht wye die Chriften zu Miltenberg von hern Al- 
brechts Cardinals Erzbilchoffs zu Maintz Thumhern od. Stat- 
halter, des rechten glawbens halben, gefturmbt feynn. etc. 4°. 
2 Bogen. 

(Aus Asher's in Berlin Auct.-Katal. v. 7. Dez. 1854. 
No. 625.) 

Mondonnedo. (Span.) 1550. — (Molina.) Descripcion del 
reyno de Galizia y de las cosas notables del. Compuesto por 
el licenciado Molina. — Fue impresso el presente tratado en 
la ciudad de Mondftnedo en casa de Augustin de Paz acabose 
el segundo dia del mes de Agosto. Alio mil quinientos y 
cincueta. 4°. 6 u. 62 Bll. 
(Brunet: T. Ill, 424.) 

Monrefuge. (Landhaus bei Wien in Oest ) 1795.— (Pri- 
val-Druckerpresse.) In Dupont: historie de rimprimerie. 1854. 
Tom. U. p. 600 sagt der Verfasser bei dem Druckorte Mon- 
refuge: C'est dans cette maison de campagne que le prince 



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73 



Charles de Ligne, k qui elle appartenait, fit imprimer ses 
-Melanges politiques et litteraires, de 1795 a 1811. 34 Voll. 
in 12°. 

Monte-Casino. (Neap.) 1740. — (Albert Mazzolenus). In 
Numismata aerea selection maximi moduli, e museo pisano olim 
corrario animadversiones. — In monasterio Benedicto-Casi- 
nate. 1740—1741. 4 Tomi. fol. 

Namiest. (Mahren.) 1533. — Isagogicou gene gest etc. 
8°. — Erste bohmische Sprachlehre. Siehe Dobrowsky Bdhm. 
Literal. II, 35. 164. 

(Ebert bibliogr. Lex. No. 10556.) 

Nickolsburg. (Mahren.) 1526. — 1) Ein kurlze enlfchul- 
gung J. Balthafar Huebmdrs von friedberg an alle Chrift- 
glaubige menfehen das fy ficb an den erdichtenn vnwarhayten 
fo im Tein mifsgonner zu legen nit ergern .... Gedrnckt 
durch Simprecht Sorg genannt frofchauer. 4°. 8V 2 Bll. 

2) Handlung yetz den XIII. Tag Marcy des XXVI. Jars 
So zn Ofterlytz in Merherrn x ) durch erforderte Versammlung 
Yieler Pfarrer vnd priefterfchafflen auch etlicher des Adels vnd 
anderer in Chhftlicher Lieb vnd ainigkayt befchehen vnd in 
Syben Artickl befchloffen mitfamt derfelbem Artickl Erkla- 
rung. 4°. 

3) Ein Gefprech Balthafar Huebmors von friedberg 
Docktors auff Mayfter Ulrichs Zwinglens ze Zurch Taufbuech- 
len von dem Kindertauff. Nicolfpurg. 1526. 4°. 36 Bll. (mit 
dem Zeichen frofchauers S. F., dem Leonhart und Hans von 
Lichtenftein, Vettern, gewidmet.) 

4) Der vralten vnnd gar neuen Leerern vrtail, das man 
die jungen Khindlen nil tauffen folle bis fy im Glauben vnn- 
derricht find. 1526. 0. Balthafar Huebmor von Friedberg. 
Datum zu Nicolfpurg in herrn ofwalden zymmer am 21. July 
A. 1526. 4°. 

(Aus driver's Beitrr. z. Gesch. etc. S. 18 u. 19.) 
Oberbronn. (Elsass.) 1691. — S. Serap. XIX, 368. 
Ostrau (= Insula hortensis in Mahren.) 1568. — Nowj 
Zakon, d. i. Neues Testament in bdhm. Sprache, aus dem 
griech. Urtexte. II. Ausg. dieser Uebersetzung von Joh. Bla- 
hoslaw, Prediger der Prerauer Brudergemeinde. — Die Editio 
princeps ist vom J. 1564. o. 0. 

(Aus d'Elverfs Beitrr. z. Gesch. etc S. 32.) 
Potsdam. 1727. - S. Serap. XIX, 172. 
Ravensburg. 1627. — Drucker: Johannes Schrdter. 

(Nach E. Wegelinls Mittheilungen.) 
Reesz. (Preussen.) 1584. — S. Serap. XIX, 368. 
Reinsperg. 1608. — M. Luther trewherzige Warnung 



1) D. i. Hosterlitz im ehem. Znaimer-Kreise. 



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74 

flch far den Sacramentsfchwermern d. i. Zwinglianern ond 
Calviniflen fleiffijj zu huten. 4°. 

(Aus Gosohorsky's in Berlin Ratal. No. XIX. — 1855. 
S. 31.) 

Salmansweiler (ehem. Cisterz.-Stift in Schwaben, jetzt 
unler Baden.) 1718. — „hundig, Harmonia theologico-philo- 
sophica. u etc. fol. 

(Nach P. Wegelin's Mitlheilong.) 
Salzburg. 1525. - S. Serap. XVIII, 258. 
Schleusingen. (Preuss.) 1555. — Ein chriftliche verma- 
nung n. erinnernng etc. Von den letzten fchweren zeiten des 
Jiingften tages, Gefchrieben im 1546. Jhar. — Gedr. zu Schleu- 
fingen d. Herman Hamfing. Anno 1555. 1 Bogen in Quart. 
Mil Lather's grossem Bildniss in schdnem HolzschnitL 

(Aus Asher's in Berlin Auct.-Katal. v. 7. Dec. 1854. 
No. 974.) 

Schnerszheim. 1526. — Beclagung Teulfcher nation uber 
die vnbillichen befchwerd vnnd bezwingknusz des Romifchen 
ftuls. 4°. 10 Bll. 

(Panzer: Annalen der alt. deutsch. Lit. II, S. 457. — 
und auch in Lippert's zu Halle AucL-Kal. v. J. 1846. 
No. 5699.) 

Schoeneck. (Sachs.) 1617. — S. Serap. XIX, 127. 

Schwabach. (Baiern.) 1524. — J)em Edlen vnd Veften} 
Erfamen vnd weyfen | Wolff Chriftoffel von Wiflfenthaw ge- 
nant Amptman, Burgermeiftern vnd Rathe zu Schwabach be- 
kaut Meinen gunftigen Junckhern | Auch meinen lieben Herrn 
vnd Burgern u — Gedicht auf die Reformation bezuglich." 5 Bll. 
mil Titelholzschn. 4°. Unterzeichnet: „N. Fafsnacht genannt. 
In der Laruen vnbekant." 

(Aus Asher's in Berlin obigem Auct-KataL No. 719.) 
Siehe auch Serap. XVm, 353. 

(S.) Sebastian. (Span. Guipuscoa.) 1674. — S. Serap. 
XK, 171. 

Skutari. (= Skodra in Serbien.) 1563. — Triod cwjetayj, 
od. Pentekostar, das Oster-Triodion, durch Steph. von Skodra 
und den Drucker Camillo Zanetti, am 24. Dec. 1563. — Fol. 
224 Bll. 34 Z. ohne Cust. u. Seitenz. mit latein. Signatur. 
Nach Schaffarik in d. Wiener Jahrbb. d. Liter. 1829. 
Bd. XL VIII. Anz.-Bl. S. 23.) 
Stein. (Nied.-Oest.) 1571. S. Serap. XV, 218. — Tern.- 
Compans hat irriger Weise den Druckort Krems anstatt Stein 
aufgeluhrt. 

Steyer (Ober-Oest.) 1697. — S. Serap. XXII, 40. (meine 
Berichtigung zu Serap. XXIII, 258.) 

Teufen. (Schweiz, Kant. Appenzell) hat nach P. Wege- 
lin's Mittheilung erst im J. 1752. eine typograph. Presse er- 
halten. 



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w 

Tang er loo. (Belg.) 1794. — Acta Sanctorum quotquot 
to(o orbe coluntur, collegit, digessil, notis illustravit Joann. 
Bollandus. etc. Vol. LIIL Mens. Ootobr. Tom. VI. Tongarlo®. 
1794. Fol. 

Die vorausgehenden 52 BSnde sind zu Aniwerpen und 
Brussel 1643—1786. gedruckt. 

(Die vollslandige Sammlung in der Sliflsbibl. zu Gdtt- 
weig.) 

Ucbcrlingen. (Wfirlemberg.) 1700. — Nach Wegelin's Mif- 
theiluog ward daselbst ein Theaterstfick „Hercules illuslris u 
in 4°. gedruckt yon Job Geo. Salomon. 

Ursel (in der ehem. Chur-Mainz. Grafschaft Konigstein.) 
1556. — Geschicbte der Jaden, aus dem Orig.-Texte des Jo- 
seph. Flavins fibers, von Mu aster. Ursel. 1556. dnrch Nicol. 
Henricnm. 4°. 

(In der Sliflsbibl. zn Gottweig.) 

Vianen. (Holland.) 1563. — S. Serap. XIX, 366. 

Vtllach. (Karnlhen. 1561. — S Serap. XVIII, 355. 

VUtoria. (Span.) 1780. — Landazuri: Historia de la 
cindad de Vitloria. 4°. 

(Brunet: T. V, No. 26155.) 

Waldsass. (Baiern.) 1734. — Ludov. de Ponte, (S. I.) 
Meditaliones de praecipuis fldei nostra mysteriis, vit® ac pas- 
sionis D. N. Jesu Chr. el B. V. Maris, sanctorumque et evan- 
gelior. tolo a. occurentium, interpr. M. Trevinnio, s. T. 6 Par- 
tes in 1 Vol. fol. 

(Aus Fid. Butsch's in Augsburg Theol. Anzeig. 1858. 
No. 12.) 

Wangen (am Bodensee, zu Wurtemb. gehdr.) 1669. — Nach 
P. Wegelin druckte hier in dem bezeichneten Jahre Johannes 
Hubschlin, derselbe, welchen wie spater zu Feldkirch (1677.) 
beschdftigt flnden. 

Wesel. (Preuss.) 1543. — S. Serap. XV, 222. 

Wildberg. (Nied.-Oest) 1688. — S. Serap. XV, 222. 

Wimpassing. (Steiermark.) 1599. — S. Serap. XVII, 27. 

Windsor. (England.) 1798.— Cours 616mentaire d'histoire 
ancienne, k 1'usage des mesdames les Princesses d'Anglelerre, 
par Ch. de Guissardiere, ministre de la chapelle fran$oise da 
roi. — ImprimG k Windsor, chez C. Knight. 1798. 2 Vol!. 8°. 
(Brunet: T. II, 489.) 

Wisingsoe. (Schwed.) 1667.— S. Serap. XXII, 41. melne 
Berichtig. zu Serap. XVIII, 262. 

Wormer-Veer. (Belg.) 1649. — S. Serap. XVIII, 259. 

Zierickzee. (Holland.) 1640. — S. Serap. XIX, 367. 

ZUUichau. (Preuss.) 1702. - S. Serap. XVIII, 163. 



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A n h a n g. 

Druckorte des XVI. und XVII. Jahrhunderls (von Ternaux- 
Compans nicht aufgefuhrt) meist mil liturgischen Drackwerken 
in kirchenslawischer Sprache. 

Deli. (Kloster in der Walachei.) 1646. 

Ein Hissale aus dem J. 1646. — und eine Ueberselzung 
des Buches de imitatione Christi, vom J. 1647. sind die zwei 
Sliest bekannten Erzeugnisse dieses Druckortes. 

Derman'sches Dreifaltigkeit-Kloster im Gebiete dns Fur- 
sten von Ostroy. (Russland.) 1604. 

Aus dieser Druckerei kennt man einen Octolch oder 
Osmoglasnrk (Kirchenbuch mil achtstimmigen Ges&ngen) vom 
Jahre 1604. 

Digopolje (auch DIouhepole, Dolgopol, walach. Kimpolung, 
in der Walachei am Valle Mare.) 1635. 

Molitwenik od. Euchologion, jetzt Trebnik genannt, die 
Kirchenagende oder das Rituale, auf Befehl des Woiwoden 
Job. Matthaeus Bassaraba gedruckt durch den aus Kiew ge- 
kommenen Timotheus Alexandrowitsch , zu Dl'gopolje in der 
furstl. Druckerei, am 30. Juli 1635. 4°. 226 Bll., die Blattzahl 
in kyrill. Schrift, mil kyrill. Signatur. 

Ewja. (Ortschaft des Fflrst. Oginski in Russland.) 1611.) 

Die Psalmen und das Neue Testament aus d. J. 1611. — 
und ein Moralischer Spiegel in russ. Sprache, vom J. 1612. 
in 4°. sind die zwei fruhesten uns bekannten typograph. Pro- 
ducte dieses Druckortes. 

Gorasdhje (an der Drina in d. Herzegowina). 1529. 

Hier sind zwei altslawische Bucher gedruckt worden, 
durch den Monch Theodor Ljubawic auf Kosten des Bozidar 
Gorazdjanin. Das ersle ist ein Psalter in 4°. aus d J. 1529., 
das zweite ist ein Molilvenik oder Trebnik (Kirchenagende 
oder Rituale), wo es in der Schlusschrift heisst: dutch den 
Hieromonach Theodor und den Diakon Radoje gedruckt bei 
der Kirche des Grossmartyrers Georg zu Gorasdhje an der 
Frina im J. d. W. 7032. und nach Chr. Geb. 21. Oct. 1531. 
in 4°. 296 Bll. 22 Z. ohne Cust. u. Blattz. mit kyrill. Signatur. 

Krilos. (Dorr bei Halicz in Galizien.) 1606. 

Das hier 1606. gedruckte _Evangelium u ist dnrchaus fchn- 
lich dem weiter unten angefunrten Evangelium, das schon 



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77 



1569. von den ersten Moskauischen Typographeo in der Stadl 
Sabladow war herausgegeben worden. 

Kronstadt. (Siebenburgen.) c. 1500. 

Diese Stadt (auch Braschow od. Koruna genannt), gilt 
allgemein far den Druckorl des hochst seltenen auf Kosten 
des Herrn Hanns Biegner yon Kronstadt erschienenen Evan- 
geliums (o. 0. u. J.) in fol. , welches Duhch und Dobrowsky 
nach einer von Rybay erhaltenen Nacbricht in das Ende des 
XV. Jahrhunderts setzen. 

Mileschewa (in der Herzegowina) 1544. 

Ans der Druckerei dieses nahe bei der Stadt Prijepol an 
der Lima gelegenen Klosters sind nns 3 kirchenslawischeDruck- 
werke des XVI. Jabrh. bekannt geworden. Der frflheste der- 
selbenist: Psaltir, diePsalmen sammt den Synaxarien nnd dem 
Horologium, auf Befehl des Hieron. Daniel, Hegumens des 
Klosters Mileschewa, durch die Hieromonachen Mardarije and 
Theodor. Von 1. Jan.— 30. Oct. 1544. in 4°. 350 Bll. 19 Z. 
ohne Custod. u. Blattz. mit kyrill. Signatur. 

Mikschina-Czrkwa. (Kloster in Montenegro.) 1562. 

Czetworoblagowjestije, die hh. vier Evangelien, gedruckt 
durch den Hieromonach Mardarije, im Himmelfahrtskloster M. 
Cz. den 14. Juni 1562. 4°. 211 Bll. und mit der Paschalie 
214 Bll. 24 Z. ohne Custod. u. Seitenzahlen, mit kyrill. Sig- 
natur. 

Derselbe Mardarius druckte hier im J. 1566. mit Hulfe 
des Priesters Ziwko und Radul's einen sogen. Triod o. Pen- 
tikostar in kl.-fol. 218 Bll. Bemerkenswerth ist, dass die 
Schrift in beiden Druckwerken verschieden isL 

Muhlenbach. (Siebenburgen.) 1580. 

In dieser kdnigl. Stadt (slaw. Schebesch, ungar. Szasz- 
Sebes) erschien 1580 mit Erlaubniss des siebenbiirg. Metro- 
politen Gennadios ein „Minej od. Festritual u , gedruckt von 
Korusi, in fol., welchem die Venet Ausgabe vom J. 1528. 
C43 B1L in fol.) zn Grunde gelegt ward. 

Nowgorod-Sjewersk. (Klein-Russland.) 1628. 

Ein sogen. Anthologion von diesem Ort und Jahr wird im 
Neuen Anzeiger fur Bibliographic etc. 1857. S. 373. und im 
Serap. XVIII, (Int.-Bl.) 178., als unter den kirchenslawischen 
Druckseltenheiten der Kaiserl. offentl. Bibl. zu St. Petersburg 
befindlich erw&hnt 



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7S 

Rochmanow. (Russland.) 1619. 

Auf diesem Gute der Fdrstin Irene Wischnewezky ward 
im genannlen Jahre ein Evangelienbuch ubersetzt von Cyril- 
las Tranquillion gedruckt, aber bald darauf (1627.) confiscirt 
and ist desshalb von hdchster Seltenheit. 

Rvjani (sudwestl. Serbien). 1537. 

Ein Evangelienbuch in kirchenslawischer Sprache erschieo 
auch in diesem bei Usbiza an der Morava gelegenen Klosler 
im Jahre 1537. 

Sabludow. (Litthauen.) 1569. 

In dieser Stadt , welche den litthauischen Hetman Chod- 
kewitsch gehorte, ward gleichfalls, wie in den vorhin bemerk- 
ten Orten, ein Evangelienbuch gedruckt von den erslen Mos- 
kauischen Typographen, dem Diaconus Iwan Fedorow und 
Peter Mstislawzew, nachdem diese die Hanplstadt verlassen 
batten. — Von den im nachsten Jahre 1570. von Iwan Fe- 
dorow ebendaselbst herausgeg. Psalter ist nur ein eiaziges 
Exemplar bekannt. 

Sloboda (bei Moskau). 1577. 

Die neue Stadt (Alexander-) Sloboda lieferte als erstes 
Drnck-Erzeogniss einen Psalter im J. 1577. 

Stoltzenberg. (Ungarn.) 1706. 

Die ftusserst seltene Anleitung zur Slawfino-Russischen 
Grammatik, verfasst von Elias Kopiewitsch, latein. und sla- 
wonisch aus dem J. 1706. ist eines der frflhesten Producte 
einer zn Stoltzenberg errichteten Druckerei. 

Strjatino. (Galizien.) 1604. 

Dieses im Brzezanischen Kreise gelegene Kloster liess 
aus seiner Presse im J. 1604. ein Missaie in kirchenslawischer 
Sprache erscheinen. 

Ugory. (Galizien.) 1618. 

Diesen Namen fuhrt ein Dorf im Galiz. Kreise Sambor, 
wohin zwei Mdnche aus dem Sagorow'schen Kloster (in Wol- 
hynien) gekommen waren, die wahread ihres Aufenlhaltes da- 
seibst im J. 1618. eine Sammlung von Texten aus der heil. 
Schrift im Drucke herausgaben. 

Unew. (Galizien.) 1770. 

BbiKJM-b o UepKBH ciaxoH, d. i. Abhandlung von der heiL 
Kirche, ist das erste Buch, welches aus der Druckerei des 



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78 



griechisch-unirten Klosters zu Unew, einem Dorfe des Kreises 
Zloczow, hervorgegangen isl 

Wilna. (West-Russland.) 1525. 

Als das Erstlings-Druokwerk dieser Stadt, welche Fal- 
kenstein gar schon aus dem Jabre 1517. auffuhrt , gelten die 
Aposteigeschichte and Kirchengesange nach der Uebersetzung 
des Franz Skorina vom J. 1525. Dieser alsbald wieder auf- 
gebobenen Druckerei folgte erst f&nfzig Jabre spfiter (1575.) 
die Offlzin der Familie Mamonitsch, aus welcher in demselben 
Jabre die Evangelien und die Aposteigeschichte erscbienen. 

Sammlliche Druckwerke aus den iro Anhange aufgeffihr- 
ten 20 Druckorten beflnden sich in der Kaiserl. dffentlichen 
Bibliothek zu St. Petersburg, welche eine Sammlung der 
nerkw&rdigsten und seltensten Denkmaler der kirchen- 
slawischen und russiscben Typographic in solcher Voll- 
st&ndigkeit besitzt, wie sie ausserdem nirgends gefonden wird, 
und wohl aucb nicht werden kann. 

(Nach Schaffarik's Beschreibungen in den Wiener Jahrbb. 
der Literatur. Bd. XLVHL 1829. Anz.-Bl. S. 10 ff. — Serap. 
IV, 327 ff. — Serap. XVIII. (Int-Bl.) S. 163 ff. — Neuer 
Anzeiger (fir Bibliographie etc. von Jul. Petzholdt. 1857. 
S. 368 ff) 

Ietzelsdorf in Nieder-Oestreich. 



Hans Sachsen s Gedichte. 

Eine Bibliographie 
von 

Emil Weller in Zurich. 

(Fortsetz ung.) 

51. — Ein Kampffgefprech der Gdlter, warumb dieMenfchen 
nymmer Aldt werden. Nfirnberg, G. Merckel o. J. (c. 1553). 
12 Bl. 4. mit Titelbolzsch. — In Berlin und Nfirnberg. 

Da ich meins alters war 
Im fQnfftzigiften jar etc. 

52. — Ein Kampffgefprech zwifchen einer haufsmeit vnd Kind- 
beth Kelnerin. Nurnberg, Frid. Gutknecht o. J. (c. 1550). 
4 Bl. 4. — In Sololhurn. 

Vor jaren dient ich in eim haufs etc. 

53. — - Ein kampfgefprech zwifchen dem Todt vnd dem Na- 
( Or lichen leben, Weliches vnter in beden das peffer fey. 
Nurnberg. Niclas Heldeman. 1533. 6 Bl. 4. — In Berlin 
und Nfirnberg. 



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86 



Eines morgeos fru in de herbflmon 
Da woll ich aufs nach vogeln gon etc. 
Ein Kampfgefprech zwifchen dem Todt vnnd dem Na- 
turlichen leben, Weliches vnter jn beyden das pefler 
fey fall kurtzweylich za lefen. 1538. Am Eade: 
Nurnberg durch Hanns Wanderyfen. 6 Bl. 4. — In 
Berlin. 

Nurnberg, Hans Meldemann. 1553. 6 Bl. 4. 
Nurnberg, Herm. Hamfing o. J. (c. 1553). 14 BL 4. 

54. — - Ein Kampffgefprech zwifchen fraw Tugend vnd fraw 
Gluck. Nurnberg, H. Hamfing o. J. (c. 1553). 12 BL 4. — 
In Berlin und Nurnberg. 

Als in defs Mayen bliit elc. 

55. — Ein Kampffgefprech zwifchen Waffer vnd Weyn. Nurn- 
berg, H. Hamfing o. J. (c. 1553). 6 Bl. 4. — In Berlin 
und Nurnberg. 

Vor Jahren als ich in Welfchland 
Zu Genua der flalt genand 
Lag in dem keyferlichen heef etc. 
Ein kampfgefprech zwifchen waffer vnd weyn. Nurn- 
berg, Val. Neuber o. J. (c. 1555). 8 BL 8. mit Titel- 
holzsch. — Hagens Bucherschatz No. 1194. 
Vor jaren als jch im Welfchlandt etc. 

56. — Von dem v&rlornen redenten gulden. Nuremberg, G. 
Merckel. 1553. 10 Bl. 4. — In Berlin und Nurnberg. 

Da ich wandert yon Nurnberg 

Gen Wien, vnd kam zum kalenberg etc. 

57. — Das Hailthumb, fur das vnfleifsig Haufshalten. Nurn- 
berg, Nic. Knorr. 1554. 4. — In Berlin. 

Zu Magdeburg Yor manchem jar etc. 
(Fortsetzung folgt.) 



Bibliothekchronik und Mi s cellane e n. 

Dem Dr. Ludolf Krehl, Secretair an der kbnigl. ttffentlichen 
Bibliolhek zu Dresden, ist die Stelle eines Custos an der Univer- 
sitatsbibliothek zu Leipzig iiberlragen worden. Zugleich hat der- 
selbe eine ausserordentliche Professor (fur die orientalischen Spra- 
chen) erhalten. 



Verantwortlicher Redacteur: Dr. Robert Nautnann. 
Verleger: T. 0. Weigel. Druck von C. P. Melzer in Leipzig. 



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SERAPEUM. 

fttr 

Blbliothekwissenschaft, HaiidschrifteokuDde udi) 
&ltere Litteratur. 

lm Vereine mit Bibliothekaren und Litteraturfreundeo 
herausgegeben 

Ton 

Dr. Hobert Naumann. 

JVt 6. Leipzig, den 31. Marz 1861* 



A n z e 1 g e. 

Bulletin du Bouquiniste. Paraissant le l er et le 
15. de chaque mois. 4 e Annee. — (2* Semestrc.) 
85 e — 96 e numero. l er Juillet— lS.Decembre. Paris, 
chez Aug. Aubry, libraire, rue Dauphine 16. (Berlin, 
Asher, Behr. Leipzig, Brockhaus. Francfort-s.-M., 
Baer. Tubingue, Fues.) S. 388—733. Gr. 8». 

Das Bulletin da Bouquiniste muss gegenwdrlig den be- 
sten bibliographischen Zeitschriften beigezahlt werden. Das 
grosste Interesse freilich gewahrt es, seiner nachsten Bestim- 
muog entsprechend, den Bibliophilen und Bibliographen Frank- 
reichs, denen es unentbehrlicb , aber aucb ausserhalb Frank - 
reichs verdient es aufmerksameBerucksichtigung. Hrn. Aubry's 
Bficherlager hat einen reichen Vorrath yon Werken aufzu- 
weisen, die durch den ausw&rtigen, namentlich deutscben 
Buchhandel schwer zu erwerben sind und yon denen manche 
in keiner bedeutenden offentlichen Bibliothek vergeblich ge- 
sucht werden sollten. Es bedarf nur einer flQchtigen Durch- 
sicht der Nummern 6494 bis 8481 des Verzeichnisses, weiche 
in den sechs Monatsheften der zweiten H&lfte des zweiten 
XX1L J&hrgaig. 6 




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89 

Halbjahres zum Ankaaf dargeboten werden, am sicb davon 
zu Qberzeugen. Es ist dabei nocb besonders zu bemerken, 
dass einzelne Zusammenstellungen aaf denselben Gegenstand 
sich beziehender Werke dem Verzeichnisse einen bleibenden 
bibliographischen Werlh verleihen. Die ersle Halfle enthait, 
wie gewohnlich, eine ansehnliche Reihe von Besprechungen 
bibliographischer, litterarhistorischer, historischer, archaologi- 
scher u. a. Erscheinungen der neueslen franzdsischen Litte- 
ralur, deren nahere Kenntniss auf anderem Wege zu erlangen 
selbst in Frankreich nicbt leicht ist, da sie theils in den Pro- 
vinzen, iheils our in wenigen Exemplaren gedruckt sind. Un- 
ter den Mittheilungen namhafter franzosischer Gelehrten, die 
gleichfalls ein Bestandlheil der Hefle, triOt man neben klei- 
neren Arlikeln auch manche nmfangreiche Arbeit an. Hier 
konnen nur einige genannt werden. 

Herr C. F. Vergnaud- Romagnesi giebt in Nr. 8G unler 
der Ueberschrifl Bibliographie Orleanaise ausfuhrlichere Nach- 
ricbten von belreffenden Manuscripten, kurzere von gedruck- 
ten Schriften. In derseiben Nummer ersucht Herr Sadault 
de Buffon in Chalons, der Herausgeber der Correspondenz 
Buffon's, von welcher zwei Bande erschienen sind, die Be- 
sitzer von Antographen am Beitrage zu der Fortsetzung 
Herr Rouard, Bibliotbekar zu Aix, liefert eine Notice biblio- 
graphique sur M. le marquis de Lagoy, correspondant de 
rinstitut de France, de I'Institut archeologique , etc., einen 
ausgezeichneten Numismatiker. Nr. 88 enthalt u. A.: L'Apo- 
logie du paysan du Danube. Guevara. — Boaistuau. — La 
Fontaine. — Charles Nodier, von Herrn Hiver de Beauvoir; 
ferner Erganzungen der Bibliographie Orleanaise von zwei 
Abonnenten des Bulletin ; Nr. 89. einen Bericht Qber die nur 
iu einer kleinen Anzahl von AbdrQcken verdffentlichle Schrift: 
L'enfer du bibliophile vu et d6crit par Charles Asselineau, 
von Herrn Emile Colombey ; Nr. 90: Note sur Hyacinthe Mou- 
nier, poele du WW siecle, dessen geislliche Poesien nur 
einmal von Estienne David in Aix, 1636, 8°., gedruckt und, 
sonst ohne Werlh, eine grosse Seltenheit sind, von Herrn 
Antonin Voisin. lnteressant sind die von Herrn E. J. B. Ra- 
th ery eingesandlen, in Nr. 91 abgedruckten Briefe des Prasi- 
denlen Bouhier, des P. Lelong, des Ministers Maurepas und 
eines Ungenannten. Nr. 92 bringt von Herrn Georges Du- 
plessis eine bio-bibliographische Notiz uber Jules Renouvier, 
geb. in Montpellier am 18. Dec. 1804, gest. im Sept. I860, 
der die Revue universale des Arts und die Gazette des Beaux- 
Arts mit trefflichen archaologischen Artikeln bereicherle and 
n. A. herausgab . Des types el des manieres des maitres-gra- 
veurs. Montpellier, Boehm, 1853—1856 , 4 Bande, 4°., oach 
Herrn Duplessis' Urtheil das vorzuglichste Werk dieser Art; 
ferner: Les peintres de Tancienne ecole hollandaise — Gerard 



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S3 

de Saint-Jean de Harlem et le tableau de la Resurrection de 
Lazare. Paris, Rapilly, 1857, 8°. ; Hisloire de l'origine et des 
progris de la gravure dans les Pays-Bas et en Allemagne 
jusqu'A la fin du quinzi&me sifecle. (Memoire couronne par 
I'Academie royale de Belgique le 23 septembre 1859.) Bruxel- 
les, Hayez, 1860, mit eioer Tafel Abbildungen von Mono- 
grammen. Aus Nr. 93 hebe ich das Folgende hervor: Nach- 
(rag zu: L'apologie du paysan du Danube in Nr. 88, von 
Herrn Eusebe Castaigne, Stadtbibliothekar zu Angouleme; 
Nachweise eines Abonnenteu uber: Les amours d'Anne d'Au- 
triche avec monsieur le C. de K., u. s. w.; Notes bibliogra- 
phiqnes, unterz.: Un bibliophile chartrain, ein Verzeichniss 
yon neunzehn Buchern, die, wenn sie Herrn Brunei auch wahr- 
scheinlich bekannt, in der neuen Ausgabe seines Manuel sich 
doch nicht befinden; vier derselben sind in Herrn Hofrath 
Graesse's Tresor aufgefuhrt. In Nr. 94 sind bemerkenswerlhe 
Aufsatze: Bibliolheque des eglises cathedrales d'Angleterre, 
von Herrn Gustave Masson in Harrow of the Hill ; Courrier 
russe, von Herrn M. Poloudensky, betreffend: 1. La legende 
de la vie et de la mort de Demetrius, Amsterdam, chez Cor- 
neille Nicolas, a Penseigne du livre a escrire, 16U6, 31 SS., 
8°., oder vielroehr den neuen, vom Fursten Michael Obolenski 
1839 veranstalteten , mit einer Einleilung versehen Abdruck, 
der ebenso selten wie das Original ist; 2. The reporte of a 
bloodie and terrible massacre arrived in the city of Mosco, 
1607, 1859, in's Franzdsische vom Fursten A. Galitzin Ober- 
setzl; Une lettre inAdite de Jacques Amyot (geb. in Melun 
1513, gest. in Auxerre 1593), von Herrn Abel Jeandet in 
Verdun ; in Nr. 95 : Schreiben des Fursten Augustin Galitzin, 
in welchem fur seine Vermnthung, dass der Kaufmann lsaak 
Massa Verfasser des von ihm ubersetzten Berichtes uber das 
Blutbad in Moscau, 1606, sei, auf Herrn Frederik Muller's 
Essai d'une Bibliographie neerlaudo- russe (m. s. Serapeum, 
I860, S. 121 ff.) S. 103 ff. Bezug genommen wird; Massa war 
bereits 1601 in Kussland und kam nicht erst, wie Adelung 
behauptet, 1609 dahin; „il a vu triomphant u , heisst es, n et 
puis trahi et assassin^, celui qu'on appelle le faux Dmitri, 
mais auquel je ne puis donner cette qualification". In der 
lelzlen Nummer 196, finden wir: Vieux noel decouvert dans 
la reliure d'un livre, von Herrn Victor Pelletier, Domherrn 
der Kirche zu Orleans. Nicht litterarhistorisch-bibliographi- 
scher Natur, aber ffir die Geschichte der Stadt Orleans jetzt 
werthvoll, ist: Siege d'Orleans de 1429. Memoire sur les 
dipenses faites par les Orleanais en prevision du s\b%e et 
pendant sa duree, en fortifications, armes di verses, troupes, 
gratifications, dons a Jeanne d'Arc et autres, extraits des 
comptes de la ville d'Orleans et de divers auteurs et manu- 
scrits, par Vergnaud-Homagntsi , membre de la Soci6te des 

6* 



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84 



Antiquaires de France, etc. (Anfang, 1410—1420. Fortselzang 
folgt.) 

Von neuen Pablicationen, die von Herrn Aubry zu be- 
Ziehen , oder von ihm verlegt sind , ftihre icb nur an : Manuel 
du bibliographe normand, par Ed. Frere. Rouen, 1857—60, 
2 Bde., gr. 8°. — Testament litt6raire de Leber, suivi d'une 
description sommaire des livres et objets d'art les pins re- 
marquables de son cabinet Origans, 1860, 8°. — Les So- 
cietes de Rb6torique et lenr representations dramaliques chez 
les Flamands de France, par I'abbe D. Carnel. Pans, A. 
Aubry, 1860, 8°., mil Wappenabbildung. — Supercheries liu 
teraires devoilees, par Querard, tome V et derniers. — An- 
tonius Arena. Notice historique et lit (era ire, par Aug. Fabre. 
Marseille, 1860, kl. 8°. — Poeme inedit de Jehan Marot, 
public d'aprfes un manuscrit de la Bibliolhfeque imp6riale, 
avec une introduction et des notes, par G. Guiffrey, 1860, 8°., 
gedruckt von L. Perrin, mit Nachbildung einer Miniatur, wel- 
che den Dichter, sein Buch der Kdnigin Anne uberreichend, 
darstellt — Les historiens de Lille. Notes bibliographiques, 
par H. Pajot; 2 e Edition augmentee. Lille, 1860, 8°., (aus dem 
Bulletin du bouquiniste). — Manuel du libraire et de l'ama- 
teur de livres, 2 e partie du tome I. — Ausffibriicbe Inhalts- 
angabe der Histoire de la Biblioth&que Mazarine, par Alfred 
Franklin, Nr. 93, S. 620-622. 

Durch Ulustrationen sind zwei Aufs&tze in Nr. 90 und 
92 erlfiutert. 

Der Preis des Bulletin ist sehr billig (5 fr. ffir das 
Ausland). 

Hamburg. Dr. F. L. Hoffmann. 



Ehrenrettung und Vertheidigung des 
Kaspar Sagittarius 
gegen den Vorwurf eines von ihm mit absichtlicher Ver- 
schweigung der benutzten Quelle begangenen Plagiats. 
Nebst einigen die Gleichische Geschichte desselben und des 
Paul Jovius belreffenden Beilagen. 
Von 

Hofrath Dr. Hetise in Rudolstadt. 

Kaspar Sagittarius (geboren zu Luneburg d. 23. Sep- 
tember 1648, ffestorben zu Jena, als Professor der Geschichte, 
den 9. Mdrz 1694) hat sich besonders durch theils bei seinem 
Leben, theils erst nach seinem Tode im Druck erschienene, 
oder in der Handschrift hinterlassene Werke, die er der Er- 



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85 



forschang and Aufklarung der Zustande Thuringens in den 
frahesten Zeiten und dem Mitlelalter widmete, verdient ge- 
machl, und uber die Grenzen and Bewohner dieses Landes, 
die Einfuhrung and Verbreitung des Christenthums in demsel- 
ben, den Wechsel and die Schicksale seiner Beherrscher, die 
wichtigsten Alterthumer and Merkwurdigkeilen der Vorzeit, 
viel sicherere and genugendere Kunde gegeben, als seine zahl- 
reichen Vorgfinger welche aas anlaaieren Qaellen ohne Unter- 
schied und vorsicntige Auswahl zu schopfen gewohnt waren. 
Bei Behandlung dieser Gegenstande slutzt er sich nicht auf 
unverburgte Sagen, fabelhafle and abenteuerliche Berichte 
der Chroniken, oder auf gewagte and anerwiesene Ver- 
muthungen, sondern er brichl sich, unbeirrt von solchen 
leichtglaubigen und unkritischen Erzahlern, an der Hand wahr- 
heitsliebender and vorartheilsfeier Fuhrer, Bahn darch das 
dustere Dunkel, welches jene fernen Jahrhanderte bedeckt, 
uber die er durch scharfsinnige Prufung des dargebotenen 
Strifes auf die uberraschendste and gelangenste Weise helles 
Licht verbreitel. Durch solche, damals sehr sellene Yorzuge 
empfahlen sich die Arbeiten dieses fleissigen Gelehrten nicht 
nur den Zeitgenossen, sondern sie flnden auchnoch jetzt Beifall 
und die dankbare Anerkennung, dass far die Nachfolger das 
Fortschreiten auf dem von manchem vorher darauf wuchern- 
den Unkraut gereinigten and bin and wieder mehr geebneten 
Felde der Geschichte Thuringens darch seine sich dem vor- 
gesteckten Ziele annahernden Beslrebangen wesenllich gefor- 
dert and erleichtert wird. 

Manche unter den letztern, die in Sagitlar's Fasstapfen 
traten, liessen es sich angelegen sein, die Leistungen dessel- 
ben anparteiisch zn wurdigen and ihm das gebuhrende Lob 
reichlich zu spenden. Doch mangelte es auch nicht an sol- 
chen, welche ieisen oder lauten Tadel uber ihn und diese 
oder jene von ihm aufgestellte Behauptung aussprechen zu 
kdnnen glaubten. Zwar weit entfernt, alien diesen zum Theil 
anbilligen Aeasserungen beizuslimmen , nehmen wir jedoch 
Anstand, das was aus Sagittar's Feder geflossen ist, durchaus 
fur volikommen und unverbesserlich zu erklaren, und sind 
im Gegentheile uberzeugt, dass an seinen Schriften verschie- 
dene, mehr oder minder auffallende Mangel und Flecken haf- 
ien, die wir jetzt nicht einzeln zu beruhren Willens sind, die 
aber wol vornehmlich daraus herzaleiten und in so fern zu 
entschuldigen sein mdchten, dass ihm bei seinen Untersuchun- 
gen viele Urkunden und andere Halfsmittel noch nicht zu- 
ginglich waren, welche erst nach seinem Tode entdeckt und 
veroffentlicht wurden. 

Wir wollen jetzt versnchen, den unermudeten Forscher 
von einer Anklage zu reinigen, die ein sonst in der thurin- 
gischen Geschichte sehr bewanderter und thatiger Bearbeiter 



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86 



mehrerer Zweige derselben gegen iho zu erheben sich fBr 
berechtigt hielt, uod wfinschen am so sehnlicher, dass uns 
dieses Vorhaben gelingen moge, weil durch jenes Urlheil aucb 
der sonst, so viel wir wisseu, nirgends angefochtene Charak- 
ter des biedern und aufrichtigen Mannes verdachtigt nod in 
Schatten gestellt wird. 

„Sagittar soil namlich, so lautet der fiber ihn gefailte 
Richterspruch , dessen Urheber der ausserdem rQhmlich be- 
kannle (im Jahre 1828 zu Arnsladt verstorbene) Schwarzburg- 
Sondershausische Hofrath Johann Christian von Hell bach 
ist, (s. dess. Archiv far die Geographie, Geschichte uud 
Stalislik der Grafschaft Gleichen und ihrer Besilzer. 1. Bd. 
(Altenburg 1805. 8°.) S. 78. 85 ff — ), bei Abfassung seiner 
Historie der Grafschaft Gleichen ein offenbares Pla- 
giat begangen und diese an einem ahnlichen Werke des Paul 
Gotze (oder Jovius), (der den 4. Julius 1633 als Rector 
zu Ebeleben im Schwarzburg-Sondershausischen starb , siehe 
fiber dessen Leben und Schriften mein Verzeichniss ge- 
lehrter Schwarzburger aus dem Auslande 4. St. Rudolstadt 
1834. 4. S. 4 — 8) verfiblen Raub anf unverantworlliche Weise 
absichlich verschvviegen und eine Seite nach der andern, bios 
mil Einschaltung bald grdsserer, bald geringerer Zusalze 
aus jenem, ohne Nennung des Namens des ursprunglichen 
Verfassers, worllich abgeschrieben haben. u 

Auf den ersten Blick hat diese, durch Sagittar's tiefes 
Schweigen fiber sein ebengenanntes Vorbild, dem er fast 
ausschliesslich gefolgl sein soil, veranlasste und bestatigte 
Meinung vieles Wahrscheinliche; doch wurde von Hell bach 
durch das von jenem in dem, seiner Schrift beigefflgten, aber 
durch des Herausgebers Dr. Ernst Salomon Cyprian Sorg- 
losigkeit nicht gedruckten Vorrede abgelegte Gestandniss 
fiber die darin benutzten Vorarbeiten Anderer unfehlbar eines 
bessern belebrt worden sein. 

Je weiter wir den Weg, auf dem wir Sagiltars Ehrenret- 
tung zu erreichen suchfen, verfolgten, desto erfreulichere Aus- 
sichten eroffnelen sich uns zu andern fiber diese gelehrte 
Arbeit desselben und diejenige seines Vorgangers, die er, fast 
ohne eigene Zuthal, zum Muster genommen haben sollte, sich 
darbietenden Aufschliissen , namentlich fiber ihre allmalige 
Entslehung, die dabei gebrauchten Quellen und Hulfsmittel, 
die Schicksale, welche sie nach dem Tode ihrer Verfasser 
erfuhren, die ihrer dffentlichen Bekanntmachung schon anfangs 
sich enlgegenstellenden Hindernisse, die erst nach einer Reihe 
von Jahren beseitigl werden konnten, fiber manche bei der 
Herausgabe beliebte Weglassung damals aus politischen Rfick- 
sichten bedenklich und ansldssig scheinender Stellen und be- 
sonders der Anhange, worin an gewisse, schon in dem Haupt- 
werke kurz beruhrte Personen spdterer Zeit sich knfipfende 



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87 



Ereigtrisse ausfohrlicher erzahlt sind ; fiber die Beschaffenheit 
der heutiges Tages vorhandenen , hier und da von einander 
abweichenden , bald mehr, bald minder vollstandigen Copien 
beider Werke, die von Paullini unternommene Vermehrong 
und Fortsetzung der gleicbischen Chronik des Jovius etc. 

Von diesen insnesammt soli jetzt das Wichtigste und 
Inleressanteste, zugleich als erganzender Beilrag zu Aufkla- 
rung mancher noch nioht genugend erorterter Lebensverhalt- 
nisse dieser Histohker, mitgetheill werden. 

Zuvorderst richlen wir unser Augenmerk auf Sagittar's 
Historic der Grafen von tileichen, zu deren Heraus- 
gabe, nachdem sie seit ihrer Vollendung im Manuscript lange 
im Verschluss der Archive, oder in den Handen ihrer Vor- 
sleher, welchen sie zur Beurtheilung anverlraul und dadurch 
der freien Benutzung missgunstig entzogen worden war, man 
einen nichl mit grundlicher, zu diesem Geschaft unentbehr- 
licher Kenntniss der dem Kreise seiner theologischen Sludien 
fern liegenden Thuringischen Geschichte ausgerusteten Mann 
wahlte, so dass dieses sehnlich erwartete Buch haufige Spu- 
ren der Uebereilung und Sorglosigkeit des mit dem Abdrucke 
Beauftragten an sich tragt und jetzt in einer hin und wieder 
verstummelten wesentlicher Bestandlheile, die ihm zur Empfeh- 
lung und Zierde gereicht haben wurden, entkleideten und uber- 
dies vod Druckfehlern und anderen Irrthftmern verunreinigten, 
kaum massige Anspruche befriedigenden Gestalt, unter fol- 
gendem Titel erschien: 

Casparis Sagittarii, der heiligen Schrift Doctoris, und 
Historiarum Professoris zu Jena, auch des Hochfurstl. Sach- 
sischeu Sambt-Hauses Historiographi , grundliche und aus- 
fuhrliche Historia der Grafschalt Gleichen, aus uuterschied- 
lichen Furstlichen, Graflichen, Freyherrlichen Archiven, auch 
geschriebenen und gedruckten Monumenten mit Fleiss zusam- 
mengetragen, worinnen viele Kayserliche, Konigliche, Furst- 
liche, Grafliche, Adeliche Geschlechts- und sehr viele aodere, 
insonderheit aber Thuringische Geschichte erlautert werden, 
mit ndthigen Kupfcrn, Stamm-Tafeln und Registern versehen. 
Nunmehro aber auf vieler Begehren, aus des seel. Autoris 
Autographo, nebst einem nothigen Vorbericht ans Licht ge- 
slellet von Ernst Salomo Cyprian D. Consistorialralh zu 
Friedenstein. Frankfurt a. M., bey Frantz Varrentrapp. 1732. 
4. (Dedication 7, Vorbericht 8, Verzeichniss der Documente 
8 Blatter, 476 Seiten, Zugabe 1 B., 24 Bl. Register.) 

Schon fruhzeitig hatte man Sagittar's Manuscript, dessen 
Herausgabe sich so lange verzdgerte, durch Abschriften zu 
vervielfaltigen sich bemuht. Dergleichen Copien sind in offent- 
lichen und Privatbibliotheken vorhanden una Ziehen auch noch 
jetzt unsere Aufmerksamkeit auf sich, weil sie Sagittar's Auf- 



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88 



zeichaoagen nicht nar vollsttadiger und genaner wiederholen 
als jener Abdruck, soodern auch weil sie von ihren gelehrten 
Besitzern mil Anmerkungen bereichert, erganzt and berichtigt 
worden sind. Dahin gehdren vorzuglich zwei, von denen 
wir Kenntniss erlangt haben, ndmlich: 

I. 

Die erste in der Jenaischen Uni vers iUtsb i blio- 
thek, veranslallet von F. Rudolphi, dem Verfasser der 
Golha diplomafica, der das Original lange bei sich im Hause 
hatte, nnd dessen Schwiegersdhnen Johann Basilius Gypner 
oder von Gleichenstein, welche beide diesem Werke 
grosse Sorgfalt zuwendeten. Ihnen verdankt man ein, dem- 
selben beigefdgles , das Cyprianische an Umfang und Voll- 
slandigkeil uberlreffendes Register and die Miltheilung einiger 
Nachrichten fiber die Schicksale der Urschrift und des dar- 
tiber gefQhrten Briefwechsels , auch die ErhaUung bei dem 
Abdruck iibergangener Slellen, so wie verschiedener, von der 
kunstgeubten Hand Jak. von Me II en gefertigter Zeichnun- 
gen } die der Herausgeber als unnutz bei Seite legte, z. B. 
des Grabmals des sogenannten zweiweibigen Grafen von Glei- 
chen zu Erfurl, des farrenrodischen Teppichs etc. 

Die Zahl sSmmtlicher Ahbildungen, welche Sagiltar ftir 
sein Buch beslimml hatle, belief sich uberhaupl auf 32, vro- 
von wir das Verzeichniss aus dem Jenaischen Manuscriple 
(mil einigen Nachlragen) (unten C.) beifugen wollen. 

A. Sagittar's Handschrift betreffende Briefe. 

a) An J. Basil, von Gleichenstein, S. Weimar. Ober- 
amtmann zu BQrgel. 

Es ist mir ohnlangst Reimanni hist, literar. de libris ge- 
nealogicis zu Handen kommen, in welcher ich p. 123. gele- 
sen, dass Ew. Hochwohlgebl. Excellenz B. Sagittarii Historic 
der Grafen von Gleichen aus des sel. Abts Schmidt Bibliothek, 
als dieselbe noch in Calba gewesen, uberkommen haben. In 
eben diesem Buch ist noch p. 113 beflndlich, dass Paul us 
Jovius oder Goeze ein Chronicon Glichense geschrieben, so 
in dem Archive zu Arnstadt beflndlich sein soil. Wie ich nun 
gleich auf die Gedanken kommen, es mdchte Sagittarius dies 
Mst. erhallen haben, indem er zu Arnstadt wohl bekannt ge- 
wesen, nnd solches in Verfertigung seiner Historic gebrauchl 
haben (wie man ihn denn zu Wittenberg unter die Plagiarios 
gerechnet), also bin dessen von einem guten Freund in Arn- 
stadt mit mehrern versichert und berichtet worden, dass Sa- 
gittarius ermeldtes Mst. Jovii in einem Collegio prodociert 



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89 



end als was Seltsames gezeiget habe, daher es in dem Am- 
stadtischen Arcbiv nicht mehr anzutreffen — so habe — urn 
Nachricht aosuchen wollen, ob beide erwahnle Mst. oder oar 
eins davon, insonderheit das Sagiltarianum, in dero renomir- 
ten Bibliotbek noch vorhanden. — Ohrdruff den 13. Sept. 
1731. Joh. Abrah. Kromayer, Superinl. das. 

b) Schreiben des Herzogs Wilhelm Ernst zn Sachsen- 
Weimar an den Herzog Friedrich zu S. Gotha. Ew. Liebd. — 
wird bereits zura Theil nicht unbekannt sein, welcher gestalt 
der versl. Prof, historiar. zu Jena C. Sagittarius eine ziem- 
liche Anzahl von Manuscriptis, die er selbst verferliget, und 
besonders znr Thfiringischen Historie vertraglich sind, hin- 
terlassen, vor seinem Ende aber dem damaligen Abt Schmidt 
zn Helmstadt comittiret, dass er solche drucken lassen oder 
an Mann bringen, das darans geldsete Geld aber zu gewissen 
Stipendien employren solle. 

Nachdem nun ermeldter Abt Schmidt von Jena gezogen 
and solche Manuscripte mit sich genomen, nunmehr aber anf 
der Gruben gehet, dass zu besorgen, es durften gedachte 
Hanuscripta in fremde Hande geralhen, wie denn der auch 
verstorbene geheime Rath Leibnitz selbige bereits unter den 
Handen gehabt haben, nicht weniger die Historic Glichensis 
bei Ew. Liebd. Lehn-Secretair Rudolphi befindlich sein soil: 
so achten wir der Nothdurft zu sein, dass man Sorge trage, 
wie sothane sammtliche Manuscripta wieder herbei gebracht 
werden mdchten, besonders da nicht ailein diese Schriften 
meisteniheils aus den sachsischen Archivis zusamengetragen 
worden, sondern auch die Academie bei der Sagiltarischen 
Verlassenschaft Haeres ex asse ist. Mit Ew. Liebd. haben 
wir demnach sowohl deshalber, als weil verlautel, dass die 
Academie seither wenig Sorge davor getragen, selbige auch, 
das Werk allein zu heben, zu schwach sein durfte — Com- 
munication zu pflegen nicht ermangeln wollen und ersuchen 
Dieselbe hiermit — Sie belieben uns dero erleuchtete Gedan- 
ken in dieser das Interesse der gemeinschaftlichen Academie 
concernirenden Angelegenheit — zu erdffnen, wie es anzu- 
fangen, dass mehr benannte Manuscripta anbei geschafft wer- 
den kdnnen. — Geben Weimar zur Wilhelmsburg d. 28. Mart. 
1722. 

Der Lehns-Secretarius soli hierauf wegen der Gleichischen 
Historie — seinen Bericht erstatten. Signal. Friedenstein d. 
1. Juli 1722. 

c) Auszug aus dem Berichte des Lehnssekretar Rudol- 
phi. „Mag darauf Ew. Hochf. Durchl. nicht verhalteu, dass 
mir gar nichts zu schaffen giebt, was von dem Sagittarischen 
Testament erwahnt worden, auch dass zu befahren sei, es 
mdchten die dem Abt Schmidten der Befdrderung wegen zum 



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90 



Druck dberlassenen Manuscripta in fremde HSnde geratheo, 
wie denn bereils der geheime Rath Leibnitz und ich etwas 
von solchen Manuscriptis in Besilze hStten. Genug ist es, 
dass bei Ew. — Durchiaucht selbst erwdhnet worden, wie 
das Concept von der Historia Glich. nebst andero Schriften 
erwahnter Abt bei sich habe. Ans diesem kann solche Historia 
von ihm oder von einem Andern, dem es anvertraut werden 
mdchle, zum offenllichen Druck befdrdert werden. Was aber 
mein Exemplar betriffl, so habe von erwfthntem D. Sagittario 
solches, als er letztes Mai bei mir war, cum onere erhalten. 
a° 1690. Denn da er die vor seine Muhe pratendirte Remu- 
neration von 300 Thaler nicht erlangen und mich contentiren 
konnte, ubergab er mir solches mit diesen Formation: Weil 
er wol wuste, dass er mir in ein und andern obligat, ich 
mdchte solches Buch als eine Donation annehmen und seiner 
alle Zeit dabei gedenken. Er betrubte sich, dass die von ihm 
angewandte Mflhe gar schlecht erkannt und ein Spottgeld ge- 
boten worden. Dieses ist der eigentliche Verlauf und wird 
niemand sehen, wie die Universitfit zu lena einiges Jus an 
dem von mehr gedachlem D Sagittario mir einige Jahre vor 
seinem Tode geschickten Scriplo suchen kdnne, will aber die 
Academie es drucken lassen, so kann selbige es aus dem 
Original-Concept, so oben erwahnter Abt Schmidt besitzt, am 
allernfichsten bewerkstelligen. Goth d. 7. Jul. 1722. Ew. Hochf. 
Durchl. treu gehorsamster F. R (Rudolphi). 

d) A monsieur Gottschalc (?) , conseiller intime de sod 
Altesse Electorale de Mayence, et Directeur general de sod 
Excellence monseigneur le Comte de Hatzfeldt a Blancken- 
hayn. Es haben der Herr Geh. R. — mir eroffnet, wie Sr. 
Grafl. Gnaden zu Hatzfeld einige Documenta von dero Grafl. 
Hause, besonders die Manuscripta wegen derer Blanhayn — 
Ehrenstein — Wandersleb. — Remdaischen und Tonnaischen 
Linien etc. verlangten. Nun bin bereits in der Arbeit, die 
benachbarten Grafen und Herren nach dem hiervor besage 
unter Handen habenden Project zu beschreiben und, so viel 
mdglich, derer Grafen und Herren des Hauses Sachsen, nach 
der Art des Luca Grafensaal, Ursprung Prarogativen gegen 
den niedern Adel nach den kaiserl. Begnadigungen und Pri- 
vilegien aufzusezen etc. etc. — Woferne aber mit sothanen 
Manuscriptis — Ihrer gr£fl. Gnaden einige Devotion dadurch 
erzeigen mdchte, so bin auch bereit, damit nach Verlangen 
an Handen zu gehen , Wo Ew. H. Wohlgeb. belieben mdchte, 
jemanden etwa hierinnen Commiss zu ertheilen: oder alien- 
falls offerire ich mich wen mein Herr Geh. R. in Wanders- 
leben sich etwa befinden sollten oder hiesiger Orten passiren 
mdchten, selbsten Parlicul Relation zu erstatten ; massen sehr 
beklage, dass bei leztem Anseyn allhier nicht die Gnade ha- 



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01 



beo sollen, meine Aufwarlung dem Herrn Grafen zu machen 
and zugleich der Bekanntsohaft Ew. Wohlgebl. fabig zu wer- 
deo — d. 4. Sept. 1721. 

Ew. Wohlgebl. gehorsamer 
(F. Rudolphi,) 
(von dessen Hand wenigstens ein Theil 
des Buchs geschrieben ist). 

B. Stellen des Sagittarischen Werks, die in Cy- 
prians Abdrucke weggelassen worden sind. 

Zu S. 287 nach den Worten: „auf dem Reichstag© 
zu N urn berg auch erleget, gegeben u slehl noch fol- 
gendes in dem Manuschpte der Jenaischen Universitatsbiblio- 
thek S. 358 f.: „Wie wol solch Mandat an alle Graven zu 
Gleichen ausgangen, dass sie mit 33 zu Fuss und einem hal- 
ben zu Ross dienen sollten, doch gleichwol gar nichls vom 
Reich zu Lehn trugen noch hatten, denn allein von Ihrer 
Kurfurstl. Gnaden und dem Stifle Mainz , darumb sie sich 
solches Dienstes gegen Kaiscrl. Majestat seines Erachtens 
entschlagen, wie wol er vor sich mit obberuhrten Diensle 

sich nachmahln haltend, vom Kaiserl. Kammergerichle, 

auf Ansuchen des Fiscals, als ein Ungehorsamer vorm Jahr 
erfordert, seine Ehschafft und Exception einzubringen: wie 
denn geschehen: so lange doch die Sache vor dem Kammer- 
gericht unentschieden. In dem sey allemahl der nachst vor- 
gegangene Reichstag zu Speyer eingefallen da er D. Johann 
Hoffmann solche seine hochanliegende Beschwerung den Stfin- 
den des Reichs fur zutragen gevollmachtiget , welcher ihm 
denn vor weniger Zeif, wie es mit dem Beschwerden beschaf- 
fen, dass sie ferner Furbescheid nach Michaelis dessfalls ha- 
ben sollten, geschrieben: aber es sey ihm bald hiernach aber- 
mahls ein Kaiserlich Mandat erstlich an seinem Vettern gegen 
Thonna, darnach ihm zugeschicket, zukommen, da abermahls 
Kaiserl. Majestat an alle Grafen zu Gleichen geschrieben und 
beschweret mit 3 zu Ross und 13 zu Fuss zu dienen, sieben 
Monat und drei Viertel eines Monats zu Gelde angeschlagen 
C082 Gulden auf drei Tagezeiten Kaiserl. Majestat Befehls- 
habern Johann Lahingen gen Nurnberg zuzuschicken , wie, 
solche Mandata die Tageszeiten melden und er bereit an 
zweien verschienen funf Monat zu versolden vierzig Gulden 
gen Nurnberg gesand : Wie er denn Willens, den dritten Ter- 
min auch zu erlegen, konnt anders nicht erachten, er thSte 
seinen Eid und Pflichten solch Gut Ehrenstein, gegen Kai- 
serl. Majestfit nach Ausweisung des empfangenen Lehnbriefs 
zu verdienen recht wol daran. 

Zu S. 322 nach den Worten: „nicht wenig theil- 
haf tig gemachet. u dass er fiber den vierten Theil der 



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M 

Herrschaft Blankenhayn vor der sfichs. Regierung zu Weimar 
transigirel und sich darin, wie von andern iucompetenter mehr 
beschehen, von gemeldter Regierung dem Erzstift zum hoch- 
sten Prajudiz and Nachtheil immittiren lassen. Und aber Seine 
Kurfurstliche Gnade dem Hause Sachsen in des Erzstifts Mainz 
Eigenthum einigcr Landesfurstlichen Ober herrlich- und Ge- 
rechtigkeiten im geringsten nicbt gestandig sein kdnnen, son- 
dem vielmehr die bestandige Nachrichtung fQnden, dass der- 
gleichen Anmasung and der Grafen zu Gleichen dabei ieweils 
verspurte Connivenz von dero Idblichen Yorfahren lederzeit 
solenniter widersprecheu wolten fworden?) Als wolten seine 
Kurfurstliche Gnade nicht aliein wider gemachte und andere 
in diesem Ihr. KurfQrstlichen Gnaden Eigenthum von der 
Sachsischen Regierung vorgenommene Immissiones und dem 
Erzstift zu Nachlheil gereichende Handlungen, sondern auch 
alles dasjenige u etc. 

G. Verzeichniss sammtlicher Abbildungen, welche Sagittar 
seiner Gleichischen Geschichte beigefflgt hatte, die aber 
nur zum Theil in Kupfer gestochen worden sind. 

1. Der Teppich zu Farrenrode, darauff in 8 Theilen die 
gantze Gleichische Historie zu ersehen. Vergl. Sagit- 
tar 1 s Gleich. Gesch. S. 55. 

Auszug aus einem Scbreiben Georg Ludwigs Burggrafen 
von Kirch berg d. d. Eisenach d. 17. Jul. 1677 an Kaspar 
Sagittarius. 

„Gleichwie wir nun, dass die abschrifft iezt bemelter Kirch- 
bergischen histori remittiret werde, hinterlassen , inzwischen 
aber beikommende Nachricht, so Herr D. Eybe zusammen ge- 
tragen, communiciren, deren remission, indem wir keine Ab- 
schrifl davon behalten, wir verlangen, als wollteu wir auch 
mit Ueberschickung Eingangs erwahuteo Teppichs dero 
Herrn Professori nicht weniger gratificiret haben, wenn nicht 
zu besorgen, dass wegen dessen Aelte, durch das Abreissen, 
Einpacken, auch hin- und herschicken, derselbe leichtlich be- 
schadigt werden durfle. Wir haben iedoch bereits bei dem 
zu Farrenrode wohnenden Maler die Bestellung gethan, dass 
er von solchem Teppich einen Abriss verfertige, welcher, 
sobald derselbe fertig — dem Herrn Professori uberschickt 
werden solle. tf 

Aus ebendess. Schreiben vom 9. Mai 1678: „Also 
senden wir demselben den begehrten Abriss von dem zu 
Farnrode befindlichen Gleichischen Teppich. u 

2. Leichenstein zu Erffurth uffn Petersberge da der Graff 
Gleichen zwischen beiden Weibern inne liegt. Vergl. Sa- 
gittar. a. a. 0. S. 56. 

3. Saracenerin Conterfait — S. 56. 



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03 



4. Barbara von Kitlitz, Gr&ffin zu Gleichen Epitaph, in 
Remda - S. 238. 

5. Hanss von Gleichen Monum. das. ao. 1545. — S. 242. 

6. Hanss von Gleichen. Herr zu Remda 1571. — S. 246 f. 

7. Graff Georg Rudolph zu Gleichen 1596. - S. 24a 

8. Crannichfeld, Ober- und Unter-Schloss. — S. 249. 

9. Catharina von Waldenburg. Graffin zu Gleichen, ao. 1494. 
zu Blankenhain. — S. 279 f. 

10. Sigmund Graff von Gleichen, Leichstein zu B lan ken- 
hay n ao. 1519. — S. 292. 

11. Ludwig Graf von Gleichen und Magdalena dessen Gemalin 
von Plauen- zu Blanckenhain. 1522. — S. 293. 

12. Chrisloph von Gleichen zu Cranichfeld. — S. 294. 

13. Das zu Graf Christoph Gedachtniss in der Kirche daselbst 
aufgehangene Schild. — 294. 

14. Schloss Ehrenstein. — S. 275. 

Sagittar wfinscht in einem Schreiben an den Grafen 
Albert Anton zu Schwarzburg-Rudolstadl (Rhemda 
den 16. November 1681) Nachricht von der ehemals gr&flich 
Gleichischen Herrschaft Ehrenslein zu erhalten und bemerkt 
bei dieser Gelegenheit: „Weil ich alle grail. Gleichische, so- 
wohl alte als neue Residenzschldsser abreissen lasse, als ist 
dergleichen gestern mit Ehrenstein auch geschehen, werde 
mil Ew. Hochgrdfl. Gnaden permission solchen Abriss mit 
dem auf Dero Hochgr. Saal befindlichen Conter- 
fait ehest conferiren, auch Ew. Hochgr. Gn. urn fernere Se- 
cundirung meines Vorhabens anlangen. In der Kirche zu 
Kranichfeld habe ich feine gr. Gleich. Monumenta gefunden, 
nicht weniger auch sie alle und die Lage des Ober- und 
Niederschlosses abzeichnen lassen. Weil das Oberschloss 
scheint neu zu sein, dtirften sich wohl wenig Anliquitalen da 
linden, aber weil des Niederschlosses Gebaude etwas alter 
scheint, weis ich nicht, ob in demselben noch etwas vorhan- 
den sein mochte." 

15. Graff Ludwigs von Gleichen Epit. in Blancken- 
hain ao. 1586. d. 19. Apr. - S. 298 f. 

1 6. Wolff Sigmund Graff von Gleichen zu Blanckeuhayn 
1554. — S. 299 f. 

17. Walburgis von Gleichen, geb. Ffirstin v. Henneberg, S. 
316. — Es liegen noch mehrere Grafen und Graflonen 
in dem Chor der Kirche zu Kranichfeld, wie die in Le- 
bensgrose auf Stein ausgehauene Bildnisse in demselben 
erweisen, auf welchen aber nichts mehr, weil die Schrift 
ausgetreten, zu lesen. — Vergl. Bruckner's Schriften- 
und Schulenstaat im Herzogthum Gotha. 3. Thl. 6. St. 
S. 15. 

18. Wilhelm Graf zu Gleichen Epitaph, in Blancken- 
hayn. — S. 316. 



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94 



19. Catharina von Gleichen, vermahlte Mansfeldisohe GraflBn, 
isl zu Remda begraben 1661. — S. 317. 

20. Graff Karolus von Gleichen Epit. zu Remda. 1599. — 
S. 318. 

21. Siegmund Graff von Gleichen Epitaph, in Tonna 1523. — 
S. 376. 

22. Ernsl von Gleichen Monum. in Tonna 1533. — S. 396. 

23. Sigism. Grafin Gleichen Epitaph, zu Tonna 1550. — 
S. 397. 

24. Hanss Gr. von Gleichen (1542) Monum. das. — S. 397. 

25. Margaretha, Philipps Graff von Gleichen Gem., zu Tonna 
1535. — S. 405, 

26. Margaretha von Pultlitz Epit. zu Tonna ao. 1574. — 
S. 406. 

27. Dorothea v. Gleichen (1575) das. — S. 407. 

28. Georg von Gleichen zu Tonna begraben. — S. 420. 

29. Walpurge Grafin von Gleichen, geb. Gr. von Spiegelberg 
und Pyrmont, das. 1599 begraben. — S. 423. 

30. Siegmund (ao. 1578; Epitaph, in Tonna. — S. 426. 

31. Georg von Gleichen. Monum. in Tonna 1599.— S.427. 

32. Philipp Ernst Job. Ludwig und Georgius. — S child. — 
S. 429. Basil, von Gleichenstein bemerkl hierbei: Der 
Graf aber liegt in der Kirche zu Ohrdruf unler dem 
Taufsleine begraben, welches schone Monument ao. 1701 
der das. Stadtrath mir zeigen lassen 

„Weil bei Erbauung derjenigen Kirche zu Tonna der 
eine Pfeiler gleich an dem Ort, wo Graf Hans Ludwig 1631 
begraben, zu slehen gekommen, so sind auf gnadigsler Herr- 
schaft Specialbefehl dieses Grafen und seiner GemahlinErd- 
muth Julian en, Grafin von Hohenstein, Leichen, welche in 
zinnernen Sargen gelegen, herausgenommen und in die alte 
Sacristei hinlern Altar geselzt, woselbsl ich solche ao. 1702 
d. Monat Juni gesehen, — und wohin hernach ao. 1703 d. . . 
Januar Charlotte Maria, Herzog Wilhelm Ernsls zu Weimar, 
Gemalin gebracht und die Thur zugemauert worden." (Eine 
Anmerkung F. Rudolph i's zu dem Manuscript von Sagittar's 
Gleich. Gesch. in der Jenaischen Universitatsbibliothek.) 

(Die alte Kirche zu Grafentonna, welche bereits im Papsl- 
thume gestanden, hat man 1690 ganzlich abgebrochen und 
eine neue zu bauen angefangen, in welcher 1692 d. 13. No- 
vember zum erstenmal Gottesdiensl gehalten worden. Siehe 
(Bruckner s) Kirchen- und Schulenstaat im Herzogth. Gotha. 
3. Th. 4. Stuck S. 70.) — Kasp. Sagittarius hatle die Grab- 
steine der Grafen und Grafinnen von Gleichen, als sie noch in 
der Kirche zu Grafentonna uber der Erde sich befanden, 
durch Jakob von Melle zeichnen lassen. Cyprian hat jedoch 
aus Mangel an Kunslsinn die Grabmonumenle nicht heraus- 
geg'eben, und nur die Umschriften mitzulheilen sich begnugl. 



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OS 

(S. Cyprians Vorrede §. IIX., b. 3.) Nachdem nun das eigen- 
hfindige Manuscript Sagiltars gedruckl und in das geheime 
Archiv gelangl war, hiell mail es fur unndlhig, dasselbe noch 
weiter aufzubewahren, sondern es wurde mit Fursllicher Ge- 
nehmigung zerschnitlen. So durften auch die ohne Zweifel 
mil dem Manuscripte verbundenen Zeichnungen nicht mehr 
vorhanden sein. Inzwischen (1691) waren die Grabsteine in 
das unterirdische finstere Gemach versetzl worden, worin die 
Anfertignng neuer Zeichnungen mil Schwierigkeiten verbun- 
den ist. u 

S. Georg Rathgeber's Beschreibung der Herzoglichen 
Gemaldegallerie zu Gotha. (Gotha 1834. 8.) 2. Lief. S. 256 f. 
Anm. 47. Vergl. J. Chr. Hellbach's Archiv fur die Ge- 
schichle der Grafscbaft Gleichen. 1. Bd. S. 65. 75. Von den 
Grabsteinen zu Tonna und dem Ergebniss der im J. 1816 mil 
denselben angestelllen Unlersuchung handell auch Krugel- 
slein's Manuscript fiber den zweiweibigen Grafen von Glei- 
chen S. 61 ff. 

33. Albrecht's Siegel. — S 78. 

34. Ernst's Siegel. Gleichl. und Waldeckl. Siegel, 
Taf. V. N. 12. 

Eine Zeichnung, welche der Sohn (?) des Geschichtsschrei- 
bers Sagiltar von dem Schlosse Gleichen im J. 1670 an 
Ort und Stelle aufnahm, die der Yater an Georg Ballhasar 
v. Milwiz zu Erfurt mil einem Schreiben ubersandte, befand 
sich nebsl dem Briefe, in den Handen des Verf. der Schrift: 
Der Thuringer Wald etc. herausgegeben von W. v. C. M. 
(Wilhelm von Clemens Milwiz ) Erfurl 1830. 8. s. S. 187. 

Da Sagittarius in kinderloser Ehe (s. J. A. Schmidii vita 
Casp. Sagittarii, Jenae 1713. 8. p. 64.) und also keinen Sohn 
halte, so scheinl die vorhererwahnte Zeichnung, wie die ubri- 
gen zur Gleichischen Gesch. gehOrigen, vielmehr von Jakob 
von Melle herzuruhren, durch dessen Kunstfertigkeit Sagittar 
bei seinen histor. Arbeiten auch ausserdem unlerslutzt wurde. 
S. Schmid. p. 69. Sagittar. hist Goth. p. 299. u. Cyprian's 
Vorrede zu dess. Gleicb. Gesch. §. IL a. 3. 



Hans Sachsens Gedichte. 

Eine Bibliographie 
von 

Emil Weller in Zurich. 

(F o r t s e t z ii n g.) 

58. — Hie flnftu zu eine newe Jar 

Einen Hufsrat den hon ich dir fur war 



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96 



Vfs der neflen Mefs fur ein Kron gebracht. 

Nim es yetz vnd vergul vnd nit veracht. 

So wil ich zu neft bafs an dich gedencken 

Vnd wil dir etwas vil betters fchencken. 
o. 0. u. J. (c. 1530). 4. mil 10 Holzsch. 

Der gantz haufsrat bey drey hundert fluck. 
H. Guldenmundt (in Nurnberg c. 1530). 4. — In Nflrn- 
berg. 

Als ich eins tags zu Tifche fafs etc. 
Der gantz haufsrat. Nurnberg, H. Guldenmundt. 1545. 

4. — Im Germ. Museum. 
Der gantz Haufsrat. Mehr ein nutzlicher raht, den jun- 

gen gefellen fo fich verheiraten wdllen. Ein Rat 

zwifchen eynem Alten man, vnd jungen gefellen 

dreyer Heyrat halben. Nurnberg, G. Merckel. 1553. 

8 Bl. 4. mit 2 Holzsch. — In Berlin und Nurnberg. 

o. 0. (NQrnberg). 1560. 8. 

59. — Ein kurtzweylig Lied zu hdren von dem haufsrat. In 

des Schillers meyen weifs. Nurnberg o. J. 8. 

60. — Der Hederlein bin ich genandt 

Zenkifchen Leuten wol bekandt. 
o. 0. u. J. (Nurnberg, Guldenmund c. 1530). Folioblatt 
m. Holzsch. — In Golha. Bei Becker. 

Eins tags jch in dem Brachmon heifs 

Ffir ein kleine Abendtreyfs etc. 

61. — Die neun getrewen Hayden, fampt jren wunder getrewen 

thaten. Die alten Freund die beflen. Dazu: Die neun 
getrewen Haydnifchen Frawen- Die fieben alten haidni- 
fchen Weyfen. NQrnberg, H. Hamfing. 1553, 12 Bl. 4. — 
In Berlin, Nurnberg und im Germ. Museum. 

62. — Die zwdlff getrewen heydnifchen frawen in des fchil- 

lers hoffthon zufingen. Ein ander lied wider das vber- 
fl&ffige gebreng, vnd zierde der euangelifchen weiber, in 
dem thon der vnfal reit mich gantz vnd gar. Am Ende: 
Nurnberg, Ludwig Ringel o. J. (1542). 8 Bl. 8. mil Titel- 
holzsch. — In Berlin. Wackernagel, Bibl. d. Kirch. S. 178. 
Das zweite von Amb. Blaurer. 
Die zwolff getrewen Heidnifchen Frawen. In des Schil- 
lers Hoffthon zu Ungen. Ein ander Lied der zwdlff 
getrewen Heiden. Nurnberg, Val. Fuhrmann o. J. 
(c. 1600). 8 Bl. 8. mit Titelholzsch. 

63. — Das Hellbad. Nurnberg, Frid. Gutknecht o. J. (c. 1550). 

12 Bl. 8. - In Celle. 

(Portsetzung folgt.) 



Verantwortlicher Redacteur: Dr. Robert Naumann. 
Verleger: T. 0. Weigel Druck von C. P. Melzer in Leipzig. 



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SERAPEUM. 

titfdjrtft 

fttr 

Bibliothekwissenschaft, HandschriftenkuBde unci 
aitere Litteratur* 

mit Bibliothekaren und Litteraturfreuiiden 
hera usgegeben 

ron 

Hobert X aumann. 



m 7. Leipzig, den 15. April 1861. 



Ehrenrettung und Vertheidigung des 
Kaspar Sagittarius 

gegen den Vorwurf eines von ihm mit absichtlicher Ver- 
schweigung der benutzten Quelle begangenen Plagiats. 
Nebst einigen die Gleichische Geschichte desselbeo und des 
Paul Jovius betreffenden Beilagen. 

Von 

Hofrath Dr. Hesse in Rudolstadt. 
(Schluss.) 

II. 

Die zweile Handschrift fuhrt <ien Tile): 

D. Casparis Sagittarii Hisloria Comitum Glichensium ex 
Diplomatibus et monumentis authenticis magno studio et suc- 
cessu siogulari composita. Opus egregium, cui prae reliquis 
scriptis suis Sagittarius ipse in praefat. palmam defert, ex 
B. Auctoris schedis accurate descripsit , revisit et hinc inde 
auxit Christianus Gottlob Halt axis. Lips. An. 1727. (fol. 190, 
grdsstentheils engbeschriebene Blatter.) 

Zu Anfange steht ein Schreiben an den Herzog zu Sach- 
sen — wahrsch. Friedrich v. S. Gotha, worin Sagittar raeldet, 
dass seine Gleich. Geschichte zum Drucke fertig sei und zu- 
XX1L Jahrgang. 7 




Im Vereine 



»r. 



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98 



gleich billet, sie dem Hofr. N. Chph. Lyncker oder dem Kam- 
merralh Joh. Schiller zur Censur zu ubergeben. 

In der aus G Blatlern bestehenden Vorrede spricht Sa- 
gillar uoter andern von seinem Entschlusse, die Geschlechts- 
historie aller Grafen uod Herren in Thuringen (die Schwarzb. 
ausgenommen) auszuarbeiten und eine jede absonderlich her- 
auszugeben. „Ja es seyn einige, insonderh. die Burggr. Kirch- 
bergische, Beichling., Kevernb., Lobdab., Orlamiind. Historien 
schon guten Theils verfertigl. Die Schwarzb. Gesch. (ob ich 
gleich sehr viel davon angemerkt) bin ich nicht vOllig zu 
tracliren gemeint gewesen, indem ich mund- und schriftlich 
vernommen, dass davon ein schones und vollslaodiges Werk 
vorhanden, so vielieichl auch schon zum Druck befordert 
- worden ware, wenn Goll nicht den werthen Mann, dem es 
zu ferneren Ausfertig- und Fortsetzung bis auf diese Zeiten 
solien anvertraut werden, aus Thuringen in's Osier- und vor 
wenigen Jahren in's himmlische Vaterland versetzt hatle." 

S. 7 erkennt er dankbar an, dass die Vorarbeit eines 
ihm nicht namenllich bekannten Gelehrten die seinige wesent- 
lich gefdrdert und unterslulzt habe, indem er sich folgender 
Worte bedient: „Inzwischen ward mir endlich von einem 
berQhmten ICTO ein, zwar dem Ansehen nach verlegenes 
und an etlichen Orlen zerrissenes, aber mil so vielen slatt- 
lichen Sachen erfullles, Gleichisches Chronicon zuge- 
schickt, das, wie ich ich solches durchgelesen, von Wort zu 
Wort abschrieb. Wer diese Chronik verfertigt, ist 
mir zwar noch nicht volig bekannt, doch habe 
ich leichtlich gespurt, dass es ein nicht nur in 
den Schwarzb. una vielen andern Thfiring., son- 
dern auch in den Gleich. Archiven selber wohl be- 
schlagener Mann mfisse gewesen sein. 1 ) Ich zweifle, 
ob von dieser Chronik mehr als das Exemplar, 
dessen ich mich bedient und das, so ich abge- 
schrieben, in der Welt vorhanden: daher viel- 
leicht ein anderer dieses mil Slillschweigen 
flbergangen und mil fremden Federn sich ge- 
schmOckel hatte. Dieses sei feme von mir! und 
mich dauert, dass ich nicht umstandlich zeigen 
konnen, was und wie viel ich aus dieser Schrift 
enllehnl. Doch weis ich auch den grunenden Ge- 
beinen des sel. Autoris in der kuhlen Erde viel 
Dank und ich will die Wohlthat der Person, die 



I) Id der Folge scheint jedoch SagiUar (oder Haltaus?) von dem 
eigentlichen Namen des Verfassers unterrichtet worden zu sein, da an 
mehreren Stellen der Kopie des letzten, in welchen von einem unbe- 
kannten Autor <( geredet wird, sich die Randbemerknng „P aulas 
Jovius" findet — VergL J. A. Schmidii viu Sagittarii p. 63. 



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99 



mir zu dieser Chronik verholfen, nimmer ver- 
gess en. u 

S. 9. „Es muss sich wunderbarl. fiigen, dass icb in Er- 
fahrung brachle, wie man an einen gewissen Or I 1 ) vor 
40 Jahren ein Archiv in Geheim verwahrlich beigesezl, wel- 
ches, meinem Vermuthen nach, mil vielen Gleich. Originalien, 
Lehnbriefen und andern Urk. erfullt sein muste u etc. 

S. 10. „Wie ich 1681 zu Rem da elliche Tage mich 
aufhalten muste, ward ich allda eines baufalligen Gemachs 
gewahr, so mil alien Briefen dennassen erfulll, dass es schien, 
als ware es damil gepflasterl, die icb denn zusammen lesen, 
von dem vielfalligen Unflat saubern 2 ) und an die Lufl legen 
lies, nachmals solche zu sorliren, durchzulesen und zu excer- 
piren anting. Je dennoch, weil ich in der kurzen Zeil wenig 
verrichteu konnle, sind diese Briefschaften wohl verwahrlich 
hieher gebrachl, ferner von mir durchsuchl und manche feine 
Nachrichl daraus gezogen worden. So babe auch die in dem 
hies. Universitatsarchiv befindl. alien Remdaischen Gerichls- 
und andere Bucher fleisig durchlesen und ebenfalls, was mir 
dienlich, daraus excerpirt." 

Diese ehemals Haltausische Handschrifl kam zuersl vor 
in dem Verzeichnisse einer Leipziger Bucherversleigerung 
vom 6. Februar 1837. S. 54. Nr. 1463., dann wieder in dem 
Auclionskalalog der Bibliolhek des M. Mehnert den 15. 
Novbr. 1838. 1. Ablheil. S. 73. Nr. 2539., wo sie von dem 
Bibliothekar Zeisberg in Wernjngerode erslanden wurde, 
und sich nun unter dessen lillerarischem Nachlasse gefunden 
hat. S. die Handschriften der am 10. Octbr. 1854. zum Ver- 
kauf ausgebolenen Zeisbcrgischen Bibliolhek — in Nau- 
maon's Serapeum 1855. 1. Si. S. 9. Nr. 30. Jetzl isl sie 
wahrscheinlich mil der ganzen Sammlung dem dorligen graf~ 
lichen Bucherschalze einverleibl. 

Haltaus hat mehrere wicbtige Rrganzungen und Nach- 
trage beigesleuerl, unler andern: Einige dieses Buch belref- 
fende Briefe des Verfassers und Ulrich Hermanns von Lin- 
gen, dem ersten verborgen gebliebene Urkunden und fasl auf 
jeder Seile werlhvolle Randbemerkungen (meist Cilate aus sel- 
lenen historischen Schriften), am Schlusse einen eigenhandi- 
gen Aufsatz Sagiltar's liber das Yerhaltuiss des religiosen 
Schwarmers Esaias S lief el zu der Grafin Erdmuthe Juliane 
von Gleichen, dessen Schriften, sowie die Gegenschriften des 
Superinlendenlen Jacob Weber zu Ohrdruf, eine gleichzeitige, 



1) ,,1° obscuro loco bibliothecae publ. JeneosLs 1 ' — v. Gothofr. 
Veckerodt sermon, panegyr. (Gothae 1705. 8,) P. 111. Serm. VIII. 
p. 15!. 

2) Veckerodt I. c. sagt: „Scripturas a canibus, felibus et muri- 
cus pessime habitas." 

7* 



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100 



schwer zu lesende Kopie des Gesuchs fQr den Grafen Georg 
urn papslliche Dispensation von dem geistlichen Stande, and 
einen sich aaf diese Angelegenheit beziehenden Brief v. 10. 
Septbr. 1549, deren Abdruck S. 410 f. durch auffallende Feh- 
ler enlstellt ist. 

m. 

Hieran schliesst sich eine drilte Handschrift in der 
Leipziger Stadtbibliothek, deren Beschreibung wir in Nau- 
mann, Catalog, libror. Manuscriptorum, qui in bibliotheca se- 
natoria civitatis Lipsiensis asservantur (Grimae 1838. 4.) p. 
141. N. CCCCL1H. lesen: „Codex chartaceus saec. XVII. ex- 
euntis folior. 250. quorum ll b . 68«. 99 b . 125. 126. et 250*. 
scriptura vacant. Adscriptae sunt hie illic notae a manu re- 
centiore profectae. Conlinetur Casp. Sagittarii historia co- 
mitum de Gleichen. Incipit post praefationem, (quae pertinet 
a fol. l a — 11». et ita incipit. Vorrede. Ohne dieser pflegen 
selten einige gedruckte Schriften etc.) fol. 12«. Unter denen 
Grafen in Thflringen sind sonderlich berQhmt etc. Explic. 
fiber selbige Grafen und Grafschafft. Subscriptio haec est: 
Finitum per divinam gratiam d. 1. Septembr. 1677 postquam 
29. Augusti absolveram Refulalionem Armamentarii Schoene- 
manniani. Haec historia descripta est ex ipsius autoris auto- 
grapho. u 

Wir kdnnen jetzt, da wir zu eigener Ansicht dieses Ma- 
nuscripts gelangt sind, die eben mitgetheilte Beschreibung 
desselben noch in einigen Punkten vervollstandigen. Es enthalt 
nicht das ganze Werk des Sagiltar, sondern bios die beiden 
ersten Bficher und zwar mit manchen Abkfirzungen , beson- 
ders in Ansehung der darin aufgenommenen Urkunden, von 
denen nur der Aufang und Sohluss, und das Haupls&chlichste 
mitgetheilt ist. Dies gilt besonders von denjenigen, welche 
in Mencken, scriptor. rer. Germanicar. T. I. p. 534—582 ab- 
gedruckt sind. Die Randbemerkungen : hoc diploma plenius 
exstat in nostris scriptoribus, die sich bei solchen fast dureh- 
gangig findet, lasst auf Mencken als ehemaligen Besitzer 
dieser Handschrift schliessen, der das ihm schon bekannte 
und von ihm selbst vor dem Erscheinen des Sagittar'schen 
Buchs verdffentlichte , nicht durch Abschrift wiederholen las- 
sen wollte Mencken scheint zwei verschiedene Excmplare 
in Handen gehabt zu haben, die er bisweilen mit einander 
vergleicht, urn das erste. welches die Grundlage des seinigeu 
bildel, mit Hulfe des andern hin und wieder zu erganzen, doch 
sind die Abweichungen nicht hAufig und von keinem grossen 
Belang. Ob die Excerpta et Collectanea Glichensica und Coll. 
Erfurt., auf die er sich mitunter beruft, von ihm selbst oder 
einem andern Gelehrten veranstaltet worden sind, bleibt un- 



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101 



ewiss. Der Aohang von 198 b — 249 b enthilt AaszQge aus 
en Streitschriflen und Processacten fiber die sogenaonte 

Gleichische Exemtion, wovon Sagittar an verschiedenen Orten 

seiner Schrift gehandell hat. . . 




Wir wenden uns nun zu der AiUeit -des-'Piulriovrift^ 
fiber die Gleichische Geschichte, ais der Quelle, woraus 
Sagittar den gr&ssten Theil der seinigen schdpfte, um das 
von jenom unermQdeten Forscher Geleistete zu untersuchen 
and das Verhiltniss des Nachfolgers zu dem Vorganger un- 
parteiisch zu wQrdigen. 

IV. a. 

M. Paul Gotzens (sons! Jovii) Chronika der Grafschaft 
Gleichen. 

Das Original dieser Chronik wurde anfangs bei der grdf- 
lich Schwarzburgischen Regierung in Arnstadt aufbewahrt, 
dann lange Zeit vermisst und kam endlich bei Versteigerung 
der yon Bulowschen Bibliothek zu Bayernaumburg im Jahre 
1836 wieder zum Vorscheine, bei welcher es die Furs 1 1. 
Bibliothek zu Rudolstadl erwarb. Es besteht aus 155, 
(von verschiedenen alteren und neueren Handen, worunler 
die des Verfassers selbst sich an mehreren Slellen unler- 
scheidet und deutlich erkannt wird, beschriebenen) Quartblat- 
tern und stimmt mil demjenigen Exemplar, dessen schlechl- 
ten Zustand Sagittar in seiner Vorrede beschrieben hat, so 
genau Gberein, dass man dieses fur das namliche gelten zu 
lassen berechligt ist. 

Ausserdem sind noch einige spfttere Kopien vorhanden: 

1) in dem furstl. hohenlohischen Kanzleiarchive zu Ohrdruf von 
207 Folioseilen (S. Hellbachs gleichisches Arcbiv I. 84. — 

2) Nebst des Jovius Hohensteinischer Chronik in der Biblio- 
thek des Justizrathes Dr. Varnhagen, welche den 15. Septbr. 
1828 versteigert wurde. (S. den Katalog S. 6. N. 94.) 3) in 
der Ayrmannischen Bibliothek zu Giessen aus Immanuel 
Weber's gelehrtem Nachlasse (s. Chph. Frid. Ayrtnanni syl- 
loge anecdotorum omnis aevi diplomatum etc. T. I. Francof. 
ad H. 1746. 8. Prolegom. $. 17.), deren jetzigen Eigenthu- 
mer man nicht kennt. 

IV. b. ' 

Der als fleissiger Historiker geschatzte Dr. Christian Franz 
Pa u Mini zu Eisenach, in dessen Hande die Joviusische 
Chronik gekommen war, hatte den Enlschluss gefasst, die- 



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103 



selbe mit verschiedenen Anhangen vermehrt der Oeffentlich- 
keit zu fiberantworten. Doch wurde er an der Ausfuhrung 
gehinderl. Wir entlehnen jelzt das Hauplsachlichste, was er 
in der Vorrede fiber -sein Unternehmen and die Schicksale 
det Sehrifl "Jes: Joyiiis geaussert hat, aus der in der Gross- 
heVz&glichen v Bit)lio'thek..za Weimar befindlichen Kopie. 
> . : M- Payh G6'4z*ens, sonsl Jovii, ehemaligen Schul- 
:'I{i6tfkte :iu : febttoben; Historia der Preisswurdigen tapffern, 
" machtigen und Ansehnlichen Graffen von und zu Gleichen, 
samt einen niitzlichen Anhang heraasgegeben yon Christian 
Frantz Paullini. (Opus prelo quidem paratum, ast ha ct en us 
ineditum, ex ipso Paullini MSto, quod in Bibliotheca Zach. 
Conr. ab Vflenbach, Consulis ac Senatoris Reipubl. Franco- 
furlensis, adservatur, descriptum MDCCXXVII.) Mspt. in fol. 

Aufrichtiger Leser! 

Wie mich einst ein sicherer Graff zu sich hoien lies, um 
wegen eines von mir beschriebenen uralten Geschlechts eine 
gewisse Unlerredung zu halten, traf ich ohngefar diese Chro- 
nik bei ihm an. Vorn slunde: „von P. Jovio, Rect. zu Eben- 
heim (Ebeleben) in der Grafschaft verfertiget. u Des beschrie- 
benen Geschlechts wegen hat der Verfasser der monatlichen 
Unterredungen (A. 1693. M. Januar. p. 86.) langst schon Er- 
wahnung gethan. Dieser M. P. Gotze, aber von seinem Schul- 
Rectore Jovios benannt, war von Themar bOrtig, des berfihm- 
ten Dilherren eigentlicher Landsmann, urns J. 1001. noch Con- 
rector zu Arnstadt, bernach Rector der Schule zu Ebeleben 
(nicht Ebenheim) in der Grafschaft Schwarzburg, hat nebst 
dieser Gleichischen Chronik auch eine Schwarzburgische und 
Hohnsteinische geschrieben, so noch zu Arnstadt verwahrt 
wird ). Und scheint, dass er allererst nach der Gleichischen 
die Schwarzburgische verferligt habe. Denn wie er die Ver- 
s6hnung Graf Ernstens von Gleichen mit Herzoge Wilhelm 
anfuhrt, sprichl er (ad ann. 1451.): „Davon wird man kunflig 
in meinem Schwarzburgischen Chronico, geliebl es Gott, Be- 
richt vernehmen." 2 ) Er gedenkt zwar auch (ad ann. 1385. 
und 1395.) der von ihm ausgearbeiteten Salzischen Genealogie, 
so ich aber nie gesehen habe. Auch hat er eine grafliche 
Kirchbergische Chronic hinterlassen, die sich aber jezo nicbt 
mehr flnden lassen will, wiewohl nach des hochgrafl Arn- 
sladtischen Bibliolhecarii und Antiquarii Herrn Christi. Schle- 

gels Bericht der jezige Conrector daselbst Joh. Nicol. Frey- 

• 

1) S. uber den gesammten litterarischen Nachlass des Jovius weit 
sicherere und ausfuhrlitherere Nachrichien in meinem Verzeichnisse 
Schwarzburgischer Gelehrten aus dem Auslande 4. St. S. 5—8. 

2) In Sajnttar's Gleich Geschichte musste dieser zu S. 205 gehOrige 
Zosatz nothwendig fehlen. 



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198 



tag ') sie vor eztichen Jahren bei dem damaligen Professore 
juris in Jena, Herrn D. Rothen*) gesehen hat. Nan war die- 
set Rolh ein Arnsladtischer Minister von Haus aus, scheinet 
aho. dass er sie von dort mil sich nach Jena genommen and 
solche entweder wegen darauf erfolgten Todesfalis oder durch 
andere Unachtsamkeit abhanden kommen sei. Nun dass diese 
Gleichische Chronic bis anbero sehr rar gewesen, isl aus den 
Worlen der Monatl Unlerredungen (a. 1694. p. 636.) leicht- 
lich zu schliesen, aber gedachler Verfasser selbige (? von 
selbiger) deutlich sagl: sie wurde wohl nimmer, eben wie 
Dr. Caspar Sagitlarii geschriebene Gleichische Historic, (so 
ich ehemals uber ein halb Jahr bei mir gehabt, solche durch- 
iesen und uberall feine Sachen darin angetroffen habe, nun 
aber im Fursll. Gothaischen Archiv fleisig verwahrl wird,) das 
dffentliche Licht sehen. Darum auf vielfaltiges Anhalten un- 
terschiedener Gelehrten, ja aueh einiger Standespersonen, ich 
sie manniglich zum Besten herausgeben wollen, weil aller- 
hand feine Nachrichlungen darinnen vorhanden, auch meines 
Bedunkens alles der Wahrbeit gemas abgefassl und also der 
Ursprung und Untergang der weilaud lapfern machligen und 
ansehnlichen Grafen von und zu Gleichen darin enthalten isl. 
Und wetl dieser Jovius ein fleisiger und accurater Mann diese 
Gleichische Historic im 33.(?) Jahre vorigen seculi beschlos- 
sen, als muss er ja noch dazumal gelebt haben und nicht 
gleicb im Anfang desselben seculi gestorben sein.*) Uebri- 
gens anlangend meine dem Buche vorn an die Slim geheftete 
Sinnbilder so ist bekannt, dass die schlaue Egypter das wahre 
und grundliche Gute recht vorzustellen, einen solchen Jung- 
ling in einer Hand Waizenahren, in der andern ein Glas oder 
Becher voll Wein haltend und urn den Hals eine Schnur vol! 
weisser Mohnshaupler habende abgebildet haben, anzudeuten, 
wer zu Essen und zu Trinken habe, kOnne auch wohl ruhig 
schlafen etc. etc. 

Der beigelegte An hang wird und kann auch hoffentlich 
dem versl£ndigen Leser nicht misfallen, sinlemal solche Dinge 
darin enthalten, so die Gleichische Hislorie nach Absterben 
der — Grafen ziemlich erlautern und hier und da manchen 
Irrthum entdecken. etc. 

Die Schrift des Jovius enthalt 295 weitlauflg geschriebene 



1) Geboren 1651 zu Arnstadt, vom J. 1686 bis 1724 d. 14. Febrnar 
an welchen er starb, Konrektor, vorher seit 1678 Subkonrektor daselbst. 

2) Heinricb Balthasar Roth wurde 1663 Doktor der Rechte zu Jena, 
bald hierauf von dem (irafen Christian Gfinther von Schwirzborg zum 
Hofrath ernannt, und 1670 zn einer juristischen Professur an der er- 
wahnten UniYersitat berufen, die er bis an seiner. Tod (d. 4. Oct. 1689 
bekleidete. 

3) Er starb d 4. Jul. 1633. 



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104 



Seilen in fol, der Anhang 125 Seiten. Letzter besleht aus 
folgenden Stficken: 

1. Kormainzisches Schreiben an Herz. Johann Casimir 
zu Sachsen wegen Heimfalls der eroffneten Grafschafl Glei- 
chen. 1G31. Mainz d. 19. Mai. 

2. Herzog Johann Casimirs zu Sachsen ausfuhrliches Ant- 
wortschreiben an den Kurffirsten zu Mainz, den Heimfall und 
die landesfurslliche Obrigkeit fiber die verledigte Grafschafl 
Gleichen bclangend, den 28. Mai 1631. zu Gotha. 

3 Ex libro III. Hermanni Hamelmanni de vetuslis tilulis 
et nominibus Principum, Comitum, Familiarum emorluarum. 
fol. 169. 

4. Bericht von dem Stammbaum der Herren Grafen von 
Gleichen Blankenhainischer und Remdischer Linie, von Herzog 
Ernsts F. G. mit von Cranichfeld gebracht 25. Martii 1631. 

5. Schenkischer Lehnbrief fiber Tonna — von dem Herz. 
Joh. Casimir zu Sachsen ausgestellt 1631. — Coburg 1631. 
d. 19. Mai. 

6. Ein anderer Schenkischer Lehnbrief fiber Tonna von 
ebendems. Coburg d. 26. Juli 1631. 

7. Noch ein Schenkischer Lehnbrief fiber Tonna von dem 
Herz. Johann Ernst zu Sachsen — Eisenach 1633. d. 2. Sept. 

8 Extract aus einer Gleichischen Cbronik. Extract aus 
einem Schreiben. 

9. Reusneri stemma Comitum Glichensium. 

10. Zur Herrschaft Tonna ist vermoge der F. Coburgi- 
schen und Eisenachischen Lehenbriefe des Herrn Schencken 
zu Teutenburg dat. 19. Mai 1631. und 26. Juli 1631., zu Co- 
burg, und d. 2. Sept. 1633 , zu Eisenach gehorig. 

11. An des h. Rdm. Reicbs Hochlbbl. Churffirsten und 
Slande unvermeidliches Memoriale der furstl. Sachsen- Weimar- 
Gotha- und Eisenachischen zu gegenwarligem Reichstage ab- 
geordneten Rathe und Gesandten, die von denen Herren Gra- 
fen zu Hazfeld, wegen der Grafschafl Gleichen im Reichs- 
graflichen Collegio angemasste Session und Stimme belreffend 
(nach dem Regenspurgischen Exemplar de anno 1653 — mit 
Beilagen von A — M. 

Diese Abschrift der Joviusischen Gleich. Genealogie ent- 
hait S. 287—289. kurze Biographien der Grafen Philipp Ernst 
und Johann Ludwig des Mitllern — und endigt sich mit den 
Worten: „daher nach ihrer beiden seligen Hintritt diese uralte 
und lobliche Familie der Grafen von und zu Gleichen ver- 
loschen und sich mit ihnen geendet, nachdem dieser Graf 
Johann Ludwig anno 1631. am 7. Januarii, und dann seine 
Gemalin Fraulein (?) Erdmuth Juliana Anno 1633. d. 28. Juli 
ihr Leben selig geschlossen und zu Tonna in Hero Erbbe- 
grabniss graflich beigesezt werden. u — Diese letzten Seiten 



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108 



fehlen in der Originalhandschrifl des Jovius in der hies. F. 
Bibliothek. 

IV. c. 

Revers Pauli Jovii, die Archive zu Tonna durchzusehen. 

Kundl and zu wiffen fey, nachdem bey den Hochwolge- 
bornen und edlen Herren Herren Philip Erneften, Ern- 
ften, Graven vnd Herrn zu Gleichen, Spigelberg und Pyr- 
mont, Herren zu Tonna meinen gnedigen Graven vnd Herren 
der gleich Hochwolgebohrne vnd edele Herr Herr G tint her 
der Vier Graven des Reichs, Grave zu S chwar tzburgk 
and Honflein etc. mein auch gnediger Graf vnd Herr inter- 
cediret, das S. Gn. mir untenbenambten zu meiner vorhaben- 
den Chronicken gnedig vergdnnen wollen, in S. Gn. Archiv 
zu Tonna nachzufuchen, was etwa zu gedachten meinen 
Vorhaben beforderlichen, vnd aber S. Gn. folches gnedig nach- 
gelaffen, Als reversire vnd verpflichte ich mich an eides ftalt, 
das alles dasjenige, was ich in folchen Urkunden lese oder 
fehe, verfchwiegen behalten , vnd mil mir in die Gruben ne- 
meu, vnd weiter nichts, als was zu der Genealogy der Graven 
zu Gleichen vnd fonften dienlich gebrauchen oder in lucem 
ediren will, und diefes zu deurer Beftarckung , habe ich die- 
fen revers mil eignen Handen gefchrieben und mich unter- 
fchrieben. Gefchehen und geben zu Tonna, den 23. Januarii 
anno 1617. 

M. Paullus Jovius. 

(Kopirt aus einem Mspte der Leipziger Stadtbibliothek: 
Diplomata rerum Saxonicarum a. P. C. Kreyssigio descripta 
et collecta IV. (4.) Rep. V. 34. p. 145 a .) 

Laurentius Beckftein (Peckenftein) Kurfurftl. Hiftori- 
cus wird vorfchrieben von dem Grafen Philipp Ernfl, die 
Gleichifchen Dokumenle und Monumenta durchzufehen , ingl. 
M. Jovius Conrector zu Arnfladt von dem Grafen Anton 
Heinrich zu Schwarzb. — S. eine Nachricht im Archive zu 
Ohrdruf, Schrank CLIII. 16. 

IV. d. 

Dem Jovius standen bei seiner Arbeit vornehmlich die 
Schwarburgischen und Gleichischen Archive zu Gebote. Zu 
dem Tonnaischen erhiell er, wie wir oben gesehen baben, 
1617 freien Zutritt. Er hat auf diesem, vorher nur sparsam 
bebauten Felde die Bahn gebrochen, auf der mil seiner Hulfe 
Sagidar ungehemmter fortschreilen konnte. Dass dieser den 
von jenem gesammelten Stoff seinem Werke zu Grunde legte 
und oft wortlich einverleible, diesem als sicher bew&hrlen 
Fuhrer meist unbedingl vertraute, seine Fusslapfen nur im 



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1M 



Gefuhl besserer Ueberzeugung verliess and dessea irrige Be- 
hauptungen aus dem ihm reichlicher zufliessenden Vorrathe 
jeuem nicht zuganglicher diplomatischer Zeugnisse zu verbes- 
sern suchte, kann dem sonst selbststandigen und tuchtigen 
Historiker nicht zu so grossem Vergehen angerechnet wer- 
den, als Hellbach gethan hat, vorzuglich wenn wir ans des 
eigenen Gestandnisses desselben erinnern, dass er seinem 
achtbaren Vorganger in jeder Hinsicht unendlich viel zu ver- 
danken habe. 

Dieses erwagend, and die Leistungen beider sorgftltig 
mit einander vergleichend, kann man nicht in Abrede stellen, 
dass Sagi liar's Arbeit vor der des Jovius manche wesentliche 
Vorzuge besitzt, die er ihr wohl noch in hoherem Grade ver- 
liehen haben wurde, wenn es ihm verg6nnt gewesen ware, sie 
vor dem Drucke wieder durchznsehen and einer nochmaligen 
Prfifung zn unterwerfen. Dabei durfen wir aber anch die 
Mangel nicht verschweigen , welche ein auftnerksamer nnd 
gefibter Blick an Sagiltar's Buche enldeckt, wohin wir beson- 
ders rechnen, dass die in grosser Zahl in dasselbe aufge- 
nommenen Urkunden nicht immer anmittelbar aus den Ongi- 
nalen in den Gothaischen und andern Th&ringischen Arcbiven, 
in der jetzt in der Jenaischen Universitatsbibliolhek nieder- 
gelegten, der aus Polykarp Leyser's Nachiasse dem Archive 
zu Wolfenbuttel einverleibten Sammlung etc., sondern gemei- 
niglich aus filleren oder neueren Copialbflchern , z. B. des 
Klosters Georgenlhal entlehnt, und dass weder diese, noch 
jene mit der erforderlichen diplomatischen Treue und PQnkt- 
lichkeit abgeschrieben und wiedergegeben sind. Derselbe Tadel 
trifft auch die ubrigen, von ihm benutzten Handschriften, na- 
mentlich Conrad Ho lie's thflringisch-erfurtische Chronik de- 
ren daraus mitgetheilte Abschnitte sehr nachlassig gedruckt 
sind, wie meine, als XXXII Publication des litterarischen Ver- 
eins zu Stuttgart 1854 erschienene Ausgabe beslfitigen kann. 

Ueberhaupt pflegte Sagittar sich nicht strong an die 
eigenlhumliche Schreibart und Orthographic solcher Denkmale 
des Mittelallers zu binden, sondern der zu seiner Zeit ublt- 
chen zu folgen. 

Wir schliessen mit der aus langwieriger Erfahrung er- 
zeugten allgemeinen Bemerkung, dass ungeachtet glucklicher 
Bestrebungen einiger Geschichtsforscher der Neuzeit, dunkle 
Punkte der Gleichischen Geschichte aufzuhellen, ein grQnd- 
liches, umfassendes und dem gegenwfirligen Standpunkte der 
historiscben Wissenschaft vollig entsprechendes Werk noch 
immer tiefgefuhltes Bedurfoiss ist, welches man nicht durch 
Hellbach und J. Hasemann, den Verfasser des Artikels: 
Gleichen in Ersch und G ruber's allgemeiner Encyclopadie 
der Wissenschaften , I. Section 69. Tbeil S. 227—315., als 
befriedigt betrachten kann, da beide nur hdchst selten Rrgeb- 



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107 



nisse eigener Forschungen bieten und meist ohne gehdrige 
Auswahl das von Sagillar mQhsam Aufgespcicherte in unge- 
niessbarer, fast eben so geschmackloser Darstellung, nicbt 
ohne neue Missgriffe und Irrthumer, wiederholen. 



A n se e i g e. 



Bibliographic des principaux ouvrages relatifs a l'amour, 
aux femmes, au manage, indiquant les auteurs de ces 
ouvrages, leurs editions, leur valeur et les prohibi- 
tions ou condamnations dont certains d'entre eux 
ont ete l'objet, par M. le C. d'l*** Paris, J. Gay. 
1860. 8«. 

Ce catalogue, le premier, k ce que nous croyons, qui se 
soit attache a la sp6cialite curieuse qn'indique son litre, 
forme un volume de 149 pages a2colonnes, imprim6 en ca- 
tactferes assez tins, et qui n'a 616 tire qu'a 300 exemplaires. 
Nous avons lieu de croire que le nom de Mr. le C. d'l***, 
indique sur le frontispice, est un pseudonyme, et que I'ou- 
vrage est le fruit des recherches de divers bibliophiles pa- 
risiens. U est divis6 en plusieurs chapitres: Th6ologie, Ju- 
risprudence, Sciences (Morale, mgdecine, Gi) , Literature 
(Poetes Arabes, fran^ais, Strangers; theatre; romans et nou- 
velles, fac6ties), Histoire, Aroh6ologie. 

On ne s'est pas born6 a une s&che Enumeration de li- 
tres; on a joint a un grand nombre d'articles des details et 

Jarfois des citations. Nous nous contenterons d'indiquer, 
peu pres au hasard, le Zombi du grand Hrou (pag. 76% 
petit volume imprime en 1697 et k regard duquel un ing6- 
nieux academicien, Charles Nodier, a en 1828 publte quel- 
ques pages qui ont mis au rang des curiosites bibliograpbi- 
ques ce livret mal ecrit et jusqu'alors fort oublie. Divers 
passages en vers et une analyse de cette narration sont in- 
serts dans le catalogue. 

Nous allons transcrire, comme echantillon, et en y 
joignant parfois de courtes indications bibliographiques, ce 
qui concerne des ouvrages assez peu connus. 

Les Aphrodites ou Fragments, par l'auteur de Felicia 
et de Monuse (Andrea de Nercia), ouvrage licencieux. Les 
Aphrodites sont une association de personnes de deux s6- 
xes, association qui n'a d'autre but que le plaisir. Des 
femmes de la cour, des abbes, des princes, de riches etran- 

Sers, des ci-devant religieuses, paradent dans ces tableaux, 
aas ces dialogues tres spirituellement Merits. C'est en un 



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108 



mot, un des ouvrages les pins remarquables en son genre, 
mais il est pea connu, car il est presque introuvable, ettris 
pea d'amateurs Font vu. II n'a paru k notre connaissance, 
dans aucune vente. II porte la date, de Lampsaqae, 1793, 
et forme 8 parties petit 8°, de 88 pages et une planche cha- 
que. Ces 8 parties se relient en un on deux volumes. Les 
figures sont libres et finemenl gravees. Nous croyons qu'il 
a paru en Allemagne un ouvrage en 4 volumes intitule les 
Aphrodites, mais ce n'est pas 1 ouvrage de Nerciat, c'est un 
recueil comprenant Necrion. Clean, Margot la ravaudeuse, 
I'Histoire du prince Apprius. 

Acadtmie galante, Paris, 1681, 1684. s. 1. (Hollande k 
la SDhfere). 1682, Amsterdam, 1708, 1710, 1711, 1731, 1732, 
1740, 1790, 2 parties, petit in 12. Cadre ingenieux est dont 
on aurait pu tirer un meilleur parti que l'auteur (inconnn) 
de cet ouvrage. Une societe de sept personnes, y compris 
la maitresse de la maison, trois demoiselles et quatre cava- 
liers, se ressemble a Paris, et se constitue en une academic 
ayant pour objet de decider de tout ce qui ressort de la ga- 
lanterie el de lire et d'examiner les ouvrages galants. Mai- 
heureusement les slatuts de cette Acad6mie sont ridicules, et 
les histoires qui y sont racont6es ne sont gufire interessan- 
tes. Dans sa preface, l'auteur avertit le lectenr que l'Aca- 
demie dont il s'agit n'est point une facetie et que les per- 
sonnages qui en ont drasse les statuts sont dessines d'apr&s 
nature. 

De la Beauti. Discours divers, avec la Paulegraphie 
ou Description des beautez d'une dame tholozaine, nommee 
la Belle Paule, par Gabriel de Minut, Lyon, 1587, petit 8°, 
141 fr. vente Crozet. Paule de Viguier etait si belle, dit 
son biographe, que sa presence dans les rues de la ville, 
faisait une 6meute, tout le peuple s'impressait pour la 
voir. Ce livre, publie du vivant de la personne qu'il con- 
cerne, pourrait inspirer des doutes sur la vertu, car toutes 
les perfections de son corps, sans en exceptor une seule, y 
sont minutieusement decrites. L'auteur, parlant d'une femme 

3u'il repr6sente comme tres chaste, affronte sans management 
es details tres scabreux. On a peine k comprendre com- 
ment ce livre a eu pour editeur la soeur de celui qui I'avait 
compost, Charlotte de Minut, abbesse du monaslfere de Saint- 
Claire de Toulouse, qui l'a dedie a la reine Catherine de 
Medicis. (A la venle Renouard en 1853, un exempl. de la 
Paulegraphie a 616 pay6 260 francs; Mr. Leroux de Lincy 
a donne dans le Bulletin du bibliophile de Techener, 1849, 
pag. 83—96, une notice Vendue sur cet ouvrage. Voir aussi 
le Bulletin du bibliophile beige, t. III. p. 422 ; et la note de 
catalogue Aime-Martin, 1847, p. 847. La Biographic Uni- 
verselle t. 74, p. 116, a consacre un court article k Gabriel 



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109 



de Miout. La Belle Paule est l'objet d'une notice dans la 
Revue du Midi, mars 1836, mais il n'y est pas fait mention 
de la Paulegraphie, circonstance qu'explique la raret6 de ce 
volume. 

Kin Ping Mei (ce litre fait allusion aux trois principa- 
ls heroines de ce roman). Roman chinois dont 1'edilion 
forme 3 volumes in 4° avec 100 gravures (une k chaque 
livre) represenlant les principales scenes de ce recit. Un 
exemplaire a 616 pay6 176 francs a la vente Klaproth en 
1840. Sous le rapport litt6raire ) les Chinois regardent le 
Kin Ping Mei comme un chef d'oeuvre. C'est Phisloire d'un 
riche droguiste et de ses intrigues amoureuses. Toute une 
compagnie d'hommes el des femmes y est presentee dans 
les different rapports de la vie sociale, et on les voit pas- 
ser successivement par toutes les situations que Thomme ci- 
vilis6 pent parcourir. La traduction d'un pareil livre rendrait 
superflu tout autre ouvrage sur les habitudes des Chinois; 
malheureusement il renferme trop de passages licencieux 
pour que nos savants osent l'enterprendre. Les scenes qui y 
sonl decrites sont d'une nature telle que l'empereur Khan- hi 
lanpa un d6cret de prohibition contre Touvrage lorsqu'il pa- 
rut pour la premiere fois en 1695, circonstrance qui, du 
resle, n'a fait qu'accroitre sa c616bril6, et le faire recherche 
davantage. Le frfere meme de Tempereur qui venait de lan- 
cer ce d6cret en fit une traduction en langue mantchoue (gin 
Phink Mei bit Khe) traduction qui pour la beaul6 du style, 
ne le cede rien, dit on, a Touvrage original. 

Les Milles et une nuits, contes arabes .... Le texte 
original a droit de figurer parmi les 6crits licencieux; les 
traductions en langues europeennes n'en donnent qu'une idee 
fort incomplete. On lit dans la relation du Voyage en Afrique 
du lieutenant Burton, cit6 dans la Revue britannique qu'un 
cinqui6me an moins de Touvrage est absolument impossible 
a traduire, et que Torientaliste le plus audacieux n'oserait 
point rendre litt6ralement les trois quarts du reste. On y 
voit les dames de Bagdad s'asseyanl sur les genoux d'un 
portefaix et se livrant a des plaisanleries qui feraient rougir 
le plus effronle des Europeens. La traduction fran?aise de 
Galland ne comprend que le quart environ du recueil et les 
rtcits libres en ont 6(6 exclus. La publication integrate du 
texte arabe a 6(6 interdile, il y a quelques ann6es a Saint- 
P6tersbourg. On dit que la traduction allemande de Weil, 
Stuttgart, 1837, est la plus fid61e de toutes. 

Formulaire fort ricriatif de tons contrats, donations, 
testaments, G. (aid par Bredin le Cocu> notaire rural, etc. 
(par Benoit du Troncy), Paris, 1590, 1615; Lyon 1591, 1594, 
1602, 1603, 1610, 1617, 1618, 1627, in 16, 76 fr. vente No- 
dier. R6imprim6 par Mr. Breyhot du Lut k Lyon en 1846, 



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110 



gr. in 12 a 50 exemplaires. Facelie amusante et spirituelle. 
On trouve dans ce volume une espece de farce intilulee: 
Colloque de I'origine et naturel des femmes, auquel sont 
inlroduits Maitre Jean Coquillard, maitre Pierre Lesaye et 
maitre Francois Baudichon, lous trois noiaires ruraux au 
royaume d'Utopie. Coquillard est veuf, mais bien qu'il vive 
avec une mercenaire itrangere, il preffere une femroe legi- 
time et il veut se remarier. Baudichon et Lesaye cherchent a 
Ten dStourner et la debilent force lieux communs conlre les 
femmes. Coquillard avoue qu'on lui dit de grandes choses y 
mais il a son parti pres et il veut se remarier. Les autres 
le quittent en se moquant de lui. On peut consulter sur ce 
livre et sur son auleur une note de M. Pericaud dans la Bi- 
bliographie de la France, 1821, p. 442, le Dictionnaire des 
anonymes de Barbier, n°. 6813, la Biographie Universelle, 
t. 46. p. 585 et les Archives historiques du tihdne, torn. III. 
V. et VI. 

Monuments de la Vie privie des douze Cisars d'apres 
une suite des pierres et medailles gravees sous leur rigne. 
Monuments du culte secret des dames romaines d'apres une 
suite de pierres gravtes. Caprie en Rome (Nancy. Leclerc) 
1780, 1782. 

Destruction ordonnee par arrfet du 19. Septembre 1826 a 
cause des gravures libres que Touvrage contienl. Voir, dans 
le catalogue de la vente M. faite par l f Alliance des Arts en 
1846 N° 1454 pour la difference qui presentent di verses editions. 
Voir aussi Noel, collections lorraines, p. 787. 

Les deux ouvrages qu'on vieul d'indiquer n'gtant sans 
doute a la portee que d'un fort petit nombre de nos lecteurs, 
nous croyons devoir leur emprunter les details qu'on y trouve. 
D'Hancarville etait un chevalier d'induslrie instruit et spirituel, 
dont le veritable nom etait Hugues et qui se fit appeller ega- 
lement le comte de Sainte Elme, le comte de GrafTeneck, de 
Lenoncourt. On lui doit plusieurs ouvrages sur Farcheologie et 
sur la mythologie ; ils sont fort usiles aujourd'hui. 

L'imprimeur Leclerc qui avait imprime deja les Elegantiae 
latini sermonis du pseudo-Meursius fut mis a la Bastille, 
mais les officiers du regiment du Roi, en garnison a Nancy, 
le prirent sous leur protection et lui firent rendre la liberty. 
Plusieures repressions des deux ouvrages dont nous avons 
transcrit les litres onl eu lieu. On remarque celle qui porte 
au frontispice: de iimprimerie du Vatican ] elle differe sensi- 
blement de la premiire ; beaucoup de notes sont ajoulees, I'or- 
dre du chapitres est completement chang6; les figures du culte 
secret sont plus grandes, plus detaillees. 

Un certain nombre d'ouvrages allemands figurent dans le 
catalogue de M. le C. d' /*** mais leur enumeration pour- 
rait etre bien plus complete. Nous reparlerons d'ailleurs peul- 



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Ul 



(tre de cette publication qui n'est qu'an essai, mais qui a 
d6ja vivement pique, a ce qu'on assure, Indention des bi- 
bliophiles fran^ais. 

Bordeaux. Q m Brunei. 



Hans Sachsens Gedichte. 

Eine Bibliographic 
von 

Emil Weller in Zurich. 

(Fortseiiung.) 

64. — Der gul Hirt vnd bofs Hirt, Johannis am zehenden 

CapiteL o. u. J. (Nurnberg, Guldenmund c. 1530). 
Folioblalt mil Holzsch. — In Golha. Bei Becker. 
Jefus fprach zu des Volkes fchar elc. 

65. — Ein erfchrockliche Hiftory von einer Kunigin aufs Lam- 

parte. Antony Formfchneider zu Franckfurdt o. J. (1536). 
Folioblalt mil Holzsch. 102 Verszeilen. — In Zurich 
(Stadlbibl.) 

In der Lamparter Chronica 

Lefs wir wie in Lamparlia 

Ein kun mutiger Konig fafs etc. 

66. — Ein klaglich Hiftori der Liebe. H. Guldenmundt (in 

Nurnberg c. 1530). 8 Bl. 8. mil Titelholzsch. 
Man liA in Cento Nouella 
Wie das vor zeyten faffe 
Ein Kfinig in Cecilia etc. 

67. — Ein fchdn Hiftoria von dem Neidigen vnd dem Geizi- 

gen. o. 0. u. J. 4. 

68. — Eine fchdne vnd hofliche Hiftori, von der Ehebrecher 

Bruck, welche Kunig Artus, zu Britania, Auff verborge- 
nen klugen Ralhfchlag, dels kunflweifen Virgiiii, vmb 
argkwohn wegen, der Kfinigin feiner Hausfraw Mit aller 
Zuegehor, gantz wunderbarlich geziert, erbawen laflen. 
Am Ende. Gedruckt zu Nurnberg, bey Hans Wolff Gla- 
ser o. J. (c. 1580). 2 Folioblatter mit Holzsch. von J. 
Amman. — Abged. bei Becker, J. Amman S. 160. 

Vor Zeyten ein mechtiger Konig was 

Artus genandt, derfelbig fafs etc. 

69. — Eyn wflnderliche Hiflorij, vn einem Bitter aufs Franck- 

reich. Gedruckt zu Nurenberg durch — (abgeschniUen). 
Folioblalt mit Holzsch. 130 Verszeilen. — In ZQrich 
(Sladlbibl.) 

Horl zu ein wunderlich gefchicht etc. 



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113 

70. — Drey fchdner Hiftorij: Von dreyen Heydenifchen mor- 

derifchen Frawen. 1540. Am Ende: NQrnberg bey Halis 
Wandereifen. 4 Bl. 4. — In Berlin. 

Man finl haidnifcher Weyber drey 

Sind durch jr wultent mdrderey 

Inns fchenllicher gedechlnus blyben etc. 
Drey fchdner Hiflori, Von dreyen Haydnifchenn mor- 

derifchen Frawen. Nurnberg, P. Fabricius. 1553. 4. 

71. — Anzeigung, wider das fchnod lafter derHurerey. Nurn- 

berg, Hans Wandereifen. 1540. 4 Bl. 4. — Ira Germ. 
Museum. 

Anzeygung, wieder das fchntid Lafter der Hurerey. 
Mehr der Sabbathbrecher. NOremberg, G. MerckeL 
1553. 6 Bl. 4. — In Berlin und Nurnberg. 
Das funff vnd zwenlzigfl numeri etc. 

72. — Sanct Jacobs Lied , Chriftlich vergebeffert. Ein ander 

lied, Sanct Chriftoff du vil heyliger man, verendert vnd 
Chriftenlich corrigiert. Chrifte warer Sun Gottes fron, 
des lob wir ewig preyfen. Am Ende: H. Guldenmundt 
(in NQrnberg c. 1530). 4 Bl. 8. mit Titelholzsch. — In 
Weimar. Das zweite Lied ist von H. Sachs. Wacker- 
nagel, Bibl. d. Kirch. S. 80. Abged. in dessen Kirchenlied 
S. 173 ; das erste S. 366. 
Sanct Jacobslied, Chriftlich gebeffert. Noch ain ander 
lied, Sanct Chriftoff du vil hayliger man, verendert, 
vnd Chriftlich Corrigiert. Am Ende: Augfpurg, Hans 
Zimmermann o.J. (c. 1540). 4 Bl. 8. — In Munchen. 
Wackernagel, Bibl. d. Kirch. S. 157. 

73. — Inhalt zweyerley Predig, Jede in einer kurzen Summa 
begrifen. 1529. o. 0. (NQrnberg, Gnldenmund). Folioblatt 
mit kleinem Holzschnilt. — In Gotha. Bei Becker. 

Ir Kinder Chrifti merckt vnd hort etc. 

74. — Ein yder trag fein joch dife zeit mit gedult. NQrnberg, 

Frid. Peypus. 1554. 4 Bl. 4. 

75. — Die Judith mit Holoferne, ob der Belegerung der ftatt 

Bethulia. o. 0. u. J. (NQrnberg, Guldenmund c. 1530). 
Folioblatt mit Holzsch. — In Gotha. Bei Becker. 
Nachdem als Nebucadnezar 
KOnig in Aflyrien war etc. 
Die Judit mit Holoferne, ob der belegerung der Stat 
Bethulia. Nurnberg, F. Gutknechl. 1554. 4 Bl. 4. 
mit Titelholzsch. — In NQrnberg. 

(Fortsetzung folgt.) 



Veranlwortlicher Redacteur: Dr. Robert Neumann. 
Verleger: T. O. Weigef. Druck von C. P. Melzer in Leipzig. 



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SERAPEUM. 



titftfrift 

fttr 

Bibliothekwissenschaft, Ilandschpiftenkunde und 
altere Litteratur. 

Im Vereine mit BibJiothekaren und Litteraturfreuuden 
hera usgegeben 

▼ on 

Dr. Hobert Naumann. 



As 8# Leipzig, den 30. April 1861# 

Die erste deutsche Synonymik. 

Von 

Jos. Maria Wagner in Wien. 

Unter dieser Ueberschrifl hat A. H. Hoffmann von Fal- 
lersleben im ersten Bande seiner 'Findlinge. Zor Geschichte 
deulscher Sprache und Dichlung' (Leipzig 1860), S. 75—79 
Auszuge aus der altesten gedruckten deutschen Synonymik 
mitgetheilt. ') Ich kenne aber eine handschriftliche, die 
wol noch um hunderl Jahre alter ist. Sie befindet sich im 
Melker Codex No. G. 3. (Papierhs. in 4°. aus der Milte des 
XV. Jahrhunderts), Thl. I, S. 736—753. Der grdssere Theil 
des Wdrterschatzes gehdrt der juristischen Terminologfe an 
und man wurde die Arbeit des Rechtsgelehrten daran erken- 
nen, auch wenn der ubrige Theil der Handschrifl meist aus 
Urkunden (deutschen und laleinischen, meist aus der Zeit 
Karl's IV.), Briefformeln, Titulaturen, EingSngen und Schlussen 



1) Ihr Titellantet: 'Synonyma. Das ift, Mancherley gattungen Deut- 
fcher worter, [o im Grand einerley bedeutung haben. Allen Predigern, 
Schreibern vnd Rednein zu dienft colligiert vnd zufammengetragen. Durch 

Jacoben Schopper Priefter Gedruckt zu Dortmund durch Mel. Soter. 

1550/ Die synonyma sind darin nach lateinischen Schlagwdrtern gereiht. 
Vier Jahre spacer erschien bereils in Niirnberg eine zweite Sammlung : 
'Synonyma oder Formular, wie man einerley Meinung auf manche Art 
und Weife Toll aussprechen fur die ungeubten Schreiber geftellet,' welche 
der Stadlschreiber Leonhard Schwarzenbach zu Orlenau in Krancken 
veranstaltete. 

XXII. Jahrgang. 8 




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114 

von amtlichen Sendschreiben u. dgl. bestiinde. Trotzdem ist 
das Ganze nicht uninleressanl fur die Geschichte unserer Spra- 
che, wie schon die nachfolgenden Proben zeigen werden. l ) 

Hie'hebent fich an dye SyHonima, durch die man 
wolgezierte geblompte Rdd vnd colores der hoff- 
lichen kunft Rethoriken forroiren mag. 

Mifshellung irrung fpenne vehe gepreht vrlovge grem zwi- 
hertzung. 

Ainhelligklich ainmundigklich einmuttigcklich mil ougen- 
weiten (?) 

Gewonheit fitt lantloffig alter herkommen herpringang. 
Grofslich mercklich fwarlich mater hoch(?) vberfchwenck- 
lich. 

Beherczenheidt bekeckheidl manheidt k&nheidt. 

Raub mord brand nam befchedigung plutvergieffung vnter- 

truckung vertillgung nyderlegung abnemung. 
Gefaczt geltompt genemptt gefchaffen gepotten zugefchriben. 
Fred wolluft wun wolgemSt frolich frolocken Jubilieren er- 

frewen frofingen. 
Lob ere zier lemwat (liumel ?) frumckheit. 
Dheinlay kein einich ancherlay icht. 
Vngeftomlicher fchedlicher fraifTamer greylicher angftli- 

cher vnuerAragenlicber fnoder. 
Sel fyn entpfindung vernunfft entrichtung gem&t gedachtnufz 

bertz fantaseu begirlichkeil wiile gepildung. 
M o r d e r durchachter vernichter peinlicher wutricher fchacher 

vbeltelliger zucker nachtdieb flaifchverkauffer. 
Vbertrefflicher vberfcbwencklicher vberhochler erheptler. 
Verhengen jnfeczen gabigen gewaltigen. 
Grober hertfynniger rudifcher efzlicher waldefzlicher ge- 

pawrifcher vilcziger paur ackerman pawman mair. 
Scheint flrallel gleiflel gliczett pliczgeet ieucbt clartdurch- 

scheint durchsichtett 
Samlung puntnufz horr reifigerzug conuent mengy yolck 

concily gemain pouel. 
Gibt gabigolt gemiltigett eignet erpewt. 



1) Dafs unserem Juriften uber der etwas harten sprache der kam- 
mergerichtlichen Resolutionen der galante Styl der * buolbrievel! n ' nicht 
abhanden gekommen war, zeigt eine blumenlese solch susser Redens- 
arten, die er auf S. 647 eingetragen hat; auch daraus einiges zar Probe: 
Mynnecliches frevdenreiches inprinstiges wollufliges fuptilles — kindt; 
holdfaliges raines zuchtiges woltSuiges — wefen; Vnwandelparliches wol- 
geschicktes wolkundiges zarttes wipliches tugentriches — hercz ; froden- 
reiches mynnenriches mynbegerndes adenliches wolgeftaltes — weib; 
wolgecziertes wolbefchaides troftliches fufsfrodenreiches — frawlin ; zier- 
liches tobliches allerliebftes herczliebfles furgekrontes vbertreffenliches 
farnames furpuntliches — hertz. 



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US 



Getddtt ermort flaischgehackt erflochen tempfit mangfchlacht 

droiTelt erwurgtt hals zwingen. 
Alt gewooter gejart gargeallet fibenzigjariger langlebiger 

zeitliger fechczigjaricher allftendiger. 
Trager abloffiger flaffiger verdroszenlicher vnrdfcher vber- 

gefchickler menfch. 
Verpirgt beflnftertt verplennt getocknett [lougent] verfleppt. 
K rum men piegen pognen knupiegen fchmiegen. 
Einhellen widerhellen pullen ruffen kurren wifpilln laulen 

fingen. 

Krieg kempf parratt durnieren vachung veltzug herfarll. 

Loiter bub gauch gagler tifchpfeiffer freyhart farnder fchu- 
ler camiffirer ') lecker pfcheifler betrieger hurenfun banch- 
hart raffeler fpiller fcholderer fuller fawffer hurenfuter 
berntreiber kuppler padreiber hencker hundfchlacher 
frawenwirt blaczmaifler rauber zucker schaczer dieb. 
Expliciunt Synonima pulcherima perlinencia 

ad Rethoricam facienda (sol) pulchros colores ic. 



Thomas Anshclm von Baden. 

Von 

Jog. Maria Wagner in Wien. 

Thomas Anshelm von Baden hatte ldngst die Aofmerk- 
samkeit unserer Bibliographen erregen sollen. £r war als 
Dracker thatig in Slrassburg, Pforzheim, Tubingen und Ha- 
genao seit 1488 bis in das zweite Jahrzehnd des 16. Jahr- 
hnnderts. Mit mehreren der ausgezeichnetsten Manner des 
oberrheinischen Humanistenkreises muss Anshelm in freund- 
schafllichem Verkehr gestanden haben, so mit Wimpheling, 
mit Bebel, mit Reuchlin, wohl auch mit Melanchlhon in dessen 
TQbinger Periode. Seine vielen Ausgaben ihrer Werke sind 
hubsch, ja prachtvoll ausgestattet und zahlen zu dem schOn- 
sten was aos den OfBcinen des anbrechenden 16. Jahrhunderts 
hervorging. Erst in neuester Zeit ist durch Lempertz (in den 
Bilderheften zur Geschichte des deuischen BQcherhandels, 
I860, Heft VIII) auf den merkwurdigen Mann wieder hinge- 
wiesen worden. In dem nachstehenden Verzeichnisse habe 



1) Camiffirer hi ess en auf Rotwelsch die fahrenden Scbolaren, 
welche allerlei Betrug an den Bauern ausubten. vergl. den Liber Vaga- 
torum im Weiroarischen Jahrb. IV, 82. Das Wort begegnet noch spSt: 
'etlich die seind hoch daran, practicieren heimlich and verborgen nigro- 
maDciam, als campifi erer, die komen aus dem Venusberg und haben 
ihr kanft getauft iiu Veltliner und haben mit dem bruder Eckart mellin 
betet und mit dem Danhaufer ein blutwurft geffen ' Paracelsus, chirurg. 
Schrift. (Strasb. 1618), S. 332b. 

8* 



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116 



ich es versucht, ein Gesammtbild seines Wirkens zu entwer- 
fen, indem ich alles, was ich bei den alleren Bibliographen 
zerstreut verzeichnet fand und was sonst zu meiner Kenntniss 
gelangte, zu chronologischer Uebersichl zusammentrug. Ich 
darf nicht hoffen, dasselbe uber die grdbsten Urorisse hinaus- 
gebrachl zu haben, aber leichl werden Kundigere und zu sol- 
cher Arbeit besser Ausgerustete die feineren Lineamente hin- 
zufugen und was mangell erganzen. Bei vielen Nummern 
mussle ich leider einzig den oberflachlichen Angaben alter 
Bibliotheks- und Anliquarkataloge folgen und diese vor alien 
sind sorgfaltiger Nachforschung bedflrftig. Ffir die genauen 
Beschreibungen aus Schweizer Bibliotheken, namentnch aus 
der reichen Zurcher Stadtbibliolhek bin ich der unermudiichen 
Gefalligkeil des Herrn Erail Weller verpflichlet. 

Der alteste nachweisbare Druck Anshelms sind die Evan- 
gelia mit der Gloss, die er ira Januar 1483 zu Strassburg 
herausgab. Dass er hierauf durch zwdlf Jahre aus den An- 
nalen der Typographic ganz und gar verschwindet und erst 
im Jahre 1500 plotzlich zu Pforzheim wieder auftaucht, ist 
ein rathselhafler Umstand, der zu einlfisslicher Untersuchung 
aufforderl. In Pforzheim blieb Anshelm bis ungefahr Marz 
1511. wie das Datum des Vocabularius cura Altenstaig, 2. Ausg. 
(Nr. 2) ausweist, der wohl zu seinen letzten dorligen Drucken 
gehort. Von Pforzheim wandte er sich nach Tubingen and 
datirt von dort bereits seine im Juli 1511 vollendete Aus'- 
gabe von Bebel's comment. Epistola CNr. 31). Vielleicht 
war es Bebel, der ihn veranlasste dorlhin zu kommen, je den- 
falls mochte er in der Universitatsstadt besser seine Recti- 
nung finden, als in dem vom litlerarischen Verkehre fernab 
liegenden Pforzheim. In Tubingen muss Anshelm auch die 
Bekanntschaft Herzog Ulrich's von Wurtemberg gemacht ha- 
ben, der mehrere seiner Ausschreiben von ihm besorgen liess. 
Sicher geschah es aus Vorliebe fur den Herzog, dass er des- 
sen Namen auf die Tilel mehrerer seiner damaligen Unter- 
nehmungen setzte; „Sub illustri Principe Udalrico Virtenper- 
genfi u (Nr. 40, 47, 57), was sonst nicht seine Gewohnheil 
war. Im Jahre 1517 endlich wechselte Anshelm zum lelzten- 
male seinen Aufenthalt. Er siedelte nach Hagenau uber, wo 
er sich schon seit langerer Zeil eine zweite Druckerei ein- 
gerichtet Reuchlins de Arte cabalistica libh HI (Mense Martio 
1517. Nr. 58.) sind das lelzte was er in Tubingen druckte, 
aber bereits vom November 1516 finden wir einen Druck, die 
drilte Ausgabe des Dialogus Mythologicus (Nr. 40), mil dem 
Datum Hagenau, noch im selben Jahre erschienen ebendort 
die Teutsch Evangeli und Epistel, die er im Verein mit Jo- 
hannes Alberti ausfGhrte fNr. 50), und im Januar 1517 die 
zweite Ausgabe der Ars versificandi von Bebel (Nr. 56). Die 
letzten Drucke, welche sich mit Sicherheit als Anshelmische 



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lit 



nachweisen lassen sind von 1521. Die Opera Fulgentii item 
Maxentii 2. Ausg. (1526, Nr. 85) erschienen wohl erst nach 
seinem Tode, oder es mussle eine zweite grosse LGcke in 
seiner Thatigkeit und darauf pldtzliches Abbrechen angenom- 
raen werden. Ich bin der Meinung, dass Anshelm im Jahre 
1522 gestorben ist, und Johannes Secerius (wie es scheinl 
schon seit 1518 mil Anshelm in Verbindung, vergl. „Hexasti- 
chon Job. Secerius Lauchen.", Nr. 68) seine Druckerei uber- 
nahm. Wahrscheinlich isl auch bereils der Nachdruck von 
Luther's Schrifl An die Radherrn (1524. Nr. 00) von diesem. 
Ich kenne zwei Drucke von 1523, auf denen sich Secerius 
nenntund die wohl zu seinen allerfrQhesten gehdren: Eobanus 
Hessus, Ecclesi© afflict© ad Lutherum („Haganoae, ex Nea- 
cademia Seceriana"), und: Luther, Ordnung und Bericht wie 
es furterhin mit ihenen so das Sacrament emphahen gehalten 
soli werden. Typenvergleichung, die ich leider nicht anstel- 
len kann, da mir nichts von Secerius zur Hand ist, wurde 
die Sache bald in's Klare bringen. 

Mehreres druckte Anshelm mit Anderen (Joh. Alberti Nr. 
60, 61) oder auf Bestellung fremder Verleger (Knobloch, 
Nr. 75, 76; Koberger, Nr. 85). Was zu Pforzheim und Tu- 
bingen in den beiden ersten Jahrzehnden des 16. Jahrhunderts 
ersohien, darf ihm unbedingt zugeschheben werden, auch wenn 
es nichl seinen Namen tragi, es druckte kein anderer dort 
zu jener Zeit. Seine, besonders in der Hagenauer Zeit ge- 
brauchte Titeleinfassung ist daran erkennbar, dass auf der 
nnteren Leiste vier nackte Kinder ein fiinfles fortzerreo. Die 
Lettern sind denen des Strassburgers Joh. Pruss ahnlich. 
Anshelms Chiffre besteht in einem verschlungenen TAB (Tho- 
mas Anshelmus Badensis), weiss auf schwarzem Grunde. 



1. Ewangelij mit der glos vnnd Epistr teulfch, liber das 
gantz iar allethalbe darbey der anfang : der pfalm : vnnd 
die collect ainer yedliche mefss nach ordnfig der criften- 
lichen kirchen. — Am Ende: Ewangelia vnd Epistel mit 
der glofs auch Anfang der Mel's, darbey Pfalm vnd Col- 
lect durch Thomam Anfshelm von Baden gedruckt vnd 
vollendet zu Strafsburg am zehenden tag des monaths 
Genners Nach Christi vnfers herren geburl vierzehen hun- 
dert vnd im acht vnd achtzigflen jare. — Fol. — Panzer. 
Nr. 248. (Lempertz kannte dieses Stflck nicht.) 

2. Vocabularius , cura Altenftaig. Phorce 1500. — Spaetere 
Ausgabe: Phorce, mense Martio 1511. — Lempertz Bilder- 
hefte, Jahrg. 1860. Taf. II. 

3. Ein ermanung aller Furften vnd Herrn, K&nigen .... vnd 
der Schwytzer widder den Durken. — Am Ende: Getruckt 
zu pfortzheim 1500. 8°. Panzer Zus. S. 92. 




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118 



4. Behennd vnd hfipfch Rechnung vff alien kouffmanfchafften. 
— Am Ende: Pfortzheim, Thomas Anfshelm. 1500. 16°.— 
Ashers Catal. Nr. 61, S. 117. Der Autor diefer fchrifl 
ift Johann Widmann von Eger, Meifter der fieben fr. kunfte 
zu Leipzig. Die erste Aasgabe erschien zu Leipzig bei 
Kacheloffen 1489 in 8°., vgl. Panzer I, Nr. 283. — Spi- 
te™ Anshelmische Aoflagen sind : Behend vnd hubfch Rech- 
nung vff alien Kauffmannfchafften. — Am Ende: Gedruckt 
zu Pfortzheim von Thoman Anfshelm Im iar als man zalt 
1508. 8°. Fruher in Rebdorf, Panzer I, Nr. 629. Danndie 
ebdt. Nr. 967 verzeichnete Ausgabe: Behend und hfipfch 
Rechnung uff alien kauffmanfchaften. — Am Ende: Ge- 
truckt zu Hagenaw durch Thomam Anfshelm. Im iar als 
man zalt 1519. 8°. 154 bez. BU. Mit Holzschn. — In St 
Gallen, vergl. Scherer, St. Gallifche Handfchr. S. 83. 
Nr. 35. 

5. Tractatus De ruine | ecclefie planctu. — Am Ende: Im- 
preflum Phortze. o. J. 8 BU. 4°. In Berlin. Hain Nr. 

13031. — Neue Ausgabe: Tractatus De ruine ecclefie 
planctu | Tractatus admirabilis, Vom Hand der Crifteheit | 
Qui din clam delimit, wem mag es nil sein leid | Sed ad- 
huc viuit dominus, Der hett vns das anzeigt | Reuixit ipfa 
Veritas, Die hat sich zu vns gneigt || Am Ende: Impres- 
sum Hagnoe. 8 Bl. 4°. Panzer Zusatze S. 11. Hain Nr. 

13032. In Hoffmann's v. F. Besitz und danach abgedruckt 
in deff. In dulci jubilo, S. 87. Nr. 35. — Von diesem merk- 
wurdigen Buchlein giebt es viele Ausgaben. Eine erschien 
zu Memmingen bei A. Kunne urn d. Jahr 1485, ein Olmutzer 
Nachdruck von 1499 ist angezeigl im Serap. Bd. 17. S. 
45. Vergl. Godeke Grundr. §. 119, 1. 

6. Cato in latin durch | Sebaftianum Brant getutft. | Vdal. Ca- 
rinthi. | Hue pperent iuuenes morn documeta Catonis | Car- 
mine gustare. nam probitate valent. | G. S. | Laudes in- 
genui nequit libelli | ... Am Ende: Impreflum Phorce. o. 
J. (urn 1502.) 16 Bl. 4°. Hain Nr. 4749. — Ueber andere 
Ausgaben vgl. Godeke §. 115, 2. 

7. Facetus deutfeh durch Seb. Brandt. Am Ende: ImprefTura 
Phorce 1502. 4°. In Wolfenbuttel, s. Deutfches Mufeum v. 
1788. n. 443, wo der Tilel nicht angegeben ist. Andere 
Ausgaben bei Gddeke §. 115, 3. 

8. Doctor Sebaftiani Brants Traum in tutfeh. Gedruckt zn 
Phorzheym 1502. in laudem Dei. 4 Bl. 4°. In Strafsburg 
(Univ. Bibl.). Panzer Zus. S. 96. 

9. Magnentii Rabani Mauri Opus de laudibus Sanctae Crucis, 
eruditione, versu, prosaque mirificum. Forcheimii, Thorn. 
Anshelmus 1503. Fol. — So angeffihrtbei Lambacher, Bi- 
bliothecn antiqu. Vindobon. civica etc. (1. — einz. — Bd., 
Wien 1750) S. 131. Die Angabe Forchheims als Druck- 



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119 



orl beruht wohl auf einer WillkGhrlichkeit. Denis in s. 
Merkw. d. Garell. Bibl. II. 532 Nr. 407 fprichl von derfel- 
ben Ausgabe desselben werkes uod cilierl dabei ein am 
Schlusse stehendes Distichon: 

Est natale solum Baden : sedes mihi Phorcys. 
Dicor et Anshelmi Bibliopola Thomas. 
Anshelmi Thomas, scil. Alius, nichl, wie Denis meinf, dass 
der Familienname„ Anshelmi" gelaulel habe! 

10. ©ratio ab regent 3Jiayi | miliantl de laudibns alqs amplilu- 
dle Germanie. | Nachher 17 Zeilen Inhaltsangabe. Am 
Ende: Phorce. Ex Aedibus Thome Anfhelmi. | MenfeMar- 
tio. H. D. IIII. — Verfasser ist H. Bebel. 96 Bl. 4°. Sign, 
a— s. — In Zfirich (Stadtbibl.) 

11. J. Reochlin, liber congestorum de arte predicandi. Acc. va- 
ria carmina. Phorce, (Ansh. Badens.) 1504. 4°. Bulsch, 
Catal. Nr. 34. S. 78. Ebdt. eine spatere Ausgabe von 
1506. 

12. (Hemorabiles Evangelistarum Fig.). $eraftt$on <Seba* 
fttani | Brant in memorabiles euangeliftagt nguras | 3 Di- 
slicha. Darauf 4 Dislichen des Jod. Gallus Rubeaquensis 
und 2 Dist. von Georg Relmisius (d. i. G. Simler). Am 
Ende: Ifta tibi Thomas | Badenils cognomento anfhelmi | 
tradidit. 1504. — IS Bl. 4°. In Zurich (Stadt- und Kan- 
tonsbibliothek). Es ist die alte Ars memorandi des Mon- 
ches Peler von Rosenheim mil den 15 grossen curiosen 
Holzschnitten (einer nachgebildet bei Falkenstein, zu S. 
21 fg.), neu herausgegeben von G. Simler. Weigel (Sc- 
rap., Bd. 17, S. 35) kennt ausser dieser noch Ausgaben 
von 1502 und 1503. Ein von dem vorliegenden verschie- 
dener Druck, aber ebenfalls mit der Jahrzahl 1504 und bei 
Anshelm muss sich auf der ehemaligen Wiener Stadtbi- 
bliothek befunden haben, wenn Lambachers Angaben ge- 
nau sind. Er sagt a. a. 0. S. 68: „Monendum porro et 
hoc eft, in Bibl. Fabricii Med. et Inf. Lat. T. VI p. 433 
haec memorabilia Evangeliftarum adfcribi Sebaftiano Brant, 
cum tamen hie nonnifi Epigramma praefixerit. Sed facile 
quis falli potuit, qui tantum obiter inspexit, non vero legit 
opusculum. Ab ejus enim initio legitur: „ Sebastian* 
Brant Epigramma in Memorabiies Evangelistarum figu- 
ras. a Nec alius opusculo titulus praeflgitur. tt — Peter von 
Rosenheim erscheint im Jahre 1427 als Abt des Stifles 
Melk. 

13. Nation ar turn (Suangelt* | ftarum- omnia in fe euangelia- 
profa* verfu * yma-|ginibufq5 q5 mirifice compleclens. | Am 
Ende nach der Jahrzahl 1505 Anshelms Druckerzeichen. 
18 BU. 4°. Text lb— 18a. Eine neue Ausgabe der Ars 
memorandi mit denselben funfzehn Holzschnitten. Kloster- 
neuburger StiAsbibliothek, Incun. Nr. 1063a. — Weigel a. 



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190 



a. 0. fuhrl ausser dieser noch Ausgaben von 1507, 1510 
und 1522 an. Vergl. auch Serap. f. 1856, S. 309. 

14. Ein ordnung vnd | vnderweifung, wie fich ein ieder hallen 
fol vor | dem recblen. | Am Ende: Gedruckt z 11 pforz- 
heym durch Thomam Anfshelm | von Baden. Im iar 1505. 
Got fy lob. | Darunter das Druckerzeichen. 16 BI1. 4°., 
letztes leer. Der Text beginnt auf 2a. Sign, aij— ciiij. — 
In Klosterneuburg, Incun. Nr. 1054. 

15. Doctor johanns | Reuchlins tutfch miffiue. warumb die 
Jude | fo lang im ellend Find. \ Am Ende: Datum inn 
Wybenacht fyertagen zu einem guten feligen iar. Ad anntt 
1505. | Gedruckt zu Pforlzheim. I Darunter Anshelms Zei- 
chen. 6 Bl. 4°., letztes leer. — In Zurich (Stadlbibl.) und 
Leipzig (Ralhsbibl.). Bei Panzer Zus. 101 ungenau. 

16. (Reuchlini Rudim. lingu. hebr.) Incipium | libri | Auf der 
Ruckseite. Joannis Reuchlin Phorcenfis | LL. Doc. ad Dio- 
nyfium fratrem | fuum germanum de rudimentis | hebraicis 
liber primus | (Capilalschrift.) 620 gez. Seiten. Fol. Das 
ganze Buch geht von rechts nach links. Auf dem vorletz- 
ten Blatte G. Simler's Nacbwort an Anshelm, daL Nonis 
Marlijs Anno M.D.VI. Links unlen: Phorce in ®dib. Tho.| 
Anshelmi sexto. Kal. | Apriles. Anno. MD.VI. (Capitalschr.) 
Mitten zwischen diesen drei Zeilen Anshelms Ghiffre. \uf 
der Ruckseite: Jo. Reuchlin Phorcens. Doctor | Juris. Comes 
Palatinus Late | ranus Sicambrorum Legis Taci | tus Et 
Sueviae Triumvir. Fride | rico. III. Imp. Ro. Infignis. (Ca- 
pitalschr.) Darunter sein Wappeu mit „Ara Capnionis a . 
Auf dem letzten Blatte: Finis libri | Canon | Non eft liber 
legendus hie ceu c^teri | Faciem fmiAra dextera dorfum 
tene | Et de ilniftra paginas ad dexteram | Quafcunq$ uerte. 
qu ? latina uideris | Legito latine hebn-a fi lint insita | a 
dextera legenda funt UniArorfum. | In Zurich (Stadt- und 
Kantonsbibliothek), Eine neuere Ausgabe: Hagenau 1511 
bei Lambacher S. 70. 

17. Jacobi ffitmpfe | lingij Apologia pro Republica | Chri- 
stiana. | M. Ringmanni PhileHj Telraftichon | ad Lecto- 
res: | . . . . Am Ende: Phorce in aedibus Thome Ans- 
helmi | I ex to Kal. Apriles. Anno M D VI. Sign, a— h, 42 
Bl. 4°. Vorrede dat. Argentine curfim Ex ^dibus noftris 
pridie Idus Julij. Anno M.D.V. In Zurich (Titelblatt fehlt), 
dann in Klosterneuburg. 

18. SRobcrti ©agutni Dc | arte metrificandi libelli. omni | bus 
ad poelicam anhela | tibus tarn iucundi | q$ omnifarifij 
fructiferi. | Vdal. Carinthi pro arte carminum | Hexaftichon.j 
.... | G. S. | Noch 2 Distichen. — Am Ende: Impri I mi 
curauil Phorce in aedibus | Thom ? Anfhelmi. Vdal. | Ca- 
rinthus. | Menfe | Seplem. M.D.|VI. - Sign. A-F, 34 Bll. 
4°. Widmung des Sim. Recomadoris, Secret&rs des Bisohofs 



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Ml 

von Xanten an s. Lehrer Gaguin. — In Zfirich (Stadt- 
bibliolhek.) 

19. Grammatice infiilutiones Jacobi Henrich manni Sindelfin- 
gensis u. f. w. Phorce, Thorn. Anfh. 1506. 1508. 1509. in 
4°. — 3acobi $enri<$manni | Sindelfingenfis grammaticae 
infiilutiones | . . . . | Tubingen | o. Jahrzahl (um 1512.) 
15 Bog. 4\ In der Titeleinfassung Anshelms Chiffre. Her- 
ausgeber Joh. Hiltebranl. Widmung von Jacob Hen an 
Bebel, da I. Tubingg ex cotubernio nru decimo kaledas 
apriles. Anno, M.D.VI. Widmung des Verfassers an Kas- 
par Hummel, ex Luftnoia. vii. Kalendas Manias. Anno 
octauo fupra fefquimillefimum. In Zurich (Stadtbibl.). 
Eine zweite Tubinger Ausgabe ist von 1515, dann giebt 
es Hagenauer von 1517, 1518 und 1520, alle bei Aus- 
helmus und in 4°. Auch Henr. Gran (vor Anshelm in 
Hagenau) druckte das Werk oft, z. B. 1500, 1512, 1514 
(4".), vergl. Panzer Annal. 

20. Jacobi ©im^fclmgu I Schletftallenfis Theofophi | Oralio 
de fancto ipirilu. | Am Ende: Phorce In aedibus Thome 
Anfhelmi | Anno. M.D.V1I. Menfe | Maio. 8 BIL 4°. Wid- 
mung Ringmann's Philefius an Phil, de Duno, daL K. Sep- 
tembris. 1506. In Zurich (Stadtbibl.). 

21. Caffiodorus fenator de anima | Caffiodori ad lectorem 
Barbafculum | Epigramma. | .... 24 BIL 4°., letztes leer. 
Am Schluss: Phorce. In edibus Thom^ Anfliel|mi Anno 
M.D.VII. Menjl'e Junio. | Darunter Anshelms Druckerzeichen 
mit einem fliegenden Bande auf dem die Buchstaben more. 
— In Klosterneuburg, Inc. Nr. 1049 a. 

22. ©ucottca Slntonit ®efcal | dini poet^ laureati & protho| 
notarij apostolici. | Am Schluss: Pforc^ in ^dibns Thom^ 
Anshel|mi Anno. M.D.VII. men | fe Julio. | Darunter das 
Druckerwappen wie vor. 26 Bll. 4°., letztes leer. In Klo- 
flerneuburg, Inc. Nr. 1083 a. 

23. M. Plantfch, opusculum de sagis maleficis. Phorcae 1507. 
4°. Butsch 34. Catal. S. 72. 

24. 3oamtt* SReud^Un ^or|cenfis Sergius uel Capitis ca | put 
cum commentario | Georgij Symler. | 87 gez. Seilen, 1 Bl. 
Titel, 1 Bl. mit Simlers Widmung an Reuchlin und 4 Bll. 
Index in Sergij comentarios. 4°. Auf der Ruckseite des 
Blaltes mit Simlers Dedication: Phorce in sdibus Thomae 
Anshelmi | Anno. M.D.VII. menfe | Septembri. | Darunter 
Anshelms Chiffre mit den hebr. Buchstaben. — In Zurich 
(Sladlbibl.) und in Klosterneuburg, Inc. Nr. 1087. — Spa- 
tere Ausgaben: 3oanni£ SRcu^tin ^5for|cenfis Sergius uel 
Capitis caput | cum comentario Georgij | Simler Vuimpi- 
neiis. Titelblatt, 85 gez. Seilen, 1 Bl. Widmung, auf des- 
sen Ruckseite: Phorce in aedibus Thomae Anshelmi | Anno 
M.D.VIII. menfe | Aprili. Druckerzeichen. 4 Bll. Index 4°.— 



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199 



In Zurich (Kantonsbibl.) — Soomttt SReuc^ltn ^tyorcen | (is 
LL. doctoris celebratiffimi Serous uel Capitis caput cum 
comroen | tario Georgii Simler Vuimpinenfis | 77 gez. Sei- 
ten, 1 Bl. Widmung, 3 BU. Index diclionum. Auf dem 
Ietzten Blatte: Tubing® in aedibus Thorns Anshelmi | Ba- 
denfis. Anno M.D.XIII. | Menfe Aprili. Druckerzeichen. — 
In Zftrich (Stadtbibl.) — Vergl. Grundriss §. 113, 2. 

25. 3oanm$ {Rcu^lin $forcen|fis Scenica Progymnafmata, Hoc 
en | Ludicra praeexercitamenla^ | Sebaflianus Brant. | 4 
Distichen. Am Ende: Phorc ? in ^dibus Thom$ | Anfhelmi. 
Anno. M. D. viij. — 10 BU. 4°. In Zurich (Stadtbibl.). 
Aeitere und j&ngere Ausgaben (darunter Anshelmisch: Tu- 
bingen 1516, 10 BU. in 4°.) bei Gddeke §. 113, 2. Zu- 
sammen mil dem Sergius (Comoedi® duae) Tfibingen 1512 
und 1513, beide male in 8°. 

26. Bebelii opera. Phorce® in Aedib. Th. Anfhelmi 1506. 4°. 
Gddeke §. 104. 

27. Bebel. Opera sequentia : Triumphus Veneris libri VI car- 
mine heroico conscriptus. — Hecatostichon de victoria 
C®saris Bohemica. Hecatostichon contra bella civilia Ger- 
manorum etc. Ex Tubinga, 1509. 4°. Butsch Catalog. 
XXXIV, S. 11. Bei Gddeke $ 104 mit d. Datum: Phorcea 
in ©dib. Th. Anshelmi 1509. 

28. J. Wimpheling. El eg an life majores. Phorce© 1509. 4°. 
Butsch Catal. XXXIV, S. 102. 

29. Ein nulzlich regiment vuider die bofen Frantzofen mit el- 
liche clugen fragflficken durch meifler Alexander Sytzen 
zu Marckbach befchribenn. Am Ende : Gedruckt zu Pfortz- 
heim in dem 9R vnd if. 8 BU. 4°. Der Aebtissin 
des Kloslers Lichtenstein Elisabeth Schflttin gewidmet. — 
Panzer Nr. 652. 

30. Gramatic© institutes | Joannis Brassicani Tubingensis 
cum | auantitalibus Bebelianis exa|mussim absolutissimis| 
4 Disticnen. Am Ende : Phorce in aedibus Thome Anshelmi 
Badensis. | Auno M.D.X. menfe Junio. | Druckerzeichen. 8 
BU. Vorstand und 122 gez. Blatter 4°. Widmung an Graf 
Job. von Salm. In Frauenfeld (Kantonsbibl.) 

31. Bebelii comment, epist. Tubing©, mense Julio 1511. Lem- 
pertz, Bilderhefle etc. VIII (1860). 

32. Aue praeclara getutfl durch | Sebaftianum Brant. Am 
Ende: Gedruckt zu Tubingen, o. J. (urn 1511.) Folioblatt 
mit Holzschn. und Nolen. In Berlin (kgl Bibl.) — Wie- 
dergedruckt bei Zarncke, S. 163 fg. und in Michel Vehe's 
Gefangbfichlin v. J. 1537 ed. Hoffmann v. F., S. 98 und 129. 
Auch bei Wackernagel, Kirchenlied S. 124. Vergl. dess. 
Bibliogr. d. Kirchenl. Nr. 1071. 

33. Doctor Johannfen Reuchlins der K. M. als Ertzhertzogen 
zu Ofterreich auch Churffirflen vnd Ffirften gemainen bundt- 



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IM 

richters ion Schwaben warhafflige entfchuldigung gegen 
vnd wider ains getaufften iuden genant Pfefferkorn vor- 
mals getruckt vfsgaugen vnwarhafligs fchmachbuchlin Au- 
genfpiegel. (TGbingen 1511 (lurch Thorn. Anshelm. Ba- 
dens.) 41 gez. Bll. 4°. Panzer I, Nr. 694. 

34. H. Bebel. Opuscula varia. Tubing®, Thorn. Anshelmus. 
1511. 4°. Butsch Catal. XXXIV, S. 11. 

35. Angeli Politiani viri | undecunqs doctiffimi | Lamia | A. E.: 
lmpreifum Tubing® in aedibus thorn® | Anshelmi Badenfis | 
o. J. Cam 1512). 10 Bll. 4°. In Zfirich (Stadlbibl.) 

36. Hippocrates de praeparatione | bominis ad Ptolom®nm re- 
gem, nuper e greco in j latinum traductus a Joanne Beuch- 
lin Pborcen | fi legum imperialium doctore. | A. E.: Anno 
M D XII. xiij Kalendas Hartias. | Tubing® in edibus Tho- 
mae Anfhelmi Badenfis. | Druckerzeichen. 6 Bll. 4°. Wid- 
mung an Dr. Jo. Stockar von Ulm. — In Zurich (Stadl- 
bibl.) 

37. Babi Joseph Hyssop®us Parpi|nianen(1s iudaeorum poeta 
dulciffimus ex he|braica lingua in latinft traductus a Joanne | 
Beuchlin Phorcenfi legum impe I rialium doctore. | A. E. : 
Anno M.D.XII. fexto kalendas Martias. | Tubing® in aedibus 
Thome Anfhelmi | Badenfis, menfe Hartio. Druckerzeichen. 
8 Bll. 4°. Zfirich (Stadtbibl.). 

38. Ain clare verflenlnus in tutfch vff doctor Johannfen Reuch- 
lins ratfchlag von den iuden bQchern vormals auch zu 
latin im Augenfpiegel vfsgangen. Am Ende: Geben am 
jrij. tag des mertzen, im funffzehen hundert vnnd zwdlflFten 
iar. 14 Bll. 4°. (Jedenfalls zu TQbingen bei Anshelm ge- 
druckt.) Panzer I, Nr. 718. 

39. Joannis Beuchlini Phor|cen(is. 11. doctoris in feptem pfal- 
mos | poeuitetiales hebraicos interpretatio | de uerbo ad 
uerbum, 4 fuper | eisdem commentarioli fni, ad | difcen- 
dum linguam hebraijcam ex rudimentis. Am Ende: Tu- 
bingu® apnd Thomam Anshel | mum Badeniem M.D.XII. 
Druckerzeichen. 11 Bogen in 8°. Widmung an Jacob Lemp, 
dat. Stutgardi® Kaledis Sextilibns Anno M.D.XII. I Als 
Anhang folgt auf 10 Blfittern: Septem pfalmi poenitetiales 
hebraici | cum gramaticali tralatione latina | (So das Titel- 
blatt). Diese Uebersetzung von rechts nach links. — In 
ZQrich (Kantonsbibl). 

40. Dialogus mythologicus Bartolo|Iomei ColonienHs dulcibus 
iocis , iucundis salibus , | concinnirqs fententiis refertus, 
atq3 dilig§ter | elaboratus | M. G. Konitz diAichon | Hinc 
fugiat rigidi qui laudat uerba Catonis | Hie iocus 4 rifus, 
nil nifi l®ta patent | Quorundam uocabulorum difficilium 
explanatiojnem in calce libelli inuenies | Am Ende: Tu- 
bing® in aedibus Thome Anshelmi Baden | Us. Anno M.D.XII. 
Menfe octobri Sub | illnftri principe Ydalrico Yirtenber- 



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m 

genii. | Druckerzeichen. Sign. A— E, 26 B1L 4°. Des Bar- 
thol. Dialogus ist datirt ex Dauetria fexto Idus Julias 1496. 
Die Widmung des Georg Adelbert Witchin an f. Valer Anion 
pridie Idus menfis Junii 1504. — In Ziirich (Sladtbibl.). — 
Bei Butscb Catal. XXXIV, S. 10 sind Ausgaben von 1515 
und 1516 angefuhrt, letztere auch bei Lempertz VIII roit 
dem Datum Hagenoe, Mense Novembr. 
41. Picus Mirandula. Stauroftichon h. e. carmen de mysteriis 
dominicae crucis uuper in germaniam delapsis. Tubingae, 
Th. Anshelmus, 1512. 4°. Butscb Cat. XXXIV, S. 72. 
(Schluss folgt.) 



Hans Sachsens Gedichte. 

Eine Bibliographie 

von 

Emil Weller in Zurich. 
(Fortsetzung.) 

76. — All Romifch Kaifer nach ordnung, vnd wie lang yeder 
geregiert hat von dem erften bifs auff den yetzige grofs- 
mechtigften Kaifer Carl. Nurnberg. 1530. 12 Bl. 4. mil 
Bildniffen von W. Refch u. A. — In Berlin, Wolfenbuttel 
und im Germ. Mufeum. 
Al Romifch Keyfer nach ordnung, vnd wie lanng yeder 
geregiert hat, zu welcher Zeit, was Alien der gehabt, 
vnnd was Todes er geltorben fey, von dem erften 
an, bifs auff den yezigen grofsmechtigiAen Keyfer 
Carl etc. Anno domini. 1531. Am Ende: Gedruckt 
zu Wienn in Oefterreych Im. 1531. Jar (durch J. 
Singriener). 8. — In Wien. Denis, Wiens Buch- 
druckergescbichte S. 362. 
All Romifch Kaifer nach ordnung vnd wie lang yeder 
geregyert hat etc. o. 0. u. J. 12 Bl. 4. — In Berlin. 
All Rdmifch Kayfer nach Ordnung etc. Nurnberg, G. 
Merckel o. J. (c. 1553). 4. — In Berlin und Nurn- 
berg. 

Der Keifer Bildnuffen vnd leben. Franckfurt, Chr. 
Egenolff 1535. 16 Bl. 4. mit Holzsch. — In Berlin. 

Der Ffirflen Schatz. Furftliche hiftoren vnd Ebenbild 
aufs Gdttlicher vnd Heydnifcher gefchrifft, wefs fich 
ein jder keyfer, konig, Furft, Herr etc. hall en fol, 
damit fie nit mit den menfchen kindern verderben. 
Darin feint alle kdnig der Juden, bifs auff Sedechiam, 
— bifs auff den grofsmechtigften vnnd onberweidt- 



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us 

lichflen Keyfer der Rflmer etc. Carolum V. Alles 
luftig vnd nutzlich zelefen. Gedruckt zu Sfrafsburg 
bei M. Jacob Cammerlander. Anno M. D. XXXViij. 
48 Bl. 4. (letztes leer) m. Holzsch. Wenige Zus&tze. 
Anfang : 

Eyns tags bat ich eyn Erenholt 
Das er mir knrtz erzelen folt etc. 
Schluss: Darzu fein keyferlicbe ebr 

Gedechtnus wirdig auff erwachs 
Das wfinfcht jm von Nflrnberg Hans Sachs. 
Chronica vber all romifche Kayfer. Nflrnberg, G. Mer- 
ckel. 1554. 12 Bl. 4. mit Holzsch. — In Nflrnberg. 
Romanorum Imperatorum vitae. D. i. Kurtzer Suma- 
rifcher Aufszug, aller Rdmifchen Kayfer Succession, 
von dem erften bifs auff jetzt regierenden Kayfer 
Rudolphura, defs Namens der ander, neben jren war- 
hafflen Contrafacturen, Thaten, Leben vnd Sterben. 
1597. Am Ende: Gedruckt zu Straubing durch Andre 
Sommer. 72 Bl. 8. mit Holzsch. — In Berlin. 

77. — Die drey Klaffer. Mer des Klaffers zung. Mehr der 
Hederlein bin jch genandt, zenckifchen Leuten wol be- 
kannt. Nurmberg, G. Merckel. 1553. 4. - In Berlin und 
Nflrnberg. 

1. Als ich kam auff Sanct Annenberg etc. 

2. Klaffer dein falfch hertz anfchaw etc. 

3. Eins tags ich in dem brachmon heifs etc. 
Nflrnberg, G. Merckel. 1555. 4. — In Nflrnberg. 

78. Klag, Antwort vnd vrteyl, zwifchen Fraw Armut vnd Pluto 
dem Gott der reichtumb welches vnter yhn das peffer fey. 
Am Ende: Niclas Meldeman Brieffmaler zu Nurmberg an 
der Langenbrucken 1531. 4 Bl. 4. mit Titelholzsch. — 
In Berlin. 

Eins roals mich in dem hornung kalt 
Hein weg trug durch ein dicken wait etc. 

79. — Ein klag Goltes vber feinen Weinberg, verwflftet durch 
menfchen Lehr vnd Gepot. Der Fflnffr Pfalm Dauids. 
Nurnberg, G. Merckel o. J. (c. 1550). 4. — In Berlin 
und Nurnberg. 

1. Menfch hdr wz Gott d' Herre klagi etc. 

2. Herr hdr mein wort etc. 

80. — Klag der wilden Holtzleut vber die vntrewen Welt. o. 
0. u. J. (Nurnberg, Guldenmund c. 1530). Folioblatt mit 
Holzsch. — In Gotha bei Becker. 

Ach Gott wie ift verderbt all Welt eto. 

81. — Der klagent waldtbrnder vber alle Stend auff erden. 
Mer der waldtbruder mit dem Efel, der argen welt thut 
niemandt recht Nuremberg , G. Merckel o. J. (c. 1553). 
8 Bl. 4. mit 2 Holzsch. — In Berlin. 



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196 



Als ich in den meyen au£sgieng 
In wald, zu fuchen pflfferling etc. 
Der klagent Waldtbruder vber alle Stend etc. Nurem- 
berg, G. Merckel. 1553. 8 BI. 4. mit Titelholzsch.— 
In Nfirnberg. 

82. — Des verjagten Frids Klagredl, vber alle ftendt der 
Weldt. Ein Klagred der neun Mufen fiber Teudtfchlandt. 
Nfiremberg, G. Merckel o. J. (c. 1553). 10 Bl. 4. mit 2 
Holzsch. — In Nurnberg. 

Ira Mayen gieng ich aufs nach wfirtzen Zu ertze- 
ney etc. 

Des verjagten frids klagred vber alle ftend der welt. 
Nfirnberg. 1553. 4. — In Berlin. 

83. — Der klagent Ehrenhold vber ffirften vnd adel. Nfiren- 
berg, H. Hamfing. 1553. 6 Bl. 4. — In Berlin und Nurn- 
berg. 

Eins abends nach eim mayen regn etc. 

84. — Klagred der waren Freundtfchafft vber das volck Chrift- 
licher Land welches He flfichtig verlaffen mufs. o. 0. u. 
J. (Nurnberg, Guldenmund c. 1530). Folioblatt mil klei- 
nem Holzsch. — In Gotha. Bei Becker. 

Eins morgans gieng ich aufs zu pirfchen etc. 

Klagred der waren Freundfchafft etc. Nfirnberg. 1553. 4. 

Klagredt der waren Freundtfchafft, vber das volck chriA- 
licher landt, welches fie fluchtig verlaffen mufs. Die 
brfiderlich lieb hat kein Fufs mehr. o. 0. u. J. (Nurn- 
berg c. 1553). 8 Bl. 4. mit 2 Holzsch. 

85. — Ein Klagred dreyer Mayd vber jr harte dienft. Mehr 
Der Nafentantz. Nfirmberg. G. Merckel o. J. (c. 1553). 
8 Bl. 4. — In Berlin und Nfirnberg. 

Drey arme Haufsmayd klagen auch 
Die jardienfl fein jn herb vu rauh etc. 

86. — Klagred der Weldt ob jrem verderben, dargegen ein 
Straffred jrer grundtlofen Bofsheit. o. 0. u. J. (Nurnberg, 
Guldenmund c. 1520). Folioblatt mit kleinem Holzsch. — 
In Gotha. Bei Becker. 

Vergangen in dem Hertzen heur 
Spaciert ich aufs nach abentheur etc. 
Klagred der welt ob yhrem verderben, Da gegen ein 
firaffted yhrer grundtlofen boffhait. W. Refch (in 
Nfirnberg) 1531. 4BL 4. mit Titelholzsch. von Resch. 
— In Wolfenbfittel. 
Klagred der welt ob yhrenn verderben. etc. Nfirnberg, 
H. Wandereifen o. J. (c. 1540). 6 Bl. 4. mit Titel- 
holzsch. 

Klagred der weldt, ob jrem verderben. Mehr ein klag- 
red der wilden Holtzleut vber die vntrewen Welt 



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M7 



NQrnberg, G. Merckel o. J. (c. 1553). 8 Bl. 4. rait 
Tilelholzsch. — In Berlin und NGrnberg. 

87. — Dreyerley klagred dreyer Weibsbild, Lucrecie, Thisbes 
vnd Virginia, o. 0. (NQrnberg). 1554. 4. — In Berlin und 
Nurnberg. 

88. — Zwo Klagrede. Nurnberg, G. Merckel o. J. (c. 1555). 
4. — In Nurnberg. 

89. — Ein Klagredt der Tugentreychen Fraw Zucht Qber die 
vngezemblen Well. Eyn Epitaphium Oder Klagred ob der 
Leych Dr. M. Luthers. o. 0. u. J. (Nurnberg, Hamfing c. 
1550). 5 Bl. 4. 

90. — Klage der warheit das fie niemandt Herbigen wil. In 
ein Poelifch gefprach gefaflet, darinnen der Welt lauff, 
vnd warumb es alfo vbel Itehet, angezeigt wird etc. Durch 
Johannem Warmundl aufs Sachfen In Truck gegeben. 
Hierneben ifl beygefugt die Bruderfchafft Bachy etc. Ge- 
druckt zu Collen, Bey Wilhelm LQtzenkirchen. 1605. 20 
Bl. a — In Berlin. 

Als zu Lubeck in Sachfen 
Ich ein jungling erwacbfen etc. 

91. — Wie Syben Weyber vber jhre vngeratene Menner kla- 
gen. NQrnberg, H. Hamfing o. J. (c. 1553). 4 Bl. 4. — 
In Berlin und NQrnberg. 

Eins mals ich in dem brachmon heirs 
Mir auff ein tag furnam ein reifs etc. 

92. — Ein gefprech zwifchen Syben Mennern, darinn fie jhre 
Weyber beklagen. NQrnberg, H. Hamfing o. J. (c. 1553). 
4 Bl. 4. — In Berlin und Nurnberg. 

Eins abends ich fpatzieret aufs 

Auff ein fchlafftrunck in ein wirrtshaufs etc. 

93. — Ueber eins klagenden Frauleins mit den Parcis, als 
denn dreien Gdttio des Lebens. o. 0. (NQrnberg). 1535. 
4. - Hirsch, Millen. IV. 706. 

94. — Der Krieg mit dem Winter, den armen Hauffen betref- 
fendt, kurzweylig zu lefen. Gedruckt zn NQrnberg durch 
G. Merckel. 1560. 4. 

95. — Drey guter NQtzlicher lehr einer Nachtigal. NQrnberg, 
Val. Neuber o. J. (c. 1555). 4 Bl. 4. — In Berlin und 
NQrnberg. 

Vor jaren war ein bawer alt 

Der hett ein fehr lufiigen waldt etc. 

96. — Von der Lieb. NQrnberg, H. Wandereifen o.J. (1540). 
4. — Im Germ. Museum. 

Eins mals was mir mein weil gar lang etc. 
Von der Lieb. Wolfgang Formfchneider (in NQrnberg 

1547). 8 Bl. 4. mit Titelholzsch. — In Berlin, o. 0. 

u. J. 4. mit Titelholzsch. 
Eyn Schon gefprech von der lieb. NQrnberg, G. Mer- 



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138 

kel o. J. (1553). 8 Bl. a mil THeiholzsch. — Ha- 
gens Bucherschatz No. 1195. 
97 Ein kleglich lied, von eines Furflen lochter vnd einem 
Jangling, die von lieb wegen beyde jr leben habeo ver- 
loren. Vod ifl in Fraw Eren thon zu fingen. Noch zwey 
hfibfche lieder, hynden hynan gefetzt H. Guldenmundt 
(in Nurnberg c. 1530). 8 Bl. 8. mit Titelholzsch. — In 
Weimar. 

1. Ain Buch Cento Nouella heyft etc. 

2. Dein troll anff erd ich haben mag etc. 

3. Ain brauns Meyglein fagt mir freundtlich zu etc. 
Ein kleglich Lied von eyner Furflen tochter vnd einem 

jungling etc. Ein ander hubfch Lied : Kein Troft etc. 
Noch ein Lied: Ein brauns Meidlein etc. Nurnberg, 
V. Newber o. J. (c. 1560). 8 Bl. & — Hagens Bu- 
cherschatz Nr. 944. 

98. — Ein new Lied, Von eines Rilters Tochter, der jr Bui 
an jren armen ftarb, nach laut eines wunderlichen Traums. 
Vnd ift in Fraw Eeren thon zu fingen. Noch zwey hOb- 
fche Lieder, Das Erfl, Mag ich hertz lieb bey dir han 
gunft etc. Das Ander, Das hum hum find vnd wollens 
nit feyn, das wil mich fchellig machen etc. Hans Gulden- 
mundl. 8 Bl. 8. mit Titelholzsch. — In Weimar. Das 
erste beginnt: In Cento Nouella man lift etc. 

Ein new Lied, vli ainos Ritters Tochter, der jr bnhl 
an jren Armen ftarb. Noch zway hdpfche Lieder: 
Das Erft. Mag ich Hertzlieb bey dir han gunft. Das 
Ander: Dafs Hum Hum feind. Augfpurg, M. Francke 
o. J. (c. 1560). 8 Bl. 8. mit Titelholzsch. — Hagens 
Bftcherschatz Nr. 923. 

99. — Ein new lied von einer ermordten Junckfrawen, die 
eines Heydnifchen Konigs tochter was, vnd von eines 
Kftnigs Sun in Cicilia, In fraw ehren thon zu fingen. 
Nurnberg. Frid. Gulknecht o. J. (c. 1555). 8 Bl. 8. 

100. - (Gerbmo und Constan(ina). Titel fehlt. Gedruckt durch 
Hans Guldenmundt (in NQrnberg c. 1530). 8 Bl. 8. — In 
Weimar. 

Man lieft in Cento Nouella etc. 

101 . — Ein fchdn New Lied, von den drey Loblichen Bewrin, 
Im Rofenthon. Ein ander New Lied, Schdn bin ich nit, 
zu gleich wie du etc. o. 0. u. J. (1547). 4 Bl. 8. 

Das erste, von H. Sachs, beginnt: 

Drey Baure faffen bey dem Weine etc. 
(Fortsetzung folgt.) 



Verantwortlicher Redacteur: Dr. Robert Naumann. 
Verleger: T. 0. WeigeL Druck von C. P. MeUer in Leipzig. 



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SERAPEUM. 



cUfdjrt ft 

fttr 

Bibliothek wissenschaft , HandschriftenkiiDde uod 
altere Litteratur. 

Itn Vereine ntit Bibliothekaren und Litteraturfreuudeo 
hera usgegeben 



Dr. Hobert Naumann. 



M 0. Leipzig, den 15. Mai 1861. 

Thomas Anshelm von Baden. 

Von 

Jos. Maria Wagner in Wien. 

(Schluss.) 

42. Dcfcnpo 3oanni$ {Reuctytm | Phorcenfis LL. doctoris | contra 
calumniato|res suos Colo|nienses | Summarium libri | ffiet* 
c$er fctyrtybt ober fagt bad id? obgenanter boctor inn mtyjnem 
ratfc^tag bie iuben bilker betreffenb, au§ beuetcty fai^erttc^eTj 
maieftat gemac^t, Ijabe getyannbett annberS bann ain criften* 
licfyer | frummcr erber biberman. Dcr fetb tfigt alls ain &n< 
glaubljafftiger, | tyc^tfertiger, eertofcer b&jjtoictyt, bed erbcut idf 
mid) ju eeren »nnb | re$t fur ju tummen. | Am Ende : Tu- 
bingae apud Thomam Anshelmum Badenlem. Anno M.D.XIK. 
Druckerzeichen. 10 Bog. 4'. — In Zurich (Stadlbibl.). — 
Eine Ausgabe mil der Jahrzahl M.D.XIIII. erwahnt Panzer 
Annal. S. 342, auch Bulsch a. a. 0. S. 78. 

43. Reucblin. Conftanlinus Magnus Romanorum Imperator. Tu- 
bings 1513. 4°. Butsch Cat. XXXIV, S. 78 

44. Ain nutzlichs biichliu von dem Wildpad , gelegen im FQr- 
ftenthumb Wirtenberg gemacht von dem berumpten Doc- 
tor Johann Mecbinger. Am Ende: Gedruckt zu Tubingen 
Anno ic. xiij. 8 BII. 4°., letztes leer. Panzer I, Nr. 756. 
Mechinger oder Moicbinger ist Job. Widmann. 

XX1L Jabrgang. 9 




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130 



45. grancifci ^Ijttetyfyi pocte Iaurc|ati & oratoris clariffimi de 
edacatione libero|rum ... Am Ende: Tubingae in aeditus 
Thorn® Anshelmi Badenfis | Anno M.D.XIII. Menl'e Maio.| 
Druckerzeichen. Sign, a — m, 62 BU. 4 U . — In Zurich 
(Stadtbibl.). 

46. Clarorum virorum epistolae I latinae graecae 4 hebraicae 
uariis lemporibus milfae | ad Joannem Reuchlin Phorcen- 
lem | LL. doctorem. | Am Ende: Tubing® per Thomam 
Anshelmum Badenfem, | Mense Martio, Anno M I) XIIIl.| 
Druckerzeichen. 10 Bog. 4°. — In Zurich (Stadtbibl.) 

47. §>ermannt lorrentwi inter gram|maticos nolirae tepeftatis 
uiri doctit'fimi cometaria | in prima parte doctrinalis Alexft- 
dri, cu uocabu|loru interpretatione, quibufdam mendofis 
fu | peruacaneis 4 obicuris uerlibus uel reieclis, uel in 
ueriores et planiores muta|tis, demum diiigenter ab au- 
tore recognila. Additis in margine ter | minalionibus, 
cunclifqj uo|cabulis cum dictio|num iudice. | Ad lecto- 
rem. | Inuenies hie . . . Am Ende: Tubingae in aedi- 
bus Thomae Anshelmi Badenfis | Anno, M.D,XIH, menfe 
Julio | lub illullri pnncipe Vdalri|co VuirtembergenfL | Dru- 
ckerzeichen. 8 BU. Vorst., 90 gez. BU., 52 ungez. BU. 4°. 
Auf Bl. 100 folgen: gommentaria clarifftma in fecQbam) 
partem doctrinalis Alexandri ab erudiliflimo uiro | Kempone 
Theffalienfi Hollandig edita. | In Zurich (Stadtbibl.). 

48. Tubinger Vertrag, zwischen der Landschaft und Herzog 
Ulrich zu Wirlemberg, dat. vom 8. Juli 1514. Nebst Ab- 
schied vom selben Datum. (Tubingen, Th. Anshelm 1514). 
Fol. — Inhallsanzeige bei Heyd Ulrich I, 291-316. Abge- 
druckt bei Sattler I, Beil. S. 145—156. Dass dieses Stuck 
bei Anshelm gedruckt, ist ausdrucklich bei Heyd I, 316 
bemerkt. Einen Titel hat es, wie fast alle Ausschreiben 
jener Zeit, wahrscheinlich nicht. 

49. Ausschreiben Herzog Ulrichs wegen Umlegung der Land- 
steuer vom 9. Sept. 1514. (TQbingen, Th. Anshelm, 1514). 
Folioblatt. Abgedr. bei Gutscher, Vollziehung d. TQbinger 
Vertr. S. 76—79. 

50. Bestatigung des Tfibinger Vertrags durch Herzog Ulrich, 
dat. Stutgarten vff Georgi 1515. Fol. — Gutscher S. 72; 
das Begleitschrejben S. 112 fg. 

51. Warhaffiig vnderrichtung der vffrurn vnnd hanndlungen fich 
im Furflenthumb Wirtemberg | begeben Anno f&nffzehen- 
hundert vnd vierzehen. — Am Schlusse: zu Slutgart vff 
Mitwoch nach vnfer lieben frauwe tag Affumptionis. Als 
man von der geburt Chrifti vnfers lieben herrn zalt luTent 
fQnffzehnhundert vnd vierzehen iar. — Darunter die Siegel 
von Stuttgart, Tubingen und das herzogl. Gerichtssiegel. — 
Folioblatt von zwei Ellen Hflhe, bestehend aus 4 zusam- 
mengeklebten StQcken. — Im Zttrcher Slaalsarchi v ; abge- 



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131 



d ruck I bei Saltier I, Beil. S. 157—173. Ausser dieser offt- 
ziellen Ausgabe ersohien noch eine in Form einer Bro- 
schflre: Warhafltig vnderrichtung der | vffrurn vnnd hand- 
lungea fich im furfletithumb Wirlemberg begeben. | 12 Bll. 
io 4*. Text Bl. 2a— 12a, Sign, aij — ciij. Am Schluss: Ge- 
druckt zfl Tubingen durch Thomam | Anfhelmom von Ba- 
den. | Ein Exemplar befindet sich in der sog. „Maximilia- 
nischen Bibliolhek" (einem Bestandlheil der Ambraser 
Sammiung) zu Wien, vergl. Dr. J. Bergmann's Verzeichuiss 
im 99. Band der Wiener Jahrbucher, Nr. 46. Ein zweiles 
im germ. Museum zu Nurnberg. 

52. Erneuerte Landesordnung Herzog Ulriehs, vom 10. April 
1515. Folio. (Ebenfalls bei Anshelm in Tubingen.) Wie- 
dergedr. bei Gulscher S. 80—111. 

53. Befehl Herzog Ulriehs gegen das Gottesl&ftern und Saufen. 
Dat. Slutgarlen vff Georgi 1515. Folioblalt. Abgedruckt bei 
Saltier I., Beil. S. 187 fg. 

54. S. Athanasius, in librum pfalmorum nuper a J. Reuchlin 
integre translat. Tubingae, Th. Anshelmus 1515. 4°. Butsch 
XXXIV, S. 9. 

55. In Lavdem Reverendifli|mi Alberthi Archepiscopi Moguntini 
Ylrichi de Hutten | Equitis Panegyricus. | Darunter das 
erzbischofl Mainzische Wappen. 30 Bll. 4°. Sign. A— F. 
Am Ende: Tubings apud Thomam Anshelmum | Badenfem. 
Menfe Februario. | Anno M. D. XV. Widmung an Eytel- 
wolf v. Slein. — In Zflrich (Stadtbibl.) — Conf. Hutten ed. 
Backing I, 13*. 

56. 2lr$ uerftftcanbi ct carmimim | condendorum cum quantita- 
tibus fyllabajrum Henrici Bebelii luflingenfis | poetae lau- 
reati | . . . Am Ende: Tubingae ex aedibus Thom^ Aus- 
helmi Badenfis | Menfe Martio. Anno M.DXV. Darunter das 
Druckerzeichen, etwas abweichend von dem fonft gebrauch- 
ten. — Sign. A-I, 12 Bog. 4°. od. 48 Bll. Bebels Vor- 
rede dat. ex Tubinga die Mauricii, Anno M.D.XI. Widmung 
an Joh. Widman und dessea S6hne Beat und Amblros. dat. 
Tubingae XI. Kalendas Julias. Anno M.D.VI. — In ZQrich 
(Stadtbibl.) Neue Ausgabe: SrS uerftficattbt et carminum| 
condendorum cum quautitatibus fVUabarum | Henrici Bebelii 
Juflingenfis poetae ] laureati j Haec omnia dinuo etnen- 
data lunt diligentiiTime per au-llorem ipfum cam addi- 

tione nouiflima Am Ende: Hagenaw in aedibus Tho- 

mae Anshelmi Badenfis | Menfe Januario. Anno M.D.XVII. 
Drockefzeiohen. 42 B1L Sign. A— I. Mit 5 Distichea. Ein- 
leitung von Wolfgang Bebel. In ZQrich (Stadtbibl.) 

56. Naucleri chronicon. Tubing© 1516, menfe Martio. — Lem- 
pertz Bilderhefte, VIII (I860). 

57. Aldi Manutii Romani Institu|tionum grammaticarum I libri 
quaiuor | . . . . (Inhaltsanzeige der 4 BQcher). Am Ende: 

9* 



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139 



Tubingae apud Thomam Anshelmom Baden fern | Anno 
M.D.XVI. Menfe Aprili. Sub Uluflrifs. I principe Vdalrico 
Vuirtembergenfi. Druckerzeichen. Einleituug : Veneliis. 
Menfe octobri. H.D.VII. Sign, a— z. 180 BU. 4°. In Zurich 
(Stadtbibl.) 

58. Reuchlin. De arte cabaliftica libri III. Tubingae, Mense 
Martio 1517. Fol. Lempertz Bilderh. Jahrg. i860. 

59. Osci et Volsci | Dialogus Lu|dis Romanis | Actus. | o. 0. 
u. J. 10 BU. 4°. An der Titeleinfassung als Anshelmisch 
kennbar. Wohl noch in Tubingen. Widmung Melanchthons 
an Herrn von Nuenar , dat. Tubingen , o. J. — In Frauen- 
feld (Kanlonsbibl.) 

60. Teutfch Ewangelii Vnd Epislei: Mil fampl Vil Hailfsamer 
Leer, Vnnd Vnderweifungen , Vom Latyn in beffer teutfch 
Gebracht, Vnnd mit Luftigen Figuren Vor Mais nie gefe- 
hen, New Gelruckl, Den Laien ganlz Verdienlich. Dnrch 
Thoma Anfshelm zu Hagenaw Gelruckl. Am Ende: Ge- 
lruckl Vnd Volendel In Der Loblichen ftat Hagenaw, dnrch 
die Erbern, Thoman Anfhelm, vnd Johanfen Alberli, Im 
Funffzehnhunderften vnnd Seclizehen Jare. 150 gez. BU. 
Folio. Titeleinfassung und Holzschn. von H. Schaufelein. 
Unter der Druckanzeige das Druckerzeichen. Panzer I, 
Nr. 831. 

61. Vigerii decachordon chriftianum. Hagenoe 1517. Ebenfalls 
im Verein mit Alberli. Lempertz Bilderhefle Jahrg. 1860. 

G2. Virida|rium illuftrium | poetarum, Cum ipforum con|cor- 
dantiis in Alphabetica | tabula accuratiffime | conlentis. Am 
Ende: Hagenoiae in aedibus Thomae Anshelmi Badenfis| 
Menfe Junii. Anno M.D.XVII. Max. aemili|ano Pio Impe- 
rante. 6 3 / 4 Bog. Vorst. und 189 gez. BU. 8°. Widmung an 
Octavian Arcimbald von Oclavianus Mirandula. — In Zu- 
rich (Kanlonsbibl.) 

63. De arti|bus libera |li bus oratio a Philippo Melanchlhojne 
Tubingae habita. Am Ende: Ex Chariito Thomae Ans- 
helmi | Menfe Julio. | Ohne Jahr (Hagenau 1517.) Widmung 
an Job. Stofller. 10 BU. 4°. Titeleinfassung. — In Zurich 
(Kantonsbibliothek). 

64. Ariftophanes. Plutus graeci sermonis studiosis mire ulilis, 

Jraece, (ed. P. Mosellanus.) Hagenoae, Anshelmus, 1517. 
°. Butsch XXXIV. Catal. S. 8. 

65. V. Cybeleus. De laudibus et vituperio vini et aquae. Ha- 
genoae, Anshelmus 1517. 4°. Butsch XXXIV. Cat. S. 28. 

66. Cursus B. M. V. Hagenoe mense Januario, s. a. — Neu: 
1518. Lempertz, Bilderh. VIII. 

67. Acta Iudicioruro inter | F. Jacobum Hochftraten Inquifito) 
rem Colonienfium 4 Johan|nem Reuchlin. LL. Doc. | ex 
Regiftro publico, | autentico 4 figil|lato. Am Ende: Ha- 
genoaB in aedibus Thorn® Anshelmi Anno | M.D.xviii. Menfe 



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133 



Febniario. 4°. — Wiederholt bei v. d. Hardt, Hilt lit. re- 
form. II, 94—130. Cf. Hutten ed. Bdcking I. 303. 

68. De accen|tibus, et orthogra|phia, linguae hebrai|cae, a Jo- 
hanne Reuchlin Phorcenfi | LL. Doctore Libri Tres Car| 
dinali Adriano dicali. | 83 gez. Bll. Fol., 4 BH. (9 Seiten) 
Musiknoten, 1 Bl. oben ein Hexaflichon des Jo. Secerias 
Lauchen., darunter: Hagenoaein aedibos Thomae Anshelmi 
Badenfis | Anno M.D.XYIII. Menfe Febniario. Zwischen 
zwei stehenden Engeln Anshelms Chiffre, oben auf fliegen- 
den Bandern IHZOiH und mBn\ Dieser grossere Holz- 
scbnilt und das Titelwappen, worin „Ara Capnionis", herr- 
lich gezeichnet, der Druck sehr scbOn. — In Zurich (Kan- 
tonsbibl.). 

69. Luciani | Samosatensis I dialogi duo, | Charon et Tyrannus, 
in qui | bus mira gratia I humane coo| ditionis mileriae | de- 
pinguntur, Petro | Mofellano Protegenfi | Interprete. Am 
Ende: Hagerioae ex Academia Anshelmiana Menle | Octobri 
Anno M.D.XVHI. Druckerzeichen mil den Engeln. 24 Bll. 
4". Titeleinfassung. — In Zurich (Stadlbibl.). 

70. Jacobi | Fabri Stapu|lensis, de Ma|ria Magdalena, 4 Triduo| 
Chrifti, difceptatio, Concio J natoribus verbi Diuini | ad- 
prime vtilis. | Hageno®, ex Neocademia ! Anfhelmiana. Am 
Ende: Hagenoae typis ac formulis Thomae Anshelmi Ba- 
densis. | Menfe Decembri. Anno. M.D.XVHI. 1% Bog. 4°. 
Titeleinfassung. Widmung an Franc. Molinaus. — In ZQ- 
rich (Stadlbibl ). 

71. Joannis Cellarii Ifagogicon in literas Hebr&as. Hagenoae, 
ex Neocademia Anshelmiana. Absqu. anno. 4°. Lamba- 
cher p. 72. 

72. Zriupfytt | 2>oc. 9teu$(ini | Habes Stv|diose Lector, Jo Ian- 
nis Capnio|nis viri praeftantiffimi Enco-|mion. Triumphant! 
illi ex | deuictis Obfcuris viris, Id | eft Theologiftis Colo 
nien. dCFralribus de | Ordine Pr«dicato|rum ab Eleutherio 
Byzeno decan| latum, | 22 Bll. 4°., Sign. A — E. 1 Holz- 
schnitt in Querfolio: „Trivphvs Capnisis." 0. 0. u. J., 
aber Titeleinfassung, Typen, Papier, alles von Anshelm 
(1518). Erste, sehr seiten gewordene Ausgabe dieser 
Schrift Huttens. Vergl. Hutten ed. Booking I, 26*. — 
Zweite Ausgabe: 3oanni« SReucfclin t>ixx dariffimi | (Snco* 
inion: £rtuntt^anrt itti er| JDeuictfc DbfcuriS t>iri«: tb eft| 
2$eologtfti$ Solonien. et $ratri|bu« be orbine $rebicato|rum 
ab ©eutfyerio Siceno SDecantatum. | o. 0. u. J. (ebenfalls 
Hagenau, Th. Anshelm 1518). 22 Bll. 4"., Sign. A-E. Zapf, 
Augsb. Buchdruckergesch. n, 200 Nr. V sah diesen Druck 
irrlhumlich fur einen Miller'schen an, vergl. Hutten ed. 
Backing S. 26 fg. — Wiedergedruckt bei v. d. Hardt Hist 
lit ref. II, 148—156 und Munch S. 359-391. 



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194 



73. Rabi | Mose Kimhi | in introdujctorio | grammatics*. | Am 
Ende: Hagenoae, ex OfBcina Thomas Anshelmi, | Salulis 
anno M.D.XIX. Menfe Januario. | Druckerzeichen mil den 
zwei Engeln. Sign, aa — kk. 2 Bl. Vorsl., 78 gez. Seiten, 
1 Bl. mil Druckanzeige. 4°. Lateinische Widmung Ans- 
helms an Herzog Friedrich von Sachsen. Hebraischer Text. 
Das ganze von rechts nach links. — In Zurich (Stadtbibl). 

74. Franjcisci Philelphi | oratoris difertilTimi , Epifto|l« Fami- 
liares, iam denuo | ex emendatifs. exem|plari recognit».| 
Item | Argumenlorum Epiftolarum | (Ingularum Index. | Item 
Angeli Politiani uiri, noftrae | aelatis, doclifs. felectae plae- 
raeqs in calce libelli | iunctae funt. | Am Ende: Hagenoae, 
apud Thomam Anshelmam I Menfe Januario. Anno incar- 
nations M.D.XIX. I 11 BU. Titel und Index, 1 Bl. leer, 
136 gez. Bl 8°. Titeleinfassung. — In Zurich (Stadtbibl.). 

75. Ludi literarii | magistris -\ Vnllis Auditoris ueflris, bene 
loquendi amuf|fim egregiam tradere. Adefte quel'o. Ha- 
betis hie | Calphurnium atq* Nemesia|num Poelas elegan- 
tils. Nuper ab Joanne Ale|xandro Brassicano, Pofcla ft 
Oratore a Caefare I laurealo, pristino nitori reftilutos. 
Adefte | quefo. Prouehet iuuennm animos au|reae breui- 
tati iuncta fesliuitas. | Valete. | B A R | Am Ende: Im- 
pends prouidi viri Johannis Knoblochi | incolae Argenti- 
nenfis, Formnlis uero Anshelmianis. Menfe Aprili. | Anno 
XIX. | Widmung an Joh. Heinr. von Elingenberg. 7 Bog. 
4". — In ZQrich (Stadtbibl.). 

76. II AN Omnis I Avtore Joanne Alexan|dro Brafficalno, Poeta 
et | Oratore, a Caefare | Laureato. | Am Ende :_Sumplibos 
prouidi Joannis Knoblochi | incolae Argentine u. Formulis 
uero | Anfhelmianis. Anno XIX. I Mense Aprili. I 12 Bll. 
4°. — Backing I. 252. 

77. Illvftrivm | Virorvm Epiflojlse, hebraicae, grscs et latins, 
ad Joannem Reuchlin Phorcenfem | virum noftra state 
doctiffimum | diuerfis temporibus miffs, qui | bus iam pri- 
dem additus eft | Liber secvndvs | nunquam antea editus.l 
Reuchliniftarum exercitum pa-|gina inuenies mox fequenti.j 
Em Ende: Hagenoae ex Ofncina Thomae Anshelmi. Anno 
Incar|nationis Yerbi M.D.XIX. Menfe Maio. | 28 Bog. 4°. 
Titeleinfassung. — Bdcking I. 92 * 

78. S. Athanasii Liber de variis quaeftionibus nuper e Graeco 
in Latinum traductus per Joannem Reuchlinum Acc. Anno- 
Capnioniae. Hagenoae, Th. Anshelmus Badens. 1519. 4°. 
Lambacher p. 81. Butsch XXXIV. Catal., S. 9. 

79. Ain Nutzlich Regimen vnd vnderwyfung, welcher maffen 
den menfehen mil dem gifft der Peftilentz beladen, mil 
hailfamer Artzney zuhelffen fey. Durch den hochberumb- 
ten Johannem Lotzer von Horb etc. 1519. Am Ende: 
Getruckt zu Hagenaw. 2 Bog. 4°. Panzer I, Nr. 943. 



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138 



80. Luciani | Rhetor a Bilibaldo | Pirokaime|ro in Latin vm 
versvs. | Am Ende: Hagenoae in aedibus Thorns Anshelmi| 
Menfe Januaho. Anno M.D.XX 12 Bll. 4". Hutten ed. 
Backing I. 317. 

81. Lvciani | Fvgiiivi a | Bilibaldo | Pirckaime|ro in Lati|nvm 
versvs. | Am Ende: Hagenoae, ex Academia Thomae Ans- 
helmi I Anno M.D.XX. Menfe Martio. | 14 Bll. 4°, letztes 
leer. Bdcking I. 208. 

82. Joa. Franc. Pici ad Leonem P. M. et concilium Lateran. 
de reformandis moribus oralio. Acc. Ejusd. hymni Ires. 
Hageno©, ex aedibus Thorns Anshelmi. | Anno M.D.XX. 
Menfe Marcio. | 19 Bll. 4°. Titeleinfassung. Bdcking I, 27*. 

83. (Lulher.) Von der Freyhayt | Aines ChriAen | menfehen. 
o. 0. u. J. 14 Bll. 4°. Anshelms Titeleinfassung und Ty- 
pen. 1520. — Stadtbibl. in ZQrich und zu Basel. 

84. Libellus aureo praestantior de animae praeparatione in ex- 
tremo laborantis deque praedeslinatione et tentalione fldei. 
Hagenoe, Th. Anshelm. (1520.) So in Heberles Bibl. Theol. 
1866. II Nr. 1854. 

85. Opera B. Fvlgen | tii Aphri, Episcopi | Rvspensis Theologi 
anti|qui. Nuper in velustirfimo codice apud Germanos | in- 
uenla, obfoletis & Longo*ardicis Uteris confcri|pta. Anlea 

nunq$ impreila |i Item Opera Ma|xentii Johannis, 

Servi ' Dei, pulchra vetuflatis Monumenla, | in eodem Co- 
dice reperta. || Index Operum continuo pagina verfa con- 
fpicitur. | Titeleinfassung mit dem Monogramm ^ (V.G.) 
in der oberen Leiste. 102 und 35 gez. Blatter Fol. Am 

Schlusse: Expliciunt opera B. Fulgentii Episcopi, 4 
Maxentii Serui Dei, | Impreffa in Hagenau, impends Ko- 
bergerorum Norinbergen|fmm. In officina Thorn© Anshelmi. 
Anno XX. \\ Darunler das Druckerwappeu Anshelms von 
zwei Engeln gehalten und m»rp auf fliegen- 

den Bandern. — In Wien (Hofbibl.), vergl. Lambacher 
S. 125. Ein zweiter Druck „impensis Cobergerorum in 
offic. Thorn. Anshelmi 1523 u ist von Lempertz angemerkt, 
Bilderh. VIII. 

86. Ellich Artickel goltes | lob, vnd des heyligen Rdmifchenj 
Reicbs, vnd der gantzen Teut|fchen Nation eer vu gemey-| 
nen nutz belangend. I Ein Chriflliche verwarnfig zu alien [ 
Chriften wie man fich gegen dem hei|ligen Euangelio hal- 
ten fol. | Am Ende: Gedruckt zu Hagenaw durcb Tho|roan 
Anfshelm in dem Hornug, | Nach der gepurt vnfprfs hernl 
Chrifti Taufent funffhun|dert vnd einundzwenzig [sic!]| 
Jar. | Druckerzeichen. — 8 Bll. 4°.. letztes leer. Titelein- 
fassung. — In Zurich (Kantonsbibliothek). 

87. Novum I Teftamen|tum Graece. I Am Ende: Hageno©, in 
©dibus Thorns Anshelmi Ba|denfis. Menfe Martio. Anno 



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136 



falatls | noflrae M.D.XXI. 4 Bll. Vorst., 279 gez. BIL, 1 
ungez. Bl. 4 W . Vorrede von Nicol. Gerbel zu Sfrafs- 
burg — In Ztirich (Stadtbibl.) — Vergl. Stargardt, Ver- 
zeichniss einer werthvollen theolog. Bibliothek u. s. f. (De- 
cember 1860) Nr. 140, wozu Herr Dr. Schneider bemerkt: 
„Nach dieser and nicht nach der Erasmus'schen Ausgabe 
hat Luther seine deatsche Uebersetzung angefertigt, vergl. 
Luthers Brief an Gerbellius vom 23. Januar 1523 (de 
Wette I, 303). u 

88. HZTXIOT AESIKON | Hesychii Dictionarium. | Am 
Ende: Hagenoae in aedibus Thomae Anshelmi Badenfis.| 
Anno Salutis M.D.XXI. Menfe | Decembri. | Druckerzeichen 
mit den Engeln. Titelblatl, 776 gez Spalten (2 Sp.), letz- 
tes Bl. mit Druckanzeige. Vorrede von Aldus Manutius an 
J. J. Bardellus. — In Zurich (Kantonsbibl.). 

89. Vnterfcheidt | zwifchen weltlicher vnd Chrift-|licherFrom- 
keyt. | Philippus Melanchthon | Hagenow. | o. J. (1521). 
4 Bll. 4°. — In ZQrich (Stadtbibl.) und im germ. Museum. 
Vergl. Panzer Nr. 1137. 

90. An die Badherrn | aller fledte deutfches | lands: das fy 
chriftliche fchulen auffrichten und halten follen. | Martinns 
Luther. | Wittemberg. M.D.xxiiij. I Lafst die Kinder zu mir 
komen, vnd weret jnen I nicht. Hatthei 19. | — o. 0. u. J. 
(Hagenau 1524.) 16 Bll. 4°. Titeleinfassung und Typen 
von Anshelm. — In Zurich (Stadt und Kantonsblibl.) und 
Basel. — Vergl. Luther ed. Irmischer, XXII. 170. 



A n z e I g e« 



Notice sur un poSme italien (Tune extreme rarete. 

On a entrepris a Paris la publication d'un recueil d'opus- 
cules italiens qui, s'ils ne sont pas tr&s 6difianls, se recom- 
mandent du moins aux bibliophiles par une excessive raretg. 
Ces reimpressions, faites par les soins de quelques amateurs, 
ne sont point destinees au commerce; elles ne sont imprimees 
qa'a cent exemplaires num£rot6s, et c'est en consideration de 
ce petit nombre et de Tabsence de mise en vente que ces 
reimpressions sont toIerSes. 

Une jolie vignette orne le frontispice; elle repr£sente un 
fou presenlant une marotte a Minerve; tout autour on lit poor 
Legende : Ipsamque interdum juvat insanire Minervam. 

La premifere de ces editions nouvelles est un livret in 
12° de 68 pages; il reproduit le livret connu sous le nom 
du Manganello y au sujet duquel le Manuel du Libraire de 



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✓ 



137 

Mr. J. Ch. Bronet contient des details interessants ; one courte 
preface mise en t6le de la r&mpression de 1860 offre quel- 
ques considerations plus elendues; nous les indiquerons 
rapidement : 

La Manganello est un poeme en terza rima divise en 
(reize chapitres on chants qui jouit d'une grande cel6brite 
en Italic, et dont le but est une satire violenle contre les 
femmes. 

Son titre est assez in intelligible: mangano en italien 
signifie un cylindre qui sert k calendrer les eloffes; manga- 
nello, qui en est le diminutif, designe plus particulierement 
le baton dont se sert il signor Pulcinello, le seigneur Poli- 
chinelle, pour battre le commissaire, ce qui ferait supposer 
que ce mot est employg ici dans un sens allegorique; d'au- 
tres pensent que c'est un nom propre (peuUetre celui de 
I'auteur) ; d'autres enfin que c'est une allusion a la mani&re 
dont les femmes y sont pour ainsi dire ecras6es sous le 
poids de la vengance de recrivain. 

Dans la composition de son poeme qu'il adresse a un 
de ses amis, nomm£ Silvestre, I'auteur s'est surtout inspire 
de Juvenal , qui parait elre son poete favori. II dit dans le 
preambule qui commence le premier chant: 

10 credo che Messer Giovan Boccaccio 
Vedesse Giuvenal Giunio d'Aquino. 

Prima ch' ei componesse il suo Corbaccio; 
Donde retrasse in un volgar latino 

11 vituperio, il fastidie e la pazza 
Che mena al mondo il sesso feminino. 

Pins loin (chant XII) il ajoute: 

Attendi ben a questa mia lettura 
Tratta dal buon poeta Giuyenale, 
Che capo 6 par de la vecchia scrittura. 

Cette production fut attribute a l'Aretin, mais elle n'est 
cerlainement pas de lui. S'il faut en croire une note manus- 
crite tracee sur un exemplair, I'auteur etait Milanais, et il 
aurait ecril son poeme pour se venger d'une noble dame de 
Ferrare dont il avait k se plaindre. 

On connait deux editions de ce livre. 

La premiere est imprimge en caractere romain, exacte- 
ment le meme que celui d'une ancienne edition de la Put tuna 
errante avec laquelle on la trouve reliee. Elle est de format 
petit in 8"., sans titre, ni faux-titre, et par consequent sans 
aucune indication de lieu ni de date, commenpant immediate- 
ment pas le texte precede de cet intitule: // Manganello, en 
tete de la premiere page, et se composant de 28 feuillels. 
On croit qu'elle a et£ imprimee a Venise par le Zoppino, 
vers Tan 1530. 



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138 



La seconde Edition do diff&re de la premi&re que par to 
format qui est in seize et par le caractfcre qui est an assez 
ros italique. Elle ne renferme aucune indication de lieu ni 
e date, et elle a du suivre de pres Pimpression de la pre- 
miere. 

Malgrt ces deux Editions, la rarel* de ce livre est bieo 
connue des litterateurs et des bibliophiles. Les deux ou trois 
exemplaires que Ton trouve mentionnes dans les ventes publi- 
ques n'en represented peut 6tre qu'un seal, car aiosi que le 
remarquait fort judicieusement Charles Nodier les livres de 
cette espece sont sujets, a se reproduire en apparence sans 
pour cela se multiplier. En effet, la condilion exlerieure du 
volume ne peut, en aucun cas, devenir un argument en faveur 
de l'existence d'un nouvel exemplaire, puisque certains biblio- 
philes, pour satisfaire une fantaisie, n' hesitenl point a sacri- 
fier la reliure la plus irreprochable. 

Le Manganello s'est vendu 145 francs, relte en maro- 
quin vert, chez Balbi Leblend en 1800, el 6 livres sterling 
6 shillings (plus de 160 frans) a Londres k la venle Hibbert 
en 1828. Le dernier exemplaire connu qui se soit montri 
dans les ench&res est celui de Nodier, adjug£ en 1844, an 
prix de 400 fr. k Mr. G. Bolle. Cet exemplaire £tait de la 
premifere edition et reconvert d'uoe elegante reliure de Koeh- 
ler en maroquin rouge. Devenu plus tard la propriety du comte 
de Camerata, il a 6t6 achete aprts la mort de ce dernier, 
par un riche amateur italien qui Pa ramen£ vers le berceau de 
son enfance. Nous croyons qu'il serait aujourd'hui impossible 
de signaler un autre exemplaire de cet ouvrage dans les 
bibliolh&ques publiques de Paris et probablement aussi dans 
les biblioth&ques particuliferes. 

II est fait mention du Manganello dans le rare volume 
intilule Cicalamenti del grappa, imprime a Montoue en 
1545 «). 

On trouve dans la Bibliotheca italiana d'Haym indica- 
tion d'un ouvrage intitule : Riprensione contra Manganello 
per Bertocco, sans aucune indication, in 8°. Ce pourrait 6tre 
une reponse a la satire dont ils s'agit. Les bibliophiles aime- 
raient a voir qu'on put leur procurer quelques renseignements 
sur ce livre si pen connu. 

Nous terminerons par de courtes citations emprunt6es au 
Manganello; nous les choisirons parmi les passages qu'on 
peut transcrire sans scrupule. 



1) Des exemplaires relics en maroquin de ce volume rare se sont payes 
95 et 85 francs aux ventes Libri et ftiva. Entre autres questions etran- 
ges que discute I'auteur de celte facetie, il examine si la belle Laura 
n'a pas donne il mat francese a Petrarque. 



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199 



Le capitolo IV dftbute ainsi: 

Trovarsi feminelle d'altre sorli 

Che sanoo far ma!6e prestigiose 

Con acqua santa e con ossi di morti; 
Allre piu orade e piu pericolose 

Che faranno ana imagine di cera. 

Simile a quel di cui son amorose, 
E falla baltegiar colk da sera, 

E .poi li cacciun de chiodi ne gli occhi, 

E mellela a seccar ad une spera. 
Et altre con cicale e con ranocchi, 

Con teste di lucerte e con tavani, 

Fanno fatture a far gli huomini sciocchi. 

Voici mainlenant comment l'auleur lermine son ©uvre: 

Vivi gentil, e non punto villano 

Come de far ciascun sia chi sia 

Perch* ogni altro pensier per certo 6 vano. 
Fuggi ogni noia et ogni ricadia. 

Si come predicara frate Purcio; 

Che morta sia tristitia e villania, 
E chi reniau da dietro serri Tuscio. 

Bordeaux - Gust. Brunei. 



Hans Sachsens Gedichte. 

Eine Bibliographie 
von 

Emil Weller in Zurich. 
(Fortsetzung.) 

102. — Ein fchon new Liedt. Tag vnnd nacht leyd ich grofs 
pein etc. Ein ander Liedt, Venus dein art. Mehr ein 
ander Liedt, Zu lob vnd preifs der lugenlreiche. Im Ro- 
fen thon. Nurnberg, V. Newber o. J. (c. 1560;. 4 Bl. 8. 
mit Tilelholzsch. — Hagens Bucherschatz No. 925. 

103. — Ein Newes Lied Von Funfftzehn Ordeusleuten wie ein 
yeder vber feinen orden klagt. In des Schillers Hofthon. 
Nurnberg. Hans Guldenmundt (in Nurnberg c. 1530). 8 
Bl. 8. mit Tilelholzsch — Hagens Bucherschatz No. 952. 

104. — Das liedt, Die Fraw von hymel. verendert vnd ChrifL 
lich Corrigierl. o. 0. 1524 Folioblatt. — Wackernagel, 
Bibl. d. Kirch. No. 165. Abged. in dessen Kirchenlied 
S. 169. 

Chriftum yon hymel ruff ich an etc. 



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140 



105. - Das Liedl Maria zart, verendert vnd Chriftlich Corn- 
giert. o. 0. 1524. Folioblatt. — Wackernagel, B. d. K. 
No. 164. Abgedr. in dessen Kirchenlied S. 168. 

Jefu zart gotlicher art etc. 

106. - Wach auf in Gottes Namen. 1524. Am Ende: GOtt 
fey Lob, Hannfs Sachs, Schufter. o. 0. V2 Bog. — Ab- 
gedr. bei Wackernagel S. 171. 

107. — Zwey fchdne Newe Geiflliche Lieder, Das Erfte war- 
umb betrubft du dich mein hertz etc. Ein Ander GeifU 
lich Lied Bifs mir gnedig Herre Gott etc. Am Ende: 
Nurnberg, V. Newber 0. J. (c. 1560). 4 Bl. 8. — In 
Berlin. Nur das ersle von H. Sachs. Wackernagel, Kir- 
chenlied S. 182. 

108. — Drey fchdne Geyflliche Lieder, Das erfte von der ge- 
dult etc. Das ander, Der 13. Pfalm Dauids. Das dritle, 
Der 3. Pfalm Dauids etc. Niirnberg, Val Newber 0. J. 
(c. 1560}. 4 Bl. 8. — In Berlin. Nur das zweite von 
H. Sachs, das dritte von Lud. Oeler. In Wackernagels 
Kirchenlied steht das zweite S. 178, das erste S. 431. 

1. Geduldt die follen wir haben etc. 

2. Herr wie lang wilt vergelTen mein etc. 

3. Ach Herr wie find meiner Feynd fo vil etc. 

109. — Drey geyflliche lieder vom wort gottes, durch Georg 
kern Landtgraff Philips zu Heffen Gefangmayfter. Der 
Juppiter verendert geyftlich, durch Hans Sachflen Schu- 
fter. 0. 0. 1525. 4 Bl. 4. — In Wolfenbuttel, Berlin, 
Hamburg. Panzer No. 2890. Wackernagel, Bibl. d. Kirch. 
S. 67. Abgedr. in dessen Kirchenlied S. 175. Das H. 
Saohsische beginnt: 

Gott vater du haft gewalf etc. 

110. — Gar fchdner vnd Chriftlicher Lieder funffe, yelz new 
zufamen gebracht, vnd auffs trewlicheft Corrigiert. Niirn- 
berg, Georg Wachter 0. J. (c. 1560). 12 Bl. 8. — In 
Berlin. Wackernagel, Bibl. d. Kirch. No. 443. Riederers 
Nachrichten III. 106. Die zwei erslen von H. Sachs, die 
andern von Luther. Eines der letzteren in Wackernagels 
Kirchenlied S. 141. 

1. DieZehen gebot Gottes, zu fingen im thon, Herre 

Got begnade mich: — Got hat vns geben die 
gepot etc. 

2. Die zwolff ftucke des Chriftlichen Glaubens in arti- 

ckels weifs: — Wir glaubenall an eynen gott etc. 

111. — Etliohe geyflliche in der fchrift gegrunte, lieder fur 
die layen zu fingen. 0. 0. (Nurnberg, J. Gutknechi). 1525. 
8 Bl. mil Titeleinf.) — In Ntirnberg u. Bamberg. Wacker- 
nagel, Bibl. d. Kirch. S. 67. Acht Lieder; vergl. uber 
den Inhalt G&deke's Grundriss S. 340. 

Etliche geyflliche, in der fchrifft gegrundte, lieder, fur 



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141 



die Layen zu fingen. o. 0. (Nfirnberg, J. Gu(knecht). 
1526. 6 Bl. 4. m. Titeleinf. — In Ulm und Stuttgart. 
Wackernagel S. 86. Abgedr. in dessen Kirchenlied 
S. 168 ff. 

o. 0. 1534. 6 Bl. 4. — In Munchen. Wackernagel No. 323. 
Schdne geyftliche Lieder fur die Leyen zu fingen. o. 0. 
(Nurnberg). 1550. 8. 

112. — Ein fchon New Meifter Lied, yon Zaleucus, ein lieb- 
habender der gerechtigkeit etc. In des Marners gulden 
thoo. Ein ander Meifter Lied, In dem fuffen thon Har- 
ders, Das bofs Haul. o. 0. u. J. 4 Bl. 8. 

1. Zaleucus der frumme Held etc. 

2. Ecclefiafticus befchiede etc. 

113. — Ein fchon new Meyfterlied. Die Marterin Pura, Inn 
der gefang weifs Hans Sachfen. Ein ander fchOn Meifter 
Lied. Die Mordersgruben zu Rom. Nurnberg, Y. Newber 
o. J: (c. 1560). 4 Bl. 8. Das erste beginnt: 

Sanctus Ambrosius beschrieb etc. 

114. — Ein fchon meifter Lied Von der Gottesforchligen Frawen 
Judil, wie He Holophernus das haupt abfchlug. Im be- 
werten Thon Hans Sachfen. Nurnberg, F. Gulknecht o. J. 
(c. 1555). 4 Bl. 8. — In Berlin. 

Hort den Text des buchs Judit etc. 
Ein fchon Meifter Lied yon der gottesfuchtigen Frawen 
Judith, o. 0. (Bafei, J. Schroter). 1607, 4 Bl. 8. 

115. — Kin fchon Geiftlich Meifter Lied, Der reich Jungling. 
Im Leid thon Herman ortels. Ein ander fchon Meifter 
Lied, Die zwen Son Eli. In der gefang weifs Hans Sach- 
fen. o. 0. u. J. (Nurnberg, F. Gutknecht c. 1555). 4 Bl. 8. 
— In Berlin. 

1. AIs ein Jungling zu Jefu trat etc. 

2. Im erften Buch Samielis etc. 

116. — Ein fchdner Meifter gefang, Wie der Engel Marie den 
grufs bringt. Im klingenden Thone Hans Sachfen. Ein 
ander, der flymnus Fit pota Chrisli poruia. Von der Mutter 
Gottes etc. Nurnberg, Fr. Gutknecht o. J. (c. 1555). 4 Bl. 
8. — In Berlin. 

1. Lucas am erften fpricht es ward gefendte etc. 

2. Die Pfort des Herre Jefu Chrift etc. 

117. — Newe Mayfter lieder zwey, Das erft vom Sclvaftock, 
Im Rofen thon flans Sachfen. Das ander, Vom Gluck, 
Im vnbekannlen thon. Schleufingen, H. Hamfing. 1556. 
4 Bl. 8. — In Berlin. 

1. Johannes Boccatius fchriebe etc 

2. Eins morgens ich entrucket etc. 

118. — Ein fchdn New Liedt von der Edlen Frawen Beritola. 
In Romers gefang weis. Ein ander Liedt, Ich kan nicht 
Frdlich werden. Im Thon: Wie mocht ich frolich wer- 



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14a 



den. Magdeburg, Joachim Walden o. J. (c. 1570). 4 Bl. 
8. Das ersle: 

Als Kdnig Carolus gewati Sicillia etc. 

119. — Zwey fchdne Newe Meifter Lieder, Das erft, Die lieb 
fawer vnd lus. Im Rofen thon, Hans Sachfen. Das Ander, 
Von einer Junckfrawen, Die verflucht war, Vnd von einem 
Hitter der fie erlofen wolt etc. In des Romers gefang 
weifs. Nflrnberg, Fr. Gulknecht o. J. (c. 1555). 4 Bl. 8. 

1. Amorigo ein Bitter wale etc. 

2. Johannes de Monte villa ein wunderthat etc. 

120. — Zwey Schoner Mayfter Lieder, Das erfle, Als Abfolon 
verfolget helt. In dem Iangen thon des Meyen fcheias. 
Das Ander, Hort wie klerlich. In des Nachtigal gefchi- 
den thon. Am Ende : Nflrnberg, V. Newber o. J. (c. 1560). 
4 Bl. 8. mit Tilelholzsch. 

Zwei Schdne Newe Lieder, Das erfte, von Abfalon etc. 
Im langen thon des Meyenfchein. Das ander. Die- 
weil vmbfonft jetzt alle Kunft. Magdeburg, Joachim 
Walden o. J. <c. 1570). 4 Bl. 8. Das erste, von H. 
Sachs, beginnt: 

Als Abfalon verfolget het etc. 

121. — Drey fchone Meyflerlieder. Im buch der alten Weifen. 
Nurnberg, F. Gulknecht o. J. (c. 1555). 8. 

122. — Vier fchdne Meifter Lieder, Im Rolen Ih on Hans Sachf- 
fen. Augfpurg, Mich. Manger o. J. (o 1580). 8 Bl. 8. 
(letztes leer).— Vergl. Haupt, Altdeutsche Blfitterl. 28 1. 

123. — Ein Lobfpruch der allerheiligften Dreyfeltigkeit Goltis 
etc. o. 0. (Nurnberg). 1552. 4. — In Nflrnberg. 

124. — Der Lofe Mann. Die Figur zeiget an die art eines 
vnheufslichen Weibs. Nflrnberg, G. Merckel. 1556. 4. — 
In Berlin und Nflrnberg. 

In dem bflchlein von ernft vnd fchimpff etc. 

125. — Des Manns Lob, darinnen faft alle gute Tugendt vnd 
Silten eines Ehrlichen Manns begriffen vnd fflrgebildet 
find. Nflrnberg, Nic. Knorr. 1563. 4. — In Berlin. 

Eins mals auS einer Kindstanff faffen 
Neun Frawen, die gar frolich waffen etc. 

126. — Der Kauffleut Abgot Mercurius. 

Kompt her alle die Reichthumb begeren, 

vnd ehret mich, ich will euch gewahren, 

Wie ein Handler bald reich werden fol, 

Der lefe diefs vnd merck es wol. 
Am Ende: 1536. 24. Nouembris. o. 0. (Nurnberg). 4 Bl. 
4. — In Berlin. 

Mercurius bin ich genant 

Bey den Poeten wol bekandt elo. 
Mercurius, ein Got der Kauffleut. o. 0. n. J. 4. — In 

Nflrnberg. 



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IAS 

Mercuries, ein Gott der Rauffleute. Nfirnberg, G. Mer- 
ckel. 1553. 4. — In Berliu. 

127. — Die ueun Mufen. o. 0. u. J. 4. — In Nfirnberg. 

128. — Nachred, das greulich latter fambt feinen zwdlff Ey- 
genfehaften. o. 0. u. J. (Nfirnberg, Gnldenmund c. 1530). 
Folioblatt mil Holzsch. — In Gotha bei Becker. 

An einem morgen frfih vor Tag 

In einem ftlTen Schlaff ich lag etc. 
Nachred das grewlich latter fampt feinen zwelff eygen- 

fchafften. Wolfgang Formlchneider (in Nfirnberg 1536). 

4 Bl. 4. — In Berlin und WolfenbGUel. 
Nachred das grewlich latter, fampt fein zwdlff Eygen- 

fchafften. Nfirnberg, H. Wandereifen o. J. (1540). 

4 Bl. 4. mil Titelholzsch. — Im Germ. Museum. 
Nachred das greulich latter etc. Nfirnberg, G. Merckel. 

1553. 8 Bl. 4. mil Titelholzsch. — In Nurnberg. 

129. — Der NarrenfrefFer. Mer das Narrenbadt. Nfirnberg, 
G. Merckel o. J. (c. 1552). 4. — In Berlin und Nfirn- 
berg. 

Der Narrenfreffer. Mer das Narren Badt. Nfiremberg, 
G. Merckel. 1553. 4. 

Ich Ipatziert heut frfi aus vm Drey 
Zu fehen wie der lichte mey 
Bekleydet hett das weite feld etc. 

130. — Das feindtelig haufs des Neides. o. 0. (Nfirnberg). 
1554. 6 Bl. 4. mil Titelholzsch. 

Das feindtfelig Haufs des Neides, aufs der befchrei- 
bung Ovidii. Mercurius ein Got der Kauffleut. Nurn- 
berg. 1554. 4. mit Titelholzsch. — In Berlin und 
Nfirnberg. 

Ovidius den neyd befchrieb etc. 

131. — Das feindtfelig Lafter derNeidt mit fein zwdlff Eigen- 
fchafften. Nfirnberg, G. Merckel 1553. 4. mit Titelholzsch. 
— In Berlin. 

Eins mals lag ich vn mir gedacht etc. 

(Fortsetzung folgt.) 



Bibliothekch ronik und Miscellaneen. 

(Die dffentlichen Unterrichts - Bibliotheken 
Oesterreichs.) Nach einem urafassenden Berichle in der Wie- 
ner-Zeitung fiber die dffentlichen Bibliotheken, welche bis zur 
Creirung eigener Hofstellen flir die Lander der ungarischen Krone 
dem vormaligen Minislerium flir Cullus und Unterricht unlerge- 
ordoel waren, belrug die jfihrliche Dotation flir die Universit&ts- 



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144 



Bibliotheken von Wien, Prag, Padua, Pest, Krakau, Graf, Lem- 
berg, Innsbruck, die Studien -Bibliotheken von Linz, Salzburg, 
Laibach, Klagenfurl, Gorz, Mantua, Olmiilz, Klausenburg, die Bi- 
bliothek bei San Marco in Venedig, die Bibliothek des Wiener 
polytechnischen Instituts, ira Jahre 1850 fiir Ansehaffung von 
BUchern und das Einbinden derselben 20,460 fl. ; dieselbe wurde 
in den darauf folgenden zehn Jahren ura 5940 fl. vermehrt, so 
dass sie gegenwtirlig die Summe von 26,400 fl. erreicht. Die 
jahrlichen Ausgaben fiir diese Bibliotheken sind j.edoch weit hitter, 
und die Dotation entspricht dein Bediirfnisse nicht. Indessen giebt 
es in Wien ausser der grossen k. k. Hofbibliothek noch eine 
grosse Zahl anderer Bibliotheken, die dera Fachgelehrten und den 
Freunde der Wissenschaft zur Benutzung offen stehen, was der 
Universittits - Bibliothek ihre Aufgabe nicht wenig erleichtert 
Aehnliohe Verhaltnisse flnden sich auch in mehreren anderen 
St&dten. 

Das Minislerium fiir Cultus und Unterricht hat in den Jahren 
1849 und 1860 im Ganzen 37,050 fl. auf ausserordentliche Do- 
tationen zur Ansehaffung der nothwendigsten Biicher bewilligt, 
namenllich um jene Liicken auszufiitlen , welche sich aus Anlass 
besonderer wissenschaftlicher Bediirfnisse zeiglen, und ausserdem 
wurden die Hermann'sche , Grysar'sche, Hahn'sche, Benigni'sche 
und Schuler'sche Bibliothek um den Gesammtpreis von 15,563 fl. 
im Laufe der genannten Jahre zum Besten der diesem Minisle- 
rium unlerstehenden Bibliotheken angekauft. Nach dem Biicher- 
stande des Jahres 1860 ordnen sich die Universi tats- Bibliotheken 
wie folgl: Wien 159,644 Bande, Prag 126,103, Krakau liber 
102,822, Pest 98,097, Padua 89,497, Innsbruck 57,802, Graz 
48,847, Lemberg 39,166 Bande. Die Bibliothek bei San Marco 
in Venedig besitzl 114,230, ferner Olmiilz 54,362, Salzburg 50,141, 
Mantua 40,910, Laibach 33,627, Klagenfurl 31,627, Triest bei 
28,000, Linz 27,830, das polytechnische Institut in Wien 26,800, 
Klausenburg 13,397 und Gorz 10,001 Bande. Ausser dem An- 
kaufe von Buchern werden die Bibliotheken auch durch die Pflicht- 
und Probe-Exemplare der im Inlande erscheinenden Press-Erzeug- 
nisse und durch Geschenke vermehrt. Die Bibliotheken sind vom 
Minislerium beauftragt worden, die Erzeugnisse der Landespresse 
als Beitrage zur Culturgeschichte jedenfalls in den Bibliotheksbe- 
sland aufzunehmen, und haben uber die Art ihrer Behandlung 
eine detaillirle Vorschrift erhalten. (Die Presse, Num. 127.) 



Veranlwortlicher Redacteur: Dr. Robert Naurnann. 
Verleger: T. 0. WeigeL Druck von C. P. JUelzer in Leipzig. 



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SERAPEUXKE. 

dtfdjt iff 

fur 

BibliothekwisseDschaft, Handschriftenkunde und 
&ltere Litteratui\ 

lm Vereine mit Bibliothekaren und Litteraturfreunden 
hera usgege ben 

von 

Dr. Hobert Naumann. 



JVi 10. Leipzig, den 31. Mai 1861# 



Urkundliche Mit theilungen. 

Wenn der sel. Regierungsrath Josef Chmel in Wien ! ) 
und andere Geschichtsforscher seines Ranges es ais eine 
Anforderung des von ihnen gewahlten Bernfes angesehen 
haben, manche unscheinbare, im Privalwege in ihre Hande 
gelangte, Urkande vor der Vernichtung zu retten, und sohin 
far die zukfinftige Forschung, welche haufig auch aus dem 
Inhalte und der ausseren Form von Privaturkunden interes- 
sante culturhistorische Schlusse zu Ziehen vermag, aufzube- 
wahren, so glaube ich, dass in dieser Beziehung ein Zusam- 
roenwirken moglichst vieler Freunde der Geschichle nur will- 
kommen sein konne , und halte es demzufoige fur zweckent- 
sprechend, vor der Hand die nacbfolgenden drei, eigenlhum- 
lich von mir erworbenen Urkunden, von welchen die ersle in 
Wien selbst entstanden ist, wahrend die beiden anderen der 
Stadt Wels in Oberdsterreich angehoren, dem Drucke zu 
ubergeben. 

I. 138S. Ich Chunrat der Rokk vnd ich Ianns der Jan 
die zeit baid des Rates der Slat ze Wienn Bechennen offen- 
ieich mit dem brif. das fur den rat der egenanten Stat cze 



1) S. das Nationalbl. der k. k. Academic der WissenschaRen zq 
Wien, vom Jabre 1854, Seite 222 fl. 
XXU. Jahrgang. 10 




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146 



wienne chom Janns der Plainer an ainem (ail und chlagt von 
feines Hawfes wegen gelegen an dem Allen Cholmarkchl ze 
Wienn und ftozzet auf fand Michels freilhof, das Im Perich- 
tolt der Futrer, die zeit Chirichmaifler dafelbs zway venfter, 
die aus feiner fluben auf den egenanlen freythof giengen, mil 
einer hutten verpawt hiet, das von Alter nicht alio hercho- 
men wer. Da enkegen chom an dem andern tail derfelb Pe- 
richtolt der Futrer, an der egenanten kyrchenflal, dacz fand 
Michel und fprach das er der huten ze pawn voiles recht 
hiet. Und paten darnach den ganczen Rat zu bayderfeit mil 
gfitleichem willen unbetwungenleich das Er In geben zwey aus 
In des Rates darauf ze befchawen und darnach in ein Recht 
zefpreohen dapey Si furbas vor allem chrieg beleiben woll- 
ten Des gab der Rat uns obgenant zwey aus In, ihn darauf 
ze belchawen und haben auch wir die egenanten fennfter mit- 
fambt der hutten dafelbst aygenleich und wol befchawt und 
darnach in ein Recht gefprochen dabey Si furbas vor allem 
chriege beleiben Allien Alfo das der vorgenant Perichtoll dem 
egenanten lannfen dem Planner die obgenanlen zway venfter 
und alle die vennfter die aus feinem haul's auf den egenanten 
freythof gent uuumpawt und ungeirret Iten lazzen fol wann 
Si von alter und rechlleich alfo geftanden und herchomen 
find und darnach chamen wir wider fiir den obgenanten Rat 
und fagten da unfer kuntfchaft, in dem Rechlen als vor ge- 
fchriben ftet. Und dariiber zu einem warn urchunde geben 
wir von gefcheft, und gehayfsen desfelben Rates dem ege- 
nannten Jannfen dem Plattner und dem vorgenanten feinem 
haws den brif vorligilten mit unfer bayder anhangenden In- 
figiln. Der brif ift geben ze Wienu nach kriftes geporde 
drewtzehenhundert Jar darnach in dem acht und achtzigiften 
Jar des nechften Fritags nach Sand Jacobe lag in dem Seyl. 

Orig. Perg. Mit einem auhangenden schwarzen Wachs- 
siegel. 

Diesen Servitutsbrief habe ich bei der, von W. Drugulin 
am 5. November 1860 in Leipzig abgehaltenen, Kunsl-Auction 
erstanden. 

II. 15S0. Ich Hanns Achleuler der zeit Statrichler zu 
Wels Und ich Margaretha fein eheliche Hausfrau Bekhennen 
fament und unverfchaidenlich fur unns und all unfer beeder 
Erben Offenntlich mit difem brief wo der zuvernemben fur- 
khumbt. Als wir unns verfchiner Zeit aus Schickbung Gottes 
nach Ordnung der Heilligen Chriftlichen Khirchen, unnd auf 
unnfer zu beederfeits Regften freundt Rath mit eelicher Heurat 
zufamen verpflicht und gelehert, Bifs herr freundtlich unnd 
treullich mit einannder gehauft Unnd durch den Segen Got- 
tes eeliche Khinder bei einander erzeugt, Daher wir bedacht, 
unnd zu Herzen genomen difs vergennekhlich leben, unnd das 
ein Jeder mennfch durch den Zeitlichen Todt von difer welt 



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abfchaiden maefs, Ime aber die ftundt gannz ungewifs unnd 
yerborgen ifl, unnd haben darauf zu furkhumbung khunffliges 
tribs und Irrung, fo llch nach uoofer aines ablaiben in unn- 
fern Zeillichen guettern erregen mdchten, gannz wolhedacht- 
lich frey wilkhierlich unnd unbezwnngen, zu der Zeil da wir 
folches, an menigelicbs Irrung unnd widerfprechen , Kechtlich 
woll ihuen mugen, defsen Auch gueten fueg, unnd macht 
gehabt, In unnfern haab und guettern To wir Anfangs zufa- 
men gebrachl, feiderhero uberkhumben Jezo haben Oder noch 
binfuro in unnfer eelichen beiwonung mil einander oder Jedes 
fonnderwar erobern, ererben, erkhauffen, und gewinnen Hier 
Innen nichts ausgefchofsen uiidter was obrigchaiten, gebQet, 
onnd orlen die gelegen, unnd zu finden fein mdchten, Dife 
yolgundte Ordnung unnd vermachtnus wie folches gemaines 
Lanndts unnd der Stat wels gebrauch nach, am krefflig, und 
beflanndigiften befchehen loll khan und mag. Aufgericht unnd 
mis enntlchlollen Thuen das auch hiemit wifsentlich in Crafft 
dies briefs. Dergeftalt und mainung. Das all und Jed unnfer 
anligundt unnd varundl haab und guet. in Zeit unnfer baider 
leben, unnd eelichen beiwonung, ain Ainiges unzertrennls 
guet fein, unnd darfOr gehalten werden folle. Wann fich aber 
binfuro nach dem willen Gottes zuetrueg, das lein Almech- 
tigchait laung verhuelen welle, das unndler unns beeden aines 
vor dem anndern Todies abgeen wurdte. So foil unnd mag 
fich alsdann die lennger lebennt Perfon welche die ift, aller 
unnd Jeder obgemelter unier beeder Anligunndten und Yarund* 
ten haab, fmuekh, und guettern, Es fey Haufs Hof, grundt, 
Poden, ParfchafJI , verbrieffl, unnd unverbriefft fchulden, Sil- 
bergfchier, Clainadter, Claider, Pelh und Leingewannt, Zia, 
Mefsing, Khupfler, Khucblgfchier unnd annders, darinnen we* 
der wenig noch vill uichts ausgefchlofsen , one alle Spdrr 
unnd lnventur (deren wir die Sladtgerichliich Obrigchait gennz- 
lich bemuefsigt, unnd one fchaden gehalten haben wellen.) 
unndterwindten, das alles frey Aigenthumblich Innhaben nuczen, 
nuefseu unnd gebrauchen, verrer verfeczeu, verkhaufen, fchaf- 
fen, machen unnd geben. wem unnd wie fy will unnd verluft, 
one der erft Abgeftorbnen Perfonen negften erben, unnd Jeder 
menigelicbs Irrung ^ Ua ennlgegeu aber fy die uberlebennt 
Perfon fchuldig unnd verpundten fein unnlere eeleibliche Khin- 
der, fovill deren zu derfelben Zeit im leben verhanndten fein. 
Bifs zu Ihren Vogtbarn Jam , in der Forcht Gottes zu aller 
Zuchl, unnd Erberchait, mit Speils, Drankh Claidung unnd 
Annderer gebuerlicherLeibsnotturften auferziechen, unnd unnd- 
terhalten, Auch in die fchuell geen, unnd was nuczlichs lern- 
nen lafsen , Und wann deren Ains oder mer feine Vogtbare 
Jar erraicht, unnd fich mit Kalh vorwifsen und willen Jr der 
lennger lebennten Perfon nach ehren verehelichen, unnd ver- 
heurathen wurdte, So folle es bey der uberlebennten Perfonn 

10* 



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Freien gueten willen unnd wolgefallen fteen diefelben unnfere 
khinder nach gelegenhait unnfers vermugens, unnd der Heu- 
rath, mil Ainem zimblichen Heurathguet, So vill Ir gefellig, 
Umb unnd fur Ir Anerftorben vatter oder muetlerliob Erb zu- 
betreuenn, zu begaben, unnd aufszerichten , Daran ain Jedes 
khindt benuegig unnd zufriden fein Unnd diefelb tiberlebennl 
Perforin uber das, was fy aus freyem willen darzugeben vor- 
hat, durchaus nit Antringen noch betrueben folle wie wir 
dann aines gegen dem Anndern unnfer Herczlich vertranenn 
feczen Es werdle fich die lenngerlebennt Perform aus folcher 
betreuung, wie fich gebuerl, Auch vatter unnd muetter one 
das gegen Iren Leiblichen khindern Zuthuen fchuldig Fein, 
verhalten unnd erczaigen Im faal aber Auf folch der erlten 
Perfonn Todt, unnd Abganng khaine khinder Im leben ver- 
hanndten weren, oder diefelben gienngen vor Irer Voglbar- 
khail Todtes ab. So ift die uberlebennt Perfonn. Aus unns 
der erstabgeftorbnen negften Erben unnd Pluetsfreundten. wer 
die gemainen Rechten, unnd Lanndtsbrauch nach fein werden, 
fur alle unnd Jede Ir daher fuecheute Erbliche Sprfich, unnd 
Legilima merers nit als zween unnd dreifsig gulden Inner 
Jarsfrift gegen genuegfamer verzicht unnd Quittung, hinaufs- 
zegeben. unnd zu beczallen fchuldig. Damit fy gennzlich 
hiridan Abgefertigt. unnd vergniegt fein unnd bleiben follen. — 
Hierauf fein wir mer beruerte beede Conieuth fur unns unnd 
all unnfer beeder erben Aines des anndern difer unnfer Heu- 
rathsvermachtnus halben. Rechte Treue gwehr fcherm, unnd 
furftanndt, fur all Rechtiich khrieg, unnd Anfprach, Alfsdann 
Laudtes Oefterreich ob der Enns, unnd der Sladt wels Recht 
unnd gebrauch ift. Alles treullich und Ongeverdte. — 
Des zu wahrem urkhundt haben wir Innhalt gefertigter Petzeil, 
diennftlichs vleifs erbeten, die Furfichtigen, Erfamen unnd 
weil'en. Hannfen Thaurrn der zeit Burgermaiftem zu wels, 
unnd Michaeln Huebmer Eltiften des Rats do felbs, das Sy 
Ire Aigne Innfigl Hierangehanngen. Doch Inen Iren erben unnd 
Innfigln. Auch gemainer Stadt in Alweg unvergriffen unnd 
one fchaden. Zeugen der fachen unnd des gebets umb die 
fertigung fein die Erfamen, unnd we i fen Paiigracz Altennann- 
ger, Hannfs Hafslbacher beede Rathsverwannte , Und Thomas 
Grabmer all drey Burger zu wels. — Befchehen Am lag 
Martini. Nach Chnfli unnfers lieben Herrn unnd feeligmachers 
gebuert Im Funfczehenhundert unnd Achczigiften Jar. 

Orig. Perg. Die zwei Siegeln fehlen. 

Diesen Erbvertrag habe ich im Privalwege erworben. 

III. 1670. Ich Johann Daniel Schnegg, ordinari Ambts 
Burgermaifter alhie zu Wells, und neben Ihme ich Helena 
Regina fein Ehefrau bekhennen hiemit fur Unns unnd all 
unfere Erben offentlich gegen yedermeniglich in kraffi difes 
Brieffs. wo ulld welcher orthen derfelbe Zuvernemben fQr- 



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149 



khombt. das wir omb vnferer befserer gelegenheit willen, ganz 
wollbedSchllich recht unnd redtlich, auff ein ftfilterdings unnd 
unwiderrueffliches Ende unnfer bishero aigenlhumblich inge- 
habtes Tagwerch Aekher im Vifcher Veldt, mit dem Obern 
Orth an die Mayrhofterifch: anjezo Rheingrueberifche Grundt: 
and mit der Undteren feitlen an der Gafsen oder Landftrafs 
ligendt, fomit aller Grundt Obrigkeit Gmainer Statt Weirs in 
dero Burger Spilall undterworffen unnd alldahin jdhrlich zur 
Dienft Zeit im Herbft mit zwainzig Pfening dienftbar, die 
Grundt oder Landfteur aber gm. Stall gehdrig lit, fambt all 
defsen Rechtlichen Ein- und Zuegehorung. Mit dem Ehrnveft 
onnd Wollfurnemben Herrn Georgen Freundt des Innern 
Rathes unnd geordtneten Spitall Ambts Yerwaltern und re- 
spective dem Burger Spitall felbften cum omnibus perti- 
nentiis, Herrentgegen Er Herr Freundt alls Spitall Ambts 
Verwalter, Uns, aus des Spitall Ambts Griindlen ain khlaines 
Tagwerch Ackher, im Vifcher Veldt beym Creuz, mit dem 
Obern orth an Prukhmayrifchen. am Untern aber an Herrn 
Wolffen Fellners des Innern Raths allda ftofsendt und geleg 
To gleichesfahls mit aller grundt Obrigkeit befagtem Burger 
Spitall Ambt undterworffen und alldahin zu obberuehrler Dienit- 
zeit mit zwainzig Pfening dienftbar ift. (ambt all defsen 
Rechtlichen Ein- und Zuegehorung laut defswegen aines un- 
ter heutigem dato abfonderlich auffgerichlen unnd Uns ain- 
gehandigten Wexlbrieffs, Verwexlet und eingeraumbt haben, 
Hierauff haben Wir eingangs bekhenendte Cohnleuth vorge- 
meltes Tagwerch Ackher mit aller Gwehrfchaft mehrerwenten 
Herrn Freundt feinen Nachkhomben, und refpeclive dem Bur- 
ger Spitall felbften in deren Handt, Gwaldt, Nutzen gebrauch, 
Wexlweis abgetrelten, richtig Ubergeben und aigenlhumblich 
eingeantwortt haben, Allfo und dergellalt, das for mehrbe- 
fagter Herr Freundt alls Spitall Ambts Verwalter, und feine 
Nachkhomben nun hinfuro darmil all Ihren Nuzen unnd from- 
ben darmil betrachten thuen unnd handlen konnen und mogen, 
wie feyn geluft unnd verlangen, ohne unfer und all unlerer 
Erben, auch fonften Meniglichs eintrag, Ihrung, hiudlernufs 
onnd widerlprechen, Wir feyn auch hieruber diefes richtig 
Wexlkhauffs halber fur Unns und unfere Erben, villgedachten 
Herrn Freundlen, feinen Nachkhomben unnd Succedirendten 
Spitall Ambts Verwaltern, rechle gethreue Gaben , Gwehr, 
Schermb und furftandt, fur alle Rechtliche Clag unnd an- 
fprach, wann und alls offt folches zu recht noth befchuecht, 
Allermafsen dann in dergleicben Wexls Gwehrfchafflen Land- 
tes Ofterreich ob d. Ennfs Recht, und der Stall Wefss altes 
Herkhomben unnd gebrauch ift, Threulich und ohne ge- 
▼erdte; Defsen zu wahrem Uhrkundt, haben wir dienftl. 
vleis erbetten. Den Edl unnd Veften Herrn Andreen Chlemb. 
Sfyapl. Slattrichlern , und angefetzten Spitall Ambts Verwal- 



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ISO 



tern, das derfelbe difen Wexlbrieff, rait feinem aignen hier- 
undterhangendten Infigl (: doch all aodwerlhs ohne nacbtt 
und fchaden:) von Ambts- und furgefetzler Obrigkeit wegeo, 
Verfertligt und bekreffligt hat ; Zeugen der Sachen und des 
Gebetts urn ermelte Ferttigung feyndt die Ehrnveft unnd fur- 
neroben, und achtbare, Herr Zacharias Pallnftorffer, geordt- 
neter Statt Cammerer, Herr Johann Rheingrueber, beede des 
Raths unnd Leonhardt Fafsl, Ralhsdiehner, alle drey allhie zu 
bemellem Welfe. Beschechen den zwainzigiften Monatstag No- 
vembris im Sechzehenhundert, unnd Siebenzigiften Jahr. 

Orig. Perg. Das Siegel fehlt. Dieser Tauschverlrag (nach 
der Sprachweise seiner Ausstellungszeit : „Wechselbrief") ging 
wahrend meines Aufenlhaltes zu Wels aus der Innehabung 
eines Privaten an mich fiber. 

F eld bach, in Sleyermark. 

Anton Ritter v. Spavn. 



A n z e i g e. 

Bilder-Hefte zur Geschichte des Buchhandels und der 
mit demselben verwandten Kflnste und Gewcrbe. 
Herausgegeben von Heinrich Lempertz, Inhaber 
der Firma J. M. Heberle in Koln. Jahrgang 1861 (der 
neunte der Reihe). Koln 1861. Sechs Blatter in 
Umschlag. Folio. 

Der Herausgeber erfreut nicht nur alljahrlich seine litte- 
rarischen Freunde mit einem neuen Hefte seiner ebenso an- 
ziebenden als belehrenden Miltheilungen, sondern alle Biblio- 
graphen und Bibliophilen des In- und Auslandes schenken 
der schonen Gabe ihre lebhafteste Theilnahme. (M. s. z. B. 
die Anzeigen im Bulletin du bibliophile beige.) 

Die Lieferung fur das Jahr 1861 bringt gleich ihren Vor- 
g§ngern umsichtig ausgewahltes , interessantes Material, wie 
die folgende Uebersicht bekunden wird. 

1. Blalt: Signet des Levinus Hulsius, Geographen, Mathe- 
matikers und Buchhandlers zu Numberg und Frankfurt im 16. 
Jahrhnndert, nebst einem Bricfe desselben aus Frankfurt vom 
10. Mai 1603. (Original im Besilze des Herrn Lempertz.) 
Mit einer Notiz fiber Hulsius' Leistungen. 

2. Blatt: Nach Martin Rota's Stich facsimilirtes Bildniss 
Michael Pelerle's, Buchdruckers , Formschneiders und Illumi- 
nisten zu Prag im 16. Jahrhnndert, und dessen Signet. Sein 
Hauplwerk war: ^Triumph und aigentliche Contrafactur wie 
Maximilian II mit seinen Sdhnen und Brfidern und den Chur- 



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191 



fflrsten auf den Reichstag geritten ist. Durch den beruhmlen 
Maler Hans Bocksberger disponirt und geslellt. Gedruckt in 
Prag durch Michael Peterle, Illuminislen 1573. u Fries von 
22 Slattern, von welchen es schon oolorirte Exemplare giebt. 

3. Blatt: Des beruhmten englischen Typographer) William 
Bulmer's (geb. 1757 zu New-Castle-upon-Tyne, gesl. zu Lon- 
don am 9. Dec. 1830) Bildniss nach Audinot. (Auch in C. H. 
Timperley's Dictionary of printers and printing Lond. 1839, 
nebst Nachrichten uber ihn ; Temperley giebt den 9. Septem- 
ber als seinen Todestag an.) Die bei ihm erschienene Pracht- 
aosgabe Shakespeare's gab die Veranlassong zu (Jem Namen 

Shakespeare's press", den seine Buchdruckerei fGhrte. Das 
Original eines miigetheilten facsimilirlen Schreibens Bulmer's 
befindet sich in der Sammlung des Herausgebers. 

4. Blatt: 1) Bildniss Johann August Gottlieb Weigel's, 
Buchhandlers und Universitats-Proclamalors in Leipzig (geb. 
am 23. Februar 1773, gest. am 25. Dec. 1846), nach einer 
Zeichnung von F. Giessmann (1832) geslochen von L. Sich- 
ling (1844) 2) Weigel's eigenhandige Notizen uber die letz- 
ten Stunden seines Freuudes J. G. Seume (gest. am 13. Junius 
1810) von Herrn T. 0. Weigel, sowie die Platte des Bildnis- 
ses, zur Verfugung des Herausgebers geslellt, welcher Nach- 
weise der grossartigen Geschaftsthaligkeil Weigels und seiner 
Sohne, der Herren Theodor Oswald Weigel (geb. 1812) und 
Rudolph Weigel (geb. 1804), beigefugt bat. 

5. Blatt: Initialen. Dritles Blatt. Ein vollstandiges 
Alphabet von im 15. Jahrhundert zu Buchern verwendeten 
Initialen, eine der grossleu Sellenheiten. Es befindet sich in: 
„Salomonis eccl. Constant, ep. glossae ex ill. coll. aucloribus." 
0. 0. u. J. gr. Fol. (Hain Nr. 14134). Druck und Ausstat- 
tung haben Aehnlichkeit , wie Herr Lempertz bemerkt, mit 
den Erzeugnissen der Presse des J. Zainer zu Ulm. 

6. Blatt: AB. Vorder- und Ruckseite eines von Clemens 
Alyandre reichgepragten Lederbandes mit den franzdsischen 
Lilien, dem Clevischen Wappen etc. zu: „Pragmatica Sanctio. 
Parisiis, J. Petit et Phil Pigouchet, 1510 w C. Ruckseite eines 
Lederbandes mil der Statue Karl's des Grossen etc. zu: „Fr. 
Philelfi epistolae. Parisiis per Nic. de Pratis, 1507." D. Vor- 
derseite eines Lederbandes mit einem der Marque des Phil. 
Pigouchet ahnlichen Monogramme des Yerferligers aus zwei 
verschlungenen P bestehend, zu : ^Galfridi Monemulensis Bri- 
tannie descriptio. Parisiis per Jo. Badium Ascens. 1508. u (Die 
Originale gehoren Herrn Buchhandler Tross in Paris.) 

Hafnbur « Dr. F. L. Hoffmann. 



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i5a 



A n z e i g e. 

Bulletin du bibliophile Beige, public par F. 
Heussner, sous la direction de M Aug. Scheler, 
bibliothecaire du Roi. Tome XVI (2 e serie, Tome 
VII). — 4 e et 5 e cahiers. Bruxelles, F. Heussner, 
librairie ancienne et moderne. Novembre I860. S. 
295—392. Gr. 8°. 

Dieses Doppelheft enthalt in der ersten Abtheilung, Hi- 
stoire des livres, 1) unter der Ueberschriflt: Hisloire de comle 
de Namur, par le P. de Marne, (Jesuit, geb. zu Douai 1699, 
gest. zu Lultich, sein Werk erschien daselbst 1754), dessen 
handschriftlich im Besitze des Herrn Senators Vergauwen 
befindliche ungedruckle Epitre dedicatoire der „Histoire a , fer- 
ner: Observations (der Censoren) sur le manuscrit de I'His- 
toire de Namur. — Reponses et reflexions sur ces observa- 
tions ; Reponse courte, sur la dissertation qui m'a ete envoiee 
en reponse a la mienne sur le comte de Lomme. Die Zeit- 
schrift verdankt diese Mittheilung Herrn J. Borgnet. (Vgl. 
Bullet., I. VII, S. 453—456.) — 2) Notices relatives a une 
collection de manuscrits, possedee dans la seconde moitie du 
XVII e sifccle el les premieres annees du XVIIi% a Dordrecht, 
par David Find Van Gi/fen (irrthiimlich ist Griflen gesetzt), 
et vendue a la Haye en 1765, von dem Unte rzeichneten. 
Betrifft eine merkwurdige Sammlung von Briefen und geschicht- 
lichen Documenten, die in einem kleinen sellenen Kalalog, 
welchen die hamburgische Sladtbibliothek bewahrt. verzeichnet 
sind (audi besonders abgedruckt, 14 SS. gr -8°.) 3) Une copie 
du XVl e siecle du Liber aureus de Tabbaye de Saint Willi- 
brord, a Echternach, von Herrn Namur. Dieser „ Liber au- 
reus*, welcher nicht zu verwechseln ist mit dem gleichnami- 
gen Codex evangeliorum , der, mit goldenen Buchstaben auf 
dem reinsten Pergamenl geschrieben, ebenfalls der genannten 
Abtei gehdrte, ihr 1794 aber entfremdet wurde und an die 
Bibliothek zu Trier verkauft sein soli, besleht aus 194 ge- 
schichtlichen , grosstentheils auf die Abtei sich beziehenden 
Actenslucken von Clovis HI an bis Karl V, 691 — 1555; von 
denen, wie Herr Wurth-Pagnot in einer Beschreibung und 
Analyse des Manuscripts, die er der Archaologischen Gesell- 
schaft des Grossherzogthums Luxemburg uberreichte, angiebt, 
144 ungedruckt sind. 4) Charles de Rouillon, poete beige 
du milieu du XVI C sifecle. — Un livre perdu et une ode sauvee. 
(Auch besonders abgedruckt, 11 SS. gr.-8°.) Eine neue in- 
teressante Arbeit des Herrn H. Helbig, die einen unbekann- 
ten belgischen Dichter, der 1560 bei Plantin „Odes u , 8°., 
drucken liess, zum Gegenstand hat; nur eine derselben, „Ode 



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103 



a Charles d'Utenhove , Ganlois u ist erhalten, das Buch war 
nirgends aufzuQnden. Herr Helbig hat dieses Gedicht, welches 
uns Charles Rouillon als einen des franzosischen Dichterfur- 
sten wurdigen Schuler kennen lehrt, nach einem vollstandi- 
gen Abdruck wieder veroffentiicht. 5) Extrails du rapport de 
la Commission royale d'hisloire a M. le ministre de l'inlerieur 
sur les travaux de la dite commission pendant la periode 1834 
a 1859, unterzeichnet: Le Secretaire, Gachard. Le President, 
Baron de Gerlache. Eine Uebersicht der wissenschafllichen 
Leistungen der hochverdienten Commission, deren Thfitigkeit 
im In- uad Auslande allgemein bekannt und anerkannl ist. 

Die zweite Abtheilung, Biographie, bringt 1) Necro- 
logie litteraire de l'annee 1859, von Herrn Dr. Aug. Sche- 
ler, in sechs Abschnitteu: 1. Deutschland (nebst Oesterreich 
and der deutschen Schweiz), 79. 2. England und Amerika, 51. 
3. Belgien , 12. 4. Frankreich und die franzosische Schweiz, 
37. 5. Niederlande. 13. 6. Italien, 10. — Skandinavische 
Lander, 5. — Russland, 4. — 2) Eine biographische Notiz 
fiber den verstorbenen Jean Baptiste Theodore de Jonghe 
(geb. zu Brussel am 23. November 1801 , den Besitzer einer 
ausgezeichneten Bibliothek, von welcher mehrere Bestandtheile 
in Brussel 1850 offentlich verkauft wurden), von Herrn Ch. 
Rue lens, dem ersten Bande des reichhaltigen , musterhaft 
bearbeiteten Katalogs entnommen. 

Fur den ersten Artikel der dritten Abtheilung, Melan- 
ges, der mil Freundesworten des Tages gedenkt, an welchem 
der Unterz. sein 70stes Lebensjahr erreicht hatte, Herrn Dr. 
Scheie r auch hier offentlich meinen innigsten Dank! — Die 
fibrigen Artikel handeln u. A. von den Zuschriften in Hum- 
boldt's Buchern und seinen Nolizen in denselben nach dem 
„Magazin fur die Litteratur des Auslandes u ; von der in Paris 
verkauften Bibliothek Constant Leber's ; von der Buchdrucke- 
rei der „Times u ; von der Benutzung der Photographic zu 
Fac-simile's von Manuscripten, besonders den sehr gelungenen 
Yersuchen des Herrn Camille Silvay. — Dann folgt, iiber- 
schrieben : Le Cabinet de Jos. Paelinck, eine Notiz uber die 
in* Brussel versteigerten Bucher, Manuscripte und Kupferstiche 
dieses Kiinstlers. 

In der vierten Abtheilung, Revue bibliographique , ist 
fiber den ersten Theil des ersten Bandes der neuen Ausgabe 
des Brunet'schen „Manuel u berichtet mit Hinzufugung einiger 
Erganzungen etc.; unterzeichnet B. (G. Brunei). 

Nachrichten von der Bibliothek des Herrn de Clinchamp, 
die Herr Solar im Ganzen lur 125,000 Fr. (der Katalog ent- 
halt nur 819 Nummern) erworben und mit der seinigen ver- 
einigt hat, giebt die letzte Abtheilung, Catalogues. — Ventes 
de tivres. 

Andere augenblickliche Beschaftigungen haben Herrn 



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Rue lens veranlasst, die Verdffentlichung der FortsetzuDg 
der -Annates Plantiniennes" auf einige Zeit zu unterbrechen. 

" amburg - Dr. F. L. Hoffmann. 



Hans Sachsens Gedichte. 

Eine Bibliographie 

von 

Emil Waller in Zurich. 

(Fo rtsetzung.) 

132. — Ein lobfpruch der ftatt Nurmberg. 

Der Stadt Nurmberg ordnung vnd wefen 

Findftu in difem gdicht zulefen. 
o. 0. (Nurnberg}. 1530. 8 Bi. 4. — In Berlin and Nam- 
berg. 

Eyn Lobfprucb der Stat Nurmberg. 
Der Stat Nurmberg ordnung vnd wefen 
Findftu in difem gdicht zu iefen. 
Am Ende: Gedruckt zu Nurnberg durch Kunegund Her- 
gotin o. J. (c. 1530). 8 Bl. 4. mil Tileleinf. — In Zurich 
(Stadtbibl.) und Weimar. 

Vor kurzen tagen ich (paciert 
Vor grunem boltz ich vmb rifiert etc. 
Ein Lobfpruch der Statt Nurnberg. o. 0. u. J. (Nurn- 
berg, Guldenmund c. 1530). Folioblatt mil Holzscb. 
(Ansicht von Nurnberg). — In Gotha. Bei Becker. 
Ein Lobfpruch Der Stadt Nurnberg. 
Der Stadt Nurnberg ordnung vnd wefen 
Findft du inn difem gedicht zu lefen. 
Am Ende: Gedruckt zu Nurmberg, durch Georg MerckeL 
1554. 8 Bl. 4. mit Titelwappen. — In Berlin. 
Nurnberg, V. Neuber o. J. (c. 1560). 8 Bl. 8. 
Nurnberg, G. Wachter o. J. (c. 1560). 8 Bl. 8. 
Nurnberg, Val. Fuhrmann o. J. (c 1600). 8 Bl. * 
G. L. Fuhrmann (in NQrnberg) o. J. 8 Bl. 8. 
Nurnberg, C. Fuld. 1622. 8 Bl. 8. 

133. — Der Omeyfs hauffen der vnruhigen vnd jrrigen welt 
Dazu: Das wutendt Heer der kleynen Dieb. Nurnberg, 
G. Merckel. 1556. 10 Bl. 4. — In Berlin und Nurnberg. 

Eins morgens gieng ich in dem meyen etc. 

134. — Dreytzehen Pfalmen zu fingen, in den vier hernach 
genotirten thdnen in welchem man wil Oder in dem thou, 
Nun frewt euch lieben Chriften gmein, einem Chriften 
in widerwertigkait fehr troftlich. o. 0. (Nurnberg, J. Gut- 
knecht). 1526. 16 Bl. 8.— In Berlin. Abgedr. in Wacker- 



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198 

nagels Kirchenlied S. 175 ff. Bei Panzer ungenau nach 
Riederer angegeben. 

Zwei geistliche Lieder des Hans Sachs (No. 238 und 
239 von Waokernagels Kirchenlied) stehen in: 

Enchiridion oder handbftchlein geyftlicher gefenge vnd 
Pfalmen. NQrnberg, Hans Herrgott. 1525. 8. (Zwei 
Auflagen in demselben Jahre; vergl. Wackernagels 
Bibliographie S. 68—69). 
Ebensn in folgenden Sammlungen: 

Enchiridion geyftlicher gefenge. Erfurt. 1525. 8. Neue 
Ausg. Erfurt, J. Lorffelt. 1526. 8. Ebd. o. J. (1526). 
8. Ebd. 1527. 8. Ebd. 1528. 8. — Vergl. Wacker- 
nagels Bibl. S. 70, 85, 97, 104. 

Eyn gefang Buchlien Geyftlicher gefenge Pfalmen etc. 
Breflaw, A. Dyon. 1525. 8. — Vergl. Panzer No. 
2921, Wackernagel S. 70. 

Die Euangelifch Mefs Teutfch. Auch dabey das hand- 
buchlein geyftlicher gefenge etc. Nurnberg, Hans 
Hergot. 1527. 8. — Vergl. Wackernagel S. 99. 

Der gantz Pfalter, d. i. alle Pfalmen Dauids, an der 
zal 150 etc o. 0. 1537. 8. Herausg. von Joachim 
Aberlin. — Vergl. Wackernagel S. 146. 

Der New gefang pfalter. o. 0. 1538. 8. Herausg. von 
Sigm. Salminger. — Vergl. Wackernagel S. 147. 

Das Lied No. 238 fteht allein in Geyftliche gefenge. 
Erfurt, W. Sturmer. 1525. 8. — Vergl. Wackernagel 
S. 70. 

135. — Ein nutzlich Rat den jungen Gfellen So fich verhey- 
raten wdlln. H. Guldenmund (in Nurnberg). 1549. Folio- 
blatt mit Holzsch. — In Gotha. Bei Becker. 

Nachdem ein Jungling frifch vnd frey 
Het vnter Handt der Heyrat drey etc. 

Ein nQtzlich rath den jungen gfellen, fo fich verheira- 
then wdllen. H. Guldenmund 1549. 4. 

Ein Rat zwifchen einem Alien man vnd jungen gefel- 
len dreyer heyrat halben. Nurmberg, G. Merckel o. 
J. (c. 1552). 4. — In Sololhurn. 

Ein Rat zwifchen einem Alten man vnd jungen gefellen 
Dreyer heyrat halben. Nuremberg, G. Merckel. 1553. 4. 

Ein nutzlicher raht den Jungen Gefellen, So fich ver- 
heyrathen wdllen. Am Ende: Das hat gedruckt Wolff- 
gang Slrauch (in Nurnberg) 1569. Folioblatt mit 
Holzsch. (von Virg. Solis). — Weigels Kunstkatalog 
No. 19742. 

136. — Das Regiment der anderthalbhundert Fogel. o. 0. u. J. 
(Nurnberg). 4 Bl. 4. — In Berlin und Nftrnberg. 

Nun horet wunder frembde mahr etc. • 



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196 



Das regiment der anderthalb hundert vogel. o. 0. u. J. 
4 Bl. 4. 

137. — Der Sabbatbrecher. o. 0. u. J. 4. — In Nurnberg. 

138. — Der Samariter mit dem wunden. Mehr, Niemand kan 
zweyeo Herrndienen. Nurnberg, H. Hamfingo. J. (c. 1553). 
8 Bl. 4. — In Berlin und Nurnberg. 

Luce am zebenden capitel 

Den Herren Chriftum fragt ohn mittel etc. 

139. — Eyn new gedichte von den Schmeichlern. Nurnberg, 
Kun. Hergotin o. J. (c. 1530). 8. mil Tilelholzsch. 

Ein yder fehe fur fich fnd verberg fich hinder keinen 
Schmeichler. Ein fchdne Hiftorie, Von den Neidigen 
vnd dem Geitzigen. Ein yder trag fein joch dife 
zeit. Nurnberg, Fr. Gutknecht. 1554. 4 Bl. 4. mit 
Titelholzsch. — In Nurnberg. 

Eyn yeder fehe fur fich Vnnd verberge rich hinder 
keinen Schmeichler. Nurnberg, Fr. Gutknecht o. J. 
(c. 1555). 4 Bl. 4. mit Tilelholzsch. 

Ein jder fehe fur fich vnd verberg iich hinder keinen 
Schmeichler. Ein fchon Hiftorie von dem Neidigen 
vnd Geitzigen. o. 0. u. J. 4. mit 2 Holzsch. 

140. — Schwank, von dem frommen Adel. o. 0. u. J. (Nfirn- 
berg, Guldenmund c. 1530). Folioblatt m. Holzsch. — In 
Gotha. Bei Becker. 

Als zu Franckfurt vor manchem Jar etc. 

141. — Schwank: Der pauern dantz. o. 0. u. J. (Nurnberg 
1528). Folioblatt mit Holzsch von Sebald Behem. 

142. — Vntergang Sodoma vnd Gomorra. o. 0. u. J. (Nurn- 
berg, Guldenmund c. 1530). Folioblatt mit Holzsch. — In 
Gotha. Bei Becker. 

Als Sodoma fich hat verfundet. 

143. — Das vntrew Spiel. Nfirnberg, H. Hamfing o. J. (c. 1553). 
4 Bl. 4. mit 2 Holzsch. — In Berlin und Nurnberg. 

Eins mals ich auff ein abend fpat 
Zu einer fchonen frawen trat etc. 

144. — Ein neuwer Spruch, wie die Geyftlichkeit vnd etlich 
Handtwerker vber den Luther clagen. o. 0. u. J. Folio- 
blatt mit Holzsch. — Im Germ. Museum. 

145. — Ein ftraffred Diogenis Philofophi etc. Nurnberg, Val. 
Neuber o. J. (c. 1555.) 4. — In Nurnberg. 

Ein ftrafred Diogenis Philofophi vber das viehifche ver- 
kerte Leben menfchlichs gefchlechts. Mehr Drey artlicher 
Schwenck von Diogene dem Griechifchen Philofophen. 
Nurnberg, V. Neuber. 1555. 4. 

146. — Die Sufanna mit den zweyen falfchen Richtern. o. 0. 
u. J. (Nurnberg, Guldenmund c. 1530). Folioblatt mil 
Holzsch. von Hans Schauffelein. — In Gotha. Bei Becker. 



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107 



Es war in der Stadt Babylon 
Joiakim ein herrlicher Mon etc. 

147. — Dem Teufel will die Hell zu eng werden. o. 0. u. J. 
(Nurnberg, Frid. Gutknecht c. 1555). 8 Bl. 8. — InCelle. 

148. — Der Teuffel left kein Lantzkoecht mehr in die Hello 
fareo. Nurnberg, G. Merckel. 1555. 4 Bl. 4. — In Nurn- 
berg. 

Eins tags an einem abent fpat. 

Da hett der lucifer ein raht etc. 
Nuremberg, G. Merckel. 1556. 4 Bl. 4. 
NQremberg, G. Merckel. 1558. 4 Bl. 4. 
o. 0. fNfirnberg). 1561. 4 Bl. 4. 
Abgedruckt in Hub's Bibl. I. 57. 

149. — Die gemarthert Theologia. Mer das Klagent Euange- 
lium. Nurmberg, G. Merckel. i:>52. 12 Bl. 4. — In Ber- 
lin untf Nurnberg. 

1. Als ich eins nachls nach Ton 
Wie teutfche Nation 
Jetzunder fo voll fteckt 
Irrthumb, rotten vnd feet etc. 

2. An der karfreytag nacht etc. 

Die Gemarthert Theologia. Mer das Klagent Euange- 
lium. Nfirmberg, G. Merckel. 1553. 12 Bl. 4. — In 
Berlin. 

150. — Was das nutzeft vnd fchedlichft Thier auff Erden fey. 
Nfirnberg, H. Hamfing o. J. (c 1553). 4. — In Berlin 
and Nurnberg. 

Eins morgens kam ich in ein fchul etc. 

151. — Die Thorheit der Welt. Folioblall mil Holzsch. von 
Albr. Durer. Haos Guldenmnnd. 1526. — Verschiedene 
AbdrQcke, z. B. Bei Georg Lanog. Vergl. Murr's Journal II. 
158. Schorn im Kunstblatt 1830. S. 116. Nagler's Kunst- 
ler-Lexikon III. 550. 

Wer hat ye groffer clag erhorl 

der Tyrann mich erfchrecklich fport etc. 

152. — Der Thurnier fpruch. Alle Turnier, wo, wie vnd 
wenn lie im Teutfchlandt gehalten find worden. NQrn- 
berg, H. Guldenmundt. 1541. 8 Bl. 4. mit Titelholzsch. — 
In Berlin, Nurnberg fStadtbibl.) und im Germ. Museum. 

Eios morgens in defs Mayen thaw 
Spatziert ich dnrch ein grune aw etc. 
NOrnberg, Nic. Koorr. 1541. 4. 
Auch abgedruckt in: Stamm vnd Ankunffl des hoch- 
lObl. Haufes zu Sachfen etc. Magdeburg, Joh. Franck. 
1587. 4. 

153. — Tifcb Zucht. Hie in diefem bftchlein flndftu klerlich 



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198 



wie man die kinnder fol lern fchone tifch zucht. o. 0. u. 
J. (c. 1530). 4 Bl. 4. — Id Berlin und Wolfenbfittei. 
Lag wenn du zu tifch wolleft gan etc. 
Tyfch Zucht. Hie in dyffem biechlein findeit da kler- 
lich wie man die kind' fol lernen fcbdne TifcbzucbL 
o. 0. u. J. (c. 1530). 6 Bl. 4. — In Berlin. Gervi- 
nus II. 382. 
Wann du zu tisfch wollefl gon. 
Deine hend foil du vor gewefchen hon etc. 

154. — Der Todt ein Endt, aller Yrdifchen ding. Nfirnberg, 

G. Merckel o. J. (1553). 12 Bl. 4. — In Berlin nod 
Nurnberg. 

Der Todt ein end aller yrdifchen ding. Nfirnberg, VaL 
Neuber o. J. (c. 1560). 8. mit Tltelholzscb. — Ha- 
gens Biicherschatz No. 970. 
Als man zelt ffintzehundert jar etc. 

155. — Der Todt ruckt das Hullein. Nfirnberg, tl. Hamfing. 
1553. 4 Bl. 4. — In Berlin und Nfirnberg. 

Eins nachts lag ich vnd rounder wacht etc. 
Der Todt ruckt das flullein. Nurnberg, V. Neuber o. J. 
(1554). 4 Bl. 8. mit Titelholzsch. - In Berlin. 

156. — Ein ich oner fpruch von dem Tod vnd elnem Blinden. 
o. 0. (Nurnberg). 1546. 8. 

Merck auff mit Fleyfs du frommer Chrift 
Du waift wol das du todtlich bill etc. 
Eyn fchdner fpruch, von dem Tod vnd einem Blinden. 

Nfirnberg, H. Hamfing. 1553. 4 Bl. 4. — In Berlin 

und im Germ. Museum. 

157. — Die Drey Todtenn fo Chriftus aufferweckt hat Alle- 
goria dreyerley Sfinder, fo Chriftus durch fein wort noch 
teglich erwecket. Nfirnberg , H. Hamfing o. J. (c. 1553). 
4 Bl. 4. — In Berlin und Nfirnberg. 

Chriftus drey todten hat erweckt etc. 

158. — Dreyerley fchaden der Trunckenheit. Nfirnberg , V. 
Neuber o. J. (c. 1555). 4. — In Berlin u. Nfirnberg. 

Als ich in meiner jugend fragt etc. 

159. — Die Tfirckifch belegerung der Stat Wien , mit fampt 
feiner Tyrannifchen handlung, Im M.D.XXIX. Jar. Folio- 
blatl mit color. Holzsch. (Wiens Belagerung). Am Ende: 

H. S. S. Valentin Neuber o. J. (c. 1560). 100 Verszeilen 
— In Zfirich (Stadtbibl.) 

Hbrt zu nach dem gezelet wurdt 
Yon des Herren Chrifli geburl etc. 

160. — Der Waldbruder mil dem Efel. Der argen Welt that 
niemand rechl. o. 0. u. J. (Nfirnberg, Guldenmund o. 1530). 
Folioblatt mit Holzsch. — In Gotha. Bei Becker. 

Vor Jaren wont in einem Wald 
Ein Waldbruder von Jaren alt etc. 



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180 

161. — Der Waldbruder vor dem heimlichen Gerichte Gottes. 
Nflrnberg, V. Newber o. J. (c. 1560). 8 Bl. 4. mil Titel- 
holzsch. — Lempertz, Bibl. germ. No. 680. 

162 — Die neuo Elenden Wanderer. Nurnberg, G. Merckel. 
1553. 4. — In Nflrnberg. 

Der erft, welcher mil karren fehrt etc. 

163. — Was vngelchlagen keyn gut that. o. 0. u. J. (Nflrn- 
berg c. 1540). Folioblatt mit Titelholzsch. — Lempertz, 
Bibl. germ. No. 151. 

164. — Wafcherin , Spinnerin etc. o. 0. u. J. Folioblatt mit 
flolzsch. — Leropertz No. 152. 

165. — Die zwolff durchleuchtige Weyber dels Alien Tefla- 
meots. In der Flam weyfs oder Herzog Ernfl weyfs zu 
fingen. Nurnberg, V. Newber o. J. (c. 1560). 8 Bl. 4. mit 
Titelholzsch. — In Berlin. 

Zwolff durchleuchtige Weyber fendt etc. 
Nurnberg, V, Newber. 1574. 8 Bl. 8. — In Berlin. 
Augfpurg. 1596. 8 Bl. b. 
Der Ehrenfpiegel der zwolff Durchleuchtigen Frawen 
des Alten Teflaments. Nurnberg, H. Hamfing. 1553. 
12 BL 4. — In Solothurn. 
Nurnberg, H. Hamfing o. J. 4. - In Nflrnberg. 

166. — Ein wunderbarlicher Spruch das Wolfsgefchrey ge- 
nandt. o. 0. u. J. (Nurnberg. 1543). 8. 

Hoerl ein wunderlich abenthewer etc. 

167. — Summa all meiner Gedicht, von HDXIII Jar an bis 
ins 1567 Jar. o. 0. (Nflrnberg). 1567. Folioblatt. — In 
Gotha. Bei Becker. 

Als man zelt viertzehnhundert Jahr 
Vnd vier vnd neunzig Jar furwar etc. 
In seiner „Summa w bekennt der alte Hans Sachs, in 16 
Buchern 4275 Meistergesangstucke (13 in eigener Melodie), 
in 18 Buchern 208 Spruchgedichte angefertigl zu haben. 
Lienhardt Nunnenbeck war sein Lehrer in der Dichtkunst; 
▼on seinem Yorbild Hans Folz schweigt er ganzlich. Sein 
erstes Gedicht machte Hans Sachs zu Mfinchen im 20. Jahre 
„ira langeu Marner, Gloria path, lob vnd ehr. w Gesprache 
and Spruche, Fabeln und Schwanke dichtete er an die 1700. 
Die drei ersten bis 1567 in Druck orschienenen Bucher ent- 
halten 788 Slucke. Im ersten Bande seiner Gesammtausgabe 
spricht er von 206 vorher einzeln gedruckten Gedichlen. 
Also mass diese Zahl im Ganzen noch etwas hdher sich be- 
laufen bis zur Zeit seines Todes. In Prosa hat Hans Sachs 
7 Dialoge verfasst, ausserdem eine Menge geisllicher Lieder, 
r Gassenhauer u , „Lieder von Krieges Geschrey u , und etliche 
„Buhllieder a , in Summa 73, „in Thdnen fchlecht vnd gar ge- 
mein u , wovon 16 in eigener Melodie. Alles in Allem wurden 
6048 Slucke von ihm geschrieben. 



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160 



168. — Hans Sachfens fpruch damit er dem Maler fein Valete 
dediciret. Folioblatl mit Kupferstich von J. Amman (H. 
Sachsens Bildniss) nach dem Gemalde von And. Herney- 
sen. Darunter: 

Zwai monal ein vnd achzg Jahr alt 
War ich, Hans Sachs in der Geflall 
Yon Enders Herneyfen abgemalt etc. 
Gedruckt zn NQrnberg, durch Kath. Gerlachin, vnd Jo- 
bans vom Berg Erben. 1576. — Becker, Joflt Amman 
S. 205. 

Valete, Des Weilberhfimtep Teotfcben Poeten Hans 
Sachfen verfafst 1567. Nurnberg. 1576. 4. 

Valete des weitberuhmten Poeten Hans Sachfens, dar- 
inn er felbft im 81. Jahr feines Alters fein Leben 
vnd Inhalt, Anzahl vnd Ordnung aller feiner Gedichte 
reimweifs verfaffet. Nurnberg. 1576. 4. 



In Hans Sachsens gesammelten Werken nicht aufgenom- 
menen, sind folgende, theils polemische, theils histohsche Ge- 
dichte: 

169. — Die Wittenbergifch Nachtigall die man yelz hOret 
vberall, o. 0. u. J. (1521). 12 Bl. 4. — In Berlin. 
Wacht auff es nahent gen dem tag 
Ich hor llngen im grunen hag 
Ein wuunigliche Nachtigal etc. 
Die Wittenbergifch Nachtigall die man yetzt hdret vber- 
all. Eylenborgk, Nic. Widemar o. J. (1522). 12 Bl. 
4. — In Wolfenbuttel. 
Die Wittenbergifch Nachtigall die man yetz horet uber- 
all. o. 0. u. J. (1522). 12 Bl. 4. mit Titelholzsch. — 
In Berlin. 

Die Wittembergifch nachtigall Die man yetz hdret vber- 
all. o. 0. u. J. (1523). 14 Bl. 4. (letztes leer) mit 
Titelholzsch. — In Berlin. 

Die Wittembergifch Nachtigall Die man yetzt hdret 
fiberall. Zwickaw, J6rg Gafiel o. J. (1523). 12 Bl. 4. 
o. 0. 1523. 4. — Neuer Abdruck: Stuttgart 1846. 

Das Gedicht steht auch am Schlusse der 
Schulzrede yedem Chriften wol zu wiffen. Wyder 
das falfch anklagen. der Papiiten vnd Munche etc. 
o. 0. u. J. (Basel, Th, Wolff 1523). 4. 
(Fortsetzung folgt.) 



Verantwortlicher Redacteur: Dr. Robert Naumann. 
Verleger : T. O. Weigel. Dmck von C. P. Metier in Leipxi*. 



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SERAPEUM. 

eitftfri ft 

fUr 

Bibliothekwissenschaft , llandschriftenkunde und 
Ultere Litteratur. 

mit Bibliothekaren und I jittwtunfrruiiden 
herausgegeben 

von 

Hobert 1M aumann. 

M 11. Leipzig, den 15. Juni 1861. 

Nachweisung von Urkunden, weiche ehemalige Bi- 
bliotheken von Orden, Klostern, Kirchen und geistlichen 
Corporationen betreffen und in gedruckten Schriflen 
mitgetheilt sich flnden. 

Es dfirfle wohl keinem Zweifel unterliegen, dass Urkun- 
den, weiche die Geschichte ehemaliger schon seit mehreren 
Jahrhunderten untergegangener Bibliotheken einzelner Corpo- 
rationen betreffen, zu den schatzbarsten Denkmalen gehoren, 
welcbe uns aus der Vergangenheit flberkommen sind. Abgesehen 
da von, dass sich in ihnen bisweilen ganz allein die Rxistenz 
der Sammlung docamentirt flndet, enthalten sie oft auch nicht 
ein einzelnes Factum aus der Geschichte der letzteren allein, 
sondern mit mancherlei Nebenumstanden verbunden, oder ge- 
ben Zeugniss von allerhand bibliothekarischen Einrichtungen 
und Maasregeln, weiche man kaum anderswo erwahnt findet. 
Es ist daher gewiss mit Dank anzuerkennen , dass in dieser 
Zeitschrift bisweilen Urkunden dieser Art veroffentlich worden 
sind; aber so viel der Unterzeichnete weiss, ist weder an 
diesem noch irgend einem andern Orte eine Nachweisung un- 
ternommen*worden, vermuthlich des|prib, weil eines Theils eine 

frosse Menge von Hilfsmitteln dazu nothwendig ist, andern 
heils aber auch das oft vergebliche Nachsuchen darin sehr 
zeitraubend und penibel ist Der Unterzeichnete, welcher seit 
XX1L Jahrgaag. 11 




lin Vereine 

Dr. 



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169 

einer langen Reihe von Jahren mit VervollstSndigung seiner 
Collectaneen fiber die Litteratur von offentlichen und Corpo- 
ralionsbibliotheken beschaftigt , nebenbei zu seinem Privat- 
gebrauche eine Sammlung von solchen Urkunden aus den 
verschiedensteu gedruckten Buchern angelegt hat, glaubt da- 
her nichls Unnutzliches oder Ueberfltissiges zu thun, wenn 
er die Nachweisung derselben hier niederlegt. Freilich mit 
der festen Ueberzeogung , dass sie auf Vollstandigkeit keinen 
Anspruch machen darf. 

Dresden. E. G. Vogel, 

Secrttair der Kon. offentl. Ribliothek. 

A. Bibliotheken einzelner Orden uberhaupt. 

Capuciner-Minoriten, Dominicaner, Eremiten, 
Carmelilen. 

1. Conslitutio Urbani VIII. Pont. Max. d. d. XXIX. Julii 
MDCXXXVIII. Romae apud S. Mariam Majorem, qua prohi- 
betur; ne quis, quacunque aucloritale polleat, libros, quinterna 
aut folia sive impressa sive manuscripta ex nostris biblio- 
thecis extrahat et P. Ministro Provinciali el Diffinitoribns 
unitim facultatem tribuit, libros inutiles cum licentia dantium 
vel haeredum per Syndicos in utiles permutandi. — V. Bulla- 
rium Ord. Capuccinorum ed. a Mich, a Tugio (Rom. 1740. 
fol.) T. I. p. 95—97. abgedrnckt im Bullarium Magnum Rom. 
op. L. Cherubini (Luxemb. 1727. fol.) T. V. p. 304—305. 

2. Constitutio Innocentii X. P. M. d. d. Romae apud S. 
Mariam Majorem d. XXIII. Julii MDCXLVIII. qua Bibliothecas 
debile instrui el libros superfluos ad alios Coavenlas, ir$ ca- 
rentes, juxta Eminentiss. Cardinalis Prolectoris arbilrium n>ilU 
concedit. — V. Bullar. ord. Capucc. T. I. p. 103—104. 

3. Conslitutio Alexandri VII. P. M. Ne ex nostris BibliQ- 
thecis libri, quinterna, folia etc. exlrahantqr, vel extra Ordi- 
nem commodentur, sub excommunicalionis ac privationis ei©. 
poenis noviter prohibet, d. d. Romae ap. S. Mariam Majors** 
d. III. Jul. MDCLVI. — V. ibid. T. I. p. 106—107. und abge- 
druckt im Bullar. Magn. Rom. T. VI. p. 35—36. 

4. Constitutio Benedicti XIII. P. M. qua Constitutions 
S. mem. Urbani VIII. et Alexandri VII. circa Bibliothecas con- 
firmat, et Ministro Provinciali ac Diffinitoribus conjunctiva 
libros duplicatos seu superfluos commutandi ac aliis Provin- 
ciae Bibliothecis applicaadi facultatem largitur — v. Bullar. 
ord. Capucc. T. I. p. 167—168. (0. Romae die VIII. Augosti 
MDCCXXIV.) 

5. Conslitutio Alexandri (IV.) Episcopi, qua Fratrit^s 
Minoribus de locis suis ad alia loca transeuntibus omo^Q 
primi aedificii raateriara, libros ft paramenia *4 a|ium trans- 



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1«3 



ferendi etc. facultalem largitur, ac aliter facta annullat. D. 
Anagniae, duodecimo Kal. Nov. Ponlificalus noslri Anno V. 
v. ibid. T. VI. p. 32—33. — V. ibid. T. VI. p. 32—33. 

6. Constitutio Kjosdem, qua a Pratribus Minoribus ad 
Episcopatus aul alias dignilates promotis libros el alia Ordini 
§vo reuuncian jubet. Datum Late rani nonis Decembr. Ponlifi- 
calus nostri Anno I. — v. ibid. T. VI. p. 34. 

7. Excommunicato lalae sententiae contra extrahentes 
seu permittenles, ut extrahantur libn, ac etiam manuscripla 
a Bibliothecis Fratrum Ord. Pnedicalorun d. d. Romae apud 
S. Petrum die xxni. Martii MDXXVI. — v. Bullarium Prae- 
dicatorum. p. Th. Ripoll. (Rom. 1729. fol ) T. VI p. 47. 
wDrtlich wiederholt vom Papst Urban VIII. im Bull. Magn. 
Rom. T. IV. p. 112 u. T. V. p. 111. 

8. Clemenlis VIII. Prohibilio amovendi libros et alia mo- 
numenla ex Bibliothecis Ord. F. F. B. Mariae de Monte Car- 
melo dat. Romae ap. S. Marcum d. 29. Mart. 1593. — v. Bul- 
lar. Magn. Rom. T. III. p. 34—35. 

9. Urbani VIM. P. M. Prohibitio extrahendi libros ex Bi- 
bliothecis Regular! um lolius Ordinis Fratrum Eremitarum S. 
Augustini Discalceatorum d. d. Romae ap. St. Petrum 6. Febr. 
1643. — ibid. T. V. p. 382. 

16. Clemens Episc. promotis ad episcopatus seu Praela- 
luras Fratribus Ordinum Praedicatorum et Minorum libros el 
alia secum ex Ordine deportare interdicit d. d. Viterbii V. 
Idus Junii, Pontiflcatus nostri Anno IV. — v. Bullarium Ord. 
Capuccin. T. VI. p. 53—54 

11. Sixti V. Prohihio extrahendi aut quoquo modo amo- 
vendi libros et alia existeniia in Bibliothecis Fratrum Minorum 
d* Observanlia Ordinis S. Francisci, et Ordinationas, quibus 
etdem conservari debeant d. d. Romae apud S. Marcum d. 
in Octobr. a. MDLXXXVH.— v. Bullarium Magn. Rom. T. II. 
p. 649—650. 

B. Bibliotheken einzelner Lftnder, Provinzen, Bisthumer, 
Kirchensprengel u* s. w. 

Baiem. 

Bekanntmaohung, die verbotene Verausserung seltener 
Druckwerke und Manuscripte aus Kloster-Bibliotheken belref- 
fend — d. d. Munchen v. 11. Juni 1802., s. Churpfalzbaiersches 
RegierungsbJaU. MDCCCII. S. 480. 

Decretum (Max. Josephi) Electorala, quo de librorum usu 
disponilur, qui ex Bibliothecis suppressorum per Bavariam 
monasteriorum congesti sunt d. d. Munchen d. 28. April 1803. 
(In deutscher Sprache) — s. Mederek, Annales Universitatis 
Ingolstadii P. V. p. 526—528. 

IV 



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164 

Bosnian. 
Bibliolheken der Minoriten-Kloster. 

Gregorii XI. P. M. Epistola Fratribus Ord. Minor, in Bos- 
nia, ut libros fratrom suorum morientium in sabsidium fldei 
valeant retinere. d. apud Orgonum Avinionensis diocesis IV. 
Idus Julii Anno quarto. — v. Theiner, Vetera raonumenta Hun- 
gariae sacrae T. I. p. 147. 

Granada (Provinz). 

Urbani VIII. P. M. Prohibitiones extrahendi libros e Bi- 
bliothecis et Paramenia ab Ecclesiis Conventnnm Fralrum 
Ord. Minorum S. Francisci de Observantia Recollectoram 
nuncup. Provinciae Granatensis d. d. Romae apud S. Mariara 
Majorem die 13. Octobr. 1637. — v. Bullar. Macn. Rom. T. V, 
p. 299—300. et d. 23. Pecembr. 1643.— v. ibid. p. 400— 401. 

Preussen (Ost- und West-). 
Geistliche Bibliotheken tiberhaupt: 

Papst Innocenz IV. fordert die Aebte , Prioren a. s. w. 
auf, der ueugegrfindelen Kirche in Preussen mil dem Ueber- 
flusse ibrer BGcher zu Hulfe zu kommen. 1246. D. Lugduni 
VL Kal. Mai. — s. Voigt, Codex diplomat. Prussicus. P. I. 
p. 63. N. LXVII. 

Reggio (Provinz), 

Decretum Sacr. Congregationis Episc. et Regul. quo in- 
utiles libros Provinciae mediante Syndico Apostolico vendi, 
et pretium retractum in alios libros converti indulgetur d. d. 
Romae 5. Mai. 1747. — v. Bullar. Magn. Rom. T. VII. 
p. 400. 

Rom (Provinz). 

Innocenlii Papae X. Prohibitio extrahendi libros ex Bi- 
bliothecis Domorum Fralrum Reformatorum Strictioris Obser- 
vance Provinciae Romanae d. d. Romae apud S. Mariam 
Majorem die 27. Julii 1651. — v. ibid. T. V. p. 478. 

Spanien. 

Urbani Papae VIII. Prohibitio extrahendi libros e Biblio- 
thecis Convenluum Ordinis B. Mariae de Monte Carmelo 
Discalceat. Congregationis Hispaniae — d. d. Romae. ap. S. 
Pelrum d. 25. Martii 1642. - ibid. T. V. p. 374—375. 



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168 



C. Einzelne Bibliotheken. 
Aarhus. 

Bibliotheken der Kirche S. dementis. 

Petri Episcopi Arusieosis litterae, queis libros suos donat 
Ecclesiae B. Clementis, in ejus Armario reponendos d. d. 
V. Id. Febr. A. D. MCXCV. — v. Diplomatarium Arno-Mag- 
naeaDum ed. Thorkelin T. L p. 68. 

Albelda. 

Bibliotbek des Domkapilels. 

Carta del Rey D. Alfonso (X.) en que conflesa haber re- 
cibido del cabildo de Albelda unos libros d. d. 22. de enero 
1270. — v. Memorial historico-Espauol, T. I. p. 257. 

Altaich (Ober-). 
Bibliothek des Benedictiner-Klosters. 

1. P. Herrmann Scholliners Scbreiben an den Abt und 
die Conventoalen zu Ober- Altaich, eine Stifiung fflr die Bi- 
bliothek des Klosters betreffend, v. 23. Jul. 1791. 

2. Instrument d. d. Oberaltaichii , 18. Nov. 1791. — v. 
Gftathner, Geschichte der literarischen Anslalten in Baiern B. 2. 
S. 292—295. 

Auxerre. 

Bibliothek des Domcapitels. 

Extrait d'un Acte de Tan 1324. par lequel un Parliculier 
Clerc emprunta la Bibliotheque de feu son oncle Chanoine 
D 1 Auxerre , leguee a l'Hdtel-Dieu du Chapitre. An. 1324. — 
v. Lebeuf, Memoires concern. 1'histoire ecclesiast. et civile 
d'Auxerre T. II. p. 297. 

Barcelona. 

Bibliothek des Dominicaner-Klosters S. Caterina. 

Pauli P. M. V. prohibitio, ne quis extrahat libros ex Bi- 
bliotheca S. Catharinae Barchinonensis d. d. Romae apud S. 
Hariam Majorem die xxx. Maii MDCXV. — v. Bullarium Prae- 
dicatorum T. V. p. 701—702. 

Benevento. 

Bibliothek der Domkirche. 

1. Graf Philipp von Albano, Herr von Apice, scbenkt der 
Domkirche das Patronatrecht, welches er fiber die Kirche S. 
Lucia im Bereiche seines Besitzthums hat, hauptsachlich zur 



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16C 



Wiederherstellung der BQcher ihrer Bibliothek, d. d. 25. Nov. 
1186. — s. Ughelli Italia sacra T. VIII. p. 132 — 133. and 
auch gedruckl in Jo. de Vita, Thesaurus Antiquitatum Bene- 
ventinar. T. II. p. 410— 411. jedoch mit einigen Abweichungen 
des Textes. 

2. Hugo, Erzbischoff von Benevent trifft Bestimmnngen 
ilber die Vermehrung des Einkommens der Dorabibliothek uad 
zweier Beam ten derselben, sowie flber die Gesch&fle dersel- 
ben, d. d. 23. Oct. 1371. — v. Ughelli 1. c. T. VIII. p. 151 
— 153. 

Beuggeo.. 

Bibliothek des Teutschordenshauses. 

Wolfram v. Stellenburg, Ordensmeister , verordnei die 
Ablieferung der von den einzelnen Mitgliedern der Bailey 
hinterlassenen Bflchern zur Bildung einer Bibliothek des Or- 
denshauses Beuggen d. die Mauritii sanctorumque ejusdem 
beatorum 1345. — S. Mone, Zeitschrift fur die Geschichte des 
Oberrheins Bd. 8. S. 308—309. 

Blois. 

Bibliothek des Franciscaner-KIoslers. 

Marie Herzogin von Orleans ubergiebt dem Kloster tint 
Pergamenthandschrift, enthallend den Commentar von Nic. de 
Lyra flber die Bibel in 3 Banden, d. d. 28. Febr. 1463. — V. 
Laborde, Dues de Bourgogne P. II. T. 3. p. 412—413. 

Boedeken. 

Bibliothek des Klosters S. Magnulfi. 

Heinrich Levehenke, Archipresbyler zu Hervorden, ver- 
kauft dem Kloster mehrere Bflcher; d. die sanctorum Felici- 
tatis et filiorum ejus septem fratrum 1426. — V. Serapeum 
Jahrg. 1859. N. 8. S. 122. 

Bordesley. 

Bibliothek der Abtei. 

Gui de Beauchamp, Graf von Warr, schenkt dem Kloster 
eine Anzahl altfranzdsischer Romane d. d. 1. Mai, Tan da 
regne le roy Edward trentime quart, v. Histoire litteraire de 
la France. T. XIX. p. 623-624. 

Bourges. 

Bibliothek der Capelle S. Sauveur. 

Georg de Ambagia, Presbyter zu Rouen, wflnscht einen 
von dem Capitel der besaglen Capelle geliehenen Codex nocb 



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167 



linger bahalten zu dOrfen, d. d. III. Mart. 1507. Biturigis. — 
V. Voyage litteraire de deux Benedict! ns T. I. P. 1. p. 28. 

Brandenburg. 

Bibliolhek des Dominicaner- oder Pauliner-Klosters. 

Kurfurst Johann schenkl seinem Hofrathe Johann Heyler 
die ehemalige Liberei des Klosters d. d. Brandenburg am 31. 
Oct. 1548. — S. Riedel, Codex diplomatics Brandenburg. 
Th. 1. Bd. 9. S. 291. 

Bremen. 

Bibliolhek der Domkirche S. Wiilebad. 

Johann, Decan, verkundigt urkundlich, dass Joh. Hynde- 
beke, Canonicus und Schatzmeister der Kirche, dieser seine 
Bucher geschenkt habe, d. d. Anno Dom. M"CCC°LV" in vigi- 
lia BB. Symonis et Jude Apostolor. — S. Serapeum Jahrg. 
1849. S. 51. 

Bromholm. 

Bibliolhek der Kirche S. Andreae. 

Richard von Paston schenkl eine in vier Terminen jahr- 
lich von seinen Erben zu entrichtende Abgabe von 12 Dena- 
ren ad emendacionem librorum Ecclesiae. Ohne Datum, aber 
bestatigt durch ein Patent Kdnig Heinrichs II. zu Bromholm 
16. Febr. Anno Regni 18 vo . — V. Adam de Domersham Hi- 
sloria de rebus gestis Glastoniensibus ed. Hearne. Vol. I. 
Praefel. p. LV1H— LIX. 

Brussel. 

Bibliolhek des Jesuiten-Collegiums. 

Extrait hors du Testament de feu le Conseiller Uwens, 
en date du dernier de Mars 1643. — v. Bulletin du Biblio- 
phile Beige T. XIV. p. 274—275. 

Chartres. 

Bibliothek des Benedictiner-Klosters S. Petri. 

Udo Abbas et conventus assignant reditus ad renovan- 
dum augendumque armarium, d. anno 1145. — V. Mabillon, 
Annales Ordinis S. Benedict. T. VI. p. 651—652. 

Chorin. 

Bibliothek des Cistercienser-Klosters. 

Die Burgerschafl zu Oderberg bekundet die von einem 
ihrer Milburger H. v. Alim vorgenommene Aussetzung einer 



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168 



jahrlichen Hebung aus einem Weinberg zu Oderberg fiir das 
Kloster zu Chorin, zur Verstarkung seines BQchervorraths im 
J. 1275. — S. Riedel, Codex diplomalicus Brandenburg. T. I. 
Bd. 13. S. 219. 

Cluni. 

Bibliothek des Benedictiner-Klosters. 

Schreiben des Basler Concils an den Convent zu Cluni, 
woriu der Empfang einiger geliehenen Bucher des Klosters 
bescheinigt und zugleich um Zusendung einiger anderen ge- 
belen wird. Basel die 26. Dec. 1432. — v. Ziegelbauer, Hist, 
rei liter. Ord. S. Benedict. T. I. p. 475—476. 

Corbei. 
Bibliothek des Benedict-Klosters. 

Die GebrQder Bernd und Lambert v. Stockhausen ver- 
pfanden ein Exemplar des Sachsenspiegels an das Kloster um 
8 Rheinische Gulden. Dat. vom Sonnabende vor dem Sonn- 
tage der Dominiken Cantate 1456. — S. (Justi) die Vorzeit. 
Taschenbuch fur d. Jahr 1823. S. 314—316. 

Corbie. 
Bibliothek des Benedict.-Kloslers. 

Alexander lit. bestatigt den Beschluss des Abts nnd Con- 
vents, die Bibliothek durch Geld- und Naturalien-Erhebungen 
zu unterstutzen und zu vermehren. Dat. Lateran. XV. Kal. 
Jul. s. a. — V. D'Achery Notae ad Guiberti Abbatis Opera 
p. 598—599. und Ziegelbauer 1. c. T. I. p. 471. 

Danzig. 
Bibliothek der Marienkirche. 

Beslatigungsurkunde des Hochmeisters des deutschen Or- 
dens, Heinrichs von Plauen, fiber die Stiftung der Bibliothek. 
Dat. Danzig im XIHIsten Jore und XIHsten Jore am Tage 
Johannis Baptista. — S. Petzholdt, Anzeiger fur Literatur 
der Bibliothekwissenschaft. Jahrg. 1843. S. 68—70. 

Dargun. 
Bibliothek des Cistercienserklosters. 

Borwin, Herr von Rostock, schenkt dem Kloster einen 
Mansus zur Anschaffung und Vermehrung von Buchern, dat 
a. d. MCCXL id. Oclbr. — S. Lisch, Mecklenburgische Ur- 
kunden S. 64. 



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160 



Dobrilugk. 

Bibliothek des Cistercienser-Klosters. 

Jacob, Abt des Klosters, verkauft mit Uebereinstimmung 
des ganzen Convents einige namhaft gemachte BQcher an die 
Domherren der Kirche St. Marien zu Herlunghorum bei Bran- 
denburg, dat a. 1441. — V. Serapeum, Jahrg. 1850. S. 377 
-379. 

Engelthal. 

Bibliothek des Nonnenklosters. 

Lyse Lewin, Aebti&in, verpfSndet mit Uebereinstimmung 
ihres Convents eine Bibel an das Benedictinerkloster zu Stu- 
venberg fur eine Schuld von 63 Gulden, dat. in vigilia S. 
Andreae Apostoli a. d. 1417. — Vgl. Bernhardt Wetterauische 
Alterthflmer Pars spec. Abth. 1. S. 109—110. 

Erfurt. 

Bibliothek der Carthanse. 

Peter Drach jun. , Buchdrucker zu Speier , bekennt von 
den CarthSusern zu Erfurt Jacobi sermones de Tempore ge- 
liehen zu haben. (1516.) — S. Hormayr, Taschenbuch (tkr 
die vaterlandische Geschichte, Jahrg. 1849. S. 167. 

Ferrara. 

1. Bischdfliche Bibliothek. 

Der Podesta erhdlt die Weisung eine ffir die Dom- 
kirche geschriebene Bibel, von welcher ein Theil von den 
Domherren eigenm&chtig als Pfand gegeben worden ist, der 
Kirche zurOckslellen zu lassen, dat. a. 1266 die VI. exeunte 
Junio. — V. Muratori, Antiquitatum Italicarum medii aevi dis- 
sert III. p. 841. 

2. Bibliothek des Capucinerklosters. 

Legatum pium, ab Alphonso Pistria relictum, in emptio- 
nem librorum pro Bibliotheca Ferrariensi ac alias in fabricae 
reparationem converti indulget Urbanus Papa VIII. d. d. XIX. 
Sept. 1626. anno PontiQcatus 4. — V. Bullarium Capuccino- 
rum Vol. II. p. 232—233. 

Figueres. 

Bibliothek des Capuciner-Klosters. 

Onus Missae menstruae, ex relicta Bibliotheca Conventui 
Oppidi Figueriarum impositum, ad ducentas Missas semel 
dicendas reduci coraroittil Urbanus Papa VIII. d. d. Romae 



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17§ 



apud S. Mariam Majorem die xx. Jul. 1626. — V. Bullariam 
Capuccinor. T. V. p. 316. 

Fleury. 

Bibliothek des Benedictiner-KIosters. 

Abt Macharius beslimmt zur Verbesserung der Kloster- 
bibliothek eine von den ihm untergebenen Klostern sowofal 
als von seinem eigenen zu entrichtende Geldabgabe, d. d. 
1146. — V. Joh a Bosco, Bibliolheca Floriacensis p. 409 
—411. 

Florenz. • 

1. Bibliothek des Dominicaner-Klosters S. Marco. 

Papst Leo X. verbietet strong eine Beschadigung und 
Entwendung von Buchern oder Handschriflen der Bibliothek. 
Dat. d. 9. Juli 1519. — V. Bandini Calal. Codd. MSS. Bibl. 
Medic. Laurent. T. IV. p. XXII. Not. 1. 

2. Bibliothek des Minoriten-Klosters Santa Croce. 

Bernardus, Provinzial der Minoriten von Toscana, giebt 
Vorschriften fiber das Verleihen von Buchern der Bibl. und 
die Rfickgabe derselben. Dat. d. 2. Aug. MCCCLXVII. — V. 
Bandini 1. c. p. XL. 

Fontfroid. 

Bibliothek des Cistercienser-Klosters. 

Arnaldus, Erzbischof von Narbonne, schenkt dera Kloster 
seine Bfichersammlung ; dat. IX. Cal. Octobr. 1225. — Vid. 
Sammarthanorum Gallia Christiana T. VI. Instrument* p. 58 

-59. 

Frankfurt a. M. 

Bibliothek des Bartholomaens-Slifts. 

Bertoldus der decan und das capitel der St. Bartholo- 
maeuskirche beurkunden , dasf der vicarius Jacob von Bona- 
tties auf seine und andrer frommen leule kosten eine voll- 
standige Bibel angeschafft habe, welche nunmehr auf ewige 
Zeiten bei uns in ihrer Kirche bleiben solle. 1331. Mai I. — 
V. Codex diplomaticus Francofurtensis ed. J. F. Bdhirter. I. 
p. 509-510. 

Fussen. 

Bibliothek des Benedictiner-KIosters S. Mang. 

Das Kloster verspricht dem Bischoff Peter (zu Augsburg) 
Iftr etlicbe Bucher, wolche ihm derselbe geschenkt, die Ab- 



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in 

haltung zweier Jahrtage. Dal „ils tnan zalt von Christi un- 
fers liehen hern geburt vierzehenhundert vnd darnach In dem 
Sechlzigstem Jar an sant Michaels Tag des heyligen Ertzen- 
gels/ _ y. Monumenta Boica T. XXXIV. p. 1—3. 

Gatatina. 

Bibliothek des Capuciner-Klosters. 

Innocentius Papa X. d£ libris mille et sexcentis a Fede- 
rico Termularum Episcopo Bibliothecae Domus S. Petri le- 
gatis inutiles vendi Syndico commiltit, conditione donationis 
non obstante; dat. Romae apod S. Petrum die XXII. Dec. 
1645. — Vid. Bullarium Capoccinor. T. III. p. 133. 

Genua. 

Bibliothek des Collegiums S. Francesco de Paula. 

Urbanus Papa VIII. jubet sub poena excommunicationis 
et privationis vocis aclivae et passivae, ne ex Bibliotheca 
Genuensi Ordinis Minorum extrahantur quomodolibet libri. Dat. 
Romae apud S. Petrum die 13. Febr. 1G25. — V. Bullar. 
Magn. Rom. T. V. p. 84. 

Gorgona. 

Bibliothek des Benedict.- Klosters. 

Rechnungsvorlage des Presbyter Gerardus fiber den Bau 
and die Anlage der Bibliothek durch Beilrtige Verschiedener. 
Dat d. 6. Oct. 1169. — Vgl. Bandini Bibl. Mediceo-Leopoldina 
T. I. p. 704—705. 

Gottor. 

Bibliothek des Dominicaner-Kloslers S. Mariae Consolationis. 

Pauli P. P. V. de libris non extrahendis e Bibliotheca 
Convenlus Oppidi de Gottor Constitulio, d. Romae apud S. 
Majorem Mariam die ultimo Augusli MDCXV. — Vid. Bulla- 
rium Praedicator. T. V. p. 703. 

Hamersleven. 

Bibliothek der Augustiner-Chorherren. 

Der Prior ond Convent bescheinigt dem Decan der Dom- 
kirche zu Halberstadt, Tydericus Dompnitz, fur einige ver- 
pfftndete Biicher 49 Rheinische Gulden schuldig zu sein. Dat. 
am Tage der Kreuzeserhfthung des Jahres 1453. — S. Mone, 
lateinische und griechische M esse n S. 60. 



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in 



Hildesheim. 

Bibliothek der Domkirche. 

Der Priester Bruno schenkt der Domkirche mehrere nam- 
haft gemachte Bucher, and bestimmt zugleich, dass er den 
Mag Echard beauftragt habe, andere ebenfalls genannte dahin 
zu geben, falls er vor seiner Pilgerreise nach Jerusalem nichl 
zurfickkehren sollte. (Ohne Schluss.) — V. Commentaliones 
Societatis reg. Gottingensis recentt. T. VII. Class, hist, el 
philos. p. 3—5. nebst Commentar dazu p. 5—18. 

Jena. 

Bibliothek des Dominikaner- Klosters. 

AM und Kloster bescheinigen den Empfang einiger Hand- 
schriften von Gunlher von Schwarzburg, dat. a. M.CCC.XXXIII. 
dominica in octava paschale. — V. Serapeum Jahrg. 1858. 
N. 2. S. 22-24. 

Lamego. 

Bibliothek des Klosters S. Crucis. 

Der Papst Clemens VIII. bestaligt die Schenkung von 
Buchern von Seilen eines Senators zu Lamego, Lor. Mourao, 
an das Kloster, und verbietet die Entnehmung derselben ; dat 
die XX. Junii MDXCVI. — V. Jac. Phil. Tomasini Annales 
Canonicor. secul. S. Georgii in Alga p. 169—170. 

Leipzig. 

Bibliothek des Barf&sser-Klosters. 

Guardian und Convent bescheinigen den Empfang zweier 
Bucher von Joh. Ortranth, Stadschreiber zu Dellcz, und ver- 
sprechen jahrlich zwei „Begencknysse u dafur hallen zu wol- 
len, dat. am Hichaelistage 1451. — S. Serapeum Jahrg. 1852. 
N. 21. S. 332. 

Luneburg. 
Bibliothek des Klosters S. Michaelis. 

1. Johann Tornbreze verkauft dem Kloster S. Michaelis 
zu Luneburg einige Bucher, dat. am St. Barbara -Tage 1400. 
S. Allgemeiner literar. Anzeiger Jahrg. 1798. S. 801—802. 

2. Joh. Sternberg verpfandet dem Kloster S. Michaelis zu 
Luneburg 35 Bucher, dat. am Tage des h. Laurentius 1539. — 
S. Ebendas. Jahrg. 1799. S. 93. 

Madrid. 
Bibliothek des Capuciner-Klosters. 
Clemens Papa XI. non obstante prohibitione de libris e 



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BiMiotheca non exlrahendis, a Concionatoribus (ales de Bi- 
bliolhecae Conventus Patientiae Christi Civitatis Malrilensis, 
etiam extra Conventum, de licentia Patris Guardiani pro tem- 
pore exlrahi posse indulge!; dat. Romae apod S. Petrum, die 
XVI. Aprilis MDCCHI. — V. Bullarium Capuccinor. T. V. 
p. 372. 

Malaga. 

Bibliothek des Dominicaner-Klosters. 

Ne libri ex Bibliotheca Conventus S. Dominici Malacitani 
extrahantur cavet Innocentius PP. XII. dat. Romae apud S. 
Mariam Majorem d. XXIX. Augusti MDCXCIH. — Vid. Bulla- 
riom Praedicator. T. VI. p. 402. 

Marburg. 

Kirchenbibliothek des deutschen Ritlerordens. 

Karl v. Bessart hochmeister des deutschen Ordens ver- 
ordnet mit zustimmung des generalkapitels des ordens, dasf 
die bacher des in dem deutschen hause von Marburg und in 
den dazu gehdrigen hausern und hofen des ordens sterben- 
den ordensbruder der im bau begriffenen kirche zu Marburg 
anheimfallen, und der baumeister nach belieben daruber ver- 
fQge. Marienburg 1314. iuli 6. — S. Hennes, Codex diplo- 
matics ordinis S. Mariae Theutonicorum, p. 347 — 348. 

(Schluss folgt.) 



A n z e i g e. 

Bulletin du bibliophile beige publie par F. 
Heussner sous la direction de M. Aug. Scheie r, 
Dr. Ph., bibliothecaire du Roi des Beiges, profes- 
seur agrege a l'universite de Liege, chevalier des 
Ordres de Leopold et du Christ, et d^core de la 
croix du Merite de la Saxe-Ernestine. Tome XVI. 
(2 C s^rie, tome VII.) — 6 # cahier. Bruxelles, F. Heuss- 
ner, librairie ancienne et moderne. Janvier 1861. 
Gr. 8°. 

Mit dieser Lieferung ist der Jahrgang 1860 oder der 16. 
Band des Bulletins beendigt und demselben der Haupttitel 
nebst dem Inhalts- und alphabetischen Register (S. 452— 459) 
beigegeben. Das Ganze besteht, ausser den Annates Planti- 
nlennes, aus 459 Seiten. 



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TO 

Die Abtheilung Histoire des fares enthalt: I. Heores 
gotbiques de la librairie de Simon Vostre, a l'usage de Ver- 
dun. (De la bibliolh&que de la Sociele archiologique da 
grand-duche de Luxembourg.) Vostre war our Buchhandler 
und lies seine Verlagswerke bei Buchdruckern in benachbar- 
ten SlSdten drucken. Genannt haben sich Nicolas Higman 
und Philippe Pigouchet. Der Verfasser der Beschreibung, 
Herr Dr. A. Namur, hat 57 „Heures u gefunden, die Vostre 
zum Gebrauche vom Amiens, Angers, Autun, Auxerre, Be- 
sanpon, Cambrai, Chalons, Charlres, Langres, Macon, le Mans, 
Metz, Paris, Poitiers, Rheims, Rome, Soissons, Toul, Troyes, 
Verdun und Xantes verdffentlichte. Sie gehdren den Jahren 
1491 bis 1502 an. Das bibliographisch genau beschiiebene 
luxemburger Exemplar besleht aus 131 klein Oclav-Perga- 
mentblaltern, 21 Linien auf der Seite, und ist mit 21 die 
ganze Seite fullenden Bildern und reichhaltigen Einfassungs- 
Verzierungen geschmuokt. Auf der Rftcfcseite des ersten Ban- 
des befindet sich ein Kalender auf 20 Jabre, der aber nor 
von 1502 bis 1520 reicht. II. Description d'une edition de 
quelques dialogues de Lucien, traduils en latin par Erasme, 
imprimee a Louvain, en 1512, par Thierry Martens, Von dem 
Unterzeichneten nach einem Exemplare der hamburgi- 
schen Sladtbibliolhek. Herr A. F. Van Iseghem bat diese 
Uebersetzung in seiner trefflichen „Biographie de Thierry Mar- 
tens d'Alost, premier imprimeur de Belgique, suivie de la 
bibliographic de ses editions," 4 S. 234, Nr. 65, nur nach Pan- 
zer und dem 7ten (irrthfimlich ist 8ten gesetzt) Bande des 
Katalogs der Thott'schcn Bibliothek angefuhrt: III. Les Acta 
Sanctorum. Bei der Discussion fiber das Budget des Innern 
in der Kammer der Reprasenlanlen im Februar 1860 hatte die 
(durch kdnigl. Beschluss vom 13. Mai 1837) zur Fortse- 
tzung der Arbeilen der Bollandislen bewilligle jabr- 
h'che Summe von < 000 Fr. Veranlassung zu einer Debalte 
fiber den Nutzen dieser Beihilfe und derea fernere Bewilli- 
gung gegeben. Der Minister, Herr Rogier, welcher gfinslig 
fur dieselbe gesinnt war, waudle sich an die kdnigl. Com- 
mission der Geschichte urn deren Urtheil fiber den geschicht- 
lichen und litteraiischen Werth der Bande der „Acta Sancto- 
rum^ die seit der Fortsetzung erschienen, zu vernehmen. Die 
Herren De Ram und Borguet wurden beauflragt diese 
Bande zu uotersuchen und der Commission einen Bericht zu 
erstatten, welcher im Bulletin derselben abgedruckt ist. Er isl 
eine musterhafle und sehr heachtungswerthe Leislung des Er- 
steren, der sich bcreits 1836 urn die Wiederaufnahme der 
Herausgabe der ^cla Sanctorum" ungemein verdient machte. 
Herr Dr. Scheler hat dieses Gutachten, mit Weglassung der 
Einleitung fiber die Hagiographie im Allgemeinen, mitgetheilt, 
was um so mehr dankenswerth ist, da die Bulletins der Corn- 



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mission nicht Jedero zugfinglich sind, nod der Gegenstand voa 
grosser Bedeulung ist. (Herr Dr. Scheler lieferte im Jabr- 
gange 1846 des Serapeum S. 305 — 315, roil Benutzung 
eines „Memoire sur les BolIandisles u des Herrn Generalarchi~ 
vars Ga chard [1835] und des Prooemium, des ersten Theiles 
des oeuen Unternehmeas eioen inleressanlen Beilrag zur Ge- 
schichle der „Acla Sauclorum u .) In das Einzelne der umfang- 
reicben Beriohterslaltung des Herro Canonikus und Reclor der 
Universilat zu LOwen De Ram (S. 403—441) einzugehen, 
gestattet der Raum nicht; es ist aber zu wuoschen, dass sie 
m einer theologischen oder geschichlliohen Zeitschrift voll- 
slandig in deutscher Uebersetzung erscheine, urn die Noth- 
wendigkeit der Fortselzang der „Acla Sanctorum" und den 
Werth des von den neuen Bollandisten Geleisteten auch in 
Deutschiand zur Anschauung zu bringen. — Bei der neuestea 
Verbandlung uber das Budget kam kein Redner auf die Acta* 
Sanctorum-Frage zuruck. — Es ware in der That unverant- 
worllich nnd ein beklagenswerther Ruckschrilt der Pflege der 
Wisseusohaften und KQnsle, welcher sich dieselben gegen- 
wirtig in Belgian erfreuen, wenn man den Forlgang des gross- 
artigen wissenschaftlichen Unternehmens durch die Verweige- 
rung einer verbaltnissm&ssig nicht bedeutenden Summe hem- 
men wollte! Die ^Acta Sanctorum" schliessen einen reichea 
Schatz von Ergebnissen hislorischer, archaologischer und an* 
derer Forschungen in sich, die bei gelehrten Arbeiten viel- 
falligen Nutzen gewahrt haben und fortwahrend gewahreu 
werden. Gelehrte, welche die umfangreichslen und gediegen- 
sten Kenninisse bekunden, wie, um nur Einen zu nennen, der 
P. Victor de Buck, haben die Bearbeituog der neuen Bande 
Qbernommen. firfreulich ist es zu erfahren, mil welcher Theil- 
nahme sich die beiden ehrenwerthen Herren, der Herr Mini- 
ster des Innern und der Rector der Universital zu Lowen, der 
Sache augenommen. Katholische und protestantische Manner 
der Wissenschaft sind ihnen dafur den unbedingtesten Dank 
schuldig. (Ich kann es mir nicht versagen noch die Schluss- 
worte des werthvollen Artikels uber die -Acta Sanctorum", 
mil welchem mein unvergesslicher Freund Ebert die «Allge- 
meine Encyclopadie der Kunste und Wissenschaflen" (I. Sect. 
I. S. 341 — 344) bereichert hat, abzuschreiben. Sie lauten: 
„Und so lieferten, auf rein hislorischem Wege fortschreitend, 
die Bollandisten ein Werk, welches sowohl durch seinen in 
alle Facher der Geschichte einschlagenden Inhalt, als auch 
durch die Art seiner Bearbeitung nicht nur bisher scbon 
manuigfaltigen Nulzen gesliflct hat (es veranlasste unter An- 
derm Mabillon's Werk uber die Diplomatik und mit ihm die 
Enlstehung dieser Wissenschaft), sondern und uberhaopt stets 
einen bleibenden Werlh haben wird. u ) 

Unter der Rubrik Melanges erklarl Herr Durand de 



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176 



Lanpon in Heugnes (D6partement de l'lndre), dass Peignol 
nicht, wie im Katalog der de Jonghe'schen Bibliothek be- 
hauplet, Verfasser der kleinen Schrift: „Le lavage du papier 
timbrS, ou les malheors de la Regie. Dijon, Lagier, 1839 U , 
24 SS. 8°. sei. — Dann folgt eine Notiz uber eine neue 
Publication Fick's in Genf in alterthumlicher Form, eine bio- 
graphische Denkschrift von Herrn Ed. Pick (42 SS.), die dem 
Andenken Johannes Kessler's gewidmet ist, des St. Galler 
Chronisten, auch Chesselius oder Ahenarius genannt, geb. 
1502, gest. am 17. Marz 1574, der Schuler Luther's und Me- 
lanchthon's, Beforderer der Reformation in Genf, zugleich aber 
Sattler war. Seine Chronik betitelt: Sabbatha (1517 — 15403 
ist ungedruckt. Er predigte 1535 zu Rheinthal und kehrte 
darauf in seine Werkstatte zuruck. 1537 wurde er Professor 
der griechischen und lateinischen Sprache mil einem wdchent- 
lichen Gehalte von einem Gulden! Seit 1542 war er auch 
Prediger an der St. Laurenzkirche uud spfiter der erste Auf- 
seher der von Vadianus (Joachim von Watt, gest 1551) der 
Stadt Genf vermachten Bibliothek. (Job. Jakob Bernet ver- 
dffentlichte zu St. Gallen 1826: Joh. Kessler gen. Ahenarius, 
BQrger und Reformator zu St. Gallen, 8° Vgl. auch Dessel- 
ben: Verdienstvolle Manner der Stadt Sankt Gallen in Bild- 
nissen und kurzen Lebensnachrichten. St. Gallen, 1830, 12°., 
S. 23—36.) 

In der Revue bibliographique referirt Herr G. Bru- 
net, dessen Thaligkeit auf dem Felde der Bibliographic und 
Litterargeschichte eine unermQdliche und unbegranzte ist, uber 
Alphonse Franklin's „Hisloire de la bibliothfcque Mazarine", 
deren ich in meinen Berichten uber Herrn Aubry's ^Bulletin 
du Bouquiniste" wiederholt gedacht habe. — Herr Dr. Sche- 
ler rich let die Aufmerksamkeit der Leser auf die n Biblioth&- 
que amlricaine. Catalogue raisonne d'une collection de livres 

|>r£cieux sur PAm6rique, parns depuis sa decouverte jusqu'a 
'an 1700, en vente chez F. A. Brockhaus, k Leipzig 1861. u 
8°., 153 SS. 

Auch in diesem Hefte fehlt leider die Fortsetzung der 
r Annales Planliniennes u , dieser fur die Geschichte der Buch- 
druckerkunst in Belgien so wichtigen Arbeit. 

Hamburg ' Dr. F. L. Hoffmann. 



Verantwortlicher Redacteur: Dr. Robert Naumann. 
Verleger : T. O. WeigeL Druck von C. P. Me Iter in Leipzig. 



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SERAPEUM. 

nffdjrtfj 

fttr 

Bibliothekwissenschaft, Handschriftenkunde und 
&ltere Litteratur. 

Im Vereine mit Bibliothekaren und Litteraturfreunden 
h e r a a s g e g e b e n 

TOO 

Dr. Hobert Naumann. 



M 12. Leipzig, den 30. Juni 1861. 



Nachweisung von Urkunden, welche ehemalige Bi- 
bliotheken von Orden, Klostern, Kirchen und geistlichen 
Corporationen betreffen und in gedruckten Sohriften 
mitgetheilt sich finden. 

Von 

E. CK Vojrel, 

Secretair der Kdnigl. flffentl. Bibliothek id Dresden. 

(Schloss.) 

Marienwerder. 

Bibliothek des Domcapitels. 

Copia lostrumenli continens libros, quos dominus Nico- 
laos Episcopus donavit ecclesiae pro perpetua memoria, dat 
1. Aug. a. MCCCLXXIIII. — v. Voigt, Codex diplomat. Prus- 
sians T. III. p. 155—156. 

Marseille. 

Bibliothek der Beuedict.-Abtei S. Victor. 

Statutum Abbatis Mainerii pro Bibliotheca, dat. 1. De- 
cembr. 169a — V. Ziegelbauer, Historia rei litt. Ord. S. Be* 
nedicti T. I. p. 1172. 
XX1L Jaorgang. 12 




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178 

Matera. 

Bibliothek des Capaciner-Kloslers. 

Manuscripta Fr. Laurentii a Matera ex hujus Loci Biblio- 
iheca extrahi sub censura et poeois prohibet Innocentius 
Papa X. dat. Romae apud S. Mariam Majorero die II. Haji 
MDCXLVII. — V. Bullarium Capuccinor. T. Ill p. 132. 

Meissen. 
Bibliothek der Stadtkircbe. 

Ebersdorfs BQchergeschenk an die Stadtkirche zu Meis- 
sen, dat. Misne anno nativitatis millesimo trecentesimo nona- 
gesimo quinto, indictione tertia, mensis Januarii die decima. 
— S. Gautsch, Archiv ffir sachsische Geschichte und Alter* 
tbomskunde Jahrg. I. Htt. 4. S. 228—229. abgedrnckt bei Petz- 
holdt, Anzeiger Jahrg. 1843. S. 66—68. 

Michelstadt. 

Pfarrbibliothek. 

Dr. Niclas Matz stiftet eine Bibliothek angekelteter BOcber 
zu Michelstadt, dat. Montag nach S. Ambrosias - Tag in dem 
Jahr, als man nach Geburth Christi tausend vierhandert neun- 
zig und neun Jahr zehlet. — S. Serapeuro Jahrg. 1858. N. 2. 
S. 22—24., fruher in : Literarische Blatter Bd. V. S. 133—143. 

Monopoli. 
Bibliothek des Capuciner-Klosters. 

Libros et Icones Domus Monopolitanae alio transpor- 
tari etc. sub censuris prohibet, ac prohibitionem hujusroodi 
semel in anno in pleno Capitulo publican , et illius copiam 
portae Bibliothecae afflgi mandat Urbanus Episcopus. Dat 
Romae apud S. Mariam Majorem anno Incarnationis Domini- 
cae millesimo sexcentesimo vigesimo sexto, pridie Nonas 
Septembr. — v. Bullarium Capuccinorum T. III. p. 108. 

Munster. 
Bibliothek des Dorocapitels. 

Regulirung der Einkunfte und Geschafte des Bibliothekars. 
Dat. auno Dom. 1302. sabbate post festum beatorum Gereonis 
et Victoris martirum. — S. Allgem. literar. Anzeiger Jahrg. 
1800. N. 59. p. 579-580. 

Najera. 

Bibliothek des Klosters Santa Maria. 

Carta del Rey D. Alfonso X en que conftesa haber reci- 
bido del convento de S. Maria de Nagera varios libros. Dat 



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170 

en Santo Domingo de la Galzada, veinte 6 cinco dias de 
Febrero, era de mill e Irecientos e ocho afios — V. Memo- 
rial historico espanol. T. I. p. 258. 

Neapel. 

Bibliothek des Capaciner-KIoster S. Maria Concesa. 

Libros a Jo. Baptista Centurione Bibliothecae Domus 
Conceptionis Beatae Virginis Mariae relictos, et usui Fratram 
ac Ordini non competentes permutari concedit, ac alios facta 
commutatione extrabi etc. Apostolicis poenis cavet Urbanus 
Papa VIII dat. in Arce Gandolfi Albanensis Dioecesis die 
XL Maii MDCXXVI. — Vid. Bullarium Capuccinorum T. III. 
p. 28-29. 

Neu-Celle. 

Bibliothek des Cistercienser-Klosters. 

Literae Petri Abbatis et Conventus Novae Gellae de libris 
monasterio veteri Cellensi impignoratis anno 1409. datae. — 
V. Petzholdt, Urkundliche Nachrichlen zar Geschichte der 
sachsischen Bibliotheken (2(er Bogen) p. 24—25. 

Nocera. 

Bibliothek des Capociner-Klosters. 

Donationem librorum Domus Nucerinae ab Episcopo Vir- 
gilio Florentio Perusino factam commendat et conflrmat Urba- 
nus Papa VIII. Dat Romae apud Sanctam Mariam Maiorem 
die H. Martii MDCXXX. — V. Bullarium Capuccin. T. II. 
p. 129. 

Palermo. 

Bibliothek der Domkirche. 

Gli esecuiori testamentarii di Pielro Garsia di Santasede 
assegnano all' Arcivescovo ed a' Ganonici della Ghiesa paler- 
mitana alcnni libri e suppellettili preziose di 420 fiorini d'oro 
lasciato alia detta Chiesa, dat. A. Dom. Incarn. 1306. mense 
Julii, die vicesimo primo ejusdem mensis, quartae Indictionis. 
— V. Mortillaro Opere T. I. p. 242-243. 

Paris. 

1. Bibliothek der Abtei S. Victor. 

Testament de Messire Henry du Bouchet, Seigneur de 
BournonyiUe. Conseiller du Roy en sa Cour de Parlement, 
dat. l'an 1652. le 27. jour de Marz. — V. Henrici de Bou- 
chel, Memoria Eustachii Bouette de Blemur. p. 42—50. 

Petrus de Siaco confitetur vendidisse Abbati et Gonventui 

10* 



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180 

S. Victoris libram quendam, dat. die 1. Augusti a. 1422. — 
Y. Supplement aux Histoires de Mess. Philippe de Comities 
Seign. d'Argenton. p. 43. 

2. Bibliothek des Klosters der Minimen. 

Urbaous Papa VIII. prohibet sub poena excommunicatio- 
nis etc. ne Libri ex Bibliotheca Conventus Parisiensis extra- 
hantur, ne mutuo dentur aut accipiantur, nisi praestita cau- 
tione etc. Dat. Romae apud S. Petrum die VI. Aprilis 1635. 

— V. Lanovii Chronicon Ord. Minimorum. Bullarium p. 182. 

3. Bibliothek des Cluniacenser-Klosters S. Martin des 
Champs. 

Milonis de Vergiaco Prions Casta de Armario S. Martini 
de Campis, dat. a. D. MCCLXI. in crastino festivitatis Beati 
Martini hyemalis. — V. Marsier, Historia Monasterii S. Martini 
de Campis. p. 211—213. 

4. Bibliothek des Carmeliten-Klosters de la place 
Maubert. 

Fragmenta Testamenti Michaelis de Becco Cardinalis, dat 
Avenione anno D. MCCC decimo nono XII. die mensis Julii. — 
V. Duchesne, Histoire de Tous les Cardinaux de France. 
Preuves p. 277 -278. 

5. Bibliothek der Kirche Notre Dame et des Ecoles 
Episcopates. 

Nomina librorum theologie quos bone memorie magister 
Stephanus, quondam archidiaconus Cantuariensis legavit acco- 
modandos pauperibus scolaribus Parisiis in theologia studen- 
tibus et indigentibus , per manus canceliarii Parisiensis qui 

Sro tempore fuit. S. dato. — V. Collection des Cartulaires 
e France T. V. p. 495 -496. 

6. Bibliothek des Professhauses der Jesniten. 

Tabulae donationis, quibus P. D. Huetius Episc. quon- 
dam Abrincensis suam bibliothecam Jesuitarum domui pro- 
fessae Parisiensi addixit ; dat. a Paris le 18. Jour d'Avril 1691. 

— V. Schelhornii Amoenitates litem. T. 5. p. 164—176. 

Paulinzelle. 
Klosterbibliothek. 

Agnese von Heldrungen bekennt den Verkauf einiger 
BAcher an den Abt Johann zu Paulinzelle; dat im J. 1440. 
am St. Petersabende. — S. Serapeum Jahrg. 1859. N. 8 
S. 119. 



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181 

Pavia. 

Bibliothek des Augustiner-Collegiums und des Dominicaner- 
KIosters S. Apollinaris. 

Eugenii Episcopi Constitutio, ne quis exportet libros e 
collegio S. Augustini vel e Coenobio Papiensi. Dat. Floren- 
tiae A. 1441. Quarto Decimo Kal. Augusti. — Y. Bullarium 
Praedicatorum T. HI. p. 136—137. 

Ragusa. 
Bibliothek des Dominicaner-KIosters. 

Pauli P. P. H de coenobio et Bibliotheca Ragusin. per- 
ficiendis — Dat. Romae apud S. Petrum A. 1469. Terlio Idus 
Septembr. — V. Bullarium Ord. Praedicat. T. in. p. 467. et 
T. V. p. 470. 

Ravenna. 

Bibliothek des Nonnenklosters S. Andreas. 

Giacomo Prete elletto Paroco della Chiesa di S. Apolli- 
nare in Ronco giusa fedelta a Costanza Abadessa di S. An- 
drea, e di conservare li libri etc. che si conservano. Dat. 
An. 1245. Jun. 6. — V. Fantuzzi, Monumenti Ravennati T. I. 
p. 357. 

Reggio. 
Bibliothek des Capuciner-Klosters. 

Libros in Bibliotheca Domus veteris Civitalis Rhegiensis 
positos et ponendos Fratribus utriusque Domus inibi pro usu 
communes esse decernit Urbanus Papa VIII. Dat Romae apud 
S. Mariam Hajorem die XXX. Septembr. MDCXXXVII. — V. 
Bullarium Gapuccinor. T. M. p. 65. 

Riga. 

Bibliothek der Kirche des Minorilen-Klosters. 

Friderico archiepiscopo Rigensi conceditur, ut de libris 
suis disponere possit. Dat. Avenione VII. Kal. Jul. Anno 
sexto decimo. — Y. Theiner Monuments histor. Poloniae 
Vol. I. p. 342-343. 

Rom. 

1. Bibliothek des Dominicaner-KIosters S. Sabina. 

Innocentius Papa XH. de libris e Goenobii S. Sabinae 
Bibliotheca non extrahendis sine consensu Prioris statuit. — 
V. Bullar. Praedicator. T. VI. p. 432. 



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183 



2. Bibliothek des Cistercienser-Klosters SS. Fabiani 
et Sebastiani. 

Extrahi quomodolibet libros, charlas et mobilia quae- 
cunque ex Bibliotheca Monasterii SS. Fabiani et Sebastiani 
extra et prope muros Urbis sub poena excommunicationis ac 

Krivationis vocis activae et passivae prohibet Clemens Papa XI. 
at. Romae apud S. Mariam Major em die XXI. Novembr. 
MDCCVin. — S. Bullar. Rom. Magn. T. Vm. p. 68. auch ge- 
druckt im Bullarium Clementis XI. p. 89—90. 

3. Bibliothek des Franciscaner-Klosters Ara Celi. 

Nonnullae ordinationes pro administratione Bibliothecae 
et Archivii Conventus S. Mariae de Araceli de Urbe Ordiois 
Fratrum Minorum S. Francisci de observantia nuncupatorum 
Clementis P. P. XII. Dat. Romae apud S. Mariam Majorem die 
20. Septembr. 1737. — V. Bullar. Magn. Rom. T. XV. p. 150 
—151. 

Paulus III. P. prohibet libros e Bibliotheca Monasterii de 
S. Mariae de Araceli extrahere. Dat. Tusculi die XI. Maii 
MDXXXIX. - Vid. Wadding, Annales Minorum T. XVI. p. 447 
-448. 

4. Bibliothek des Collegiums der Calabresischen Minimen. 

Urbani P. VIII. Excommunicatio contra extrahentes sacras 
Reliquias aut Libros ex Ecclesia et Bibliotheca Collegii S. 
Francisci de Paula ad Montes Urbis Fratrum Minorum Natio- 
nis citerioris Calabriae. Dat. Romae apud S. Mariam Majo- 
rem anno Incarnat Dom. 1628. Pridie Cal. Novembris. — Vid. 
Lanovii Chronicon Ord. Minimorum. Bullarium p. 180—181; 
auch gedrackt im Bullar. Magn. Rom. T. V. p. 178—179. 

5. Bibliothek des Benedict. -Klosters S. Blasii de Cantosecuto 
s. della Pagnotta. 

Domus et OfOcina quaedam ad Monasterium S. Blasii 
della Pagnotta spectanles conceduntur a Capitulo cum Bene- 
placito Apost. ad vitam Card. Vicecancellario , qui largitur 
Basilicae trecentos florenos annuoque censui unius Floreni in 
duobus cereis se adstringit. Dat. Tibure A. Incarn. Dom. 
MCCCCLXm. Idibus Augusti. — Vid. Collectio Bullarum Ba- 
silicae Vaticanae T. II. p. 278-280. 

Salamanca. 

Bibliothek des Dominicaner-Kollegiums St. Stephani. 

Quae pro Bibliotheca Salmantioensi sunt sancita, flrmat 
Clemens- Papa VIII. Dat. Romae apud S. Petrum die XK. Jul. 
MDC. — Vid. Bullarium Praedicator. T. V. p. 565—567. 



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188 

Salzwedel. 

Bibliothek der Ca tharin en- Kirch e. 

Der Rath der Neustadl Salzwedel vergleicht sich mitiHer- 
mann Winkelmanns Wittwe, von welcher er die besten drei 
Bucher aus des Mannes Nachlasse empfangt. Dat. am 8.Juni 
1467. — S. Riedel, Codex diplomat. Brandenburg T. L Bd. 
13. S. 219. 

Sessa nuova e vecchia. 

Bibliothek des Capuciner-Klosters. 

Ex Sacristiis et Bibliothecis utriasque Domus Civitatis 
Suessae Calices etc. ant respective libros extrahi prohibet 
Gregorius Episcopus. Dat. Romae apud S. Petrom Anno In- 
carn. Dom. MDCXXII. — V. Bullar. Capuccinor. T. 3. p. 26. 

Siena. 
Bibliothek der Domkirche. 

1. Compromesso in maestro Giovanni di Slefano, in mae- 
stro Giacomo Cozzarelli, e in maestro Domenico di Matteo 
Delia stima delle porte di bronzo della Libreria di Dnomo 
ratte da maestro Antonio di maestro Giac. Ormani. Anno Dom. 
HCCCCLXXXXVII. 13. di Giugno. — V. Milanesi Document 
per la storia deir arte Senese T. II. p. 458. 

2. Allegazione delle pitture della Libreria Piccolomini nel 
Dnomo di Siena a maestro Bernardino , detto el Pinturicchio 
pittor perugino. Act. di XXVUII. di Giugno HCCCCII. Senis. 
— V. Milanesi 1. c. T. 3. p. 9—13. 

Bibliothek des Eremiten-Klosters S. Martini. 

Alexander Papa VII. prohibet ne libri ex Bibliotheca 
Fratrum Ord. Eremitarum S. August. Senensium extrahantur. 
Dat. Romae apud S. Mariam Majorem die 2. Octobr. 1657. — 
V. Bullarium Magn. Romanum T. VI. p. 59. 

Sigtuna. 
Bibliothek des Dominicaner-Klosters. 

Paft Legaten, Bisk. Wilhelms af Sabina , stadftstelse, pa 
nSgra af f. d. Bisk- Thomas i Abo till Sigtuna kloster gifna 
booker. Dat. Scheningiae XII. Kal. Martii, Pontificatus dom. In- 
nocentii Papae IV. Anno quinto (d. laFebr. 1248;.— V. Di- 
plomatarium Suecicanum ed. Liljegren T. I. p. 329—330. 

Predikaebrodern Thorers Wrskritoing pS et utur Sigtuna 
Kloster Santaget Breviarium. Dat. 1298. — v. Ibid. T. II 
p. 248. 

Provincial- Vicarien Nils's FOrordnande, att det Breviarium 



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184 

huilket Thorer frSn Huddunge, sfisom Hunk skSnkt Sigtuna 
kloster, af honom bans lifstid fick begagnus men ifter bans 
dod chvar del fannz skulle, utan att kunna afhandas, klostret 
tillfalla. Datum siktonie a. d. HCCC sabbate infra octavas 
ascenfionis domini (1300. d. 21. Mai). — V. ibid. T. 2. p. 
322-323. 

Decanus LARS i Upfala gifver St PredikarebrOderna i 
Sigtuna at skilliga bocker, som i brefvet uppraknas; men 
emedan ban eikan undvara deffa, hafva munkarne medgifrit, 
att ban mfi till sin d&d behalla dem i sitt forvar. Datum upfalie 
anno dom. MCCCXX octavo in die sancti laurencii. — Vid. 
ibid. Vol. IV. p. 68—69. 

Samme Decanus LARS forklurar, att ban fornt gifvit at 
famma Predikarebroder atskilliga bocker utom dem som i bans 
testamente appraknas. Dat. A. D. MCCCXXVIII. die b. Lau- 
rentii. — Vid. ibid. Vol. IV. p. 69. 

Speier. 

Bibliothek der Domkirche. 

Als royn Herre Herr Joban Flachen fenger zu Spier fin 
Biebel gelehen, und der ytzgenannt Herr Johann fich die nach 
fyne tode wieder zu geben verfcbriben hat. Dat. uff f. Jorgen 
tag des h. litters vnd martirers (23. April) Anno dom. 1447. — 
Vgl. Mone, Zeitschrift f&r die Geschichte des Oberrheins B. 1. 
S. 369. 

Tarascon. 

Bibliothek des Capuciner-Klosters. 

Libros e Bibliotheca Fratrum Loci Tarasconis, cura Franc. 
Cherubini a Noves collectos extrahi sub censuris et poenis 

Krohibet Clemens Papa XII. Dat. Romae apud S. Mariam 
[ajorem die VII. Haii MDCCX XXIII — V. Bullarium Capuc- 
cinor. T. V. p. 182—183. 

Tivoli. 

Bibliothek des Minoriten-Observanten-Klosters. 

Inhibitio librorum et Quinternorum Bibliothecae Conventus 
Mariae Majoris Tyburis Ordinis Fratrum Minorum Observan- 
tium S. Francisci extra ipsum Conventum absque auctoritate 
Apostolica, sub censuris et poenis, dementis P. XI. Dat. 
Romae apud S. Petrum die XIX. Haii 1713. — V. Bullarium 
Clementis XI. P. p. 311. 

Toro in Spanien. 
Bibliothek des Dominicaner-Klosters. 
Sixtus P. IV. quaedam Coenobio Taurinensi legata sol- 



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18S 

venda jubet. Dat. Romae apud S. Petrum A. Incarn. Dom. 
MCCCCLXXXV. — V. Bullarium Praedicator. T. III. p. 629 
-630. 

Trevigi. 

Bibliolhek des Dominicaner-Kloslers. 

Exemplum Donationis plurium Voluminum factae a Be- 
nedict XL tunc Generali Ord. Praedicatorum Magistro, Con- 
ventui Tarvisino. MCCXCVII. — Vid. Manni, Osservazioni 
sopra i sigilli antichi. Vol. VU. p. 147—148. 

Troyes. 

Bibliolhek des Minoriten-Klosters. 

Traits fait entre nous les Gardien ei Couvent des Cor- 
deliers de Troyes et Jacques Hennequin natif de Troyes, flls 
de Jean Hennequin et Marie Angenest, aage de seplante-cinq 
ans accomplis le septieme de ce mois de Novembre, Docteur 
et Lecteur en Theologie actuellement et continuement 6s Ecoles 
de Sorbonne, depuis quarante-quatre ans. Dat. a Troyes le 
vingt-deuxifeme jour du mois de Novembre mil six cent cin- 
quante et un. — V. (Grosley) Vie de P. Pithou T. II. p. 317 
-319. 

Tulle. 

Bibliothek des Benedicliner-Klosters. 

Arnaldi Episcopi Tutelensis litterae de bibliotheca raona- 
sterii, et de libris donatis a Bernardo de Chanaco. Dat anno 
Dom. MCCCXXXVI. die Martis in crastinum festivitatis b. 
Martini hyemalis. — V. Baluzii Historia Tutelensis p. 699 
-700. 

Urbino. 

Oeffenlliche Bibliothek im Minoriten-Kloster. 

Clementis Papae XL Prohibitio extrahendi libros et scri- 
pturas ex publica Bibliotheca nuper a Sanctitate Sua in Con- 
ventu Fratrum Ordinis Minorum S. Francisci Conventualium 
nuocupatorum Civitatis Urbinatensis instituta, cum licentia in 
ea retinendi el asservandi quoscunque libros prohibitos. Dat. 
Romae apud Sanctam Hariam Majorem die XII. Julii HDCCXX. 
— V. Bullarium Magn. Rom. T. VIII. p. 211—212. auch ge- 
drackt in Colucci della Anlichita Picene T. 26. p. 61—64. und 
im Bullarium Clementis P. XL p. 281— 2S2. 

Utrecht. 

Bibliothek des Capitals von S. Maria. 
Statulum de Libraria Ecclesiae nostrae (1476).— V. Ar- 



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186 

chief voor kerkelijke en wereldsche geschiedenissen. T. DL 

p. 370. 

Valenza. 

Bibliotbek des Capuciner-Klosters. 

Situm veteris Domus extra terram Valentiae vendi, et 
pretium in usum Bibliothecae novae Domus ibidem converti, 
indulget Innocentius Papa X. Dat. Romae apud S. Mariam 
Major em die X. Decembris MDCXLIX. — V. Bullarium Capuc- 
cinor. T. II. p. 329. 

Valenzia. 

1. Erzbischdfliche Bibliotbek. 

Zwei Schreiben des Papstes Clemens XIIL an den Erz- 
bischof von Valenzia Andrea, den Baa einer Bibliotbek be- 
treffend, Dat. Romae apud S. Mariam Majorem d. 12. M&rz 
1760. u. d. m. Juni 1762. — Vid. BuUarii Magni Romani Con- 
tinuaUo Vol. I. p. 298—299. u. T. II. p. 246. 

2. Bibliotbek des Dominicaner-Klosters. 

Clementis P. (VIII.) Prohibitio extrahendi libros ex Bi- 
bliotheca domus Fratram S. Dominici Valentini Ord. Praedica- 
torum, dat. Romae apod S. Pelrum. A. Incarn. Dom. MDCI. 
Quinto Idas Februar. — Vid. Bullarium Ord. Praedicator. T. V. 
p. 601. 

Vendome. 

Bibliotbek des Benedictiner-Klosters S. Trinitatis. 

Decretom domni Roberti abbatis Vindocinensis (de ar- 
mario). Dat. anno ab incarnatione Dom. MCLVI. — Vid. 
Habillon Annates Ord. Benedict. T. VI. p. 726. 

Venedig. 

1. Bibliotbek des Dominicaner-Klosters SS. Joannis et Panll 

Senatns Venetos decernit, nt Codices donati Reipublicae 
a Cardinali Nicaeno assignentur Bibliothecae construendae in 
Monasterio SS. Joannis et Pauli. 1494. 11. Junii. — V. FL 
Cornelii Ecclesiae Venetae. Decas XI. P. 1. p. 283—284. 

2. Bibliotbek des Franciscaner-Klosters a Vinea. 

Eugenius P. IV. de reddendis libris e Bibliotheca desumtis 
statuit. Dat. Bononiae A. D. 1437. quarto Non. Augusti. — 
V. ibid. T. VIII. p. 38. 

3. Bibliotbek des Klosters S. Michaelis de Mariano. 
Testamentom presbyteri Thomae de Cremona, in qoo de 



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187 

codicibus eorumque pretio meniio fit. Dat. A. MCCCCXXXVIlI. 
indictiooe 1. die XXV. mensis septembr. — V. Mittarelli An- 
nates Camaldulenses T. VII. p. 47—48. 

Venosa. 

Bibliothek des Capuciner-Klosters. 

Libros Bibliothecae Domus Venusinae a Sylvio Maranta 
legatos, et usui Fratrum non aptos vendendi aliosque emendi 
facultatem largitur, ita lamen, ut pars emptorum Bibliothecis 
Baiensi et Nojae aggregetur, Urbanus Papa VIII. Dat. Romae 
apud S. Hariam Majorem die XX. Seplembris MDCLI. — V. 
Bollarium Capuccinor. T. III. p. 110. 

Vercelli. 

Bibliothek der Kirche S. Eusebii. 

Testamentum mag. Th. Cottae. Dat. V. Id. Maii A. D. 
MCCXCIV. — Vid. Gregory, Istoria della letteratura Vercel- 
lese T. IV. p. 504—506. 

Zschille. 

Klosterbibliothek. 

Litterae Henrici de Hochheim de libris quibusdara mona- 
sterio Zschillensi traditis, a. 1291. Dat. in altenburc a. dom. 4 
MCCLXXXXI. Id. Septembr. — V. Petzholdl, Urkundl. Nach- 
ten znr Geschichte der sachsischeo Bibiiotheken S. 33. 



Zusatz. 

Ausser den bisher angefuhrten Urkunden babe ich noch 
hinzuzufQgen : 

Portugal. 

Bibiiotheken der Regal. Chorherren v. S. Aagostin. 

Quod non extrahantur libri et scripturae ex Archiviis et 
Conventibus ac Bibliothecis Canonicorum Regularium Congre- 
gatioiiis S. Augustini in Regno Portugalliae existentibus, Con- 
stitute Alexandri Papae VII. Dat. Romae apud S. Hariam 
Majorem die 24. Septembr. 1659. — V. Bollarium Hagn. Ro- 
man. T. 6. p. 74—75. 



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188 



Hans Sachsens Gedichte. 

Eine Bibliographie 

von 

Emil Weller in Zurich. 

(Fortse tz ung.) 

170. — Dem Edlen vnd Veflen Erfamen vnd weyfen Wolff 
Chriftoffel von Wiffenthaw genaiit Amptman , Burgermei- 
ftern vnd Rathe zu Schwabach bekaiit Meinem gunftigen 
Jonckherrn Auch meinen lieben Herrn vnd BQrgern. o. 0. 
1524. 6 Bl. 4. (letztes leer) mit Titelholzsch. — In Ber- 
lin und im Germ. Museum. Unterzeichnet. N. Fafsnacht 
genannt. In der Laruen vnbekant. Steht auch in Hans 
Sachsens : 

Eyn gefprech , von gemaynen Schwabacher Kaften etc. 
o. 0. 1524. 4. — Panzer No. 2579. 

171. — Eyn wunderliche Weyffagung von dem Babllumb, wie 
es yhm bifs an das endt der welt gehen fol etc. Ein 
vorred Andreas Ofianders etc. Gedruckl durch Hans Gul- 
denmundt (in Nurnberg). 1527. 4. mil 30 Holzsch. 

Ein wunderliche weilTagung von dem Bapftthum, wie 
es ihm bifs an der welt ende ergehen (bile, in Figu- 
ren begriffen etc. o. 0. (Nurnberg). 1527. 18 Bl. 4. 
mit 30 Holzsch. 

Ein wunderbarliche weilTagung, von dem Bapltumb, wie 
es yhm bis an das ende der welt gehen fol, ynn 
flguren odder gemelde begriffen gefunden zu Nurm- 
berg ym Carlheuferklofter, vnd ift leer alt. Ein vor- 
red, Andreas Ofianders. Hit gutter verftendtlicher 
auslegung, durch gelerte ieut, verklert. Wilche, Hans 
Sachs yn Deudfche reymen gefaffet, vnd darzu ge- 
fetzt hat. o. 0. 1527. 4. mil Holzsch. — In Nurn- 
berg (Stadtbibl.) und im Germ. Museum. 

Eine Ausgabe auch in Wolfenbflttel. 

172. — Newe Zeytung vom Teuffel vnd Bapfl wie lie vnter 
einander gefprech halten. Von dem Teuffel, dem die Hell 
will zu eng werden. o. 0. u. J. (Nurnberg c. 1535). 4. 
mil Titelholzsch. 

173. — Neue Zeitung von einer Th&ringifchen Grafe Magd, 
der ein Kind begegnet. o. 0. u. J. (Nurnberg c. 1535). 4. 

174. — Ein vermanug Kayf. Mayeftat, fampt aller Stent des 
Rftmifchen Reichs. Eines Herzugs, wider den pluttur- 
ftigs Turckhen. Vnd ift in brad' Veyten thon zu fingen. 
Am Ende: H. S. S. GedrQckht zu Regenfpurg durch 
Hannfen Kholl o. J. (c. 1535). 4 Bl. 8. — In Munchen. 
Abgedr. in KOrners Hist. Volksliedern S. 141. 

Herr Gott yn deinem reyche etc. 



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180 



175. — Eyn ermanunng an die Keyferliche Maieftat, defs 
Evangeliumbs halben: Inn feinen Erb Lenndern. DarinnS 
auch ein Trewe warnung an Vnns Teutfchen. Durch 
einen Wolweifen Kriegfs erfarnen Herrn fchen Befchriben. 
o. 0. (Mrnberg). 1546. 8 Bl. 4. — Id Zurich (Stadt- 
bibliothek). 

Herr Gott erkenner aller hertzen, 
Sih an was jamer vnd auch fchmertzen, 
Jetzund leider iA vorhanden, 
In Teutfchen vnd in Welfchen Landen. 
Dein heiiigs Wort wil man vertreiben etc. 
Ein Ermanung an die Kaiferliche Maiettat des Euan- 
gelien halben, in feinen Erblendern. Darinnen auch 
ein trewe Warnong an vns Deutfchen. Durch einen 
Wolweifen Kriegserfarnen Herrn fchon befchrieben. 
o. 0. 1546. 8 Bl. 4. — In Berlin. Vergl. Strobel, 
Beytrage L 198. 
Eiil ermanuug an die Keyferliche Mayeftat, defs Euan- 
geliumbs halben, in feinen Erblandern. Darinnen 
auch ein Trewe Warnung an vns Teutfchen. Durch 
einen Wolweifen kriegfserfarnen Herrn fchdn be- 
fchriben. o. 0. 1546. 8 Bl. 4. — In Luzern (Bfir- 
gerbibl.) 

Ein ermanung an die Keyferliche Maieftat, des Euan- 
geliums halben, in feynen Erblendern. Darinnen auch 
ein trewe warnung an vns Teutfchen. Durch einen 
Wolweyfen Kriegfserfarnen Herrn fchdn befchrieben. 
o. 0. 1546. 8 Bl. 4. — Bibl. Ebner. IV. 381. Wolffs 
Volkslieder S. 102. 

Eyn ermanung an die Keyferliche Majeflat, des Euan- 
geliums halben, in feinen Erblendern etc. o. 0. 1546. 
8 Bl. 4. — Hagens Bficherschatz No. 890. 
Eine Ausgabe auch in Wolfenbuttel. 

Vermanung an Keyferliche Majeflat, auff das er das 
Euangelium nicht wolle austilgen, vnd Deutfch Landt 
nicht verw&fte noch zerftore. Darneben auch ein 
Trewe warnung, an die Lieben Deutfchen. o. 0. u. J. 
(1546). 8 Bl. 4. — Hagens Bucherschalz No. 878. 
Herr Gott erkenner aller hertzen etc. 

176. — Folioblatt mit Holzsch. (ein Bote) ohne Ueberschrift 
Gedruckt zu Nurmberg durch Hans Guldenmundt o. J. 
(c. 1530).— Vergl. Hellers Zusatze zu Bartsch S.63. 40 
Verszeilen: 

Ich bin ein bereyter pot zu fuefs etc. 

177. — Folioblatt ohne Ueberschrift, mil Holzsch. in 8 Ab- 
theilangen. Geschichte eines Bauern mit feinem Knaben 
und feinem Efel. Gedruckt zu Nurnberg durch Hans Gulden- 
mundt o. J. (c. 1530). — Vergl. Hellers Zusatze S. 63. 



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190 



178. — Folioblatt ohne Ueberschrift , mil Holzsoh. ton Virg. 
Solis (das junge Weib zwischen dem alien Mann mit 
Geldbeulel und dem jungen mit Schlussel). Gedruckt zu 
Nurnberg durch Wolffgang Slrauoh o.J. (a 1569).— Wei- 
gels Kuastcalalog No. 19741. 

179. — Die Helden Israels o. 0. o. J. Sechs Folioblatter mit 
Holzschnilten nach Jost Amman, Halbfiguren. Auf jedem 
Blatte Reime (yon Hans Sachs?). — Lemperlz, BibL 
germ. No. 139. 

180. — Clag ellicher Itand, gantz kurtzweylig zu lefen. o. 0. 
u. J. (c. 1518). 6 BL 4. — In Berlin. Panzer No. 102. 
Abgedr. bei Gddeke, P. Gengenbach S. 403. Scbeint mir 
sowohl nach Stil als Inhalt von H. Sachs herzurfihren. 

181. — Inftruction vnd Lehre, fo Kayfer Maximilian von fei- 
nen Kriegsrdthen ehemals in der Jugend ift gegeben wor- 
den. o. 0. 1595. 4. — In Ulm. 

Fruher schon abgedruckt in: „Die vier bficher Sexti 
Julij Frontini des Cnfalarifchen mails von den gnten 
Rathen vnd Ritterlichen anfchlegen der gnten haupt- 
lent u . Am Ende: Gedrackt zn Meyntz bei Iuo Schdf- 
fer. 1532. Fol. — In Zurich (Stadtbibl.) 
Durchleuchfigifter Edler Furft, 
Thu belrachten was da bift vnd wirfl etc. 
Neue Ausg. ebd. 1537. Fol. 

Ferner aufBl. 108b— 113b zogleich mit einigen andern 
im Kriegsbnch befindlichen ReimMcken, von: „Funff 
Bucher. Yon Kriegfs Regiment vnd Ordnung etc 
Durch Lienhart Fronfpergern. Gelruckt zn Franck- 
furt am Mayn, durch Dauid Schdffel. 1555. tt Fol. 

Spatere Ausgaben: Frankfurt, Zephelius. 1558, ebd. 
Feyerabend. 1564. Fol. 

Im ersten Theile des Fronspergerschen Kriegsbuches, 
Bl. 150 der letzten Ausgabe. 

In Goblers -Chronica der Kriegshandel Maximilian I. 
gegen die Venediger etc. 44 Frankf. 1566. Fol. 

Im „Thewerdanck u von 1589. Fol. 

In „Grundtlicher vnd ChriAlicher Vnterricht fur alle 
Stande etc. 44 Leipzig 1595. 4. 

Im „Deutschen Museum 44 1779. I. 267. 



Das berQhmte seltene Fronspergesche Kriegsbuch l ) hat 
unser Hans Sachs mit einer ziemlichen Anzahl gereimter Schil- 



1) Mit dem Titel : Von Kayferlichen Kriegfsrechten etc Frankf. a. M. 
1565 (es soil auch Ausg. von 1566 und 1571 geben); vermehrt in drei 
Theilen: Frankf. 1573, ebd. 1578, ebd. 1596. Fol. Ueber diese verscbie- 
deoen Ausgaben lese man Becker : Jost Amman. Leipzig* 1854. 



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101 



demngen ausstaffirt. Da mir die letzte Ausgabe vorliegt, will 
ich nach dieser den Inhalt angeben. 

Kriegfsbuch, erfler Theil. Von Kriegfs Rechten, Malefitz 
vnd Schuldthdndlen, Ordnung vnd Regiment etc. Von 
newera befchrieben vnd an tag geben, Durch Leon- 
hart Fronfperger. Jetzt von neuwen mit fondenn 
fleifs vberfehen, vnd an vielen Ortern gemehrt vnd 
ebeffert etc. Getruckt zu Franckfurt, durch Sig. 
eyrabends feligen Erben. M.D.LXXXXVI. 
In der Einleitung folgen drei Reimstficke: 
Contrafeil defs weitberfihmten vnd Kriegfserfahrnen Leon- 
hart Fronfperrars. — 24 Zeilen. 

Eines gelehrten Herrn vrtheil, von dem Aulhore diefer 
Bficher, zu dem Lefer. — 20 Z. 

Die ndtigften ftuck , an welchen im Krieg die vberwin- 
dung am meiften gelegen etc. — 92 Z. 

Bl. 150 ff. Die Lehr fo Kayfer Maximilian in feiner ju- 
gendt dnrch feine erfahrne treffenliche Kriegfsraht zugeftellt 
ifl. - 86 Z. 

Von Krieges Regiment. — 84 Z. 
Von gulem Regiment vnderm Kriegfsvolck. — 26 Z. 
Von Feldfchlachten. — 112 Z. 
Von Belagerung vnd Stftrmen. — 38 Z. 
Exempel der Alten zu folgen. — 36 Z. 
Kriegfsbuch, ander Theil. Von Wagenburgk vmb die 
Veldleger, wie man die fchlieffen, fich darein ver- 
fchantzen, wider aufTbrechen, vnnd ein Statt oder 
Feftung mit vortheil Belagern, vmbfchantzen vnd 
vntergraben foil etc. Getruckt zu Franckfurt, In 
verlegung Sig. Feyrabends Erben. M.D.LXXXXVI. 
Bl. 47. Erklerung folgender Wagenburg, Zugordnung etc. 

- 67 Z. 

Bl. 48. Vermerck wie ein Wagenburg fey, 
Vmb ein Lfiger zufchlagen frey etc. 

117 Z. 

BL 49. Wie man vor Feinden abziehen vnd von ein La- 
ger in das ander verrucken foil. — 51 Z. 

Bl. 50. Erklerung folgender vberlengter Wagenburg etc. 

- 95 Z. 

Bl. 52. Erklerung einer Circkelrunden Wagenburg vmb 
ein Lager gefchlagen. — 59 Z. 

Bl. 53. Erklerung folgender halb vnnd runder Wagen- 
burg, an ein PaUz oder Waller gefchlagen. — 67 Z. 

Bl. 72. Notwendige Kriegfs Artickel in Reimen verfaft, 
einem Oberflen nutz vnd dienftlich. — 142 Z. 

Kriegsbuch. drifter Theil, Von Schantzen vnnd Befefttm- 
gen Vmo die Feldtlager auffzuwerffen vnd zu fchlagen 
etc. Getruckt zu Franckfurt am Mayn, Im Jahr 1596. 



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193 



In der Einleitung: Defs Oberiten Generals vermanung an 
din gantzen Hauffen. — 254 Z. 

Bl. 19. Ein vermanung fleiHig vnd recht zu vrtheilen. — 
100 Z. 

Bl. 46—84. Folgen allerley Befelch vnd Emptor, yon 
dem hdchften bifs zu dem niderften verzeichnet etc. — 39 
Blatter mil je 40 Z. und mil 77 Holzschnitten = 1660 Z. 

Bl. 101. Befchreibang der Schlangen Schantzen. — 67 Z. 

Bl. 266. Von der Trunckenheit, vnd was fur groffer fchadt 
daraufs entftehe. — 122 Z. 

Eine Sammlung Separatabdrftcke erhielt den Titel: Fign- 
ren aufs den Kriegsrechten Fronfpergers, in ein Tabulam rer- 
faffet. Franckfurt a. M. 1565. Fol. 

Holzschnitte aus dem Kriegsbuche erschienen als Band 
besonders, bei Sig. Feyerabend, in Quart, wahrscheinlich 1573. 
Der Tifel fehlte in Beckers Exemplare. 

(Schluss folgt.) 



Pamphilus Gengenbacb. 
Dritter Zusatz. 
Von 

Emil Weller in Zurich. 

[Vergl. Serapeum i860. S. 349.] 

Introdvctorivm in octo parti |vm orationis cognitionem 
bre|vissimo (et quo antea vix brevi|or visus) tramite dirigens. 

Fauftus patrem introducens admone|tem filium ne antea 
vel morals, vP | naturale Philofophia aggre-|diatur, quam fo- 
lida grfi- 1 malices fundamen-|ta iecerii. 

Si loca cell'a poles firmato Icandere greHu 

Maxima foelicis gloria patris erit 
Sed puer infirmis volitans fuper aethera pennis 

Flebilis aequoreis pifcibus efca fuit 
Corruit inualido fundatum robore tectum 

Non funt anle fuos alta petenda dies. 

Am Ende : Basileae apud | Parophilum. G. | Mense Jvniol 
M D XVII. — 20 Bl. 4. mil Titelholzscbnitl (der Engel and 
Maria hallen das Baseler Wappenschild , oben dartlber auf 
fliegendem Bande: ave maria. gratia plena dominus. — Statt 
„gralia u stebt aber n gracla. u — In Zurich. 



Verantwortlicher Redactenr: Dr. Robert Naumann. 
Verleger: T. 0. Weigel. Druck von C. P. Melier in Leipxig. 



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SERAPEUM. 

titfdjtift 

fiir 

Bibliothekwissenschaft, Handschrilteokunde und 
aitere Litteratur. 

Im Vereine mit Bibliothekaren und Litteraturfreunden 
herausgegeben 

von 

Dr. Hobert Naumann. 



JVi 13# Leipzig, den 15. Juli 1801. 

A u x e i g e. 

Der Tannhauser und Ewige Jude. £wei deutsche 
Sagen in ihrer Entstehung und Entwickelung histo- 
risch, mythologisch und bibliographisch verfolgt und 
erklart von Dr. J. G. Th. Grass e, Konigl. Sachs. 
HoFrath etc. Zweite, vielfach vcrbesserte Auflage. 
Dresden. G. Schonfeld's Buchhandlung (C. A. Wer- 
ner). 1861. VI u. 130 SS. 8°. 

Die beiden, 1846 und 1844 erschienenen Abhandlungen, 
welche die Sagen vom Tannhauser und dem Ewigen Juden 
zom Gegenstand haben, sind im Buchhandel vergriffen und 
werden in Bucher-Auctionen mit verhaltnissmassig hohen Prei- 
sen bezahlt. Der Herr Verfasser hat deshalb diese neue ver- 
besserte und vermehrte Auflage, deren Dasein anzuzeigen der 
Zweck dieser kurzen Notiz ist, veroffentlicht. Fur diejenigen 
Leser des Serapeums, denen die belehrenden und beach- 
tungswerthen Abhandlungen noch unbekannl, folgt hier die 
lnhaitsangabe derselben. 

Tannhauser 1. Kapitel. (Der Horselberg im HOrsel- 
thale zwischen den St&dten Eisenach und Gotha.) 2. Kap. 
Die Sage vom Tannhfiuser. 3. Kap. Verwandte Sagen. 4. Kap. 
XIII Jahrgaog. 13 




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194 



Ursprung der Sage. 5. Kap. Bearbeitangen der Sagen vom 
Tannhauser. — Anmerkungen. (19.) — Abdrucke. I. Tann- 
hauser im Venusberg: „Ach got, wafs foil ich mich beklageo." 

II. Tanhufers Tagweife: n Ach wer hut rair rain frdd en t want?" 

III. Tan hauler: „Nun will ich aber heben an. 44 IV. „Aver will ick 
h'euen an." V. „Wele grofs wunder fchauen wil. tt VI. „Nun wil 
ich aber heben an. u VII. Van heer Danielken: VIII. Bidder 
Danyfer: „Welan! jeg her begynde viL tt IX. 1. (Tanhauser 
lied.) „Geltickes w6r mir not wo ich der land hinker: u 2. 
(Tanhauser lied.) „Mein hochfter hiromels hort. tt 3. „Der 
tugend ein voiles fas. tf 4. Do er rait dem kreutze dranck." 

Zu Nr. IV ist zu bemerken, dass im Serapeura 1854, 
S. 213 — 216 dieses „leet van deme Danh&fser" in einem Ab- 
druck mitgetheilt ist, der mil dem unter der angef&hrten Num- 
mer gelieferten nicht ganz Gbereinstimmt und auch alter za 
sein scheint, wie aus der Anrufung der Jungfrau Maria za 
schliessen ist. (Einige Satzfehler sind zu bench tigen.) Das 
Lied nebst dem „leet Maria tzu art u fOllt die R&ckseite eines 
Flugblattes in Folio aus dem ersten Viertel des 16. Jahrhun- 
derts und wurde in der hamburgischen Stadtbibliothek in einer 
alten Bucherdecke von Herrn J. L. de Bouck aufgefanden *). 
— Mil der Sage vom Tannhauser haben sich auch die Herren 
Dautzenberg und J. Heremans in der zweiten Lieferang des 
Jahrganges 1854 der Zeitschrift „Het Taelrerbond u (Antwerpen) 
beschfiftigt. (Vgl. Bulletin du bibliophile beige, 2* serie, t. I tf , 
S. 474. Die beiden von Herrn de Bouck aufgefundenen Lie- 
der sind dort irrthdmlich als „en langue neerlandaise u ge- 
schrieben bezeichnet.) 

Die Sage vom Ewigen Juden: Einleitung. 1. Kap. 
Der ewige Jude. Geschichle. 2. Kap. Sein Auflreten in Eu- 
ropa. (Hier ein Abdruck des Berichtes von dem [unenthulllen ?] 
Pseudonymen Chrysostomus Dudulaus Westphalus.) 3. Kap. 
Kritik dieser Sagen. 4. Kap. Schriftliche Bearbeitangen der 
Sage. — Anmerkungen. (45.) Zusatz. (Bibliographischen In- 
halts.) 

Zu der reichhaltigen Litteratur, die ein neuer Beleg der 
aasgebreiteten Belesenheil des Herrn Hofrath Graesse ist 
(S. 101 -107), kann noch hinzugefflgt werden: 



1) Erst nachdem Herrn de Bouck's Aufsatz schon gedruckt war. 
konnte ich oachweisen, dass in Denis' ,,Wiens Buchdruckergeschichte (< 
S. 335 u. 336 die Vorderseite des betreffenden Blattes mit Tast gleicher 
Ueberschrift, Wien, Joh. Singriener unter Nr. 345 verzeichoet ist, wo- 
durch seine Vermuthung, dass davon verschiedene Ausgaben vorbanden, 
bestStigt wird. Das Blatt wird als an dem Bande der ptolem. Geographie 
Ulme 1482, f., klebend, in der Stiftsbibliothek zu Neuburg, von Denis 
bezeichnet: auf der Vorderseite befinden sich vielleicht die beiden Lie- 
der. Das Buch hat Georg Tannstatter gehdrt. (Vgl. auch „ Hamburger 
Litterarische und Kritische Blatter, 1854 S S. 619 u. 620.) 



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109 

Von dem unter 5 A verzeichnelen „Wunderbarlichen Be- 
richl u befand sich in der den 29. Nov. 1852 zu Hamburg ver- 
steigerlen Bibliothek des Grafen Adam Holtke (m. s. meinen 
Katalog S. 148. 149) ein Exemplar, in welchem der Titel und 
grosse Holzschnitt auf demselben, so wie der Inhall der 
„Newen Zeitung" mil dem dresdener Qbereinstimmt, yon klei- 
nen Abweichungen abgesehen; die Zeitung schliesst jedoch: 
Datum Dantzig 9 Julij A° 1602 u . Die „Erinnerung u fQllt 17 
Seiten. Schluss : „ErAlich gedruckt zu Leyden, bey Christoph 
Creutzer". (Wohin dieses Exemplar gekommen, welches mit ffinf 
aodern kleinenSchriften zusammengebunden,ist mir unbekannt.) 
L Grflndliche und warhafftige Relation, Von einem Juden, 
Nahmens Abasvero Von Jerufalem; der, von der Zeit 
defs gecreutzigten Herrn Jefu ChriAi, durch fonder- 
bare Schickung, zu einem lebendigen Zeugnufs in der 
Welt herum gehen mufs : II. Bericht , von den zwdlff 
JQdifchen Stammen. was ein jeder, dem Herrn Chrifto, 
fur Schmach angetnan, und was fie defswegen, noch 
hent zu Tag, leiden ro Often: in. Verzeichnifs defs er- 
gangenen Blnt-Urtheils, wie es eigentlich fiber den 
Herrn ChriAum ergangen. Dnrch Chrysoslomum 
Dndulaeum Westphalum. (Einein Kupfer gestoohene 
Vignette, Christus , das Kreuz tragend , und den wan- 
dernden Juden darstellend.) Zufinden bey Paul FfirAen, 
Kuuflhandlern in Nfirnberg. 0. J. 24 unbez. Blatter mit 
Signal. Ay — fiij. 4°. 
In der hamburgischen Stadtbibliothek. Zwei verschiedene 
Drucke des Volksbuches: JBericht von einem Juden aus Je- 
rusalem Namens Ahasverus etc. „Gedruckt in diesem Jahr u , 
in derselben Bibliothek, enlhalten Nr. I. mit der „Erinnerung u 
und Nr. II. der erwahnten Schrift. 

Ein drities Exemplar im Besitze des Herrn Dr. Otto Be- 
aecke in Hamburg, hat den Titel: „Der immer in der Welt 

herumwandernde Jude. Das ist: Bericht Hiebei ist 

auch ein Bericht .... Gedrnckt in diefem Jahr. tt (Vgl. 
GrSsse, Nr. 9; auf den letzten drei Seiten ist aber „Weil 
der Raum es zugelassen" ein Lied von neunzehn Versen hin- 
zugefugt, in welchem die Geschichte des Juden erzahlt wird. 
Anfang: ^0 Chriftliches Gemfithe, du Gott ergebnes Herz u . 

Die Widerlegungsschrift: p Hiftorifche Nachricht von dem 
Ewigen Juden etc." (S. 104) hat in unserm Exemplare eine 
Kupferstich- Titel -Vignette mit der Unterschrift: „Abbildung 
des ewigen Juden, wie ihn Herr Doct Paulus von Eitzen in 
Hamburg in der Kirche gefehen." Druckorts- und Jahres- 
Angabe scheinen abgeschnitten. 

Der Titel des hamburgischen Exemplars von Anton's 
Abhaudlung (S. 104) lautet: 

„Commentatio historica de Judaeo immortali in qua haec 

13* 



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JOB 



fabula examinatur et confutatur aoctore Carolo Anto- 
nio .... Editio secunda auctior et emendalior. 
Helmstadii apud Christ. Frider. Weygand. MDCCLVL U 
XXXXVIII SS. 8". 
Herr Baron F. de Reiffenberg hat der Sage vom 
ewigen Juden , namentlich auch in bibliographischer Bezeich- 
nung, besondere Aufmerksamkeit gescheokt. Dem grossern, 
vom Herrn Verf. im Vorwort S.IV citirten Aufsatze im ^0- 
naaire de la bibliothfeque royale de Belgique (nicht „de Bruxei- 
les u ), 3 C ann6e u S. 198—206, folgten mehrere kleine Notizeo 
im zweiten und dritlen Bande des ^Bulletin du bibliophile 
beige" Jahrg. 1845 und 1846, namlieh 1845: S. 74; S. 281 
und 282. (Anzeige von Herrn Gustave Brunei's Schrift, 
1845, 19 SS. 8°., die nur in 50 Exemplaren gedruckt ist; 
Herr de Reiffenberg theilt den Titel einer hollandischeo 
Uebersetzung (Antwerpen, Josephus Thys, 31 SS. 12°.) mit, 
der von dem in der Graesse'schen Abhandlung angefuhrten 
abweicht; S. 495 und 496 (Bericht uber die besprochene 
Arbeit, die belobt wird); 1846, S. 267 und 268 (aus Nye- 
rup's „Almindelig Morskabslasing, 1846" der vollstandige 
Titel einer danischen Uebersetzung der Relation des Dudulaeus, 
die in Kopenhagen 1631, 4 Blatter, 4°., erschienen; ferner: 
„Sebast. Nieman[nJ: De duobus testibus - vivis passionis 
dominicae, Jenae, 1668 u and Casp. Hildgaard [— ich finde 
diesen Namen in Nyerup's und Kraft's „Almindeligt Lit- 
teralexicon" nicht; vielleicht ist es der des Respondenten — ]: 
De Judaeo non mortali, Copenh., 1733). 

Han flndet die Sage auch in : „Hamburgische Geschichteo 
und Sagen; erzahlt von Dr. Otto Bene eke. Hamburg 1854", 
8°., S. 223—227, (nach dem „Wunderbarlichen Bericht"). Der 
Verfasser fugt noch hinzu, dass Ahasverus 1606 wieder nach 
Hamburg gekommen. (Die Quelle ist Bekendorp's handschrift- 
liche, im Stadtarchive aufbewahrte Chronik, II, S. 31 u. 32 j 

Hamburg - Dr. F. L. Hoffmann. 



Anzeige. 

Bulletin du bibliophile Beige, public par F. 
Heussner, sous la direction de M. Aug. Scheler, 
bibliothecaire du Roi. Tome XVII (2 C serie, Tome 
VIII). — I" cahier. Bruxelles, F. Heussner, librairie 
ancienne et moderne (place Sainte-Gudule). Anil 
1861. 88 SS. Gr. 8". 

Dieses erste Heft des Jahrganges 1861 des Bulletin be- 
ginnt in der Abtheilung Histoire des livres mit Hrn. A. Du- 



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197 



rand's strenger Kritik des Werkes: Hisloire de rimprimiere 
impehale de France, par M. F. A. Duprat, chef de service de 
{'administration, secretaire du conseil a l'lmprimerie imperiale. 
Paris, Imprimerie imp6riale, 1861, 8°. Diese Kritik ist zu- 
gleich ein werthvoller Beilrag zur Geschichte der beriihmten 
franzdsischen Staatsbuchdruckerei, deren nahere Bezeichnung 
so oft gewechselt. — Dann folgen von Hm, A. Oinaux Notes 
relatives aux pontes beiges du XVI 6 sifccle, und zwar zuerst, 
an Hm. Helbig's Mittheilnng ein Bulletin uber Charles de 
Bouillon* anknupfend, eine von der Angabe desselben abwei- 
chende, den Geburtsort des Oichters betreffende Meinung 
(— Hr. Dinaux glaubt, er sei Rouillon bei Mortagne, an der 
Scarpe — ), ferner kurze Nachweise uber eine ziemlich lange 
Reihe Belgier des sechzehnten Jahrhunderts, die vorzuglich in 
franzosischer Sprache dichteten. (Jch erhalte so eben die 
langst erwarlelen Ouevres choisies d'Alexandre Sylvain de 
Flandre, poele a la cour de Charles IX et de Henri III., pr&- 
oed6es d'une 6tude sur Pauteur et ses oeuvres par Henri Hel- 
big et accompagnies d'une notice inedite par G. Colletet. 
Liege, F. Renard, editeur. Paris, A. Claudin, libr. Leipzig, 
F. A.Brockhaus. 1861, LXXXII u. 121 S. 8°. Es soil daruber 
gelegentlich ausfuhrlicher gesprochen werden.) — Unter der 
Ueberschrift : Livre d'heures en miniscules gothiques, de la 
fin du XV sifecle. (Bibliotheque du seminaire de Luxembourg) 
beschreibt Hr. Dr. A. Namur ein Manuscript auf Pergament 
von 188 Blaltern in sehr kleinem Format mit bereits fruher 
im Bulletin dargelegter bibliographisch-paldographischer Ge- 
nauigkeit — Einen grossen, aber in jeder Beziehung wurdig 
ausgefailten Raum (S. 30—56) nehmen ein Causeries sur la 
vente Th. de Jonghe (ecrites pendant le cours de la vente), 
von Hm. Ch. Ruelens, der in ebenso belehrender als geist- 
reicher und anziehender Weise seltene oder sonst merkwur- 
dige Bucher und Handschriften der herrlichen Sammlung mit 
Hinzuftigung der Preise und Angabe der Erwerber hervorhebt. 
Durch diese so meisterhaft ausgefuhrte kleine Arbeit tritt die 
Bedeutsamkeit der de Jonghe'schen Bibliothek und der blei- 
bende Werth des von Hm Ruelens verfertigten Katalogs 
(- drei Bande von XXI, 368, XII, 459, X, 446 SS. gr. 8*\— *) 
noch mehr an's Licht — B. unterzeichnet ist : Description de 
trois impressions de Thierry Martens. Es sind: 1. Opuscula 
aliquot Erasmo castigatore et interprete, etc. etc. Lovanii, 
1514. KaL aug., 4°. 2. M. Tul. Ciceronis et C. Plinii Secundi 
aliquot selectiores ac elegantiores epistolae. Lovanii, 1518 



1) Hr. Heussner verkauft eine kleine Anzahl von Exemplaren dieses 
Katalogs auf stark em Velinpapier fur 25 Fr. Von zehn Exemplaren auf 
sehr schonem hollandischen k'auier. 4°, nebst dem Katalog der Medaillen 
and Munzen, sind drei fur den tfuchhandel bestimmt; Preis 75 Fr. 



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198 



mense Maio, 4°. 3. Officia Ciceronis rursus accoralissime 
recognita per Erasmum Roterodamum, etc. Lovanii, quarto Id. 
Sepiemb. 1519, 4°. 

Die Abtheilung Melanges enthalt eine Anzeige von Hrn. 
Gustave Brunei's Diclionnaire de bibliologie, welches des Hrn. 
Abb6 Migne nfitzliche Encyclopedic theologique vervollst&ndigt. 
— Ueber die Ertheilung des Leopold-Ordens an Hrn. Ch. De- 
brou, den verdienten und von alien Jconophilen und Bibliogra- 
phen wegen seines Wissens nnd seiner Geffilligkeit verehrten 
Vorsteher der Sammlungen des Hauses d'Arenberg tesen wir 
freundliche und theilnehmende Aeusserungen des Herrn Dr. 
Scheler. — Jn einem Berichte fiber eine neue Publication 
des Buchdruckers Hrn. Julius Wilhelm Fick in Genf: Le livre 
du Recteur. Catalogue des etudiants de I'Academie de Geneve, 
de 1559 a '1859, 8°, werden die Namen derjenigen Belgier 
angefuhrl, die in Genf im sechzehnten Jahrhundert studirten. 
Unter dem Jahre 1559, 9. November, wahrend des Rectorales 
von Theodore de B6ze , findet man die Namen Joannes a Mar- 
nix Bruxellensis und Philippus Marnixius Bruxellensis. Diese 
authentische Inscription steht in Widerspruch zu der Behaup- 
tung der Herausgeber der Werke von Philipp v. Marnix (IV, 
S. 2793, welcher zufolge er 1559 nach Belgien zurfickkehrte. 
Sie lehrt auch, dass Philipp sich zu Genf mil seinem Bruder 
Johann, der 1567 am 15. Marz gelddtet wurde, befand. — Die 
Melanges bringen noch: eine Anzeige drei neuer Wiederab- 
drficke alterer Werke, die der Buchhandler Hr. Duquesne in 
Gent veroffentlicht hat.— Dem Journal Le Pays ist ein Artikel 
fiber die Sch&lze des Generaldepots des Archivs des franzosi- 
schen Kaiserreiches entnommen. Es besteht aus sechs Sectio- 
nen : Section legislative, administrative, historique, topographi- 
que, domaniale und judiciaire. — Hr. Derote, Generalconsul 
in Chile und Peru, hat an die belgische Regierung einen urn- 
fangreichen Bericht fiber den chilensischen Handel erstattet. 
aus welchem die von der Buchdruckerei, dem Journalismus und 
dem Buchhandel beider Lander handelnden Stellen (S. 65 — 
75) abgedruckt sind. In Chile waren 1848 nur neun Buch- 
druckereien, 1859, dreiundzwanzig ; funfzehn derselben sind 
mit Herausgabe von Zeitschriften beschaftigt, abgesehen von 
andern Arbeiten. In Peru gibt es dreiundzwanzig Buchdru- 
ckereien. In Santiago sind sieben, in Valparaiso zwei Buchhand- 
lungen, die viele franzdsische, wenig englische, in grosster Menge 
spanische Bficher vorrathig haben. (Ein sehr interessanter Ar- 
tikel der von Hrn. Derote nicht angefuhrten, vielleicht nicht mehr 
erscheinenden Revista de ciencias i letras. Tomo I, num. IV, ano I. 
Santiago. Imprenta del Ferrocarril. Abril. — 1858, 8°, ! ) befin- 



1) Die hamburgische Stadtbibliothek besitzt noch das erste, zweite 
ond dritte Hefl des ersten Bandes, 1857, April, Jnlios, October. Das 



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199 



del sich S. 739 — 768 in der Cronica literaria i cienlifiea: Ca- 
talogo de los libros i folletos impresos eo Chile desde que se 
introdujo la imprenta ( — 1812: zwei Schriften, bis 1857:vier- 
unddreissig; das bflcherreichste Jahr isl 1856—). 

Inhalt derRevue bibliograp hique : 1. Manuel du lib— 
raire et de l'amateur de livres, par J. Ch. Brunei, t. I er , 2. par- 
lie, mit einigen fehlenden Artikeln, von Hrn. G. Brunei; 2. 
Bilderhefle zur Geschichte des BQcherhandels und der mit dem- 
selben verwandten Gewerbe und Kunste, herausgegeben von 
Heinrich Lempertz. Jahrgang 1861, von Hrn. Dr. Scheler; 
3. Catalogue descriptif et raisonne des manuscrits de la biblio- 
theque de Valenciennes , par J. Mangeart Paris. Valenciennes. 
1860, gr. 8°., XIV und 764 SS. von Hrn. A. Dinaux (aus: 
Archives historiques et litteraires). 

Die letzte Abtheilung Ventes de livres bildet als Aus- 
zug der Et caetera der Independance beige der Aufsatz : Ven- 
tes Solar et de la Jarriette a Paris. In der Auction der Bfl- 
cher des Hrn. Felix Solar wurden unglaublich hohe Preise ge- 
zahlt ; es brachlen z. B. dreizehn Nummern Frs. 506; 1,075; 
1,200; 1,315; 900; 200 ; 3,000 ; 780; Qber 800; 1,600; 1,900; 
1,120; 4,000. Der Betrag der Verkaufssumme der Autogra- 

Sraphen-Sammlung nebsl Bildnissen und Kupferstichen des 
irn. de la Jarriette war Fr. 59,247 — 57 (ein Brief des Kai- 
sers an Marie Louise von 1820, der nicht an seine Adresse 
befdrdert war, wurde fGr Fr. 1,200! erworben. — ) 

Die Fortsetzung der Annates Planliniennes ist leider auch 
in dem anzeigten Hefte noch nicht erfolgl. 

Hamburg. Dr. F. L. Hoffmann. 



Ueber den altesten Konigsberger Druck und zwei in 
Wackernagers Bibliographic des deutschen Kirchenliedes 
nicht verzeichnete Liederdrucke. 

Von 

Dr. Rudolph Reicke, 

Cuslos an der Kdnigl. und UniversilSts-Bibliothek zu Konigsberg i. Pr. 

Einer der ersten, vielleicht der allererste Druck zu K6- 
nigsberg in Preussen ist bekanntlich nach Pisanski („Ent- 
wurf der preussischen Litterargeschichte u Konigsb. 1791. 8°. 
S. 122 f.) und Meckelburg (anonym: ^Geschichte der Buch- 
druckereien in Konigsberg. Ausgegeben am Tage des in Kd- 
nigsberg stattfindenden Buchdrucker-Jubilaums am 5. December 
1840. u KOnigsberg, Druck und Verlag der Hartung'schen Hof- 

vierte Heft schliesst diesen, 778 SS. starken Band. — Unter den eilf 
Heraosgebem ist ein Hamburger Dr. A. Rudolf Philippi, Professor der 
Botanik and Zoologie. 



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200 



buchdruckerei. 8°. S. 2.) Binwald's Ausleguog des Vater- 
unsers : 

Das Vater|vnfer auzge | leget durchj Matihiamj 
Bynwalth, | Prediger zu | Gdantzk. (Dieser Tilel 
sleht in einer aus einem Stuck geschnittenen Holzschnitteinfas- 
sung die nach aussen durch eine einfache Linie, nach innen 
durch eine gezahnle und wiederum eine einfache begrenzlist. Im 
obern Theil dieser Einfassung beflndet sich ein leerer Wappen- 
schild ; im untern Tlieile, dem Tilelfelde als Basis dienend, ein 
kelchartiges Gefass mil doppeltem Knaufe, berfihrt von den 
ausgestrecklen Handen zweier Knaben, aus deren beiden an- 
dern Handen sich rechts und links pflanzenarlige in eine ffinf- 
theilige Blumenkrone auslaufende Arabesken aufwarts Ziehen), 
kl. 8°. 14 Blatter ohne Blatt- und Seitenzahlen. aber mit 
Custoden, an den Rand gedruckten Bibelslellen und den Sig- 
naluren A bis C ; Bogen A zahll 6, die beiden fibrigen jeder 
4 Blatter. Am Ende (auf der ersten Seite des letzlen Blattes, 
folgende vier Verse: 

Czu Koniglsberg hall gedruckt mich 
Hans Weynreych gar ffleyssiglich 
Bey der lehlofstreppen der Aide Itadl 
Da fuch mich wer lull czu kauffen hat. 
Darunter in einem durch einfache Linien gebildeten Rechteck 
zwei Manner (Josua und Caleb nach IV. Mos. 13, 24 cf. 14, 
6.) ein Rebenstfick mit einer grossen Weintraube an einem 
fiber die SchuKern gelegten Sleeken tragend, der erste bar- 
hauptig, der andere mit Turban und Slock. 

Dass dieser Druck Weinrichs, der in den Jahren 1520 — 
1554 abwechselnd in Danzig und in Konigsberg druckte (s. 
Los chin, „Geschichte der Danziger Buchdruckereien u , in der 
Einladungsschrift zu der am 25. Juli 1840m Danzig zu 
begehenden Feier des vierten SSkuIar-Jubilaums der Erfindong 
der Buchdruckerkunst. 4. S. 4), am letzteren Orte vor 1524 er- 
schienen ist, lassl sich mit Pisanski a. a. 0. daraus schliessen, 
dass jene Verse nur noch einmal, namlich in „Eyn Sermon 
czu Konigsberg yn Preussen geprediget durch D. 
Johann Briessmann, von Anfechtung des Glaubens 
vnd der Hoffnung u vorkommen, in den Buohern hingegen, 
die er 1524 gedruckt hat, nicht mehr, „weil damals seine Woh- 
nung und Buchdruckerei bekannler werden gewesen sein. tt 
Eine bibliographisch unzulangliche Beschreibung dieser Aus- 
legung des Vaterunsers, aber ausfuhrliche Nachricht fiber das 
Leben ihres Verfassers findet man in der „P reussischen 
S a m m 1 u n g allerley bisher ungedruckter Urkunden, Nach- 
richten und Abhandlungen." Band I. Danzig, 1747. 8°. S.417 
ff. von dem gelehrlen Danziger Professor Ha now. Dieser 
Weinreich'sche Druck scheint selten und ausser in Preussen 
wenig oder gar nicht bekannt zu sein. In der obengedachten 



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901 



n Geschichte der Buchdruckereien in Konigsberg" S. 3 wird 
aogemerkt: „Ein Exemplar dieses Weynreich'schen Druckes 
befand sich 1747 in Valentin Schliefs Bibliolhek zu Danzig, 
einanderes besass der Schoppe der Altstadt Danzig, Andreas 
Scholt. In Konigsberg isl kein Exemplar dieses altesten Konigs- 
berger Druckes vorhanden, wol aber in der Danziger Stadt- 
Bibliolhek." Das letztere, unterder Signatur „XX B. 820. 8°. 
Prakt. Theol. u eingetragen, ist wegen zweier Lieder inleres- 
sant, die nach Hanovv in der Preussischen Sammlung 
Bd. I. S. 202 „an Malhias Bynwalths Auslegung des Vaterun- 
sers hinlen gedruckt" sind; in der „Geschichte der Buch- 
druckereien in Konigsberg" S. 2 heissl es unmillelbar nach 
der Beschreibung des unter den 4 Weinreich'schen Versen be- 
findlichen Holzschnitls : „Auf der nachslen Seite flnden wir 
einen zweilen Holzschnill u. s. w. w Dies isl eine ungenaue 
und irrefuhrende Angabe. Nicht auf der nachslen „Seite u , 
sondern auf dem nachslen Blatt finden wir den zweilen Holz- 
schnill. Aber noch mehr: diese beiden Lieder sind nicht, wie 
Hanow meint, hinlen angedruckt, sondern nur angehef- 
tet, wie ich in den hier erscheinenden von Dr. von Hasen- 
kamp redigirten neueu preussischen Provinzial-Blaltern aus- 
fuhrlich nachzuweisen und damit zugleich die auf seine Mei- 
nung gegrundeten fur die Danziger Reformationsgeschichte 
wichtigen Folgerungen zu widerlegen gedenke. Hier geniige 
zu bemerken, dass es mir mOglich gewesen ist, dies Exemplar 
der Danziger Stadl-Bibliothek mil einem andern erst kurzlich 
fur die hiesige Konigliche und Universilats-Bibliothek auf 
einer Calvaryschen Auction in Berlin fur den Preis von 2 
Thalern erslandenen Exemplar zu vergleichen; dem letztern 
fehlen die beiden Lieder, die ubrigens schon aus dem einfa- 
chen lechnischen Grunde nicht mit Binwalds Auslegung des 
Vaterunsers zusammengedruckt seiu konnen, weil das Papier, 
worauf sie stehen, andere Wasserzeichen hat als das der Bin- 
wald'schen Schnft. 

Ich gebe in dem Folgenden eine genaue Beschreibung der 
Liederdrucke selbst. Da Philipp Wackernagel in seiner 
-Bibliographic zur Geschichle des deutschen Kirchenliedes im 
XVI. Jahrhundert" sie nicht kennt, so wird dieser erganzende 
Beitrag alien Liebhabern hoffentlieh willkommen sein. 

(1.) Jefu Chrift, deyn nam der isl. 

(2.) Eyn geystlich lied von | den sieben worten die Got 
der Herr|fprach am ftammen des hey-|ligen Creutzes. 
4 Blatter in 8°., die Ruckseile des letzlen Blades leer, ohne 
Druckort und Jahr, ohne Zahlung der Blatter oder Seiten, 
ohne Custos und Signatur. Unmittelbar unter der Ueberschrift 
von 1 auf dem Titelblatt ein viereckiger Holzschnilt mil schwar- 
zem Rand : Christus am Kreuz mil Dornenkron und Glorien- 
schein; rechts im Yordergrund Johannes und Maria, beide mit 



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909 

Glorienschein. Johannes zu Christus aulblickend weist mil 
der Rechteo anf die neben ihm stehende Maria, die ihre Hande 
uber einander gelegt hfllt and zagleich die Fatten des Mantels 
rait der Linken aufnimmt ; links im Hintergrnnde ein Berg mil 
3 Baumen. Am uberragenden Kopfende des senkrechten Kreuz- 

balkens unter dem obern Rande die Zeichen u^^.^f 

Anf der Ruckseite des Titels gleich oben beginnt das 
Lied, 9 Strophen auf 3 Seiten. Verszeilen nicht abgesetzt. 
Zwischen den Strophen keine grossern Zwischenrfiume, von 
der zweilen an beflndet sich vor jeder das Zeichen f[ nor 
wenig eingezogen. Jm Anfang des Gedichts ein grosses la- 
teinisches durch zwei Zeilen gehend. 

Blatt 3* ein viereckiger Holzschnitt mit schwarzem, nicht 
an alien Stelien ausgedrucktem Rande. Christus am Krenz 
mit Dornenkrone und Glorienschein ; rechls Johannes und die 
Leiden Marien, die Mutter Jesu halt mil der Rechten ihr Ge- 
wand vor das weinende Auge ; links drei Manner mit schwar- 
zen Schuhen und kurzen Wamsern, der erste dem Kreuze zu- 
nachst stehende reicht einen Stab mit dem Schwamm zu Chri- 
stus! hinauf, der zweite halt in der rechten Hand als Waffe 
einen Morgenstern, dessen Stachelkeule auf die Erde gestulzt 
ist; der mittelsle zumeist von den beiden vorigen verdeckt 
mit einer kappenartigen Kopfbedeckung halt einen Speer and 
vrirft mit der Linken nach Christus empor, aile drei sehen 
nach ihm in die Hdhe. 

Auf der Ruckseite des Holzschnilts die oben unter 2 an- 
gegebenen Titelworte in 4 zu beiden Seiten gleichmassig mehr 
und mehr eingezogenen Reihen, die erste mit grdsserer Schrift; 
darunter ohne grdsseren Zwischenraum fangt das Lied an, 9 
Strophen, 4 auf der erst en, 5 auf der zweiten Seite. Vers- 
zeilen nicht abgesetzl, hinter jeder ein Komma. Zwischen 
den Strophen keine grdsseren Zwischenr&ume, von der zwei- 
ten an befindet sich vor jeder das Zeichen ([ nur wenig ein- 
gezogen. Im Anfang des Gedichts zwei grosse Buchstaben. 

Es ist das Johann Bdschenstein zugeschriebene Lied 
Nr. 165 bei Wackernagel Do Jesus an dem Creutze 
ftund mit folgenden erheblicheren Abweichungen: I, 4. fehlt 
da. —"5. fehlt die. II, 4. vorgib statt vergib. — nicht fge- 
trennt ni-cht) statt nit. — 5. vorbringen st. verbringen, III, 2. 
fchecher st fchacher. — 3. Got fprach st. fprach got. — 4. 
Furwar st. Fflr war. — heutte st. heut. — 5. vatteren st va- 
ters. IV, 2. nicht st. nit. — 3. fchawe st. fchaw. — fohn st. 
fun. V, 1. Nu st. Nun. 2. durft st. durft. — 3. fchrey statt 
fchry. — 4. begem st. begeren. VI, 4. fehlt da. VII, 1. Das 
zweite das fehlt. — 4. volbracht st. verbracht. — 5. dieferst 
differ. VIII, 1. empfilh st entpfilch. — 2. den st. dein.— fehlt d u. 
3. letzften statt leften. — 4. Wann st Wen.— woltst. wit — 



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4 



903 

5. nicht st. nit. IX, 2. gedenck st. gedenckt.— 3. dem st. des. 
4. feblt mil. — 5. dort st. ddrt. Am Schlusse sleht Amen. 

Das erste Lied kommt in Wackernagel, das deutsche 
Kirchenlied etc. Stuttg., 1841 nicht vor. Hoffmann von 
Fallersleben, Geschichte des deutschen Kirchenliedes bis 
auf Lathers Zeit. 2. Ausg. Hannov, 1854 fQhrt unter Nr. 
286 aos der Liederhandschrift der Bruder firentano 1528 nur 
die erste Strophe an. In dem von ihm unter Nr. 287 aus 
Arnt von Aich's Liederbuche urn 1519 Nr. 21 angefOhrten 
Liede die sieben Tageszeiten, wovon aoch nur die erste 
Strophe mitgetheilt wird, steht dasselbe Lied ohne die erste 
und letzte Strophe. Joseph K eh rein („Katholische Kir- 
chenlieder, Hymnen, Psalmen, aus den altesten deutschen ge- 
druckten Gesang- und Gebetbflchern zusammengestellt. A. u. d. 
T.: die altesten kathoiischen Gesangbucher v. Vehe, Leisentrit, 
Corner und Andern in eine Sammlung vereinigt. 2 Bde. Wflrzb. 
1859. 60. u ) theilt es Band I. Seite 235 ff. unter Nr. 162 vollslandig 
mit. Da es bei ihm aber zu sehr von dem hier vorliegenden 
Drucke abweicht, so lasse ich lieber das Lied in exetnso fol- 
gen, statt bios die Abweichungen als Lesarten zu verzeichnen. 
Jefu Chrift, deyn nam der ift, jfo gewal|digklich da 
vor auch sich, ein yetylich I kny fal bygen. All crea- 
tor, hymlisch flgur, | erdifche ding nellifch gesind, thun all 
dyr | ehr eryeygen. Dem namen deyn, vmb todes|peyn, To 
man dyr an ward legen, Gehorfam|lich, erzeygftu dich, am 
Creutz von vnnsern | wegen. 

SO Jefu Chrilt, folch leyden id, fo gros | vnnd fchwer 
Br gyr, fo hertlichen er-|gangen. Zur metlen zeyt, hub 
fich der ftreyd, .| du wordft verkaufft der yudenfchafft. ge-l 
bunden vnnd gefangen. Darzu fy dich, han | yemerlich, wol 
hin vnnd her gezogen, Ynn | folcher noth, deyn yfinger drot, 
find all von | dyr geflogen. 

f[ Jefu Chrilt, darnach du bifl vmb pri|men zeyth 
gefurt aus neydt, Pylato zu mit | waffen. Von yuden fchar. 
dy mit gefahr, | vnrechter klag falscher anfag, verklagtenf 
dich zu ftraffen. Darzu fy dich, han yemer-jlich gebunden 
vnnd gefchlagen. Vorfpeyten | auch deyn angeficht, als vnns 
die ichriffl I thul fagen. 

f[ Jefu Chrift, der milde bifl, vmb terci-|en zeyt die 
yudifcneit, gfchregen han vnbe-|fcheyden. Dem richter zu, 
yhn creutzigen thu | du wordft verlpot ewiger got, gekleyd 
mit | purpurem kleyde. Auch fy aus zorn, ein kran-jtz von 
dorn, haben ynn deyn haubl gefchla|gen, Vnd dyr zu leydt, 
ein cre&tz bereydt, vff | den berg der peyn zu tragen. 

|[ Jefu Chrift, der edultig bifl, vmb fex-|ten zeyt die 
yodifcheit, ans creitz dich gen a- 1 gelt haben. Dnrch folchen 
angfl, gros dorft | erlangft, nach menfcheit fehr was deyn 



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904 

be-|ger, gall efllch fy dyr gaben. Man fchalzl | dich gros, 
der fohecher genofs, dy man zu | dyr hat ghangen. Der bufe- 
wicht, zur lincken | gerichi, thet mit den yuden prangen. 

|T Jefu Chrift, der gfitligk bift, vmb no|neu zeyt hafla 
bereydt, deyn leben vff zu ge-|ben. Meyn got meyn got. 
ryffftu ynn noth, | ynns vaters hend Ihelflu elend, deyn feelf 
treulich befelhen. Mit einem fpehr, verwun|det fehr, wardt 
dyr geoffent deyn feyten, | Solch wunden tieff, werden erzey- 
gen rich, | zu yfingften gerichts zeyten. 

H Jefu Chrift, der wirdigk bift, vrab ve-|fper ftond 
man dich begund, vom creutz her | ab zunemen. Man gab 
dich blofs, bald ynn | den fchofs, der mutter deyn der wardt 

Srofs | peyn, yhr hertz vnnd leyb vernemen. Vmb | das fie 
rot, mil angft vnnd nodt, den todt | an dyr mull fehen , Hilff 
ewiger Gott, vnns | fru vno fpat, das wyr dyr lob veryehen. 

fT Jefu Chrift, du heylig bift, vmb com|pleten zeyt 
ward ao gelegt, deyn leychnam yn | die erden. Der gfalbet 
wardt, k&fllicher arlh, | mit guttem ruch den fchrifften noch, 
die mil- 1 flea erfflllt werden. Darumb deyn fchmertz, | eio 
ytzlich hertz, fol offt vnd dick betrachten. | Vnd danckbar 
fein, dem leyden deyn, bey tag | vnd auch bey nachte. 

d Jefu Chrift, der gnedigk bift, vns fun-| dem grofs on 
alle mofs, mit deynem fchatz | der gnaden. Den du fo fait, 
erlitten haft, mit | marler fchweer am creutz fo heer, vnd thuftj 
vns damit laden Yns vater reych, gar ficher|leych, verf5no< 
haft des vatern zornn, Thu | hylffe icheyn, auff das deyn peyn, 
an vnns | nicht werd verloren. Amen 



Hans Sachsens Gedichte. 

Eine Bibliographie 
von 

Emil Weller in Zurich. 

(Schluss.) 

Von Heller in seinen Zusatzen zu Barlsch S. 55 — 63. 
werden nachstehende 42 kleinere Einblattdrucke beschrieben, 
sammtlich gegen 11 Zoll hoch, 7 Zoll breit, No. 1-30 von 
Hans Guldenmund, No. 31 — 42 vou Niclas Meldemann ge- 
schnitlen und verlegt. Sie tragen sammtlich Reime von Hans 
Sachs und slammen wohl theilweis aus der „Beschreibnng 
aller turckischen Kaiser" von 1532; einige werden dieselben 
sein, welche man im Fronspergerschen Kriegsbuche antrifft 
1. Brachim Wafcha der nechft des lOrckifchen keyfers Rath 

abconterfet. 8 Zeilen Reime. 



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Bracbim Bafcha der nechfte rath 
Der Keyferlichen Mayeflat etc. 

2. Saniaco des turcken oberfter Hauptmaii. 8 Z. 

3. Die gefangen klagen. (Ein Tiirke mil zwei Gefangenen). 
13 Z. 

Herre Golt lafs dich erbarmen etc. 

4. Eyn Hayd. (Zu Rofs mil Bogea und Kflcher). 8 Z. 

Aufs Perlla byn ich gepdren 
Soldinus ill meyn nam erkoren etc, 

5. Der Mufca Wyler herr abkunterfect. 14 Z. 

6. Alfo reyten die Mufcabiter zu felde. 

7. Heyne aufs der kyrchgaffen von Schweitz. 8 Z. 
a Gall von Vnderwalden. 8 Z. 

9. Doppelfoldner. 6 Z. 

Ich pin genant Hanns vnuerzagt. 
Der feinen Leib gar tapffer wagt etc. 

10. Feldtwaybel. 6 Z. 

Clas Feldtwaybel bin ich genant. 
Vor Pavia ward ich erkandt etc. 

11. Puchfenmayfler. 16 Z. 

Jorg PQchfenmeyfter nen ich mich 
Def Artlerey pin meyfter ich elc. 

12. Michel von Schorendorf oberfter felt waywel. 8 Z. 

13. Rotmayfter. 6 Z. 

14. Profos. 8 Z. 

Ich bin genant der Felt Profos etc. 

15. Schuldthos. 8 Z. 

Im feldt man mich den Schuldthos nent etc. 

16. Sleckenknechte. 16 Z. 

Wir find zwen Steckenknecht beftelt etc. 

17. Edelmann. 8 Z. 

Ich pin vom Adel hochgeboren etc. 

18. Veyt Pildhawer. 10 Z. 

Vil Tchdner Pild hab ich gefchnitten etc. 

19. Gurller. 8 Z. 

20. Vlrich von Vim Parchant Weber. 8 Z. 

Ein gemayn Waybel pin ich peftelt etc. 

21. (Ein tflrkischer Edelmann.) 8 Z. 

Ich byn eyn Thtlrckifcher Edelman, 
Ins Keyfers beer reyl ich voran etc. 

22. (Ein Stradiol). 8 Z. 

Abconterfecl eyn Stradioth etc. 

23. (Ein Renegat). 8 Z. 

In die IMrckey byn ich fyn kumen, 
Hab Machomels glauben angnumen etc. 

24. (Ein Mameluk). 8 Z. 

Ein Camel thier elc. 



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MM) 

25. (Ein Tflrke). 8 Z. 

Ich bio ein Thflrck — dem goller bin. 

26. (Ein Tflrke). 8 Z. 

Ich pin ein Tflrck — far vnfern Ion. 

27. (Ein Tfirke). 8 Z. 

Aufs der Thflrckey etc. 
2a (Ein Tflrke). 8 Z. 

Ich bin geruftet etc. 

29. (Zwei Tfirken). 24 Z. 

Die Thflrcken. Wir Mammalucken etc. 
Die Frauen klagen. Ach web vns etc. 

30. (Tflrkifche Graofamkeit). 14 Z. 

Ach Herr Gott — aufs des Thflrcken hendt. 

31. Qnartyrmeifter. 8 Z. 

Ich tayl den knechten aufs etc. 

32. Prabantmaifler. 8 Z. 

Ein Prabantmayfter ich auch heiCs 

Ich mufs forgen ?mb tranck vn fpeifs etc. 

33. Wachmayfler. 8 Z. 

34. Feldtwaybel. 6 Z. 

35. Pfichfenfchfltz. 10 Z. 

36. Feldt Artzt. 14 Z. 

37. Pyldfchnitzer. 8 Z. 

Ich hab manch kflnltlich pild gefchniten 

Gelydmafiert auff welfchen fiten 
Nun hat ein haubtman mich beltellt etc. 

38. Schneknecht (Schnster als Soldat). 8 Z. 

39. Theml lafs nichts liegen (Ein Soldat). 8 Z. 

So wil ich dennoch nicht verzagen, 

Mein langen Spiefs noch langer tragen etc. 

40. Glas Winttergrun. 8 Z. 

41. Hans Vnuerdorben. 8 Z. 

Aufs Franckreich kum wir her geloffen 
Das vnglflck hat vnns hewer troffen etc. 

42. (Zwei Soldat en). 8 Z. 

Woi auff mit mir — die bring in vnfer Lofament. 



Bildnisse von Hans Sachs. 

1. — Ein Folioblatt ohne Ueberschrift. Unten: 

Im MDXLVI. Jar. Gedruckt durch Hans Guldenmundt. 

Die Reime sind nnterzeichnet : Johann Betz. — In 
Gotha. Bei Becker. 

Diefe Abcontrefaction 

Zeigt Hans Sachfs von Nflrnberg an, 



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907 



Schumachern, der viel fchdn Gedicht 
Vnd weife Sprfich hat zugericht 
Nach Ahrt der Edlen Poeterey, 
In teutfcher Sprach, laflig vnd frey, 
Auch durch Meiflergefang mit Fleiis, 
Auf gayfllich vnd weltliche weirs. 
Welches dann gute Hiltel find, 
Dadurch gemeinr Mann vnd fein Kind 
MQgn SchriflFt vnd Wetfsheit auch erfarn, 
Tugentlich darnach zu gebarn, 
Gott zu Ehr vnd dem Nechft zu nutz, 
Wdlchs alles ift gnugfam bewilft, 
Drumb bleybt fein Lob aufiis gewiffift. 
Unter dem Bildniss: 1545: Hans. Sachsn. Alter. 51. 

Jar. 

Dieses Blatt wurde dem Meistersanger an seinera 51. 
Geburtstage von Hans Brosamer uberreicht. Derschau's 
Verzeichniss II. S. 38 nennl noch eine andere Ansgabe 
mit 16 lateinischen und 16 deutschen Versen von Leon. 
Kelner und Job. Betz. Unterzeichnet : 

Im Jor 1546. gedruckt durch Hans Guldenmund. 

2. — Hans Sachs Teutscher Poet zu NQrnberck. 

o. 0. u. J. (NQrnberg 1567). — S. Ranisch S. 270. Fo- 
lioblatt mit Holzschnitt, in anderer Ansgabe mit Kupfer- 
stich, den Meistersanger im 73. Jahre abbildend. Unter 
dem Bilde folgende Zeilen: 

Zn. NQrnberck. Bracht. Fur Manch. Gticht. 
Die auf Poetifch find zugericht, 
Zu fpielen fingen vnd zu lefen 
Von geiftlichen vnd weltlichen Weien 
Doch alles deutzlch luftig vnd fchon 
Es. Hat. Ims. Keiner. Gleic. Gethon. 

3. — Folioblatt mit Holzschnitt. o. 0. u. J. (1567). — In 

Zwickau. 
Unter Hans Sachsens Bilde steht: 

Alfo war mein Geflalt ganz vnd gar, 
Da ich noch ein Schuhmacher war. 

4. — Folioblatt mit Kupferstich von Jost Amman. 

Darunler : 

Als nach Jefu Ghrifti geburl 
FQnffzehnhundert gezelet wurd, 
Dazu fechs vnd fiebentzig Jar, 
Gleich der Neunzehent Jener war etc. 
o. 0. u. J. (1576). — Becker, J. Amman S. 205. 

Eine andere Ausgabe wurde oben beim „VaIele tt auf- 
gefuhrt. 



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308 



5.— Eygeniliche Conlrefactur defs Sinnreichen vnd weitbe- 
ruhmten Hanfen Sachfens, fiirnemmen Teulfchen Poelens, 
Seines Alters ein vnd achtzig Jahr. 

Kupferftich von Lucas Kilian in Augsburg. — S. Ra- 
nisch S. 278. 

In Verlegung Lucas Kilians, KupferCtechers ira Jahr 
1623, Bey Stephan Michelfpachern im Jahr 1617. 
Alfo war ich Hans Sachs geftalt, 
Gleich ein vnd achtzig Jahre all etc. 



ST o t i z. 



Die im Jahrgange 1858. Num. 13. Seite 201 — 206. be- 
sprochenen: 

Annales de l'lmprimerie des Elsevier, ou histoire de leur 
famille et de leurs editions. Par Charles Pieters. Se- 
conde Edition, revue el aogmentee. A Gand 1858. 
haben noch ein mit grosser Sorgfalt ausgearbeitetes Supple- 
ment erhalten unter dem Titel: 
Annales de l'lmprimerie des Elsevier. Edition de 1858. 
Additious et corrections, publtees par l'auleur en 1860. 
Gand, chez C. AnnooL Braeckman , imprimeur-editeur. 
SS. 503-52a Gr. 8°. 

Der Werth des bekannten trefflichen Werkes isl durch 
diesen Nachtrag noch bedeuteud erhdhl worden, und die Zahl 
der neuen Arlikel, welche dieses Erganzungsheft darbietet, 
ist sehr ansehnlich. 

Hambur «' Dr. F. L. Hoffmann. 



Bibliothekclvronik und Mi s cell anee n. 

In diesen Tagen ist die der Leipziger UniversilKtsbiblioUiek 
vermachte Bibliothek des verslorbenen Justizralhes Dr. Biener 
flir die erbende Anstalt iibernommen worden. 



Verantwortlicher Redactenr : Dr. Robert Naumann. 
Verleger : T. 0. Weigel. Dnick von C. P. Melzer in Leipzig. 



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SERAPEUM. 

tilfdftift 

fur 

Bibliothekwissenschaft, llandschriftenkunde uod 
aitere Litteratur. 

Im Vereine mit Bibliothekaren und LitteratuWreunden 
herausgegeben 

von 

Or. HoberVN aumann. 



JVi 14. Leipzig, den 31. Juli 186 1# 

A n z e i g e. 

Catalogue de la portion mathematique, historique et 
bibliographique de la celebre bibliotheque de Mr. 
Libri. Londres, 1861. 8°. 

A plusieurs reprises di verses parlies de .'immense col- 
lection de livres rares el precieux formee par Mr. Libri ont 
6t6 livrees aux eaeheres publiques, el elles ont provoqu6 
avec raison de la part des bibliophiles 1'altenlion la plus 
serieuse. Nous nous bornerons a mentionner la vente faile 
a Paris en 1847 et consistant surtout en livres italiens, et 
celle qui a eu lieu a Londres en 1859 et qui s'est fait remar- 
qoer par un choix exquis de reliures anciennes, Les prix 
payes a ces deux ventes sonl montes a des proportions 
presque inconnues jusqu' alors. Aujourd'hui nous avons sous 
les yeux la premiere partie d'une vente nouvelle, que Mr. Libri 
a fait effectuer a Londres; rangee, suivanl Tusage, dans Tor- 
dre alpbabetique, cette partie comprend 4335 numeros et 
s'arrtte a la lettre M. On n'y trouve pas les raretSs extra- 
ordinaires, les exemplaires d'elite qui abondaienl dans les 
catalogues que nous venons de mentionner; il s'agit de livres 
plus modestes, mais presentanl souvent un interet scientiflque 
iris reel; les sciences mathematiques et physiques y flgurenl 
XX1L Jabrgang. 14 




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210 

avec une importance speciale, el comme dans tous les cata- 
logues qui gmanent des mains de Mr Libri , le lecteur trouve 
une multitude de notes et un grand int£ret, revelanl pres que 
toujours des particulates peu connues. 

Redige en langue anglaise et £tant d'un prix elev6, le 
catalogue en question est destine sans doute & etre fort peu 
repandu hors de la Grande -Bretagne; c'est ce qui nous 
engage a placer ici la traduction de quelques unes des notes. 
Albano (Petro di) conciliator differ enliarum Hhilosophorum. 
Venetiis, 1476. — Ouvrage fori important, rempli de ren- 
seignemenls scientiflques et historiques. On peul citer 
comme exemple la differentia LXVII, ou l'auteur men- 
tionne des details relatifs a TAsie orientale d'apres l'auto- 
rite de communications verbales revues de divers voyageurs 
parmis lesquels figure Marco Polo. II parle aussi de la 
tentative audacieuse faite vers la fin du treizifeme sifecle 
par deux navigaleurs genois (Doria et Vivaldi) qui, deux 
siecles avant Colomb, voulurent atteindre rinde en traver- 
sant TAtlantique. 
Adriani (G.) Istoria de suoi Tempi, Firenze, Giunti, 1583, 
in fol. 

Edition designee par Gamba comme originate e pregialis- 
sima, cet exemplaire contient le feuillet supprime (marque 
180 V 2 et 181 7a) qui renferme le recit de Texpulsion des Do- 
minicains. Le Manuel du Libraire ne mentionne pas cette 
suppression. 

Ferrari (Lud.) e Nicola Tartaglia, Cartelli di deifide scien- 
tifiche intorno la risoluzione delle equazioni algebriche 
(n° 178 du catalogue) Milano e Venetia, 1547. 4°. 
Volume d une rarete extreme; il provient de la collection 
du professeur S. Gherardi. On y trouve les discussions sur- 
venues sur des questions d'alg&bre entre Tartaglia, Cardan et 
Ferrari, a regard desqnelles on etait reduit a quelques allu- 
sions dans divers ouvrages de Tartaglia. Ces defaits qui 
provoquerent alors a un haut degr6 Tattention publique, eurent 
lieu d'une fapon des plus solennelles; ils 6taienl echanges 
entre les champions au moyen de herants qui marchaient 
en procession, banni&res employees, et suivis d'une foule 
nombreuse. Les Cartelli et Riposte sonl en nombre de 
douze; ils 6laient Testis ignores jusqu'a ce que Mr. Gher- 
hardi, maintenant professeur a I'Universite de Turin, eu la 
bonne fortune de decouvrir cet exemplaire, au sujet du- 
quel il publia a Bologne en 1846 un memoire curieux (di 
alcuni tnateriali per la Storia delta faculta matematica in 
Bologna) ; il n'y avail alors que onze de ces pifeces; la dou- 
zieme (la reponse de Tartaglia au sixieme Cartello de Fer- 
rari) a ele decouverte depuis. On a ainsi six Merits origi- 
naux de Ferrari, le plus grand mathematicien de son epoque 



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211 

et qui passait poor n'avoir hen public Uoe note de Mr. 
Gherardi atleste qu'apres de longues recherches dans les 
diverses bibliolheques de ritalie, il n'a pu rencontrer qu'une 
seule des douze pieces dont il s'agil; le second cartello de 
Ferrari existe dans la bibliotheque Saint Marc a Venise 
Allaei (Francisci) Astrologice nova methodus et liber Fati 

Universi, Rhedonis, 1654. 1655. in folio. 
Ouvrage rare et curieux compose par un capucin, le Pfere 
Yves de Paris, et condamne au feu par le parlement de Ren- 
nes. Cette Edition fut imprimee aux frais du marquis d'As- 
serac; il en fut fait une reimpression dans laquelle on n'in- 
sera pas les predictions sur l'etat futur de TEurope cause de 
la condamnation du livre. Parmi les revolutions relatives k 
l'Aogleterre on trouve pour Fannee 1666, magna calamitas 
(et l^venement justifia la proph£lie; l'un grand incendie de- 
trait en partie la Cite de Londres): en 1691 magna Rei- 
publicae turbatio (guerres en Irlande), en 1705, adversa 
omnia (ici l'erreur est complete; Marlborough et Peterborough 
eurent de grands succfes cette annee); 1756 minatur maxi- 
mum exddium f la guerre declaree a la France) ; 1884, maxima 
adversitas (qui vivra verra) 
Abbacho , Incommincia una practica molto bona e utile : 

a ciarchadano che vuole uxare larte dela mercha- 

daniia chiamata vulgar men te larte de labaccho. 

Treviso, 1478. 4°. 
Volume extremement rare. Le savant de Morgan, dans son 
important puvrage sur les anciens livres d'arithmetique, ne 
lementionne que sur la foi d'autrui; un seul bibliographe parait 
I'avoir vu; c'est Federici qui le decril dans ses Memorie 
Trecigiane (pag. 73) et qui l'altribue aux presses de Michiele 
Manzolo, an des plus anciens imprimeurs trevisans. L'exem- 
plaire qu'avait vu Federici ne se retrouve plus. L'ouvrage 
imprime sans signatures, reclames ni pagination, se com- 
pose de 62 feuillets, caraclere gothique, 32 ligues a la page 
entiire. 

Opera Joannis Foenisecae (Maderi) , Augustas Vindelicorum, 
1515. 4°. 

Cet ouvrage fort rare parait avoir 6t6 inconnu a Lalan 
de, a de Morgan et aux autres bibliographes qui se sont 
occupes specialement des malhematiques. II fut imprime com- 
munibus impensis Joannis Milter atque Joannis Foenisecuc; 
c'est peut-dtre le premier exemple d'une association lilteraire 
entre un auteur et son imprimeur, de nombreuses gravures 
sur bois, parfois de la grandeur de la page, se rapporlent a 
la perspective, a la geometric, et indiquent aussi le jeu curieux 
de la rilhmomachie Des notes de musique sont aussi gravies 
et, circonstance curieuse, elles sont employees pour montrer 
comment certains mots hebreux doivent 6tre prononces. 

14* 



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212 

Catuldi Episcopi Tarentini (Sancti). Prophetia reperta anno 
domini 1492 in Ecctesia Tarentina, in lucem edita 
per Fratres Sancta Maria Montis Oliveti, s. 1. et a. 
(Firenze, 1697) 4°. 
Opuscule de 2 feuillets inconnu & tous les bibliographes. 
On remarquera que ceite prophetic annonce la chute de la 
dynastie hispano-napolilaine. 

Castelli (B.) Alcuni Upusculi Filosofici. Bologna, 1669. 4". 
Ouvrage trfcs rare e fort important, compos* par un sa- 
vant benedictin, ami de Galilee. Ce volume est reste presque 
inconnu, et entre aulres objets remarquables il renfenne 
deux lettres adressies a Galilee et conlenant des experiences 
qu'exerce influence de la couleur sur la puissance rayon- 
nanle de la chaleur. 
Ceulen (Ludolphi a) de circulo et adscripts liber et oka 
opus cu la (Arithmetica surdorum, etc.) Lugduni Bala- 
vorum, 1619. 4°. 
Cette traduction des edits d'un habile malhematicien qui 
s'etait servi de la langue hollandaise, est rare. Mr. Charles, 
dans son savant ouvrage sur les progres de la GiomHrie^ a 
rendu justice au talent de Van Ceulen; il s'6lait surtout oc- 
cupy de chercher le rapport proportionnel du diametre d'un 
cercle a la circonference, et il avait eu la patience de pous- 
ser ses calculs jusqu'a 35 decimales , resultal dont il fut si 
fier qu'il exigea qu'on le gravait sur son tombeau (dans l'e- 
glise saint Pierre a Leyde) ; au dessous du portrait qui figure 
en lete du volume de 1619, on s'est conlente d'indiquer vingt 
decimales seulement. 
Cervio (V.) // Trinciante, ampliato et a perfettione ridotto 
dal Car. Reale Fusoritto da Narni, Roma, 1593. 4°. 
Cet ouvrage curieux sur Tart de decouper contient aossi 
un poeme en terzetti } ecrii par Anl. Rigo, sur le qua lit a di 
diversi animali. Un supplement presente Enumeration des 
plats servis a I'occasion de quelques grandes fetes telles que 
le mariage du due de Mantoue en 1580, le serment d'obeis- 
sance de Pambassadeur de Portugal a Gr6goire XIII, le manage 
du grand connelable Colonna, due de Paliano, avec lani&cede 
Sixte-Quint, la fete donnee k Rome aux trois tils du due de 
Baviere. On voit flgurer dans ces solennites des paons dont 
la queue est ornee de pierres precieuses, on sen de I aequo, 
odorifera alle mani; le luxe elait dfes-lors parti a des raf- 
finements qu'on n'a pas surpasses depuis; en a plut6t re- 
trogardk 

Cuisinier royal et bourgeois. Paris, 1698. in 12. Les an- 
ciens livres sur Tart de la gueule (comme disait Mon- 
taigne) sonl recherches ; celui-ci oftre quelque impor- 
tance pour l'etude de la science gaslronomique a l'e- 
poque de Louis XIV. Les menus de divers banquets 



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ai3 

donnes par le due d'Orleans, le due de Chartres, le 
due d'Aumont et autres grands pcrsonnages sont rap- 
porles en detail. 

Coroaro (L.) Trattato di Acgue. Padova, 1560. 4°. Cet 
ouvrage qui roule sa la marche a suivre pour conserver 
les lagunes de Yenise est a peu pres inconnu; il fut 
eerit par le celebre auteur de VAN de prolonger la 
vie ; on sait que Cornare eut l'avantage assez rare de 
mettre sa theorie d'aecord avec la pratique; il vecut pres 
d'un siecle entier. 

Eschinardi (F.) Lett era al S. Francesco Redi nella quale 
si contengono alcuni Diszorsi Fisicomatematici. Roma, 
1681. 4". 

Eschinardi 6tait un jesuite fort instruit; il signale dans 
cet ecrit l'atilile d'un canal qui couperait l'isthme de Suez, 
et il expose de curieuses experiences lhermometriques ainsi 
que des remarques interessantes sur la condensation del flui- 
do planetario sur l'usage de l'aiguille magnetique comme 
annon^ant les tremblements de terre par ses changements 
soudains. Eschinardi, des 1670. suggerait l'idee de plonger 
les thermometres dans la glace, ann de les rendre com- 
portables. 

Flurance Rivault (Sieur de) Elemens de VArtillerxe. Paris, 
1608. 8°. Volume rare et curieux; e'est la qu'on trouve 
pour la premiere fois la description et la figure d'un 
fusil a vent, dont I'invention est attribute a Maria Bour- 
geois de Lisieux en Normandie. On rencontre aussi 
dans ces Elemens un avant-propos historique concer- 
nant Forigine et les progrfes de rimprimerie, la prepa- 
ration de la poudre fulminante, etc. 
Nous reviendrons une autre fois sur le catalogue Libri, 

et nous signalerons une curieuse reunion d'ecrits relatifs a 

l'laquisition. 

Bordeaux. G Brunei 



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214 



A n z e i g e. 
Ubrorum in Bibllotheca Speculae 

PuICOVensiS anno 1S5S exeunte contento- 
rum CatalOgUS systematlCU8. Eden- 
dum curavit et praefatus est Otto Struve, mu- 
nere directoris speculae Pulcovensis fungens, Aca- 
demiae Imperialis scientiarum Petropolitanae socius. 
Petropoli, 1860. Pelropoli apud Eggcrs et socios. 
Rigac apud Samuelem Schmidt. Lipsiae apud Leo- 
poldum Voss. Pretium: 3 Rub. 80 Kop. = 4 Thlr. 
7 Ngr. XXX u. 970 SS. Lex.-S°. 

Der Description de V Observatoire astronomique central 
de Poulkova par F. G. W. Struve. SL-Petersbourg y i84o 
(mil dem Vorsatztitel Annates de VObservatoire central. In- 
droduction; 4 unbez. Blatter, 293 SS. und 264 Spall, gr.-4°, 
nebst: Description de VObservatoire de Poulkova. Planches. 
Saint-Peter sbourg. 1845, 2 Blatter PI. und I -XXXIX [pL 
XXXV A. u. B.]) ist hinzugefugt: Appendice. Catalogus librorum 
in Bibliotheca Speculae Pulcovienns conlentorum (Sp. 1 — 
264). Derhochberuhmte Astronom uod Director der kaiserlichen 
Hauptsternwarte zu Pulkowa, dem die Bibliothek ihren Ur- 
sprung verdankt (1834), der Vater des Herausgebers der 
neuen anzuzeigenden Ausgabe des Kalalogs, liess das Ver- 
zeichniss mit einer Introductio (Recensus scriptornm a J. 
Kepplero editorum in derselben), Emendationes in Lalandii 
Bibliographiam, Systema catalogi und Index alphabelicus auc- 
torum et nominum in litulis citatorum (Pelropoli, typis Aca- 
demiae scientiarum. 1845, XLVIII und 438 SS. gr-8°) be- 
sonders abdrucken. (Vgl. meine Anzeige in der Beilage zu 
Nro. 16i des Hamburgischen unpartheiischen Correspondent 
ten, den 13 Juli 184S). 

Schon von dem bedeutend grosseren Umfange der neuen 
Ausgabe lasst sich auf den ansehnlichen Zuwachs der Bucher- 
sammlung schliessen. Sie erfreute sich im Jahre 1854 einer 
so grossen Vermehrung, dass fur ein anderes Local zu ihrer 
Aufbewahrung gesorgt werden musste. Der Abdruck des 
neuen Kalalogs war bereits 1857 begonnen; Reisen und Krank- 
heit des Vaters veranlassten denselben die nicht leichte Arbeit 
der Herausgabe dem Sohne zu iibertragen, der dabei yon den 
Herren Wagner und E. Undritz, dem jetzigen Bibliothekar. 
unterstutzt wurde. 

Es sind in dem Katalog verzeichnet 4113 Tilel von gros- 
seren Werken in 7625 Banden, 143 Himmelskarten, 14634 
Titel von Disserlationen und kleineren Schriften, von denen 



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215 

jedoch viele gesammelten Werken, Zeit- und Gesellschafls- 
schriften entDommen , so dass ihre wirkliche Zahl 8455 isl. 
Umslandlich wird daruber in der Einleitung benchlet. Im 
Jahre 1845 besass die Bibliothek nur 2068 Werke in 4150 
Banden, 60 Himmelskarten und 3109 Dissert a lion en; die Bucher- 
zahl bat sich demnach in dreizehn Jahren mehr als verdop- 
pelt. Diese Vermehrung wurde herbeigefuhi t (heils durch Ge - 
schenke der Publicalionen anderer Sternwarten und gelehrter 
Gesellschaften, durch Ankauf neuer geeigneler Erscheinungen 
der betrefienden Literatur, theils durch mehre Erwerbungen 
alterer Bucher, namenilich aus der 1854 versleigerten Biblio- 
thek Naumann's, ferner aus der Sammlung der russischen 
Mission in Peking (— grossteulheils Werke des sechzehnten 
Jahrhunderts — ) aus dem Naohlasse des 1855 in St. Peters- 
burg gestorbenen Astronomen und Geographen Wisniawski, 
und endlich durch Tausch mil der Universilat Moskau. Drei 
Manuscripte des Regiomontanus, die v. Murr 1801 beschrieben, 
erhielt die Bibliothek von derselben Universilat, von der kai- 
serlichen Akademie der Wissenschaften zu St. Petersburg die 
von ihr veroffentlichten Werke, fast hundert Bande, welche 
Schenkung hauptsachlich dazu beitrug die neue Section XXVI. 
Itinera imprimis Rossiam spectantia einzuschalten. 
(Ueber die fruheren Erwerbungen ist die Einleitung zur Aus- 
gabe des Katologs von 1845 S. HI -VIII. nachzusehen). 

Die Seiten VI — XIII der Indroduction enthalten eine 
muhsame inleressante Vergleichung des Beslandes der Pul- 
kowaer Bibliothek und v Bibliographie astronomique" de La- 
lande's, zu welcher lelzleren S. XVI. — XXI Verbesserungen 
und Bemerkungen gelieferl sind. Seite XXII — XXIV geben 
einen Nachweis der oben erwahnten Gesellschafls- und an- 
derer Schrifften, aus welchen Titel astronomischer Abhandlun- 
gen in dem Dissertationen-Verzeichnisse aufgefuhrt werden. 

Das System, nach welchem die Bucher geordnel, ist mil 
geringen Abiinderungen dasselbe geblieben, wie man es in der 
fruheren Ausgabe des Katalogs aufgestelll findet. Die ganze 
Sammlung ist in zwei Hauptabtheilungen gesondert: Libri 
majores und Libri mino res et dissertationes. Ich 
theile das Schema beider seinen Hauptrubriken nach, nur die 
Rubrik Astronomia der ersten Abtheilung nebst alien ihren 
Subdivisionen, mit. 

Catalogus librorum majorum. 
p. 1—262 et p. 819—830. 

I. Auctores classici, graeci et romani, mathematici, astro- 
nomici, physici, alii, secundum ordinem alphabeticum 

II. Opera auctorum recentiorum collecta. Secundum ordi- 
nem alphabeticum. 

HI. Lexica disciplinarum mathematicarum el physicarum. 



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916 

Mathesi s. 
(IV-XII.) 

XIII. Astronomia medii aevi. XIV. Astronomia generalis e( 
Cosmologia, aevi receotioris. XV. Compendia et cursas 
astronomici. XVI. Astronomia theorica. XVII. Astro- 
nomia physica. XVIII. Astronomia specialis. XIX. 
Chronologia. XX. Astronomia practica. XXI. Gnomo- 
nica. XXIII. Usus globoram. XXIII. Coiistructio et 
usus instrumentorum imprimis astronomicoram. XXIV. 
Fabrica et usus horologiorum. XXV. Geologia. XXVI. 
Geographia physico-mathematica et historica. XXVII. 
Itinera, imprimis Rossiam spectantia. XXVIII. Astro- 
gnosis. XXIX. Astrologia. XXX. Astronomia popula- 
ris. XXXI. Historia naturalis Solis, Lunae et planela- 
rum. XXXII. Cometoeraphia. XXXIII. A. Observation 
nes antiquiores. B. Observationes in speculis insti- 
tutae. Secundum ordinem alphabeticum specnlarum. 
C. Observationes itinerariae. D. Transitus Mercuhi et 
Veneris. E. Observationes variae. F. Observationes 
penduli. XXXIV. Catalogi sleltarum fixarum. XXXV. 
Tabulae moluum in systemate solari. XXXVI. Tabulae 
astronomicae et geodaeticae auxiliares. XXXVII. Ephe- 
merides. XXXVIH. Mappae coelesles. XXXK. Astro- 
nomia sacra. XL. Miscellanea mathematica, astrono- 
mica el physica. 

Geodaesia. 
(XLI— XLIII.) 

Physice. 
(XLIV— XL VII.) 

Libri periodici et acta societatum. 
(XL VIII. XLIX.) 

Historia literaria, rel. 
(L-LIV.) 

Catalogus librorum minorum et disse rta tionura 
p. 265—818 et p. 831—857. 

Disciplinae mathema ticae. 
(1-11.) 

Disciplinae astronomicae. 
(12—23.) 



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aw 

Catalog! fixarura, Ephemerides, Tabulae. 

(24. 25.) 

Terra. 

(26—31.) 

Sol et Luna. 
(32—34.) 

Eclipses, occult at i ones, transitus. 
(35—41.) 

Determinate looorum geographica. 
(42-45.) 

Planelae. 

(46—52.) 

Stellae fixae. 

(53—53.) 

Observationos earumque subsidia. 
(59—67.) 

Disciplinae physicae. 
(68-91.) 

Historia literaria. 

(92—95.) 

Catalogus d isser ta Ho uum comet og ra phi ca rum. 

(96. 97.) 

Diese systematische Anordnung wird mancher Bibliograph 
und Bibliothekar ohne Zweifel als eine eigenlhiimliche, den 
Forderungen, die gegenwartig an ein bibliographisch- wissen- 
schaflliches System gemacht werden, nur in beschrankter Weise 
Genuge leistende bezeichnen. (Der Hr. Herausgeber des Ka- 
talogs von 1845 bemerkte selbst, dass sie eines „fundamen- 
turn strictum" entbehre). Sie hat sich aber unter den ob- 
waltenden Verbaltnissen als durchaus zweckmassig bewahrt 
und den Beamteten der Slernwarte die Benutzung der Biblio- 
thek sehr erleichtert, und fur sie ist dieselbe ja, wenn aurh 
nicht ausschliesslich, doch yorzugsweise gegrundet und be- 
stimmt. Eine Bi bliographia astronomica ira streugen 
Wortsinne hat sich naturlich in anderer Abfassung darzustel- 
leo und es ware nnleugbar ein wahrer Gewinn fur die Wis- 
senschaft gewesen, wenn es sich hatte ermoglichen lassen, 



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918 



den Kalalog zu eioer solchen zu gestalten. Dann ware je- 
doch der ursprungliche Plan zu andern gewesen, eine Urn- 
stellung der Biicher u. dgl. nothwendig geworden und wir 
hfilten vermuthlich das neue Verzeichniss noch lange erwar- 
ten mussen. Der Kalalog, auf (lessen Bearbeiiung dieselbe 
unermudliche und umsichtige Sorgfalt seit 1854 bis zu seiner 
Beendigung verwandt ist, mit welcher die Vervollstandigung 
des trefflichen Bucherschatzes angestrebt wurde und wird 
(- es befinden sich davon manche schriftliche Belege aus 
fruherer Zeit in meinen Haoden — ) erscheinl gewiss, so wie 
er dargeboten, alien Astronomen als ein sie angenebm uber- 
raschendes und die nulzlichslen Diensle leislendes Geschenk. 
Bei bibliographischen und bibliothekarischen Arbeiten moss 
man sich freilich mil der gewahlten Anordnung vorher genau 
vertraut roachen. (Die Ausarbeilung des astronomischen Ka- 
talogs der hamburgischen Stadtbibliothek wurde schon durch 
die Benutzung der Ausgabe Yon 1845 gefdrdert.) 

Die Titelabschriften sind im Allgemeinen in hinreichender 
Ausfuhrlichkeil gegeben und in der Reg el chronologisch ge- 
ordnet. Die verschiedenen Ausgaben desselben Werkes 
hatteu ohne Nachtheil fur die Ordnung, auf einander folgen 
konnen, stalt dass sie jetzt getrennt sind. In den s. g. Real- 
(systematischcn) Katalogen unserer Stadtbibliothek ist dies 
uberall vorschriftsmassig beobachtet und hat sich nie storend 
erwiesen. DenTitelnder selbststandigen kleinen Scliriflen 
fehlt die Angabe des Formats. Die Vornamen der Schrift- 
steller sind wohl aus dem Grunde, dass unbedingte Gleichfor- 
roigkeit nicht oder erst nach viele Zeit raubenden Forschungen 
zu erreiohen, so wie in manchen andern Bibliothekskalalogen 
(z. B. dem der Commerz-Bibliothek in Hamburg) durch die An- 
fangsbuchstaben angedeutel oder bei allgemein bekannten 
Schrifstellern auch diese Andeulungen weggelassen. 

Addenda ad Catalogum librorum majorum brin- 
gen die Seiten 819 — 830, ad Catalogum librorum 
minorum et dissertationum die Seiten 831 — 857 
(wahrend des Druckes bis Ende 1858 Hinzugekommenes). Die 
von Hrn. Undritz mit ersichtlichem Fleisse verfertigten zwei 
Namenregister der beiden Hauptabtheilungen wdrden die Be- 
nutzung des Kataloges noch urn Vieles erleichtert haben, wenn 
die Vereinigung derselben zu einem Ganzen, die wahrschein- 
lich locale oder andere Grunde nicht erlaubten, hatte statrfin- 
den kdnnen. Gleichwohl verdienen sie, so wie sie vorliegen, 
besonders das erste, die vollkommenste Anerkennung \ die 
folgenden drei Beispiele werden dafur zeugen, und das dritte 
zugleich den Reichthum der Bibliothek an Ausgaben der Werke 
eines und desselben Schriftstellers darlegen: 
Alchabitius (Alkabitius, Abdilazus), Astroi 1485. 137; 1491, 
1502, 1503. 139. 1520, 1521. 130 



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919 



Cassioi IV, le Comte, /. D., Obs. Astr. 1791. 160 Obs. 
itin. 1770. 164. Oper. geod. 1791. 908. Met. et 
Magn. 1791. 226. Biogr. 1810. 255. 
Sacrobosco, I. de, Anal. fin. 1838. 42. Astr. med. aev. 
1478, 1482, 1485, 1488, 1490. 16. 1491 (2), 1493, 
1498, 1499, 1500 (2), 1501, 1503, (3) W. 1507, 1508, 
1510, 1513, 1516 (2), 1518, 1519. 18. 1531. 10. 1537, 
1538, 1539, 1545. 8©. 1550, 1551 (2). $1. 1557,1558. 
1566, 1567, 1569, 1570. »». 1578 (2), 1583,1594. 83. 
1601, 1603, 1607, 1611. 84. Chron. 1538 ( 2), 1545, 
1551. 105. 1558, 1566, 1578. 106 
Im zweiten Register sind die Jahreszahlen nicht hinzuge- 
fugt, z. B.r 

Naumann, C. F., Geom. alt. 904. 
Sacrobosco, I. de, Arithm. 269. 
Struve, A. Mass. plan. 530. Nept. 545 (2). 
Fur die anonymen Schriften, deren Zahl verhallnissmassig 
nur klein, ist kein Register vorhanden. (Bei Katalogen, in 
welchen sie sich in grosser Menge befinden und der Mehr- 
zahl nach von Wichtigkeit sind, wie z B. in dem Ka- 
talog der Commerz-B iblio thek in Hamburg. 1846. 
dessen Register meine Arbeit, ist dies ein wesentlicher Mangel). 

Druck- und Schreibfehler werden S. 967 — 970 berich- 
tigt. Viele enlslanden, weil die Bucher, welche die Bibliothek 
der Sternwarte tauschweise von der Moskauer Universitat em- 
pfing, noch nicht in Pulkowa waren, als die erste Abtheilung 
des Kalalogs gedruckt wurde. 

Nimmt die herrliche Kaiserliche offentliche Bib- 
liothek in St. Petersburg unler ihren Schwestern in £u- 
ropa und Amerika in jeder Beziehung einen Khrenplatz ein, 
so steht die Bibliothek der kaiserlichen Haupt- 
sternwarte zu Pulkowa als Specialbibltothek in vollem 
Glanze da, und was die Fachwissenschalt betrifft, schwerlich 
eine ihr ganz ebenburtige zur Seite. — Die Klasse: Astro- 
nomie, S. 16 — 200, enlhalt in der ersten Hauplabtheilung, 
die in den Zusalzen verzeichneten mil gezahlt 1474 Werke, un- 
ter denen grosse bibliographische Seltenheiten ; die Cometo- 
graphie umfasst dort 82 Bucher, in der zweiten Hauplabthei- 
lung, S. 761 —818, 1392 kleine Schriften und Dissertalionen, 
von welchen mehre nur noch in sehr wenigen Exemplaren zu 
find en, einige wohl Unica sind. Dass hin und wieder auch hier 
Lucken, ist aus der Natur der Schriften dieses Zweiges der 
astronomischen Literatur ( — sie sind zum Theil nur in der 
Zeit ihres Erscheinens beachtele Ephemeren — ) leicht er- 
klfirlich. Diese Lucken, gleich anderen in den Bucherreihen 
zu Pulkowa auszufullen, bemuht sich die Verwallung der 
Sternwarte fortwahrend mil seltener Umsicht und regem 



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920 



Eifer Sie geniessl das GlOck uber die nothigen Geldmittel 
verfugen zu konnen, ein Gluck, um welches viele, viele deutsche 
Bibliotheken sie beneiden durften, nor nicht unsere Commerz- 
Bibliothek, die auch von demselben begunstigt ist. 

Die Bibliothek bewahrt 11 (10?) Drucke von 1472—1480, 
28 von 1481 -1490, 27 von 1491—1500 und i7 undalirle 
aus dem funfzebnten Jahrhundert. Incunabeln-Freunden, de- 
nen der Kalalog nicht zur Yerfugung steht, ist es vermuthlich 
willkommen, einige dieser Drucke (von 1472—1480) nach der 
Angabe in demselben kennen zu lernen. Es sind alphabetisch 
zusammengestellt folgende : 
Jacobns Angeli de Ulma, Tractalus de Cometis 
(seu) de appantione comate stelle (anni 1402). 4. 

Uber sedecim foliorum, sine anno et loco impressionism isqoe 
bibliographis, ut vidctur, prorsus incognitus. Anno 1402 conscri- 
ptum esse ex narratione de cometa initio mensis febiuarii ejus 
anni apparente paler. Auctor se anno 1382 Parisiis fuisse aarrat. 
Sub anno 1386 internecionem exercitus et ipsius ducis Leupoldi 
de Austria coinmemorat. In fine legitur: 

Compilatus est iste tractatus et completus per Jacob u ui 
angeli de ulma, inagistruin in artibus, ac licentiatum in 
medicinis, phisicum illustris principis ducis Leupoldi ducis 
austriae. 

S. 147; vgl. S. 761, mil dem Zusatze: (Ante 1500) und 
S. 785. Hain's Hepertorium, welches erst nach Beendi- 
gung des Drucks in die Bibliothek gekommen zu sein scheint 
(s. Addenda S. 830) Nr. *1099. Hier in der Schlussschrift : 
„principis u zweimal. (Ob vor 1480?) 
Christianus, Ad solitarium quendam de ymagine mundi 
per Honorium Augustodiensem). 

Secundum cataloijum Na u m anni ami m. qui alterum cxhibet 
exemplar, prodiit lil>er Norimbergae, 1472, per A. Koberger. 
In exemplari nostro desunt literae initiales pictae. Opusculuin tem- 
pore Imperatoris Friderici I. conscriptum esse affirm at Naum an- 
nus, cum lmpeiatoram chronologia usque ad Conradum 111. pro- 
ducta sit, qui 1152. obiit. 

S 76. Hain, Addenda et Corrigenda, Nr. 4984a (c. 1470) 
und Nr. '8800 (Norimb , Ant. Koburger). F. 
Cnsa, de, N., Opera. 2 vol. (Sine loco et anno). 
Liber anno 1480. anterior habendus est. 
S. 27. Hain, Nr. 5893? F. 
Joannis de Gersona, Tractatus in trilogio astrologiae 
theologiz[ale]. (1475?) 

Sine loco et anno , absque custodibus et paginis. Folia 12. 
Liber rarissimus, quern Scheibel et Lalande ignoraverunt. 
S. 380. Hain, Nr. *7711. (Norimbergae, Joh. Sensen- 
schmidt.) F. 



1) Sollten Leser des Serapeums im Besitze SHerer astronomischer 
Schriften sein, die sie zu verSussern geneigt, so wird der Unterz. eioe 
genaue Aufgabe derselben dankbar entgegen nehmen. 



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931 



Isidori junioris Hispalensis episcopi liber de respon- 
sione mundi et astrorum ordinationibus , per Gin t he- 
rum Zaioer de Reutlingen anno MCCCCLXXH. 
(1472.) 

S. 76. Hain, Nr. *9302. F. 
Manfredi, H, Prognosticum anni 1478. 
S. 137. (Hain, Nr. 10697: Hieronymus de Man- 
fredi s, Prognosticon ad annum 1479. Von Hain nichl ge- 
sehen.) 

Pnrbachii, G., Theoricae novae planetarum. Fol. (Sine 
anno et loco; secundum bibliographos : Norimbergae. 
1472.) 

S. 76. Hain, Nr. *13595. (Norimbergae, Joh. Regio- 
monttnus.) 

II Calendario (di G. Reglomontano) Venetiis 1476? 
(nisi 1474). 4. 

S. 180. Hain, Nr. 13789: I nomi di impressori || Son 
qui da basso di rossi colori || Venetiis. 1476. |] Bernardus 
pictor de Augusta || Pelrus /ostein de langencen !| Erhardus 
ratdoll de Augusta. Von Hain nicht gesehen. Ob identisch 
mil dem Pulkowaer Exemplar? 
Sacrobnsto. J. de, Spera mundi ; Gerardi Cremo- 
nensis Theoricae planetarum. (Venetiis). 1478. 8. 
S. 76. Hain, Nr. *14108: Impressa I Venelijs per Fran- 
cises renner de Hailbrun. || M. CCCC. LXXV1H. 4. 
Pliisiti Thfirecensis Tractaius de Cometis. Ro- 
mae? 1473? Fol. 

Edilio oposcnli haec princeps elegantissime impressa, vix ulli 
bibliographorum conspecta esse videtur. 

S. 147, und S. 785, mit der Bemerkung: Romae? 1474. 
Eine Vergleichung mit Hain, Nr. *155l2. (Beronae [Bero- 
munster im Kanlon Luzern], Helyas [Helye] de Louffen) und 
Nr. *15513 wird ergeben, ob, wie ich vermuthe, der Bero- 
munster Druck? Die Anfangsworte desselben lauten auch: 
Thureceusis phisiti Tractatus de Cometis Incipit, die der 
Nr. 15513: Phisici Nr. 15512 und ist statt Thurecensis ge- 
setzl: Thvreoehsis. R. Wolf wird in seiner Schrifl: Ueber 
die alteste Cometen-Litteratur der -Schweiz, Bern, 1849, die 
inir nicht zur Verfugung sleht, aber im Katalog verzeichnet 
ist (S. 773), den Physicus Thurecensis nicht unbeachtet ge- 
lassen haben. 

Das Verhaltniss der Drucke des funfzehnten Jahrhunderts 
in der Buchersammlung der Stern warte zu deLalande's 
Bibliographie astronomique stellt sich so dar: 



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222 



lu Bibliogra- lu Gatalogo la Lai audio Pnleovae 

phia Lalandi Pulcovensi Communes qui Pulcovae qui Lalandio 



1472—1480 


23 


11 


2 


21 


9 


1481—1490 


48 


28 


22 


26 


6 


1491—1500 


72 


27 


17 


55 


10 


sec. XV sine anno 


17 


5 


5 


12 


6 




160 


71 


46 


114 


25 



Uer typographisch sauber ausgestattete und zweckmassig 
eingerichlete katalog ist aus der Buchdruckerei der Kaiser- 
lichen Akademie der Wissenschaflen hervorgegangen. 



Nachdem ich meinen Bericht fiber den Katalog der Slern- 
warte zu Pulkowa bereits an die verehrl. Redaction des Sc- 
rape urn abgesandt hatte, erhielt ich (lurch die Gfite des 
Herrn Professors Dr. Peters, Directors der Sternwarte in 
Altona: 

Biographien zur Kulturgeschichte der Schweiz. Von 
Dr. Rudolf Wolf, Professor der Astronomie in Zurich. 
Dritter Cyclus. Mil dem Bildniss von Daniel Ber- 
noulli. Zurich, Druch und Verlag von Orell, Fusstif 
Comp. 1861. 8°. 
Ich entnehme der Biographie J oh an n Jakob Wag- 
ner's von Zfirich, 1641—1695, folgende die Cometenschrift 
des Thurecensis Physici betreffende Stelle (S. 105. 106): 

„Seino Thaiigkeit bestand weniger darin, dass er die 
Cometen selbst beobachtete, als dass er von litterarischer 
Seite aus ihre Kenntniss zu fordcrn suchte. Einerseits ver- 
danken wir ihm, dass er nicht uur auf eine der altesten Druck- 
schriften fiber die Cometen aufmerksam machte, auf den 
zwolf Folioseilen [Folioblfittern] beschlagenden , jedes Titel- 
blattes und der Angaben uber Ort und Jahr des Druckes 
entbehrenden „Thurecensis phisiti Tractatus de Cometis", 
sondern Naheres liber denselben festzustellen suchte 1 )- Das 
Resultat seiner Untersuchungen war, dass er dem einen der 
beiden Exemplare des Tractats, welches die Zurcher-Stadt- 
bibliothek besitzt, den Titel ^Eberhardi Schleusingeri de 
Garmanstorf Franconiae, Artium el Medicinae Doctoris, 
Physici Tigurini, Traclatus de Cometis, speciatim de Comela 
A. C. 1472. Beronae (MUnster) M73 u beifQgte, sich theils 
auf Lavater, Gessner und Lycosthenes berufend, (heils die 
Schrift selbst berficksichtigend. Meine seitherigen Nachfor- 
schungen fiber Schleusinger in den Zfircherischen Archives 



1) Ich habe diesen Tractat bis jetzt auf den Bibliotheken in Zurich, 
Bern und Munchen gefunden, — uberall mit demselben, also wohl ur- 
sprunglichen Mangel. W. (Ein Exemplar der Beromunster Ausgabe kommt 
vor in dem Catalogue des livres astronomiques , mathematiques et phy- 
siques provenant des bibliotheques de Petersen, de Bogustawski et Siber. 
Berlin 1855, Nr. 831. H.) 



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993 



fubrten zu keinem Resultate 1 ), wahrend mir dagegen Herr 
Bibliothekar Horner die Versicherung gab, dass der Tractat 
mil andern Beromfinster- Drucken vollig ubereinstimmende 
Lettern zeige, und Lalande's Angabe, dass er 1474 in Rom 
erschienen sei, jedenfalls als irrig bezeichnet warden mfisse, 
— es ware denn, dass 1474 ein zweiter Abdruck veranstaltet 
worden ware, wie in einem Auctionskataloge behauplet wor- 
den ist 3 ). Was den Tractat selbst anbelangt, so hatte ich 
ohne die unermudele Hulfe meines Freondes, Herrn Professor 
Ludwig Schlafli in Bern, die massenhaften Abkurzungen des- 
selben wohl schwerlich entziffern konnen; so aber wurde ge- 
funden, dass er fur die Kenntniss des Cometen von 1472 
nicht sehr viel Bedeotendes enthalte, sondern hauptsachlich 
astrologische Muthmassungen aber Entstehung und Bedeutung 
der Cometen. u (Es foigt nun noch Einiges fiber den Inhalt 
des yjractatus* ; dann wird von Wagner's deutscher Ueber- 
setzong von Ludwig Lavater's ^Cometarum omnium fere 
catalogus" etc. gehandelt.) 

Hambur «- Dr. F. L. Hoffmann. 



Klnige Berlcbtlgnngen 

zu 

Herrn li. Reichhart's Mittheilungen fiber Erstlingsdrucke. 

Von 

Emil Weller in Zurich. 

In No. 4. und 5. des Serapeums 1861. werden von Herrn 
R. verschiedene Druckorle genannt, die theils fingirt, theils 
gar nicht als Druckorte in den betreffenden Schriften ge- 
oannt sind. 

LArrivour, par Nicole Paris 1547 = Lyoner Druck, wie 
auch: La vie et les ouvrages triomphants d'une trfes ilia— 
stre Damoiselle, nommee Catherine de Bas Souhaits , par 
Jehan de la Roche, baron de Florigny. Troyes, chez 
maistre Nicole Paris. 1546. Enthall die Abenteuer der 



1) Leu hat ebenfalls bl.oss die durftige Notiz, dass sich ein fiber- 
hard Schleusinger oder Schlusinger im Anfange des 16. Jahrhunderts in 
Zurich aufgehalleu habe, ein wohl erfahrner Arzt gewesen sei, und aus- 
ser dem Cometen-Tractat einige astrologische Schriften hinterlassen habe. 
— Hottinger schreibt in seiner Schola Tigurina , dass ein „Rodolphus 
Ariel, Physicus" ein Bach fiber den Cometen von 1472 herausgegeben 
habe. — wohl dasselbe Werk, das Wagner dem Schleussinger vindicirt. 
W. (Jocher hat Kestner's medizinisches Gelehrten - Lexikon citirt und 
das Wenige, was er sagt, wdrtlich nacligeschrieben ; vom „Tractatus" 
findet man bei Beiden Nichts. H.) 

2) Man vergl. meinen Bericht. H. 



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Fran des Raths am Parlament von Bordeaux Johann de la 
Borne. Stephan Dolet druckte zu Lyon: Le second Enfer 
d*Estienne Dolet, natif d'Orleans, qui sont cerlaines poe- 
sies, faictes par lay mesme sor la justification de son 
emprisonnement. Troyes, Nicole Paris. 1544, wovon ein 
neuer Abdruck existirt. 
Reims, Jacques und Pierre Martin = Genfer Druck . Jacques 
Martin mit und ohne Druckort wird bereits 1562, 1568 
und spaler von Lyoner und Genfer Druckern als Maske 
gebraucht, wie spaler Pierre Marteau und Jean Nourse. 
Die erste Ausgabe der Legende erschien ubrigens 1574, 
die dritte 1579. 

Carolopolis, typis Gedeonis Ponceleli 1665 = Pariser Druck. 
Clavenna 1550 ist nur der Aufenthaltsort des Verfassers. 
Franckenau fingirter Druckort fur Scherzbucher, z. B.: Kurtz- 

weilige Geschichte. Leben und Wandel des Clement Marot, 

Franckenau auf der Neusladt. 1660. N. Ausg. ebd. 1668. 

Ferner: Gepfluckte Fincken u. s. w. Franckenau, bey Hans 

Brodessers Erben 1681 Und so noch ofter. 
S. Jean de Maurienne, G. Butler 1704 = Pariser Druck. 

N. Ausg. ebd. 1750. 
Ku/ stein 1745 Druck von Hemmerde in Halle. 
Lochau 1520 Aufenthaltsort G. Spalatin's des Uebersetzers. 
Luce-Nouvelle par Brifaud Chasse-diables 1565, 1566 und 

1567 = Genfer Druck. 
Lumbitsch auff dem Federmarck 1524 = Erfurler Druck. N. 

Ausg. ebd. 1524. 
Miltenberg 1523 kein Druckort. 

Heinsperg 1608 = wohl Ingolstadter Druck. Schrift des Cas- 
par Scioppius, der unter gleichem Druckorte 1608 eio 
Amulelum adv. Satanae fascinum lateinisch edirte. 

Schnerssheym an dem Kocherssberg 1526 flngirt. 

Schwabach 1524 kein Druckort. 



Bibliothekchronik uud Miscellaneen. 

Am 21. Juni slarb Hofrath Dr. Ludwig Pre Her, Oberbiblio- 
thekar der Grossherzoglichen offeotlichen Bibliothek zu Weimar. 



Verantwortlicher Redacteur: Dr. Robert Naumann. 
Verleger: T. O. Weigel. Druck von C. P. Melzer in Leipzig. 



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SERAPEUM. 

<if fdjrtff 




fttr 

Bibliothekwissenschaft, Handschriftenkiinde und 
Ultere Litteratur. 

im Vereine mit Bibliothekaren and Litteraturfreunden 
hera usgegeben 

TOO 

Dr. Hobert Naumann. 



m 15. Leipzig, den 15. August 1861. 



Verzeichniss 

der Incunabeln der Grossherzoglichen Bibliothek 
zu Oldenburg. 

Von 

Bibliothekar Dr. Heradorf In Oldenburg. 
(Fortsetzung.) *) 

103. g. 

Stella clericorum s. 1. et a. (Lips. J. Sensenschmid?) 4. 
Hain 15065. Ueber den Drucker vergl. Nr. 102. f. 

103. h. 

Canones poenitentiales s. textus canonum poenitentialium de 
summa fratris Astensis extractus. s. 1. et a. (Lips. Marc. 
Brandis.) 4. 
Hain 4340. 



*) Nach langer Unterbrechung — die letzte Mittheilung findet sich 
im Jahrg. 1853. Num. 7. S. 109—112. — folgt jetzt die Beschreibung 
der noch ubrigen Incunabeln. Die Unterbrechung wurde durch den Uui- 
stand herbeigefuhrt, dass das Manuscript verloren gegangen war und dei 
Hen Yerf. dasselbe nochmals ausarbeiten musste., 

Die Redaction. 
XX1L J&hrgug. 15 



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226 



103. i. 

Discordia praedicatorum et minorum cum clero seculari. s. 
1. el a. (Lips. Marc. Braodis.) 4. 

Haia 6275. Hier ist zu bemerken, dass der Inhalt des 
Titels schoo Fol. 12. a* 4chlils4l find dann ein besonderer 
Anhang folgt, aus (lessen Ueberschrift zu schliessen, dass 
Jac. Carthus. 1470 noch gelebt, da man doch sonst 1466 
als Todesjahr annimmt, es Ware dean, dass 7 fur 5 gel- 
ten sollle. 

103. k. 

Huguitio intricaliones numeralium vocabulorum. s. L et a. 
(Lips. Arnold de Colonia.) 4. 

F. 1. a. Tractates vguiicnis intri|cationes nneralium 
vocabu-|lorum lucide exponens legen | tibus perulilis. | F 
1. b. leer. F. 2. a. (mil Sign. Aij) De Cardinalibus I ( ) 
Ocabulorum fignificantiut numeros que-|dam dicantur car- 
dinalia. quedam ponderajlia. queda difperliliva etc. F. 6. b. 
lin. 26. Vllimo zeta facit finera bis mille tenebit 5 duo 
failia. mm. 6 BU. m Sign, obne Blaltz. u. Custad* m. 33 
fceil. golh. Cbar. 4. 

Panz. Ann. IV, 207, 1268. Hain 16082. 

103. L 

Virgilius MarO (P.) Bncolict. s. L et a. (Lip** Melch. Loller 
nach 1500, wie aus der romischen Type ersichllich, wel- 
che derselbe erst nach genannlem Jahre in Leipzig ein- 
fuhrte.) 4. 

103. m. 

Qualiler Festa Marine celebranda sint. s. 1. et a. (Lips, post 
1508, wie aus der Unterschrifl hervorgeht.) 4. 

103. n. 

Computus noYus ecclesiasticus 1515. s. 1. (Lips.) 4. 

103. 0. 

Luther (Mart.) Eyn Sermon von der Betrachtung des beyligen 
leydens Chrifli. Leypczyck 1519. 4. 

103. p. 

Oecolampadius indicium de Marlino Lilhero. Lips. 1520. 4 

103. q. 

tractatulus de arte et modo inquirendi quoscunque haereti* 
cos. s. L et a. (Lips. 1519?) 4. 



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327 



103. r. 

Soccatius Fabula Tancrcdi in lalinum verfa a. Phil. Beroaldo. 
Villembergi s. a. (nach 1502, aber vor 1507. lyp. Nic. Ma- 
reschalci expensis H. M. A. T. d. i. (Heri Manni Aqnilii 
tsennachensis) da Nic. von Marschall erst 1562 nach Wit- 
tenberg ging und 1507 nach Rostock zog. 

104. 

Ballhasar (Theol Li cent.) exposilio canonis sacralissimae 
missae. s. I. et a. (Lips. Bollicher.) 4. 

Panz. Ann. lyp. IX, 106, 135. Ilain 2345. 

105. 

Basilius (S.) Magnus oratio ad adolescentes de legendis an- 
tiquorum sea gentilium libris lat. Leonardo Aretino in- 
terprete. c. commenL J. Hon. Cubilensis. s. I et a. (Lipl 
Melch. Lolher) 4. 
Hain 2636. 

106, 

Gclpurnius (Tit. Jul) Siculas Bucolicon s. Eclogae. s. 1. ct a. 
(Lips. Melch. Lother.) 4. 

F. 1. a. Titi Calpharnij Siculi | Btcolicom carmen. 
F. 1. b. leer. F. 2. a. (mil Sign. Aij) Tili Calphnrnij Si- 
culi Buco|licum carmen. Ornilus. el cori|don. fratres in- 
terloquulores | Aegloga prima. | ( ) Onduin foils equos 
d' clivis mitigat eflas | etc. F. 29. a. Z. 6. Bucolica tili 
calphurjny ficuli flniunt. F. 29. b. F. 30. leer. 30 Bl. mit 
Sign. A. D. ohne Blattzahl und Custoden rait 18 Zeil. 
•goth. Char. 4. 

Hain 4270. Das hiesige ExempL hat gleichzeitige hand- 
schriflliche Noten. 

107. 

Cictr* (M. Tull.) oratio pro lege Manilia sen Gn. Pompejo 
editore M. Andrea Epistala Delitschensi. s. 1. et a. (Lips. 
Thanner.) fol. 

F. 1. a M. Tollij Ciceroni's oralio pro Cn. pom|peio 
magno in duo bos caufe generibus | constituta deliberativo 
fc$ t demonftratiao: omnibufqs parlibuf oralio |nis Rhelo- 
rice conslans. In qua duo pfuadere nititur. P. K. feu Qui- 
rili-jbos. Prima vt fufcipial bellum contra Mithridatem x 
Tigranem reges | Secundu vt Cn. Pompeius illi bello cum 
ftttiimo irtrperio preflciatur | contra fentenliam. Q. Catuli 
et Q. Hortenfij. f M. Andreas Epistates Delitfchenfis | Ad 
Lectorem | Pompeij laudes hie elaulit Tullius acer | Gloria 
romuliduni bella gerenda iubet | Hie oculis fubicclanlur 

15* 



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que gutture dulci | Martigenis primum fuaferat arte potens| 
Nec ducis armigeri cetus hie munera defunt | Pompeij 
floret Candida Tama quibus | F. 1. b. Argumentum orationis 
Pompeiane. | Cicero creatus pretor romanus duo pfuadere 
nitit populo ro|mano feu etc. und schliesst Z. 26 uina 
peue ac celefti eloquentia contraria argumenta confutat. 
F. 2. a. (mit Sign. A ij) M. TuIIij Ciceronis pro lege Ma- 
nilla siue I de laudibus Cn. Pompeij fine de Imperatore 
deligendo Oratio. | ( ) Vanqs mihi Temper frequens con- 
fpectus vefter multo | iocundiffimus : etc. F. 12. b. Z. 21. 
et rationibus (sic) preferri oportere. | <J| Finis. 12 BI. m. 
Signal ohne Blattz. u. Custoden mit 26 Zeil. goth. Char. 

Panzer Ann. IV, 113 Nr. 344. Hain 5152. Das hiesige 
Exemplar hat gleichzeitige handschriftliche Noten. 

ioa 

Dares Phrygius Historia Trojana. s. 1. et a. (Lips. Mart. Lands- 
berg circa 1498.) 4. 

Panzer Ann. I, 491. Nr. 182. Hain 5962. 

109. a. 

Mancinus (Dominic.) de quattuor virtutibus et omnibus offi- 
ciis ad bene beateque vivendum pertinentibus s. 1. et a. 
(Lips. Maur. Brandiss circa 1488.) 4. 

F. 1. a. Candidiflimus Dominici Mancini | Liber de 
quattuor yirtutibus et om|nibus officiis ad bene beateqs 
viu£|dum pertinentibus | F. 1. b. Johannes Cubitenfis Ar- 
tium Ma|gifter wenlzeflao germao fuo charif|fimo Salntem 
(sic) dicit | Preclare. egregie. et fapienter ad Architam 
TaretinG fcribit Plato gre|corum omnia etc. Z. 19. ceat 
quidue cauere eis conueniat offendes Uale Exliptzk Anno 
lalutis | noftre millefimo quadringentefimo octogeflmo 
octauo Die vero Ulti|ma Menfis Junij | F. 2. a. Libellus de 
quatuor virtutibus et | omnibus officiis ad bene beateq$l 
viuendQ pertinentibus | Do. Man. ad lectore de libro fuo] 
und schliesst F. 2. b. Z. 17. ipfarum quatuor virtutum 
officia enarrat | F. 3. a. Prefacio j Dominici Mancini in 
libru de qua|tuor virtutibus et omnibg officiis | ad Fride- 
ricum Seuerinale domijnum illuArem Epifcop0q5 Mai lea | 
renflum reuersdti prefatio incipit | die Vorrede schliesst 
F. 6. b. F. 7. a. De quatuor fdtibus honeftatis qui | a 
nalurali ratione habent originem | Das Gedicht schliesst 
F. 42. b. F. 43. a. Carme Sulpicii verulajni de ingenuis 
moribus | in men fa feruaudis (sic) | welcher F. 46. a. Z. 8 
schliesst. Dicito. £5 tolles ordine queq3 fuo) | Finis. F. 
46. b. leer. 46 Bl. ohne Sign. Blattz. u. Custoden mit 20 
Zeil. mit Marginal, goth. Char. 4. 

Hain 10631. 



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299 



109. b. 

Virgiliocentones veteris et novi testamenti. Frcft. ad/viadr. 
1507. 4. 

110. a. , 

Mavis (Paulus) colores rhetoricae disciplinae. s. 1. et a. (Lips. 
Martin Landsberg.) 4. 

Panz. I, 502, 503. Haio 11715. 

110. b. 

Wjmpina (Conr.) Ars epistolandi. s. 1. et a. (Lips. Lolher.) 4. 
F. 1. a. Precepta coaugmet&de Re|thorice oraconis 
comodiflta | Ad lectorem | Hue ades Egregium qui nofcere 
Rethoris altum | Jam velis aut placidam per didiciffe no- 
tam | Namq$ ibi que postas fcribenda pericia preflat | Di- 
cere nee deerit. grandia quauta uoles | F. 1. b. leer. F. 
2. a. ( ) Ene effet iucnndiilimi (sic) | comites a quonifi 
omnis eloquencie et p-ffecle etc. F. 18. a. Z. 16 gis ex 
animo nitttur (sic) qui laboris remuneraciones fibi pre I 
pofitam videt Telos | F. 18. b. Ars Epiftolandi mgFi Coni 
radi de wimpina prefatom | preceptorum comodiflima. 18 
Bl. ohne Sign. Blattz. u. Custod. mit 20—36 Zeil. goth. 
Char. 4. 

Hain 13315 und 16202 hat dasselbe Buch unter zwei 
Titeln aufgefuhrt, ohne es gesehen zu haben. 

110. c. 

Barynus (Jacobus) ars scribendi s. 1. et a. (Lips. Thanner 
1494.) 4. 

Panzer Ann. IX, 166, 37. Hain 2661. Unser Exemplar 
hat handschriftliche gleichzeitige Bemerkungen. 

XIX. Lfibeck. 
Typographus ignotns. 

111. 

Birgitta (Sunte) Openbaringe. Lubeck 1496. o. Drucker. 4. 
F. 1. a. Unter einer Krone Sunte. Birgitten. f open- 
baringe. F. 1. b. Sunte Birgitta bydde vor vns | darunter 
ein Holzschnitt die Heilige Birgitta yorstellend und dann 
funf Zeilen Text. F. 2. a mit der Blattzahl ij Dat regifter 
deffes boekes | welches bis Blatt 7 (VII) b. 2. 20 laeuft, 
worauf ein Gebet an Maria folgt. F. 8. a. (VIII) unter 
einem Holzschnitte , die Jungfrau Maria darstellend, Eyn 
ghebeth van funle Birgitten | F. 8. b. Z. 9 beginnt: Eyn 
gebet ?& funte Kathenn? r8 watzfteyn. j F. 9. a. (mit der 



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830 



Zahl r) <IDa( ersle cnpilfel holt in fyck eyne korle vor- 
re|(ie deifes bockes etc. F. 203. a. (bezeichnet cciii) eudet 
das Buch teken. de me nich al kan fetie in fo dan heel 
boeck alze I dii is darto walzfteyne grole boeke va vul 
gefcreue|ligge ghelyk alze van erer hilghen moder Deffe 
hil-|ge wil wy an rope, vppe dat fe vor ons bidden Ams| 
Anno domini Mccccxcvj. Lubeck. F. 203. b. kleiner Tod- 
(enkopf zwischen vier Schildern, oben der Keichsadler und 
das Lubecker Wappcn, unten drei Mohnkopfe und F wel- 
ches offenbar das Monogram des Holzschneiders wie die 
Mohnkopfe dessen Wappen ist. 203 Bl. mil Blallzahl und 
Signal, ohne Custoden mit 32 Zeilen und 8 Holzschnitlen 
and Inilialen. golh. Char. 4. 

Hain 3206. Bruns Beilrage z. kritisch. Bearbeit unbe- 
nulzler alter Handschr. etc. Slack II. S. 197 ff. Nr. 38 giebt 
geuaue Beschreibung und Auszflge aus diesemBuche. Auf 
den Deckeln des Exemplars hies. Bibliothek linden sich 
zwei Blftller aus Speygel der leyen (LQbeek 1496.) [cfr. 
Bruns Beilrage II, 206 Nr. 40.] aus dem Capilel Amt der 
Melfe, die Erlfiulerung der SlQcke des Messgewandes. 
Vergl. auch Gesner-Suhl p. 55 Anm. Kinderling p. 357.58. 
Scheller Nr. 466. Deecke Nachrichfen S. 21. Nr. 37. 

Fruhcrer Besilzer Vincenlius Smidt. 

XX. Magdeburg. 

Mauritius Brandis. 

Ferrerius (Vincentius SJ (racfalus de inferior^ homing Mag*- 
deburg Maur. Brandis 1493. 4. vid. Nr. 99. d. 

XXL fflailand. 

112. 

Demetrius Chalcondylas. 

Suidns Lexicon Graecum. Mailand 15. Nov. 1599. Demetrius 
Chalcondylas, fol. 

Panger II, 91, 559. Hain 15135. $dilio prinpeps r&- 
rissima. 

XXII. Mainz, 
a. Petrus Schdffer (1467). 

113. 

Aureolus (Petrus) Tractatus de conceptione virgipis Mariae. 
s. 1. el a. (Mogunl. Pelr. Schdffer). 4. 
Panzer U, 142, 118. Hain 2142. 



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831 

114. 

Valerius Ma?\m\tf Jfoctprum dicfommqne raemorabilium UM 
IX. Mogunt Petr. SchoeflTer 1471. JlVIII. Kal. Jul. foL 

P^zer U t J21, 22. Hail 15774 Auf Blail 198, b. die- 
ses Exemplares sleht: Liber fralrum domus Riyileonis in 
Marpurg. 

115. 

(Botho [Conrad]) Cronecken der Sassen. Mainz Petr. SchOf- 
for. 1492, 6. mn. Mil vielen color. Hoi<s*ehn. foj. 

Panzer, deulsche Annal. I, 196, 338. Hain 4900. In 
unserem Kxeoiplare zwei etigeheftele Pergamentblitter mit 
Wappenzeichnungen. 

f>. Erhard Rewicb (Reuwich) vpn Vlrecbt (I486). 
116. 

Breydenbach (BernK de) Peregrina(iones sanotae. Mogunt. 
Krfaard Reuwich. XI Febr. 1486. Mil vial. Hplzschn. fol. 

Paizer II, 131, 58. Hain 3956. Dibdin bibl. Speno.HI. 
Nr. 651 und Mosers instractiver Aufsalz im Serapewa III. 
(1842) p. 56 IF. Nach des lelzlern aualuhrlicher Beschrei- 
bung isi das vorliegende Exemplar bis auf die Holzsohnitte 
3. 4. 5. 6. 7. 8. 19. 22. 23. 24. complet und hat dafur 7 
Holzschnille F. 13. a. F. 22. b. F. 69. b. F. 70. b. F. 71. a. 
F. Tl a. F, 73. a. #i«gekiebt, wejebc aus der Sefcedel- 
schen Chronik zu seip echeijiei, Aasserdem hat 4as Ex- 
emplar einige Handbemerkuogen vpn Uaaden de$ 15. und 
JC. JaJuhuuderUf. 

o. Peter vop Friedberg (1494). 
117. 

Palaeonydorvs $. d$ Aqya peferi (Joanne*) liber trimerpstos 
de principio et prpp^ssu ordiui* CarmetfUci. Mflipz. Petr. 
de Fridberg. 1497. 4. 

Panzer II, 135, 83. Hain 12270. Das hiesige Exem- 
plar bat einzelic kandschriflliche Raadbemerkuugen. 

na 

Trittenheim (Joannes) de statu et mina monastic! ordinis. s. 
1. et a. (Mainz Petr. de Fridberg.) 4. 

Panzer JI, 143, 124, Hain 15624. Das hiesige Exem- 
plar hat einzelne handschriflliphe R&ndbemerkungeu. 



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232 

119. 

Trittenheim (Joannes) de laudibus ordinis fratrum Carmelito- 
rum. Mogunt. s. a. (Petr. de Fridberg.) 4. 

Panz. II, 133, 67 und II, 134, 73. Hain 15628. 

xxm. Nflrnberg. 
a. Anton Koberger (Koburger) aus Nflrnberg (1472). 

120. a. 

Platina (Bartholom. s. Baptista) vitae pontiftcum. Norimberg. 
Ant. Koberger. 3. Id. Aug. 1841. fol. 

Panzer II, 188 , 89. Hain 13047. Das erste Blatt ist 
handschriftlich erganzt. 

120. b. 

Trittenheim (Joannes) de script oribus ecclesiaslicis. Basil. 
1494. (Joh. Amerbach.) fol. 

Panzer I, 175, 163. Hain 15613. Anf dem vordern 
Deckelblatte : Liber Henrici Bockholt II doct. ppti ac ca- 
nonici Lubicen. Dasselbe ist einem alten holiandischen 
Drucke entnommea, welcher mil den Valdenaerschen Druk- 
ken zu Utrecht grosse Aehnlichkeit hat 

Bonifacius VIIL papa liber VI. decretalium. Norimberg (Ko- 
berger) 1482. IV. Id. Mart fol. vid. Nr. 124. b. 

319. 

Biblia Germanic a. Nflrnberg Ant. Koburger. 1483 am Montag 
nach Invocavit. Mil Holzschn. fol. 2 Bde. 

Panzer Gesch. d. Nflrnb. Ausg. d. Bibel. 65 ff. Panz. 
deutsch. Ann. I, 133, 166. Hain 3137. — Ist die neunte 
deutsche Bibel. 

121. a. 

Panormitanus (Nicolaus) 4e Tudeschis, Abbas Siculus Le- 
ctura super quinque libros decretalium. Norimberg Ant 
Koburger 1485—86. 6 Thle in 3 Bdn. fol. 
Panzer Ann. n, 199, 149. Hain 12314. 

121. b. 

Panormitanus (Nicol.) de Tudeschis, abbas Siculus. Gonsilia 
cum Ludovici Boiognini tabula. Ferrara. Petrus de Aran- 
ceyo et Johann. de Tornaco. 9. Maij 1475. fol. 
Panzer Ann. I, 395, 16. Hain 12345. 

122. 

Aeneas Sylvius epistolae familiares. Norimberg Ant Kobur- 
ger. 16. Kal. August. 1486. 4. 



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B33 

Panzer Ann. II , 203 , 164. Hain 154. Merzdorf bibl. 
Unterhalt. II, 135 fi. Unser Exemplar hat einzelne hand* 
schriflliche Bemerkungen. 
Clemens V. papa. Constitationes c. apparatu Joh. Andreae. 
Norimberg Ant. Koburger. 15.Marz 1486. fol. Vid.Nr. 124. c. 

123. 

Clavasio (Angelus de) Summa angelica de casibus conscien- 
tiae. Norimb. Ant Koberger 5. Kal. Sept. 1488. fol. 

Panzer Ann. II, 205, 177. Hain 5385. Dieser Band 
hat vor 1503 Nicolaus Batece zu Marpurg, dans dem Pie- 
ban Johann zu Steinertzhausen, dann Johann Strack von 
Hatzfeld (f 1542), Adam sodann Siber und Lucas Cocceji 
gehdrt. Auf den 7 Vorsatzblattern finden sich handschriflU 
liche Controversen aus dem 16. Jahrh. 

Bartholomaeus de Glanvilla de proprietatibus rerum. Norim- 
berg Ant. Koberger 20. Juni 1492. fol. Vind. Nr. 241. b. 

124. a. 

Gregorius IX. Papa Decretalium libri V. c. glosa. Norimberg 
Anl. Koburger 1493. X. Marz. fol. 

Panzer Ann. II, 212, 219. Hain 8030. 

124. b. 

Bonifacius VUl. Papa liber VI. decretalium. Norimberg Ant. 
Koburger 1482. IV. Id. Marcii. fol. 

Panzer Ann. II, 191, 107. Hain 3603. 

124. c. 

Clemens V. Papa Constitutiones c. appar. Joh. Andreae. No- 
rimberg Ant. Koburger 1486. XV. Marc. fol. 

Panzer Ann. II, 200, 155. Hain 5435. Bei diesem 
Buche fehlt das letzte (5Ste) Blatt — Dieser Band hat 
fruher Johann Brochmann Vicarius in Bockenheim , Georg 
Tappe und endlich (unler Abt Peter) dem Kloster zu Abdon 
und Simon in Ringelheim gehdrt 

125. 

Gratianus Decretum cum apparatu Johannis et Bartholomaei 
Brixiensis. Norimberg Ant. Koberger. Pridie Kalend. De- 
cemb. 1493. fol. 

Panzer Ann. H, 213, 222. Hain 7913. 

126. 

(Schedel [Hartmann]) Liber chronicarum. Norimberg. Ant. 
Koberger 12. Juli 1493. Hit viel (2250) Holzschn. fol. 
Panzer Ann. II, 212, 221. Hain 14508. 



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127. a. 

Paratus Sermones de tempore et de Sanctis. Norimber* Ant. 
Koberger 23. Dec. 1493. * 
Panzer Ann. II, 213, 223. Hain 12412. 

127. b. 

Strmones exquisili super epislolis per anni circujum. Argent 
finae. impens. Joh, Reynardi aliae Cruninger pridie 10. 
Kalend. Aprilis 1489. fol. * v 

F. 1. a. (rolh gedruckt) Sermones exquifiti fuper | epi- 
slolis per anni circuln. J F. 1. b. leer. F. 2. a. (mil Sign, j) 
unler der Ueberschrift Tabula in gespalten. Column. Inue- 
tarium pro|plum eo^ que in fermonib9 fequenlib9 | vel 
traclanlur vel langunUir. | C ) Abas hejijas dixit etc. F. 
8. a. endet das Register. F. 8. b. leer. F. 9. a. (mil Sign, a) 
unter der Ueberschrift Sermo Primus Sermones qus | ele- 
ganliffimi, fuper epirtolis domini-|calib9, per totius anni 
circuln. collecti | ex fermonibys wilhelmi lugdunenris | et 
ex diclis fancti Thome. Johannis J nider aliorumqs dodo 
ru5 calholicozj. | alqs ex fermonib9 fenrati. ac denuo cu^ 
magno labore reuil'i. incipiunt felicifer. J Dominica prima 
in aduelu domini ad Rhomanos. xiij | ( ) Ratres Scien- 
tes quia hora est | iam nos etc. F. 83, a. Col. 2. Zeile 3< 
nediclus Amen. | Finiut fermones, fup epl'is dnicalibus 
per anni circulnm valde habiles Acti ar-|geline imp?fis 
puidi viri Johanis Rey-|nardi aPs gruninger) diligeii exa- 
m»nalio|ne preuia. Anno dHi. Mcocclxxxix. p'die j vo Ka- 
lendas aprilis. | F. 83. b. leer. 83 Bl. mil Sign, ohne Blalt- 
zahl und Cuslod. mil 50 Zeilen in gesp. Column, goth. 
Char. fol. 

Braun II. p. 175. Panzer I, 38, 158. Auf den Blatt- 
deckeln ein papsilicher Iodulgenzbrief (zwwseitig) test auf- 
geklebt. 

128. 

(Institoris [Henricus]) Malleus maleflcarunj. ptoriipb, A$U Ko- 
berger 17. Jan. J 496. 4. 

Panzer II, 220, 259. Hain 9246. 

129. 

Vocabularius breviloquus cum arte diphlbpngandi punctandi 
et accenluandi. Norjmberg Ant. Koberger J2.Juiil498. fol. 

F. 1. a. Vocabularius breuilo|quus en arte diphlhonl 
gandi. punctandi et ac-|centuandi. F. 1. b. Sunt qui fibi 
iam plurima coparare volumi|nMlatuerunt. a quorum pfecto 
lectione fyepius dictioaum wertit ignoranlia. tasliditq$ anim9| 
legentis. cum Qraljppi$ e(c. Z. 28 jentffH <}ip$e Vorrede: 



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335 



panentis generis prime coniugalionia. Et fio de alijs ( 
In prefenii libro conlinenlur. | Hem ars diphlhongandi 
Guarini Veronenfis. | Item compendiofus dyalo^us da arte 

Iiunclandi. | Hem Iraclalus vlilis de accenlu. | Item Breui- 
oquus vocabularius. | F. 2. a. (mit Sign. 2) Col. 1. Gua*- 
rinus Veroneqlls Floro fuo falule plujrimam dicit. | ( ) 
On fine caufa | factum effe cerlo fcio n diphthfi|ganda 
vocabula etc. F. 3. b. Col. 1. Z. 1. Compendiofus de arte 
punclandi dialo-|gus foeliciler incipit. Col. 2. Z. 24. aman- 
tilfime adQjefcens. | Finis. | Incipit tractatq de accenlu 
perulilis ! F. 6. b. Col. 2. Z. 49 ra huiusmodi. | Finis.) 
F. 7. a. (mit Sign* a) Col. 1. Incipit frreuiloquus vocabu- 
larius. | ( ) A. a. domi-|ne deus ecce nefcio loq. | quia 
puer ego fus. F. 294. a. Col. 2. Z. 40. Vlrumnam inier- 
rogaliuum eft. 2 h$ nam J ilia | bice. 2 acuit pe. I Finit Vo- 
cabularius Breuiloquus (riplici | alphabelo diuerfis ex au- 
(oribus. necnon cor | pore vlriufq* iuris colleclus ad lali- 
nnm fer-|monem capeffendum vtijiffimus. Impreflus | Nurm- 
berge per Anlonium Koberger. An-|no dUi. M.cccc xcviii. 
die. xij. mends Julij. | F. 294. b. leer. 294 Blall mit 
Signat. ohne Blaltzahl u. Cusloden, gespalt. Column, mit 
57 Zeilcn golh. Charact. fol. 

Panzer Ann. II, 22G, 296. Auf dem Tifelblatfe: Liber 
fanclorum marlyrum Abdou fennes et Blafii in Ryngelem. 
Auf den Einbanddeckeln Bruchstucke eines alien hand- 
schrifllichen Missale's auf Pergament. 

130. 

Biblia Latina c. poslillis Nicolai de Lyra. Norimb. Ant. Ko- 
berger. G. Sept. 14^7. fol. 

Panzer Ann. II, 224, 285. Hain 3171. Die hiesige Bi- 
bliolhek besilzt nur Fol. 241—424 des ersten Bandes. Das 
Buch stammt aus der Bibliptjiek Remmers von Seedyck. 

131. 

Clavasio (Angelas del Summa angelica de casibus conscien- 
ce. Norimberg Ant. Koberger 1498 in vigil. Sanct Bar- 
thplom, foj. 

Panzer Ann. II, 226, 297. Hain 5400. Pas (schlecht- 
gehallene) Buch stammt aus der Biblioihek Remmers von 
Seedyck und hat einzelne handschriftliche Randbemer- 
kuogen. 

b. Friedrich Creussner (1472). 
132. 

Polo (Marco) Reisen. NQrmberg Fritz Creussner 1477. fol. 
Panzer deulsche Ann. I, 99, 81. Hain 13245. In un- 



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336 

serai Exemplar sind Blatf 4. 5. schlecht ausgebessert, so 

dass der Text fehlt. 
Sixtus IV de dei potentia. s. I. (Nurnberg) Fritz Creussner. 

o. J. fol. vid. Nr 276. e. 
Pharetra auctoritates et dicta doctoram, philosophorum et 

poetaram continens. s. 1. (Nurnberg) Fr. Creussner. fol. 

vid. Nr. 296. o. 

133. 

Soliloquium peccatoris conversi et compuncti. Nuremberg. 
Fritz Creussner. 1479. 4. 

Panz. Ann. II, 184, 72. Hain 14872. 

134. 

Poggius (Joh. Francisc.j Facetiae, s. 1. et a. (Norimb, Fritz. 
Creussner.) fol. 

Panz. Ann. II, 237, 357. Hain 13180. Unserm Exem- 
plar fehlen die 5 Blatt Register, sonst ist das Werk voll- 
st&ndig. Am Rande einige handschriftliche Bemerkungen. 

135. a. 

Andreae (Joannes) Lectura super arboribus consanguinitatis, 
afBnitatis et cognationis spiritualis. s. I. et a. (Norimb. 
Creussner.) fol. 

Panz. Ann. II, 238, 362. Hain 1018. Bei unserm Ex. 
fehlt Fol. 8. den arbor afBnitatis darstellend. Mit einigen 
handschriftlichen Bemerkungen. 

135. b. 

Id. lib. Liptzk 1492. (Mart. Landsberg.) fol. 
Panz. Ann. I, 477, 45. Hain 1042. 

135. c. 

Id. lib. Lips. Wolfgang Honacensis 1514. fol. 

135. d. 

Id. lib. Lips. Hart. Herbipolensis 1515. fol. (Auf dem letzten 
Blatte Z. 3. v. unten der Druckfehler 1408 statt 1508.) 
(Fortsetzung folgt.) 



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837 

JL n z e i g e. 

Notice relative a une collection de manuscrits, possedee 
dans la seconde moitie du XVH e siecle et les pre- 
mieres annecs du XVIII*, a Dordrecht, par David 
Find van Giffen, et vendue k la Haye en 1705. 
Par le Dr. F. L. Hoffmann. (Brussel, 1860, 14 SS. 
gr.-8°. Abdruck in 25 Exemplaren aus tome XVI. 
des Bulletin du bibliophile beige.) 

In der reichen Sammlung von Auctions-B&cher-Catalo- 
gen, welche die hamburgische Stadlbibliolhek besitzt, fand icb 
zufallig ein Duodezbandchen von 63 Seiten, betilelt: 
Catalogus variorum insignium et rarissimorum in quovis 
fere eruditionis ac linguae genere Manuscriptorum. 
Hinc librorum, qui omnes fere inediti sunt: illinc epi- 
stolarum,a regibus principibus, illustribus Politicis et lite- 
rals viris seculis XV. XVI. XVII. conscriptorum: quibus 
accedunt acta politica et ecclesiastica : quae magna dili- 
entia et studio sibi comparavit vir plarimum reveren- 
us, doctissimusque David Flud van Giffen. V. D. 
quoad viveret in ecclesiA Dordracena Praeco fldelissimus 
suavissimusque. Quorum publica distractio habebitur 
Dordraci in aedibus sororis die aprilis Anno 
domini M. D. CCII. 

Die Worler „Dordraci u und „Sororis u sind durchstrichen 
uad statt derselben ist geschrieben: „Hag. Com. D. 23. Febr. 
per Abrahamum Hondt in Aula Magna", die Jahreszahl 1702 
in M. D. CCV verSndert. Hr. A. D. Schinkel io Haag be- 
wahrt ein ganz gleichformiges Exemplar, doch ohne die haml- 
schriftlichen Abanderungen, und Herr Ferd. Vanderhae- 
ghen in Gent kaufle in der Auction Van Vorstein Exemplar, 
dessen letzle Titelhalfte lautet: . . . quae magna diligentia 
et studio comparavit harum rerum indagator curiosissimus. 
Quorum publica distractio habebitur per Abrahamum de Hondt, 
bibliopolam Hagiensem in officina quam tenet in Aula Magna, 
vulgo, de groote Zael van 't Hof. Ad diem 32. Februar., St. 
Greg. Ann. Domini, 1705. — Apud Abrahamum de Hondt, 
1705. 70 SS. Bis S. 17 sind die Preise und Namen der 
Kfiufer (unter denen mehre Buchhandler und, wie ich ver- 
muthe, BQchercommissionaire) beigeschrieben. 

Schon der Titel lasst Bedeutendes erwarten, man er- 
staunt aber, wenn man sich mit dem Inhalt des kleinen Ka- 
talogs, den wol nur wenige Deutsche und selbst hollfindische 
und belgische Gelehrte aus eigener Ansicht kennen, bekannt 
macht. Der Besitzer David Flud Van Giffen, war aus 
Sneek in Vriesland gebOrtig, studirte bis 1674 auf der Uni- 



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238 



versilat zu Franeker, wurde Predigcr an verschiedenen Oer- 
lern, 1G31 in seiner Vaterstadl, and 1688 in Dordrecht, wo 
er 170 1 slarb. Er war ein beliebler Kanzelredner und fleis- 
siger Schriftsleller Seine Bibliolhek und Handschriften-Samm- 
lung wurden sehr geriihmt. (Ueber Van Giflen's Lebensver- 
halfnisse hat mich der gelehrle Hr. Dr. Schotel in Tilburg 
unterrichtel). 

In meiner Notiz sind ans den einzelnen Ablheilungen des 
Verzeichnisses : Catalogus librorum manuscriplorum — Col- 
lectiones epislolarum — Acta politica et ecclesiaslica , deren 
ersle Nummer: Foedera el pacta domus Burgundiacae cum 
pluribus regibus, principibus et ordinibus, aus 22 Foliobfinden 
beslehl, diejenigen Manuscripte, die mir besonders wichlig 
und interessant erschienen, so wie sie, leider wenig genQ* 
gend, der Verfasser des Katalogs beschreibt, aufgefOhrt. Einige 
Beispiele meiner Auswahl mdgen hier einen Platz finden: 
Das ersle und dritle Buch von Hugo Grotius „ParaIlelon 
rerompublicaruta" (das lelztere nach dieserti Manuscripte 
von Meerman herausgegeben 1801 und 1802). 
Eine grosse Sammlung von Briefen an Viglius de Zuichem 
von Aytla (Nr. 3—7) von Hopperus (522) u. A. (Sehr 
wahrscheinlich der in der Bibliolh&que royale des dues 
de Bourgogne beflndliche). 
Drie groote ingebonden slucken, behelsende fransche en 
duydsche originele brieven, anno 1572 den staat ont- 
voert, en by Air de Laloo gecompleleert. 
Fasciculi tres epislolarum ad Audream Masium. B. Alter 
150, inter quas praecipuae Joh. Baptistae et Antonii de 
Taxis, etc., de rebus quae tunc Romae et in Italia age- 
banlur. 

1Len (Fasc.) mit 12 brieven van due d'Alva aan Bossu , met 
een doodvonnis over drie martelaren van Brandwijk by 
due d'Alva onderlekeut en een missive van de marie- 
laar Joost de Tollenaar, uyt het gevangeuhuys aan sijn 
moeder geschreven. 

Epist. Erasmi et ad Erasmum 352 apographae, uno con- 
teniae volumine : duo autographae, una Erasmi ad duceffl 
Saxoniae, altera ad Scepperum. Adest etiam una Aegi* 
dii ad Erasmum. (Werden wohl alle in der Leidener 
Ausgabe der r Opera w gedruckt sein). 

Briefe von Marnix de Sainte Atdegonde und an ihn Briefe 
an Dousa den Vater und die SOhne (daruater 51 von 
Melissus, 28 von Gruter, 14 von Scaliger). 

De eygene handen van sommige riglers de geseten foebben 
over Johan van Oldenbarnevelt. 

Tom. VII der Acta polit. et eccles. Traites avec les roys 
de Dannemarc et Suide, la social* de Hanse, Polonie, 
Hangarie, Baviire, et les fralernil6s de la maisen da 



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139 



Saxes et Hessen, ens^mblee aocuns accords des mar- 
quis de Brandenbourg, aussi choses lestamentaires. 

Tom. XVI. Contenaht divers trails de la maison de Bour-» 
gogne aveo Angleterre et Ecosse (etc.) 

Tom, XVIII. Livre conlenant l'estat advis6 pour la reine 
Marie, a son advenue au Pays dembas (eta etc.) Da- 
rin u. A.: Calaiogus Biblioihecae Keginae Mariae. 

Tom. XX. u. XXL Placarts de Tempereur Charles V poor 
ses Pays-Bas, et aucuns de l'empereur Maximilien; 
Placaris faites da temps du Roy Philippe Catholique 
pour ses Pays-Bas. 

Oade $tuckea en brieven, mitsgaders andere despeches, 
rakende het hartogdom ran Boargonje. Uyt het cabinet 
van Viglius Zwichemius. 

Collectanea connexa. A — G. z. B. G: Relation fort curi- 
euse des diverses choses importantes, qui se sont passees 
a la cour de France, sous le r&gne de Henri III. et 
aulres papiers. 

Staals saken geduyrende den spaanschen oorlogh, tat op 
het twaalf jarigh beltant v#ergevallen 1572, 1573, 1575, 
1588, 1590, 1594, 1596—1600. 
En volumen van brieven en stucken, rakende verscheyden 
Siaien, als Denemarcken, Sweden, Vrankryk, de Paltz eo 
Nederland, van de jaren 1590 tot op 1637. 
Wie Van Giffen in den Besitz dieser Schalze gekommen, 
ist schwer zu erklaren: es heisst u. A. in meinen Millheilun- 
£en: „ll ne sufBt pas Mire riche, c6mm6 retail probablemcnt 
Van uiflen, ou savant, ou bibliophile 2el6, pour accumuler 
autant de tresors historiques, il faut que des circonstances 
toules parliculiferes aient favorise le proprietaries Mein ver- 
ehrler Frennd Hr* Dr. Aug. Scheler hat dazu bemerkt: U M. 
Find Van Giffen etait nalif de Sneek; c'est igalement le lieu 
Dalai du secretaire Hopperus, ou se retira sa veuve aprfes la 
mort de son mari. Cette circonstance pourrait peul-6lre 
meltre sur la voie des moyens qui ont facilile Tacquisition de 
la collection Van Giffen. 44 Vielleicht geben 27, nur von Ma- 
nuscripten handelnde Briefe des Besitzers der Sammlung an 
Cornelis Van Alkemade (gest. zu Rotterdam 1737) von 1696 
bis 1700, die Eigenthum des unermQdlichen Forschers, Herrn 
Schinkel sfad, fiber Einzelnes Auskunft. — Nur von zwei 
Handschriften (— der von Meerman veroflenllichten und Had-* 
riani Junii Hornani appendix ad libros animadversionum ab 
ipsa auctoris manu, welchen der Prediger der Remonstranlen 
zu Rotterdam Cornelis Van Arckel 1708 herausgab — ) weiss 
ich beslimmt, wohin sie gekommen; die in Hrn. Vander- 
h a eg hen's Exemplar genannlen Personen kauflen ohne Zwei- 
fel grosslenlheils fur Andere. Hr. Schinkel schreibl mir: 
n Jaren lang heb ik poogingea gedaan om te welen te komea 



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MO 



in wiens bezit de manuscripten Van Flud ran Giffen zijo, doch 
fruchleloos. Men vermoed dat se buiten s'lands, mischien in 
Engeland, zijo." lch habe fiber meine Notiz hauptsachlich im 
Serapeum deshalb gesprochen, weil es doch moglich, dass 
ein oder der andere Leser desselben nachweisen kann, wo 
gegenwartig Van Giffen'sche Manuscripte zu su- 
ch en si nd. 

Es bedarf wohl kaum der Erwahnung, dass mehre der in 
dem Kaialog verzeichneten Briefe und Documente bereits vor 
1702gedrackt waren oder spater gedruckt worden, einige auch 
in hollandischen und belgischen Archiven und Bibliotheken, 
in Ur- oder Abschrift, vorhanden sind. Die Friedenstractate 
findet man gewiss fast alle in den bekannten grossen diplo- 
matischen und historischen Werken. 

Hambur «" Dr. F. L. Hoffmann. 



ar o 1 1 z. 

Few Persons who have come into personal Contact with 
the late Mr. Leigh Sotheby, and who remember his cheerful 
activity and pleasing Manners, can have received the news 
of his sudden death without feelings of deep regret. Mr. So- 
theby, who had but lately retired to his house at Buckfast 
Leigh, was found drowned in the river Dart, which runs near 
by, having, it is supposed, fallen into the water in consequence 
of a sudden attack of dissease in the heart. Mr. Sotheby was 
chiefly known by his large work on Block Printing (Principia 
Typographica) , begun, we believe, by his father; but his 
taste for literary history and biographical Illustration mani- 
fested itself in many other Publications, and he was, we be- 
lieve, at one period an active contributor to a critical Paper. 
His latest work on the Autograph of Milton, though com- 
pleted, was not yet published. Mr. Sotheby died at the age 
of fifty-five , and has, we believe, left a Widow and several 
Children. (Publisher's Circular, July 1. 1861.) 



Verantwortlicher Redacteur: Dr. Robert Naumann. 
Verleger: T. 0. WeigeL Druck von C. P. Melzer in Leipzig. 



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SERAPEUM. 




dtftftift 



fiir 

Biblf othek wissenschaft 9 Handschriftenkunde und 
iiltere Litteratur. 

lm Vereine tuit Bibliothekaren und Litteraturfreimden 
hera usgegeben 

▼ on 

Dr. Hobert Naumann* 



M 16. Leipzig, den 31. August 1861. 



Die offentlichen Unterrichts-Bibliotheken Oesterreichs 
im letzten Dezennium. 

Unter dem Titel: „Beitrage zur Geschichte des Unter- 
richtswesens in Oesterreich. Wien. Druckerei der kaiserlichen 
Wiener Zeitung. 1861. u isi eine kleine lesenswerlhe Schrift 
erschienen, welche Zeugniss davon ablegt, wie es in der 
Oesterreichischen Monarchie auf geistigem Gebiete in der er- 
frealichsten Weise sich regt. Die Schrift enthalt auf 24 Oclav- 
seiten zwei aus der k. Wiener Zeitung von 1861. Num. 108. 
and 109. abgedruckte Aufsatze: I. Die Reform der osterrei- 
chischen Volksschulbucher. II. Die offentlichen Unterrichts- 
Bibliotheken Oesterreichs im letzten Dezennium. Den letzte- 
ren (aus der k. Wiener Zeitung vom 9. Mai a. c. Num. 108. 
entnommen) lassen wir hier vollstandig folgen, obgleich wir 
schon frfiher in Num 9. dieses Jahrganges S. 143—144. einen 
kurzen Bericht fiber denselben aus der „Presse u mitgetheilt 
haben. 

Wir sind (heisst es daselbst) in der Lage aus bester 
Quelle Nachrichten fiber die Offentlichen Bibliotheken 
zu bringen, welche bis zur Kreirung eigener Hofstellen fQr die 
Lander der ungarischen Krone dem vormaligen Hinisterium 
for Kultus und Unterricht untergeordnet waren, d. i. fiber die 
MIL J&brgaag. 16 



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242 

UniversitfUs-Bibliotheken von Wien, Prag, Padua, Pesth, Kra- 
kau, Gralz, Lemberg, Innsbruck, die Studien-Bibliolheken von 
Linz, Salzburg, Laibach, Klagenfurt, Gorz, Mantua, Olmulz, 
Klauseuburg, die Bibliothek bei San Marco in Venedig, die 
Bibliothek des hiesigen polytechnischen Institutes und die 
ararialisch-sladlische Bibliothek der Handels- und nautischen 
Akademie in Triest. 

Im Jahre 1850 hat die gesammte jahrliche Dota- 
tion dieser Bibliotheken (mit Ausnahme der zuletzt genann- 
ten von der Stadtgemeinde votirten Bibliothek) fur Anschaffung 
von Buchern und das Einbinden derselben 20,460 fl. betragen ; 
dieselbe wurde in den darauf folgendeu zehn Jahren urn 
5940 fl. vermehrt, so dass sie gegenwartig die Summe von 
26,400 fl. erreicht, wornach durchschnittlich auf eine Biblio- 
thek 1466 fl., auf eine Universitats-Bibliothek 2145 fl. en l fal- 
len. Die hochsle Dotation hat unter den Universitats- Biblio- 
theken Wien mit 4725 fl., die niederste hat Gratz mit 630 fl. 
Bei den ubrigen Universii&ts -Bibliotheken ist diese Dotation 
nach folgender Stufenreihe bemessen: Prag 2625 fl., Padna 
2520 fl., Krakau 2400 fl., Pesth 2000 fl., Innsbruck 1000 fl. 
Unter den anderen Bibliotheken hat die hochsle Dotation die 
Marciana mit 2520 fl., die niederste Gorz mil 315 fl. Fur das 
polytechnische Institut in Wien betragt die Dotation 2100 fl., 
fur die Studienbibliotheken in Mantua 1260 fl., Olmulz 735 fl., 
Laibach, Klagenfurt und Klausenburg je 525 fl., Salzburg 4200., 
Linz 315 fl. 

Die gesammten jahrlichen Ausgaben fur diese Bibliothe- 
ken sind jedoch weit hdher; so betragt beispielsweise die 
Gesammtdotation fur die Wiener Universitats-Bibliothek 17,767 
fl., welche ausser der erwahnten Summe fur die Bucher noch 
die Ausgaben fur das aktive Personate, die Kanzlei und Amls- 
erfordernisse, die Erhallung der BauJichkeiten und die Ruhe- 
genOsse in sich begreift. 

Es kann leider nicht in Abrede gestelll werden, dass 
dessenungeachtet die Dotation der Bibliotheken, namentlich 
was die Kosten fur Bucheranschaffung betriffl, dem gegenwar- 
tigen Bedurfnisse nicht entspricht ; allein bei den Vergleichun- 
gen, welche nicht selten zwischen den Dotationen der oster- 
reichischen Bibliotheken und jenen anderer Lander zum Nach- 
theile der ersteren gemacht werden, wird ein wichtiger Urn- 
stand meistens ubersehen, der insbesondere in Wien diesem 
Vergleiche seine Spitze nimmt. In Wien besteht namlich die 
grosse k. k. Hottribliolhek, welche offenllich ist und die Uni- 
versitats-Bibliothek der Nothwendigkeit uberhebt, eine grosse 
Menge kostspieliger Werke anzuschaffen, deren Bezahlung 
mit ihrer Dotation in allzu grossem Missverhaltnisse stunde. 
Ueberdies sind hier zahlreiche andere Specialbibliotheken, 



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943 



welche, obschon nicht dffentlich im strengen Sinue, doch dem 
Fachgelehrten und dem Freunde der Wissenschaft mil grosser 
Liberalitat zur Benutzung offen slehen, was der Universilats- 
Bibliolhek ebenfalls ihre Aufgabe nicht wentg erleichtert. So 
findel der Bolaniker die beruhmte bolanische Bibliothek im 
botanischen Garten der Universital, der Zoologe die Bucher- 
sammlung des zoologischen Hofkabinets, der Mineraloge und 
der Geologe die Bibliotheken des mineralogischen Hofkabinets 
nnd der geologischen Reichsanstalt, der Geograph und Sta- 
tistiker die Bibliothek der adminislrativen Stalislik, der Archao- 
loge die Bibliothek des Mfinz- und Antikenkabinetes. 

Die kaiserliche Akademie der Wissenschaflen, dann die 
k. k. geographische und k. k. zoologisch- bolanische Gesell- 
schaft haben einen sellenen Schatz von Publikalionen der 
gelehrten Gesellschaften nnd Vereine der ganzen Erde. Die 
Beam! en finden die BQcher ihres Faches in den Bibliotheken 
ihrer Cenlralstellen. Aehnliche Verhallnisse finden auch in 
mehreren grdsseren Stadten mil dffen (lichen Bibliotheken slalt; 
so in Prag, wo neben der k. k. Bibliothek die offenllichen 
Bibliotheken des Gewerbevereins und des bdhmischen Mu- 
seums, die zwar nicht dffentlichen , aber der Benulzung von 
Seite der Gelehrten und Bucherfreunde zuganglichen Biblio- 
theken der kdniglichen bdhmischen Gesellschaft der Wissen- 
schaften, des Kreuzherrenstiftes , des Stifles Strahow ebenso 
reichhaltige als werthvolle Bucherschatze enthallen; so in 
Lemberg, wo neben der Universilats-Bibliothek die Ossolins- 
ki'sche besteht; in Gratz, wo die Universilats-Bibliothek durch 
die Bibliothek des standischen Johanneums ihre Aufgabe er- 
leichtert findet; in Pesth, Innsbruck, wo neben den Universi- 
tats-Bibliotheken National-Museen mil zum Theile sehr reich 
dotirten Bibliotheken bestehen. 

Diese Verhallnisse kdnnen die Folgen der ungenugenden 
Dotationen wohl mindern , jedoch nicht aufheben ; insbeson- 
dere, wenn erwogen wird, dass an den meisten Bibliotheken 
nicht bios an die Anschaffung der neu erschienenen BQcher, 
sondern auch an die Ausfullung der Locken in der Litteratur 
aus fruherer Zeit Hand angelegt werden musste. 

Das Ministerium fur Kultus und Unterricht hat desshalb 
in den Jahren 1849 bis 1860 im ganzen 37,050 fl. auf aus. 
serorden tliche Dotationen zur Anschaffung der nolh- 
wendigsten BQcher bewilligt, namentlich urn jene Lflcken aus- 
zufullen, welche sich aus Anlass besdnderer wissenschaft- 
licher Bedurfnisse zeigten, und ausserdem wnrden die Her- 
mann'sche, Grysar'sche, Hahn'sche, Benigni'sche und Scbuler - 
sche Bibliothek urn den Gesammtpreis von 15,563 fl. imLaufe 
der genannten Jahre zum Besten der diesem Ministerium un- 
terstehenden Bibliothek angekauft. Fur die Bibliothek des in 

16* 



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ai4 



Goltingen verstorbenen Philologen Hermann wurden 6543 A. 
ausgelegt. Dieselbe kam nach Prag an die Universilats-Biblio- 
thek. Die mil Rucksicht auf den Bucherschatz der Prager 
Universitats- Bibliolhek aasgeschiedenen Doubletten warden 
an andere Bibliotheken abgegeben ; die Bibliolhek des urn die 
siebenburgische Landeskunde hochverdienten Benigni von Mil- 
denberg ist fur 4725 fl. angekaufl und unter die Sludienbiblio- 
thek zu Klausenburg, die Bibliolhek der Hermannstadter Rechts- 
akademie and die Bibliolhek des Hermannstadter Staalsgym- 
nasinms verlheill worden. Die Bibliolhek des in Innsbruck 
verstorbenen Professors J. Schuler, besonders reich an hislo- 
rischen Werken and an englischer Litteralur, ward am 3000 fl. 
f&r die Innsbrucker Universitats-Bibliothek angekaufl. 

Die jahrlichen Bezuge der systemisirten Biblio- 
theksbeamten worden von 1850 bis 1860 urn 4279 fl. ver- 
mehrt, uberdies wird gegenw&rtig fur einen Nachwachs an 
gulen Bibliotheksbeamten durch Aafstellung von mehreren 
(neon) Amanuenses gesorgt, welche Taggelder, Remuneratio- 
nen oder Adjuten im Gesammtbelrage von 3951 fl jahrlich 
beziehen. Es beslehen gegenwartig 15 Bibliothekare (Vor- 
sleher, Prfifekt, Bibliothekar) mil 840 bis 2100 fl. Gehalt und 
zum grdssten Theile mil Freiwohnung oder Quartiergeld , 8 
Kusloden (Vice-Bibliothekar) mil 525 bis 1260 fl., 19 Scrip- 
toren (Coadjulori) von 420 bis 840 fl. Gehalt und 11 Ama- 
nuenses (Aggiunli), wovon zwei syslemisirt mit Bezugen von 
315 bis 511 fl. jfihrlich. Die Bibliothekare haben die VII. oder 
VIII , die Kustoden die VIII., die Scriptoren die IX , die Ama- 
nuenses die XII. Dialenklasse. 

Die Angestellten an der Bibliothek von Triest werden 
vom Sladtmagistrate , die von Linz vom Slifte Kremsmfinster 
bezahlt. Das Personal in den Bibliotheken von Gorz und 
Klausenburg hat anderweitige Anslellungen und wird fur die 
Verwendung an den Bibliotheken nur remunerirt, wesswegen 
auf die genannten vier Bibliotheken in obiger Darstellung des 
Personalstandes keine Rucksicht genommen wurde. 

Nach dem Bucherbestande des Jahres 1860 (in Ruck- 
sicht der Bibliotheken zu Pesth und Klausenburg — des 
Jahres 1859) ordnen sich die Universilats- Bibliotheken wie 
folgt: 

Wien 159,644 Bfinde 

Prag . . : 126,103 n 

Krakau 102,822 „ 



Pesth 
Padua 



98,091 
89,497 
57,802 
48,847 



Innsbruck 
Gratz . . 



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2« 



Lemberg ungeachtet des Brandes im Jahre 1848, mit 
Hilfe ausserordentlicher Dolationeo im Gesammtbetrage von 
6825 fl. docb 39,166 Bfinde. 

Die Bibliothek bei San Marco in Venedig besitzl 114,230 
Bande. Die ubrigen Bibliotheken geben nach der Bfindezahl 



folgende Reihe: 

Olmiitz 54,362 

Salzburg 50,141 

Mantua 40,910 

Laibach 33,585 

Klagenfurt 31,627 

Triest bei 28,000 

Linz 27,830 

polytechnisches Institul in Wien 26,800 

Klausenburg 13,397 

G5rz 10,001 

Die verlrauensvolle Behandlung der Bibliothekare von 



Seiten der Regierung bezfiglich der Dotation, welche ihnen zu 
Anfang jedes Yerwaltungsjahres in ganzen oder halbjahrigen 
Raten flOssig gemacht wird, wodurch dieselben das baare 
Geld in der Hand haben, urn jede vortheilhafte Gelegenheit 
zn Einkaufen im Augenblicke benutzen zn konnen, ist ein 
wesentlicher Grund, dass mit den vorhandenen geringen Mit- 
teln verhdltnissm&ssig nicht wenig geleistet wird. 

Ausser dem Ankaufe von Buchern werden die Bibliothe- 
ken auch dorch die Pflicht- und Probe - Rxemplare der im 
Inlande erscheinenden Presserzeugnisse und durch Geschenke 
vermehrt. 

Die Bibliotheken sind vom Ministerium beauftragt wor- 
den, die Erzeugnisse der Landespresse als Beilrfige 
zur Kulturgeschichte jedenfalls in den Bibliotheksbestand auf- 
zunehmen, und haben fiber die Art ihrer Behandlung eine 
detaillirte Vorschrift erhalten. 

Die Geschenke bestehen (heilweise aus den regelmas- 
sigen Zusendungen der Schriften der kaiserlichen Akademie 
der Wissenschaften, dann der Handels- und Gewerbekammern. 

Ueberdies schenken in einzelnen Fallen Private grdssere 
oder kleinere Bflchersammlungen oder einzelne Bflcher, welche 
Falle vorziiglich in kleineren Orten vorkommen, wo die offent- 
liche Bibliothek des Kronlandes als ein gemeinsamer Schatz 
betrachtet wird, den zu vermehren eine patriotische Angele- 
genheit jedes Freundes der Wissenschaften ist. Es ware nur 
zu wQnschen, dass diese Auffassung Qberall Wurzel fasste. 
Bei dieser Gelegenheit kann versichert werden, dass wohl 
nirgends ein Buch der wissenschaftlichen Benutzung besser 
freisteht, als in den dffentlichen Bibliotheken, von denen hier 
die Rede ist. 



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346 



Durch die Verordnung dieses Minisleriums vom 20. De- 
zember 1849 fiber die Benulzung der Bibliotheken 
(Reichsgeselzblalt 1850 Seite 422) ausgedehnl auf Lemberg, 
Krakau, Pesth, Klausenburg, Venedig, Padua, Mantua mil den 
Verordnungen vom 12. November 1852 , 7. Juli 185G und 28. 
Dezember 1859, und die nachgefolgte Erganzung vom 9. Fe- 
bruar 1854 (R. G. Bl. 1854 Seite 548) kann heulzutage Jeder- 
mann unler sehr leichlen Bedingungen die dffeutlichen Biblio- 
theken nicht nur durch den Besuch des Lesesaales soodern 
auch durch Enllehnung der Bucher benulzen. Durch diese 
lelzlere Geslallung sind die Bibliotheken erst in der That zu 
einem wissenschaftlichen Gemeingut geworden. 

Professoren und Lehrern an Mitlelschulen werden zar 
Fdrderung wissenschaftlicher, von ihnen unlernommener Ar- 
beiten fiber besonderes Ansuchen noch weiter gehende Er- 
leichlerungen in der Art gewahrt, dass die Benutzung von 
Bibliotheken auch ausserhalb ihres Aufenthaltes kostenfrei fur 
sie vermiltelt wird. 

Durch diese fur die Fdrderung der Wissenschaften so 
wichtigen Gestallungen einerseits, dann durch die Errichtung 
eigener Schiilerbibliotheken an Gymnasien und Realschulen 
anderseits, hat die Anzahl der Leser in den Lesesalen der 
Bibliotheken in mehreren Bibliotheken abgenommen, wabrend 
in der Wirklichkeit die Benutzung derselben im allgemeinen 
sehr zugenommen hat. In anderen Orten jedoch, namentlich 
an der Universilats-Bibliothek in Wien, hat die Anzahl der 
Leser in den Lesesalen, ungeachtet der ausserordenllichen 
grossen hauslichen Benutzung, sich dennoch bedeulend ver- 
mehrt, so dass im Jahre 1860 an der zuletzt genannten Bi- 
bliolhek die Benulzungsfalle in den Lesesalen vom Bibliotheks- 
vorsteher auf 75,000 veranschlagt werden konnten; wahrend 
die Zahl der Falle der hauslichen Benutzung 8922 betrug. An 
dieser Bibliolhek, so wie an der Bibliothek des polytechni- 
schen Institutes sind im Wintersemester die Leses&le auch in 
den Abendstunden geoffnet worden. 



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947 



Die Keppler'schen Manuscripts 

Nenesler Berichl liber dieselben aus: 
Beitrag zur Fesbiellung des Verhaltnisses von Kepp- 
ler zu Wallenstein von Otto Struve, Mitgliede 
der Akademie. Gelesen am 8. April 1859, in den 
Memoires de l'Academie Imperiale des sciences de 
St.-Petersburg, VIP Serie. Tome If, No. 4, und be- 
sonders abgedruckt: St. Petersburg, I860, 36 SS. 
Gr. 4°. 

Mitgetheilt 

von 

Dr. P. 1a. Hoffmann in Hamburg. 

Ueber die Keppler'schen Hanuscripte ist schon vielerlei 
von Hevel, Hansch, Kaestner, Murr u. A. geschrieben 
worden. Die Geschichte ihrer Wanderungen lasst sich fol- 
gendermassen zusammenfassen. Nach dem Tode Keppler's 
(1630 Nov. 15.) verblieb sein ganzer litterarischer Nachlass 
seinen Erben und zwar zuerst in den Handen seines Schwie- 
gersohnes und letzten Gehulfen Jac. Bartsch. Spftter schei- 
nen die Manuscripte durch Keppler's einzigen, ihn fiber- 
lebenden Sohn Ludwig nach Konigsberg gebracht zu sein, 
wo letzlerer als Arzt bis zum Jahre 1663 lebte. Von ihm, 
oder seinen Erben , gelangten sie durch Kauf in den Besitz 
des beruhmten und begGterten Danziger Astronomen und Bur- 
germeisters Joh Hevel, der uber ihren Inhalt in den Phi- 
losophical Transactions 1674, in einem an Oldenburg ge- 
richleten Briefe berichtet. Nach Hevel's Tode erhielt sie, 
wie es scheint, als Geschenk vom Schwiegersohne Bevel's, 
dem Burgermeisler Lange in Danzig, der Malhematiker 
Hansch, welcher die Absicht hatte alles Werlhvolle aus 
diesem Nachlasse zu verdffentlichen. Obgleich anfangs von 
Kaiser Carl VI. liberal zu diesem Unternehmen unlerstulzt, 
hat Hansch jedoch nur einen Band Briefe unter dem Titel: 
Joh. Keppleri aliorumque epistolae mutuae 1718 publicirt. 
Geldverlegenheiten hinderten ihn an der Fortsetzung seines 
Unternehmens, ja er sah sich sogar gendthigt, nachdem er 
die Manuscripte vergeblich verschiedenen Akademien und ge- 
lehrten Gesellschaften zum Kauf angeboten hatte, dieselben 
fur eine geringe Summe in Frankfurt am Main zu versetzen, 
wo sie verschiedene Besitzer wechselten, weil Hansch nicht 
wieder in den Stand gesetzt war sie auszuldsen. In den Han- 
den von Leuten, die ihre Bedeutung nicht ahneten, blieben 
sie unbeachtet bis endlich der bekannte Bibliophile C. von 



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948 



Murr sie ungefahr 1760 aufstdberte und nachdem ver- 
schiedene andere Antrage missglfickt waren, durch Stahe- 
I i n 1 s Vermitlelung die Kaiserin Catharina II. im Jahre 
1774 zu ihrem Ankauf bewog. Von dieser aufgeklfirten Mo- 
narchin wurden die Manuscripte unserer Akademie geschenkt 
und lelzierer der Auflrag erlheilt aus denselben das Interes- 
sante zu veroffentlichen. Nach Murr's Zeagniss wurden die 
beiden Euler, Lex ell and Krafft mil der Untersuchung 
der Manuscripte fur diesen Zweck belraut und speciell stand 
von Lex ell ein ausfuhrlicher Bericht fiber dieselben zn er- 
warlen. Ob dieser Bericht je angeferligl, ist mir nichl be- 
kannt, verdffentlicht ist er gewiss nicht. So lagen die Manu- 
scripte auch in unserer Akademischen Bibliothek nahezu 70 
Jahre ganz unbenutzt, bis sie, bald nach der Grundung von 
Pulkowa, durch Beschluss der Akademie unserer Sternwarts- 
bibiiothek einverleibt wurden. In der Einleitung zur ersten 
Ausgabe des systematischen (Catalogs unserer Bibliothek vom 
Jahre 1845 , machte mein Vater das wissenschaflliche Publi- 
kum wieder auf diesen Schatz aufmerksam und jetzt nach 27s 
Jahrhunderten steht endlich eine geeignete und umfassende 
Benulzung der wissenschaftlichen Hinterlassenschaft eines der 
grflsslen Astronomen und scharfsinnigsten Denker aller Zei- 
ten in naher Aussicht. Wie der Akademie bekannt, hat Pro- 
fessor Frisch in Stuttgart die Herausgabe sammtlicber Kepp- 
ler'sche Schriflten sicb zur Lebensaufgabe gestelll. Auf seine 
Bitte werden ihm zu dem Zwecke durch die Akademie nach 
einander die verschiedenen Bande unserer Sammlung zur 
Benutzung anheim gestellt und noch jflngst sind die Bande 
XVI und XVII an ihn abgesandt 



Die vollstandige Sammlung der K eppler'schen Manu- 
scripte, wie sie in dem Besitze Hovel's gewesen und von 
dessen Krben oder von Hansch, dessen Namensinitiale (D. 
M. G. H.) der letzten Seite des Einbandes in goldenen Let- 
tern aufgedruckt sind , in starken Lederbanden gebunden ist, 
scheint aus 20 Folio- und 2 Quartb&nden bestanden zu ha- 
ben 2 ). Zu diesen kamen noch einige nicht eingebundene 
Convolute hinzu, von denen Pulcowa nur eine Mappe besitzt 
Die in dieser Mappe enlhaltenen Manuscripte sind meist von 
Bartsch's Handschrift, indessen linden sich darindoch auch 
noch einige eigentliche Keppleriana. Yon den genannten 
Bdnden besitzt Pulkowa 18. Von den 4 fehlenden, welche die 

t) Zach, Monatliche Correspondent 1810. 

2) Hevel selbst giebt 1674 29 Fasciculi an. Der Einband datirt 
aber erst von 1712 und die Nummern der jelzigen Bande entsprecben 
nicht den Nuimnern der Hevel'schen Fasciculi, so dass hieraus allein 
kein Urtheil uber die Vollstandigkeit der Sammlung, wie sie im Besitze 
Hovel's war, abzunebmen ist. 



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240 



Nommern VI, VII, vm und XII tragen, sollen nach Murr's 
Angaben, wenigstens die drei ersten sich in der K. K. Biblio- 
thek zu Wien befinden und sind nie nach Russland gekom- 
men, sondero fehlten schon als die Kaiserin Catharina die 
ubrigen Manuscriple ankaufle. Mein Valer spricht in der er- 
wahnten Einleilung znm Kalalog der Sternwartsbibliothek die 
Meinung aus, dass jene vier fehlenden BSnde die Briefe ent- 
halten, welche von Hansch publicirl sind und dass sie von 
lelzterem als Original- Documente seiner Publication in der 
K. K. Bibliolhek in Wien deponirl seien. Diese Ansicht ist 
wohl nur thetlweise rich tig, denn auch in den hier befind- 
lichen Banden finden sich mehrere Briefe, die in Hansch's 
Werke aufgenommen sind. Kine Vergleichung des von He- 
vel angegebenen Inhalls der von ihm besessenen Manuscriple 
mil der Pulkowaer Sammlung lehrl ausserdem, dass hier 
einige grdssere Schriftea fehlen und es steht wohl zu ver- 
muthen, dass auch diese sich in jenen vier Wiener Banden 
finden '). 

Hansch's Publication ist nur eine sehr unvollstandige 
gewesen. Er hat sich offenbar nur auf die lateinische Cor- 
respondenz beschrankt, wahrend die deutsche fast eben so 
zahlreich in Manuscripten vertreten ist, und auch erstere ist 
nur sehr luckenhaft von ihm wiedergegeben. So fehlt z. B. 
der Inhalt des ganzen zehnten Bandes, welcher den so hochsl 
inleressanten durchweg lateinisch gefuhrtenBriefwechsel Kepp- 
ler's mil David Fabricius enthalt • ). Desgleichen enthal- 
ten auch die Bfinde XVIII und XIX noch viele Correspondent 
zen, die aber, weil sie sich meist auf aslrologische Fragen 
bezeichnen, von Hansch unberucksichtigt gelassen sind. 



In Beziehung auf die in Wien befindlichen Manuscriple 
Kep pier's erhielt ich durch die gfilige Vermittelung meines 
Freundes, des Herrn Pfarrer P. Gottfried Reichhart in 
Ietzelsdorf, von Herrn E. Birk, Custos der Kaiserl. Konigl. 
Hofbibliolhek, die folgende gefallige interessante Millheilung: 



1) Lei der haben wir in anserer Sammlnng vergehlich nach der von 
L u d w i £ Keppler abgefassten Synopsis vitae parentis gesucht , die 
freilich Here I, wie er seibsl bezeugt, nicht gekannt hat, die aber 
spater als Manuscripl in Hansch's Handeu gewesen und von ihm viel- 
fach zur Zusammenstellang seiner vita Keppleri, welche die Einlei- 
tung zn seinem Werke bildet, benutzt worden ist. 

2) Dieser Band wurde von der Pulkowaer Stemwarte dem Prof. 
A pelt in Jena behufs einer von ihm unlernommenen Arbeit iiber Kepp- 
ler zugesandt. In seiner Schrift: Die Reformation der Sternkunde, 
Jena 1852, hat derselbe Bruchstocke aas dieser Correspondenz ab- 
gedmcku 



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980 



„Die Kaiserl. Kdnigl. Hofbibliothek besitzt von Keppler 
folgende Mss.: 

Cod. Ms. Palal. No. 10702. (olim, recens No. 341) cod. 
chart, foil. 394, Fol. u. Cod. Ms. Palat No. 10703 (olim, 
recens No. 341a.) cod. chart, foil. 192. Fol. 

CoUectio epistolarum originalium a diver sis eruditissi- 
mis ac celeberrimis suo tempore viris ad Joanem 
Kepplerum mathematicum Caesareum ab anno 1594 
usque ad annum 1630. et amplius potissimum lingua 
latina, partim etiam germanica ex at at arum, quarum 
latinae a M. GottL Hanschio Caroli VI. imperat. jussu 
et auspicus excerptae et anno 1718. Lipsiae editae 
fuere. 

Pergamentbande rom Anfang des 18. Jahrhunderts obne 
alle Bezeichnung aussen. 

Cod. Ms. Palat. No. 10704 (olim, recens. No. 342.) cod. 
chart foil. 192. Fol. 

Johannis Keppleri dialogus et consilium de calendario 
Gregoriano cum aliis actis et elucubrationibus ad 
hanc materiam pertinentibus. 

Pergamentband. Auf dem vordern Deckel mit Goldbuch- 
staben: DEO ET PUBLICO. D. M. G. H. 1712. Auf dem Ru- 
cken: C. VOL. VI. 

Letztere Handschrift ist also ohue Zweifel der zu Pul- 
kowa fehlende Band VI. Da die beiden anderen hier vorhan- 
denen Bande ganz denselben Einband haben, wenn auch ohne 
eine nahere Bezeichnung, wie letzterer, so kann es wohl kaum 
zweifelhafl sein, in ihnen Bd VII. und VIII. zu erkennen. 

Ausser diesen werthvollen Autographen-Banden, die von 
verschiedenen Forschern bereits sorgfaltig benbtzt wurden, 
besitzt die Kaiserl. Kdnigl Hofbibliothek noch zwei Codd., 
die Keppleriana enthalten. 

Cod. Ms. Palat. No. 10686 (olim, recens 1775.) cod. 
chart. Lose Blatter in Fol. u. 4°. 

Johannis Keppleri varia astronomica de anno potissi- 
mum 1601 et opera quaedam Rothmanni etc. 

Cod. Ms. Palat. No. 10689 (olim, recens Philos. No. 71.) 
cod. chart. Lose Blatter in Fol., 4°. etc. 

En thai t einige Autographa Keppler's unter einer gros- 
sen Anzahl verschiedener Notizen und Aufsatze Tycho 
Brahe's u. A. 

Beide Codd. bediirfen der genauesten Durcharbeitung yon 
vollkommen kundigen Handen, die jedoch sehr lange Zeit in 
Anspruch nehmen durfle, und bei dem Zustande der Mss. 
wohl nur in Wien moglich ware. u 



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3*1 

Yerzeichniss 

der Incunabeln der Grossherzoglichen Bibliothek 
zu Oldenburg. 

Von 

Bibliotbekar Dr. Meradorf in Oldenburg. 
(Fortsetzung.) 

o. Conrad Zeninger (1480). 

137. 

Annius vel Nannis (Johannes) Glosa in apocalypsin seu liber 
de fuluris Christianorum iriumphis conlra Saracenos. s. 1. 
et a. (Norimberg Conr. Zeninger.) 4. 
Panzer II, 239, 376. Hain 1123. 

d. Georg Stuchs (1484). 

13a 

Jacobus de Voragine Legenda Sanctorum. Nuremberg 1496 
in vigilia Pasche. (Stuchs.) fol. 

F. 1. a. Lombardica hyfloria que a plerifqs | Aurea 
legenda sancto2j. appellatur. | F. 1. b. Incipit tabula fuper| 
legedas fcl52j. |m ordine alphabeli collecla. et | primo 
pmillit plogq: qui olidit modfi repiedi | materias cotentas 
in diuerfis locis hui9 volu-| minis. Prologus. Das Register 
eudet F. 9. b. Col. 1. 2. 21. darauf folgt ein Prologus und 
Capitelverzeichniss. F. 10. a. (mil Sign, a) Incipit legenda 
fcl64 que lorn bar |dica nolatur hifloria. Et primo de fej 
ftiuitatibus que occurrunt Tfra tern- 1 pus renouatsis quod 
repfental ec-|cleliaab aduentu vfqs ad natiuitate | domini.| 
Legenda prima. A | De aduentu domini, | ( ) Duentus 
do | mini per qua|tuor feptimanas agil ad | fignificfidum etc. 
F. 186. a. (mil Sign. E.) Col. 1. Z. 40. re dignetur qui 
viuit i regnat de9 per omnia | fecuia CeculoTj. amen. | Ex- 
plicit legenda lom-|bardica Jacobi de voragine ordinis 
predica-|lo2j. gpi Januefis. Imprella Nursberge An-|no 
dni Hccccxcvj. | Sequuntur additiones. | Dieselben begin- 
nen auf der folgenden Columne und gehen bis Blatt2l4. a 
Col. 2. Z. 43 veraciter cedere debent q. corpus chrisli eft 
et | fanguis eius. | Explicint quorudam fanctoft legende 
ad- 1 i uncle post Lombardicam hostoriam (sic): impfle| 
Nurnberge Anno dni. M.ccccxcvj. Finite iu | vigilia Pa- 
sche. F. 214. b. in romischer Type 28 sapphische Slro- 

Khen unter 2 Zeilen Ueberschrift. 214 Blatt mil Sign, ohne 
lattz. u. Custoden mil gespaltenen Columnen und 56 Zei- 
len goth. Char. fol. 



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851 



Panz. Ann. II, 223 , 278. Bei Hain fehll der ganze Ar- 
likel Jacobus a Yoragine. Unser Exemplar hat einige we- 
nige handschriftliche Bemerkungen. 

139. 

Missale Hit d ens em ens e. Norimberg Stochs d. Solzbach 17. 
Seplbr. 1499. fol. 

F. l.a. Miffale hildesemen. | F. J. b.leer. F. 2. a. Col. 1. 
(roth) Ad bndicedfi fal et aqua dni-|cis dieb9 legat prius 
facerdos | c) (schwarz) eus in adiutorin metim intsde. |_DTie 
ad adiuuandu. Paler nofter. | etc. F. 2. b. Col. 2. Z. 24 
loru. Amen. F. 3. a. — 8. b. Kalendarium (roth n. schwarz 
gedruckl). F. 9. a. — F. 30. b. (mil Signat. j-vjjj) in fefto 
purifications ad benedictionem cereorum et luminum; in 
die palmarum ad benediction, palmarum, benedictio cerei 
pafchalis, benedictio aquae etc. | F. 31. a. (mit Blattzahl I 
und Signat. a.) Col. 1. roth gedruckt Incipit miffale fcd'm 
ordi|nariu maioris ecclefie hilden|femenfis. Dnica prima in 
ad|uentu dlii. Ad pceffione que | post tercis fiet circa 
curiam. J vna crux portef. (schwarz) Afperges (roth) dice] 
tur ca fua coir. Hymn9 (schwarz) Veni | redeptor. (roth) 
Statio in monaftejrio nc erit. Et in choro post p|ce(Tion£ 
dice! aii. (schwarz) Betbleem non | es minima, (roth) eo 
v. (schwarz) Ex fyon fpecies. | roth Et ita feruabitur vfqs 
ad vltijma dnica aduenfus dTii. in q | post circuilQ dicel 

(schwarz) Inluemijni. (roth) cQ eode v. Sed fi faerit 
vigi|lia nativitate dicef v. (schwarz) Hodie | fcietis. roth 
Ad miffam Introitus. | (schwarz) | ( ) D te leuaui ani|ma 
meam: F. 204. a. (mit der Blattzahl clxxnn. I Col. 1. 2. 
21. tis noftre. (roth) vt fupra in pafcha. Col. i F. 204. b. 
leer. F. 203. 220 (mil Signat. j—xvjjj) Gloria, Credo etc. 
F. 221. a (mit Blattzahl clxxv und Signal. A) roth gedr. 
In vigilia vniq apl'i. Introit9 I (schwarz) (E) Go aute sicut 
oli | ua fructificaui etc. F. 344. a. (mil Biattz. ccxcix unr 
Sign. V.v) Col. 2. (schwarz) Miffali fm ordinariu eocle- 
fie hildenfemenfis ordinato. | Georius. fthdchs de fu^bach 
imprerforie artis haud ignar9 (sic) Nurnberge Anno lalutis 
xpi|ane milleflmo quadringenle-|Hmo nono. xvjj. | vo die 
menfis septebrio finem | felicem dedit. F. 344. b. (roth) 
Sequunl informatioes t cau|tele obferuande pfbytero vo-| 
lenti diuina celebrare. | (P) (schwarz) Rima cautela eft. etc. 
Die Cautelen enden F. 347. a. Col. 2. Z. 17 darauf folgt 
bis F. 349. a. das Register. F. 349. b. leer. 349 Bl da- 
von 299 num., mit Signat. 2 Col. 31 Zeil. roth u. schwarz 
in grdsserer und kleinerer Missaltype. fol. 

Fehlt bei Panzer und Hain, in unserem Exemplar fehlt 
Bl. 16. a. 212. Nach Blatl 220 scheinen einige unpaginirte 



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983 



Blatter ausgeschnitten zu sein. Auf den innern Blattdeckeln 
zwei Pergamentblalter eines handschriftlichen Missals. 

d. Casp. Hochfeder (1491). 
140. 

Anseltnus (S.) Cantuar. Episc. Opera et tractalus. Nfirnberg 
Hochfeder 27. MSrz 1491. fol. 

Panzer II, 209, 201. Hain 1134. Mit einig. handschr. 
(Italian.) Bemerkungen und einem Sonnett, gehorte der Klo- 
sterbibliothek Sancla Cruz zu Veoedig. 

XXIY. Paris, 
a. Petrus Caesaris et Joh. Stoll (1474). 
141. 

Florins (Franciscus) de duobus amantibus s. de amore Ca- 
milli et Emiliae. etc. Paris, s. a. (Petrus Caesaris et Joh. 
Stoll. [1477?J) 4. 

F. 1. a. (mit Signal aj) Francifci Florij Floretini: de 
amore Camilli et Emi | lie aretinoru. ad Guillermum tardi- 
uum prologus | feliciler Incipit. | ( ) T adhuc diucius & 
(ardum vlixem ca-|fta expectauerit penelope. longas tuasf 
litteras nondu etc. F. 2. b. Z. 17. tit. atqs emendes. Vale. | 
Francisci Florij Floretini de amore Camilli el Emi | lie are- 
tinoru prologus feliciter finit F. 3. a. (mit Sign, a, 3) 
Francifci Florij Floretini de amore Camilli et Emi | lie are- 
tinoru liber feliciter Incipit. | ( ) Nler ceteras antiquilfi- 
mas elrurie vr|bes que vel Cola fama etc. F. 34. b. Z. 14. 
Guillermo? cui milies eciam florium fuum recommiflfum 
face. | Francifci Florij Florentini de duobus amaulib9 | liber 
feliciter explicit Anno domini millefimo qua-|dngete(lmo 
fepgetuafimo feptimo (sic), qui quidem liber | editus eft 
luronis i domo dm Guillermi archiepifco|pi (uronenfis? 
pridie kalendas ianuarij. Anno do- 1 mini millefimo quadrin- 
gentefimo fexagefimo fepti|mo. | F. 35. a. (mit Sign, e, 3) 
Incipit alius libellus de duobus amantibus per | Leonardum 
aretim (sic) in latino ex boccacio tranfflgujratus. I ( ) Vm 
fepius mecu egiffes. vt fabulam illaj | boccacij de Tan- 
credo principe falermita-lno eiusq3 filia Sigifmunda vul- 
gari fmo|ne fcriptam. in latino etc. F. 41. b. Z. 7 lico ac 
dolorofo falermitano^ (sic) funere in eode fepul-jchro fe- 
peliri ambos fecit. | Explicit tractatulus. F. 42. leer. 42 
BI. mit Signal, ohne Blattzahl u. Custoden mit 26 Zeilen 
goth. Char. 4. 

Hain 7195. Vergl. fiber die verschiedenen Ausgaben 



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354 



Foncemagne in Hisloire de l'Acad. des Inscript. VII. p. 310 ff. 
Clem nt Bibl. cur. T. VIII. p. 373. Debure Bibliogr. Nr. 3754. 
Marchand supplem. a l'histoire de rimphmerie par Mercier. 
Paris 775. p. 118. Mailtaire ann. lyp T. I p. 42. Leich 
d. typ. Lips. p. 122. Dibdin bibl. Spenc. Ill, 326 ff. Panz. 
Ann. H, 343, 683. Eberl 7664. Note. 



Alanus ab insults Paraboles. Pahs Ant. Verard 20. Marz 
1492. m. Holzschn. fol. 

F. 1. a. Les paraboles maiftre | alain en francois. | F. 
1. b. leer. F. 2. a. (mit Signat. a ii) Unter einem grossen 
Holzschnitte (a) Infi que dieu paraboliquemeut | Maint pre| 
chement | Fift de haulte fubftance | Pour explaner figura- 
tiuement | F. 99. a. Z. 14. Fy do monde ce neft que va- 
nite | Cy fin ill les paraboles maifire alain imprime a | pans 
ce. xx. iour de mars Mil. cccc. quatre vingts | et douze 
par anlhoine Verard libraire demourant | a paris fus le 
pont noftre dame a lymage faint ie|han leuaogelifte, ou 
au palais au premier pillier | devant la chapelle ou on 
chante la mefle de | meiTeigneurs les prefidens. F. 99. b. 
In einer Einfassung unter einer von Engeln gehaltenen 
Krone das Wappen der Stadt Paris und in einem Herzen 



TOVS. PECHEVRS. FAIRE. GRACE. ET. PARDON AN- 
THOINE. VERA'D HVMBLEMET. TE. RECORDE. CE. QVIL. 
AIL. TIENT. DE TOl PARDON PO* PROVOCQVER TA 

GRAT MISER f. F. 100. leer. 100 Bl. mit Signat. ohne 
Blatlz. u. Custod. mit 34Zeilen auf der vollenSeite, goth. 
Char, und 130 Holzschnitten. fol. 

Debure, 2998. Panz. II, 296, 217. Hain 385. 

c. Guyot Marchant [Guido Mercator.] (1486). 



Bravardinus (Thorn.) Geometria speculativa. Paris. Guido 
Mercator. 1495. 20. Mai. fol. 

F. 1. a. Geometria fpeculatiua | Thome brauardini re- 
coligens omnes conclufiones geo|metrias ftudentib9 artio 
t philofophie ariftotelis valde | neceffaricas fimul cum quo- 
dam tractatu de quadratura | circuli nouiter edito. | Dar- 
nnter ein Holzschnitt. F. 1. b. leer. F. 2. a. (mit Signal 
AJJ) Breue copendium artis geometric | a Tboma brauar- 



b. Antoine V6rard C1480). 



142. 




143. 



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S55 



dioi ex libris Eaclidis Boecij et campani peroptime cnpi- 
lalus. | et diuidilur in quattaor Iractalus Prohemium | ( ) 
Eomelria eft ariihmelice | confecutiua: nam posterioris 
ordinis ell et paifiones nume | rorum magniludinibus de- 
feruiunt. Propter quod euclides [ geomethe arithmelicam 
inlerpofuit. etc. F. 21. b. (Signal. Djjj) Z. 44. manifeftum 
patet etiam per fenfum hac figura. I Et fic explicit Geo- 
metria Thome brauardini cn tractatulo de quadratura | cir- 
culi beue (sic) reuiia a Petro fanohez ciruelo : operaq3 
Guidonis mercatoris | diligeliffime imprefl'a parift9 in capo 
gaillardi. Anno dni. 1495. die. 20. maij. F. 22. leer. 22 
Bl. m. Signal, ohne Blattz. u Custod. mit 50 Zeilen und 
geometr. Figur. fol. 

Panzer An. II, 307, 335. Hain 3712. Beide schreiben 
Bradwardinus. 

d. Jean Bouyer und Guillaume Bouchel (1496). 

144. 

Gesta Caroli Magni s. Karolellus. Paris Job. Bouer et Gail- 
lerm Bouchet. s. a. (vor 1500.) 4. 

F. 1. a. Gefta Karoli magni | Francorum regis | darun- 
ter ein Holzschnitt Carl den Grossen vorstellend, vor wel- 
cbem ein Ritter kniet. Unler dem Holzschnilte beginnt 
der Text INclita quo meori teneas cordi karoleili, welcher 
F. 48. a. Z. 21. 22 schliessl. El quia gesta tenet Karoli 
breuis ifte libellus. | Imponatur ei proprium nomen Karo- 
lellus. F. 48. b. i| Karoli magni francorum regis Temper 
inuicti i|clita gefta defcribens opus egregium opera Magi| 
ftrorum Joanis boueri. t Guillermi bouchet. accu|raliffime 
cafligatum et a mendis fcriplo^). priorif q5 | impreffionis 
vigiii cum diliigenlia (sic) releuatum. Fi- | nit feliciter.*. 
Darunter der Druckerstock wie gewohnlich mit der Um- 
schrift EN LA PARFIN DE LEWRE LOVER DIEV CHA- 
CVN DE NOVS DOIT POVR NOIR SA GRACE A LVY 

DOCfts PoYR CE Q'L LVY A PLEV N09 DONNER 

T#PS DE CE FAIRE ET ES FAIRE ET ESPACE. 28 Bl. 
mit Signat. ohne Blattz. u. Custoden mit 23 Zeilen auf der 
Seite. goth. Char. 4. 

Catal. de Gaignat Nr. 1712. Dippoldt, Karl d. Grosse 
S. 246. Ebert 8444. Neu herausgegeben von Herzdorf 
Oldenb. 1855. 

XXV. Reutlingen. 
Johannes Ottmar (1482). 
145. 

Bonavenlura (S.) Sermones de tempore et Sanctis cum com- 
muni sanctorum. Reutlingen 1485 (Joh. Ottmar). foL 



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356 

Panzer II, 398, 9. Hain 3517. Das hiesige Exemplar 
hat als Vorsatzblatter 2 handschriftliche Bruchstttcke einer 
dem Anscheine nach astronomischeo Pergamenlhaudschrift 
und hat, wie die Ioschrift bezeugt, 1620 dem Erfarter Je- 
suitencollegium gehdrt. 

XXVI. Rom. 

a. Conrad Sweynheym ond Arnold Pannartz (1467). 

146. 

Cicero (M. Tullius) epistolae familiares. Rom. Sweynheym a. 
Pannartz. Prid. Non. Novemb. 1469. fol. 

F. 1. a. M. Tul. Ciceronif ad P. Lentulu Impatore. Po. 
Ro. Epiftolaft | Familiariu liber primuf. Cicero. P. Lentulo 
Impatori. S. PL. D. j ( ) Go omni oflBtio: ac potiuf pie- 
late: erga te: ceterif | fatiffacio omibuf: mihi ipe no) 
iatiffacio. Tata | enim magnitudo eft tuorum erga me 
meritoru: | at cum (u nill etc. F. 160. Z. 28. 

Afpicif llluftrif lector quicunq: libellof 

Si cupif artificam nomina nolTe: lege. 

Afpera ridebif cognomina teutona: forfan 

Hitiget arf mufif infcia uerba uirum. 

Conraduf fuueynheym: Arnolduf panarlzq$ magi ft ri 

Rome imprefierunt talia multa fimal. 

Petruf cum fratre Francifco Maximuf ambo 

Hinc operi aptatam contribuere domum 
M. CCCC. LXXI. 
160 Bl. mit 38 Zeilen ohne Blaltzahl, Signaturen und Custo- 
den, rom. Char. fol. 

Panz. Ann. II, 413, 22. Hain 5163. Das hiesige schdne 
Exemplar ist in den lelzten (8) Blattern handschrifllich yon 
gleicher Hand erganzt und endet so wie vorsteht. Da aber 
keine Ausgabe von 1471 bekannt und das Qbrige vollkom- 
men mit der Beschreibung von Dibdin in Biblioth. Spen- 
cer. I, 320 Nr. 166 ubereinstimmt, so ist an der Identil&t 
der Ausgabe kein Zweifel. Das hiesige Exemplar hat am 
Rande handschriftliche Bemerkungen. 

(Fortsetzung folgt.) 



Verantwortlicher Redacteur: Dr. Robert Naumann. 
Verleger: T. 0. Weigel. Druck von C. P. Melzer in Leipzig. 



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SERAPEUIK. 

titftfrift 

fttr 

Bibliothekwissenschaft ^ Handschriftenkunde und 
&ltere Litteratur* 

Im Vereine mit Bibliothekaren und Litteraturfreunden 
herausgegeben 

von 

Dr. Hobert N aumann. 

M 17. Leipzig, den 15. September 1861. 



A n 2 e 1 g e. 
Bibliograpbie Gantoise. Recherches sur 

la vie et les travaux des imprimeurs de Gand. (1483 
— 1850.) Par Ferd. Vanderhaeghen, secretaire de la 
Commission pour la conservation des Monuments an- 
ciens de la Flandre-Orientale, tr^sorier de la Societe 
des bibliophiles flamands, bibliothecaire-archiviste de 
la Societe Royale des beaux-arts et de litterature de 
Gand, etc. Premi&re partie. — XV e fic XVI 8 siecle. 
Deuxieme partie. — XVIl e sifeole. (Tome III.) l re par- 
tie du XVII e siecle. Gand, imprimerie de Eug. Van- 
derhaeghen, rue des champs, 66. Nov. 1858. Fevr. 
1860. Juin 1861. Ohne die Titelblatter III, 378, II, 
337 u. 482 SS. nebst einer Seite Inhalt bei jedera 
Bande. Gr. 8°. 

Zu dem anzuzeigenden Werke mochte man sohwerlich 
ein demselben in jeder Beziehung enlsprechendes Seitenstfick 
linden. Alles in Gent Gedruckte, was zur Kunde des Verfas- 
sers gelangte, ist darin, oft nach eigener Ansicht, nicht nor 
XX1L Jahrgang. 18 




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958 



verzeichnet, sondern mit bibliographisctor Genauigkeit be- 
schrieben und nachgewiesen, wo das Beschriebene zu suchen 
oder in welchen Werken, Katalogen uod ungedrucklen Acten- 
stucken dessen gedacht wird ; viele Artikel sind mit Nachrich- 
ten von den Verfassern a. dgl. versehen. Den Verzeichnissen 
der Drucke gehen, so weit es moglich, aus authenlischen 
Quellen geschfipfle biographische Notizen fiber die Buchdruk- 
ker, von denen einige auch Buchhandler waren, voran, viel 
Interessantes darbietende Ergebnisse der sorgf&ltigsten For- 
schungen. 

Die drei bis jelzt erschienenen Bande enlhallen 4809 
(die Zusatze milgerechnet 4815) Nuramern und fuhren uns 
57 Buchdrucker nebst ihren Witweu oder Erbcn vor, davon 
im ersten Bande 19, im zweiten 21, im ersten Theile des 
drillen Bandes 17. Im zweilen Tbeile dieses Bandes wird 
sich der Yerfasser mit noch 18 beschaftigen. 

Von einigen Werken von wissenschaftlichen Wertbe ab- 
geschen, kann eine grosse Anzahl von Productionen der gen- 
ler Pressen allerdings keinen Anspruch auf einen wirklich 
lillerarischen Charakter, auf litterargeschichtliche fiedeutsam- 
keit machen: Regierungs- und obrigkeitliche Verordnuugen 
and Erlasse aller Art, Tarife, Oertliches belreffeude Broschu- 
ren, lateinische und flamische Gelegenheitsgedichte, Sohutdra- 
men u. s. w. sind die Hauplgegenslande maucher typographi- 
schen Thatigkeit ; man vergleicbe z. B. nur den Titel des aus 
den Pressen Gaulier Manilius', 1574—1626, Hervorgegange- 
nen, im erslen Bande Nr. 271—521. Herr Vaaderh aegben 
hat sich die nicht kleine Mube gegeben stets kurz anzudeu- 
ten, worauf sich die offenHichen Bekannlmachungen beziehen, 
wenn ihr Tilel den Inhalt nicht ausspricht; diese Arbeit ver- 
dienl die dankbarste Anerkennung : sie liefert ein reicbes 
Material nicht nur zur Geschichte der politischen ZusUode 
der Stadt Karl's des Funflen, sondern auch zur Sitten-, Gul- 
tur- und Religionsgeschichte derselben in verschiedenen Zeit- 
r&umen. Gestaltete die Tendenz des Serapeums die Dar- 
legnng von Belegen, so wurde mir die Auswahl nicht schwer 
werden. Ffir die Geschichte des Drama's, zunachst des Schul- 
drama's, wurden mehrere nicht unwichtige Beitrage aus dem 
Werke zu enlnehmen sein, wenn die meisten Slucke, wie 
fiberhaupt alle kleinere genter Drucke, nicht un gem ein 
selten waren und der Verfasser deshalb nicht im Stande 
war fiber dieselben aus Autopsie n&ber zu berichten; doch 
schon die Titel werden die Freunde und Kenner der drama- 
tischen Litteralur interessiren. Eine ausgezeichnete Aufmeifc- 
samkeit ist der Kalenderlitteratur gewidmet und die genter 
Zeitung von ihrem ersten Erscheinen, 1667, („Ghenlsche Post- 
Tydinghen 44 ) an unter den verschiedenen Verlegern charakte- 
risirt. Der erste war der Buchdrucker Maximilian Graet 



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939 



(1652—1676), (Herr Vanderhaeghen beabsichtigt diesen 
Stoff spater noch ausfQhrlicher zu behandeln.) 

Es bedarf wohl kaura bemerkt zu werdeo, dass in raan- 
chen Biographien and Noten zu den Titeln die Geschichte 
der Wissenschaflen and des wissenschaftlichen Lebens in 
Belgien berubrt and bisweilen dunkle Partien aufgeklart sind. 
Nicht bios als bibli ographische Nusterarbeit, in wel- 
cher Bedeulendes und Unbedeutendes rait gleicber Sorgfalt 
and Gewissenhaftigkeit beschrieben wird , sondern auoh aus 
den so eben and oben angefuhrten Grunden darf die Bi- 
bliographie Gantoise in keiner grossen dffenUichen Bi- 
bliotbek feblen. (Nur 250 Exemplare sind fur den Buchhau- 
del bestimmt.) 

Manchen Lesern des Serapeums, denen das bespro- 
chene Werk nicht sofort zugaoglich ist, wird es gewiss er- 
wunscht sein, die Namen der genler Buchdrucker des funf- 
zehnten and sechszehnten Jahrhunderts kennen zu lernen. Ich 
lasse deshalb sie folgen. 

Arend De Keyfere (Caesar, Lemperenr), 1483, XI W kal\ 
sep. - 1485. Nr. 1—7. 

Herr Vanderhaeghen hat seit der Verftffentlichung des 
ersten Bandes ein nodi ftlteres genter Druckwerk De Keyfe- 
re's, den „Traite d'Arras 44 , 8. April 1483, erworben; es soli 
in einen Sopplemente umslandlicher beschrieben werden. 

Wie Herr Vanderhaeghen die Erzengnisse der De 
Keysere'schen Pressen beschreibt, wird man aus Folgendem 
ersehen : 

1484. 

2 Psalterium Davidicnm. 

Petit in 8°, s. chiff. ni rtcl., sign, az— Zz (a2— x2), 190 
femllets dont le premier ei les irois derniers Wanes, (le der- 
nier de ceux-ci toaiefois contient la marque typographique), 
initiates peintes; 17 lignes a la page. Le 2 me feuillet com- 
mence ainsi: (B) Eatus vir qui non abijt in consilio im- 
pioru et in via peceatorum . . . Vers la fin da volume quel- 
ques oantiqaes, hymnes, litanies de tous les saints, etc., et la 
souscription: 

Explicit psalterium impressum Gandaui per me Arnol- 
dum cesaris. Anno xpistiane salutis. MUlesimo quadringen- 
tesimo octuagesimo quarto, sexto kaF maij. 

Ce psautier est (Tune si graude rarete, qu'k notre con- 
naissance aacun bibliographe n'en a fait mention; aussi nous 
n'avons rencontrt que le seiU exemplaire qui fait partie de 
la riche collection d'incunables beiges de Mr. Fr. Vergaowen, 
k Gand. 

Seine Witwe, 1490. Nr. a 

Simon Cock und Joos Pierre (Jodocus Petri aus Halle in 
Brabaut, 1513. Nr. 9. 

17* 



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960 



Unter den Nummern 10 — 20 (1508, 1512, 1513. 1519, 
1520, 1532) siod einige zn Anfang des 16. Jahrhunderts in 
Gent erschieneoe BQcher, dereo Drucker der Verfasser nicht 
kennt, verzeichnet. 

Pieter De Keysere, 1516-1547. Nr. 21— 46. Er war zu- 
gleich Notar, Buchhandler and Buchbinder, besass auch eine 
bedeutende Papierfabrik. 

Godefrood De Rode, 1532. Nr. 47. 

Joos Lambrecht (Lambertus, Lambert), 1536 — 1553. Nr. 
48—107. (Nr. 70 doppelt). 

Victor De Dayn. (Le Dayn), 1540—1552. Nr. 108. 109. 

Er druckte nur ein Bach mil Privilegium von 1552. Der 
Verfasser bemerkt, dass dennoch alles unter seinem Namen 
Herausgegebene aufgefuhrt werde; in den bibliographischen 
Nolizen yon den Qbrigen Buchdruckern solle auch der abge- 
kfirzte Titel der BQcher and Schriften, deren Verleger sie nar 
gewesen, angegeben werden; die ausfQhrliche Beschreibung 
befinde sich in dem BQcherverzeichnisse Derjenigen, die sie 
gedrockt haben. 

Martin Snoackaert, 1545. 

Erasmus Verreecke (Querceus), 1546. Nr. 110. 

Cornelius Manilius, 1548—1558. Nr. 111—134. 

Jan I Van den Steene, der Aeltere (Lapidarius) , 1552— 
1576. Nr. 135-148. 

Seine Offizin existirte nur dem Namen nach; er war 
bios Buchhfindler und Buchbinder. 

Jan Cauweel, 1554—1568. Nr. 149—155. 

Gheeraert Van Salenson (Salensonius, De Salens), 1554 
—1568. Nr. 156—172. 

Seine Witwe 1572—1578. Nr. 173. 

Henric Van den Keere (Chaerius, Dutoor), 1556—1567. 
Nr. 180—210. (Nr. 185 doppelt) 

Er hinterliess einen Sohn, der gleichfalls Henric hiess 
und sich ausschliesslich mit der Letlernschneiderei und Schrift- 
giesserei beschaftigte. Er war damals in dem ganzen Philipp 
dem Zweiten unterworfenen Theile der Niederlande der Ein- 
zige in diesem Geschaftszweige. Herr Vanderhaeghen 
hat aus den genter Stadtrechnungen die folgende elgenthfiro- 
liche Notiz mitgetheilt: 

Anno 1574. Henric van den Keere de jonge Letterstecker 
3 £ het zelve sedert zekere jaeren binnen deser stede gedaen 
hebbende, ter contemplate van zeer eern heer bisschop in 
de plaets van vrydom van accysen hem versogt gheconsen- 
teert jaerlicx in pensioene ome datler in alle sConincx nedor- 
landen geen an der lettersteker en was. 

Ghileyn (Gislenus, Gislain) Manilius, 1559—1573. Nr. 
211-259. 

Die von ihm 1565 gedruckten ^Psalmen Davids Na 



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961 



(tEbreeusche waerheyt, en folder beste exemplairen, of 
translatien, Liedekins-wijs in dichte ghestelt : op <U voysen 
en mate, van Clement Marots Psalmen. Autheur L. D. H. u 
sind das erste in Gent gedruckte Bach, in welchem die nflthi- 
gen Typen zu der Composition der Masiknoten angewandt 
sind. (Der Uebersetzer ist Lucas d'Heere. Ungeachtet der 
Drackgenehmigung wurde das Buch auf Philipp's des Zweiten 
Index gesetzt and ist daher so selten, dass Herrn Vander- 
baeghen our ein in seinem Besitze beflndliches Exemplar, 
bekannt ist.) 

Seine Witwe, 1573-1575. Nr. 260—270. 

Ganltier Manilios, 1574—1626. Nr. 271-521. (Nr. 313. 
443 u. 448 doppelt.) 

Pieter De Clerck (Clericus), 1576. Nr. 524—528. 

Seine Witwe, 1577—1579. Nr. 529—547. 

Jan II Van den Steene (Lapidarius) . 1576 — 1525. Nr. 
548—689. 

Jan Van Salenson, 1581—1588. Nr. 691-699. 

Cornells De Rekenare, 1581—1584. Nr. 700—726. 

Was fiber ihn gesagt ist, mag hier als Beispiel der Ab- 
fassung der biographischen Notizen eine Stelle linden. 

n Cornelis De Rekenare flbte die Buchdrackerkanst in Gent 
wdhrend der Jahre 1581 bis 1584 aus. Es scheint, dass er 
die Drackerei der Witwe Pieter De Clerck's Qbernommen, 
wenigstens bewohnte er das Haus des Maniiius and behielt 
die weisse Taabe als Zeichen. Nach dem Jahre 1584 kommt 
C. De Rekenare nicht mehr als Buchdrocker vor; Gautier 
Manillas bezog in jenem Jahre wieder die vaterliche Woh- 
nung. 

Es bietet sich hier eine sehr interessante Frage dar. Wer 
war dieser Cornelis De Rekenare? Eine Person dieses Na- 
mens, Gelehrter und Dichter, wurde 1597 Rector der Schule 
zu Amsterdam. Daniel Heinsius wohnle bei ihm 1603 oder 
1604. Heinsius spricht zu De Rekenare von Flandria no- 
stra. Sanderus nennt in seinem Werke „de Gand. erud. 
Claris", S. 37, einen Cornelias de Rekenare; und Paquot, 
ohne einen anderen Beweis als das Erwahnte, macht C. De 
Rekenare zum Genter. Es ist richtig, dass David Lindanus 
von ihm in seiner Ode uber die Dichter Gent's spricht. Aber 
gendgt es nicht in einer Stadt eine Zeit lang gelebt zu haben, 
urn seinen Literaten beigezfthlt zu werden? 

Unter den Vorstucken des Werkes: n Francisci Nansii ad 
Nonni paraphrasin euangeUi Johannis Graec4 etLatine editurn 
curat secundae. Lugd.-Batav., /592, u linden wir ein Gedicht 
von funfzehn lateinischen Hexametern, unterzeichnet Cornelius 
Rekenarius Hulst. Beilaufig bemerkt: Cornelis De Rekenare, 
der amsterdamer Schulrector, dichtete in lateinischer und fla- 
mischer Sprache. Revius hat in seiner n Daventria illustrate* 



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MS 



(S. 544) ein lateinisches Gedtcht dieses Heolors wieder ab- 
drucken lassen. 

Die Vermuthung, welche ans die annehmbarste scheinl, 
ist, dass der zu Hulst geboreoe C. De Rekenare sich in Gent 
als Buchdrucker etablirte, and als er aos uus unbekannten 
Grdnden, vielleicht wegen seiner Religionsansichten — wofur 
sein Verhaltniss zu D. Heinsias spricht — diese Stadt ver- 
lassen mussle, Holland zu seinem Aufenthalte wahlte and 
etwBS spater Rector der Schule zu Amsterdam wurde. Er ist 
ubrigens nicht der einzige Belgier, der in Holland zu der- 
gleichen Aemlern befordert wurde. Die Gediebte des amster- 
dammer Rectors scheinen nicht gesammelt zu sein, und wir 
kenned nur die beiden angefuhrten, siud jedoch uberzeugt, 
dass man noch mehrere flnden wurde, wenn man die Vor- 
stOcke der urn die Zeit seines Aufenthaltes in Holland dort 
veroflenllichten Werke beachtete. 

Dem ersten Bande sind 13 Tafeln mit Nachbildungen von 
genter Buchdruckeremblemen , dem zweiten 7, nebst 2 mit 
Facsimiles der Unterschriften von einer Reihe derselben, die 
dem siebenzehnten Jahrhunderte angehoren, beigefOgt. Dem 
Titelblatte des ersten Bandes gegenQber beflndet sich die 
Abbildung eines merkwurdigen kunstreichen Einbandes von 
Pieter De Keysere. 

Die typographische Einrichtung und Ausstattung des Wer- 
kes sind vortreflflich und geschmackvoll. 

Hamburg - Dr. F. L. Hoffmann. 



A n z e 1 g e. 

Catalogue de la portion mathematique , bibliographique 
et historique do la celfebre bibliotheque de Mr. Libri, 
vendue publiquement a Londres, (Leigh Sotheby et 
Wilkinson), 1801. 8°. 

Nous avons d6ja (numero du 31 juiiiet) fait mention de 
Timportant catalogue dont nous venons de transcrire le litre. 
La seconde partie nous est parvenue depuis; elle eontient 
les ouvrages dont les litres ou les noms d'auteurs sont com- 
pris dans les leltres M—Z; le dernier numero est 7628. 

Nous insererons ici en iraduisant, quelques unes de notes 
qui sont joinles a Tindication d'ua graud nombre de volumes 
et qui renferment presque toujours des renseignements peu 
connus. 

Marii (A) Marianus Bubo, Peupoli, 1541. 4°. 

Traite fort curieux et rare, relatif au hibou; cet oiseaa 



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999 

est reprtsentfe perchA sur une 6glise et se defendant contre 
la superstition du temps qui l'accusait d'etre la cause de la 
pesle, il s'6crie: 

Pestem mugitu Bubo non adfero diram, 
Sed quia sentisco virus adesse, gemo. 

Novarir Civilatis Statuta. Novarix, 1583, in folio. Cou- 
tumes locales curieuses el inconnues k la plupart des histo- 
riens. II y a des dispositions singulieres; l'adultfcre per vim 
est puoi d'une amende de 100 librae Imperialium, et sine vi 
de 50, mais la femme doit elre brulee si le mari le demande. 
Les joueurs sont mis a l'amende. Le blaspheme et m$me 
les insulles a des images de saints ne sont punis que d'une 
amende, ou, si le coupable n'esl pas en mesure de payer de 
la peine du foueL II est interdit de prendre des velements 
noirs a la mort d'un parent. 

Pamphile (G.). Descrittione breve sopra le cose del Te- 
stamento novo } a terza rima. Venetia, 1543. 8°. 

Poeme curieux et rare; le dernier vers de chaque tercet 
est constamment pris dans Virgile; en voici un exemple: 
Dolce Signor Giene mio dit' adalta 
£ fa che io narre de tue flamme acceso ; 
Hie mortis durae casum tuaque optima facta. 

Pauli de Uiddeburgo. Episcopi Forosemproniensis , De 
numero atomorum totius universi in detestationetn usuriae 
pravitatis et in augmentum Montis Fietatis Lucubratio. 
Ronue, 1518 4°. 

Ouvrage trfes rare et curieux qui vante fort l'etablisse- 
ment k Rome des Monti di pieta et qui fl6trit avec energie 
les ravages de l'usure. Les bibliographes n'ont point parle 
de ce livre d'un auteur fort connu par ses travaux pour la 
correction du calendrier; on y trouve le calcul de nombres 
considerables porte a un degr6 jusqu' alors sans exemple. II 
est dit que l'interdt d'un seul ducat a la fin de 3000 ans ne 
peut etre exprime que par une serie de 341 chiffres. 

Paricello (T. P.) Ambrosianae Mediolani Basilicae ac 
monasterii Cisterdencis Monumenta. Mediolani, 1645. 4°. 

Volume de 1174 pages, renfermant un grand nombre de 
documents jusqu' alors inedits et relatifs a l'histoire de la 
Lombardie, de I'an 387 a Tan 1201. Les planches represen- 
tent des monuments qui remontent jusqu'au huitieme siecle; 
elles sont d'un grand interet; on y voit de beaux portraits 
authentiques de Saint Ambroise, de Pierre Oldradus, archeve- 
que de Milan et de Saint Bernard. 

Rami (P.) Scholarum Mathematicarum libri XXXI, Ba- 
sileae, 1569. 4°. Volume tres rare, contenant, pour la pre- 
miere fois (pag. 113—145) VArithmetica en deux livres de 
cet 6crivain remarquable. Cette circonstance elait inconnue 
k Mr. de Morgan, qui, dans son excellent travail bibliogra- 



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964 



phique sur rarithm6tique, iodique ce traits de Ramus comme 
ayant paru pour la premiere fois en 1584. Mr. Ctfntor dans 
sa Vie de Ramus, exprime le regret de n'avoir pa consulter 
cette Edition de 1569, et d'avoir 616 force de se contenler de 
celle de Francfort, 1627. Dans les vingt-trois livres de ces 
scholar, il est qnestion de 1'invenlion de l'imprimerie, de la 
decouverte de I'Amerique, etc. 

Schotti (P. G.) Magia Universalis, Bamberg*, 1677. 4 
vol 4°. Ce titre cache one veritable encyclopedic irks im- 
portante pour l'histoire des sciences. II y a des idees singu- 
litres; Fauteur pretend donner le nombre des anges, et ce 
nombre est exprime par soixante-huit chiffres. 

Statuta Lucensis civitatis nuperrimd castigata, Lucae, 
1539. in fol., volume curieux et rare; la jurisdiction penale 
est souvent digne d'attention. Le chapitre CIIII stipule: „Qui- 
cumque carnaliter cognoverit aliquam concubinam seu servi- 
tialem, non virginem invitam, puniatur in lib. centum. u Le 
chapitre CCXXlfi est intitulg: „De poena incedentium cum 
larvis seu mascharis." 

Statuta Civitatis Eugubii illustrata ab A. Conciolo, 
Gerunds 1685. 4°. D'apr&s cette legislation, la peine de mort 
6tait appliqu6e aux Merits calomnieux, a l'adultere avec one 
personne parente jusqu'au 4 e degr6, a Tinceste, au viol, itc. 

Statuta inclytae Civitatis Avenionis, Lugduni, 1612. 4°. 
Diverses prescriptions curieuses. II est interdit aux Juifs de 
sortir durant la semaine sainte et les fetes de Paques du 
quartier qui leur est assigne, et ils doivent en tout temps 
porter une marque distinctive. Les boulangers ne peuvent, 
au dela du terme de six mois, rien rtclamer a leurs debiteurs. 

Vinci, (Leonardo da), Trattato delta Pittura, Roma, 
1817. 4°. Cette Edition, faite d'apris des manuscrits inedits, 
est bien preferable a celles qui Font devanc6e; indepen- 
damment d'additions importantes dans les quatre premiers livres, 
elle a fait connattre les livres V a VIII qui n'avaient pas 
encore vu le jour. 

Pacioli (Luca) Divina Proportione et Libellus corporum 
regularium et dependentium activae perscrutationis, Vene- 
tiis, Paganinus, 1509, in fol. Ouvrage peu connu, mais fort 
important, renfermant de nombreux renseignements sur Fhi- 
stoire de la science et specialement sur Leonard da Vinci 
et sur ses grands travaux comme sculpteur a Milan. II y est 
question des polyfedres avec des signes algebriques indiquant 
les diverses puissances; un alphabet magniflque dessine par 
Leonard da Vinci accompagne ce que I'auteur dit au sujet de 
la calligraphic et indique les proportions des let! res. Les 
aulres planches sont 6galement dues a Leonard ainsi que 
I'auteur le dit dans sa d6dicace au c616bre Pier Soderini: 
„Vincii noslri Leonardi manibus sculpta." Une de ces plan- 



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965 

ches reprisente one tfite humaine d'une beaut6 remarquable; 
trois se rapportent a Farchitecture. 

Ces notes qu T il serait facile de multiplier montrent quel 
interet pent offrir le catalogue dont nous parloos. 

Nous avoos d6ja dit que la premi&re partie renfermait 
one collection remarqnable d'ouvrages sur ['inquisition. Nous 
allons en faire mention des principaux d'entre eax. Cette 
reunion s'Atend du n° 3810 aa n° 3826. 

Atto publico da Fede celebrato nella citta di Palermo a 
6 aprile 1724 dal Tribunale del S. Uffizio di Sicilia, descritto 
da Antonio Mongitore, Palermo. 1724, in fol. 

Volume tr&s rare. Le chanoine Mongitore s'6tend avec 
un plaisir tres marqu6 sur cet auto-da-fe qu'il regarde 
comme un acte fort agr6able a dieu. On brfila un moine 
et one religieuse; une foule de carosses remplis de dames 
entouraient la scfene ou se passait cette atrocity. 

Brunemanni (J.) Tractatus duo de Processu turn civili 
turn criminali inquisitorio, Wittebergae. 1672. 4°. Livre rare 
ou sont discuses de terribles questions: An matres infantem 
lactantes torquendae? An in tortura sags examinandae super 
visis personis in monte Bructero." 

Carena (Casaris) Tractatus de officio Inqmsitoris et 
Modo procedendi in causis fidei. Cremona*. 1655. in fol. 

Ce volume qui ne se trouve pas facilement renferme 
d'amples instructions sur la manure de mettre a la question. 
Le temoignage de la femme contre le mari et reciproquement 
est non seulement admis, mais mime dans les affaires d'h6- 
risie, il pent 6tre exigk 

Franchina (D A.) Breve Rapporto del Tribunale della 
S.S. Inquisizione di Sicilia. Palermo, 1744. 4°. 

On y trouve le r6cit de tous les auto-du-fi celebres en 
Sicile depuis 1547 avec de nombreuses pieces justiflcatives 
sur cet objet (de 1487 k 1542). 

Fatti attenenti air Inquisizione e sua lstoria generate 
e Particolare di Toscana, Firenze, 1783. in 12. 

Entre autres extraits de divers processi, on y trouve 
ceux qui concernent Galilgi, le chanoine Pandolfo Ricaroli, 
personnage fort debauche et le celfebre poete Crudeli; cette 
d erniire affaire eut lieu en 1740. 

Locati (Umberti) Praxis judiciaria lnquisitorum , Vene- 
tiis, 1583. 4°. 

L'auteur de cet ouvrage 6tait commissaire- general de 
[Inquisition a Rome et confesseur de Pie V., qui, en 1568, 
le nomma eveque de Baguarea. II donne les plus odieux de- 
tails sur les diverses espfeces de tortura, parmi lesquelles 
une des plus penibles celle-ci : le patient avait les pieds frott6s 
de sel qu'un chfevre les lui 16chait jusqu'au point de le mettre 
en danger de mort. 



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aw 



Masius (F. Eliser) Sacro Arsenate overo Prattica dell 
officio delta S. lnquisitione ampliata, Rom®, 1639, 4". Mr. 
Libri possedait quatre autres editions de cet ouvrage important 
(Genova, 1653.4°.; Bologna, 1665. 8 U . et 1679. 8°. ; Roma, 1730. 
4°. Malgre ces reimpressions, il ne se trouve que trfcs difficile- 
ment, rautorite ecclesiastique 1'ayant fait retirer avec le plus 
grand soin. Parmi les diverses tortures qu'employait I'ln- 
quisition (et l'auteur ne manque pas de dire Torlurare negotio 
importantissimo). La torture par le feu (Tormento di fuoco), 
est minutieusement descrile. La viclime doit etre exposee 
nudatis pedibus illisque lardo porcino inunctis et in cippis 
juxta ignem vatidum retentis etc. 

Menghevi (T.) Regole net Tribunate praticate in alcune 
casi imaginarii, Ferrara, 1687. 4°. 

Volume trfes rare imprime settlement pour les fonction- 
naires de requisition , et a leur mort^ il devait 6tre rendu 
au saint office. On y trouve des choses trfes etranges. Voir, 
par exemple, pag. 23: Terza denunzia d'una Donna solleci- 
tata ad Turpia nella confessione sacramentale. 

Paramo (L. de) De Origine et progressu officii sanctae 
Inquisitions, Matriti, 1598. in fol. Ouvrage important, con- 
tenant enlre autres choses les decrets conlre les Vaudois itc. 
un chapitre qui manque parfois: „De solicitatione ad libidi- 
nem in actis confessionis vel proxime illi ante vel posl. u 

Hepertorium Inquisitorum pravitatis haereticae, Vene- 
tiis, 1588. 4°. Volume trfcs rare; il se (ermine par un traite 
sur la torture dont voici la derniire phrase: „Tortura etiara 
die feriata in honorem Dei permittitur. a 

Bordeaux - G. Brunei. 



Seltene Drucke geistlicher Dichtungen des 17. Jahr- 
hunderts. 

Von 

Emil Weller in Zurich. 

So lange noch Vorarbeiten zu kunfligen Gesammt-Biblio- 
graphien — und das wird noch eine geraume Zeit dauern — 
getroffen werden mussen, wird jeder Beitrag den Worth eines 
Bausteins haben, nicht unbrauchbar sein. Per innere Gehalt 
kommt dabei gar nicht in Frage. Unsere Lilterarhistoriker 
besprachen immer nur das Charakleristische jeder Epoche, 
ohne zu bedenkeu, dass nicht dieses, sondern das, was die 
Mehrzahl ausmacht, das Miltelmassige, das Unbedeutende, das 
Wesen jeder Epoche bildet. Hervorragende Productionen kenn- 
zeichnen den Standpunkt keiner Zeit; sie werden vielmehr 



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M7 

Leitsterne des kGnfligen Volksgeistes, sie nfitzen erst der Nach- 
welt, wirken uugetheilt erst auf sie. Lob oder Tadel darf 
ein gerechter, ein unparteiischer Geschichtschreiber niobt aus- 
theilen. Leider sind wir noch weit von dieser Gerechtigkeits- 
pflicht entfernt, wenn auch der gute Will© bereits gezeigt wor- 
aen ist 

Zufallig fehlen nachfolgende Dichtungen, welche ich nach 
Exemplaren der Zurcher Stadtbibliothek kurz beschreibe, 
sammtlich in Godeke's Grundriss. 



Der fundfluis, welcher fiber die Mentation gangen ift, zu 
der zeyt Noe, von wegen ihres liindllichen lebens, aufs dem 
fibenden Capitel Generis. Im thon, Frdlich fo wil ich lingen, 
mil lull, ic. Getruckt zu Zurych bey Rudolff Weyflenbacb. 
1602. 8 Bl. 8. m. Titelh. Das 1. Lied unterzeichnet : Gwer 
Hitter, das 2. Benedickt Gletting. 38 o. 8 Strophen. 

1. ZV hohem lob vnd ehren, 

der heiligen GOttlichen kraffl, 

2. Wilt da by GoU dein wonfig ban, 

vnd feinen himei erbe. 

Der Sfindflufs, welcher vber die Menfchen gangen ift, za 
der Zeit Noe, von wegen jhres fandlichen Lebens, aufs dem 
fiebenden Capitel Genefis gezogen, ic. Im Thon, Frdlich To 
wil ich Hngen mit lull ein Tageweyfs, ic. Getruckt zu Bern, 
bey Jacob Stuber, Anno 1634. 8 Bl. 8. m. Titelh. Nur das 
Lied von Gwehr Bitter. 

Die Geiflliche Leyter zum Himmelreich, mit jhren zweyen 
Leyterbaumen vnnd neun Sprofleu . . Aus heiliger Gottlicher 
Schrifflt kurtzlich zufammen gezogen, vnd in teutfche Reimen 
gehellt. o. 0. u. J. 11 Bl. 4. m. Titeleinf. u. 12 Uolzscb. 
Die beyde Leyterbaum geoennt, 
Sind Alt vnd Newes TeAament. 

Die in Berlin beflndliche Originalausgabe trfigt den Names 
des Verfassers: Die Geiflliche Leyter zum Himmelreich . . 
Aufs heiliger Gdttlicher SchriSt gezogen, in teutfche Reimen 
vnd in truck verfertiget . . Durch Georgium Gutknecht Burger 
in Nurnberg. 1610. o. 0. 6 Bl. 4. m. 16 Holzsch. 

Ein Chriflenlich lied, vom Nammen Chrilt . . Im Thon: 
vnd Sfindere willu mit. Geftelt durch Jokan Jacob Friefsen 
von Zurich, diener der kirchen Chrifli zu Dubendorff. Ge- 
truckt zu Zurich, bey Johannes Hardmeyer, Anno 1613. 4 Bl. 
8 21 Str. 

WArumb wirft gnennt ein Chrift? 
Eines rewenden vnd fterbenden Sunders Schwanengfang. 
(11 Yerszeilen.) Getruckt zu ZQrich, bey Johau Hardmeyer, 
16ia I 1 /? Bog. 8. (letztes Bl. leer). Verfasser laut hand- 
schriftl. Notiz: Chriftoffel Pilgeri. 



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M8 



ZV mir getretten kommt der Tod, 

Vertreibt all Frewd, bringt weh vnnd nohl. 
Ein fchon new Geiftlich Lied: Von der geifllichen Ge- 
mahelfchafft der Gl&ubigen mit Jefa Chrifto. In der Melodey, 
Yon grund des Hertzen mein, ic. Getruckt im Jahr Chrifti 
1634. o. 0. 4 BL 8. 11 Sir. 

MEim lieben Golt allein, 

Hab ich mich gantz ergeben, 
Johan Drdsemeieri Lob Gefang, Yon der Menfchwerdang 
ynd Geburt vnfers Heylandes Jefu Chrifti. Rinleln, Druckts 
Peter Lucius, dero Yniverfite* beflalter Buchdr. Im Jahr 
M. DC. XXXIX. 8 Bl. 4. 

IM Anfang war das Wort bey Gott ffir alien Zeiten. 
Ein Gebfitt-Pfalm, in fehr fchwarer anfechtung wegen der 
funden. Vermehrl vmb Techs Stuck, durch Herr Hans Ylrich 
Engeler Pfarherr zum Predigern. Getruckt zu Zurich, by Georg 
Hamberger, 1644 Kleinfolioblatt m. Einfassung. 12 Str. 
ACh Gott vnd Herr, wie grofs vnd fchwer, 
Sind myn begangen funden, 
Ein fchon newes Kirchengefang nach der Wandlung, oder 
Auffhebung des heiligen Sacraments zu fingen. Frewt euch 
jhr liebe Sfeelen, ic. Neben noch anderen drey Gelangern, 
vor der Predig, vom H. Sacrament, vnd vor der Kinderlehr 
zu fingen. Alle in voriger Melodey. Gedruckt zu Cofsnitz 
bey Johan Geng, 1646. 8 Bl. 8. m. Titelh. Der wahre Drucker 
war Georg Decker zu Bafel. 5, 7, 20 und 5 Str. 

1. FRewt euch jhr lieben Chriften, 

2. FRewt euch jhr lieben Seelen, 

3. FRewd euch jhr Chriften alle, 

4. FRewt euch jhr fromme Kinder, 

Creutz vnd Troft - Spiegel. Darinnen CHRIST VS vorge- 
stellel wirdt. Abgesetzt Yon Friderico Reinhardo SS. Theol. 
Stud. M. DC. LXII. o. 0. 4 Bl. 4. Am Schlusse der Reichs- 
adler. 15 Str. 

GLeich wie Seel dein Brautigsm 
Ift weifs vnd roth zufchawen an 

Wolriechende, Geiftliche Violblumen, Fur eingr&ndige See- 
len: Zur Betrachtung Des Gefatzes: Des Glaubens: Des Ge- 
betts: und Der Erlofung: Urn das Chriftliche FrQhlings- oder 
Oflerfeft: Aufs dem Luftgarten der heiligen Schrift, in Poeti- 
sche Gefeffe gefamlel. Zurich, Bey Joh. Jacob Bodmer. Im 
M DC LXIX. Jahr. 56 gez. S. 8. Zufchrift des VerfalTers J. J. 
Bodmer Zunftmeifters und Druckerherrn an Jorg Miiller Pfar- 
rer zu Thalweil, Joh. Wilh. Simler Infpektor zu Zurich und 
Joh. Heinr. Meyer Pfarrer zu Winterthur, dat. Sonntag Lae- 
lare, A. 1669. 

Poetifcher Ehren- Altar Auff welchen Yor die feythero 
Vatterliche Vorforg, auch erwiefene Gut und Wohlthaten zur 



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999 



Schuldiger Dankbarkeit Dem Allmachligen GOlt Ein inbrfin- 
Aiges Preifs-Opffer dargeliefert worden. Gedruckt zu Aug!'- 
purg, Durch Andereas Hamer, 1670. 8 Bl. 8. Unler der De- 
dication an die reformirten Seelen-Sorger: Job. Schmetao. 
SOU der Menfcb dann fein fo trig? der lich docb ein 
Chriften nenne: 
Gefang, fiber Das Gebfitl des HERREN JEfu Chrifli, vn- 
fers Heylands. Welches er alien leinen lieben Jungeren fur- 

S'efchriben. In underfchiedenlichen Melodeyen zu fingen . . 
m Jahr Chrifli 1672. o. 0. 8 BL 8. Unter der Widmung 
J. J. St. (Staffen, Pfarrer zu Weinfelden). 13 Sir. 
HErr GOtt du vnfer Vatler bift, 
Ffir den wir billich tretten 
Ein Geiflliches Recept, und gut Praefervatif, wider die 
forcht defs Tods, defsgleichen fur andere fchwahre Kranck- 
heiten, und Zufahl des Menfchen, Von Sechs kraftigeo krau- 
tern aufs dem heilfamen Garten Goftlicher Schriflt zufammen 
gezogen, Und zu Reimensweyfs geftellt Getruckt zu Zurich, 
Bey Johann Heinrich Hamberger. 1676. 8 Bl. 8. 
Menfcb gedenck der letzten Zeit, 
So der Tod mit dem Leben ftreit, 



Verzeichniss 

der Incunabeln der Grossherzoglichen Bibliothek 
zu Oldenburg. 

Von 

Bibliothekar Dr. Hersdorf in Oldenburg. 
(Fortsetzung.) 

147. 

Seneca (L. Annaeus) Epistolae ad Lucilium. Rom. Arnold 
Pannartz 1475. 1. Febr. fol. 

F. 1. a. Incipit prologus beati Jeronimi fuper epiftolis| 
Pauli ad Senecam : et Senecae ad paulura. [ ( ) Vcius 
Anneus Seneca Cordubenfis, Fotini doyci | difoipulus, Pa- 
truus Lucani poetae: continenliffimae | uit» fuit, quern etc. 
F. 3. a. Z. 15. Epitaphium Senecae in morte. | Darunter 6 
Verse, dann: In ifto fequenti Codice continentur epiftola 
moralium rerum quas | compofuit uir eloquentiffimus Lu- 
cius Anneus Seneca: ad Lucilu Idifcipulum fuum peraman- 
tiffimum tranfmiff®. j F. 3. b. Epl'aft Senecae ad Lucilum 
rubrics | libri Primi incipiunt. | Das Register endet F. 8. a. 
Z. 32. ell: nifi in quo ratio. EpI'a. C. xxv. it ultima. 
Poffum multa. | F. 8. b. leer. F. 9. a. Lutii Aenei Senecae 



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9T0 

ad Lacilum: Epiftola^ liber | primus: Epistola prima, de 
colligenda et exiltenda | fuga teporis. Et non effe paope- 
rem cui etia modicu | latis eft. | ( ) ta fac ergo mi Lucili, 
uendica (e tibi, el tepus quod | adhuc, aut. etc F. 186. b. 
Z. 15. FINIS I Praefens h»c epiflolarum Seneca ad Luci- 
lum impreffio In alma urbe Roma in domo nobilis | uiri 
Petri de maximis non atramento: plumali j calamo: neq$ 
flilo areo : fed artificiofa quadam | adinuentione imprimeodi 
feu characterizandi : | opus fie effigiatum eft, dei laudem 
iduftrisq, | p magift2j. Arnoldo pannartz Alamano eft c<rfu| 
matu. Anno lalulis. M.CCCC LXXV. | Die uero Prima Men- 
ds Februarii: Sedeu. | Sixto Pon. Max. Anno eias qaarto. 
F. 181. a. Lagenregister. F. 181. b. leer. 183 Bl. (nieht 
166 wie Dibdin will, oder 167 wie Ebert hat) ohne Blalt- 
zahl, Signatur. und Custod. mil 35. 36. 37 Zeilen rdm. 
Char. fol. 

Panz. II, 455, 191. Hain 14601. Ebert 20677. Dibdin 
Bibl. Spencer. II, 345, 425. Das vorliegende ExempL hat 
am Rande handschriftliche fiemerkungen. 

b. Ulricus Gallus s. Han de Vienna (1467). 

Jordanus (Can. Osnabr.) De imperio Romano, s. 1. et a. (Rom. 

Ulrich Gallus.) fol. vid. Nr. 153, b. 
Potestate (De) Romani pontiflcis et generalis concilii s. 1. el a. 

(Rom. Ulr. Gallus.) fol. vid. Nr. 153, c. 

c. Monasterium S. Eusebii (1470). 
148. a. 

Poggius (J oh. Francisc.) Facetiae, s. 1. et a. Rom. monast. 
Eusebii. 4. 

F. 1. a. 4 Pogii florentini oratoris clariflimi | facetiaru 
liber incipit feliciter. I ( ) Vltos faturos effe arbitros. q 
has nof|tras confabulationes turn ut res leues | et uiro 
graui indignas rephendat U13 | in ornatiorem etc. F. 1. b. 
Z. 19 endet der Prolog und sogleich beginnt Z. 20. De 
• Caietano paupere Nauclero das Buch, welches F. 76. a. 
Z. 23 endet: minum culpa omaifq$ iocandi confabulandiq3 
co|fueludo fublata. | «j Pogii Aorentini Secretarii apollolici 
facetiajrum liber abfolutus eft feliciter. | F. 76. b. leer. 
76 BL m. 30 Zeil. rdm. Char, ohne Blattzahl, Gustoden 
und Signaturen. 4. 

Panzer IV, 178, 988. Hain 13176. 

d. Johannes Gensberg (1473). 

Phalaris epistolae lat. p. Francisc. Aretinum. s. I. et a. (Rom. 
Gensberg) 4. vid. Nr. 148. c. 



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871 



Justimanus (Bernardus) oratio apud Sixtum IV. Pontificem 
habila. s. I. el a. (Rom. Gensberg.) 4. vid. Nr. 148. d. 

Laudivius s. Landivius vita beati Hieronymi. s. I. el a. (Rom. 
Gensberg.) 4. vid. Nr. 148. e. 

Fortius (Agapitus) epistolae. s. 1. et a. (Rom. Gensberg.) 4. 
vid. Nr. 149. 

e. Stephan Planck (1479). 
148. b. 

Nicolaus Episcop. JUodrasensis oralio in funere Petri Cardi- 
nalis S. Sixti s. i. el a. (Romae Planck.) 4. 
Panz. Ann. If, 452, 174. Hain 11770. 

148. c. 

Phalaris epislolae lal. p. Francisc. Aretinum. s. 1. et a. (Ro- 
mae Gensberg.) (1474.) 4. 

F. 1. a. Francifci Aretini in phalatidis (sic) tiranil 
agrigetini epiftolas ad illuftrs prin|cipe Malaleflsnouellu a 
Halateflis. | PROHEMIVM. | (u) Ellem Malatefla nouelle 
princeps illu|ftris. tanla michi dicendi facultate5 da|ri ut 
uel preftantie tue uel Phalaridis j noftri epiflolis. etc. F. 3. b. 
Z. 4 endet das Yorwort: ftauliam tua mitlam. fed ia pha 
larim aodiam9. I end beginnt sofort: Pha. Alabo. S. D. 
Das Ganze endet F. 41. b. Z. 26 pbatis. Ted fame bcitalis 
pmiu accepifTent. Va. | Phalaridis Tirani Agrigetini Epl'e 
ad Illu | ftre principe Malatefta. Per Fracil'co Are I Una 
tranflale Feliciter abfolnta (sic) font. F. 42. leer. 42 Bl. 
mit 30 a. 31 Zeil. rdm. Char, ohne Blattzahl, Signator and 
Custoden. 4. 

Panzer Ann. IV, 175. 950. 951. Hain 12872. 12881. 
Ebert 16657. 

148. d. • 

Justinianus (Bernardus) oratio apad Sixtum VI. Pontificem 
habila. s. 1. et a. (Rom. Gensberg.) 4. 
Panz. An. II, 528, 667. Hain 9643. 

148. e. 

Laudivius s. Landivius vita beati Hieronymi. s. 1. et a. (Rom. 
Gensberg ) 4. 

F. 1. a. LAVD1V1VS Eqnes Hyerofolimi-|lamus ad 
Franfcino beltrandu bachi t| nonenfem de uita beati Hiero- 
nymi. | ( ) Am tuo fepe hortatn francine Hieroni|mi vitas 
in lucem efBagitares. Cepi me | cu prius ipfe mirari uehe- 



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S79 



menter. hanc | flue maio^ etc. F. 10. a. Z. 27 da dele- 
ctari fenfero at plura fortaffe ac melio|ra deinceps affe- 
ramus. | ET SIC EST FINIS. 10 Blatt m. 30 Zeil. rom. 
Char, ohne Blattz., Signal, u. Custod. 4. 

Panz. Ann. II, 528, 667. Hain 9943. Das vordere 
Vorsatzblalt ein Fragment einer Pergament-Missal-Hand- 
schrift; auf dem letzlen Blatte flnden sich handschriftliche 
Notaten des 15. Jahrhunderts. 

149. 

Portius (Agapitus) epistolae. s. 1. et a. (Rom. Gensberg.) 4. 

F. 1. a. Agapitus portius romanus domi | no luce de 
fenis falulem: I ( ) Alneo regii urbi antiquiflime etruri|ae 
eftalem vna rerum ducens ne moe|fticiae cedere qua plu- 
rimis moleftat9 I annis laboraui etc. F. 10. b. Z. 28 col- 
ligere potui: vale. | Finis epiftolarum agapiti porcii. | 10 
Blafl m. 29 Z. rom. Char, ohne Blattz., Signat. and Cus- 
toden. 4. 

VMlig unbekannter Druck. 

(Fortsetzung folgt.) 



Bibliothekchronik und Mi s cella nee n. 

Berlin besitzt bekanntlich fiinf bffentliche stadtische „Volks- 
bibliotheken," deren gediegene Sammlung Jedermann unentgelt- 
lich zur Benulzung steht. Dieselben werden denn auch in er- 
freulichster Weise benutzt und zfihlten im Jahre 1860. 4058 Le- 
ser. Unler diesen waren 382 Beamte, 278 Leser und Litterateur 
677 Studenten, Gymnasiasten und Seminaristen, 854 Kaufleute, 
Gewerbtreibende und Kiinstler, 1149 Handworker, Gesellen und 
Lehrlinge, 239 Arbeiter, 67 Soldaten und 367 Frauen. (Leipz. 
Tagebl.) . 

S a Tank's Bibliothek ist von der Kaiserl. Akaderoie derWis.- 
senschaflen in Petersburg angekaufl worden. 



A n t r a g e. 

Sollte sich auf einer offentlichen Bibliothek Barth. Gesii 
Johannes -Passion befinden, so wQrde die Redaction dieses 
Blattes eine gefallige Anzeige dankbarst annehmen. 



Verantwortlicher Redacteur: Dr. Robert Naurnann. 
Verieger : T. O. Weigel. Druck von C. P. Melzer in Leipzig. 



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SERAPEUM. 

t it f<f) r i f ( 

fiir 

Blbliothekwissenschaft, llaiidschrif'tenkunde uod 
aitere Litteratur. 

Im Vereine uiit Bibliothekaren und Litteratur Ireunden 
hera usgegeben 

V O II 

Dr. Hobert Bfaumann. 



Afi 18. Leipzig, den 30. September 1861# 



Der 

Streit fiber den Verfasser des Buchleins 
„De Imitatione Christi," 

wie solcher im XVHL Jahrhundert in Deulschland 
gefuhrt wurde. 

Von 

Dr. Anton Rutland, 

K. Oberbibliothekar in Wurzburg. 

J. B. Malou erzdhlt in seinem weit verbreiteten Buche: 
„Recherches hisloriques et critiques sur le veritable auleur 
du livre de l'imtlation de Jesus- Christ" l ) den Vorgang mit 
folgenden Worten: „A peine cette escarmouche etait-elle ter- 
ming en France, que le feu de la guerre reprit en Allemagne. 
Ange Maerz, religieux B6n6dictin de Schyr 2 ) s'en prit lout 
a coup a la repouse qu' Eusebe Amort avail faile au P. Er- 
hard en 1725: c'etait remonter bien hautj.cependantses coups 
furent sensibles; ii ouvrit toutes les plaies des Chanoines 

1) Trosieme Edit. Paris & Tournai 1858. 8°. S. 26—30. 

2) Disseriatio critica, qua libri IV de Imitatione Christi, Joanni 
Gersen , de Canabacu , postliniinio vindicantur , auctore Angeto Maerz, 
Benedictino Schyrensi. Frisingae 1760. in 8°. 143 pages. 

XXII. J&hrgang. 18 




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974 



reguliers, et forfa le P. Amort, devenu vieox, a rentrer dans 
Par&ne. 

Le courageux defenseur de Thomas a Kempis accepta le 
defi, et comme son adversaire, beaucoap plus temeraire que 
ses devanciers, avail soutenu que Gersen avail reellement 
appartenu a une famille distinguee d'Allemagne, du nom de 
Canabaco, et qu'il avail ete abbe de Verceil, et docteur en 
droit canon. Amort d£buta par un petit volume plein de sel, 
dans lequel, sous le specieux pr6tente de prouver Texislence 
de Gersen, et sa parente avec les Comtes de Canabaco, ii 
tourna en ridicule, de la maniere la plus spirituelle, la fable 
Gersenistes ! ). 

Le P. Maerz ne se tint pas pour batlu ; il repliqua deux 
fois dans le courant a Eusebe Amort 9 ), qui 6crasa son ad- 
versaire sous le poids de sa Deductio critica, enorme volume 
de 350 pages in 4"., public a Augsbourg en 1762. Cet ouvrage 
resta sans r6ponse, ainsi que les deux opuscules que le P. 
Traulwein avait publies l'ann£e precedente a ). Le Ben^dictin 
en fut reduit a publier, sous un litre nouveau'), les chicanes 
de D. Delfau et les remarques de Mabillon, qui etaient oubltees 
depuis pres d'un sifecle. Ce fait prouve la faiblesse des res- 
sources dout les partisans de Gersen disposaient, et la ste- 
rility de leurs efforts. 

Afin d achever son adversaire abbatu, Tinfatigable Amort 
publia, en 1764, un dernier o image, dans lequel il tacha de 
prouver que les droits de Thomas a Kempis sont morale- 



1) loannes de Canabaco, ex comitibus de Canabaco oriundas .... 
Canabaci . . 1760. — Lauteur donne jusqu'aux artnoires des comtes de 
Canabaco. Le P. Maerz attribua cet ouvrage au P. Greg. Trautwein, 
abbe de YVingen. 

2) II publia d'abord: Angelas contra Michaetem .... Frisingae 
1761. — Amort lui repondit par son Anticrisis in crisin apologelicam 
. . . quain edidit Adolphus de Kempis; in 8°. 64 p. Canabaci 1761 et 
Appendix . . . . D. Maerz revint a la charge avec sa Crisis in Anti- 
chrisim Adolphi de Kempis ... Monachii 1761. Amort repliqua, la meme 
annee, par sa Notitia historico-critica de Codice Veneto ... 64 pag. in 
8°. Coloniae, 1761. 

3) Lapsus Angeh Schyrensis in libello cui ti lulus: Angelus conira 
Michael em . . . detecli el castigati a Greg. Trautwein . . . 404 pag. in 
8°. Aug. Vin«l 1761., el Lapsus deteriores Didymi Vercellensis (and. 
Trautwein). Ibid. On cite encore Publii Vigilii Wenkerose, canonici Meek- 
tinensis in Ibin Sckyrensem carmen laureatum, 24 pag. in b°. Swolis, 
1761, que je n'ai pu vojr. 

4) Basis firma aedificii Gerseniani a F. Delfau el S. Mabillon . . 
posita . . . 264 pag. in .8°. Ralisbonae. 1762. On attribue encore a 
A. Maerz: Documenta historica ex chronico Windesemensi etc. . . 104 
pag. in 6°. Ratisb. 1762. J'omels la vie de Thomas a Kempis, publiee 
en 1762 sous ce litre: Vita venerab. Thomae a Kempis . . . anct. J. A. 
Zvngo . . . Yenetiis 1762. Lauteur y prouve que Gersen n est qu'un 
fanlOme. 



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275 



ment certains Ce livre est trfcs-curieux par les nombreux 
facsimile des manuscrits de limitation qu' Amort y a inse- 
rts; il est, quoiqu'un peu indigeste, avec la Plena informalio, 
la Deductio crilica, et les ouvrages de Rosweyde, de Carre et 
de Heser, un des meilleurs plaidoyers qui aient ele Tails en 
faveur de Thomas a Kempis. Amort mourut peu de temps 
apres cette publication, et la controverse expira avec lui. u 

Diese Darstellung des merkwurdigen mit Heftigkeit ge- 
fQhrten Streiles enlhalt viele Unrichtigkeiten, die aber urn so 
verzeihlicher sind, als die Pseudonymitfit in dieser Streit- 
sache eine grosse Rolle spielle, mit welch 1 erslerer man nur 
dann in's Reine kommen kann, wenn man die Moglichkeit 
gefunden hat, einen Blick in die Werkslatte der Manner zu 
werfen. die sich an diesem Streite betheiligten ! Dieser Blick 
wird aber gestattet durch Einsichtnahme der noch vorhande- 
nen Originalcorrespondenz, (welche die k. Hof- und 
Staatsbibliolhek unter der Bezeichnung „Codices MolIiani u 
aufbewahrt, die insgesammt einst zur beruhmten Bibliothek 
des Chorherrenstifles Polling gehorten,) so wie durch Ver- 
gleichung der erschienenen Streitschriften selbst, deren man- 
che nur noch mit Muhe in einzelnen Bibliolheken auffind- 
bar sein durften, indessen solche die MQnchener, als Erbe 
Pollings, vollstdndig besitzt. 

Die Manner, die sich in diesem Streite bewegten, waren 
von Seite der regulirten Chorherren der Praelat des 
Stifles Polling in Baiern, Diocese Augsburg, Franc iscus 
Tdpsel; sein Stinsdechant Eusebius Amort, der Pralat 
des regulirten Chorherren-Slifles Wengen (Ad insulas Wen- 
genses) bei Ulm Constanzer Diocese, Michael III. Kuen 
und sein Stiflsdechant Gregorius Trautwein. 

Yon Seite der Benedictiner waren thatig der Urheber 
des Streiles P. Angelus Maerz, Conventual der Ablei 
Scheyern, welchem zwei Ordensbruder P. Sebastian 
Greuter, Conventual der Schweizer Abtei Rheinau, und 
P. Martin Mack, Conventual der Pralatur Wiblingen in 
Schwaben, ihren Beistand leisteten, indessen der Reichspralat 
Furstabt Johannes Baptista Kraus zu S. Emmeram 
in Regensburg eine sehr objetive seiner Stellung wurdige 
Haltung einnahm. 

Es sei gestattet etwas naher auf diese Manner einzu- 
gehen I 

Der Mann, der zwar in dem Streite selbst nicht als 
Schriftsteller auftrat, aber von Seite der Chorherren alle 
Ffiden des Streiles mil fester Hand hielt, das litterarische 
Streitmaterial beischaffte, die Manner seines Ordens zum Streite 



I) Moralis certiludo pro ven. Thoma Kempensi, coutra Exceptiones 
novi Gersenistae Ratisboneosis. in 4°. Aug. Vind. 1764. 

18* 



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976 

aufforderte, ermunterte, trostcteund slarkte, war Franc is cus 
Topsel, geboren 1711 am 17. November in Munchen, seil 
seinem 18. Jahre in Polling lebend, vvelcher 1744 am 1G. 
April zum Probst erw&hll worden war, und als solcher, wie 
als Depulirter des Baier'schen Pralatenstandes 52 Jahre wirkte. 
„Das Klosler Polling" — so erzahlt einer seiner Biographen 
in Wahrheit ') — „wurde erst unler ihm in litterarischer Hin- 
sicht beruhmt . . . Sein rastloser EiTer war allein fur die 
Aufnahme der Wissensehaflen in seinem Vaterlande besorgt, 
zu welchem Ende er, mit grossen Geldkoslen, die Bibliothek 
zu einer der sehenswurdigsten Kloslerbibliolheken in Teulsch- 
land machte, physikalische und inathemalische Inslrumente 
beischaffte, die jungen fahigen Geistlichen seines Stifts zum 
Sludiren anhielt, und sie durch Reisen bildele 2 ). Mit vielen 
beriihmlen Gclehrten stand er in Briefwechsel, und Jedermann, 
der mit ihm personlichen oder schriftlichen Umgang halle, 
ruhmte seine Kenntnisse in der Litlerargeschichte, seine scharfe 
Beurlheilungskraft und seine Humanitat". 3 ) 

Eusebius Amort, 1G92 am 15. Januar unweil Tolz 
in Oberbaiern geboren, war in's Klosler Polling fruhzeitig ein- 
gelrelen und 1717 Priester geworden. Ein wirklich grund- 
licher und viclseitiger Gelehrler von nahezu Europaischem 
Rufe, welcher, wie sein Lobredner Graf Savioli Corbelli 
in dem akademischen „Ehrendenkmal des verstorbenen Eu- 
sebius Amort . . . Munchen 1777 u meldet, fiber sechzig 
grosse und kleine Schriflen zum Druck gab Amort 
selbst war 1720 der Slifler einer lilterarischen Gesellschaft 
geworden und der Herausgeber des „P amass us Boicus", 
wie er denn auch eines der ersten Mitglieder der Munchner 
Akademie der Wissensehaflen wurde 4 ). Amort starb 1775 
am 5. Februar im 84. Jahre. 



1) Vergl. C. A. Baader, Lexikon verstorbener Baierischer Schnflstel- 
ler des ac hlzehnien und neuozehnten Jahrhunderls. Augsb. 1624. I r Bd. 
2r Theil. S. 263. 

2) So z. B. den ausgezeichnelen Gerhoh Steigenberger, geb. 
20. April 1741. zu Peissenberg, f 5. Aug. 1787. als Hofliibliothekar in 
Munchen, den er von 1763 an drei Jahre in Paris, und zwei Jahre lang 
in Kom sludiiun liess, urn ihn namenllich zutn Idciitigen Bibliolbekar zu 
bilden. 

3) Der gelehrte Biiefwechsel dieses Mannes, den er in alien Theilen 
Europa's unlerhicll, ist eine unscbalzbaie Quelle fur die Geschichie und 
Lilieratur. Seine eigenen Brief'e haben sith von 1756 an — in Copial- 
banden, die er duich einen sprachkundigen Kammerdiener ferligen lirss 
— erlialleu. Sein Werk „Bibliolheoa Scriptorum Ordinis Canonicorum 
regiilarium S. Augustini," auf 20 Foliobande seiner Handschrifl ange- 
wachsen, katn mcht tnehr zum Druck. Gedruckt sind bios von ihm: 
Siiccincta inlbrmatio de Canonia Pollingana. etc. Gunzburg. 1760. fol. 
und: Elenchus ououiasiicus Scriptorum Ordinis Canonicorutn regular. 
S. Augustini. Goltingae 1762 4°. 

4j Das Protocoll der Munchner Akademie der Wissensehaflen (bei 



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277 



Michael Kuen, geboren 1709 am 9. Februar zu Weis- 
senborn, einem ehemals vorderosterreichischen, nun baierschen 
Sladtchen, war sr-hon 1727 als Novize in Wengen eingetre- 
ten, war 1733 am 25. Marz Pries(er geworden, von den Slifts- 
capitularen 1743 am 27. Januar zam Decan und 1754 am 2. 
Dec. zum Stiftspropsl gewahll. Der an seinein Sterbetage am 
10. Januar 1765 ausgegebene Rotulus '), sicher aus Traulwein's 
Feder geflossen, schildert ihn als: Mira judicii vi praeditus, 
alque incredibili optimarum cogitationum copia dives . . . 
Aflabili conversatione, suavi eruditoque lepore, quae inter 
homines dos rara est, amicos sibi Canoniae palronos fecit . . 
Commissi sibi gregis pastor fnit bonus, non mercenarius. 
Baculo usus est ad erigendum, non ad deslruendum, ad ful- 
ciendum, non ad Tenendum . . . Fuit poeta, orator, philoso- 
phic, malhematicus, historicus, theologus, polemicus, ascela, 
crilicus. Neque ullum scienliarum aut arlium liberalium genus 
fuit, quod perspicacissimi viri intellectum fugeril u . Als Schrift- 
sleller ist er dureh seine Collectio Scriptorum rerum histo- 
rico-monastico-ecclesiasticarum variorum religiosorum Ordi- 
num. Ulmae 1756— 176(1 Foliobande" ruhmlich bekannt, so 
wie seine gegen den Goltinger Professor Walch einst gerich- 
tele Schrift, die er unter dem Namen Eusebius Engel- 
hard herausgegeben hatle: ^Lucifer Wittenbergensis , oder 
vol Istandiger Lebenslauf der Catharina von Bore, 
des vermeinten Eheweibes Dr. Martin Luthers u in zvveiter Aus- 
gabe erschienen „Landsberg 1749" ungemeines Aofsehen ge- 
macht und sich in erster Auflage die Confiscation — in Folge 
Auftretens des Corpus Evangelicorum zu Regensburg — zu- 
gezogen hatte. 

Sein Dechant und Nachfolger in der Wengener Pralalur 
Gregorius Trautwein war 1711 zu Asch im Algau ge- 
boren, hatte zu Mindelheim, Augsburg und Dilingen studirt, 
war frfihzeitig in Wengen eingetreten , dessen Pralat er un- 
miltelbar nach Michael Kuen's Tod wurde. Vom Schlage ge- 
ruhrt resignirte er am 4. November 1785 und starb im selben 
Jahre — wie der Sterbrotul sagt „munitus e vigilia sua in 
Vigilia divi Thomae Apostoli circa 5 u,n matutinam Vigil de- 
cessit anno aetatis septuagesirno quinto, Professionis quinqua- 
gesimo tertio, Sacerdotii quadragesimo nono, regiminis vige- 
simo primo inchoato. u Auch Trautwein war ein vielfach gebil- 
deter und namentlich im canonischen Rechte erfahrener Mann. 



Westenrieder : Geschichte der baierischen Akademie der Wissenschaflen. 
Krster Theil. Munchen. 1784. S. 13.) sagt: „Den 19. Od. 175S gab man 
dem Kusebius Amort, reg. (Ihorherrn und Oechanl zu Polling, als alle- 
stem noch lebendem Milglied des Parnassi boiri , von dem Vorhaben, 
cine historische und philosophische Akademie zu errichten , Nachricht .** 
1) Zwei Kxemplare dieses seltenen Products — sicher in Ulm pe- 
druckt, und je aus einem Foliobogen bestehend, finden sich Cod. Moll. 59. 



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978 



Blickt man nun auf die Seite der Benedictiner, so war 
hier vor alien anderen thatig der Urheber des erneuerten Slreits 
P. Angelus Maerz, welcher, zu Schlechdorf in Oberbaiern 
1731 geboren, seineu ersten Unterrichl in Polling und Frey- 
sing erhalten hatte. Er war 1749 in das Benedictinerstift 
Scheyern eingetrelen, hatte da und an der Universitat In- 
golstadt seine Studien, worunter anch das der Rechtswissen- 
schafl, vollendet und war bald nach der im Jahre 1757 empfan- 
genen Priesterweihe Inspector des Scheyerer Studiensemi- 
nars, Professor der Philosophie und Theologie, wie auch Bi- 
bliothekar seines Klosters geworden. Maerz war ein Mann 
nicht ohue Kenntnisse, jedoch weit hinter seinen Gegnern zu- 
ruck stehend und von vielen Urtheilen seiner Zeit befangen, 
wie namentlich seine Schrift: „Kurze Vertheidigung der lha- 
tigen Hexerei und Zauberei, wider eine dem heil. Kreuz zu 
Scheyern nachtheilige akademische Rede '). Freysing. 1766 u 
sattsam zeigt. Maerz war spater in Folge eines Jagdunglficks 
auf einem Auge erblindet und starb bereits 1784 am 3. Fe- 
bruar. 

P. Sebastian Greuter war Professor an derKloster- 
schule zu Rheinau und ist sonst unbekannt. 

P. Martin Mack wird in einem Briefe Kuens selbst 
vom 21. Juni 1762 geschildert: „Martinus Mackius homo est 
jam 50 annorum aut annorum 52 vel 53. Publicum magistra- 
turn nunquam gessit in ordine; etsi vir plane eruditus sit, 
nunquam tamen aut Professorem alliorum scientiarum egit, 
aut publico officio fuit admotus, et nunc Bibliothecae et con- 
fratemitatis S. Crucis praefectus est. u Am 23. Dec. 1762 
schreibt er dann weiter: „Bibliolhecarii munere a moderno 
Praesule absolulus nunc est. Sed quomodo promotus? Jus- 
sus est moderalorem studiosae juventutis agere, el in se 
suscipere docendae Rhetoricae provinciam." P. Martin als 
Profess der Pralatur Wiblingen, in welcher der benachbarte 
Propst Kuen sehr bekannt war, stand fruher selbst mil letz- 
terem in naherer Verbindung, wie aus der folgenden Mitthei- 
lung vom 21. Juni 1762 hervorgeht. „P. Martinus Mackius 
Wiblinganus Monachus, est ille ipse, qui geminos lomos, 
contra Oliverium (Legipontium) scripsit, mihique inscribere 
voluit. Primum tomum legi, in quo fere perpetuo Oliverius 
nomine Diaboli honoratur! Facultas tamen ipsi a Congre- 
gations praesule, Abbate Weingartensi , denegata fuit, hoc 
scriptum suum edendi. Hie ipse Martinus Mackius me insti- 
gavit, ut scriberem contra Oliverium, et R*»«» Zwifaltensis, 



1) Es war diese Schrift der akademischen Rede, welche 1766 von 
D. Ferdinand Sterzinger ,,von dem gemeinen Vorurtheile der wirkenden, 
und thaligen Hexerei" gehalten word en war, entgegengeselzt. Vergl. 
Westenrieder a. a. 0. S. 154. 



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970 

at moverem publice contra Magnoaldum Ziegelbauerum , pro- 
pterea integrum cistam documentorum mihi trausmisit — 
Martin Mack war 1712 am 8. Oct. zu Dillingen geboren, 
legte 1729 in Wiblingen die Ordensgelubde ab, ward 1737 
am 22. Dec. Priester, 1732 Professor am Gymnasium des 
Stifles Kempten und zuletzt Seelsorger seines Stiftes in Un- 
terkirchberg. Er starb 1776 am 21. December 2 ). 

Endlich ist bezuglich des Furstabtes Johann Baptist 
Kraus zu bemerken, dass solcher 1700 am 12. Januar zu 
Regensburg selbst geboren ward, schon 1715 in den Bene- 
dicliner-Orden eintrat, seine Bildung in den Pralaturen Ober- 
allaich, Prifling und Michelfeld erhielt, und 1721 zur Vollen- 
dung derselben nach Paris iu das Kloster S. Germain ge- 
schickt wurde Nach seiner Ruckkehr versah er alle mog- 
liche Stellen im Reichsstifle, selbst die eines Architec- 
ted bis er 1742 am 24. October selbst zum Furstabte des- 
selben erwahlt ward. Er selbst hatte nahezu an 40 Schriflen, 
theologischen , juridischen und kirchengeschichtlichen Inhaltes 
vom Jahre 1733 an herausgegeben 3 ). Er starb im selben 
Jahre, in dem er sich an diesem litterarischen Slreite belhei- 
iigle, 1762 am 14. Juni. 

Der Wessobrunner Benedictiner P. Thomas Erhard 4 ) 
hatte im Jahre 1724 eine neue Ausgabe der Imitatio Chri- 
sli unter der Aufschrift veroffentlicht : 

Libri quatuor de imitione Chrisli magni, et ven. servi 
Dei Joannis Gersen de Canab aco , ordinis 
sancti Benedicti, Abbatis Vercellensis in Italia, ad 
commodiorem usum io versibus distribute una cum 
novis coucordantiis studio H. P. Thomae Aq. Er- 
hard, Benedictini Wessofontani. Cum licentia supe- 
riorum et speciali sac. Caes. et Regis Cathol. Majestatis 



1) Bereits in einem friiheren Briefe vom 22. Dec. 1760 kommt die 
Aeusserung vor: „Scio Sueviae Abbates risuros, si Satyram meam le- 

Seriiit. I\ihil tamen in ilia jurundius ill is occurret quam Epitaphium 
Uverii et honorifica in illo mentio P. Magnoaldi Ziegelbaueri Hoc Par 
nobile fratrum horom omnium odia sibi conciliarunt. Sunt mihi origi- 
ualia documenta ad nianum, quibus ambo hi Gyrovagi monachi niger- 
nmis coloribus depingunlur. P. Martinus Mackius, BibHothecarius Wib- 
lingensis duobus spissis tomis in Folio utriusque hujus scriptoria error es 
et catumnias delexit, sed minquatn impetrare potuit a Congregations 
Praeside illos edendi licentiam" 

2) Vgl. „Braig, kurze Geschichte der . . . Abtey Wiblingen in Schwa- 
ben. Isni 1834." S. 318-319 , , 

3) Sie finden sich bei Meusel : Lexicon der vom Jahr 17o0 bis 1800 
verstorbenen Teutschen Schriftsteller. Band VII. Leipzig. 1H08. S. 318— 
3*^2 verzeicbnet. 

4) P. Thomas v. Aquin Erhard, geboren 1675 am 9. Nov. zu Sladel 
in Oberbaiern, trat 1695 zu Wessobrnnn in den Benedictiner -Orden, 
ward 1702 Priester, und entwickelte von 1715 an eine grosse sthrifl- 
stellerische Thatigkeit. Er starb 1743 am 8. Januar. 



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380 



privilegio. August ae Vindelicorum. Sumptibus 
Joannis Strotter Bibliop. Typis Antonii Maximiliani 
Heis. MDCCXXIV. 8°. 280 pgg. 

Als drilten Theil hatte er dieselben Bficher unter dem- 
selben Tilel: „Elegiace redditi paraphraste R. P. F. Thoma 
Mezlero Monacho Zwifallensi. 182 Pgg. beigefugl Gewid- 
met war die Ausgabe dem Baier'schen Geh-Rath Franz Jo- 
seph Baron von Unertl. Die Ordensapprobation , ertheilt 
von dem Prases der Baier'schen Benedicliner- Congregation 
lid ep lions, Abt zu Weihenstephan , sagte ausdrucklich : . . 
Concedimus, ut Libellus vere aureus de Imitatione Chrisli, 
nosiri Gersenis Abbatis Vercellensis . . . typis edi possit. 

Die Vorrede des P. Erhard war sehr bescheiden, indem 
er §. III. beztiglich des „Auctor Opusculi u bemerkt: „Caete- 
rum in fronte Opusculi juxta exemplar Romanum retinui nomen 
Yen. Joannis Gersenis. Idque debeo observantiae sacro ordini 
meo, in quo a prima juventute nutritus et educatns sum, de- 
bitae. Ac inde spero Tore, ut nemo mihi vitio vertat, si ego, 
alias vias ingredi penitus inexpertus, sequar Majores meos. u 
Er fiigt bei: atlamen longo jam tempore in historia versatus 
ab adversa sententia, quam certam rebar, in Patrum nostro- 
rum sensa me jam compelli sentio. Hierbei berief er sich 
„velutiper lransennam u auf Johann Mabillon's Italienische Reise 
und die Einsichlnahme des Codex der Imitatio im Jesuiten- 
Colleg zu Arona, der bekanntlich in dieser Slreitsache eine 
wichtige Rolle spieltl 

Das war nun fflr den Orden der regulirten Chorherren 
des h. Augustinus in Baiern zuviel! Sie betrachleten jene 
Ausgabe des P. Erhard als einen Schlag, den der Benedic- 
liner-Orden gegen die Chorherren fuhre, welcher nicht stille 
hingenommen werden konne. Soforl mussle einer der fahig- 
sten Manner, den damals dieser Orden besass, in die Schran- 
ken fur Thomas a Kempis treten, und dieser Mann war 
P. E use bius Amort, der innerhalb weniger Monate ein 
Buch von 334 Octavseiten unter dem Titel schrieb und her- 
ausgab: 

»Plena ac succincta Infortnatio de statu to- 
tius controversiae, quae de Authore libelli de Imita- 
tione Christi inter Thomae Kempensis Canonici Ne- 
gularis et Joannis Gersenis Ordinis S. Benedicti Ab- 
batis patronos jam a centum annis agitatur, ubi simul 
utriusque partis Argumenta juxta leges Artis Criticae 
expenduntur. Aulhore R D. Eusebio Amort, Ec- 
clesiae Collegiatae ad S. Crucem Pollingae Canonico 
regulari, Bibliothecario ac SS. Theologiae Professore. 
Cum Facultale Superiorum. Augustae Vindelico- 
rum, apud Antonium Bonaventuram Bissoni, Biblio- 
polam An. MDCCXXV. U 



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381 

Dasselbe ist den „Reverendissimis , perillustribus , prae- 
nobilibus et amplissimis Dominis Sacri, Canonici el Aposto- 
lici Ordinis Canonicorum regularium S. Augustini per Boja- 
ham Praepositis et Abbatibus." gewidmel. Die bischdfliche 
Approbation beginnt: „Si disceptaliones inter catholicos rite 
flant et bene inlelligantur, non pariunt scandalum, sed faciunt 
etiam ad fldelium aedificalionem. w Vernehmlich spricht die „Li- 
centia u des „Praesulis PoIlingani. u — Propst Albert lasst 
sich namlich dahin aus: „Prodierunt typis Augustanis anno 
praeterito Libri 4tuor de Imitatione Christi sub nomine Joan- 
nis Gersen de Canabaco Ord. S. Benedicti cum annexa prae- 
fatione suadente eundem illorum librorum Authorem esse, non 
Thomam Kempensem Can. Regularem. Cum autem hoc contra 
fere omnium ( except is R. R. P. P. Benedictinis) opinionem sit, 
el ne Ordo Canonicus tacens consentire videatur, allata ibidem 
argumenta Gerseniana dissolvere, ac probationibus solidis in 
anliqua ducentorum prope annorum possessione Thomam 
Kempisium slabilire conatus est R. D. Kusebius Amort. u 

Amort selbst sagt: „Ne silentium nostrum errores ejus- 
modi approbare videatur edere jussus sum argumenta in- 
viclae semper, atque immobilis veritatis . . . Pareo ergo, quia 
sic mihi incumbit parendi necessitas. Promitlo notitiam totius 
controversiae plenam ac succinctam, in septem partes distri- 
butam. In prima oslendam, cl. Edilorem librum de imitatione 
Joanni Gerseni adscribere infeliciter attenlasse. In secunda 
profero summariam notitiam omnium eorum, quae in prae- 
senti controversia gesta sunt. In terlio monslrabo, pleraque 
Gersenistarum argumenta ne quidem umbram habere posse 
verae probabilitatis; duo vero fortissima illorum argumenta 
contra Kempensem pugnantia, quae aliquam praesumptionem 
pariant, opposita morali certiludine enervari. In quarla parte 
discutiam argumenta, quae contra Joannem Gersen de Cana- 
baco Italum militant, atque evincam, ea proxima esse demon- 
strationi. In quinta ea argumenta proferam, quae pro Joanne 
Gersen faciunt, atque ostendam, ea nullam parere cerlitudi- 
nem, sed nudam, si seorsim spectentur, apparenliam aliquam 
ac praesumptionem ; quae tamen comparative sumpta ab op- 
posita morali certiludine merito enervetur. In sexta produ- 
cam argumenta pro Kempisio, eaque moralem certitudinem 
parere demonstrabo. In septima denique parte ea documenta 
producturus sum, quorum fidei probationum mearum vis robur- 
que innititur. u 

Es ist dieses Buch urn so merkwurdiger, als es die Grund- 
lage alter spateren Amorfschen Arbeiten Qber Thomas von 
Kempis geworden ist, deren letzte die „Moralis certitudo pro 
YEN. THOMA KEMPENSI" nach 40 Jahren war! Uebrigens 
verlaugnete Amort die Quelle, aus welcher er schdpfte, kei- 
neswegs. „Snbsidiis polissimum usus sum ex Manuscriptis 



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989 



A. R. P. Heseri 1 ) Societatis Jesu Presbyteri ineditis, alque a 
Reverendissimo Canoniae Diessensis Praeposito mihi gratiose 
communicalis. Continent haec Manuscripta Apologiam pro 
Thoma Kempensi ex centum partim manuscriptis, parlim im- 
pressis sub nomine Kempisii codicibus, ac plusquam ducenlis 
pro Kempisio pronuntianlibus authoribus adornalam ; opus 
profecto vastum, ac mira eruditione referlura. u 

Eiue Antwort erfolgte von Seile der Benedictiner nicht 
Unterdessen ward in Coin eine neue Ausgabe der Werke des 
Thomas von Kempis veranstallet. Der lmitatio selbst ward 
nun folgende Arbeit Amort's beigefugt: 

Scutum Kemp ens e sive Vindiciae quatuor libro- 
rum de imitatione Chrisli, quibus Thomas a Kempis 
contra Joannem Gersen in sua a tribns saeculis non 
interrupta possessione stabililur. Ubi simul utriusque 
partis Argumenta pro et contra expendunlur. Authore 
A. R. P. Eusebio Amort etc. etc. Coloniae 
Agrippinae. Sumplibus Henrici Rommerskirchen, 
Bibliopolae. Anno M.DCCXXV1II. Permissu Superiorum. 
4°. 67 pagg. 

In dem kurzen „Prologus u sagt Amort: „Vindicias has 5 
Pariibus absolvo. In 1 trado summariam notitiam scriplo- 
rum, quae in hac Controversia prodierunt. In 2 expendo Ar- 
gumenta contra Kempensem afferri solita. In 3 Argumenta 
pro Joanne Gersen. In 4 Argumenta contra Joannem Gersen. 
In 5 Argumenta pro Kempensi mililantia deduco. u 

Im Ganzen liegt dieser Arbeit die „Plena ac succincla 
inforrnatio u oft selbst wortlich zu Grunde, jedoch isl das 5te 
Capitel, namentlich die „Similitudo quoad phrases, et verba 
alioquin barbara, aut minus bonis authoribus usitata" etc. etc. 
weitlaufiger ausgearbeitet. 

Gleichzeilig liess Amort im Vlllten Theil der vom dama- 
ligen Memming'schen Stadlbibliolhekar J. G. Schelhorn her- 
ausgegebeuen „Amoenilales literariae. Francof. et Lipsiae 
1728. w pag. 391 — 442 eine „EpistoIa critica *** C. R. P. ad 
T. D. L. C. de punclis controversiae Kempisianae praecipuis u 
drucken, 2 ) welche 3 Puncte behandelte.- §. I. Quaenam pro- 
dierint novae Gersenianae vindiciae — namlich vom Jahre 

1) Amort sctireibt: „Qui olim in causa Kempensi victor A. R. P. 
deorgius Heserus S. S. Praesulibus Bojariae Canonici ordinis vivens 
Obeliscum Kempensem posuit, per me redivivus iisdem hoc servatum 
felicitcr e certamine Sculvm appendit" etc. etc. Daher wohl der Titel 
der folgenden Schrift: SCUTUM Kempense. 

1) Amort sagt es selbst in der Praefatio seiner „Deductio critica. (< 
„Eodem anno 1728 CI. Schelhornius , cujus eximia talenta tminentissi- 
mns Cardinalis QUtRINUS clar. mem. Benedictini Ordinis illustrissimum 
sydus, suo commercio Episiolico olim honorat, Rpistolam meam Criti- 
cam de hac ipsa materia Tomo VIII. Suis Amoenitalibus litter ariis in- 
tolit,* 4 



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•83 



1725 an. $.11. Quodnam sit meuro de his vindiciis Gersenia- 
nis Judicium? Diese Frage beanlwortet er dahin: ? ,Dico: Pro- 
babilitatem argumemorum ex omnibus his vindiciis pro Ger- 
sene conlra Thomam K conflatam secundum leges criticas 
ad summum esse ut :, / l0 , adeoque nullam." III. Ad quam 
summariam Demonslrationis formulam totius Causae Kempi- 
sianae merilum constringi possit? Er antwortel „Thomam 
Kempeusem esse aulhorem libri de imilalione. 1. Quia Co- 
dices MSS. et Aulhores, Thomae Kempeusi coaevi plus quam 
sexaginla eidem librum de lmi(a(ione adscribunt. 2. Quia col- 
lectio propemodum infinita proprietatum el accidentium in 
authore libri de Imilalione et Thoma Kemp, eadem, qualis 
nuspiam in duobus diversis authoribus oslendi potest." Dieses 
das Resultat der Forschungen, die Amort in seinem Scutum 
niedergelegt hatle! 

(Fortsetzung folgt) 



A n z e i g o. 

Katalog der Aargauischen Kantonsbiblio- 
thek. Ersler Theil : Alphabclischer Katalog Zwei- 
terBand. H— Q. Aarau, 1800. Gedruckt bei Eduard 
Albrecht. 809 SS. Gr. 8°. 

Ueber den ersten Band ist im Serapeum, 1858, S. 186— 
191, ausfuhrlich berichtet, und muss ich auf diesen Bericht 
die Leser verweisen, da ich Wesentliches nicht hinzuzufiigen 
weiss. Auch die Titel der unter H— Q verzeichneteu Schrif- 
ten sind mil grosser Sorgfall abgefassl; die in einem alpha- 
belischen Katalog, der wirklich nutzliche Oienste leislen soil, 
unentbehrlichen Verweisungen findet man uberall, wo sie nolh- 
wendig sind, z. B. bei Histoire, Hisloria, Historie, Lettre und 
Lellres, Memoires, u s. w. Dass die Aargauische Kanlons- 
bibliolhek, die zu den jungeren offentlichen Buchersammlun- 
gen gehorl, bereils von ansehnlichem Umfange ist, wird man 
aus den folgenden Angaben entnehmen: H, S. 1—121, I, S. 
121—189, K, S. 189-248, L, S. 249-379, M, S. 379—565, 
N, S. 565—610, 0, S. 610-656, P, S. 656-803, Q, S. 804 
—809. Reichhaltig, von mehreren griechischen und lateini- 
sehen Classikern abgesehen, sind die Artikel: Hieronymus 
Slridonensis, Imitatio Chrisli (S. 126—128), Flavius Josephus, 
Justinianus, Ath. Kircher, Phil Labbe, Corn, a Lapide, Leib- 
nitz, Just. Lipsius (S. 335 — 338), Ludovicus Grandensis (S. 
367—370), Mabillon, Marlyrologium, Leonh. Meister, Aloysius 
Merz (S. 483—489), Aubertus Miraeus, Missale, Muratori, 
Joan. Nass, Officia, Pelbartus de Themeswar, Psalmi. 



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284 



Auch in diesem Bande beflnden sich manche bibliogra- 
phische Merkwiirdigkeiten und Seltenheiten ; die Bibliothek be- 
silzt z. B. drei Aasgaben der peinlichen Gerichls-Ordnang 
Karl's des Funften, Meyntz, Iuo Schoffer, 1538, 1) imm monat 
Hornung, 2) auff d. lGten tag d. Augustmonats, 3) am 18ten 
tag d. Octob. vollendet, alle in Folio, und die Ausgabe Ft, 
Wolff, 1565, in Quarto; ferner: 

1) Maire de Beiges, Jean Le), Lepistre du Roy k Hector de 
Troye. Et aucunes oeuures assez dignes de veoir. (Av. 
gravv. en bois.) 4°. Par., Geoffroy de Marnef, 1516. 

2) — Les Illustrations de Gaule et Singularitez de Troye. 
Auec les deux epistres de lamand Verd. (Av. gravures 
en bois) 4°. Par., Engelbert et Jan de marnef, et pierre 
viart. — Le second liure des Illustrations de Gaule: et 
des Singularitez de Troye. 4°. Par., Geffroy (sic) de 
marnef, 1516. — Le tier (sic) Liures (sic) des Illustra- 
tions de Gaule et Singularitez de troye, Intitule nouuel- 
lement de France Orientale et Occidentale. (Av. gravures 
en bois.) 4°. Par., Enguillebert et Jehan de marnef et 
Pierre viart 

3) — La legende des Venetiens. Ou aulrement leur cro- 
nicque abbregee. Par laquelle est demonslre le tresiuste 
fondement de la guerre contre eulx. La plaincte du de- 
sire Cestadire la deploration du trespas de feu monseig- 
neur le conte (sic) de Ligny. Les regretz de la dame 
inforlunee. (Av. gravures en bois.) 4°. s. 1. n. d. E. G. 
de iMarnef (Paris). 

4) — Le Iraictie (sic) de la difference des Scismes Qsic) 
el des Concilles (sic) de leglise. Et de la preeminence 
et vtilite des concilles: De la saincte eglise Gallicaine. 
De lentretenement de lunion de princes La vraye hystoire 
et non fabuleuse, du prince Syach ysmail dit Sophy. Et 
le saufconduyt que le souldan bailie aux Francoys (sic) 
pour frequenter en la terre saincte. Auec le blason des 
armes des Venetiens. 4°. Paris, Englebert et Jehan de 
Marnef et Pierre Viart, 1517. 

5) Heures. Les presenles heures a lusaige de Romme furenl 
achenez le XI iour de Decembre Lan mil CCCC 1IIIXX 
et dixhuit pour Simon voslre Libraire: demourant a Paris. 
(Av. 16 figg. et bordures peintes.) 8°. 

6) — a lusaige de Romme nouuellement imprimees, esquel- 
les a plusieurs belles hystoires de la bible, auec les 
figures de lapocalipse, la dance (sic) macabre, et plu- 
sieurs aulres. 8°. Par., Thielmann Kerver, 1507. 

Bei 1, 2, 4, 5 und 6 hat der Verfasser bemerkt, dass diese 
Ausgaben Ebert und Brunet unbekannt. 

Hoffentlich wird der dritte Band nebst Anhang (Flug- 
blatter) des ersten Theiles bald nachfolgen. Dann stehen 



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ass 

noch sehr interessante Parlieen der verdienstvollen Arbeit des 
Herrn Bibliothekar Dr. Heiririch Kurz zu erwarlen, nam- 
lich: ein zweiter Theil in vier Abiheilungen, von denen die 
ersle eine sys te matische Uebersicht der sammtlichen 
Druckschriften in der gedrangtesten Fassung, die zweite ein 
raisonnir endes Verzei cimiss der vorhandenen Incu- 
nabeln, welches schon druckfertig isl, enthalten werden; 
die dritte Abtheilung soli eine Uebersicht der Qbrigen selte-, 
nen oder aus irgend einem Grunde merkwurdigeu Biicher mil 
kurzen bibliographischen Nolizen, die vierte ein vollslandiges 
Verzeichniss der sammtlichen Handschriflen der 
Kantonsbibliothek bilden. 

Hambur 8 Dr. F. L. Hoffmann. 



Verzeichniss 
der Incunabeln der Grossherzoglichen Bibliothek 
zu Oldenburg. 

Von 

Bibliothekar Dr. Merzdorf in Oldenburg. 
(Fortsetzung.) 

XXVII. Rostock 
Fralres communis vitae ad Sot. Michael (1476). 

150. a. 

Bernardus (Sanctus) Sermones fuper cantica canticorum. Ro- 
stock fratres vitae communis 1481. 5 cat. Aug. fol.. 

F. 1. a. Col. 1. (roth gedruckt) Repertoriu notabiliu 
fentenciarn in omelias mel | liflui doctoris bernhadi (sic) 
fuper cantica canticoru. | (schwarz) ( ) bel alacri Cayn 
contraclo vultu obtulit. | Abraha cu iuftis omnibus cf.lxxj. b| 
expectat. etc. F. 4. b. Col. 2. Z. 37 endet das Register: 
Zelus dei in preuaricantes. lxix. b et infra. | (roth) Quii- 
quis videris hoc repertorium fi ad vngucm in | puncto no 
inneneris (sic) quod queris leges pauliiper vel | fuperiora vel 
inferiora et non fraudaberis. Memen|to non potuiffe in fer- 
mone conlinuo z indiftincto ta|enucliate fingula difcerni q3 
fi per articulos vt apud | nos Deri folet oracio foret degel'ta.) 
F. 5. a. (roth) Incipiunt fermones egregij atq5 melliflui 
doctoris beati | bernhardi Clareuallenfis abbatis Sup can- 

w 

tica canticoru | (schwarz) ( ) obis fratres alia q5 alijs 
de fecl'o: aut cer- | te aliter dicenda funt. etc. F. 207. b. 



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986 



Z. 35 Taper omnia deus benedictus in fecula. Amen . . . 
Deo gras. | F. 208. a. rolh. Ad laudem et gloriam omni- 
polentis dei. gloriole virginis | marie, et omnium fancied. 
Finiunt feliciler eleganiiffimi at5 | pulcherrimi fermones 
beati. Bernardi clareuallefis abbatis | doctoris melliflui 
Toper Cantica canticorum Tuma cu diligen | cia correct! 
atqs imprefl'i in Rozftock per fratres Cois vile. | ad Tanclu 
Michaelem. Anno a nativitate domini. Millefimo | quadrin- 
genteTimo ocluagefimo f>mo qnlo Kaledas AnguTti. | Dar- 
unter das Druckerzeichen, die Weltkugel mit Kreuz. 208 
Bll. m. 37 Zeil. ohne Blattzahl, Signatur ti. Custoden. fol. 

Panzer II, 558, 3. Hain 2856. Lisch, Gesch. d. Buch- 
druckerk. in Mecklenb. S. 51 ff. 

150. b. 

Albertus Magnus opus in evangelium: Missus est Gabriel 
angelus. s. 1. et a. fol. 

Panzer An. IV, 79, 19. Hain 463. Auf den Deckeln 
sind 2 Pergamentblatler einer Missalhandschrift eingeklebt. 

XXVlll. Speier. 
Petrus Drach (1477). 
151. 

Vocabularius juris utriusque. Speier Peter Drach 1477. 18. 
Mai. fol. 

F. 1. leer. F. 2. a. (mit Signal, a 2) Incipit vocabu- 
larius Juris utriufqs | ( ) vonia iuri operam datura | prius 
nolle oportet vnde | nomen iuris del'cendat. ff. de iu Hi. el 
iu. I. | i. in principio. Etiam vt ait Phus primo | Elenco2i 
etc. F. 230. b. Z. 17 diat q Tine fine viuit el regnal. Amen | 
Finit feliciler opus egregiu Vocabulary Juris vtriusq$ || im- 
prelTum infigni in ciuilate Spirenfl per Pelrum Drach | Sub 
anno diiice incarnacionis. M.cccc.lxxvij. menfis May | die 
decima octaua. | 230 Bl. mit 40 Zeil. goth. Char, mit Sign, 
ohne Blattzahl und Custoden. fol. 

Panz. Ann. Ill, 18, 3. In unsenn schonen Exemplar, 
das dem Kanzler Ludwig gehorle, sind die Initialen ge- 
malt und namentlich Blatt a, das Q. und A. sehr schon 
ausgefuhrt und mit Arabesken verziert, zwischen denen 
sich Drach's Wappen, ein Drache, gut ausgefuhrt vorfindet. 

152. 

Calderinus (Johann.) auctoritates decretorum. Speier. Petr. 
Drach. 1481. fol. 

Panz. Ann. Ill, 21, 15. Hain 4247. 



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287 



153. a. 

Franciscus de plalea opus rcstitulionum usurarum et excom- 
municalionum. Speier (Peler Drach) 1489. fol. 

Panz. Ann. Ill, 25, 35. Hain 13041. Unser Exemplar 
ist schlectat gehallen. 

153. b. 

Jordanus (Canon. Osnabr.) De imperio Romano, s. 1. et a. 
(Rom. Ulrich Gallus s. Han de Vienna.) fol. 

Panz. Ann. II, 549, 833. Hain 9437. Das hies. Exem- 
plar hat am Rande handschr. Nolen. 

153. c. 

Potestate (De) Romani pontificis et generalis concilii. s. 1. 
et a. (Rom. Ulrich Gallus s. Han de Vienna.) fol. 

F. 1. a. De poleflate Romani Pon | tificis Et Generalis 
Concilii. | ( ) Uero pmo Vndea a quo Roman9 po | tifex 
habuit poteflatem. Refpondeo. q> habu | it immediate a 
deo. etc. F. 13. b. Z. 30. Cantoribus refpodentib9. Te ro- 
gamus audi nos. | Finit. Feliciter. | F. 14. leer. 14 Blatt 
ohne Blattzahl, Custoden u. Signatur, mit 36—37 Zeil. rOm. 
Char. fol. Unbekannter Druck. 

153. d. 

Lanfrancus de Oriano de Brixia. Repetitiones. Coin. Koelhoff. 
1488. fol. 

Panz. Ann. I, 299, 159. Hain 9882. Dem hies. Exem- 
plar fehlt das Register. Der ganze Band gehdrte Remmer 
voh Seedyck. 

154. a. 

Guillermus s. Guilerinus Postilla super epistolas et evangelia. 
s. I. et a. (Speier. Drach.) fol. 

Panz. Ann. Ill, 28, 59. Hain 8226. 

154. b. 

Albertus Magnus Sermones notabiles de tempore et de San- 
ctis, s. 1. et a. (Speier, Drach.) fol. 

Hain 469. Fruher im Besilz des Klosters Abdon und 
Sennen zu Ringelheim. Einiges handschrifllich am Rande 
bemerkt. Auf den Vorsatzblattern Pergamenthandschrift 
eines alten Missale's. 

155. 

Jacobus de Clusa sermones dominicales per anni circulum. 
s. 1. et a. (Speier, P. Drach.) fol. 

Panz. in, 30, 72. Hain 9334. Das hiesige Exemplar, 



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388 

auf dessen Blattdeckeln ein altes handschriftl. theologisches 
Bruchstuck, gehorle den Carmelitern zu Bamberg. 

XXIX. Strassburg. 
a. Johaon Menlel (Men(ellio) (1473). 
156. 

Vincentius Bellovacensis. Speculum quadruple*, naturale, 
doctrinale, morale et historiale. Argent. Joh. Menlelin 
1473—70. 7 Bde. im Originalbande. fol. 

Die Beschreibung stimmt mil Ebert 23612, nor hat 
unser Exemplar im Spec, doctrin. statt des gedruckten ein 
geschriebenes Register. Das Speculum bistor. ist von 
1473. Auf dem Einbande steht: „Codex monafterij fancti 
Malhei Apoftoli fanclique Eucbahj primi archiepifcopi extra 
muros Hebreorum. Quern fi abftulerit, anathema fit amen. u 
Auf dem Einbande inwendig befinden sich Pergamentblatter 
einer alien Missalhandschrift eines ascetischen laleinischen 
Werks. Ueber das Speculum uberhaupt vergl. man Aloys 
Vogel's Programm der Freiburger Universitat 1843. worin 
lilterarisch-historische Notizen fiber den Verfasser Vincenz 
von Beauvais enthallen sind. 

157. 

Avicenna Canonis libri V. s. 1. et a. (Argent. Joh. Mentel- 
lin.) fol. 

Hain 2197. Panzer Ann. I, 75 Nr. 411. Ebert Nr. 1445. 
In dem hiesigen Exemplare befinden sich auf Blatl 1 ein 
eingemaltes Wappen, aus einem roth und weiss getheilten 
deutschen Schilde bestehend, in welchem ein blauerHalb- 
mond ist. Merzdorf. biblioth. Unterhalt. T. I. S. 90 ff. 
Paulus de Sancta Maria Burgensis scrutinium scripturarum. 
s. 1. et a. (Argentor. Mentel.) fol. vid. Nr. 158. b. 
(Korlsetzung folgl.) 



Bibliothekchronik und Miscellaneen. 

Der zum Bibliothekar der Vaticana ernannte greise Cardinal 
Antonio Tosti uahm jiingst feierlichen Besilz von seinem Amle. 
(Leipz. Zeitg.) 



Verantworllicher Kedacteur: Dr. Robert Naumann. 
Verleger : T. O. M eigel. Druck von C. P. Melzev in Leipzig. 



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SERAPET7M. 

titftftift 

ftir 

Bibliothekwlssenschaft, Handscbriftenkunde uod 
&ltere Litteratur. 

im Vereine mit Bibliothekaren und Litteraturfreunden 
h era u sgegeben 

von 

Dr. Hobert N aumann. 



JVi 10. Leipzig, den 15. October 1861. 



Der 

Streit fiber den Verfasser des Btkchleins 
w De Imitatione Christy 

wie solcher im XVIII. Jahrhundert in Deulschland 
gefuhrt wurde. 

Von 

Dr. Anton Roland, 

K. Oberbibliothekar in Wurzburg. 

(Fortsetzung.) 

Diese fortgesetzten Arbeiten Amorts erbilterten nan die 
Bayerische Benedictiner- Congregation, die nunmehr dem P. 
Thomas Erhard auferlegle, obigem Scutum eioe Gegen- 
schrifl entgegenzustellen. Dieses geschah mit dem Werke: 
Poly crates Gersenensis contra Scutum Kem- 
pense instructus prodiens; sive Apologia pro Joanne 
Gersene Ord S. Benedicti Abb. tanquam genuino Pro- 
toparente Libelli de Imit. Chris ti, contra Reverend. 
Dom. Eusebium Amort, Canonic. Regul. Authore P. 
Thorn a Aq. Erhard, Ord. S. Rened. ex Congreg. 
SS. Aug. Custod. Profess. Wessofonlano. August at 
Vindelicorum. Sumptibus Joannis Strdtter, ejus- 
XX1L Jahrgaag. 19 




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990 



gue Filii. Typis Antonii Maximiliani Heiss. M.DCC.XXIX. 
8°. 324 pag. 

Die Schrift ist gewidmet: „Omnibus veri aequique aman- 
tibus u . Unter diesen versteht er aber die „Potentissimi, sa- 
pienlissimi . . . Anlisliles"! Die Widerlegung hat er begoo- 
nen „solius verilatis et obedientiae studio! 11 In der Vorrede 
sagt er: r Emisi apno 1724 io luoem publicam Libellum de 
Imitatione Chrisli praefixo nomine Yen. Gersenis C. D. Euse- 
hius Amort Canonic. Regular, id nomen oblileratum, qnin 
etiam annihilatnm volens, vulgavit, anno 1725 Informationem 
suam, quajn ipse quidem plenam (licit, sed Gerseoenses nihil 
plenitucnnis in ilia recipere potuerunt. Libuit tamen rem to- 
tam ex judicio eorum, qui vitae meae rationibus praesunt, 
dissitnulare , kaud vane opinantium, forte siientium nullo 
clamore temerandum optimum fore contra quosvis assultus 
scutum. Sed se deceptos adverterunt , cum anno labente 
in format or cm in scutatorem transformatum, suoque sculo 
scutum novum objeclum viderenl, aul potius antiquum de 
novo procusum . . Quidquid epiqi in informatione oculos in- 
currit, recurrit in scuto . 

Diesmal scbien der bischflfliche Censor gegen Amort auf- 
geijraqht! „Polypra^? i?ip tt — schreibt er — njykty norosn 
suum multum in se continet, scilicet Apologiam pro Gersene 
contra Kempistas, in qua Scutum Kempense P. Eusebii Amort 
sine approbatiohe — (es erscheint bier der Unwille, dass 
Amort kerne Augsburger eingeholt balle) — editum solide 
dis^lit, reprpbat at cpnfriogit, ac quatuor libellos de Imita- 
tione Chrisli Yen. Joanni Gerseni Abbati Yercellensi Ord. S. 
Benedicti clare et erudite vindicando, religiosa cum modestia 
allaborat nullias personam laedere, pacem custodire, chart- 
tatem servare, solum praefatum scutum, et librum con- 
futare! u 

Der Praeses almpe Congregations Benediclino-Bavariae, 
obiger Abt Udephon?, sagte ip seiner Approbation: „semper 
quidem in votis habuimus et habemus adhuc, ut non tarn pro 
authore aurei libelli de Imit. Chrisli stylo et calamis certetur, 
quam Asceseos in eodem exuberant^ Imitalio ac studtym nos 
ifitef el qnoscunque alibs ferveat: praesens tamen opus . . . 
pro necessaria, nec porro dissimufanda Sacri Ordinis nost^i 
iteratd hac in re, et absque suftioienti certe causa lacessiri 
defensione, eo libentius publicae lucis fieri permiltimus . . . 
qu6ve certius confidimus, pridem coalitam inter utrumque 
Sacratissimum ordinem amicitiam et religiosam pacem per- 
inde quam ante a perennqturam? 

Difes/e Schrift d6s P. Ertiard zerfiel in 64 von denen 
besonders hervorfcuheben sibd §. 8. „Ven. Gersen referlur Ca- 
nabaci nalus, idqtie varie ph)batur. u 13. Libellus de imit. 
Christi jam saeculo 13 legebatur. §. 14. Libellus de imit. 



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*91 

Christ! lagitm dncentis annis ante Thomam Km. 16. Ll- 
bellus de imit. Christi Thomft Kemp, adhuc vlvente alHs Ati- 
thoribus adsorihilur. 16. Exemplari* libelli de Imit. Christi 
tempore Thomae Kemp, jam erant multum corrupta. §. 24. 
Author Imit. respicit ubique ad res Beatdictinas." etc. etc. 
Die Lectfire dieser Schrift, ebeo weil sie jew Amorts Schritt 
vor Schritt widerlegen will, ist anangenehm. Die Beweise 
selbst sind schwach. 

Amort liess nicht lange auf sich warlen Er setzte dem 
starken Buch eine kleine nor 51 Seiteo zdhlende Gegenschrift 
entgegen, in welcher er die ganze BewetsfQhrung Erhard's 
auf 33 Sfitze zurucke ffihrte und widerlegte. Sie ftthrt den 
Titel: 

Poly crates Gersensis exau thor a tus. Seu causa 
Kempensis victrix post novissimam R. P. Thomae Er- 
hard, Ord. S. P. Benedicti Apologiam Authore Bu- 
sebio Amort, Canon. Regul. et SS. Theol. Profes- 
sore Pollingae. Cum licentia superiorum. Monachii, 
Typis Lucae Straub, statuum Provinc. Bavar. Typogr. 
Anno 1729. 8°. 
Der bischdfliche Censor ward nun der Sache salt I Er 
schreibt: „Legi libellum . . ., Quaestionem autem hanc de 
Authore aurei libelli, de imitatione Chrtsti, per editas hucus- 
que demonstrationes et remonstrationes, satis, sufficienter 
abundanterque ventilatam ac discussam esse, censeo" und 
hatte sofort eine andere Anstcht als jene des Propst Albert 
von Polling war, dessen „Licentia u lautet: „Litigium de aureo 
hnitationis Christi libello, quod anno 1724 recentior Gerse- 
nista, citra omnem expectationem sua Praefatione resuscita- 
vit, certamen ingeniorum est non animorutn. Proin omnia 
ilia, quae habita illorum, quorum interest > licentia pro et 
contra scribuntur, inoffenso pede a quo vis legi possunt, et 
ponderari." 

Amort fuhrt aus, dass das Alterthum zwei „Polycrates u 
gekannt habe, den Tyrann von Saraos, der gekreuzigt — und 
jenen von Athen, der wegen seiner Schalzefindungs-Traumereien 
zum Volksspott geworden sei. „Surgil nunc tertius haeres 
infausti nominis, quern, si Samii illius fortuna, hujus vero 
Atheniensis utatur divitiis, magnum causae Gersenianae He- 
roem sera canet posterilasl u 

Das Bttchlein selbst giebt die praciseste Zusammenatet* 
lung der Grunde und Gegengruude fur die verschiedenen 
Prfitendenten ! 

Dieses war das letzte Wort I Ueber dretssig Jwhre hatte 
nun der Slreit geruhtf Amort war nnterdessen alt geworden, 
sein Scutum Kempense aber hatte 1759 mit der neuen C6I- 
ner Ausgabe der Werke des Thomas auch einen neuen Ab- 

19* 



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£99 



drack erhalten 1 ), als im October 1760 unerwartet eine 143 

Octavseiten starke Schrifl erschien: 

DISSERTATIO critic a, qua libri quatoor de imita- 
tione Christi Joannis Gersen Abbalis Vercellensis 
el Decrelorom Doctoris 0. S. B. postliminio vindican- 
tur. Authore t. Angelo Maerz, Benedictino Schy- 
rensi. Cam Facultate Superiorum. Frisingae, typis 
Philippi Ludovici Bock, Typogr. Aulic. nec non Lycei, 
Anno 1760. 

Der Verfasser erzahlt in der Vorrede dieser dem Able 
Joachim von Scheyern gewidmeten Schrifl: „Incidi nuper in 
libellum, cui litulus: Polycrates Gersensis exauthoratus . . . 
Authore Eusebio Amort. Mox curiosilati meae indulgens, to- 
tarn avidus evolvi. Uibi praeter veterem naeniam non adeo 
amicum deprehendi stylum . . . Denique vacuis iternm horis 
reassumpsi libellum . . . legebam Informationem plenam 
Clariss. Amorti, Apologiam doctiss. P. Erhardi. Et ecce! vidi 
ovare adversarios, inspuere nostrorum causam, vidi nimiam 
Canonicorum complacentiam, quae eo devenisse scribilur, ut 
e cathedra Tempti Polling ani rumor sparger etur, neminem 
in Bavaria reperiri, qui informationem plenam reformare au- 
deat Jam calamum continere haud polui, quin ilium adver- 
sus putativum Kempnistarum triumphum acuerem u Uebrigens 
ffigt er bei: „Pleraque argumenta, fateor, quae hie allaturus 
sum, aliorum sunt. u 

Die ganze Schrifl zerfalll in IV Polegomena, als: I. Vita 
Thomae Kempensis. II. Elogia ejusdem Thomae. III. Syn- 
optica narratio Concertationis de aureo libello. IV. Quibus 
olim authoribus adscriptus fuerit praediclus de imitalione 
libellus. Hierauf folgt die Dissertatio, zerfallend in IX Para, 
graphe, als: I. Fuit aliquando Joannes Gersen Abbas Vercel- 
lensis 0. S. B. II. Verus ac genuinus author est librorum 
de Imitalione Christi. III. Diluunlur praecipua contra Gerse- 
nem argumenta. IV. Idem Joannes Gersen floruit saeculo XIII. 

V. Bellarminus est pro Gersene: Trithemius contra Thomam. 

VI. Libellus de imitatione fuit orbi notus , antequam Thomas 
natus. VII. Thomam nec Codices, nec domeslicorum tesli- 
monia authorem probant. VIII. Mutua Kempensium pugna 
causam illorum fortiter atterit. IX. Ipse libellus arguit autho- 
rem Benediclinum, non Canonicum. Italum, non Germanum. u 

Wie ein Blitz aus heiterem Himmel traf diese Schrifl die 
Prftlatur Polling, wo der alte Amort noch geistesfrisch lebte, 



1) Dieser neue Abdruck durfle zunficbst der Anlass zur Marzischen 
Schrift geworden sein, da sich kaum annefamen lasst, dass die kleine 
Schrift: „Dissertation sur le veritable auleur du livre de ('imitation, pour 
servir de reponse a celle de M. Tabbe Valart, par un Chanoine regulier 
de Ste Genevieve, Paris. 1758." 12°. 40 S. in Scheyern bekannt gewor- 
den war. 



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993 



wo iinter dem Pralaten Tdpsel das regste litterarische Leben 
herrschte, ein Leben, welches in der Praia tor Wengen bei 
Ulm stets lebhaften Nachklang fand. Alsbald schickte Tdpsel, 
der bereils nach Tyrol, Italien und Frankreich in dieser An- 
gelegenheit urn neues Material geschrieben hatte — seinem 
Freunde dem Pralaten Michael Kuen ein Exemplar der 
Marz'schen Schrifl nach Wengen. Schon am 20. Oct ant- 
wortete dieser 1 ): „Obstupui, steterantqne comae, vox faacibus 
haesit ad primnm Litterarii Tui munusculi conspectum. An 
iterum Benedictini pugiles in arenam descendont, quam toties 
victi deserere coacti sunt inglorii ... Vix non patientia rnpta 
disiluisset in partes com pag. 69 legerem: Canonicos Regu- 
lares titulo Abbatis ante Saeculum decimum quintum non i'uisse 
honoralos. Quisnam ergo fuit in C. Statuimus Abbas ille S. 
Rustici ad quern scripsit Urbanus II. Nanqoid Ganonicus Re- 
gularis? Quisnam faerat W. Abbas ille Trecensis, quern Ab- 
batis titulo honoravil S. Bernardos Epist. 408. alias 349. Quis 
Gilduinus Abbas S. Vicloris apud eundem Bernardum Epist 
410 antea 366. . . . Certe ut unicum hoc assertum meretur 
Schyrensis Angelus poenam , ut per annum in pistrino molat 
cum asinis. Ego Apologiae novae titulum ponerem: Novus 
Samson in Pistrino. Sed nunquid frustra haec cura me ex- 
ercet. Praevideo in spiritu ludicram Entelei cum Darete pugnam 
Miserrimus Diabolorum sufficeret confutando Schyrensi Angelo. 
Interim Deum laudo, quod vivente adhuc Amorto, vivente 
Te, eruditissime Praesul, haec pugna recrudescat. Habebit 
denuo Ordo Caoonicus, in quibus triumphet. u Kuen war un- 
ermudlichl Bereits am 22. Oct. schrieb er wieder an Tdpsel: 
„Io castris Pollinganis jam audiri pro restaurando Kempensi 
bello tympanorum strepitum nullatenus dubito u indessen er in 
einem Schreiben vom 25. Oct. seinen Spott aosspricht, dass 
P. Angelus Mfirz durch einen lappischen Lesefehler seinen 
Helden zum Decretorum Doctor creirt habe. Zugleich giebt 
er neue litterarische Beilrage in dieser Frage, die er in einem 
Schreiben vom 28. Oct. fortsetzt, dasselbe mit den Worten 
endend: „Sed nunquid minime vocatus in arena consisto et 
subsidiario me inilite nullatenus opus habet Pollinganus Po- 
lemarchus? Cedo libenter, id unum in votis habens, ut ille 
Daunium cunctatorem non imitetur, sed in proximo Novembri 
Schyrensis Martis copiolas deleat ; de victoria jam certus sum. u 
Am letzten October setzte er seine Bemerkungen mit der Ein- 
leitung fort: „Ego etsi extra belli aleam constitotus tamen 
silere haud possum, licet sciam clarissimum Amortum sibimel 
ipsi esse murale et antimurale. u 

Endlich antwortete Tdpsel am 18. November 1760: „Be- 



1) Aus der Corresponded Tdpsels auf der K. Hof- und Staatsbi- 
bliothek in Munchen. (Codex Mollianus No. 59.) 



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9f»& 



nediotint nostri vicini simulant, ae si aegre ferrent altercatie- 
nem in his partibas a Monacho quodam juvene esse resasci- 
tatam, sed frustra simulant. Juvenis quidem Monachos est 
Angelas Mdrz, nondum triginta aanos aetatis habeas, patria 
ScUethdeFffeiisis , ei in nostra quondam Seminario educatus, 
ac litteris humanioribus imbutns; Ifbellum autem bunc gemrisse 
dioitur en adnlteno. Yerus enim ejus Parens LegiporUius l ) 
sit, qui in pefsecotroue ilka quam passns est ab Abbalib«s 
Ordinis snt, Scbyram divertit, et quamvis is illo tempore sae- 
pws tentavit, libellam ilium sowm publico litterato obtrudere, 
nnnquan tamen facuUatem obtinere potuit a RR mo Beda Wes- 
sofontano, tunc congregations Benedictine -Bavariae Abbate 
generali. Cum jam ambo in Domino obierint . . . ab aliis 
instigatus Gacaogelus isle , ut faceret sibi nomen . . . hunc 
partum alienum edidit. Ajunt modernum RR jnMm Andecense» s 
qui tunc officio Magi6tri Noritiorum Schyrae flingebatuf, uuum 
ex praeeipuis fuisse, qui Angelum Schyrensem animaret . . . 
Quidquid autem pra Gersene suo scriptitent, ejus tamen eii- 
stentiam . . nunquam probabunt. Est eritque is Abbas sfra>- 
mineus . . . Ego Apologiae buic alium non inderem tituhim, 
quam hune: „Gersen de Canabaco Abbas Stramineus teste 
Naudaeo" fa fronle exhiberera veram ejus effigiem, Atonachi 
nempe cujusdam Benediclini straminibus et paleis a talo usque 
ad verticem infarcili. Quae autem Tu, venerandissime Prae- 
sul in una litterarum tuarum observasti de Codicibus , quo* 
Dissertator Schyrensis et jam ante ipsum Legipontius Gerseni 
Abbati Vercellensi vendicat, merentur singulari laude extolli 
. . . Aut ergo ipse, Praesui doctissime, instar Michaetis 
Archangeli descends in arenam adversus blasphemias et 
mendcDcia hujus cacmgoli, doetamque aliquatn Dissertation 
mm per tnodum ^Epistolue Nonneminis ad Nonneminem aut 
Ganomci cujusdam' Regularis W. ad alium Canonioum Rc- 
gularem P datae, aut quo alio tibi melius fuerit visum 
modo, in orbem litter arium quantocyus sparge, aut oerte 
hos duos codices primk occasione ad nos mi lie, ut ad con- 
fundendam Angeli hujus superbiam his uti possimus 2 ). 

Allein ehe nooh diese Aufforderung an den Propst Mi- 
chael Kuen ergangen war, hatte dieser Salyriker bereite 
den Entschluss gefasst, der Schrift des P. Angelus eine Sa- 
tyre entgegen zu stellen, indem am 16. November folgender 



1) Olivier l4gipont war geboren zu Soiron im Limburg'schen, 1698. 
1. Dec. und 1720. 19. MSrz Benedictiner in S. Martin zu C6ln gewor- 
den. Mit den Gebrudern Pez in Beruhrung gekommen hielt er sich lie— 
ber in Bibliotheken und Archiven auf als in seinen Klosterraauern, fuhrte 
ein unstetes, oft verfolgtes Leben und starb bei S. Maximin in Trier 1758. 
16. Jun. Vgt. (Jean Francois) Bibliotheque generate des Remains de 
I'ordre de S. Benoit. Tome II. Bouillon. 1777. 4°. S. 52—57. 

2) Codex Mollianus No. 50. Fol. 121—122. 



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ft* 

Brief nacK Polling an Props* Tdpsel abgegangen war: JtJtrum 
amore too, vel odio dignus sim atoiandissime Dne praesuj 
nescio Dubium mfhi ingessit tuum ad ternas qualernasve 
litteras pertinax silentium. Interim dum in coelo follingano 
factum est silentium, Michael commisft bellam, el Angeli ejus 
proefiabantuT cum Dracotie. Paravi intereti Scrip tiuncu lam 
cdntra Schyrensern Angelum, et quia auius ed Gersenem 
swim creare in Decretorttm Doctorem, cr^avi ego in 
Co mi tern Palatinum; difficile esi enim, cum Horatio Ib- 
quor, Satyram nort scribere. Ecce totam bpuscuti mei Oeco- 
nomiam. In vestibulo illius comparebil Comitum fcanabachio- 
rom Scutum gentilitium aeri incisum. Tflufus opusculi est: 
Joannes de Canabaco ex Ulustrissimh Comitum de Caila- 
baco prosapia oriundus. Divisio ! Praefatio ^. I. Art Joan- 
nes de Canabaco unqnam extilerit in rerurtl natura? resdl- 
vitxir haec quaestio affirmative. §. II. Audiuntur sententiae 
negativae authores. §. III. Ostenditur Joannem de Canabaco 
ortum esse ex III ,,,H Comitum Canabachioram familia. 6. IV. 
Ab objectis liberator ejus nobilitas. V. An Comes noster 
cognomen Gessen vel Gersen gesserit? §. VI. An fuerit De- 
crerorum Doctor? §. VII. An unqudm fuerit Ordhkem S. Be- 
nedict r pro fessos? §. VIII. Ill mi Joanuis de Canabaco com- 
pendiosa vitae series. §. IX. Brevis Commertlarfolus in hanc 
vitam. §. X. Abbatiae Vercellensis S. Andreae Histofta. 

An fuerit Author Librorum de Imitdtione Christi prorsbfc; 
abstraho, addam duntaxat in titulo: qui vuljgb venditur pro' 
Authore quatuor Librorum de Imitatione Christi. Jam ad cal- 
cem Deo sint Laudes, jam perduxi totdm satyram; hac ad- 
fauc hebdomade subjicietur praelo. Hanc notitiam praerie 
impertiri volui, ut scias, R dm * Praesul, quifj agatur Ulmae! tf 

Unterdessen hatte e^ Topsels Brief erhalten, upd erfreut 
sehreibt er ihm am 1. Dec. ^Placet mihi, 4 u od tibi placeat 
consilidm meum, imo jam nou consilium sed factum ; ad cal- 
cem enim usque perduxi meam Satyram, jamque ad umbilicum 
fere illam pbsolverunt typography Si par ingenium meum 
tuo foreL dicerem ingenia magna conspirasse. Locus impres- 
sion^ ent ^Canabacum , u promovebitur in publicum 
ptibus ffaeredum loannis Gersenis" Inscribitur clarissimo| 
Dno Decano Pollingano opusculum, quod tamen adhuc virum 
Clkrtesiitttitn celabis. tt } 

Nofch fBgt er bei: „Apologiam AmorU suader'erfi ut alibi 
qdatn Utrriae imprimi curares: in Ulmensibus euirri typogra- 
phiis adeo occupatae sunt operae, ut vis ab Us impetrarim 
impressionem meae Satyrae 1 ). 

Am 8. December konnte er seinem Freunde T6psel be- 



1) Die Briefe M. Kuens sind s&mmtlich aus dera Codex Mollianus 
59 genommen. 



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996 



reits das erste Exemplar schicken: „Ecce fumantes. aat si 
mavis, adhuc madidas e prelo philyras el satyrica folia, quae 
Tibi stramineum Comitem de Canabaco a capite ad calcem 
depingent, non artiflce quidem penicillo , eo tamen conato, 
cui si adscribas : Et volaisse sat est, omne me tulisse punctual 
credam. Hoc solum exemplum est, quod e typographi mani- 
bus integrum io Orbem prodiit. Post octiduum decadem Ex- 
emplarium mittam, quae si amicorum digna oculis judicaveris, 
illis distribuas, si supprimenda credas, acquiesscam tuis 
consiliis. Lubens et Vulcano consecrabo reliqua, ut vel sic 
in lucem prodeant . . . u 

Bezuglich des Amort'schen Werkes, von dem Tdpsel am 
4. Dec. geschrieben ha tie: „Cum fere quotidie nova succedant 
subsidia, quibus Gersenistae ad internecionem usque deleri 
possint, dubitamus, an non singula eorum puncta singulis 
separatisque successive dispungamus dissertationibus, ne 
quod coepit Amortius opusculum nimium increscat" spricht 
sich Kuen in eben diesem Briefe dahin aus: -Apologiam 
Amorti Amici mei calentissimis votis expecto. Verum non 
satisfaciet illorum desideriis si per partes illam edat, prae- 
sertim si plures sint quam duae . . . Quaeso propriis sum- 

f)libus illam ede, titulo tamen subscribatur: „Augustae Vinde- 
icorum. In Commissione Bibliopolarum. u Sic omnes Biblio- 
polas amicos habebis pro distractione Exemplarium. u Zugleich 
setzt er bei , dass er mit der Wagner'schen Druckerei in 
Ulm fiber den Druck einen Vertrag abschliessen wolle. 

Bereits am 10. Dec. schickte Kuen 10 Exemplare seiner 
Schrifl nach Polling Der Titel dieser 1 18 Octa vseiten starken 
Schrift lautet: 

Joannes de Canabaco ex Comitibus de Canabaco 
oriundus, qui vulgo venditur pro Authore quatuor libro- 
rum de Imitatione Christi recenter detectus a quodam 
Canonico Regulari S. Augustini Congregations Late- 
ranensis. Cum permissu Superiorum. Canabaci l ) 
Sumptibus haeredum etc. Gersenii. MDCCLX. 

Die Dedication an Amort: „Viro clarissimo P. R. D. 
EVSEBIO AMORT celeberrimae Canoniae Pollinganae Ordinis 
Canonicorum Regularium Congregationis Lateranensis Decano, 
serenissimi et reverendissimi D. P. JOSEPHI Episcopi Augu- 
stani, S. R. I. Principis Darmstadiani Landgravii Hassiae etc. etc. 
Theologo. Causae Kempisianae Polemarcho Praesens Opuscu- 
lum. D. D. D. 

Quum tot sustineas, et tanta negotia solus 
Res nostras calamo tuteris, moribus ornes: 



1) Gedruckl, wie oben gezeigt, in Ulm! 



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a»7 

Legibus emendes: in publica commoda peccem 
Si longo Sermone morer tua tempora. VIVE! 
et cum Horatio 

Ex Musaeo 
16. Nov. MDCCLX. 

Addictissimus Author 
M. P. W. V. u 

Voll Spott beginnt die Praefatio: „Quae tempora vivimus, 
benevole Leclor! Bellum novum in Bavaria oritur, vel potius 
restauratur antiquum, quod dudum justis armis sopitum cre- 
didimus. Jam insonuit classicum, jam strepuere tympana, 
jam publicata sunt infesti Martis folia . . . Quis ergo resusci- 
(avit antiqua odia? Quis causam victricem dubiam iterum 
reddit? Quis denuo coliisil Religiosorum pugilum animos? 
tantaene animis caelestibus irae? Angelus est novorum horum 
motuum author, non quidem de caelo recenter delapsus: sed 
ex Cella Schyrensis sui Coenobii prodiens belli hujus novi os 
et fauces aperuit, lubamque inflavit scriplo quodam apologe- 
tico ... Diu non silebit Pollinga I Hoc scio, Joannem Gerse- 
nem currente hoc anno 30 Junii, ex sacro Templi Wessofon- 
tani ambone publici, nescio ex quanam Politica, saepius fuisse 
dilaudatum. Interim nomino felices Benedictinos Wessofon- 
lanos, quod Schyrensis Abbas bonum Angelum ipsis submi- 
serit qui doctissimi viri P. Thomae Aquinatis Erhardi partes 
in se susciperet et Polycratem* Gersensem ab Amorto exau- 
thoratum suo iterum restitueret Throno. Infelicem vero PoU 
linganum Theologuml qui nunc, ut quondam Jacobus cum 
Angelo colluctari debebit. u 

Kuen schrieb fibrigens in seinem Briefe v. 10. Dec. fol- 
gendes Urtheil fiber P. Angelus, ohne zu vermuthen, wie viele 
bittere Slunden ihm durch selben noch vorbehalten seien: 
„Si essem Abbas Angeli Schyrensis pro compensations la- 
boris, quern subiit, crearem ilium in Angelum Custodem sed 
non rei litlerariae, sed sacrae suppelleclilis et sub obedientia 
praeciperem, ne porro aliquid scriberet. Habuisset profecto 
doctissima congregatio . . homines hoc Angelo longe do- 
cliores. 44 

Am selben Tage schrieb Kuen weiter : n Vix Comes mens 
e prelo emersit novae Satyrae conscribendae argumentum in 
mentem venit, cujus Tilulus : v Septem mulieres apprehenden- 
tes Unum virum. u 

Am 15. Decemb. erhielt Topsel das ihm zugedachte Ex- 
emplar, dessen Empfang er in folgender Weise beschreibt: 
„Binas simul iterum a Te accepi heri litleras una cum ge- 
minis codicibus Abbatis Vercellensis, partuque tuo litterario 
in illustrissimum Comitem de Canabaco . . cumque cum meis 
confratribus adhuc sederem ad mensam regularem, opusculum 
illud tuum statim lectori tradidi, ut Evangelium istud, quod 



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30§ 



factum est ndBW per Anrgelum Schyrensem omnibus annun- 
(iarct. U( pfrifoutrt titulus amplissrmus aurati hujus equitis 
personuit ex alto, omrfes attenfis haerere auribus, stupere 
omnes, omnes novi ha jus Comitis miracula ertcomiaqtfe mi- 
rari; nemo vel mussitare ausus, nec minim ; factum enirn est! 
etiam in Caelo silenlfum cum Michael praeliaretur cum Drar- 
cone. Discet Schyrensis Angtlus, dum jam ridetur ab omni- 
bus, cantos deinceps alieAis peniife volare, suumque tacendo 
efiattt venerati Michaelem. 

Eine Yorausselzang, die fehl stAlug. Tdpsel scMckte 
Kuens Schrift an alle Bekannte, wobei auch Amort nicht 
unthfitig blieb. So schickte dieser das Btichleiri dem berilhta- 
ten Hfstoriker Scheid nach Hannovef am 5. Jan. 1761 mit 
der Zuschrift: „Praecurral Illustrissimus Comes de Canabaco, 
levioris armatufae Eques, quern bfevi lurmae calaphractae in 
belli Kempensiani campum sequentur. u 

Knen selbst meldete noch vorher (13. Dec 1760): ^Sue- 
Yicfe Benedtcfinis displicet omnitio, quod haec controversia & 
Scriptore tarn inepto resuscitata fuerit. SusjMor ipsumfflet 
Reverendissimum Suffiraganeum Friesingensem aegre laturutft, 
quod absque ipsius licentia seditiosus hie libellus publicam 
lucem Frisingae aspexerit. w 

Unterdessen war Amorts Werk zum Abschluss gekommen! 
r Conclusum est, u schreibt Tdpsel am 10. Febr. 1761, „Ulmae 
imprimatur Apologia Amortii uostri . . . Exemplaria cupereiti 
imprimi sexcenta ! u ! ) Von diesem will er 100 an seine Freunde 
in Italieu, Frankreich, Oesterreich, Belgien und Nfederdeutsch L 
land verschenken, die ubrigen verkaufed lafesen ! Er theflt 
dem* Wenger Pralaten die Nachricht mit: „ Tola jam Italia a 
tuo Comite illustrissimo de Canabaco excilata praesens jaih 
anhele exspectat opusculum. Sed quis correctionem ejus in 
se suscipiet, nisi tu doctissime Praestil, unum forte ex tuifr 
deputes, qui banc gratiam non tarn mihi, quam Ordini nostro 
oanonico lubens praestet; scio laborem esse itnprobum, neb' 
ulla mercede compensandum , supremam autetn 1 oorrectibnem 1 
revisionemque tibi commendo. 

Auf Kuens Vermittelung ubernahm der Buchhandleir Wdb- 
let in Ulm den Yerlag des Amortschen Werks. Bezuglich der 
Bfcdingungen schreibt er am 13. Febr. 1761 nach Polling 1 : 
scire quales? Si 50 florenos eidem submiseris pto ; aliqaali' 



1) Nach dem das Werk gedruckt war, schrieb am 5. Aug. 1761 Pra-, 
lat K iien an T p s e I : „Ego suaderem autem , ut totam Editiohem sibi 
servaret Polling et Bibliopolis duntaxat distrahenda traderet exemplaria, 
quod pro libris libenter facietit." Tops el antwortete am 25. Aug.: 
, Consilium tuum de servanda integra Edition* operis Amortiani, striven*. 
disque Expeosis Typographi non displicet, quern in finem centum hie 
adhuc Florenos mttto, ut jam penes te habeas 246 fl. 40 xr., qui abunde 
sufficient ad satisfaciendum typographo." 



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909 

subsidio sumptns omnes reliquos In se snscipiet. Spondet ta- 
men quod pro hisce 50 florenis tibi transmissurus sit libros, 
quos ex officina ejus desideraveris. 50 Exemplaria gratis 
Authori transmitted Addit tamen se sperare Vindicias Amor- 
tianas 30 phyliras non excessirum ; secus novum pecuniarum 
subsidinm eidem essel traiMtiHtenchim , quod tamen ex libra- 
ria supellectili sua denuo esset compensaturus. u 

Am 16. Februar ging nun Amorts Manuscript druckreif 
nach (Jim ab. Topsel schrieb am 24 Febr. hierzu : „Contra- 
ctus, quern Wohlerus Bibliopola tibi, ant potius tu ipsi pro- 
posuisti, non displicet, elsi fere centum Florenorum Expensas 
turn pro Codice Aronensi 1 ) turn etiam pro authentico lesti- 
monio Codicis Throno Martiniani jam fecerim, et adhuc pro 
incidendo in aere Codicis Aronensis caractere Augustae vin- 
deticorum aliquae faciendae sint. . . Ul primum ab illo catalo- 
gum librorum obtinuero, aiiquos ab illo seligam, qui tolidem 
florenis statount; hoc enim mihi jperinde est, an ab ho« vel 
alto Bibliopola libros emam, dumodo aequum sit prethim. 
Quam diu abbatiali indignus fungar officio, ad minimum quot- 
annis duo millia Florenorum atiquoties etiam quaiuor pro 
solis libris, absque compactura et aliis instrument, eerie 
expendi. Si tibi ita videbitur, addi posset conlractui, ut quae 
ultra ilia quinquaginta auctori consignanda exemplaria, ego 
ab illo petam, propter alias expensas a me jam factas, leviori 
pretio prae aliis mihi vendat, inter amicos meos duntaxat, 
(juos jam plures in Italia, Gallia, Belgio, Austria etc. etc. 
nactus sum dislribuenda. u 

Auch fiber die Wahl des Titels spricht sich Tdpsel aus: 
„Maluimos etiam loco Demonstrationis aut Dissertationis criti- 
cae f vocabulo Deductionis criticae uli, ne si vocabulo De- 
monstrationis (qualis re ipsa est) uteremur, Trasonisroi ar- 
gueremur. u 

(Fortsetzung folgt.) 



1) Es ist nicht uninteressant zu wissen , dass die K6nigl. Hof- und 
Staats-Bibliothek zu Munch en unter der Signatur P. Lat. 718 in 4° das 
Handexemplar der „Deductio critica" — so wie der ,,Moralis cdrtitudo", 
letztere ohne Titel und mil Bleisliftcorrectnren des Ensebius Amort, 
besilzt, welchem das Original-Facsimile des Codex Aronensis, bestehend 
aus 3 geSlten BlatUrn, des Manuscriptum Griesense von 1474 in 2 Blat- 
tern, des Mariale Pollinganum yon 1521, und der „Versio Italica" in 2 
Blftttern, beigebunden ist. Der Stich der 3 Tafeln des Codex Aronensis 
kostete in Augsburg — nach Tdpsel's Mittbeilung v. 9. MSrz 1761 — 
7SL 



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Verzeichniss 

der Incunabeln der Grossherzoglichen Bibliothek 
zu Oldenburg. 
Von 

Bibliothekar Dr. Meradorf in Oldenburg. 
(Fortsetzung.) 

b. Georg Hussner (1473). 

158. a. 

Aureolus (Petrus) Compendium lateralis sensus totius bibliae. 
s. 1. el a. (G. Hussner Argentorat.) fol. 
Panz. I, 87, 461. Hain 2141. 

158. b. 

Paulus de Sancta Maria Burgensis dialogus, qui vocatur 
scrutinium scripturarum. s. 1. et a. (Argentor. Mente- 
lin ) fol. 

Panz. I, 72, 400. Hain 10762. 

158. c. 

Psalterium Latinum e translatione S. Hieronymi. s. 1. et a. 
Augsb. Zainer.) fol. 

Panz. I, 133, 200. Hain 13470. 

Auf dem ersten Blalte dieses Sammelbandes : „Liber 
lanctorum martyrum Abdon et Sennen in Ringelheym. u 

159. 

Boccaccio (Giovanni) compendium de praeclaris mulieribus. 
s. 1. et a. (Argentor. G. Hussner.) fol. 
Panzer I, 86, 456. Hain 3327. 

160. 

Duranti (Guilttelmus) Rationale divinorum offlciorum. s. 1. et 
a. (Argentor. G. Hussner.) fol. 
Panz. I, 86, 458. Hain 6465. 

161. 

Andreae (Joannes) Additiones ad speculum judiciale Durantis. 
s. I. et a. (Argentorat. G. Hussner.) fol. 

Panz. I, 19, 13 (glaubt das Buch 1473 gedruckt). Haio 
1083. Auf den innern Banddeckeln unseres Exemplares 
Blatter eines lateiniscben Werkes aus ebenderselben Of- 
ficin. 

Augustinus (S. Aurel.) de conflictu vitiorum et virtutum. s. 1. 
et a. (Argentor. Husner.) fol. vid. Nr. 276. d. 



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801 

c. Martin Flach (1475). 
162. 

Sermones quadragesimales Thesauri novi. Argentor. 1487. 
Mart Flach.) fol. 

F. 1. a. Sermoes quadragellmales | Thefauri noui. | F. 
1. b. leer. F. 2. a. (mil Sign, a 2) Col. 1. Tabula fer- 
moou$ | quadragefiinaliu Thefauri noui indicans | quomo 
quiuis in pmpto reuoluat £rmone$ | volitum. t vt fciat 
quot Hot rmones de vno | quoq$ die qdragefime Freqnter 
eni3 ponit | in hoc libro De eodem : quod Temp referen-| 
dum eft ad diem immediate precedentem. Das Register 
endet F. 2. b. Col. 1. Col. 2. leer. F. 3. a. (mit Sign, a, 3) 
nnler der Ueberschrift : Sermo I: Incipiat fermoes | qua- 
dragefimales notabiles alqs perutiles | qui thefaurus nouus 
intitulantur. | In die Cinerum. | Sermo 1. De epl'a | (c) 
Onuertimi | ni ad me in toto corde vro | in ieiunio t fletu 
t plactu | et fcindile corda veflra et | non veftimsta vra. 
Scri | bitur Johelis. tf. c. etc. F. 141. b. Col. 2. Z. 49: 
meo x caro mea exultauer t i deu viuo ic- | Opus putile 
fmonu quadragefimalin | Thefaurus nou9 nncupatu Argen- 
tine im [ preffum. Anno dui M.cccclxxxvij. Finit | feliciter. 
F. 142. leer. 142 Bl. ohne Blattzahl und Custoden mit 
Signatur und 54 Zeil. in gespalt. Column, goth. Char. fol. 

Panzer I, 31, 99. fehlt bei Hain. Auf den vorderen 
Einbanddeckel und auf einige Blatter Einiges von alter 
Hand beigeschrieben, auch noch: Ex libris Caroli Trincke 
jure me tenet Simplicianus Zanger ex dono fupra scripti 
Dni Caroli aet. 1607. — Coitj. Cler. faecul. in coe Vic. 
Kraichdorf. 

163. a. 

Sermones quadragesimales Thesauri novi Argentine 1488. 
(Mart. Flach.) foL 

F. 1. a. Sermones quadragellmales | Thefauri noui. I F. 
1. b. leer. F. 2. a. (mit Signal, a 2.) Col. 1. Tabula ier- 
mono | quadrageflmalium Thefauri noui indicas | quomodo 
quiuis i prompto reuoluat fermo | nem volitum. t vt scia- 
tor quot lint fermones | de vnoquoq3 die quadragefime. 
Frequenter | enim ponitur in hoc libro. De eodem: quod, 
femper referendum eft ad diem imediate pre- | cedentem. 
Das Register endet F. 2. b. Col. 2. Z. 4. F. 3. a. (Hit 
Sign, a, 3) unter der Ueberschrift: Sermo I: Incipiat fer- 
moes | quadragellmales notabiles atqs perutiles q | thefau- 
rus nouus intitulantur. | In die Cinerum | Sermo. 1. De 
epiftola. | ( ) Onuertimi | ni ad me in toto corde vfo | in 
ieiunio t fletu t planctn | t fcindite oorda veflra t no| 



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veftimenta veftm. ScjibU | ^otiel ( ij. c etc. F. 136. a. 
Col. a. Z. 28. re oopphela. Cor meu : caro mea exultaoe-| 
rot in den viuum ic. | Opus perulile fermono quadragefi- 
mali | am Thefanrus n^nus qun&ipato Argenti J n* improf- 
i'um. Anno dlii. M.cccclxxxviij. | Finit feliciter. 136 Blatl 
ohqe Blattzahl und Custoden mil Signaturen und 63 Zeil. 
gespalt. Column, goth. Charact fol. 
Panzer I, 34, 122. fehlt bei Hain. 

163. b. 

Passio domini Jesu Christi secundum qupltuor Evangelia. s. I. 
et a. fol. 

F. 1. a. leer. F. 1. b. Col. 1. IocipU paflio domini 
textualis | putilis. iuxta ocordantiara qaattuor | euangeli- 
ftaro. co inlerp | tatone doclo^. Dehinc fequit falci-| 
oulus ecclefiaflice ierarchie. obi habe | tur diuerfus modus 
faoiendi fermo | nes. el otilia alia multa. Thema | ( ) 
pprehendent. vij muli | eres viro vao. Yfaie iiij Licet vba 
ifta fed's | glo. marginale loqua | tur de interfectone virorfl 
mullo^L in popuio etc. F. 68. a. Col. 2. Z. 16. men ani- 
maru ficut pigriuia et negli I gentia. tc. A qoanos custo- 
dial ihus | xpus. Amen. 68 BL ohfle Blattzahl , Custoden 
uqd Signaturen, in gespalt. Columnen rait 38 Zeilen goth. 
C^r- fol. 

Hain 12440. Type wie von dor folgeudet Numer. 

163. c. 

Calderinus (Johannes) Concordantia sire Ambidextrium. s. 1. 
et a. fol. 

F. 1. a. Col. 1. Incipit concordantia, Hue | ambidexte- 
rium famofiflimi in- | rildoctoris Johaois calderini. | biblie 
videlicet et iurifcanonici. | fcienciaru omni dilectori necef-i 
faria* theologo videlicet el iu* | riMootori, ceHigere voleo- 
tibus | et omni I iure ftudeti, fimilifet | vnicuiqs pdicati. 
q» oia tangit | fere textualia ae nota ppa que | brixieofis. 
martinus, et plures | alij et idc Johanes calderini in | fuis 
repertorijs filent. Preftat | igit materiam dictadi fimul et | 
variant auctoritate loquendi. a | dexlris et a fioiftris. | Pro- 
logos. | ( ) Vm fit rela- [ tio umi poli- | ticorum circa| 
flne$, fummi | philofophi a | relioliltf , ma | giftro de Too 
etc. Die Vorrede endet F. 1. b. Col. 2. und darunter be- 
gjqnt Z. 12 gleich das Werk. Dasselbe schliesst F. 90. b. 
Col. 2. Z. 16. 9. j. In princ, j^. eradicare. a. | Deo gpa- 
tias. | Fiwt felipit pciofiffUoa tabula [ Joiis canity Jurif- 
caBoaici do | ctoris famofiffuni , q et avbide | xterimu no 
iqcQpgtne bwtifat I multp lafcwe i(tfiq$ vigitanlia j «>r- 



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WWW 

recto, nam ioF mille vix yjm | repit correcta. na$ aliod 
int'cifa. | alid' accurtatu. aliud tmpofitu. aliud mendolu 
mille vicib3 fuis | in remiflionibj inuenit. Sicut et | illud 
qd* nop circa ptes reni co- | flat effe impffu. qd' mille t 
mille | carpt remiI?ionib$. lic$ plelet in | multis pa(Tib3 
allegalonu. Qd' | etia ut elTet medofo luculetius | ptendit 
in frote illud Jere. j. A. I a. a. due nefcio loq. *c. q-l' 
potius | locari d3 in deoe loqui. q prinoi- | palit kuinsmoi 
fua5 ocernit. Cu | ins indubie corrector extitit qui | foTIo 
pfl'us! fi falle corrcore hail | 90 Blatt ohne Blattzahl, 
Signalur. u. Custod. in zwei Coiumnen mit 38 Zeilen goth. 
Cbdr. fol. 

Freytag App. I, 83. Panz. IV, 105, 271. Hain 4245. 
Dies Buch ist mit dem Titel: „Auctoritates decretorum u 
desselbeu Verfpssers identisch, so wie auch die Invective in 
<Jer Schlusscbrift auf die Drachsche Ausgabe (Speier 1481) 
geht, wie wir ans der Vergleichung derselben (Nr. 152 
upsers Katalogs) ersehen haben. Die Type des vorliegen- 
dep Schriftstuckes ist mit der der vorigen Nummer voll- 
standig gleich. 

Aquino (Thomas de) Postilla in lob. s. 1. (Esslingen) Conr. 
Fyner 14^4. fql. 

fanz. Ann. I, 379, 3. Hain }397. Braun notitia I. p. 165 
Nr. VII. Dem vorliegenden Exemplare fehlen die vier Re- 
gisterblatt (die auch Hain nipht kannte) nnd das Blatt mit 
der Schlusschrift ; doch ergiebt die Vergleichung mit Hain 
und Braun die Identicitfit der Ausgabe. 

Der vorliegende Band gehorte in das Kloster Abdon 
uod Seunen in Ringelheim. Die Werke a. upd b. haben 
emige Randbemerkungen und die innern Blatter der Band- 
deqkpl sind einer alten lateinischen Pergamentbapdsp^rift 
entnommen. 

m 

Gerson (Joannes) Opera. Vol. L s. 1. 1489. (Basil. Kessler.) 
Vol. 2. 3. 4 Argentine. Flach 1494. 1502. 4 Bde. fol. 

Panz. I, 164, 100. Hain 7624. — Panz. Ann. I, 51, 
258. Hain 7625. — Panz. Ann. VI, 28, 13. Das ganze 
Werk gehdrte 1611 dem Jesuitencollegium zu Erfurt, Bd. 
2. hat auch noch auf dem Deckel den Namen Johanpes 
Hoipborg 1651. 

165. a. b. 

Bernardus (S.) Claraevallenf. et Gilbertus de Hoglandia ser- 
mones super cantica canticorum. Argentin. Flach 1497. 
3 Thle. in I Bd. fol. 

Panz. I, 58, 317. Hain 2859. 



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304 



165. c. 

Bernardus (S.) Claraevallens. epistolae cum aliis ejusdem 
tractatibus. Basel (Nic. Kesler). 1. Dec. 1494. fol. 

Panz. I, 177, 175. Hain 2872. 

Auf dem Titel von 165, a. steht: „emptus 1719 Rndo 
Dno Berwardo abbate, conflat 18. Marianis. u Auf die in- 
nern Banddeckel sind Pergamentblatter, (Bruchstucke eiaes 
alien lateinischen Missales mil Noten) geklebt. 

166. 

Hero It t Joannes) alias Discipulus. Sermones de tempore et 
Sanctis cum promptuario exemplorum et de beata virgine. 
Argentine Flach. 5. Kal. Septemb. 1499. fol. 
Panz. I, 63, 357. Hain 850a 

Auf dem Blattdeckel steht: Me liber pertinet Bernhardo 
Sefeman, quern sibi comparavit ao. 1506. Auf dem Titel: 
Bernhardus Sefeman eft poffeffor huius libri, darunter von 
neuerer Hand „Prohibiti w . Auf dem Registerblatte findel 
sich: liber mrij SS. martyrum Abdon et Sennen in Rio- 
gelem Adm. Rdo Petro Abbate Chr. 

d. Joannes Gruninger alias Joannes Reinhard 

(1483). 

167. 

Jordanus de Quedlinburg s. de Saxonia. Sermones de San- 
ctis. Argentor. Gruninger. 1484. 27. Marz. fol. 

Panz. I, 25, Nr. 56. — Hain 9440. Unser Exemplar 
gebdrte frOher der Universitfitsbibliothek von Frankfurt a/0. 

Sermones exquisiti super epistolis per anni circulum. Argen- 
tin. Gruninger pridie vo Kalend. April. 1489. foL vid. 
Nr. 127. b. 

(Fortsetiung folgt.) 



Bibliothekchronik mid Miscellaneen. 

So eben isl von der Kaiserlichen Bibliothek in St. Peters- 
burg ausgegeben and versendet worden: Catalogue des publica- 
tions de la bibliotheque lmpe>iale publique de St. Pltersbourg, 
depuis sa fondation juequ'en 1861. 14 L1V und 38 SS. 4°. Die 
interessante Schrift ist sehr splendid ausgestattet. 



Verantwortlicher Redacteur: Dr. Robert Naumann. 
Verleger : T. 0. Weigel. Druck von C. P. Metier in Leipzig. 



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SERAPEUUX. 



tttftfvift 

fttr 

Bibliothekwissenschaft, Handschriftenkunde uod 
Jlltere Litteratur. 

Im Vereine mit Bibliothekaren und Litteraturfreunden 
herausgegeben 

von 

Dr. Hobert Naumann. 



M 20. Leipzig, den 31. October 1861. 

Der 

Streit fiber den Verfasser des Buchleins 

„De Imitatione Christy 

wie solcher im XVIII. Jahrhundert in Deutschland 
gefuhrt wurde. 

Von 

Dr. Antoa Roland, 

K. Oberbibliothekar in Wurzburg. 

(Fortsetzung.) 

Am 2. Mfirz bezeugte Kuen den Empfang der Hand- 
schrift, die 8 Tage vorher in Ulm angekommen war, and 
schickte Papierproben zum Druck fur lOOOExemplare 
der Amort'schen Deduotio. 

Unter dem 16. Marz meldet derselbe: „Amorti partum 
curabo ut proprium 1 . . Observavi — fQgt er bei — aliqua 
in Dissertatione critica Amorti, quae cum facilitate mihi con- 
cessa diligenter corrigam. . . Utar facultate mihi concessa 
summa sinceritate et non nisi in illis locis, ubi certo mihi 
constat de contrario, bene enim novi ? modicam eruditionem 
meam comparari baud posse eruditiom Amortii." 

BezQglich des P. Angelus meldet er: „Dubitas an ju- 
IXU. Jahrgaig. 20 




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306 



venis Scbyrensis post sofidiastmam deraonstrationem Amorti 
denao descensurus sit in arenam con Ira Kempensem. Ego 
etiam dubito. Hoc scio quod contra me apologias non tan- 
turn scripsit, sed ilia jam sit subject a prelo, et proxime 
emersura sit in publicum. Ita ad me ipsemet K diau - Schy- 
reasis ipsemet Angelus, qui fors 

Angelicus juvenis senibus salaniscet in annis. 
Utramque Epistolam videbis proxime descriplam ex aulogra- 
pho; minime itaque falleris, Angelum hunc niti baculo arun- 
dineo . . . Ego tot ioeptias in Dissertalione Maerzii invenio, 
ac indies detego, ut plane indignam olteriori refutatione cen- 
seam. Congredias nihilominus cum illo secunda vice, pro- 
testabor tamen simul, tempus a me male fuisse impensum* 
An Amort schrieb er am 6. April 1761 im selben Betreffe: 
„Satis jocosa erit repetita cum Crilicaslro Schyrensi pugna, 
cujus hallucinationes fere sunt innumerae. Vereor tamen ne 
exspeclare jussus sit usque dum lua Apologia lucem publi- 
cam viderit. u 

Nachdem er am selben Tage an Tflpsel geschrieben hatte: 
„Fervet interea sub praelo Amorli opus; jamque ad primnm 
argumentum responsa typis expressa legunlur. Quae corri- 
genda monuisti corrigam — w fGgl er bei: „Nihil hactwus de 
apologia nova contra me a Schyrensi scripta ad me delatum, 
est, etsi Reverendissimum Frisingensem Suffraganeum monue- 
rim, rogaverimque, ut quam primum edila folia mihi commu- 
nicaret Vereor ne omnino suppresserit Infantem in cunis, 
cum absque illius praesciiu in lypographaeo aulico impres- 
sioni illius factum fuerit initium." 

Am 19. Mai meldet Kuen, dass bereits 19 Bogen von 
Amorts Werk gedruckt seien, mit dem Beisatze: „Amorti ap- 
pendicem avide exspecto, licet in opere suo, quod sub praelo 
sudat, vix semel me nominare dignatus sit, imo alicubi nomen 
meum deleverit Adhuc addendum aliquid, quod primo loco 
debuissem ponere, nempe cur adeo morosi sint Ulmenses 
Typographi! Habesis causam. Impedimento per tres fere 
hebdomades fuere plures characteres, qui ligno incidi debue- 
rant *) , cumque nullus arlifex Ulmae sit inventus , qui hunc 
laborem in se susciperet, Augustam MS. initti debuit, atque 
inde tardius remissum." 

Seine Furcht, P. Angelus Marz werde seine Antworl uu- 
terdruckt haben, hatte sich nicht gerechtferligl. Er schreibt: 
-Haec mihi Scurrae Schyrensis Apologetjcum adversus me 
libellum attulit, quern quidem jam ante biduum Sohyra acoepi 
cum litteris petulantissimis, quarum tibi copiam roitto. Nunc 
primum intelligo causam Gersenislarum esse causam Diaboli, 



I) Diese in Holz ausgeschnitteoe Schriftproben fin den sich in der 
Deductio S. 125. 135. 



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3*7 



qui Angelas, qui contra Michaelem pugnauit, Diabolus fail. 
Adversus hanc scarram ego minime vindictam meditor et pu- 
gnabo. Parcat ipsi Deus, ego christianam vindictam meditor 
et silebo, nec juvabit me tarn ignavo inquinari sanguine. 

Nun ffigt er bei : „Me autem silente clamabit aliius R. D. 
Decanus tneus, qui pugnabit pro Abbate suo. fitulus Apo- 
logetici erit: Lapsus Sckyr en sis Angeli. u 

Die obigen „litterae petolantissimae u lautelen: 
Reverendissime, Perillustris 
ac Amplissime Due Due Praesul, Due Patrone 
plurimum gratiose, observandissime! 
Dodum acceperis Angelum contra Michaelem, quo oculo, an 
severiori, an beniguo ? dubito. Da venium praeeipiti calamo, 
da angelo in posterum certe saavissimo, modestissimo. 

Suni ex Suevia in Frisingensi noslro Lyceo, qui et fa- 
ciem tuam, scripta tua, tuum cum Amorto commercium melius 
longe me norunt, igttur horum instructioae ferme omnia scripsi, 
quae prae aliis displicere possunl. Ergo, Reverendissime Prae- 
sul, accipe denuo simulato saltern animo levidense meam opus- 
calum, enormes typographi errores corrige, seu potius be- 
nigne tolera. Auctorem audacter refuta. Repeto , habebis ad- 
versarium homillimum, pacatissimum. Si vero offensum te 
pates, Domine Domine qaid me vis facere? Id unum praeter 
veniam rogo, ne diutius Praesul — Decani famulum agas, 
operarium agas, agas quasi mercenarium. Possem Erudito- 
ram Bavariae exhibere litteras, in quibus tua, non illius ex- 
tollitur eraditio. Ajunt, minim non esse, Amortio libros cum 
fungis nasci, cum alienis, luis praecipue, volent pennis, tua 
se jactent scientia. Relata refero, et haec ipsa salva in tan- 
turn virura reverenlia. Vive interim Reverendissime Praesal, 
eamque denuo in pateraum sascipe sinum, qui cum sacratae 
manus osculo perennat 

Dabam Schyrae Humillimus in Xto 

29. Aprilis 1761. servus ac cliens P. Angelas 

Schyrensis. 

Uebrigens schrieb Kaen am selben Tage (19. Mai) noch 
an Amort, bezuglich des P. Angelus : „Credebam me rem ha- 
bitararo cum javene, sed puerum petulantem expertus sum, 
scarram inveni, quovis stabulario Menaloa crudiorem." 

Am 20. Mai, wo er dem Pralalea Topsel schreibt: „Abire 
ad te jubeo impressa Deductions Amortianae folia u fugt er 
bei : ^Seqoentem crisira ab Excell" Domino Minislro caesareo 
Dvo de Ramspbwag tulit: Autorem illius non incolam esse 
posse religiosi cujusdam asceterii sed Husticani cujasdam 
Horrei instruinentura. Frustra me hie Procrustes invitat ad 
canpum Martium. Repeto quod Aper quondam dixit Asello: 

„facilis vindicta est mihi 
Sed inquinari nolo ignavo sangnine. u 
20* 



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308 



Der Titel dieser aus 79 Octavseiten bestehenden Schrifl 
lautet: 

Angelus contra Michaelem, seu crisis apolo- 
getica adversus reverendissimi perillustris ac amplis- 
simi Domini Domini Michaelis, Praepositi Wengensis 
Ulmae, Abbatis Lateraoensis 4c. Joannem de Canabaco 
ex Comitibus de Canabaco oriundum in favorem Ioan- 
nis Gersenii, Abbatis Vercellensis 0. S. B. concepta a 
P. Angel o Mdrz Benediclino Schyrensi. Com fa- 
cilitate Superiorum. Frisingae. Typis ac sumptibas 
Philippi Ludovici Bock, typogr. Aul. nec non Lycei 
1761. 

Die Schrifl ist dem Abt Benedict von Rott dedicirt, and 
zwar „ex Musaeo Schyrensi duodecimo Kalendas Aprilis 1761." 
Die Riickseite der Dedication enthalt 6 Hexameter begin- 
nend: 

„Rideat Ulma tuam, Confrater, Amice juventam: 
und endend: 

Dejiciet tardos prompta Juventa senes. 

DieVorrede beginnl spolteud: „Unus allerve Hensis, quo 
dissertationem criticam adversus Kempistas edidi, transiit. Et 
eccel jam conjurati veniunt ad classica venti. Bella, horrida 
bella. Audiamus Reverendissimi clamorem etc. etc. u , macht 
Ausfalle auf Eusebius Amort, aud fordert den Pralalen 
Kuen zum Kampf herans. Nach der Vorrede folgt ein Elo- 
giam reverendissimi adversarii Michaelis Praepositi Wengensis. 
Das Werkchen selbst stelll jedem §. der Kuen'schen Schrifl 
einen Gegenparagraphen auf. Z. B. „$. I. contra I. An un- 
quam exstiteril in rerum natura Joannes de Canabaco. Be- 
merkenswerth and fur die Litteraturgeschichte nicht ohne Iu- 
teresse ist die S. 66 beigefugte Apologie fur Oliverius 
Legipontius. 

Topsel selbst sprach sein Urtheil in einem Briefe vom 
2. Juni aus: „Unus ex nostris jam senioribns, dam legit pue- 
rilia scribillatoris hujus — quasi ex tripode exclamavit 

Angele nunc puer es, vir eris cum tempore, quando 
Terra feret Stellas, caelum flndetur aratro. 
Caeterum glorientur in Puero suo Monachi Schyrenses, quan- 
tum illis volupe sit, glorientur et alii levis armaturae mona- 
chuli semi-docti, aliter judicabunt de stramineo Gersene mo- 
nachi docti, liberique a praejudiciis. Crede mihi, Praesol 
doctissime, causa Gerseniana jam ad Triarios redacta est. 
Hinc nil magis cupimus, quam ut Deductio Amortiana brevi 
e Praelo prodeat in lucem." 

Indessen hatte der Wengener Pralat, trotz seines Vor- 
satzes nicht mehr zu antworten, bereits unter dem 8. Juni 
seine neue Schrift, welche aus 64 Octavseiten besteht and 
den Titel fuhrt: 



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309 



Anticrises in Crisin^apologeticam inscriplam: An- 
gelus contra Michaelem f quas edidit Adolphus de 
Kempis C. R. Canabaci apud haeredes Joa. Ger- 
sen MDCCLXI. 
welcher ein 

Appendix ad Anticrises contra libellum, cujus 
titulus : Angelus contra Michaelem. Addita ab A. DE 
K. C. R. Canabaci apud haeredes Joa. Gersen, 
MDCCLXI. XVI. Seiten 8°. 
folgte, mil dem Schreiben uberschickt, in dem er an Topsel 
die Frage stelll : „An autem aegre non sis laturus, quae pro 
me Adolphus de Kempis scripsit, scire summa aviditate cupio. 
Tacere volebam — fahrl Kuen fort — non siverant autem 
Wengenses Musae quae in furorem actae vindicabunt Abba- 
tern suum. Post dies quataordecim Thaliam honoris mei vin- 
dicem habebis. Si patientiam tuam extenderis nonnihil leges 
Trautweinii nostri Lapsus Angeli contra Michaelem certan- 
tis. Fors una simul recipies novam dissertationem idolphi 
de Kempis Interim haec omnia excudet alius typographus ne 
Vogelio injiciatur mora." 

Anlangend den Inhalt, so war hier Kuen unter dem 
Namen des Adolphus de Kempis sehr persdnlich geworden. 
.Gralulari tibi haud possum — schreibt er im Begiune seiner 
Schrift seinem Gegner Angelus — quod libellum alterum abor- 
tiveris, ingenii et modestiae tuae miserabile specimen." u. s. w. 
Er schreibt sogar: „Nolo stare tecum in campo martio, a 
quo nemo recedet nisi famam boni nominis perdere velit, 
satis enim prodidisti tuam detrahendi libidinem, quam etiam 
cum Facultate superiorum et cum scandalo bonorum exerces. 
Quare me nomen meum non nihil celasse nullus prudentum 
mirabitur. Noli suspicari hanc Anticrisin instantis praelii esse 
prodromum. Postquam publicum monuero, quantum vel in 
solis tribus primoribus paginis peccaveris, quae titulum, Epi- 
gramma et Praefationem tuam continent, discedam ex arena . . 
In hac scriptione mea saepius Martialis occurret, quia etiam 
tu petulanter contra Reverendissimum Adversarium tuum ilium 
produxisli, et versibus lusisti. u 

Der erwahnte Appendix handelt „De Palinodia . . Car- 
dinalis Roberti Bellarmini in favorem Thomae de Kempis." 

Allein noch mehr, bereits am 21. Jun. 1761 schickte 
Kuen dem Pralaten eine neue Druckschrifl, 64 Octavseiten 
stark nnter dem Titel: 

Notitia bistorico-critica de Codice Veneto sive 
Januensi, qui in Controversia de authore librorum 
quatuor de imitatione Christi saepius allegari solet, 
publicata ab Adolpho de Kempis C. R. Coloniae 
sumptibus Kempisiorum. Anno MDCCLXI. 
In der Vorrede entschuldigt er sich, dass er nochraals 



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aio 



rede , nachdem er den Vorsatz gehabl habe , zu schweigen, 
beruft sich auf die Aneifrung eiaes Freundes urid sagt dano : 
„Pungentibus armis adversus jam devictum Adversarium Don 
amplius uiar. Miliori calamo non Ulius Personam sed pro- 
posilas ab ipso falsitales aggrediar. Imposterum aulem silebo 
. . . u Die Abhandlung selbst bezieht sich auf die Venediger 
Ausgabe der Imitatio von 1501., welche bekanntlich als ein 
Beweis gegen Thomas von Kempis gebrauchl worden war. 

Indem Kuen diese neue Schrift uberschickle , schreibt 
er in seinem Briefe : „Nescio an, Reverendissime Praesul, An- 
ticrises meas receperis. Non polui omnino silere ad pue- 
riles injurias. Notitiam historico-criticam nunc mitlo de Co- 
dice Veneto . . . Adhuc in fermenlo sunt Wengenses Musae 
et nosier Trautweinius in detegendis Angeli lapsibus indies 
sudet. Prolixo carmine Ibin Schyrensem coronavit. Necdum 
tamen illud publicis lypis est expressum." *) 

Das Urtheil Topsels vom 30. Jun. war: „Januensis Co- 
dicis imposturas demonstrasli ad oculum. u An Felix von 
Oefele schrieb er am 2. Jul. n Adolphus de Kempis, quern 
nosti, novam iterum, ut nuper jam in ejus litteris legisli, ad- 
versus Gersenislam Schyrensem edidil lucubratiunculam de 
Codice Veneto sive Januensi, adeo ab illo laudato, quae mihi 
prae reliquis placet, imposturasque Gersenistarum quoad ilium 
codicem plane demonstrat. Nescio autera quid rei subsit, 
quod adeo sub praelo protrahalur Opus Amortianum, nisi 
forte id ipsum in causa, quod levis armaturae equites ad 
bellum soleant procedere ante cataphractos, ludicrisque scae- 
nis secuturae praeludere cladi." 

Endlich am 21. Juli 1761 gab der Pralat von Wengen 
die Nachricht, dass das Opus Amortianum vollendet und nun- 
mehr 300 Exemplare abgedruckt seien, welche am 23. Jul. 
nach Munchen abgingen, 100 Exemplare fur Polling, das Ex- 
emplar im Preise zu 1 fl. 15 xr. 
Des Buches Titel lautet: 
Eusebii Amort, canonici regularis et Decani Pol- 
lingani, Deductio critic a, qua juxta sanioris cri- 
ticae leges moraliter certum redditur Ven. Tkomam 
Kempens em librorum de Imitatione Christi Autho- 
rem esse. Cum responsione ad oppositiones Gerse- 
nislae Schyrensis frivolas eo modo scripta, ut pro ge- 
nerali formula circa conlroversicas hislorias de scriplis, 
documentis, monumenlis, vel actis publicis veterum 
haberi possit. Cum permissu superiorum. Angus tae 



I) Am 24. Jul. schreibt Kuen an Topsel : „Carmen laureatum in 
Ibin Schyrensem testatum est, Lapsus Angeli in quavis fere patina 
mordent et vutnerant, necdum utrumque optisculum prelo subject, ex- 
spectaturus nonnihil, quid novi molilurus sit Schyrensis Onager. 4 ' 



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311 



Vindelicor um, sumptibus Joan. Conradi Wohleri, 

Bibliop. Ulmensis. MDCCLXI. 
Das Werk besteht aus 344 Quartseiten uml G unbeziffer- 
len Blaltern. Eine Dedication Ondel sich nicht vor. l ) Die 
Vorrede beginnl: „Andabalarum more, casside infra oculos 
depressa, ad exhilarationem populi Romani secuni invicem 
congredientium , ludicrum orbi exhibere soleut speclaculum, 
qui circa controversias historicas absque peritia Arlis criticae, 
aut absque notilia Historiae Litterariae in arenam descen- 
duul." Das sei nun der Fall mil dera P. Marz, der funf- 
fach gefehlt babe. Diese 5 Fehler sind: 

1. Argumentum moraliter cerium ex testimonio septuaginta 
septem coaevorum lerlium solvere conatur ex eo, quia 
singuli fallere possunt. „Solulionem esse pessimam" — 
so fugt er bei — ars crilica monstrat. 

2. Argumentum plusquam moraliter cerium ex convenientia 
Slyli Kempisiani in NB. quadringentis Idiolismis Styli 
Kempisiani solvere conatur ex eo, quia unus alterius 
ldiotismos singulos imitari potest. „Verum ars cri- 
lica monstrat; id ab orbe condito nec factum esse un- 
quam" etc. 

3. Ex defectu Historiae Litterariae allegal Acta tanquam 
certa, quae ex teslibus oculatis constat esse falsa. 

4. Ex defectu sanae rationis praeferl meras praesumpliones 
Gerseuianas morali certitudini Kempisianae . . . (oppo- 
sitas). 

5. Ex quatuor dislinctis veris personis consult unam per- 
sonam flctam, videlicet Joaunem Gersen, de Canabaco, 
Abbatem Vercellensem, Decrelorum Doctorem. 

Amort erklart: „Has quinque Propositiones luce meridiana 
clarius demonslrabo in sequenti Deductione critica." 

Die Hauptabtbeilungen des Amorl'schen Werkes sind: 
Pars I. Vita, Acta el Scripta I. Joannis Gerson, Cancellarii 
Parisiensis. 11. Joannis de Kempis. HI. Thomae 
de Kempis Fralrum Germanorum. 
Pars II. Principia arlis criticae praestabilita 
Pars III. Argumenta Thomae Kempisio opposita, sich in XIV 

Abtheilungen spaltead. 
Pars IV. Argumenta pro Thoma Kempensi. Hier werden 77 
gleichzeitige Zeugen aufgefuhrl, darunter LX Co- 
dices. — AIs Argument II. wird der Beweis ge- 
fuhrt ,,Ex 400 Idiolismis Styli Kempisiani". 



1) Amort hatte bereits beschlossen, seia Buch dem Pralaten Michael 
Kuen selbst zu widinen, und ihm war bereits die Dedication uberschickt, 
ward aber wieder zuruck verlangt! Hieruber schrieb Topsel am 14. Jul. 
1761 „Cur Amortus libentissime videal Dedicatiouein Colli , penitusque 
oinitti, alia ratio non est, quam quod Tibi Sibique reciproca tiraeat ab 
Effronte." 



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319 



Pars V. „Figmenta Gerseniana". Solcher sind VI, denen 
eine eigene Praefatio vorgeschickt wird. 

Pars VI. „D. Joseph Valart novus Gersenista a Canonico 
Parisiensi convellitur" In 3 Questiones gelheilt. 

Pars VII. Varia Documenta. 

Pars VIII. Errata Personalia novi Gersenistae io puncto 
Eruditionis. 

Pars IX. „Animadversiones ad Crisin Apologeticam Gerse- 
nistae Schyrensis." 

Eine Mappa geographia Kempisiana so wie drei Tafeln, 
enlhaltend eia Facsimile des Codex Aronensis, gestocheo vod 
J. E. Belling in Augshurg, sind beigelegt. 

Amorts Werk, bestehend aus 274 ist eine Ausfuh- 
rung seiner vor 36 Jahren veroffentlichten Informatio. Pars 
IX derselben ist rein personlich. Er schliesst: „Parcat juve- 
nis ineruditos labori . . Maneat proin Domi Gersenistae Schy- 
rensis Demonslratio, si nolit confundi. Reliqua aliis libranda 
relinquo. Mihi enim, qui olim anno aetatis meae trigesimo 
quinto, haud amplius juvenis com Polycrale Gersensi luseram, 
nunc prope Septuagenario O non vacat, pluribus verbis reci- 
procare, nec Ecclesiae nec Publico profuturas tricas." 

Nun aber sollte sich ein neuer Gegner erheben, an den 
Niemand gedachl haltel Am 26. Juli 1761 schreibt Kuen an 
Tdpsel: „Hoc fero momento lectionem absolvi novi cujusdam 
libel Ji adversus me scripli sub hoc litulo: „Didymi Vercel- 
lensis ad Camillum Leodiensem Epistolae adversus autho- 
rem Joannis de Canabaco." Locus impressiouis nullus ad- 
est. . . Verus illius author est Helvelus, humanitati non studuit 
nisi inter vaccas. Nihil affert novi nisi quod ratiunculas ali- 



1) Bezuglich des Worles „Septuagenario u besteht eine bibliogra- 
phische Varietal. Tdpsel schreibt hieruber Tom. II. fol. 120 seiner 
Gorrespondenz einem Freunde in Mailand : „Videbis eiiara inter prima 
et posteriora exemplaria in ultima pagina 344, Linea fere penultima ali- 
quod discrimen; in priinis dicitur ibi Ainorlns prope octuagenarius. in 
posleriobus vero prope, Septuagenarius, quod ultimum veruin est. Cor- 
rector scilicet propria auctoritate , cum sibi magis scnem contra auto- 
graphum flnxerit Amortnin, pro Septuagenario fecit octuagenarium, cum- 

3ue prima exemplaria Ulmae impressa slatim Augusta Vindelicorum Me- 
iolanum fuerint translata, quin prius aliquod exemplar adhuc Pollinpam 
venerit, mansit hie error, qni in posterioribus a Hud imprimendo folium 
fuit correctus." Dem alten Amort war der Kehler sehr unlieb : ,,Mendum 
ultimum — hatte Tdpsel am 3. Aug. 1761 an Kuen geschrieben — 
turpissimum est Nescio qua ratione error hie aut in calamum aut in 
typum poferit influere!" Am 9. Aug. autwortete Kuen: Circa ultimum 
Deductionis Amortianae folium, factum est, quod peliisti. Judicavi au- 
tem melius esse, si integer quaternio reimprimeretur, ne plures vaga- 
bundae paginae deperdantur. Commissi erroris, fateor, ipsemet solus 
ego reus sum ; credebam enim Amortum jam prope oclogenarivm esse." 
Das schon erwahnte Handexeinplar Amorts (P. Lat. 71-\) hat n octuage- 
nario (t an fraglicher Stelle! 



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313 



quas adducat car Bulla Gregorii IX. ad Thomam Galium me- 
rito habeoda sit pro supposilitia . . . Hoc exemplar Rhinau- 
giensis Monachus cuidam suorum amicorum in vicinia nostra 

I>ro mnnere misit, hand dubie etiam Rhinaugiensis quidam 
ibelli author est, eoi omnes boves et vaccae hand dubie ad- 
rougirent." T dps el antwortete am 3. Aug. „Sero heri ad 
noctem accepi gratissimas tuas literas de die 26. Julii, ex 
qnibus intelligo, novum te Anlagonistam ex Helvetia natnm 
esse, hominum utique stultissimum. Si Bullam Gregorii DL 
ex adscripto anno incarnationis Dominicae sublestae fidei ream 
agere contendal, mitto hie tibi in Originali authenticum testi- 
monium Bullae hujus a RR ino Abbate Frova mihi communi- 
catum ..." 

Der Titel der kleinen aus 95 Octavseiten bestehenden 

Schrift lautet: 

Didymi Vercellensis ad Camiltum Docturem Lo- 
vaniensem Ep is to la 1. de Joanae a Canabaco ex 
comitibus de Canabaco aurei de Imitatione Christi 
Libelli Authore a quodam Canonico Regulari S. Augu- 
stini Congreff. Lateran. recent er detecto. 1761. 
Dieser erste Brief ist datirt: 13. Martii A. I. D. 1761. 

Ind. IX. und endet S. 38. Die Epistola II hat wieder ein 

eigenes Titelblatt, und beginnt S. 41., datirt vom 12. April 

1761. 

Am 9. August schrieb Kuen an Topsel: „Nihil gratius 
mittere mihi potuisses, quam vidimatam Gregorii IX. Bullam. 
Jam enim sub incude est Didytnus Vercellensis, quern quidem 
ab initio vilulum vaccae cujusdam Helveticae credebam, sed 
nec ovum ovo similius, quam personatus hie Lavernio Schy- 
rensi Cacangelo. Am 30. August schreibl er weiter: „Soli- 
dam hujus centonis refutalionem brevi etiam accipies ! ). Non 
dubitabis mecum sentire, authorem istorum foliorum esse non 
alium quam Pseudo-Angelum Schyrensem. Eadem utriusque 
est facies, stultum ratiocinium, errores gramaticales , Lapsus 
contra orthographiam, Appollo idem minus favens, idem scri- 
pturae abusus, eadem calumuiandi ratio, eadem Schlechdorf- 
fensium rusticorum bumanitas, eadem argumenta et acrisia." 
Am 10. Sept. antwortete Tdpsel: „Didymi Vercellensis binas 
litteras, vel potius centum calumnias baud sine bile legi. Nun- 
quam ego credidissem eo proterviae devenire posse imberbem 
juvenem . . . 2 ) Didymum hunc didymissimum esse Cacange- 
1dm Schyrensem non est dubium. Noscitur ex superbia styli 



1) Es war die beabsichtigte Schrift: „Lapsus deteriores Didymi Ver- 
cellensis" welche spater Actus academicus iiberschrieben ward 

2) Auch hier waltete bei Tdpsel noch die Meinung vor, dass An- 

§elus Marz der Verfasser oder mil dem Didymus Vercellensis eine und 
ieselbe Person sei ! 



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814 



et phrasium Pontani, qoas quondam sob ferula didicit; oosci- 
tur ex arte calumniandi . . . noscitur deniqae ex sexcenlis 
aliis signis indubiis etc. etc." 

Allein dennoch hatten sich beide Manner in dem Autor 
geirrl: „Sunt u — schreibt Kuen am 1. Dec. 1761 an Tdpsel 
— „qui etiam mihl idemtidem in aurem Uidymum Vercellen- 
esse Monacho-Vitulum Rhinaugiensem, quern misernm inge- 
nium non sinit esse Bovem. Nomen illi est Sebastian Kreut- 
ter vel Greitter 1 ) sic mihi sinceri quidam amici ex Bene- 
dictinis." 

Die Wiederlegung ward dem Decan Gregor Traut- 
wein in Wengen aufgelragen, dessen Carmen in Ibin unter- 
dessen erschienen war. Bereits am 9. August 1761 hatle 
Propst Kuen 20 Exemplare nach Polling geschickt: „Addo 
ex Parnasso Wengensi vigesies Carmen in Ibin Schyrensem. 
Fateor, omirino volebam ilium supprimere una cum Lapsibus 
AngeU, qui necdum prelum subiere. Cum tamen non cessent 
Gersenistici Crabrones me pelulantissime impetere, omnique 
seposita religiosa modestia gravissimis calumniis me vulnerare, 
flrmum fixumque stat prelo relinquere Lapsus Schyrensis An- 
geli. Satis dentatus in iis est Trautweinius, qui pariter post 
jam suppeditatas a me responsiones cofodiet novo opusculo 
Pseudo-Vercellensem Didymum." 

Diese kleine seltene aus 24 Octavseiten bestehende Schrifl 
fuhrt den Titel: 

P. Vigilii Wenkeros e> Canonici Mechlinensis in 
Ibin Schyrensem Carmen laureatum, cantatum amoris, 
honoris et verilatis ergo post noviter restauratum bel- 
lum in causa Kempisiana. Zwollis, sumptibus Kem- 
pissiorum MDCCLAl. 
besteht aus 242 Distichen , und ist ein Spottgedicht auf P. 
Angelus. Franz Tops el schrieb hieruber am 25. Aug. 
„Wenkerosii carmen laureatum in Ibin Schyrensem ego sal- 
tern non satis capio, cum illud Nasonis non nisi sexcentas 
Yomat execrationes in ibim veterem, hoc autem quasi sub 
habitu Epici carminis incedat. Eoquis ejus Auctor?" Ihm 
antwortete am 16. September der Praia! Kuen: „Author car- 
minis in Ibin Schyrensem est Trautweinius. Per Ibin cico- 

niam aegyptiacam intelligil proprio rostro pur- 

gantis. Fateor pluribus in locis carmen esse obscurius ; fors 
suo tempore accedet lucerna, quae omnes tenebras facile 
dissipabit. u In eben diesem Briefe zeigt er nun an: „Tertiae 
epislolae locum supplebit recentissimus P. Angeli partus 
contra Adolphum de Kempis in pu blicam lucem cum licentia. 
Rdni su j Pfrtesulis editus, infernali Lucina favente. Ecce opel- 
lae titulum : 

1) Der Name wird stets verschieden geschrieben. 



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ais 

Crisis in Anticrisin Adolphi de Kempis C. 
R. lata a P. Angelo Mdrz, 0. S. B. Schyrae. Cum 
licentia superionim. Monachii, lypis Joannis Cliri- 
stophori Mayr, Civit. Typogr. MOCCLXI. 
Dieselbe besleht aus 4 r 2 Octavbogen ohne Seitenzahl. Yon 
ihr urtheilt nun der Pralat: „Hic omnino Praesul Wengensis 
a Bacchis discerpilur; nullus calumniarum finis, antiqua crambe 
apponitur, el redivivae Ranbeckii Eumenides producuntur in 
Thealrum. Sed necdum finietur Kempisiorura supplicium. 
Redux quidam SS. Theologiae Sludiosus ex Frisingensis Liceo 
relulit mihi, se ex ipsius aulici typographi ore intellexisse 
sudare sub prelo novum P. Angeli opusculum contra Amorti 
Dissertationem aculeatissime scriptum, atque inter paucos dies 
finiendum." — Dann fugt er bei: „Mihi fixum firmumque est: 
nihil amplius scribam adversus Schyrensem Leopardum. Patiar 
tamen publice excudi Trautweinii nostri Lapsus Angeli Schy- 
rensis. Jam primum & prelo emersit folium. Alterum illius 
opusculum de Authentia Bullae Gregorii IX. Vercellensis datae 
sub incude est. . . Quid ad haec piissimus et invictissimus 
noster Amortns? An nullum ipsi suppetit medium compe- 
scendi per Romanum tribunal Benedictinorum pertinaciam? 
Dolendum certe tot bonas horas perdi in hac controversia 
prorsus inutili." 

In dieser Schrift des P. Angelus waltet allerdings mass- 
lose PersOnlichkeit vor, die den Praia ten Kuen ungemein 
schmerzte: ,,Dum illam lego" — schreibl er am 27. Sept. — 
„vel relego indies nova mendacia, novas calumnias invenio. 
Ineptiarum nullus est finis." Indem er eine Blumenlese hier- 
von giebt, fugt er bei: „et dedicata est R d,nn Schyrensi!" 

Am 28. Oct. theilte Kuen dem Pralaten Tops el mit: 
„Frisingae necdum typis expressa est Cacangelli Schyrensis 
Apologia contra Amorlum. Interim Ulmenses operae fervent 
in excudendis Schyrensis Angeli Lapsibus. Refutatio Didymi 
Vercellensis jam ultra umbilicum absoluta est. Adolphus de 
Kempis defensus sub incude est R. P. Iosephi Lederer 1 ). 
(Fortsetzung folgt.) 



1) Topsel schrieb aaf einer Einlage bei: „Non recordor typis esse 
excusum u Am 12. Dec. 1761 schreibt Kuen an Topsel: „P. Josephus 
eleganti carmine minime stramineum fuisse cecinit Gabrielem iNaudaeum, 
qnod certe non absque risu leges. Abigamus satyra, qni mordaciter 
adversus nos pugnant. Ante ferias Christi adhuc ad Pollingani Phoebi 
tribunal ut deferatur MS. curabo. Hodie postquam haec jam in chartam 
effudi lepidam Satyram detulit ad me Author juvenis." Bezuglich dieses 
Gedichts schrieb Topsel am 26 Jan. 1762 zuruck: „0 ut brevi typis 
impressum hisce oculis cernam Naudaeophili Carmen. Non mihi solum, 
sed omnibus, quotquot legerunt, imo Apollini ipsi probatissimum. (< Am 
29. Dec. 1861 schrieb Kuen noch uberdies von P. Joseph: »Angelum 
recenler depexum.' 1 Gedruckt wurde keine Schrift Lederer' s, die sich 
auf diesen Streit bezogen hatte. Lederer's Schriften fiodeo sich ver- 



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316 



Verzeichniss 

der Incunabeln der Grossherzoglichen Bibliothek 
zu Oldenburg. 

Von 

Bibliotbekar Dr. Meradorf in Oldenborg. 
(Fortsetzung.) 

168. 

Salicetus (Nicolaus) Antidotarius animae. Argentorat. Gru- 
ninger. 3 Yd. Augusti 1491. 8. 

F. 1. (fehlt in uoserm Exemplar.) F. 2. (mil der rothen 
Blattzahl II und derSignatur a, 2) Col. 1. (roth gedruckt): 
Nicolai faliceti artio: | 2 medicine doctoris. abbatis | mo- 
naflerij beate marie_de pojmerio (alias Bomgast) ordi|nis 
Ciflercien Argentine ii. | dyocefis. in anthidotario ate | pre- 
fatiuncula. j ( )schwarz: Onfueue|rat arl3 me|dicine cor-| 
poralis au|ctores exi-lmij int, ce-|teros quof | demededis 
oorporib9 huma|nis edidere libros etc. F. 3. b. Col. 1. 
endet die Vorrede, F. 3. b. Col. 2 beginnt das Register 
bis F. 6. a. Col. 2. worauf F. 6. b. Col 1. das Werk 
selbst beginnt, welches F. 144. a. (mil der falschen Blatt- 
zahl CXLVI, da von Blatt 81 an der Irrthum der Zahlen 
anhebt) Col. 2. endet: Anftnarn xf>ifidelium an|thidotariu 
falutifern3 quo 2 | egrotates ad optala fanitale^ | reftitui. 2 
lane in ipfa lanitate | oferuari valeat. hie fine fum|pfiiTe 
cernes o lector. deuotiffi|me deo enctipoteti cum fuis 
coregnantib9 gras age diligejtiaqj lauda collectors fralr^ 
Nicolai abbatis Pomerij ci-Jftercienfis ordinis. qui ex va 
rijs fancto2|. patro opufculis | excerpes in hue fafcicula 
illu3 | cogefut atq3 ad imprimedu | tradit. Induftriofo 
viro ma-|giftro Johanni Reynardi. | (aFs grunynger) in in- 
iigni ci|uitate Argentinen vbi com-|plel9 extitit Anno nFe 
falutis | Mccccxcviij. ydus vo Au-lgufti. F. 144. b. leer. 
144 Blatl mit (z. Theil falscher) Numerirung und Signa- 
turen, phne Custoden; gespaltene Columnen mit 34 Zei- 
len gotti. Char. Der Text bald roth, bald schwarz ist mil 
Holzschnittleisten eingefasst 8. 

Panz. I, 46, 214. — Hain 14160. 

Unserem Exemplare, das an einigen wenigen Stellen 
alte handschriftliche Noten hat, fehlt das Tilelblatt. Auf 
dem Vorsatzblatte : Ex libris Erhardi Michaelis Semiprae- 
bendarii. 



zeichnet bei Meusel , Lexicon der verstorbenen teutschen Schriflsteller. 
Band VIII. S. 100. Lederer war zn Ziemetshausen 1733 geboren and 
surb 1796 im October. 



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317 



169. 

Terentius (P.) com direclorio vocabuloram, glossa inlerlineari 
et commentariis Donati, Guidonis et Ascensii. Argentor. 
1490 Kalend. Nov. M. viel. Holzschn. fol. 

Panz. Ann. I, 56, 299. Hain 15431. (Dem Wappen auf 
dem Bande zufolge war unser Exemplar frOher im Besitz 
der Familie von Ilten.) Dibdin Bibl. Spencer. II. N. 481. 
S. 426—438. 

170. 

Brant (Sebast.) slultifera navis per Jacob. Locher Iranslata. 
Argent. Groninger 1497. Kalend. Junii. M. Holzschn. 4. 

Panz. Ann. I, 60, 325. Hain 3749. In dem Bibliotheks- 
exemplare fehlen Blatt 21. 22. 33. 34. 43. 44. and Blalt 75 
isl zerschnilten. 

171. 

Horatius Flaccus (Quintus) cum annotationibus (Jacobi Lo- 
cher Philomosi etc.) quibusdam. Argentor. Gruninger 1498. 
IV. Id. Marc. M. Holzschnitten. fol. 
Panz. Ann. I, 61, 339. Hain 8898. 

e) Der nnbekannte Drucker mit dem sonderbaren 

S. 

172. 

(Gruner [Vincentius]) Exposilio officii missae sacrique cano- 
nis. s. 1. et a. (Argentor. typ. ignot. c. singular! S.) fol. 
Panz. Ann. I, 94, 502. Hain 6808. 
Unser Exemplar gehdrte fruher der Bibliothek zu Och- 
senhausen, wie der Stempel beweist. Ueber diese Biblio- 
thek der Benedictiner-Abtei vgl. Stalin Beitrage z. Gesch. 
wurttemb. Bibl. S. 90—91, 

173. 

Melusine. o. T. u. 0. (Argentor. typ. ignot. c. singal. S.) M. 
ilium. Holzschn. fol. 

Panz. deutsche Annalen I, 53. 95 Hain 11061. Dem 
hiesigen Exempl. fehlt Blatt 1. ad Blatt 2 ad 45 sind de- 
fect und schlecbt ausgebessert. 

174. 

Ernst, Herzog von Baiern and Oesterreich. Dessen Historie. 
o. J. u. 0. (Argentorat. typ. ign. c. sing. S.) mil ilium. 
Holzschn. fol. 

Panz. deutsche Annal. I, 42, 75. Hain 6673. In un- 
serm Exemplar sind Blatt 29. 37. 39. 47. defect und 
schlecht ausgebessert. 



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318 



Ariminensis (Henric.J de quatuor virtntibus cardinalibus. Ar- 
gent or. s. a. (typ. ign. c. sing. S.) fol. vid. Nr. 276. c. 

1) Der unbekannte Drucker mil dem eigenthura- 
lichen R. 

175. 

Plutarchus. Vitae illuslriura virorum sive Parallelae. lat. s. 
I. el a. (Argenlor. typ. igo. c. singulari R.) fol. Volumen 
secundum. 

Panz. Aon. I, 77, 419. Hain 13124. Unser Exemplar 
enlbehrt des erslen Bandes, hal auf einigen Blfitiero Be- 
merkungeD einer selir alien Hand, die Bande sind von 
emer alten lateinischen Perganienthandschrift und das Buch 
selbst gehorle 1500 den Canonikern zu Niirnberg. 

g) Unbekannte d. i. unbeslimmbare Drucker 
Slrassburgs, nach den Jahren. 

176. a. 

Nider (Joannes) Praeceptorium legis s. expositio decalogi. 
Argenlor. 1483. fol. 

Panz. Ann. I, 25, 52. Hain 11795. 

176. b. 

Cyprianus (Caecil.J Libri tres contra Judaeos. s. 1. et a. De- 
uenter Patfrael.) fol. 

F. 1. a. (mil Signat. A.j) Incipit prologus in libros 
beati Cipriani martins contra iudeos j editos. Qui qdem 
prolog9 est epistola queda ad Quirina fcripla I ( ) Ip na- 
nus quirino Alio i'alutem. Obtemperan|dum fuit flli caril- 
iime deliderio tuo I'pirilali im|peliHima etc. F. 2. a. (mil 
Sign. Ajj) ( ) Vdeos in offenla dei guiter deliquiffe qdom- 
mu reliquent el [ ydola fecuti Tint. Liber primus) | ( )n 
exodo populus ad aaron. Ex urge t fac nobis deos q | nos 
pcedant. qv moyfes etc. F. 35. b. Z 25. in lege eius me- 
ditabitur die ac nocte. | Explicit liber t'rius cecilij Cipriani 
gloriofi martins. Archiepifcopi | carlhaginelis Oratoris 
excellenlillimi ad qrinu. In quo libro Iicul | el i duobus 
prioribus fides catholica contra iudeorum perfidia3 et | gen- 
tilium errores lacrarum fcripturarus tel'timonijs fortUTime 
mujnitur et corroboratur deo gratias | F. 36. leer. 36 Blalt 
ohne BlaUzahl und Custoden mil Signaturen ind 40 Zei- 
len goth. Char, der den Paffraelschen Druckea ahnelL fol. 

Panz. IV, 119, 406. N. 289, 149. b. Hain 5894. er- 
wahnen einer Gesammtaus^abe Cyprians, von welcher vor- 
liegendes Drucksluck einen Tlieil zu bilden scheint, was 



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018 



jedoch ausTden obenangefuhrten Schriften, nichl genugsam 
erhellt, da diese Autoren das Buch oicht selbst in Ban- 
den batten. 

176. c. 

Albertus Magnus de abundanlia exemplorum. s. L et a. (Ulm. 
Zainer.) fol. 

Panz. Ill, 542, 60. Hain 484. Das vorliegende Buch 
gehorte schon im 15. Jahrhunderle dem Klosler Abdon und 
Sennes in Riogelheiro. 

177. 

Joannes de Turrecremata expositio super toto Psalterio. Ar- 
genlor. in profesto S. Michaelis. 1485. fol. 
Panz. Ann. I, 28, 73. Hain 15706. 

178. 

Jacobus de Voragine lombardica historia, quae a plerisque 
aurea legenda sanctorum appellalur. Argentorat. in die 
sancti Floriani 1485. fol. 

F. 1. a. Lombardica hiftoria | que a plerifqs Aurea | 
legenda laclorum ap-|pellatur. F. 1. b. leer. F. 2. a. (mil 
Signal j und Ueberschrift Tabula Legendarum). Col. 1. 
Incipit tabula super | legendas fcto^ fcd'm ordine alpha- 1 
beti collecta. et primo premittitur pjlogus qui oftedil modu 
reperiendi ] materias contenlas in diuerfis lo-|cis huius 
voluminis. | Prologus. | (q) Woniam ficul | dicil ylldor9 in 
libro d' ffimo | bono elc. F. 12. b. Col. 2. endel das Re- 
gister: Finit tabula feliciter. | F. 13. a. Col. 1. Incipit pro- 
logus fu-|per legendas lacto^j. quas collegit | in vnum 
frater iacobus natione ia|nuenfis ordinis fratrum predicate | 
rum | (v)NiuerfG tem|puf pntis vite i qltuor di|ftinguitur 
etc. Der Prolog eudet auf derselben Seite Col. 2. F. 13. b. 
Col. 1. Incipiunt capitula F. 13. b. Col 2. endet das Re- 
gister mil: De cena domini. ccxv. F. 15. a. (mil Signatur 
a.) Col. 1. Incipit legenda fcto^ que lombarjdica notatur 
hiftoria Et primo de fe|ftiuilatib9 que occurmt infra temp9| 
renouatois qd' reprefenlat eccl'ia ab i aduetu \i'q$ ad na- 
tiuitate domini. | Legenda prima A. | De aduentu domini. | 
( ) Duentus do | mini per quatjluor feptimanas agif ad 
n-|gniflcanda etc. F. 233. b. Col. 2. Z. 19. Explicit le- 
genda lomjbardica Jacobi d'voragine ordinis pdicajtorum 
epifcopi ianuefis. ImprefTa Argen | tine. Anno domini. 
M. cccc. Ixxxv. Finita i | die fancti Floriani martiris. Cuius 
legeda | repitur in additionibus huius voluminis | in legenda. 
cxcv. | Sequuntur additiones. | F. 234. leer. F. 235. a. (mit 
Sign. I) Col. 1. Sequntur queda3 | legende a quibuldam 
alijs fuper adjdite. Et primo de dece$milibusmar|tyrum.| 



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320 



F. 269. b. Col. 2. Z. 35. bent q corpq chrifti eft t fanguis 
ei9. I Explicifit quoru-|dam fancto^ legende adidcte post] 
Lombardicam hiftorias. ImprelTe | Argetine Anno dui. 
M.cccclxxxv ] Finite in die fancli Floriani marty|hs. F. 270. 
leer. 270 Blatl ohne Blatlzahl und Custoden mit Signa- 
turen in zwei Columnen und mil 47 Zeilen goth. Char, 
fol. 

Panzer Ann. typ. I, 28, 78. Der ganze Artikel a To- 
ragine fehlt bei Hain. 

Der Druck ist mit 180 vollstandig gleich. Am Rande 
beflnden sich von aller Hand einige Bemerkungen ge- 
schrieben. 

323. 

Bibet (Deutsche) Pars II. (d. alle Testam. v. d. Spruch. Sa- 
lomons an and das N. T.) Strassburg o. Dr. 1485. 2 Mont. 
Mai. m. ill. Holzsch. fol 

Panz. deutsch. Ann. I, 154, 214. Hain 3138. Das vor- 
liegende Exempl. gehorte fruher der Herzogin Elisabeth 
Sophie Marie von Braunschweig und spater von Uffenbach. 

179. 

Crescentiis (Petrus de) Opus ruralium commodorum. Argen- 
tine 1486. 5ta feria ante festum sancti Gregorii. fol. 

Panz. Ann. I, 29, 87. Hain 5831. Unser Exemplar hat 
einige alte Randbemerkungen und die letzten 7 Blatter oben 
sehr schlecht ausgebessert. 

(Fortsetzung folgt.) 



Bibl iothekch ron ik und Mi s ce 11a nee n. 

Unter der Ueberschrift: „Das Evangelium Herzog 
Heinrich des Ltfwen" berichlet die Neue Hannoversche Zei- 
tung (Num. 222. und 224. dies. Jahres) in einem langereo Artikel, 
dass dieses prachtvolle Manuscript, welches im 14. Jahrhundert 
von dera Kaiser Karl IV. von der Burg Dankwarderode nach Prag 
entftihrt worden war, von dem Metropolitan-Kapitel' daselbst wie- 
der an Se. Majestttt den K6nig von Hannover zuriickgegeben wor- 
den sei. Es wird dasselbe in der Burgkirche zu Dankwarderode 
aufbewahrt. 



Veranlwortlicher Redacteur: Dr. Robert Naumann. 
Verleger : T. O. Weigel. Druck von C. P. Melzer in Leipzig. 



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SERAPETTM. 



tttftfrtft 

fttr 

Bibliothekwissenschaft, Handschriftenkunde uod 
altera Litteratur. 

Im Vereine mit Bibliothekareo und Litteratui freunden 
heransgegeben 



Dr. Hobert N aumann. 



M 21. Leipzig, den 15. November 1861. 



Der 

Streit flber den Verfasser des Bflchleins 
„De Imitatione Christi " 

wie solcher im XVIII. Jahrhundert in Deulschland 
gefuhrt wurde. 

Von 

Dr. Anton Ruland, 

K. Oberbibliothekar in Wurzburg. 

(Fortse tz ung.) 

Am 12. December 1761.fiberschickte der Pralat von Wen- 
gen nach Polling die Schrift Trautweins: 

Lapsus Angeli Schyr ensis in libello, cui Titu- 
lus: Angelas contra Michael em, super auctore IVLibb. 
de Imitat: Christi detecti et castigati k Gregorio 
Trautwein, exemptae Canoniae S. Archang. Michae- 
lis ad Insulas Wengenses Ulmae Suevorum Decano, 
Notario apostolico. Anno MDCCLXI. Cum praescitu 
et permissu Superiorum. Proslat August ae Vindel. 
el ulmae. 404 Seiten und 10 Blatter, in 8°. 
mit der Zuschrift an Topsel: „Si Tibi placeat Trautweinii 
nostri Anlapologeticum scriptum, illudque legendo eruditi tui 
XX1L Jahrgug. 21 




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defatigati doo fuerint oculi in Xenii locum , quotqnot jusseris 
plura subsequentur exempia. Collegii enim mei sumptibus in 
publicum prodiit, adeo enim a Benedictinis aut Gersenistis 
polius deterriti sunt Bibliopolae et Auguslae et alibi, ut 
porro sumptus nullos suppeditaturi sint Kempisiis, imo pas- 
sim dislrahere delrectent nostros in hac cootroversia Libel- 
los 1 ). Trautweinius meus alteram partum contra Didymom 
enixus est solita cum erudilione, verum quantum praevideo, 
ob Patrini defectum ad Baptismum non veniet quemadmodum 
alter apologeticus Libellus a R D Josepho Lederer scriptus, 
quo postremum P. Angeli Centonem conflcere conatus est. 
Interim MMSS tamdiu premam, quamdiu novis praestigiis 
Collegio nostro non insultabunt. u Tops el antwortete bereils 
am 15. December: „Pro lapsibus Angeli Schyrensis a Y. C. 
Trautweinio observatis grates, quas debeo, rependo summas ; 
mediam fere partem illos jam perlegi, jam flendo cum Hera- 
clito, jam ridendo cum Democrito super stupidilate juvenis 
hujus scriptoris, vel hoc ipso eliam nomine indignissimi , nisi 
me mea lumina fallant. Caeterum qui superbia tumidus Ma- 
gistrum quaesivit, jam Magistrum invenit in tuo Trautweinio, 
ul sub ferula ejus humilietur. Haec schola quidem Angelo 
non placebit, sed cum fuerit Angelus contra Michaelem, etiam 
invito placere debebit. Quaeso, reverendissime Praesul, cura 
ut brevi et adhuc ante nundinas Monacenses, proxime instantes, 
etiam sequatur Appendix lapsuum deteriorum Didymi 
Vercellensis 2 ); pretiosam etenim hanc margaritam nugi- 
venduli Benedictiui exspectant quam avidissime I Forte in hunc 



1) Als Beleg fuhrt er an: „Augustae clanculom P. Angeli et Didymi 
Pseudo-Vercellensis lacinias distrahit Bibliopola Maur acker. Wohlerus 
hujas pauca admoduoi exemplaria a me expetiit, ac ubique in Benedi- 
ctinorum Asceteriis declaravit, se nullatenus suis sumptibus Amortiani 
operis editionem promovisse!" Indem er am 29. December 50 „Exem- 
plaria Angelicorum Lapsuum'' nach Munchen schickt, fugt er bei: „Cum 
tantum impressa sint 300 Exempia a Collegio meo non venditor exein- 
plum nisi pro 45 cruciferis. Si tamen Bibliopola Monacensis distrahere 
ilia velit, mihi plura non solvel quam 30 crucif., reliquos 15 ser?et sibi 
pro labore." Im Schreiben vom 26, Jan. 1762 sagt Tops el: „Ad nun- 
dinas Monacenses hoc anno non abii, conatus tamen sum, lapsus Angeli 
Schyrensis variis ibidem distribuere bibliopolis. Quo! autem bi Exem- 
plaria forte distraxerint, exploratum nondum babeo. u 

Ein Brief Gregor Trautweins v. 20. Jun. 1762 setzt den Preis des 
„Lapsus 4< pro exemplari pro crucigeris 25 aut etiam 30. und spricht 
bezuglich des spater erschienenen Actus academicus u aus: „Ne pretii 
difficultas libello forum minus liberum faciat, exemplaria singula pro 12 
crucigeris — futuris emptoribus permittimus." 

2) Obschon Pralat Kuen am 29. Dec 1761 schreibt: „AbsolYit .. . 
item Trautweinius „ Lapsus deteriores" obschon auf dem letzten Blatte 
der Amort'schen ,,Deductio" ein ,,\erzeichniss einiger Bucher, welche 
zu dieser Controversie gehoren, und in dem Wohlerischen Buchladen in 
Ulm zu haben sind u sich findet, in welchein an letzter Stelle geleses 
winl : „Lapsus deteriores Didymi Vercellensis. 8. sub prelo" so ist dies* 



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828 



ipsum Didymum soum etiam armabit calamum Zvnggius noster, 
cui lacubratiunculam ejus ludicram nuper communicavi. u 

Anlangend die Arbeit Trautwein's selbst, so geht solcher 
mit einer wirklich zersetzenden Kritik auf die Schrifl des P. 
Angelas ein In seiner Praefalio fuhrt er an: „Perlectis De- 
dicatione et iis, quibus Lectorem futurae leclioni initial, in- 
tellexi, authorem esse ea ex gente, cui Comicus Rixosam 
tribuit auimam . . . u Allein noch mehr! „Necdum ultra pa- 
gellas binas, quibus Lectorem author inslruit, processeram, 
cum vitium longe deterius deprehendi, quo Angelica haec la- 
borat anima. Genium nutrit Inimicum omnibus, qui quovis 
in argumento ab ipso dissentiunt . . . . u Nach 3 Prolego- 
mena folgen S. 29. Lapsus Angeli contra virtutes Intellect us. 
Als solche werden im „Cap. I Lapsus contra Artem " $.1—11. 
Contra Grammalicam et Rhetoricam in Titulo. §. III. Contra 
Gramaticam in Carmine. $. IV — V. in praefatione. §. VI. 
Contra art. grammat. et Rhetor, in Elogio. §. VII. in octo 
Paragraphs. 

Cap. II. Lapsus contra Prudentiam. Cap. III. Lapsus con- 
tra Sapientiam. Cap. IV. Lapsus contra Intelligentiam. Cap. V. 
Lapsus contra Scientiam. 

Als Appendix folgt „Spicilegium Plautinum ex Angeli 
Schyrensis Lapsibus collectum et Didymo Vercellensi dedica- 
tum. Im ubrigea wahlte Trautwein die Gesprachsform ! Be- 
reils am 3 Januar 1762 schrieb Pralat Kuen abermal nach 
Polling, indem er eine Schrift des Vieira ubersetzt von Traut- 
wein uberschickte : „Minori complacentia excipient Benedictini 
proxime libellum alium, qui Deo jam annuente publicam aspi- 
ciel lucem. Patere tamen, R d(u * Praesul, ut Apelles adhuc la- 
teat. Chahssimo et clarissimo nostro Amorto baud, pnto, 
iogratus erit, et supplemento suo addere poterit novum Aug- 
mentum." 

Unterdessen war in dem Streite eine gewisse Stille ein- 
getreten: „Nova in causa Kempensi" — schreibt Tops el am 
27. Marz einem Freunde — „nulla. Silent omnia, Angelo ad 
cathedram Theologicam suo in monasterio, quod omnes mi- 
rantur, in praemiom forte laboris sui, promoto." 

Auch zwischen Polling und Wengen war Ruhe eingetre- 
ten I Tdpsel schickte am 12. April einen Codex de Imitatione 



Schrift doch nie in den Druck gekommen, und nur aus diesem Verzeich- 
nisse mag sie Malou a. a. 0. S. 2H. Note 2 als erschienen auffuhren. 
Uebrigens schrieb selbst Tdpsel am 20. Mai 1762: „Deteriores Didymi 
sudant sab praelo, quorum non nisi duas phyliras hucusque habeo u — 
sie mit den ersten Bogen des „Actus academicus" offenbar verwecbselnd. 
Allein apodictische Gewissheit giebt eine Mittheilnng TSpsels an den 
Rebdorfer Bibliothekar Albert Laubscher vom 5. Febr. 1763, wo er die 
Lapsus deteriores Didymi Vercellensis sub mmutata titulo Actus acade- 
mnx" bezeichnet. 

21* 



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324 



an Kuen mit der Bitte: „Precor duntaxat, ut hunc thesaurum 
in Tuo armario librario probe custodias, ne aliquando venial 
impostor, qui annoruin numerum, quo is exaralus est Codex 
aut deleat, aul excerpat. Terrent vestigia, quae in aliis pas- 
sim occurrunt. Caeterum contra ultimam Amorti nostri de- 
ductionem criticam hucusque nihil publicis typis prodiit. Spero 
obstructum esse os loquentium iniqua." 

Am 25. April meldet ihm dagegen der seither onwohl 
gewesene Wenger Pralat: „Heri Typographo Ulmensi tradidi 
MS. contra Didymum Vercellensem, a Trautweinio noslro 
egregie vapulanlem. Opusculum in typo, ni fallor, decern 
philyris absolvetur " 

Allein bald sollte unerwartet ein neues Leben in die 
Sache kommen, der Streit abermal erneuert werden, und zwar 
nicht von Scheyern aus, wo unterdessen auf eine ganz andere 
Rache gegen den Pralaten Kuen und den Decan Amort, wie 
es scheint, gesonnen worden war, sondern von der Reicbs- 
pralatur S. Emmeram in Regensburg! 

Am 29. April 1762 schrieb Topsel an den Pralaten von 
Wengen : „Anle omnia scias novum iterum adversus Amortum 
nostrum in causa Gerseniana in arenam descendisse Gigantem. 
Celsissimus is est, et S. R. I. Princeps, nisi nos omnia fal- 
lant. En libellorum tilulum ; gemini enim prodierunt ano facta. 
Titulus unius est iste: „Basis aedificii Gerseniani a R. P. 
Delfau et R. P. Mabillonio posita cum no vis animadoersio- 
nibus in Deductionem criticam tifc. Auctoritate Supcrioris. 
Ratisbonae typis loan. Mich. Englerth. 1762. Alter hone tilu- 
lum praefert: Documenta Historica ex Chronico Windese- 
mensi 0. Can. Reg. Auctore Inan. Buschio, et ex Chronico 
Montis 5. Agnetis Auctore Thoma a Kempis, quibus osten- 
ditur Thomam a Kempis libelli de I. C. auctorem did non 
debere. Eadem auctoritate Superioris Typisque eisdem. 
Utrumque opusculum in 12°. ad legendum accepi nudius ler- 
tius a Monacho Andecensi, qui illud ab alio Confratre suo, 
hie autem ab Auctore ipso novissime dono obtenuerat, unde 
de Celsissimo eorum Parente baud dubitare possum. u 

Ihm antwortete bereits am 6. Mai der Priilat von Wengen: 
nObstupui ad novi Gigantis nomen, qui recenti ausu redivivos 
sistit Delfavium et Mabillonii manes. Vereor, ne actum agat. 
Delfavium jam depilavit Brewerus. Mabillonius evidentissime 
deceptus fuit a suis synergis, ac jam in regno morluorum 
edoctus fuerit veriora et meliora. Documenta historica ex 
Chronico Windesemensi libenter videbo. Est in manibus meis 
utrumque Chronicon et Windesemense et S. Agnelianum, aut 
omnino caecutio, aut caecutit pleno in meridie novus hie Ger- 
senianorum Gigas, adeo enim Thomas Kempensis author li- 
brorum de Imitatione demonstrari potest ex utroque chronico, 
ut omnibus, qui credere id recusant, caput equinum pro hu- 



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395 



mano cervici imponendum esse jure censeam. Interea hunc 
Gigantem minime ex S. R. I. Principum numero esse credam, 
donee me certioribus argumentis convincas. Novi hominem, 
qui hujusmodi documenta vidit in musaeo R d,ni Abbatis Mo- 
naslerii S. Petri in Sylva nigra, atque hie ipse R Abbas, 
jam editis libris clams eidem amico meo fassus est, se proxirae 
contra Kempisios proditnrum in arenam. Jam credo id factum 
fuisse ... 

Noch fOgt er bei: „Quid contra Didymum Vercellensem 
moliantur Musulae nostris in Insulis ex acclusis philyris di- 
gnosces." 

Ihm antwortete Tftpsel: (17. Mai 1762) „Basin aediflcii 
Gerseniani usque hodie Ratisbona, ubi impressa est, obtinere 
baud valui , etsi Bibliopola Monacensis Gastlius simul jam et 
Ratisbonensis sit Bibliopola. Petii ab eo decadem Exempla- 
riornm jam ante mensem, nullum autem obtinui. Crederem 
illud Utopiae impressum, nisi aliud Exemplar, quod a Monacho 
Andecensi accepi mutuo, adhuo in manibus haberet Amortius 
noster. Novi, si Amortio nostro fides, afferl nihil auctor iile 
quisquis sit, imo duo diversi, si non tres, videntur libelli 
nujus parentes. Quod ego suspicer, Abbatem San-Emeramen- 
sem praecipuum esse illius autorem, non una est Ratio, quam 
aliquando prodam. Defendit is Pseudo-Dionysium, cur non et 
Pseudo-Gersenem? Quod si Abbas Monaslerii S. Petri in 
Sylva magna, quern alias libris clarum nominas, aliquid opel- 
lae contulit, eerie nihil novi protulit. Delfavius recusus com- 
paret integer; adversus Amortium affertur nihil, quam quod 
moralem cerliludinem statuit, Thomam Kempensem polius 
quam Gersenem auctorem esse libelli de Imilatione Christi! 
. . . Amortius noster non nisi appendicem scribit ad suam 
Dednctionem proxime absolvendam, qua sola Scribillatores 
hi satis vapulabunt, veritate testimonium praebente illi, qui 
verius scripseril. Lucubratiunculam Trautweinianam adver- 
sus Didymum avide lustra vi, nec obest Methodus, qua utitur, 
ut si non convertantur monachi saltern humilientur. Opto ut 
brevi ad parlum veniat." 

Der eigentliche Titel der auf 264 Octavseiten gedrucklen 
Basis lautet: 

Basis firma Aedificii Gerseniani a Franc. 
Delfeau, & Joan. Mabilon, Honachis Benedictinis Con- 
gregal. S. Mauri Anno MDCLXXIV «L MDCLXXVH. po- 
sita, adjectis Animadversionibus novis in Dednctionem 
criticam Clarissimi D. Eusebii Amort, Canonici regu- 
laris etc. Superioris Aucloritate. Ratisbonae. Typis 
Joannis Michaelis Englerth, Aulici tL Episcopalis Typo- 
graphi. 1762. 

Die Vorrede sagt nun: „Haud admodum religiose viden- 
tur agere viri religiosi, professione sua humilitatis statum 



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336 



profitentes, qnando pro sola gloria Ordinis sui promovenda 
(uti ajunl) magna pertinacia, non absque Christianae Charitatis 
dispendio, invicem pugnant, ac evulgatis publicis foliis sese 
mutuo fabulatores, somniatores, flgmentorum, umbrae secta- 
tores etc. appellant. Accidit nuper, prd dolor! utlis pene jam 
ant quata . . . iterum resuscitata fuerit . . . Author Deductio- 
ns Criticae anno 1761 evulgatae (quidam CI. R. D. Canonicus 
Regularis Pollinganus) Monachum Schyrensem hujus litis re- 
stauratorem, magno animi ardore subigere, ac vincere nilitur, 
eodemque immodico ardore omnes, qui hactenus Johannis 
Gersenis Abbatis causam defendebant, quos Gersenistas vocat, 
splendidis Moralis cer titudinis armis . . vinci declarat 
. . . ipsumque Mabillonium . . . arguere non erubescit. quod 
is . . prae vehemenli suorum amore, non semel illocebrosis- 
sima flgmentorum umbra sese capi passus sit. „Pulo" — fahrt 
die Vorrede fort — „ejusmodi accuralionem adversus Mabil- 
lonium, a viro aetate gravi, Jubilaeo professo, Yenerabili 
Decano, sanae crilices amatore, qualem se dicit, insolenter 
proferri." 

Es isl also diese Schrift, wie die zu ihr gehorige aus 
104 Octavseiten bestehende 

Documenta Historica ex Chronico Windeshe- 
mensi, Ordinis Canonicorum Regularium, Authore 
Joanne Buschio, et ex Chronico Montis S. Agnctis, 
auctore Thoma a Kempis. Quibus ostendilur, Thomam 
a Kempis Libelli de Imitatione Christi Authorem dici 
non debere. Auctoritate Superioris. Ratisbonae, Typis 
Joannis Michaelis Englerth, Aulici ct Episcopalis Ty- 
pographi 1762. 

Speciell gegen Amort gerichlet, der nicht hatle Amort sein 
mussen, wenn er geschwiegen hfitte. 

Das beste Urtheil Qber den Gehalt desBuches gabKuen 
in einem Briefe an Topsel vom 23. Mai: „Basin aedificii 
Gerseniani una cum Libello altero jam legi . . Basis dudum 
subversa est. Ex hoc solo capite grata mihi, meisque com- 
militonibus accidit quod integrum Delfavium et animadversio- 
nes Mabillionis nobis exhibeat, necdum a me aut illis visas. 
Judico et ego, Baseos auctorem , . esse Abbatem San-Erne- 
ranensem; Documenta autem e Chronico Windeshemensi 
censeo ex calamo R wi Abbatis Monaslerii S. Petri profluxisse. 
. . Caeterum quae ex Chronico Windesimensi in favorem 
malae Gersenislarum causae contra Kempistas protulit, par- 
tim contrita satis sunt ab Amorto et Werlino; partim levi 
brachio refelli possent ex ipso hoc chronico. 

Bezuglich der im Drucke befindlichen Trautwein'schen 
Schrift schreibl er: „Lucubratiunculam Trautweinianam ad 
flnem hujus mensis aut ad initium sequentis absolutam abs- 
que mora habebis. Fac ocyus me moneas quo numero exem- 



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337 



planum desiderio loo satisfacere que am, interim oculos eru- 

ditissimos acdusis foliis pasce." 

In einem Schreiben vom 1. Juni spricht TOpsel die- 

selbe Ueberzeugung bezfialich des Herausgebers der Basis 

flrma aus, und meldet dem Wengener Prfilaten bezfiglich 
.. Amorts. „Caeterum tolus jam est in eo, at Basin aediflcii 

Gerseniani, nulio fondamento nixam, brevi subvertat." 

Gleichzeitig hatte er auch aus Wengen die nun vollen- 

dete Schrift des Gregorius Trautwein: 

Actus Academicus ad versus Pseudo-Didymi Ver- 
cellensis Epistolas duas, quibus fervenle controversia 
de Authore Libelli de imit. Christ i, Origines Canoniae 
Vercellensis S. Andreae probrose impugnat, P. Ange- 
lum Schyrensem calamitose juvat, Jo. Gersenem prae- 
tensum Authorem dolorose deslituit. Oratore CI. viro 
Jodoco Badio Ascensio, auctore Gregorio Traut- 
wein, exemtae Canoniae S. Michaelis ad InsulasWen- 
genses Ulmae Suevorum Decano, Notario apostolico. 
Cum Facilitate Superioris. Papiae in caelo aureo. 
MDCCLXII. Sumtu et formis Greutejanis ad Sa- 
gittatum 168 Seiten in 8°. 

erhalten, bezfiglich welcher er antwortet: „Actus academicos 

doctissimi Tui Trautweinii coepi legere cum voluptate; va- 

pulant egregie Angelus aeque ac Didymus, par nobile fra- 

trum." 

Dieses ist nun die Schrift, welche, wie es scheint, fruher, 
so lange man den P. Angeius und den Didymus — wie ihn 
Trautwein nennt „Larvio quidam anonymus" fur ein und die- 
selbe Person hielt, den Titel „Lapsus deteriores" erhaiten 
soilte. Sie ist dem Abte Joseph Frova zu Vercelli ge- 
widmet, da sie dessen Stift, vielmehr eine Stifts-Urkuude „ad 
S. Andream" hauptsachlich betrifft, und er selbst die Urkun- 
denmittheilung bethaliget hatte 2 ). Ueber den eigenthumlichen 
Titel schreibt Trautwein: „Velustissimis adeo aetatibus sem- 
per magnum, semper sacrum, et a plebejo usu disjunctum 
videbatur, quidquid ex Academiae Gymnasiis fuit profectum. 
. . . Opusculum praesens . . Actum inscripsi Academicum, 



1) Es ist klar, dass im Ausdrucke „formis Greutejanis" eine An- 
spielung auf den Namen des Verfassers liegt. 

2) Dem italifinischen AM Anton Suardi schickte TSpsel 3 Exera- 
plare: „quibus Aothenticia Diplomatis cujusdam a vestro Pennotto quon- 
dam asserti, nuper autem a malevolo quodam monacho, qui sub Didymi 
Vercellensis nomine latere voluit, turpiter impugnati probatur. (28. Jun. 
1762.) Pudenda sunt, quae iste Monachus adversus Pennoltum, imo 
nniversam Lateranensem congregationom calumniose eflutiit ita, ut plane 
Romae configi mereretur!" Ueberhaupt leuchtete in diesera Streite 
immer der Wunsch durch, Rom m5ge sprechen! 



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338 



non utique mole, non adeo forma et stylo, sed aestimandom 
solo argumento." Die Widmung isl vom 8. Mai 1762. 

Unterdessen war man in Polling thatig, der in der Vor- 
rede der „Basis firma" getadelten Amorl'schen „Moralis cer- 
titudo" Geltung, und noch mehr — den Sieg zu verschaffen; 
sofort wurden von Tops el keine Muhe und keine Unkosten 
gespart, sich fiber deu Stand der Handschriften der „Imitalio 
Christi" aus alien Landern Europas Gewissheit zu ver- 
schaffen. Es sollte desshalb unler diesem Tilel eine none 
Schrift des alten Amort an's Licht treten. Aber auch die 
Gegner waren nicht unthfitig geblieben, und nun sollte auf 
einmal klar werden, was nach dem Brief Kuens vom 26. Sept. 
1761 der „Redux quidam Ss Theologiae Studiosus ex Frisin- 
gensi Lyceo" hinterbracht hatte! 

Am 12. Juni 1762 schreibl bereits Topsel an Kuen: 
„Hodie Diessa ad me veniunt Wettenhusanus, Undenstorffen- 
sis, San-Crucianus el Diessensis Praesules, a quibus cupidus 
sum rescire, quid de famosa Disquisitione sinl dicturi, si 
tamen emerint aut iegerint. Diessensis certe quocum eram 
Wessofonli in Festo S. Udalrici nihil adhuc de ilia rescivil, 
elsi jam dudum Ferdinando Kellershovero Canonico Diessensi 
ea de re scripseram. Apud Honachos ibidem altum erat de 
his silentium. 

Es war namlich plOtzlich ein wirkliches Pasquill unter 
dem Titel aufgetaucht: 

Disquisitio juridica num Reverendissimus, peril- 
lustris, el amplissiinus Dominus Dominus Michael 
Kuen exempti Collegii Canonicorum Regularium S. 
Augustini Congregationis Laleranensis Ulmae Praelatus 
et Abbas etc. Author sit pudendi libelli sub titolo: 
Ioannes de Canabaco ex Comilibus de Canabaco 
oriundus, qui vulgo vendilur pro Authore quatuor libro- 
rum de Imitatione Christi, recenter deteclus a quodam 
Canonico Regulari S. Augustini Congregationis Lalera- 
nensis. Cum permissu Superiornm Canabaci sumpti- 
bus haeredam Ioannis Gersenii MDCCLX. Negalivam 
sentenliam in favorem dicti D. D. Praelati adversus P. 
Angelina Maerzium, 0. S. B. Schyrae, amplectitur atque 
per notoria fere jura tuetur Theophilus De La 
Grand, J. U. C. Praefectus in Falckenslein. Pars I. 
Sumplibus Gersenistarum 1762. 
Der erste Theil enthalt 72 Quartseiten , der zweite ohne 
besonderen Tilel 84. 

Es isl dieses nun ein formlich durchgefuhrter Process — 
respective die Beweissffihrung dass der Pralat von Wengen 
der Yerfasser seines Ioannes de Canabaco nicht sei. Ange- 
lus klagt persOnlich, Michael isl durch einen Bevollmachtigten 
vertreten, weicher ,,Engelhard u genannl wird, als Anspielung 



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319 

auf Kuens pseudonymen ,,Lucifer Wittenbergensis " Die Vor- 
rede beginnt: „Decantati in utroque fore juris esse, quod 
Adore nou probante reus absolvendus sit, etsi te lateret, 
Schyrensis Angele, at omnium tamen consensu el praxi quo- 
tidiana est exploratum, ut de eo ne dupondii quidem Tyrones 
dubitent. Itaque si Reverendissimi etc. D. D. Michaelis, Can. 
Reg. S. Aug. Praepositi Wengensis etc. patrocinium a me 
suscipi adversum Crisin Tuam Apolegeticam intelligis, una 
facile perspicis, id me jure abs Te exigere, ut Actoris prae- 
cipuas partes expleas, atque mox dictum R dm Praesulem Scripti- 
unculae, a Te exagitatae, verum germanumque parentem esse 
prius evincas, quam asseras, ne temere fingere Tibi adversa- 
rium voluisse videaris . . Quod nisi praeslileris, Anonymo 
cuidam levidensem Lucubratiunculam illam sub titulo: loan- 
nes de Canabaco etc. tribuere pergam, et pergent, opinor, 
mecum, quicunque cogitaverint , opellam illam Authori suo 
parum honoriticam, tibi ipsi, Angele Schyrensis, probrosam, 
denique illustrissimo Benedictinorum ordini esse inimicam. 
Neque enim isti in animum unquam inducent, tantum Reve- 
rendissimum Praelatum Michaelem potuisse sui oblivisci, ut 
Nomini suo quidquam indecorum admitteret u . . u. s. w. 

Die Schrift selbst ist voll Spott und Hohn gegen Kuen 
und Amort! 

Am 15. Jun. 1762. schrieb nun T dps el an den Pralaten 
▼on Wengen: „Quod ego sentio de infami, quod unquam styx 
atra evomuit, libello Martini Mackii, Wiblingani Monachi, 
ejusque Complicum, calamo exprimere non possum. Ca- 
lumniatores ejusmodi, et Delrectatores pessimos perdet altis- 
simus; calumnias et injurias Ordini impactas vindicabit coe- 
lum. Ne aulem famam banc ipsam et Ordinis el amicorum, 
quos in Deo colimus, negligamus, Res haec ad altius tribunal 
deferetur, et quidem hodie adhuc ad Serenissimum nostrum 
Ordinarium pudendissimum istud scriptum mittetur, publicis 
impressum typis, extraclis inde textibus maxime scandalosis, 
quamquam vix linea absque novo scandalo ac calumnia in 
loto libello compareat. u 

Zwei Tage spfiter, nachdem sich Amort bereits am 15. 
Jun. besehwerend an den FQrstbischof von Augsburg, so w\e 
an dessen Generalvicar lohann Bapt. Bassi, Decan zu S. 
Horitz in Augsburg, gewandl halle, schrieb T dps el an den 
Bibliothekar P. N. Buell in Neustift: . . . „Simul accepimus 
etiam novum Gersenistarum Partum, cui titulus: ,>Disaui$itio 
juridica nurn RR m ** Michael Kuen pudendi libelli: Joannes 
ex Comitibus de Canabaco auctor sit.' 4 Hucusque Gerse- 
nislae ut Leopardi el Tigrides cum Agnellis Kempisianis di- 
micavere, nunc furor eliam in rabiem versus est. Nulla est 
calumnia, injuria nulla, nulla calumnia, qua non impetunlur 
Praelatus Wengensis, Decanusque mens Amorlus, eorumque 



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880 



fama publica non ana vice gravissime laeditur. Infamem banc 
lucubrationem quanlocyas supprimendam fore aullus dubito, 
est enim et ipse Episcopus in ilia laesus. Aulores illius sunt, 
etsi in fronle Nomen non gerat, Angelus Schyrensis et qui- 
dam alius Wiblingensis Monachus, Martinus Mackius, qui 
sab nomine anagramatico Cantamirus Ramus appellari vo- 
luit, ac demam anas ex ipso Collegio Wengensi, qui Vicino 
sao Mackio *) arcanissima sui Praesulis prodidit. 1 

Kuen selbst war, wie sein Schreiben vom21. Jan. zeigt, 
fiber die Injurie sehr gefasst, wenn auch schmerzlich berfihrt I 

Am 28. Juni 1762 berichtel Topsel dem Pralaten voo 
Wengen weiter: „Accepi ultimas laas easqae aequissimas que- 
relas adversus Gersenianos Leopardos, non enim homioum 
multo minus religiosorum Monachorum tilulo honorare illos 
possum, quorum praestilutum unicum est: Calumniarc ati- 
dacter semper aliquid haeret. Scias autem RR ,ae Confrater, 
non solum Martinum Mackium, ut tu quidem opinaris, famosae 
hujus Disquisitionis juridicae eese auctorem, accedit huic et 
alius Rubertus Hauff nomine, Honachus Schyrensis, imo et 
tertius, Cacangelus nempe ille, fax trioarum omnium. .. col- 
laborate Proditore tuo pessimo. Cooperatum autem esse Ru- 
pertum Haulfium testis mihi est omni exceptione major. Mo- 
nachus alius Andecensis, in nostro quondam Seminario litteris 
mansuetioribus imbutus, qui id mihi tanquam rem certissimam 
et jam notissimam affirmavit 2 ). „Actus academic^ accepi 
propediem .... Scribam etiam RR mi " Abbatibus Suardo et 
Frovae de oonflxione Didymi, et reliquorum, praecipue Dis- 
quisitionis Juridicae* 

(Schluss folgt.) 



1) Nach einer an Kuen ergangenen Zuschrift vom 4. Dec 1762. 
„ist selbes Product zu Kreysing gedruckt worden." 

2) In einem Schreiben an den Bayer'schen Bibliothekar Felix Oefele 
vom 8- Jul. 1762 schreibt Tdpsel: „Amortus noster, qui adhuc cogitat 
Monachium abire, supplementum parat ad Deduclionem suam criticam, 
quo Dalfariuin a Joanne Baptista Krausio Abbate Sant-Emeranensi cel- 
sissimo nuper in sua Basi . . . recusum ad lib ram expendet Disquisi- 
tionis autem juridicae author vel authores (: complures enim ejusdem 
prolis compalres esse feruntur : ) meo arbitrio non responsum sed vir- 
gam merentur, quam dabit summus ille librorum censor illis aliquando 
ffustandam, qui ut aliquid saltern haereat, viros etiam bene meritos au- 
dacter calumniari haud verentur. Angelus quidem Schyrensis monendo, 
adhortando, menliendo caput hujus literariae Societatis fuisse creditur; 
qui vero rem ipsam litteris imituis perfecere, sunt Ruperlus Hauf/tus 
Schyrensis ilidem Monachus, et Martinus Mackius Wiblinganus Biblio- 
thecarius et ipse Monachus Benedictinus, Praesulisque Wengensis amicus 
olim intimus, et vicinus oplimus, qui sub Cantimiri Kami anagrammalico 
nomine cognosci potius quam latere voluit." Vergl. a. a. 0. Bl. 199. 



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881 



Verzeichniss 

der Incunabeln der Grossherzoglichen Bibliothek 
zu Oldenburg. 

Von 

Bibliothekar Dr. Mersdorf in Oldenburg. 
(F ortsetzung.) 

180. 

Jacobus de Voragine lombardica historia, quae a plerisque 
aurea legenda sanctorum appellatur. Argenlorat. in die 
sancti Floriani 1486. fol. 

F. 1. a. Lombardica hiftoria | que a plerifq3 Aurea | 
legenda ftctorum ap-|pellalur. F. 1. b. leer. F. 2. a. (mit 
Signat. j und Ueberschrift Tabula Legendarum). Col. 1. 
Incipil tabula super | legendas fclo^ fcd'm ordine alpha- 1 
beli collecta. et primo premittitur pjlogus qui oftedil moda 
reperiendi | materias contentas in diuerfis lo-|cis huius 
volumims. | Prologus. | (q) Woniam ficul | dicit yfidor9 in 
libro d 1 furao | bono etc. F. 12. b. Col. 2. endet das Re- 
gister: Fioit tabula feliciter. | F. 13. a. Col. 1. Incipit pro* 
logus Ai-|per legendas fscto^ quas collegit I in vnum 
fraler iacobus natione ialnuenfis ordinis fratrum predicalo| 
rum | (v)Niuerfu tem|pur pnlis vite I qltuor dijflinguitur 
etc. Der Prolog endet auf derselben Seite Col. 2. F. 13. b. 
Col. 1. Incipiunt capitula F. 13. b. Col 2. endet das Re- 
gister mit: De cena domini. ccxv. F. 15. a. (mit Signatur 
a.) Col. 1. Incipit legenda fcto^ que lombar|dica notatur 
hiftoria Et primo de fe|ftiuilatib9 que occurrGt infra tempq| 
renouatois qd' reprefentat eccPia ab I aduetu vfqs ad na- 
tiuitate domini. | Legenda prima A. | De aduentu domini. | 
( ) Duentus do | mini per qual|tuor feptimanas agit ad 
n-|gnificandfl etc. F. 233. b. Col. 2. Z. 19. Explicit le- 
genda lom|bardica Jacobi d'voragine ordinis pdica|torum 
epifcopi ianusfls. Impreffa Argen | tine. Anno domini. 
M. cccc. Ixxxv. Finita i | die fancti Floriani martiris. Cuius 
legeda | repitur in additionibus huius voluminis | in legenda. 
cxcv. | Sequuntur addiliones. | F. 234. leer. F. 235. a. (mit 
Sign. I) Col. 1. Sequntur queda3 | legende a quibufdam 
alijs fuper ad|dite. Et primo de dece$ milibus mar|tyrum.| 
F. 269. b. Col. 2. Z. 35. bent q corps chrifti eA i fanguis 
ei9. I Explicint quorfi-|dam fancto^ legende adiOcte post] 
Lombardicam hiftoria$. Impreffe | Arggtine Anno dui. 
M.cccclxxxv | Finite in die fancti Floriani marly |ris. F. 270. 
leer. 270 Blatt ohne Blattzahl und Custoden mit Signa- 
turen in zwei Columnen und mit 47 Zeilen goth. Char, 
fol. 



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33* 



Panz. Ann. I, 30 , 90. Der ganze Arlikel Jacobns a 
Voragine fehlt bei Hain. Der Druck isl mil 178 vollstan- 
dig gleich. Auf den innern Blatideckeln onsers Exemplars 
finden sich Pergamenlblalter aus einem alien geschriebe- 
nen Rechnungsbuche (von Munchen oder Osnabrfick ?j. 

181. 

Joannes de Turrecremata exposilio super toto Psalterio. Ar- 
gentorat. in profeslo S. Francisci 1487. fol. 
Panz. Ann. I, 32, 107. Hain 15707. 

182. 

(Marchesinus [Joannes]) Mammotreetus. Argentin. 1487. foL 
Panz. Ann. I, 39, 158. IV, 222, 158. Hain 10568. Ueber 
das Buch vergl. Merzdorf biblioih. Unterhalt. II. S. 145 
—147. 

183. 

Alexander Magnus. Hisloria Alexandri Hagni regis de proe- 
liis. Argentine 1489. in die setae Gertrudis. fol. 
Panz. Ann. I, 39, 164. Hain 780. 

184. 

Gratianus. Decretum cum apparatu. Argentin. 1490. Kalend. 
Febr. 14. fol. 

Panz. Ann. I, 44, 193. Hain 7909. Merzdorf bibl. Un- 
terhall. II. S. 148—50. 

185. 

Jacobus de Voragine. Lombardica historia s. legenda aurea 
sanctorum. Argentin. altera die assumptionis Hariae. 1490. 
fol. 

F. 1. a. Titel: Lombardica hiftoriajj que a plerifq3 
Aurea || legenda lactorum ap || pellatur. F. 1. b. leer. F. 
2. a. Col. 1. (mit Sign, j.) Incipit tabula fuper || legendas 
fcto^ fcdTn alphabeti colle- 1| eta. et primo premittitur 
prologus q oflen-|dit modn reperiendi materias contentas 
1 1| diuerfis locis huius voluminis. || Prologus. || ( ) Woniara 
flcut || dicit yfidor9 in libro de fumo || bono, ad overfatoem 
t corre- || ctione. F. 12. b. Col. 2. Z. 37. Finil tabula feii- 
citer. F. 13. a. Col. 1. Incipit prologus fu- j| per legendas 
fancto^ quas collegit in vnu$ || frater Jacobus natione 
ianuenfls ordinis ;| fratrum predicatorum. || (Niuerfa tem|| 
pus pnlis vile in qtuor di || ftinguif. etc. Col. 2. Z. 33. 
Explicit prologus. || F. 13. b. Col. 1. Incipiunt capitala. 
F. 14. b. Col. 2. Z. 28: De cena domini. cexv. F. 15. a. 
Col. 1. (mit Sign, a ) Incipit legenda fcto4 que lombar- 



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SS3 



dica || noiaf hyfloria. Et pmo de fefliaitatibus q || occurrat 
infra tepus renouatois q<T rep re- .| fen la t ecclelia ab ad- 
uentu vfq5 ad natiuili j| tern domini. F. 229. a. Col. 2. 
Z. 16. Explicit legenda lorn || bardica Jacobi de voragine 
ordiois predi- || cato2j. epi Januenfis, ImprelTa Argetine) | 
ano diii. Mccccxc. j| Seqauntur additiones. „ F. 229. b. Col. l. 
Seqnffntur qaedam |j legende a quibnfdi alijs fupaddile. Et 
pri- II mo de dece milibos martyrs. || F. 263. b. Col. 2. 
Z. 32. Expliciot quorodam || fancto2j. legede adiucte poll 
Lombardicas || hifloria. Impreffe Argetine Anno domi- || ni. 
Mccccxc. Finite altera die affumptiois || Marie. F. 264. leer. 
264 Blatt ohne Blattz. u. Custod. mit Signat. and 2 Co- 
lumnen mit 46 Zeilen goth. Charact. fol. 

Panz. Ann. I, 40, 195. Der Artikel Jacobus a Voragine 
fehlt bei Hain. Das Exemplar der hiesigen Bibliothek ist 
von alterthumlicher Hand am Rande sehr beschrieben und 
weist ausserdera noch folgende Besilzer nach: Sum An- 
drea e Crusii Cellensis ao. 632. d. 24. Sept. Sum Andreae 
Crusii pastoris Hermansburgensis ao. 1644. Hoc munus- 
culum non aurum sed aureum sig rexurjQiov grati et infu- 
cati animi Viro admodum reverendo Dno Patri Cellario 
offert Joh. Gottfr. Gerike Pastor Steinlagensis Anno 1753. 
Auf dero Titelblatle steht von alter Hand: empta p. 8 f$ 
fine ligamine. Das letzte Blatt ist oben etwas defect. Auf 
dem hintern Blattdeckel das Bruchst&ck einer Papierur- 
kunde. 

186. 

Speculum exemplorum ex diversis libris in nnum collectum. 
Argentor. altera die post domin. Invocavit 1490. fol. 

Panz. Ann. I, 43, 192. Hain 14918. Unserm Exemplare 
fehlt das Titelblatt, auf dem erslen Blalte steht: Ringelem 
liber sanctorum matirum Abdon et Sennes in Ringelem. 
Die innern Blattdeckel sind mit Fragmenten einer Perga- 
roenthandschrift eines alten Missale's mit Noten beklebt. 

187. 

Sermones tres de passione chrisli trium venerabilium doclo- 
rum. Argentine. 1490 in die fancti Lucae evangeliftae. 4. 

F. 1. a. Sermones tres de paffio|ne chrifti trio nene- 
rabilin | doctoro Quoru primo co|pilauit fiue Guilermuf 
de | Aquil'grano. Hue Gabriel | de Vrach. ceterorum no-| 
mina ignoranlur. F. 1. b. leer. F. 2. a. (mit Sign, a, 2) 
Col. 1. Sermo deuo| tiffing t magiftralis de paf- lione do- 
mini editus per exi|min facre theologie docto- rem Gni- 
lermu3 textoris de | Aquil'grano. tunc predican|tem in Ba- 
niea. vera quides | moribus. rnrum experietia. | ac colem- 
platione maximu. | et ad inAantia3 excellentiffi|mi doctoris 



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88t 



Guiliermi de rajpeforti. Caacellarij regis fra|cie ingenij t 
fanctimonie nojminoris impreffus. | ( ) Efum tradi |dit 
volun-|lali eorum. | Luce, xxiij | Sententialiter Joban. xix.| 
verba etc. F. 104. b. Col. 1. lnfignis dua|rum pallionO 
domioi Jh'u | chrifli noflri falualoris. col- 1 lectio quorfidam 
dioini verjbi etc. F. 147. b. Col. 2. Z. 5. Explicit palllo 
Jefu | chrifli fm qualtuor | euangeliftas. Ebendas. Col. 2. 
Egregij magneqs doctri|ne sacroft eloquio2j. interpret lis 
pulilis paffio Due fermo | popularis etc_ F. 176. b. Col. I. 
Z. 28. Sermones tres de pa£fi|one dni finiat. Imprefll 
Ar|getine. Anno dni. M. cccc. | xc. Finiti in die fancli 
Lnce | euangelifle. F. 171. leer. F. 172. a. (mil Signal, 
y 4) CoL 1. Anfelmi deuotiUlmi de | pafTione Jh'o xpi 
quergt$ el | gloriofiflime Marie vginis | relpodent$. dyalo- 
gus inci-|pil feliciler. | (b) Eatus | Anfelmus p fingl'a etc. 
F. 177. b. Col. 2. Z. 28. Finis dyalogi bti Anr-|helmi de 
palllone Jelu xpi | t beate Marie virginis. F. 178. a. Col. 1. 
(mil Sign. z. 2) Tractalus bti Bernar-|di de planctu beate 
Marie j virginis. | F. 182. 2. Col. 2. Z. 5. Explicit tractates 
bea-|ti Bernardi de plsctu glo- 1 rioiillime Marie virginis. | 
F. 182. leer. 182 Blall ohne Blaltzahl und Cusloden mil 
Signataren, zwei Columnen und 32 Zeilen golh. Charac- 
ter. 4. 

Panz. Ann. I, 45, 206. Fehll bei Hain, der nur onter 
1139 den Anhang, die Schrift des Anselmns kennt 

AUiaco (Petrus de) Tractalus et sermones. Argentorat. 
1490. fol. ord. Nr. 281. c. 

188. 

Bartholomaeus de Glanvilla de proprietatibus rerum. Argen- 
tine 1491 fin. altera die post festum sancti Laurentii mar- 
tyris. fol. 

Panz. Ann. I, 46, 217. Hain 2509. Auf dem ersten 
Blatte bezeicbnet: liber Mrj Ringelheimenfis anno 1727 
Rndo Dno Bernwardo abbate. Die Bidder einer alten 
lateinischen Pergamenthandschrift dienen als Baode. 

189. 

Vocabularius breviloguus cum arte diphthongandi, punctandi 
et accentuandi. Argentine 1493 finit. sexta feria post fe- 
stum Erhardi episcopi. fol. 

F. 1. a. Wocabulari9 CO arte dipthon|gandi. punctandi. 
et accentuandi. | F. 1. b. Sunt qui fibi iam plurima com- 
parare uojlumina flaluerunt. a quo^ profecto lecusefepins 
dictionn auertit ignorant ia. fastidilq3 | animus legentis. 
Z. 30. In pfenli libro olinentur | Item ars dipthongandi 
Guarini VeronenHs | Item copendiofus dialog9 de arte pnn- 



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888 



ctandi. | Item Iraclalns v til is de accentn. | Item Breuilo- 
quus vocabularius. | F. 2. a. (mit Signat. Aa. 2) Col. 1. 
Guarinus Veronenfis Floro fuo falute | plurimara dicil.| 
( ) On sine cau-|fa facte efle certo fcio q di-Jplhonganda 
vocabula ici-|re te velle etc. F. 3. b. Col. 1. Z. 17. Finis. | 
Compendiofus de arte pBctadi dialog9 | feliciter incipit. 
F. 3. b. Col. 2. Z. 14. (v. unten) Finis. | Incipit tractatq 
de accentn putilis. | F. ti. b. Col. 2 schliesst dieser Tractat. 
F. 7. a. (mil Signat. a) Col. 1. Incipit Breviloquus voca- 
bularius. | ( ) A. a. domine de9 | ecce nefcio lo'q. qa| 
puer ego fa etc. | F. 247. a. Col. 2. (mil Sign, m) Z. 47. 
Fin it pma ps huius vocabularij. | F. 247. b. Col. 1. ( ) 
Oftquam in | pma pte determiata eft etc. F. 310. a. Col. 2. 
(mit Sign, x, 2) Z. 35. Finit fecoda pars huius vocabu-j 
larij. videlicet de verbis. F. 310. b. Col. 1. (c) Wm de 
nomib9 | as vbis ceteril'q3 declinabilib9 p-|tib9 duplici etc. 
F. 321. b. Col. 2. Z. 37. Finit vocabulari9 Breuiloqu9. 
triplici al|pbabeto diuerf ex autorib9. necnon corpore| 
vtnufq$ iur3 collect9 ad latinu fmone capef-|fendtt vtilif- 
fim9. Impreflns Argentine An-|no dui. M.ccccxciij. Finit9 
fexta feria pofl | feitum Erhardi epifcopi. F. 322. leer. 
322 Blatt ohne Blattzahl und Custoden mit Signaturen in 
2 Column, goth. Character mit 52 Zeilen fol. 

Panz. Ann. I, 50, 247. Der Artikel Vocabularius fehlt 
bei Hain. Auf dom vordern Blattdeckel: Libri magiflri 
Henrici Stromer Aurbachenfis. 

190. a. 

Vocabularius utriusque juris. Argentin. 1494. Idib. Angusli fol. 

F. 1. a* Wocabularius vtriufqs ' uris I P, 1- leer. F. 
2. a. (mit Sign. a,_2) (q) Uonis iuri | opers datu4 pn*9 
nolle | oportet vu nome iuris defcedat. IT. de iufti. t iu| 
re. 1. j. ix. i>n. etiam etc F. 129. b. Col. 2. Z. 35. Ex- 
plicit vocabularius iuris Impreflus | Argentine pro comuni 
omnium vtilitate t I faciliori aditu ad vtriufqs J uris noli- 
ciam. | Anno domini. M.cccc. xciiij. Finitus Idi|bns Au- 
gufli. | F. 130 leer. 130 Blatt ohne Blattzahl und Custo- 
den mit Signaturen, zwei Columnen und 51—52 Zeilen 
goth. Character, fol. 

Panz. Ann. I, 53, 276. Bei Hain fehlt der ganze Ar- 
tikel Vocabularius. 

190. b. 

Modus legendi abbreviaturas in vtroque jure cum aliis tracta- 
tibus iuridicis. Argentine 1494 secunda feria ponst Mar- 
gareth. fol. 

Panz. Ann. I, 52, 268. Hain 11487. 



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3S6 



190. c. 

Martinus Polonus. Margarita decreti seu tabula Martiniana. 
Argentine 1493. fol. 

Panz. Ann. I, 50, 253. Hain 10847. 

190. d. 

Joannes Abbas Nivicellensis Concordantiae bibliorum et ca- 
nonum s. 1. el a. (Argentoral. circa 1494). fol. 

Panz. Ann. IV, 11 (j, 375. Hain 9412. Auf dem Titel- 
blatte des hiesigen Exemplars: Ex libris Joannis Maaritii 
Schweins. Civis Lago Politani ao. 1598. Constat 4 fl. — 
Monasterii Theres. emptus a. R do Duo Abbate Thoma 4 
Martii ib. 24. 



191. 

Columna s. Colurnnes (Guido de) Historia destrnctionis Tro- 
jae. Argentorat. 1494 circa festum S. Jacobi fol. 
Panz. Ann. I, 53, 272. Hain 5511. 

' 192. 

Bonaventura (S.) Opuscula parva. Volumen secundum. Ar- 
gentine. 1495 sexta feria ante festum sancti Thomae apo- 
stoli. fol. 

Panz. Ann. I, 54, 284. Hain 3468. Auf dem Titelblatte 
des hiesigen Exemplars steht: liber sctor. martir. Abdon 
et Sennes in Ringelheym. Ringlin. 

193. 

Biblia Latina cum concordantiis veteris et novi testamenti. 
Argentine 1497 sexto Kalend. Maji. fol. 

Panz. Ann. I, 60, 329. Hain 3122. Auf dem Titelblatte 
des vorliegenden Exemplars: Sum ex libris Heinrici Hen- 
ningii 1635. Liber Bibliothecae Abbatialis B. Mariae Vir- 
ginis in Huysburg ex donatione praefati Dn. Henningii 
12. Sept. 1665. * 

Ariminensis (Henricus) de quattuor virtutibus cardinalibus. 
Argentin. s. a. fol. vid. Nr. 276. c. 

Hieronytnus (S) de essentia diuinitatis. s. 1. et a. (Argento- 
rat.) fol. vid. Nr. 276. b. 

Petrus de Vincula de dei polentia. s. 1. et a. (Argentorat.) 
fol. vid. Nr. 276. e. 

(Fortsetzung folgt.) 



Verantwortlicher Redacteur: Dr. Robert Naumann. 
Verleger: T. O. Weigef. Druck von C. P. Melzer in Leipzig. 



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SERAPEUItt. 

titfQrlft 

fttr 

Bibliothekwissenschaft, HandschrJftenkunde iind 
Mere Litteratiir. 

Ira Vereine mit Bibliothekaren uiid Litteriiturfreujideii 
h er a usgege ben 

▼ on 

Dr. Hobert Nfaumann. 



Aft 22. Leipzig, den 30. November 1861. 

~— — — — — — — — I Mm 

Der 

Streit fiber den Verfasser des BOchleins 
„De Imitatione Christy 
wie solcher im XVIII. Jahrhundert in Deutschland 
gefuhrt wurde.' 

Von 

Dr. Anton Roland, 

K. Oberbi bliothekar in Wurzburg. 

(Schl uss.) 

Unterdessen schrieb der Generalvicar Bassi am 3. Jul. 
1762 an Amort: „Epistolam tuam sero accepi: obslupui, ut 
verum fatear, in lectione Libelli flammis dignissimi .... De 
remediis iisque eflicacibus cogitandum, ut in posterum impu- 
dent es scelestique castigationibns lerriti ad meliora se con- 
vertant consilia Serenissimo Nostro rem exposui, Epistolam 
tradidi, Paragraphos vere abominabiles tremens ex ira eidem 
legi; insimul denique de opportnnis remediis cogitavimus, 
quae brevi sequentur. u 

Am 10. Aug. 1762 theilte Tops el dem Prfilaten in Wen- 
gen mit: .Disquisitio ab Episcopo Augustano certo prohibe- 
bilur . . . Cum interea Amortus Augustae Yindelicorum esset, 
XUL Jihrgang. 22 




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3S8 



satis certo ulterius innotuit, famosum ilium libellum typis 
impressum esse Papenhemii, loco a sacris catholicis alieno, 
num aulem impensis Monasterii Schyrensis, vel Mauracheri 
Bibliopolae Augustani prima exemplaria divulgantis nondum 
constat." 

Diese Nachricht hatte namlich der Decan Amort darch 
deu Buchdrucker Johann Wagegg zu Giinzburg erfahren, wel- 
chen er uunmehr daselbst am 16. August amtlich vernehmen 
liess; derselbe sagte eidlich aus: „was massen der Augs- 
purgische Buchhandler Mauracher vor incirca 5 bis 6 Wochen, 
zur zeit , da er, Wagegg, aus Ulm zuruckh kehrte, alhie in 
seiner Ruchdruckerey gekommen seye, ein kleines Werckh 
druckhen zu lassen, und ihn bey seiner bald erfolgten zur- 
ruckkunfft befragl: ob er auch bey dem Gnadigen Herrn Prae- 
laten daselbst gewesen, und ob dieser ihme nichts besonderes 
gesagt? Er aber geantwortet habe, ja! und der gnSdige Herr 
hatte ihme gemeldet: Es ware ein garstiges Werckh wider 
ihme in Vorschein gekommen. Woruber Mauracher lachlend 
erwiederte: Es seyen ihme auch einige Exemplaria 
davon in Commission gegeben worden: drey Geist- 
liche, und zwar Benedictiner waren die Authores 
davon, die er Wagenegg ganz wohl kennen wurde, 
wan er sie nennen wdlte. u 

Allein bereits am 23. Jul. 1762 hatte Mauracher, laat 
Augsburger Rathsprotocoll constituirt, solches zugegeben: 
„Clagt S. Hochwiirden Hr. P. Amord Decanus des Stuffis Pol- 
lingen gegen die Maurachische Ruchhandlung das selbe ein 
Buech hier debitiren unter dem Titul: „Disquisitio juridica, 
num Rvdmus D: Cong: Lat. Praelatus et Abbas Ulmae Author 
sit Pudendi li belli Joannes de Canabaco u und verlangt den 
Authorem, oder wenigstens den Correspondenten, so dis buech 
anhero gesandt zu wissen. u 

„Reklagter Mauracher producirt 2 Handschreiben, woraus 
apparieret. dass Hr. Pater Angelus Merz Ord. S. Ben. von 
Scheuern von disen Buech Ihme, so wie auch Hr. Rieger und 
Veit ebenmassigen Buechhandlern einige Exemplaria zugesandt 
habe, beyfuegendt, dass da er als Buechhandler nicht fahig 
seye, dergleichen schrifften, woruber sich gelehrte vileicht mil 
gleichen grund herumzanckhen , zu unlersuechen , Ihme der 
Verkauif diser schrifft eben so gleich gulltig geschienen als 
in einer Parilatischen Statt die Verkauffung von Controvers 
Predigen seyn konne. Wen also S r Hochw. Hr* P. Amord 
sammentliche Exemplaria das Stack a 25 Xr. einlosen oder 
seinem Commissario Veit vor disem Preys ubergeben wolle 
so were ihme dises so gleich gultig als wan selber an deme 
dermalen benanten Authore sich selbst rachen mdge. u 

Unterdessen hatte Amort im Auftrage des Augsburgischen 



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330 



Generalvicars bereils ein Yerdammungs-Decrel concipirt, wel- 
ches lantete: 

„Nos Iosephus i[. 
Universis ex Clero tarn Regular] quam Saeculari 
in Dioecesi Augustana Curae Nostrae Pastorali subjectis 
Salutem et Benedictionem. 
Cum ooo solum per Consliluliones Apostolicas Clementis VIII. 
et Benedicti XIV. sed etiam per Consliluliones Imperiales 
edilio librorum sine nomine el cognomine Aulhoris, sine loco 
et anno Impressionis , sine revisione Superiorum, praeserlim 
librorum famosorum authorilali legitimae Superiorum Eccle- 
siasticorum vel Temporalium pelulanler insullanlium, aul alie- 
nam famam calumniose proscindenlium , severe sub poena 
confiscationis el gravis punilionis non solum ipsis authoribus, 
sed etiam Typographis el Bibliopolis aliisque librorum Man- 
gonibus interdicta sit, non sine gravi indignalione intellexi- 
mus, ipsisque noslris oculis perspeximus, nuper in lucem 
prodiisse sine nomine Authoris, sine loco impressionis, sine 
approbation- Superiorum, sine nomine Bibliopolae ac Typo- 
graphi librum scandalosum , seditiosum, calumniosum sub 
titulo: Disquisitio juridica Num Revet endissimus, Perilluslris, 
ac Amplissimus Dominus Dominus Michael Kuen Exempli 
Collegii Can: Heg: S. Auguslini Congreg: Laleran: Ultnae 
Praelalus el Abbas el Author sit pudendi Libelli sub Titulo 
Ioannes de Canabaco etc. Negativam sententiam tuetur 
Teophilus de la Grand etc. Ipsum librum flammis addicimus, 
ac potestate nobis a DEO concredita libri Exemplaria ad 
Vicariatum nostrum consignari praecipimus (non solum juris- 
diction! nostrae ordinariae subjectis, sed etiam regulahbus 
exemptis, qui se in rebus ad clericalem disciplinam eccie- 
siasticam perlinentibus subjectos Episcopis sciant.) Ne vero 
in futurum a quopiam ignorantia Legum Imperialium vel Ec- 
clesiasticarum circa editionem librorum praetendi possit, earum 
quoad praesentem articulum de libris clandestine editis, prae- 
serlim famosis collectionem imprimi, earumque exemplar Cor- 
poribas Ecclesiasticis noslrae Dioecesis communicari curavi- 
mus. Datum . . . u 

Ebenso enlwarf Amort eine Widerrufsformel fur die 
Verfasser jener Schrift. Allein der Generalvicar De Bassi 
war w&hrenddessen in Ungnade gefallen. 

Am 15. Dec. 1762 schrieb T dps el: „De ilia famosa 
Disquisitione jam altum silentium , ita ut Benediclini ipsi jam 
spargant asserantque nihil, imo potius optent, aeternis illam 
in tenebris latuisse. Ajunt namque, Schyrensem Abbatem non 
minus quam ejus Cacangelum propterea ab aliis abbatibus, 
imo ipso Praeside Congregationis severe fuisse castigatum. 
Ego autem his Naeniis nuliam (idem habeo. Id autem capere 
non possum, quod nullum prorsus hucusque Responsum 

22* 



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340 



Augusta Vindelicorum oblinere valeamus. Lalet angais in 
Herba . . . Interea stalim post Ferias Natalitias . . . praelnm 
subibit supplemenlum Amoriianum, in quo Basis firma aedi- 
flcii Gerseniani ita dejicielur, ut jam nulla possit apud Eru- 
ditos remanere dubitationis reliquia circa veteres Codices de 
Imitatione Chrisli, an ante vel post Thomam Kempensem 
nostrum sint exarati. u x ) 

Am 6. Feb. 1763 meldet Topsel dem Herrn von Oefeie: 
„Purpuratus Episcopus Constantiensis Disquisitionem juridi- 
cam tanquam Libellum famosum damnavit per Dioecesira 
suam. u 

Kuen selbst theilte 3 Tage vorher mit: r Curavi at plura 
exempia Decreti Constantiensis imprimerentur, ut ita parcatur 
molestiae describendi illud." 2 ) 

Ueber welches Verbot or dann am 5. Feb. 1763 dem Pra- 
laten von Wengen weiter schreibt, nnd zwar empfindlich ge- 
reizt gegen Augsburgs Unthdtigkeit: „Accepi a te, et paucis 
ante diebus a R. 0. Brunone Kuble Bibliothecario Creuzlingano 
Exemplar Proscriptionis famosi libelli, cui titulus: Disquisitio 
juridica. Dum vigilat pro honore nominis tui Episcopus 
purpuratus Constantiensis , in utraroque aurem dormit ceu 
ebrius in Baccbanalibus Augustanus. Moderuus vicarius ge- 
neralis Augustanus, Dominus de Yerher belle se utique apud 
nos haud ita pridem excnsavit, dum rescripsit, ad Politicam 
saecularem pertinere potius, ut id genus famosos libellos 
damnet; vanas esse Episcoporum sine viribus iras. u 

Ueber dieses Constanzer Decret war Topsel so erfreut, 
dass er am 22. Feb. 1763 scbrieb: „Decretum Constantiense, 
quorum complura exempia turn in viciilia, turn in Tyroli, Sty- 
ria imo et Vercellis distraxi, ad calcem opens Amortiani ap- 
ponelur, quod tamen a fratribus Veithiis nonduro, ut primum 
audio, praelo subjecluro est, etsi illud jam ultra tres menses 
in eoruro manibns haereat. u 

Auch der Nuntius Joseph Graf >on Garampi nahm sich 
nun der Sache an. „Per D. Thomam u — schreibt er am 
14. Marz 1763 an Topsel — Jam signiflcanda curavi quae- 
cunque pro nova prohibitione libelli famosi egi cum Reve- 
rendiss. Vicario Generali Augustano, ad quern potent RR m » 



1) Kuen antwortele am 23. Dec. 1762. „Quod Benedictini optarent, 
Disquisitionem famosam aeternis tenebris sepultam mansisse credo, si 
loqoaris de bonis, secus si de ma I is . . . Mihi jam nou ainplius dobium 
sed certain est, infamem libellum Schyrain produxisse in lucem, et P. 
Marlinnm Mackium, sive Canlimirum Kamum illius parentem esse. Pri- 
mam illius partem licet aliena manu descriptam, ipsemet legendam tra- 
didit uni ex sois confratnbus, qui rem mihi manifestaverat . . . Novi 
ego hujus hominis Tunas , novi oblrusam ubique eruditionem , novi sti- 
lura . . 

2) Vier solcher Folioabdrucke : ,,Juxla Originate Constaniiae impres- 
sum' ( finden sich im „Cod. Moll. 59." 



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341 



Palernitas vestra, si libuerit litteras dare, cam jam aditam 
ego aperuerim." ! ) 

Aber immer noch erfolgte kein Verwerfungs - Decret ! Ja 
am 11. Jon. 1763 scbrieb T dps el dem Praia ten in Wengen: 
„Remitto Garampiaoas Ii'Ueras cum debita gratiarum aclione, 
ex quibus quidero illustrissimi hujus Comitis conafus apud 
Curiam August an am intelligo pro confixione famosi illius 
libelli contra To et Amortum nostrum editi procuranda, in 
effect u tamen nihil adhuc senlio aul video. Scias eliam ve- 
lim . . Amortum ipsum hac de re Episcopo locutum esse 
Augustae Yindeiicorum die 21. Aprilis currentis anni, cum 
illuc ratione libri sui proximo edendi abiret. Et quod putas 
ilium tulisse a Serenissimo responsum? „An ergo necdum, 
inquiebat, prohibilio ilia a Vicario meo generali executioni 
data est, quae jam elapso anno mandata erat? u asseverabat- 
que illam jam sine mora effectui dandam esse, quamprimum 
Vicarius generalis, qui tunc novi Abbatis election! in Neres- 
heim, nisi Tailor, intererat, ad propria rediret. Legit simul 
conflxionis Constantiensis exemplar, et quae pauca addita 
erant, etiam approbavit. Cur aulem demum in mora sit mo- 
dernus etiam Vicarius generalis non capio. Quod eliam scri- 
bis, te ejus Exemplar quoddam jam habere prae manibus, de 
apographo scripto, quod secreta forte ria obtinere potueras, 
ego interpretor. u 

Endlich — am 27. Juni 1763 — konnte Tdpsel schrei- 
ben: „Tandem aliquando nostra etiam in Dioecesi prohibits 
est famosa ilia disquisitio contra Te nostrumque Amortum a 
Benedictinis conflata, eaque prohibitio publice apud nos per 
Decanatum ruralem, sicut et in aliis promulgata." 

Bekanntlich nahm Amort die ^Prohibitio Constantiensis 
et Augustana Libelli famosi u in seine spater erschienene Mo- 
ralis Certitudo auf, und hiermit kam die lilerarisch merk- 
wurdige Geschichte jener famosen Disquisitio juridica zum 
Abschluss. 

Wahrend der Abwicklung dieser Diffaroations- Geschichte 
hatte anch ein bekannter Canonicus Regularis des Klosters 
Vorau in der Steyermark — Johann Anton Zunggo — 



1) Knen schrieb in obigem Betreffe am 28. Febr. 1763 an Tdpsel: 
„Gratiosissime mi hi promisit (Garampius) se Romae defease ram fa mam 
meam per prohibitionem famosi libelli: Disquisitio juridica. Illustris. 
D. Abbas Marini, qm a secretioribos illi coosiliis est . . . ejusdem com 
illo SeotenUae. Code igitur ferrom dom caiet et malleus ad maoam 
estl" 

Am 8. Mai schreibt derselbe: „Ex gemina iumi Garampi epistola 
. . . disces ejusdem beuevolentiae in acceptis referendam esse novam 
Prohibitionem Curiae Augustanae famosae Discussionis. Jam habeo Ex- 
emplum hujus Prohibitionis ; iisdem fere verbis concepta est quibus Con- 
stantiense decretom paucis exceptis. fcmaoavit Augustae 3. Maij. (( Das 
Conslanzer Decret ist Tom 3. Januar 1763. 



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342 



der rail dem Pralalen von Polling in literarischem Verkehre 
stand, und fur dessen Werke lefzterer manche Sympalhien 
empfand, wie er derm selbst in Venedig fur solche Drucker 
und Verleger aufzutreiben suchle, weil Teutschland keinen 
Boden fur selbe halle, sich an dem Streite betheiligt. 

Bereits am 20. Mai 1762 theilte Topsel dem Tyroler 
Chorherrn Philipp Nerius Buell mit: „Ab Avellonio noslro 
novissimas habeo litleras, quibus inter alias ait, se..a Te 
rogatum esse, ut correctionem Vitae Yen. Thomae Kempensis 
a Zunggio edendae Venetiis in se susciperet, quod et se 
facturum asserit. U| ) indessen am 10. August bereits 30 Exem- 
plare dieser Vita in Polling eingelroffen waren. 
Der Titel dieser Schrift lautet: 

Vita venerabilis servi Dei Thomae a Kemp is 
Canonici Regularis S. Augustini Congregations Win- 
desheimensis , et Monasterii S. Agnetis Montis prope 
Zwolla, Dioecesis Trajectensis Sub-Prioris. Ex anli- 
quis et recentibus Documentis juncta crisi collecta 
auctore Joanne Antonio Zunggo, Can. ReguL 
Later. Voravii professo et bibliothecario. Venetiis, 
MDCCLX1L Apud Simonem Occhi. Superiorum per- 
missu ac privilegio. 
Sie zahlt VIII und 188 Octavseiten, ist dem Pralalen des 
Stifts „Mariae ad Gratias u — Anton — gewidmel, und nimmt 
ihren Anlass aus den P. Angel. Marz'schen Verunglimpfuugeo 
bezuglich der angeblichen Unfahigkeit des Thomas von Kem- 
pen — „Thomam sex Annorum TERTIARIUM, adolescentem, 
tyronem imperitum . . adeoque talis opusculi elaborandi peni- 
tus fuisse incapacem. u Die eigentliohe Polemik gegen P. An- 
geius besteht in einem Praeludium S. 6 — G6, indessen solcbe 
in den „Vitis u mehr oder weniger fortgefuhrl wird. — Die 
Druckerlaubniss ist vom 27. April 1762. 2 ) 



1) Am 3. Jun. 1763 schrieb Topsel dem Zunggo: „Vitam Kem- 
pensem a te Venetiis editam tot mendis typographies esse plenam vere 
doleo, sed jam non miror, cum Amanuensem habeas, qui nilide quidem 
scribat, sed certe linguam latinam baud calleat! 4 ' Zur Geschichte des 
Buchs dient des Chorherrn in Neustift Phil. Nerius Buell Mit- 
theilung an Tflpsel v. 1. Jan. 1762: „Vita Thomae Kempensis a Zunggio 
non inerudite scripta Venetiis sub correctione clarissimi viri Danielis 
Avelloni, auctore vaide me urgente, typis Occhianis tandem completa 
est . . Mille autem hujus opusculi exemplaria se impressisse scribit Ty- 
pographus, auorum trecenta per Galliam, Hispaniam et Lusilaniam toti- 
demque per Italiam se distracturum dicit; restarent ergo quatercentena, 
quorum bina ipse Zunggius suscipit divulganda, centum mihi mittentur, . . 
si gratiam habueris, aliquot eorundem distrahendi . . . Veniet unum una 
cum transvectione 21 crucigeris pretio non adeo excedente . . ." (Cod. 
Moll. 67.) 

2) ,,Johannes Antonius Zunggo" nach der Sterb-Rotul seines Klo- 
sters „Croata Varasdinensis, professione et sacerdolio Jubilaeus' 1 slarb 



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343 



Unterdessen arbeitete in Polling Amort fort und Tort I 

Am 22. Dec. 1762 schreibt Topsel: „Post ferias nala- 
litias subjicielur ab Amorto nostro prelo Supplementum ad 
Deductionem suam criticam in controversia Kempisiana cum 
multis caracterum formis aeri incisis, quibus liber de Imi- 
taliooe Christi sub suis cunabulis scriptus reperitur. Confu- 
tatur in hoc supplement Basis firma aedificii Gerseniani 
auctore KR IDO Abbate ac Principe San-Emerauensi, nunc in 
alium orbern lranslalo. u 

Am 7. Januar 1763 schreibt er nach Vercelli au den Abt 
Frova: „Quod allinel postulata Amortii nostri quoad Codi- 
cem Bobiensem, quern quoad formam caracterum una cum 
aliis, sicut Aronensem, aeri incidere volebat, tempus fere jam 
effluxit, nisi id sine incommodo tuo brevi fieri posset. Liber 
enim quo adhuc semel cum Gersenistis appellantibus ad Ve- 
teres Codices, aetate Kempisiana majores seu anteriores, 
Amortus noster congreditur, jam sudat sub praelo, ubi octo- 
decim caracterum formae, quibus aureus liber de Imilalione 
Christi sub ipsis suis incunabulis scriptus est, comparent. 
Bonum quidem fuissel, si etiam in hac colleclione Codicis 
Bobiensis caracleres inseri potuissent, ut Bibliolhecarii, Cri- 
tici, et in anliquis Manuscriptis versati viri de aelate etiam 
hujus codicis potuissent judicare. Sed ut jam dixi, brevi 
hoc fieri deberet, cum et Typographus et Calcographus rem 
suam intra duos menses, vet tres ad sumrnum perficient" 

Demselben schreibt er nochmals am 8. Feb.: n Novum 
Amortii opus . . jam sudat sub praelo, ubi uno conspectu 
videbis omnes veteres Codices duabus laminis aereis incisos 
quoad caracterum formas, quas hucusque Gersenistae et Kern- 
pistae protulere in Publicum . . . Bobiensis Codicis Caracte- 
rum forma ferme sola deest, quam a te ut illam nobis Bobio 
nostris expensis procures pelebamus." 

Am 3. Narz schreibt er an Balassi: „Retardant Opus 
veterum caracterum, quibus liber de Imitatione ab initio in 
vetustis codicibus scriptus reperitur, figurae, quae singulae 
aeri incisae simul legentium oculos subeant. Hes ista magno 
quidem mihi constat pretio! u 

Die Unkosten sollten aber noch vermehrt werden! Am 
2. Mai tbeilt er dem Wengener Pralaten mit: „Interea autem 
a R. R. Abbate Trombello codicem Bononiensem Joannis de 
Gersenis ipsum accepi, cui plane apographum nobis prius 
transmissum, et jam in aere multis expensis incisum '), non 



♦♦post transactos 85 aetalis, 67 religiosae professionis , 60 sacerdotii 
annos u am 11. Juli 1771. (Cod. Mollian. 65.) Nach einem Brief des De- 
cans der Abtei (Cod. Moll. 69) war er geboren 1686 am It. Nov.; Pro- 
fess 1704 am 8. Nov., Phester 1711 ain 4. Oct 

1) Am 8. Sept. 1763 schreibt Topsel: „Sufliciunt ista, aec opus est, 



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344 

concordat, unde iterum aliter incidi debet, quod Don exiguam 
vulgando libro moram pariet. Nequaquam enim Abbas aliquis 
cum crace, sed Cbristus ipse exhibetur radiante vulto el 
cum cruce, et post ipsum duo Canonici Congregations Rhe- 
nanae. tt 

Unlerdessen waren Gerfichte von 2 Schriften aufgetaucbt, 
welche in Italien in dieser Streitsache erschienen seien ! 
Topsel giebt am 18. Jul. hieruber dem Prfilaten yon Wengen 
Nachricht mil dem Bemerken, dass er sich nach Brescia an 
den Canonicus Savoldi gewaudt babe „ut mihi centonem 
ilium Pseudonymi Brixiensis, quam primum fieri potest, trans- 
millat, ut si operae pretium sit, lucubrationoulae hujus refn- 
talio Amortiano operi ad finem nunc properanti Mantissae 
loco adnectalur. w 

Garampi theilt ihm gleicb hierauf den Titel der Schrift 

mit: 

Saggio dell' operetta intitolata De Imitatione Christi, 
volgarmente attribuita a Tommaso da Kempis. Coo 
una dissertazione sopra V autore della medesima ed 
allre aggiunte di Fra Sabiniano Bedaceta, Can- 
tore Pistojese. In Brescia MDCCLXU. Dalle stampe 
di Giambatista Bossini. Con Licenza de Superiori. 
Dieselbe zahlt XX Quartseiten Vorrede, und 29 Seiten 

Text. 

n Si intra tres vel ad summum quatuor septimanas" — 
schrieb am 20. Jul. der Prfilat Topsel — -ad nostras deve- 
niret manus, posset hie cento per modum Mantissae ad fioem 
opens Amortiani . . adjici et risui publico, quern meretar, 
exponi. Teste namque Garampio Pseudonymus bic (quern 
monachum Ss. Faustiui et Jovilae Benedictinum esse in rao- 
nasterio Brixinensi volunt) libros de Imitatione Christi pntat 
esse conflatos et consarcinatos ex pluribus frustulis, turn ex 
Joanne Gersone, turn ex Joanne Gersene, quos postmoduro 
forte Thomas Kempensis vel descripsit, vel in meliorem or- 
dinem redegit. Sed plura de his phantasiis dabit nobis ipsa 
libelli hujus ridicali lectio, quern utinam cito prae oculis 
habere possemus; chalcographus namque figuras caracte- 
rum tandem in aere incidit; reliqua brevi suum finem sor- 
tientur. u 

Endlich am 20. Sept. konnte TSpsel nach Wengen die 
Mitlheilung machen, nicht nor obige, sondern auch eine wei- 
tere Schrift erhalten zu haben, ndmlich: 

Saggio dell' operetta intitolata De Imitatione Christi, 
volgarmente attribuita a Tommaso de Kempis. Con 



ut ulteriores faciam expensas, quae jam ad quingentos florenos accedunt, 
quam vis reliqua suis expeosis Veithii fratres imprimaot." 



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345 



una dissertazione sopra V autore della medesima sin 
ora sconoscinto, et altre operette eslranee di Don 
Pietro Fait a Bresciano, Abate Casine. Edizione 
seconda corretta, el accresciuta. In Brescia. Dalle 
stampe di Giammaria Rizzardi MDCCLXIII. Con Licenza 
de' Superiori. 

Diese zweite Ausgabe der vorigen Schrift hat 96 Octav- 
seiten. Letzlere charakterisirt er in folgender Weise: „Petrum 
Faitam unum eundemque esse cum Sabiniano Redaceta stalim 
deprehendes, ubi velum anogrammaticum, sub quo Bedaceta 
sese occulere voluit, removeris . . . Auctorem libell! de Imi- 
tatione Christi staluit ex suo ingenio, nullo prorsus teste 
adducto, Joannem Gersonem, Priorem Coelestinorum Lugduni 
et fratrem cancellarii Parisiensis. Hie autem non suo Marte, 
sed ex aliis quorum unum appellal Joannem Gersen, alterum 
vero Joannem Gerson potissimum divinum hunc librum con- 
sarcinavit, quia in codice Brixiano aliquando nomen Gersenis, 
aliquando Gersonis occurrit. u 

Am 25. Sept. meldet unser Pralat von seinem Decane 
Amort: Jam lotus est in dispellendis somniis infelicis Petri 
Failae, qui dum novam Statuam aureamque novo Ioanni Ger- 
seni parat erigere, utrumque Joannem Gersenem, novum aeqae 
ac veterem simul destrnil. u 

So war aber nun bereits der Januar 1764 herbeigekom- 
men, ohne dass Amorts Werk erschienen ware. „SuppIemen- 
tum nondum typis absolutum est negligentia Veithii, qui modo 
hoc modo illud impriroi cural u schreibl Topsel am 12. Ja- 
nuar nach Paris. 

Endlich im Febrnar erschien das Werk unter dem Tilel: 
Eusebii Amort Canonici RegHlaris et Decani Pol- 
lingani Rev™ ac Ser mi DD. JOSEPHI Episcopi Au- 
gustani, S. R. I. Principis Darmstadiani , Landgravii 
Hassiae etc. Theologi M oralis Cert Undo pro 
Yen. Thoma Kemp en si contra Exceptiones novi 
Gersenistae Ratisbonensis ex LXX testibus coaevis 
omni exceptione majoribus, et ex XX formulariis Ma- 
nuscriptorum coaevorum aeri incisis, praelensam Ma- 
nuscriptorum Gersenisticorum antiquitatem de errore 
ad oculum convincenlibus, conformiter ad sanae Crili- 
cae Regulas supplement loco vindicata. Accedil he- 
sponsio ad novam speciosam Opinionem RR m D. D. 
Petri Faita, Abbalis Cassinensis Brixiae; quod Joan- 
nes Gerson Abbas Coelestinorum Lugduni, frater Ger- 
sonis Cancellarii, sit author librorum de imitatione 
Christi nec non ad novos scrupulos V. C. D. Boudet 
C. R. S. Antonii in Gallia. Cum facultate Superioris. 
Augustae Vindelicorum. Sumptibus Fratrnm Veith, 
Bibliopolarum. 1764. 



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3U 



Das Buch in 4° gedruckt hat 184 Seiten, 6 Blatter (Titel 
und Inhalt) so wie 15 Seiten Anhang. Die Schrift hat die 
eigenlhumliche Dedication: v BiOliothecarum in Europa ilia— 
slrium Praefectis viris erudilione, candore, ac saniore crisi 
eximiis Eusebius Amort praesenlem de aetdte manuscriptorum 
codicum et de contesseratione coaevorum idoneorum lestium 
libellum in venerandum et competens tribunal deponit Anno 
MDCCLXIV. Kal. Jan." 

Die „Praefalio u zerfallt in 7 §§. Als $. L findet sich 
„Regula crilica S. Augustini fundamentalis pro dignoscendis 
genuinis librorum controversorum authoribus. §. II. Nolitia 
chronologica de orlu, vita et obitu Gersonis et V. Thoraae. 
§. III. Quomodo Autographa Kempisiana venerint Lovanium et 
Antverpiam? §. IV. De Manuscriptis Gersenislarum el Kem- 
pisianorum, et de aliis variis documentis hie aeri incisis. 
§. V. De statu controversial §. VI. Regulae criticae de 
aetate MSS. Codicum Saeculi XIV el XV. §. VII. De recle 
aestimanda probabilitate plurium propositionum probabilium, 
si collectim, vel comparative ad summam propositionum oppo- 
sitarum probabilium spectetur." 

Hierauf folgen „Exceptiones Gersonistarum contra Argu- 
menta Kempisiana cum respousione ad excepliones singulas." 
Es sind solcher XLIX theilweise gegen den Herausgeber der 
Basis firma gerichtet. 

Von Blatt 122 an folgen verschiedene „Documenta u ; 
Blalt 157—182 findet sich die Widerlegung der beiden Schrif- 
ten des Peter Fait a, welcher er das Postscriptum anhangt: 
JWirabuntur nonnulli, quod non respondeam ad Librum, cui 
Titulus: Disquisitio juridica etc.? Dicam paucis. Scurrilia 
Scurris, Juvenilia Coaequalibus, Lepidula oliosis, Phraseologias 
Didasculis, Leguleia Rabulis, Taurilia Bubulcis relinqao. Interea 
pro Responso sufficiant duo verba, attamen gravissima, unnm 
Eminentissimi ; Serenissimi alterum ; — er meinl hier die bei- 
den Verbote des Cardinalbischofs von Constanz und des Fursl- 
bischofs von Augsburg! — Quibus addo Leges imperiales, et 
ponlificias DE LIBELLIS FAMOSIS. w 

Sehr werthvoll ist die in Atlantform beigefugte Schrift- 
probentafel des gelehrten aber in ungeniessbarer Form ge- 
schriebenen Werkes! 

Am 18. Feb. 1764 ubermachte Tdpsel dem Pralaten von 
Wengen Amorts neueste Schrift, deren Druck er mil Ungeduld 
erwartet halte: „Mitto autem tibi hodie tria Exemplaria operis 
novissimi Amortiani." 

Am folgenden Tage uberschickte er dem Ilalienischen 
Pralaten Savoldi gleichfalls Exemplare: „. . Tibi offero 
Amortii nostri opus novissimum quod nuper in Controversia 
de Aulhore libelli aurei de Imitatione Chrisli primum cusum 



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347 



est. Occurrit in eo lepidissimum certe systema RR. Abba- 
lis Faila, qui afflictam hucusqne Gersenist&rum causam tan- 
dem glorioso lumulo intulit. Voluit namque, ut olim Syna- 
goga sepeliri cum honore. Contra famam synchronam de 
Authore nil juvant „Possibilitates , verisimililudines, el Proba- 
bililates ab aliis serius excoctae, ut sfatim in frontispicio libri 
Amortiani ex praeflxa figura desumes." 

Am 11. Jul. aber ubersendet er das Werk „quod Author 
sub lilulo ^moralis Certitudinis pro Yen. Thoma Kempensi" 
inscripsit u an den Prdlaten zu S. Dorothea in Wien, wobei er 
bemerkt: r Ad haec jam ante aliquot menses ad D. Decanum 
meum scnpsit quidam Consiliarius S. R. I. qui se subscripsit 
B. B. V. Blum de Kempis. Hie non solum anecdota quae- 
dam de V. Thoma Kempensi nobis communicavit, sed cum 
esset compatriota ejus D. Decanum meum animavit, ut pro 
ejus Bealiflcatione sua bona officia offerre vellel." Diesem 
Blum so wie dem K. Bibliothekar Kollar bat Topsel ein 
Exemplar einzuh&ndigen , indem er schreibt: „Cumque hoc 
ipsum opusculum Bibliothecarum illustrium Praefectis non 
absque singulari ratione inscriptum est, ulterius rogo, ut ac- 
clusum quoque Fasciculum dignissimo Bibliothecae Caesareae 
Praefecto Kollario per quemdam suorum Canonicorum tradere 
dignetur. u 

Lobende Anerkennung ward dem kampfrustigen Amort 
yon alien Seiten! Dreizehn voile Jahre lebte er noch nach 
diesem Streite, ohne dass Jemand zu seiner Lebzeit 
abermals denselben aufgenommen hade! Der Freund 
Michael Kuen war bereits am 10. Januar 1765 zur ewigen 
Ruhe eingegangen, betrauert und beweint von seinem Freunde 
Franz Tftpsel, welcher alle die in diesem Streite Bethei- 
liglen lange tiberlebte und als 85jahriger Greis am 10. Marz 
1796 in seinem Polling entschlief, ohne die Verwustung der 
Sacularisation erlebt haben zu mussen! 



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348 



A n z o 1 g e. 

Tables des manuscrits genealogiques de Le 
Fort, conserves aux archives de l'Etat a Liege; 
precedees d'une notice sur J. G. et J. H. Le Fort, 
herauts d'aimes du pays de Liege au XVII e et au 
XVIII 6 siecle, par Stanislas Bormans, Dr. en 
philosophic et lettrcs, conservateur adjoint des ar- 
chives d'Etat de Liege, secretaire de l'lnstitut ar- 
cheologiqae liegeois, etc. I re Partie. Liege, irapri- 
merie de J. G. Carmanne. I860 (Auf dem Um- 
schlag: Extrait du Bulletin de l'lnstitut archeologique 
liegeois. ') 

Es ist die \ufgabe solcher Zeitschriflen, die sich mil der 
Archivwissenschaft und Genealogie, oder der Geschichte vor- 
zugsweise beschaftigen, dieses Werk, in Einzelheilen dessel- 
ben, deren es manche interessante und beachlungswerlhe dar- 
bietet, eingehend, zu besprechen; unerwfthnt darf es aber im 
Serapeum urn so weniger bleiben, da es wahrscheinlich bis 
jetzt nur einer kleinen Zahl deutscher Genealogen und Ge- 
schichlsforscher zur Kunde gelangt ist und doch Vieles ent- 
h81t, was ihre Aufmerksamkeit verdient. 

Herrn Bormans" Notizen fiber die beiden Le Fort 
(— Jean Gilles, der Vater, starb am 9. Februar 1718, 
Jacques Henri, der Sohn, am 3. October 1751, beide als 
Wappen-Herolde — ) sind mil grosser Sorgfalt aus Corre- 
spondepzen und andern Papieren entnommen und zu einem 
Ganzen geschickt zusammengestellt ; sie geben zugleich zum 
Theil neue Aufklarungen liber ein eigenlhfimliches Ami, des- 
sen Inhaber im Lutticher Lande sich durch ihre Privateinnahme 
selbst besolden mussten. Der ziemlich weit ausgedehnte Urn- 
fang ihrer amtlichen Thatigkeit isl aus den Original -Bestal- 
lungen dargelegt. 

Das sog. Archiv Le Fort's, oder vielmehr der Le Fort, 
weil es, vom Yater begrundel, vom Sohne vervollstandigt 
wurde, wurde im Jahre 1763 vom Staate fOr 1000 Tbaler 
(4000 Fr.) von den Le Fort'schen Erben erworben und dem 
Staalsarchive zur Bewahrung Qberliefert. 



1) Aus der zweiten Lieferung des vierten Bandes, Liege, I860, ent- 
haltend S. 301 — 496; S. 301—347 eine neue gediegene geschichtliche 
Leistung des auch den deutschen Geschichtsforschern ruhmlichst bekaon- 
ten Hrn. Ferd. Hen aux: „Le Palais Carolingien de Liege ;•' S. 349— 
496 folgen die „Table$". 



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349 



Drei sehr verschiedene Bestandtheile bilden die, als 
SchOpfung von Privatpersouen wohl einzige Sammlung: 
I. Genealogien der a de lichen Fa milieu, 25 Folianten, 
jeder von etwa 300 Blattern, im Ganzen 710 Genealogien 
umfassend. Herr Bormans hat diese wichtigste, nngemein 
sloffreiche Abtheilung, die als unschatzbar bezeichnet werden 
mass, umstdndlich beschrieben and den Riesenfleiss, der sie 
geschaffen (freilich nebenbei als Erwerbsquelle, was jedoch 
ihren hohen Werlh nicht verringerl), gewfirdigt. II. Eine 
vermischteSammlung, 27 Foliobfinde; Register, inwelche 
Alles, was genealogisch und fur kfinflige Arbeiten benutzbar 
erschien, ohne Ordnung hineingetragen wurde. III. Genea- 
logische, die adelichen und bfirgerlichen Familien 
des Lfitticher Landes betreffende Bruchstucke: 
Belege, in 2911 Cappen. 

Das Archiv der Le Fort war bisher in der grossten Un- 
ordnung und jede Nachforschung in demselben mil ausser- 
ordentlichen Schwierigkeiten verknfipft, ja ofr war es durchaus 
unmdglich das Gewunschte aufzufinden. Herr Bormans 
hatte schon fruher sich der wahrhaft ungeheuern Arbeit unter- 
zogen, dieses anziehende und doch abschreckende Chaos zu 
entwirren; auf Veranlassung des ehrenwerthen , unermfidlich 
thatigea Lfitticher archaologischen Instituts hat er sie wieder 
aufgenommen und uns in der angezeigten Schrift mit den Er- 
gebnissen derselben erfreut. 

In diesem Bande der Tables des manuscrits ginialo- 
giques de Le Fort erhalten wir: I re Partie. Genealogies de 
families nobles. Auf den Seiten 33 bis 180 sind hier in al- 
phabetischer Reihenfolge diejenigen Familien, mit mehr oder 
wenigen detaillirten Nachweisen, aufgeffihrt, fiber welche die 
Papiere Auskunft liefern. Als Beispiel mag der Artikel „Met- 
ternich u dienen: 
Metternich (de). Genealogie depuis le XIV e si tele, XV, 
28. (Die romische Ziffer zeigt den Band, die arabische 
die Seite an.) 

Quartiers amories de M. de Yorst de Lombeeck avec at- 
testation de Spire sur leur reception, XV, 29. 
Plusieurs series de quartiers des Metternich, XV, 29. 
Epitaphe armoriee de Ch. H. de Metternich, 61ecteur de 

Mayence, 6v6que de Worms, 1679, XV, 42. 
Chevaliers teutoniques; chanoines nobles de Worms, de 

Mayence, de Treves et de Liege. 
V. Bastogne, II, 277; Hall, X, 49. 
In der „Notice w heisst es u. A.: 
„U n'existe peut-6tre pas en Europe un travail aussi 
, consciencieux offrant en mime temps un ensemble aussi vaste 
et aussi complet en ce genre ; quoique le fond de Pouvrage 
soit consacrt aux families beiges, ce qui en fait un livre 



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390 



tout-a-fait national, Tauleur n'a pas nigMgi de donner a I'oc- 
casion les genealogies des families de France, d'Aoglelerre, 
d'Allemagne, d'llalie et d'Espagne qui onl en des represen- 
tants dans notre pays, dont, par des alliances, les noms 
figurent dans notre noblesse ou donl quelque membre s'etait 
fait recevoir dans nos chapilres. u 

Ich hebe noch hervor, dass in dem Archiv neben vielen 
Familien, die nur ein bedingtes Interesse gevvahren, anch na- 
turlich mehrere verlreten sind, deren einzelne Mitglieder in der 
Geschichte eine bedeutende Rolle spiel ten, z. B. de S te Alde- 
gonde, d'Arschot, de Bourgogne, de Brederode, de Couden- 
hove, de Croy, d'Egmoul, d'Eynallen, de Gaure (Gavre), de 
Hatzfeld, de Homes de Looz, de Kelleler, de la Tour d'Au- 
vergne, de Ligne, de Luxembourg, de la Marck, de Marnix, 
de Merode, de Metternich, de Montmorency, de Namur, de 
Nassau, de Nuenaer, Perennat de Grandvelle, de Schdnborn, 
de Schwartzemberg , de Surlet, t'Serclaes, de Velbruck, de 
Wachtendonck, de Zeulen de Nyveld u. A. 

Freunde der Epigraphik durfeu auch ergiebige Ausbeute 
aus dem Le Forfschen Archiv erwarten, bei welcher Herr 
Bormans ihnen gewiss seine Hilfe nicht versagen wird. 

Hambur 8' Dr. F. L. Hoffmann. 



Verzeichniss 

der Incunabeln der Grossherzoglichen Bibliothek 
zu Oldenburg. 

Von 

Bibliothekar Dr. Meradorf in Oldenburg. 
(F or Isetzung.) 

XXX. Treviso. 
a. Bernard von Coin (1477). 
194. 

Seneca (L. Annaeus) Opera philosophica et epistolae. Tar- 
visii. Bern de Colonia 1478. fol. 

Panz. Ann. Ill, 35, 23. Hain 14591. 

b. Johannes [Rubeus s. Rosso] Vercellensis (1480). 

195. 

Livius (Titus) decades historiae Romanae a Luca Porro re- 
cognitae. Tarvisii Joan. Vercellens. 1482. fol. 

Panz. Ann. Ill, 40, 48. Hain 10135. Das hiesige Ex- 
emplar ist ein schones Exemplaire regl6. Auf den hintern 



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351 



Deckblattern linden sich folgende Liviusausgaben (von ver- 
schiedenen Handen) mit deren Besitzern angefuhrt. Livias 
Basel. Herweg 1554. M. Ballerus. — Livius ex recenl. 
Aicenfiana 1530. — .Livii decades. Paris f. prelo Afcen- 
sianis 1511. Joh. Kleefatlel medicinae Doctor. — T. Livii 
decades Veneliis p. Joan el Bernardin. fralr. Vercellens. 
1500, ifl Herrn Samuel newhaulfer prediger zu vim; Peter 
Loder Wirth zu St. Sebaldl beim Burgthor in Nilrmburg — 
Titi Liffij in Regal mil fchena grol'fa flgura anno 1568 zu 
Frankfurt (also enlweder Ebert 12097 oder 12135) kost 
bunda 5 R — Chrillian Reyl3er Buohfierer zv vim. - Die 
wichtigsle Notiz isl aber: Dr... ffiilh, oder fTDIIul^ , Bam- 
bargifcher Rhatl, ifl Jobst huHsen Nurmburgifchen Wurths 
aufm Filchbach vatter, hat j. mfc decadum. 

106. 

Platina (Bartholomaeus s. Baptista) Vilae ponliflcum. o. 0. 
(Tarvisii) Joann. Vercellensis 1485 10. Febr. fol. 

Panz. Ann. Ill, 41, 57. Hain 13048. Das vorliegende 
Exemplar hat einzelne Randbemerkungen einer alien Hand, 
wahrscheinlich des ersten auf dem vordern Randdeckel 
angegebenen Besitzers „hic liber est D. pelri Anlonjj lacti 
Canonici s. Laurentii : Anne. u Auf dem vordern Vorsatz- 
blatle: „Ex_dono amiciffimi Hon. Wriothesly Digby armg: 
e coll. omii: dnl: 9 t0 1720. Auf den hintern Einsatz- 
blattern befindet sich ein geschriebenes Register von der- 
selben Hand wie die Anmerkungen. 

XXXI. 01m. 

a) Johann Zainer aus Reutlingen (1473), 

Albertus Magnus de abundantia exemplorum. s. 1. ef a. (Ulm 
J. Zainer.) fol. vid. Nr. 176. c. 

b. Leonhard Holl (1482). 
197. 

Ptolemaeus (Claudius) Cosmographia lat. interprete Jac. An- 
gelo. Ulm Leonh. Holl. 1482. 17. Kal. Aug. Mit 32 ilium. 
Landkarten fol. 

Panz. Ann. Ill, 535. 28. Hain 13539. Dibdin Bibliotheca 

Spencehana vol. II. 301—305. 

XXXII. Venedig. 
a. Nicolaus Jenson (1470). 
198. 

Plutarchus. Vitae illuslrium virorum s. Parallelae. Veneliis 
Nicol. Jenson. 2. Jan. 1478. fol. 2 Thle. in 1 Bde. 



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359 



Panz. Ann. Ill, 134, 325. Hain 13127. Dibdin Bibl. 
Spencer. II, 277. Auf dem vorletzten Blatte unsers Ex- 
emplars, das an einigen wenigen Stellen beschrieben ist, 
slehl: ^Johannes Slieglitzius" und auf dem Vorsatzblatte 
„Osvaldi de Eykh. 1546. tf 

b. Johannes de Colonia el Johannes Manthen 
de Gherretzem (1473). 

199. 

Laciantius (Lucius Coelius Firmianus) opera. Venetiis Johann. 
de Colonia et Johann. Manthen de Gherretzem 1478. 27. 
Aug. fol. 

Panz. Ann. Ill, 137, 343. Hain 9814. Unser bis auf 
ein paar Stellen reines Exemplar hat auf dem letzten Blatte : 
„Ifte liber pertinet monafterio beate Marie Magdalene in 
majore Frauckenlall inter Spiram et Wormaliam fltuato 
circa Renum. u 

c. Adam de Rotwil (1474). 
200. 

Sisgoreus (Georgius) Carmina. Venetiis Adam de Rodveil 
1477. 4. 

F. 1. a. Ad egregium iuniorem Petrum fpectati ri-jri 
Damiani Tobolei filium Georgius Sifgo-|reus Sibenicenfis 
ialulem dicit plurimam. | ( ) Omerus ranarum: murumq$ 
11-|mul crudelia bella : Virgilius culicem : Lucanus orpheum 
tanq5 ftu-|diorum primitias etc. F. 1. b. Z. 9. pocula 
Caftalia plena miniltret aqua. | Iterum vale. | Georgii Sif- 
gorei Silbenicefis Dalmalae ele-|giarum et carminum liber 
primus. I F. 31. b. Z. 16. Georgii Sifgorei Sibenicenfis Dal- 
matae: Ele-Jgiarum et Carminu lercii et vltimi (ibri finis :| 
ad Petrum Toboles patritiu Sibenicenfe3 | amicum fuauif- 
fimum: . . | ImpreU'um eft hoc opufculum in Venetiis perj 
magi It rum Adam de Rodueil: Sub anno in-|carnationis 
domini 1. 4. 77. F. 32. leer. 32 Blatt ohne Blaltzahl, 
Custoden und Signaturen mit 30 Zeil. goth. Char, auf der 
Yollen Seite. 4. 

Panzer Ann. Ill, 131, 309. Hain 14794. 

(Fortsetzung folgt.) 



Verantwortlicher Redacteur: Dr. Robert Naumann. 
Verleger : T. 0. WeigeL Druck von C. P. JHelzer in Leipzig. 



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SERAPEUM. 

titfdjtift 




fur 

Bibliothekwissenschaft, Uandschriftenkunde uod 
Ultere Litteratur. 

lm Vereine mit Bibliothekaren und Litteraturfreunden 
h era nsgegeben 

V O 11 

Dr. Hobert JXaumann. 

M 23. Leipzig, den 15. December 1861. 

f^^gff^=^3BBaeaHBen nil ii i i^ag 

Die 

altdeutschen Handschriften 

der 

k. k. Offentlichen and Universitatsbibliolhek zu Prag, 
verzeichnet 

von 

Johann Kelle. 

(Fortsetzung zu Serapeum 1839. No. 3. 4. 5.) 
(cf. Serapeum i860. No. 1. 4.) 

(48.) I. B. 6. Folio. Papier, saec. XV. 

1. Uebersetzung der Schrift Ciceros de ofBciis. Ich theile 
den Anfang und Schluss mit, und habe zur Vergleichung den 
lateinischen Text neben gestellt. 

fol. 1 a inc. | Lib. I. Cap. 1. 



Marce. sinder mein wie wol 
dw yetz das jar die Kunftleich 
weishait cratippi iernend ge- 
hort hart als dan czw athenis 
gesetzt vnd gepotn ift Die phi- 
losopher durch das hohft vnd 
lobleichs der doctor vnd der 
flat czw lernen darinn dir ains 
merung gibt der kunA Das 



Qnamquam te, Harce fili, an- 
num jam audientem Cratippum, 
idque Athenis, abundare opor- 
tet praeceptis institutisque phi- 
losophiae, propter summam et 
doctoris auctoritatem eturbis; 
quorum alter te scientia au- 
gere potest, altera exemplis: 
tamen, ut ipse ad meam utili- 



XX1L JaJurgaag. 23 



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354 



ander dich hohL mag an guetn 
exemplu doch so (ue als ich 
ye zw meinem nutz alwig die! 
kriechifch zung mil der latei-| 
nilchen gemifcht hab uod hab 
das nicht allain in philosopher 
mil vbung der red sunder ich 
rati dir das selb ze luen das 
dw gleich kundenl werdeft in 
kunft und reden czw den sel- 
ben sachen als wol sichtig ift 
wie grofs hilffgetan habn all Ti 
den vnnfern dan yetzo nichl 
allain die grobn der gefchrifl 
kriechifcher buechfchreiber sun- 
der auch die wol gelerlii sich 
selber fchaczen enphangu vnd 
gelernl habn die kunft der ge- 
blunten red darumb so lerne 
von den fruflen loblichs alters 
so lang dw will vnd dw so 
lang lernen wollell das doch 
dein lernung dich nichl gerew 
Sunder aber vnd doch dw le- 
fend vnfer gefchrifl vindefl nil 
vill mifshelung In der gemai- 
nen kunflleichn philosophei 
wan wir yetweder als socrali 
vnd platon mil hellen von den 
sachen (ue dich selber prauchn 
vnd vben nach dem verftent- 
nizz fur war ich das nil irr. 



Expl fol. 5S« 
Marce mein fun dw haft 
von deinem valler nach mei- 
nem versten ain grofse gab 
die wirl dir als dw sy babeft 
wie wol dy drew pucher pey 
Cralippo dem pho vnd der ge- 
fchrifl ausleger gehalln wer- 
den als gelt war ich selber 
komen Athenas ye gefchehfi 
war hiel mich das landl nil] 
rait lauller heller slyme von I 
meime angeuangii wege wider 
vmbkerl suuii helleft dw mich | 



(atem semper cum graecis La- 
lina conjunxi (neque id in phi- 
losophia solum, sed etiam in 
dicendi exercilalione feci) idem 
tibi censeo faciendum ul par 
sis in utriusque orationis fa- 
cilitate. Quam quidem ad rem 
nos, ut videmur, magnum allu- 
limus adiumenlum hominibus 
noflris, ul non modo Graeca- 
rum lilterarum rudes sed etiam 
docli aliquanlum se arbitrenlur 
adeplos el ad dicendum el ad 
iudicandum. Quam ab rem 
disces lu quidem a principe 
huius aelalis philosophornm, 
el disces quam diu voles: lam 
diu autem velle debebis, quoad 
te, quantum proflcias, non poe- 
nilebil: sed tamen nostra le- 
gens, non multum a Peripale- 
ticis dissidenlia, quoniam ulri- 
que Socralici el Plalonici vo- 
lumus esse, de rebus ipsis 
utere luo iudicio (nihil enira 
impedio), oratiouem autem La- 
tinam efflcies profecto legendis 
nostris pleniorem. Nec vero 
hoc arroganter diclum exisii- 
mari velim. 



Lib. III. Cap. 33. 
Habes a patre munus, Marce 
fili, inea quidem sententia ma- 
gnum; sed perinde eril, ut 
acceperis. Quamquam hi tibi 
Ires libri inler Gratippi comen- 
tarios lamquam hospites erunt 
recipiendi. Sed ul, si ipse ve- 
nissem Athenas, (quod quidem 
essel factum, nisi me e medio 
cursu clara voce pater revo- 
casset), aliquando me quoque 
audires: sic, quoniam his vo- 
luminibus ad le profecta vox 



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355 



selbcr gehort Seid aber In den , ell mea , tribues his temporis 
dreyen puchern mein styme quantum poteris : poteris autem, 
recht zw dir chomeu ill sol quantum voles, Cum vero in- 
halt dich der In diser zeilt tellexero, te hoc scientiae ge- 



als vill dw magft als vill dw 
wild So ich verftund das dw 



nere gaudere, turn et praesens 
tecum propediem, ut spero, et 



frewd hietell In dil'en dingen j dum aberis absens ioquar. Vale 
So red ich alle tag mit dir 1 igitur, mi Cicero, tibique per- 
Auch so ich von dir pin als ! suade esse te quidem mihi ca- 
w u r ich gegenwartig pey dir rissimum; sed multo fore cario- 
leb mit hail rnein Cicero vnd rat 'rem, si talibus monumentis 
vnd vervoligl dir das dw mir der » praeceplisque laelabere. 
liebfl fe if I dw wirdelt mir aber 
vill lieber ob dw In difn ge- 
fchriftn vnd lernen dich er- 
frewefl. Arjien. Deo gratias. 
Et sic est finis. 

Nach einem leeren Blattte beginnt 2) foL 60* mit 
gefchach vnd von wile sein harnafch als guet nicht gewefen 
so hiet er es nicht mugen vber chdmen er Met anftat den tod 
muezzen leydli. Was ein werder held der was Theseus ge- 
nant vnd war von chriechen purtig etc. Es folgt eine ein- 
gehende Darstellung des trojanischen Krieges, von der ich 
die einzelnen roth eingetragenen Capiteluberschrifteu mit- 
theile. 

FoL 61. Wie der t<?d Kassilian gerochen ward. 

FoL 62* Was noch furflen leblen an der Troyer tayl. 

Was furften noch lebtn an der chriechen tayll. 
FoL 62 b - Wie wurden den chriechen funff chunig erflagn. 
FoL 63 a Wie hekchtore vnd Ajax an ein ander chomen. 
FoL 65 a Wie ein frid angetragen ward mit priamo. 
FoL 65 b Wie Nefus Diomiran durch den pach trueg. 
FoL 66 b Wie Hercules das hemd anlegt, 
FoL 67" Wie sich Hercules in dem fewre verprentt. 
FoL 68" So der held patroclus funden ward. 
FoL 68 b Der dritt der vierd der funfll der sechft der sybent 

der achtift streyt. 
FoL 70 b Wie hekchtor den chunig poeftes erslug. 
FoL 72 a Der newnt slreytt. 

Fol. 73 b Wie veinlleich sich die streytt in ander miCchlen. 
Fol. 74 b Wie hekchtor beitalt und begraben ward. 
Fol. 76* Agamenius gepot das man ain andern hauptman 
setzt. 

Fol. 77. Der czehent slreytt. 

Fol. 78. Wie Achilles haimleich warb vmb polixinam die 
junkfraw. 

23* 



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356 



Fol. 79» Wie die chunigin Ekuwa priamo ir man chund let 

Achilles pegern. 
Fol. 79 b Wie Achilles den chriechen sein hilff versagt. 
Fol. 81 b Der czweliffl streytt. 
Fol. 82 a ' Wie Achilles antwurt Ulixen. 
Fol. 82 b Agamenus gepot alien furften czw chomen an ein rat. 
Fol. 83 a Der drewzehenl streytt. 

Fol. 83 b - Agamenus der chunig chom selben zw Achillen. 
Fol 84* Der vierzehent der funffczehent der sechczehent vnd 

der sybentczehent streytt. 
Fol. 85 a - Der achtzehent streytt. 
Fol. 86 a Der newczehent ftreytt darin Troylus verdarb. 
Fol. 87 b Wie Achilles in dem Tempi erfchozzen ward. 
Fol. 88 b Der czwanczift streytt darin paris verdarb. 
Fol. 89 a Der czwainundczwainczift streytt. 
Fol. 90 a Der drev nnd czwainczigift streytt. 
Fol. 91 a Der vier vnd czwainczigft streytt darin Panthesalia 

verdarb. 

Fol. 91 b Anthenor vnd Eneas nSttn Priamo das er frid 
sucht. 

Fol. 92 b Anthenor vnd Eneas petrachth wie sy die stat ver- 
rietu. 

Fol. 94 b Wie Anthenor vnd Eneas die statt verrietn den 
chriechn. 

Fol. 95 a Wie Elena den chriechn geantwurt wart. 
Fol. 95 b - Priamos versprach das rofs czu nemen. 
Fol. 96J; Wie Troja czwftort ward. 
Fol. 97 b Wie Paris polixinam ertotl hett. 
Fol. 98 b Das Eneas vnd Anthenor die stat ewikchleichen 
versagt ward. 

Fol. 100 a - In dem lantt Gerwandia liez sich Anthenor nyder. 

Wie der chunig Agamenus verdarb. 
Fol. 101 b Wie Oreftes rach seins vater tod 
Fol. 102 a - Wie Mixes vnd Diomedes Polidamum tottn in 
ainens prun. 

Fol. 102 b Wie Oetas Diomedum verriet gegii sein haus- 
frawn. 

Fol. 103 b Wie ezz Ulixn gieng do er von Troja fchied. 
Fol. 104 a Was Ulixes leidn muft in dem lant Sicilia. 
Fol. 105 b Wie es piro gieng do er von Troya fuar. 
Fol. 106 a Merkchl die czal paider tayl. 
Fol. 106 a Wie Eneas von Troja fchied. 
Fol. 106 b Eneas chom in den wald der goltin Helena. 
Fol. 107 b Wie Enea erfchain sein mueter venus. 
Fol. 108a. Wie Priamus Parifen gein Troja furtt. 
Fol. 108b- Wie der hirt parifen fucht in Thefsalia. 
Fol. 108i> Der wirt sagt feinem weib pey nacht in dem pet 
wer das chind weer. 



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357 



Fol. 109 a Wie Paris vnd hckchtor mil einander fchirmtn in 
eio chrayzz. 

Fol. 110 b Wie hekchtor den hirtn furt czw priamo. 
Fol. 110 b Hie sagt der wirt wie in der chunig hiez das chind 
tottn. 

Wie Parifen der chunig guet leich auff nam. 
Fol. Ul b Wie frawn Thetis chind erczogen ward. 
Fol. 113* Wie Peleyus Jasonn riet das er nach dem fchaper 
warib. 

Fol. H3 b Wie Jasan aus gericht ward auff die vard nach 
dem fchaper. 

Fol. H4 a Wie czdrnig Jasan ward das im Lamendon vrlaub gab. 
Fol. 114 b Wie Jasan mit den sein chdm gein kaltas. 
Fol. 115» Wie Jasan vnd Medea an einander wol geuellen. 
Fol. 115 b Wie sich Jasan frewt das in Medea trdft. 
Fol. 116 b Medea fchfleff das Jasan czw ir chomen foil. 
Fol. 117 b Wie Jasan und Medea bey einander lagn. 
Fol. 119 a Jafan enpfleng was sy im gab auf die farl. 
Fol. 119* Jasan urlaubt sich an dem chunig. 
Fol. 120 b Wie Jasan chom in den werd. 
Fol. 121 » Do Jasan den fchaper erwarb. 
Fol. 121 b Wie Jasan Medeam czu weyb nam. 
Fol. 122* Wie mit grozzn frewdn Jasan vnd Medea enpfangen 
ward. 

Fol. 122 b Wie Medea aus fur nach erczney. 

Wie Medea den chunig verjungt het. 
Fol. 124* Wie Medea den chunig peleyumb totl vn Jasan 

da mit rach. 
Fol. 124 b Wie Medea peleyumb erlot het. 
Fol. 125 b - Wie mit grozzer macht Hercules gein Troja fur. 
Fol. I26 b Wie riett Hercules sein gevallen. 
Fol. 127* Wie veintlichen die von Troja vnd die chriechen 

vachtn. 

Fol. 128 a Wie Troja von erfl erftord ward. 
Fol. 129 b Wie ser Jamendon pechlagt ward. 
Fol. 130* Wie fraw Thetis Achillen furt von ichyron. 
Fol. 131 b Wie Achilles gelegt ward in ain leder fakch. 
Fol. 132* Wie Achilles wider sprach frawen chlayder. 
Fol. 133 b Wie fraw Thetis redt czw dem chunig Nycomedes. 
Fol. 134* Wie den Nycomedes der chunig Achillem auff nam. 
Fol. 136* Wie Achilles vnd Dydamey mit frewdn lebtii. 
Fol. 137 a Wie die fchon Dydamey von Achillem pefchlaffen 
wart. 

Fol. 138* Wie chollleich die Edelftat Troja hin wider gepaut 
ward. 

Fol. 139 b - Wie sich der chunig Priamos periett wie er sich 
an den chriechn rechn wolt. 



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358 



Fol. 140* Wie Antenor gesant ward gen chriechn lantt. 
Fol. 141 a Wie Priamo dem chunig gesagt ward der chriechn 
anlwurtt. 

Fol. 142 a Wie sich priamus periett wen er gein chriechn 

senllli foil. 
Fol. 142 b Wie sich hekchtor ver 

Fol. 143* Wie Paris pegert das man in gein chriechu senndet. 
Fol. 144 a Wie Elenus sprach wider das geuerlt parifen. 
Fol. 144 b Wie Trojalus riet das Paris var» solt. 
Fol. 145*- Wie Panthus widerriel das geuerlt Parifen. 
Fol. 145 b - Wie Paris aufgericht ward auff die varlt 
Fol. 146* Do Paris chom gein Citary in das lant. 
Fol. 146 b - Wie Paris helenam ansichlig ward. 
Fol 147 b - Wie Elena Parifn czw haufs lued. 
Fol. 148 b Wie Paris vnd Elena mit lieb verftrikcht wurden. 
Fol. 149 b Wie der chunig Menalaus yon haus fur. 
Fol. 150 a Paris sagl der chunigin Elena sein williT. 
Fol. 151 a Elena anlwurt parifen vber sein red. 
Fol. 154 b - Das sich Paris legl czw der fchonen Elena. 
Fol. 156*- Das der chunig Menolaus vmb hilff warib. 
Fol. 157 b Der furftn nainen die dem chunig Menolaus czw 
hilff chomen. 

Fol. 158 b - Das der chunig Agamenus ein hindn chozz. 
Fol. 160 b Kolcas erfur von den goltern mit wero man das 
welter slillt. 

Fol. 160 b Agamenus der chunig opfert sein tohter Effigennaz. 
Fol. Mil* Der furften nam die denTroyern czw hilff chomen. 
Fol. 162* Wie Tenaden czw ftorl ward. 
Fol. 163 a - Wie die chriechn chomen gein Troja. 
Fol. 164 a Wie der chunig prothefolanus erflagiT ward. 
Fol. 165 a - Wie Agamenus Ulixen von Diomedum fant in die 
flat. 

Fol. 166" Wie Mixes vnd Diomedis retln zw Priamo. 

Fol. 167 a Wie ain frid angelragen ward mil Priamo. 

Fol. I67 b Wie Ulixes vnd Diomedes fagttn dem chunig Aga- 
menus von alien chriecheo In welich macht die von Troja 
warn. 

Fol. 168 b - Kolcas sagt wo man Achillen vinden soli. 
Fol. 169* Ulixes und Diomedes wurden nach Achillen ge- 
santt. 

Fol. I69 b Der chunig likomedes Antwurtt den poten. 

Fol. 170 b - Wie die ihram auffgericht ward. 

Fol. 172 a - Wie Achilles erchant ward. 

Fol. 174 b Wie Dydamey chlagt Achilles hinvart. 

Fol. 174 b Wie die chriechn tetn do Achilles cham. 

Fol. 175 a Hekchtor enpfalch die erfl roll Troyalo. 

Fol. 175 b Der andern rott pflag Margaritan. 

Fol. 176 a Der drittn rolt pflag polidamus der werd furfl. 



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3S9 



Fol. 176- Der vierdn rott pflag dewfebius hekchtorn prueder. 
Fol. 17ti b Der funfltn rott pflag pilogoras. 
Fol. 177*- Der sechflen roll pflag Kneas. 
Fol. 177* Der siebtn roll pflag paris. 

Der achtn rott pflag Anthenor. 
Fol. 177 b Der newtn rolt pflag der chunig Priamos. 

Der czehnten rott pflag Hekchtor. 
Fol. 178* Wie hekchtor redl czw alien furfln miteinander. 
Fol. 178 b Die chriechn rotierntn ir volck in funffczeho fchar. 
Fol. 179 b Wie Agamenus redt gegn furfln. 

Wie paide her czwfaiii czugn. 
Fol. 180 b Wie heklor in dera streytt czw fuezzn chum. 
Fol. 181 * Wie Troyalus geuangn ward. 
Fol. 182 1 Margarilan pracht die drift rott. 
Fol. 182 b Die vierd roll. 

Fol 183* Troyalus pracht die vierdt fchar in den streytt. 
Fol. 184 a Deofewus pracht von Troja die funfftn fchar. 
Fol. 184 b Die fechft rolt. 
Fol. 185* Die fybent rott. 
Fol. 185 b Die VIII rott. 
Fol. 186* Die newnt rott 
Fol. 187* Wie helena chlagt. 
Fol. 187 b Die czehnt roll. 

Fol. 190* Wie paris geuangn ward das es Elena ansach. 

Fol. 190* Wie der werd hekchtor parifn wider ledig macht. 

Fol. I90 b Wie hekchtor in grofse notl cham do er Polida- 
mum den chunig ledig macht Wie der Anfang f ehit auch 
das Ende, und die Darstellung schliesst mit: 
des chom hekchtor in grozze not wan der chunig Meno- 
laus vnd Theleman chertn auf in mit aller ire macht wi- 
der die all strayit hekchtor allaiu un tett das in folichm 
czorn das er an den selbn ftatt funnff hundert czw 
tod slueg vii yerwunl der andern als vill das ir an czall 
was vnd doch halff es gar chlain wan der chriechn als 
vil czue eylln damit er umb czogu ward das er dauon 
nicht chundt vnd gefchach im von streyt so wee das im 
an chainer statt nye wirfer 

(Schluss folgt.) 



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360 

Verzeichniss 

der Incunabeln der Grossherzoglichen Bibliothek 
zu Oldenburg. 

Von 

Bibhothekar Dr. Meradorf in Oldenburg. 
(Fortsetzung.) 

d. Bernardus Pictor, Erhardt Raldolt de Augusta 
(aliein) und Petrus Loslein de Langencen (1476). 

201. 

Appianus. De bellis civilibus romanis, lat. a. P. Candido De- 
cembrio Volumen secundum. Venetiis p. Bern. Piclor., 
Erh. Ratdoll und Petrus Loslein. 1477. gr. 4. (kl. fol.) 

Panz. Ann. Ill, 180, 303. Hain 1307. Dibdin. Bibl. 
Spencer. I, 254, 117. Das hiesige Exemplar ist enquadrirL 

202. 

Eusebius Chronicon a S. Hieronymo lat. versum, et ab eo, 
Prospero Brilannico et Matthaeo Palmerio conlinuatam. 
Venetiis Erhardt Ratdoldt 1483. Idib. Septembr. 4. 

Panz. Ann. Ill, 188, 665. Hain 6717. Unserm schdnen 
Exemplare fehlen die ersten Blatter, welche das Register 
enthalten. 

324. 

Buck der zehn Gebote. Yenedig. Erhart Ratdolt von Augs- 
burg 1483. 

Panz. deutsch. Ann. I, 38, 175. Hain 4034. Unserm 
schdnen Exemplare fehlt das Register. 

e. Thomas de Alexandria de Blauis (1477). 

203. 

Martialis (Marc. Valer.) Epigrammatum libri XV. c. commen- 
tar. Horn. Calderini. Venetiis Thomas Alexandrinus 1482 
pridie idus Junii. fol. 

Panz. Ann. Ill, 179, 598. Hain 10815. Den Einband 
des hiesigen Exemplars bildet eine lateinische Pergaraent- 
urkunde von 1343. 

f. Philippus Condam Petri (1478). 
204. 

Justinus. Epitome historiarum Trogi Pompeji. Venetiis. Phi- 
lippus Condam Petri. 1479. 12. Dec. fol. 
Panz. Ann. Ill, 147, 401. Hain 9651. 



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861 



g. Georgius Walch, Alamanus (1479). 
205. 

(Rolevinck [Werner]) Fasciculus temporum. Venctiis. Georg 
Walch 1479. Holzschn. fol. 

Panz. Ann. HI, 149, 410. Hain 6924. Dibdin Bibl. 
Spencer. Ill, 329, 693. Das hiesige Exemplar hat einige 
alte ilalianische Randbemerkungen, so wie auf den ein- 
gehefteten Blattern am Ende verschiedene handschriftliche 
Bemerkungeu bis zum Jahre 1556. 

h. Baptista de Tortis (1481). 
206. 

Juvenalis (Decius Junius) Satirae c. commentaries Dom. Cal- 
derini. Venetiis. Baptista de Tortis. 22. Juli 1483. fol. 

Panz. Ann. Ill, 197, 712. Hain 9695. Dem hiesigen, 
nicht schonen Exemplare fehlen am Schlusse mehrere Blat- 
ter, namentlich das mil dem Colophon. 

207. 

Cicero (M. T.) offlcia c. interpret. Petri Marsii, de senectute 
c. notis Philetici ; de amicitia et paradoxa c. notis Omni- 
boni Leoniceni. Venetiis p. Baplistam de Tortis 13. Mart. 
1484. fol. 

Panz. IH, 208, 781. Hain 5273. Das hiesige sehr be- 
schriebene und fleckige Exemplar hat auf dem vordern 
Randdeckel: „Sum in foro fcrutario Pragenfi 1618 emlus." 

i. Matthaeus Capcasa seu de Codeca da Parma 
vnd Bernardinus di Pino da Como (1482). 

208. 

Vocabularius juris utriusque. Venetiis. Matthaeus Capcasa 
Parmensis et Bernardinus Pinus Novacomensis. 1485. 18. 
Juni. fol. 

F. 1. leer. F. 2. a. (mit Sign. 2, a) Col. 1. Termino- 

rum frequetatoru ta I potificio q ciuijli iure: Opus precla- 
rum x vtile feliciter incipit. | (q) Vonia iuri opera | dalu2|. 
prius nofce 05: vnde nomen | iuris descedat. if. de iufti. 
x int 1. i. I I ph. el vt ait phus pno ethico4- qui vtutes 
vocabulo2|. ignorat etc. F. 98. b. Col. 2. Z. 10: diat qui 
fine fine viuit x regnat: Amen. | Explicit Juris Uocabulariu 
Uenetiif Impreffu | per Mattheum capcafam parmenfem x 
Bernar-|dinum pinum nouacomenfem fociof Anno falut.| 
M.cccc.lxxxv. die. xviij. menfis Junij. | Darunter das Lageo- 



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363 



register. 98 Blatt ohne Blattzahl und Custoden mil Signal., 
gespaltene Columnen und 58 Zeil. goth. Char. fol. 

Panz. Ill, 220, 863. Der Artikel Vocabularius fehlt 
bei Hain. 

k. Paganinus de Paganinis, Brixianus und Geor- 
gius de Riuabenis, Arrivabenus Mantuanus (1484). 

209. 

Officium beatae virginis Mariae. Venetiis Georgius de Riua- 
benis et Paganinus de pagauinis 1484. 64. 

F. 1—12 (roth und schwarz gedruckt) enthaltend den 
Calender, darauf folgt F. 13. a. (roth) Inilitu f. euagelij 
fm. Jo|(|)anne. ft (schwarz) Gl'ia tibi dne. i pncipio erat 
vbu3 | i vbu erat apud den: t de|us erat vbu Hoc erat i 
pnjcipio apud deii. Ola p ip|l'o facta lut: etc. F. 15. b. 
Z. 12 rie miferere nobis. Ame: | Laus dec | F. 16. a. (mil 
Signal a) [roth] 4 Incipit officium bea|te marie virginis 
fecun-|dum confuetudinem ro-|mane curie. Ad mat. v.| 
( ) [schwarz] Omie la | bia mea 1 aperies. | etc. F.80. (roth) 
Incipiut feplem pfal- 1 mi penitenliales c. Ant. | (schwarz) 
Ne reminifcaris domine. | ( ) Omine ne i furo|re tuo 
arguaf etc. F. 158. a. Z. 7. Per oia fe. fe. Ameu. | (roth) 
4 Officio bte marie vgif | cu miffa eiufde 1 fepte pfal-| 
mis peile(ialib9. Et olfiu | defnclo^ fcl fpus 1 fee cru|cis. 
AccuralifTime impffu | venetijs p Georgius de ri|uabenis 
maluanu: 1 Pa|ganinu de paganinis. bri-jxienfes. Anno 
dni. 1484. I F. 158. b. leer. 158 Blatt ohne Blattzahl und 
Custoden mit Signaturen, roth und schwarz gedruckt mil 
15—16 Zeilen goth. Character 64. 

Fehlt bei Panzer und Hain. Es ist dies eines der in 
kleinstem Formate gedruckten Bucher. Am Schlusse des 
hiesigen Exemplars befinden sich auf den eingehefteten 
Blattern noch handschriftliche lateinische Gebete eingefugt. 

210. 

Salis s. Tromala s. Trovamala (Baptista de) Summa casuum 
conscientiae dicta Rosella seu Baptistiana. Venetiis. Geor- 
gius Arrivabenus Mantuanus 1495. 5. Id. Septbr. 8. 

Panz. Ill, 373, 1937. Hain 14183. Die Vorsatzblatter 
unsers Exemplars vielfach beschrieben. Auf dem Titel- 
blalte ausser anderem. Lazarus Piper d. d. Balthasari Hen- 
rico Obernburgensi anno a nato Christo 1546. — A Schmid 
Brunsw. 1777. 

1. Bernardinus Rizius de Novaria (1485). 
211. 

(Bergomensis Jacobus Philippus [Forestus]) Supplementum 



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363 

chronicaram. Venetiis Bernardin. Rizius de Novaria. 1492. 
15. Febr. fol. M. Holzschn. 

Panz. Ann. Ill, 320, 1531. Hain 2809. Unser Exem- 
plar besass fruher (1681) David Meder. 

m. Simon Bevilaqua (1485). 
212. 

Aegidius Columna $. Homanus de regimine principum. Ve- 
netiis Sim. Bevilaqua 1498. 9. Juli. fol. 
Panz. Ann. Ill, 433, 2343. Hain 109. 

213. 

Lucanus (M. Annaeus) c. Joh. Sulpitii Verulani et Omniboni 
Vincentii commentariis. Venetiis. Sim. Bevilaqua. 1498. 20. 
Octob. fol. 

Panz. Ann. Ill, 434, 2348. Hain 10242. 

n. Bonetus Locatellus (1486). 
214. 

Silius Italicus punicor. libri XVn. c. inlerpretatione Petri Marsi. 
Venetiis Bonet. Locatellus sumptibus Oclavi Scoti. 1492. 
15. Ka). Jun. tol. 

Panz. Ann. Ill 315, 1495. Hain 14740. Dibdin bibl. 
Spencer. II, 357, 233. Das hiesige Exemplar ist sehr be- 
schrieben. 

215. 

Quintilianus (M. Fabius) institutiones oratoriae c. annotatio- 
nibus Raph. Regii. Venetiis Bonet. Locatellus sumptib. 
Octavi Scoti 1493. 16. Kal. Jul. fol. 

Panz. Ann. Ill, 333, 1628. Hain 13652. 

216. 

Gellius (Aul.) noctium Atticar. libri. Venetiis. Bonet. Loca- 
tellus sumpt. Octav. Scoti 1494. Idib. Novembr. fol. 

Panz. Ann. Ill, 356, 1769. Hain 7525. Am Rande von 
alter Hand Einiges beigeschrieben. 

217. 

Boccaccio (Giovanni) Genealogiae Deorum libri XIII. Venetiis. 
Bonet. Lucatellus sumptibus Octav. Scoti 1494. 7. Kal. 
Mart. fol. 

Panz. Ann. Ill, 349, 1762. Hain 3321. 
218. 

Priscianus grammaticus. c. commentar. Joann. de Stingre et 



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364 



Danielis Cajetani. Venetiis Bonet. Locatellas impens. Octav. 
Scoti. 1496. 9. Kal. Mart. fol. 

Panz. Ann. Ill, 386, 2025. Hain 13364. 

219. 

Cauliaco (Guido de) Chirurgia c. alior. tractatibus do eadem 
materia. Venet. Bonet. Locatellus imp. Octav. Scoti 1488. 
11. Kal. Dec. fol. 

F. 1. a. Cyrurgia. Guidonis de cauliaco. | Et Cyrargia 
Bruni. | Theodorici Rogerij | Rolandi Bertapalie | Lanfranci. 
F. l.b. leer. F. 2. a. (mil Blattzahl 2 und Signatur A, 2) 
Cyrurgia Magistri Guidonis de Cauliaco. edita an-|no do- 
mini 1363 in preclaro ftudio montis peffulani. Fe-jliciter 
incipit. | ( ) Oftqua prius | gralias egero: deo largie|ti 
vita perpetua animal | i fanitate corpora z me-|dicanti 
morbos per gra5 | qua tulit oi carni ex vtu-|tibus etc. F. 
5. a. (mit Blattzahl 5) Col. 1. endet das Vorwort und Re- 

p^i o i« Jd^i mifericordis. Incipi tractatus I 
gister. Col. 2. In nommej^ iftius operis . f & d , anatomia 

continens duas doctrinas. | F. 82. a (mit Blattzahl 82 una 
Sign. L, 2) 4 In nomine paths z filij z fpirituffancti Amen. 
Quas t | Drmitates curat aq z balnea de porecta. I Diese 
Abhandlung endet F. 82. b. Col. 2. F. 83. a. (mit Blatt- 
zahl 88 und Signatur L, 3). 4 Incipit cyrurgia magna 
Bruni longoburgenfis. | (R)OgaAi me la | est diu Andrea 
vicetine | venerabiP amice mi. q, | tibi breui z apto fmoe 
l | medicamine etc. Dieselbe endet F. 102. b. Col. 2. F. 
103. a (mit Blattzahl 103). 4 Incipit cyrurgia minor Bruni 
Logoburgenfis. | (VjT de manuali | operative librus copo- 

nere | breuiorem. f. t apliorem q5 | compofuen Andree: 
etc. F. 106. a (mit Blattzahl 166 und Signatur 2). cj In- 
cipit Cyrurgia edita z spilata a dno fratre Theodo-jrico 
epo Ceruiefi ordinis pdicato^. etc. F. 147. a (mit Blatt- 
zahl 147 und Signatur T 3) c{Libellus de Cyrurgia editus 
fiue compilatus a magi-|ftro Rolando feliciter incipit. F. 
161. a. (mit Blattzahl 161 und Signatur H). 4 Incipit parua 
cyrurgia magiftri Lanfraci Mediolan. | welche F 166. a. 
Col. 2 endet. F. 166. b. 4 Hie incipit practica magiftri 
Lanfraci de Mediolano | que dicitur ars copleta totig cy- 
rurgie. Proemium | F. 211. a. (mit Blattzahl 211 und Signa- 
tur AA). 4 Incipit practica magistri Rogerij. | F. 233. a. 
(mit Blattzahl 233 und Signat. DD). 4 He funt recollecte 
habile fuj> quarto Auicene ab egre|gio z fingulah doctore 
Magiftro Leonardo Bertapa-|lia: z ibi funt mirabilia fe- 
creta habita ab eo z per me ex-|cerpta. F. 267. a. (mit 
Blattzahl 267). Col. 1. Z.55. 4 Recollecta^ egregij docto- 

ris Magri Leonardi Ber-| tapalie fup qrto canois Auicene 



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363 



finis. Venetijs Impffa-jru madato z expefis Nobilis Viri 
Dni Octauiani Scoli | Ciuis Modoetienfis Cura z ante (sic) 
Boneti Locatelli Ber-|gomefis. Anno a falulifero virginali 

vv 

parlu. Millefimo q-|dringelefimo nonagefimo octauo. Un- 
decimo Kaledas | Decembres. Col. 2 und F. 267. b. ent- 
halten das Lagenregister. F. 268. leer. 268 Bl. m. Blatt- 
zahl und Signaturen ohne Custoden, in gespalien. Columne 
mil 65 Zeilen golh. Char. fol. 

Panz. Ann. Ill, 429, 2307. Hain 4811. Auf dem Titel- 
blatle des hiesigen Exemplars: Dono feren. princip. ac 
dom. dn. Augufli Due. Br. ab Lun. possidet Hermann Ko- 
nerding 1658. 

220. 

Aquino (Thomas de) commentaria super epistolas Sancli Pauli. 
Venetiis Bonetus Locatellus sumptibus Octav. Scoti 1498. 
22. Dec. fol. 

F. 1. a. Sancti Thome de Aquino fuper epif lolas |Sancti 
Pauli Comentaria preclariffima. | Cum tabula ordinatUTima. 

isludiose lector 
difficile fit: itfs C °P IS e,eCtas 
etc. Das Register (in drei Columnen gedruckt) endet F. 
12. b. F. 13 a. (mit Blattzahl 7 und Signatur a) Col. 1. 
<t Angelici Doctoris Sancti Thome de aquio in Epifto- 1 las 
Sancti Pauli. Comentaria Feliciter incipiunt. | (V)As ele- 
ctionis | oc. Act. 9. Hores i facra icri|ptura etc. F. 273. a. 
Col. 2. Z. 58. «J Finit explanalio fancti Thome de Aquino 
ordis fral2j. | pdicatoru in omnes epl'as beati Pauli apl'i: 
caracteribus | Boneti Locatelli BergomeHs impffa: Ductu 
vo : irope-|fis Nobilis Viri Dni Octauiani Scoti Ciuis Mo- 
doetie | fis in medius data. Anno a partu virginis fahiti- 
fero Milllefimo quadringentelimo nonagefimo octavo. Die 
vo vi|gefima fecuda mefis decebris. In iclita Urbe Ve- 
netian | AuguTtini Barbadici Ducis inuictiffimi Tempeftate. 
F. 273. b. leer. 273 Blatt wovon 1 — 12 und 273 nicht 
num., die andern 1—260 num. mit Signal, ohne Custoden, 
der Text in 2 Columnen (Register in 3) mit 85 Zeilen 
grOssern und kleinern gothisch. Charact. fol. 

Panz. Ann. Ill, 429, 2310. Hain 1341. Auf dem Tilel- 
blatte des hiesigen Exemplars: Osualdi de Egkh und Sum 
Michaelis Grutzmanni. 

221. a. 

Aquino (Thomas de) Scriptum super primo et secundo sen- 
tentiarum. Venetiis Bonetus Locatellus sumptib. Octaviani 
Scoti 1498. Quinto nonas Octobris. II. ib. undecimo Ka- 
lend. Januar. 2 Thle. fol. 

Panz. Ann. Ill, 428, 2305. Hain 1475. 1478. 



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366 



221. b. 

Aquino (Thomas de) Quodlibetales quaestiones. Yenetiis Bo- 
netus Locatellus 1501. Octavo. Id. April, fol. 

o. Bar thol omaeus de Zaais de Portesio (1486). 

222. 

Virgilius (P.) cam commentariis quinque videlicet Servii, Lan- 
ding Ant. Mancinelli, Donali, Domitii. Venetiis Bartholo- 
maeus de Zanis de Portesio 1495. 8. Aug fol. 

F. 1. a. Vergilius cum comentariis quinqj uidelicet| 
Seruii | Landini | Ant. Mancinelli | Donati I Domitii | F. 1. b. 
ANTONIVS MANCINELLVS VELITERNVS VRSO VRSINO 
HEROI CLARISSIMO PON|tifici Thean. ac Gymnasii al- 
mae Vrbis Rectori. | (V)Ergilij poetaty fummi etc. Bucolica 
Georgia in Romano Gymnailo cuius tu Rector etc. pnjceps 

q optimus Vrfe etc. Die Vorstucke nehmen 6 Blatt ein, 
dann beginnt F. 1. a. (mit Blattzahl 1 und Signatur b) die 
ersle Ecloga, die rings von den Commentaria umgeben ist. 
Publii Virgilii Maronis Mantuani Vatis | Opa cum comme- 
tariis Serui Mauri Hono-|rali Gramatici etc. Der Com- 
mentar: (T)ITYRE tu patulae: PASTOR inducit fecurus: 
et dare operam cantilenae Tub arbore recubans | Alter 
qui etc. F. 365. b. endet das Moretum, darauf folgt F. 
366. a. (mit der Blattzahl 360) Tabula librorum qui in hoc 
uolumine continenlur. und Z. 25. Impreffum Yenetiis per 
Bartolomeum deZais dePorteHo. Sub anno domini. 1495. 
die Oclauo Augulti. darunter das Lagenregister. F. 366. b. 
leer. 366 Blatt (wovon 360 numerirt) mit Blattzahl und 
Signaturen, ohne Custoden, romisch. Characters, gros- 
seren und kleineren und 32 Z. fol. 

Panz. Ann. Ill, 374, 1939. Der Artikel Virgilius fehlt 
bei Hain. 

p. Theodorus de Ragazonibus de Asula (14S8). 

223. 

Caesar (C. J.) de bello civili libb. VII. et de bello civili libb. 
Ill etc. Venetiis Theodor. de Regazonibus (sic) de Asula 
1490. 13. Juli. fol. 

Panz. Ann. Ill, 290, 1316. Hain 4219. 

224. 

Juvenalis (Dec. Jun.) cum commentariis Domitii Calderini et 
Georgii Vallae. Venetiis Theodorus de Regazonibus (sic) 
de Asula. 1491. 16. Juni fol. 

Panz. Ann. Ill, 305, 1416. Hain 9704 Das hiesige 



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367 

Exempl. ist an einigen Slellen des Randcs von alter Hand 
beschrieben. 

q. Bernardinus de Choris Cremonensis (1488). 

225. 

Havennas (Petrus) Phoenix sen de artificiosa memoria. Vene- 
ris Bernardinus de Choris de Cremona 1491. 10. Jan. 4. 
Panz. Ann. Ill, 304, 1411. Hain 13697. 

r. Chris top ho ru s de Pensis de Mandello (1488). 

Orosius (Paulus). Venetiis. Christoforus de Pensis de Man- 
dello opp. Octav. Scoti 1499. 15. Kal.Aug. vid. Nr. 239, b. 

s. Philippus Pintius de Caneto Mantuanus (1490). 

226. 

Diogenes Laertius. Vitae et sententiae philosophorum Arn- 
brosio Camaldulensi interprete. Veneliis Philippus Pinzi 
Sumptib. Bened. Fonlana. 22. Juni 1497. fol. 
Panz. Ann. Ill, 415, 2216. Hain 6205. 

I. Joannes de Cereto de Tridino alias Tacuinus 

(1492). 

227. 

Diodorus Siculus bibliotheca s. historiarum priscarum libb. 
VI. e gr. in latin, traducti per F. Poggium. Veneliis. Joan- 
nes de Cereto de Tridino alias Tacuinus 1496. 12. Kal. 
Octobr. fol. 

Panz Ann. Ill, 397, 2101. Hain 6191. 

228 a. 

Sallustius (C. Crispus) opera c. Laurenliae Vallae el Omni- 
boni Leoniceni commenlario in bellnm Catilinarium et Soldi 
in lugurthinum. Venetiis Joannes Jacuiuus de Tridino 1500. 
20. Lui. fol. 

Panz. Ann. HI, 474, 2622. Hain 14233. 

228. b. 

Cicero (M. T.j de partitione oratoria dialogus. M. T. Cic. de 
Optimo genere oratorum ac Ctesiphontis et Eschini caussa 
libellus. Lips. Melch. Lother 1520. fol. 

228. c. 

Plutarchus. Problemata emendatissima Petro Lucensi inter- 
prete. Lips. Thanner 1518. fol. 



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368 

229. 

Tibullus c. commentar. Cyllaenii, Catullus c. commentar. Par- 
Ihenii et Palladii, Properlius c. comment. Ph. Beroaldi ... 
Venetiis Joannes de Tridino de Cereto alias Tacuinus. 1500. 
12. Mai. fol. 

Panz. Ann. Ill, 473, 2621. Hain 4766. 

u. Aldus Manutius (1494). 

MB. Die folgendeu NN. sind zwar hier mitgezahlt, sleheo aber io 
der Aldinensammlung der Classiker. 

230. 

Theocritus Idyllia, Catonis sententiae, Theognidis sententiae 
etc. etc. Venet. Aldus Manutius 1495. Mens. Februar. fol. 

Panz. Ann. Ill, 378, 1964. Hain 15477. Renouard an- 
nates de rimprim. des Aides (Paris 1834) p. 5. nr. 3 It 
de Dibdin Bibl. Spencer. II. p. 440. ff. Nr. 483. 

231. 

Aristotelis opera graec. Vol. 1. Venetiis Aldns Manntius 1495. 
Calend. Nov. Vol. 2. Ibid. 1497. mens. Febr. Vol. 4. Ibid. 
1497. mens. Jan. Vol. 5. ibid. 1498. Jun. 4 Bde. fol. 

Panz. Ann. Ill, 379, 1968. 419, 2246. 420, 2248. 438, 
3377. Hain 1657. Renouard. p. 7 fT. Nr. 5. p. 10. Nr. 1. 
p. 11. Nr. 3. p. 16. Nr. 1. Dibdin Bibl. Spenc. I, 258 ff. 
Nr. 121. 

232. 

Thesaurus cornucopiae et horti Adonidis gr. Venetiis in dom. 
Aldi Romani. 1496. mense August, fol. 

Panz. Ann. Ill, 400 , 2121. Hain 15493. Renouard p. 
9 ff. Nr. 1. 

233. 

Dictionarium Graecolatinum el alia opuscula. Venetiis in 
aedib. Aldi Manulii Romani. 1497. mense Decembr. fol. 

Panz. Ann. Ill, 421, 2250. Hain 6152. Renouard p. 
13 ff. Nr. 7. 

(Fortsetzung folgt.) 



Veranlwortlicher Redacteur: Dr. Robert Nautnann. 
Verlegor : T. 0. Wei gel. Dnick von C. P. Melzer in Leipzig. 



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SERAPEUM. 

txtfdjrift 

fttr 

Bibliothekwissenschaft, Handschriftenkunde uod 
altere Litteratur. 

Im Vereine mit Bibliothekaren und Litteraturfreunden 
herausgegeben 

von 

Dr. Hobert Naumann. 



Leipzig, den 31. December 1801. 



Die 

altdentschen flandschriftea 

der 

k. L Offentlichen und Universitatsbibliothek zu Prag, 
verzeichnet 

von 

Johann Kelle. 

(Fortsetzung zu Serapeom 1859. No. 3. 4. 5.) 
(cf. Serapeum i860. No. I. 4.) 

(49.) XL E. 9. Quart Papier, saec. XV. 

Dis ift ein buch von dem habiche. 

fol 1* Primum quaerite regnum Dei et omnia addicerentur 
nobis. Das sprichet. Suchet zd erft gottes rich, Das enlot 
nch nil entwichen, Wes ir von ime z u rechte gert, Des 
werdent ir vil wol gewert. 

Wer do welle kurczwilen 

Der ensol nit ylen 

Das er gottes dienft lafse 

Zu alien dingen hfiret mafse. 

Befcheiden zit befcheiden flanden, 

Das man jage mit den hnnden 
XX1L J&hrgang. 24 




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370 



Hit den habichen beifsen 

Elilat uch nit verdriefsen 

Ir sullent czfi der kirchen komen 

Es sol uch iener frommen in alien fachen zfi heile 

So wird dir gottes Ion zfi teile 

Die Sonnentage fol man viren 

Nit an das beifsen keren 

Andere tage sind gnuge 

Die Tint zuo follichem fpile gefQge. 

Dis buch leret bekennen die habiche zuo pfle- 
gende zuo zemende vnd zuo machende zuo 
fpannene veifset zuo machende zuo hubenne 
zuo heilende vnd zu helffende. 
Cap. 1. Yon was sitten der habichere sein sol. 

Der habichere sol ein zuomafsen gewahsen man sein. 
Durch das er jme gnug luslig si. vnd mefslichen veifset 
Darumbe daz er zuo helffe komen mf»ge vnd von guoten 
sitten. Darumbe obe der habich mifsetuo daz er in uit 
zucke noch slahe oder jme ut tuo. Da er fchaden von 
gewynne vnd sol rofch vnd belegtig sein. 
Cap. 2. Welich underfcheit an dem habiche si. 

Die habiche sint zweyer leye eins ift der grofse habich 
Das ander ift der tertzel. Die ander leye Das ift fperwer 
vnd sint dertzel. Mit dem guoten habiche vahet man 
kraniche und allerleye grofse vogele. Mit dem sperwer 
vohet man ouch krein vnd aller leye clein vogele wie der 
fperwer minre sy doch ift er dem habiche glicher kunne 
vnd rofch noch sinre maht. 
Cap. 3. Was underfcheidung vnder dem habiche vnd under 
der habichin si. 
Dan noch ift sy und ein er. Sy ift die grfifser vnd die 
ftercker vnd durch das ift sy lieber wan sy ift stercker. 
vnd mag bafs arbeit liden allein si er wol alfo kune. so 
enhat er doch der kreffte nit. Der dertzel ift minre und 
das ift er. 

Cap. 4. Wa die beflen habiche werdent erlzogen. 

Alle andere tier vnd vogele varwe vnd kraft nach den 
landen haben Do sy erczogen inne werdent also habent 
die habiche varwe und kraft noch dem lande vnd der 
stat vnd dem bourne do sy werdent erczogen. Yff der 
appfolter vnd dem dome sint die kunen habiche alse 
(fol. 2 a ) man saget vnd die sullen von fchwartzer oder 
von roter farwen sin. Die valwen ziehent vff den buchen 
vnd den birken so man saget allein sy habent kunheit 
alse an der grofse habiche, so enhat sy doch der kreffte 



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371 



nil in den kalten landen vff den stein verlfen werdent sy 
gr6fser vnd Aercker dan sy jergent werdent vnder der 
sunnen. 

Cap. 5. Von wellichen malen die guoten hebiche sollent sin. 
(fol. 2 b ) Cap. 6. Wanne man den habech von nefte nemen 
solle. 

Cap. 7. Wie man den roten habich ziehn fulle. 
(fol. 3») Cap. 8. Von underfcheidunge des afses. 
Cap. 9. Was afses dem habiche aller belt sy von vogelen 
oder tieren. 

(fol. 3 b ) Cap. 10. Welich azs dem habich aller befl si. 
Cap. 11. Was azes dem magern habiche aller gesundes sy. 
Cap. 12. Von vnderfcheidunge des afses. 
{fol. 4») Cap. 13. Wie man den habich zemmen solle. 
Cap. 14. Wie man sich vor dem habiche huten solle. 
(fol. 4 b ) Cap. 15. Wie man den habich zemen fulle. 
Cap. 16. Wie man den habich furen fulle, 
(fol. 5*) Cap. 17. Wie man den habich vff den rit fulle 
binden. 

Cap. 18. Diz ifl das ander buoch wie man in vahen machen 
sol. 

{fol. 6 a ) Cap. 19. Wie man dem habiche vorlafs geben folle. 
Cap. 20. Wele zit an dem tage oder jm jore es beifsendes 
zit ifl. 

(fol. 7«) Cap. 21. So man beifsen wil was wetlers es fin fol. 
Cap. 22. Wie man sich zuo dem beifsende sich fulle richten. 
Cap. 23. Wa man das gebeifse fuochen fulle. 
Cap. 24. An wele ftat man den habich nit werffen fol. 
Cap. 25. Wie man erkennen fol ob die vogel geslon wellent. 
Cap. 26. Wie man fol zuo dem wurffe riten. 
(fol. 8 b ) Cap. 27. Wie die zeichen Tint des wol vahend ha- 
biches. 

Cap. 28. Wie man den vahend habich werffen sol. 
(fol. 9») Cap. 29. Warumbe roan zuo den f laden vogele 
werffe. 

Cap. 30. Wie man den habich wider locken fulle. 
Cap. 31. Wa mit der vogel dem habich gefchaden mag. 
Cap. 32. Wa mit man den habich fol helffen. 
Cap. 33. Wie man den habich vff den vogel hfiten fulle. 
Cap. 34. Von welichen lide des vogels man dem habiche 
geben fulle. 

(fol. 10<Q Cap. 35. Wie man den habich von dem vogel 
nemen fol. 

Cap. 36. Wie man dem habiche vnfiten bufsen fol vnd 
weren. 

Cap. 37. Wie man den habich veifset machen snlle. 
(fol. 11*) Cap. 38. Wie man des habichs pflegen sulle. 

24 4 



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372 



Das dritte buoch. Cap. 39. Was vnderfcheides des muzerers 

vnd des roten habiches fi. 
Cap. 40. Welich vnderfcheid des willfanges vnd des nefte- 

lengen si. 

(fol. 12 a ) Cap. 41. Wie man den wiltfange zemen fulle. 
Cap. 42. Wie man bekennen fulle den habich der nie ge- 
finge. 

Cap. 43. Wie man den habich fchiere mufsende mache. 
Cap. 44. Wie man den habich fpenen sulle e man in trage. 
Cap. 45. Wie man den habich fpenen 4'ulle. 
(fol. 13 a ) Cap. 46. Wie man den habich fulle fchiere_ spenen. 
Cap. 47. Die zeichen sint als er vfs der mofsen komen ifl. 
Cap. 48. Welich zeichen sint an rechler mafsen zu vahende. 
Cap. 49. Welich zeichen sint als er vfs der mafsen komen tit 
(fol. 14 a ) Cap. 50. Welich zeichen sint an rechter mafse zno 
vahende. 

Cap. 51. Wie manige vogele man des tages mil vahen fol. 
Cap. 52. Wie man den habich zno rechter mafsen haltn 
sulle. 

(Jol. 15") Cap. 53. Warvmbe der habich den kranich gerner 

vahet des herbfls dan des lentzes. 
Cap. 54. Waz vogele vnd tier man mil dem habiche vahen 

mag. 

Cap. 55. Warumbe der habich fchrie. 

(fol. 16*) Das vierde buch. Cap. 56. Wie man dem habiche 

den fnabel bufsen sol. 
Cap. 57. Wie man den habich bufse das inbrunft. 
Cap. 58. Warumbe der habich das afse werffe. 
(fol. 17 a ) Cap. 59. Wie man dem habiche helffen sulle als er 

das az verwurffet. 
Cap. 60. Wie man dem habiche den croph bufsen fulle. 
Cap. 61. Wie man dem wunden habiche hellfen sulle 
Cap. 62. Wie man ime helffen sol ob im ein fchenckel bricht 

oder ein diech. 
Cap. 63. Wie man ime die lofse biffsen fulle. 
(fol. 18 a ) Cap. 64. Wavon dem habiche der fnabel vnd die 

clawen zu lange wahsent. 
Cap. 65. Wie man dem habiche machli fulle den fnabel vnd 

die clawen. 

Cap. 66. In wie maniger hande sachen ime die vedern ver- 
derbent. 

(fol. I9 a ) Cap. 67. Wie man die weichen vedern bufsen fulle. 
Cap. 68. Wie man den gebrochenen vederen helffen fulle. 
Cap. 69. Wie man den vedern helffen fulle die an der ken- 

geln zerbrochen ifl. 
Cap. 70. Wie man dem habiche fuberunge geben fulle. 



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373 



(fol 20>) Cap. 71. Wie man dem habiche von dorrenne 
helffen fol. 

Cap. 72. Wie man ime fwellendes bofsen Aille. 
Cap. 73. Das funffle "buch. Wie man den hunt kiefen Tulle. 
Cap. 74. Wie man den hunt zu dem habiche gerecht machen 
Tulle 

(fol. 2K). Cap. 75. Wie man den hunt leren fulle dez er 

fanfft oder fere biTse. 
(fol. 22 a ). Cap. 76. Obe der hunt wol geleret si zuo dem 

habiche. 

Cap. 77. Wie vil hunde man zfl dem habiche habn fulle. 
zu den grofsen vogelen alfo der kranich vnd die gans 
darczu Pint befser zwey (fol. 23 a ) winde dan einer. Ift 
ir me das ift boTe. Darvmb zwen ob der eine des habichs 
mifse daz der ander ime warte vnd nich darumb obe dem 
gefangenen vogele Die vngefangene vogele wollenl helffen. 
Daz ein hunt den vogel halte vnd der ander den habich 
beware vnd nich darumbe daz der habich den einen hunt 
crimme daz der ander den vogel vafste halte vnd darumbe 
daz zwene den kranich Tchiere erbifsent daz er dem ha- 
biche nit gefchaden muge. 

Nu ift das buch vfs von dem habiche alfo ich es gele- 
fen han. Stellenweise stimmt diese Abhandlung, die 
einen Abdruck verdiente, ziemlich genau zu Kaiser 
Friedrich IL de arte venat. 

(50.) I. C. 36. Folio. Papier, saec. XV. [cf. Serap. 1860. 
pag. 12 fg.] 

Fol. 34 a inc. Aliique codices sunt in comparatione preciofi 
in collecione prolixi in intelleclione obTcuri et in numero 
mulli itaque pauperes fcolares eosdem de facili et pro pre- 
cio competenti ralione eorum paupertate habere ac flbi 
procurare non valebunt vt tamen eo melius facram fcri- 
pturam literaliter intelligere poterint ymo quodlibet fcri- 
ptum latibile pro utilitale et necefsitate collectus eft prae- 
fens vocabularius secundum ordinem alphabeticum con- 
fcriptus ut latinum praecedat et theutouicum subjungitur 
post hoc cujus generis declinationis sen cujus partis ora- 
tionis quelibet dictio fuerit eft annexum. 

A id eft sine praepositio. 

Ab. von praepositio. 

Abadera. i. petra. feminini generis, prime. 
Abalienare. gut von henden brengen. vel entvernen. a. 
prime. 

Abbatus. eyn korn teyler mit eyner maze das drey sin- 
ner hell m. secundae. 



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374 



Abante. czu vorn. adverbium. 
Abacia. eyn epterey fern, prime. 
Abacia. eyn epterey. fern, prime. 
Abbas, i. pater monachorum. fern, prime, etc. 
explic. 120 a - 

Trachos. i. cantos. Inde tragedia tnrpis cantus de regibus. 
Tris. i. tres, Inde trivium. i. via tripartita. 
Trocus. yolubile. Inde trocns. i. Inslrumenlum ludendi. 
Tripos, i. lapis. Inde lilrotripon. i. medicina frangens la- 
pidem. 

(51.) I. C. 40. Folio. Papier, saec. XV. 

Inc. Hye hebt sich an dye new ee vnd das pafsional von 
vnfer liebli frawen marie der rain§ magi vnd Ihesus Irs 
chinds lebfi lebii (sic I) gantz vnd gar gerecht als uns dy 
lerer hablit gefchribli dy hernach werdiit bensnt vnd be- 
funder was dy vier Ewaugeliflen vndander. Mil gotes weis- 
heit vnd mit feiner ler wil ich hye befchayden vnd auslgu 
dy new Ee von maria der chunigin vnd auch von dem 
almachtigen got Irm aingeporn sun nach vnd ich die ge- 
fchribn ding vnd die gefchrift durch lefen han vnd das 
ich das allfo mit hilf der rainen magt maria zw wegu 
bring das got dauon gelobt werd all gelaubig seel dauon 
getroft werdn und dy welt davon gepefsert dcs helf mir 
dy magt maria mit Irm liebn son Ihesu chriftu vnfm liebli 
her'n amen. 

Ich wil nu anhebu wie maria geporn ward Vnd auch 
von ir. chindhait und wie got geporn wolt werdn von der 
magt maria. darnach was got in sein' chindhait tet vnd 
wie er den JudiT anttwurt Vnd wie er manig' fchar fein 
ler let mit wortli und mit werchn etc. . . . 

fol. l b Hye hort nu von dem gefchlacht dauon dy drey he- 
rodes geporn wurden. 

ExpL fol. 158 b Wer dytz puechelein das mit vleys gefchribn 
ifl vnd gericht ift weil abl'chreybn der soil es allesfambl 
aigntlich an wortn vnd an synnen fchreibn als es hye stel 
vsd mit darzw noch dauon legfi noch dy wort verwandlu 
vnd soil es dann ain ftund oder zwier hye ab durchnach- 
tigklich richfn vnd soli mit sunnders daraus fchreibu etc. . . 

fol 159 a Hye hebt sich an ain Epiflel oder ain Senndung 
dye gemacht hat Mayfter Samuel ain Jude oder ain ysra- 
helifchr geporn von der Stat zu Seyts. In dem kunigreich 
zu mariochitan vnd hat sy gesant mayfter Raby ysaac der 
fchuele oder Synagoge dy da ift zu Emefa in dem selbu 
chunigreich dy selb Epifll hat ain geyfllicher man bruder 
AlTran ain prediger von hysponia pracht von hebrayfch 
zungen in latein vnd maifter Grenhart oder Freyharl Fe- 



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37S 



rehart pharrer za Strafsegang hat sy von latein zq Teutfch 
pracht etc. Behaldte dich got Brueder Raby yfaac gesondt 
vn lafs dich beleibli allfo lanng das vans 1 gefannkchnufs 
ein Ende nemb vnd gefchech ein famung von der prayttn 
weytn tailung ate wir getaylet sein In vier Enndt der weldt 
das vns kumme der genadig des wir wartn vnd das got 
sein genade mit uns tail ift das er sein guet mil vns thun 
wolle. 

Das erft Capitel hye senndt der Junng' das puech 
seinem mayfter vnd begert lere. 
Expl. fol. 175 b - 

Fol. 177» — fol. 240 b fin: Acta apoftolorum finita funt per 
me Martinum Saltzman de Wollenzach sub anno dni mil- 
lefimo qaadringentefimo septuagefimo nono In vigilia fancti 
Mathej apli hora tertia. 

fol. 143 a - Hye hebt sich an dy Tauel der zehe gepot nach 
ein ander vnd yedes gepot mit seinen artiklu was dye 
ausweyfiit nach der zal zu finndu. expl. 214 b - 

(52.) V. B. 20. Folio. Papier, saec. XV. 

Fol. 1. inc. Daz sein alle Ewangelien vnd die epiftel und die 
profecien vnd hebt sich an di Epiftel an dem erflen sun- 
tag in dem aduent. 

expl fol. 10 b fol. 9 a An dem andern funtag fchreibt pawlus 
aucb den romern. Bruder ir fchull nicht weis fein so pei 
euch felber daz ir icht geldet vber wider vbel seit vur- 
sichtig gute dink nicht allaine zu tun vor gote sunder 
auch vor alien lewten ab es gefein mak allz verre alz an 
euch ift so habet frid mit alien leuteo allerlibfte wefchir- 
met euch selber nicht sunder entweichet dem zorn wann 
es ift gefchriben gebel mir di Rache so wider gelde ich 
es vn ab deinen veint hunger so speise in ob in d&rfte 
so trenk in etc. 

(53.) I. H. 11. Octav. Papier, sacc. XV. 

fol. 179 R - Von dem heilligen wirdigen Apoftel vnd Ewange- 
liften Sant Matheus. 

Gegrufset feyst du heilliger wirdiger XHpot vnd Ewan- 
gelii't S. Matheus wan der herr Jhus dich so genediglich 
von eine suntlichen ftandt zu einem junger beruft vnd er- 
welt hat etc. .... 
fol. 182 a Ain gut gebeth von dem heiligen wirdig§ ewange- 

liften S. Marcura. 
fol. t85 a Von dem heiligen wirdigen Ewangeliften Sant. Lucas. 
fol. 187 b - Ain fchon gebeth czu der wirdigen mutter goltes 
Maria vnd iohannes ewangeliften. expl. 191 b 



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376 



Die avfgezdhlten Stdcke finden sich in Miscellanhand- 
schriften, deren grdsster Theil lateinisch, and die daher auch 
unter den lateinischen Handschriften aufgestellt sind. 

Noch set bemerkt, dass dem Codex I. A. 29 ein Doppel- 
pergamentblatt angeheftet ist, das aus dem XI VJahrh. stammt, 
and einer Predigt-Sammlung angehOrt. Zwei Spalten stehen 
auf der Seite, jede zu 35 Zeilen. Ich theile ein kleines 
Bruchstuck daraus mit: Ir priefter pfleget der leut mil 
trewen an der peiht. vnd wo in ewer not gefchiht fo Cult ir 
gahes in der naht aufslen vben alle ewer ampt. durich den 
allmechtigen got. Das dritte phunt muezze wir auch wider 
railen. an dem iungeften gerihte. daz ift von vnferr zeit. Daz 
ain ift wier Allien vnfer zeit nuezeleich anlegen niht ver- 
tanczen noch mit vnnuczeleichen dingen anwenten. noch 
pozleich wan vnfer herre wil die minften zeit niht ybersehen 
yon der weil daz wir geftern werden biz daz ain pra an di 
anderm chvmt. vntz an vnfern tod als wenig er des chlainlten 
hares vergezzen wil. wie wirs verlorn halten. Darvmbe ir 
herlchafl allesampt durich den allemechtigen got legt ewer 
zeit nuczleichen an. wir chomen alle her vnd muezen alle 
fchier von hinnen 



Zu 

den Breslauer Drucken des Elias Succentor 

von 

Prof. Dr. Johann Kelle. 

Ad solemnem renuntiad'onem virorurrt eruditifsimorum 
illuftrilsimorum nobilifsimorum , quibus intra sacra femi- 
saecularia univer/itatis Vratislavien/is summos in philoso- 
phia honores tribuendos ordo philosopborum iudicavit et 
conftituit lud der Dekan der philosophischen Fakullat, Biblio- 
thekar Fr. Stenzler durch eine Schrift ein, in welcher: 
Librorum Seculo XV imprefsorum , quos Bibliotheca regiae 
univer/itatis Vratislauienfis tenet , confpectus generalis sich 
befindet. 

Nachdem von Seite 1 — 15 nach dem Alphabete des Druck- 
ortes geordnet die Drucke der Breslauer Bibliothek im All- 
gemeinen aufgezahlt, ist auf Seite 16 unter No. 59 von den 
Breslauer Drucken gehandelt, zu denen in den folgenden Zei- 
len eine Erg&nzung geliefert werden soil. „Ita poftquam 
iultus ordo poftremo loco ad no It ram nos urbem deduxit, 
iuuat de Vratislauienfibus libris singilatim dicere, quum prae- 
fertim hi sunt omnes rarilsimi, pars hodie primum communi 
notitiae traditi u sagt Stenzler und zahlt auf: 
1. Staluta Synodalia Episcoporum Vratislauienlium Con- 



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377 



radi, Petri et Rudolphi, das zuerst der Breslauer Custos 
Friederich 1822 im 76. Bande der Schlesischen Provin- 
zialblatter ausfuhrlich beschrieben hat. Ein zweites 
fragmenlarisches Exemplar dieses Druckes besass Jo- 
hann Willielm Olsner, der es 1834 im 99. Bd. der eben 
geuannten periodischen Schrift beschrieb. 

2. Johannis Gerson tractatus de modo uiuendi omnium 
fidelium et Hieronymi epiftola ad Paulinum presbyterum. 
8 Blatter Quart mit 23 Zeilen s. I. s. a. Friederich hat 
aucb dieses Exemplar a. a. 0. beschrieben. 

3. Antonini Archiepiscopi Florentini Confefsionale. 188 
Bidder mit je 23 Zeilen. s. I. $. a. Olsner besass ein 
Exemplar dieses Druckes und beschrieb ihn 1834 a. a. 
0., jedoch nicht ohne Irrungen. 

„Putabanlur, sagt Stenzler p. 20, hucusque hi Ires libri 
(siue quatuor, si hifloriam transfigurations in exemplari Sta- 
tutorum Synodalium Pragensi addere licet — darauf komme 
ich zuruck — ) efse soli typis Vratislauienfibus imprefsi. In 
hac igilur librorum Vratislauienfium paucitate summaque ra- 
ritate baud inoptatum euenit, quod duos praeterea in biblio- 
theca noflra libros inueni, quibus illorum numerum augeri 
manifesto apparel ex lilteramm figura. Sunt vero hi: 

4. Nicolai de Blonie Tractatus de Sacramentis. 
137 Bidder fol. 34 Zeilen s. L s. a. 

5. Poggii Facetiae. 

104 Bidder Quart. 24 Zeilen s. I. s. a. 
Ueber einen sechsten Druck des Elias Succentor soil 
hier naherer Nachweis gegeben werden. Er befindet sich in 
der Prager Universitatsbibliothek, ist den sub No. 1. erwahn- 
ten Statuta synodalia etc. vorgebunden, und wurde bereits 
von Hanka in asopis Ceskeho Museum 1840. p. 93 erwahnt. 
n Dicit Hanka, sagt Stenzler, in uolumine illo bibliothecae Cle- 
mentinae folia duodeviginti, quae Statuta Synodalia anlece- 
dant, tenere hiftoriam de Iransflguratione Domini, quae fer- 
vatur in choro ecclefiae Vralislauienfis. Ex toto narrationis 
contextu concludendum videtur, hanc hiftoriam iisdem typis 
exprefsam efse, quibus Statuta Synodalia. Quod si ita eft, 
habebimus praeter quinque libros Vratislauienfes, quos hie 
Aim enumeralurus, mihi plane ignotum, quern in noftra biblio- 
theca indagare adhuc mihi non contigit." 

Der Druck enthalt: 
Fol. i. r. /. i. Hiftoria de transfiguratone dui que ser || uatur 
in choro Ecclesie wratislauien. j| Ad primas vefpas 
anth. sup pi || Sunt de hie ftantibus qui non 
guftabut >| mortem donee videant Alio homis venien || 
tern in regno suo. ps. Laudate p omia [| 

etc. 



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378 



Fol. 9. v. I. 1. Offlcium Mifse festi eiusdem seqait' || Introitos. 
Uiderunt ingrefsus tuos de? || ingrefsas dei mei 
regis mei qui eft in lane | 

etc. 

I. 8. ajjli. Carifsimi no indoctas fabulas fecu || li. etc. 
vide io cedula imposita. Graduale | 
Auf einem ungefahr zwei Quadratzoll grosseo 
dem Bande eingehefteten Streilen stehen r. v. 
8 Zeilen inc. 

Carifsimi. no indoctas fabulas feculi. no- || 15 
facim9 

etc. 

fin. 

sed fpu fco infpirate locuti funt fancti dei. 
Fol. 10. v. I. 1. Incipit Hifloria de prefentatone || beate Marie 

virginis. ad vs. au. ;i 
Vol 17. r. I. 1. Officium Mifse de pTitacione beate || Marie in 

templam. Introitus. ! 

etc. 

fin. Fol. 18. v. Collecta infra octaaas prefentaconis. jl Dens 

?[ui fanclum dei genetrice virginem mariam. templo 
ancli fpos poft trienniu || in templa tan prefentari 
voluifti. prefta quefamus. ut qui putaconis sue fefla 
ve i neramur. templum in quo habitare digne || ris 
efflciamur. Per do. eiusdem. || 
Deo gracias. 

Das Exemplar enthalt auf jeder Seile wie die Statuta 
Synodalia 24 Zeilen und stimmt in Allem so mit dem eben 
genannlen Werke, bei dem der Drucker genannt isl, uberein, 
dass nicht das leisesle Bedenken darQber obwallen kann, dass 
die Historia (ransfigurationis aus derselben Druckerei hervor- 
gegangen ist, welche die Statuta Synodalia lieferte, also aus 
der des Elias Succentor. 

Das Exemplar der Statuta Synodalia in der Prager Biblio- 
thek stimmt vollstandig mit dem Breslauer, und wenn uach 
Slenzler Hanka sagle „Conradi Statuta flniri fol. 18 etc./ 
wornach Abweichungen der beiden Exemplare angenommen 
werden mussten, so ist ihm entgangen, dass diese Differenz 
zufallig und ihren Grund darin hat, dass im Prager Exemplar 
eine Lage am unrechten One eingebunden war, was Stenzler 
bereits vermuthet hat. 

Das Prager Exemplar inc.: 

a. 

Fol. 1. r. /. Synodalia Statuta Epi Conradi || In nomine domini 
amen. Nos Conrad9 || 

etc. 



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37t> 



FoL 13. r. /. 5. Vatir vnler. der du bift in den hymeln. || 
t*. /. 13. Gegrufset seyftu Maria vol gnoden der II 
ib. L 17. Ich glewbe in got vatir almechtigs fche || 
ppher 

etc. 

FoL 13. v. I. 12. Otcze nafs genz gsi nanyebesach ofwys || 
Fo/. 26. c. Statuta sinodalia dni Petri Epi || wratislauieli 

feliciter incipiunt. || 
FoL 39. r. /. 23. Hec de ftatutis synodalibns dni Petri. || Epi 

wratislauieii. Laus Eterno Deo. 
FoL 40. r. Statula Synodalia domini Ru jj dolphi Epi wrat' 

feliciter inoipint. 
FoL 52. v. L 10. Et tantum de Synodo prima. || Sequit' 

Synodus secunda per dictum j| dominum Rudolphum 

Episcopum wratis j| lauiensem, eo quo fequif modo 

celebrala. || 

FoL 64. r. fin. Que vnaco ftatutis dno2[ Petri et Ru || dolphi 
Epi^ wrat* pro laude dei comuniq 3 || vtilitate Cleri 
in alma vrbe wraf per C. E- || lyan Collgiate. e. s. 
Crucis ibid' Succen- || torem Imprefsa et feliciter 
ofumala sunt. || Annodni Mcccclxxv. Nona vero die 
men || sis Octobris. Sit Laus Deo. 
Die Seiten auf fol. 20. 21 sind wie im Breslauer Exemplar 
verdruckt, und mfissen als fol. 21 b 21 s *, 20 b 20 a auf einander 
folgen, was bereits vom Drucker selbst bemerkt worden ist, 
der die rechte Reihenfolge der Seiten durch die Buchstaben 
a — f bezeichnete, welche er von Seite 19 b — 22 a oben an den 
rechten Rand setzte. Dass es wirklich der Drucker selbst 
war, welcher diese Bezeichnung anbrachte (Stenzler sagt: 
animadverlit hoc sive anliquus aliquis lector, sive ipfe Elias 
Succenlor), scheint ziemlich sicher daraus hervorzugehen, dass 
im Prager Exemplar wie im Breslauer am untern Rande von 
fol. 19 b steht: Notentur lilterae supra signatae propter trans- 
positionem, abgesehen davon, dass schon die gleiche Anwen- 
dung der Buchstaben an derselben Stelle gewichtig dafur 
spricht. Eine Vergleichung der Schrift kann daruber unbe- 
dmgten Aufschluss geben. 

Noch sei bemerkt, dass sich auch Poggii Facetiae aus 
der OfRcin des Elias Succenlor in der Prager Universitats- 
bibliothek beflnden. 



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1 



380 



Verzeicbniss 

der Incunabeln der Grossherzoglichen Bibliothek 
zu Oldenburg. 

Von 

Bibhothekar Dr. Meradorf in Oldenburg. 
(F or tsetzong.) 

234. 

Jamblichus de myfteriis Aegyptiorum, Chaldaeorum, Assyrio- 
rum et alia opuscula. Veneliis io aedib. Aldi 1497. raense 
Seplembr. fol. 

Panz. Ana. III. 420. 2249. Hain 9358. Renooard. p. 

13. Nr. 6. 

235. 

Aristophanes comoediae IX, graece. Venetiis apud Aldum 
1498. Ibid. Quintilis. fol. 

Panz. Ann. Ill, 379, 1967. Hain 1656. Renouardp. 16. 
Nr. 3. Dibdin Bibl. Spencer. I, 256 ff. Nr. 120. 

236. 

Perottus (Nicol.) Cornu copiae linguae Lalinae. Venetiis Al- 
dus Manulius 1499. mens. Jul. fol. 

Panz. Ann. Ill, 460, 2522. Hain 12706. Renouard p. 

19. Nr. 2. 

237. 

Epistolae graecae variorum auctorum. Veneliis Aldus Manu- 
tius 1499. Mens. Marlio. 4. 

Panz. Ann. Ill, 460, 2521. Hain 6659. Renouard p. 
18. Nr. 1. 

238. 

(Columna [Franciscus]) Hypnerotornachia. Veneliis aed. Aldi 
Mauut. 1499. mens. Decembr. M. Holzschn. fol. 

Panz. Ann. Ill, 462, 2525. Hain 5501. Renouard p. 21. 
nr. 5. Das hiesige Exempt, ist in 3 Blallern (darunler dem 
Schlussblatte) handschrifllich ergauzt und gehdrle fruher 
dem Stempel nach Caesar Barrottus. 

324. 

Firmicus (Jul.) astronomicorum libb. et alii astronomi. Ve- 
netiis Aid. Manut 1499. M. Holzschn. fol. 

Panz. Ann. Ill, 461, 2524. Hain 14559. Renouard p. 

20. Nr. 3. 



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381 



325. 

Lucretius Carus (T.JWbri sex. Venctiis ap. Aldom. 1500. mens. 
Dec. 4. 

Panz. Ann. Ill, 477, 2644. Hain 10285. Renouard p. 
23. nr. 1. Dibdin bibl. Spencer. II, 156. Nr. 302. 

y. Bernardinns Venetus s. Vercellensis 1495—1500. 

239. a. 

Polybius de primo bello pnnico et Plutarchi paralelia. (in- 
terpr. Nic. Perotto) Veneliis. Bemardinus Venetus 1498. fol. 
Panz. Ann. Ill, 441, 2387. Hain 13248. 

239. b. 

Orosius (Paulus) historiarum adversus Paganos libb. VII. 
Venetiis. Christof. de Pensis de Mandello opera Octaviani 
Scoti. 1499 15. Kal. Aug. fol. 

Panz. Ann. Ill, 456, 2494. Hain 12103. 

240. 

Persius (Aul. Flacc.) c. glosa Scipionis Ferrarii de monle- 
ferralo s. 1. et a. (Venetiis Bemardinus Venetus circa 
1500.) 4. 

F. 1. a. Aulus Flaccus Perfius Cum j glofis Scipionis 
ferrarii | Georgii fllii de monte | ferrato arliu x me|dicine 
doctoris. | F. 1. b. Illuftriffimo Principi Gulielmo Marchioni | 
Montifferrali Scipio uenetus Georjgii Alius de uerolego. 
S. P. D. | (C) Ogilanti mihi cui potiilimum has ftudiorum| 
meorum primitias dicarem princeps etc. F. 1. a. (mit Blalt- 
zahl 2) Francifcus roffetus ueronenfis fludiofiffi. Ado- 
lefcenli Scipioni ueneto | Georgii Alio de monleferrato. 
S. P. D. | (E) Laboratas in Aulum perfium Aimma cura et 
ingenio glofas | tuas fcipio mi fuauiflime cum etc. F.4.a. 
(mit Biattzahl 4) beginnt der rings mit der Glosse umgebene 
Text. Die Glosse Z. 1. a. Nec. coiuctio eft difiucliua: ut 
nec legit nec fcribit. ponit e pno ad-|uerbio. F. 98. b. 
endet die Glossa und darauf folgt die Tabula, welche F. 
102. a. (mit Biattzahl 102) endet. F. 102. b. Jo. Petri Va- 
leriani Bellunenfis In Auli Flacci | Perfii Satyras Periocha. 
(darunter 6 Hexameter) dann Eiufdem Ad Scipionem Per- 
fii Interprets Telraftichon. (darunter 2 Distichen) und nun: 
Cum Gratia t Priuilegio Ob lnuelio-|oem. Ordinem. Mo- 
dum. Induftri|am. Tabulla. Poflillas. t Quot-|tationes 
Auctoritatu. 102 Blatt m. Biattzahl ohne Custod. and 
Signatur. m. 39 Zeil. rdm. Char. 4. 

Fehlt bei Panzer und Hain. Ebert 16259. 



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389 



w. Albertinus Vercellensis. 1499. 
241. a. 

Josephus (Flavins) Opera, latine. Venetiis Albertus Vercel- 
lensis expensis Octaviani Scoti. 1409. 23. Octob. foL 
Panz. Ann. ffl, 451, 2464. Hain 9454. 

241. b. 

Bartholotnaeus de Glanvilla de proprietatibus rerum. Norim- 
berg. Ant. Koburger 1492. 20. Juni. fol. 

Panz. Ann. II, 210, 205. Hain 2510. Auf dem Titel- 
blatte des hiesigen Exemplars: Hermannus Herofle ne jure 
poflldet — Ex liberali donalione Conradi Stellinckwerffs 
poffidet jufto (itulo Theodorus Krechtinck. 

x. Unbekannte Drucker. 
242. 

Valerius Maximus cum commento Oliveri Arzignanensis. Ve- 
neliis 1494. 16. Jul. fol. 

Panz. Ann. Ill, 364, 1861. Hain 15793. 

243. 

Thucydides historia belli Peloponesiaci lat. a Laur. Valla facta, 
s. L et a. (Venetiis circa 1485 ) fol. 

Panz. Ann. IV, 202, 1226. 482, 1226. Hain 15511. 
Dibdin Bibl. Spenc. II, 443, 485. 

XXXIII. Wien. 
Johan Winterburg (1492). 
244. 

Vngelt vom Wein. o. J. u. O. (Wien, Winterburg) 8. 

F. 1. a. (roth gedruckt) Ungelt vom wein | nach orde- 
nung der | loblichn flat wien darunter im Kleeblatt drei 
Wappen. F. 1. b. 4 (roth) Vmb 16 ain Achlerin 2 ±\ 
sodann roth und schwarz die Taxe. F. 15. b. (roth) 
4 Vermerkht So gemant hie zu Wienn vonn | Zaphenn 
fchennkt Was auff den Weinmaifter | Weintrager Koch 
vnnd Leitgebenn get on die | frueftuckh | F 16. a. (schwarz) 
4 Ilm Was auf das fruesUckh geet das verrait | der wein- 
maifter dem hern des der Aufgefchenkt | wein gewefn ift 
4 Ainem geden Leiltgeben | fol man taglich mon fpeis in 
oder nicht ain Ach|terin wain raitn Speift mon in nicht 
fo sol mon | ym taglich for die fpeife geben 12 a vnd 



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383 



dar zu | ain Achterin wein. | darunter noch 11 Zeilen. 
F. 16. b. leer. 16 Blatt ohne Blallzahl und Cuslod. mit 
Signal, und 20 Zeil. auf der Seite, fast durchgangig roth 
gedruckL 

Fehlt bei Panzer u. Hain. Merzdorf bibl. Unterhalt. II. 
p. 96—98. 

XXXIV. Zwolle. 
Peter van Os (1480). 
245. 

Sielentrost. Zwolle Peter van Os 1491. op sancti Bartholo- 
mew avent. fol. 

F. 1. a. leer. F. 1. b. blaltgrosser Holzschnitt, Chri- 
stus vorstellend. F. 2. a. Dit boeck is gheheten Der He- 
len iroeft darunter Holzschnitt Moses mit den Gesetzes- 
tafeln auf der rechten Seite, die Juden urn's goldne Kalb 
auf der linken Seite tanzend, Gott in der Hohe herab- 
schauend vorstellend. F. 2. b. Col. a. ( ) Ier beghint die 
lafele van | defen boecke welck is ghejheten der Helen 
Iroeft En | is ghetoghe vut menighe | goede boecken Als 
vut die bibel paffio-|nale ende etc. Das Register endet 
F. 7. b. Col. 2. Z. 29. Alio eyndet die tafel va defen 
boec-|ke dat gheheten is Der fiele troeft. F. 8. a. (mit 
Sign. J. a i) Col. 1. ( ) Ieue vader wilt | mi wat ghoe- 
des | leren doer god vs | hemelrijcke onfen | here. | lieue 
kint d3 | wil ic ghaern doe | op dalftu god van hemelrike 
onfen heer | vor mi bidden. Soe wil ic dy wat | ghoedes 
leren etc. F. 134. b. Col. 2. Z. 20. mit gode in zijn 
ewighe rijc welck 09 I uil gonen de vader die Tone en die 
heylijghe gheefL AMEN | Ghelouet fi god darunter 
ein kleiner Holzschnitt die Verkundigung Mariae darstel- 
lend. F. 135. a Dit boeck dat gheheten is Der fielen 
troeft. dat is voleyndet te zwolle | in den ftichte va otrecht. 
ter eren gods end' zynre lieuer moeder der fumer ma|ghet 
Marie Om heyl ende falichegt alse goeder kerften men- 
fchen. Bi mij | Peter van Os Ju (sic) den iare ons heren 
doe men fcreef. M.cccc. ende. xci. | op finle Barlholomeus 
andt. Deo gracias | Darunter der Druckerstock des Peter 
van Os. F. 135. b. leer. 135 Blatter, wo von 126 (unlen) 
numerirt mit Signaturen ohne Custoden, in 2 Columnen 
mit goth. Lettern und 37 Zeil. m. einigen (7) Holzscbn. 
klfol. 

Fehlt bei Panzer und Hain. Auf dem letzten Blatte 
unsers Exemplars steht von alter Hand „Bidt voir die 
oriende ende waeldoners. u Eine Ausgabe von 1485 be- 



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384 



w 



Sanctis, s. 1 



schreibt Du Puy de Monlbrun in seinen Recherch. bibliogr. 

p. 34. 

XXXV. Ohne Angabe des Druckorts, mit Jahnsahl. 

1479. 

246. 

Ars praedicandi in themalibus de tempore et de Sanctis, s 1 
1479. 22. April, fol. 

F. 1. a. Informalio no(abilis t pclara de Arte predicadi 
In themati-|bus De tempore i de ? fanctis arlificialiter de- 
ducia Incipit. | ( ) Vatuor lot giia [>dicacois Prima gen9 
e qTi cocor|dal' realit' t vocalir Sed'm qii cocordat* folo 
rea| liter etc. F. 13. b. Z. 20. Opus preclaru de Arte di- 
cendi t predicandi Prefbileris Clejricis t euangelizare vo- 
lenlibus. perutile i neceflarium. Non (o|Ium doclis t in- 
geniofis led mediocriler lilteralis conferens vi|am % modum 
ad quodcaqs Thema magiflraliter t artificiofe | populo de- 
ducendum Explicit de quo laudelur deus in fecula fejculo- 
rum. Anno. LXXI.X. die. xxij. Aprilis. | F. 14. leer. 14 
Blalt ohne Biallz., Sign, und Custod. m. 37 Zeil. gotb. 
Char. fol. 

Panz. Ann. IV, 21, 133. Hain 1861. Das vorliegende 
Exemplar gehorle fruher Niesert in Polen. 



I4S2 

247. 



r # 



Augustinus (S. Aur.) Confessionum libb. XIII. s. 1. 1482. in 
profesto Laurentii. 4. 

Hain 2032. Das hiesige Ex, hat auf i 
„Liber bibliolhecae Breidelarienfis." 




(For tsetzu ng folgt.) 



Bibliothekchronik. 



% ftf: 



Von dem Kalaloge der Handschriften der KOnigl. und Uni- 
versilalsbibliolhek ist der 1. Fascikei (Codices ad iurisprudenliam 
pertinentes, digessit et descripsit Aem. Jul. Hugo Steffenhagen) 
vor Kurzem erschienen. 



\ — 



►1L 
— 



Verantwortlicher Redacteur: Dr. lioberl Naumann. 
Verleger: T, O. WeigeL Druck von C, /*. Melzer in Leipzig. 




zum 



SEBAPE1IJI. 

15- Januar. J\@* 1. 1861. 

BtbUethekardnungen etc., neueste in- and aaal&ndlsohe Litteratnr, 
Anxeigen etc. 



Zir Besorgnng aller in nachstchenden Bibliographien verzeichneten Bttcaer 
•mpfehle ich raich unter Znaicl>erang ichnellster and bitytgater Bedtenang; denen, 
walehe micb direct nit reap. Bestellungen beehren, gicbere ich die grdaatcn Tor- 
tbeile an. 

T. O. Welgel in Leipzig. 



Die konigliche OffenUiche Bibliothel* zu Brfissel. 

Wir haben bereits im Intelligenzbiatte zum Jahrgang 1855. 
(Nam* 4—9.), so wie zom Jahrgang 1857. (Num. 10—16.) die 
interessanten Berichte des Herrn L. Alvin fiber die konigliche 
iiflentliehe Biblioihek zu Briissel in den Jahren 1850—1856. mit- 
getheUt. Die erw#hnte Biblioihek ist eine treffiicb geleitete und 
mit der gewohnten belgischpn Liberalital unterslutzte Anslalt von 
so grossartigen Verhallnissen , dass wir auf die yollstandige Bil- 
ligung unsrer Leser rechnen diirfen, wenn wir den neusten 8e- 
richt des verdienUn Herrn Aivin iiber die Jahre 1866—1857. 
und 1857—1858. gUichfalls hier mittheilen. fis ist dieser Be- 
nch! erschienen unter dera Titel: 

Rapport gfatoral 

sur la situation de la bibliotheque royale 
pendant les anaees 1856-1857. et 1857-1858, 
pr6sent6 4 M. Ch. Rogier, Ministre de l'int6rieur, 
par eftl. <&totn, ^ 

conservateur en cbef. 

(BruxeHes, imprimerie de Deltombe 1859. 43 pages, 6°.) 

BruxeHes , le 29. decembre 1858. 

Monsieur le Ministre, 

Voici le troisifeme rapport g6n6ral que j'ai l'honneur d'adres- 
ser k voire d£partement depuis que vous m'avez confi6 la direc- 
XXII. Jahrgang. 



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2 



lion de la bibliotbeque royale. Ces trois documents embrassent 
uo ensemble de huit ann6es, du ler octobre 1850 au meme 
mois de 1853. 

Dans mon rapport du 14 octobre 1854, je me sois parti- 
culifereraent attache A faire connattre la situation de I'etablisse- 
ment, au moment ou j'en ai pris la direction, et j'ai indiqu6 les 
moyens de pourvoir k ses besoins les plus urgents. II fallait, 
avant de songer k d'autres ameliorations, faire face aux neces- 
sity roat6rielles, et c'est surtout dans le but d'obtenir un accrois- 
sement de local que j'ai iusiste aupres de l'administration. Mes 
efforts n'ont point 616 sans resuitaL Le gouvernement, recon- 
naissant la I6gitimit6 de mes demandes, a sollicite de la legis- 
lature et a obtenu un cr6dit extraordinaire pour la construction 
d'une galerie lat6rale, ce qui nous a permis d'assigner on empla- 
cement convenable a certaines parties de notre d6p6t, pr6c6dem- 
ment entass6es dans un espace beaucoup trop 6troit, au detri- 
ment de l'ordre et de la facility des communications avec le 
public. 

Mon second rapport; portant la date du 30 d6cembre 1856, 
envisageait l'etablissement sous le point de vue plus particulier 
de la bibliographic, et s'occupait, en premiere ligne, de Tint6r6t 
soientiflque et des services que notre depdt est appel6 a rendre 
au public qui le fr6quente. Cette fois encore, 1 administration 
sup6rieure a compris les besoins que je lui avais signals et a 
arr6te les mesures propres a les satisfaire. D6s I'ann6e suivante, 
une somme de six mille francs figurait au budget du d6partement 
de Tinterieur pour subvenir aux d6penses de la confection d'ui 
catalogue g6n6ral et de la fusion dc nos trois fonds. 

De pareils r6sultats, un appui aussi efflcace, dans les hautes 
r6gions du pouvoir, me sont un puissant encouragement k per- 
s6v6rer dans la direction que j'ai imprim6e aux travaux de notre 
etablissement, el a continuer de d6couvrir avec franchise les 
cdtes faibles aussi bien que les parties satisfaisantes de son or- 
ganisation. En voyant I'usage qui a 6t6 fait jusqu'ici des res- 
sources qui m'ont 6t6 accord6es, vous jugerez, je I'espere, M. le 
Ministre, que si l'appui solide de fautorit6 sup6rieure nous est 
plus n6cessaire que jamais, on peut nous 1'accorder avec con- 
fiance, et ce troisieme rapport ne pourra manquer d'avoir pour 
la bibliothfeque royale des resultats aussi favorables que ceux 
qu'ont eus ses devanciers. 

Mon travail est divis6 en six chapilres, savoir: 

CHAPITRE PREMIER. — COMMUNICATIONS AVEC LE PUBLIC. 

§. I. Mouvement de la salle de lecture. 
§. II. Pr6t au dehors. 

ClIAPITRE DEUXlfrlE. — ACCROISSEMENT DES COLLECTIONS. 
CHAPITRE TROISIEME. — EMM^NAGEMENTS INT^RJEURS. 

§. I. Installation des collections. 
§. II. Cabinet des estampes. 



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3 



$. III. Cabinet des mldailles. 

CHAPITRE QUATRIEME. — SECTION DES MANUSGRITS. 
CHAPITRE CINQUIEME. — TRAVAUX DE LA FUSION ET DU CA- 
TALOGUE. 

CHAPITRE SIXlAMB. — ADMINISTRATION. 

§. Ier. Personnel. 
§. II. Defenses. 

Bien que cette division ne soit point identiquemen! celle 
que j'ai suivie dans chacun des deux premiers rapports, des cir- 
constances particulieres ayant chaque fois dlterminl le choix d'un 
plan different, Dependant toates les donnles statistiques sont fon- 
dles sur des bases identiqnes et peuvent, pour la periode entiere 
des huit annles, lire groupies dans un mime cadre. 

Le gouvernement a ordonnl l'insertion des deux rapports 
precedents au Moniteur. Cette publicity en a provoqul une 
autre, la reproduction du mime document, en tout ou en partie, 
dans les journaux quotidiens et dans certains recueils splciaux 
du pays et de l'ltranger. Kile nous a valu, de la part d'lcrivains 
compltents, un examen slrieux de notre gestion et des observa- 
tions critiques dont nous avons pu faire notre profit, dans plus 
d'un cas. Ces rlsultats vous engageront peut-ltre, M. le Ministre, 
k suivre un exemple qui est d'ailleurs dans les habitudes de votre 
administration Iclairle et liblrale. 

CHAPITRE PREMIER. 

COMMUNICATIONS AVEC LE PUBLIC. 

§. I cr Mouvetnent de la sails de lecture. 

Le mouvement de la salle de lecture de la premiere section 
(livres imprimis) continue k suivre une progression croissante. 
Chaque annle, notre dlpdt est en mesure de rendre aux travail- 
leurs slrieux de plus importants services. Ce rlsultat est d&, 
en particulier, au soin que Ton prend de dinger les acquisitions 
de maniere k tenir la bibliotheque au courant des publications 
relatives aux diverses branches des connaissances humaines. Les 
hommes d'ltude, qui forment notre clientele, sont, de jour en 
jour, plus assurls de trouver chez nous 1'aliment que rlclament 
leurs travaux. On voit qu'ils profitent de cet avantage, puisque, 
sans qu'on puisse signaler une augmentation dans le nombre total 
des visiteurs; on en constate une tres-grande dans le nombre des 
ouvrages communiquls, en mime temps que le chiffre des ouvra- 
ges refusls, comme manquant au dlpdt, diminue d'une maniere 
sensible. 

Auoun livre n'est communique, k moins qu'il n'ait Itl de- 
mandl par un bulletin signl. Ces bulletins soigneusement numl- 
rotls, me sont remis, k Tissue de la slance; j'en fais chaque 
jour un depouillement dont j'inscris les rlsultats dans un registre 



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* 

ad hoc. J'exerce de cette fa^on on contrite eftttaee aur le 
service de la salle de lecture, en tenant note des ouvrages qui 
enl ete refuses, et en me faisant rendre cempte des motifs des 
refus. Je puis aussi reconnaltre, par le nombre et la speciality 
des ouvrages refuses comme faisant defaut sar bos rayons, quel- 
les sont les lacunes qu'il est urgent de combler poor que la 
bibliotheque royale reponde aux besoins des lecteurs* Cost encore 
par la combinaison des donnees consignees dans ce registre, que 
je puis dresser une statistique qui offre une idee exacte da moi- 
vement de nos livres. 

Depuis le ler octobre 1856 josqo'au 15 aout 1857, la sail* 
de lecture de la premiere section a ete frequentee, en moyenne 
par vingt lecteurs, chaque jour. Onze mille sept cent trente- 
sept ouvrages, — au dela de vingt-trois mille volumes, — ont 
ete communiques; c'esl done, pour les deux cent cinqoante et 
un jours , quarante-*ix ouvrages compulses par seance. Mais le 
chiffre varie beaucoup d'uH seance a I'autre; il est descendu a 
vingt) dans la premiere semaine du mois de decembre; il s'est 
eleve a soixante-seize dans la deuxieme semaine du mois de mars. 

Depuis le ler octobre 1857 josqu'au 15 aout 1858, la 
moyenne des lecteurs n'a ete que de riix-huit par seance, moyenne 
inferieure a celle de l'annee precedents Rt cependant le chiffre 
des ouvrages communiques s'est accru de plus de mille; il a' eat 
eleve k douze mille sept cent soixante-quatre, — au dela de 
vingt-cinq mille volumes. Le nombre des seances ayant et£ 
de deux cent cinquante-trois, la moyenne generate sur toute 
l'annee a atteint le chiffre de cmquanie outrages communiques 
par jour. Le minimum des ouvrages communiques en une meme 
seance a ete de trente; ce resultat correspond k la 3e semaine 
d'octobre. Le maximum, qui correspond k la 3e semaine de 
decembre* a ete de soixante et onze. 

Les ouvrages refuses de la premiere periode, 1856 — 1857, 
comme manquant au depdt, ont atteint la proportion de 4 p. c 
des demandes; cette proportion est descendue a 3 1/3 p. c dans 
la periode suivante, 1857 — 1858. 

Les ouvrages communiques, pendant les deux annees, se sonl 
repartis de la maniere suivante entre les dix divisions dont se 
compose actnellement notre systeme bibliographiqne: 

1856—1657. 1857—1858. 



1° Bibliographic, encyclopedic . 352 636 

2° Theologie 391 325 

3° Philosophic 250 275 

4° Jurisprudence 840 640 

5° Sciences 1,113 518 

6° Medecine 267 389 

7° Beaux-arts, technologic, etc. 1,333 1,123 



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s 



8° Belles-lettres .... 

9° Histoire 

10 s Publications p6riodiques 



2,229 
3,498 
735 



3,173 
3,832 
838 



La dirision de V Histoire est toujours celle qui fouroit le 
plus grand nombre d'ouvrages aox lecteurs qui frequentent la 
bibliotheque royale; mais Pexcedent en faveur de cette division 
est loin d'etre aussi considerable qu'aulrefois. Ainsi, pendant 
la pe>iode de sept ann^es, dont j'ai eu, jusqu'a present, k rendre 
compte, le chiffre des ouvrages d'Histoire communiques k la salle 
de lecture n'est jamais descendu au-dessous de 2,394; il s'est 
eieve, en 1852—1853, a 4,526. Celui des Belles-lettres est 
arrive de 820 k 3,173; celui des Beaux-arts, de 975 k 1,333. 
Cela tient k ce que leg divisions des Belles-lettres et des Beaux- 
arts, com me aussi celle des Sciences, se sont conside>ablement 
accrues dans ces dernieres ann£es, et r£pondent bien mieux que 
par le* passe" aux besoins de nos habitues. Le chiffre croissant 
des ouvrages communiques, dans ces deux divisions, est un signe 
oertain de Putile direction qui a £t£ impriraee aux acquisitions 
faites dans le but de combler les lacunes de la collection. 

Autrefois; un tiers du nombre total de livres demanded ap- 
partenait k Y Histoire par la raison que cette division etait la 
seule qui present&t un ensemble relativement complet. Par une 
consequence logique, cetle proportion a diminue, sans pour cela 
que le chiffre des ouvrages historiques communiques ait ete sen- 
siblement reduit, depuis que les autres parties du depdt ont ete 
successivement enrichies des ouvrages essentiels qui leur faisaient 
defaut. Le chiffre general des communications a la salle de lec- 
ture a ete presque double depuis 1851; il a passe du chiffre 
6,875 k 12,764. C'est pres de six fois le nombre constate la 
premiere annee de 1'ouverture de retablissement. 

On pent connaitre par ces details donnant an releve scrupu- 
leusement exact des faits tels qu'ils se sont produits, que Ten ne 
pourrait, sans injustice, appliquer aux habitues de la bibliotheque 
royale de Belgique les critiques dont ceux d'un grand etablisse- 
ment d'un pays voisin ont ete si souvent l'objet. Les lecteurs 
qui usent dee ressoorces de notre d6p6t sont, en tres-grande 
majorite, des homines d'etude qui y occupent tres-serieusement 
et tres-utilement leur temps. La nature des livres qu'ils deman- 
dent ne saurait laisser aucun doute k cet 6gard. 

Quant aux rapports des agents de ('administration avec le 
pubtio, ils ont toujours ete bienveillants et dignes. II ne s'est 
pr6sente, dans le cours de ces deux ann6es, aucun fait exigeant 
une repression quel con que. Nous n'avons eu qu'a nous louer de 
la tenue parfaitement convenable de nos visiteurs. Je crois pou- 
vok egatement efflrmer que ceux-ci n'ont eu , de leur cdte , a«- 
cune plainte k adresser k 1'administration , gr&ce surtout aux for- 
mes poties et k 1'inepuisable complaisance de M. le conservateur-. 



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6 



adjoint Ed. Fetis, dont f experience et fes connaissances biblio- 
graphiques si Vendues sont toujours a la disposition da public. 

§. II. PrSt au dehors. 

Le r^glement autorise le pret au dehors, a certaines condi- 
tions, et sous quelques reserves. L'autorisation n'est accordee 
qu'4 des personnes notoirement solvables et connues pour se 
livrer k des travaux s£rieux. Les Strangers ne peuvent l'obtenir 
que sur la recommandation de 1'agent diplomatique de leur pays, 
accredits a Bruxelles. 

Toute esp£ce de livres ne peut pas etre communiquee au 
dehors. Les ouvrages rares et pr6cieux sont exceptes, par la 
raison que s'ils venaient k s'6garer, il serait souvent impossible 
de les remplacer. L'interdiction porte aussi sur les grandes col- 
lections dont il serait f&cheux de perdre un volume, sur les 
ouvrages a planches, sur les recueils periodiques. La sortie des 
manuscrits, des estampes et des m6dailles est absolumenl inter- 
dite. Le ministre de l'int£rieur a seul le droit de lever cette 
interdiction, pour des cas rares et toujours dans I'int£r£t de la 
science. Pendant la periode qui fait I'objet du present rapport, 
c'est-a-dire, du l er septembre 1856 au l ep aoQt 1858, — le 
bureau du pret au dehors reste ouvert pendant tout le mois de 
septembre ; il n'esl ferm£ que pendant le mois d'aofit, tandis que 
la salle de lecture est ferm^e du 15 aout au premier lundi 
d'octobre, — pendant cette periode, six mille cent quatre volu- 
mes ont ete erapruntes a notre d^pdt. Cent soixante-cinq per- 
sonnes ont obtenu ('automation de profiler de cet avantage, 
pendant la premiere ann6e, et cent cinquante-quatre pendant la 
seconde. 

J'ai eu l'occasion de constater, dans mes rapports precedents, 
que cette faculty accordee k un aussi grand nombre de savants 
et d'6crivains n'avait produit que des dommages toot a fait in- 
signifiants pour notre etablissement. Les r6sultats des deux der- 
niires ann^es sont tout aussi satisfaisants. 

J'ai re$u, pendant cette periode, seize rapports sur les de- 
teriorations constatees a la rentree des livres prdtes. Treize de 
oes rapports avaient pour objet de 16g&res dechirures ou des 
souillures qu'il a ete facile de reparer et de faire disparattre; 
aussi n'ont-ils donne lieu qu'a des observations verbales adres- 
s6es aux emprunteurs. Deux rapports signalaient des deteriora- 
tions plus graves, mais qui n'exigeaient pas de bien grandes re- 
parations; elles ont toutefois ete suivies d'un avertissement et 
d'une menace de retrait de l'autorisation pour le cas ok le meme 
fait se reproduirait. Le cas le plus considerable consistait dans 
une grande tache d'encre maculant un volume de mani&re k le 
rendre impropre au service. L'emprunteur a du s'engager k le 
remplacer. 

Certes, un pareii resultat peut etre considere oomme tr6s- 



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7 



satisfaisant , si Ton songe a l'avantage que les sciences et les 
lettres out pu retirer de la communication de plus de six mille 
volumes a des personnes qui se livrent a des Etudes utiles et 
fructueuses. 

Uue source plus fr6quente de deterioration pour nos livres 
se rencontre dans la faculty accorded depuis quelques annees, 
aux bibliotheques des universes de l'Etat, de puiser dans notre 
d£pdt, pour l'usage de MM. les professeurs, les livres qui font 
defaut sur leurs rayons. L'universiie de Gand est celle qui pro- 
tile le plus de cet avantage; mais malheureusement les exigences 
de 1'administration des posies, qui transporte ces livres, nous 
interdisent les moyens de les garantir efflcacement contre les 
dangers du transport. Trois cent trente-neuf volumes qui ont 
fait le voyage de Gand, alter et re tour, de 1856 a 1858, sont 
rentr£s chez nous plus ou moins endommages. C'est surtout la 
reliure qui souffre du froissement des cordes au moyen desquelles 
nous sommes obliges de les lier, les reglements de la poste ne 
nous permettent point d'eroployer des boltes ferm^es. 

L'extension que prend le pr£t au dehors, son utility bien 
constats, place 1 administration dans la n6cessite de conserver 
pour l'usage du public un certain nombre de doubles dont on 
avail songl pr6c£demment k se dessaisir, soit au profit d'autres 
6tablissements similaires, soit dans l'int^r^t de l'accroissement de 
outre institution centrale. Les livres de certaines categories dont 
la sortie est interdite par le reglemeot, peuvent sans inconvenient 
etre communiques au dehors, du moment que l'elablisseraent en 
possede deux exemplaires. 

En resume, le service public de la premiere section, tant a 
la salle de lecture qu'au bureau du pret au dehors pendant les 
deux dernieres annees, a donne les resultats suivants: Les 
lecteurs ont fait a noire depdt dix mille quatre vingt-huit visites. 
II n'est pas possible de dire combien d'individus differents se 
sont presented ; car la plupart ont renouveie leurs visites plusieurs 
fois. Trois cent dix-neuf personnes nous ont emprunte des livres 
qu'ils ont consultes a domicile. Tous ensemble ont compulse au 
deli de cinquante mille volumes appartenant k la biblioth&que royale. 

La premifere section comprend, independamment des livres 
imprimes, les collections d'estampes et de medailles. Les details 
relatifs a ces deux branches de service trouveront place dans 
des chapitres sp£ciaux. 

Le service public de la premiere section de la bibliotheque 
royale commence chaque jour a dix heures, et dure, en ete, jus- 
qu'a quatre, et, en hiver, jusqu'a trois heures. Dans le premier 
semestre, semes I re d'hiver, la salle de lecture est ouverte de dix 
heures a trois; dans le second, de onze heures k quatre. Le 
bureau du pr6t au dehors s'ouvre, en tout temps, k dix heures 
et se ferme a midi. 

(Fortsetzung folgt) 



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8 



Uebereicht der neaeeten Utteratar. 



Brodrfck, Major Karl, der Kampf urn Badajoz im Fruhjahr 1812. Nach 
den ursprungl. Quellen u. nach Mittheilgn. v. Aogenzengen. Gintd- 
zage a. Beispiele f. krit. Behandlg. kriegsgeschichtl. Stofle. Mit 1 
(lUb.) Planskizze (in Fol.) gr. 8. (XI II a. 150 S.) Leipzig, geh. 



Cornelias, Carl Sebast, die Theorie d. Sehens a. rSumlichen Vorstel- 
lens. Vom physikal., physiolog. u. psycholog. Standpunkte aos be- 
trachtet. Mit 191 (eiagedr.) Holzschn. gr. 8. (VI u. 652 S.) HtUt. 
geh. n. 4 Tblr. 

ftchnaase, Dr. Carl, Geschichte der bildenden Kunste. 6. Bd. A. u. d T.: 
tieschichte der bildenden Kunste im Mittelalter. 4. Bd. Die Spitzeit 
d. Mittelalters bis zur Blutbe der Eyk'schen Scbule. gr. 8. (aIV u. 
642 S. m. eingedr. Holzschn.) Dusseldorf. geh. n. 7 Tklr. 

(1— 7.: n. 29 TWr.) 

WSrterbach, mittelhochdeutsches, m. benutzung d. nachlasses Geo. 
Frdr. Benecke ausgearb. v. Prof. With. Muller u. Prof. Frdr. Zarncke. 
3. Bd. Bearb. v. With. Muller. 5. Lfg. Lex.-8. (3. Bd. VIII S. u. S. 



Bei Martinua Hljhoff im Hua ist erachienen : 

Monumens typographiques des Pays -Bos an XV* 

siecle. Collection de fac-simile d'aprfes les origi- 
naux conserves a la Bibliotheque Roy. de la Haye 
et ailleurs, publiee par J. W. Holtbop, Bibliothecaire 
en chef de la Ribl. Roy. Livr. X et XI. Gr. qu.-4 to . 
Preis a Lief. 3 Rth. 

Das Werk wird regelrottssig forlgesetzt and wird Id 20 Lief, 
complet sein. 

Uit syn X. goede boerden. Uitgegeven en toegelicht, 
door Dr. E. Verwys. gr. 8vo. 20 Ngr. 
Erste Ausgabe dieser ein weoig freien mittelniederl&odischen 

Gedichte nach der Hulthemschen Handschrift in Brttssel. 



Verantwortlicher Redacteur: Dr. R. Nawnann. 
Verleger: T. 0. Wexgel Druck ron & P. Melzer in Leipzig. 



DSUTSCHLAHD. 




769—963. Schloss.) Leipzig, geh. 



n. 1 Thlr. 
(I- II, 3. a. III.: n. 13% Thlr.) 



A n x e I g e. 



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zum 



31. Januar. 



UMtetteJUrdBUAgen etc., neueste ti- and autllndiscbe Litteratur, 
inxelgen etc. 

I«r Beforgeng «Uer in nachaleJieaden Bibliofmphien verzeichotten Bicker 
empfeble ich mich anter Zusicherung schnellater und billigsUr Bedienung; deaea, 
welctae micb direct mil reap. BefteUnngen beehrea, sichere ich die gross ten Vor- 
theile zu. _ _ _ m . . _ . 

3R O. WTeigei in JLeipElg. 



Rapport gfafoal 

sur 

de la bibliotheque royale 
de Belgique, 

Rogier, Ministre de i'int£rieur, par 
<JM. <?lbtn. 
(1*66 — 1S58.) 
(.Fortsetzung.) 

CHAPITRE II. 

AGCROISSEMSMT DE LA SECTION DES IMPRIMIS. 

Da l er Janvier 1856 au 31 d^cembre 1857, la section des 
imprimes s'est accrue de 5,945 volumes, soil 2,292 eu 1856, et 
3,653 en 1857. Ces chiffres se decomposed ainsi pour i'annta 
1856: 

Achats: 1,718 volumes, savoir: 1,180 appartenant k des 
ouvrages complets et termines, et 533 appartenant a des publi- 
cations peiiodiques on a des ouvrages en cours d'ex£cution. 

Dons et echanges: 579 volumes, savoir; 408 d'ouvrages 
complets et 171 de publications penodiques ou d'ouvrages eo 
cours d'execution. 
XXIL Jabrgang 



la situation 
pr6sent6 a M. Gh. 



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10 



Poor l'ann6e 1857: 

Achats: 3,042 volumes, savoir: 2,623 appartenant k des 
ouvrages complets et terminus, el 419 appartenant k des publi- 
catioDS piriodiques ou k des ouvrages en cours d'ex6cution. 

Dons el echanges: 611 volumes, savoir: 195 d'ouvrages 
complets, et 416 de publications p6riodiques ou d'ouvrages en 
cours d'ex£cution. 

Quant aux formats, les accroissements des deux anntas 
se subdivisent en 481 volumes in-folio, 1,123 in-4° et 4,341 
in-8°. 

Les sommes employees k ces acquisitions se sont 6lev£es, 
en 1856, k fr. 10,578—89. et en 1857, k fr. 16,835—41. 

Dans les calculs qui prudent, j'ai compris, parmi les dons, 
les ouvrages d6pos£s en vue d'assurer k leurs 6diteurs la pro- 
pria littlraire et les ouvrages acquis par le gouvernement au 
moyen de souscriptions , et donn6s k la bibliotti6que gratui- 
tement. 

Je me plais k citer ici, en leur t&noignant tons mes remer- 
ciments, les personnes g£n6reuses qui ont fait des dons k la 
bibliotb&que, en indiquant les iivres qu'Us nous ont donnas. 

Dons. — 1866. 

De M. Poltoratzky: 
Le mMropolitain Eugene. Dictionnaire das auteurs resses. 
La Gazette de Moscou, 1855. 

De M. F. F&is, pire: 
Une belle collection d'ouvrages relatifs k l'exposition univer- 
selle de Paris, en 1855, rapports et documents offlciels, etc. 

Du gouvernement papal: 
La suite de la belle carte des Etats romains. 

De M. Hoffmann, de Hambourg: 
Quelques curieuses notices bibliograpbiques. 

Du comte Roederer, fits: 
CEuvres du comte P.-L. de Rcederer, 5 vol. gr. in-8°. 

De M. C. delP Acqua: 
Kandler, Inscrizioni de' tempi romani rinvenuli neiP fstria. 
Trieste, 1855, vol. in-4°. 

De M. Weidhas: 
Deux ouvrages de numismatique. 

De M. F&ix Nive: 
Plusieurs notices bistoriques et philologiques. 

De M. Lelewel: 
Trois volumes de son Histoire de Pologne. 

Du gouvernement bavarois: 
Irmischer, Catalogus libroram manuscript, bibl. Erlangensis, 
1 vol. 8°. 



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II 



Amtlicher Berioht fiber die allg. Ausstellung deutscher In- 
dustrie zu Mttnchen. 2 vol. atlas photogr. 

De la Soci6te 6vang6Iique de Bruxelles: 
Diverse* publications. 

De M. Maynz: 
Elements du droit romain, t. I er 

De M. Monfalcon: 
Souvenirs d'un bibliolh^caire. Lyon, 1855, 1 vol. in-8° f 
Des curateurs de la biblioth&que d' Amsterdam : 
Catalogue de la fiiblioth&que d'Amsterdam, 4 parties. 

De M. Dawson: 
Ordnance Maps. Correspondance respecting the scale for tbe 
ordnance survey. London, 1854, 1 vof. in-fol. 
Du gouvernement des Pays-Bas: 
Catalogue librorum s&culo xv impressorum bibliotb. HaganaB, 
1 vol. in-8 u . 

De M. Prosper Cuypers: 
Plusieurs almanacbs beiges et hollandais extrdmement rares. 
La plupart sunt du xvi e sifecle. 

Doru. — 1857. 

Du gouvernement anglais: 
Mackenzie, the architectural Antiquities of the collegiate 
cbapel of S. Stepban. London, 1844, 1 vol. gr. in-fol. 
Echange aveo la bibliotheque de Boston: 
Works of B. Franklin. Boston, 1856, 10 v. gr. in-8°. 
Ticknor, History of the Spanish Literature. Boston, 1856. 
3 v. 8°. 

Collection of the Massachusett historical society. Boston, 
1806, etc 33 v. gr. in-8°. 

Memoirs of the Academy of arts and science. Cambridge, 
1833, etc 

Don de M. Lelewel: 
Waga, Histoire des rois de Pologne, augm. par Lelewel. 
Posen, 1857, 1 v. in-8". (en polonais). 

De M. Le Boys des Guays, k Saint-Amand: 
(Euvres de Swedenborg, trad, en fran?ais, et divers ouvra- 
ges relatifs a la doctrine de la nouvelle Jerusalem. Ensemble, 
44 v. in-8°. 

De N. Werlauflf, bibliothteaire k Copenbague: 
Onze ouvrages d'hisloire, d'archtalogie, etc., relatifs au Da- 
nemark. 

De M. le comte A. de Beaufort: 
Saint-Mauris, g6n£alogie de la maison Saint-Mauris, Vesoul, 
1822, 1 vol. in-f°. 

De M. Schembri, consul de Belgique k Malte: 



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14 

Plusieurs ouvrages de linguist! que , de statistiqoe et d'agri- 
culture, relatifs k Tile de Malte. 
Da gouvernement russe: 

Les Antiquity de l'empire de Russie, 6dit6es par ordre de 
S. M. Nicolas, Moscou, 1849, etc., 1 vol. texte et 4 vol. io-fol. 
atlas. Publication splendide. 

De Erdy, de Tabulis ceratis in Transsilvania repertis. Pesthii, 
1856, 1 vol. g. in-8". 

Du gouvernement badofs: 

Typographische Karte ttber das G^H. Baden. Carlsrube, 
1838—1855, 59 feuilles grand atl. 

Acquisitions aux ventes publiques. 

Les ventes publiques de biblioth&ques importantes ont 6t6 
norobreuses depuis quelques annles. A la mort de I'amateur qui 
a employ 6 une grande partie de son existetioe a r6unir une pri- 
cieuse collection, il est rare que les h6ritiers soient disposes k 
conserver un capital improductif, et toutes les belles bibliothfe- 
ques particulieres se dispersent. Les grands 6tablisseraents publics 
ne peuvent laisser 6chapper ces occasions de s'accrottre et de 
se completer; raais la frequence de ces occasions fait souvent 
regretter l'insuffisance accidentelle des ressources dont nous pou- 
vons disposer. 

Independamment des ventes pSriodiques de la maison Heuas- 
ner, k Bruxelles, nous en avons en plusieurs qui mSritent d*£trc 
cities. 

A la vente de la bibliotheque de feu I'avoeat Stevens, an 
commencement de 1856, nous avons acquis: 

Une partie de Guides en divers pays de i'Europe. Une 
grande quantity de journaux politiquus et autres, parfaitement 
conditionn£s et en collections completes. Nous citerons 1'Aristar- 
que, l'Argus, Le Bulletin des Creches, Le Handelsblad, La Nation, 
l'Artevelde, I'Europe monarchique, Le D6bat Social, La Recom- 
pense du jeune age, etc. Quelques una de ces journaux sont 
trfes-rares. 

Une collection unique de brochures, pi&oes politiques, Iitt6- 
raires, etc., relatives k la Belgique depuis 1814 jusqu'en 1855, 
en 57 vol. in-fol. 4°. et 8°. Form6e par M. I'avoeat Stevens 
avec un soin tout particulier, cette collection est des plus pr£- 
cieuses, pour l'bistoire int6rieure du pays. 

Un recueil de m6moires juridiques, de tnotiva jurti, etc. 
des tribunaux beiges. Recueil fort int6ressant. 

A la vente Boisser6e, k Cologne, dans la m6rae ann£e , une 
belle partie d'ouvrages sur les beaux-arts, entre autres: 

Abbildungen der bronzenen Statuen in der Hofkirche zu Jnns- 
bruck. 1825, in-fol* 



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13 

Selvatico, sulla capellina degli Scrovegni e su i freschi di 
Giotto, 1 yoI. in-8. 

Monument! di fabbriche antichi, ecc. da Cipriano. Roma, 
1796—1807, 3 vol. in-fol. 

Hundeshagen, Friedrichs I Barbarossa Palast zu Gelnhausen, 
Munich, 1819, in-fol. 

En jnillet, vente k la salle des notaires k Bruxelles (biblio- 
theque de M. Gilliodts.) 

Une belle collection d'ouvrages de lingnistiqae , de sciences 
et de m6decine. 

II serait difficile d'y faire un choix: ce sont, pour la plu- 
part, les meilleures et les demises publications sur les langues 
anglaise, allemande et frangaise, plusieurs bons trails de chimie, 
etc., et une foule de monographies m£dicales. La bibliotheque 
acqnit k cette vente 400 volumes environ. 

Au mois d'aoAt, s'est termin£e la vente de la premiere par- 
tie de la riche bibliotheque de M. Libri, k Paris. La bibliothe- 
que royale a achete, k cette vente, au delA de 800 volumes, pour 
une somme de pres de 5,200 fr. Nous y avons recueilli une 
tr&s-pr6oieuse collection d'ouvrages relatifs aux arts, aux sciences 
et k la literature en Italic, des recueils de documents, des mo- 
nographies de villes italiennes. Nous possedons maintenant, grAce 
k cette vente, une tr&s-belle s^rie d'oeuvres historiques sur ce 
pays. Pour en signaler les bonnes choses, il faudrait presque 
tout citer. 

Vente Busch, k Paris, meme annee. 

Monuments des arts du dessin chez les peuples tant anciens 
que modernes, recueillis par le baron VivantDenon. Paris, 1829, 

4 vol. in-fol. 

Righetti, Descrizione del Campidoglio, Roma, 1833 — 36, 
2 vol. in-fol. 

Rigaud, Recueil de 121 des plus belles vues de palais, cha- 
teaux et maisons royales de Paris et de ses environs. Paris, 
(1780), 1 vol. in-fol. 

Le Noir, Alex. Mus6e des monuments frau$ais, Paris, 1800 
—1821, 8 vol. in-8°. 

Viel-Castel, H. de, collection des costumes, armes et meu- 
bles pour servir k l'histoire de France. Paris, 1827, 3 vol. g. 
in-fol. 

L'lnde fran$aise, par Burnouf, Jacquet et Chabrelie. Paris. 
1827—1835. 2 vol. in-fol. * 

Vente de la Bibliotheque de M. Trentesaux (Heussner). 
Archives de droit et de legislation. Bruxelles, 1837—1841. 

5 vol. gr. 8°. 

Rau, Archiv der politischen (Ekonomie. Heidelberg, 1835 — 
1849. 13 vol. 8°. 

Rousseau, J. J. (Buvres completes. Edition Petitain. Paris, 



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14 



1819—1820. 22 vol. g. 8°. Magniflqoe exemplaire Van Gobbel- 
scbroy. 

Diodorus Siculus, Bibliotheca historica. Bipooti, 1793 — 1807, 
11 vol. 8°. 

Bien que 1'annte 1858 so it en dehors de la plriode qui fail 
I'objet de ce travail, comme elle est presque acbev6e en ce mo- 
ment, je puis placer ici quelques renseignements sur les neuf 
premiers mois 6coul6s. 

Jusqu'au 31 septembre, noas avons re^u 2,812 volumes, 
savoir: 2,279 par voie d'achat, et 533 graluitement. Parmi les 
acquisitions, il y a 1,941 volumes appartenant k des ouvrages 
complets et terminus, 338 d'lcrils p£riodiques et de livres en 
cours de publication. Les dons et les ^changes flgurent dans le 
total pour 96 volumes d'ouvrages complets, et pour 437 volumes 
de publications non achevles. 

En ginlral, les livres achetls dans les ventes sont relics; 
ceux qui nous viennent de la librairie le sont rarement. Nos 
anciens fonds contiennent encore un grand nombre de volumes 
simplement broch6s, auxquels il faut donner une couverture. Cet 
arri6r6 doit marcher de front avec le service ordinaire. Nous 
consacrons k la reliure six mille francs par an. Depuis le i a 
janvier 1856, jusqu'au 31 septembre 1858, la Bibliotheque royate 
a fait relier 5,376 volumes, savoir: 450 in-folio, 697 in-quarto, 
4,229 in-8°. 

Notre atelier int£rieur figure pour la moiti£ environ dans re 
travail. Un nombre tr6s-consid£rable de volumes endommages 
ont M restaurs et remis k neuf. 

(Fortsetzung folgt.) 



Ueberstcht der neuesten Utteratnr. 



DEDTSCHLAND. 

Beer, Dr. Adf., allgemeine Geschichte d. Welthandels. (In 2 Abthlgn.) 

1. Abth. Lex.-8. (X u. 277 S.) Wien 1860. geh. n. 1% Thlr. 
Berg, Alb., die Insel Khodus, aus eigener Anschaug. u. nach den vor- 

handenen Quellen historisch, geographiscii, arch&ologisch, malerisch 
beschrieben u. durch Orig.-Radirgn. u. Holzschn. nach eigeoen Na- 
turstudien u. Zeichngu. iltustrirt. (In ca. 40 Lfgn.) 1. Lte. Imp. -4. 
(S. 1—8 m. eingedr. Holzschn. u. 2 Kpfrst.) Braunschweig. 

baar n. ^ Thlr. 

Briefe ub. Alexander v. Humboldt's Kosmos. Ein Comtnentar zu diesem 
Werke f. gebildete Laien. Hrsg. von Prof. B. v. Cotta, Prof. J. 
Schaller, Privatdoc. W. C. Witiwer u. Prof. H. Girard. Supp.-TW. 

2. Lfg. gr. 8. Leipzig, geh. 1% Thlr. (cplt. m. Suppl.t 13y, Thlr.) 
Inhalt: Alexander v. Humboldt. Sein wissenschaftl. LebeQ u. 

Wirken den Freunden der Naturwissenschaften dargestellt von 
W. C. Wittwer. 2. Lfg. (S. VII— XIV u. 193-440.) 



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IS 

Daniels, Ob.-Tribuii.-R. Dr. A. v., Handbuch der deutschen Reichs- u. 
Staatenrecbtsgeschichte. 2. Thl.: Deutsche Zeit. 1. Bd. gr. 8. (VI u. 
548 S ) Tubingen 1860. geh. (a) 3 Thlr. 

Fryxell, Prof. A., Lebensgeschichte Karl's d. ZwOlften Konigs v. Schwe- 
den. Nach dem schwed. Orig. frei ubertragen vou G. F. v. Jenssen- 
Tusch u. L. Rohrdantz. Id 5 Tblo. gr. 8. (XLV1 a. 1656 S.) Braun- 
schweig, geh. n. 6 Thlr. 

Gejor, Phil. Jos., Studien ub. tragische Kunst. II. 8. Leipzig, geh. 12 Ngr. 

(1. 2.: 21 Ng?.) 

In halt: Die aristotelische Theorie der Kunst uberhaupt u. der 
tragischen insbesondere. (74 S.) 
Halls, Lieder. Persisch m. dem Gommentare d. Sodi hrsg. v. Herm. 
Brockhaus. 3.Bd. 2.Hft. gr.4. (S. 81— 160.) Leipzig 1860. n. 2% Thlr. 

— HI, 2.: n. 2oVThlr.) 
lalribaim, Dr. Karl, Entwurf e. Wissenschaftslehre nach dei Method e 
der Natorforschung. Lex.-8. (29 S.) Danzig 1860. geh. % Thlr. 
loUUchek, Dr. Jul. Alb., Geschichte der evangelischen Geineinde zu 
BiaJa iu Galizien. Als Beitrag zur Geschichte d. ftstreich. Protestan- 
tism us uberhaupt nach den Quellen m. Hinzufugg. der wichtigsten 
Urkunden dargeslellt. gr. 8. (XIX u. 250 S.J Teschen 1860. geh. 

o. 1% Thlr. 

Hilton's Gomus. Uebersetzt u. in. e. erliut. Abhandlg. versehen y. Dr. 

Imman. Schmidt, gr. 4. (69 S.) Berlin 1860. geh. n. % Thlr. 

HUler, Dr. Herm. Alex., der Dom zu Bremen u. seine Kunstdenkmale. 
Mit eingedr. Holzschn. u. 4 (lith.) Taf. nach Zeichngn. d. Dombau- 
mstrs. Job. Wetzel, (wovon 1 in Tondr., in gr. 4., u. qu. Fol. u. 
qu. Imp.-Fol.) gr. 4. (IV u. 48 S.) Bremen, ceh. n. 2 Thlr. 

Palacky, Frz., Geschichte v. Bfthmen. Grdsstentheils nach Urkunden u. 
Handschriften. 4. Bd. Das Zeitalter Georgs v. Podiebrad. 2. Abth. 
K. Georgs Regierung 1457—1471. gr. 8. (VIII u. 706 SJ Prag 1860. 
«eh. n. 2% Thlr. (I— IV, 2.: n. 13 Thlr. 4 Ngr.) 

Parthey, G., Ptolemaeus Lagi, der Grunder der 32. aegyptischen Dynastie. 
[Aus den Abhandlgn. d. K. Akad. d. Wiss. zu Berlin 1860.1 gr. 4. 
(18 S.) Berlin i860, geh. n. 8 Ngr. 

RoohtsdenkmUer d. deutschen Miltelalters. Hrsg. von Dr. A. v. Daniels, 
Dr. Ft. v. Gruben u. Dr. Frdr. Jul. Kuehns. 7. Lfg. gr. 4. Berlin 
1860. geh. n. % Thlr. (1—7.: n. 9 1 /. Thlr.) 

Inn alt: Land- u. Lehenrechtbuch. Sachsisches Land- u. Lehen- 
recht. Schwabenspiegel u. Sachsenspiegel. Von Dr. A. v. 
Daniels. 5. Lfg. (1. Bd.: Landrechtbuch. Nebst dem Buch 
der Kdnige, hrsg. v. F. A. Massmann. GGXXIII Sp.) 
ftthiifton der historisch-statistischen Sektion der k. k. mahr.-schles. Ge- 
sellschaft d. Ackerbaues, der Natur- u. Landeskunde. Red. v. Ob.- 
Finanzratb Chrn. dEtoerl. 13. Bd. Lex. -8. Brunn 1860. geb. 

n.n. 1 Tblr. 16 Ngr. 

Inhalt: Beitrage zur Geschichte der konigl. Stadte Mahrens, ins- 
besondere der k. Landeshanptstadt Brunn. Von Ob. Finanz- 
rath Chrn. dEboert. 1. Bd. (Mit 1 lith. Taf., die Ansicht d. 
Spielbergs.] (611 S.) 
Umpfenbach, Privatdoc. Dr. Karl, Lehrboch der Finanzwissenschaft. 2. Thl 
gr. a (VI u. 208 S.) Erlangen 1860. geb. n. 1 Tblr. 2 Ngr. 

(cplt : n. 2 Thlr. 12 Ngr.) 



ENGLAND. 

Alison (Alexander) — The Philosophy and History of Civilisation. 8fo. 
pp. 480, cloth. 14s. 



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1« 

Baird — The Birds of North America; the Description of Species, based 
chiefly on the Collections in the Museum of the Smithsonian Insti- 
tution, by Spencer P. Baird, with the Cooperation of John Cassin 
and George N. Lawrence. 4to. (Philadelphia, i860) pp. 1005, with 
an Atlas of 100 coloured plates, London. £6 6s 

Bancroft (G. B.) — History of the United States, from the Discovery 
of the American Continent. Vol. 8, 8vo. (Boston, 1660) pp. 475, cloth, 
London. 14s. 

Bree (Charles Robert) — A History of the Birds of Europe not observed 
in the British Isles. Vol. 2, royal 6vo. pp. 200, cloth. 17s. 

Burke (Edmund) History of the Life and Times of. By Thomas Macknigat. 
Vol. 3, 8vo. pp. 780, cloth. 20s. 

Motley (John Lotbrop) — History of the United Netherlands from the 
Death of William the Silent to the Synod of Dort; with a full View 
of the English-Dutch Struggle against Spain, and of the Origin and 
Destruction of the Spanish Armada. 2 vols. 8vo. pp. 1080, cloth, 30s. 

Prltchard (Andrew) — A History of Infusoria, including the Desmidia- 
cea and Diatomace*, British and Foreign. 4tb edit enlarted and 
revised by J. T. Arlidge, W. Archer, J. Ralfs, and W. C. Williamson. 
Illustrated by 40 Plates. 8vo. pp. 912, cloth. 36s.; coloured, 50s. 

Progress (The) of Nations; or, the Principles of National Development 
in their relation to Statesmanship: a Study in Analytical History. 
8vo. pp. 660, cloth. 18s. 

Vernon (Edmund Johnston) — A Guide to the Anglo-Saxon Tongue, a 
Grammar after Erasmus Rask, with Extracts in Prose and Verse, tc 
2d edit. 12mo. pp. 190, cloth. 5s. 



A n z e 1 g e. 



Bei Mart in tu Hijhoff im Haaq ist erscbienen : 

Monumens typographiques des Pays -Baa au XV 9 

siftcle. Collection de fac-simile d'apres les origi- 
naux conserves a la Bibliotheque Roy. de la Haye 
et ailleurs, publi6e par J. W. Holtrop, Bibliotbecaire 
en chef de la Bibl. Roy. Livr. X et XI. Gr. qu.-4«\ 
Preis a Lief. 3 Rth. 

Das Werk wird regelm&ssig forlgesetzt and wird in 20 Lief, 
complet sein. 

Uit syn X. goede boerden. Uitgegeven en toegelicht, 
door Dr. E. Verwys. gr. 8vo. 20 Ngr. 

Rrste Ausgabe dieser ein wenig freien millelniederlftndischen 
Gedicbte nacb der Hulthemschen Handschrift in Briissel. 



Verantwortlicher Redacteur: Dr. R. Naumann. 
Verleger: 7*. 0. Weiyel. Druok von C. P. Melzer in Leipzig. 



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ntttti$tnywitatt 




zum 



15. Febuar. 



SERAPEUJfl. 

J# 3. 



1861. 



Bibllothekordiungen etc., neueste In- and ausllndlsche Lltteratur, 
Anieigen etc. 



Zur Beiorgnng aller in nachj tebenden Bibliographien yerzeichneten Bttcber 
empfehle ich mich unter Zuiicherung tchnellater and billigiter Bedienang; denen, 
welcfce mich direet rait reip. Beitellungen beehren, sichere ich die grdsiten Vor- 
theile tn. 



la situation de la bibliotheque royale 

de Belgique, 
presents k M. Ch. Rogier, Ministre de l'inte>ieur, par 

(1846—1858.) 
(Fortsetzung.) 

CHAPITRE III. 

EMHENAGEMENTS INT&UEURS. 

§. 1. Installation des collections. 

Dans raon rapport da 14 octobre 1854, apres avoir expose 
ao chapitre II, tous les details de Installation de dos collections, 
telle que je Favais trouvee lors de mon entree en fonctions, apres 
avoir demontr6 l'insuffisance absolue des locaux poor contenir, 
non point les accroisseraents futurs, mais les objets deja distant 
& la bibliotheque royale, je proposais, dans la Recapitulation, 
les moyens qui me paraissaient les plus efficaces et pour parer 
au dttaut d'espace actuel, et pour assurer dans Favenir an emm6- 
nagement sufflsant et convenable a tons nos accroissements. 

„L'agrandissement du local peut s'operer, dissais-je, de plu- 
sieurs raanieres, et diff&rents projets ont Afyk mis en avant. 
Celui qui rgpond le plus complement au bat, consiste dans le 
ZXIL Jahrgang. 



T. O. Welgel in Lelpslg. 



Rapport general 



sur 



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18 



(^placement da musee de findustrie, auquel serait assignA on 
nooveau local k construire. Si ce projet se realise, la bibliothe- 
que royale pourra etre mise en possession de tout le bel Stage 
da principal corps de batiraent du palais de i'indastrie : danscetle 
combinaison, les manascrits monteraient dans la galerie au-dessus 
de celle qu'ils occapent aujourd'hui, et celle qui s'6lend k gauche 
du grand escalier, placee alors de plain-pied entre les deux 
sections, formerait, pour les manascrits et les imprimis rlunis, 
ane seule et meme salle de lecture, dans de larges proportions, 
sufflsant k tous les besoins du service. Cet emplacement 6tant 
tr&s-vaste, on y 6tablirait facilement tous les meubles ou soot 
places les grands ouvrages k planches, dont le format exc&de les 
dimensions ordinaires des rayons destines aux in-folio. On pour- 
rait alors songer k introdoire k la biblioth&que royale des stances 
du soir, qui sont un veritable besoin pour la capitale, et aux- 
quelles il faut renoncer, dans la situation actuelle des locaux. u 

Ge plan est encore, k mon avis, le meilleur, le plus simple, 
et le moins dispendieux qu'on puisse adopter aujourd'hoi. Ne 
pouvant esperer d'en obtenir la realisation dans un avenir rap- 
proche, j'indiquais, dans le meme rapport, les moyens de sub- 
venir aux besoins les plus pressants. Cette partie de mes pro- 
positions s'est r6alis£e, gr&ce k un vote de la legislature, qui a 
permis d'abattre toutes les constructions 16geres ^levies le long 
de la grande galerie, et de les remplacer par use suite de belles 
salles, ou sont etablis aojourd'hui le secretariat, le cabinet des 
medailles, celui des incunables, et celui des estampes, ainsi que 
le d£p6t legal des produits de la librairie fran^aise. De la sorte, 
nous avons pu donner k nos collections une installation qui ne 
laisserait rien k d&irer, si un dlpdt tel que le ndtre pouvait 
demeurer stationnaire. 

Je disais, dans le rapport d£j& cit6, en parlant des resultats 
qu'on pouvait attendre de la construction de cette galerie la- 
terale: 

„L'espace que les remaniements resultant de cette addition 
laisseraient libre, suffirait aux accroissements d'une dizaine d'an- 
n6es, si on commen$ait par en exclure les livres du depot legal, 
car, avec ce surcroit, le local ainsi agrandi suffirait k peine pour 
deux ans. u 

Je ne m'etais point trorape de beaucoup; il y a maintenant 
deux ans que nous sommes entree en possession de la galerie 
laterale, le depdt legal fran^ais a di y 6tre plac£ et nous som- 
mes en presence de la m6me insufflsance de local que je signa- 
lais en 1854, avec cette difference toutefois qu'alors il y avait 
encombremeut et desordre presque partout, qu'une grande quan- 
tity de livres 6taient empil£s dans les recoins, States sur le par- 
quet ou sur les cornicbes, tandis qu'aujourd'hui, cbaque livre est 
a sa place, en bon ordre et sur les rayons. 

Dans les projets dont on s'est occup6 au commencement de 



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19 



oette annie, I'agrandissement et mime le deplacement de la bi- 
bliotheque royale ont du etre privus ; il n'est pas impossible que 
ces projets soient reproduits d'ici a quelque temps. II faudra, 
dans ce cas, que les architectes qui auront a combiner les plans, 
possident des indications completes et exacles sur les nicessitis 
que prisente l'accroissement iventuel de notre itablissement. 

Or, voici un relevi qui pourra leur servir: c'est le mitre 
exact de tons les rayons qui existent en ce moment k la l re sec- 
tion, avec 1'indication des espaces aotuellement libres. 

La bibliotheque royale et ses annexes, non-compris les ca- 
binets d'estampes et de midailles, et la section des manascrits, 
c'est-a-dire la partie seule des imprimis de la premiere section, 
contient 8,238 mitres coarants de rayons un diveloppement de 
plus de deux lieues de France). Environ 90 mitres servent pour 
les ouvrages de grand format atlanlique, pris de mille mitres 
pour les in-folio, le double pour les in-quarto, et au deli de 
5,000 mitres pour les in-8°. Ces rayons sont distribuis ainsi 
qu'il suit: 

A. Dans la grande galerie prinoipale, 6,449, dont 6,007 
sont occupis, et 442 sont libres. Ce sont les espaces conserves, 
dans le fonds des accroissements, pour recevoir le compliment 
des ecrits piriodiques et des ouvrages en cours de publication. 

B. Dans la galerie latirale nouvellement construite, 927 
mitres, dont 580 sont occupis. Le reste, qui se partage entre 
le fonds des accroissement et le dipdt legal fran?ais, est riservi 
pour l'emminagement successif des nouvelles acquisitions. 

C- Dans les deux maisons Maes et Lion, 862 mitres, dont 
654 sont actuellement occupis par des doubles. Les 307 mitres 
restant viennent d'itre places, et Ton est occupi k en itablir 
encore autant. lis suffiront pour ranger les volumes qui, dans 
ce moment, sont empilis en divers endroits. Ces livres sont 
encore des doubles ou des documents parlementaires et autres, 
en grand nombre d'exemplaires, destines, en partie, aux icbanges, 
et qui nous ont iti envoyis dans le courant de l'ite par la 
questure de la Chambre des reprisentants. On voit par ce qui 
pricide, s'il est urgent de songer k donner a la bibliotheque 
royale on accroissement de local. 

La construction de la galerie latirale dont il vient d'etre 
parli a couti 23,000 francs. Cette somme avait iti votie ex- 
traordinairement au budget de 1833. 

En 1856, une subvention extraordinaire de 7,000 fr. a encore 
iti votie pour l'ameublement d'une partie des salles nouvelles, 
et principalement du cabinet des estampes. II a iti pourvu a 
tous les autres besoins du service au moyen du cridit annuel. 
Les dipenses d'ameublement se sont ilevies, en 1856, indipen- 
damment du cridit extraordinaire de 7,000 fr. dont il vient d'etre 
parli, a la somme de 3,091 fr. 44 et en 1857 a 899 fr. 43 c. 

Afin de pouvoir ivacuer la masse de livres qui encombrait 



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20 



la bibliotheque, coavrant le parquet et les corniches, remplissant 
lous les recoins, le gouvernement a mis k ma disposition, ind6- 
pendamment de la maison Maes, atlenant au manage, et dont les 
habitants tol£r6s out iik expuls£s en 1852, ane autre maison 
conligue k la premi&re, et qui 6tait habitee, moyennant un bail, 
par feu M. Lion, qui occupait en mdme temps le manage et ses 
ecuries. 

Plusieurs pieces de ces deux maisons sont employees k la 
salle des stances du conseil d'administration, au cabinet du con- 
servateur, au bureau d'entrle, k l'atelier de cartonnage et de 
reliure et k Phabitation du concierge- surveillant. Toutes les 
autres pieces, y compris les greniers, sont remplies de liyres, la 
plupart doubles, convenablement ranges sur des rayons provisoi- 
res. C'est \k aussi qu'est 6tabli le d£p6t legal beige. 

Si les projets de constructions dont on a parte I'ann6e der- 
niere devaient se rlaliser, ces deux maisons seraient abattues; 
il s'agirait avant d'y mettre la pioche, de procurer k la biblio- 
theque royale un emplacement capable de recevoir ce qui se 
trouve actuellement install^ dans les maisons Maes et Lion. 

§. II. Cabinet des estampes. 

J'ai expos£, dans mon rapport de 1854, Torigine de cette 
collection; j'ai indique les 616ments dont elle se composait et la 
situation dans laquelle je I'ai trouvge k mon entree en fonotions, 
Depuis lors, j'ai consacr6 au travail de classement tout le temps 
dont il m'a 6le permis de disposer; j'ai poussl cette operation 
assez loin, pour que, des l'annle 1855, il fitt possible d'en tirer 
quelque avantage pour l'ltude. 

Les principales capitales de l'Europe possident des collec- 
tions d'estampes, plus ou moins accessibles au public; il en est 
qui rendent aux arts et k Industrie d'importants services , grAce 
aux excellentes dispositions des locaux ok elles sont conserves. 
Ces mdmes facility ne se rencontrent chez nous que depuis moins 
de deux ans. Avant la construction des nouvelles sal les annex£es 
k la Bibliotheque royale, Bruxelles avait son cabinet d'estampes 
sans en pouvoir profiter: l'espace manquait pour d£velopper ses 
ricbesses et pour installer commod6ment le public qui pouvait 
6prouver le d6sir de les 6tudier. 

En attendant que cette situation put 6tre chang6e, j'ai chereh£ 
un moyen de remedier aux inconv£nients qu'elle presentait. Au 
commencement de l'annle 1855, j'ai sollicit6 du d£partement de 
l'interieur 'autorisation de tenter une 6preuve, jusque-l& sans 
precedent, mais dont je me promettais plusieurs avantages. fl 
s'agissait de transporter dans la grande salle du Cercle artisti- 
que et lilter aire une partie de la collection, et de l'exposer, 
pendant quelques heures, aux yeux des artistes et des autres 
membres de la soctete. Un de vos honorables pr6d6cesseurs, 



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21 



M. Pieroot, ayant favorablement accueilli raon idee, j'ai d'abord 
consacre* deux stances aux eaux-fortes des Scoles hollandaise et 
flaroande. La premiere k la date du 4 raai 1855, a eu pour 
objet Rembrandt, le chef de l'6cole des plus puissants coloristes; 
le seconde, du 19 du mdme mois, a e^e* consacre*o k Adrien Van 
Ostade, Corneille Bega et Teniers , Thomas Wych et Jean et 
Andre Both, etc., etc. 

Les stances avaient lieu k la lumiere, de huit heures du soir 
k dix heures et dernie. Les trois premiers quarts d'heure etaient 
employes a une exposition orale, dans laquelle je resuraais les 
donn£es biographiques sur les artistes dont les ceuvres faisaient 
I'objet de I'exhibilion. Ensuite, l'auditoire se r£pandait dans la 
vaste salle du Gercle, ou, sur deux lignes de pupitres convena- 
blement 6claires, les specimens, ou pieces k 1'appui, 6taient dis- 
poses suivant un ordre roethodique. 

Mod but, en m'imposant cetta Uche, 6tait surtout de faire 
connaltre quelles ressources offrirait notre collection, des qu'elle 
serait convenableraent classee et accessible. 

Dans le courant de Fannie suivante, j'ai encore donn£ huit 
seances, que j'ai combiners de maniere a parcourir tout le champ 
de l'histoire de la gravure, depuis les origines de cet art, jus- 
ques et y compris les graveurs de l'6cole de Rubens. 

A partir de 1857, les nouvelles salles ont 6l& ouvertes, le 
classement etant assez avance" pour permettre de communiquer 
les estampes au public. Pendant cette ann£e, je n'ai fait aucune 
exhibition au Cercle de Bruxelles; mais M. le bourgmestre de la 
yille d'Anvers ayant sollicite* aupres du gouvernement la favour 
d'une exhibition au Cercle artistique et litte>aire de cette ville, 
j'ai 6i6 autoris£ k acquiescer k ce va3U. 

Les plus importantes estampes formant l'osuvre des peintres 
anversois, P. P. Rubens, AnL Van Dyck, Jaques Jordaens, ont 
£te exposes, dans les salons de cette society pendant trois 
jours, dans le courant du mois d'avril. 

Enfin, au commencement de la pr£sente ann6e, j'ai renou- 
vele", au cercle de Bruxelles, une exhibition des principales eaux- 
fortes des 6coles hollandaise et flamande. 

II ne m'appartienl point d'apprlcier moi-mgme la valeur de 
cet essai; ce qu'il m'est permis de declarer, c'est, d'une part, 
qu'il a ii& accueilli avec reconnaissance par les artistes, d'autre 
part, qu'il n'a entraine aucun des inconvenienls qu'on aurait pu 
redouter. 

Les pieces rares, et souvent tres-precieuses qui ont 6te ainsi 
montr£es, hors du sanctuaire ou elles sont conserves, n'ont eu 
A souffrir aucun dommage, grace k I'active surveillance de tous 
les employes de l'^tablissement Sauf pour I'exhibition d'Anvers, 
jamais les estampes n'ont passe* la nuit hors de notre depdt; 
elles y etaient r&nt6gr£es le soir meme. 

A la date du premier octobre 1858, le cabinet des estampes 



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22 



de la bibliotheque royale se trouvaii dans la situation dont void 

l'exposl. 

La collection est installs dans une salle mesurant 14 met. 
59 cent, de long, sur 5 met. 72 cent de large, recevant le jour 
par on vitrage pratiqul dans la toiture. Deux immenses tables 
destinies aux dessinateurs en occupent le milieu. Les murs lat£- 
raux sont garnis, k la hauteur du 2 met. 15 cent, d'une boiserie 
ou sont retenues les bottes dans lesquelles les estampes sont con- 
serves. Elles s'ouvrent corame les boltes de bureaux, et sont 
de quatre formats: en carton pour les formats in-8", in-4°. et 
in-folio, et en bois de sapin pour les in-folio-plano. Chaque 
piece qui entre dans ces boltes doit etre raonlee sur papier fort 
de dimension parfaitement uniforme, savoir: Pour le format in-8 ., 
23 centimetres de haut sur quatorze de large. Pour l'in-4 ., 
trente-cinq de haut sur vingi-six de large. Pour Tin-folio, qua- 
rante-neuf sur trente-cinq. Pour I'in-folio-plano , soixante-deux 
sur cinquante-trois. Toutes les pieces des trois formats interieurs 
qui sont actuellement das les boites sont montees. II en est de 
m£me de la moiti6 des pieces in-folio-plano. 

Le classement suit rigoureusement I'ordre aJphabetique das 
graveurs, sans distinction d'6coles, avec bulletins de renvoi potr 
les inventeurs, peintres, dessinateurs, etc. De sorte que, si I'm 
veut savoir ce que le depot contient de gravures d'apres Raphael, 
par exemple, il suffit de parcourir le bulletin de ce peintre. Oa 
y trouvera un relev£ de tous ceux des graveurs de la collec- 
tion dans I'oBUvre desquels se rencontrent des estampes d'apres 
Raphael. 

(Fortsetzung folgt.) 



Ueberslcht der nenesten Lltteratar. 



DEDTSCHLAND. 

Anzetger. neuer, f. Bibliographic u. Bibliothekwissenschaft. Hrsg. v. Bi- 
bhothekar Hofrath Dr. Jul. Pelzholdi. Jahrg. 1861. 12 Hfte. (a 2— 
2 l / 4 B.) gr. 8. Dresden. n. 2% Thlr. 

Atlas des ndrdlichen gestirnten Himmels f. den Anfang d. J. 1855 enU 
worfen auf der Konigl. Sternwarte zu Bonn. (Von Ft. Argelander.) 

6. Lfg. qu. Imp.-Foi. (4 lith. Tar.) Bonn I860. (4) n. 3 Thlr. 
Bulletin de I'academie imperiale des sciences de St.-Petersbourg. Tome III. 

36. Fenilles. (B.) Imp.-4. St-Petersbourg. Leipzig. n. 3 Thlr. 

Clemen, Gymn.-Prorect. Dr. H., Beilrage zur lippischen Kirchenge- 

schichte. 8. (339 S.) Lemgo 1860. (Halle.) «eh. 27 Ngr. 

La Roche, Gymn. -Prof. Jac, Homerische Studien. Der Accusativ ira 

Homer. Lex.-8. (XII u. 266 S ) Wien. geh. n. 1 Thlr. 24 N*r. 
Mlmolres de I'academie imperiale des sciences de St.-Petersbonrg. 

7. Serie. Tome III. Nrs. 5—8. Imp. -4. St.-Petersbourg 1860. 
Leipzig, geh. n. n 4 Thlr. 14 Ngr. 



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23 

In halt: 5. Uebor die Strahlenbrechnng in der Atmosphare. Yon 
Gen.- Lieut J. J. Baeyer (82 S. m. 1 Steintaf.) o.o. 22 Ngr. 
— 6. Das Oionezer Bergrevier geologisch untersucht in den 
J. lb56, 1857, 1858 u. 1859 von G. v. Hehnersen. Mil 1 
(chromolith.) Karte (in gr. Fol.) (33 S.) n.n. % Tklr. — 

7. Ueber den rossischen Epidot o. OrtbiL Von ri. v. Kok- 
scharow. Mit 5 (lito.) TaiC (62 S.) n.n. 1 Thlr. 2 Ngr. — 

8. Die pharmaceutisch-wichtigen Ferulaceen der Aralo-Cas- 
pischen Waste, nebst allgemeinen Untersuchgn. fib. die Ab- 
staining, der im Handel vorkommenden Gummiharze : Asa 
foetida, Ammoniacum o. Galbanum. Von El. Borszczow. 
Mit 8 (lith.) Taf. (in Imp. -4., Fol. u. Imp.- Fol.) (40 S.) 
n.n. 2% Thlr. 

Merxdorf, Bibliothekar Dr., Geschichte der Freimaurerbruderschaft in 

SchoUland nach Will. Alex. Laurie's history of free masonry and 

the grand lodge of Scotland frei bearb. gr. 8. (V III a. 167 S.) 

Cassel. sen. 1 Thlr. 

Plgko, Lebr. F. J., die Fluorescenz d. Lichtes. Mit in den Text aufge- 

nommenen Holzschn. gr. 8. (IV u. 116 S.) Wien. geh. 24 Ngr. 
Plsling, Dr. Theophil, Volkswirthschaft u. Arbeilspflege im bohmischen 

Erzgebirge. 8. (XI u. 148 S.) Pratf. geh. n. % Thlr. 

Rflmker, Doc. Geo., die totale Sonnenfinsterniss am 18. Juli 1860. Be- 

obachtet zu Castellon de la Plana, gr. 4. (15 S. m. 1 Chromolith.) 

Hamburg. cart. n. % Thlr. 

RiS8Wirm, Schul-Insp. C, Sagen aus Hapsal, der Wiek, Oesel u. 

Run6. Gesammelt u. kurz erlautert. gr. 8. (XX u. 191 S.) Reval. 

geh. n. 1 Thlr. 

Scriptores rerum Prussicarum. Die Geschichtsquellen der preussischen 

Vorzeit bis zum Untergange der Ordensherrschaft. Hrsg. v. Dr. 

Tkdr. Hirsch, Dr. Max Tdppen u. Dr. Ernst Strehlke. (In 5 Bdn.) 

1. Bd. gr. Lex.-8. (XIV u. 818 S.) Leipzig, geh. n. 6% Thlr. 
Verxelchniss der Bucher, Landkarten etc., welch e vom Juli bis zum De- 
cember 1860 neu erschienen od. neu aufgelegt worden sind, m. An- 

?abe der Seitenzahl, der Verleger, der rreise im 14 Thaler-Fuss, 
iterar. Nachweisgn. u. e. wissenschaftl. Uebersicht 125. Fortsetzg. 
8. (LXII u. 338 S.) Leipzig, geh. baar n. % Thlr. ; 

Scbreibp. baar n. % Thlr. 
Weigel's, Hud., Kunstlager-Gatalog. 3. Abth. 2. bericht. Aufl. gr. 8. (HI u. 
108 S.) Leipzig, geh. % Thlr. 



ENGLAND. 

Bible (The) of Every Land : a History of the Sacred Scriptures in every 
Language and Dialect into which Translations have been made. New 
edit. 4to. halfmorocco. 42s. 

Brougham (Lord) — The British Constitution; its History, Structure, and 
Working. (Works, Vol. 11). 12mo. pp. 470, cloth. 5s. 

Davis (Dr. N.) — Carthage aud her Remains; being an Account of the 
Excavations and Researches on the site of the Phoenician Metropo- 
lis in Africa and other adjacent Places. Conducted under the auspi- 
ces of Her Majesty's Government. 8vo. pp. 640. cloth. 21s. 

Forbes (Charles 8.) — Iceland: its Volcanoes, Geysers, and Glaciers. 
8vo. pp. 320, cloth. 14s. 

Godet (Theodore L.) — Bermuda: its History, Geology, Climate, Pro- 
ducts, Agriculture, Commerce, and Government, from the Earliest 
Period to the Present Time, with Hints to Invalids. Post 8vo. pp. 
270, cloth. 9s. 



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32 

Squier (E. G.) — Nicaragua: its People, Scenery, Monuments, Resource*, 

Constitution , and proposed Canal ; with one hundred original Maps 
and Illustrations. A revised edition, 8vo. (New York, 1860) pp. 691, 
cloth, London. 18s. 
Wright (Thomas] — Essays on Archeological Subjects, and on various 
Questions connected with the History of Art, Science, and Literature 
in the Middle Ages. 2 vols, post 8vo. pp. 642, cloth. 16s. 



A n z e 1 g e. 



T. 0. Weigel'8 Bficheranction. 

So eben erschien und ist vom Uuterzeichneten, sowie durch 
alle Ruch- und Antiquariatshandlungen gratis zu beziehen: 

Verzeichniss einer sebr werthvollen naturhistorischen 
Bibliothek, welche mit den hinterlassenen Biblio- 
theken des Herrn Hofrath Teichmann, Secretair 
der Generalintendantur der K. Schauspiele in Ber- 
lin, des Herrn Stabsarztes Dr. Basse in Olden- 
burg, sowie des Herrn Hofrath Dr. Bechstein in 
Meiningen am 18. Marz 1S61 offentlich versteigert 
werden soli. 

Dieser Katalog umfasst fiber 9000 Werke und enth&lt in alien 
Wissenschaften und in alien Zweigen der Literalur eine grosse 
Anzahl der besten und gesuchtesten Werke. Namentlich aber ist 
die Naturwissenschaft ganz vorzuglich vertreten; wir begegnen 
ausser einer grossen Zahl seltener und werthvoller Biicher auch 
vielen ausgew&hlten Prachtwerken , welche sich durch beste Er- 
haltung und treffliches Colorit auszeichnen. Es wird geniigen 
auf die vollstfindigen grossen naturhistorischen Prachtwerke eines 
Panzer, Sturm, Hahn, Sch&ffer, Bloch, Herbst, Cuvier, Esper, 
Reichenbach, Schreber, Martius, Spix, auf Naumanns grosses 
Werk iiber die Vfigel etc. etc. aufmerksam zu machen, um ein 
Bild von der Wichtigkeil dieser Sammlung zu geben. 

In einigen Wochen erscheint bei rair der Katalog der be- 
riihmten Bibliotbek des Geographen Professor Carl Ritler in 
Berlin, auf welchen ich rair im Voraus die Aufmerksamkeit alter 
Gelehrten und Bticherfreunde zu lenken erlaube. 

Leipzig. 

T. O. Welgel, Buchhftndler. 



Verantwortlicher Redacteur: Dr. R. Naumann. 
Verleger : T. 0. WeiyeL Druck von C. P. Melzer in Leipzig. 



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zom 



28. Februar. 



SERAPEFII. 

4. 



1861. 



Blbllothekordnungen etc, neueste In- and aasltadlsche Litterttnr, 
Anieigen etc. 



Z«r Besorfnng tiler in oachitehenden Bibliographien verzeichneten Bttcber 
emprehlt ich mich unter Zasicheruag schnellster and billigster Bediennng ; denen, 
wetahe mich direct mil resp. Be«t«lluiigen beehren , sichere ich die grdsstea Vor- 
Ibeile za. 



la situation de la bibliotheque royale 

de Belgique, 
pr6sent£ k M. Ch. Rogier, Ministre de l'int£rieur, par 



Je disais y dans mon rapport de 1854, qu'il n'ltait guire 
possible de faire one Evaluation rigoareusement exacte du nombre 
des pi&ces contenues dans les immenses registres provenant de 
I'ancien fonds de la Ville qui, k cette 6poque, formaient la partie 
la plus considerable de la collection; il s'en trouvait des milliers 
dans un mdme volume, oA, pour gagner de Fespace, on les avait 
collies dos k dos de mani&re k couvrir compl&ement la page. 
Cette Evaluation, je ne puis encore la presenter que pour les 
jpiices inont£es et olass6es ; elle ne s'61oigne gufcre du chiffre de 
quarante roille que j'avais hasardE approximativement ; car les 
pieces monies et classles d6passent dEja le chiffre de trente 
mille. Ce qui reste k distribuer atteindra bien encore une dizaine 
do mille pieces mais la majeure partie de ces derni&res formera 
double emploi, et la plupart sont de peu de valeur; car j'ai eu 
soin de commencer l'opiration du classement et du montage par 
XZIL Jahrgang 



T. O. VTeigei in Leipzig. 



Rapport g6n6ral 



sor 



(1846—1858.) 
CFortsetzung.) 



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34 



M. Piot a proc6dA, pendant Tannic 1856, an dassement de 
la partie qui avail 6t6 la pins n£glig6e sons l'administration pri- 
cAdente, k savoir: 1° les monnaies gauloises, 2° les monnaies 
grecques, 3° les monnaies consulates, et 4° les monnaies des 
empereors romains. 

Pendant les annees 1856, 1857, et jnsqn'au premier octobre 
1858, la collection numismatique s'est accrue de 1,162 pi&ces, y 
compris 244 eropreintes de sceaux, mais sans compter la grande 
collection de specimens de glyptique ancienne et moderne dont 
il a 6t6 parte plus haut. 

Ces diverses acquisitions ont cofitA au budget de la biblio- 
th&que une somme de fr. 2,588-72, r£partie de la manure sui- 
vante : en 1856, fr. 500; en 1857, fr. 786-70, et en 1858, fr. 
1,302-02. 

Cette somme de fr. 2,588-72 n'a servi qu'au payement de 
245 pi&ces: le reste ayant 6t6 acquis sans bourse d£lier. En 
effet, les dons figurent dans le chiffre de nos acquisitions pour 
557 pieces, les ^changes pour 342, et enfin, une heureuse trou- 
vaille, faite dans un livre, a procure k notre m£daillier 18 pie- 
ces d'or. 

Les ^changes nous ont oodii 177 des doubles que nous 
conservons sp£cialement pour cet objet. 

Le tableau ci-apr&s prtaente tous les details du mouvement 
de l'entree et de la sortie pendant les annees 1856, 1857, ainsi 
que pendant les neuf premiers mois de 1858. 



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Total 3 
general. 


Prix 


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36 



C'est au mois de d6cembre qu'a ed lieu la curieuse trou- 
vaille qui a enrichi de 18 pifeces d'or, la plupart issez rareg, 
notre mfedaillier. Le jo|ir mfeme, il a fele dressfe procfes- verbal 
de cette trouvaille dans les termes suivants: 

„Aujourd'hui, 13 dfecembre 1855, M. Charles Ruelens, em- 
ployfe auxiliaire & la Bibliothfeque royale, a dfecouvert, cacbfe dans 
le dos d'un livre intitulA: De medicamentorum simpliciorum de- 
lectu, etc. Parisiis, 1562, formant le n° 4733 du fonds de la 
ville de Bruxelles, et avec lequel se (rouve relife un manuscrit 
portant pour titre: De compositions medicamentorum, autkore 
D. Joanne Leconte, dix-huit pieces de monnaies d'or, en quatre 
paquets, et dans Tun desquels se trouvait un bordereau conte- 
nant les indications suivantes: 

Vyf croonen van — hoof (?) 8 aesen — noch twee fransch. 

Les pifeces susdites ont 6ii reConnues par M. Piot, charge 
du mfedaillier de la Bibliothfeque royale, qui en a dressfe l'inven- 
taire suivant: 

1° Deux couronnes au soleil de Charles VII, roi de France 
(1422—1461). 

2° Une couronne de Louis XII, roi de France (1483 — 1498). 

3° Quatre couronnes an soleil de Francois I er , roi de France 
(1515—1547). 

4° Un fecu du mSnie pour le Dauphinfe. 

5° Trois angelots d'Henri VIII, roi d'Angleterre, (1509— 
1547). 

6° Cinq nobles & la rose d'Edouard VI, roi d'Angleterre 
(1547—1553). 

7° Deux angelots du raeme. 

Ce volume, qui vraisemblablement a appartenu a Jean Le- 
conte, a passfe successivement dans les bibliothfeques des jfesuiles 
de Bois-le-Duc et de Gand. u 

Ce procfes-verbal a fetfe signfe par le conservateur en chef, 
par M. Piot, et M. Ruelens. II en a fetfe envoys un double au 
dfepartement de 1'intferieur. 

Les 18 pifeces d'or ont fetfe placfees dans le mfedaillier et 
inscrites & Tinventaire gfenferal. 

Le dfepartement de 1'intferieur. par circulaire du 13 jaillei 
1836, a provoqufe la formation d une Collection des seeaux des 
villes et communes, ainsi que des anciens corps de metiers et 
des corporations religieuses du royaume. Eotrevoyant dans Cette 
mesure uue source d'accroissement de nos collections, j'ai solli- 
citfe et oblenu, en favour de notre fetablissement, le don de deux 
exemplaires de cbacune des empreintes que recevrait le gouter- 
neroeat. L'une des fepreuves devait prendre place dans le cabinet 
et l'autre devait servir pour les fechangeg. 

Le 7 mai 1858, j'ai re^u un envoi qui malheuresement itait 
loin de rfepondre a Tespoir que nous avions fondfe sur cette me- 
sure. En effet, li plupart des communed auxquelles le gouVer- 



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37 

Mtofent s'Atait adressi, surtoot lea oommanes rurales, oonfondaut 
les sceaox avec les cachets, timbres sees et hamides, out envoys 
an roinistire des empreintes de ces deroiers. Mais ces com- 
preintes, prises en cire d'Espagne, sont en oreux et presque lou- 
joars indtabifTrables. Tous ces timbres et cachets sont de crea- 
tion rfcente el n'ont, par consequent, aucun int6r6t an point de 
vue de I'arcbtalogie, de la diplomatique et de l'blraldique. Ces 
sortes d'empreintes ne peuvent entrer dans notre collection 
sphragistique , qui doit &tre uniquement composto d'empreintes 
de sceaox. 

Parmi les empreintes de sceaox, quelques-unes £taient bien 
exiouttos, d'autres aissaient beaucoup a desirer, soit par suite 
de la mauvaise quality de la cire, soit k cause de la maladresse 
de celui qui les a prises. 

Bn sorte que, jusqu'a present du moins, notre collection n'a 
pas beaucoup profits de la mesure, d'ailleurs trta-utile, provoqule 
par la circulaire minist6rielle du 13 juillet 1856. Le mal peut 
6tre facilement r6par6; j'ai signal^ k voire d6partement toutes 
les empreintes defeclueuses, par ma lettre du 22 juin dernier. 

Comme je l'ai dit plus haul, 557 pieces dont il a &6 fait 
don k la biblioth&que royale, sont venues enrichir notre mldail- 
lier. Ces dons nous ont 6t6 faits, soit par des gouvernemente 
en relation avec la Belgique, soit par des particuliers habitant 
le pays, soit par des soci6t£s industrielles ou scientiflques, soit 
par des Strangers, et enfin par les ministires de l'int6rieur et 
de la justice. 

Je me plais k t£moigner ma reconnaissance, au nom de T6ta- 
blissement dont la direction m'est confine: 

1° Aux gouvernements d'Angleterre, de Danemark, de Prance, 
de Hanovre, de Russie et de Saxe; 

2° Aux societSs qui nous ont donnA, soit des pieces anoien- 
nes trouvees par leurs agents, soit des m6dailles modernes frap- 
p6es pour leur usage, k savoir: la Sooi6t6 G6n6rale pour favo- 
riser 1'industrie nalionale, la Soci6t6 Arch6ologique d'Arlon, et la 
Sooi6t6 du Wyngaert, k Bruxelles. 

3° Aux g6n6reux particul era dont les noms suivent: 
Feu M. le comte Am6d4e de Beauffort, dont I'administratlon 
de la bibliotb&que royale regrette vivement la perte. 
MM. Jauly Mison. 
Coetlogon. 
Thienpont, k Halle. 
Langdon, k Londres. 
Nettesheim, a Gueldre. 
Kubing*, k Pestb. 
Hermann, k Bois-le-Duc. 
Ad. Mathieu, k Bruxelles. 
Sick, ex-ministre de Danemark, k Bruxelles, et 
Collin, directeur de la monnaie k Copenhague. 



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38 



Le don de cet honorable fonctionnaire merite one mention 
particuliere. 

GrAce k l'obligeante intervention de M. le chambellan Siok, 
en dernier lien ministre de S. M. le roi de Danemark k Bruxel- 
les, nous avons d'abord re$u, au mois de janvier 1858, unc slrie 
de medailles en argent destinies par le gouvernement danois a 
ricompenser les actes de courage et de denouement. En boss 
envoyant ce cadeau, M. le conseiller d'fitat, Ed. Collin, directeor 
de la monnaie, nous avait demand^ la lisle des monnaies danoises 
que possede notre collection, promettant de la completer. Dig 
le mois de raai, nous recevions un nouvel envoi compost de 
oent cinquante-six monnaies d argent, de billon et de cuivre, k 
oommencer du regne de Cbristiern IV, jusques et y compris celui 
de S. M. Fr6de>ic VII. 

Parmi les piipes rares qui se trouvent dans cette collection, 
on remarque: le marc de Frederic II, frapp£ en 1563, le marc 
de Christiern IV, en 1614, la piece de 8 skillings de 1642, poor 
Lubeck, une piece de 2/3 de thaler, pour Lunebourg, et enfin, 
des skillings fabriqu6s par les insurges pendant la revolution des 
duch£s de Holstein et de Schleswig, pieces ^phemeres dont pli- 
sieurs pays ont fourni, vers 1848, des specimens si ourieux et 
si recherches des numismates. 

M. Collin a joint k ce don un exemplaire de son important 
travail sur les monnaies danoises. 

Nous serions heureux que l'exemple donn6 par Thonorable 
M. Collin trouv&t des imitateurs aussi haut places que oe fonc- 
tionnaire. 

Si ces exemples ont ete" rares jusqu'ici, nous devons snrtout 
l'attribuer k ce que la collection, non encore classed, et mal in- 
stance, n'Stait point accessible au public. Depuis que le cabinet 
peut etre visite, un jour par semaine (le mercredi, de midi k 
trois heures), les amateurs se pr£sentent, ce qui fait nattre l'oc- 
casion de dons et d'echanges tres-avantageux a notre 6tablis- 
sement 

Dans une des dernieres seances, le conseil d'administration, 
appreciant les services de M. Piot, qui dirige, avec autant d'in- 
telligence que de zele, le cabinet numismatique, a sollicitl, 
en favour de ce fonctionnaire, la collation du titre de conse- 
vateur. 

Je ne puis que m'associer k cette demande, parfaitement 
justified. 

(Fortsetzung folgt.) 



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39 



(Teberalcht der neaesten Lltteratar. 



DEDTSCHLAND 

A?6 Lailemant, Dr. Rob. C. B., die Benutzung der Palmen am Amazo- 
nenstrom in der Oekonomie der Indianer. Mach e. im AthenSum 
zu Hamburg am 19. Novbr. 1860 gehaltenen freien Vortrag. gr. 16. 
(VI a. 44 S.) Hamburg, geh. n. 6 Ngr. 

Bock , Guratgeisil. Conservator Fr(z.) , Geschichte der liturgischen Ge- 
wfinder d. Mittelalters od. Entstehg. u. Entwickelg. der kirchl. Ornate 
o. Paramente in Rucksicht auf Stoff, Gewebe, Faroe, Zeichnj., 
Schnitt n. rituelle Bedeutg. nachgewiesen n. durch zahlreiche Ab- 
bildgn. erlSutert. 4. Lfg. [od. Bd. II. Lfg. 1.] Lex.-8. (S. 1—130 m. 
18 Steintaf., wovon 6 in Buntdr.) Bonn. geh. n. l%Thlr. 

Prachtansg. n. 2 Thlr. (1—4.: n. 6% Thlr.; Prachtausg. n. 8 Thlr.) 

Biwdesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft nebst sSmmt- 
lichen in Kraft stehenden Kantonsverfassungen, m. zwei Anh., enth.: 
Die revid. Verfassgn. der Kantone Sololhurn, Freiburg, Basel-Stadt, 
Appenzell A. Rh. o. Neuenburg. Nach offiziellem Text. 8. (616 S.) 
Freiburg in d. Schw. 1859. geh. 1 Thir. 16 Ngr. 

Ghantepie de la Saussaje, pasteur D.. la crise religieuse en Hollande. 
Souvenirs et impressions, gr. 8. (VI u. 203 S.) Leyde 1860. Leipzig, 
geb. n. 1 Thlr. 6 Ngr. 

Hartlaub, Dr. G., ornithologischer Beitrag zur Fauna Madagascar's. Mit 
BerBcksicht. der Inseln Mayotta, Nossi-B£ u. St. Marie, sowie der 
Mascarenen u. Seychellen. [Mit zahlreichen Berichtiggn. u. Zusatzen 
aus Gabanis Journal f. Ornithologie abgedr.] gr. 8. (XII u. 87 S.) 
Bremen, geh. 18 Ngr. 

Hesychll Alexandrini lexicon post Joannem Albertum recensuit Maur. 
Schmidt. Vol. III. Fasc. 3. et 4. hoch 4. (S. 145—288.) Jena 1860. 
1861. geh. a Fasc. n. % Thlr. 

Hldber, Archivar Dr. B., Waadtland wird schweizerisch od. die Eroberg. 
der Waadt durch die Berner unter dem Oberbefehle d. Feldhauptm. 
Hans Frz. NSgeli m. e. Ruckblick auf die altere Geschichte der West- 
schweiz u. Savoyens. Mit 1 Jith. Portr. gr. 4. (56 S.) Bern. geh. 

n. 16 Ngr. 

Kell, Dr. Rob., ein denkwurdiges Gesellen -Stammbucb aus der Zeit des 
30i&hrigen Krieges. Original- Mittheilung als e. Beitrag zur Ge- 
schichte der deulschen Spruch-Poesie u. d. deutschen Kultur-Lebens 
uberhaupt. gr. 16. (Ill u. 99 S.) Lahr. geh. n. % Thlr. 

Hejlan, G. F., Geschichte d. Handels der Europaer in Japan. Ins Deutsche 
ubertracen v. Major a. D. F. W. Diederich. 8. (XI u. 233 S.) Leip- 
zig, geh. n. 1% Thlr. 

Monckeberg, Pred. C, Vorschlage zur Revision v. Dr. Mart. Luthers 
Bibelubersetzung. 1. Hit Corrigenda d. Cansteinschen Textes. Theo- 
logisch-krit Theil. gr. 8. (X o. 70 S.) Halle. n. V 4 Thlr. 

Regterungsfolge , die, im Herzogth. Braunschweig nach d. Erloschen d. 
Braunschweig-Wolfenbuttelschen Furstenhauses. gr. 8. (47 S.) Berlin, 
geh. 9 Ngr. 

Reinkold. Oberger.-Secr. Fr., Fauna Hannoverana. Abth. I. Verzeichniss 
der bei Hannover vorkommenden Schmetterlinge. Zusammengestellt 
unter Mitwirkg. der H.H. Lehr. Kroesmann u. Revisor GHtz. [Abdr. 
aus d. Jahresber. d. naturhistor. Ges. f. 1859/60.] gr. 4. (12 S.) Han- 
nover 1860. geh. n. 8 Ngr. 



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40 

Schleiden, Dr. M. J., zur Theorie d. Erkennens durch den Gesichtssinn. 
Mit 29 (eingedr.) Holzscho. Lex.-8. (110 S.) Leipzig, geh. 21 NaT. 

Schneider, Gymn.-Prof. Dr. Job. Imman , systematische u. geschichtliche 
Darstellung der deutschen Verskunst von ihrem Ursprung an bis aof 
die neuere Zeit. Eine gekrtinte Preisschrift in erweiterter Gestalt 
gr. 8. (XVI u. 320 S.) Tibingen. geh. n. 1% Thlr. 

Sillem, Scbuldir. Dr. H. C. Wilh., Primus Truber, der Reformator Krains. 
Ein Beitrag zur Reformatioosgescbicbte Oesterreichs. gr. 8. (XII a. 
96 S.) Erlangen. geh. n. 12 Ngr. 

Tafeln zur Statistik der osterreichischen Moaarchie. Zusaamengestellt 
v. der Direction der administrat. Statistik. iVeue Folge. 2. Bd. Die 
J. 1852, 1853 u. 1854 urafassend. 2-4. Hft. gr. Fol. Wien 1859.6a 

n. 5 Thlr. 18 Ngr. 

2. Hft (171 S.) n. 1 Thlr. 18 Ngr. - 3. Hft. (210 S.) n. 2 Thlr. - 
4. Hft. (225 S.) n. 2 Thlr. 
Usinger, Dr. Rud., die dSnischen Annalen u. Chroniken d. Mittelalters. 

Kritisch untersucht. gr. 8. (IV u. 99 S.) Hannover, geh. 16 Ngr. 
Yerxeichniss neuer Kunstsacben, als: Kupfer u. Stahlstiche, Lithogra- 

Phien,Photographien, Holzschnitle, Zeicnenvorlagen, Albums, illustrirte 
rachtwerke etc. welcbe im J. 1860 erschienen sind, m. Angabe der 
Preise u. der Verleger. Nebst e. nach den Gegenst&nden geordne- 
ten Uebersicht 3. Jahrg. 2. HSlfle. gr. 8. (XX S. u. S. 35— 122.) 
Leipzig, geh. n. 14 Ngr. 



Im Verlage von T. 0. WEIGEL in Leipzig erschien so eben: 
im Uebergange vom Mittelalter zur Neuzeit 

yon 

Friedrich KortOm 

nnd 

Carl Alex. Freiherrn von Beichlin-Meldegg 9 

ordentlichen Professoren an der Universilat Heidelberg. 
(Jrorftcr $Jonb. 
gr. 8. XVI and 544 S. 3 Thlr. 



Verantwortlicher Redacteur: Dr. R. Nautnann. 
Verleger : T. 0. Weigel. Druck von C. P. Melzer in Leipzig. 



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zum 



31. Marz. 



gERAPEm 

JIP 6. 



1861. 



Bibliothekordnungen etc., neueste In- and tusllndische Lltteratir, 
Anxelgen etc. 



Znr Besorgung tiler in nacbttehenden Bibliographien veneicbneten BUcber 
empfehle icb aich nnfer Zuiiebernng icbnellster and billigster Bedieirang ; denen, 
wckbt nick direct mit resp. BctteUangen beebren, ticbere icb die grfosten Vor- 



la situation de la biblioth&que royale 



pr6senti k M. Ch. Rogier, Ministre de l'int£rieur, par 



(1856—1858.) 
(Fortsetzung.) 

CHAPITRE IV. 

SECTION DES MAflUSCRITS. 



Depois la publication da dernier rapport, deux faits tris- 
importants se sont prodoita dans l'administration de la section 
des manuscrits, plus connae sons la denomination de Bibliothe- 
fue de Bourgogne. Le respectable conservatenr, M. le chevalier 
Marcbal, a iik admis, sar sa demande, k faire valoir ses droits 
k la relraite. L'&ge avanc6 de M. Marcbal, la fatigue de travaux 
considerables loi conseillaient de se retirer et de prendre on pea 
de repos, k la fin d une carri&re tr6s-laborieuse. Malheureseroent, 
il n'a point joui longtemps de ces loisirs, et nous avons eu le 
regret de perdre notre estimable collfegoe, le 22 avril 1858. II 
ttait &g£ de 77 ans, et avait 6t6 conservatenr de la bibliothique 
de Bourgogne pendant 27 ann£es. Les services qu'il a rendus k 
ce prtaieux d£pdt sont trop connus de voire administration, pour 
que j'aie besoin de les rappeler ici. 



tbeile so. 



T. O. Weigel in Leipzig. 



Rapport gfafral 



sur 



de Belgique, 



XXIL Jahrgug. 



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42 

La direction de la section ds roanuscrits a ete remise, im- 
m£diatement apris la retraite de M. Marchal, entre les mains de 
M. Adolphe Mathieu, conservateur-adjoint, qui, depuis son entree 
k la bibliotheque royale, avait eu le temps de se mettre au con- 
rant de l'administration et de prendre one connaissance complete 
de cette section du d£p6t. 

L'impression da repertoire onomastique, dont la redaction 
avail 6te demanded — sur la proposition de M. de Ram — par 
le conseil d'administration, dans sa seauce du 31 juillet 1854, a 
ete entitlement termin^e. Les epreuves typographiques de ce 
long travail, k la confection duquel M. Fl Frocheur a pris one 
si large part, ont ete revues, avec un soin extreme, par cet 
employed Si quelques erreurs y sont resides, si Ton y signale 
quelques lacunes, il ne faut attribuer ces l^geres imperfections 
qu'A la designation erron^e ou insufflsante de certains articles, 
soit dans l'inventaire, soil dans le catalogue descriptif. Ces erreurs 
se rectiflent du reste journellement, et les lacunes que presente 
cette premiere partie ne tarderont point k £tre combines, au 
moyen de notes k introduire dans la deuxierae, qui aura pour 
objet les ouvrages d'auteurs anonymes. 

Dans le rapport par lequel il me rend coropte de la situa- 
tion de sa section, au l er octobre 1858, M. le conservateur-ad- 
joint Mathieu s'exprime en ces termes: 

„Une des consequences de la designation erronie ou insuf- 
flsante de certains articles de l'inventaire a eie" de nous forcer k 
recoromencer ce travail, dont la transcription, pour la partie 
manuscrite (le reste se corrigeant sur un ezemplaire inlerfolie k 
cet effet), a ete conflee k M. Prevost ! ) qui s'en occupe avec 
un zele pers6verant. Ce travail de transcription sera flni avant 
le l er janvier. 

„J'avais d6jA termine, tant pour mon usage particulier que 
pour le service interieur, la table alphabetique de tous les ouvra- 
ges indistinctement dont se compose le depdt (volume in-folio 
de 524 feuillels), lorsqu'un travail identique, op&r6 k l'aide de 
flches coliees legerement k la suite les lines des autres, vous a 
ete transmis par M. Marchal, un peu avant sa rnort Ces deux 
tables pourront se completer et se corriger simultanement, lors- 
qu'une verification bien exacte du titre des ouvrages portes k 
l'inventaire perroettra d'en arrSter definitivement la redaction et 
d'en commencer la copie, qui demandera necessairement beau- 
coup de temps, le nombre des ouvrages du depot, qui etait dejA 
de 21,517 k mon entree en fonctions, relevant aujourd'bui k 
21,582. La table de M. Marchal et la mienne serout, du reste, 
d'ici lors, k la disposition du personnel de la bibliotheque et 



1) M. Florian Frocheur etant gravement malade et ne pouvant rem- 
plir ses fonctions, j'ai deiache k la deaxieme section M. Prevost, depois 
la retraite de M. Marchal. 



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43 



de tons ceux qui en feront la demande pour facililer leurs re- 
cherches." 

II manquait a la deuxi&me section un releve par si^cles des 
principaux ouvrages renfermant des miniatures, des vignettes, des 
lettrines, de la musique, des autographes, des gravures. Ce re- 
leve a 6t6 fait avec le plus grand soin, sous la direction de M. 
Mathieu. II sera complete et amende au besoin, d&s que la ve- 
rification, dont il a ete parie plus haut, des litres des codices, 
aura 6te terming. 

II reste a exicuter des travaux bien plus importants encore : 
un tableau des provenances des ouvrages, et une indication de 
ceux d'entre eux qui ont ete imprimis ou qui ont donn6 lieu k 
quelque notice. En I'absence de tous renseignements qui puis- 
sent nous aider dans ces travaux d'une execution si longue et 
si difficile, il nous faut presque d£sesp£rer de pouvoir faire ja- 
mais sous ce rapport quelque chose de complet; ce qui etU ete 
d'une execution pen laborieuse, il y a vingt-cinq ans, offrant 
aujourd'bui des difficulty presque insurmontables et exigeant des 
recherches et des lectures auxquelles la besogne journalise de 
la section ne permet pas toujours de se livrer, M. Mathieu a 
cepeodant entrepris cette t&che resolftment: il a pens6 que la 
difficult^ n'etait pas une raison suffisante pour renoncer a une 
oeuvre utile. 

M. F. Frocheur, dans les moments de relftche que lui laisse 
une cruelle maladie, s'occupe du tableau des provenances. De 
son c6t6, W. Mathieu a fait interfolier de papier blanc un exem- 
plaire de l'inventaire et du catalogue dans lequel il inscrit, au 
fur et a roesure qu'il les decouvre, avec tous les details biblio- 
grapbiques convenables, en regard des numeros sous lesquels les 
ouvrages sont enregistres, les diverses editions qui en ont 6(6 
faites et les notices qui concernent le mSme ouvrage. 

J'ai fortement encourage M. Mathieu dans son projet; rien 
ne serait, en effet, plus utile qu'une table dans laquelle on pour- 
rait reconnailre si tel ou tel manuscrit de notre depot a deja 
6\e iroprime, s'il a donne lieu a quelque travail scientifique ou 
litteraire ; c'est ce que j'avais l'honneur de representor k voire 
dlpartement, sous la date du 2 tevrier 1854, ainsi que je l'ai 
rappeie dans mon rapport general, public par le Moniteur au com- 
mencement de l'ann£e 1857. 

Le nombre des personnes qui ont fr^quente la salle de lec- 
ture de la 2 e section, du 30 septembre 1856 au 30 septembre 
1858, a ete de 1,9410? il leur a ete communique au moins 
2,412 ouvrages. Je n'indique ici qu'un minimum, parce que, 
corome je l'ai fait remarquer, le chiffre des ouvrages donnes en 



1) Ce chiffre indique, non le nombre des individus qui ont frequente 
la 2e section, mais bien le nombre de visites faites dans le but de 
consulter un manuscrit. 



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lecture ne pent se constater d'une mani&re bien exacte , quelqua 
soin que Tod prenne d'exiger des lecteurs qu'ils se conforment k 
la disposition r£glementaire, qui veut que les demandes soient 
faites par bulletins Merits et sign£s: il n'y a pas de jour ou il 
ne faille indiquer aux Iravailleurs des sources qu'ils ignorent, 
leur mettre sous les yeux des mat£riaux pour les sujets qu'ils 
traitent; plusieurs volumes leur sont ainsi communiques k la fois 
et sont rerais simultanement sur les rayons, sans qu'on ait pa 
obtenir an bulletin pour chaque communication. 

Le chiffre que je viens d'indiquer, comme reprfaentant le 
nombre des personnes qui ont fr£quent6 la salle de lecture, ne 
s'applique point aux visiteurs qui n'ont fait que parcourir les 
salles, examinant tr&s-superficiellement les principales raretis 
qu'elles renferment. Ces derni&res visiles sont fr£quentes, un 
jour de la semaine leur est sp6cialement consaor6. Les volumes, 
exhibls dans ces conditions, ne sont point compris dans le re- 
lev6 dont le chiffre est indiqug ci-dessus. 

Ind6pendamment de ces visites hebdomadaires , notre d6pdt 
a repu plusieurs augusles et illustres personnages. 

II est rare qu'un prince ou qu'un savant distingu£ s'arr^te 
k Bruxelles sans consacrer quelques moments k venir admirer les 
chefs-d'oeuvre que nous a 16gu6s la Biblioth6que des dues de 
Bourgogne. Dans la pgriode qui fait l'objet de ce rapport, notre 
6tablisseroent a &6 honors de la visite de: 

LL. AA. I. et RR. Mgr le Due et M me la Duchesse de Bra- 
bant; 

S. A. R. Mgr le Comte de Flandre; 

L'Archiduc Ferdinand, prince h6r6ditaire de Toscane; 

Le Prince Alfred d'Angleterre; 

L'Archiduc Maximilien, l'Archiduc Charles-Louis et l'Archi- 
duchesse Marguerite d'Autriche. 

Le nombre des personnes qui ont fr6quenlg notre salle de 
lecture, dans un but d'6tude, serait bien plus grand, si le pr6t au 
dehors, qui ne peut 6tre autoris£ que par le Ministre de l'inte- 
rieur, ne prenait chaque jour plus d'extension. Le chiffre des 
savants regnicoles et Grangers qu'il faut ajouter k la liste des 
autorisations depuis le 30 septembre 1856, est de 14; celui des 
volumes pr&t£s de 312. 

Des demandes de renseignements nous sont souvent ad res- 
ales par des savants du royaume ou de l'6tranger, il y est tou- 
jours r£pondu avec une grande promptitude, k quelques recher- 
ches que ces renseignements astreignent le personnel de l'6ta- 
biissement. 

Quelques personnes ont ktk autoris£es, en vertu des art. 70 
et 72 du r&glement k prendre des extraits et k calquer des plans, 
sans qu'il en soit r£sulte auoun dommage. Jamais une autorisa- 
tion de calquer n'est accord£e qu'aux v£ritables artistes, et toutes 



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w 

les precautions prescrites par Tart. 70 da reglement sont rigou- 
reasemeDt observes. 

Cent cioquante-oinq codices nouveaux, la plupart recomman- 
dables par leur beaut£, leur anciennete ou lour utility sont venos 
prendre place sur nos rayons. De oe nombre sont: 

L'histoire de Richard d'Angleterre, les voyages de Guillebert 
ou Gilbert de Lannoy; diverges pieces probablement inedites 
d'AIain Chartier et de Molinet, les m6moires de J. -Christian Cuno, 
manuscrit autographe de ce savant naturaliste, oft sont consigned 
de nombreux aper$us sur Thistoire naturelle des plantes et sur 
les hommes qui se sont adonn£s k leur 6tude. 

L'albura des visiteurs continue k s'enrichir des noms les plus 
distinguls dans toutes les branches des connaissances bumaines ; 
les registres constatant le nombre des visiteurs, des acquisitions 
nouvelles, des travailleurs, des ouvrages donnas en lecture, sont 
tenus k jour. 

Le Umbrage de tons les ouvrages du d6p6t au sceau de la 
bibliothgque se poursuit avec activity. 

M. le conservateur-adjoint termine son rapport par des con- 
siderations auxquelles, pour ma part, j'adh£rerais volontiers dans 
une certaine mesure. 

„Je me permetlrai, dit M. Mathieu, d'appeler votre attention 
sur la necessity urgente de restreindre la trop grande facility 
accorded au public pour la communication de certains ouvrages, 
si Ton ne veut que, d'ici k quelques ann£es, le riche heritage 
que nous ont laisse* nos p6res, et que nous devons transmettre 
k nos descendants, n'ait perdu les trois quarts de sa valeur. 
Partout le mdme abus a 6t6 signal^, et partout les hommes sp6- 
ciaux, au nombre desquels je me plais k citer MM. Paulin Paris 
et Champollion Figeac, h&tent de leurs voeux une mesure restric- 
tive dans l'interdt de la conservation de ces objels. 11 va sans 
dire que je n'entends parler, comme ces messieurs, que des 
manuscrits uniques, de la plus grande rarete, soil comme monu- 
ments historiques, soit comme production des arts." 

Comme M. Mathieu, je regrette que Ton soit souvent dans 
('obligation de laisser feuilleter ces pr6cieux ouvrages par des 
mains pen dedicates. Toutefois, il faut, jusqu'A un certain point, 
se r&igner k cet inconvenient; car on ne peut pas non plus 
mettre la lumiere sous les boisseau. 11 appartient k la sagacite* 
de 1'adrainistration de choisir une route sftre entre ces deux 
ecueils. 

(Fortsetzung folgt) 



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46 



Ueberalcht der neuesten Lltteratar. 



DEDTSCBLAND 

Abhandlangen ffir die Kande d. Morgenlandes hrsg. v. der Deolscheo 
Morgenlandischen Gesellschafl unfer der Red. cL Prof. Dr. Berm. 
/ Brockhaus. II. Bd. Nr. 2. gr. 8. Leipzig 1860. geh. n. 2 Thlr. 

(I— II, 2. : n. 10% Thlr.) 
Inhalt: Die ffinf Gfttha's oder Sammlungen v. Liedern u. Sprfi- 
chen Zarathustra's, seiner Junger u. Nachfolger. Hrsg., 
fibers, a. erklfirt v. Prof. Dr. Mart, Bang. 2. Abth. Die vier 
ubrigen Sammlgn. enlh. Nebst e. Schlussabhandlg. (XVI a. 
259 S.) 

Alterthfimer, die, unserer heidnischen Vorzeif. Nach den in Sffentl. u. 
Privatsammlgn. befindl. Origin alien zasammengestellt a. hrsg. t. dera 
rdmisch-fferm. Cenrralmuseum in Mainz durch dessen Conservator L. 
Lmdenschmil. 7. Hit. gr. 4. (8 Steintaf. m. 8 Blatt Erlautergn.) Mainz. 

(a) n. % Thlr. 

Andevtugen ub. die Braunschweigische Sukzessionsfrage. Von e. Braun- 
schweig. Juristen. gr. 8. (28 S.) Braunschweig, geh. n. % Thlr. 

Arcbiv des historischen Vereins d. Kantons Bern. [Neue Folge der 1848 
—1854 erschienenen Abhandlgn.] IV. Bd. 4 Fine. gr. 8. (IV u. 538 
S. in. 1 Steintaf. in 4.) Bern i860. (Solothurn.) n. 2 Thlr. 

Beltr&ge zur vergleichenden sprachforschung auf dem gebiete der ariscben, 
celtischen u. slawischen sprachen. Hrsg. v. A. Kuhn u. A. SehleU 
cher. 2. Bd. 4. HfL gr. 8. (S. 401 —496. Schluss.) Berlin. 

(ft Hit) n. 1 Thlr. 

Berg, Alb., die Insel Rhodus, aus eigener Anschaug. u. nach den ror- 

handenen Quellen historisch, geographisch, arch Sol ogisch , malerisch 

beschrieben u. durch Orig.-Radirgn. u. Holzschn. nach eigenen Na- 

turstudien u. Zeichngn. illustrirt. 2. u. 3. Lfg. Imp.-4. (S. 9—24 m. 

eingedr. Holzschn. u. 4 Kpfrst.) Braunschw. baar a n. % Thlr. 
Bermays, Jac, ub. die Chronik d. Sulpicius Severus. Ein Beitrag zur 

Geschichte der klass. u. bibl. Studien. gr. 4. (Ill u. 72 S ) Berlin. 

geh. n. 1 Thlr. 

Beyrich, E., fib. Semnopithecus pentelicus. [Aus den Abhandlgn. d. K. 

Akad. d. Wiss. zu Berlin i860.] Mit 1 (lith.) Taf. gr. 4. (26 S.) 

Berlin I860. cart. n. 14 Ngr. 

Biblia Veteris Testa men ti aethiopica, in V tomus distribata, ad libr. mss. 

fidera ed. et apparatu critico instruxit Prof. Dr. Aug. Dilbnann. Tom. 

II., sive Libri Regum, Paralipomenon . Esdrae, Esther. Pars 1. 4. 

(VII u. 155 S.) Leipzig, geh. n. 2% Thlr. 

Blbliographia theologica. Monats-Uebersicht alter im deutschen Buch- 
nandel neu erschienenen theologischen Biicher. Red. v. Just. Alb. 

Wohlgemuth. 9. Jahrg. 1861. 12 Nrn. (% B.) gr. 8. Berlin. % Thlr. 
Collection of british authors. Copyright edition. Vol. 542 and 543. gr. 16. 

Leipzig, geh. a n. % Thlr. 

Inhalt: The history of England from the accession of James the 
Second. By Lord Macao lay. Vol. 9 and 10. Edited by his 
sister, Lady Trevelyan. (The end.) (XIII n. 560 S.) 
Ettmllller, Ludw., altnordisches lesebuch nebst kurzgefasster formenlehre 

u. wdrterbuch. Zum gebrauche bei vorlesgn. gr. 4. (152 S.) Zurich. 

geh. 1% Thlr. 



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47 

Bye, Dr. A. r., n. Jac. Falke, Kunst a. Leben der Vorzeit vom Beginn 

d. Mittelatters bis zum Anfang des 19. Jahrh. inSkizzen nach Orig.- 

Denkmalern. 2. nacb chronolog. Reihenfolge zusammengestellte Ausg. 

in 3 Bdn. 2. Bd. 3. Hft. gr. 4. (16 Kpfrtaf. m. 16 Bl. Text.) Nurn- 

berg 1660. (a Hft) n. 1 Thlr. 

Fockel, Leop., Enumeratio fungorum Nassoviae. Series I. Cum tab. lilh. 

[Figurae ab auctore ipso coloratae.] [Ex Annal. soc Nass. nat. scrut.j 

gr. 8. (VIII u. 126 S.) Wiesbaden, geh. n. 16 Ngr. 

Graesse, Bibliothecaire Dir. Jean Geo. fhdr., Tresor de livres rares et 

precieux ou nouveau dictionnaire bibliographique. LWr. 12. gr. 4. 

(Tome II. Ill S u. S. 521— 648. Schluss.) Dresden, geh. (4) n. 2 Thlr. 
Grimm, Jac, u. Wilh. Grimm, deutsches wdrterbuch. 3. Bd. 5. Lfg. 

(erscheuern— ewig] hoch4. (Sp. 961— 1200.) Leipzig, geh. n.%Thlr. 

(I— HI, 5. ; n. 13% Thlr.) 
Heffter, Geh. Ob.-Tnbun.-R Prof. Dr. Aug. Wilh., das europfiische V51- 

kerrecht derGegenwart auf den bisherigen Grundlagen. 4. Ausg. gr.8. 

(XV u. 475 S.) Berlin, geh. n. 3 Thlr. 

Hansel, Rhold., ub. Hipparion mediterraneum lAus den Abhandlgn. d. 

K. Akad. d. Wiss. zu Berlin I860.] Mit 4 (lith.) Tar. gr. 4. (97 S.) 

Berlin, cart. n. 1 Thlr. 12 Ngr. 

flerbst, Prof. Dr. Ed., das juridische Doctorencollegium in Prag u. sein 

Anspruch auf die RectorswOrde. Ein Beitrag zur Kenntniss 5ster- 

reich. Universitatszustfinde. gr. 8. (IV u. 40 S.) Prag. geh. n. 12 Ngr. 
HoUand, Dr. H., die Entwicklung d. deutschen Theaters im Mittelalter u. 

das Ammergauer Passionsspiel. Eine literatur - historische Studie. 

gr. 8. (Ill n. 66 S.) Munchen. geh. *4 Thlr. 

Jeroscbln , Nicol. v., Kronike v. Pruzinlant. Hrsg. v. Ernst Strehlke. 

[Abdr. aus „Scriptores rerum prussicarum."] gr. Lex.-8. (IV u. 336 

5.) Leipzig, geh. n. 2 Thlr. 12 Ngr. 

Lohde, Ludw., die Skene der Alten. 20. Programm zum Winckelmanns- 

fest der archSolog. Geseltschaft zu Berlin. Mit 1 (lith.) Bildtaf. gr.4. 

(24 S.) Berlin 1860. geh. n. % Thlr. 

Ltttxow, D. Carl Fr. A. v., Muncbener Antiken. (In 8—10 Lfgn.) 1. Llg. 

Fol. (6 Kpfrtaf. m. 12 S. Text) Munchen. geh. n. 1% Thlr. 

Mommsei, Thdr., Rdmische Geschichte. 1. Bd. Bis zur Schlacht v. Pydna. 

3. Aufl. Mit 1 (lith.) Militarkarte v. Italien (in 4.) gr. 8. (XV u. 942 

S.) Berlin, geh. n. 2 Thlr. 

Prowe, Dr. L., de Nicolai Gopernici patria. hoch 4. (33 S.) Thorn 1860. 

geh. n. % Thlr. ; Prachtausg. n. 1 Thlr. 

Reformation, die, in Italien im 16. Jahrh an dert. Aus d. Ital. v. Mart. 

Paul 8. (144 S.) Elberfeld. geh % Thlr. 

Rflstow, W., Geschichte d. ungarischen Insurrectionskrieges in den J. 

1848 u. 1849, m. Karten u. PISnen. 3. Abth. gr. 8. (2. Bd. S. 1—225 

m. 1 lith. Karte in gr. Fol.) Zurich, geh. (a) n. 1% Thlr. 

Schaefer, Prof. Dr. Arnold, das preussisch-englische Bundniss im sieben- 

jahrigen Kriege. Ein Vortrag. gr. & (38 S.) Berlin, gen. VI Thlr. 
Talmud babilonski. (In hebraischer Sprache.) Tom. VII. Fol. Warschau. 

geh. (a) n.n. 2% Tblr. 

In h at t: Traktat Jewamot. (510 S.) 
Wentrup, Dr. Fr , die Belagerung Wittenbergs im J. 1547. Nach den 

Quellen dargestellt. gr. 4. (24 S.) Wittenberg, geh. n. 6 Ngr. 



ENGLAND. 

Chronicles during the Middle ages: Giraldi Gambrensis Opera. Edited 
by J. S. Brewer, M. A. Vol. 1, royal 8vo. pp. 534. 8s. 6d. 



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48 

Fossils — Tabular View of Characteristic British Fossils strategrapbicaUy 
arranged. 4to. case. 6s. 

Hay (Thomas Erskine) — The Constitutional History of England since 
the Accession of George the Third, 1760—1860. 2 vols. Vol. 1, 8vo. 
pp. 500, cloth. 15s. 

Heen (Joseph A.) — Historical and Descriptive Geography of Palestine, 
with Illustrations. l2mo. pp. 170, cloth. Is. 6d. 

Herjon (Edward)— The History of Medicine; comprising a Narrative of 
its Progress from the Earliest Ages to the Present Time, and of the 
Delusions incidental to its Advance from Empiricism to the Dignity 
of a Science. Vol. 1, 8vo. pp. 480, cloth. 12s. 6d 

Reeve (Lovell) — Elements of Conchology; an Introduction to the Na- 
tural History of Shells and of the Animals which form them. 2 vols, 
royal 8vo. cloth. 56s. 

Waipole (Horace) — Lettres of. Edited by Peter Cunningham. Now first 
chronologically arranged. 9 vols. Vol. 1, 8vo. pp. 440, cloth. 9s. 



A n z e i g e. 



Im Verlage von T. 0. WEIGEL in Leipzig erschien so eben : 

6cfd)td)tc Curopa's 

im Uebergange vom Mittelalter zur Neuzeit 

von 

Friedrich Kortfkm 

und 

Carl Alex. Freiherrn von Reichlin-Meldegg, 

ordentlichen Professoren an der University Heidelberg, 
^mriter pun*, 
gr. 8. XVI und 544 S. 3 Tfalr. 



Verantwortlicher Redacteur: Dr. ft Nautnann. 
Verleger : T. 0. WeiyeL Druck von C. P. Melzer in Leipzig. 



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zum * 

SERAPEUM. 



15. April. 



J@ 7. 



1861. 



Blbilothekordnungen etc., neaeste in- and aasl&ndlsche Litteratur, 
Anieigen etc. 



Znr Besorgung aller in nachstehenden Bibliographien veneichneten Biicher 
empfehle ich mich anter Zusicherung schnellster and biiligster Bedienaog; denen 
welcbe mich direct mil retp. Bestcllnngen beehren, sichere ich die grossten Tor- 
thefle so. 

T. O. Weigel in Leipzig. 



Rapport general 

sur 

la situation de la bibliotheque royale 

de Belgique, 
presents k M. Ch. Rogier, Ministre de l'int6rieur, par 
JK. <&tom. 
(1846—1859.) 
CFortsetzung.) 

CHAPITRE V. 

TRAVAUX DE LA FUSION BT DU CATALOGUE. 

Cette grande operation, poor laquelle la legislature a void 
des fonds, k partir de l'ann£e 1857, a 6t6 commence et se 
poursoit avec toute 1'activite et tout le soin quelle reclame. Les 
bases en avaient d'abord 616 arrgtees dans des reunions auxquel- 
les j'avais convie MM. Ed. F6tis, conservateur-adjoint de la pre- 
miere section, el Ch. Roelens, chef du bureau d'entr£e. Ces 
bases resident dans les quatre points suivanls, r£gl6s apres dis- 
cussion. 

1° Le catalogue sys(6matique sera dress£ conformAment au 
plan bibliographique de Martin ou de Debure, qui a 6t6 suivi 
par M. Voisin , pour la redaction du catalogue Van Hulthem , et 
qui a 6ga)ement preside a la formation de celui de la bibliotheque 
de la ville de Bruxelles. Quoique ce plan ne soil peuMtre pas 
XXII. Jahrgang. 



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50 

le meillenr, au point de vue philosophique, il a M adopts, 
comme 6lant g6ueralement en usage, et comme satisfaisaot le 
mieux aux exigences du service d'un depdt considerable Nous 
y introduirons seulement certaines modifications exigees par fitat 
actuel des sciences* 

2° Les grandes divisions du catalogue seront done an nombre 
de cinq, savoir: 

1° Th£oIogie, 2° Jurisprudence et sciences politiques, 3° 
Sciences et Arts, 4° Belles-lettres ou Philologie, 5° Hisloire. 

3° Apres un mflr examen, qui a fait reconnaltre les avan- 
tages du plan adopts par M Voisin pour 4a formation 4e la 
partie du catalogue Van Hulthem, dans laquelle sont rgunis les 
ouvrages relatifs k I'histoire politique, physique el intellectuelle 
des Pays-Bas, il a 6te* re'solu que la bibliotheque royale serait 
divis£e en deux grandes classes, 1° Bibliotheque generate, 2° 
Bibliotheque nationale. Les cinq divisions ci-dessus mention- 
n£e« se reproduiront dans Tune et dans 1'autre. 

4° L'inscription des litres de tous les ouvrages dont se com- 
posed les trois fonds de la bibliotheque royale, sera faite sur 
des bulletins de oarton mtnoe, de 14 centimetres de largour sur 

10 centimetres de hauteur. Ces bulletins seront fails en double 
et sous deux formes difterentes. Ceux de la premiere categoric, 
oontenant le litre exactement copie in extenso, serviront pour le 
catalogue syst6matiquo. Ceux de la deuxieroe, contenant 1'indi- 
cation da litre abr£ge, serviront k former le catalogue onomasti- 
que des auteurs, combing aveo le repertoire alphabetique des 
ouvrages anonymes. 

Ces bases arrestees, le principal objet dont devait s'occuper 
M. le conservateur-adjoint, c'eHait de former des collaborateurs 
qui pussent, sous sa direction, accomplir ce programme avec 
ensemble et sans deviation. Le travail de la fusion devant dire 
d£Anitif, il eflt el6 imprudent d'en faire, en quelque sorte, l'objet 
m6me de I'apprentissage des personnes qui devaient y dire em- 
ployees. 

Les auxiliiires que voire deparlemenl m'a aulorise k m'ad- 
joindre pour oe travail special, ont done d'abord recu de M. Fetis 
les indications propres k les guider dans les eludes prealables 
qu'ils avaienl a faire. La fusion des differenls fonds de la Bi- 
bliotheque royale exige des operations compliqu6es et auxquelles 

11 faut une sorte d'initiation. Quelques travaux d'essai ont done 
d'abord ele* confies, k litre de noviciat, aux nouveaux venus. 
C'est ainsi que M. Woutersz a commence par operer la fusion 
d'une collection d'environ huit mille placards des souverains des 
Pays-Bas, qui se trouvaient Spars dans les fonds de Van Hulthem 
et de la Ville et qui sont maintenant classes dans un ordre 
chronologique. Une collection considerable de pieces relatives k 
I'histoire politique de la Belgique au xvi* siecle a ele" l'objet 
d'un travail semblable. 



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II en est de mAme da recueil das fois de la rdpoblique fran- 
chise, ainsi que des proces-verbaux , rapports et discours de la 
Constiiuante, de la Convention, et da Cornell des Cinq cents. 
Ces pieces etaient rdunies en Iiasses sans classement methodique. 
Ce n'est qu'apres ces travaux preliminaires que M. Woutersz a 
entrepris la redaction definitive des bulletins des ouvrages apper- 
tenant a la premiere division: Theologie, pour les catalogues 
syst6matique et alphabetique. 

La deuxieme personne employee temporairement aux travaux 
du catalogue a ete M. E. Juste, qui apres avoir passe aussi un 
certain temps a 6tudier notre systeme bibliographique, a etc* 
oharge de mettre en ordre environ quinze mille brochures, pro- 
venant tant du fonds de la Ville que de la vente Dotrenge, faite 
sous ('administration de M. de Reiffenberg, brochures qui n'avaient 
jamais ele inventorizes. Ellas ont ilk classes d'apres les systeme 
adopte pour notre oatalogue, de telle facon qu'on les comprendra, 
partie par partie, dans la fusion, an fur et k mesure quelle 
avancera. Ce travail prlparatoirc termini, M. K. Juste a dresse* 
un catalogue provisoire des cartes g6ographiques. Ce fonctioq- 
naire de l'enseignement moyen, momentan6ment sans emploi, ayant 
&6 rappele* au service actif, n'a pas continue a prendre part k 
nos travaux. 

M. Chokier, adrais comma employe temporaire par une de- 
cision du mois d'aottt 1857, a egalement d6but£ par un appren- 
iissage bibliographique, apres quoi il a entrepris de relever les 
litres des ouvrages de la deuxieme division, Jurisprudence, en 
commen^ant par le fonds de la Ville. 

Deux nouveaux employes sont entres ensuite, MM. Vogley et 
Picque, dont votre departement a autorise l'admission par arrets 
du mois de janvier 1858. La division de la Philologie (Belles- 
lettres) a et£ conA6e k M. Vogley , apres un novieiat de tres- 
courte duree. 

M. Picque, qui a ete charge de la division des Sciences el 
Arts, avail prealablement fait son apprentissage en dreisant, sous 
la direction de M. Ch. Ruelens, les bulletins des ouvrages pro- 
venant des derniers accroissements. 

Nous avons done, en ce moment, quatre divisions du cata- 
logue auxquelles les employes que vous avez mis k ma disposi- 
tion travaillent simoltanemenL Ce sont, 1° la Theologie, 2° la 
Jurisprudence, 3° les Sciences et Arts, 4° la Philologie. Voici, 
pour chacune des ces divisions I'etat d'avaneement do travail, k 
la date du l er aotit dernier, tel qu'il resulte dun rapport de M. 
le eonservateur-adjoint, chef de la 1™ seolion. 

Theologie. Le nombre des ouvrages catalogues au \** aeal 
etait de 2,768, representant un nombre de 8,300 bulletins syste- 
matiques et alphabetiques. 

Jurisprudence. Ouvrages catalogues au t pr aout: 1,154, 
formast 3,400 bulletins. 



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58 



Sciences et Arts. Ouvrages catalogues: 600 formant 1,800 
bulletins. 

Philo logic Ouvrages catalogues: 1,1 15, formant 2,730 bul- 
letins. 

Les differences qu'on remarque entre le nombre des ouvra- 
ges catalogues dans cheque division ne proviennent pas seule- 
meni du zfele et de l'aptitude porsonnelle de l'employ& qui en 
est charge; elles doivent £tre aussi attribuees k la duree du 
temps ecouie depuis que chacun des employes, nomme$ succes- 
sivement, a entrepris le travail qui lui etait con fie. Ces diffe- 
rences s'expliqueront naturellement si Ton consid6re que M. YVou- 
tersz est entre en fonctions en avril 1867, M. Chokier en sep- 
tembre de la meme annee, et MM. Vogley et Picque k la fin de 
janvii-r 1858. 

On trouvera peuMtre que nous aurions pu marcher plus 
vite; mais vous le savt'z, M. le Ministre, dans les travaux biblio- 
graphiques, la ceieriie n'est pas le point le plus essentiel. II 
imporie avant tout d'etre exact, methodique, de bien faire ce 
que Ton fait. 

Lks personnes que vous m'avez autorise a employer a la 
redaction du catalogue auraient pu fournir un plus grand nombre 
de bulletins; mais a quoi cela aurail-il servi, si Ton avail ete 
force d'en annuler une partie comine donnant une transcription 
de litre inexacte ou une analyse mal rediiiee? Si notre marcbe 
a ete lente, dans les premiers temps, elle a ete sfire. Chaque 
fois qu'un das employes renconlrait une difficult qui n'avait pas 
ete prevue dans les inslruclions generates que tous avaient re- 
plies, M. Fetis ne se bornait pas k lui donner individuellement 
des instructions pour la resoudre, il avait soiu de rendre les 
autres redacteurs du catalogue temoins de Implication, afin que 
les mdines principes bibliographiques eiant appliques dans la con- 
fection des bulletins, ceux-ci fussent, quoique de differentes 
mains, rediges d'une mani£re uniforme. 

Lorsqu'on entreprend un travail bibliographique tel que celui 
qui nous est confie, et lorsqu'on a ('ambition de le rendre aufti 
parfait que possible, on ne doit pas (oujours se borner k une 
transcription pure et simple du litre imprime, il faut souvent le 
completer, f interpreter. Si 1'ouvrage est anonyme, on se livre 
aux recherches necessaires pour retrouver le nom de I'auteur. 
S'il s'agit d'un pseudonyme, on sVfforce de lever le voile sous 
lequel le veritable auteur s'esl cache. Dans le principe, les per- 
sonnes employees a la redaction du catalogue ne connaissaient 
pas les sources bibliographiques. Le conservateur-adjoint a d& 
les leur indiquer et faire les recherches avec elles, toutes les 
fois qu'il se presentait un cas embarrassant. Ainsi elles ont 
appris k se servir des livres auxiliaires. Les recherches, aux- 
quelles les employes se sont livres et se livrent encore chaque 
jour auraient pu etre simplifies ou meme supprimees, dira-t-on; 



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53 

mais, da moment que l'Etat supporte la depense, il faut que le 
travail soil digne de son objet, qne le catalogue puisse dtre on 
guide fldele et stir pour tons les travailleurs qui viendront le 
coDSulter. 

L'operation a ete coramenc6e par les ouvrages formant le 
fonds de la Ville, par la raison qu'il n'existe pas, pour cette 
partie de noire d£pdt, de repertoire alphabetique, ce qui rend 
longues et difflciles les recherches qu'exige le service journalier 
de la salle de lecture. Ce fonds est d'ailleurs celui qui deman- 
dera comparativement le plus de temps aux employes du cata- 
logue. II ne comprend gu£re que des ouvrages anciens, dans 
les difftrentes branches des connaissances huraaines qui s'y trou- 
vent representees. Les litres latins y abondent, compliqu£s coinme 
its I'&faient aux xvi e et xvii e sifccles et exigeant, pour eire ana- 
lyses ct reduils aux indications necessaires, beaucoup plus de- 
tention qu'il n*en faudra donner aux ouvrages modernes en larigue 
vulgaire. II est certain que le meme employe transcrira, dans 
on temps donne, quatre ou cinq fois plus de bulletins, d'apr£s 
les productions de la presse contemporaine, philologique , scien- 
tifique ou historique, qu'il n*en peut faire d'apr&s des livres tels 
que ceux qui composent la presque totalite du fonds de la ville. 
Ce qu'il ne faut pas perdrc de vue non plus, c'est que nous fai- 
sons deux catalo2ues k la fois: le catalogue systematique et le 
catalogue alphabetique. Dans la plupart des grandes bibliolh£- 
ques de ('Europe, on a adopte pour regie de n'en avoir qu'un 
seul, soil le catalogue alphabetique, comme k Londres et k Munich, 
soit le catalogue systematique, comme k Paris. Nous aurons les 
deux, et ce sera un grand avantage. Autant le catalogue alpha- 
betique est precieux pour le service de la bibltoth&que, en ce 
qu'il rend plus prompte et plus sflre la recherche des ouvrages 
demandes, autant le second est utile pour 6tre communique aux 
travailleurs dont le desir est de savoir quels ouvrages ont ete 
publics concernant la mati£re qui fait I'objet de leurs etudes. 
Chaque ouvrage qui passe dans les mains d'un des redacteurs du 
catalogue, donne lieu k la transcription d'au moins deux bulletins, 
I'un systematique, I'autre alphabetique. Si je parte d'au moins 
deux bulletins, c'est qu'en effet il est des ouvrages k la publica- 
tion desquels ont cooper^ diflterents auteurs, annotateurs, com- 
mentateurs, pour chacun desquels il faut faire un bulletin de 
renvoi. Ainsi qu'on I'a pu voir ci-dessus, les 1,154 ouvrages de 
Jurisprudence catalogues ont donne lieu k la confection de 3,400 
bulletins; les 2,768 ouvrages de theologie k 8300 bulletins. La 
mesure adoptee dans la vue de fournir ces renseignements sup- 
piementaires, aux personnes qui consulteront nos catalogues dans 
un but de recherches biographiques ou bibliographiques, aura 
pour resultat de donner un nombre de bulletins alphabetiques 
presque triple de celui des bulletins systematiques. 

Les travaux de la fusion exigeraient aussi moins de temps, 



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si Ton pouvait aveo securite se bonier a relever let litres des 
livres sur les catalogues manuscrits ou imprimis qui existent 
deja de chacun de nos trois fonds; mais une imperfection qmt 
nous voulons eviter serait la consequence de cette maiti&re de 
proceder. Les titres des livres ont 6le trop abreges eu mexacte- 
raent transcrits dans le catalogue de la ViUe; souvent le now de 
k'auteur y est omis, ou bien la date de la publication est fausae. 
Des inexactitudes sembtables, quoique moins nombreuses, ont 
comraises dans le catalogue Van Hulthem, redige avec preci pita- 
lion en vue de servir a une vente publique. Nous ne pouvons 
vouloir nous exposer a reproduire les fautes que chaque jour 
nous offre Toccasion de constater. Les bulletins ont done M 
releves sur les ouvrages memes. Les inconvenients de notre 
grande galerie, glaciale en hirer, brntante en ele, n'onl pas per* 
mis que les employes allassent s'installer, pour faire leur travail, 
en Tace des rayons. II faut que les livres leur soient apperles 
par paniers dans la salle ou les exigences de la temperature 
rao'nt force de les elablir. L'obligalion du defacement et 4m 
replacement des livres est encore une cause de retard, en n&M 
temps que de depense. 

Les livres, apres avoir ele catalogues, recoivent une Mm 
qui est collee k 1'interieur de la eeuverture, depassaut la tranche 
d'environ 2 centimetres ot sur laquelle est inschle une marque 
conslatant que le litre en a ele releve. Cette precaution eUU 
neoessaire pour qu'aucun ouvrage ne put 6lre oblie. 

Les ouvrages catalogues sont reportes provisoirement k la 
place qu'il occupaient; oe n'est qu'apres avoir termine entice- 
ment la transcription des bulletins (Tune memo classe dans les 
differents fonds, qu'on poirra operer la fusion, dans Tordre systf- 
malrque, en donnant a chaque ouvrage la marque qu'il doit coo- 
server, et en portent cette merae marque sur le bulletin. 

L'operation de la recherohe des doubles se combine avec 
eelle de la formation du catalogue. Chaque fois qu'en onvrage 
du fonds de la ville est inscrit, on verifle s'il e'en tronre ui 
second exemplaire dans le fonds Van Hulthem. Dans le cas de 
rafflrmative, il est fait choix du meilleur exemplaire, et I'autre 
est mis aux doubles, a moins qu'il n'y ait des motifs particuJiers 
pour les conserver tons les deux. 

Souvent, dans le fonds de la ville, plusieurs ouvrages sont 
reunis, sous un meme numero, dans le meme volume, tandis que 
le catalogue ne mentionne que le premier. Des bulletins sont 
faits pour chacun de ces ouvrages , et la bibliotheque royale 
s'aecroit, grace k une revision attentive, de livres qui eta i eat 
censes lui faire defaut, bien qu'en realite elle tes possedat Des 
trouvailles interessantes ont deja ele faites, et Ton en fera encore, 
lorsque nous serons arrives a la division de VHistoire, ou se 
rencontrent de nombreux recueils arbitrairement formes. 

Ainsi que je 1'ai deja dit, en parlant de I'insiallalfation de la 



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section das manuscrits, les incunahte* ont rapportes de cette 
section ou ils avaient et6 depose provrsoirement , k cause de 
I'tnsuffisance de notre local qui ne perraeUait pas de les y placer 
d'une maniere convenable. Ces monuments precieux de 1'origine 
de la typographic occupent aujourd'hui une des salles de la nou- 
valle galerie, et ne seront pas an des rooindres omements de 
notre depdt. II sont aa nombre d'environ 2,400, dont la majeure 
partie provient du fonds de la Ville. C'est raalheureusement 
cette partie de la bibliotheque de Bruxelles qui a le plus souf- 
fert, soit en pertes, soit en deteriorations, par I'inoendie de 1820. 
Beaucoup de ces precieux volumes ont disparu alors, el la plu- 
part de caux qui restent ont perdu leurs reliures. 

Au moment oil j'ai pris possession de la bibliotheque royale, 
les incunables n'avaieat jamais Me catalogues. M. Marchal, seconde* 
par M. Procheur, a profit^ du sejour que ces volumes ont fait 
dans les armoires de la deuxieme section, pour en dresser un 
triple inventaire: Typographique, c'est-a-dire, par ordre de lieux 
depression, Onomastique, ou par noms d'auleors, et Systematic 
que ou par ordre de matieres. Execute avec precipitation, afin 
de combler une lacune qu'oa voulait s'empresser de faire dis- 
paraltre, ce travail offrail naturellement des imperfections et de- 
mandait a Sire revise M.M. Ed. Fetis et Ruelens ont uni leurs 
efforts pour faire de nos incunables un catalogue digne de cette 
partie importante de notre collection ; ils y emploient les moments 
de liberty que leur laissent les services speciaux dont ils sont 
charges. Je ne doute pas qu'ils ne parviennent a realiser leur 
projet en assez peu de temps, le catalogue des incunables etant 
la premiere partie qu'il convieudra de livrer k 1'impression. 

J'ai parte, en son lieu, des travaux particuliers du cabinet 
des estampes. La aussi une grande operation de fusion, de clas- 
sement et de catalogue se poursuit avec activity. Vous m'avez 
autorise, en janvier 1858, a* attacher a ce service special un 
jeune artiste, M. Henri Hymans, qui, depuis dix mois qu'il est 
entre k la bibliotheque royale, s'est d'abord mis au courant du 
service et a form£ des bulletins provisoires devant servir k la 
redaction du catalogue des trente mille pieces environ actuelle- 
ment classes. 

En resume, void le releve de ce qui a ete fait jusquau 
l er aout pour la fusion des trois fonds de la bibliotheque royale, 
au moyen des ressources qui ont £t£ mises a ma disposition par 
deux votes successifs de la legislature: 

1° Classeraent d'environ 8,000 placards et de 4,000 brochu- 
res relatives a 1'hisloire de Belgique ; 

2° Classement de 15,000 brochures relatives a diverses ma- 
tieres, empires precedemment sans aucun ordre, et disposes 
aujourd'hui melhodiquement d'apres le plan des cinq divisions 
systematiques du catalogue; 

3° Catalogue provisoire des cartes geographiques, pour les- 



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56 



qaelles il n'existait ancnn inventaire an raoyen duquel on pAl 
se rendre compte de l'6tat de cette collection ; 

4° Confection de 16,230 bulletins d6finitifs, des catalogues 
syst&natiques et alphab&iques; 

5° Classement des prfes de 30,000 estampes et inscription 
des noms de leor autears sar les bulletins de catalogue pro- 
viso! re. 

Deux armoires contenant des boites destinies & recevoir les 
bulletins des catalogues ont ele construites sur un plan qui a 
e(6 concerte de la mdine manure que les autres bases de Tope- 
ration. L'une renfermera les bulletins du catalogue systematique, 
l'autre ceux du catalogue alphabetique. Chacune d'elles peut con- 
tenir 120,000 bulletins. 

Vours pourrez juger, M. le Ministre, par les details minu- 
tieux dans lesquels je viens d'entrer, si les travaux de la fusion 
sont en bonne voie d'ex£cution. Pour moi, j'ai le terme espoir 
que si rien ne vient l'entraver, ce travail pourra s'accomplir dans 
la d£lai que j'ai indique , quand j'ai sollicit£ l'appui du gouver- 
nement pour cette importante entreprise. 

(Schluss folgt.) 



A n as e I g e. 

Leipziger Bucher- Auction. 
Carl Hitter's 

Bibliothek und Lan dkar tens ammluug. 

Die Kataloge dieser bedeulenden Sammlungen, deren Ver- 
steigerung ira Monat Mai und Juni in Leipzig staltflndet, sind 
erschienen und durch alle Buch- und Antiquar-Handlungen, sowie 
vom Unterzeichneten zu beziehen. 

Leipzig. 

T. O* Weiffel, Buchhandler. 



Verantwortlicher Redacteur: Dr. R. Nautnann. 
Verleger : T. 0. Weiyel. Druck von C. P. Melzer in Leipzig. 



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zum 

sERAPEirni. 



30. April. 



JW 8. 



1861. 



Blbliotbekordnungen etc., neueste in- and anslindische Litteratur, 
Anxeigen etc 

Znr Besorgung aller in nachstehenden Bibliographien rerzeichaeten BUchcr 
empfehle ich mich unter Zusicherang schnellster und billigster Bedienwtg; denen, 
weJche mich direct mil reap. Bestellnngen beehren, aicbere ich die grdstten Tor* 

T. O. Weigel m Leipzig. 



Rapport general 

sur 

la situation de la bibliotheque royale 

de Belgique, 
pr6sent6 k M. Cb. Rogier, Ministre de l'int£rieur, par 
JK. <?U»ro. 
(1856—1858.) 

(Schluss.) 



CHAPITRE VI. 



ADMINISTRATION. 



§. I er . Personnel. 

Les cadres du personnel, (els qu'ils r&ultent de 1'organisa- 
tion d£cr6t6e par les r&glements organiques, sont actuellement an 
complet. Us se composent: 

1° D'un couservateur en chef; 

2° De deux conservaleurs-adjoints ; 

3° D'un secretaire ; 

4° De quatre employes auxiliaires; 

5° D'un fonclionnaire charg£ du cabinet des m£dailles; 

6° D'un commis aux Ventures, d'un surveillant- concierge et 
d'un huissier. 
XZ1L Jahrgang 



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&8 

Le service est partage en trois divisions: 

A. V administration, comprenant la direction g^nerale de 
retablissement, les rapports qu'il entretient avec le departement 
de I'inlerieur, avec le conseil d'adminislration , les institutions 
scientifiques et litteraires, les autorites et les particuliers. Ces 
attributions speciales sont r^servees au conservateur en chef. 11 
est assiste dans cette tfcbe par le secretaire, charge du bureau 
de pr&t k l'extlrieur, de la comptabilile, de tout ce qui a rapport 
k l'entretien materiel des locaux, des archives, etc., etc Le se- 
cretaire a directement sous ses ordres le comrois aux ecri lures, 
qui, independamment de 1'expedition des pieces de la correspon- 
dance, est encore charge de la tenue de l'lndicateur et de I'in- 
scription et de l'accus£ de reception de tous les envois que le 
minislere fait au d^pdt legal, tant beige qu'etranger. Le bureau 
d'entr^e, auquel est propose Tun des quatre employes auxiliaires, 
fait egalement partie de la direction centrale. C'est par l'inter- 
mediaire de ce bureau que se Iraitent toules les affaires relatives 
aux acquisitions, aux rapports avec les libraires, au depouille- 
ment des catalogues de ventes, aux commandes, etc 

B. La premiere section. — Departement des imprimis, car- 
tes, plans, estampes et medailles. 

Le service de ce departement est confle a un conservateor- 
adjoint, assiste, pour la salle de lecture et l'emmenagement des 
collections, de deux employes auxiliaires et de l'huissier. Le sur- 
veillant-concierge lui pr£le aussi son concours pendant une partie 
de la seance. 

Le cabinet des medailles est oonfie k un fonctionnaire qui 
n'y consacre qu'un jour par semaine. 

Le cabinet d'estarapes n'a pas encore d'employe en litre; le 
service de cette branche imporlante est conAe, depuis moins d'un 
an, k un attache temporaire, ainsi que je I'ai dit-ct-dessus. 

C. La deuxieme section. — Departement des manuscrits, 
ancienne bibliotheque de Bourgogne. 

Un conservateur-adjoint, assiste d'un employe auxiliaire, fait 
le service de cette section. 

J'ai donne, dans le chapitre precedent, des explications sur 
le personnel extraordinaire employe temporairement au travail 
special de la fusion de nos trois fonds et de la confection du 
catalogue general; ces derniers, parmi lesquels est compris Fem- 
ploye au cabinet des estampes, sont au nombre de cinq. 

Ce personnel serait sufflsant et permettrait de tenir tous les 
services au courant, sans les absences assez nombreuses motivees 
par des maladies. Je parle de maladies serieuses et malheureu- 
sement trop bien constatees. Je n'oserais me prononcer sur la 
question de savoir si ces maladies, relativement Ir&s-frequentes 
dans notre personnel, opt leur cause dans l'absorption de la pous- 
sifcre qui emane des livres journellement rem u 6s par nos employe*; 



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59 

ce qa'il y a de certain, c'est que depuis huit ans que j'ai pa 
observer cet effet, nous n'avons jamais 616 sans malades. 

En ce moment, deux de nos employed auxiliaires sont rete- 
nus, depuis plusieurs roois, loin de leurs travaux par des affec- 
tions graves, et un troisieme est souvent oblige d'interrompre les 
siens pour des motifs semblables. Et comme I'&ablissement ne 
peut chdmer, il arrive assez souvent que je suis force de rem- 
placer les absents par des employes temporaires qui sont ainsi 
d6tourn6s momentanement de leur travail. 

Ces incidents, bien regretlables , sont d'ailleurs presque les 
seules occasions de cootrari6t£s que me donne le personnel de 
la bibliotheque royale, dont je me plais a reconnaitre le zele, 
Intelligence et I'activite. 

La situation de quelques-uns de nos employes auxiliaires, 
qui a 6t6 longtemps, je puis dire, intolerable, puisqu'elle ne pro- 
curait point k certains d'entre eux le strict n6cessaire, cette 
situation a 6t6 sensiblement amelioree, gr&ce k la loi vraimenl 
liberate vot6e I'ann6e derni6re, sur le traitement des employes 
inftrieurs de l'Etal. Cette situation reclame encore la sollicitude 
de l'administralion superieure. Tootes les fonctions dans une 
bibliotheque, si humbles qu'elles soient, demandent des connais- 
sances et des qualit6s qu'on ne peut renconlrer que chez les 
personnes ayant re$u une education soignee et poss6dant une 
instruction solide; il les faut done r&ribuer convenablement; le 
recrutement de notre personnel en deviendra plus facile. 

§. II. Depenses ordinaire*. 

La subvention annuelle que la bibliotheque royale peut con- 
sacrer au besoins du service ordinaire et k l'accroisseroent des 
diverses collections, s^leve k la somroe de fr. 33,320. 

L'entretien et le chauffage absorbent annuellement une somrae 
d'environ 2,000 fr. 

L'ameublement , e'est-i-dire l'etablissement de rayons et de 
casiers et autres meubles necessaires pour Temmdnagement, est 
evalue k 2,500 fr. environ par an. 

Les impressions absorbent environ 1,500 fr. 

Enfln, la reliure coflte chaqoe annee une somme qui atteint 
presque toujours le chiffre de 6,000 fr. 

C'est dono environ 12,000 fr. qu'on doit r6trancher du credit 
total de 33,320 fr. pour connattre le chiffre appliqu6 habituelle- 
ment aux acquisitions. 

Avec vingt et un mille francs, il faut pourvoir k tons les 
besoins, de la section des imprimis, du cabinet numisraatique, 
du cabinet des estampes et de la section des manuscrils. 

Si Ton compare ces resources avec celles de quelques gran- 
des bibliotheques, on peut les trouver mesquines Qu'est-ce, en 
effet, aupres du credit annuel de 250,000 fr. accord6 au Mus6e 



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60 



britannique, sorame qui est quelquefois double par des subside 
extraordinaires? 1 ) 

Nous ne pouyons rever one pareille situation qui n'est point 
en rapport avec les revenus de notre pays. Mais, si nous pre- 
nons pour point de comparaison un autre grand 6tabltssement, 
la biblioth&que imperials de Paris, nous pouvons nous estimer 
heureux de la situation qui nous est faite par la munificence do 
gouvernemenL 

Si je m'en rapporte aux donnles qui se rencontrent dans le 
travail public, il y a peu de temps, par M. Prosper M6rim6e, sor 
la situation de la biblioth&que imperiale de Paris, je trouve que 
le credit annuel pour les acquisitions s'est 61ev6, k Fepoque oft 
le rapport a M fait, a la somme de 72,202 fr., que, dans cette 
somme, le d6partement des imprimis figure pour 30,932 fr., dont 
il faut ddfalquer 13,000 fr., absorbs par l'atelier interieur de 
cartonnage, ce qui donne en tout 17,932 fr. pour les acqui- 
sitions. 

Je crois, M. le Ministre, que nous n'avons pas a nous plaindre 
de la mani&re dont a et£ fix6 le chiffre de notre credit ordinaire. 
II se prlsente cependant quelquefois des occasions oft nous avons 
a regretter qu'il ne soit point plus 61ev6, comme la vente de 
pr6cieuses collections a la mort des amateurs qui les ont r£unies, 
Ces occasions se sont ofFertes assez souvent depuis peu; elles 
reviendront encore. II serait desirable qu'en pareil cas, des sub- 
sides extraordinaires pussent nous gtre allou£s; cela vaudrait mieux 
que d'augrnenter le credit annuel. Mais depuis que je suis 
charge de la direction de la biblioth&que royale, je n'ai jamais 
obtenu cette bonne fortune, et toutes les acquisitions, m6me cel- 
les qui ont eu lieu lors de la vente des bibliothfeques de Neuilly 
et du Palais-Royal, ont 6t6 faites avec nos seules ressouroes. 

Voila, M. le Ministre, le tableau, aussi complet qu'il m'a 
Hi possible de le faire, de la situation de la bibliotbeque royale, 
a l'ouverture de l'ann6e 1858 — 1859. Mes appreciations seront 



1) Je lis dans tEtoile beige les renseignements suivants sur les res- 
sources de la bibliotheque du Musee britannique, renseignements empran- 
tes a un article du Journal des Dibals. 

* Afin de donner k nos lecteurs une idee des sacrifices que, dans 
une vue purement liberate, on s'impose de I'autre cdte de la Manche, 
nous dirons gue les depenses du Musee britannique, pour lannee 1857, 
se sont elevees a 1 million 694,300 francs. Dans ce budget, les traite- 
ments des personnes attach ees au Mus^e figurent pour 811,025 fr.: 
422,975 fr. ont ele consacres aux acquisitions ; entin les reliures et Ten- 
tretien de la bibliolheque n'ont pas coute moins de 296,500 francs. As- 
surement voila des chifFres trfcs-respectables. Eh bien, la somme de- 
mandee pour I'annee 1858 les depasse : elle est de 79,275 liv. sterl. 
pr6s de deux millions. 

Deux millions pour les depenses annuelles d'une bibliotheaue et 
d'un Musee! El par qui ce budget formidable sera-t-il vole? Par les 
representants d'une nation essentiellement commercante, par des hommes 
positifs qui savent trfcs-bien compter. 



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61 



corroborles, j'en ai l'entiire conAance, par le timoignage des 
membres composant le conseil d 'administration de notre etablis- 
sement, dont 1'appui et les conseils, aussi eclair£s que bienveil- 
lants, ne mW fait d6faut en aucone circonstance. 

Je saisis cette occasion, M. le Ministre, de voas offrir les 
assurances de roa consideration la plus distinguta et de mon 
respect. 



Ueberaicht der nenesten Utteratur. 



Aschbach, Dr. Jos., die Consulate der Kaiser Augustus u. Tiberius, ihre 
Mitconsuln u. die in ihren Consulatsjahren vorkommenden Gonsules 
suffecti [A us den Sitzungsber. 1660 d. k. Akad. d. Wiss ] Lex.-B. 



Bibllotheca historico-ffeographica od. systematisch geordnete Uebersicbt 
der in Deutschland u. dem Auslande auf dem Gebiete der gesamm- 
ten Geschichte u. Geographic neu erscbienenen Bucher hrsg. v. Dr. 
Gust. Schmidt. 8. Jahrg. 1860. 2. Hft. Juli — Decbr. gr. 8. (105 S.) 
Goltingen. n. 9 Ngr. 

historico-naluralis, physico-chemica et mathematica od. sytematisch 

geordnete Uebersicht der in Deutschland u. dem Auslande auf dem 
Gebiete der gesammten Naturwissenschaften u. der Mathematik neu 
erschienenen Bucher hrsg. v. Ernst A. Zuchold. 10. Jahrg. i860. 2. Hft. 
Juli— Decbr. [Mil e. alphabet Register.] gr. a (91 S.) Ebd. n. 8 Ngr. 
medico-chirurgica , pharmaceutico-chemica et veterinaria od. ge- 
ordnete Uebersicht aller in Deutschland u. im Ausland neu erschie- 
nenen medicinisch - chirurgisch - geburtshulfl., pharmaceutisch - chem. 
u. veterinar-wissenschaftl. Bucher. Hrsg. v. Cart Joh. Fr. W. Ru- 
precht. 14. Jahrg. 1860. 2. HO. Juli— Decbr. [Mil e. alphabet. Re- 
gister.] gr. 8. (54 S.) Gfittingen. n. % Thlr. 

philologica od. geordnete Uebersicht aller auf dem Gebiete der 

classischen Alterthumswissenschaft wie der alleren u. neueren Sprach- 
wissenschaft in Deutschland u. dem Ausland neu erschienenen Bu- 
cher. Hrsg. v. Dr. Gust Schmidt. 13. Jahrg 1860. 2. Hft. Juli— Decbr. 
[Mit e. alphabet. Register.] gr. 8. (77 S.) Ebd. n. 6 Ngr. 

theologica od. geordnete Uebersicht aller auf dem Gebiete der evan- 

gelischen Theologie in Deutschland neu erschienenen Bucher. Hrsg. 
v. Cart Joh. Fr. W. Ruprecht. 13. Jahrg. 1860. 2. Hft. Juli— Decbr. 
[Mit e. alphabet. Register ] gr. 8. (42 S.) Ebd. n. 4 Ngr. 

B5bm, Leonh.. Geschichte d. Temeser Banats. 2 Thle. Mit 1 (lith. u. color.) 
Karte d. Banats (in Imp.-Fol.) u. 13 lith. Taf., (wovon 6 in Tondr.) 
gr. 8. (XX u. 739 S.) Leipzig, geh. n. 4% Thlr. 

Breltenelcher , Gymn.-Prof. Dr. Mich., Ninive u. Nahum. Mit Beiziehz. 
der Resultate der neuesten Entdeckgn. historisch-exegetisch {bearb. 
gr. 8. (IV u. 120 S. m. 1 Steintaf.) Miinchen. geh. % Thlr. 

Caro, Dr. J., das Interregnum Polens im J. 1587 u. die ParteikSmpfe der 
HSuser Zborowski u. Zamojski. Nach den Quellen bearb. gr. 8. 



DEUTSCHLAND. 




n.n. % Thlr. 



(148 S.) Gotha. geh. 



n. 28 Ngr. 



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68 

CatalogM librorum hebraeorum in bibliolheca Bodleiana, jussu curato- 

rum digessit et notis inslruxit M. Steinschneider. gr. 4. (CXXXI1 a. 

3304 S.) Berlin 1852—60 geh. n. 33% Thlr. 

Corpus juris confoederationis Germanicae od. Staatsacten f. Geschichte 

u. 6fFentl. Rechi d. deutschen Bundes. Nach officiellen Qnellen hrsg. 

v. Legat.-R. Phil. Ant. Guido v. Meyer. Erganzt u. bis auf die neueste 

Zeit lortgefubrt v. Hofrath Prof. Pr. Hetnr. Zopfl. Register znm 1. 

a. 2. Bd. hoch 4. (67 S.) Frankfurt a. M. geh. n. % Thlr. 

(I. 11. u. Register n. 7% Thlr.) 
Dudik, Dr. B., d. kaiserl. Obristen Mohr v. Waldt Ho chverralhs- Process. 

Ein Beitrag zur Waldstein's-Kalastrophe. Nach Originalien. [Aus d. 

Archi? f. Kunde osterr. Geschichtsquellen abgedr.l Lex. -8. (94 S.) 

Wien 1860. geh. * n.n. 14 N*r. 

Frohschammer, Prof. Dr. J., 8b. die Aufgabe der Naturpbilosophie u. 

ihr Verhaltniss zur Naturwissenschafl. Mil Unlersuchgn. ub. Te- 

leologie, Materie u. Kraft gr. 8. (XI u. 239 S.) Munchen. geh. 

1 Thlr. 6 Ngr. 

Hauschlld, Joh. Frdr., Zur Geschichte d. deutschen Mass- u. Munzwe- 

sens in den letzten sechzig Jahren. gr. 8. (VI u. 118 S.) Frankfurt 

a. M. geh. " n. % Thlr. 

Lowades, William Thorn., the bibliographer's manual of english literature. 

New edition, revised, corrected and enlarged by Henry G. Bokn. 

Part 6. 8. (3. Bd. IV S. u. S. 1428—1756. Schluss.) London. Leipzig. 

In engl. Einb. (a) n.n. 1% Thlr. 

Maurenbrecher , Guil., de historicis X. seculi scriptoribus, qui res ab 

Ottone Magno gestas memoriae tradiderunt. gr. 8. (Ill u. 74 S.) 

Bonn. geh. % Thlr. 

Mebes, Oberst z. D. Jul.. Beitrage zur Geschichte d. Brandenburg-Preus- 

siscben Staates u. Heeres. (In 4 Bdn.) 1. Bd. Mit (3) genealog. Tab., 

PISnen (auf 1 Steintaf.) u. 1 (lith.) Uebersichtskarte (in Imp.-Fol.) 

gr. 8. (XXVU u. 936 S.) Berlin, geh. n. 3 Thlr. 

Mttller, Dr. Frdr., zwei sprachwissenschaflliche Abhandlungen zur arme- 

nischen Grammalik. [Aus den Sitzungsber. 1860 d. k. Akad. d. Wiss.] 

Lex.-8. (11 S.) Wien. geh. n. 2 Ngr. 

Keumaan, Kreisger.-R. Jos., Beschreibung der bekanntesten Kupfennun- 

zen. 1-12. Hft. gr. 8. (1. Bd. XVII u. 581 S. u. 2. Bd. S. 1—372 

m. 17 Steintaf.) Prag 1856—60. baar n. 11 Thlr. 4 Ngr. 

Roscher, Wilh., Ansichlen der Volkswirthschaft aus dem gescbicbtlichen 

Standpunkte. br. 8. (IX u. 495 S.) Leipzig, geh. n. 2 Thir. 12 Ngr. 
Mstow, W., der italienische Krieg 1860 politisch-militSrisch beschrieben. 

Mit 7 Karten u. Planen. Des „italienischen Krieges" 2. Bd. (In ca. 

4 Lfgn.) 1. Lfg. gr. 8. (S. 1—188.) Zurich, geh. % Thlr. 

Schmidt, Dr., Zu der Geschichte der Karischen Fursten d. 4. Jahrh. v. 

Ghr. u. ihrer Munzen. 4. (15 S.) GSttingen. geh. baar n. 6 Ngr. 
Studenten-Lleder, deutsche, d. 17. u. 18. Jahrhunderts. Nach alten Hand- 

schriften gesammelt u. m. einleit. Bemerkgn. ub. die Geschichte d. 

deutschen Stndentenliedes versehen v. Dr. Rob. Keil u. Dr. Hick. 

KeiL gr. 16. (Ill u. 234 S.) Lahr. geh. n. % Thlr. 

Welnhold, Dr. Karl, der Minnesinger v. Stadeck u. sein Geschlecht. [Aus 

den Sitzungsber. 1860 d. k. Akad. d. Wiss ] Lex.-8. (37 S.) Wieu 

1860. geh. n.n. % Thlr. 



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63 

ENGLAND. 

Adelaide (Queen) — Memoir or Queen Adelaide, Consort of King Wil- 
liam IV. By Dr. Doran. Post 8vo. pp. 70, cloth. 2s. 6d. 

Gowper (B. H.) — Syriac Miscellanies; or, Extracts relating to the First 
and >econd General Councils, and various other Quotations, Theo- 
logical, Historical, and Classical. Translated from Syriac MSS. in 
the British Museum, and Imp. Library, Paris, with Notes. 8vo. pp. 
120, cloth. 3s. 6d. 

Macanlay (Lord) — History of England from the Accession of James the 
Second. Edited by his Sister, Lady Trevelyan. Vol. 5, 8vo. pp. 400, 
cloth. 12s. 

He Micoll (Thomas) — Essays on English Literature. 12mo. pp. 350, 
cloth. 7s. 

Memoirs of the Geological Survey — Report of the Geology of Trinidad; 
or, Part 1 of the West Indian Survey. By G. P. Wall, from the 
Government School of Mines: and J. G. Sawkins, F. G. S.; with 56 
Woodcuts, a Geologically coloured Map of the Island, and four sheets 
of sections. Royal 8vo. sewed. 12s. 

Inmismatlc chronicle and Journal of the Numismatic Society. Edited 
by W. S. W. Yauz and John Evans. 8vo. New Series, No. 1 (to be 
published quarterly). 5s. 

Simpson (J. T.) — Archsology, its Past and its Future Work : being the 
Annual Address to the Society of Antiquarians of Scotland, Jan. 28, 
1861. 8vo. (Edinburgh) sewed. Is. 

Testament (Greek): containing the Text of Scholz, with the Readings, 
both Textual and Marginal, of Griesbach, and the Variations of the 
editions of Stephens, 1550; Beza, 1598: the Elzevir, 1633. Narrow 
edit. 18mo. cloth. 4s. 6d. 

TiUoch (John) — English Puritanism and its Leaders : Cromwell, Milton, 
Baxter, Bunyan. Post 8vo. pp. 490, cloth. 7s. 6d. 

Tylor (Edward B.) — Anahuac; or, Mexico and the Mexicans, Ancient 
and Modern. 8vo. pp. 340, cloth. 12s. 



Anzeigen. 



Leipziger Bficher- Auction. 
Carl Hitter's 

Bibliothek und Lan dkartensammlung. 

Die Kataloge dieser bedeutenden Sammlangen, deren Ver- 
steigerung im Monat Mai and Juni in Leipzig stattfindet, sind 
erschienen und durch alle Buch- and Antiquar-Handlungen, sowie 
vom Unterzeichneten zu beziehen. 

Leipzig. 

T. ©. Weigel, Bachhfindler. 



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64 



Bei T. 0. Weigel in Leipzig ist vorrathig: 

Stye ^iblwgrapJjer^ Jttanual 

OF 

ENGLISH LITERATURE, 

CONTAINING 

an account of rare, curious and useful books, published in or 
relating to Great-Britain and Ireland, from the invention of prin- 
ting; with bibliographical and critical notices, collations of the 
rarer articles, and the prices at which they haye been sold in 
the present century. 

BY 

WILLIAM THOMAS LOWNDES. 
NEW EDITION, 

REVISED, CORRECTED AND ENLARGED. 



In eight parts, forming four yolumes. 



Vol. I. Part 6. a 8°. geb. & 1 Thlr. 5 Ngr. 



Cf e s o c h« 



Urn gtttige baldige Bezeichnung der ttffentlichen oder privaten 
Bibliotheken, in welchen sich Handschriften , dltere oder 
neuere Drucke von 

$0h, #tau$te'ii jfrhriften 

beftnden, ersucht ergebenst auf dem Wege des Buchhandels 

die Buchhandlung von H. Schopff 
in Dresden. 



Verantwortlicher Redacteur: Dr. R. Neumann. 
Verleger : T. 0. Weigel Druck von C. P. Melzer in Leipxig. 



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zum 



SKRAPE1TM. 

15. Mai *%F 9. 1861. 



BiMlothekordnungen etc., neaeste in- and ausl&ndische Litteratur, 
Anzelgen etc. 

Znr Beaorgnng aller in nachatehenden Bibliographien vcrieichncten Biicher 
empfehle ich mich unter Znsichernng achnellater and billigsler Bedtenang ; deneu, 
welche nich direct mil reap. Beatellnngen beehrcn, licbere ich die grossten Vor~ 
iheile ia. 

T. O. Weigel in Lelpslg . 



Die Bibliothek der Cantonal - Lehranstalten zu Zurich. 



i. 

Beschhss des Regiemngsrathes 

betreffend 

die Grdndung einer Bibliothek der Cantonal- Lehr- 
Anstalten. 



Enter Abschnitt. 

Zesammensetzung der Bibliothek. 

*' *' 

fis wird eine Bibliothek der Cantonal-Lehranstalten gegrtindeL 
*. 2. 

Dieselbe wird zasammengesetzt : 

a) aus der Biichersammlnng des aufgehobenen Chorberrenstifles; 

b) „ „ * & er University ; 

c) „ „ „ des Gymnasiums, einschliesslich dei 

AlumnatsbibK otiiek, welche dem Gym»- 
nasium iiberwiesen ist; 

XXII. Jabrgang. 



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66 

d) aas der Biichersamralung der Industrieschule ; 

e) „ „ „ der Thierarzneischule; 

ft. 3. 

Diese Bttchersammlungen werden wissenschaftlich geordnet 
and zu einem Ganzen verbunden aufgestellt. 

ft. 4. 

Bticher, welche sich wesentlich zum Gebrauche ffir die 
Schiller eignen, sollen abgesondert, jedoch im nttmlichen Locale 
aafgestelit werden. 

ft. 5. 

Vorftndliche Doubletten werden alsbald bei der Aufstellung 
ausgesondert und kttnnen zum Nutzen der Bibliotbek verfiussert 
werden. 

Zweiter Abschnitt. 

Vermehrang der Bibliothek. 
ft. 6. 

Die neuen Anschaffungen in die Bibliothek der Cantonal- 
Lehranstallen werden unabh&ngig von einander durch folgende 
Goliegien beschlossen, deren jedem dafiir jtthrlich ein bestiromter 
Credit angewiesen wird. Der Oberbibliothekar hat jedoch das 
Recht, Einwendungen gegen beschlossene Anschaffungen zu raa- 
chen, wobei Recurs an den Erziehungsrath vorbehalten bleibt. 

Diese Collegien sind: 

a) die theologische Facultat der Hochschule; 

b) die slaatswissenschaftliche Facultat der Hochschule; 

c) die raedicinische Facultat der Hochschule ; 

d) die philosophische Facult&t der Hochschule; 

e) die Professoren und Oberlehrer des Gymnasiums; 

f) die Professoren und Oberlehrer der Industriesohule ; 

g) die Lehrer der Thierarzneischule. 



Zum Behuf der Anschaffung neuer Werke sind jMhrliche Cre- 
dite erdffnet: 

a) der theologirchen Facultat der Hochschule : 250 Frk. aef die 
Cantonsschulcasse; 

b) der slaatswissenschaltlichen Facult&t der Hochschule : 250 Frk. 
auf die Cantonsschulcasse; 

c) der mediciniscben Facullat der Hochschule: 250 Frk. auf die 
Cantonscasse; 



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67 



d) der philosopliischen Faculty der Hochschule: 350 Frk. auf 
die Cantonsschulcasse; 

e) dera Gymnasium: 250 Frk, auf die Cantonsschulcasse; 

der Industrieschule : 250 Frk. auf die Cantonsschulcasse; 
g) der Thierarzneischule : 160 Frk. aus dem durch das Gesetz 
betreffend die firrichtung der Thierarzneischule vom 13. Ja- 
nuar 1834 fur Lehrmitlel u. s. w. angewiesenen Credite. 
Im nfimlichen Verhaltnisse werden die in den §§. 8., 9. und 
21. erwahnten Einnahmen auf die in §. 6. bezeichnelen Collegien 
yerlheill. 

*. 8. 

Zu ebeo demselben Zwecke werden die freiwilligen Ehren- 
beitrage der Lehrer au den Cantonal -Lehranstalten verwendet, 
namlich: 

a) die Beitrage der ordentlichen Professoren an der Hochschule 
von 6 Franken; 

b) die Beitrage der ausserordentlichen Professoren an der Hoch- 
schule von 4 Franken; 

c) die Beitrttge der Professoren und Oberlehrer des Gymna- 
siums und der Industrieschule, so wie der Lehrer an der 
Thierarzneischule von 4 Franken; 

d) die Beitrage der Httlfslehrer an diesen Anstalten von 2 Franken. 

*. 9. 

Jeder vom Staal mit Gehall neu angestellte Professor oder 
Lehrer leistet beim Antritte seines Amtes einen freiwilligen Eh- 
renbeitrag von 16 Franken zur Bibliothek. 

i. 10. 

Die ftir Ertheilung von academischen Graden durch die Pro- 
motionsordnungen der Facultaten festgesetzten Beitrage an die 
Universit&tsbibliothek fliessen ebenfalls der Bibliothek fiir die 
Cantonal - Lehranstalten zu und werden zu gleichen Theilen zur 
Verwendung unter die vier Facultfiten verlheilt. 

$. 11. 

Die Verwilligungen des Staates werden in der Weise erho- 
ben, dass der Cantonsschulverwaller die von der Bibliotheksver- 
waltung approbirten Rechnungen auszahll. Derselbe zieht auch 
die in den §§. 8., 9. und 21. erwahnten Beitrage jahrlich im 
December ein. Die Gebiihren an die Bibliothek von academischen 
Promotionen werden ihra, sobald dieselben bezahlt sind, durch 
den Pedellen Qberbracht. 



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68 



Dritter Abschnitt. 
Verwaltung der Bibliothek. 
§. 12. 

Die oberste Leitung der Bibliothek der Cantonal-Lehranstal- 
ten fQhrt ein vom Erziehungsrathe auf vier Jahre zu wahlender 
Oberbibliolliekar, welcher nach Ablauf der Amtsdauer wieder er- 
wtthlt werden kann, and rait den Unterbibliothekaren verbunden 
das Verwaitangscollegium der Bibliothek bildet. 

§. 13. 

Der dem Dienstalfer nach jilngste Professor jeder Facultft 
der Hochschule und die beiden jiingsten Professoren oder Ober- 
lehrer der beiden Hauptabtheilungen der Gantonsschule sind Un- 
terbibliothekare, sorgen fttr vollsUtodige, doppelte Katalogisirang 
und leiten iiberhaupt die Ausfiihrung der Anordnungen des Ober- 
bibliothekars. 

$. 14. 

Die Unlerbibliothekare vertheilen die Bibliothek onter einan- 
der nach einzelnen wissenschaftlichen Fachern zor Special -Aef- 
sicht, mit Vorbehall der Genehmigung des Oberbibliothekars. 

$. 15. 

Der Pedell der Hochschule ist zur Bedienung verpflichteL 
Wird weitere Aoshttlfe erfordert, so wird der Erziehungsrath die 
nttthigen Bestimmangen treffen. 

§. 16. 

Die Diensle in der Bibliothek geschehen, ausserordentliche 
Falle vorbehalten, unentgeltlich ; Auslagen ftir Porto, Copiaturea 
und Drucksachen werden aus der Canlonsschulcasse vergUtet 

*. 17. 

Die beschlossenen Ankttufe werden einzig durch den Ober- 
bibliothekar besorgt. 

*. 18. 

Die Kosten fttr Einband, Stempel und dergleichen werden 
auf die Credite der verschiedenen Collegien verhaltnissmassif 
rertheill. 

$. 19. 

Die von der Bibliotheksverwaltung jahrlich gestellte Rech- 
nung liegt vierzehn Tage zur Einsicht sttmmllicher betheiligter 



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09 



Lehrer often aod wird sodann dem Erziehungsrath zur Genehmi- 
gong Ubersendet. 

Yierter Abschnitt. 

Benutzung der Bibliothek. 
i. 20. 

Die Bibliothek ist fttr alle Angehfirigen der Cantonal -Lehr- 
anstalten wenigstens drei Mai wflchentlich Eine Stunde abwech- 
selnd an Vor- and NachmiUagen zum Bticherausleihen gettffnet. 

i 21. 

Ebenso kftnnen die Lehrer des Schullehrerseminars gegen 
einen jfihrlicheu Beitrsg von 4 Franken diese Bibliothek benutzen. 
Dasselbe gill auch fttr andere Freunde der Wissenschaften gegen 
einen Jahresbeitrag von 8 Franken. 

*. 22. 

Fiir die Lehrer der Cantonal - Lehranstslten ist das Arbeiten 
in der Bibliothek, so lange es ohne Licht geschehen kann, ohne 
Beschrfinkung erlaubt. Der Schliissel wird bci dem anwohnenden 
Pedellen abgeholt und wieder zuriickgegeben. Ueber die Beno- 
tzung der Bibliothek durch die Studirenden im Lesezimmer wird 
ein von dem Verwallungs- Collegium unter Genehmigung des Er- 
ziehungsrathes zu eriassendes Reglement das NShere bestimmen. 

i. 23. 

Wird ein ausgeliehenes Buch von einem andern Bibliotheks- 
berechtigten veriangt, so muss es der Besitzer vier Wochen nach 
Empfang desselben zuriickliefern. 

§. 24. 

Alljahrlioh flndet eine allgemeine Revision der Bibliothek Stalt. 
Zu diesem Behufe mtissen alle Bttcher in einer ttffentlich bekannt 
zu machenden Frist auf eine von der Bestimmuog des Verwal- 
tungscollegiums abhfingige Zeitdauer eingeliefert werden. Die 
nicht eingelieferten Biicher werden gegen eine Vergtilung von vier 
Batzen fttr jeden Schein abgeholt* 

Fflnfter Abschnitt. 

Uebergangs-Bestimmungen. 
§. 25. 

Alsbald nach Genehmigung der Bibliotheksordnung wfihlt der 
Erziehungsrath einen Oberbibliothekar und bezeicfanet die Profes* 
soren und Lehrer, welche Abschnitt III. §. 13. bestimmt. 



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70 



*. 26. 

Bis znr Herstellong eines fiir die vereinigten Bibliolheken 
geeignelen Locales bleiben dieselben in ihren dermahgen Auf- 
stellungsorten ; jedoch werden alle Besliinmuogen des Reglements, 
so weit 8ie ohne Aufslellung der Bibliolheken in gleichem Locale 
ausfiihrbar sind, sogleich in's Leben treten. Vor Allem wird 
die Kalalogisirung uoier Aufsichl des Oberbibliolhekars sogleich 
beginnen. 

Beschlossen vor dem Regierungsrathe den 12. Wintermonat 
1835. 

Naraens des Regierungsrathes : 
der Amlsbtirgermeisler 

J. J. Hess. 

Der erste Staatsschreiber 
Hottinger. 
(Fortsetzung folgt.) 



Uebersicht der neuesten Utteratur. 



DEDTSCHLAHD. 

Ahmed lbn Abl Ja:qab, noto nomine Al-J arqubl i f Specimen e 
literis-orientalibus exhibens Kitabo'l-Boldan , sive librum regionum, 
quern nunc primum arabice ed. Abrah. With. Thdr. Juynboll. gr. 8. 
(158 S.) Leiden, geh. n.n. 1 Thlr. 

Arnoldt, Oberlebr. Prof. Dr. J. F. J , Fr. Aug. Wolf in seinem Verhilt- 
nisse zum Scbulwesen u. zur Padagogik dargestellt. 1. Bd. Biogra- 
phischer Theil. Mit verschiedenen Beilagen. Lex.-8. (VIII u. 280 S.) 
Braunschweig, geh. n. 1% Thlr. 

d'Aumale, due, [Henrv d' Orleans], Lettre sur 1'histoire de France 
adressee an prince Napoleon. Lex.-8. (22 S.) Leipzig, geh. y 4 Thlr. 

Bericht Ob. die zur Bekanntmachung geeignelen Verhandlungen der K6- 
nigl. Preuss. Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Aus dem Jahre 
1861. [Mit dem Umschlagstitel : Monatsbericht der Kdnigl. Preuss. 
Akademie der Wissenschaften zu Berlin.] 12 Hfle. gr. 8. (I. Hfl. 240 
S. m. 1 Tab. in Fol.) Berlin, geh. n. 2 Thlr. 

Bibliothek der gesammlen deulschen National- Literalur von der altesten 
bis auf die neuere Zeit. (1. Abth.) 38. Bd. gr. 8. Quedlinburg. 
4 Thlr.; Velinp. 5 Thlr. (1, 1-12. 13c— 39. II, 1—3. Ill, 1.: 95% Thlr.: 

Velin 117% Thlr.) 

Inhalt: Albrecht v. Halbersladt u. Ovid im Mitlelalter v. Karl 
Barlsch. (CCLX u. 496 S.) 
Dahn, Privatdoc. Dr. Fel., die KCnige der Germanen. Das Wesen d. 
altesten Konigsthums der germ. S tarn me u. seine Geschichte bis auf 
die Feudalzeit. Nach den Quellen dargestellt. 1. Abth. Die Zeit vor 
der Wanderg. — Die Vandaien. gr. 8. (XXIV u. 265 S.) Muncheo. 
«eh. 1% Thlr. 

Domili-Petniahevecx, Dr. Alph. de, Precis d'un code du droil interna- 
tional. Edition orig. gr. 8. (134 S.) Leipzig, geb. n. 24 Ngr. 



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71 

Eagal, Dir . Dr. Ernst, die Methoden der Volksz&hlung, m. besond. Be- 
rucksicht. der im preuss. Staate angewandten. Eine Denkschhft, 
bearb. in Hinblick auf die am 3. Dec. d. J. stattfindende Volksz&hJg. 
[Abdr. aus der Zeitschr. d. konigl. preuss. statist. Bureaus.] gr. 4. 
(64 S.) Berlin. n. % Thlr. 

Gemmingen ?. Massenbach, Hauptmann Frz. Frhr., Deutschland u. seine 
Nachbarstaaten. Ein Beitrag zur Militargeographie Mitleleurqpas. 
Lex. 8. (XI u. 358 S.) Munchen. geb. n. 2 Thlr. 

Laidgrebe, Dr. Geo., Grundzage der physikalischen Erdkunde. 1. Bd.: 
Geologic 2 Thle. Lex -8. (991 S.) Leipzig, geh. 4% Thlr. 

Lenz, Prof. Dr. Harald Othmar, Mineralogie der alien Griechen u. Romer, 
deutsch in Auszugen aus deren Schnflen, nebst Anmerkgn. gr. 8. 
(VIII u. 194 S.) Gotha. geh. n. 1% Thlr. 

Lillenthal, Progymn.-Dir. Dr. J. A., die Hexenprocesse der beiden Stadte 
Braunsberg, nach den Criminalacten d. Braunsberger Archivs bearb. 
gr. a (161 S.) KSnigsberg. Theile. seb. n. 1 Thlr. 

Lflbke, Wilh. , der Todtentanz in der Marienkirche zu Berlin. Bild u. 
Text. Mit 4 (lith.) Taf. Abbildgn. (in Imp.-Fol.) Fol. (48Sp.l Berlin, 
geh. n. 2% Thlr. 

Monumenta sacra et profana ex codicibus praesertim bibliothecae Am- 
brosianae opera collegii doctorum ejusdem. Tomus I. Fasc 1. 4. 
Mailand. geh. n.n. 5% Thlr. 

Inhalt: Fragmenta latina evangelii S. Lucae, parvae genesis et 
assumptionis Mosis. Baruch, threni et epistola Jeremiae ver- 
sionis syriacae Pauli Telensis cum nolis et initio prolegomenon 
in integram ejusdem versionis editionem. Edidit Dr. Ant. Maria 
Ceriani. (XVI, 144 u. 2 lith. S.) 
Rots, Ludw., Graf Pasch v. Krienen. Abdr. seiner italien. Beschreibg. d. 
griech. Archipelajzus m. Anmerkgn. u. e. Abhandlg. ub. den Veri. u. 
seine Auffindg. d. Grabes Homer's auf los. Aus dem Nachlasse d. 
Verf. Mit 2 lith. Taf. (in qu. 4. u. Fol.) gr.8. (152 S.) Halle 1860. 
geh. n. 1 Thlr. 

Schemer, Dr. Doc. Karl Alb., Entdeckungen auf dem Gebiete der Seele. 
1. Buch. A. u. d. T.: Das Leben d. Traums. gr. 8. (XX u. 374 S.) 
Berlin, geh. n. 2 Thlr. 

Schiller, Wallenstein. Nach den Haudschriften u. Verandergn. des Verf. 
vom J. 1799. Hrsg. v. Wendetin v. MalUakn. gr. 8. (X u. 89 S.) 
Stuttgart, geh. n. 16 Ngr. 

Schlacht, die, bei Torgau am 3. Nov. 1760- Nach archival. Quellen 
bearb. Nebst 5 Beilagen (wovon 4 lith. in gr. Fol. u. Imp -Fol.) 
Beibeft zum Militair-Wocbenblatt f. 1860. gr. 8. (VI u. 85 S.) Ber- 
lin 1860. geh. n. % Thlr. 
Steinschneider , M., Conspectus codd. mss. hebraeorum in bibliotheca 
Bodleiana. Appendicis instar ad catall. librorum et mss. hebr. gr. 4. 
(32 S.) Berlin 1857 geh. n.n. 1 Thlr. 
Sybel, Heinr. v., Prinz Eugen v. Savoyen Drei Vorlesgn. gehalten zu 
Munchen im Marz 1861. 8. (146 S.) Munchen. geh. n. 12 Ngr. 
Trotha, Major Thilo v., Vorstudien zur Geschichte d. Geschlechts von 
Trotha. gr. 8. (XXXII u. 268 S. m. 1 lith. Karte in Fol., 1 chro mo- 
nth. Stammtaf. in Imp.-Fol. u. chromolith. Titel.) Neuwied 1860. 
geh. n.n. 5 Thlr. 
751ker, Prof. Joh. Wilh., die Kunst der Malerei. Enthaltend das Land- 
schafl-, Portrat-, Genre- u. Historien-Fach nach rein kunstlerischer, 
leichtfasslicher Methode. 2. verb. Aufl. 8. (XII u. 471 S.) Leipzig, 
geh. n. 2 Thlr. 



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7a 

ENGLAND. 

Journal of the British Archaeological Association, I860. 8vo. cl. 3ls. 64. 

Low's Index to Current Literature for 1860. Koyal Bvo. 4 quaterly parts 
bound together, 4s.; or with the full title of every book added, 
sewed. 6s. 6d. 

Museum (The): a Qnaterly Magazine of Education, Literature, and 
Science. No. 1, 8vo. (Edinburgh) pp. 136. 2s. 6d. 

Ogllvie (George) — The Genetic Cycle in Organic Nature; or, the Suc- 
cession of Forms in the Propagation of Plants and Animals. Post 
8vo. (Aberdeen) cloth. 5s. 



Anzeigren. 



Verlagshandlung yon Carl RfLmpler in Hahhover. 

Urknndenbach 

zur Geschichte der Herzoge 

van Jraunffhuitijg und jnituburjj 

und ihrer Lande. 
Herausgegeben 
von H. Sudendorf, 

Dr. ph., Secretair am Kdnigl. Archiv zu Hannover. 

I. II. Theil. Bis zum Jahre 1356. 
gr. 4°. geh. & 4 Thaler. 



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auf den Inseln des Trakischen Meeres 

von 

A. C o b i f . 

Gross Quart. Mil 21 lithogr. Tafeln. Elegant geheflet 
3V 3 Thaler. 



Veranlwortlicher Redacteur: Dr. R. Naumanru 
Verleger : 7. 0. WeigeL Druck yon C. P. Melzer in Leipiig. 



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31. Mai. 




sum 



SERAPEIJ?!. 

J& 10. 



1861. 



BibUothekordnungen etc., neaeste in- and ausllndiscbe Litteratur, 
Anieigen etc. 

Zar Besorgung aller in nichitehenden Bibliographien verzeichneten Bflcher 
empfohle leb nich anter Zai icherang ichnelUter and billigf ter Bedienang ; denen, 
welcbe nich direct mit reip. Bettellungen beehren, sichere ich die grossten Vor- 
laefle s«. 



2P. O. Weigel in Leipzig. 



Die Bibliothek der Cantonal -Lehranstalten zu Zurich. 
CFo rtsetzung.) 

II. 

Reglement 

betreffend 

die Besorgung und Benutzung der Bibliothek der 
Cantonal - Lehr - Anstalten. 



Erster Abschnitt. 

Bestand der Bibliothek. 
*. I- 

Die Bibliothek der Cantonal- Lehranstalten, welche neben den 
sp&tern Anschaffungen besteht: 

a) aus der Biichersammlung des aufgehobenen Chorherrenstiftes ; 

b) aus der Biichersammlung der Universit&t; 

c) ans der BUchersammlung des Gymnasiums, einschliesslich der 
Aluinnatsbibliolhek; 

d) aus der Biichersammlung der Industrieschule ; 

e) aus der Biichersammlung der Thierarzneischule ; 
XXII. Jahrgang. 



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74 



bildet eio wissenschaftlich geordnetes Ganzes, in welches alle neiea 
Krwerboogen eingereihl werden. 

§. 2. 

Die zum ausschliesslichen Gebraoche der beiden untern Ab- 
theilungen der Gantoosschule geeignelen Biicher werden ausge- 
schieden und in einem passenden Lokale anfgestellt. Zur Unter- 
hallung und Vermehrung dieser Abtheilung wird von den in §. 5 
litt e and f bezeichneten Krediten zusammen ein Betrag von 100 
Franken abgezogen, und durch die betreffenden Lehrerconvente 
nach 9 verwendet. Diese haben gemeinsebafllich ftir die Ver- 
waltung derselben zu sorgen, und geben dero Oberbibliothekar 
jfthrlich im Januar eine Uebersicht der neuen Anschaffungen ein, 
welche dieser der Jahresrechnung beilegt. 

§. 3. 

Doubletten konnen zum Nutzen der Bibliothek verfiussert 
oder vertauscht werden. In beiden Fallen sind die Titel dersel- 
ben in der Rechnung anzuftihren. 

Zweiter Abschnitt. 

Vermehrung der Bibliothek. 
4. 

Die neuen Anschaffungen in der Bibliothek der Cantonal- 
Lehranstalten werden unabhttngig von einander durch folgende 
Collegien beschlossen, deren jedem dafiir jfihrlich ein bestimmter 
Credit angewiesen wird. Der Oberbibliothekar hat jedoch das 
Recht, Einwendungeo gegen beschlossene Anschaffungen zu roacheo, 
wobei Rekurs an den firziehungsrath vorbehalten bleibt. 

Die Collegien sind: 

a) die theologische Fakultfit der Hochschule; 

b) die staatswissenschaflliche Fakultfit der Hochschule ; 

c) die medizinische „ „ „ 

d) die philosophische „ n „ 

e) die Professoren und Oberlehrer des Gymnasiums; 

f) die Professoren und Oberlehrer der Industrieschule ; 

g) die Lehrer der Thierarzneischule. 

$. 5. 

Zum Behuf der Anschaffung neuer Werke sind j&hrliche Cre- 
dite eroffnet: 

a) der theologischen Fakultfit der Hochschule: 250 Frkn. auf 
die Cantonsschulkasse ; 

b) der staalswissenschafllichen FakulUU der Hochschule: 250 
Frkn. auf die Kantonsschulkasse; 



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75 



c) der medizinischen FakulUt der Hochschole: 250 Frkn. auf 
die Cantonsscholkasse; 

d) der philosophischen FakoltMt der Hochschole: 350 Frkn. auf 
die Cantonsscholkasse; 

e) dem Gymnasium: 250 Frkn. aof die Cantonsscholkasse; 

f) der Industrieschule : 250 Frkn. auf die Cantonsscholkasse; 

g) der Tbierarzneischole: 100 Frkn. aos dem dorch das Gesetz 
betreffend die Errichlung der Thierarzneischole vom 13. Ja- 
ooar 1834 fiir Lehrmittel o. s. w. angewiesenen Credite. 

Ira namlichen Verh&ltnisse werden die in den §§. 6 and 22 
erwahnten Einnahmen aof die in $. 4 bezeichneten Collegien ver- 
theilt. Allfallige Ueberschtisse der einzelnen Collegien am Ende 
des Rechnungsjahres diirfen nicht aof andere Collegien obertra- 
gen werden. Dorch die freiwilligen Ehrenbeitrfige der Lehrer 
an den Cantonal - Lehranstaiten wird der Credit der betreffenden 
Fakultat oder Anstalt vermehrt. 

§. 6. 

Jeder vom Staate rait Gehalt neo angestellte Professor oder 
Lehrer leistet beim Antrilte seines Amtes einen Beitrag von Einem 
Prozent seines fixen Gehaltes. 

* 7. 

Die fiir Ertheilong von akademischen Graden dorch die Pro- 
motionsordnongen der Fakoltaten festgeselzten Beitrage an die 
Universilatsbibliothek fliessen ebenfalls der Bibliolhek der Can* 
lonal-Lehranstalten zu, ond werden zo gleichen Theilen zor Ver- 
wendung onter die vier Fakult&ten vertheilt. 

* a 

Ebenso fallt nach §. 18 der Statoten des Preisinstitotes der 
Haoptpreis einer zweiraal nicht geldsten Preisaofgabe der Biblio- 
thek zo, ond wird nach Massgabe von §. 7 vertheilt. 

9. 

Die Beitrage des Staates werden in der Weise erhoben, dass 
der Cantonsschulverwalter die vom Oberbibliothekar genehmigten 
Rechnungen aoszahlt. Derselbe ziehl auch die in den §§. 6 and 
22 erwahnten Beitrage nach Anordnung des Oberbibliothekars 
jfihrlich im Dezember ein. Die Gebiibren an die Bibliothek von 
akademischen Promotionen werden ihm, sobald dieselben be- 
zahll sind, dorch den Dekan Ubersendet, onter Anzeige an den 
Oberbibliothekar. 



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76 



Drifter Abschnitt. 

Verwaltung der Bibliothek. 
f 10. 

Die oberste Leitung der Bibliothek der Cantonal-LehransUI- 
ten ftthrt ein vora Erziehongsrathe auf vier Jahre zu w&hlender 
Oberbibliothekar, welcher nach Ablaaf der Amtsdauer wieder er- 
wHhlt werden kann, und mit den Unterbibliothekaren verbnnden 
das Verwaltaogscollegiam der Bibliothek bildet 

*. 11. 

Der Oberbibliothekar fOhr folgende Verzeichnisse : 

1) ein Verzeichniss der Fortsetzangen ; 

2) ein Verzeichniss ueuer AnschafFungen nach dem Datum der 
Anschaffung ; 

3) ein Verzeichniss der yon der Universitat oder Cantonsschole 
an die Bibliothek abgelieferten Druckschriften. 

Auch hat derselbe die Versendung dieser Druckschriften an 
diejenigen schweizerischen and deutschen hoheren Lehranstallen 
zu besorgen, welche ihre Programme den biesigen Lehranstalten 
mitlheilen. 

ft. 12. 

Jedes der bei der Bibliothek betheiligten Collegien bestimmt 
aus seiner Mitte ein Mitglied, das die Geschafte eines Unterbiblio- 
thekars wenigstens auf zwei Jahre Ubernimmt. Die Unterbiblio- 
thekare sorgen fiir vollstandige, doppelte Katalogisirung, und lei- 
ten uberhaupt die Ausftihrung der Anordnungen des Oberbiblio- 
thekars. 

«. 13. 

Der Oberbibliothekar legt im Laufe des Januars den einzel- 
nen Kollegien eine Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben vor, 
nnd zwar der letztern sowohl fiir Fortselzungen als neue An- 
schaffuogen, 

*. 14. 

Die Unterbibliothekare theilen sich in die Spezialaufsicht der 
Bibliothek nach einzelnen wissenschaftlichen Fachern, mit Vorbe- 
halt der Genehmigung des Oberbibliothekars. 

§. 15. 

Der Pedell der Hochschule ist zur Bedienung verpflichtet 

16. 

Die Dienste in der Bibliothek geschehen, ausserordentliche 
Falle vorbehallen, unentgeldlicb. Auslagen fiir Porto, Registratur- 



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77 



und Kopiaturarbeiten , sowie flir Druoksacheu , werden aus der 
Kantonsschulkasse vergtttet bis auf einen Betrag von 200 Frkn. 

§. 17. 

Die beschlossenen Ank&afe werden einzig darch den Ober- 
bibliothekar besorgt, welcher genau dariiber zu wachen hal, dass 
der Jahreskredit nirgends tiberschritten and keine Ausgabe auf 
das folgende Jahr (ibergetragen werde. 

f. 18. 

Die Kosten fttr Einband, Stempel u. dgl. werden auf die 
Credite der verschiedenen Koliegien verh&ltnissm&ssig vertheilt 

§. 19. 

Der Kantonsschulverwalter sendet bis Ende Januars eine 
Kopie der Kassarechnang nebst den Belegen dera Oberbibliothe- 
kar ein. Diese sowohl als die von der Bibliotheksverwaltnng bis 
Ende Febraars zu stellende Rechnung werden sfimmtlichen Be- 
theiligten drei Wochen zur Einsicht aufgelegt, und sodann vor 
Ende Mftrz dem Erziehungsrathe zur Priifung und Genehmigung 
fibersendet. 

Tierter Abschnitt. 

Benutzung der Bibliothek. 
* 20. 

Die Bibliothek ist fttr alle Angehorigen der Kantonal-Lehr- 
anstalten wenigstens drei Mai wttchentlich Eine Stunde zum Bii- 
cherausleihen geblfnet. 

§. 21. 

Fiir jedes einzelne Werk wird vom Empftnger ein Schein 
ausgeslellt. Diese Scheine werden sSromtlich in ein eigenes Buch 
eingetragen und nach dem Alphabete der Aussteller geordnet und 
aufbewahrt. 

*. 22. 

Die Lehrer des Schullehrerseminars kronen gegen einen 
jahrlichen Beitrag von 4 Franken diese Bibliothek benutzen. Das- 
selbe gilt auch fttr andere Freunde der Wissenschaften gegen 
einen Jahresbeitrag von 8 Franken. 

*. 23. 

Fttr die Lehrer der Kantonal-Lehranstalten ist das Arbeilen 
in der Bibliothek, so lange es ohne Licht geschehen kann, ohne 



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78 



Beschrinkung erlaobt. Der Schltissel wird bei dem anwofcnendet 
Pedelleo abgeholt and wieder zurttckgegeben. 

*. 24. 

An die Stadirenden and Schttler der Kantonal-Lehranstaltea 
sollen nicht mehr als Tier Werke gleiohzeitig ausgeliehen werden. 

§. 25. 

Wird ein ausgeliehenes Bach von einem andern Berecbtigten 
verlangt, so muss es der Besitzer vier Wochen nach Rmpfang 
desselben zarttokliefern. 

$. 26. 

Kein Stadirender der Hochschule, and kein Schttler der Kan- 
tonschole erhalt ein Abgangszeugniss, ehe er vom Oberbibhotbe- 
kar eine Bescheinigung beigebracht, dass er kein Bach tod der 
Bibliothek mehr bei Handen habe. 

27. 

Jahrlich flndet eine allgemeine Revision der Bibliothek State. 
Zu diesem Behufe miissen alle Biicher in einer offentlich bekannt 
zu machenden Frist eingeliefert werden. Die nicht eingeliefertea 
Riicher werden gegen eine Vergiitung von 4 Batzen flir jedea 
Schein abgeholt. Fttr vierzehn Tage ist die Bibliothek dann Je- 
dermann verschlossen. 

i 28. 

Dieses Reglement wird sttmmtlichen Rektoren der betheiligten 
Kollegien zar Beachtang zugestellt, und dieselben werden auf §. 
26 besonders aufmerksam gemacht. 

§. 29. 

Das Verwaltungskollegium ist ermachligt, ein Reglement fiir 
die tttgliche Benotzung aufzustellen, welches der Genehmigang des 
Erziehungsrathes unterliegt. 

i 30. 

Durch diesen Beschluss ist derjenige vom 12. November 
1835, betreffend die Begriindung einer Bibliothek der Kantonal- 
Lehranstalten, aofgehoben. 

Beschlossen Zurich, den 10. Mfirz 1842. 

Vor dem Regierungsrathe 

der erste Staalsschreiber 
Hottinger. 

(Schluss folgu) 



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79 

Ueberalcht der neaenten Lltteratur. 



DEUTSCHLAND 



Alter thflmer, die, unserer heidnischen Vorzeit. Nach deu in dffeoll. 
11. Privatsammlgn. belindl. Originalien zusanimengestellt u. hrsg. v. 
dem romisch-gerro. Centralmuseum in Mainz durch dessen Conser- 
vator L. Lindenschtnil. 8. Hft. gr. 4. (8 Meintaf. in. 8 Blatt Erlau- 
lergn.) Mainz. (a) n. % Thlr. 

Berg, Alb., die Insel Rhodus, aus eigener Anscbaug. u. nach den vor- 
hindenen Quellen historisch, geographisch. archaologisch , malerisch 
beschrieben u. durch Orig.-Radirgn. u. Holzschn. nach eigenen INa- 
turstudien u. Zeichngn. illustnrt. 4—9. Lfg. Imp.-4. (S. 25—72 m. 
eingedr. Holzsch. u. 10 Kpfrst.) Braunschweig, baar i d. ^ Thlr. 
Blaese, Oberlehr. G., die naturlichen Familien der wildwachsenden Pha- 
nerogamen hur-, Li?- u. Ehstlands. Bearb. u. systematisch geord- 
net zum Gebrauch bei botan. Exkursionen, zunachsl f. die Forst- 
>chuler d. Mitauschen Gouv.-Gyinnasiums. br. 16. (XXXII u. 76 S.) 



Bock, Fr(z-), das heilige Koln. Beschreibung der uiitielalterlichen Kunst- 
scbatze in seinen Hirchen u. Sakristeien, aus dem Bereiche d. Gold- 
schmiedegewerkes u. der Paramentik. Auf Wunsch d. Vorslandes 
d. chrisU. Kunstvereins der Erzdiocese Koln hrsg. 4. Lfg. hoch 4. 
(68 S. m. 12 Steintaf. in Tondr.) Leipzig. (a) n. 3 Thlr. 

BanneUter, Dir. Prof. Dr. Herm., Reise durch die La Plata-Staaten, m. 
besond. Rucksicht auf die physische Beschalfenheit u. den Cultur- 
zustand der Argentinischen Republik. Ausgefuhrt in den J. 1857. 
1858, 1859 u. 1860. (In 2 Bdn ) 1. Bd. Die siidl. Provinzen umlas- 
seud. Mil 1 (lith.) Karte (in gr. Fol.) u. 1 (lith.) Titel-Bilde (in 
Tondr ) gr. 8. (VI u. 504 S.) Halle, geh. n. 3 Thlr. 

Ewald, Heinr., Jahrbucher der Biblischen wissenschaft. II. Jahrbuch: 
1860—1861. gr. 8. (IV u. 308 S ) Gottingen. geh. n. 1 Thlr. 16 Ngr. 

(I — lk.: n. 15 Thlr. II Ngr.) 
Crenti. Frdr. v., Tagebucher. Mit e. Vor- u. Nachwort v. K. A. Varn- 
hagen v. Ense. [Aus dem Nachlass Varnhagen's v. Ense.] gr. 8. (XI 
u. 369 S.) Leipzig, geh. n. 2% Thlr. 

Kirchhoffs, Albr., Bucher-Katalog. Verzeichniss der in der 2. Halfte d. 
19. Jahrh. im deutschen Buchhandel erschienenen Bucher u. Land- 
karten. 2. Bd.: 1856—1860. 4. (391 S.) Leipzig, geh. baar n. 4% Thlr. 
Koch, M., Quellen zur Geschichte d. Kaisers Maximilian II. In Archiven 
gesainmelt u. erlautert. 2. Bd. gr. Lex.-8. (VIII u. 215 S.) Leipzig, 
geh. n. \ l k Thlr. (I. 2.: n. 3% Thlr.) 

Lavallee, Th., Jean Sans-Peur, due de Bourgogne. Scenes hisloriques 
1407—1419. 12. (480 S.) Leipzig, geh. n. 1 Thlr. 

(Uenstedt, Prof. Fr. Aug., Epochen der Natur. Mil zahlreichen (eingedr.) 
Holzschn. 3. (Schluss-)Lfg. Lex-8. (VI S. u. S. 513-853.) Tubin- 



Rauchensf ein , Prof. Rect. Dr. Rud., Winkelrieds That bei Sempach ist 
keine Fabel. Eine historisch-krit. Abhandlg. gr. 4. (32 S.) Aarau. 
geh. n. % Thlr. 

Reuchlin, Herm., Lebensbilder zur Zeilgeschichte. 1. Graf Casar Balbo. 
Den deutschen Palrioten gewidmet. gr. 8. (V u. 68 S.) Nordlingen. 
geh. n. 12 Ngr. 

Rltter, Carl, Geschichte der Erdkunde u. der Entdeckungen. Vorlesun- 
gen an der Universitat zu Berlin gehalten. Hrsg. v. H. A. Daniel. 
Mit Carl Bitter's Bildniss (in Stahlst.) gr. 8. (VI u 265 S.) Berlin. 



Milau. cart. 





Subscr.-Pr. (a) n. 1% Thlr. 



geh. 



1% Thlr. 



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80 

Mini*, Dr. Geo. Vict, die mediatisirteo freien ReichssUdtc Tentsch- 
lands, gr. a (XVI a. 406 S. m. eingedr. Holzscho.) Frankfort a. M. 
geh. n. 2 Thlr. 12 Ngr. 

Stripfell, Prof. Ludw., die Geschichte der griechiscben Philosophie tmr 
Ubersicht, Repetition a. Orieotiroog bei eigenen Stodien enlworfea. 
2. Abth. Die prakt. Philosophie. 1. Absckn. A. a. d. T. : Die Ge- 
schichte der praklischen Philosophie der Griechea vor Aristoteles. 
gr. 8. (X a. 510 S.) Leipzig. n. 2 Thlr. 12 Ngr. 

(I. II, 1.; n. 4 Thlr. 12 Ngr ) 

Itller, A., ab. die Wirksamkeit Konig Friedrich Wilhelm IV. in dea 
Gebiete der bildenden Kunste. Vortrag gehalten am Scbinkelfeste 
den 13. Man 1861. gr. 8. (25 S.) Berlin, geh. n. 8 Ngr. 



E I 6 L A I D. 

D&lrjmple (Donald) — Meteorological and Medical Observations on the 
Climate of Egypt) with Practical Hints for Invalid Travellers. Post 
8vo. pp. 80, cloth. 4s. 

flesiod — The Epics of Hesiod , with an English Commentary by F. A. 
Paley. 8vo. pp. 330, cloth. 10s. 6d. 

History of the Siege of Delhi. By an Officer who served there. With 
a Sketch of the leading Events in the Punjaob connected with the 
Great Rebellion of 1857. Post 8vo. (Edinburgh) pp. 340, cloth. 6s. tid. 

Hope (A. J. B.) — The English Cathedral of the Nineteenth Centnry. 
With illustrations. 8vo. pp. 282, cloth. 12s. 

Lowe (E. J.) and Howard (W.) — Beautiful Leaved Plants: being a 
Description of the most beautiful Leaved Plants in Cultivatiou in 
this Country : to which is added an extended Catalogue. Royai 6vo. 
cloth. 21s. 

Pearson (Charles H.) — The Early and Middle Ages of England. 8vo. 
pp. 470, cloth. * 12s. 

Quadrature (The) of the circle. Correspondence between an eminent 
Mathematician and James Smith. 8vo. pp. 210, cloth. 10s. 6d. 

Raikes (Thomas) — Private Correspondence with the Duke of Wellington 
and other distinguished Contemporaries. Edited by his daughter, 
Harriet Raikes 8vo. pp. 390, cloth. 14s. 

Royal Blue book, Corrected to April, 1861. 12m6. bound. 5s. 

Savlle (Rev. Bourchier Wrey) — The Introduction of Christianity into 
Britain : an Argument on the Evidence in favour of St. Paul having 
visited the extreme boundary of the West. !2mo. pp. 180. cloth. 5s. 

Schener (Karl) — - Narrative of the Circumnavigation of the Globe hy 
the Austrian Frigate "Novara," Commodore B. von Wullerstorf- 
Urbair. Undertaken by Order of the Imperial Government, in the 
years 1857, 1858, and 1859, under the immediate auspices of His 
imperial and Royal Highness the Archduke Ferdinand Maximilian. 
Vol. 1, royal 8vo. pp. 510, cloth. 30s. 

Snowden (James Ross) — A Description of Ancient and Modern Coins 
in the Cabinet Collection at the Mint of the United States. 8vo. 
(Philadelphia, 1860) pp. 412, cloth. 20s. 



Verantwortlicher Redacteur: Dr. R. Naumann. 
Verleger : T. 0. Weiyel. Druck von C. P. Melzer in Leipzig. 



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zom 

SEKAPEUfl. 



15. Juni. 



J& 11. 



1861. 



Bibliothekordnungen etc., neueste in- and auslindische Litteratur, 

Anzelgen etc. 

Znr Besorgung aller in nachstehenden Bibliographien verzeichnelen Bttcher 
empfehle ich mich unter Zusicherung schnellflter and billigster Bedienung; denen, 
welche mich direct mil res p. Be*tellungen beehren, tichere ich die grossten Vor- 
tbeile in. _ m 

S*. O. Weigel io Leipzig. 



Die Bibliothek der Cantonal-Lehr-Anstalten zu ZOrich. 

(Schluss.) 
III. 

Reglement 

betreffend 

die Besorgung und Benutzung der Bibliothek der 
Cantonal - Lehr- Anstalten. 

Erster Abschnitt. 

Bestand der Bibliothek. 
*. 1. 

Die Bibliothek der Kanlonallehranstalten , welche neben den 
spalern Anschaffungen besleht: 

a) aus der BUchersammlung des aufgehobenen Chorherrenslifles ; 

b) aus der Btichersammluog der University ; 

c) aus der BUchersammlung des Gymnasiums, ausschliesslich der 
Alumnalbibliothek ; 

d) aus der Btichersammlung der Industrieschule ; 

e) aus der Biichersammlung der Thierarzneiscbule ; 

XXII. Jahrgang. 



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82 



bildet ein wissenschaftlich geordnetes Ganzes, in welches alle 
neuen Erwerbungen eingereiht werden. 

S 2. 

Die zum ausschliesslichen Gebrauche der beiden untern Ab- 
Iheilungen der Kantonsschole geeigneten Biicher werden ausge- 
schieden und in einem passenden Lokale aufgeslellt. Zur Uoler- 
hallung und Vermehrung dieser Abtheilung wird von den in 5. 
e und f bezeichnelen Krediten zusammen ein Betrag von je 100 
Franken fur jede der beiden Abtheilungen abgezogen und dorch 
die beireffenden Lehrerkonvenle nach §. 5 verwendet. Diese haben 
gemeinschaftlich fiir die Verwallung derselben zu sorgen und 
geben dem Oberbibliothekar jahrlich im Januar eine Uebersicht 
der neuen Anschaffungen ein, welche dieser der Jahresrechnung 
beilegt. 

*. 3. 

Doubletten konnen zum Nutzen der Bibliolhek verausserl oder 
vertauscht werden. In beiden Fallen sind die Titel derselben in 
der Rechnung anzuftthren. 

Zweiter Abschnitt. 

Vermehrung der Bibliolhek. 
4 4. 

Die neuen Anschaffungen in die Bibliolhek der Kantonal- 
Lehranstalten werden unabhttngig von einander durch folgende 
Kollegien beschlossen, deren jedem dafUr jahrlich ein bestimraler 
Kredit angewiesen wird. Der Oberbibliothekar hat jedoch das 
Rechl, Einwendungen gegen beschlossene Anschaffungen zu ma- 
chen, wobei Rekurs an den Erziehungsrath vorbehallen bleibt. 

Diese Kollegien sind: • 

a) die theologische Facullfit der Hochschule; 

b) die slaalswissenschaftliche Facullfit der Hochschule; 

c) die medicinische Faculttit der Hochschule; 

schaftliohe J Facul,al der H^hschule; 

f) der Konvent des Gymnasiums; 

g) der Konvent der Induslrieschule ; * 

h) der Lehrerkonvent der Thierarzneischule. 

ft. 5. 

Zum Behuf der Anschaffung neuer Werke wird ein jfihrlicher 
Gesammtkredit von 2500 Frkn. eriiffnet und zwar im Einzelnen: 
a) der theologischen Facullttt 400 Frkn.; 



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83 



b) der ataatswissenschaftlichen Fakultttt 400 Frkn. ; 
o) der medicinischen Fakultat 400 Frkn.; 

d) der philosophischen Fakultat: 

1. der philologisch-historischen Sektion 300 Frkn.; 

2. der mathematisch-naturwissenschaftlichen Sektion 300 

Frkn.; 

e) dem Gymnasium 300 Frkn.; 

f) der Industrieschule 300 Frkn. ; 

g) der Thierarzneischule 100 Frkn. 

Ueberdiess ist dem Oberbibliothekar zur Bestreitung aller we item 
Kosten fiir Einband, Stempel, Porti u. s. w., sowie far Anschaf- 
fongen nach eigenem Ermessen ein jghrlicher Kredif von 1000 
Franken erbffnet. Die in den §$. 6, 18 and 23 bezeichneten 
Einnahmen fallen zum Kredit des Oberbibliothekars. 

*. 6. 

Der Bibliothek der Kanlonallehranstalten fallen ferner zu: 

a) die fur Ertheilung von akademischen Graden durch die Pro- 
motionsordnungen der Fakullaten festgesetzten Beitrage; 

b) die nach den Statuten des Preisinstitutes ausgesetzten , aber 
nicht zur Verwendung gekommenen Hauptpreise; 

o) allfallige, von akademischen Behbrden Studirenden auferlegte, 
Geldbussen ; 

d) die in der Universittttsordnung fiir Abgangszeugnisse zu Gun- 
sten der Bibliothek ausgesetzten Gebiihren. 

* 7. 

Die BeitrMge desStaates warden in derWeise erhoben, dass 
der Kantonsschulverwalter die vom Oberbibliothekar genehmigten 
Rechnungen auszahlt. Derselbe zieht auch die in §§. 6, 18 und 
23 erwahnten Beitrage nach Anordnung des Oberbibliothekars 
jfihrlich im Dezember ein. Die Gebiihren an die Bibliothek von 
akademischen Promotioneu werden ihm, sobald dieselben bezahll 
sind, durch den Dekan Ubersendet, unter Anzeige an den Ober- 
bibliothekar. 

Dritter Abschnitt. 
Verwaltung der Bibliothek. 
«. 8. 

Die Oberaufsicht fiber die Bibliothek u. a. w. fiihrt eine Kom- 
mission von drei Mitgliedern , welche der Erziehungsrath auf die 
Dauer von vier Jahren bestellt. 

*. 9. 

Die oberste Leilung der Bibliothek fiihrt ein vom Erziehungs- 
rathe rait Wiederwahlbarkeit auf vier Jahre gewtthlter Oberbiblio- 



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84 



thekar mil einem jtthrlichen Gehalt von 800 Franken. Er wohnt, 
wo es sich nicht am seine persbnlichen Verhfiltnisse handelt, den 
Sitzungen der Aufsichtskommission mil berathender Stirarae bei. 

4. 10. 

Der Oberbibliolhekar sorgt fiir die Katalogisirung der Biblio- 
thek und fiihrt folgende Verzeichnisse: 

a) der Fortselzungen ; 

b) der neuen Anschaffungen nach dem Datum der Anschaffung; 

c) der geschenklen Biicher; 

d) der von der University oder Kantonsschule an die Biblio- 
thek abgelieferten Drucksachen. 

Aoch hat derselbe die Versendung dieser Druckschriften an 
diejenigen schweizerischen and deatschen hdhern Lehranstalten za 
besorgen, welche ihre Programme den hiesigen Lehranstalten 
mittheilen. 

*. 11. 

Jedes der vier bezeichneten Kollegien bestimmt fiir die Daaer 
von zwei Jahren ein Mitglied, welches die Beschliisse des Kolle- 
giums dem Oberbibliothekar (ibermittelt und demselben auf Ver- 
langen an die Hand geht. 

$. 12. 

Der Oberbibliothekar legt im Laafe des Januars den einzel- 
nen Kollegien eine Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben vor, 
and zwar der letztern sowohl fiir Fortsetzongen als neue An- 
schaffungen. 

i 13. 

Die Bedienung der Bibliothek besorgt der Unterbibliothekar, 
der auf Vorschlag des Oberbibliothekars von der Aufsichtskom- 
mission unter Bestatigung des Direklors des Erziehungswesens mit 
einer Besoldung von 700 Franken gewfthlt wird und einer jfihr- 
lichen Bestatigung durch die Aufsichtskommission auf Zeugniss 
des Oberbibliothekars bin unterliegt. Er hat die Ausgabe der 
Biicher wfthrend der Zeit, wo die Bibliothek gettffnet ist, sowie 
tiberhaupt die Auflrage des Oberbibliothekars zu besorgen. 

Zur weitern Bedienung der Bibliothek ist auch der Pedell 
der Hochschule verpflichtet. 

*. 14. 

Die beschlossenen Ank&ufe werden einzig durch den Ober- 
bibliothekar besorgt, welcher genau daruber zu wachen hat, dass 
der Jahreskredit nirgends tiberschritten und keine Ausgabe auf 
das folgende Jahr ttbertragen werde. 



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8S 



§. 15. 

Der Kantonsschulverwalter sendet bis Ende Januar eioe Kopie 
der Kassenrechnung nebst den Belegen dem Oberbiblinthekar ein. 
Diese sowohl, als die von dem Oberbibliothekar bis Ende Februar 
zn stellende Rechnung werden den Vertretern der Kollegien zur 
Einsicht zugeschickt und sodann vor Ende Marz der Direktion des 
Erziehungswesens zur Prfifong und Genehmigung (ibersendet. 

Vierter Abschnitt. 

Benutzung der Bibliothek. 
$. 16. 

Die Bibliothek ist fiir sfimmlliche Lehrer der Kantonallehr- 
anstalten und des eidgen5ssischen Polytechnikums , sowie fur die 
in §. 4 genannten Personen tfiglich yon 11 bis 12 und 1 bis 3, 
den Studirenden und Schiilern dieser Anstalten Montag und Mitt- 
woch yon 1 bis 2 und Samstag von 1 bis 3 Uhr zum Bticher- 
ausleihen getiffnet. 

*. 17. 

Ftir jedes einzelne Werk wird vom Empftnger ein Schein 
ausgestellt. Diese Scheine werden samratlich in ein eigenes Buch 
eingetragen und nach dem Alphabete der Aussleller geordnet und 
aufbewahrl. 

4. 18. 

Die Bibliothek kann auch von andern Freunden der Wissen- 
schaften auf geniigende Garantie hin gegen einen Jahresbeitrag 
von 10 Franken benutzt werden. 

*. 19. 

Der Einlritt in die Bibliothek selbst ist nur mit Bewilligung 
des Oberbibliothekars gestattet. 

§. 20. 

An die Studirenden und Schtiler der Kantonallehranstalten 
sollen nicht mehr als vier Bftnde gleichzeitig ausgeliehen werden. 
Besonders koslbare Werke, Handschriflen, Kupferwerke u. s. w. 
kdnnen nur mit besonderer Genehmigung des Oberbibliothekars 
ausgegeben werden. 

$. 21. 

Wird ein ausgeliehenes Buch von einem andern Berechtigten 
verlangt, so muss es der Besitzer vier Wochen nach Empfang 
desselben zuriickliefern. Fiir Beschfidigungen ist Ersatz zu leisten. 



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86 



§. 22. 

Kein Studirender der Hochschole und kein Schiiler der Kan- 
(onallehraostalten erhall ein Abgangszeugniss , ehe er vom Ober- 
bibliolhekar eine Bescheinigung beigebracht, dass er kein Buch 
voo der Bibliothek mehr bei Handen babe. 

$. 23. 

JMhrlich ftndet eine allgemeine Revision der Bibliothek statL 
Zu diesem Behufe miissen alle Biicher in einer offentlich bekannt 
zu machenden Frist eingeliefert werden. Die nicht eingelieferteo 
Biicher werden gegen eine Vergtitung yon 60 Bp. ftir jeden Scbeia 
abgeholt. Ftir vierzehn Tage bis drei Wochen ist die Bibliothek 
dann Jedermann verschlossen. 

*. 24. 

Durch gegenwartiges Reglement wird dasjenige vom 10. Man 
1842 aufgehoben. Die Aufsichtskommission wird ermachligt ionert 
den Schranken desselben weitere spezieilere Anordnungen hin- 
sichllich der Art der Benutzung der Bibliothek zu treffen. 

Den sammtlichen Rektoren and Vorstanden der Kantonallebr- 
anstalten ist das Reglement zur Handhabung zuzustellen, wobei 
sie auf die Bestimmung des §. 22 besonders aufmerksam gemacht 
werden. 

Ztirich, den 14. Herbstmonat 1860. 

Im Namen des Erziehungsrathes: 
Der Direktor des Erziehungswesens, 
Dr. Ib. DnbS. 
Der SekreUr, 
Fr. Schweizer. 



Der Regierongsrath 
hat 

vorstehendem Reglement die Genehmigung ertheilt. 
Actum Ztirich, den 6. Weinmonat I860. 

Vor dam Regi erungsrathe . 
Der zweile Staatssohreiber, 
A. Vogel. 



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87 



Uebersicht der neuesten Litteratar. 



DEOTSCHLAND. 

Abeken, Beroh. Rud., Goethe in d. J. 1771 bis 1775. gr. 8. (435 S.) 

Hannover, geh. n. 2% Thlr. 

Actorum, novorum, academiae Caesareae Leopoldino-Carolinae Germa- 

nicae naturae curiosorum vol. XXV11I. seu decadis HI. tomus VIII. 

Et. s. t.: Verhandlungen der Kaiserl. Leopoldinisch - Carolinischen 

Akademie der Naturforscher. 28. Bd. Mit 38 Stein-Taf. (wovon 1 

col., 15 in Bunt- u. 5 in Tondr. in gr. 4., gr. Fol. u. qu. gr. Fol.) 

ffr. 4. )XIV u. 443 S.) Jena geh. n. 12 Thlr. 

Aegidi, Ludw. Karl, Aus dem Jahr 1819. Beitrag zur deutschen Ge- 

schichte. *r. 4. (IV u. 38 S.) Hamburg, geh. n. % Thlr. 

Alpenburg, Joh. Nepomuk Rilter v.. deutsche Alpensagen. Gesammelt 

u. hrsg. gr. 8. (XIV u. 384 S.) Wien. geh. n. 2 Thlr. 

Arlstophanis comoediae edidit Aug. Meineke. 2 Voll. Edit. ster. 16. 

CCXXX u. 804 S.) Leipzig, geh. 24 Ngr. 

Aofrecht, Th., Catalogus codicum inanuscriptorum sanscriticorum post- 

red ico rum quotquot in bibliolheca Bodleiana adservantur. Pars 1. 

gr. 4. (Ill u. 203 S.) Oxford 1859. geh. n. 3% Thlr. 

Baehring, Pfr. Bernh., Bunsen's Bibelwerk nach seiner Bedeulung f. die 

Gegenwart beleuchtet. Lex.-8. (VII u. 104 S.) Leipzig, geh. n. 12 Ngr. 
Baumgarten, Oberleut. G., sechszig Jahre d. kaukasischen Krieges, m. 

besond. Berucksicht. d. Feldzuges im ndrdlichen Daghestan im J. 

1839. Mit 2 (lith.) Uebersichlskarten (in gr. 4. u. «r. Fol.) u. 5 

(litb.) Plfinen (in Lex. -8. u. 4) Nach russ. Orig. deulsch bearb. 

Lex.8. (IX u. 207 S.) Leipzig, gen. n. 3 Thlr. 

Bavaria. Landes- u. Volkskunde des Konigr. Bayern, bearb. v. e. Kreise 

bayer. Gelehrter. 1. Bd: Ober- u. Niederbayern. 2. Abtb. Mit e. 

Tracbten-Bild in Holzschn., *ez. von A. v. Ram berg. Lex -8. (XVI 

S. u. S. 673—1202 m. 2 in Kpfr. gest. Karteu in qu. gr. Fol.) Mun- 

chen 1860. geh. (a) n. 2 Thlr. 

Bibllographle, allgemeine. Monalliches Verzeichniss der wichtigern 

neuen Erscheingn. der deutschen u. ausland. Literatur. Zusainmen- 

gestelll v. Paul TrdmeL Red.: Dr. Ed. Brockhaus. Jahrg. 1859— 

1861. A 12 Nrn. (B ) gr. 8. Leipzig. A Jahrg. baar n. % Thlr. 

Bibliotkek der angelsachsischen Poesie in kritisch bearb. Texten u. m. 

vollstfindigem Glossar hrsg. v. Dr. C. W.M. Grein. 3.Bd. [Glossar 1] 

1. Hit. gr. 8. (240 S.) G6ttingen. n. 2 Thlr. (I— HI, 1.: n. 7% Thlr.) 
Calllmachl Cyrenensis hymni et epigrammala ed. Aug. Meineke. gr. 8. 

(XXIII u. 336 S.) Berlin, geh. n. 2 Thlr. 

Caesaris, C. Jul., commentary cum supplementis A. Hirtii et aliorum. 

Edidit Frid. Kroner. Edit. ster. 16. (LXXV1 u. 580 S.) Leipzig. 

geh. 13% Ngr. 

Hieraus einzeln: Commentary de bello civili. (150 S.) 6 Ngr. — 
Commentary de bello callico. (238 S.) 6 Ngr. 
Cartlas, Ernst, griecbische Geschichte. 2. Bd. Bis zum Ende d. Pelo- 

ponnes. Kriegs. gr. 8. (Ill u. 704 S.) Berlin, geh. n. 1% Thlr. 

(1. 2.: n. 2 Thlr. 21 Ngr.) 
Eplpbanll. episcopi Constantiae, opera. Edidit G. Dindorfms. Vol. 111. 

Pars I. gr. 8. Leipzig, geh. n. 3% Thlr. 

(I— III. 1. u. V.: n. 11 Thlr. 24 Ngr.) 
Inhalt: Panarii libri II. tomus II. et libri III. tomi I. II. (XVI u. 
588 S.) 

Falke, Jak., zur Coslumsgeschichte d. Mittelalters. [Mil 156 (eingedr.) 
Holzschn ] Imp.-4. (46 S.) Wien. geh. n. 1 Thlr. 



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88 



Fock, Otto, Rugen'sch-Pommersche Geschichten aus sieben Jahrhunder- 
ten. I. Rugen 1168. Mit 1 (litb.) Karte d. alien Rugen (in gr. 4) a. 
1 (chromolith.) Grundriss v. Arkona. gr. 8. (X u. 156 S.) Leipzig, 
geh. o. 24 Ngr. 

Frohschammer, Prof. Dr. J., Ob. die Freiheit der Wissenschaft. gr. b. 
(XI u. 164 S.) Mfinchen. geh. 24 Ngr. 

Helm, Lieut., Gescbichte der Kriege in Algier. 2 Bde. Mit 2 (chromo- 
lith.) Kaiten u. 1 (lilh.) Plane (in qu. Fol. u. gr. Fol.) gr. 8. (XVI 
u. 616 S.) Konigsberg. geh. n. 4 Thlr. 

Jansen, K., die Bedingtheit d. Verkehrs o. der Ansiedelongen der Meti- 
schen durch die Gestallung der ErdoberflSche, nachgewiesen inson- 
derheit an der Cimbrischen Halbinsel. gr. 8. (VIII u. 112 S. m. 1 
Steintaf. in gr. 4 ) Kiel. geh. n. IB Ngr. 

Jessen, Dr. Karl, Was heisst Botanik? Ein Vortrag gehalten zu Greifs- 
wald, den 15. Decbr. 1860. gr. 8. (26 S.) Leipzig, geh. 6 Ngr. 

Klein, Gyinn.-Prof. Karl, Geschichte v. Mainz wShrend der ersten fran- 
zdsischen Occupation im J. 1792—93 m. sammtl. Aklenstucken. 3. Hft. 

Sr. 8. (S. 193 - 288.) Mainz. Subscr.-Pr. (a) n. % Thlr. 

m, Frdr., u. Karl Alex. Frhr. v. Reichlin- Meldegg, Proff., Ge- 
schichte Europa's im Uebergange vora Mittelalter zur NeuzeiL 2. Bd. 
gr. 8. (XVI u. 544 S.) Leipzig, geh. n. 3 Thlr. (cplt.: n. 5% Thlr.) 
Lassalle, Ferd. , das System der erworbenen Rechte. Eine Yers6hn|. 
d. positiven Rechls u. der Rechtsphilosophie. 2 Thle. gr. 8. (XXXII 
u. 1125 S.) Leipzig, geh. n. 5 Thlr. 

Hens, H., die Entwicklung d. Menschengeschlechts nach der Geschichte. 

gr. 8. (IV u. 130 S ) Berlin, geh. % Thlr. 

Rledel's, (Geh. Archivrath Dr. Adph. Frdr.), Codex diplomalicus Bran- 
denburgensis. Sammlung der Urkunden, Chroniken u. sonstigen Ge- 
schichlsquellen f. Geschichte der Mark Brandenburg u. ihrer Regen- 
ten. Fortgesetzt auf Veranstaltung d. Vereines f. Geschichte der 
Mark Brandenburg u. ihrer Regenten. Des 1. Haupltheiles od. der 
Urkunden-Sammlg. f. die Oris- u. specielle Landesgeschichte 20. Bd. 
gr. 4. (Ill u. 516 S.) Berlin, geh. n. 4% Thlr. 

dasselbe. Des 3. Haupltheiles od. der Sammlg. f. allgemeine Lan- 

des- u. kurfurstl. Haus-Angelegenheiten 3. Bd. gr. 4. (510 S.j Ber- 
lin, geh. n. 4*k Thlr. (I, 1-20. II. 1—6. Ill, 1—3.: 130% Thfr.) 
Souchay, Dr. E. F., Geschichte der deutschen Monarchic von ihrer Er- 
hebung bis zu ihrem Verfall. (In 4 Bdn.) 1. Bd. Geschichte der 
Carolinger u. der Ottonen. gr. 8. (XVI u. 640 S.) Frankfurt a. M. 



Tlerieljahrs-Catalog aller neuen Erscheinungen im Felde der Literator 
in Deutschland. Nach den Wissenschaflen geordnet. Mit alphabet. 
Register. 16. Jahrg. 1861. I. Hft. Janr. bis Marz. Nebst Anhang. 



Die Rubriken I. Theologie u. Philosophic ; II. Medicin u. Natur- 
wissenschaflen ; HI. Padagogik u. Jugendschriften werden auch 
einzeln ausgegeben. 
Wangemann , Archidiac. Semin.-Dir. Dr., sieben Bucher Preussischer 
Kirchengeschichte. Eine aktenmfiss. Darstellg. d. Kampfes urn die 
lulher. Kirche im XIX Jahrh. Anhang. A. u. d. T.: Geistliches Regen 
u. Ringen am Ostseestrande. Ein kirchengeschichtl. Lebensbild aus 
der 1. HSIfte d. XIX. Jahrh. 8. (XII U.248S.) Berlin, geh. n. % Thlr. 



Veranlworllicher Redacteur: Dr. R. Naumann. 
Verleger: T. 0. Weigel. Druck von C. P. Melter in Leipzig. 




d. 2% Thlr. 




baar n. Vi Thlr. 



(cplt. m. Anhang: n. 6 Thlr.) 



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zum 



30. Juni. 



SKRAPKlTIfl. 

•AP 12. 



1861. 



Blbllothekordnungen etc., neieste 1b- and aisl&ndltche Lttteratur, 

Anielgen etc. 



Znr Besorgimg aller in nachstehenden Bibliographien yerxeichnelen BOcher 
empfehle ick nidi anter Zuichernng schoellster trod billfggter Bedienang; denea, 
welche nich direct nit reap. BetteUnnjea beehrea, sichere ich die grdsslea Vor- 
tbeile ra. 



handschriftlicher Nachlass. 

Wer jemals so gliicklich war, in Berlin in die Geburtsstatte 
der ,,neueren Erdkunde" in Carl Ritter's Bibliothek- and Ar- 
beitszimmer zu gelangen und von ihm selbst eingeheoder Mitthei- 
longen aos dem unerschopflichen Schatze seines allnmfassenden 
Wissens gewtirdigt zo werden, der wird sich wohl auch jener 
sauber bezeichneten und wohl geordneten zahlreichen Cartons 
erinnern, in welche der unermtidliche Forscher mil wahrhaft wun- 
derbarem Bienenfleisse das reiche Material sammelte, aos welchem 
er mit der Kraft seines klaren scharf sichtenden Geistes den Ban 
seiner Wissenschaft in so glfinzender Weise theils schon. ausfiihrte, 
theils noch auszufiihren gedachte. Aber gewiss nur weBigen der 
Allvertrautesten mag es vergonnt gewesen sein, auch nur annahe- 
rungsweise die Masse dessen zu schMlzen, was in diesen ein- 
fachen HUUen verborgen liegt, theils in selbststftndigen Arbeiten, 
theils in hdchst werthvollen Collectaneen nebst Kartenskizzen 
und Zeichnungen, theils endlich in einer wissenschafllichen Cor- 
respoodenz, wie sie ihres Gleichen kaum wohl je gehabt hat, und 
deren Werth flir die Wissenschaft Alexander von Humboldt 
dadurch thatsttchlich anerkannte, dass er den grossten Theil der 
an ihn selbst gerichteten, aber zunttchst erdkundliches Interesse 
gewahrenden Briefe aus alien Theilen der Welt in „Ri tier's 
Archiv" — wie er zu sagen pflegte — niederlegte, meinend, 

XXII. Jahrgaag. 



T. O. Weigel in Leipzig. 



Carl Ritter's 



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90 



dass sie eben nur in solcher Hand gut aufgehoben seieu und der 
Wi86en8chafl Nutzen bringen werden. Und alle diese Schfitie 
sind, sammt der Bibliothek und bochst werthvollen Kartensamm- 
lung, durch Ritter's Tod, nach vergeblichen Versuchen, sie als 
ein Ganzes der Berliner Bibliothek erhalten zu sehen, in die Hand 
des Unterzeichneten gekommen, den zwar sein Beruf treibt, sie 
zu verfiussern, dem es aber nicht desto weniger die grosste Ge- 
nugthuung gewtthren wiirde, namentlich den schatzbaren hand- 
schriftlichen Apparat, mit Einschluss der Correspondenz , unge- 
trennt irgend einer offentlichen Anstalt zur Verwerlhung im 
Geiste des grossen Mannes, der, unterstiitzt von alien den gross- 
ten seiner Zeitgenossen diesseits und jenseits des atlantischen 
Oceans, das Alles wfihrend seines langen, uoermUdlichen fleissigen 
Lebens zusaromenbrachte, — unter mtiglichst billigen Bedingungen 
iiberlassen zu kiinnen. 

Zu dem Ende achtet sich der Unterzeichnete fiir verpflichtet, 
im Nachstehenden wenigstens eine ungefthre Uebersicht dessen 
zu geben, was der besagte handschrif tliche Nachlass 
Rider's enlhalt, wobei er fiir die Collectaneen die alphabe- 
tische Anordnung und eigenhaodige Bezeichnung des Sammlers 
beibehMlL 



A. Collectanea in 4*°- 



voll. 

Abyssinien 2 

Afghanistan 1 

Africa centralis 

„ historica 

„ (Krapf, Knoblecher) 

„ nova 1849 
„ 1854 

„ Mithridates . . . 
Aiger, Sahara .... 

Alpes 

Altai 

Alte Geschichte . . . 
Alt-Thracien.Deukal ion. Buddha 1 

Amerika 13 

S. Ansoharius 1 

Arabia 3 

„ Petraea 1 

Armenia 3 

Asia 

„ Amur 

„ Asara 

„ Central 

44 



Asia 



voll. 

Transport 44 

China 

Dekan 3 voll. 

Euphrat und Tigris . . 9 

Ganges Indus 

Hindostan 2 voll. 

Historica 

Hinter-Indien 

Hoch-Asien 

Kashmir 

Kirgisen 

Korea 

Mesopotam. Kurdestan 
Minor 5 voll. 
„ 7 voll. 

„ Siidkiiste bis Lycien 
Nepal und Bhutan 
Nord-Sibirien 
„ Ost-Ende 
„ West-Russia 
Ost- 3 voll. 

„ Java 

53 



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91 



vol! 

Transport 53 
Asia Langues Tartarea 

„ Qst- Siam 

„ „ Tarlarei 2 voll. 

„ „ Volker-Slttrarae 2 

voll. 37 

Astronomic, theorel ... 1 

Australia 5 

Austria ....... 5 

Aves 1 

Babylonia l 

Bahr el Abiad 1 

Bayeri, Nord- und Osl-Europa 1 

Bavaria 1 

Bochara 1 

S. Bonifaz 1 

Borussia 1 

Bos, Ovis, Capra .... 1 

Britannia 1 

Burgunden, Allemannen,Sueven 

Boji . . 1 

Cap Colonic und Land . . 2 

Cerealien 1 

Ceylon ....... 1 

China, christl. (Gulzlaff) * . 1 

,, 1854 Hongkon . . 1 

Cilicia, Lycia 1 

Cliraa 4 

3 

Congo und Guinea .... 1 
Curonia, Livonia, Ballika, Finland 1 

Cypern, Creta, Rhodos . . 1 

Cyrenaica 1 

Dania 1 

Dante 1 

Delta (Nil) 1 

Deutsche Geschichte ... 7 

Deutschland, geogn. u. orogr. 1 

Don, Dnepr, Dniestr Land . 1 

Donau 1 

Edrisi, Abulfeda .... 1 

Elbe 1 

Elephas, Camelus, Equus 1 

Espana 6 

Ethnographic, allgem. . . 1 

Ethnologie . . . . . . 1 



154 



voli 

Transport 15' 
Eupbrat und Tigris . . . 

Europa 

Fichtelgebirge, Thiiringerw. . 

France 

Flore 

Gaue 

Gentes Germanorum . . . 
Geognosie. ...... 1 

Geographia sacra .... 

„ malhemat. . . 
Gepiden, Hercules, Longobar- 
den Varner .... 

Germanen 

Germania ....... 

St. Goar ....... 

Gothen „ 

Graecia -. 12 

Habyssinia ...... 

Uassia ........ . 

Hercynia . 

Herodot (eigene Arbeit) . . 
Hesychius, deutscher . . . 

Himalaya . 

Hindostan von Hamilton . . 

„ Dekan .... 
Hindu Mythologie und Tempel 
Historia mapparum . . . 

Humboldt, v. Buch . . 
Hyperboraei, Argonautae 

Japan 

Jerusalem 

India * 

Inda China 

Insulae k . 

Iran 

Island und Faroer .... 

Italia 12 

Jura Mont 

Karpaten 

Karten-Literatur .... 

Raukasus 

Kirche, christl. Germ. . . 

Kosmos 

Lacus 

Litthauen .... . . . 

253 



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98 



voll. 

Transport 253 

Marco Polo, Sherif Eddin etc 1 
Hare Baltic, et Germ. In- 
die, et AHant. Mediterr. 
Rubrum. Fluxus et reflux. 
Okeanos, undae navigatio, 

temperatura maris . . 8 

Metrologia mapparum ... 1 

Minnes&nger 1 

Mongolei 1 

Montenegro, Serbien ... 1 

Mylhologie 1 

Neptun 1 

New-Zealand 1 

Nil 1 

Niniveh 1 

Norden der Alten .... 1 

Novissima 1852. 53 ... 1 

Nubia 1 

Oasen 1 

Oder ........ 1 

Ophir 1 

Oxus 1 

Palaestina . 9 

Palmeta, Palmen . . . . i 

Persepolis 1 

Peru und Amazonas ... 1 

Griech. Philosophic . . . i 
Phftnicien, Libanon, Nord- 

Syrien 1 

Phonicier 1 

Plato 2 

Pol, M'Clure Kane .... 1 

„ Nord-West-Passage . 2 

Polen . . , 1 

West-Pontus 1 

Geogr. Produktenkunde . . 3 

Prussica 1 

Pyrene 1 

Quellen. uud Fllisse ... 1 

Rhein 2 

„ und Mosel-Gebicge . 1 

Rh8n, Spessart 1 

Rumeli, Bou6 Viquesnel, 1846. 1 
Rumelien und Macedonien 

1839 . . t f » • • 1 
312! 



▼oil. 

Transport 312 

Russia 5 

Nieder-Sachsen 

Ober- 

Sahara 

Sarmatia 

Scala sumroitatum Alpium 
Scandinav. Norden . . . 

Schdnbrunn 

Schwaben 

Schwarzwald, Rauhe Alp, Oden- 

wald 

Schweden 

Senegal und Gambia . . . 

Seres Lenca 

S. Severin 

Sinai, Arabia Petraea . . 

Slaven 

Sudan und Niger .... 

Sprache 

Sunda Gruppe 

„ Inseln 

Syria 

Tacitus 

Taprobane, Buddha . . . 
Tartarus Vulcane .... 

Thebais 

Theocrit 

Thucydides 

Thuringi, Saxon., Dani. . . 

Topes 

Topik 

Tiibet 

Troas . 

Turkistan 

Ungarn 

Ural 

Varia 2 

Vegetatio 8 

Ventor 2 

Vinum 1 

Vogesen 2 

Wald 1 

Weichsel 1 

Weisskunig und Thewerdank 1 

Weser . . 1 

380 



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93 



voll. 

Transport 380 



Zigeuner 1 

Zoologie .... . ._ . 3 

384 

voll. 

Africa 3 

Asia 3 

Alte Welt ...... 3 

Australian und Afrika . . 1 

Chemie 1 

Erdkunde ....... 10 

Europa, Mittel-* und Ost- . 6 

Germania vor a. 1000 — jetzt 3 
Neuere Geschichte 1443 — 

1700 1 

Graecia antiqua . . . . . 2 

33 



voll. 

Transport 384 

Dazu 

Varia ohne besondere T itel ca. 50 
Voll. in 4. ~434 



voll. 

Transport 33 
Griechen v. Perserkrieg-Alex. 
Romer bis Augustus 
Romische Kaiser bis Odoacher 3 
A. v. Humboldt 1827/28 . . 1 
18. Jahrhunderl bis 1826 . 1 



Italia antiqua 3 

Mineralogie 1 

Miltelalter 3 

Palaestina 2 

Statistik 3 



Voll. in 8. 50 



B. Collectanea in 8 1 



C. 4 grosse Folio-Cartons mit Ausarbeilungen von Kilter's Hand, 
dabei sammtliche Original-Schriftsliicke derReise von 
Richardson, Overweg und Barth. Wetzstein's Reise nach dem 
Hauran ira Original. Briefe von Bunsen, E. Vogel, Pauli, 
Humboldt, Graf Schlieffen (iiber seine Reise nach Indien), 
Richardson, Neade, Sturz, Graf Liittichau, Comte Karacsay, 
Prof. Stuhr. Der ganze handschriftliche Nachlass des beriihmten 
Kartenzeichners J. L. Grimm etc. etc. 

1 gross Folio-Carton enthaltend einen vollslSndigen Apparat zur 

Reise von Marco Polo von der Haud des Mitgliedes der Berl. 
Akademie Professor Horkel. Von grosser Wichtigkeit und 
noch unedirt. 

Correspondenz des Major Rennell an Joseph v. Hammer in Origi- 
nalbriefen. 

2 grosse Folio-Cartons enthaltend den ganzen lilterarischen Nach- 

lass des Consuls E. G. Schulz in Jerusalem, bestehend aus 
dessen Notizbiichern , Abschriften von Handschriften zur Ge- 
schichte der Kreuzziige, Karten und Aufnahmen des gelobten 
Landes etc. etc. Von grosser Wichtigkeit. 
Vorslehend aufgeftihrte Collectaneen umfassen den vol 1 stein - 
digen schriftlichen Nachlass des Professors Dr. Carl Ritter. Sie 
befinden sich in Papp-Mappen von 1 bis 3 Zoll Starke und enU 
halten Ausarbeilungen von seiner eigenen Hand, Originalbriefe 
von Reisenden, Einzeldrucke die nichl in den Handel kamen, Aus- 
schnitle aus Zeitungen etc. etc. auf Reisen, Natur- und Vdlker- 



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94 



knnde beziiglich , eine sehr wichtige Originalcorrespondenz von 
A. v. Humboldt an Ritter, eine dergleichen von E. Robinson iiber 
seine Reisen in Palaestina. Sehr ausgedehnt sind die Original- 
briefe verschiedener Missionaire and Reisenden, die den ver- 
schiedenen BMnden am betreffenden Platze beigelegt sind ; so aocb 
die Originalberichte beriihmter Reisender, wie Tchihatcheff, Barth, 
Vogel, M. Wagner, W. Krafft, Tobler, Major Lloyd, Haossmann, 
Russegger, G. E. Day, Hammer-Purgstall , Stone, Prinsep, C. 0. 
Mailer, C. F. Neumann, K. Koch, C. Scherzer, J. G. Kohl, E. G. 
Squier, P. v. Kbppen, Basiner, Bacr, Helmersen, Mahlmann, H. 
MUller, Kiepert, Woronzow, Semenow, Ermann, Beke, Minutoli, 
H. Schlagintweit, A. Schlagintwcit, Sturz, Bonpland, L. v. Buch, 
Martius, J. D. Hooker, Krapf, Halleur, Bialloblotzky, Abich, Mur- 
chison, J. Yates, Dove, Bleek, Karacsay, GUtzlaff, Lepsius, Linth- 
Escher, Petermann, Burmeister, R. Schomburgk, G. Engelmann, 
Parthey, Chesney, Woodbridge, Lymann, Collmann, G. Rosen, 
Blasius, Mouat (in Calcutta), Haug, Mouravieff etc. 

D. Ein vollstfindiges Exemplar von Rilter's Erdkunde, des Ver- 
fassers Hand-Exemplar, mit zahlreichen Correcturen, Nach- 
trfigen and daraaf beziiglichen Briefen, welche in die be- 
treffenden BMnde eingelegt sind. 

E. Bd. 2, 3, 4, 6 desselben Baches, Exemplar des Professors 
Ideler, mit zahlreichen Correcturen von dessen Hand. 

F. Eine grosse Anzahl (iiber 1000) Originalbriefe an Ritter von 
den ersten Koryph&en der Wissenschaft, darunter mehrere 
hundert von A. v. Humboldt. 

3F. ©• WPeigel, Buchhdndler in Leipzig. 



Uebersf cht der nenesten Utterator. 



DEUTSCHL AND. 

Baar, Prof. Dr. Gust., Geschichte der alttestamentlichen Weissagung. 

1. Thl. Die Vorgeschichte der alttestamentl. Weissagg. gr. 8. (X u. 
420 S.) Giessen. geh. n. 2% Thlr. 

Bopp, Frz., kritische Grammalik der Sanskrita-Sprache in kurzerer Fas- 
sung. 3., umgearb. u. verm. Ausg. 1. Halfle. gr. 8. (192 S.) Berlin, 
geh. n. 1% Thlr. 

Emmlnghaus , Dr. C. B. Arwed, die schweizerische Volkswirthschaft. 

2. (Schluss-)Bd. : Der schweizerische Handel u. die Giiteranwenduog 
in der Schweiz. gr.8. (VIII u. 389 S.) Leipzig, geh. (a) n. 1% Thlr. 

Ew&ld, Heinr., sprachwissenschaflliche Abhandlungen. 1. Abhandluog ub. 

den bau der lhatwdrter im Koptischen. [Aus den Abhandlgn. d. K. 

Ges. d. Wiss. zu Gottingen.] gr. 4. (65 S.) GSttingen. geh. n. %Thlr. 
Pontes re rum austriacarum. Oesterreichische Geschichts-Qaellen. Hrsg. 

v. der histor. Commission der k. Akademie dor Wissenschaften in 



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95 

Wieo. 2. Abth. Diplomataria et acta. 19. Bd. Lex.-8. Wien 1859. 

geh. o. 1 Thlr. 16 N*r. (1, 1. 2. II, 1—20.: n. 37 Thlr. 28 Ngr. 
Inhalt: Quellen zur beschichte der Bdhmischen Bruder vornehm- 
lich ihren Zusammeuhang in. Deutschland betr. Veroffentlich 
v. AnL Gtndelu. (460 S.) 
Freytag, Prof. Dr. G. W., Einleilung in das Studium der Arabischen 

Sprache bis Mohammed u. zum Theil spater zum allgemeinen Ge- 

brauche auch f. die, welche nicht Hebraisch u. Arabisch treibeo. 

jr. 8. (XII u. 511 S.) Bonn. geh. u. 3% Thlr. 

Ffirstenberg, M. H. F., die Kratzmilben der Menschen u. Thiere. Mil 15 

lith. Taf., 10 Umrissfig. (in Holzschn.) a. 3 (eiogedr.) Holzscbn. Fol. 

(V u. 240 S.) Leipzig, cart. n. 16 Thlr. 

tiraesse, Bibliothecaire Dir. Jean Geo. Thdr., Tresor de livres rares et 

precieux ou nouveau dictionnaire bibliographique. Livr. 13. gr. 4. 

(Tome III. S. 1—96.) Dresden, geh. (a) n. 2 Thlr. 

Hellaorff, General-Major z. D. Frhr. v., aus dem Leben des kaiserlich 

russischen Generals der Infanterie Prinzen Eugen v. Wurttemberg, 

aus dessen eigenhand. Aufzeichngn. so wie aus dem schriftl. Nach- 

lass seiner Adjutanten gesammelt a. hrsg. 1. Thl. gr. B. (Y u. 160 S.) 

Berlin, geh. n. i% Thlr* 

Huber, Prof Dr. Jobs., Johannes Scotus Exigena. Ein Beitrag zur Ge- 

schichte der Philosophie u. Theologie ira Mitlelalter. gr. 8. (XV n. 

443 S.) Munchen. geh. 3 Thlr. 

Jaba, Otto, die Lauersforter Phalerae erlautert Fest-Programm zu Win- 

ckelmanns Gebartstage am 9. Decbr. 1860. Hrsg. v. dem Vorslande 

d. Vereins v. Alterthumsfreunden in den Rheinlanden. lmp.-4. (28 S. 

m. 1 Kpfr.- u. 2 Steintaf ) Bonn 1860. geh. n. 1% Thlr. 

Kef er stein, Prof Dr. Wilh. , u. Ernst Ehlers, zoologische Beitrage ge- 
sammelt im Winter 1859/60 in Neapel u. Messina. Mit 15 Kpfrtaf. 

gr. 4. (YI u. 112 S.) Leipzig, geh. n. 8 Thlr. 

KffUiker, Prof. Alb., Entwicklungsgeschichte d. Menschen u. der hdheren 

Thiere. Akademische YortrSge. Mit Fig. in (eingedr.) Holzschn. 

2. Halite. Lex.-8. (IV S. a. S. 209—468.) Leipzig, geh. n. 2 Thlr. 

(cplt. : n. 3% Thlr.) 

KakalJeTlc , Jos., alitor Bassani de Sacchi, Jura regni Croatiae, 
Dalmaliae et Slavoniae. Cum privilegiis, libertatibus , articulis et 
constitutionibus diaelarum sou generalium congregationum ejusdein 
regni, ac constitutionibus diaetarum seu comitiorum regni Hungariae, 
idem socium regnum spectantibus, ex corpore juris Hungarici ex- 
cerptis. 3 Tomi. hoch 4. (Tom. I. fasc. 1. VII u. 160 S ) Agram. 
geh. n. 2% Thlr. 

Hichaells, Dr. G., Bericht ub. Moon's Blindenschrift. Mit e. Druckprobe. 
ffr. 8. (62 S.) Berlin, pen. n % Thlr. 

Ratoke, Heinr, Entwickelungsgeschichte der Wirbelthiere. Mit e. Vor- 
wort v. A. KdMker. Lex.-8. (IX u. 201 S.) Leipzig, gen. n. 2 Thlr. 

Remling, Domcapit. geistl. R. Dr. F. X., der Speyerer Bom, zunSchst 
ub. dessen Bau, Begabung, Weihe unter den Saliern. Eine Denk- 
schrift zur Feier seiner 800jahr. Weihe. [Mit e. lith. Beigabe (in 
qu. Fol.)] gr. 8. (VI u. 210 S.) Mainz, geh. n. 26 Ngr. 

Rieger, Max, alt- u. angelsachsisches Lesebuch nebst allfriesischeu Stu- 
cken. Mit e. Worlerbuche. Lex.-8. (XXVIII u. 353 S.) Gessen. 
geh. n. 2% Thlr. 

Roscher, Wilh., System der Volkswirthschaft. Ein Hand- u. Lesebuch f. 
Geschaftsmanner u. Studierende. 1. Bd. A. u. d. T. : Die Grundlagen 
der Nationalokonomie. 4., verm. u. verb. Aufl. gr. 8. (XI u. 580 S.) 
Stuttgart, geh. n. 3 Thlr. 

Vermebren, Konr., die Autorschaft der dem Aristotoles zugeschriebenen 
Scbrift : JTtQi Etvoipavovg, ntgl Zrjvavog, negl ro^yCov. Eine phi— 
losophisch-krit. Untersuchg. gr. 8. (44 S.) Jena. geh. y 4 Thlr. 



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96 



Walewski, Prof. Ant. v., Geschichte Leopold's I. a. der hi. Ligue. 165? 
— 1700. Nach ungear. Urknnden. 2. Thl. 1. Abth. gr. 8. (L1V u. 
568 S.) Krakau. (Wien.) geh. n. 3 Thlr. (I— H, l. : n. 8^4 Thlr.) 



ENGLAND. 

Buckle (Henry Thomas) — History of Civilisation in England. Vol. % 
8vo. pp. 610, cloth. 16s. 

Tonche (V.) — Hand-Book of Initial Letlres and Borders : a Series of 
Twenty-five Plates from the Sixth to the Sixteenth Century. Post 
8vo. sewed. 2s. 6d. 



A n z e I g e. 



Bei Tendler & Comp. in Wien (Polzelberger ♦ From me) 
isl soeben in Commission erschienen und in alien Buchhandlungea 
zu haben: 

Des 

Olmutzer Bischofes 

Stanislaus Pawlowski 

Gesandtschaftsreisen nach Polen 
aus Anlass der Konigswahl nach dem Ableben Stanislaus I. 
(1587 — 1598.) 

Nach 

den handschrifllichen Quellen des k. k. geh. Haus-, Hof- und Staats- 
Archivs zu Wien und des Olmutzer furslerzbischofl. Archivs zu Kremsier, 

bearbeitet 
von 

Kduard Kdler ?«n layer, 

Olmutzer F. E. Arcbivar und Bibliothekar etc. etc. 



Preis : 3 Thlr. 10 Sgr. 



Veranlwortlicher Redacteur: Dr. R. Naumann. 
Verleger: T. 0. Weigei Druck von C. P. Mefoer in Leipzig. 



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zom 



iERAPEUII. 

15. Juli. 13. 



1801. 



BibliothekordDungen etc., neueste In- and ausl&ndische Lltteratur, 

Anzeigen etc. 



Znr Besorgung aller in nachsteheoden Bibliographien verzeichnclen Biicher 
empfehle ich mich nnter Zusicbening schoellstcr und billigster Bedienung; deoen, 
welcbe mich direct mit reap. Beslellungen beehren, sichere ich die grossten Vor- 
theile zu. 

T. O. Weigel io Leipzig. 



afanuscriptenkataloge 

aus R. K. von Senckenberg's Nachlasse. 

Bekanntlich vermachte der im Jahre 1800. verstorbene Frei- 
herr Renatus Karl von Senckenberg der Universitatsbi- 
bliolbek zu Giessen seine ansehnliche Biichersammlung, die auch 
an Handschriften und Urkunden sehr reicb war. Der Oberbiblio- 
tbekar der Giessener Universilatsbibliothek Herr Prof. Dr. Adrian 
hat die Gtite gehabt, der Redaction einige Handschriftenkataloge, 
die sich unler von Senckenberg's Papieren beflnden, mitzu- 
theilen. Dieselben folgen hier in diplomatisch genauem Abdruck. 



I. 

C a t a 1 o g u s 4 

Collectorum a Camerarijs, Seculis XVI. et XVII., Manuscripto- 
rum, ad Historiam Ecclesiasticam el Polilicam, nec non ad 
Philosophiam el Rem literariam h. t. pertinentium. 

Volumen I. 

Compleclitur typos aliqvot autographos Epistolarum Lutheri 
ad Erasmum Rolerodamum et alios, plures Melanchlhonis , inter 
qvas habetur ejusdem Consilium de Concilio Tridentino, Item In- 
structio Episcopalia Principi Georgio Anhaltino, Coadjutori Mar- 
XXII. Jahrga&g. 



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i>8 

tisborgensi inscripta, item Kpislola Melanchthonis graeca ad Joasa- 
phura Palriarcham Constanlinopolitanum, adjunctis qvibusdam Epi- 
stolis Casparis Crucigeri. 

Volumen II. 

Continet Epistolas Melanchthonis manu exaratas ad Principera 
Wolffgangum Palatinum, Danielem Stibarum, Hieronymum Baum- 
gartnerum, Martinum Lutherum, inter hasce autem qvara plures, 
qvibos Lulhero fusius ralionem reddit rerum in Comitijs Augusta- 
nis Ao. MDXXX. gestarum, alias ad Ebnerum, Fridencum Abba- 
tem Sancli ^Rgidij Norimbergensera , ad Spenglerum, Raulebium, 
Georgium Sturtiadem Medicum, ad Brentium, Osiandrum, Ambro- 
sium Blaurerum, Bernhardum Ciglerum Theologum Lipsiensero, 
Vitum Theodorum, et alios : Harum qvaedam typis jam edit© sunt, 
qvaedam tamen ineditae. 

Volumen HI. 

Constat CCCXLV1I. Epislolis qvarum bene multae lectu sunt 
dignissimae, velut XI. Epistolae Lutheri, binse Eras mi Roterodami, 
altera ad Joachimum Camerarium, altera ad Melanchthonem ; item 
Epistola Huldrici Zuinglij ad Capitonem; Item Epistola Jacob* i 
Wimphelingij ad eundem. Plures Thomae et Ambrosij Blaurerorum 
fratrum, una etiam Thomae Blaureri Hebraice scripla, cum adhuc 
apud Constantienses degeret. Item XXXIII. Simonis Grynaei ad 
Joach. Camerarium. Item XXX. Epistolae maximi momenli Cas- 
paris Crucigeri ad Vitum Theodorum Norimbergensem. Item typi 
Epistolaruin Joachimi Camerarij ad Lutherum, Erasmum, Baum- 
gartnerum, Herdesianum etc. Item Epistolae autographae Joannis 
Calvini ad Melanchthonem, Ambrosium Blaurerum, el ad Albertum 
Hardenbergium, inter Epistolas Calvini editas non extantes. Item 
Epistola Urbani Rhegij Ao. MDXXIX. ad Ambrosium Blaurerum 
tunc adhuc Ecclesiae Constantiensis Pastorem. Item Epistolae Joanis 
Kesleri, Conradi Pellicani, Joachimi Vadiani, Martini Buceri, Bul- 
lingeri, Petri Marlyris, Rod. Gualteri, Wolffgangi Musculi, Frechti, 
Farelli, Sturmij, Osiandri, Tossani, Salzeri, Bezae, Zanchij, 
Pauli Eberi, Matthesij, M. Flaccij Illyrici, 0. Chytraei, Crispini, 
et aliorum. 

Volumen IV. 

Continet Epistolas CCCLXXXIII. qvarum qvam plures sunt 
gravissimi momenti, qvalis est Epistola Thomae Crameri Archi- 
Episcopi Canluariensis ad Melanchthonem de Concilio irenico 
instituendo: alia prolixa ad Melanchthonem scripta firasmi Ao. 
MDXXIV. ad eundem Epistolae Vergerij, Julij Pflugij, Justi Jonae, 
Justi Minij, Caspar. Hedionis, et Joanis a Lasco. Idem Epistolas 
L1X. Joan. Brentii, et LXVII. Erasmi Rudingeri ad Joach. Came- 



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99 



rarium sen. Epistolae VIII. Matthesij, et XLVII. Zachariae Ursini 
ad Joachimum Camerarium juniorem Medicine Doctorem, omnes 
historiam Ecclesiaslicam h: t: illustrantes , qvo etiam perlinet 
Epistola lifian: Treroelij ad Joach: Camerarium Secretarium Bi- 
pontinum de Morle Regina* Marie , et inde orta fausta Ecclesia? 
Anglicanae mutatione. Hnbetur bic eliam inedita Responsio graeca 
Exarchi Patriarrhici Constantinopolitani ad Literas, qvas Melanch- 
thon et Joach: Camerarius ad Patriarcham Joasaphum scripserant. 

Volumen V. 

Continet Epistolas CCCXXVI. inter qvas sunt XIV. Alberti 
Hardenbergij , bina3 Zachar: Ursini ad Herdesianum, autographa 
Phil: Messiaci Mornaei, Aria? Montani, Phil: Marnixij, Francisci 
Junij, Caspar: Waseri, Guilielmi Stuckij, Cardinalis Baronij, et 
aliorum manu saltern scriplorum notabilia. Alia? praeterea Epistola? 
bene multa? rerum pondere etiam comendantur. Velut IV. Davidis 
Paraei ad Festum Hommium, et ad Frideric : Dorvillaeum, V. Job : 
Drusij ad diversos , singula? Lamberti Danaei, J: L: Calandrini, 
Job: Piscatoris, Joh: Lampadij, H: A: Verderij, Mart. Lydii, 
Front: Ductei, Joh: Alb: Comitis Solmensis ad M: A: de Dominis, 
et hujus responsum, D: Salmuthi, Pitisci, Jac: Arminij, S: Gou- 
larti etc. V. Epistolae Andr: Riveti, IV. Nicolai Vedelij, binae Frid: 
Spanhemij, VII. Alberti Molineri Hungari, VI. Sixti Amamae, III. 
Joh: Buxtorffij, VII. aulographae Grilli Lucaris, in Aymonij Monu- 
mentis Rer: Germanicar: non editae, XXXIII. Epistolae Abr. Scul- 
teti ad Rittershusium , Dorvillasum, et alios, VII. Isselburgij Bre- 
mensis ad Ludovic: Camerarium, II. Epistola? P: Molinaei ad Se- 
cretarium Medioburgensem. 

Volumen VI. 

Gravidum est scriptis CXX. varijs, potissimum ad Controver- 
siam sacramenlariam, molus Crypto-Calvinisticos, et fata Formulae 
Concordiae pertinentibus. Agmen ducunt ultra triginta scripta Har- 
denbergiana, ex ipsius scrinijs, ut videtur, collecta. Item Articuli 
Torgenses Ao. M.D.LXXIV. cum notis marginalibus Esrami Rudi- 
geri. Deinde Summa Colloqvij Guilielmi Landgravij Hassiaci cum 
D. Jacobo Andrea?, et alijs Theologis Saxonicis de Libro Con- 
cordia?. Item Epistola Melanchthonis ad Philippum Landgravium 
Hassiae Anno MDLV. de Responsionibus comodis ad objectiones 
adversariorum Protestantibus inconstantiam exprobrantium etc. Acta 
varia Maximiliani II. (mperatoris in causa Religionis. Epistola 
Casimiri Com: Palat. adversus Formul: Concordia?. Documenta 
fere qvinqvaginta Cancellaria? Cassellana? ad Historiam sacramen- 
tariam speclantia, nilidissime descripta. Hem Copia Proposilio- 
num paciflcarum, qvas Legati Ecclesiarum Reformatarum Franco- 
furti Ao. MDLXXVII. congregati Landgravio Guilielmo per 0: P: 



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100 



Knibbium J: U: D: exponi corarunL Apologia germanic& scripta 
adversus Jac: Andreae Norimbergenses Calvinismi insimulanlem 
Ibidem Libellus de Jesu Chrisli Marlyre Anna Burgio, etChristoph: 
Herdesiano. etc. Agmen Documentorum horum claudit Copia fa- 
mosi Libelli germanicfe scripli, in qvo rythmis scurrilibus charts 
lusoriae Singulis Theologis Saxonibus Crypto - Calvinismi no la in- 
visis altribuuntur. 

Volumen VII. 

Exhibet Epistolas CCCXXIX. ICtorum maxlmb Seculo XVI. 
celebrium ad Joach : Camerarium sen. Inter illas numeranlur 
XXXVU. Joh: Mylij ICli Norimb. XLIV. Slramburgeri Norimb. III. 
Andr: Francki Canicziani , de Colloqvio Ralisp: MDXLI. Item 
Epistola Chrisloph: Herdesiani de Comilijs August: MDLXVI. 
IV. Epistolae Malth: Wesenbecij. XIV. Andreae Pauli ICti Dresd. 
IX. Chrisloph: Wuuslij Bambergensis. IV. Petri Wesenbecij, et 
aliae, qvibus ut plurimum de rebus domesticis agitur, interjectis 
tamen fere ubiqs novis Ecclesiasticis. 

Volumen VIII. 

Comprehendit Epistolas CCCCXX. Virorum clarorum, eoromqj 
proecipue Professorum Allorffinorum exeunle seculo XVI. ad Joach: 
Camerarium jun: M: D: et Scholarcham Norimb: scriptas. Inter 
eas eminent Epp: XXXIII. Scipionis Gentilis, CLXIX. Conr: RiU 
tershusij, LXill. Ph: Scherbij, XXlil. Nic: Taurelli, XXV. Matlhis 
Bergij, XXXVI. Joh: Praetorij, XII. Christoph: Coleri etc. pleraeq$ 
de rebus familiaribus ex curis Academicis, adspersis tamen etiam 
hinc inde novis lilerarijs et Ecclesiasticis. 

Volumen IX. 

Sislit Epistolas CCCLXXVII. ICtorum celebrioruro Seculi XVI. 
et XVII. in qvibus non solum singularia multa occurrunl de Causis 
forensibus, verum etiam nova literaria et Ecclesiastica. Notari 
merentur binae Epp: Gallic® Cujacij, totidem CI: Joach: Hopperi 
ad G: Cassandrum, XXV. Epp: Francisci Hotomanni ad Fabianum 
Burggravium a Dhona, et ad Joach: Camerarium jun: M: D: bins 
Christoph: Herdesiani, XXIII. Henr: Kellneri, s: Cellarij, VII. 
Matlh: Wesenbeckij, XVI. Georgij Kemi, XVII. Dionysii Gotbo- 
fredi, VIII. Petri Brederodij, XXII. G: M: Liogelshemij , III. B: 
Nicolai Krellij Cancellarij Electoris Saxonis. 

Volumen X. 

Complectitur Epistolas CCCXLV. in qvas VIII. Georgij Sabini 
ad Phil: Melanchlhonem Socerum, IX. Greg: Bersmanni Lips: ad 



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101 



Jachimos Camerarios palrem at fllium, LI. Joh: Caselij, prater 
doas graces omnes lalinae, ad Joach: Camerarium jun: M: D: 
Item Jac: Monavij M: f): Bpistolae CXXX. ad eundein, XXV. Joh: 
Sambuci Panonis ad eundem, XII. Reineri Reineccij Steinhemij 
ad eundem, XI. Malth»i Dresseri ad eundem, IV. Nic: Reussneri 
ad Joach: Camerarium sen: XIX. Davidis Hoeschelij Auguslani ad 
Joach: Camerarium jun: XXXVII. Pauli Schedij Melissi Franci ad 
eundem, XXII. Ioh: Rosini, qvondam Rectoris Ratispon: deinde 
Pasloris Vinariensis ad eundem, pleraqs de rebus literarijs, crilicis, 
Historicis, et Theologicis, «qj ac familiaribus. 

Volumen XI. 

Constat Rpistolis CCCXLH. qvales sunt VI. Joh : Alexandri, et 
Ludovici Brassicani ad Joach: Camerarij Sen: XXVI. Abdiae et 
Godescalci Praeteriorum ad eundem. V. Adami Caroli Consiliarij 
Regij Vienn: ad eundem. VIII. Rpp: Petri Collatini posthumi, 
germanice Kirchpuchler , Oenipanlanae Nobilitatis Didascali ad 
Eundem. XLV. Jacobi Bedrobi Argentoratensis ad Eundem. VI. 
Mich: Toxilis Argentorat: ad Joachimum Camerarium juniorem. 
XVIII. Nicol: Gerbelij ad Joach: Camerarium Sen: XLVIII. Mi- 
zylli ad eundem. XCII. Georgij Fabritij Argentorat: ad eundem. 
XV. Adami Siberi ad eund. VII. Joh: Posselij ad eund. XVII. 
Petri Lotichij Secundi ad Herdesianura, Neustetterum, Camera- 
rium seniorem. 

Volumen XII. 

Habet Epistolas CCVII. inter qvas notari merentur III. Sigis- 
mundi Tordae Geloi, Nobilis Hungari ad Joach: Camerar: sen. et 
IX. Epistolae gnecs ad Comercium epistolicum Melanchthonis cum 
Patriarcha Constantinop: pertinenles. Plures singulares ad initia 
Reformationis spectantes, velut Lazari Spengleri, Bilibaldi Pirck- 
heymeri, Andrea3 Sylvi Brugensis etc. ex Collectione Joach: Ca- 
merarii Sen. Deinde plures ad Joach: Camerarium fil: M: D. vel 
ex ejus el Ludovici fil: Collectione, velut una Tychonis Brahe, 
II. Martini Crnsij, cum Epicedio graeco in mortem Joach: Came- 
rarij Sen. III. Reineri Reineccij, II. G: Junij ad Ludovic: Came- 
rar: el Ubbon: Emmium, el Panegyris in Ludov: Camerarij Pro- 
cancellariatum Siles: autore Mart: Opilio. VII. Rpp: Joh: Paludij 
Philosophi Genev: ad Joach: Camerar: jun. VII. Joh: de Leet ad 
Jos: Scaligerum et Ludovic: item Phil: Camerarios etc. 

Volumen XIII. 

Continet Epistolas DCXCI. magnorum et clarorum virorum 
tam seculi XVI. qvam seqventis ineuntis, eorumq} praecipu& Gal- 
lorum, Italorum, Angloruro, et Scotorum prae cieteris hie servari 



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102 



merentur. CIX. Epp: Haberti Langueti, sed ex istis autographis 
jam bis k Camerarijs edit©. His adjungunlur Epp: CLXXXIII. 
Jac: Bongarsij ad Joach: Camerar: jun. item XC. Epp: Italics 
Jac: Conlareni. LXXX. Jo. Wrothi Aogli, pleroeq3 Italics et ex 
Italia script© ad Joach: Camerar: jun. X. Bonifacij misanthropi 
Marchionis Cracoviensis ad ennd. XXVII. Job: Scaligeri ad diver- 
808. V. Isaaci Casauboni ad Rittershasium et Sarrazinam etc. 
monumenta plurima hue conferri placuit, saltern ideo commen- 
danda, qvod autographa sint Personaruro Hlustrium, velut Electri- 
cis Palalinte Elisabeth©, Jacobi I. fill®, Vice-Comitis de Turrenne, 
Cosmi Medic&i Ducis Hetruri©, Rescripts Catharin© Mediae© 
Regin© Gallia?, item Gardinalis du Bellay , Cancellarij Gallici Bru- 
larti, Cardinalis Perron ij, item Pithoeorum, Puteanorum, Jac: Aug: 
Thoani, Mich: Hospitalij, Cardinalis du Fresne etc. etc. 

Voiumen XIV. 

Componilur Epistolis CCCCLVIII. magnorum et Doclornm 
Relgarum qvarum prime sunt V. gallic© Caroli Audacis Ducis 
Burgundi© manu ad Cancellarium suum Dayraeries scripts, cum 
ejusdem Rescripto de Ao. 1459. seqventes singulares Cardinalis 
Ant: Granvellani, Gall: item Augerij Busbeqvij Gall. IV. Jani 
Dons© ad Oldenbarneveldium et alios. X. Abr: Orlelij Regij Geo- 
graphi Antverp: ad Joach: Camerar: Jun. etc. LIU autographs 
Justi Lipsij. XXVII. Francisci Madij IC H Brugens: ad Joachimun 
Camerarium jun. XVII. Hugonis Blolij Bibliothecarij C©sarei ad 
eundem. XXIV. fer6 omnes metric® Caroli Utenhovij ad Wieros. 
HI. Joh: Meursij. IV. Carmina et Epp: Casp: Gevartij. V. Jani 
Gruleri ad Joach: Camerar: jun. Singulares Gerhardi Jo: Vossij, 
R. von den Honest. VI. Dan: Heinsij ad Ludovic: Camerarium. 
II. Constantini Huygen ad eundem. II. Poemata Baudij. XI. Epp: 
Alberli Joachimi Legati Belg: in Anglia ad Ludovic: Camerar. 
LXXX. Cornelij Hag© Legati Belgici in Aula Constantinop : ad 
eundem; plerseq^ Sleganographicfe scriptae, adjuncta tamen pie- 
rumqs interpretatione interlinear], etc. 

(Fortset zung folgt.) 



Uebersicht der neuesten Mtteratnr. 



DEUTSGHL AND. 

Barth, J., hohenzollernsche Chronik od. Geschichte n. Sage der hohen- 
zollernscheo Lande. Nach dem neuesten Stande der histor. For- 
schg. bearb. (In ca. 6 Lfgn.) 1 Lfg. 8. (80 S.) Sigmahngen. geh. 

n. % Thlr. 

Block, Dr. M., BevSlkerang d. franzSsischen Kaiserreichs in ihren wich- 
tigsten slatistischen VerhSltnissen dargestellt. gr. 16. (Ill u. 62 S. m. 
12 chromolith. Karten in 4.) Gotha. In engl. Eiub. n. 28 Ngr. 



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103 



Oaris, Carl Gust., zur vergleichenden Symbolik zwischen Menschen- a. 
Affen-Skelet. Mit 2 (Stein-)Taf. (in gr. Fol.) [Abdr. aus den Yer- 
handlgn. der k. L.-C. d. A.] gr. 4. (18 S.) Jena. geh. n. 1 Tblr. 

■Rdler, Dr. J. H. v., ikb. totale Sonnenfinsternisse in. besond* Beruck- 
sicht. der Finsterniss vom 18. Joli 1860. Mit 9 (chromolitb.) Taf. 
[Abdr. aus den Verhandlgn. der k. L.-C. d. A.[ gr. 4. (96 S.) Jena, 
geh. n. 4% Tblr. 

Mayer, Archivar Ed. Edler v., des Olmutzer Bischofes Stanislaus Paw- 
lowski Gesandtschaftsreisen nach Polen, aus Anlass der Kdnigswalil 
nacb dem Ableben Stefan I. [1587—1598.] Nach den handschriftl. 
Quellen d. k. k. geh. Haus-, Hof- u. Staats-Archives zu Wieu u. 
d. Olmutzer fursterxbischoff. Archives zu Kremsier bearb. Lex -b. 
(484 S. m. 2 Steintaf. in gr. 4.) Kremsier. (Wien.) geh. n. 3% Thlr. 

Pagenstecher, Doc. Dr. H. A., Beitrage zur Anatomie der Milben. 2. Hit.: 
Ixodes ricinus. Mit 2 lilh. Taf. (in Bunldr.) Fol. (Ill u. 45 S.) 
Leipzig, cart. (a) n. 2 Thlr. 

Palaeontographica Beitrage zur Naturgeschichte der Vorwelt. 7. Bd. 
Hrsg. von Hem. v. Meyer. 5. Lfg gr. 4. (S. 251—300 m. 10 Stein- 
taf. in gr. Fol. u. Imp.-Fol.) Cassel. geh. n. 8 Thlr. 

(I— VII. 5., MIL u. IX. 1.: n. 143% Thlr.) 

Paton, A. A., Researches on the Danube and the Adriatic; or, contri- 
butions to the modern history of Hungary and Transylvania, Dal- 
matia and Croatia, Servia and Bulgaria. Vol. 1. 8. (VIII u. 446 S.) 
Leipzig, geh. n. 1% Thlr. 

Rapp, Mor., das goldne Alter der deutschen Poesie. 2 Bde. gr. 8. (XII 
u. 702 S.) Tubingen, geh. 2% Thlr. 

Relae der ffsterreichischen Fregatte Novara ura die Erde, in d. J. 1657, 
1858, 1859 unter den Befehlen d. Commodore B. v. Wullerstorf- 
Urbair. 1. Bd. gr. Lex.-8. (XII u. 407 S. in. eingedr. Holzschn., 13 
Holzschntaf, in Tondr., 9 lilh. Karten, wovon 8 in Buotdr., 1 Steintaf. 
u. 1 Tab. in Lex.-8., qu. 4. u. qu. Fol.) Wien. In engl. Einb. n.3 Thlr. 

Rlehl, W. H., die deutsche Arbeit, gr. 8. (X u. 330 S.) Stuttgart, geh. 



ROber, Prof.Land-Baumstr. Frdr. Glob., Elementar-Beitrage zu Bestimmung 
d. Naturgesetzes der Gestaltung u. d. Widerstandes u. Anwendung 
dieser Beitrage auf Natur u. alte Kunstgestaliung. Nacb des Verf. 
Tode hrsg. v. Frdr. Rdber. Mit 6 lith. Taf. (in gr. Fol.) Imp.-4. (Ill 
u. 86 S.) Leipzig, geh. n. 2% Thlr. 

Schirren, C, Nachricht v. Quellen zur Geschichte Russlands, vornehm- 
lich aus schwed. Archiven u. Bibliotheken. [Aus d. Bulletin de 
l'acad. Imp. des sc.] Lex -8. (80 S.) St. Petersburg 1860. Leipzig, 
geh. n.n. % Thlr. 

Tlscfiendorf , Prof Dr. Aenolh. Frid. Const., Anecdota sacra et profana 
ex oriente et occidente allata sive nolitia codicum graecorum, ara- 
bicorum, syriacorum etc. cum excerptis multis maximain partem 
graecis et 35 scripturarum anliauissimarum exemplis. Editio repe- 
lita, emendata, aucta gr. 4. (XVI u. 242 S. m. 4 Steintaf.) Leipzig, 
cart. n. 6 Thlr. 

Uhde, Dr. C. W. F. ( lib. die Schadelform der Sandwich -Insulaner. Mit 
2 (Stein-)Taf. [Akdr. aus den Verhandlgn. der k. L.-C. d. A ] gr.4. 



Yoigt, Pastor Heinr., die Lehre d. Atbanasius v. Alexandrien od. die 
kirchl. Dogmatik d. 4. Jabrh. auf Grund der bibl. Lehre vom Logos. 
In geordoetein Zusammenhange, wie iin Kampf m. ihren harct. Ge- 
gensatzen dargeslellt. gr. 8. (XIX u. 346 S.) Bremen, geh. n. 2 Thlr. 
Wackernagel. Wilh., die Umdeutschung fremder Worter. gr. 4. (V S.) 

Basel, geh. n. 24 Ngr. 

Wagner, Jos. Maria, die Litteratur der Gauner- u. Geheim-Sprachen 
seit 1700. Kin bibliograph. Versuch. [Aus Dr. Jul. Petzholdt's „Neuer 




n. % Thlr. 



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104 

Anzeiger f. Bibliographic etc/' abgedr.] gr. 8. (30 S.) Dresdea. 
geh. n. % Thlr. 

Weber, Minist.-R. Dir. Dr. Karl v.. Aus vier Jahrhunderten. Mitlheilan- 
gen aus dem Haupt-Staatsarchive zu Dresden. Nene Folge. (In 2 
Bdn.) 1. Bd. gr. 8. (Ill u. 394 S.) Leipzig, geh. \% Thlr. 

Wossldio, Dr. P., ub. die Slruclur der Jubaea spectabilis. Eio Beilrag 
zur Anatomie der Palmen. Mit 5 (Stein-)Taf. [Abdr. aus deo Ver- 
handlgn. der k. L-C. d. A ] gr. (32 S.) Jena. geh. n. 2 Thlr. 



Anzeigen. 

lm Verlage von T. 0. WEI6EL in Leipzig ist erschieneos 

im Uebergange vom Mittelalter zur Neuzeit 

von 

Friedrich Kortilm 

und 

Carl Alex. Freiherrn von Beichlin-Meldegg, 

ordentliclien Professoren an der Universilat Heidelberg, 
gr. 8. 68 Bogen. 5 Thlr. 20 Ngr. 



liiterarlsches. 

Die Forscher auf dem afrikanischen Sprachgebiete werdeo 
darauf aufmerksam gemachl, dass der Missionar Hugo Hahn, 
Verfasser der (lurch die Berliner Academie im Jahre 1857 
herausgegebenen Grammatik und eines damit verbundenen 
Worlerbuches der Herer6sprache, gegenwartig eine erweiterte 
biblische Geschichte, zum grossen Theil genaue Ueberselzung 
einzelner Abschnilte der heil. Schrift, des A. and N. Testa- 
ments in derselben Sprache drucken lassL Es ist das Werk 
mit 150 meist sehr gulen Holzschnitten, welche zum Theil in 
den Text gedruckt sind, illuslrirt, und wird etwa 33 Bogen 
stark werden. Im Anfange Juli wird es vollstandig erschie- 
nen sein, und der Debit der fur den Buchhandel bestimmten 
Exemplare durch C. Bertelsmann in Gutersloh besorgt 
werden. 

Verantwortlicher Redacteur: Dr. R. Naumann. 
Verleger: T. 0. Weigel. Druck von C. P. Melzer in Leipzig. 



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zom 



31. Juli. 



J\? 14. 



1861. 



Blbliotbekordnttngen etc., neueste In- and ausl&ndische Litteratur, 

Anzefgen etc. 



Zur Besorgung aller in nachsteheoden Bibliograpbien verzeicbnelen Bttcher 
empfehle ich micb outer Zusicnerung schnellster and billigster Bedieaung; denen, 
welcbe micb direct mit resp. Be*tellungen beebren, gicbere ich die grossten Vor- 
tfaeile to. 



Comprehendit Epistolas CCCXLfl. inter qvas numerantur X. 
Andres Duditij Consiliarij Caesar: ad Joach: Camerar : jun. XII. 
Alexandri Fuggeri ad eund. XKl Marci Welseri ad eund., et 
ultima ad Jos: Scaligerum. LXXVIII. Jac: Aug: Monavij ad Joach: 
Camerar: jun: de rebus fatniliaribus, adspersis la men hinc inde 
novis lilerargs et Ecctesiasticis. XL1. Job: Loewenklavij ad eund. 
V. Jo. Hervagij ad Joach: Camerar: sen. Plures aliae ad eundem 
Typographorum celebrium, Cratonis Mylij, Henrici Petri, Epis- 
copij , Jo: Oporini, Henrici Stephani, Plantina, Raphelengi, et 
Moreti, Comelini. LXXVII. Hieron: Wolffij Augustani. XVIII. Jo: 
Caselij ad Joach: Camerarium jun. XLI. Davidis Hoeschelij ad 
eundem. XXIII. Greg: Bersmanni ad Joach: Camerar: sen. XII. 
Frider: Sylburgij ad Joach: Camerar: jun: et alios. XIV. Jani 
Gruteri ad Joach: Camerar: jun. el alios, aliorumq3 ad Grute- 
rum. item Copia Epislolae Antonij de Dominis ad Papam die IX 
Octobr. Ao. MDCXXI. Italic* script etc. etc. 



Continet Epistolas Wolffgangi Zindelini Constantiensis, causas 
diverstrm German!© Principnm Venetijs agentis; prhis Volumen 
XXII. Jabrgang. 



T. O. Welgel in Leipzig. 



BEanuscrlptanJutfaloffe 

aus R. K. von Senckenberg's Nachlasse. 

(Fortsetzung.) 



Volumen XV. 



Volumen XVI. et XVII. 



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106 



constituent Kpistolae CCCXLII. ab Ao. MDLXXIII. usqve ad An- 
num ejusd: seculi LXXXV1. scripts: Alteram vero Epp: CCLXV. 
ab Ao. MDLXXXVU. usqj ad Anum ejusd: seculi XCVIII. omnes 
ad Joach: Camerar: jun: M: D: Patririum et Syndicum Norim- 
berg: data? , qvibus refert, qvae ad res politicas hujus tempohs 
spectaot, pnemissis in priori lorao turn Epistola G: L. Hutteri 
de usu haruro Epp:, turn (estimonijs P. Merulae, et G: J: Vossij 
de earum Auctore. 

Volumen XVIII. 

Tradit epislolas CCLXXXVI. Conradi, Caroli, Andres Paolo- 
rum ad Joach: Camerar: jun: ejusq} filium Ludovicum, nimirum 
XIII. Conradi Pauli ab Ao. MDXCV1. usqs ad Anum MDCXXII. 
Deinde CXI!. Caroli Pauli ad Ludovic: Camerar: pleraeqj ab Ao. 
MDXCVII. ad Annum MDCXXVII. de varijs arcanis polilicis illius 
temporis, el tandem CLXI. Andres Pauli ad eundem qvamvis di- 
versis fictis nominibus tectum, ab Ao. MDCXXII. usqs a( * Anum 
MDCXXIX. germanice, latine, italic^, el gallic^ scriptas, potissi- 
mum de negolijs expulsi Regis Bohemiae Friderici Palatini. 

Volumen XIX. 

Conflciunt Epistolae CVIII. Andreae Pauli, Consiliarij t: I : 
Saxonici, ad Joach: Camerar: jun: ab Ao. MDLXXIV. usqj ad 
Anum MDXC. scripts, utplurimum Statum rerum polilicarum ex- 
hibentes, adjectis interdum no vis, lam domesticis, qvam exoticis, 
lilerarijs et alijs. 

Volumen XX. 

Complectitur Epistolas CLV. Ludovici Camerarij ad Rusdorf- 
fium, Consiliarium Electoris Palatini, Ejusq3 primo in Aula Lon- 
dinensi, posthac etiam Caesareft Legatum, ab Ao. MDCXXII. usq$ 
ad Anum ejusdem seculi XXXVII. scriptas, de rebus desperatis 
Electoris particularia multa continenles. 

Volumen XXI. 

Continel monumenta miscellanea XXXVIII. Actorum publico- 
ruin, qvorum pleraqve gravissimi sunt momenti, velut Praesagia 
astrologica Lichtcnbergeri , et Carionis ad motus Bohemicos allu- 
dentia, item excerpta ex Missalibus, et alijs Libris Pontificijs, Re- 
formalionem vel exigenlibus, vel protestanlibus, opera Joach: 
Camerarij Senioris. Item Acta Principura Palatinorum cam Ele- 
ctore Friderico III. in causa Rcligionis Item Edictum Regis 
Daniae adversum Formulam Concordia?. Item Historia Executionis 
Magnalum Bohemicorum Friderico V. faventium, et alia afftoia. 



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107 



Item scriptum typis excusum de Exaoctoratione Electoris Palatini 
Belgio&. Item Excerpta ex Literis Jacobi I. ad Generum, hujusq$ 
Responsis, gallic6, nec non varia aha motus hujus temporis spe- 
ctantia, inter qv© etiam mulla de fatis Rousselij, proditoris fa- 
mosi, et poSmata plura de negotijs ejus ©talis. 

Vol urn en XXII. 

Nihil continet praeter Indices et notas diversorum Signorum 
in qvibasdam literis volorainibns superiohbos insertis adhibitorum. 
Forma qvarta apparet hoc volumen, estqj steganographia Tritbemij 
declarata, s. Porta de occullis literarom nolis. 

Volumen XXIII. 

Epistolis constat CCXXV. Virorom clarorum et doctoram 
secoli maxime XVI. inter qvas eminent IV. Epp : Franc : Dryandri 
Hispani ad Ph: Melanchtbonem , et Joach: Camerarium sen. II. 
Mich: Rotingij ad Joach: Camerar: jun. III. Leonh: Stbckelij ad 
Phil: Melanchth. Totidem Jo. Posselij ad Joach. Camerar: sen. 
VI. Valentini Trozendorffij, et IV. Sebastiani Roesleri ad eundem. 
Bin© graecse Hordisaei et Jac: Crellij ad Joh: Langium. Singalares 
Sethi Galvisij, filmenhorstij , Cluverij, Frischlini , Taubmanni; III. 
Epp: graaecae Metrophanis Crilopuli Berrhoensis, Norimbergae et 
Altdorffij script®. Item Epistola Anonymi Camerarijs familiaris 
de iniqvis fatis Joh: Sturmij apud Argentoratenses. 

Volumen XXIV. 

Non amplius habet qvam CLXVIII. Epistolas Virorom illustrium 
secoli XVI. sed illas otplorimum selectiores, q varum prima est 
Reochlini ad Joach: Camerar: sen: Ao. 1518. scripta, altera 
Joach : Vadiani ad eundem de Codicibos Bibliothecrc Abbatis Sancto- 
Gallensis. Item Epistola Huldrici Hutteni ad Eob: Hessom. XI. 
Petri Mosellani. XXXVIII. Epp: et Schedul© Eobani Hessi. VIII. 
Pelreii Aperbachij. II. Epp: Sigism: Geloi Hongari, Demetriom 
ilium comendantis, cujus et hie Epistola habetur graeca, cujus etiam 
mentio fit in Epistola graeca Exarchi Patriarchici Vol. IV. inserta. 
Item XVII. Epp: Joh: Schegkij ad Joach: Camerarium sen. III. 
Typi Epp: Joh: Homelij, com autographo Ep: germanica3 Lazari 
a Schwend ad eundem. Item III. Petri Nigidij Marpurg : ad Joach : 
Camerar: sen. et totidem Pauli Pereeandri, nec non Cyriaci Lin- 
demanni ad eundem. 

Volumen XXV. 

Sistit l mo Tabulas Foederis inter Carolum I. Regem Anglia?, 
et Christianom IV. Regem Danias Ao. 1625. pacti. 2 do Conditiones 



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paciflcas et pacta liberam comeatam speclantia inter Reges Ao- 
gliae et Hispanis, et Isab: Claram Eugeniara Austriacam', Gallic*. 
3 tio Conditiones restiluendi Electorates auctoritate Christins Re- 
ginte Saeciae, in gratiam hsredum Friderici V. Bohemis Regis, 
Ao. 1633. 4 t0 conditiones neutralitatis & Gustavo Adolpho Reg* 
Suecis Elecfori Trevirensi indultas, sine Anno. 

Volumen XXVI. 

Coroplectitur tredecim Relationes, qvas Legati Veneti et alij, 
i Legationibus reduces, lingu& Italicft exposuerunt de moribus, 
religioue, rationeq$ status diversarum Gentium, ad qvas missi fue- 
rant, omnes seculo XVI. labente scriptas, de Germania Frid : Ba- 
do£ri, de Hispania Mich : Soriani, de Gallia Job : Correrij, de Po- 
lonia Hier: Lippomanni, de Anglia Dan: Barbari, de Sabaudia 
Franc: Da Molino, de Ferraria Job: Maris Manslessa, de Neapoli 
et de Joanne Austriaco Hieron: Lippomanni, de Convento di 
Nizza Anon) mi, de Roma et Constantinopoli Bernhardi Novagrero, 
de Venetia Legati Hispani anonymi, de Florentia Gussoni. 

Volumen XXVII. 

Conficit Historia detentionis Philippi Camerarij lC 4i , Joach: 
Camerarij sen: Filij, et Petri Rieteri in loqvisitione Romana, 
eorumq5 ex eadem liberationis Ao. 1565. aliaqs ad Fata Familis 
pertinentia. 

Volume* XXVIU. 

Constituunt scripta CXHI. germanico, latino, Italioo et Gal- 
lico Idiomale contexta, res cam Hungaris et Turcis ab Ao. 1622. 
ad Anum 1632. gestas concernentia, inter qym narratio de morte 
Sulianis Osmanni, et de Sediiionibus Ottomaniois, Italic* 1622. 
Item acta hoc tempore in Silesia etc. adjuncta his aetis est Epi- 
stola Cancellarij Ojenatirng ad Joach: Camerarium Ludovi fllium, 
qva partem Relationum Turcicarum in Usura Legati Suecioi ad 
Sultanem mittendi expetit. 

Volumen XXIX. 

Exhibet Collectanea actoruti publicormn ad res Imperil Rom : 
Gem; pertinentia, velut Acta in Comiljjs Wormatiensibus 1586. 
Dubia Camers Imperialis in Comitijs Ratisp: Ao. 1694. exposila. 
Libellus memorialis Comissariorum Imperial: ad Judicem Cameralem 
Ao. 1595. Consultatio statuum Imperij in Puncto Justitis 1644. 
Acta Deputationis extraord: Spirae coacls. 1651. Gravamina Sta- 
tuum Imperij adversus Consilium Imperials Aulicum sine Anno. 
Omnia lingu4 Germanic^ scripta. 



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109 



Volnmen XXX. 

Comprehends scripta CXIU. ex Actis Coraitiorum Imperialium 
ab Ao. 1623. ad Ann: 1636. plerumq^ collecla, feri omnia ger- 
manica, pauca tantum latina, causam exauctorati communi Austria- 
corum et Saxonum Consilio Palatini, et restitutionem Bonorum 
Rcclesiasticorum concernentia , quaedam etiam ed tendentia at & 
protectione Legum, et Tolerantift Iraperij orones religioni Palatini 
adherentes excludantur. 

Volumen XXXI. 

Collectanea continet CL1II. res Belgicas concernentia, qoa- 
tenus motibus Europe? et Bello tricennali implicitae fuerunt, ab 
Ao. potissimum 1623* ad ann: 1636. admixtis tarn en et anliqvio- 
ribus quibusdam, Jura Statuum Provinciarum anitarum illustranti- 
bus. Leguntur autem alia germanic&, alia gallicfe, alia Belgice, 
alia Latinft scripta. 

Volqmen XXXII. 

Componit descriptio Chorographica Politica, Ecclesiastica et 
militaris Provinciarum confoederataram in Belgio, cum Designa- 
tione familiarum nobilium, Academiarum, Professorum, aliorumq3 
munera publica obeuntium, item redituuro et Expensarum, nec non 
foederum cum Extehs. etc. prior Tractatus latin6 scriptus est, 
reliqva germanicfe et Belgic6, imprimis qvod ad rationes status 
bellici attinet, ab Ao. 1613. ad 1636. 

Volumen XXXni. 

Plus qvam centum scriplis plerisq$ autographfs constat ad 
Historian! arcanam oblalae et infausto omine accepts & Friderico 
V. Corona? Bohemian pertinentia, ano 1618. Inter alia hie ser- 
vantur Diaria Burgravij Achatij & Dhona ad Bohemos missi, plura 
qvibus Ludovic : Camerarius gravissime cansam suam agit adversus 
eos, qvi ipsius potissimum consilio Electionem Bohemicam acce- 
ptatam fuisse contendebant, qvod etiam testimonijs autographis 
filectoris Friderici V. et aliorum hie refutatur. Multa praeterea 
hie occurrunt Unionem Anhaltinam concernentia; Item XCVI. Epi- 
stol© arcana3 Ludov: Camerarij ad Comitem Solmensem de rebus 
Bohemicis. etc. 

Volumen XXXIV. 

Complectitur Documenta CLIV. qvorum praecipua ad ea perti- 
nent, qvaj inter Regem Bohemias Friderieum V. et Sooerum Ejus 
Regem Angliw Jacobua I. Ejusqs Filium Carolum I. gesta sunt 



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no 

ab Ao. 1619. ad Annum 1635., tam germanict, quern Gallic^ et 
Latine concepta, adjunctis alijs politicis, arcanis Instructiooibus 
pro desperatA fer& causft Palatini & Socijs nec fortiter, ncc 
feliciter adjutd. 

Volumen XXXV. 

Continet ultra LX. scripta, potissimuro res inter Rlectoren 
Palatinum, atqj Reges Angliae, Sueciae et Gallia, an is 1632. et 
duobus seqventibus agitatas concerneutia , qvorum alia Latina, 
alia Germanica, alia Gallica, alia Ilalica sunt. Agunt autem 
pleraq5 de restituto ope Suecorum Palatinatu, et de Conditionibus 
restiluendffi Electoralis Dignitatis. Additus Discursus Epistolaris 
Forslneri de Foedere Domus WurtembergicsB cum Rege Gallia 
pro Conservatione Comitatus Mombeliartici. etc 

Volumen XXXVI. 

Continet circiter CXXX1V. scripta ut plurimum Legationi Pa- 
latini in Anglia inservientia ab Ao. 1622. ad An. 1637. pleraq3 
Germanica, qvaedam tamen etiam Latina et Gallica. Inter ilia 
notari meretur Responsio Catholicorum ad 7. Qvaestiones de pace 
religiosft, et restitutione bonorum Ecclesiaslicorum. afio 1628. 
pp. 20. Varise relatione* de diversis Expeditionibus belli tricen- 
nalis, et Consilia paciftcatoria , Liter® arcana? Joachimi Camerarij 
ad Ludovicum Patrem, negociationes variae pro Restitutione Electo- 
rate Palatini. 

Volumen XXXVII. 

Constat praecipue sex scriptis Regni Sueciae arcana status 
attinentibas, qvorum primum est Tractatus pp. 30. nitide descri- 
plus, cui Titulus: Imperij Suecorum status, forma, el Constitute : 
auctoritate Senalorum etc. in Convenlu generali pacta. Holmis 
d. 29. Jun. 1634. Alterum scheda pp. 10. lingua germanica ex- 
ponens consilia pacifica slatibus Regni k Regina Christina, anlequam 
arma ponerentur, coffiendala. Ao. 1640. Tertium Explanatio du- 
biorum adversus Foedus Gallo-Suecicum. Ao. 1673. motorum, 
Germanice pp. 5. Quarturo Acta circa abdicationem Reginae Chri- 
stina; d. 15. April. 1654. idiomate Suecicd. Qvintum Excerpta 
ex peculiari Instrument de forma Regiminis Suecici. 1660. idio- 
mate Sueco. Conclusa in Comitijs Regni Suecici 1660. germ. 
Adjectic suni huic Volumini qvam plures schedule non compacts, 
in qvibus varia notata sunt in subsidium saltern memorise Col- 
lectoris. 

Volumen XXXVIII. 

Sistit scripta CCXXXVI. ad Acta publica Imperij Romano- 
Germanici referenda ab Ao. 1619. ad An. 1629. ubi Collector 



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Ill 



ipse notavit, XVI. priora docuraenla in Tomis Lundorprj I. et II. 
edita esse, qvae fere ad Gesla Ludovici Camerarij in Legatione 
Saxon ica pertinent. Reliqva Turbas hujus tempohs bellicos, et 
Consullationes varies, vel pacificas, vel factiosas, tarn Caesareo- 
rum , qvam staluum Imperij spectant. Inter alia Epistola Matlhise 
Hoe ab Hoheneck ad D. Georg. Zeemaiium, Pastorem Suevum, 
cujas Consilia de uniendis Protestantibus parum pie eludit. Germ. 
1627. it. Copia Epistola? a" Confessarid Caesared ad Jesuilam Hil- 
desianum Ao. 1628. script© de opprimendis hereticis. 

Volumen XXXIX. 

Componunt ultra LX. Paciftcationes, Transactiones, Confoe- 
derationes, diversorum Regum slatuumq5 Europse ab Ao. 1570. 
ad Ann. 1636. velut sunt Pacta inter RR. Sueciae et Daniae, turn 
com Caesare, turn inter se, diversis annis; alia inter Suecos et 
Polonos, nec non Moscovitas; Foedus Lngaro-Bohemicum. 1620. 
Pacta Hispano-Danica, Foedus Caesareo-Hispanicum adversus Pro- 
testantes. 1632. Conventio inter Ducem Aurelianensem et R. Hi- 
spa niae. 1634. Reconcilialio Gabrielis Bethleni cum Caesare. 1626. 
Tractatus Arabico-Gallicus nitidissime in Typographia Regia Paris, 
excusus pp. 46. continens conditiones foederis Ao. 1604. initi 
inter Henricum IV. et Sultanem Achraetem. Diversa Pacta nuptia- 
lia diversorum Regum et Principum. Varite Conventiones statuum 
Imperij, turn inter se, turn cum Exteris, imprimis Typis Unionis 
Electoralis, Lingua Germ. d. 28. April. 1600. conditte, ad qvam 
notalur, hoc Exemplar eo majoris momenti esse, qvod nec Limnaeo, 
nec Carpzovio, nec Goldasto innotuerit, et aperte referatur ad 
pacta Ann. 1446. 1502. et 1521. Habetur etiam hie pactum in- 
ter Fridericum Archi-Episcopum Bremensem, et Urbem Bremen- 
sem, in qva Jura Parochialia Reformatis exclusive vindicat. d. 4. 
Oct. 1639. &c. 

(Fortsetzung folgt.) 



Uebersicht der neuesten Litteratur. 



DEUTSCHL AND. 

Augustini, Aurel. , ars grammatica breviata. Editionem in Germania 
priinam et Romana integhorem apographo codicis Bruxellensis usus 
curavit Car. Frid. Weber, ut. 4. (31 S ) Marburg, geh. % Thlr. 

Beitrage zur vergleicheuden sprachforschnng auf dem Gebiete der ari- 
schen, celtischeo u. slawischen sprachen. Hrsg. v. A. Kuhn u. A. 
ScJUeicher. 3. Bd. 4 Hfle gr.e. (I. Hit. 128 S.) Berlin, a Hft. n. 1 Thlr. 

Bergm&nn, Jos , die Reichsgrafen von u. zu Hohenembs in Vorarlberg. 
Dargestellt u. beleuchtet in den Ereignissen ihrer Zeit, vom J. 1560 
bis zu lhrem ErISschen 1759. Mit Kucksicht auf die weibl. Nach- 
kommen beider Linien von 1759 — 1860. [Abdr. aus den Denkschrif- 
ten der k. Akad. d. Wiss.] gr. 4. (124 S.) Wien. n. 1% Thtr. 



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112 



Biblftothtcft aegyptiaca. Repertoriuni ub. die bis sum J. 1861 in Bezmg 

auf Aegypten, seine Geographic, Landeskunde, NaUirgeschichte etc, 
erschienenen Schriften, academ. Abhandlgn. u. Aufsaize in wissen- 
schaftl. u. anderen ZeitschriRen Von Dr. H.Jotowicz. Nebste. alpha- 
bet. Register. Suppl. I. gr. 8. (IV u. 75 S.) Leipzig, geh. n. % Tbfr. 

orientalis. Manuel de bibliographic orientate. Cent: Supplement 

du 1. vol. Litterature de 1'orient Chretien, de I'lnde, des Parsis, de 
rindo-Chine et de la Malaisie, de la Chine, du Japon. Litterature 
inantchoue, mongole et tibetaine. Tables des auleurs, des litres 
orientaux et des edi tears. Par Dr. J. Th. Zenker, gr. 8- (XV o. 



Oaesar, Jul., die Grundzuge der griechischen Rhythmik im Anschluss an 
Aristides Quintilianus erlautert. Lex.-8. (XII u. 292 S.) Marburg, 
geh. 1% Thlr. 

Contzen, Lehr. Leop., die Wanderungen der Kelleu. Histonsch-kntisck 
dargelegt Gekrfnte Preisschrift. Lex.-8. (X u. 269 S.) Leipzig, 
geh. 1 Thlr. 27% Ngr. 

Do?e, H. W., die Ergebnisse zw8lfjahriger, neon Mai taglich v. Uro. Ur. 
Lose in Crefeld angestellter Beobachlungen. [Aus d. Abhandlgn. d. 
k. Akad. d. Wiss. zu Berlin 1861.] gr. 4. (30 S. m. 4 Steintaf. in 
qo. Fol.) Berlin, cart. * n. 1 Thlr. 6 Ngr. 

Eichler, Dr. Aug. With., zur Kntwieklungsgescnichte d. Blattes m. be- 
sond. Berucksicht. der NebeaJriatt-Bilduagen. Nebst 2 (lith.) Figu- 
rentaf. (in qu. ar. 4.) gr. 8. (IV u. 60 S.) Marburg aeh. n. 12 Ngr. 
Girgensohn, Gust. Karl, Naturgeschichte der Laub- u. Lebermoose Li?-, 
Ehsl- u. Kurlands, nebst kurzer Charakterislik derjenigen Gattgn. u. 
Arten, welche in den genanuten Provinzen noch gefunden werden 
kdnntea, so wie derjenigen, welch* in den obrigen Theilen Ross- 
lands bisher aufgefunden sind. [Aus dem Archiv f. die Naturkende 
Liv-, Ehst- u. Kurlands abgedr.J Lex.-8. (488 S.) Dorpat 186a 
geh. " " n. 2% Thlr. 

Hansaen, Geh. Reg.-R. Prof. Dr. Geo., die Aufhebong der Leibeigenschaft 
u. die UmgestaHong der gutsherrhch-bfiuertichen Verhiltnwse Bber- 
aaapt in den Herzogth. Schlesvtig u. Holsteio. Gekrfnte Preisschrilt 
Lex.-8. (Ill u. 195 $.) St. Petersburg. Leipzig, geh. n.n. % Thlr. 
Eauamaun, Oberbaurath B., Albrecht Durer's Kupferstiche , Radirunaen, 
Holzschnitte u. Zeichnungen, unter besond. Berucksicht. der dazu 
verwandten Papiere a. deren Wasserzeichen. Mit 1 Holzschn. u. 8 
(Stein-)Taf. Abbildungen der Wasserzeichen. hoch 4. (Ill o. 130 S.) 



Kanitx, F., die romischen Funde in Serbien. [Mit 3 (lith.) Taf. (in Lex -8. 
u. qu. gr. 4.) [Aus den Sitzungsber. 1861 d. k. Akad. d. Wiss] 
Lex.-8. (11 S.) Wien. geh. n.n. % Thlr. 

Meumann, Karl Frdr., ostasiatische Geschichte vora ersten cktnesiechen 
Krieg bis zu den Vertragen in Peking. [1840—1860.] gr. 8. (XX u. 
532 S.) Leipzig, geh. 3% Thlr. 

RelnUcb, Dr. S. L., ub. die Namen Aegyptens in der Pharaonenzeit a. 
die chronologische Bestimmung der Aera d. Konigs Neilos. [Aus d. 
Sitzungsber. 1861 d. k. Akad. d. Wiss.] Lex.-a (40 S.) Wien. geh. 



Stampfer, P. Cdlest., Geschichte Vinstgaus wihrend der Kriegsjahre 
1796 — 1801. Mit besond. Beziehg. auf das Gericht Glurns. Mit 1 
(lith.) Karte d. Kriegsschauplatzes u. 1 (lith. u. color.) Plane d. Ge- 
fechls bei Taufers (in qu. gr. 4.) Lex.-a (VIII u. 155 S.) Bozen. 
(Innsbruck.) geh. a. 1 Talr. 



Verantworllicher Redacteur: Dr. R. Naumann. 
Verleger: 7. 0. Weigel. Druck von C. P. Melzer in Leipzig. 



616 S.) Ebd. geh. 





n. 2% Thlr. 




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15. August. 



J# 15. 



1861. 



Bibliothekordnungen etc., neneste In- and ausllndische Litteratur, 

Anxeigen etc. 



Znr Besor&ong alter in nachstehenden Bibliograpbien Yerieichneten Bilcber 
empfehle ioh mich unter Zusicherung schnellster and billigster Bedienang; denen 
welche mich direct mil reap. Bestellnngen beearen, aichere ich die grfosten Vor- 
*heile so. 



Ultra qvinqvaginta continet scripta varij generis, omnia ta- 
men ad Historiam Pacificationis Westphalia* pertinentia. Velut 
sunt Diarium arcanum Joach. Camerarij Ludov. fll. in Comitijs 
Monast. Legati Suecico - Palatini , Ann. 1C45. et seqv. pp. 121. 
Acta de causa Palatina et de Admissione Reformatorum ad Pacem 
religiosam; forraul«q5 qvam plurimae de duplici hac causa in 
Comitijs proposit*: Gravamina Klectoris Palatini adversus Caesa- 
rem de non impletis promissis 1652. Historia violent® protesta- 
tions Electoris Ejusd. adversus Legatum Bavarum in Comitijs 
Francofurtensibus ao. 1658. etc. ferfc omnia germanica. 



Exhibet Epistolas CCL. qvarura centum priores D. Streifflj 
de Lauenstein, Cousiliarij Palatini, ad Joach. Camerar. Ludov. Fil., 
nec non XVII. ali« D. Gernand. v. Frays, et CXIX. ipsius Joach. 
Camer. Lud. Fil. ad Streiffium, gallicfc script* sunt, et tandem XIV. 
alife Joh. Portmanni , Consiliarij Palatini , germanicfc ; oranes de 
Consilijs pacificis in Comitijs Westphal. agitatis ann. 1645. ad 
ann. 1647. 
XXII. Jahrgang. 



T. O. Weigel in Leipzig. 



MAnmaciiptenlCAtaloge 

aus R. K. von Senckenberg's Nachlasse. 



(Fortsetzung.) 



Volumen XL. 



Volumen XLI. 



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114 



Volumen XLII. 

Collecta retinet Documenta XIII. praeter primam de Legibus 
et Stipendijs Collegij Casimiriani latine scriptom, omnia gerroa- 
nica, et fere ad Jura Doraus Palatine, Ejusqs tarn cum Vasallis 
proprijs, qvam cum vicinis Juliacensibus, Wormatiensibus, Spi- 
rensibus, Moguntinis, Lotharingis etc. controversias pertinentia, 
inter qu» diversa Response lC toram et Pacta ab Ao. 1611. ad 
1669. excepto Privilegio Electoral! circa res tutelares, Casten- 
Voiglheye, ann. 1520. 

Volumen XLIII. 

Constituunt fere XXIV. Documenta, statum prtecipu6 Politi- 
cum Palatioatus utriusq5 Rheni et Bavariae concernentia : velut 
Chorographia Palalinatus utriusq5 lat. et germ. pp. 9. Designalio 
Praefecturarum, oppidorum et Coenobiorum Palatinatus superioris 
pp. 35. germ. Item Acta inter Comitem Palatinum Electorem 
Ludovicum et Nobiles germ. pp. 83. Status utriusqj Palatinatus * 
tempore belli gal), pp. 2. Varia de Palatinatu Bavar. germ. pp. 
21. Descriptio Coenobij Franckenthalensis pp. 5. Inter plurima 
alia ejusdem generis notanda sunt Excerpta ex Uistoria Palatina 
absoluta. germ, et alia, qvibus Jura Principum Palatinorum Ilia— 
strantur. 

Volumen XLIV. 

Continet Documenta Historic Ecclesiastics inservientia eaq5 
gravissima; qvorum fere XX. diverse classes numerari possunl! 
velut Henrici Altingij Narratio Historica de Ecclesijs Palatinis 
usq5 ad tempora Casimiri. Varia & Ludovico Camerario collecta, 
Historiam Eccles. Palat. illustrantia. Varia Theologorum Anglo- 
rum, Gallorum, Germanorum. etc. Consilia ad Unionem Prote- 
stantium promovendam. Varia de Disciplina Ecclesiastica agentia, 
imprimis etiam Canones Discipline Ecclesiastics Reform, in Gal- 
lia. Gallice, adjunctis propositionibus reuniendarum illarum Eccle- 
siarum cum Catholicis, sine Anno. Qvfedara de Liturgia et fide 
iEthiopum. Anecdota qvaedam de controversijs Electori Palat. 
Friderico III. motis. etc. 

Volumen XLV. 

A Collectore Tomus secundus inscribitur rerum ad Historiam 
Electoris Colon. Gebbardi, Ejusq5 Successoris Ernesti Bavari 
pertinentium, nec tamen in integra Collectione horum MSSC. alius 
Tomus habetur hocce prior. Fieri autem potest, ut unicorn et 
singulare hoc Volumen ex secundo qvodam Tomo alius Colle- 
ctionis descriplum sit: constat plerumqs apographis molimina lam 
eorura, qvi i partibus Gebhardr, qvam eorum, qvi a parlibus 
Ernesti stabant, detegentia. ab An. 1578. ad An. 1586. 



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IIS 

Volomen XLVI. 

Continet XII. Programata vel orationes Acaderoicas, vel Prae- 
fationes Joach. Camerarij Senioris, adjuncts Designatione omnium 
Librorum ab Ao. 1524. ad An. 1574. ejus oper& editorum, Item 
Epistolis diversorum doctorum ad Eundem, oec non fragmentis et 
formis Literarum Laur. Staiberi Norimb. h. t. Joach. Camerario 
scribe locd utentis, ad Regem Anglie Henric. VIII. Ejusqve 
Ministros. etc. Accedunt etiam IV. aliae Orationes Academicae D. 
Phil. Schirbij, et Ludov. Camerarij. 

Volumen XLVII. 

Gomprehendit ultra LXXX. scripta de rebus gestis in Comi- 
tijs Imperialibus , tarn Francofurtensibus , quam Wormatiensibus 
an. 1633. usq5 ad an. 1635. fere omnia germanica, acta inter 
Axelium Oxenstiern et Legatos Principum confoederatorum, qvibus 
Rex Galliae auxilium presens promisit 

Volumen XLV1II. 

Congesta habet alia Documenta Politica ad Statum Imperij 
Romano-Germanici, motusq3 bellicos An. 1632. 33. 34. potissi- 
mum pertinentia, ultra LXXX. Inter alia varia Acta in Conven- 
tibus Heilbrunnse, Francofurti, Halberstadij coactis, de uniendis 
Protestantibus, de Neutralitate Principi Neoburgico concessa, de 
Contributionibus ad sumlus Belli ferendos. etc. 

Volumen XLIX. 

Lingua germanicA exhibet Codices XXXVI. in serie sese in- 
seqventes, omnes completos, et nitide satis descriptos, exceplis 
prioribus duobus folijs ex parte mancis. Referuntur autem istis 
in Codicibus totidem sessiones, s. Protocolla in Comitijs Osna- 
brugensibus Ao. 1646. et seqvente; ubi folia aliqratenus lacera 
nil praeter praeliminaria ceremonialia spectant. 

Volumen L. 

Constat Epistolis CCCXXIII. pluribus Principis Nassarij, qvi- 
busdam Salvij, plerisq5 Meisterlini, iisq5 germanice scriptis ple- 
risq5 ad Ludovic. Caraerariam, potissimum de Juribus Palatinis 
et Consilijs paciflcis in Congressu Westphalico agitatis, ab Ao. 
1622. ad An. 1650. Uistoriae hujus temporis non exiguam lucem 
afferentibus. 

Volumen LI. 

Complectitur Epistolas CCCCXLI. diversorum Virorum docto- 
rum et illustrium , imprimis Schwallenbergij , Curlij , Colladonis, 



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116 



Calandrini, G. Hottonis, Spanhemij, Godofredi, aliorumqs adJoach. 
Camerarium Ladovici Ahum ab Ao. 1627. usq5 ad An. 1686. de 
rebus literarijs, Theologicis, et Politico, praemisso Catalogo do- 
ctorum Nobilium. 

Volumen LII. 

Conflciunt turn CIV. Epistolae latinae, qvarum sunt XXV. Va- 
riorum XVI, Esromi Rudigeri ad Joach. Camerarium Medic. Doctor. 
Joach. fll. et LXIII. variorum ad Ludovicum Camerar. et Joachi- 
mura Ludov. fll. turn diversa documenta ad Historian) Vita? Joach. 
Camerarij sen. facientia; Item Elogia Doctorum de utroqve Ca- 
merario, Patre et Filio, omnia latinfe, exceptis paucis, in qvibus 
autographum germanicum Imperatoris Maximiliani II. ad Joacb. 
Camerar. ao. 1568. eum Vienam accersentis. 

Volumen LIU. 

Constituunt ultra CXX. Epistolae germanice Camerariorum, 
Ludovici et Joachimi Ludov. fll. autographae ab Ao. 1622 — 1650. 
qvarum pnecipuae sunt XXXV111. farailiares, sed maximi moroenti, 
qvam Ludovicus Camerar. Alio Joachimo scripsit ab Ao. 1639. ad 
an. 1643. cum hie Legati Suecico - Palatini munus obiret in Co- 
mitijs Westphalicis, et XXV. Joachimi Camerarij ad Ludovic. pa- 
trem ab Ao. 1641. ad Ao. 1650. 

Volumen LIV. 

Congregat adversaria varij generis Ludovici Camerarij, velot 
fasciculum Excerptorum et Schedules fugitivas absqve ordine con- 
jectorum, et observationum miscellanearum tarn politioarum, qvam 
Theologicarum ; Fragmentum admonitionis ad Reges et Principes de 
cavendis fraudibus Curiaa Roman*: Ludov. Camerarij Consilium 
juridicum in causa Frider. Dorvilij Rei, et Gerr. Dyckmanni Acto- 
ris. Item Metamorphosis Europsa, s. Traclatus de meluenda Mo- 
narchia universali Domus Austriacae. Ann. 1627. scriptus. 

Volumen LV. 

Continet seripta CLXXX, qva3 negotia Suecico - Belgica Lu- 
dovico Camerario ab Ao. 1624. ad An. 1645. commissa concer- 
nunt, tam de Tractatibus et foederibus inter Suecos, Belgas, et 
Danos, qvam de Consilijs pacificalorijs, ubi non paucae occurrunt 
Liter® manu Regis Gustavi Adolphi signal®, plura autographa 
Cancellarij Oxenstiernij , plurima Senatorum et Comitum Regni 
Sueciae Tutorum tempore Christina?, qvaedam Principis Palatini 
Caroli Gustavi, nonnulla Legatorum Gallicorum cum Responsis, re- 
latioriibus, instructionibus Ladovici Camerarij, et formulis foe- 
derum etc. 



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117 



Voluraen LVI. 

Componilur Epistolis arcanis CCXXX. plera?q$ Cancellarij 
Axel. Oxenstiernij ad Ludovio. Camerariora , alia3 Regis Gustavi 
Adolphi, Friderici V. Regis Bohem. Electoris Palatini, qvorum 
authoritate Ludov. Camerarius Legati munere functus est apud Bel- 
gas. Alia latine, alia et pleraq5 germanice scripta ab Ao. 1623. 
ad An. 1632. 

Voluraen LV1I. 

Conslituunt fasciculi VI. rniscellaneorum publicorum latinorum 
varij gravisstmiqj argument! , secundum sehem Chronologicam, 
qvanlum fieri petuit, digestorum. Talia sunt in fasciculo I.) Va- 
ticinia de successoribus in sede Roman& inde k Concilio Constan- 
tiensi 1422. Item octo articuli propositi, deliberate et conclusi 
in Concilio Turonensi Ao. 1510. de Jure Principum adversus Pa- 
pain. Typus mandatorum, qv« ordines Imperij Joachimo Came- 
rario cum Comite Mansfeldenst ad Ca3sarem ablegato mandaverant 
1629. Oratio Legati Lotharingici coram Sixto V. ao. 1589. ha- 
bita etc. Fasciculus II.) Archi-Ducum Austria; cenfoederatio adv. 
Rodolphum II. Rempubl. nimis negligentem Ao. 1606. Consultatio 
de modis Principes Lutheranos ad Ecclesiam reducendi in 4. pp. 
17. scriptum Ao. 1644. Rom& allatum. Exemplar Kpistolae Sa- 
tyrica3 Cardinalium ad Schmidlinum Suevum Papatum in Germania 
ambientem. 1589. Varia arcana politica, Satyrica. Fasciculus III.) 
varia scripta, qvibus Gustavum Adolphum alij k bello dehortati, 
alij ad bellum hortati sunt ann. 1630. ss. notari etiam meretur 
fragmentum Epistolse, qva Hugo Grotius fratri refert, jrvid Ao. 
1635. cum eo egerint Pastores Parisini, ut ad S. Gomunionem 
eum allicerent. Varia de Restitutione Electoratus Palatini. Fasci- 
culus IV.) qvinquaginta scripta de rebus in Congressu Pacifica- 
torio Westphal. gestis, imprimis in caus& Palatine. Inter alia 
qveedam de Religione Salmasij. Fasciculus V.) qvsedam de Chri- 
stiano, Duce Megapolitano, apud Protestantes solutionem Conjugij 
cum Consanguine^ frustra qvcerente, et ob probatum k Pontifice 
divortium ad Ecclesiam Romanam transeunte Ao. 1664. qvaedam 
de abdicatione et Conversione Reginaa Christina;, de rebus galli- 
cis etc. it: Insoriptio Templi Concordi® k Carolo Ludovico Ele- 
ctore Palat. exstructo Ao. 1678. Fasciculus VI.) varia de Pro- 
ditione Argentoratensi, de Propositionibus Cleri Gallici 1682. de 
rebus Polonicis, de obsidione Viennensi, de rebus Palatinis etc 

Volumen LVIII. 

Continet Acta miscellanea CVUI. tam antiqva pauca, qvam 
recentiora Germanica, Gallica, Italica, Belgica, Hispanica et An- 
glica, ad Jus publicum et Ecclesiasticum qvodammodo pertinentia. 
Qvalia sunt: Confoederatio qvatuor Electorum Circuli Rhenani. 



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118 



ann. 1492. germ. Tituli authentic! de Potestate Caesaris in rebus 
Ecclesiasticis k tempore Caroli M. usq5 ad Maxirail. I. Copia 
Responsi M. Lutheri et sociorum de Jure Religionem arrois de- 
fendendi. 1530. Aota Theologorum Saxon, cum Anabaptistis. M. 
Voegelini Apologia pro Doctrina Melanchthonis Satyrs de de- 
sert 6 k Protestantibus Gebhardo Electore Colon. Acta Venetorom 
cum Pauld V. PapA. Epistola gallica Cardinal. Ricbelij ad Electo- 
rem Saxon, k Conspiratione cum Austriacis adversus Palatinom 
eum dehortantis. Acta de Successione Juliacensi. Variae relationes 
de bello tricennali. Responsum Ven. Claudij ad Admonittonem 
Cleri Gallicani. 1682. Fragmentum Consultationis propositi in 
Congregatione de propaganda fide 1627. adversus Patriarchal 
Cyrillum Lucarim Italic^. Vaticinia de Regibus Anglias k Henrico 
VIII. usqs ad Carolum I. etc etc. 

Volumen LIX. 

Qvinque fascioulis comprehendit Acta CCLXV. miscellanea 
potissimum publica de Anis 1635. Germanica, Gallica, Hispanica, 
Italica, Belgica Uorum fasciculus V.) exhibet, quae maxim& ad 
statum belli anni 1631. pertinent. Fascic. II.) res ani seqventis, 
interqs eas relatio de Colloqvio Gustavi Adolpbi cum Rege Bo- 
hernias, _coram qvo Principibus qvibusdam proditaro Caasari cau- 
sam comunem exprobrat. Item relatio de infausto praelio Lucensi, 
qvo inleriit Rex Sueciae. Fasciculus III.) relationes de statu belli 
ann. 1634. Tabula foederis Regis GalliaB cum Principibus Ger- 
manise, gallic^. Item relatio Belgica de rebus Brasilia?. Fascic 
IV.) de rebus bellicis ejusd. anni, pra3cipu6 in Palatinatu, et ad- 
huc de morte Gustavi Adolphi. Fascic. V.) de neutralitate Hel- 
vetiorum, gallic^, de pace inita inter Saxonem et Caesarem 1635. 
Suma Actorum cum Anabaptistis Monasteriensibus 1534. etc. 

Volumen LX. 

Quatuor fasciculis includit Acta miscellanea CCXXIIX. de 
Annis 1636. usq3 ad Ann. 1639. Fascic. I.) variae relationes de 
rebus bellicis, germanicfe et Belgice scriptae; Item de reditu Cy- 
rilli ad Constantinopolitanos d. 7. Aug. 1636. german. Fascic 
II.) Relationes belgicaB, Hispanic®, et germanicae de statu belli 
Ann. 1637. Fascic. III.) Relationes et acta varia politica et bel- 
lica Ann. 1637. item status et reditus Cleri Gallicani b. I Fascic. 
IV.) Acta de rebus politicis, bellicis, et Ecclesiasticis Ann* 1639. 
Item Excerpta ex Literis philosophies gallicis Cartesii ad ElectrU 
cem Palatinam Elisabetham. 

(Fortsetzong folgt.) 



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119 

Uebereicht der neueaten Utteratar. 



DEOTSCHL AND. 



Abhandlnngen der kdnigl. SSchsischen Gesellschaft der Wissenscbaften. 



Inhalt: VII. Abhandlungen der mathematisch-physischen Classe. 
5. Bd. Mit 30 (lith.) Taf. (VI u. 760 S.) — VIII. Abhandluo- 
gen der philologiscb-historischen Classe. Mit 8 Taf., (wovon 
1 lith. 6 chromolith. a. 1 in Kpfrst. in gr. 4. u. Fol.) (Xl\ u. 
760 S.) 

Aken, A. F., die Grundzuge der Lebre v. Tern pus u. Modos im Griechi- 
schen historisch u. vergleichend dargestellt. gr. 8. (XXIV u. 260 S.) 
Rostock, geh. " n. 1% Thlr. 

Bachofen, Appell.-R. J. J., das Mutterrecht. Eine Untersuchg. ub. die 
Gynaikokratie der alten Welt nach ihrer religiosen u. rechtl. Natur. 
Mit 9 Steindrtaf. (in gr. 4. u. qu. Imp -Fol.) u. e. ausfubrl. Sach- 
register. gr. 4. (XL u. 435 S.) Stuttgart, geb. 4% Thlr. 

Banmgaertner, Dr. Jul. der Athmungsprocess im Ki. sr. 8. (VI u. 118 
S. m. 2 Steintaf. in qu. 4. u. qu. gr. Fol.) Freiburg im Br. gch. 



Baeyer, Generallieut z. D. J. J., uber die Gr6sse u. Figur der Erde. 

Eine Denkschrift zur Begrundg. e. mittel-europaischen Gradmessg. 

nebst e. (lith.) Uebersichtekarte (in gr. Fol.) gr. 8. (VIII u 111 S.) 

Berlin, geh. % Thlr. 

Berlchte ub. die Verhandlungen der Kdnigl. Sachs. Gesellschaft der Wis- 

senschaften zu Leipzig. Mathematisch -physische Classe. 12. Bd. 

(od. Jahrg.) 1860. III. (Hit) Mit 1 (chromolith.) Taf. (in 4.) gr. 8. 

IX S. u. S. 175—232. Schluss.) Leipzig. (a Hft.) n. % Thlr. 
dieselben. Pbilologisch-historische Classe. 13. Bd. (od. Jahrg.) 1861. 

1. Hft. Mit 2 (lith.) Taf. gr. 8. (X u. 74 S.) Ebd. n. % Thlr. 

Gaesarls, C. Jul., de bello Gallico libri septem cum libro octavo A. 

Hirtii. Recensuit, codices contulit, commentationibus instruct Dr. 

Andr. Frigell. Vol. I., Vol. II. Pars 1. et Vol III. Pars 1. gr. 8. 

(XIX u. 341 S.) Upsalae. (Berlin.) geh. n. 1% Thlr. 

Giceronis, M. Tullii, orationes selectae duodecim. Quarlum recognovit 

et praefatus est Dr. Jo. Nicol. Madvig. 12. (XXXI u. 228 S.) Hauniae 

1858. (Berlin.) baar n, 1% Thlr. 

Clement, Charles, Michel- Ange, Leonard de Vinci, Raphael, avec une 

etude sur Tart en Italie avant le XVI. siecle et de catalogues rai- 

sonnes historiques et bibliographiques. gr. 12. (403 S.) Leipzig. 

geh. n. 1% Thlr. 

Flcker, Jul , das deutsche Kaiserreich in seinen universalen u. nationa- 

len Beziehungen. Vorlesungen gehalten im Ferdinandeum zu Inns- 
bruck, gr. 8. (IV u. 183 S.) Innsbruck, geh. n. 24 Ngr. 
Gerhard, Ed., etruskische Spiegel. 3. Thl. 1. u. 2. Lfg. gr. 4. (S 1-96 

m. 20 Steintaf.) Berlin. a n. 3 Thlr. 

Herrmann, Prof. E., die dsterreichisch-preussische Allianz ?om 7. Febr. 

1792 u. die zweite Theilung Polens. Eine Streitschrift gegen Prof. 

H. v. Sybel. a (IV u. 142 S.) Golha. geh. n. % Thlr. 

Hfibsch, Baudir. Dr. Heinr., die altchristlichen Kirchen nach den Bau- 

denkmalen u. alteren Beschreibungen u. derEinfluss d. altchristlichen 

Baustyls auf den Kirchenbau aller spateren Perioden. Dargestellt u. 

hrsg. f. Arcbitecten, Archaeologen , Geistliche u. Kunstfreunde. 8. 

u. 9. Lfg. gr. Fol. (Sp. 61—80 m. 12 Steintaf.) Carlsruhe. 




h. • n. 8 Thlr. 

(I— VIII. : n. 54 Thlr. 13 Ngr.) 



baar a n.n. 3 Thlr. 13 Ngr. 



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120 

Hofmeister, W. t neue Beitrage zur Kennlniss der Embryobildung der 

Phanerogamen. II. (ThI.) Monokotyledonen. Wit 25 (lith.) Taf. [Aus 
den Abhdlgn. der math.-phys. Classe der K. Sachs. Ges. d Wiss.] 
hoch 4. (132 S.) Leipzig, geh. (a) n. 2% Thlr. 

Ling, Dr. Wilh., Michel Aogelo Buonarroli als Dichler. gr. 8. (109 S.) 
Stuttgart, geh. n. 24 Ngr. 

Meier, Leo, vergleichende Grammatik der griechischen u. lateiniscben 
Sprache. 1. Bd. gr. 8 (VI o. 449 S.) Berlin, geh. n. 1% Thlr. 

Pyl, Doc. Dr. K. Th., die griechischen Rundbauten im Zusammenhange 
m. dem Gotter- u. Heroencultus erlautert. gr. 8. (VI u. 122 S.) 
Greifswald. geh. n. 1 Thlr. 

Yerzeichniss der Bucher, Landkarten etc., welche vom Januar bis zum 
Juni 1861 neu erschienen oder neu aufgelegt worden sind, m. An- 
gabe der Seilenzahl, der Verleger, der Preise im 14 Thaler-Fuss, 
literar. Nachweisgn. u. e. wissenschaftl. Uebersicht. 126. Fortsetzg. 
8. (L1V u. 287 S.) Leipzig, geh. baar n. % Thlr.; 

Schreibp. baar n. % Thlr. 

von Goethe's Handschriften , Zeicbnungen u. Radirangen , Druckea 

seiner Werke, Compositionen u. Ulustrationen seiner Dichtungen, 
Busten, Medaillen u. Gemalden, Portraits aus seinem Frenndeskreise, 
Andenken u. Erinnerungszeichen, welche im Concertsaale d. Konigl. 
Schauspielhauses vom 19. Mai 1861 an ausgestellt sind. Mit 2 (liih.j 
Schrifttaf. gr. 8. (79 S.) Berlin, geh. baar n. % Thlr. 

Wakernagel, Wilh., kleineres altdeutsches Lesebuch nebst Worterbuch. 
Lex. -8. (V S. u. 616 Sp. u. Worterbuch 402 S.) Basel, geh. 

n. 2% Thlr. 

Das Worterbuch einzeln u. d. T. : Altdeutsches Handwdrterbuch. 
n. 1% Thlr. 



Will, Dr. Cornel, Acta et scripta, quae de controversy ecclesiae grae- 
cae et latinae saeculo undecimo composita extant, ex probatissimis 
libris emendatiora edidit, diversitatem lectionis enotavit, annotatio- 
nibus instruxit. Praecedunt prolegomena de controversiarum inter 
Graecos et Latinos agitatarum ratione, origine et usque ad XI. sae- 
culum progressu. gr. 4. (VII u. 273 S.) Marburg, geh. n. 2% Thlr. 

Wittstein, Dr. G. C, Autoren- u. Sach-Register zo den Banden I — C 
[Jahrg. 1632—1856] der Annalen der Chemie u. Pharraacie. gr. 8. 
(IV u. 596 S.) Leipzig, geh. n. 3% Thlr. 

dasselbe zu den Banden CI— CXVI [Jahrg. 1857—1860.1 gr. a (II! 

u. 123 S.) Ebd. geh. n. % Thlr. 



ENGLAND. 

Henry I?, and Marie de Medici. Part 2 of the History of the Reign of 
Henry IV., King of France and Navarre ; from numerous unpublished 
Sources, including MS. Documents on the Bibliothgqne Imperiale, 
and the Archives du Royaume de France, &c. 2 vols, post 8vo. pp. 
730, cloth. 2ls. 

Speculum humans Salvationis. — Le plus ancien Monument de la Xylo- 
graphie et de la Typographic Reunies, avec Introduction Historique 
et Bibliographique par J. H. Berjeau. 4to. £4. 4s. 

Tullack (William) — Malta under the Phoenicians, Knights, and English. 
Post 8vo. pp. 330, cloth. 7s. 6d. 



Verantwortlicher Redacteur: Dr. R. Naumann. 
Verleger: 7. 0. Weigel. Druck von C. P. Melzer in Leipzig. 



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zum 

iERAPElll. 

31 August. eAP 16. 1861. 

Bibliothekordnungen etc., neueste in- and tisl&ndiicbe Litteratur, 

Anzeigen etc. 



Znr Besorgung allor in nachdtehendcn Bibliograpbien verzeicbnelen Bttcber 
empfebte icb mich inter Znsichening schnelliter and billigster Bedienung; deneu, 
welche nicb direct mit ref p. Bentellangrn beehren, sicbere ich die grusgtrn Vor- 
theile to 

T. ©. Weigel in Leipzig. 



ManuBCrlptenkatAloge 

aus R. K. von Senckenberg's Nachlasse. 

(Fortsetzung.) 
Volumen LXI. 

Ileram constat qvaluor fasciculis actorum miscellaneorura 
Gerraanicorum, Gallicorum, Hispanicorum, Belgicorum , et Italico- 
rum, de Ann. 1640. usq$ ad 1643. qvorum in universum nume- 
raotur CCVl. Fascic. 1.) inter alia extat relatio Gallica de Con- 
spiratione adversus Regem Hispaniae Ann. 1640. Item relatio 
Gallica de fixpeditione Ducis Schoinbergici in AfricA, and eddein. 
Varia de statu belli. Item gravamina, tarn Ecclesiastica , qvam 
polilica, in Comitijs Imperij h. t. exposita. Fascic. II.) varia de 
statu belli, et preparatoria ad paciflcationem generalem aim. 1641. 
Item diversa gravamina, tarn Catholicorum , qvam Protestantium. 
Fascic. III.) alia ejusdem generis de ao. 1643. Item Contenta 
Testament! Cardinal. Richelij, gallic^. Item pacta inter Ducem 
Bullionaeum et Regem, Gallia?, gallic^. Fascic. IV.) acta ejusd. 
anni, imprimis qvoad Tractatus inter Domum Palatinam et Ba- 
varicam. 

Volumen LXII. 

Sex fasciculis comprehendit acta miscellanea de Anis 1644. 
usqs ad Ann. 1649. Fascic. I.) RpistOlae et relatione* potissimum 
XXII. Jahrgang. 




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122 



ex Anglia scripts, tarn de rebus domeslicis, qvam de Causl Pa- 
latini, ann. 1644. Fascic. II.) varia de statu belli, item de rebus 
Italicis ad Ann. 1645. Fascic. HI.) pleraq5 prsliroinaria paci- 
Acationis generalis anni 1646. Item Apologia Reformatorum in 
Gallia, gallic^. Fascic. IV.) schpta magni momenti, paciflcationem 
Osnabrugensem et Monasteriensem concernenlia, insertis Diarijs 
diversis, in qvibus de Causa Palatinatus, el Libertates publics 
Ecclesiastics agitur. Hem qvsdam de controversijs Ecclesia? Gal- 
ileans cum PapA, et de Concilijs Syncretisticis ad Ann. 1647. 
Fascic. V.) pauca ad res Belgicas et Italicas potissimam speclan- 
tia. Item Conclave Pontiflcis Innocentij X. ann. 1648. Ilalice. 
Fascic. VI.) acta pauca de rebus Belgicis el Anglicis, ann. 1649. 
in universum CLXXXIV. 

Volumen LX1II. 

Fasciculos habet IX. Actorum miscellaneor. publicor. de Aon. 
1650. usq5 ad Ann. 1690. qvorum bic nuroerantur CLXVIII. 
Fascic. I.) acta ad controversias politicas pertinentia, qvs ab 
Ao. 1650. mots fuerunt inter Suecos et Brandenburgicos , ut et 
Palatinos, nec non inter Gallos et Cssarem. Fascic. II ) Iria sal- 
tern conlinel schpta de rebus Gallicis et Belgicis ad Ann. 1651. 
Fascic III.) acta ad Ann. 1652. interq5 ea relationes de statu 
afflicto Protestantium in Austria. Item de Litibus Suecorum in 
Imperid Romand-Germanicd. Fascisc. IV.) acta ad Ann. 1653. de 
Juribus Suecorum et Palatinorum in Comitijs, et de Civilatibus 
Imperialibus. Fascic. V.) acta ad Ann. 1654. imprimis de abdi- 
catione Regins Christina?, variisq3 de fi& judicijs. Fascic. VI.) 
acta ad Ann. 1655. iiilerqj ea mandatum Philippi Regis Hispan. 
contra Jesuitas , lingua* Hispan. et nova de Conversione R. Chri- 
stina?. Fascic. VII.) duo saltern scripta de rebus Imperij R. G. 
et de Regina Christina, ad Ann. 1656. Fascic. VIII.) acta de 
rebus bellicis et civilibus ad ann. 1657. Reliqva Fascic. IX.) 
contenta diversa sunt ad annos seqventes spectantia, de novis bel- 
licis, politicis, Ecclesiasticis, diversi momenli et prelij, plum etiam 
de Controversia Regis Gallis cum Papft, de Confirmatione IV. pn>- 
positionum Cleri Gallicani, ann. 1682. de invento in Castris Tur- 
cicis ann. 1683. tormento, ubi Insignia Gallis cum Insignibus Im- 
peratoris Turcarum conjuncta apparent. Item acta in oausA J. L. 
Langhansij, etc. 

Volumen LXIV. 

Prsler tres fasciculos Epistolarum inde ab Ao. 1520. manu 
Hieronymi Camerarij ad Joachimum fratrem, et Godofredum Mun- 
zerum socerum scriptarum, complectitur VIII. Epistolas Landgravij 
Hassiaci Guilielrai ad Joachimum Camerarium, Joach. Fil. M. D. 
Norimb. de varijs rebus, .prscipui etiam de motibus in Sazonii 



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123 



adv. Crypto-Calvinistas 1591. etc. el XXIII. Epistolas diversorum 
Principura, Comitum, Nobilium, clarorumqs Virorum ad Joach. 
Camerarium Joach. Fil. de rebus ferfc familiaribas ab Ao. 1581. 

Volumen LXV. 

Constituunt Bpistolae CCLXXVI. Virorum doclorum et cele- 
briam seculi XVI. et seqventis, praetor amplam segetem fragraen- 
torum Marqv. Preheri manu conscriptorum de rebus ad antiqvi- 
tates germanicas politico-Ecclesiasticas speclantibus, diversa Epi- 
thalamia in ejusd. nuptias, et binos Codices Excerptoruro. Inter 
Epistolas eminet Ep. Franc Hottomanni et ei adjuncta fip. Jo. 
Calvini ann. 1559. de statu violento Reformatorum in Gallia. 
VIII. Epp. Curatoruro Leidensium ad Scipion. Gentilem IC ttlw Alt- 
do rfflnumab Ao. 1613. XXXf. Epp. Scipion. Gentilis ad Freherum. 
Epp. LXXXVI. Goldasti ad eundem. Epp. LXIII. Georgij Reroi ad 
eundem, de rebus literarijs, politicis, Ecclesiasticis. etc. Epp. XIII. 
diversorum Principum, aliorumqs Virorum Illustrium ad eundem 
Freherum. XIX. typi Epistolarum Freheri ad diversos. Apogra- 
phum Epistolae gravissima? Is. Casauboni ad Cardinalem Perronium, 
ann. 1604. Epp. X. Principum, Comitum. et aliorum ad Eheimium 
Cancellarium Palatin. ann. 1572. dC seqv. Epp. XIX. Altingij ad 
Frideric. Dorvilium. Epp. IX. Sculteti Tossani etc. ad eundem. 
Item Epistola graeca Romani Nicephori ad Gustavum Adolphum. 

Volumen LXVI. 

Constat Epistolis LXII. ex Friderici Dorvilij Colleclaneis in 
qvataor Fasciculos hie distributis, plerisq3 ad ipsum Dorvilium 
datis tunc Ephorum Principis Electoralis Caroli Ludovici, iisq$ 
tarn germanicis, qvam gailicis. Habetur etiam in fasciculo ultimo 
Epistola gallica Principis Condaei ad Cancellarium Eheimium d. 12. 
Dec. 1572. it. Epp. IV. Regis Henrici IV. ad eundem, res suas ei 
comendantis, et pro praestitis apud Electorem offlcijs gratum ani- 
raum testantis. 

Volumen LXVII. 

Tribus fasciculis comprebendit scripta qvsedam autographa 
theologioa Esromi Rudigeri, it. varia alia Theologica, consistorialia 
etc. sec. XVI. et seqv. v. g. Traotatus Rudigeri de Prsedestina- 
tione, de poenis h»reticorum, de Potentia Diabolorum, de Voca- 
tione universali, de ubiqvitate. etc. item Collectanea Joach. Ca- 
merarij de S. Coena, de Historia Ecclesiastica, moralia et ad 
disciplinam Eccles. spectantia. Varia de Jansenislis. etc. it. Epi- 
stolas Jo. Calvin ex editione 1617. descriptie, in editione ann. 1575. 
omissae. 



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Volumen LXVIII. 

Duobus fasciculis complectitur Collectanea Ludov. Caroerarij 
ad Jus publicum spectantia, velut Curialia a Rege Gallia? obser- 
vari solita ad Principes Exteros scribente, gallice. Varia de rebus 
politicis et Ecclesiasticis Imperii R. G. item Forstneri judicium 
de Barclaii Argenide. Ejusd. Discursus de Pace Germanise, item 
Epistolaj ad Luc. Schickhardum, Matth. Berneggerum. etc. 

Volumen LXIX. 

Componunt pauca, sed gravia scripta ad Jus tarn publicum, 
qvam privatum pertinenlia, imprimis slatuta matrimonialia , aucto- 
ritate Electoris k Cancellario Ehemio in ordinem redacts pp. eirc, 
76. nitide descripla, germanice. VII. consilia Ludov. Camerarij et 
alior. in causis feudalibus etc. varia Excerpta Juridica, tarn edita, 
qvam inedita. 

Volumen LXX. 

Constat collectaneis minoris momenti Historico-Genealogicis, 
velut sunt varia? genealogia? Regum Anglia?, Sueci®, Gallia?, Kle- 
clorum Palatini, Brandenburgicorum, Ducum Brunsuicensium, Wiir- 
tenbergensium, Lauenburgensium etc. diversorum Comitum; it: 
Calalogus omnium Episcoporum Bambergensium ab Eberhardo ann. 
1042. usqs ad Petr. Phil, k Dernbach 1672. it: Genealogia Fre- 
heriana, et Ganealogia Cardinalis Richelij k veteribus Austrasia? 
Regibus deducta. 

Volumen LXXI. 

Rinis fasciculis exhibet diversi generis Excerpta de monu- 
mentis urbis Augusta? Vindelicorum, Sec. XVI. el seqv. germanice. 
Qva?dam de statu Gallia?, gallice. It: qvaedam de statu Regni 
Anglia?, Portugalia?; it: de ordinibus nobilibus, praeserlim Perisce- 
lidos, latine et gallice. Item de statu Polonia?, Suecia?, Hungarian, 
etc. ex diversis scriptoribus. It: fragmenta ex Literis Jacobi I. 
ad Generum Electorem Fridericum V. pleraq$ Anglice. 

Volumen LXXI!. 

Constat duobus fasciculis Adversariorum , tarn Poeticorum, 
qvam prosaicorum, literariorum, philosophicoruro , Satyricorum, 
malhemalicorum, tarn seculi XVI. qvam seqventis, plura imprimis 
de Formula Concordia?. Item Excerpta ex Dictionarijs , materia 
ad Emblemata &c. 



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m 



Volumes LXXIII. 

Confinet XXIV. Tractatus pacificatorios, et alia pacta publica, 
lingual latinft et gallicft, ah Ao. 1624. usque ad Ann. 1643. velut 
Conditiooes arraistitij inter RR. Sueciae dc Poloniae, 1624. Confoe- 
deratio inter RR. Sueciae et Daniae. 162S. Induciae inter Suecos 
et Brandenburgicos. 1629. Tractatus inter RR. Sueciae et Polonite 
1630. Tractatus inter RR. Sueciae et Daniae 1630. Tractat. inter 
RR. Angliae et Hispaniae, it: Klisabetham Claram Eugeniam Au- 
striacam. Sine Ano gallic6. Tabulae foederis pro conservatione 
S. Romani Imperij. Viennae 1632. Tr. Ducis Aurelian. cum Rege 
Hispani©. 1634. gallic&. Pacta Gabrielis Trans-sylv. Ducis. 1626. 
Paciflcatio inter Imperatorem Turcarum et R. Poloniae. 1627. Pacta 
matrimonialia Regis Gallia cum Filia Regis Hispaniae. Sine ano 
gallic6 Pacta matrimon. inter Carolum Principem htoredit. An- 
gliae cum Filia Regis Galliae. 1624. Gallic^. Pacta matrimon. Prin- 
cipis Arausionensis cum Maria Britanica. gallic6 sine anno. Tra- 
ctat. inter Caesarem et Regem Galliae. 1630. Tractat. Archi-Ducis 
Leopoldi cum Rbaetis. 1622. gallice. Tractat. Regis Galliae cum 
Duce Sabaudiae. 1632. gallici. Conditiones pacific© Indultae Re- 
formatis & Rege Galliae. 1622. gallicft. Tractat. Regis Galliae cum 
Duce Lotharingiae. Gallici 1633. Tractat. inter Venetos et Belgas. 
1624. et seqv. gallic^. Pacta conventa inter status Regni Sueciae. 
Holmie 1643. gallice. 8. 



II. 

Catalogus 
Manuscriptoru m Reipublicae VImensis. 



Bibliotbecae publicae VImensis Codices 
manu in membrana exarati. 

Fol. 

Biblia sacra ueleris et noui testamenti; adiectae sunt in fine 
interpretatiooes nominum hebraicorum; cum fig: quibusd. in libro- 
rom initiis. 

Prophetae minores cum glossa inlerlineari. 

Hoseas p. 1. b. 

Joel - 25. 

Amos - 34. 

Abdias - 51. b. 

Jonas - 54. b. 

Miokeaa - 61. 



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126 



Sophonias p. 75. 

Haggaeus - 83. 

Nahum - 88. b. 

Habacuc - 95. b. 

Zacharias - 103. 

Malachias C. I. et II. v. 15 - 132. 

Euangelica Christi historia secundum Matthaeum, Marcum, Lu- 
cam et Joannem, latine cum Hieronymi praefationibus , itemq5 
cum canonibus diuersis. Codex nitidissime exscriptus et picturis 
uarie distinctus. 

Anonymi Glossa, seu comentarius in epistolas S. Paulli. (codex 

eleg: min. et auro pictus.) 
Epistolae D. Paulli cum glossa inlerlineari ; 

Ep. ad Romanos p. 1. 

- Corinthios I. et II - 23. 

- Galatas - *4. 

- Ephesios - 60. 

- Philippenses - 65. 

- Colossenses - 70. 

- Thessalonicenses I. et II - 74. 

iterura ad Colossenses - 80. 

- Timotheum I. et II - 84. 

- Titum - 92. 

- Philemonem .... - 94. 

- Hebraeos - 95. 

Petri de Herenthal Collectarius, s: catena in Psalmos. (Auctor 

fuit Canonicus et Prior Florefflensis , ord. Praemohstrat. an. 
1374.) 

Anonymi Commentarius in Canticum canticorum. 
Haymonis expositio epistolarum S. Paulli. 

Ep. ad Romanos P- 1- b. 

- Corinthios I . - 52. 

— II - 89. b. 

- Thessalonicenses. I - 111. b. 

_ _n - 116. b. 

- Timotheum. I - 119. 

— II - 125. 

- Galatas - 130. 

- Ephesios - 144. 

- Philippenses - 159. b. 

- Colossenses - 167. 

- Titum - 172. 

- Philemonem - 173. 

- Hebraeos - 175. b. 

Anonymi expositio Apocalypseos Joannis (Codex partim in mem- 

braoa, partim in charta scriptus.) 
Augustinus de consensu euangelistarum, Lib. I. II. Ill- IV. 



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127 



1. Aagustini sermones, (qui alias tractatus oocari soIent,) 119 



in Joannera p. 1. 

2. Ej. de nuptiis et concupiscentia, L. I. et II. . . - 249. 

3. Cyprianus de disciplina uirginum, - 273. 

4. Hieronymi epist. ad Eustochium, de uirginitate 

seruanda - 277. 

5. — ad Marcellam, de obitu Leae. .... 286. b. 

6. — ad Principiara uirginem, praefatio expla- 

nations in Ps. 44 - 287. 

7. — ad Marcellam, de laud. Asellae ... - 287. b. 

8. — ad Fabiolam, de 40. mansionibus in de- 

serto - 288. 

9. Augustini, de doctrina Christiana L* 4 - 297. 



(codex in membr. et charta scriptus.) 
Augustini sermones ad populum de dictis difficilioribus et euan- 
gelicis. 

Augustini de baptismo L. VII. 
Clemeutis VI. P. R. sermones. 
Cypriani (Thascii Caecilii) liber ad Donatum, de gra- 







p. 1. 


2. — 




- 4.b. 


3. — 


ad Fortunatum, de exhort: martyrii . . 


- 10. b. 


4. — 


ep. ad Mosen et Maximum, presbyteros: et 








- 18. 


5. — 


ad Clerum et plebem, de Aurelio confessore, 








- 19. 



(Kortsetzung folgt.) 



Ueberaicht der neuesten LiUeratur. 



DEUTSCHL AND. 

Archlv f. das Sffentliche Kecht d. deutschen Buodes. Hrsg. von Dr. J. 
7. B. v. Unde. 4. Bd. 1. Hft. gr. 8. Giessen. n. 1% Thlr. 

CI— IV. 1.: n. 6 Thlr. 17% Ngr.) 
In halt: Die staatsrechtlichen VerhSltnisse der FQrsten u. Grafen 
Herren v Schfinburg. Historisch u. dogmatisch dargestellt v. 
Prof. Dr. Adf. MichaeHs. (XV. u. 434 S.) 
Arnold, Prof. Dr. Wilh., zur Geschichte d. Eigenthums in den deutschen 
StSdten. Mit Urkundeu gr. & (XXVlIu.487S ) Basel, geh. n. 2% Thlr. 
Beneke, weil. Prof. Dr. Ed, Lehrbuch der Psychologic als Naturwis- 
senschalt 3. verm. Aufl. Neu bearbeitet u. m e. Anh. ub. Beneke's 
saramll Schriften versehen v. Semin.-Dir. a. D. Joh. Glieb. Dressier. 
gr. 8. (XX u. 324 S.) Berlin, geh. 1 Thlr. 18 Ngr. 

Burmeister, Dir. Prof- Dr. Herm , ub. das Klima der Argentiniscben Re- 
publik. Nach dreijahr. Beobachlgn. wShrend e. Reise durch die La 
Plata -Staaten geschildert u. m. numer. Angaben der gefundenen 
Werthe belcgi [A us den Abhdlgn. der Naturf Ges. zu Halle abgedr.l 
gr. 4. (110 S.) Halle, geh. n. 2 Thlr. 



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128 



GatalogttS codicum manuscriptorum bibliolhecae Bodleianae Oiooieosis. 
Pars VII.: Codices aethiopici. Digessit Dr. A. DUimann. gr. 4. (Ill 
u. 87 S.) Oxford 1858. geh. n. 2% Tblr. 

Dahn, Privatdoc. Dr. Fel., die Konige der Germanen. Das Wesen d. 
Sites ten Kfinigthums der german. Stlmme u. seine GeschicMe bis aul 
die FeudalzeiL Nach den Qaellen dargestellt. 2. Abth. Die kleioe- 
ren goth. Volker. - Die Ostgothen. gr. 8. (XII u. 2b7 S. m. 1 Tab. 
in qa. 4.) Miinchen. geh. (a) \% Tblr. 

Dllrre, Obergymn.-Oberlehr. Dr. Herm., Geschichte der Gelebrtenschulen 
zu Braunschweig. 1. Abth. Vom II. Jahrh. bis zum J. 1671. Ein 
Beitrag zur Geschichte der Stadt Braunschweig, gr. 4. (75 S.) Braun- 
schweig, geh. % Tblr. 
Grttnbagen, Privatdoc. Dr. Col mar, zwei Demagogen im Dienste Friedricb 
d. brossen. Nach handschriftlichen Quellen. Nebst e. Beilage, enth. 
. einige polit Gedichte aus den Zeiten der schtes. Kriege [Aus den 
Abhdlgn. der Schles. Ges. f. vaterland. Cultur 1861.] Lex.-b- (45 S.) 
Breslau. geh. n. % TWr. 
Jahn, Otto, Ob. Darstellungen griechischer Dichter auf Vasenbildern. Mil 
8 Taf. (wovon 1 litb., 6 chromolitb. u. 1 in Kpfrst. in gr. 4. u. Fol ) 
[Abdr. aus den Abhandlgn. der k. SSchs. Ges. d. Wiss.l hoch 4. 
(VIII u. 64 S.) Leipzig, geh. n. 2 Tblr. 
Kramer, Dir. G., Beitrage zur Geschichte August Hermann Franckes, 
enth. den Briefwechsel Francke's u. Spener's. Mit 1 Bildniss A. H. 
Franckes (in Stablst.) u. 2 (litb.) Facs. (in qu. gr. 4.) gr. 8. (XV u. 
475 S.) Halle, geh. n. 1% Tblr. 
Kugler, Frz., Handbuch der Kunstgeschichte. 4. Aufl., bearb. v. Wilk. 
Lubke. (In 2 Bdn.) 1. Bd. Mit Illustr. (in eingedr. Holzscbn.) a. dem 
Bildniss v. Frz. Kugler (in Stablst) gr. 8. (XVI u. 580 S.) Stuttgart. 



Lugibil, Karl, 5b. das wesen u. die b is tori sen e bedeutung d. ostrakismos 
in Athen. [Abdr. aus dem 4. Suppl.-Bd. der Jahrbucber r. class. 
Philologie.1 gr. 8. (59 S.) Leipzig, geh. n. 12 Ngr. 

miller, Heinr. Dietr., Mythologie der griecbischen StSmme. 2. Bd. 1. Abth. 

gr.8. (VIII u 216 S.) Gdttincen. geh. n. 1% Tdlr. (I. II, 1.: n. 2% Tblr. 
Reich, Privatdoc. Dr. Ed., die Nab rungs- u. Genussmittelkunde bistorisch, 
naturwisseoschaftlich u. bygieinisch begrdndet. 2*Bd. 2. Abth Lex.-R 
(VI u. 308 S.) Gdttingen. geh. n. 1% Thlr. (cplt : n. 5% Thlr.) 
Waitx, Geo., uber die MunzverhSltnisse in den filtereu Rechtsbuchern d. 
Frankischen Keichs. [Aus d. Abhdlgn. d. k. Ges. d. Wiss. zu G6u 
tingen.] gr. 4. (39 S.) Gfittingen. geh. n. 12 Ngr. 

Wieseler, Frdr., der Apollon Strop a no ff u. der Apollon vom Belvedere. 
Eine archfiolog. Abhandlg. Nebst 1 Kpfrtaf. gr. & (121 S.) Leipzig. 



Specultm htmaift Salfationls. — Le pins ancieri Monument de la 
Xylographie el de la Typographic R6unies, avec Introduction Histo- 
rique et Bibliograpbique par J. H. Berjeau. 4to. £\. 4s. 



Verantwortlicher Redacteur: Dr. R. Naumann. 
Verleger: T. 0. Weigel. Druck von C. P. Meher in Leipzig. 



geh. 




geh. 



n. 24 Ngr. 



ENGLAND. 



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zum 



15. September. J& 17. 



1861. 



Btbltothekerdnungen etc., neneste In- and tusltadlsche Litteratur, 

Anielgen etc. 

Znr Besorgung aller in nachstehenden Bibliographien verzeichneten BUcber 
empfehfe ich mich unter Zusicherang Bchnelbter and billigster Bedienang; denen, 
welche mich direct mit rwp. Bettellongen beehren, sichere ich die grossten Vor- 
theile W. . 

3T. O. Welgel in Leipzig. 



Hftnmrcrlptenkataloge 

aus R. K. von Senckenberg's Nachlasse. 

(Fortsetzung.) 

6. Cypriahi ad Martyres: exulto laetus et etc. ...» 19. b. 

7. _ a d Nouatianum liber, de unitate ecclesiae - 21. 

8. — de oratione doroinica - 27. b. 

9. — tr. de mortalitate . . . - 34. b. 

10. — tr. de opere et eleemosynis - 39. b. 

11. _ t r . de bono patientiae - 45. b. 

12. — tr. de Zelo et liuore - 51. 

j 3. _ t r . de disciplina et habitn uirg - 54. b. 

14. — tr. de lapsis - 60. 

15. — Epist. (quae est in edit: Jo. Cestr. Bremensi 

XXX) quamqaara bene sibi etc. . . - 67. b. 

— • -u. • (ed. Brem. 60) ad Cornelium: cogno- 

aimus etc - 69. b. 

— (Brem. 57) ad Cornelium, nomine synodi 
africanae : Statueramus quidem etc. . . - 70. b. 

— (Brem: 59) ad Cornelium: legi litteras etc - 72. 

— (Brem: 63)adCaeciliura:quamquamsciam etc. - 78. b. 

— (Brem: 55) ad Antonianum: accepi primas 
litteras tuas etc - 82. b. 

— (Brem: 6) ad Rogatianum: saluto uos, fra- 

tres etc. . - 78. b. 

XXII. Jahrgang. 



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130 



Incerti auotoris epistola, s. oratio, qaam Cypriano per- 
peram tribuunt, de laude martyrii (edit: Brem: 
inter opuscula Cypriani supposititia p. 8.) . . p. 89. b. 
" Cypriani epist. (ed. Brem. 28*) ad Moysen : gloriam fidei 



et uirtalis etc - 96. 

(ed. Brem. 11) ad Clerum, de deprecando DEO 

etc. quamquara sciam, f rat res etc - 96. b. 

(ed. Brem. 39) ad Clerum, de Celerino etc. 

agnosceoda et amplectenda etc - 98. b. 

(edit. Brem. 58) ad Thibaritan. plebem etc. 

cogitaueram quidem etc - 99. b. 

(edit: Brem. 76) ad martyres et coufessores 
in metallo etc. gloria quidem ueslra posce- 

bat etc - 102. 

ep. (ed. Brem. 73) ad Jubaianum etc. scripsisti 

mihi frater, etc - 104. 

(ed. Brem. 71) ad Quintum: pertulit ad me etc. - 109. 
(ed. Brem. 70) ad Januarium et reliquos; cum 

simul in concilio etc - 110. 

Concilium Carthaginiense, de baptizandis haere- 
ticis. (ed: Brem. opp. p. 229. sqq.) . . . - 111. 
epist. (ed. Brem. 74) ad Pompeium coutra 
epistolam Stephani; de baptizandis haereticis - 116. 
ep. (ed. Brem. 40) 'de Numidico, presbytero 
ordinato etc. nuntiandum uobis fuit etc. . . - 118. b. 
ep. Cornelii ad Cyprianum (ed. Brem. 49) de 
confessoribus reuersis : quanlam sollicitudi- 

nera etc - 119. 

ep. Cypriani ad Cornelium (ed. Brem. 52) de 
Nouato el Nouatiano: et cum diligentia et 

cum etc - 120. 

ep. (ed. Brem. 47) ad Cornelium, de confes- 
soribus: et religiosum nobis etc. etc. . . . - 121. 
ep. (ed. Brem. 44) ad Cornelium de ordina- 
tione Nouatiani: uenerunt ad nos etc. .... 122. 
(ed. Brem. 51) ad Cornelium de Confessoribus 
regressis: et egisse nos, et agere etc. . . - 122. b. 
(ed. Brem. 13) ad Rogatianum: et iam pridem 
uobis etc - 123. 



(ed. Brem. 43) ad plebem, de s. presbyteris 
schismaticis : quamquam fratres carissimi etc. - 124. 
ep. (ed. Brem. 65) ad Epictet. et plebem 
Assuril. de Fortunaliano : Grauiler et dolen- 



ter etc - 125. b. 

(ed. Brem. 1) ad Clerum et plebem Furnitan. 

etc. Grauitcr commoti sumus etc - 127. 

(ed. Brem. 61) ad Lucium etc. Et nuper qui- 
dem tibi etc 127. b. 



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131 



Cypriani (ed. Brem. 46) ad Maximum : quum frequenter, 

carissimi etc. . p. 128. 

— (ed. Brem. 66) ad Florentium etc. ego te, fra- 

ter, credideram etc - 128. b. 

— (ed. Brem. 54) ad Maximum, Vrbanum etc. 

lectis litteris uestris etc - 130. b. 

— (ed. Brem. 69) ad Magnum filium etc. pro tua 
religiosa etc. - 131. b. 

— ad eumdem II. (quae est altera pars ep. 69. in 

ed: Brem.) - 134. 

— (ed: Brem. 67) ad Clerum et plebem in His- 

pania etc. cum in unum conuenissemus etc. . - 135. b. 

— (ed. Brem. 64) ad Fidum et oollegas eius etc 
legimus litteras etc - 137. b. 

— (ed. Brem. 2) ad Eucratium, de histrione etc. 

pro dilectione tua etc - 139. 

— (ed. Brem. 32) ad Presbyter, et Diaconos etc. 
quales litteras etc - 139. 

— (ed. Brem. 20) ad Clerum Roman, etc. quo- 

niam comperi fratres etc - 139. b. 

— (ed. Brem. 12) Quamquam sciam, uos, fratres etc - 140. 

— (ed. Brem. 78. quamquam ibi haec epistola 
non Cypriano, sed Lucio tribuilur) Exultanti- 

bus nobis et laetantibus in DEO etc. . . . - 140. b. 

— ep. (ed. Brem. 79) Felicis ad Cyprianum, Re- 
salutamus te etc -141. 

— (ed: Brem. 77) Nemesiani et aliorum ad Cy- 
prianum etc. Semper magnis sensibus etc. . . - 141. b. 

— (ed. Brem. 31) Moysis et aliorum ad Cypria- 
num: inter uarios et multiplices etc ... - 142. 

— (ed. Brem. 70) ad Januarium etc. Cum simul 

in concilio essemus, fratres carissimi etc. . - 113. b. 

— (ed. Brem. 7) ad Clerum etc Saluto uos, fra- 
tres cariss. per DEI gratiam - 144. b. 

— (ed. Brem. 5) ad Clerum etc. Saluto uos inco- 

lumis per DEI etc - 145. 

— (ed. Brem. 14) ad Clerum etc. Optaueram qui- 
dem, fratres cariss. ut uniuersum Clerum no- 
strum etc. - 145. 

— (ed. Brem. 4) ad Pomponium : legimus litteras 

tuas, frater etc . . . , - 146. 

— (ed. Brem. 55) ad Fortunatom etc scripsistis 

mi hi, fratres carissimi etc - 147. b. 

— (ed. Brem. 3) ad Rogatianura : Grauiter et do- 
lenter comoti sumus - 148. 

— (ed. Brem. 72) ad Stephanum: Ad quaedam 

• disponenda etc - 



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133 



Cypriani (ed. Brem- 12) ad Clemm: quanquam aciam, 

uos fratres etc. . . % . . p. 150. 

— (ed. Brern^ 16) ad Clerum: Diu paiieatiam 

meara etc.. - 150. b. 

— (ed. Brem. 15) ad Martjres et Confesaoree: 
Sollicitudo loci nosjri etc - 151. b. 

— (ed. Brem. 17) ad plebem: Ingemiscere aoa 

et dolere etc. - 152. 

— (ed. Brem. 18) ad Clerura etc Miror, aoa 

fratres etc. 152. b. 

— (ed. Brem. 19) ad Clerum : legilitierasuestraa etc. - 153. 

— (ed.Brem. 26) ad Clerum; Dominus loquitur etc - 153. b. 

— (ed. Brem. 24) Caldonii ad Cyprianura: Necea- 

% sitas temporis etc - 154. 

— (ed. Brem. 25) Cypriani ad Caldooiura : aece- 
piraus litteras etc. - 154. 

— (ed. Brem. 9) ad Clerom Roroanum. Quom de 
excessu boni uiri etc.. - 154. b. 

— (ed. Brem. 29) ad Clerum: Ne quid oonecien« 

tiain etc. - 154. b. 

— (ed. Brem. 27.) ad Clerum Roman. Factia ad 

uos litieris etc - 155. 

— (ed. Brem. 23) Confeaaorum ad Cyprianum: 
SciaS; nos uoiueraia etc 156. 

— (ed. Brem. 36) Cleri Rom. ad Cypriaoum. Cum 
perlegissimus eto - 156. 

— - (ed. Brem. 33) ad lapsos: Dominus noster, 

cuius etc - 157. 

— (ed. Brem. 54) ad Clerum: Integre et cum 
discipline fecistis etc - 157. b. 

— (ed. Brem. 80) ad Succeasum. Vt non uobia 

in contioeoti etc - 158. 

16. Liber, qui falso tribuitur Cypriano : Aduersus Judaeos, 

qui Christum insecuti aunt - 158. b. 

17. Libellus itidem suppoaitiliua, de duobua roontibua 

Sina et Sion . - 164. 

1. Ephremi Syri, Diaconi Edesaeni (cirea an. Chr. 378) 
tractatua de iudieio Dei - 1. 

2. Ej. de beatitudine animae - 4. 

3. Joannis Osaurei (i. e.Chrysostomi) tractat. da poeni- 

tentia et reparatione lapsi - 27. b. 

4. Ej. Chrysostomi tr. de oompunotione animae . . - 44. b. 
— lib. quod nemo laeditur, nisi a ae ipso , . - 61. 

5. Isidori, Arcbiepiacopi Hiapalenais, liber synonymorum - 71. 

6. Hieronymi epistpla ad Eustachian! - 86. b. 

— — ad Ruaticum monachum . . . - 98. b. 

— — ad NepQtianuqa - 103. b. 



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133 



Hieronymi epistola ad Paulinom de iostitutione cle- 

ricorum . . * p. 108. b. 

— — ad Heliodorum, de conterotu 

— — fflundi . . . , - 111. b. 

— — ad Ooeanum, de uita cleric. . - 114. b. 

7. Theophili cuiusdam (Adana-Cilicis) poblica prima - 116. b. 

8. AagasUDi sermo in natiaitate domini - 122. 

9. Leonis Papae sermones aliquot - 123. 

10. Gregorii Nazianzeni sermo - 127. 

11. ChrysQstomi sermo - 128. 

12. Augustini sermo - 129. 

Ej. sermo in uigilia adscensionis ..... 130. 

13. Leonis Papae sermo - 130. b. 

— sermo in uigilia Pentecostae - 132. b. 

14. Augustini sermo in uigil. S. Jo. Bapt - 134. b. 

15. Leonis papae sermones II - 136. s. 

16. Augustini sermo in assumtionem Mariae 137. b. 

17. Meditationes (asceticae) disealceati cuiusd. ... - 144. 

18. Guilielmi Paris, tr. Cur DEVS homo - 192. 

— — tr. de claustro animae .... - 210. 

19. Ambrosii, uel Isidori, uel Augustini tr. de conflictu 
uirtutum et uitiorum - 228. 

20. Augustini tr. de uita Christiana - 248. s. 

Gregorii Papae dialogorum libri IV. 

1. Gregorii M. Papae expositio cantici canticor. . . - 1. 

2. Joannis Gerson (f 1429) tr. de oratione .... - 29. 

— — de mystica theologia - 37. 

3. Bernhardi, Abb. Claraenallensis (f 1153) tr. de 
amando Deo - 54. 

4. Anonymi speculum peccatorum . - 62. 

5. Augustini (ut falso inscribunt) libelius de contem- 
platione Chrtsti - 64. b. 

6. (Chrysostomi) de reparafione lapsi - 70. 

7. Jo. Gerson, de consolatione theologiae .... - 85. 

8. Guilielmi Parisiensis rbetorioa diuina. - 110. 

9. Bernhardi homiliae IV. super euangel. Luc. 1. Missus 

est angelus etc - 186. 

Hieronymi presbyteri epistolae CXXIX. 

S. Augustini, Gregorii Papae, Origenis, Leonis, Bedae et aliorum 
sermones et homiliae quaedam. 

1. Leonis M. Pontiftcis Rom. epistolae quaedam . . p. 1. 

2. Hilarii epistolae quaedam - 56. 

3. Anselmi, Cantuariensis Archiepiscopi, monologion siue 

soliloquium - 58. 

4. — Proslogion, s. alloquium - 80. 

5. Anonymi quaestio in capita quaedam praecedentis 

libri - 86. 

6. Anselmi responsio ad hanc quaestion: .... - 88. 



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134 



7. Anselmi dialogue , oar Deafe homo? I p. 99. 

et liber II - 112. b. 

8. — roeditatio huraanae redemtionis .... - 122. b. 

9. — de processione Spiritus Sancti .... - 126. 

Not. in fine desunt aliqua. 
Alberti M. postilla super Matthaeum. 

1. Alberti M. expianatio to lias Missae - 1. 

2. — tract, de sacramento eucharistiae . . - 77. 

3. — epistolae. 

1. Alberti M. tractates super mulierem fortem . . - 1. 

2. Augustinus in VII. Psalmos poenitentiales ... - 77. 

1. Cassiani collationes X. priores - 1. 

2. (Hieronymi, ut ferunt,) uitae patrum, monachorom, 

et eremitarum * - 51. 

Thoraae Aquinatis comentarius in Genesin. 
Thomae Aquinatis Comentarius in Exodum. 
Thomas Aquinas super I. sententiarum. 
Thomas Aquinas super II. sententiarum. 

1. Thomae Aquinatis quaestiones super quolibet . . - 1. 

2. Guilielmi Parisiensis rhetorica diuina, (s. tract de 
oratione) . . _ - 61. 

Thomae Aquinatis Comenlar. in epist. Paulli 

ad Romanos - 1. 

ad Corinthios I - 109. 

— — II - 196. b. 

ad Galatas - 251. 

Thomae Aquinatis comentar. in epist. Paulli 

ad Ephesios - 1. 

ad Philippenses - 40. 

ad Colosseoses - 52. b. 

ad Thessalonicenses I - 66. 

— — II 75. b. 

ad Timotheum I. et II - 80. 

ad Titum - 114. 

ad Philemonem - 123. 

ad Hebraeos - 126. 

scriptus est hie codex A. C. 1433. 
Thomae Aquinatis de ueritate catholicae fldei contra errores gen- 

tilium, libri IV. 
Thomae Aquinatis commentarius in Canticum canticorum. 
Gilberti Porretani (Episcopi Pictauiensis Saec. XII.) sermones su- 
per canlica canticorum. 

(Fortsetzung folgt.) 



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135 

Uebersicht der neueaten Utteratur. 



DEDTSCHL AND. 

Aiialen d. historischen Vereins f. den Niederrhein, iosbesondere die 
alle Erzdiocese Koln. Hrsg. v. dem wissenschafll. Ausschusse d. 
Vereins J. Mooren, l)r Eckerlz, Dr. Ennen, Dr. Kreb$> Fischbach. 
7. u. 8. Hit. gr. a (575 S. m. 1 lith. Karle in qu. Fol.) Koln lb59. 
1861. n. 1% Thlr. (1-8.: n. 5% Thlr.) 

7. Hft. n. % Thlr.; 8. Hft. n. 1 Thlr. 

Bede, weil. Stadtdir. Dr. W J. L., Geschiclite d. Bundes d. Sachsen- 
stadte bis zum Ende d Mittelalters m. Rucksicht auf die Territorien 
zwischen Weser a. Elbe. [Abdr. aus den Forschgn. zur deutschen 
Geschichie.] gr. 8. (88 S.) GcUtingen. geh. n. 12 Ngr. 

Bulletin de I'academie imperiale des sciences de St-Petersbourg. Tome 
IV. 36 Feuilles (B.) Imp.-4. St.-Petersbourg. Leipzig. n. 3 Thlr. 

Btrmeister, Dir. Prof. Dr. Herm., Reise durch die La Plata-Staaten m. 
besonderer Rucksicht auf die physische Beschaffeoheit u. den Cul- 
turzustand der Argentinischen Republik. Ausgefubrl in den J. 1857, 
1858, 1859 u. 1860. 2. (Schluss-) Bd. Die nordwesli. Provinzen u. 
die Cordilleren zwischen Catamarca u. Copiapo umlassend. Nebst 
e. syslemat. Uebersicht der beobachteten Ruckgratthiere. Mil 1 (lith.) 
Cbarte der bereisten Gegenden {in Imp. -Fol.) gr. 8. (V u. 539 S.) 
Halle, geh. (a) n. 3 Thlr. 

Folkmann, Bibliothekar Jos. Erwin, die gefurstete Linie d. uralten o. 
edlen Gescblechtes Kinsky. Ein geschichtl. Yersnch. Lex. -8. (76 S. 
ni. 1 Tab. in Imp.-Fol.) Prag. gen. n. 24 Ngr. ; 

Velinp. n. 1 Thlr. 2 Ngr. 

Gerhard, Ed., 6b. Orpheus u. die Orphiker. [Aus den Abhandlgn. der 
k. Akad. d. Wiss. zu Berlin 1861.] gr. 4. (87 S.) Berlin cart 

n. 28 Ngr. 

G&ler, Generalmajor Frhr. Aug. v., Burgerkrieg zwischen Casar u. Pom- 
pejus im J. 50/49 v. Chr. Nach C&sars bell. civ. lib. I. bearb. nebst 
e. Anbang ub. r6m. Daten. Mil 2 (lith.) Tar. (in qu. Fol.) Lex,-& 
(VU u. 94 S.) Heidelberg, geh. n. 24 Ngr. 

finesse, Bibliothfcaire Dir. Jean Geo. Thdr., Tresor de livres rares et 
precieuz ou nouveau dictionoaire bibliographique. Li?r. 14. gr. 4. 
(Tome 111. S. 97—192 ) Dresden, geh. (a) n. 2 Thlr. 

Hiisrttb, Lie. Adf., der Ketzermeister Konrad ?. Marburg, gr. 8. (V u. 
57 S.) Heidelberg, sen. n. 8 Ngr. 

Heimsoeth, Frdr., die Wiederherstellung der Dramen d. Aeschylus. Die 
Quellen. Als Einleitg. zu e. neuen Recension d. Aeschylus, gr. 8. 
(500 S.) Bonn. geh. n. 3 Thlr. 

Helfert, Jos. Alex. Frhr. v , die Ssterreichische Volksschule. Geschichte, 
System, Statistik. 3. Bd. A. u. d. T. : System der dsterreichischea 
Volksschule. Vollstandige Sammlg. u. geordnete Zusammenstellung 
aller ub. das osterreich. Volksschulwesen in Kraft bestehenden Ge- 
setze u. Verordngn Lex.-8. (XXu.652S.) Prag. geh. (a)4 Thlr. 16 Ngr. 

H51ty, weil. Probst Arnold, die Bewegung als Princip der mathematischen 
Grundbegriffe. gr. 8. (VIII u. 124 S.) Gdttinaen. geh. n. 16 Ngr. 

Hober, Privatdoc. Dr. Alf., die Waldstalte Uri, Schwvz, Unterwalden bis 
zur festen Begrundung ihrer Eidgenossenschaft. Mit e. Anhange ub. 
die geschichtl. Bedeutg. d. Wilh. Tell. gr. 8. (VIII u. 128 S.) Inns- 
bruck, geh. n. % Thlr. 

Jiistl, privatdoc. F., ub. die zusammensetzung der nomina in den indo- 
germanischen sprachen. gr. 6. (Ill u. 136 S.) Gdttingen. geh. 

n. 24 Ngr. 



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136 

lacanlaj, Thorn. Babington, Geschichte Englands seH der Tkronfeestei- 

£ung Jacobs II. [Paret'sche Auss.] 10 Bo. Hrsg. ?. seiner Schwester 
ady Trevelyan. Uebers. v. Thdr. Stromberg. [Einzige, f. Deutsch- 
land autoris. Uebersetz*.] gr. 16 (IV u. 341 S.) Leipzig, geh. l%Thlr. 
Medtng, Dr. Karl Heinr., Goethe als Nalurforscher in Beziehung zur Ge- 
genwart. 8. (46 S.) Dresden, geh. n. 8 Ngr. 

Mering, Frhr. Dr. F. E. v., Geschichte der Burgen, Ritterg&ter, Abttien 
n. Kldster in den Rheinlanden a. den Provinzen Jutich, Cleve, Berg 
u. Westphalen nach archivar. u. andern authent. Qaellen gesanmelt 
u hearb. 12. Hfr. gr. 8. (VIII n. 166 S.) Kdln. 1 Tblr. 

littheilugen ans dom Gebiete der Statistik. Hrsg. v. der k. k. Direc- 
tion der administrativen Statistik. 9. Jahrg. 2. u. 3. Hft gr. Lex. -8. 
Wien. n. 1 Thlr. 18 Ngr. 

Inhali: IX. 2. Industrie-Statistik der 5sterreichischen Monarchic 
r. d. J. 1658. 3. Hft. Chemische Prodicte. [Mit 1 (chromolith.) 
Indnstrie-Karte (in Imp.-Fol.)] (VIII o. 137 SO n. 28 Ngr. — 
IX. 3. Uebersicbtliche Nachweisuna der SchinTahrt a. d. See- 
handets sfimmtlicher dsterreichischer HaTen w&hrend der J. 
1858 a. 1859. Mit 1 (chromolith.) Karte (in qa. Fol.) (91 S.) 
n. % Tblr. 

Pbllippl , Prdr. , die deotscheu Bitter im Barzenlande. Bin Beitrag zur 
Geschichte Siebenburgens. [Abdr. aus dem Hroastidter eraog. Gym- 
nasial-Schulprogramm v. J. 186tyl.] Lei -8. (140 S.) Kronsudt 
geh. b. 16 Ngr. 

Popper, Dr. Jul., der biblische Bericbt Ob. die SliftshQtte. Bin Beitrag 
zar Geschichte der Composition u. Diaskeue d. Pentateuch, gr. 8. 
(XVI u. 256 S.) Leipzig 1862. geh. 1% Thlr. 

duenstedt, Prof. Fr. AniL Epochen der Natur. Mit zablreichen (eingedr.) 
Holzschn. Lex.-8. (VI u. 853 S.) TQbingen. geh. Ladenpr.n. 5% Thlr. 

Sehmidt-Welssenfels, Ed., der Herzog v. Gotha u. sein Volk. Ein Auf- 
satz nebst e. Antwortscbreiben d. Herzogs Ernst y. Sachsen-Koburg- 
Gotha. 1—4. Aufl. Lex -8. (45 S.) Leipzig, geh. n. % Thlr. 

Winkler, Gust Geo., Island. Seine Bewohner, Landesbildg. u. rulcan. 
Natur. Nach eigener Anschaug. geschilderu Mit (eingedr.) Holzscha. 
u. 1 (chromolith.) Karte v. Island, (in qu. 4.) gr. 8. (XI u. 308 S.) 
Braunschweig, geh. n. 2 Thlr. 



ENGLAND. 

Beaufort (Emily A.) — Egyptian Sepulchres and Syrian Shrines, in- 
cluding some stay in tne Lebanon at Palmyra and in Western Tur- 
key, with Illustrations in Cbromolithography and on Wood, from 
Sketches by the Author, and a Map. 2 vols, post 8ro. pp. 886, 
cloth. 25s. 

■'Hauchton (Peter) — The Authenticity of the Poems of Ossian. 8vo. 
f Edinburgh j pp. 32, sewed. 6d. 

Procter (Francis) — A History of the Book of Common Prayer; with 
a Rationale of its Offices. 5th edit. post8vo. pp.470, cloth. 10s. 6d. 

Shepherd (George) — The Climate of England: its Meteorological Cha- 
racter Explained, and the Changes of Future Years Revealed. 4to. 
cloth. 8s. 6d. 



Verantwortlioher Redacteur: Dr. J?. Naumonn. 
Verleger: T. 0. Weigel. Druck yon C. P. Melzcr in Leipzig. 



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zum 



(iKBAPKlIll. 

30. September. JMS* 18# 186L 



Blbliothekordnungen etc., neueste in- and anslindische Litteratur, 

Anieigen etc. 

Znr Besorgnng aller in nachstehenden Bibliographien Yerzeichneten Bticher 
empfehle ich mien unter Zasichcrang schaellster und billigster Bedieaung; denea, 
welche mich direct mit reap. Bestellungen beebren, sichere ich die grossten Vor- 
tbeile zu. 

T» O. Welgel in Leipzig. 



JHanuscrlptenkataloge 

aus R. E. von Senckenberg's Nacblasse. 

(F o r t s e t z u n g.) 

Nicolai de Lyra postilla super Matthaeum, .... 

— — — — Marcura, 

— — — — Lucam, 

— — — — Joannem 

Nicolai de Lyra postilla 8. commentarius in 

Jesaiam 

Jereroiam 

Ezechielem 

Danielem 

Paulli, Episcopi Burgensis, additiones ad postilJain 

Nic. de Lyra in Pentateuchum, .... 

— — — Josuam 

— — — libros regum 

— — — paralipomena . . . 

— — : — Danielem 

— — — Jobum 

— — — lib. Esther 

— — — Psalmos 

— — — additionesadpostiIJams.com- 
mentariom Nic. de Lyra in 

Jesaiam 

Jeremiam 

XXII. Jahrgang. 





1. 




68. 




84. 




120. 




1. 




80. 




133. 




191. 




1. 




146. 




147. b. 




139. b. 




141. 




181. 




200. 




203. 




1. 




35. b. 



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138 



Ezechielem p. 48. 

Hoseam - 56. 

Joelem - 59. b. 

Amos - 61. 

Obadiara - 62. 

Jonam - 62. b. 

Michafo - 62. b. 

Nahum - 63. b. 

Habacuc - 64. 

Zephaniara - 67. 

Haggaeum - 67. b. 

Zachariatn - 68. 

Malachiam - 72. b. 

Maccabaeorum lib - 74. b. 

Matthaeum - 75. b. 

Marcura - 98. 

Lucam - 101. b. 

Joannem - 107. b. 

Acta Apostolorum • - 117. 

Epistol. ad Romanos - 121. 

ad Corinthios 1 - 130. b. 

— - ||. - 134. 

ad Grflatas - 136. b. 

ad Ephesios - 139. b. 

ad Philippenses - 141. 

ad Colossenses -141. 

ad Thessalonicenses - 142. b. 

ad Timotheum - 142. b. 

ad Titum - 145. b. 

ad Hebraeos - 145. b. 

Jacobi - 155. 

Petri - 156. b. 

Johannis * - 157. b. 

Apocalyps. Joannis - 159. 

Nicolai de Lyra moralia bibliorum uideL 

in Genesin - 1. 

— Exodum - 12. b. 

— Leuiticura - 20. b. 

— Numeros . . . < - 26. b. 

— Deuteronomium - 32. 

— lib. Josuae - 39. 

— lib. Judicum - 42. b. 

— lib: I. Regum - 47. 

II. Regum - 52. b. 

III. Regum - 57. 

IV. Regum - 61. 

I. Paralipomenon - 65. b. 

II. Paralipomenon - 68. 



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in lib. Job p. 79. 

— lib. Psalmorum .......... 90. b. 

— Jesaitm - 123. 

— Jeremiam - 134. 

— Eius lib. Ihren - 143. b. 

— Ezechiel - 147. 

— Daniel - 155. 

— Hoseara , ... - 158. 

— Joel - 161. 

— Amos 167. 

— Nahura et Habacuc - 168. 

— Zephaniam - 169. b. 

— Haggaenm - 170. 

— Zacbariam - 170. b. 

— Malachiam . . . . , - 173. b. 

— Ev. Matthaei 175. 

— — Marci . . , - 186. b. 

— — Lucae - 191. 

— — Joannis - 201. 

— lib. Acluum Apostol - 206. b. 

— Apocalyps. Joannis - 213. b. 

— lib. Tobiae - 222. 

Judith - 223. b. 

— — Maccabaeoruro I - 225. 

— — II - 230. b. 



Casus breuiores bibliorura cum suo reperlorta. 
Bartholomaei de Vrbino milleloquii Ambrosiani Pars HI. 

Not. pars I. et II. desunt. 
Aluari Pelagii (s. Pelagii Aluarez, ord. Minor. Hispani, Joannis 

XXII. P. R. peenitentiarii , et Juris canonici doctoris, + a. 

1353.) iibii II de planctu ecclesiae. 
Garlielmi Parisiensis de uniuerso lib. 4. et HI. (+ an. Chr. 1428). 
Gufrtoelmi Paris, de uniuerso liber If. 
Guilielmi Paris. Episoop i, sumina de uitiis et uirtutibus. 
Vberti Lombardi tractalus I. de nomine Jesu. II. 4e amore Jesu. 
Petri Comestoxis (presbyteri Trecensis, deinde Canqellarii uniuers. 

Paris, etc. Saec. XII.) hislqria sacra ueteris el noui tesia- 



menti, alias etwn .dicta: ttistoria scholastica. 
Eadem hisloria scholastica Petri Comestoris. 

1. Monachi wiusdam, conuentqa Attoneosis nolitia de 
Muhammedo p. 1. 

2. Odorici, ord. Minor, monachi (+ a. 1331.) itinera- 

rium, quod inscribitur: de mirabiUbus mundi . . - 13. 

3. Auonyati «zcerptum ex Talmud , swie de haeresi 
Judaeorum etc , - 28. b. 

4. Anonymi elucidarium diuersarum rerpm .... - 41. 

5. Godofredi Viterbiensis Pantheon, siue chronicon 
uniuersale ad a. 1186 - 57. 



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140 



6. Anonymi de orta Pilati , itemque Jadae Ischarioth 
(ridicula prorsus) narratio p. 228. 

7. Ptolemaei (potiusBartholomaei) Lucensis, Ord. Prae- 

dic. historiae eccles. fragmentum, scriptum an. 1329. - 243. 

8. Henrici Dapiferi (Truchsess) de Diessenhouen con- 
tinuatio hj. historiae - 265. 

1. Petri Aureoli compendium literale s. scripturae (in- 
scribilur alias in editis: Epitome uniuersae S. Scri- 
pturae iuxta litteralem sensura, - 1. 

2. Marsilii de Menandrino Patauini defensor pacis . - 92. 

(Not. paullo perfectior, quam in editis exem- 
plaribus.) 

3. Flores ex Augustini libro de ciaitate DEI .... 206. 

— — — quaest. diuersar. scripturar. . - 239. 

— — — de doctrina Christiana . . - 241. 

— — — <j e mirabilibus S. Scripturae - 260. 

— — — de Trinitate - 266. 

— — — Confessionum - 303. 

— — — super genesin ad literam . - 312. 

— — — contra Manichaeos .... - 332. 

— — — 83. quaestionum .... - 335. 

— — — relractationum - 339. 

— — — quaestionum super Matth. . - 346. 
, — — — — super Lucam . - 348. 

1. Odofredi (LL Doctoris) textus pacis inter Frideri- 
cum (II.) Romanor. Imperat et ciuitates Lom- 
bardiae - 1. 

2. Processus de canonicatu et praebenda uacantibus 
uel uacantiis, ac personatu, uel dignitate, quem uel 
quam duxerit acceptandam; tabula capitura p. 7. 
tractatus ipse - 9. 

3. Oiplomata quaedam Henrici VII. Imp. rom. ... 34. 

4. Petri de Vineis epislolae (usque ad libri V. ep. 94. 
reliqua desunt.) - 87. 

1. Marsilii Patauini defensor pacis - 1. 

2. Guil. Occam, de potestate Papae tr - 144. 

3. Anonymi breuiloquium, de principatu tyrannico su- 
per diuina et humana: specialiter autem super im- 
perium et subditos imperii, a quibusdam uocatis 
summis Pontificibus usurpato, lib. VI. quorum uero 
postremus integer non est - 204. b. 

(Not. ex praefatione liquet, Guilielmum Occa- 
mum auctorem esse huius quoque libri, qui 
adhuc quidem editus non est.) 
Valerius Maximus, codex scriptus an 1385. 
Senecae ad Paullum apostolum et huius ad illu episto- 

lae, (mutuae ac spuriae) - 1. 



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141 



2. Senecae de dementia ad Neronem L. I. et II. (cun- 

cta prorsus raanca et contaminata) . . p. 2. b. 

3. — de paupertate, (lib. spurius et suppositi- 

tias) - 6. b. 

4. — Epistolae (quae in editis prima est, legitur) - 9. 

5. — de benefices L. ( — VI. (omnia el hie raanca 

deprehendunlur.) - 146. b. 

6. Loci communes ex Seneca collecti, uua cum indice - 169. 
Firmianus Lactantius, 

de uera religione, - 1. 

de origine erroris - 24. 

de falsa sapientia - 45. b. 

de uera sapientia et religione - 72. 

de iustitia - 97. 

de uero cultu - 120. b. 

de praemio uirtutis - 148. 

de ira Dei . - 176. 

de opificio Dei - 184. 

Versus de Phoenice - 198. 

(cod. non melioris notae.) 
Anicius Manlius Torquatus Seuerinus Boelius (+ a. Chr. 524.) de 
consolatione philosophiae. 

1. Franciscus Pelrarcha, de remediis ulriusque fortunae p. 1. 

2. De uita Francisci Petrarchae et eius poemate, quod 
Africa inscribitur - 212. 

Fratris Aegidii, Ord. Eremitarura, Quodlibela, Libr. VI. 



Auguslini de Ancona (+ an. 1318.) commentarius in Matlhaeum. 
fol. minim. 

In 4. 

Gregorii Papae expositio in Ezechielem prophetam. 
Gregorii Papae homiliae 59. 

1. Humbertus de uniuerso statu totius mundi: s. sermones ad 
omne genus hominum. 

2. Ej. epist. ad Albertum M. consolaloria. 

3. — Sermones de 7. diebus 

4. Berardini de Senis tr. de uita Christiana. 

5. Tabula priuilegiorum ordinis Fratrum Praedicatorum. 
Richardi, (Victorini, ut uidetur,) it. Bonauenturae et aliorum, tra- 

tatus uarii theologici. 
Judicis Guidonis de Columpna, Messanensis, historia Troiana, ex 

Dictye Crelensi et Darete Phrygio compilata. 
Britonis (Guilielmi) expositiones uocabulorum biblioorum. 
Liber Margarita dictus, s. uersus memoriales bibliorum. 



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142 



Libri MSS. chartacei. 
Fol. 

1. Immanuelis Calecae tract, contra errores Graecorum, 

ex versione Latina Ambrosii Camaldalensis ... p. 1. 

2. Tractatus contra errores Graecorum, de proces- 
sione Spiritus Sancti ; de aniraabus defunctoniiB ; de 
azymis et fermentato; de obedientia romanae ec- 
clesiae -91. 

(Not. iropressus et insertus est hie lib. Caniaii 
lection, antiqu. Tom. IV. Pag. 33.) 

3. S. Thomae tractates contra errores graecorum. . - 126. 

4. Ej. contra Saracenos - 139. b. 

5. Philippi de Pera, Ord. Praedicator. tr. contra Graecos - 147. 

6. Anselmi epistola de processione Spiritus sancti, 
contra Graecos - 171. 

1. Benedict!, Ord. Erem. S. Augustini compilationes quaedam 
biblicae. 

2. Alberti M. Episcopi Ratisponensis comune sanctorum, 8. ser- 
mones varii. 

3. Joannis Gersonis, Cancellarii Parisiens. sermones de uita spi- 
rituali, et probatione spirituura. 

Der Welsche Gaft, in Deutfchen Reimen. 

(eine moralifche Schrifft, mil verfchiedenen Gemahlden. Sie 

fcheint an. 1216. verfertiget zn fein, (vid. pag. lib. ) der 

Verfaffer nent fich einen Welschen etc. 
Felicis Fabri, Ord. Praedicator. (t a. 1502.) Euagatorium, s. ad 

fratres conuentus Vlmensis de peregrinatione sna Hierosoly- 

mitana. Vol. I. et II. 
PilgerbUchlein zu dem allerheiligften Grab gen Jerufalem durch 

die Wufle zu St. Catharina Grab, durch Felix Schmid, (Fabri) 

von Ziirch, Prediger-Miinch zu Ulra. 
Laurentii Vallae eleganliae latini sermones. (codex scrip I us an. 

1472.) 

Johann Wentzelers, Parfuffser -Miinchs in Ulra, Einreden gegen 
Conrad Samens, erften Evangel. Predigers dafelbft ao 1524. 
gehallene Predigten. 

Psalterium Alhanasianum , e Graeco in Latinum sermonem con- 
uersum ab Elia Ehingero. 

Eliae Ehingeri miscellanea theologico-historica, h. e. 1) E Haute- 
rung der Frage, wo die Chriftliche Kirche gewefen, ehe D. 
Luther gebohren? 2) oratio, de anno saeculari ecclesiae 
Ratisbonensis an. 1642. habita de reformatione ecclesiae Ro- 
manae. 



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143 



EMae Ehmgeri, Aogustani, miscellanea theologico-histerioa , par- 
Urn e Patrum, optiraorumq. aulorum monamentis optima fide 
deoerpta; partial ab ipso autore eiaborata. 

(Fortsetzung folgt.) 



Veberaieht der netiesten Litterattir. 



DEDTSCHL AND. 

Bexold, Prof. Alb. v., Untersuchungen ub. die elect rische Erregung der 
INerven u. Muskeln. Mil 2 Kpfrtaf. (in 4 ) u. 14 Abbildgn. in (eingedr.) 
Holzschn. Lex.-8. (XIII u. 330 S.) Leipzig, geh. n. 2 Thlr. 

Daniel, Prof. Insp. Dr. Herra. Adalb., Handbuch der Geographic 3. Thl.: 
Deutschland. 3. u. 4. Lfg. gr. 8. (S. 353—704.) Frankfurt a. M. geh. 

a n. 16 Ngr. (1— III, 4 : n. 8 Thlr.) 
Geschichte, topographische, der St§dte Oberbayerns hrsg. v. dem histor. 
Vereine von u. fur Oberbayern. I. Bd. [Abdr. aus dem 19. Bde. d. 
Oberbayer. Archives ] Lei. -8. (XVII u. 358 S. m. 5 lith. Planen in 
Lex.-8. n. Fol.) Munchen 1860. geh. baar n.n. 1% Thlr. 

In halt: Topographische Geschichte der Stadt Aichach u. ihrer 
Umgebung. Von Stadtpfr. Konr. Danhauser. Mit dem (lith.) 
Grundplane der Stadt. (44 S.) Einzeln n.n. VI Thlr. — Topo- 
graphische Geschichte der Stadt Kaia. Verfasst v. Landger— 
Assess. Ludw. With. Fischer. Mit dem (lith.) Grundplane der 
Stadl. (50 S.) Einzeln n.n. 8 Ngr. — Topographische Geschichte 
der Stadt Reicheuhall u. ihrer Umgebung. Von Oberbaurath 
Herm. Herrmann. Mit dem (lith.) Grundplane der Stadt. (M) S.) 
Kinzeln n.n. 10% Ngr. — Topographische Geschichte der Stadt 
Traunstein. Von Schulbeneficiat Joh. Jos. Wagner. Mit dem 
(lith.) Grundplane der Stadt (in Fol.) (119 S.) Einzeln n.n. 
14 Ngr. — Topographische Geschichte der Stadt Wasserburg 
am Inn. Von Stadtschreiber Jos. Heiserer. Mit dem (lith.) 
Grundplane der Stadt (in Fol.) (100 S.) Einzeln n.n. 13 Ngr. 
Hafls. Lieder. Persisch m. dem Gommentare d. Sudi hrsg. v. Herm. 
Brockhaus. 3. Bd. 3. HfL gr. 4. (S. 161—272.) Leipzig, n. 2% Thlr. 

(cplt.: n. 29% Thlr.) 

flenrie v. Sargans, Prof. Dr. Ant., die Klingeuberger Chronik, wie sie 
Schodoler, Tschudi, Stompf, Guilliman u. Andere benutzien, nach 
der v. Tschudi besessenen u. vier anderen Handschriflen zum ersten- 
mal ganz, u. in. Parallelen aus gleichzeitig ungediuckten Chroniken 
hrsg. Lex.-8. iXXIll u. 376 S. m. 3 Steintaf.) Gotha. geh. n. 4 Thlr. 

Heaainger, E., Geschichte der Residenzsladt Braunschweig von 1806 bis 
1831. Mit besond. Berucksicht. der westphal. Hof- u. Staatsverhalt- 
nisse. 8. (VII u. 291 S.) Braunschweig, geh. n. 1 Thlr. 

floltiendorff, Dr. F. v., die Bruderschaft d. Rauheh Hauses, ein Pro- 
teslantischer Orden im Staatsdienst. Aus bisher unbekannten Papie- 
ren datrgestelH. 4. Anfl. gr 6 (48 S.) Berlin, geh n. % Thlr. 

Keaaelmeyer, P. A., ub. den Ursprung der Meteorsteine. Mit3(chromo- 
lith.) Taf. (in Imp. -Fol ) [Abgedr. aus den Abhandlgn. der Sencken- 
berg. naturforsch. Ges.] gr. 4. (144 S. m.: Versuch e. Quellenver- 
zeichnisses zur Literatur ub. Meteoriten. Von Dr. Otto Buchner. 
16 S.) Frankfuit a. M. 1860. geh. n. 3% Thlr. 



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144 

Hadbyl, Univers.-Sekr. Bernh , Chronik v Statistik der koniglicheo Uni- 
versitat zu Breslau. Bei Gelegenheil ihrer 50iahr. Jobelfeier am 
3. Aug. 1861 im Auftrage d. akadem Senals verfasst u. hrsg. gr. 4. 
(Ill u. 89 S.) Breslau. geh. n. % Thlr. 

Palacky, Privatdoz. Dr. Joh., wissenschaftliche Geographic Besooderer 
Theil. 1. Bd. 2. Abth. 1. Hit. A. a. d. T.: Australien. gr. 8. (163 S.) 
Prag 1860. n. % Thlr. (I— II, 1.: n. 2% Thlr.) 

Der Preis d. ersten Bandes ist auf n. 2 Thlr. herabgesetzt 

Rttjen, Prof. Bibliothekar H , Johann Carl Heinr. Dreyer, Professor d. 
deutschen Rechts u. der Praxis in Kiel etc u. Ernst Joachim y. 
Westphalen, Rechtslehrer in Rostock, Geh. Rath d. grossfurstl. Hol- 
steins u. Curator der Kieler Universitat. Beitrag zur Geschichte der 
Kieler Universitat 11. der jurist. Literatur. gr. b. (IV u. 189 S.) Kiel, 
geh. n. I Thlr. 

Schlosser, Geh. R. Prof. Dr. F. C, Geschichte d. 18. Jahrhunderts u. d. 
19. bis zurn Sturz d. franzosischen Kaiserreichs. Mit besond. Rack- 
sicht auf seistige Bildg. 4. durchaus verb. Aufl. Vollstaudiges Xia- 
men- u. Sachregister. Mit einigen biograph. u. chronolog. Notizen 
zur Erlauterg. u. Krganzg. gr. 8. (1*9 S.) Heidelberg, geh. n. % Thlr. 

(cplt. in. Register n. 20% Thlr.) 

Schmidt, Julian, Geschichte d. geistigen Lebens in Deutschland von Leib- 
nitz bis auf Lessings Tod 1681—1781. (In 4 Lfgn.) 1. Lfg. 1. Abth. 
gr. 8. (1. Bd. VIII S. u. S. 1-80.) Leipzig, 1862. geh. d. 12 Ngr. 

Ulrici, Dr. Herm., Gott u. die Natur. gr. 8. (XV u. 624 S.) Leipzig 1862. 
geh. n. 3% Thlr. 



A n z e i g e. 



Leipziger Bucher- Auction. 

Durch alle Buch- und Antiquariatshandlungen ist zu be- 
ziehen: 

Verzeichniss der Bibliothek und Kartensammlung des 
Professors Karl Ritter in Berlin (3. Theil: Nach- 
trage und Doubletten), welche nebst den Biblio- 
theken des Dr. jur. A. J. Collmann in Berlin, 
sowie des Professors F. Possart in Bernburg 
am 16. Octbr. 1801 offentlich versteigert wer- 
den soli. 

Ein wichtiger Katalog, den ich der Beachtung aller Gelehr- 
ten and Literaturfreunde besonders empfehle. 
Leipzig. 

T. O. Weigel, Buchhftndler. 



Veranlwortlicher Redacteur: Dr. R. Naumann. 
Verleger: T. 0. Weigel. Druck von C. P- Melzer in Leipzig. 



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zom 



15. October. 



SERAPElflH. 



1861. 



Bibliothefcordiungen etc., neueste in- und titl&ndltcbe Utter&tur, 



Zur Beaorgnng alter in nachtteheaden Bibliographiea rerieichaelea Bilcher 
eaapfehle ich mica unter Znsicherang tcbnellster and billigster Bedienang; denea, 
welche mich direct mit reap. Bestellungen beehren, tichere ich die grottten Vor- 
theile in. 



1. An S. Augastinus nescierit, a Christone, an a B. Maria Vir- 
gine sit redemtus et saluatus? 

2. An omnes peregrini excomraunicandi ? cuius negatiua 200 
argumentis adstruitur, iussu illustrium Austriacorura Ord. 
script. 

3. De panolethria iraminente Germaniae. 

4. ccTio&tcoGLQ Mariana Pontificia. 

5. Cbriftliches und in Gottes Wort woblgegrflndeles Bedencken 
von der Krbfttnd. 

6. Bedencken fiber D. Huebers Erklfirung der proposition, dafs 
Gott in Chriflo Jefu alle Menfchen zum Leben verordnet und 
envahlet; und doch allein bekomen diefe das LebtiU und See- 
ligkeit, die an Chriftura glauben. 

7. Motiveu, warum die Evangelifche die P^f^jfche Mef£s a|>- 
gefchafft? 

8. Ob ein Evangel. Prediger eine Weibs Perfoo, die ihr eigen 
Kind umgebracht, copulieren m5ge, mit einem, der fie aus- 
bittei? 

9. Ob Eltern nichl mit gutem Gewiffen einem Pabiflen ihr Kind 
zur Ehe absolute abscfylagen konen; oder ob fie fchuldig 

XXII. Jthrgamg. 



Aaxeigen etc. 



ST. O. Weigel in Leipzig. 



M*BV0crlpteiilu»t»loffe 

aus R. K. von Senckenberg's Nachlasse. 

(Fortsetzung.) 



Contentorum ordo: 



Theologica: 



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146 



feyen, mit ihnen tractieren zu laffen, und der Papifleo Er- 
klfirung und erbielen anzuhoren? 

10. Ob eine Obrigkeit Macht habe, einen Laflerhaflen Prediger 
abzufchaffen ? 

11. Oa man kone leichier in Himel komen, und Seelig werden 
durch die Jungfrau Mariam, wie die Calholifche daftir Hal- 
ten, oder, wie die Evangelifche glauben, allein durch Chri- 
Horn. 

12. Ob ein Romifcher Catholifcher Kayfer allezeit geglaubt habe, 
was der Pabfl zu Rom geglaubt? und ob es folge : wer 
nicht glaubt, was der Pabft glaubt, der begehe ein crimen 
laefae maieftatis. D. i. ob ein Chrifllicher Unterthan bey 
Verluft feiner Seelen Seligkeit zu glauben fchuldig feyn, was 
feine weltl. Obrigkeit glaubt? 

13. Ob die Gottesgebfihrerin und Hochgelobte Jungfrau Maria eine 
Dea, eine Gftttin mfige genenet werden? 

14. Ob die Evangel. Stfinde der Augfburg. Confefsion konen 
mit gutem Gewiffen darbey feyn, und in comitiis Helffen 
fohlieffen, dafs man Chri flu m verfolge? 

15. Ob ein rechter Lulheraner mit gutem Gewiffen dem Kayfer 
zu Aufsrottung der Evangelifchen , und des Evangelii, (wel- 
ches Er fiir Ketzerey halt,) im Krieg dienet? 

16. Extract eines GefprMchs, welches in Gegenwart der etc. Graf- 
fen Otto Heinrich Fuggers etc zwifchen P. Dominico, Capu- 
ciner-Ordens, und M. Elia Ehinger, Bibliothecario zu Augf- 
purg den 17. April, a. 1626. ift gehalten worden. 

17. Colloquium M. Eliae Ehingeri, turn temp. Zelkingiaci Eccle- 
fiastae, cum Wenceslao Jacobo Rulandino, Decano Freifla- 
diensi Pontificio, habitum in Auftria tranfanifana d. 5. Maii 
an. 1605. 

18. De Chriflo Thaumalurgo, miraculorum palratore, et Judaeo- 
rum Schemhamphorasch. 

19. Ob man k5ne zwifchen dem Herrn Chriflo und dem Teofel 
einen Frieden machen und anftellen? 

20. Assertio aduersus D. Libauium , opus illud DEI patris , quo 
fllium sibi aequalem generabat, genuit, et in perpetuum ge- 
nerabit, esse opus, quod multo interuallo mundi pulchritudi- 
nem superel. etc. 

21. Kurzer Berichl vom Fegfeuer. 

22. Discussio qoaestionis, an auima Traiani precibus Gregorii M. 
ex inferno fuerit liberate? 

23. de astrologia iudiciaria. 

24. de locustis apocalypticis. 

25. de gentium conuersione et iudaeorum auersione 

26. Orationes duae, quarum prima saluationem ethnicorum pro- 
babiliter adstruit; altera eamdem destruit. 



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147 



27. de certitudine oracolorum diuinorura, qua demonstrator, Chri- 
stum esse uerum Messiam, contra Judaeos. 

28. de fidelitate seruanda in citandis autoribus. 

Historioa. 

1. De dissensionibus Pontiflcum Romanorura, haeresibus eapila- 
libus infamium, per singulas centurias. 

2. Speculum pontificum Romanorura, ex historicis catholicis ad- 
ornatum. 

3. De stipulis patrum et ecclesiae doctorum, urthodoxos non 
obligantibus. 

4. Papa mulier Johannes VIII. 

5. An corpus B. Dionysii Areopagitae apud Ratisbonnenses , an 
uero in oppido apud Parisienses quiescat? 

6. Historia, S. Marcum Euangeliftam corporaliter quiescere in 
insula, quae diues Augia, vulgo Reichenau, dicitur, sub epi- 
scopatu Constantiensi, e bibl. Ratisbonnensi eruta. 

7. De uita el obitu S. Lucae. 

8. An Constantinus Imperator Romae fuerit baptizatus? 

9. Epistola bealissimae semper Virginis Mariae, Deiparae, de 
miserabili statu ecclesiae ad Clerum Gennaniae, Romae in 
bibfiotheca Vaticana inuenta. 

10. Relatio, Deum quandoque exlraordinarie uisionibus edocuisse 
homines, non lamen S. Scripturae conlradiceulibus, ex anna- 
libus Baronii, cum iudicio D. Lutheri. 

11. Consilium summi Pontiflcis Innocentii X. et selectorum Car- 
dinalium super statu Germaniae. 

12. De Nebucadnezare et tyrannico imperio. 

13. De potestate reciproca Regum etPrinoipum in suos subditos, 
et uicissim subditorum in suos reges et principes. 

14. Crudelitas inquisitionis Hispanicae Romanae in Marci Antonii 
de Dominis, Archiepiscopi Spalatensis, catholice defuncti, 
cadauere exusto. an. 1623. 

15. Judicium Amphictyonicum catholicorum in Johanna Lotharin- 
gica uirgine, iniuste condemnata, et combusta, ex Aeneae 
Syluii commentariis, et annalibus ecclesiae Aurelianensis. 

16. De prima origine Societatis Jesu, ex commentariis Pii II. 
Pontif. Max. lib. 12. fol. 591. Romae excusis anno 1584, 
edente Joanne Gobellino, acced. instruct, seoreta etc 

17. De inslituto Jesuitarum, ex nobilissimo Historico Thuano 
collecto. 

18. Eines Prediger-Mtinchen 3facher Wunfch. 

19. S. Franciscus in quibusdam fuit quasi alter Christus. 

20. de stigraatibus S. Prancisci. 

21. De S. Maria Senensi. 

22. Turca est Antichristus, autore Friderico Nausea. 



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148 



23. Eio alter Lobfpruch yon der fchtinen Maria zu Regenfpurg, 
1519. 

24. Warum zar Zeit der Reformation kein Politifcher vielweni- 
ger ein Cathol. und allgemeiner Fried in Deulfchland zb 
hoffen und za gewarten gewefsen. 

25. Abfag- Brief Lambertus Hortenfius von Montfort, von den 
proteflierenden Krieg an. 1546. 

26. Durch was Mittel der Pabfl zu Rom die Chriftenheit regiere? 

27. Der Catholifchen Stttnde Schluffs, dafs die Rtiml. Keyfsln. 
Maj. die Freyftelluog der Religion in Dero Erblfindern nichl 
k&ne noch wolle bewilligen. 

28. Vergleicht Enck. 

29. Yon Deutfcbland. 

30. Ein kurzer Difcurs von ietzigen H&ndeln der Welt. 

31. de quatuor quaesitis per epistolam, super fide et religiose 
Persarum, el ad eadem responsum Dom. Theodori Hack- 
spanii. 

32. De Arislotele. 

33. de arte Lulli. 

1. Sebastian! Hornmoldi, Tubingensis, J. V. D. et poetae lau- 
reati, Hierosolyma, h. e. descriptio gloriosae ac felicis ex- 
peditions, quara an. Chr. 1095. Henrico IV. Caesare, qoidam 
principes christiani ductante exercitum Godofredo duce Bul- 
Wonio in terram Palaestinam f. sanctam suscepere. (absol. a. 
d. 5. Junii A. S. 1591.) 

2. Ej. Poeseos aliquot exercitationes : Ver; Amor; Testamen- 
tum, s. de caducitafe uitae humanae etc. 

Prudentii hymni TtadrifisQivmv 9 in deutsche Verse ttbereetzt von 
Adam Reisner. 

Ej. Reisneri Neue Gefang in den Blcbern Mose, Denen Prophe- 

ten und Pfalmen etc. 
Balthafar Mitfohelens, Vogts Zu NUrtingen, fttrftl. Wurtenb. Hi- 

ftorifche Befchreibungen. 
Andreae Boldmeyers compendium ohronologicom der Ldbl. ReichTs 

Stadt Ulm. 

1. Jacobi Miilleri, Torgensis, Med. D. und Mathematici zu Gief- 
fen, Sciagraphia Solis; i. e. Griindliche Befchreibung vom 
Nutzen und Gebrauch der Sonenfchattens, Jahrzeit, Monat eta 
beneben Urlprung und Aufstheilung der Himlifchen Sphaerae; 
wie den auch ein geringer Inftrument alle Souen Ubren Bon- 
der grofe Miihe damit zu verzeichnen. 

2. Ejusd. praxis geometrica uniuersalis, 1. e. wie man alle Li- 
nien und flguren in corporibus phyficis aufsmeffen foil, be- 
neben vtilligen Bericht von der proportion, und aus was 
Grund der Canon trigonometricus erfunden. 

3. Johan Ulrich KrafFts, nachherigen Pflegers zu Geifslingen, 
oriental. Reife, Gefftngntis und Befreyung etc. — 1575 usque 
ad 1585. 



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149 



4. Herzog Friederichs zu WUrtenberg Reife nach Ualien 1599. 
und 1660. befchrieben ?on Heinrich Schikhard von Her- 
renberg. 

Ramuel Kiechels, Vlmensis Reife nach Orient, an. 1585—1589. 
2. Johann Wildens, Burgers in Niirnberg, Reife naoh der Tur- 
key, Arabien etc. an 1604 — 1611. 

D. Ludovici Rabi Aufslegung aller Sontaglichen Evangelien, yon 
Erhard Drechfslern, Praeceptore III. Classis nachgefchrieben. 

D. Georg Segers Rrklarung des Kuangelii Johannis (1574.). 

D. Johann Vrfenbecks Calechifmus- Pfalmen- und Pafsions - Pre- 
digten (1585.) 

1. Ntirnbergifches Schemvarts Buch mil gemahlten Aufztigen 
der Faftnachts-Tfintze. 

2. Der LObl. Stadt Augfpurg Herren Geschlechter. (gedruckt. 2.) 
Viti Breitfchwerts rechlliches Bedenken fiber unterfchiedl. Slrit- 

tigkeiten der Ltibl. Reichs-Ritterschaffl in Schwaben gegen 
unterfchiedliche Herrfchafften. (1528). 

(Fortsetzung folgt.) 



Uebersicht der neaesten LUteratar. 



DEDTSCHL AND. 

Abies, Dr. Wilh., Gedanken 6b. Natur- u. Wortpoesie der russischen 
Spracbe, m. Beriicksicht. der roman. u. german. Sprachen. Lex. -8. 
(XXXVI n. 192 S.) Berlin, geh. n. 2 Thlr. 

Accesslonen, die, der Kflnigl. UniversitSts-Bibliothek in Gdttingen wSh- 
rend des J. I860, gr.8. (VII a. 132 S.) Braunschweig, geh. n.%Thlr. 

Alt Schleiermacher's Leben. In Briefen. 3. Bd. Schleierroacher's Brief- 
wechsel m. Freunden bis zu seiner Uebersiedelg. nach Halle, nament- 
lich der m. Friedrich u. August Wilhelm Schlegel. Zura Drnck vor- 
bereitet t. Dr. Ludw. Jonas , nach dessen Tode hrsg. v. With. Dil- 
tkey. gr. 8. (X u. 438 S.) Berlin, geh. (a) n. 1% Thlr.; 

in engl. Einb. (4) n. 2% Thlr. 

Baeumen, Aug. v., Nach Marokko. Reise- u. Kriegsmemoiren. Mit 1 
(lith) Zeichng. der Sladt Tetuan u. dem (lith.) Bildnisse d. General 
Prim. 8. (333 S.) Berlin geh. 1 Thlr. 18 Ngr. 

Baumleln, W., Untersuchungen fib. griechische Partikeln. gr. 8. (IV u. 
320 S.) Stuttgart, geh. n. 2 Thlr. 4 Ngr. 

Blanc, Dr. L. G., Versuch e bloss philologischen ErklSrung mehrerer 
dunklen u. streitigen Stellen der gdttlichen Komodie. I. Die Hdlle. 
2. Hfl. : Gesang XVIll-XXXlV. gr 8. (S. 156-310.) Halle. (*)%ThIr. 

Bohlmann, Dr. Otto. Denkschrifl nb. die prioritatischen Anspruche Preus- 
sens an das Herzogthum Braunschweig- Wolffenbultel. Nach den 
Quellen bearb. Nebst e. Anh. enth. 4 Stammtaf. (in qu. Fol. u. qu. 
gr. Pol.) u. die wichtigsten, in Bezug genommeneu Urkuoden in cor- 
rectem Abdruck. gr. 8. (XI u. 112 S.) Berlin, geh. % Thlr. 



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150 



Brenner-Scblffer, Dr. Wilh., Zur Oberpfalzischen Volksmedizin. Darstet- 
lung der sanit&tl. Volks-Silten u. d. medizin. Volks-Aberglaubens in 
nordostl. Theile der Oberpfalz. Gekrdnte Preisschrift. gr. 8. (40 S.) 
Amberg. geh. 6 Ngr 

Brlefe, historische, Ob. die seit dero Ende d. 16. Jahrh. fortgehenden Ver- 
luste u. Gefahren d. Protestantismns. 8. (XII u. 544 S.) Frankfurt a. M. 
geh. n. \% Thlr. 

Buckle, Heinr. Thorn., Geschichte der Civilisatiou in England. Mit Be- 
willigg. des Verf. fibers, v. Am. Ruge. 2 Bd. gr. 8. fXVI u. 582 S.) 



Codex diplomatics dominii temporalis S. Sedis. Recneil de documents 
pour servir a I'histoire du Gou?ernement temporel des etats da 
Saint-Sie«e, extraits des archives du Vatican pir August Tkemer. 
Tome 1.756— 1334. Fol. (Xu.632S.) Rome. (Leipzig.) geh. n. 18Thlr. 
Dunker, Prof. Dr. Guil., Mollusca Janonica descripta et tabulis tribes 
Iconum illustrata. gr. 4 (111 u. 36 S. m. 3 color. Stointaf. a. 3 Bl. 
Erklargn.) Stuttgart, cart. n. 2 Thlr. 4 Ngr. 

Geffken, Pred. Dr. Jobs., Johann Wincklei u. die hamburgiscbe Kircae 
in seiner Zeit (1684 — 1705) nach gleichzeitigen , vornehmlich band- 
schriftlichen Quellen. Mit dem (lith.) Bildnisse Wincklers, e. Facs. 
seiner Handschrift u. seinem Wappen. gr. 8. (XII u. 446 S.) Ham- 
burg, geh. n. 2 Thlr. 
Graeti, Dr. H., Geschichte der Juden von den altesten Zeiten bis aof 
die Gegenwart. A us den Quellen neu bearb. 5. u. 6- Bd. gr. 8. 
Krotoschin 1860. (Leipzig.) geh. a n. 2% Thlr. 
I oh alt: 5. Geschichte der Juden vom Abschluss d. Talmud (5001 



bis zum Aufbluhen der judisch-spanischen Cultur [1027]. (X 
u. 566 S.) — 6. Geschichte der Juden vom Aufbluhen der 
judisch-spanischen Cultur [1027] bis Maimuni's Tod [1205]. 



(XII u. 471 S.) 

firflnhagen , Privaldoc. Dr. Colmar, Breslau unfer den Piasten als deut- 
sches Gemeinwesen. gr. 4. (VII u. 124 S.) Breslau. geh. n. 1% Thlr. 

Hageby, Premieurlieut. Axel Lind v., Reisebilder u. Skizzen aus Indian 
u. dem letzten indischen Kriege 1857—1859. Aus d. Schwed. Mit 
dem Portr. des Verf. (in Stahlst.), 10 color. Taf. in Stahlst. nach 
Orig v. Hindu-Malern. 16 (lith.) Taf. in Tondr., 3 (lith.) Plaoen a. 
1 (lilh.) Karte v. Vorder-Indien. (in Lex.-8. u. gr. 4.) Lex.-8. (X u. 
424 S.) Leipzig, geh. n. 4 Thlr. 

Heer, Prof. Dir. Osw., Untersuchungen 6b. das Klima u. die Vegetations- 
verhaltnisse d. TertiSrlandes. Mit (lith. u. color.) Profilen u. 1 (chro- 
molith.) Kartchen Europa's. [Abdr. aus dem 3- Bde. der tertiir*a 
Flora der Schweiz.] Fol. (IV u. 170 S.) Winterthur 1860. cart. 



flutter, Hofrath Frdr. v., Geschichte Kaiser Ferdinands II. u. seiner In- 
tern. Personen-, Haus- u. Landesgeschichte. 10. Bd. A. u. d. T. : 
Geschichte Kaiser Ferdinands II. 3. Bd. gr. 8. (606 S.) SchafThausen. 
geh. n. 2 l / a Thlr. (I -10 : n. 25fc Thlr.) 

Ilae, Prof. Dr. L. Fr., Geschichte der deutscheo Bundesversammlung, ins- 
besondere ihres Verhaltens zu den deutschen National -Interessen. 
3. Bd. gr. 8. (VIII u. 662 S.) Marburg 1862. geh. 2% Thlr. 

(I— III. : 8% Thlr.) 

Klttseer iun., Jak., Inhalt d. Talmuds u. seine Autoritat , nebst e. ge- 
schichtl. Einleitg. Aus den ersten Quellen geschdpft u. unpartheiisch 
behandelt. 2. Ausg. gr. 8. (Ill u. 219 S.) Leipzig, geh. n. 1% Thlr. 
Klelnert, Dr. G. 0., Geschichte der HomSopathie. (In 12 Lfgn) 1. Lfg. 

gr. 8. (64 S. m 1 Steintaf. in Tondr.) Leipzig, geh. n. % Thlr. 
Klopp, Onno, Tilly im dreissigjahrigen Kriege. I. Bd. bis zur Zeit d. 
Friedensschlusses v. Lubeck 1629. gr. 8. (XIV u. 557 S.) Stuttgart 



Leipzig geh. 




n. 3 Thlr. 6 Nj 



geh. 



n. 3 Thlr. 



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151 



Kluge, Lehr. Dr. Karl Emil, fiber die Ursa ch en der in den J. 1850 bis 
1857 stattgefundenen Erd-Erschutterungen u. die Beziehungen der- 
selben zu den Vulkanen u. zur Almosphfire. gr. 8. (124 S.) Stutt- 
gart, geh. n. 24 Ngr. 

Kunstmann. Dr. Frdr., die Pahrt der ersten Deutschen nach dem por- 
tugiesischen Indien. gr. 8. (33 S.) Munchen. geh. n. % thlr. 

Ltssen, Prof. Chrn., indische Alterthumskunde. 4. Bd. Geschichte d. 
Dekhans, Hinterindiens u. d. Indischen Archipels v. 319 n. Chr. Geb. 
bis auf die Muharaedaner o. die Portugiesen. Nebst Umriss der 
Kulturgeschichte u. der Handelsgeschichte dieses Zeitraums. 2. Halite 
Lex.-8. (S. VII -X u. 529-988.) Leipzig, geh. n. 3 Thlr. 14 Ngr. 



Ledebnr, Carl Frhr. v., Tonkunstler - Lexicon Berlin's von den fittest en 
Zeiten bis auf die Gegenwart. 7—11. (Schluss-)Lfg. Lex -8. (S. 335 
—704.) Berlin, geb. a n. 12 N$r. 

Lepsius, Rich., ub. chinesische u. tibetische LautverhSllnisse a. ub. die 
Umschrift jener Sprachen. [Aus den Abhandlgn. der K. Akad. d. 
Wiss. zu Berlin I860 ] gr.4. (50 S. m. 1 Tab.) Berlin, cart. n. 18 Ngr. 

fiber die arabischen Sprachlaute u. deren Umschrift nebst einigen 

Erlauterungen fib den harten i Vocal in den tartarischen, slavischen 
u. der rumanischen Sprache. [Aus den Abhandlgn der K. Akad. d. 
Wiss. zu Berlin 1861.] gr. 4. (58 S. m. 1 Tab.) Ebd. cart. n.%Thlr. 
Luge, J. G., Ghromk der Sladt GreifTenberg in Schlesien. gr. & (VIII u. 



Mendelssohn Bartholdy, Felix, Keisebriefe aus den J. 1830 bis 1832. 
Hrsg. v. Paul Mendelssohn Bartholdy. gr. 8 (VII u. 340 S.) Leipzig, 
geh. n. 2 Thlr.: in engl. Einb. n.n. 2% Thlr. 

Hock, Dr. Th. D., de donatione a Carolo Magno sedi aposlolicae a. 774 
oblata. Dissertatio historica et crilica. gr. 8. (102 a.) Mfinster. geh. 



Mommsen, Th., fiber die Zeitfolge der Verordnungen Diocletians u. sei- 
ner Mitregenten. [Aus den Abbdlgn. der K. Akad. d. Wiss. zu Ber- 
lin I860.] gr.4. (99 S. m. 1 Chromolith.) Berlin, cart. n. 1 Thlr. 6 Ngr. 

Monument* Lubensia. Hrsg. v. ProvinziaUArchivar Dr. W. Wattenbach. 
gr. 4. (VII u. 64 S.) Breslau. geh. n. 24 Ngr. 

Monuments, vetera, Poloniae et Litnuaniae gentiumque finitimarum histo- 
riam illustrantia maximam partem nondum edita ex tabulariis vati- 
canis deprompta, collecta ac serie chronologica disposita ab Aug. 
Theiner. Tomus 11. Ab Joanne Pp. XXIII. usque ad Pi urn Pp. V. 
1410—1572. Fol. (XXV u. 782 S.) Romae. (Leipzig.) geh. 



Hovlckl, Prof. Max, Sita, Enumeratio lepidopterorum Haliciae Orienlalis. 
Lex.-a (XXX u. 285 S. m. 1 Steintaf.) Leopoli 1860. (Berlin.) geh. 



Rtumer, Frdr. v., Lebenserinnerungen u. Briefwechsel. 2 Thle. gr. 8. 

(XVII u 663 S.) Leipzig geh. u. 3% Thlr. 

Relneke ?oss. Plaltdeutsch nach der Lubecker Ausg. v. 1498 bearb. v. 

Karl Tannen. Mit e. Vorrede v. Dr. Klaus Grolh. 8. (XI u. 281 S.) 

Bremen, geh. n. % Thlr. 

Rossel, Biblioth.-Secr. Dr. Karl, die Pfarrkirche S. Severus in Bopard. 

Ein Beitrag zur Baugeschichte. gr. 8. (10 S. m. 1 Steintaf. in Toodr.) 

Wiesbaden, geh. n. % Thlr. 
Urkundenbuch der Abtei Eberbach im Rheingau. Im A a it rag d. 

histor. Vereins f. Nassau hrsg. 1. Bd. 1. u. 2. Hit. gr 8. (288 S.) 

Ebd. I860. 61. n. 1 Thlr. 3 Ngr. 

1. Hft. n. 18 Ngr. 2. Hft n. Vi Thlr. 
Stlehler, Regier.-R. a. D. Aug. Wilh., Synopsis der Pflanzenkunde der 

Vorwelt. 1. Abth. A. u. d. T. : Synopsis der gamopetalen angio- 



(I— IV. : n. 29 Thlr. 6 Ngr.) 




n. 1% Thlr. 




(a) n. 24 Thlr. 




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152 

spermen Dicotyledonen der Vorwelt. gr. 8. (XVI u. 196 S.) Qued- 

liriburg. geh. 1% Thlr. 

Segesser, Ant. Phil, v., die Beziehungen der Schweizer in Mathias Cor- 

vinus, Kdnig v. Ungarn in den J. 1476—1490. gr. 8. (IV u. 114 S.) 

Luzern i860, geh. 24 Ngr. 

Volger, Dir. Dr. Wilh. Frdr. , der Ursprung u. der alteste Zustand der 

Stadt Luneburg. Ein Versuch. gr. 8. (VIII u. 54 S.) Luneburg. 

geh. n. % Thlr. 



ENGLAND. 

Arnott (Neil) — A Survey of Human Progress from the Savage State (o 
the Highest Civilisation yet attained, a progress as little perceived 
by the multitude in any age as is the slow growing of a Tree by 
the children who play under its shade, but which is leading to a 
new condition of Mankind on Earth. 8vo. pp. 190, cloth. 6s. 6d\ 

Batemaa (Thomas) - Ten Years 1 Diggings in Celtic and Saxon Grave- 
hills, in the Counties of Derby, Stafford, and York, from 1848 to 
1858 ; wilh Notices of some former Discoveries hitherto unpublished, 
and Remarks on the Crania and Pottery from the Mounds. 8vo. pp. 
310, cloth. 15s. 

Challice (Dr.) — The Secret History of the Court of France under Louis 
XV. Edited from rare and unpublished Documents. 2 vols, post 8vo. 
pp. 800, cloth. 21s. 



A n z e i g e. 



Bficher-Auction. 

In alien Buchhandlungen ist zu haben: 

Verzeichniss der von 6. B. Niebnhr und H. v. Nie- 
bnhr hinterlassenen Bucher-Sammlung, welche 
am 27. November d. J. durch den Auct.-Comm. 
Muller in Berlin dffentlich versteigert wer- 
den soli. 

Ausgegeben durch die Bessersche Bochhandlung (W. Hertz) 
Berlin, 7 Behrenstrasse, welche Auflrage tibernimmt. 



Verantwortlicher Redacteur: Dr. R. Naumann. 
Verleger: T. 0. Weigel. Druck von C. P. Melzer in Leipzig. 



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zom 



31. October. JW 20. 1861. 



Bibliothekordnungen etc., neueste in- and ausl&ndische Litteratur, 

Anxeigen etc. 

Zur Besorgung aller in nachstebeoden Bibliographieo yerxeichneteo Bttcber 
empfeble ich nich nnter Zusicberniig schnellster and billigster Bedienang; deoen, 
welche micb direct mtt rcsp. Bestellungcti beebren, sicbere icb die grotsteo Vor- 
theile ra. 

T. ©. Weigel in Leipzig. 



ManuscriptenkatAloge 

aus R. L von Senckenberg's Nachlasse. 

(Fortsetzung.) 

Difcurs, ob der Geifllichen im Herzogthum Wtirtemberg gelegene 
Giiter, tempore necefsitatis publicae in die Steuerbarkeit zu 
Ziehen feyen? 

Johann Halbrilters Consilium in Renuntiations-Sachen der Reichs- 

RiUerfchaffl in Schwaben ertheilt. 1604. 
MSSta mifcellanea. 

Politifcher MSStorum Tom. 1. Ungarifche, Bflhmifche, and Oefter- 
reich. Sachen belreffend. 

— — Tom. II. Donaowerth. Jttlichifche, ond Reichfs- 
fachen belreffend. 

— — Tom. III. meiftens die Btihmifche Unrohe und 
30jahrigen Krieg betreffend. 

— — Tom. IV. B5bmifch-Oefterr. Religions -Sachen, 
und dOjfihrigen Krieg betreffend. 

Volumen I. Epistolarom ad D. Cunradum Dietericom, Superint. 

Vlmensem, scriptarum. Lat. partim, part. German. Lit. A— D. 
Volumen II. epistolarom etc. lit I) — R. 
Volomen III. epistolarnm etc. lit. S— Z. 

Volumen IV. epistolarom, fiirftl. grftfl. freyherrl. and adelicher 
Perfonen, aoch Slttdt. Unioerfitaet und Conflftorial-Schrei- 
ben etc entbaltend. 
XXII. Ja.hrga.ng. 



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154 



Volumen Actorum theologicorum, Giefsensium, Tubingensium, Dau- 

tiscanorum, Wormatienfium etc. 
Programmata Gymnasii Vlmensis, ab an. 1622—1694. voll. 1.2.3. 
Johann Dieterici Leopoldt memoria Physicorura Vlmanorum, sea 

biographiae medicorum ordinariorum Vlmensium ab an. 1377. 

usque ad annum 1733. 
Alia quaedam MSta uide inter Patres, Canonibus Aposlolorum etc. 

edit. Mogunt. 1525. foi. adiuncta. 

Libri MSS. chartacei 
in 4. 



Publi Terenlii Afri comoediae, 

1. Andria p. 1. 

2. Eunuchus - 93. 

3. Heautontimorumenos, k - 203. 

4. Adelpbi - 303. 

5. Hecyra - 385. 

6. Phormio - 358. 



Bruder Berchtolds, Prediger Miinchs, deutfche Ueberfetzung und 
Aufszug aus Johannis von Triburg, Ord. Praedicat. Lat. Sume 
der Beichtiger. (gefchrieben von Nicolai Doner de Buftetten. 

Ein Volumen Schwenkfeldifcher Briefe etc an. 1557. 

Erklarung und kurzer Inhalt der Epiflel Pauli an die Hebraer. 

Von den fieben geiftiichen und fieben leibiichen Werken der 
Liebe. 

Der 20fte Pfalm zum Trofl der betrubten Chriftglaubigen aus 
dem Hebr. verdeutfcht, und ausgelegt, durch Adam Reifsner 
von Miindelheim. 

Von Chriftl. Gedult, Demuth und SanAmuth in aller Anfechtung 
etc. durch Adam Reifsner. (1572.) 

Burcardi Solidi (Schilling) ab Elmandingen (pago Phorcensi) tractat 
von den wahren und falfchen Kirche, 1544. 

Erasmi Widmanni Zwo neue geiftl. comoediae, die erften vora 
Streit Zwifchen dem Babylonifchen Goliath, und Lutherifchen 
Dauid, zu Rotenburg auf der Tauber an dem Evangel. Jubel- 
feft den 31. Oct und 3. Nov. an. 1617. die andere von 
der ablafs Craroerey; faint einem Difcurs 3. Frauen vora 
Weg zur Seligkeit etc. den 9. Nov. dafelbft auch publice 
agirt etc. etc. 

Saulus conuerfus et illuminatus, oder umftandl. Erklarung der 
Gefchichle des Apoftels Pauli, in einer Reuocations-Serroon 
der Pabftl. Irrfaalen vorgeflelU von Jos. Philipp Dimler von 
VYiirzburg, gewefsten Sub-Prior des Carmeliter-Conuents zu 
Ravenfpurg. an. 1672. 

Politifche Difcurse von dem Anfang und progrefs der in dem 
Rtfm. Reich grafsirenden franztffs" Waffen etc. 



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I5S 



Anon. Excerpta mifcellanea. voll. 2. 

Anon. Reifebefchreibung von Ulm aus durch Frankreich etc. 
Sebaflian Fifcher Mifcellan-Chronik, befonders von Ulmifchen 
Sachen. Der Verfaffer meldet, dafs Conrad Sam, Praedicant 
zu Ulra feines Vatters Bruder gewefen. 

Not. Diefer Chronik sind an gedrukten SchrifFlen inferirt: 
Conr. Sams 3. Predigten von Dauids Ehebruch, Mord, 
Strafe, und Bufs. 2.) Bericht, wie Carolus V. den 
Churfr. Mauritium an. 1548. Zu Augfpurg mil der Chur 
belehnet. 

Befchreibung der Uralten Gefchlechter zu Augfpurg; und alfs Tie 
an. 1538. bifs auf 8. Gefchlechte im HErrn entfchlaffen, mit 
was Perfonen diefelbe durch einen Ehrfamen Rath dafelbft 
aus der BtirgerfchafFt erweitert und gemehret worden etc. 
2.) der bemeldten ehrlichen Btirger und Gefchlechter zu 
Augfpurg Hochzeit-Regifter von an. 1484. bifs 1567. 

Eine Copia des vorftehenden Buchs, worinen das Hochzeit-Re- 
gifter bifs 1653 continuiret. etc. 

ISS. in a 

Sebasliani Hornmoidi epistolae familiares ad diuersos scriptae. 
roll. 2. 

Epistolae familiares ad Sebastianum Hornmoldum scriptae. 



III. 

B. de Stosoh Index Man us crip to rum. 

Pag. Num. 

1. 1. Chronicon. urbis Fauentinae ab urbe condita ad annum 

1446. circiter, per incertum auctorem latine scriptum. 

Ad calcem libri breuis est Dissertatio super ori- 
gine Dorainiorum, quae possidet in Territorio Fauen- 
tino Episcopus eiusdem urbis. 

Catalogus Diplomatum et Contractuum ad S. Se- 
dem apostolicam spectantium, quae omnia per Feli- 
cem Contelorium Fauentia Romam asportata , in Ar- 
chiuo Castri S. Angeli reposita fuere; huic Catalogo 
adiicitur alius Diplomatum ad urbem Fauentinam spe- 
ctantium, apud heredes D. Bernardini Azurhni. 

2. 10. Memorie istoriche delle cose di Firenze dalT anno 1501 

insino air anno 1546, per Fra Giuliano Ughi Minore 
Osserv. 

4. 29. Chronicon Taruisinum compositum a Ser Andrea de 
Redusiis de Quero, Cancellario Communis Taruisii, 
ab anno 1211. ad 1428. tractum ex Codice Uaticano, 



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156 

Pag. Nam. 

nullibi impressum, nisi in Scriptor. iUl. Muratorii 
Tom. XVllll. ubi mancum mutiluraque habetur, cam 
, non incipiat nisi ab anno 1369. in calce huius Co- 
dicis exstant Acta Sancli Prosdocimi. 
4. 31. Hisloria, sou Silua Abbatum Cisterciensium famiiiae 
roonasterii Rynlos in Scotia cam aliis plerisque eius 
loci uetustatis raonumentis, Johanne Ferrerio Pederaon- 
tano auctore, nuper a summa tenebrarum caligine in 
lucera restitutis sub Roberto Void, bene merito inter 
Abbates, in publicum effertur 1527. 

4. 33. Cronica antica di Bologna in Pergamena, dair ohgine 

di Bologna, e continuata da diverse mani sin' all 1 
anno 1504. 

5. 35. Istoria delle Guerre d'ltalia del De' Rossi divisa in due 

Codici, il primo de' quali contiene le guerre e tu- 
multi, cbe causarono ii sacco di Roma; il secondo 
descrive il sacco predetto, ed accidenti occorsivi, ed 
in appresso la separazione d'Enrico VIII. Re d'lnghil- 
terra e suo Regno, delta Chiesa di Roma. 
5. 38. Lo Stato di Roma solto Honorio Ml. dal 1285. sino 
al 1288. 

Annali delle cose seguite in Italia al suo tempo, 
scrilti da Ludouico Monaldesco da Orvieto: principia 
dair anno 1327. e fluisce I'anno 1340. 

Diario intitolato „Mesticanza, continente interrat- 
tamente le cose di Roma dair anno 1374. sino air 
anno 1524. al fine di esso vi e una notizia, che 
detto Diario sia opera nel suo cominciamento di Liello 
Pelrone Romano del Rione di Ponte, continuato poi 
da altre persone. 

Diarium de rebus Romanis ab anno 1404. ad an- 
num 1414. descriptum ab Antonio Petri, Uaticanae 
Basilicae Beneflciato. 
5. 38. Diario d'incerto Autore dal 1481 al 1492. 

Diario di Sebastiano di Branca de' Talini del 1494. al 
1517. 

Diario di Cola Codeine Romano del Rione di Trastevere 

dal 1521. al 1561. 
Ingressus in urbem Caroli V. per Blasiim de Caesena, 

Magistrum Ceremoniarium anno 1536. 
Successi di Roma sotto Gregorio XIII. 
8. 65. Acta conuentus Ratisbonensis in caissa Religionis duo- 
bus uoluminibus comprehensa. 
8. 66. Miscellanea scripta in lingua germanica, uidelioet, 

Vita Othainrici Regis Gothorum, ei de origine 
germanica Gotborum. 

Colloquia diuersa super statum Palatinatus ad 
Rhenum. 



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157 

Pag. Nam. 

Historia formulae concordiae rhythmicae. 
Controuersiae insigniores inter Protestantes et Ca- 
tholicos in materia Religionis. 

10. 75. Codex chartaceus Hispanice scriptus, cui tilulus: Varios 

Papeles tocantes a diferentes Reinos, en particular a 
Castilla. 

11. 82. Discorso sopra i Seggi di Napoli. 

Diario delle cose d'ltalia dal 1368. al 1497. Incipit A. 
D. 1368. foro li brucoli che oscuravono loSole: de- 
siDit, Ego Luisius de Rayrao, Antonius Rota etPetrus 
Lupus et c. e l'autore 6 il suddeto Luisio di Raymo. 

Priuilegia Monasterii ss. Trinitatis de Venusio, extracta 
ex authenticis Membranis. 

Priuilegia Monasterii S. Stephani del Bosco Ordinis Car- 
tusiensis. 

Ecclesiae Theatinae Processus, seu Archiepiscopi eius- 
dem cum regio Fisco et Barone Uillae Mainae, in S. 
Regis Consistorio etc. 

Uaria Extracta ex Registris regiis, incipientia a Carolo I. 
Andegauensi. 

Testamenlum Serenissimi lmperatoris Friderici II. 

Testamentum ex libello de successione Regni Siciliae, 
composito per Petrum Trosillo de Valentia. 

Quamplurima Priuilegia et Concessiones faclae a Re- 
gibus Siciliae, extraclae ex publicis Archiuis Regni. 

De Neapolitanae ciuitalis Baronibus et Feudatariis a 
Carolo I. recensitis Catalogus ad Brutum Capicium 
Neapolilanum. 

De Origine et Institutione S. Consilii Neapolitani, An- 

tonii Bolviti J. C. 
Chronicon Amaifitanum ab urbe condita usque ad annum 

1294. Accedit Catalogus Archiepiscoporum Amalfita- 

norum. Iucipit Chronicon, Tempore quo magnus Im- 

perator Constantinus etc desinit, et aliam cruoem 

argenteam deauratam. 
Testamento di Giovanna d'Aragona, Regina di Sicilia. 
Antonii Galatei et c. Calipolis descriptio ad Summontium 

suum: Incipit, Sis saluus et c. nemo apertius corri- 

puit mores hominum. 
Instrumentum admissionis in Sedili Nidi Francisci Gat- 

tulae de Caieta; et Descendentium an. 1435. 

(Schluss folgt.) 



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158 



Uebereicht der nenesten Litterateur. 



DEDTSCHL AND. 

Argel&nder, Dir. Dr. Frdr. Wilh. Aug., astronomische Beobachtungeo auf 
der Sternwarte der K. Rhein. Friedrich- Wilhetms-Universitat zo 
Bonn. IY. Bd.: Bonner Sternverzeichniss. II. Sect. enth. die ge- 
naherten mittleren Oerter von 105,075 Sternen zwischen 20 a. 41 
Grad nordl. Declination f. den Anfang des J. 1855. Unter Mitwirkg. 
der HH Prof. Dr. E. Schonfeld u. Dr A. Kruger. gr.4. (LX u. 361 
S.) Bonn. geh. (a) n. 5 Tblr. 

Bibllotheca hislorico-geographica od. systematise^ geordnete Uebersicht 
der in Deutschland u. dem Auslande auf dem Gebiete der gesamin- 
ten Geschichte a. Geographie neu erschienenen Bucher hrsg. v. Dr. 
W. Muldener. 9. Jahrg. 1861. 1. Hft. Janr.-Juni. gr. 8. (121 S.) 
Gottingen. n. 9 Ngr. 

hislorico-naluralis, physico-chemica et mathematica od. sytematisch 

geordnete Uebersicht der in Deutschland u. dem Auslande auf dem 
Gebiete der gesammten Naturwissenschaften u. der Mathematik neu 
erschienenen Bucher hrsg. v. Ernst A. Zuchold. 11. Jahrg. 1861. 
1. Hft. Janr.— Juni. gr. & (85 S.) Ebd. n. 8 Ngr. 

medico-chirurgica, pharmaceutic -chemica et veterinaria od. ge- 
ordnete Uebersicht alter in Deutschland u. im Ausland neu erschie- 
nenen medicinisch - chirurgisch - geburtshiilfl., pharmaceutisch - chem. 
u. velerinar-wissenschaftl. Bucher. Hrsg. v. Carl Joh. Fr. W. Ru- 
precht. 15. Jahrg. 1861. 1. Hft. Janr.— Juni. gr. 8. (38 S.) Ebd. 

n. 4 Ngr. 

philologica od. geordnete Uebersicht alter auf dem Gebiete der 

classischen Alterlhumswissenschaft wie der alteren u. neueren Spracb- 
wissenschaft in Deutschland u. dem Ausland neu erschienenen Bu- 
cher. Hrsg. v. Dr. Gust Schmidt 14. Jahrg. 1861. 2. Hft. Janr.— Juni. 
gr. 8. (60 S ) Ebd. n. % Tblr. 

theologica od. geordnete Uebersicht aller auf dem Gebiete der evan- 

gelischen Theologie in Deutschland neu erschienenen Bucher. Hrsg. 
v. Carl Joh. Fr. W. Ruprecht. 13. Jahrg. 1861. 1. Hft. Janr —Juni. 
gr. 8. (34 S.) Ebd. n. 3 Ngr. 

Bungener, Dr. Fel., die Geschichte d. tridentinischen Concils. Uebersetzt 
von S. v. B. Vom Verf. anerkannte Ausg. 2 Bde. 8. (754 S.) Stutt- 
gart, geh. 2 Thlr. 12 Ngr. 

Feifallk. Jul., Studien zur Geschichte der altbSbmischen Literatur. V. 
(Hft.) Lex.-8. (75 S ) Wieu. n.n. % Thlr. 

Friedrich Prinz v. Schleswig-Bolstein-Noer, Aul'zeichnungen aus den J. 
184H— 1850. gr. 8. (IV u. 447 S.) Zurich, geh. n. 2 Thlr. 

Gall institutionum juris civilis commentarii quattuor. Recensuit E. Buschke. 
8. (241 S.) Leipzig, geh. 24 Ngr. 

Gedenk-Rede auf Pehr Henrik Ling, den nordischen Gymnasiarchen u. 
Skalden. Aus d. Schwed. ubers. u. m Beilagen n. Anmerkgn. ver- 
sehen v. Hugo Rothstein. Mil dem (lith.) Portr. Ling's, gr. 8. (36 S.) 
Berlin, geh. n. 6 Ngr. 

Geib, Prof. Dr. Gust, Lehrbuch d. deutschen Strafrechts. 1. Bd. Ge- 
schichte. gr. 8. (XVI u. 364 S.) Leipzig, geh. 2 Thlr. 

Gelpke, Prof. Dr. R. F., Kirchen geschichte der Schweiz. 2. Thl. A. u. 
d. T.: Kirchengeschichte der Schweiz unter der Franken-, Burgun- 
dischen u. Allemannenherrschaft. gr. 8. (XXXVI u. 656 S.) Bern, 
geh. n. 3% Thlr. (I. II. : n. 5 Thlr.) 



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159 

GMrer, Prof. A. Fr., Pabst Gregorius VII. a. sein Zeitalter. 7. Bd. Lex. -8. 

(XX11I a. 966 S. m. 3 lith. Karten, wovoo 2 color., In gr. 4. u. 

gr. Fol.) Schaffhausen. geh. n. 5 Tblr. 6 Ngr. 

Hartwig, Gymn.-Oberlehr. Dr. E. W., ub. die Berechnung der Auf- u. 

Untergange der Sterne. Nebst einigen Hulfstafeln. gr. 8. (47 S. m. 

1 Steintaf.) Sckwerin 1662. geh. n. 12% Ngr. 

Hermann, Lehr. Fr. C, der rSmische Schalttag seit Julius Caesar. Ab- 

handlung. 4. (28 S.) Berlin, geh. ft Tblr. 

Hoffmann. Prof. Herm. , Icones analyticae fungorum. Abbilduogen u. 

Beschreibgn. v. Pilzen in. besond. Rucksicht auf Anatomie u. Ent- 

wickelungs*eschichte. 1. Hft Fol. (HI u. 31 S. m. 6 color. Kpfrtaf.) 

Giessen. In Mappe. n. 2% Thlr. 

Hflbner, Dr. Otto, Materialien zur Beurlheilung der Twistzollfrage. Fur 

den volkswirthschaftl. Congress zusammengestellt. Lex. -8. (32 S.) 

Leipzig, geh n. 6 Ngr. 

Hntteni, Ulricbi, equitis germani, opera quae reperiri potuerunt omnia. 

Edidit Ed. Booking. Vol. V.: Orationes et scripta didascalica cum 

corollariis. Et. s. t.: Ulrichs v. Hutten Schriften brsg. v. Ed. 

Bdcking. 5. Bd.: Reden u. Lehrschriflen m. erlaut. Zugaben. Origi- 

nalien u. gleichzeitige (Jebersetzgn., hrsg. u. in. Anmerkgn. verseben. 

Lex.-8. (Vlllu.5156. m. eingedr. Holzscbn.) Leipzig, geb. n. 5% Thlr. 

(I. II. IV. u. V. : n. 22% Thlr.) 
Jobansen. Chr., die nordfriesische Sprache nach der Fohringer u. Amru- 

mer Mundart. W6rter, Sprichworter u. Redensarlen nebst sprachl. 

u. sachl. Erlautergn. u. Sprachproben. gr. 8. (VIII u. 287 S.) Kiel 

1862. geh. n. 1 Thlr. 18 Ngr. 

Jurisprudence anlejustinianae quae supersunt. In usum maxime aca- 

demicum composuit, recensuit, adnotavit Ph. Ed. Huschke. 8. (XVI 

u. 748 S.) Leipzig geh. 1 Thlr. 24 Ngr. 

Klein, Gymn. -Prof. Carl, die romischen Denkmaler in u. bei Mainz, 

wetche ausserhalb d. stadtischen Museums an dilentlichen Orten sich 

befinden. gr. 8. (18 S.) Mainz, geh. n. % Thlr. 

Kollmann, Dr. Jul., die Eniwicklung der Adergeflechte. Ein Beitrag zur 

Enlwicklungsgeschichte d. Gehirnes. Mit 1 (photogr.) Taf. Abbildgn. 

gr. 8. (VIII u. 40 S.) Leipzig, geh. y, Thlr. 

Kretxer, Pfr. G. H. L., Geschichte d. Centgerichts u. der Pfarrei Mass- 
bach, gr. 8. (265 S.) Meiningen. geh. n. % Thlr. 
Meidinger, Heinr., die sudafrikanischen Colonien Englands, u. die Frei- 

staaten der bolland. Boeren, in ihren neuesten Zust&nden. Mit statist. 

Belegen u. 1 flith. u. col.) Karte (in qu. Fol.) 8. (XII u. 216 S.) 

Frankfurt a. M. geh. n. 24 Ngr. 

Miklosicb, Fr., die slavischen Elemente ira Rumunischen. [Aus den 

Denkschriften d. k. Akad. d. Wiss.l Imp. -4. (70 S.) Wien. geh. 

n. i% fhlr. 

Mobl, Bob. v., Staatsrecht, Volkerrecht u. Politik. Monographieen. 2. Bd. 
Politik. 1. Bd. Lex.-8. (XII u. 691 S.) Tubingen 1862. geh. n. 4 Thlr. 

(I. II. : n. 8% Thlr.) 

Molin, Prof. Dr. Raph., Prodromns faunae helminthologicae venetae, ad- 
jectis disquisitionibus anatomicis et criticis. [Cum 15 icooibus (lith.)] 
[Aus den Denkschriften d. k. Akad. d. Wiss.J Imp.-4. (150 S.) Wien. 
geh. n. 4% Thlr. 

Honnmenta Vaticana historiam ecclesiasticam saeculi XVI illustrantia. Ex 
tabularis S. Sedis apostolicae secretis excerpsit, digessit. recensuit, 
prolegomenisque et indicibus instruxit presbyter Dr. Hugo Laemmer. 
Una cum fragmenlis Neapolitans ac Florentinis. gr. 8. (XVIII u. 
504 S.) Freiburg im Br. geh. n. 3 Thlr. 

MGrner, Staats-Archivar Thdr. v., mSrkische Kriegs-Obersten d. 17. Jahr- 
hunderts. Ernst Georg u. Otto Christof Sparr. gr. & (X u. 370 S.) 
Berlin, geh. n. 2 Thlr. 



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160 

Olshansen, Justus, Lehrbuch der hebrSiscben Spracbe. Bucb I. Latit- a. 
Schriftlehre. Buch II. Formen-Lehre. gr. 8. (XVU u. 678 S.) Braun- 
schweig, geh. - n. 2% Thlr. 

Of erbeck, J. , BeitrSge zur Erkenntniss u. Krilik der Zeusreligion. [Aos 
den Abhandlgn. der k. sfichs. Ges. der Wiss.] boch 4. (110 S. Leip- 
zig, geh. n. 28 Ngr. 

Party, Prof. Dr. Max., die mytischen Erscheinungen der menschlichen 
Natur. gr a (XVIII u. 770 S.) Leipzig, geh. n. 3% Tblr. 

Pokorny, Gymn.-Lehr. Dr. Alois, Untersucbungen ub. die Torfmoore Un- 
garns. [Mit 1 (chromolith.) Taf. (in qu. gr. 4.)] [Aus den Sitznngs- 
ber. 1861 d. k. Akad. d. Wiss ] Lex.-8. (66 S.) Wien. geh. n.%Thlr. 

Reiss, Wilh. , die Diabas- u. Laven-Formation der Insel Palma. Mit 1 
(Stein-) Taf. (in Fol.) gr. 8. (75 S.) Wiesbaden, geh. n. 24 Ngr. 

Rosenthal, Or. Dav. Aug., Synopsis planlarum diaphoricarum. Systema- 
tische Uebersicht der Heil-, Nutz- u. Giflpflanzen aller Lander. 1. 
HSIfte. Lex.-8. (480 S.) Erlangen. geh. n. 2 Thlr. 12 Ngr. 

Rfltimeyer , Prof. Dr. L., Die Fauna der Pfahlbauten in der Schweiz. 
Untersucbungen ub. die Geschichte der wilden u. der Haus-Sauge- 
thiere v. Mitlel-Europa. Mit (eingedr.) Holzschn. u. 6 (lith.) Taf. 
Abbildgn. (in qu. Fol.) gr. 4. (248 S.) Basel, geh. n. 3% Thlr. 

Sohalier, Jul., das Spiel u. die Spiele. Ein Beitrag zur Psychologie u. 
Padagogik wie zum Verstandniss d. geselligen Lebens. 8. (IV u, 340 
S.) Weimar, geh. n. 1 Thlr. 

Schlrlltz, Prof. Dr. S. Ch., Grundzuge der neutestaraenllichen Gricitat 
nach den besten Quellen f. Studirende der Theologie u. Philologie. 
gr. 8. (VIII u. 436 S.) Giessen. geh. n. 2 Thlr. 

Teiehmann, Prosect. Privatdoc. Dr. Ludw.. das Saugadersystem yob 
anatomischen Standpunkte bearb. Mit 18 Kpfrtaf. gr.4. (XII u. 124 S.) 
Leipzig, geh. n. 8 Thlr. 

Urkandenbuoh der Stadt Braunschweig. 1. Bd. Statute u. Rechtebriefe. 
1. Halite. Mit 2 (lith.) Schriftproben (in gr. 4. u. Fol.) u. 2 (lith.) 
Siegelbildern in Farbendr. gr. 4. (184 S.) Braunschweig, geh. 

n. 2 Thlr. 12 Njrr- 

Waits, Geo., deutsche Verfassungsgeschichte. 4. Bd. gr. 8. (XI u. 619 S.) 

Kiel. geh. n. 3 Thlr. 18 Ngr. 

Walter, Ferd., Fontes juris ecclesiastici antiqui et hodierni. (In ca. 4 

fascc) Fasc. 1. gr. 8. (160 S.) Bonn. geh. n. % Thlr. 



ENGLAND. 

Analysis of the History of England (from William 1st to Henry 7th), 
with References to Hallam, Guizot, Gibbon, Blackstone, 4tc., and a 
Series of Questions. By Lofius Fitz Wygram. Second Edit. 12mo. 
(Oxford) pp. 96, sewed. 2s. 6d. 

Haigb (D. H.) — The Anglo-Saxon Sagas: an Examination of their 
Value as Aids to History. 8vo. clolh. 8s. 6d. 

Sbarpe (Samuel) — Egyptian Hieroglyphics: being an Attempt to explain 
their Nature, Origin and Meaning, with a Vocabulary. 8vo. cloth. 

10s. 6d. 



Verantwortlicher Redacteur: Dr. R. Naumann. 
Verleger: 7. 0. Weigei Druck von C. P. Melzer in Leipzig. 



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zam 



15. November. JW 21. 1861. 



Bibliothekordnuugen etc., neueste in- aid auslludUohe Utteratux, 

Anzelgeu etc. 

Znr Besorgvng aller in nachsteneaden Bibliographien verzeichnelen BUcber 
empfcble ich mich nnter Znsicberaag schaellster and billigster Bedienung; denen, 
welche mfch direct mil reap. Bestellongen beebren, sichere ich die grossten Vor- 
tbeile zu. 

T. O. Weigel in Leipzig. 



ManuscriptenkatAloge 

aus R. K. von Senckenberg's Nachlasse. 

(Schluss.) 

Pag. Nam. 

11. 82. Instruzione data dal Re di Sicilia a Guglielmo da S. 

Clemente, soo Arabasciatore al Re d'Aragona Ferdi- 
nando il Cattolico. 
Diploma Ludouici III. Siciliae Regis ad Franciscum Gat- 
tola, Regni Marescallum , de Officio et Jurisdictione 
Marescalli. 

Pii II. Antonio Piccolomineo Daci Amalfiae in feudura 

Concessio arcis Scafati. 
De immunitatibus Abbatiae S. Sophiae Beneuentanae, 

eiusdem Pii II. Diploma. 
Caroii II. Mandatum pro taxanda et colligenda general! 

subuentione in Ciuitate Neapolitana et District!!. 
Roberti et Johannae Regiim Neapp. uariae prouisiones 

pro recta administranda Justitia in Regno. 
Catalogus Regom Siciliae usque ad Johannem II. ordine 

ipsius collectus recognitusque. 
Extracta Regom Siciliae ex Registris della Zecca. 
Catalogus Regum chronologicus Regni Siciliae ex Regia 

Aragonum stirpe. 
16. 92. Codex hie continet primo Historiam latinam Pontificum, 

imperalorum et Regum Francorum, ab Honorio III I. 
XXII. Jahrgaug. 



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162 



usque ad Alexandrum V. In primo aulem Codicis folio 
scriptum est aliis literis et charactere nomen posses- 
sors eiusdem his uerbis, videlicet , Alexander Pauli 
Alius Petauius Parisiensis anno 1547. deinde 
Alperici Calculators Opusculum arithmeticum et astro- 
noroicum. 

De origine Regum Francorum et Lege Salica. 

Poema elegiacum, cui tilulus : Draco Nortmannicus, con- 
linens Gesta Metildis Inperatricis et Gaufridi, Comitis 
Andegauensis, Originem et Gesta Francorum et Nor- 
mannorum. 

Epistola Uniuersitalis Parisiensis Carolo VI, Francorum 
Regi, de componendo schismate Ecclesiae. 

fipistolae Uniuersitatis Parisiensis ad Clementem VII. 
Pontiflcem Avenione, et Uniuersitatis Coloniensis ad 
Uniuersitatem Parisiensem super eodem schismate, cum 
alia epistola ad Pontiflcem. 
18. 119. Historia antiquae Ciuitatis Tadini ab urbe condita usque 
ad annum 1234. 

41. 166. Sixti IIII. Institutiones ad Marcum Barbo Card. S. Marci, 

in Germaniam, Hungariam et Poloniam Legatura, de 
pace inter Principes tractanda 1472. 

Eiusdem Instructiones Episcopo Theanensi, Nuncio, pro 
pace inter Imperalorem et Regem Hungariae tractanda; 
aliae Instructiones super eadem Concordia; aliae In- 
structiones pro Conuentu Nurimbergensi de bello Turcis 
inferendo de anno 1481. 

Eiusdem Instructiones pro Episcopo Sibiceosi, Nuncio 
ad Ducem Burgundiae de anno 1476. 

Eiusdem Instructiones Nuncio ad Caesarem; aliae ad 
Episoopum Aleriensem, Nunciim ad Partes Germa- 
niae. 

Eiusdem pro Episcopo Forliuiensi et Aleriensi, uel eorum 
alteri, Nunciis ad Caesarem pro liberatione Roberti, 
Archiepiscopi Coloniensis anno 1478. 

42. 166. Instructiones eiusdem pro Prospero Camulio, Nuncio ad 

Caesarem anno 1577. 

Eiusdem Instructiones pro L. de Agnellis Protonotario 
apostolico et Antonio de Frastis, Auditore Rotae, Nun- 
ciis ad Caesarem anno 1488. 

Eiusdem ad Protonotarium de Agnellis, Nuncium ad 
Caesarem, aliae instructiones. 

Instructiones pro Episcopo Ratisbonensi ad Imperatorem, 
eiusdem Papae. 

Instructiones pro Archiepiscopo Cretensi, Nuncio Colo- 
niam et ad Partes Rheni anno 1472. Hem aliae In- 
structiones de anno 1475. 

Responsio ad Instructions, data per uenerabilem Domi- 



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168 

Pag. Num. 

nam Boccardum Domino Henrico Mollito, misso per 
ipsum ad Pontificem. 

Respoasum ad ea, quae Archiepiscopus Graynensis no- 
mine Caesaris ad Pontificera retulit. 

Inslructio pro NN. misso ad Regem Franciae, et omnes 
usque hue descriptae sunt Siiti UII. 

Innocentii VIII. Instructiones pro Nuncio ad Regem Hun- 
gariae. 

Eiusdem pro Synolfo, Cubiculario, Nuncio ad Senenses 

cum Perusinis conciliandos. 
Eiusdem P. Balthasarri ad Regem Franoiae. 
Eiusdem pro Petro Episcopo Cesenae , Nuncio ad Fer- 

dinandum, Siciliae Regem. 
Instructiones pro Episcopo Hortano anno 1489. ab In- 

nocentio VIII. ad Hungariae Regem misso. 
Instructiones pro Nicolao Franco, Canonico Taruisino, 

ab eodem P. ad Hispaniarum Reges misso. 
Instructiones eiusdem Philippo Petrohus, Archidiacono 

Aptonensi, Nuncio ad Regem Angliae et Archiepisco- 

pos Regni. 

Sixti UII. Instructiones ad Nuncium ad Regem Franciae 
de anno 1487. 

Instructiones pro Magistro Gratiano de Villa Nova, Nun- 
cio ad Caesarem. 

Instructiones pro Episcopo Traguriensi et D. Antonio 
de Flores, Nunciis ad Gaesare. 

Instructiones trium Statuum Franciae. 

Sijii IIII. Instructiones pro Archiepisoopo Regiensi, Nun- 
cio ad omnem Liuoniam. 
, Inoceniii VIII, Instructiones ad Iavotum de Reb. Neapo- 
litanis de anno 1487. 

Instructiones pro Johanne Andrea de Grimaldis Prot 
apost. Nuncio Sixti IIII. ad Regem Francorum. 

Instructio pro Dom. Johanne Herzeman Nuncio in Sco- 
tiam. 

Sixti UII. Responsio ad Oratores pro rebus Tiphernatum. 

Pro Sixto IIII. de rebus Florentinorum. 

Alexandri VI. Instructiones pro Hadriano Castellensi, et 

Raymundo Centelles, Protonotariis et Nunciis, ad Lu- 

douicum, Regem Franoorum. 
Instructiones pro Petro Jevalles Gard. Reg. Legato in 

Hungariam anno 1506. 
Instructiones pro Raymundo Card. Gurgensi, Legato ad 

Gaesarem et Principes Germanos. 
Instructiones pro Episcopo Tiburtino, Nuncio Venetias 

pro liberalione Ascanii Card. Sforziae de anno 1500. 
Julii II. Instructiones pro Episcopo Arretino, Nuncio ad 

Regem Hispaniarum anno 1-504. 



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164 



**' ' Instruotiones Carolo de Carrecto Arohiep. Thebano, Nun- 
cio ad Regem Francorum de foedere an. 1504. 
43. 166. Instruotiones M. Meriano de Perusio, Oratore ad Regem 
Hungariae: 

Postulationes Regis Franciae ad Sixturo Hit. 
Instructiones pro Nicolao, Episcopo Mutinensi, Nuncio 
in Gallias. 

46. 184. Caussa et Processus pro Archiepiscopatu Treuirensi, 
agitata in S. Concilio Basileensi inter Ulricum de 
Mansfelt et Dominum Rabanum, Olim Spirensis Eccle- 
siae Episcopum. 

54. 221. Marano da Giacopo. Annali delta citta di Ferrara dalla 

sua fondazione sino air anno 1412. Godice cartaceo 
in fogl. p. 240. 

55. 238. Ghartelarium Philippi II. Francorum Regis, continens 

Concessiones , Diplomata et Epislolas, Nomina horni- 
num, qui feuda tenent a Rege. Episcopates et Ar- 
chiepiscopatus sub Rege, Abbates regales, Comites, 
Duces, Barones, nec nun uariae Bullae et Chartae 
conlractuura. Cod. membranac. Sec. XIIII. Fol. 

Signata omnia litera F. 

79. 1. Donationes diuersae factae Ecclesiae Romaflae ab Impe- 
ratoribus et Regibus, neo non diuersae Pontiflcum 
concessiones itt feudum et uicariatum. God. chartae. 
in fol. ' 

4. Roselli, Nicola^ Cardinalis de Aragona, GoRectio Diplo- 
matum. Cod. membranaceus nitidissimus, Sec. XV. fol. 

80: 15. Eiusdem Cortpilatio omnium iurium Seditf apostolicae. 
Cod. membr. Sec. XIIII. foi. 

81. 19. Descendenza di Giovanni, Re di Francia, Cerimonie, Leggi 
e Costumi delta Francia. Codice membr. Secolo XIIII. 
fol. lingua gailica conscriptus. 
25. Caroli VIII. Francorum Regis Constitutiohes. Cod. membr. 

praestantfssimus Sec. XV. fol. qaadraio. 
27. Codex chartaceos continens copias foederom initorum 
cum uariis Italiae Principibus, id est, cum Domino 
Paduae, Marchionibus Ferrariae, cum Imperatore, cum 
ciuitatibus Tusciae, per D. Arnoldom Cardinalem no- 
mine Urbani V. P. M. Codex optitnus Sec. XIIII. 
fol. magno. 

89. * 24. Petri de Vineis , Cancellarii Imperatoris Friderici II. 

Epistolae. Codex praestantissimus auctoris rarissimi. 
92. 7. Codex in Pergameno, quantiuis pretit, continens 

Regulae usuales curialibus ciuitatis Barchinonensis 

et Cathalauniae circa crimina iudicanda cum interpre- 

tationibus et Glossis. 



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165 

Pag. Num. 

Paces et Treguae faotae apud Fontem de Aldara per 
D. Regem Ildefonsum I. Pelrum I. Jacobom I. Constitu- 
tiones P. Aiberti Cathalauniae inter Dominos et Ua- 
sallos. De ordine regalis pugnae, quae lit Barchi- 
none. 

De conce8sionibufl datis a Petro II. Curiae Bar- 
chinonensi. De curiis celebratis a Petro II. Alphonso II. 
Jacobo II. et Jaoobo I. et Petro III. 

Priuilegia concessa ciuitati BarchiDonensi. Cod. 
membr. fol. 



IV. 

Die von Schannat zu Franckfurt verlassenen 
Manuscripta. 

N. 77. Die sfimtliohe Materialien zu der Collection derer iu Teutsch- 
land gehaltenen Concilien und Synodorum Bestehend in 3. 
fasciculis in fol. und 1. octav. 

78. Eiflia illustrata, siue Regionis illius geogr. et historica de- 
scriplio cum figuris siue monumentis eleganter depictis in 
einem grossen Convolut in folio. 

79. Codex probationum ad Eifliam illustrate pertinens in einem 
grossen und in ordnung gebrachten Convolut Bestehend. 

80. Manuscript sub tit: Germania purpurata cum flguris qmplu- 
rimis und Worzu vermuthl. die oben Specificierte Medaillen 
haben sollen gebraucht werden in mittelmasigem Convolut 
in fol. 

81. Notitia pro historia ordinis Teutonici. 

82. Histoire abreg6e de la maison PalaL 

83. Variorum eruditorum epistoto Romae collects. 

84. Notitia familiarum Luzelburgensis Provinci© et adjacentium. 

85. Observationes antiquariae cum in Italia turn Germ, collect® 
in kleinem convolut in fol. 

86. Collectio Epitaphiomm et Inscriptionum Illustr. Rccles. Me- 
tropol. Mogunt. 

87. Manuscr'ptum sub til: Chronica alter Erzbischoffe zu Maynz 
als Suffraganien zugethan und angehdfig. 

88. Varia Collectanea ad rem litterariam, 

als: 

a) Collect, ad histor. Silvani. 

b) Griindlicher Bericht von einigen gehalt. Turnieren in 
Teutschland. 

c) Notitia de officio culinario et coquinario. in 1. Bogen 
und kleinen fragmentis bestehend. 



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106 



d) Nachrioht von aHen teutschen Poeten, meistentheils zu 
Rom in der Vaticanischen Biblioth. colligieret. 

e) De Sacro viduitatis velo, oder einige Nachrichten tod 
Leben u. alter Kleider Traoht der Wittwen und Closter- 
frauen ein klein Convolut in fol. 

f) Onuphhi Panvini de Ron. Pontif. Julif HI. Marcelli II. 
Pauli IV. Pii IV. eleotione opus posthumum. 

g) Anecdota varia Reformationera Lutheranorum illustrantia 
Rons in Vaticano coilecta, in einem kleinen Convolut. 

N.89. Ein starckes Convolut, in sich enthaltend: 

a) Accessiones ad hist. Palat. 

b) Varia Diplom. ad hist. Germ. Spect. et ex variis Archi- 
vis depromta. 

c) Collectanea de suffraganeis nonnullis Moguntinis. 

d) Nolit. pro historia S. Jacobi Moguntise. 

e) Monasterii Erbacensis in Ringavia Monuroenta historica. 

f) Monum. historica pro Rccles. Colleg. S. Steph. MegunL 

g) Chronicou Monasterii montis S. Dysibodi in Comitate 
Sponheimensi. 

h) Notitia Monasteriorum Schmerlebacensis, Sion vulgo Seal, 
vallis coeli, vulgo Hiromelsthal, Clarenthal, Caenobii Co- 
ronas, Ste Maria? juxta Oppenheim, S. Johannis prope 
Alxey, Montis Sti Mari®, alias Weydas, Comet® alias 
Chumbd, Vallis S. Calhariua juxta Creuzenach, Bummers- 
heim juxta Odernheim, Engelthal in Superiori Ingelheim, 
Gottes Thai in Ringavia, Alien -MUnsler, Mognntise Dal- 
heim, extra muros Moguntinos, S. Ruperti juxta Bingen, 
Eubingen in Ringavia. 

i) Notit* CoBnobii Porcetensis juxta Aquisgr. 

k) Coloniensia varii argimenti maximam partem histor. Mo- 

nast. concernentia. 
I) Notit: pro Tolley et aliis Monaeteriis in Arohi-DiOBcesi 

Trevirensi. 
m) Wirceburgensia varii argument!, 
n) Notitiae Monast. Harresiensis, Immerbacensis, Schwarxen- 

sis, Biirckenfeldeasis et Selgenstadensis. 
o) Charts varia; varia Monast. conceraentes. 

90. Chron. Wiirttb: antiquum Msptum 8vo. 

91. Probationes famiiiarum genealogies. In boo Volumine quoq3 
adhuc oonspieinntur varia documenta atq3 diplomats, ad 
illustrationem quam plurimarum Famiiiarum Illustrium Spe- 
ctantia. 

92. Manuscriptum vetus Genealogicum , origines et facta diver- 
sarum Famiiiarum Illustrium oontinens et proserlim quidem 
Blanckenheim , Manderscheidt, Kerpen, Kroneburg, Reifer- 
scheidt, Virneburg, Neuenburg, Dun-Bensborn , Daun, Dolo- 
dorff, Falokenstein , Gimmich, Sussenburg, Schleiden, Fin- 
stingen und viel aadere mehr in 4t. 



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167 



N.93. Fragmenta varia ad historian! Spectantia, Simul cum VIII 
Numis bractealis et duobus sigillis ex cera constantibus pro- 
babiliter hue pertineotibus, Mediocri volumine in folio. 

94. Ein Convolat yon unterschiedenen zu der Historie, Genea- 
logie, Heraldic, antiquitaet etc: gehdrenden Sachen so noch 
nicht in Ordnung gebracht, worunter insonderheit ein fasci- 
culus ron denen Canonicis ecclesi® Metropolitans Colonien- 
sis, so aus dera Blanckensteinischen Arohiv bergenommen. 
In einen rnittelrnassigen Verschlag oder Schtiber-KKstgen war 
folgendes, so zu Vorhergehender Rubric uoch gehOrig. 

95. Unterschiedliche zur Teutschen Geist- und weltl. Historie, 
wie auch in Specie ad historiam pontifloum Romanorum ge- 
htirige Collectanea. 

96. Ein Convolut von eben dergl. Materien, worunter unter- 
schiedliche in Rom colligirte Bohemica befindl., unter anderu 
auch rerschiedene Treyirensia et ad vitam Balduini, Archi- 
episcopi Trevirensis Spectantia. 

97. Ein wohl Conditionirtes Manuscript Sub rubro: Diarium sou 
chronicon Wormatiense Reinhardt Stolzens, Ralhs-Verwandten 
der Stadt Worms de 1490—1509. 

98. 4. Convolute von unterschiedenen FUrsten, Graffen, Herrn, 
Gelehrten und andern particulier Persohnen, an den seel: 
Herrn Schannat abgelassenen Brieffen, in einem paquet zu- 
samen gebunden. 



Ueberafcht der neuesten LIMeratur. 



DEDTSCHL AND. 

Alsatla. Jahrbuch f. elsassische Geschichte, Sage, Sitte u. Sprache, 
hrsg. v. Aug. Stdber. 1856—1857. gr. 8. (422 S.) Muhlhausen 1858. 
(Basel.) geh. n. 1 Thlr. 24 Ngr. 

dasselbe. Neue Folge. 1. Abth. 1858—1860. gr. 8. (274 S.) Ebd. 

geh. d. 1% Thlr. 

Arnold, Prof. Dr. Wilb., das Aufkommen d. Handwerkerstandes im Mit- 
telalter. gr. 8. (IV u. 52 S.) Basel, geh. n. 12 Ngr. 

Berlichtngen-Rossach, Hammerer Major Frdr. Wolfg. Gdiz Graf v., Ge- 
schichte d. Ritters Gfltz v. Berlichingen m. der eisernen Hand u. 
seiner Familie. Nach Urkunden zusammengestellt u. hrsg. Mit 10 
lith. Taf. (wovon 5 in Ton dr. u. 1 color., in Lex. -8., Fol. u. Imp— 
Fol.) Lex.-8. (XII u. 778 S.) Leipzig, geh. n. 6 Thlr. 

Bibllotheca juridica. Verzeichniss der vorzuglichsten Werke aus alien 
Zweigen der Staats- u. Bechtswissenschafteo. 3. sehr verm. Aufl. 
gr. 8. (120 S.) Wien. geh. baar % Thlr. 

Bdlpterli, Leutpriest. Jos., die Einffihrung d. Christenthums in das Ge- 
biet d. heuticen Kantons Lucern. Zugleich e. Beitrag zur Urge- 
schichte d. Kantons Lucern. gr. 8. (IV u. 99 S.l Lucern. geh. 

n. % Thlr. 



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168 



Catalog, osterreichischer. Verzeichniss aller im J. 1860 in Oesterreich 

erschienenen Bucher. Zeitschrifien, Kunstsachen, Landkarten u. Mu- 
sikalien. 1. Jabrg. 6 Abthlgn. 8. Wien. baar n. 22 Ncr.; 

cart, baar n. 27 Ngr. 

Inhalt: 1. Verzeichniss aller im J. 1860 in Oesterreich erschie- 
nenen Bucher u. Zeitschrifien in deutscher Sprache, sodana 
in alien lebenden [in. Ansnahrae der speciell dsterr. Landes- 
sprachen] n. todten Sprachen. Zusanimengestellt v. F. An- 
driessen. (XXVI u. 89 S.) geh. Einzeln n. % Thlr. — 2. Ver- 
zeichniss aller im J. 1860 in Oesterreich erschienenen Bucher 
u. Zeiischrifien in slawischer Sprache, Zusammengestellt 
Jos. Rank. (32 S.) gen. Einzeln 3 Ngr. — 3. Verzeichniss 
aller im J. 1860 in Ungarn erschienenen Bucher, Zeitschrifien 
etc. in ungarischer Sprache. Zusammengestellt v. S. T. (XIII 
u. 42 S.) geh. Einzeln n. 5 1 /, Ngr. — 4. Catalogo di tutti i 
libri e giornali pubblicati in Austria nel 1860 in lingua ita- 
liana. (16 S.) geh. Einzeln 1% Ngr. — 5. Verzeichniss aller 
im J. 1860 in Oesterreich erschienenen Kunstsachen, Photo- 
graphien u. Landkarlen. Zusammengestellt v. Jos. Hermann, 
(VIII u. 32 S.) geh. Einzeln n. 3% Ngr. — 6. Verzeichniss 
aller im J. 1860 in Oesterreich erschienenen Musikaiien. Zu- 
sammengestellt v. Fr. Busing. (Ill u. 34 S.) 
Gontzen, Dr. Heinr., Thomas v. Aquino als volkswirlhschaftlicher Schrift- 
steller. Ein Beilrag zur national5konom. Dogmengeschichte d. Mit- 
telalters. gr. 8. (16 S.) Leipzig, geh. * n. % Thlr. 

Girard, Prof. Dr. Heinr., Haudbuch der Mineralogie. Mit gegen 700 
(eingedr.) Holzschn. (In 2 Thin.) 1. Tbl. br. 8. (VII u. 320 S.) Leip- 



Goldstficker, Thdr., Panini. His place in Sanskrit literature. An inve- 
stigation of some literary and chronological questions which may 
be settled by a study of his work, hoch 4. (XVI u. 268 S.) Berlin. 
In engl. Einb. n. 4 Thlr. 

Handbuch, allgemeines, der Freimaurerei. 2., vollig umfiearb. Aufl. v. 
Lenning's Encyklopfidie der Freimaurerei. (In ca. 15 Lfgn.) 1. Lfg. 



Hefher, Dr. Otto Titan v., Handbuch der theoretischen u. praktischen 
Heraldik unter steter Bezugnahme auf die ubrigen historischen Hilfs- 
wissenschaften. 1. Thl. Theoretische Heraldik in 17 Kapiteln unter 
Anfuhrg. v. 2873 Beispielen u. m. Erklfirg. der herald. Ausdracke 
in 6 Sprachen erlautert durch 36 auf Stein gez. Taf. m. 1457 Fig. 
unter Aufsicht u. nach Orig. des Verf. gefertigt gr. 4. (VIII U.190S.) 
Munchen. geh. n. 6 Thlr. 

Herodotl Halicarnacensis musae. Teztum ad Gaisfordii editionem reco- 
gnovit, perpetua turn Fr. Creuzeri turn sua annotatione instruxit, 
commentationem de vita et scriptis Herodoti, tabulas ceographicas, 
imagines lig.no incisas. indicesque adjecit J F. C. Baehr. Editio 11. 
emendatior et auctior. Vol. IV gr. 8. (IV u. 764 S. m. 4 lith. Karten 
in Fol.) Leipzig, geh. 3% Thlr. (cplt.: 15 Thlr.) 

Laband, Privaldoc. Dr. Paul, Beitrage zur Kunde d. Schwabenspiegels. 

gr. 8. (Ill u. 80 S.) Berlin, geh. n. % Thlr. 

Sprenger, A M das Leben u die Lehre d. Mohammad. Nach bisher grdss- 
tentheils unbenutzten Quellen bearb. (In 3 Bdn.) 1. Bd. gr.8. (XXVII 



Verantwortlicher Redacteur: Dr. R. Naumann. 
Verleger: T. 0. Weigel Druck von C. P- Melzer in Leipzig. 



zig 1862. geh. 





n. % Thlr. 



u. 583 S.) Berlin, geh. 



n. 3% Thlr. 



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zam 

30. November. J\f 22. 1861. 

Bibliothekordnungen etc., neaeste in- and aual&ndische Litteratur, 

Anxelgen etc. 



Zor Besorgnng aller in nachstehenden Bibliographien verzeichnelen BQcher 
empfehle ich mich nnter Zusicherung scbnellster und billigster Bedienong; dencn, 
welchc mich direct mil ret p. Bestellungen beebren, sichere ich die grossten Vor- 
theile xa. 

T* O. Weigel in Leipzig. 



Auszug aus den Jahresberichten 

der 

£t. Petersburg er 

Kaiserlich Oeffentlichen Bibliothek 

fflr 1359 and 13bO, 
anf $kfrl)l Srintz /Slajtftai Its Jiatfrrs 
bekaont gemacht 

von 

dem Director der Bibliothek, Mitgiiede des Reichsrathes und Staatssecretair 
Baron IS. von Horff. 1 ) 

I. Personal-Chronik. 

Der Personalbesland der Bibliothek blieb wMhrend der lelz- 
ten beiden Jahre derselbe bis auf den Verlust eines jungen hoff- 
nungsvollen Mannes, fi. Scholz, der in der Kunslabtheilung be- 
sch&ftigt war und durch eine schwere Krankheit hingeraffl wurde. 

Mehrere Bearate and Commissionaire der Bibliothek erhielten 
fiir ihren Diensteifer Kaiserliche Belobnongen. 

Zwei fihrenmitglieder sind mit Tode abgegangen : der General- 
Adjutant Rostowzoff, der sicb als President des ComitSs fur 
Aofhebung der Leibeigenscbaft in Russland unvergessliche Ver- 
di ens te erworben hat, and der beriibmte Slavist Hanka, dem 



1) Als besondere Sen rift gedruckt: St. Petersburg. Buchdrackerei 
der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. lo61. 18 Seiten. 6°. 

XXII. Jahrgaag. 




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170 



die Bibliolhek manchen gelehrlen Nachweis und die Erwerbung 
einiger kostbaren altslavischeii Drucke verdankl. 

Neu erwahlt wurden zu Ehrenmitgliedern: der Finanz- 
minister Knia shew i tsch , der Finnl&ndische, durch seine biblio- 
graphischen Leistungen bekannte Senator Pipping, der Secre- 
(air der K. Archaologischen Gesellschaft Pol an off, der durch 
seine palaeographischen Arbeilen (in den Klbstern des Berges 
Alhos) zu europaischem Ruf gelangte Reisende Sewastiauoff, 
und der Akadetniker Ham el, der w&brend seines Aufenthaltes 
in England und Amerika mehrfach Gelegenheit hatte der Bibliothek 
niitzlich zu sein. Zu Ehrencorrespondenlen wurden ernannl: der 
polnische Schriftsleller und Archaologe Kraszewski, der Be- 
am te des Moskau'schen Hauptarchives Poludenski, Dr. med. 
Spengler in Ems, Coll. -Assessor Michailowski, der Peter- 
hofsche Kaufmann Neustrojeff, der Moskau'sche Buchhandler 
Koltschugin, der Schuiskische Kaufmannssohn G undo bin und 
der Senats Translaleur Sennitzki. 

Der urn die slaviscbe Litteratur und Nationalist verdiente 
Buchhandler S molar in Bautzen ist Commissionair der Biblio- 
thek geworden. 

Wahrend der Direktor der Bibliothek im Sommer i860 in's 
Auslaud verreist war, wurde dessen Stelle durch den Vice-Director 
Fiirsl Odojewski vertreten. 

Einer der Oberbibliothekare , Akademiker Dom, befindet 
sich, seit dem August vorigen Jahres, im Auftrage der Akademie 
der Wissenschaften und der R. Geographischen Gesellschaft in 
Transkaukasien. Seine elhnographischen und sprachlichen Unter- 
suchungen werden der Bibliothek bei der bereits begonnenen 
Bearbeitung des zweiten Theiles des Kataloges ibrer orientalischen 
Handschriften zu Statten kommen. 

Oberbibliothekar Minzloff benulzte einen viermonatlichen 
Urlaub urn die Bibliotheken von Nurnberg, Frankfurt, Leipzig, 
Dresden und Berlin zu besuchen und vollzog zugleich einen Auf- 
trag der K. Arch&ographischen Commission, indem er in den 
Archiven der Stadt Danzig Nachforschungen anstellte, deren Br- 
gebniss eine reiche Auswahl noch nicht benutzter Urkunden war, 
beztiglich auf die Hanseatischen Verbindungen mit Russland und 
Litthauen. Der Bibliothekar Iwanowski bereisle im Auftrage 
des Direktors die westlichen Provinzen Russlands, das Konigreich 
Polen und die angranzenden Preussischen und Oesterreicbischen 
Provinzen. Das Resultal seiner Nachforschungen war die Er- 
werbung vieler polnischer Desiderata fiir unsere Bibliothek und 
iiberhaupt die Anschaffung von 2,800 Banden, von welchen 
die Bibliothek 1,200 kaufte und die tibrigen zura Gescbenke 
erhielt. 



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171 



II. Einktinfte. 

Ausser den stalutenmfissigen Summon standen der Bibliothek 
folgende Zuschtisse zur VerfUgung: 

1859. 1860. 

Aus der Reichs-Kasse zu Bticherankaufen und Rbl. Rbl. 

EinbMnden 10,000 10,000 

Auf besondern Kaiserlichen Befeh) . . . 2,500 — 
Der Verkauf von Doubletten and Bibliotheks- 

schriflen ergab 1,827 1,309 
Die Procente der Reichs-Kassen-Scheine etc. 

betrugen 263 72 

Von dem Ehrenmitgliede A. De mid off er- 

halten . . . , 300 — 

Vou dem Ehrenmitgliede Ch. Lazareff . . 200 200 

Von dem Herrn Golodni. 50 — 
Von dem Ehrencorrespondenten Daschke- 

witscb — 1,000 



III. Neue Einrichtungen. 

Am 20. Juni 1866 fand die feierliche Grundsteinlegung des 
Anbaues stall , welcber den grossen neuen Lesersaal enthalten soil. 
Zum Winter war das Gebttude bereils unter Dach. 

Der innere Ausbau wird in Jahresfrisl vollendet sein. 

Die Ausstellungen in den Bibliothekssalen wurden vielfach 
erweitert, namentlich : 

1) Die Saramlung von Bildnissen Peters des Grossen erhielt 
einen betrachtlichen Zuwachs theils durch Geschenke des Fursten 
Labanoff-Rost owski, des Grafen Tyschke witsch, des 
Ftirsten N. Golizin, des Ehrencorrespondenten Karatajeff, 
so wie des Bibliotheks-Lithographen Begroff, theils durch eigene 
Ankftufe. 

2) Die Ausslellung des Schreibmaterials aller Zeiten wurde 
vermehrt durch einige alte Marmor-Inschriflen, welche Ihre Kais. 
Hoheil die Frau Grossftirstin Helene Pawl own a zu diesem 
Zwecke in Rom ausgewahlt hatte, so wie durch Gypsabdriicke 
verschiedener assyhsch-babylonischer Keil - Inschriften , aus dem 
Museum des Louvre, welche der Direklor der Bibliothek wah- 
rend seines Aufenthaltes in Paris erworben. 

3) Die Ausstellung orientalischer Handschriflen und Einbande 
wurde neu organisirt und urn das Doppelte vergrflssert , so dass 
jetzt in vier geraumigen Schauladen die schftnsten Proben des 
morgenlandischen , auf Manuscripte verwandten Kunstfleisses ver- 
einigt siud. Zu dem Ausgezeicbnetsten dieser Art gehtirt: in 
arabischer Sprache, die Episteln Pauli vom Jahre 892, ein 
Evangelienbuch von 1036, ein, zehn Ellen langes Amulet von 
1456; in persischer Sprache, verschiedena Exemplare des 



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172 



Schah Nameh, von 1574 etc., Saadis and Hafis Gedichte, 
die Chronik des Res ch i d -Ed d in and din „Wunder der Schd- 
pfung"; in tiirkischer Sprache, die Alexa nd nade in Ab- 
schriften von 1522 und 1561, die Gedichte Nevaiis von 1492; 
ttthiopisch, ein fivangelium von 1326- syriscn, Eusebius 
Kirchengeschichte vom Jahre 463, bekanntlich das einzig voll- 
standige Exemplar in Europa; parsisch, Fragmente desOrmard- 
Jagit; georgisch, Blatter mit Miniaturen aus dem Evangelien- 
buch von Pitzunda (Xltes Jahrhundert); hin d ostanische Male- 
re i en , in Oelfarben auf grossen Blattern Gotzenbilder darslellend, 
friiher ira Besitze Lord Hastings; Miniaturen und kalligraphische 
Blatter aus dem moselmanischen Indien, von bewundernswerlher 
Feinheit etc. 

4) Die Aasstellong altgriechischer Handschriflen and Palira- 
psesle wurde durch einige von Prof. Tischendorf aus dem Orient 
gebrachte Stiicke bereicherl. 

5) Die Autographen -Sammlung erhielt einen Zowachs von 
mehr als hunderl Numraern, meistens von Celebritaten der neoern 
Kunst herrUhrend. 

6) Die Ausstellung aller Arten von Bilddrock warde vervoll- 
stfindigt durch einen Leblond'schen Farbendruck (Van Dyk's Por- 
trait) und durch zwei Stiche von Ploos van Amstel, so wie durch 
ein seltenes Blalt, das ira vorigen Jahrhunderte mit einer von 
Giovanni Dei im Jahre 1450 gravirten Platte gedruckt ist. 

7) Zur Ausstellung Russischer Kupferstiche kam das Facsi- 
mile einer merkwttrdigen, von Peter dem Grossen selbst in Kupfer 
gestochenen Darstellung hinzu, deren Originalabdruck vom Jahre 
1698 sich in dem Museum zu Amsterdam befindet. Es ist ein 
kleines allegorisches Bild, welches den Triumph der christlichen 
Religion tiber den Islam vorstellt. 

IV. Neue Erwerbungen. 

Ganze Sammlungen, welche die Bibliothek im Laofe dieser 
zwei Jahre erhielt, waren folgende: 

a) Auf Kaiserlichen Befehl. 

1) Die griechischen and orientalischen Handschriflen, welche 
der Leipziger Prof. Tischendorf von seiner letzten, auf Ko- 
sten der russischen Regierung unternommenen , Reise aus Syrien 
und Aegypten mitgebracht. 

2) Die Dolgorukische Sammlung von orientalischen Ma- 
noscripten. Ftirst D. Dolgoruki hatte als russischer Gesandter 
in Teheran Gelegenheit die.se Sammlung anzulegen, welche an 
Werth mit denen, bekanntlich schon friiher der Bibliothek einver- 
leibten von Ardebil, Achalzich und Erzerum wetteifert. Dieselbe 
bestehl grbsstentheils aus persischen Manuscripten , doch gehtirt 



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173 



aoch eine parsische Handschrift , bis jetzt die einzige in Ross- 
land, dazu, so wie einige arabische und dsagataische Codices. 

3) Die Sammlung aller handschhfllichen und gedrucklen Mu- 
sikalien and musikalischen Werke, die sich bisher in der Biblio- 
thek der K. Eremitage befunden. Es sind dies hauplsachlich mehr 
oder weniger prachtvolle Dedications- Exemplare , welche den 
russischen Monarchen, seit Katharine II., dargebracht worden. 

4) Aus der Bibliothek des St. Petersburgischen Censur-Co- 
milfo fiir auslandische Litleratur, eine Auswah! von 1780 Banden. 

b) Dnrch eigenen Anknuf. 

1) Die Autographen-Sammlung des Stabs-Capitains Andre- 
jeff, in welcher eiu deutscher and ein russischer Brief der 
Kaiserin Katharine II., ein Schreiben Napoleons aus Langwood 
and manche andere hochst werthvolle Sliicke zu nennen waren. 

2) Eine Sammlung alterer und meist seltener Ausgaben von 
Partituren italienischer und franzosischer Opern, namentlich von 
Gluck, Mehal, Gretry, Nicolo Isouard, Cherubini, 
Salieri, Cimarosa, Paesielio etc., im Ganzen 40 Bande. 

(Schluss folgt.) 



Uebersicht der nenesten Utteratar. 



DEUTSCHL AND. 

Bibliotbek der augelsSchsischen Poesie in kritisch bearb. Texten u. in. 
vollslfindigem Glossar hrsg. v. Dr. C. W. M. Grein. 3. Bd. A. u. d. T.: 
Sprachschatz der angelsachsischen Dichler. 1. Bd. 2. Hfl. gr. 8. (VIII 
S. u. S. 241—538.) GSttingen. n. 2% Thlr. (I-I1I.: n. 10% Thlr.) 

Broun, Heinr. , die Philostratischen Gemalde gegen K. Friederichs ver- 
tbeidigt. [Abdr. aus d. Jahrb. f. class. Philologie.] gr. 8. (130 S.) 
Leipzig, gen. n. 24 Ngr. 

Giceronls, M. Tullii, opera quae supersunt omnia ex recensione Jo. Casp. 
Orellii. Edilio II. einendalior. Opus morte Orellii iuterruptum con- 
tinuaverunt J. G. Baiterus et Car. Halmius. Vol. IV. Et. s. t.: M. 
Tullii Ciceronis libri qui ad philosophiam et ad rem publicam 
spectant. Ex libris manu scriptis partim jmmum partim iterum ex- 
cussis emendaverunt J. G. Baiterus et Car. Halmius. gr. Lex. -8. 
(926 S.) Zurich, geh. n. 3 Thlr. 26 Ngr. (I — IV. : n. 15 Thlr. 14 Ngr.) 

Dies, Frdr., etymologisches Wdrterbuch der romanischen Sprachen. 2 Thle. 
2. verb. u. verm. Aufl. gr. 8. (1. Thl. XXXII u. 448 S.) Bonn. geh. 

Subscr.-Pr. n. 4 Thlr. 

Fragmenta gothica selecta ad fidem codicum Ambrosianorum Carolini 
Vaticani ed. Andr. Uppstrdm. gr. 8. (XIV u. 48 S.) Upsaliae. (Stock- 
holm.) geh. n. 16 Ngr. 

Grassmann, Gymn -Prof. Herm., die Ausdehnungslehre. Vollstandig u. in 
strenger Form bearb gr.8. (XII u. 388 S.) Berlin 1862. geh. n. 2 Thlr. 

Gervlnus, G. G , Geschichte d. neunzehnten Jahrhunderts seit den Wie- 
ner Vertragen. 5. Bd. gr. 8. (V u. 516 S.) Leipzig, geh. n. 2% Thlr. 

(1-V.: n. 13 l / 6 Thlr.) 

Friedrich Christoph Schlosser. Ein Nekrolog. Lex. -8. (86 S.) Ebd. 

geh. % Thlr. 



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174 

Gmppe, 0. F., Reinhold Lenz, Leben u. Werke. Mil Ergfoizgn. der Tieck- 
schen Aasg. gr. 8. (XVIII u. 388 S.) Berlin, geh. 1 Thlr. 21 Ngr. 

Hagenbach, Prof. Dr. K. R , Vorlesungen ub. die Kirchengeschichte d. 
MMelalters. 2. (Schluss-) Thl. A. u. d. T.: Die christliche Kirche 
vom 13. bis zum Eode d. 15. Jahrh. gr. 8. (XI u. 363 S.) Leipzig, 
geh. (a) 1% Thlr. 

Hahndorf, S., zur Geschicbte der deutschen Zunfle. gr. 8. (IV a. 100 S.) 
Cassel. geh. % Thlr. 

Harless, Prof Dr. Erai!, Maassbeslimmung der Polarisation dnrch das 
physiologische Rheoscop. [Ans den Abbandlgn. der k. bayer. Akad. 
d. Wiss.1 gr. 4. (44 S. m. 1 Steintaf.) Munchen. geh. n. 18 Ngr. 

molekulare Vorgange in der Nervensubstanz. IV. Abhandlg. Maass- 

bestimmung der Reizbarkeit im Allgemeinen [Forlsetzung] u. bei der 
Quellung insbesondere. [Aus den Abhandlgn. der k. bayer. Akad. d. 
Wiss.1 gr. 4. (63 S.) Ebd. 1860. geh. n. 24 Ngr. 

(1-4.: n. 3 Thlr. 10% Nir.) 

Hering, Dr. Ewald, Beitrage zur Physiologic 1. Hdt. A. u. d. T. : Zor 
Lehre vom Ortsinne der Netzhaut. Mit 28 (eingedr.) Holzschn. Lex.-8- 
(80 S.) Leipzig. w 21 Ngr. 

Hog, Privatdoc. J. C., die Malhematik in syslematischer Behandlungsweise. 
Als Lehrbuch zur Vorbereitg. f. e. grundlicheres Fachstadium uber- 
haupt sowie insbesond. f. den akadem. u. polytechn Unterhcht. 
1. Bd. Algebra u. algebraische Analysis. Synthelische u. analyt. Geo- 
metric, gr. 8. (XXIII u. 723 S. m. eingedr. Holzschn.) Leipzig, geh. 

n. 2% Thlr. 

Hupfeld, Prof. Dr. Herra., die Psalmen. Uebersetzt u. ausgelegt 4. 

(Schluss-) Bd. gr. 8. (478 S ) Gotha 1862. geh. (a) n. 2 Thlr. 
Johansen, Chr., Beschreibung der nordfhesischen Insel Amrum. Mit 1 

(litb.) Abbildg. u. 1 (litli.) anliquar. Karte (in gr. 4.) gr. 8. (46 S.) 

Schleswig 1862. geh. n. % Thlr. 

Kelchner, Ernst, die v. UfTenbacb'schen Manuscripte auf der Stadtbiblio- 

thek zu Frankfurt a. M. Lex.-8. (21 S.) Frankfurt a. M. 1860. geh. 

baar n. 9 Ngr. 

Klopp, Onno, Tilly im dreissigjabrigen Kriege. 2. Bd. gr. 8. (XIII u. 502 
S.) Stuttgart, geh. n. 2 Thlr. 24 Ngr. (cplt.: n. 5 Thlr. 24 Ngr.) 

Krlersschauplat* an der Erft u. Roer im Sommer 1758. Nebst 1 (hth.) 
Uebersichtskarte (in Fol.) gr. 8. (47 S.) Dusseldorf. geh. 

. baar n. % Thlr. 

Krug'S, Leop. , nachgelassene Schriften geschicbtlichen, statistischen n. 
volkswirthschaftlichen Inhalts. Im Auftrage seiner Erben hrsg. v. 
Geh. Reg.-R. Dr. Carl Jul. Bergius. 1. Bd. A. u. d. T.: Geschicbte 
der preuss. Staatsschulden. gr. 8. (LI u. 356 S.) Breslau. geh. 

n. 3 Thlr. 

Laube, Prem.- Lieut., die Katastrophe v. Landeshut i. Sen I. am 23. Juni 
1760. Nebst 6 Beilagen u. 1 (lith. u. color.) Plane (in gr. Fol.) 
Hrsg. von Landrath v. Ktulzow. gr. 8. (VII u. 83 S.) Landeshut 
(Berlin.) geh. n.n. % Thlr. 

Leo, H., Vorlesungen fib. die Geschichte d. deutschen Volkes u. Reiches. 
3. Bd. gr. 8. (XVI u. 742 S.) Halle, geh. 3 Thlr. 18 Ngr. 

(1—3.: 10 Thlr. 25% Ngr.) 

Lewis, Dr. L., Geschichte der Freimaurerei in Osterreich im Allgemeinen 
u. der Wiener Loge zu St. Joseph insbesondere. gr. 8. (IV u. 164 S. 
m. eingedr. Holzschn.) Wien. geh. n. 1 Thlr. 

Literatur der Gewerbkunde seit den letzten 12 Jahren. Verzeichniss 
vorzugl. v. Mitte 1849 bis Mitle 1860 erschienener Werke aus dem 
Gesammtcebiele der Fabrikation, der Kleingewerbe u. der Hand- 
werke. Mit Einbeziehg. wich tiger alterer Werke. Hrsg. v. Karl Andri. 
Mit e. Verzeichniss der einscblSgigen Zeitschriften u. ausfuhrl. Sach- 
register. gr. 8. (IV u. 64 S.) Prag. geh. n. 4 Ngr. 



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175 

LOwenhen, J., die Aethiopen der alt-classischen Kunst. gr. 8. (68 S.) 
Gdtiinsen. geh. n. % Thlr. 

L5wenthal, Dr. Ed., System u. Geschichte d. Naturalismos. 1. Abth. Sy- 
stem d. Naturalismos. 3. verm. Aufl. gr. 8. (36 S.) Leipzig, geh. 

n. 14 Ngr. 

Mangold, Prof. Lie. Wilh., Jean Calas n. Voltaire. Ein Beilrag zur Ge- 
schichte d. Kamptes uin die Toleranz. gr. 8. (IV u. 50 S.) Kassel. 
geh. y 4 Thlr. 

lommsen, Thdr., rfimische Geschichte. 3. Aufl. 2. Bd. Von der Schlacht 
bei Pydna bis auf Sullas Tod. gr. 8. (VIII a. 470 S.) Berlin, geh. 

n. I Thlr. (1. 2.: n. 3 Thlr.) 

leamann, Wilh., die Stiftshutte in Bild n. Wort. Mit 79 in den Text sedr. 
Abbildgn. (in Holzschn.) u. 5 (lith.) Taf. in Buntdr. Lex.-8. (VI u. 
175 S.) Gotha. geh. n. 6 Thlr. 

Osann, Dr. Ed., zur Geschichte d. schwabischen Bundes. Von seiner 
Grundg., 1487, bis zam Tode Kaiser Friedrich's 111., 1493. Habili- 
tationsschrift. gr. 8. (VII u. 106 S.) Giessen. geh. n. % Thlr. 

Parthey, G., deutscher Bildersaal. Verzeichniss der in Deutschland vor- 
handenen Oetbilder verstorbener Maler. (In 10 Lfgn.) 1. Lfg. gr. 8. 
(XII u. 96 S.) Berlin, geh. n. % Thlr. 

Perles, Dr. J., die Leichenfeierlichkeiten im nachbiblischen Judentbume. 
Eine archaolog. Studie. [Abdr. aus der Frankel'schen Monatsschr.] 
gr. 8. (32 S.) Breslau. geh. % Thlr. 

Pietraszewskl, Prof. Dr. J., Abrege de la grammaire Zend. gr. 8. (IV 
u. 58 S.) Berlin, geh. n. 2% Thlr. 

Pflster, Prof. Joh., Abriss der slaatlichen u. statistischen Verb alt nisse 
der Schweiz. gr. 8. (104 S.) Luzern. geh. n. 12 Ngr. 

Prantl. Prof. Dr. Carl, Geschichte der Logik im Abendlande. 2. Bd. gr. 8. 
(XII u. 399 S.) Leipzig, geh. n. 2% Thlr. (1. 2.: n. 6% Thlr.) 

Qaellen a. ErSrterungen zur bayerischen u. deutschen Geschichte. Hrsg. 
auf Befehl u. Kosten Sr. Maj. d. Konigs Maximilian II. 6. Bd. A. u. 
d. T. : Quellen zur bayerischen u. deutschen Geschichte. 6. Bd. 
Lex.-a (Vll u. 640 S.) Munchen. geh. n. 1 Thlr. 

(I. H, 1. Ill, 1. IV— VIII.: n. 7 Thlr.) 

aaeUen-Schriften zur Geschichte MShrens u. Oesterr.-Schlesiens. l.Sekt.: 
Chroniken. 1. Thl. A. u. d. T.: Mahrische u. schlesiscbe Chroniken, 
hrsg. im Namen der historisch- statist. Sektion der k. k. mahr.-schl. 
Gesellschaft zur BefSrderg. d. Ackerbaues, der Natur- u. Landes- 
kunde v. Chin. d'Elvert. 1. Thl. Lex.-8. (IV u. 416 S.) Brunn. geh. 

n. l£ fhlr. 

Rapp, Mor., Geschichte d. griechischen Schauspiels vom Standpunkt der 
dramatischen Kunst. gr. a (VIII u. 407 S.) Tubingen 1862. geh. 

1 Thlr. 27 S«. 

Raumer, Frdr. v., Vorlesungen ub. die alte Geschichte. 2 Bde. 3., noch- 
mals wesentlich verb. u. verm. Aufl. gr. 8. (XVIII u. 923 S.) Leip- 
zig- geh. n. 4 Thlr. 

Reise der 5sterreichischen Fregalte Novara urn die Erde, in den J. 1857, 
1858, 1659 unter den Befehlen d. Commodore B. v. Wullerstorf- 
(Jrbair. 2. Bd. gr. Lex.- 8. (VI u. 476 S. m. eincedr. Holzschn., 9 
Uolzschntaf. in Tondr., 15 Karten, wovon 14 chromolith. u. 1 in 
Holzschn., 2 Tab. u. 1 Musikbeilage in Lex.-8 , qu.4., Fol. u. qu. Fol.) 
Wien. In engl. Einb. (a) n. 3 Thlr. 

Rfistow, Oberst-Brigadier Wilh., Erinnernngen aus dem italienischen Feld- 
zuge v. 1860. 2 Thle. Mit e. (lith.) Briefe Garibaldi's In Facs. gr. 8. 
fXII u. 571 S.) Leipzig, geh. n. 3% Thlr. 

Rossbach, Prof. Dir. Dr. A., Verzeichniss der Gypsabgusse u. Originalien 
antiker Bildwerke im K6nigl. Museum f. Kunst u. Alterthum an der 
Univorsitat Breslau. gr. 8. (49 S.) Breslau. geh. baar n. % Thlr. 



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176 

Roth ?. Schreckensteln, Rittmstr. a. D. Dr. Karl Heinr. Frhr., Geschichte 

der ehemaligen freien Reichsritterschaft in Schwaben, Franken a. 

am Rbeinstrome, nach Quellen bearb 2. (Schluss-) Bd. 2 Abthlgo. 

gr. 8. (1. Abth. 394 S.) Tubingen 1862. geh. (a Bd.) o. 3% Thlr. 
Sacher-lasoch, Dr. Leop. Bitter v , Ungarns Unlergang u. Maria v. Oester- 

reich. Zum Theil nach Urkunden d. k. k. Staatsarchivs zu Wien. gr.8. 

(166 S.) Leipzig 1862. geh. n. 24 Ngr. 

Schleicher, Aug., Compendium der vergleichenden Grammatik der indo- 

germanischen Sprachen. (In 2 Thlu.) I. A. u. d. T.: Kurzer Abriss 

einer Lautlehre der indogerman. Ursprache d. Altindischen [Sanskrit], 

Alteranischen [Altbaktrischen] etc. gr. 8. (VIII a. 283 S.) Weimar. 

geh. n. 2 Thlr. 

Schmld, Hauptlehr. Dr. L., Geschichte der Grafen yon Zollern-Hohenberg 

u. ihrer Grafschaft nach meist ungedruckten Quellen, nebst Urkunden- 

buch. Mit Siegelbildern u. 1 Karte. Kin Beitrag zur schwabischen e. 

deutschen Reichs- Geschichte. 2 Bde. Lex.-8. (1. Bd. 1. Abth. Ill u. 

400 S. u. 2. Bd. 1. Abth. Monumenta Hohenbergica. Urkundenbuch. 

400 S. m. 1 Steintaf.) Stuttgart 1862. geh. n. 8 Thlr. 

Stoy, Prof. Dr. K. V., Encyclopadie, Methodologie u. Literatur der Pa- 

dagogik. 1. Thl. A. u. d. T. : Encyclopadie der Padagogik. gr. 8. 

(VIII u. 343 S ) Leipzig, geh. 2 Thlr. 

Strater. Privaidoz. Dr. Thdr., die Komposition yon Shakespeare's Romeo 

u. Julia. Drei Vorlesgn., gebalten zu Bonn. gr.8. (104 S.) Bonn. geh. 

n. % Thlr. 

Studien zur Geschichte der Aesthetik. I. gr. 8. Ebd. geh. n. % Thlr. 

Inn alt: Die Idee d. Schdnen in der Platonischen Philosophic. 
Nebst e. Einleitg. ub. die Quellen u. die neuere Literatur zur 
Platonischen u. Aristotelischen Aesthetik. (XVII u. 91 S.) 
Ule, Dr. Otto, die neuesten Entdeckungen in Afrika, Australien a. der 
arktischen Polarwelt ra. besond. RQcksicht auf die Natur- u. Kultur- 
verhaltnisse der entdeckten Lfinder. Mit Titelvignette (in Holzschn.) 
u. 39 (eingedr.) Holzschn. u. 4 Karten (in Holzschn. in gr. 4 ) gr. 8. 
(VIII u. 394 S.) Halle, geh. n. 2 Thlr. 

YeraeichnUs , systematisches , der Militair- Literatur Deutschlands too 
1850—1861. Lex.-8. (53 S.) Berlin, geh. baar % Thlr. 

Werner, Prof. Dr. Karl, Geschichte der apologetischen u. polemischen 
Literatur der cbristlichen Theologie. On 5 Bdn.) 1. Bd. gr. 8. (XVI 
u. 654 S.) Schaffhausen. geh. 2% Thlr. 



ENGLAND. 

ibercromby, Lieut. -General Sir Ralph, 1793—1801: a Memoir. By his 
Son James, Lord Dunfermline. 8vo. (Edinburgh) pp. 330, cloth. 

10s. 6d. 

Harris (George) — Civilisation considered as a Science in relation to its 
Essence, its Elements, and its End. 8vo. pp. 460. cloth. 12s. 

Scott (George Gilbert) — Gleanings from Westminster Abbey; with Ap- 
pendices supplying further particulars and completing the History of 
the Abbey Buildings by W. Burgess, J. Bnrtt, G. Corner, W. H. Hart, 
J. J. Howard, Rev. T. Hugo, J. Hunter, H. Mogford, J. H. Parker, 
Rev. M. Walcott, Rev. T. W. Weare, Rev. Professor Willis. Illustra- 
ted by numerous Plates and Woodcuts, 8vo. cloth. 7s. 6d. 



Verantwortlicher Redacleur: Dr. if. Naumann. 
Verleger: T. 0. Weigel. Druck von C. P. MeLer in Leipzig. 



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zam 

SERAPEUJM. 

15. December. J\@ 23. 1861. 

Bibllotbekordnaagen etc., neaeste in- and auslindlsche Litterttur, 

Anzeigen etc. 



Zur Beiorgung aller in nachstehenden Bibliograpbien verzeichoelen BQefaer 
empfeble ich mich onler Zu.«icberung scbnellster and billigster Bedienang; deoea, 
welch e mich direct mil resp. Be* tell un gen beebren, sicbere icb die grosslen Vor- 
tbeile xo. 

T. O. Weigel in Leipzig. 



Auszug aus den Jahresberichten 

der 

St. Petersburg er 

Kaiserlich Oeffentlichen Bibliothek 

fQr 1959 und 1S60, 
anf $kfrl)l Stxntx /Hajt(lat tow J&atfm 
bekannt gemacht 

von 

dem Director der Bibliothek, Mitgliede des Reichsrathes oad Staatssecretair 
Baron SI. von Korff. 

(Schluss.) 

c) Dorch Schenkung. . 

1) Die Fortsetzang der englischen Patent- und Privilegien- 
Saramlung, welche die Bibliothek der Vermitlelung des Akade- 
mikers Ham el verdankt, und die jetzt fiber 40,000 Hefte zahlt. 

2) Von dem Ehrenmilgliede Graf Rostoptschin: cine 
Sammlung des Mercure de France und der Ann6e litteraire, von 
seltener Vollstandigkeit, zusammen gegeu 1000 B&nde, und aus- 
serdem 1058 B&nde Ulterer franzosiscber Werke meist philoso- 
pbischen Inhalls. 

3) Von dem Hofrath Polowzoff und dem Stabs-Capitain 
Annenkoff: die Sammlung Chinesischer Xylographien des ver- 
storbenen Orientalisten Senkowski. 

4) Von dem Jaroslawschen Kaufmann Olowfinischnikoff: 
XXII. Jabrgang. 




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178 



die ehemalige Trechleloff'sche Sammlung von kirchenslawi- 
schen und russischen Schriflen, bestehend aus 357 Manuscripten, 
unler welchen ein Kvangelienbuch auf Pergament, aas dem XIII. 
Jahrhundert, und aus 97 gedrucklen Werken, von denen viele zu 
den grbssten Seltenheiten der russischen Lilleralur gehoren, wie 
das Krakauer Horarium von 1491 , die Ostrog'sche Bibel von 
1581 u. s. w. 

5) Von den Erben des Staatsrathes Debolzow, dessen bin- 
terlassene BUchersammlung , die besonders reich an russischen 
TheaterstUcken , Romanen und Zeitschriften des vorigen Jahrhun- 
derts ist (1029 Bande). 

6) Von dera Staatsrathe K lemming, Bibliothekar S. M. 
des K3nigs von Schweden: 258 sellene, aUf Russland beztigliche 
Broschiiren in deutscher, lateinischer und schwedischer Sprache 
aus dem XVII. bis XIX. Jahrhundert, eine der werlhvollsten Ga- 
bon in diesem Fache, welche der Bibliothek in den letzlen Jah- 
ren zugeflossen ist. 

7) Von dera fihrencorrespondenten Gun do bin: 123 rus- 
sische Handschriften des gegenwartigen und des vergangenen Jahr- 
hunderls. 

8) Von dera Ehrencorrespondenlen Neustrojeff : eine Samm- 
lung russischer BUcher in 1176 Banden. 

9) Von H. Prschelenski, Beamten des Ministeriums der 
auswartigeu Angelegenheiten: 378 Bande spanischer Schriflen, die 
er selbst an Stelle und Ort gesammelt und von denen mehrere 
sich auf Russland beziehen. 

10) Vou der Regierung der Nordamerikanischen Vereinigten 
Staaten: die Sammlung der Congress-Acten von 1854 bis 1856, 
in 99 Banden. 

Ausserdem empflng die Bibliothek im Laufe der Jahre 1859 
und 1860 Geschenke von Buchern und Handschriften: 

Von I. M. der jetzt in Gott ruhenden Kaiserin Alexandra 
Feo dorowna. 

Von S. K. H. dem Grossfttrsten Konstantin Nikolae- 
w i t s c h. 

Von verschiedenen Kaiserl. Ministerien, so wie von der Reichs- 
Justiz-Coramission des Konigreichs Polen und den Russischen Ge- 
sandtschaften in Madrid und Briissel. 

Von der franzosischen Regierung und dem franzosischen Mi- 
Ministerium des Unterrichts, von der oslerreichischen , preussi- 
schen und wiirtembergischen Regierung, von dem niederlftndischen 
Ministerium des Innern, von der englisch-ostindischen Compagnie. 

Von den Universilalen Bonn, Charkow, Christiania, Heidelberg, 
Helsingfors und Kasan. 

Von den Akademien zu Wien und Miinchen, dem Smithson- 
schen Institute zu Washington, der Batawischen Gesellschaft, der 
amehkanischen, so wie der franzosischen Oriental isoben Gesell- 
schaft, von der Koniglich Sachsischen Geseliscbafl der Wiasen- 



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179 



schaflen and der Kbniglichen Bibliothek za Dresden, der Jablo- 
nowskischen Gesellschafl zu Leipzig, dem Kftnigl. niederlttndischen 
meteorologischen Institule und der bffenllichen Bibliothek za Am- 
sterdam, der Nassau's! hen Gesellschafl der Wissenschaften , der 
internalionalen Gesellschaft zur Feststellang (ibereinstimmender 
Masse und Gewichte, dem Germanischen Museum and dem Pegne- 
sischen Blumenorden zu Niirnberg, der Gesellschaft fiir Serbische 
LiUeratur in Belgrad, der Kaiserlich Archaologischen, so wie der 
Philanthropischen Gesellschaft zu St. Petersburg, der Kaiserlich 
Medicinischen Gesellschaft zu Wilna, der practischen Akademie 
der Handelswissenschaften und der Kaiserlichen Gesellschaft der 
Naturforscher zu Moskau, endlich von zahlreichen Privatpersonen 
des In- und Auslandes, welchen die Bibliothek ihren, bereits 
jedem einzeln abgestatteten Dank hiermit wiederholt. 
Im Ganzen empflng die Bibliothek: 

1859. 1860. 
Handschr. Gedruckte Handschr. Gedruckte 
Bucher. Bucher. 
Auf Allerhttchslen Befehl und Bande- BSnde. 

Verfttgung der Behorden . 153 5,200 26 237 
Als Pflichtexemplare ... — 8,117 — 9,294 
Von dem Censur-Comit6 ftir 

auslandische LiUeratur . — — — 1,780 

Als Privatgeschenke ... 263 10,142 736 9,568 
Durch eigenen Ankauf . . 898 12,114 132 8,775 
Durch Tausch gegen Dou- 

bletten . . ■ . . . — 665 — 205 

In Allem . 1,314 36,238 892 29,863 
Ausserdem an Kupferstichen , Karten, Musikalien und dergl. 
31,643 Nummern im Jahre 1859 und 2,749 Nummern im Jahre 
1860. 

Sfimmtliche Ankaufe der Bibliothek, mit Einschluss der Trans- 
port- und Corresponded- Kosten , beliefen sich im Jahre 1859 
auf 19,070 Rbl. 62 3 / 4 Kop., im Jahre 1860 auf 14,405 Rbl. 
22 V 4 Kop. 

Fiir den Einband wurde verausgabt 3,180 Rbl. 12 Kop. im 
Jahre 1859, und 4,229 Rbl. 23 Kop. im Jahre 1860. 

V. Bibliographische Arbeiten. 

Bis auf einige wenige Unterabtheilungen , sind nunmehr die 
alphabelischen und Standorts-Kataloge in alien Sectionen der Bi- 
bliothek beendigt. Die systemalischen oder Real - Kataloge sind 
es gleichfalls fiir die Abtheilungen der altclassischen Litteratur 
und allgemeinen Linguislik, der Rechts- und Cameralwissenschaf- 
ten, der Naturwissenschaften und Mathematik, der biblischen Tbeo- 
logie, der allgemeinen Litteraturgeschicbte und der auf Russland 
bezuglicheo Schriften in fremden Sprachen, so wie auch fiir die 



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180 



Special-Sammlungen der Alden und Blzevirc, der merkwtirdigsten 
Bibel-Ausgaben in alien Sprachen, der topographischen und biblio- 
graphischen Sellenheiten , der Grosspapiere und der bistorisch 
merkwiirdigen Exemplare und Einbande. 

Gedruckt sind, ausser dem letztgenannlen und dera (lithogra- 
phirlen) Aldinen- Kataloge, in friiheren Jahren die Kataloge der 
Griechischen, der Orientalischen und der Alt- Deutschen Hand- 
schriften. 

Im Jahre 1860 war das bibliographische Hauptgeschaft der 
Bibliolhek die Herausgabe des alphabeliscben Kataloges der 
Russica. 

Diese Section hat, nach zehnjahrigen unabl&ssigen Bemiibun- 
gen, die Zahl von beinahe 30,000 Banden erreicht und enth&lt 
nicht nur unverhallnissmftssig mehr als sonst irgendwo in diesem 
Fache vorhanden ist, sondern auch vieles, was Uberbaupt anders- 
wo nicht mehr zu finden sein diirfle. Die Bekanntmachung des 
vollstandigen Kataloges einer solchen Sammlung entspracb ebenso 
sehr dem Verlangen des Publikums, als den Wiinschen ihres Be- 
grlinders, des jelzigen Direklors der Bibliolhek, und da die Titel- 
copien der Russica stets mit dem Zuwachs gleichen Schritt ge- 
halten hatten, auch Ittngst, in Zetleln, sowohl alphabetisch als 
auch systematisch geordnet waren, so lag es nahe, dieselben der 
Oeffenllichkeit zu Ubergeben, ohne zu viel Gewicht auf die noch 
mangelnde Gleichformigkeit und Abrundung ihrer wissenschaft- 
lichen Abfassung zu legen, welche vollslandig zu erzielen, bei 
steler Benutzung und Vermehrung der Sammlung, bis dahin nicht 
mdglich gewesen war. £9 wurde daher beschlossen vorlaufig die 
Tilelcopien in alphabetiscber Ordnung lithographiren zu lassen, 
und so erschien der Katalog der Russica, ein grosser Quartband 
von mehr als tausend Seiten, unter dem Titel „Co rrecturb o- 
gen <( mit einer Vorrede in russischer, deulscher und franzQsi- 
scher Sprache, in nicht mehr als hunderl Exemplaren, welche 
an sammlliche Commissionaire der Bibliothek, so wie an ver- 
schiedene gelehrte Bibliographen des In- und Auslandes vertheilt 
wurden, urn sie zur Mitwirkung, durch Vervollstandigungen und 
Verbesserungen des Kataloges, aufzufordern. Der Erfolg hat die 
Erwartungen der Bibliolhek gerechfferligt, indem sie nicht nur 
eine Menge von nutzlichen Bemerkungen und Nachweisen, son- 
dern auch manche im Kataloge nicht verzeichnete , und also bis- 
her unbekannt gebliebene Schriften, auf diese Weise erhalten hat. 

Die persbnlichen Nachforschungen des Direktors und die 
neuen Verbindungen, welche er bei seinem letzteu Aufenthalte in 
Deutschland und Frankreich anzukntipfen Gelegenheit hatte, wa- 
ren, wie in mehreren andern, so auch in dieser Beziehung der 
Bibliothek von besonderem Nutzen. 

Weitere Publi cati onen der Bibliothek waren: 

1) Der Bericht des Direktors tiber seine zehn- 
jahrige Verwaltung der Bibliothek, vom 18. October 



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181 



1849 bis zum 18. October 1859, in russischer Sprache auf Kai- 
ser] ic hen Befehl gedruckt. Eine deutsche Uebersetzung er- 
schien in Neumann's Serapeum, eine franztfsische im Journal de 
St.-P<Hersbourg, 1860. 

2) Die russische Uebersetzung eines seltenen deutschen Btich- 
leins von ftrtlichem Interesse, welches unter dem Titel: „€rafU 
Hrlattan Don Itt wn St. Cjaar. «4Haj. |)ftro JUrrfonritj an lem 
grossm YtrtDa-£tr0l)m nnb tocr 4M-$ee nenrrbauten Vtttun% wife 
Sitatt Si. JM*rsbnr0 M , 1713 zu Leipzig orschienen ist. Per von 
der Bibliothek veranstaltete Pruck (St. Petersburg, bei Strugow- 
tschikoff u. Corop. I860, in-24°.) isi eine Minialur- Ausgabe im 
Geschmacke der Elzevire. Die Ornamente sind nach Zeichnungen 
des bei der Bibliothek angestellten Akaderaikers J. GornostaYef f 
ausgeftihrt. 

3) Der Wegweiser der K. Oeffentl ichen Biblio- 
thek in russischer, deulscher und franzttsischer Sprache. St. 
Petersburg, 1860, in- 12°. Der erste Wegweiser der Bibliothek, 
welcher 1852 erschienen ist, konnte wegen der mannigfachen 
Verfinderungen , die seitdem in der Bibliothek Statt gefunden ha- 
ben, dem Publikum nicht mehr dienlicb sein. 

VI. Benutzung der Bibliothek. 

Im Laufe des Jahres 1859 wurden von der Bibliothek 4154 
Leserbillette ausgetheilt, im Jahre i860, wo dieselbe, wegen des 
begonnenen Anbau's, vom 20. Mai bis zum 1. December ge- 
schlossen war, 2952. Die Bfindezahl der gelesenen Werke belief 
sich in diesen beiden Jabren auf 72,371 und 39,427 gedruckte 
Biicher, nebst 595 und 416 Manuscripten. 

Zur Benutzung ausserhalb der Bibliothek wurde mit Aller- 
htichster GenehmiguDg (da die Aosleihung der Biicher hier, wie 
bekannt, im allgemeinen verboten ist) verabfolgt: dem Professor 
Jungboll in Leiden, eine syrische Handschrift aus der Zahl 
der neu erworbenen Palimpseste; dem Senator Hube hierselbst 
eine Lex salica und eine Collectio canonum aus dem IX. bis XI. 
Jahrhundert; der Verwaltung des Moskau'schen Hauptar- 
chives, Briefe Peters des Grossen und einige andere das Kai- 
serliche Haus betreffende Papiere; der Akademie derWissen- 
schaften hierselbst, eine Handschrift Pershawins; dem Professor 
BuslaYeff, behufs seiner Vorlrfige fiber altrussische Litteratur 
bei S. K. H. dem Grossfiirste n Thronfolger, russische 
Manuscripte aus verschiedenen Epochen; der K. Archfiogra- 
phischen Commission und dem Generalstabe in St. Pe- 
tersburg, so wie dem Archiv der Auswfirtigen Angele- 
genheiten in Moskau, verschiedene Documente; dem Professor 
Spiegel in Erlangen, eine Pehlvi-HandsChrift; endlieh dem Iman 
Schamyl, der im Jahre 1859 in Gesellschafl seines Sohnes die 
Bibliothek mit vielem Interesse in Augenschein genommeu hatte, 



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182 



sieben arabische Handschriften religiftsen Inhaltes, zo einslweili- 
gem Gebrauche in seinem jetzigen Aufenlhaltsorte Kaluga. 

Aus der Zahl der fremden Gelehrten, welche die Bibliothek 
im Jahre i860 benutzten, nennen wirhier: Herr Bialitzki, der 
in seiner Abhandlung: Rekopisma Dhigosza w Petersburgskisch 
Biblioti kach pod wzgtedom paleograficznym i bibliograficznym, 
einen Theil der lateinischen Handschriften uoserer Bibliothek, die 
sich auf die Geschichte Polens beziehen, beschrieben hat, and 
Herr Paul Lacroix (bibliophile Jacob), der Notizen ffir seine 
Revue universelle des arts u. s. w. sammelle. 

Den 29. und 31. Mfirz 1859 empflng die Bibliothek den Be- 
such II. KK. HH. der Prinzessinnen Marie und Eugenie von 
Leuch tenberg, so wie der Prinzen und Prinzessin von 
Oldenburg; eben so im November den Besuch 11. KK. HH. des 
Grossfursten Konstantin Nikolaiewitsch und der Grossfur- 
stin Alexandra Josepbowna. II. KK. HH. der Grossftirst 
Thronfolger und die Grossfursten Alexander, Wladirair 
und Alexis Alexandro witsch beehrten die Bibliothek wie- 
derholentlich mil Ihrem Besuche. 

Den 29. December geruhten II. MM. der Kaiser und die 
Kaiser in die Bibliothek zu besuchen, bei welcher Gelegenheit 
Ihrer Majestfit ein Album „Erinnerungsblalter der K. Oeffent- 
lichen Bibliothek" iiberreicbt wurde. 

Unter den Gfisten des Jahres 1860 befanden sich II. KK. HH. 
der Prinz Albert d. j. von Preussen und der Graf von Flandern. 

Wie in friiheren Jahren fuhr die Bibliothek fort, ihre Dou- 
bletten an verschiedene inl&ndische Bibliotheken zu verlheilen, 
namentlich wurden derartige Sendungen nach Paligorsk, Archao- 
gelsk, Samara, Kiew und Mohilew bewerkstelligt. 



Uebersicht der nenesten Litteratar. 



DEUTSCHL AND. 

Abhandlungen der mathemat.-physikalischen Classe der Konigl. Bayer. 
Akademie der Wissenschaften. IX. Bd. 1. Abth. [In der Reihe der 
Denkschriflen der XXXIV. Bd ] gr. 4. (Ill a. 228 S. m. 7 Steintaf. in 
gr. 4. a. qu. Fol.) Munchen. geh. baar n. 2% Thlr. 

der naturforscheoden Gesellschaft zu Halle. Im Auftrage der Ge- 

sellschalt red. v. Max SckulUe. Onginalaufsatze aus dem Gebiete 
der gesamraten Naturwissenschaften. 6. Bd. 2. Hft. gr. 4. (XXI S. u. 
S. 111-194 m. 5 Steintaf., wovon 1 color.) Halle, geh. n 2 Thlr. 

der schlesischen Gesellschaft f. valerian dische Cultur. Abtheilung f. 

Naturwissenschaften u. Medicin. 1861. 3. Hft. Lex.-8. (S. 208—344 
m. 1 Tab. in qu. Fol ) Breslau. (k) n. % Thlr. 

Adels- Lexicon, neues allgemeines deutsches, im Vereine m. mebreren 
Historikern hrsg. v. Prof. Dr. Ernst Heinr. Kneschke. 3. Bd. 3. Abth. 
gr. 8. (S. 321—480.) Leipzig, geh. n. 1% Thlr. 

fl — III, 3.: n. 14% Thlr.) 



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183 

Alterthfimer, die, onserer heidnischen Vorxeit. Nach den in tiffentl. u. 

Privatsammlgn. befindl. Originalien znsammengestellt u. hrsg. v. dem 

rdmisch-gerroan. Centralmuseum in Mainz durch dessen Conservator 

L. Undenschmit. 9. Hit gr. 4. (8 Steintaf. m. 8 Blatt ErlSutergn.) 

Mainz. (a) n. % Thlr. 

Ambrof, Aug. Wilh , Geschicbte der Musik. 1. Bd. gr. 8. (XX u. 548 S.) 

Breslau 1862. geh. n. 3 Thlr. 

Ann&len der k. k. Sternwarte in Wien Hrsg. von Dir. Prof. Dr. Carl v. 

LUlrow. 3. Folge. 10. Bd. Jahrg. I860. Lex.-S. (X u. 218 S.) Wien. 

geh. baar n. 3% Thlr. 

Aniales evangelicorum in Hungaria ad fidem codicum bibliothecae evang. 

Posonien. nunc primum typis exscripti. Vol. I. gr. 8. Presburg. geh. 

n.n. 16 Ngr. 

In halt: Joh. Pogner's Verzeichniss ub. den Bau der evange- 
lischen Kirche in Presburg von 1636 — 1638 u. Joh. Lieber- 
gott's Tagebuch v. den Verfolgungen der Evangelischen in 
den J. 1672—1683 nach den Handschriften der evang. Biblio- 
thek m. Urkunden hrsg. durch Prof. Reel. Paul Lichner. (XXII 
u. 16S S.) 

Annales de 1'observatoire physique central de Russie, publiees par A. T. 
Kupffer, dir. de I'observatoire. Annee 1858. 2 Nrs. gr. 4. (A u. 1221 
S. u. Compte-rendu annuel. Annies 1859 et 1860. 93 S.) St.-P&ers- 
bourg. (Leipzig.) cart. n.n. 7 Thlr. 

Bahr, Job. Karl, der dynamische Kreis. Die naturl. Reihenfolge der Ele- 
mente u. zusammengesetzlen Korper als Resultat der Beobachtg. 
ihrer dynam. Wirksamkeit. 3. (Schluss-) Lfg. lmp.-4. (VI S. u. S. 
136—246 m. eingedr. Holischn. u. 21 Steintaf.) Dresden, geh. 

(a) n. 3% Thlr. 

Becker, Dr. Otto, u. Dr. Alex. Rollett, Beitrage zur Lehre vom Sehen 
der dritten Demension. [Mit 2 (lith.) Taf. (in Lex. -8. u. Fol.)] [Aus 
den Sitzungsber. 1861 d. k. Akad. d. Wiss.J Lex.-8. (42 S.) Wien. 
geh. n.n. % Thlr. 

Beschreibong der bisher bekannten bdhmischen Privatmunzen u. Medail- 
len. Hrsg. v. dem Vereine f. Numismatik zu Prag. Mit Abbild-n. 
1. Abthlg. : Personenmuozen. Beschnebcn v. Heinr. Olokar MiUner. 
18. u. 19. Hft. gr. 4. (S. 361-408 m. 8 Steintaf.) Prag 1860, 61. 

I n. 1 Thlr. 

Brach, Dir. Prof. Dr. Carl, vergleichende Osteologie d. Rheinlachses 
(Salmo salar L.] m. besond. Berucksicht. der Myologie nebst einlei- 
tenden Bemerkgn ub. die skelettbildenden Gewebe der Wirbeltbiere. 
Zum Gebrauche bei Demonstralionen u. zum Selbstudium beschrie- 
ben u abgebildet. Mit 7 (color.) vom Verf. lith. Taf. u. 2 (eingedr.) 
Holzschn. gr. Fol. (IV u. 22 S.) Mainz. In Mappe. n. 12 Thlr. 

Hildebrand, Dr. F., einige Beobachtungen aus dem Gebiete der Pflanzen- 
Anatomie. gr. 4. (Ill u. 30 S. m. 2 Steintaf.) Bonn. geh. n. % Thlr. 

Kirch hoff, G. , Untersuchungen ub. das Sonnenspectrum u. die Spectren 
der chem. Elemente. [Aus d. Abhandlgn. d. k. Akad. d. Wiss. zu 
Berlin 1861. J Mit 3 Taf. (wovon 2 lith. u. 1 in Kpfrsl., in gr. 4. u. 
qu. Fol.) gr. 4. (35 S.) Berlin, cart. n. 1 Thlr. 

Loew, Dir. Dr. Herm., die Dipteren - Fauna Sudafrika's. 1. Abth. Mit 2 
Taf. (wovon 1 in Kpfrst. u. 1 lith.) [Abdr. aus den Abhandlgn. d. 
naturwiss. Ver. f Sachsen u. Thuringen in Halle.] Imp.-4. (XI u 330 
S.) Berlin 1860. geh. n. 10 Thlr. 

Perthes, Prof. Clemens Thdr., politische Zustande u. Personen in Deutsch- 
land zur Zeit der franzdsischen Herrschafl Das sudl. u. westl. Deutsch- 
land. I. gr. 8. (VII u. 352 S.) Gotha 1862. geh. n. 1 Thlr. 22 Ngr. 

(Uast, Ferd. v., Denkmale der Baukunst in Preusseo. Nach Provinzen 
geordnet. Hft. III. gr. Fol. (4 Steintaf., wovon 3 in Buntdr., u. 2 
Kpfrtaf. m. Text S. 23 -34.) Berlin, geh. u. in Mappe. (a) n. 2% Thlr. 



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184 

Rive, Doc. Dr. Frdr., Gescbichte der deutschen Vormundschaft. 1. Bd. 

A. u. d. T. : Die Yormundschaft im Recbte der Germanen. gr. 8. 

(XXIV a. 284 S ) Braunschweig 1862. «eh. n 1% Thlr. 

Rolandslied, das. Das Slteste fraozosische Epos, lebersetzt ?. Dr. WilM. 

Hertz. j>r. 8. (XIV u. 163 S.) Stuttgart, geb. n 28 Ngr. 

Wagner, Dr. A., neue Beitrage zur Kenntniss der urweltlichen Fauna des 

lithographischen Schiefers. 2. Ablh. Schildkroten u. Saurier. Mtt 6 

(litta ) Tar. Abbildgn. (in gr. 4. u. qu. Fol ) [A us den Abhandlgn. der 

k. bayer. Akad. d. Wiss.] gr. 4 (60 S.) Munchen. geh. n. 1 Thlr. 

(I. 2.: n. 2 Thlr. 6 Ngr.) 
Weller, Emil, neue Nachlrage zum Index pseudonymorum u. zu den fal- 

schen u. fingirten Druckorten. Lex.-8 (IV u. 72 S.) Leipzig 1862. 

geh. n. % Thlr. 



A d z e i g e d. 



Im Verlage von G. OEHME in Leipzig erschien soeben 
und ist durch alle Buchhandlungen zu beziehen: 

Neue 

NachMge zum Index Pseudonymorom 

und zu den 

falschen und fingirten Druckorten. 
Von 

Hmll Weller. 

4°. eleg. broch. 20 Ngr. 



Index Pseudonymomm. 

Worterbuch der Pseudonymen. 
Von 

Emil Weller. 

Zueite vermehrte Autgabe. 

4°. 50 Bogen. eleg. broch. 2 Thlr. 15 Ngr. 



Veranlwortlicher Redacteur: Dr. R. Neumann. 
Verleger: T. 0. Weigel Druck von C. P* Melzer in Leipzig. 



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znm 



31. December. 24. 



1861. 



Bibliothekordnuigen etc., neaeate in- and auslindiscbe Litteratur, 

Anieigen etc. 



Zor Beaorgong aller ia oachstehenden Bibliographies Teraeicfcneten BUcher 
empfeble ich mich nnter Zasichrrnag achnellster uod billigater Bediennng; den^o, 
welche mich direct mit reap. Bestellungen beebren, sichere ich die groa§ten Tor- 
tbeile za. 

. V. O. Welgel io Leipzig. 



Die 

Stadt-Bibliothek zu Hamburg 

und 

die mil derselben verbundenen Sammlungen. 
B e r i c h t 

yon 

Herra Prof. Petersen. l ) 

Nach dem ausftthrlichen Bericbte Hber den Stand der Arbeiten 
auf der Stadlbibliothek im vorigen Jahre, kttnneo wir uns dieses 
Mai kurz fassen. Neben den laufenden Geschafteri, die fast jahr- 
lich zunehiaen, ist im verflossenen Jahre die n&cbste sicb unmit- 
telbar an deo fejlig gewordenen Katalog anschliessende ArbeH 
geweseo die genauere Ordnung und Aufslellung der Bucher, de- 
ren Katalog zuietzt fertig geworden war. Demnachst waren die 
Bucaersammluogen von grbsserem UmCange, die in den letzten 
Jahren geschenkt sind and hatten zuriick gesetzt werdea miissen, 
in die Kataloge einzniragen und in die Facher einzureiben, was 
noch den grtfsslen Theil des laufenden Jahres in Ansprucb neb- 
men wird. In mebrer^n Fttcbern, namentlich der Nalurgesobiohte 



1) Ana dem: Verzeicbniss der Vorlesungen, welche am Hamburgi- 
schen Akademiscben und Real- Gymnasium yoo Ostern 1b61 bis Ostera 
1862 gehalten werden sollen. Herausgegeben von L. K. Aegidi, der 
Rechte Dr., Professor der Geschichte, d. Z. Rector. Hamburg 1861. 4°. 
Seita XV-XVH. 

XXII. Jabrgang. 



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186 



and classischen Philologie, batten an einzelnen Stellen die Biicher 
so zugenommen , dass der bisherige Raum nicht mehr ausreichte 
ond daher die Vergrosserung der Borler nothwendig ward. Aus- 
ser den daftir erforderlichen Einrichtungen hat Hochlobliche Baa- 
deputation auch die Herstellung der erforderlichen Zahl von zweck- 
massigen Leitern beschaffen lassen, urn Gesundheit und Leben der 
beim Holen und Wegstellen der Biicher lhatigen Beamten, so 
weit es nach menschlichen Kraften mbglich isl, gegen Gefahreo 
zu sichern. 

Vermehrt ward die Bibliothek ura 2900 Bfinde and Hefte 
(Brochuren) von denen, obgleich keine Sammlungen von grossem 
Umfange hinzu kamen, mehr als 1 160 geschenkt sind. Unter die- 
sen Geschenken sind die bedeulenderen: Von Sr. Maj. Frederik V II. 
von Danemark : Kongegravene i Ringsted Kirke aabnede istandsalte 
og daekkede med nye mindeslene ved Hans Majestaet Frederik den 
Syvende. Kjobenhavn 1858 folio ; kleine Sammlungen von Biichern 
und Brochuren: fiber Naturwissenschaft von dem hiesigen Nalur- 
wissenschaftlichen Verein, tiber Belgische Geschichte vom 
Herrn Pastor Dr. J. Geffcken und Herrn Dr. F. L. Hoffmann, 
tiber Botanik vom Herrn Inspector Otto, fiber Hamburgische An- 
gelegenheiten und allgemeine Polilik vom Herrn J. F. Richter, 
der Wiederabdruck mehrerer fiir die alteste Geschichle Nord- 
Amerikas wichtiger Werke von deren Herausgeber Herrn J. Lenox 
in New-York, die Fortsetzung der Ausgabe der Spanischen Refor- 
matoren vom Herrn B. R. Wiffen in Woburn in Bedfordshire, 
verschiedene Werke tiber Alterthtimer und Kirchengeschichten von 
dortigen lilterarischen Gesellschaften durch Herru D. Laing in 
Edinburg, Prof. Dr. J. Opperls neueste Schriften tiber Entziffe- 
rung der Keilschrift vom Verfasser und das ,,Urkun denbuch 
zur Wiener Sen luss-A cte '* (in der ftir den Buchhandel 
nicht bestimmten Gestalt, wie es die Professoren des Gymna- 
siums der Universit&t Berlin zur Jubelfeier dedicirt haben) vom 
Herrn Prof. Aegidi. 

Die Benutzung der Stadtbibliothek hat im verflossenen Jahre 
wieder zugenommen und ist von 4800 auf 5226 gestiegen, die 
Zahl derer, die das Lesezimmer benutzen von 2222 auf 2504, 
obgleich zu einem ausserordentlichen Besuche desselben neuer- 
dings keine Veranlassung war, wie im vorigen Winter die Ausle- 
gung des Schillerbuchs von C. Wurzbach bot. Auch fttr man- 
cherlei litterarische Unternehmungen hier und ausserhalb Ham- 
burg sind die Schatze unserer Bibliothek, wie gewbhnlich, aus- 
gebeutet. Correspondenzen und Untersuchungen an Ort und Stelle 
ftihren dabei oft zu interessanten Entdeckungen. Ein Beispiel der 
Art, das bei uns auf grbsseres Interesse rechnen darf, mag hier 
angeftihrt werden. Die Anwesenheit des bekannten Reisenden, 
Herrn J. G. Kohl, der Zeit in Bremen, gab demselben Gelegen- 
heit, bei seinen Sludien tiber die Geschichte der Entdeckung des 
Golfstromes, eine urn mehr als ftinfzig Jahre filtere Zeichnuog 



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187 



dieses Stromes, als alle bisher bekannten, in Happelii Relationes 
Curiosae Bd. II. kennen zu lernen. Die Veranlassung zu dieser 
Entdeckung gab eioe Bemerkung des kurz vorher anwesenden 
Herrn Dr. G. As her aus Berlin, der beim Erblicken der ge- 
dachten Karte den Golfstrom sofort erkannte. 

Ueber die Bereicherung der et hnographischen Samm- 
lung ist No. 50 des Amtsblattes und No. 56 Beilage der Ham- 
burger Nachrichten, tiber die der antiquarisch-artisti- 
schen S a mm lung in No. 47 des Amtsblaltes und No. 48 Bei- 
lage der Hamburger Nachrichten, tiber die der Sammlung 
Deulscher und Hamburgischer Alterthumer No. 51 
des Amtsblattes und No. 56 Beilage der Hamburger Nachrichten 
berichlet und den gtitigen Gebern der Dank ausgesprochen. An- 
kauf hat im lelzten Jahre nicht Statl gefunden. Es ist daher hier 
nichts hinzuzufugen, als dass es bald gelingen mbge, einen gros- 
seren und zweckmassigeren Raum fur diese Sammlungen zu ge- 
winnen. Geschenke, die grbsseren Raum in Anspruch nehmen, 
kbnnen bis dahin nur ftir die Deutschen und speciell Hamburgi- 
schen Alterthumer angenommen werden, ftir welche im Erdge- 
schoss noch einiger Raum disponibel ist, obgleich zu beklagen, 
dass die neuerdings hinzugekommenen Gegenstande auch solcher 
Abtheilungen der Sammlung, die im oberen Zimmer aufgestellt 
sind, nur unten untergebracht werden kbnnen, wodurch wesent- 
lich Zusammengehoriges getrennt werden musste. 



Uebersicht 4er nenesten Utteratnr. 



DEDTS CHL AND. 

Arndt, Wilh., die Wahl Conrad II. Inaugural-Dissertation, gr. 8. (52 S.) 
Gdttingen geh. baar n. 8 Ngr. 

Barb, Prof. H. A., ub. die Conjugation d. persischen Verbums. gr. 8. 
(118 S.) Wien. geh. n. 1% Thlr. 

Beckers, Hubert, ub. die Bedeutung der Schelling'schen Metaphysik. Ein 
Beitrag zum tieferen Verstandniss der Potenzen- od. Principienlehre 
Schelling's. [Aus den Abhandlgn. d. k. bayer. Akad. d. Wiss.] gr. 4. 
(148 S.) Munchen. geh. baar n. iy 4 Thlr. 

Beckmann, Prof. Dr. Frz., zur Geschichte d. kopernikanischen Systems. 
]Abdr. aus d. Zeitschr. f. d. Gesch. u. Alterthumskunde Ermlands.] 
gr. 6. (46 S.) Braunsberg. geh. n. 8 Ngr. 

BeUermann, Heinr., der Contrapunct od. Anleitg. zur Stimmfuhrg. in der 
musikal. Composition. Mil musikal. Beilagen u. 4 lith. Tar. in Far- 
bendr. (in Lex.-8. u. 4.) Lex.-8. (VIII u. 367 S.) Berlin 1862. geh. 

n. 2% Thlr. 

Bibliotheca homoeopathica. Verzeichniss der im In- u. Auslande er- 
schienenen auf die Homfiopathie Bezug babenden Schriflen. 3* bis 
zum J. 186! fortgefuhrte Aufl. bearb. v. Dr. G. 0. Kleinert. 8. (IV 
u. 152 S.) Leipzig 1862. geh. % Thlr. 



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138 

Block, Dr. M., Bevolkerung Spaniens u. Portugals nacb deo Orig.-Quel- 
len in ihren wiehtigsten Verhallnissen statistisch dargeslellt. gr. 16. 
(IV u. 65 S. m. 12 chromotilb. Karten in 4.) Gotha. In engl Einb 

n. 28 Ngr. 

Bulletin de la soctete imperiale des natural isles de Moscou. Tomes 

XXX111. et XXXIV, Aunees i860 et 1861. a 4 Nrs. gr. 8. (l»6t. 

Nr. 1. 369 S. m. 9 Steinlaf., wovon 1 color., in gr. 8. u. qu. gr. 4.) 

Moskau. geh. a Bd. n. 6 Thlr. 

Burmeister , H., Beschreibung e. behaarten Gurtelthieres Praopus hirscr- 

tus\ aus dem National -Museum zi Lima. Hierzu 1 (Ktb ) Abbildg. 

[Aus den Abbandlgn. der naluiforsch. Ges. zu Halle.] gr. 4. (4 S.) 

Halle, geh. n. 8 Ngr. 
n. Dr. C. Giebel, die Versteinerungen v. Juntas im Thai d. Rio de 

Copiapd. Nach ihren LagerungsverhaMtnissen u. phys. Eigenschaften 

geschildert. Mil 2(lith.) Tar. [\us den Abhandlgn der naturforsca. 

Ges. zu Halle J gr. 4. (34 S.) fcbd. geh. n. I Thlr. 

Catulli, Tttmlli, Propertli carmma a Maur. Hauptio iterum recognita. 

16. (372 S. m. Titel in Kpfrst.) Leipzig, geh. n. % thlr.; 

in engl. Einb. m. Goldschn. n. \% Thlr. 
Oddex diplomatics ordinis Sanctae Mariae Theutonicorum. — Urkunden- 

buch d. deuischen Ordens insbesond. der Baileien Coblenz, Allen* 

biesen. Westphalen u. Lothringen. Hrsg. v. Jok. Heinr. Hennes. 

2 Bd. gr. 8 (IV u. 440S.) Mainz, geh. n. 3 Thlr. (cplt.: n. 5% Thlr ) 
Gzerwlnski, Alb., Geschichte der Tanzkunst bei den cultivirten Volkero 

von den ersten Anffingen bis anf die gegenwSrtige Zeit. Mit 34 In 

den Text gedr. Abbildgn. (in Holzschn.) u. 9 alien Tanzmelodien. h. 

(VIII u. 264 S) Leipzig 1862, geh. n. 1% Thlr. 

D&ubree, A., Betrachtungen u. Versuche ub. den Metamorphisnius u. ub. 

die Bildg. der kryslaliin. Gesteine. Aus den Memoires presenter par 

divers savants & I'acadeinie des sciences fibers, v. E. Sdchling. gr. 8. 

(IV u. 123 S.) Berlin, geh. n. % Thlr. 

Dietrich, Dr. Dav., Flora universalis in color. Abbildgn. e. Kupferwerk 

zu den Schriften Linne's, Willdenow's. de Candolle's etc. Neue 

Serie. 2. Hit. Fol. (10 color. Kpfrtaf. u. 1 Blatt Test.) Jena. 

(a) n. 2 Thlr. 

Dfintzer, Heinr., Aristarch. Das 1., 8. u 9. Buch der Hias kritisch erdr- 
tert. gr. 8. (XVII u. 198 S.) Paderborn 1862. geh. n. 24 Ngr. 

Durege, Doc. Dr. H., Theorie der elliplrscben Fnnklionen. Versuch e. 
elementaren Darstellung. gr.8. (XIV u. 376 S. m. eingedr. Holzschn.) 
Leipzig, geh. ,n. 2% Thlr. 

Elscbnlg, Dr. A., uberstchtliche Darstellung der Warmeverhalinisse im 
Thierreiche. Mit mehreren in den Text eingefugten Holzschn. [Aus 
d. Triester Gymnasialprogramm v. 1861.] gr. 8. (79 S.) Munster. 
geh. " n. 12 Ngr. 

Encyklopadie, allgemeine, der Physik. Bearb. v. P. W. Brix, G. Decher, 
K. C. 0. v. Feilitzsch, F. Grashof, F. Harms etc. Hrsg. v. Gust. 
Karsten. 10. Lfg. Lex.-8. Leipzig, geh. n. 2% Thlr. 

(1—10.: n. 29% Thlr.) 
Inhalt: 1. Bd. : Allgemeine Physik, v. G. Karsten, F. Harms u. 
G. Weyer. (S. 113-176 ) — 2. Bd.: Lehrbuch der Krystallo- 
graphie v. Prof. Dr. tferm. Karsten. (VIII S u. S. 97—169 
m. eingedr. Holzschn.) (cplt. einzeln n. 2 Thlr.) — 5. Bd.: 
Angewandte Mechanik, v. F. Grashof. (S. 161—208 m. ein- 
gedr. Holzschn.) — 19 Bd. : Fernewirkungen d. galvanischen 
Stroms, von F. v. Feilitzsch. (S. 465— 52S m. eingedr. Holz- 
schn.) — 20. Bd.: Angewandte Electricitatslehre, v. C Kuhn. 
(S. 417—464 m. eingedr. Holzschn.) 

allgemeine , der Wissenschaflen u. Kunste, in alphabetischer Folge 

v. geuannten Schriftstellern bearb u. hrsg. v. J. & Ersch u. J. G. 



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189 

Gntber. 1. Section A— G. Hrsg. v. Herm. Brockhaus. 73. Thl. gr. 4. 
(476 S.) Leipzig, cart. (a) n. 3% Thlr. ; Velinp. (a) ». 5 Thir. 

Ewald , Heinr., die Johanneischen Schrifien ubersetzt u. erklart. (In 3 
Bdn.) 1. Rd. : Des Apostels Johannes Rvangelium u. drei Sendschrei- 
ben. gr. 8. (IV u. 516 S.) Gdttingen. geh. n. 2 Thlr. 

F&hne, A., Chroniken u. Urkundenbucher hervorragender Geschlechter, 
Stifler u. Klftster. 1. Bd.: A. u. d. T. : Urkundenbuch d. Geschlechts 
Meschede Mil 1 Ansioht, vielen Siepeln u. Wappen auf 27 Tar. (in 
Holzschn .) u. e. vollstandigen Inhaltsverzeicbnisse. 8. (XII u. 432 S. 
mit eingedr. Holzschn.) Cflln 1862. geh. n. 2 Thlr. 

Falke, Prof. Dr. J. E. L., der Milzbrand u die Htindswuth sind Typen n. 
durch die Impfung tilgbar. Gekronte Preisschrift. Lex -8. (Mil u. 
60 S.) Jena. geh. n. % TMr. 

Feifalik, Jul., Sludien zur Geschichte der altbdhmischen Literatur. VI. 
(lift.) [Aus den Sitzungsber. 1861 d. k. Akad. d Wiss.] Lex -8. (38 
S.) Wien. geh. n.n. % Thlr. 

Fels, Alb., de codicum antiquorum, in quibus Plini naturalis Mstoria ad 
nostra tempora propagata est, Talis, fide atque auctoritate. Com- 
mentalio pbilologica. gr. 4. (YIH u. 114 S. ) Gdtlingeti. geh. 

baar n. 1% Thlr. 

Fragment* juris antejustiniani qnae dicunlur Vaticana. Post Ang. Maium 

e( Aug. Belhmann-Hollweg recognovit Th. Mommsen Adjectum est 

coditis Vaticani specimen. 12. (XXIV u. 144 S. m. 1 Steintaf. in qu. 

Fol.) Bonn. geh. n. % Thlr. 

Friedrlch Prinz v. Schleswig-Holsteln-Ioer , Aufzeichnongen aus den J. 

1848—1^50. 2. Aufl. gr. 8. (IV u. 445 S.) Zurich, geh. n. 2 Thlr. 
Gegenbanr, Dr Carl, ub. Bau u. Rntwickelung der WirbelsSule bei Am- 

phibien uberhaupt, u. beim Frosche insbesondere. Mit 1 (lilh.) Taf. 

[Ans den Abhandlgn. der natorforsch. Ges. zu Halle.] gr. 4. (16 S.) 

Halle, geh. n. % Thlr 

Graesse, Bibliothecaire Dir. Jean Geo. Thdr., Tresor de livres rares et 

pr6cieux ou nou?eau dictionnaire bibliograpbique. Livr. 15. gr. 4. 

Tome III. S. 193—288) Dresden geh. n. (a) n. 2 Thlr. 

Crete, H., Geschichte d. Kdnigl. Preossischen Wappens. Kritisch, histo- 

risch u. kunsl-historisch. [Abdr. aus den Miinzsludien ] gr. 4. (184 

Sp. m. 1 Steintaf ) Leipzig, geh. n. 1% Thlr. 

Guhl, Ernst, u. Wilh. Konex, das Leben der Griechen u. Rdmer nach 

antiken Bildwerken danjestellt. 2. Halfle: Rdmer. Mit 211 in den 

Text gedr. Holzschn. Zeichnnng u. Schnitt v. K. Baum. Lex.-8. (VI 

it 407 S.) Berlin, geh. (a) n. 2 Thlr. 

Gflterbock, Stadtrichter Doc. Dr. Carl, Henricus de Bracton u. sein Ver- 

hftltniss zum rdmischen Rechte. Ein Beitrag zur Geschichte d. r5m. 

Rechts im Mitlelaller. gr. 8. (V u. 137 S.) I erlin 1862. geh. 

n. % Thlr. 

Hahn, Dr. M , sur le lieu de naissance de Charlemagne. Memoire pre- 
sente k I'acad. royale de Belgique en reponse a la question sui- 
vante: Charlemagne est- il ne dans la province de Liege? gr. 8. 
(115 S.) Berlin, geh. n. % Thlr. 

Heckel, Jak., neue Beitrace zur Kenntniss der fossilen Fische Oester- 
reichs. Beendet v. Rud. Kner. (Aus den Denkschriften der k. Akad. 
d. Wiss.] [Mit 10 (lilh.) Taf. in Karbendr.] gr. 4. (28 S.) Wien. geh. 

n. 2 Thlr. 

Heet, Osw., BeitrSge zur nfihern Kenntniss der sachsisoh-thuringischen 
Braunkohlenflora. Nebst e. Anh. ub. einige siebenburgische Tertrtr- 
pflanzen v. C. J. Andrae. Mit 10 (chromolith.) Taf. (Abdr. aus den 
Abhandlgn. d. naturwiss. Ver. f. die Prov. Sachsen.] Imp. -4. (IV u. 
32 S.) Berlin, geh. n. 4 Thlr. 



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190 

Held, Prof. Dr. Jos., Staat u. Gesellschaft vom Standpunkte der Ge- 
schichte der Menschheit u. d. Staats. Mit besond. Rucksicht aaf die 
politisch-socialen Fragen unserer Zeit. (In 3 Thin.) 1. Thl. gr. 8. 
Leipzig, geh. n. 3 Thlr. 

Inhalt: Grundanschauungen ub. Staat a. Gesellschaft. (XXV a. 
598 S ) 

Hesse, Prof. Dr. Otto, Vorlesungen ub. analytische Geometrie d. Ratlines 
insbesondere ub. Obeiflachen zweiler Ordng. gr. 8. (XV u. 368 S.) 
Leipzig, geh. n. 2 Thlr. 12 Ngr. 

Hessenberg, Frdr, mineralogische Notizen. Neue Folge. 1 Hft. Mit 2 
(lith.) Taf. [Aus d. Abhdlgn. d. Senckenberg. natorforsch. Ges.] gr. 4- 
(45 S.) Frankfurt a. M. geh. n. 1 Thlr. 

Hessling, Thdr. v., u. Jol. Kollmann, Atlas der allgemeinen thierischen 
Gewebelehre. Nach der Natur photograph, v. Jos. Albert. 42 Taf. 
2. Lfg. Lex.-8. (17 photogr. Taf.) Leipzig 1862. geh. n. 2% Thlr. 

(1. 2.: n. 4% Thlr.) 

Hohenegger, Dir. Ludw. , geognostische Karte der Nord - Karpalhen in 
Schiesien u. den angrenzenden Theilen v. Mahren u. Galizien. Chro- 
molith. qu. Imp.-Fol. Mit Text. (Ill u. 50 S. in hoch 4. m. 1 lith. 
Karte in qu. Fol.) Golha. In Mappe. n. 2% Thlr. 

Karl Erzherzog v. Oesterreich, militarische Werke. 1. Lfg. gr. Lex.-«. 
(I. Bd.: Kleine militarische Aufsalze. S. 1—155.) Wien 1B62 

n. 1 Thlr. 

Kattner, Ed wart, neun Kapitel ub. die Orts-Namen in Westpreussen a. 

Posen. 8. (Ill u. 70 S.) Rromberg. geh. n. % Thlr. 

Kaalen, Frz., die Sprachverwirrung zu Babel. Linguistisch-theolog. Un- 

tersuchgn. ub. Geo. XI, 1-9. gr. 8. (VII u. 248 S.) Mainz, geh. 

n. lVi Thlr. 

Kugler, Frz, Handbuch der Kunstgeschichte. 4. Aufl. bearb. v. WWl 
Lubke. 2. Bd. gr. 8. (XXIII u. 604 S. m eiugedr. Holzschn.) Stutt- 
gart geh. n. 4 Thlr. (cplt. n. 7% Thlr.) 

Langer, Prof. K., zur Anatomic u. Physiologic der Haut. I. Ueber die 
Spaltbarkeit der Cutis. [Mit 3 (lith ) Taf. (in qu. Fol.)] (Aus den 
Sitzungsber. 1861 d. k. Akad. d. Wiss.l Lex.-8. (30 S.) Wien. geh. 

n. 17 Ngr. 

Lasanlx. Ernst v., zur Philosophic der romischen Geschichte. [Aus den 

Abhandlgn. d. k. bayer. Akad. d. Wiss.] gr. 4. (48 S.) Munchen. 

geh. ' baar n. % Thlr. 

Laux, N., die Systeme der Medizin od. Versuch e. allgemeinen Darstellg. 

der philosoph. sowie aller bekannten medizin. Systeme n. nosolog. 

Classificationen. 2 Abthlgn. gr. 8. (IV u. 362 S.) Basel. £eh. 

n. 2 Thlr. 

LivlL Titi, historiarum romanarum libri qui supersunt. Ex recensione Jo. 

iV/c. Madvigii. Ediderunt Jo. iV/c. Mad eights et Jo. L. Ussingius. Vol. 1. 

Pars 2. Libros a sexto ad decimum cont. gr. 8. (XXI u. 251 S.) 

Hauniae. (Leipzig.) geh. n. 28 Ngr. (I. 1. 2.: n. 2 Thlr. 3 Ngr.) 
LSher, Frz., Jakobaa v. Bayern u. ihre Zeit. Acht Bucher niederland. 

Geschichte. (In 2 Bdn.) 1. Bd. gr. 8. (XVIII u. 472 S.) Nordlincen 

1862. geh. n. 2% Thlr. 

Lfibsen, H.. B., Einleitung in die Infinitesimal-Rechnung [Differential- u. 

Integral-Rechnungl zum Selbstunterricht. Mit Rucksicht auf das Nolh- 

wendigste u. Wichligste. Mit 53 Fig. im Text (in Holzschn.) 2. verb. 

u. verm. Aufl. gr. 8. (IV u. 357 S.) Leipzig 1862. geh. n. 2% Thlr. 
Lfitzow, Dr. Carl F. A. v., die Meisterwerke der Kirchenbaukunst von den 

allesten Zeiten der chrisll. Kirche bis zur Renaissance. Mit Abbildgn. 

(In 2 Abthlgn ) 1. Abth. Lex.-8. (192 S. m. 12 Holzschntaf. in Tondr. 

u. eingedr. Holzschn.) Leipzig 1862. geh. n. 1% Thlr. 



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191 

Margo, Prof. Dr. Thdr., nene Untersuchungen ub. die Entwickelung, das 

wachslhum, die Neubildung u. den feineren Baa der Muskelfasern. 

[Aus den Denkschriflen der K. Akad. d. Wiss.J Mit 5 (lith.) Tar. 

gr. 4. (VI u. 74 S.) Wien. geh. n. 1% Thlr. 

Hartio, Geh. Med.-R. Prof. Dr. Hand-Atlas der Gynakologie u. Geburts- 

huire. Lex.-8, (VIII u. 163 S. m. 71 Steiotaf. , wovon 2 in Buntdr.) 

Beilm 1862. cart. e. 6% Thlr. 

Materiallen zur Geschichte polnischer Landestheile unter preussischer 

Verwaltung. Nach anthent. Quellen u. Darstellcn. preuss. Beamten u. 

deutscher Geschichtsforscher. 1. Hft. Aeltere Zeit bis zuin Frieden v. 

Tilsit 1807. br. 8. (V u. 236 S.) Leipzig. n. 1 Thlr. 

Moeller, Dr. Frz., das Leben der Alome u. zwar ist Electricitat sowohl 

wie chemische Verwandlsohaft Ausdruck ihrer hermaphroditischen 

Geschlechtlichkeit. gr. 8. (IV u. 170 S. m. 1 Steintaf.) Erlangen. geh. 

n 1 Thlr. 

Mfiller, Dr. Alois, Astarte. Ein Beitrag zur Mythologie d. orientalischen 
Allerthums. [Aus den Sitzungsber. 1861 d. k. Akad. d. Wiss ] Lex.-8. 
(44 S. m. 1 Steintaf.) Wien. geh. n. 9 Ngr. 

ROSS, Ludw., arch&ologische Aufsatze. 2. Sammlung. gr. 8. Leipzig, 
geh. n. 6% Thlr. (1. 2. : n. 10% Thlr.) 

Inhalt: Zur alien Geschichte. — Zur Geschichte der alien Cultur, 
Religion u. Kunst. — Griechische Baudenkinaler. — Zur Cho- 
rographie u. Topographic v. Griechenland. — Zur griechischen 
Epigraphik. Mil 20 (lith ) Taf. (in gr. 4. a. Fol.j (XXIV u. 
690 S ) 

Schade, Osc, alideutsches Lesebuch. Gothisch, altsachsisch, alt- u. mit- 
telhochdeutsch. Mit literar. Nachweisen u. e. Wdrterbuche. (In 2 Tin.) 
1. Tl.: Lesebuch. gr.8. (XVI u. 368 S.) Halle 1862. ceh. n. 1% Thlr. 

Schmidt, Julian, Geschichte d. geistigen Lebens in Deutschland von Leib- 
nitz bis aur Lessing's Tod 1681—1781. 1. Lfg. 2. Abth. u. 2. u. 3. 
Lfg. gr. 8. (I. Bd. VI S. u. S. 81—652. Schluss.) Leipzig 1862. geh. 

n. 3 Thlr. 6 Ngr. (1—3. Lfg.: n. 3 Thlr. 18 Ngr.) 

Schfick, Oberlehr. Dr. Jul., Aldus Manutius u. seine Zeitgenossen in Ita- 
lien u. Deutschland. Im Anh. : Die Familie des Aldus bis zu ihrera 
Ende. gr. 8. (X u. 151 S ) Berlin 1862. geh. n. 1 Thlr. 

Scholze, Prof. Dr. Herm. , die Hausgesetze der regierenden deutschen 
FurstenhSuser. 1. Bd. gr. Lex.-8. (XVI u. 507 S.) Jeoa 1862. geh. 

n. 4 Thlr. 

Slckel, Dr. Th., Beitrage zur Diplomatik. I. Die Urkunden Ludwig's d. 
Deutschen bis zuin J. 859. [Aus deu Sitzungsber. 1861 d. k. Akad. 
d. Wiss.] Lex.-8. (76 S.) Wien. geh. n n. % Thlr. 

SltzQBgs-Bertchte der naturwissenschaftlichen Gesellschaft Isis zu Dres- 
den. Red. v. Dr. A. Drechster. Jahrg. 1861. 12 Nrn. Lex.-8. (Nr. 1 
—6. 44 S m 2 Steinlaf. in qu. Fol.) Dresden. n. % Thlr. 

Spengel, Leonh., die ^rjfirjyoQiat des Demosthenes. 2. Abth. [Aus den 
Abhandlgn. der k. bayer. Akad. der Wiss.] gr. 4. (S. 75—114.) Mun- 
chen I860, geh. baar n. 17 Ngr. (cplt : n. 1 Thlr. 13 1 A Ngr.) 

uber die Geschichtsbucher des Florus. [Aus den Abhaudlgn. d. k. 

bayer. Akad. d. Wiss.] gr. 4. (34 S.) Ebd. geh. baar n. 17 Ngr. 

Svoboda, Dr. Adalb. Vict , die Poesie in der Malerei. Versuch e. aesthet. 
Abhaudlg. m. kunslgeschichtl. Belegen. gr. 8. (XX u. 204 S.) Leipzig, 
geh. n. 1 Thlr. 

Sybel, Heinr. v., die deutsche Nation u. das Kaiserreich. Eine historisch- 
polit. Abhandlg. gr.8. (XVI u. 126 S.) Dusseldorf 1862. geh. n. 24 Ngr. 

Unroll, Gust., das alte Jerusalem u. seine Bauwerke. Ein Beitrag zur 
bibl. AKerthumskunde. Mit 8 (lith.) Planen u. 36 Abbildgn. (auf 8 
Steintaf. in Lex.-8., 4. u. gr. 4.) Lex.-8. (XIV u. 334 S.) Langen- 
salza. geh. 2 Thlr. 



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192 

Walter, Pontes juris ecclesiastic! antiqui et hodierni. Fasc. 2. gr. 8. (S. 

161—320.) Bonn pen. (a) n. % Thlr. 

Waageo, G. F., Handbuch der Geschichte der Malerei. 1. Bd. br. 8. Stutt- 
gart 1862. geh. n. 1 Thlr. 18 Ngr. 
1 n h a 1 1 : Handbuch der deutschen n niederlandischen Malerschu- 
len 1. Abth. Mit Wustr. (in eingedr. Holzschn. u. 3 Kpfrtaf. in 
br. 8. u. qu. Fol.) (XXIV u. 334 S.) 
Weber, Minist-R Dir. Dr. Karl v., Aus vier Jahrhundertefi. Miftheflungeii 
aus dem Haupt-Staatsarchive zu Dresden. Neue Folge. 2. (Scbluss-) 
Bd. gr. 8. (Ill u. 394 S.) Leipzig, geh. 1% Thlr. 
Waller, Emil, die maskirle Literatur der alteren u. neueren Sprachen. I. 
hoch 4. Leipzig 1*62. geh. V* Thlr. 
Inhalt: Index psendonyinorum. Wdrterbuch der Pseudonymen od. 
Verzeichfiiss alter Autoren, die Rich false her Namen bedienten. 
2. neuverm. Ausg. (XVIII u. 390 S.) 
Wleabarg, Dr. Ludolf, Geschichte Schleswigs. 1. Bd. Das beroische 
Zeitalter. gr. 8. (VIII «. 96 S.J Hamburg, geh. • % Thlr. 
Seller, Dr. Ed , die Philosophie der Griechen in ihrer geschich (lichen 
Entwicklung dargestellt. 2. Thl. 2. Abth.: Aristoteles u. die alten 
Peripatetiker. 2. Lfg. 2. Aufl. gr. 8. (X S. u. S. 353—773.) Tubingen 
1862. geh. 2 Thlr. 3 Ngr. (I. 11.: 11 Thlr.) 
ZernikOW, Lehr. Dr., Grandzuge der atomistischen WSrmetheorie. Mit 
besond. Rucksicht auf die specifische Wfinne der Kdrper. gr. 8. (X 
u. 173 S. m. 1 Tab. in 4. u. eingedr. Holzschn.) Erfurt 1862. geb. 

n. 1% Thlr. 

Ztillner, Dr. J. C. F , Grundzuge einer allgemeinen Photometric d. Him- 
mels. Mit 5 Kpfrtaf. {in gr. 4. u. Fol.) gr. 4. (XII u. 102 S.) Berlin, 
cart. n. 3% Thlr. 



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Verantwortlicher Redacteur: Dr. R. Naumann. 
Verfeger: T. 0. Weigel. Druck von C. />. Mclzer in Leipzig. 



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